Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 3018
Eingetragen
21.5.1986
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von lT-Hardware und -Software, insbesondere von so genannten Appliance-Servern für die Software-Industrie, Automationsindustrie und lndustrietechnik sowie interaktiven Displays und Kioske im Multitouch-Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
65.45%
Pyramid Computer GmbHEigenbeteiligung
34.55%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Pyramid AG
Germany
65.45%
Pyramid Computer GmbH
Germany
34.55%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pyramid Computer GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Unternehmensentwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Pyramid ist ein führender Entwickler und Hersteller von IT-Lösungen. Die Hardware-Lösungen des Unternehmens umfassen u.a. interaktive Kioske, Netzwerk- und Scherheitsserver, sowie PCs und Imaging-Lösungen und spiegeln sich in den zwei wesentlichen Produktreihen Polytouch® und Akhet®wieder.

Hauptsitz der Gesellschaft ist Freiburg.

2. Unternehmensentwicklung

Die Gesellschaft ist, neben dem Bestehen langjähriger Kundenbeziehungen, für das angestrebte Wachstum stark auf das Lösungs- und OEM-Geschäft, verbunden mit dem weiteren Ausbau der Produktserien Polytouch® sowie Akhet® ausgerichtet. Um auch weiterhin den komplexen und vielfältigen Lösungsanforderungen mit Back-end und Front-end Lösungen gerecht zu werden, baut die Gesellschaft permanent die Kapazitäten im Bereich Hardware- und Systementwicklung aus und ergänzt diese zusätzlich durch externe Partner und Spezialisten. Ein weiterer Schwerpunkt ist der kontinuierliche Aufbau, aber auch die Pflege strategischer Partnerschaften und Allianzen in der IT-Industrie. Für die Expansion in Nordamerika wurde in 2020 ein Joint Venture in den USA gegründet. In UK wurde 2020 eine Distributions-Partnerschaft abgeschlossen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Markt für Polytouch®

Der Markt für interaktive Kiosklösungen ist durch einen hohen Heterogenitätsgrad und eine starke Fragmentierung der Akteure, ohne einen eindeutigen Marktführer, gekennzeichnet. Insbesondere die sehr verschiedenen Branchen und Anwendungsbereiche erschweren eine einheitliche Beschreibung des Marktes.

Der globale Markt wurde via Studien im Jahr 2020 auf 25 M rd. US-$ geschätzt und wird voraussichtlich im Jahr 2026 36 Mrd. US-$ erreichen. Dabei liegen die Prognosen unterschiedlicher Forschungsinstitute bei jährlichen Wachstumsraten zwischen 6% und 16%, mit starken Unterschieden zwischen Branchen, Anwendungsbereichen und Regionen. Nichtsdestotrotz kann kurz- und mittelfristig mit einem erheblichen Wachstum im Selbstbedienungsmarkt gerechnet werden, das wiederum große Chancen für Pyramid schafft, essenzielle Marktanteile zu gewinnen.

Markt für Akhet®

Pyramid ist in zwei Kernmärkten tätig, in dem (a) Markt für Industrie-PCs (IPC) und (b) Markt für Server, welche beide differenziert beleuchtet und skizziert werden. Die nachfolgenden Beschreibungen zu Marktumfeld, -entwicklungen, -volumina und der Wettbewerbssituation bündeln verschiedene externe Daten.

IPC-Markt

Der Weltmarkt für IPCs umfasst nach einer Studie des Industry ARC ein Gesamtvolumen von 4,5 M rd. US-$ im Jahr 2020. Es wird erwartet, dass der globale Markt mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von ~5% (CAGR20-25) im Jahr 2025 5,8 Mrd. US-$ betragen wird. Generell ist festzuhalten, dass der IPC-M arkt weltweit mit einer Vielzahl von Unternehmen sehr fragmentiert ist.

Server-Markt

Der Weltmarkt für Server umfasst nach einer Grand View Research Studie ein Volumen von 58 Mrd. US-$ im Jahr 2019 und wird mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von -5,4% (CAGR19-25) voraussichtlich 83 Mrd. US-$ im Jahr 2025 erreichen. Im Gegensatz zum IPC-Markt hat im Markt für Server bereits eine spürbare Konsolidierung stattgefunden. Die Marktgröße und eine hohe, industrieübergreifende Produkt- und Service-Nachfrage schaffen eine attraktive Basis für eine Fortführung des dynamischen Marktwachstums.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Geschäftsführung der Pyramid beurteilt die Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 trotz der Pandemie (Covid-19) als stabil. Die Ertragslage liegt im Bereich der Erwartungen.

Das Jahr 2020 war hinsichtlich dem EBITDA in Höhe von T€ 5.082 gegenüber dem EBITDA von 2019 in Höhe von T€ 5.675 ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr.

a) Ertragslage

2020 Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Jahresergebnis 3.074 3.542 -468 -13,2%
Ertragsteuern 1.611 1.782 -171 -9,6%
Zinsaufwand 130 129 1 0,8%
Zinsertrag 0 0 0 0,0%
Abschreibungen 267 222 45 20,2%
EBITDA 5.082 5.675 -593 -10,4%

Im Geschäftsjahr 2020 konnten die Umsatzerlöse T€ 57.723 (Vorjahr T€ 54.774) gesteigert werden. Im Vergleich zu 2019 entspricht dies einem Wachstum von 5,4%.

Die Umsatzrendite (EBIT/ Umsatzerlöse) reduzierte sich geringfügig um 1,6%-Punkte auf 8,4% im Berichtsjahr.

Unter Berücksichtigung von Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen liegt die Gesamtleistung bei T€ 58.008 im Vergleich zu T€ 54.228 in 2019 und somit 7,0% höher. Der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge und Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg von T€ 17.023 um 0,8% auf T€ 17.154. Die Materialaufwandsquote ist von 67,9% auf 70,8% gestiegen.

Die Personalkosten inkl. der sozialen Abgaben und Aufwendungen sind im Verhältnis zu 2020 um 5,6% auf T€ 7.787 (Vorjahr T€ 7.377) gestiegen, was auf den erhöhten Personalbestand und Gehaltsanpassungen zurückzuführen ist. Die Personalaufwandsquote ist unverändert auf Vorjahresniveau bei 13,5%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von T€ 3.966 im Vorjahr auf T€ 4.280 im laufenden Geschäftsjahr. Begründet ist dies durch die volatilen Währungsmärkte, welche aufgrund der Pandemie (Covid-19) zu Gegenmaßnahmen bei den Notenbanken geführt hat und im Ergebnis eine Erhöhung der Volumina in Bezug auf Aufwände aus Kursdifferenzen in Höhe von T€ 134 auf T€ 447 zur Folge hatte.

Gegenläufig reduzierten sich aufgrund der Pandemie (Covid-19) die Reisekosten um 46,3% im Berichtsjahr.

Der Personalstand ist hat sich um 4 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2020 auf 133 Arbeitnehmer im Durchschnitt erhöht. Mit 10 Auszubildenden in kaufmännischen und technischen Berufen ist die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse gegenüber zum Vorjahr (12) gleichgeblieben.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird weiterhin als solide eingeschätzt. Der einfache Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr T€ 3.341 (Vorjahr T€ 3.764). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden.

Pyramid betreibt als Bestandteil der Liquiditätssteuerung und Absicherung Factoring.

c) Vermögenslage

2020 2020 2019 Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.591 1.015 575 56,7%
Voräte 10.928 13.593 -2.664 -19,6 %
Kurzfristige Vermögenswerte 1.625 6.922 -5.297 -76,5%
Flüssige Mittel 7.130 1.237 5.893 476,5%
Passiva
Eigenkapital 10.731 8.658 2.074 24,0%
Langfristige Verbindlichkeiten > 5 J.) 424 510 -87 -17,0 %
Mittel-/kurzfristige Verbindlichkeiten 10.119 13.599 -3.480 -25,6%
Bilanzsumme 21.274 22.767 -1.492 -6,6%

Das Eigenkapital stieg von T€ 8.658 im Vorjahr auf T€ 10.731 im laufenden Geschäftsjahr was einer Erhöhung von 24,0 % entspricht.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um T€ 3.480 auf T€ 10.119. Im Wesentlichen begründet sich die Reduzierung durch den Abbau des hohen Auftragsbestands zum Ende des letzten Geschäftsjahres.

Aus diesem Grund reduzierten sich auch die kurzfristigen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr um T€ 5.297 auf T€ 1.625 und die Vorräte um T€ 2.664 auf T€ 10.928.

Das hatte zur Folge, dass die flüssigen Mittel um T€ 5.893 auf T€ 7.130 gestiegen sind. Die langfristigen Verbindlichkeiten (größer 5 Jahre) haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 87 vermindert.

Die Bilanzsumme verringerte sich ebenfalls durch die hohen Auftragsbestände zum Ende des letzten Geschäftsjahres um 6,6% auf T€ 21.274 (Vorjahr T€ 22.767).

Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 575 gegenüber dem Vorjahr auf T€ 1.591.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

1. Eigenkapital,

2. EBITDA und

3. Liquidität.

Die Geschäftsführung zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalquote, EBITDA und den Cashflow heran.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 50,4% (Vorjahr 38,0%), was auf den positiven Jahresüberschuss im Geschäftsjahr zurück zu führen ist.

Die Kennzahl EBITDA reduzierte sich auf T€ 5.082 (Vorjahr T€ 5.675) im Rahmen der Erwartungen und wird jährlich als Zielorientierungsgröße festgelegt. Der Rückgang im EBITDA ist im Wesentlichen darin begründet, das sich die sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 1.089 reduzierten, die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr um T€ 410 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 314 erhöht haben. Dem stand eine Verbesserung des Rohergebnisses gegenüber.

Liquiditätsverpflichtungen werden von der Gesellschaft so ausgelegt, dass diese jederzeit erfüllt werden können. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel zum Bilanzstichtag am 31.12.2020 in Höhe von T€ 7.130. Neben den bestehenden liquiden Mitteln stehen der Gesellschaft ungenutzte Kreditlinien bei verschiedenen Banken zur Verfügung.

Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf den Bereichen Kundenbelange und Arbeitnehmerbelange.

Die Leistungsfähigkeit der Pyramid Computer GmbH drückt sich nicht nur in den finanziellen Kennzahlen, sondern auch und vor allem in der Nähe zu unseren Kunden und in der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter aus. Daher investiert Pyramid in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie in den Gesundheitsschutz.

Um den Arbeitnehmern ein entsprechendes Umfeld bieten zu können, ist Pyramid als Arbeitgeber bestrebt, den Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen und Perspektiven zu bieten. Das erfolgt u.a. mittels individueller Weiterbildungsmöglichkeiten, das fachliche, sprachliche aber auch gesundheitsfördernde Aspekte abdeckt. Pyramid bietet als Arbeitgeber neben technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen auch die Möglichkeit eines dualen Hochschulstudiums (Bachelor und Master). Entsprechende Akkreditierungen sind 2020 bei Partnerhochschulen erfolgt.

Die Nähe und langjährige Beziehung zu den Kunden ist ein wichtiges Potential als Lieferant. Diese Nähe herzustellen und aktiv zu pflegen, verlangt spezielle Kompetenzen und ist eine Investition in die Zukunft.

Die Segmentierung der Geschäftsfelder in Branchen und Märkte ist eine konsequente Weiterentwicklung. Dies gilt sowohl in organisatorischer Hinsicht durch die Herausarbeitung effizienter Strukturen innerhalb dieser Geschäftsfelder, als auch personell. Die Segmentierung des Marktes in diese Felder erlaubt die Herausbildung spezieller Kompetenzen für das jeweilige Geschäftsfeld.

Begleitend zu der weiter unten dargestellten Nachfolgeregelung auf Gesellschafterebene wurde der bisherige Budget-Prozess auf den Prüfstand gestellt und konsequent weiterentwickelt, der den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung trägt. Neben der vorher rein operativ ausgerichteten Planung auf Gewinn-und Verlustrechnungsebene mit einem Zeithorizont von einem Geschäftsjahr wurde nun eine integrierte Planung mit abgeleiteter Bilanz und Cash-Flow Rechnung und einem Zeithorizont von fünf Jahren abgebildet.

Mitarbeiter

Engagierte und motivierte Mitarbeiter tragen im Wesentlichen zum Unternehmenserfolg bei. Die Mitarbeiter von Pyramid bringen ihr Wissen und Ihre Einsatzbereitschaft in das Unternehmen ein. Die Pyramid führt regelmäßige Mitarbeitergespräche und -umfragen durch, um die Mitarbeiterzufriedenheit festzustellen und um die Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Damit soll die Mitarbeiterbindung an das Unternehmen erhöht und das Wissen im Unternehmen gehalten werden. Zur Vertiefung und Erweiterung vorhandenen Wissens gibt es für die Mitarbeiter die Möglichkeit an Schulungen und Seminaren teilzunehmen.

Ausbildung

2020 hat Pyramid mit einer Berufsausbildungsquote von 7,5 % intensiv in den Nachwuchs investiert. Zusätzlich kommen noch zwei Duale Hochschulstudenten hinzu.

4. Gesamtaussage

Pyramid genießt einen hervorragenden Ruf bei seinen Kunden und verfügt über langjährige Technologische Erfahrungen und Know-how. Trotz der Pandemie (Covid-19) - Krise konnten die Umsätze gesteigert werden. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung liegt im Bereich der Erwartungen.

Die Eigenkapitalquote und die Liquidität konnten erneut gesteigert werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als gut eingeschätzt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten bei Lieferverbindlichkeiten mittels kurzfristigen Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden, soweit diese vereinbart waren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Freiburg unverändert über eine inländische Niederlassung in Amt Wachsenburg (Ortsteil Ichtershausen). Der Standort dient als Produktionswerk und Logistikhub. Im Februar / März 2021 werden fertiggestellte Kapazitätserweiterungen zur Verfügung stehen.

IV. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2021 ist durch eine stabile Auftragslage planmäßig gestartet. Es ist für das Gesamtjahr 2021 mit einer Gewinnsituation zu rechnen. Für das Gesamtjahr 2021 werden leichte Steigerungen bei Umsatz und EBIT im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 erwartet, unter der Annahme, dass sich in 2021 die Supply Chain Ketten und Kundenstrukturen fortwährend als stabil zeigen. Nicht prognostizierbare Rückschläge der Gesamtwirtschaft und im Konkreten der Kunden- und Lieferantenbeziehungen, die im Kontext der Pandemie (Covid-19) stehen, sind in diesen Aussagen nicht berücksichtigt.

V. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Basis für ein effektives und effizientes Risikomanagement ist eine ausgeprägte und einheitlich verstandene Risikokultur im Unternehmen. 2020 wurde ein detailliertes monatliches Finanzreporting entwickelt, um Abweichungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegenüber den Planwerten zu identifizieren und analysieren. Risiken und Chancen gehen mit wirtschaftlichem Handeln untrennbar einher. Um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen angemessen begegnen zu können, ist das Risikomanagement daher Bestandteil der Entscheidungs- und Geschäftsprozesse.

Nachfolgeregelung auf Gesellschafterebene

Die börsennotierte mic AG unterzeichnete am 03.11.2020 einen Kaufvertrag zum vollständigen Erwerb der Pyramid Computer GmbH zur Umwandlung in eine operativ tätige Hightech-Gesellschaft.

Folglich sind mit den publizierten Vollzugsschritten und dem künftigen Zugang zum Kapitalmarkt die Voraussetzungen für das angestrebte Wachstum und der Expansion geschaffen.

Risiken aus operativer Tätigkeit

Abhängigkeit von Großkunden

Mit den 5 größten Einzelkunden erzielte Pyramid 47,8 % des Gesamtumsatzes 2020, wobei der Anteil des größten Einzelkunden bei 17,5 % (Vj. ca. 19,1 %) lag. Rund 56 Mio. € oder 96,2 % des Gesamtumsatzes erbrachten die Top 100 Kunden.

Ausfallrisiken

Zur Absicherung von Ausfallrisiken auf der Absatzseite hat Pyramid einen Factoring-Partner. Der Factorer kauft alle Forderungen an, auf die eine Kreditausfallversicherung über einen Versicherungspartner abgeschlossen ist. Bei nicht kreditausfallversicherbaren sich anbahnenden Geschäften erfolgt eine interne individuelle Einschätzung, die häufig in anderen Scherheiten wie Vorkasse, Bürgschaften und ähnlichen Instrumenten mündet. Ein relevanter Großkunde ohne Kreditausfallversicherung wird individuell über öffentlich zugängliche Finanz- und Marktdaten sowie Zahlungsverhalten genau (kurzfristige Zahlungsziele) kontinuierlich überwacht.

Wechselkursrisiken

Gerade vor dem Hintergrund der teilweise ambitionierten Margensituationen einzelner Produkte und Produktsegmente wirken sich Wechselkursschwankungen in der Gesellschaft überproportional auf die Margensituation aus. Dieser starken Abhängigkeit der Gesellschaft von der allgemeinen Entwicklung der Wechselkurse, speziell des US-Dollars und des Britischen Pfunds im Verhältnis zum Euro sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite versucht die Gesellschaft durch zeitnahe Kursrealisierungen und im Bedarfsfalle durch projektbezogene Devisentermingeschäfte die gegebenenfalls negativen Auswirkungen auf das Ergebnis zu minimieren.

Gefahr von Serienfehlern

Da Pyramid hauptsächlich im Projektgeschäft tätig ist und bestrebt ist, mit namhaften Großkunden große Serien zu fertigen, können aus diesen Lieferungen im Falle eines Serienfehlers Risiken entstehen, die zu weltweiten Nachbesserungen oder Rückholaktionen führen. Diese Risiken bestehen nicht nur durch Fehler, die von Pyramid, sondern auch durch Serienfehler, die durch Lieferanten bei Zulieferteilen verursacht werden.

Im Bereich aller elektronischen Bauteile kann es vorkommen, dass Fehler entstehen, die nur schwer oder gar nicht nachweisbar sind, aber dennoch zum Verlust des Kunden oder zu hohen Feldkosten führen könnten.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken bestehen zum einen auf der Seite von Supply Chain Ketten, als auch auf Abnehmerseite bei den Kunden. Inwiefern negative Effekte aus der Pandemie (Covid-19) zu erwarten sind bzw. plötzlich akut entstehen können ist aus heutiger Sicht nicht abschätzbar.

Politische Risiken

Allgemeine Risiken bestehen in den derzeitigen Störungen des Welthandels durch verschiedene Politische Administrationen. Wechselkursänderungen versucht das Unternehmen durch Scherungskäufe nach Auftragserteilung zu begrenzen, was jedoch kein Schutz gegen Wegfall von Umsätzen ist, wie beispielsweise im Vereinigten Königreich, wo die mittelfristigen Auswirkungen durch den Brexit schwierig einzuschätzen sind. Risiken bei Produktionskapazitäten begegnet das Unternehmen durch eine sehr weitgehende Outsourcing-Strategie, die es erlaubt auf mehreren Kontinenten Produkte zu fertigen.

Chancen

Der IT-Markt zeichnet sich durch eine außerordentliche Dynamik, globale Effekte und Preiskämpfe aus. Um Preiskämpfen auszuweichen, hat sich Pyramid auf den industriellen OEM-Markt konzentriert. Systeme, Baugruppen oder Appliances werden zusammen mit einem hohen Anteil an komplexen Dienstleistungen der industriellen Kundschaft angeboten. Es besteht das Risiko der Nachahmung durch ähnlich strukturierte Wettbewerber. Gleichzeitig ist die hohe Lieferantentreue durch entstehende Wechselkosten beim Kunden auch ein Schutz für die bestehende Kundenbeziehung.

Pyramid setzt weiter auf den hochinnovativen POS-Markt im Retail- und Order-Automationsumfeld. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach Self-Service Geräten, die sich bei Pyramid durch modernes Design und ergonomische Bedienung auszeichnen, weiterhin steigt. In speziellen Anwendungen kann die Pandemie (Covid-19) auch ein Treiber von Wachstum und Nachfrage sein. In diesen Märkten sieht sich Pyramid nicht zuletzt durch die erfolgreiche Etablierung von weltweiten Partnerschaften weiterhin gut aufgestellt.

Einschätzung

Umfang und Gefährdungspotential der Risiken haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 kaum verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung mit der Weiterentwicklung des Produkt-Portfolios gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.048,59 46.657,68
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 12.469,52 7.797,84
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.080.602,81 959.570,46
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 147.758,53 0,00
1.240.830,86 967.368,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,83
2. Beteiligungen 271.362,44 0,00
3. Genossenschaftsanteile 1.300,00 1.300,00
272.662,44 1.300,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.931.415,12 8.875.637,09
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.140.138,64 1.325.689,17
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.859.496,77 3.324.197,31
4. geleistete Anzahlungen 145.611,80 106.827,39
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 148.358,80- 39.782.00-
10.928.303,53 13.592.568,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 735.731,81 2.769.809,06
2. sonstige Vermögensgegenstände 859.534,50 4.028.946,21
1.595.266,31 6.798.755,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.130.175,75 1.236.830,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.911,99 123.324,39
21.274.199,47 22.766.805,72

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 783.750,00 783.750,00
eigene Anteile 270.750,00- 270.750,00-
eingefordertes Kapital 513.000,00 513.000,00
II. Kapitalrücklage 20.400,71 20.400,71
III. Gewinnvortrag 7.124.176,54 4.582.160,00
IV. Jahresüberschuss 3.073.906,14 3.542.016,54
10.731.483,39 8.657.577,25
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 416.909,60 985.725,18
2. sonstige Rückstellungen 3.689.921,24 4.090.115,04
4.106.830,84 5.075.840,22
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.147.089,18 1.407.180,90
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.965.933,66 5.518.913,23
3. sonstige Verbindlichkeiten 147.544,05 118.071,72
4.260.566,89 7.044.165,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.175.318,35 1.989.222,40
21.274.199,47 22.766.805,72

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 57.722.482,55 54.774.325,74
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.349.520,90- 3.265.153,46-
3. andere aktivierte Eigenleistungen 12.727,76 6.427,47
4. sonstige betriebliche Erträge 1.622.689,07 2.712.264,15
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.759.244,69- 36.204.040,71-
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.095.642,92- 1.001.348,23-
40.854.887,61- 37.205.388,94-
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.743.832.33- 6.413.702,91-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.043.032,62- 963.386,50-
7.786.864,95- 7.377.089,41-
-davon für Altersversorgung Euro -3.482,48 (Euro -5.194,96)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 267.365,93- 222.443,39-
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.279.897,42- 3.966.417,72-
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125,64 65,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 130.095,06- 129.164,39-
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.610.779,44- 1.781.562,37-
12. Ergebnis nach Steuern 3.078.613,71 3.545.862,68
13. sonstige Steuern 4.707,57- 3.846,14-
14. Jahresüberschuss 3.073.906,14 3.542.016,54

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Pyramid Computer GmbH ist ansässig in Freiburg. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Bötzinger Straße 60, 79111 Freiburg. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB 3018) eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf gestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen.

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene Lizenzen an Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeit anteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig linear, mit ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, die sich an steuerlichen Nutzungsdauern orientiert, soweit diese dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter werden bei Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagessätzen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Gemeinkosten, die auch den Wertverzehr des Anlagevermögens umfassen, berücksichtigt werden.

Die erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnvortrag Jahresüberschuss Summe Eigenkapital
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Stand 01.01.20 784 -271 20 4.582 3.542 8.657
Jahresüberschuss 2019 3.542 -3.542
Erwerb eigene Anteile
Gewinnausschüttung in 2020 -1.000 -1.000
Jahresüberschuss 2020 3.074 3.074
Stand 31.12.2020 784 -271 20 7.124 3.074 10.731

Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (§ 249 HGB) und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Absatzl Satz 2 HGB).

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a HGB eine Umrechnung der kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr oder weniger) zum Devisenkassamittelkurs.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als nachfolgende Anlage zum Anhang dargestellt.

Wie im Vorjahr sind sämtliche Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 736 (Vorjahr T€ 2.770) sind Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis in Höhe von T€ 371 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 416 (Vorjahr T€ 0), aus Steuern in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 199) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ -1) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personal- und Absatzbereich, dort insbesondere Garantieverpflichtungen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Gesamtbetrag Bis zu 1 Jahr Größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.147 162 562 424
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.966 2.966
Sonstige Verbindlichkeiten 148 148
Summe 4.261 3.275 562 424

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 76 (Vorjahr T€ 74) enthalten.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für erhaltene Zahlungen für eine Verlängerung der Garantiezeit auf 5 Jahre gebildet. Der Posten wird ab dem 3. Jahr ratierlich aufgelöst.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 57.722 verteilen nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

Region Euro
Deutschland 33.365.385,04
Europa 17.370.197,96
Rest der Welt 6.986.899,55
Total 57.722.482,55

Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich folgende außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von T€ 854.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 509 (Vj. T€ 365) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 477 (Vj. T€ 343) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Angabe zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften (§ 285 Nr. 3 HGB)

Die Gesellschaft verkauft Teile Ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoring Bank. Zweck der Maßnahme ist die Beschaffung finanzieller Mittel, die für die Finanzierung des Working Capital benötigt werden.

Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB), sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Zum Bilanzstichtag bestanden keine vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse.

Finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus den Mietverträgen für Gebäude und Lagerhallen sowie den Leasingverträgen. Die Restzahlungsverpflichtungen am Bilanzstichtag belaufen sich auf insgesamt T€ 2.147 (Vorjahr T€ 2.395) davon T€ 764 (Vorjahr T€ 589) innerhalb eines Jahres.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 133 (Vorjahr 129) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 49 (Vorjahr 47) gewerbliche Arbeitnehmer und 74 (Vorjahr 70) Angestellte sowie 10 (Vorjahr 12) Auszubildende (§ 285 Nr. 7 HGB).

Geschäftsführer

Friedrich Hansen, Freiburg i.Br., Kaufmann (bis 31.03.20)

Nikolaus Hensler, Freiburg i.Br., Kaufmann (bis 31.12.20)

Josef Schneider, Freiburg i.Br., Kaufmann

Die Bruttobezüge der Geschäftsführung betragen insgesamt im laufenden Geschäftsjahr T€ 1.275.

Beteiligungen

Am 01.09.2020 erwarb die Pyramid einen 10% Anteil an der Tradekraft Kiosks LLC, 1081 Holland Drive, Boca Raton, FL 33487 (USA).

Abschlussprüferhonorar

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar i. H. von T€ 24,7 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 17,6 und auf Steuerberatungsleistungen T€ 7,1.

VI. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres, bis zur Aufstellung des Geschäftsberichts sind keine Ereignisse bekannt geworden, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage führen würden.

 

Freiburg, den 31. Januar 2021

Pyramid Computer GmbH

Josef Schneider

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 201.649,05 40.183,40 0,00 241.832,45
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 201.649,05 40.183,40 0,00 241.832,45
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 63.563,53 6.854,52 0,00 70.418,05
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.785.951,79 377.719,97 34.730,20 3.128.941,56
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 147.758,53 0,00 147.758,53
Summe Sachanlagen 2.849.515,32 532.333,02 34.730,20 3.347.118,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,83 0,00 0,83 0,00
2. Beteiligungen 0,00 271.362,44 0,00 271.362,44
3. Genossenschaftsanteile 1.300,00 0,00 0,00 1.300,00
Summe Finanzanlagen 1.300,83 271.362,44 0,83 272.662,44
Summe Anlagevermögen 3.052.465,20 843.878,86 34.731,03 3.861.613,03
Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Geschäftsjahr Abgänge Stand 31.12.2020
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.991,37 9.792,49 0,00 164.783,86
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 154.991,37 9.792,49 0,00 164.783,86
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 55.765,69 2.182,84 0,00 57.948,53
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.826.381,33 255.390,60 33.433,18 2.048.338,75
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.882.147,02 257.573,44 33.433,18 2.106.287,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.037.138,39 267.365,93 33.433,18 2.271.071,14
Buchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.048,59 46.657,68
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 77.048,59 46.657,68
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 12.469,52 7.797,84
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.080.602,81 959.570,46
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 147.758,53 0,00
Summe Sachanlagen 1.240.830,86 967.368,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,83
2. Beteiligungen 271.362,44 0,00
3. Genossenschaftsanteile 1.300,00 1.300,00
Summe Finanzanlagen 272.662,44 1.300,83
Summe Anlagevermögen 1.590.541,89 1.015.326,81

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Pyramid Computer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pyramid Computer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pyramid Computer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Freiburg im Breisgau, den 3. Februar 2021

bws Graf Kanitz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hartmut Dicke,Wirtschaftsprüfer

Thorsten Dicke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 24. Februar 2021 festgestellt.

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