PZ Dortmund Immobilien GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Mergenthaler seit 23.1.2025 | Geschäftsführer |
Michael Webels seit 17.5.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hülpert GmbHDortmundKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KonzernlageberichtI. Allgemeines / Grundlagen des Konzerns Unter dem Namen Hülpert werden seit über 100 Jahren hochwertige Automobile im Ruhrgebiet und Umgebung verkauft. Gegenstand des Konzerns ist der Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie der Service von Kraftfahrzeugen der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Cupra, Porsche und koda an den Standorten in Dortmund, Unna, Soest, Recklinghausen und Bergkamen. Zu den in den Konzernabschluss der Hülpert GmbH als Mutterunternehmen einbezogenen Tochter- bzw. Enkelunternehmen (unmittelbar bzw. mittelbar zu 100%) gehören: - Hülpert AZ GmbH, Dortmund - Hülpert SK GmbH, Dortmund - Hülpert VZ GmbH, Dortmund - PZ Dortmund GmbH, Dortmund - Sportwagen Vertriebsgesellschaft Soest mbH, Soest - Sportwagenvertriebsgesellschaft Recklinghausen mbH, Dortmund - Hülpert Ausbildungsgesellschaft mbH, Dortmund - PZ Dortmund Immobilien GmbH, Dortmund - Erste Hülpert Liegenschafts GmbH & Co.KG, Dortmund - Zweite Hülpert Liegenschafts GmbH & Co.KG, Dortmund - Dritte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co.KG, Dortmund - Vierte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co.KG, Dortmund - Hülpert Liegenschafts Verwaltungs GmbH, Dortmund - Hülpert Shared Service GmbH, Dortmund - Hülpert Mobility Holding GmbH & Co.KG, Dortmund - Hülpert Mobility Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund - Hülpert Lifestyle Holding GmbH & Co.KG, Dortmund - Hülpert Lifestyle Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund Daneben wurde die Hülpert Bike GmbH am 6. Dezember 2023 durch die Hülpert Mobility Holding GmbH & Co. KG gegründet und am 14. Januar 2024 im Handelsregister eingetragen. Die Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaft wird in 2024 aufgenommen. Mangels Geschäftstätigkeit wurde diese Gesellschaft in dem vorliegenden Konzernabschluss nicht konsolidiert. Der Schwerpunkt der Gesamtgeschäftsführung liegt auf der strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Die operative Verantwortung obliegt im Rahmen einer Markenzuordnung den jeweiligen Geschäftsführern der Hülpert VZ GmbH und Hülpert SK GmbH, der Hülpert AZ GmbH und den Geschäftsführern der Porsche Zentren. Das interne Kontrollsystem der Gruppe wird kontinuierlich an den Anforderungen der operativen Einheiten ausgerichtet und fortentwickelt. Die Tätigkeit der Konzernmutter Hülpert GmbH hat die Funktion einer Finanzholding. Dabei erfolgt die betriebswirtschaftliche Steuerung durch die bei diesen Gesellschaften angesiedelte Geschäftsführung, insbesondere durch Umsatzanalysen, Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern und der freien Liquidität (finanzielle Leistungsindikatoren). II. Ziele und Strategien Die Geschäftstätigkeit fokussiert sich auf das regionale Umfeld Dortmund und östliches Ruhrgebiet, in dem das Marktgebiet abgesichert und weiterentwickelt werden soll. Dies trifft insbesondere auf die Volumenmarken Audi, koda, Seat, Cupra und Volkswagen zu, bei denen die intensive Marktbearbeitung im Bereich Großkunden und Gewerbetreibende erfolgt. Es ist unser Anspruch, die Marktanteile in den einzelnen Marken und Bereichen auszubauen. In den Bereichen Sales sowie After Sales wird weiterhin auf eine professionelle, moderne, persönliche wie auch auf eine digitale Beratung und Betreuung der Kunden gesetzt, um eine nachhaltige Kundenbindung zu erreichen. Dabei werden die aktuellen Trends und die Entwicklung in den jeweiligen Arbeitsbereichen berücksichtigt. Hierzu gehören neben einer umfassenden Beratung beim Fahrzeugverkauf auch die intensive Betreuung im Folgegeschäft. III. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen sowie Darstellung des Geschäftsverlaufs Im Jahr 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,3% (Vorjahr: Steigerung 1,9%). Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 im Durchschnitt bei 5,9% (Vorjahr: 7,9%). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich in 2023 um 0,4% auf 5,7%. Entgegen der eher negativen Rahmendaten der Deutschen Wirtschaft entwickelte sich die Kfz-Branche gegenüber dem Jahr 2022 sehr positiv, sowohl im Neu- & Gebrauchtwagenbereich als auch im After Sales. Wesentliche Treiber im Neuwagenbereich war der Abfluss/die Abschmelzung der sehr hohen Auftragsbestände im Neuwagen Bereich, welche noch aus der Corona Zeit resultierten und in dem Zeitraum des abgelaufenen Geschäftsjahres abgebaut wurden, Stichwort Ersatzteilengpässe durch Zulieferer. Zudem wirkte die stabile Lage im Gebrauchtwagensektor nach. Trotz eines harten Wettbewerber-Marktes i.S. des Ballungsraums konnten wir unser Marktgebiet erfolgreich stabilisieren und ausbauen. Bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurden in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 2,84 (VJ. 2,65) Millionen Personen- Kraftwagen (PKW) neu für den Straßenverkehr zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von 7,43% im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum. Die Entwicklung der von Hülpert vertriebenen Marken stellt sich wie folgt dar:
Im Gebrauchtwagengeschäft wurden bundesweit im Jahr 2023 7,025 Mio. (+5,7% im Vergleich zum Vorjahr) Besitzumschreibungen verzeichnet. Der Privatanteil an den Besitzumschreibungen liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Der unverändert hohe Privatanteil ist im Wesentlichen auf die starke Präsenz von Internet-Marktplätzen zurückzuführen, wodurch private Käufer und Verkäufer ohne Zwischenschaltung des Automobilhandels zueinander finden. Entsprechend der allgemeinen Entwicklung auf dem Gebrauchtwagensektor verzeichnete die Hülpert-Gruppe eine überproportionale Steigerung im Gebrauchtwagenabsatz. Auch der Umsatz im After Sales entwickelte sich positiv. IV. Lage des Konzerns und Entwicklung Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 7.037 auf TEUR 212.697 erhöht. Das langfristig gebundene Vermögen im Konzern besteht aus immateriellen Vermögensgegenständen, Sach- und Finanzanlagen und beträgt zum Bilanzstichtag 35,1% (VJ. 34,8%) der Konzernbilanzsumme. Wesentliche Investitionen im Sachanlagevermögen betrafen den Umbau des Porsche Zentrums Soest auf das neue Porsche Destination Konzept. Die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Vorführwagen) im Geschäftsjahr betrugen TEUR 2.880. Der Bestand an Vorführ-, Geschäfts- und Mietfahrzeugen wurde im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 2.809 erhöht. Der kurzfristige Vermögensbereich wird durch die Vorräte (Neu- und Gebrauchtfahrzeuge und Ersatzteile) geprägt, welche am Bilanzstichtag 42,9% (VJ. 47,5%) der Konzernbilanzsumme ausmachen und sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.295 auf TEUR 91.324 vermindert haben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um TEUR 8.163. Durch den erzielten Konzernjahresüberschusses von TEUR 14.304 konnte das Konzerneigenkapital unter Berücksichtigung von Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 7.489 zum Bilanzstichtag auf TEUR 54.204 (VJ. TEUR 47.389) gesteigert werden. Die Konzerneigenkapitalquote stieg unterproportional aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme um 2,5%-Punkte auf 25,5% (VJ. 23,0%). Die Pensionsverpflichtungen haben sich um TEUR 24 erhöht. Obwohl darin ausschließlich laufende Pensionen beinhaltet sind, ergibt sich aufgrund des andauernden Niedrigzinsniveaus eine stetige Erhöhung des versicherungsmathematischen Teilwerts. Aufgrund der Umstellung des für die Abzinsung zu verwendenden Diskontierungszinssatzes vom Siebenjahresdurchschnittszinssatz auf den Zehnjahresdurchschnittszinssatz ergibt sich im Geschäftsjahr ein Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 25. Die Erhöhung der Steuerrückstellungen um TEUR 4.156 ist durch die Ergebnisse der einzelnen Konzernunternehmen verursacht. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.176 (VJ. TEUR 8.444) ergeben sich im Wesentlichen aus der Verbuchung von Drohverlustrückstellungen, sowie den erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen der leitenden Mitarbeiter. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 802 vermindert und betragen TEUR 23.629 (VJ. TEUR 24.431). Sie beinhalten die Refinanzierungen langfristiger Investitionen. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 84.759 (VJ. TEUR 83.708) und haben sich um TEUR 1.051 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17.630 (VJ. TEUR 23.923) enthalten zum Großteil valutierte Fahrzeugkäufe und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.293 vermindert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 856 (VJ. TEUR 376) nicht kurzfristig, d.h. innerhalb eines Jahres, fällig. Sie betreffen Verbindlichkeiten aus der Rücknahmeverpflichtung für Leasingfahrzeuge. 2. Finanzlage Die Finanzlage ist aufgrund der nachhaltig positiven Ertragslage und der uneingeschränkten Verfügung über ausreichende Finanzierungslinien bei den jeweiligen Geschäftsbanken unter Berücksichtigung der vorhandenen Vermögenswerte als sehr gut zu bezeichnen. Von den insgesamt verfügbaren (kurzfristigen) Kreditlinien in Höhe von TEUR 145.000 wurden zum Bilanzstichtag TEUR 61.741 in Anspruch genommen. Anzumerken ist, dass neben den Vorräten auch die im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Vorführ-, Miet- und Geschäftsfahrzeuge branchenüblich kurzfristig finanziert werden. Wesentliche Investitionen im Sachanlagevermögen wurden im Geschäftsjahr durch langfristige Bankdarlehen finanziert. Das langfristig zur Verfügung stehende Kapital (Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Verbindlichkeiten) beträgt rd. 38,7% der Bilanzsumme (Vj. 36,8%). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach DRS 21 beträgt TEUR 23.492. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Finanzierung der Vorführwagen innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt wird, während die korrespondierende Veränderung im Anlagevermögen im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten ist. Dieser beträgt TEUR -10.369. Zusammen mit dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -12.493 ergibt sich eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um TEUR 630 auf TEUR 1.830 (Kassenbestände, täglich verfügbare Bankguthaben und jederzeit fällige Kontokorrentverbindlichkeiten) des Konzerns zum Bilanzstichtag. Dabei wurden unter Berücksichtigung der branchentypischen Besonderheiten die Verbindlichkeiten aus der Fahrzeugfinanzierung aus Gründen einer verbesserten Darstellung der Finanzlage nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen. Der Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. Für die durchgeführten Investitionen sowie die noch anstehenden Investitionen standen und stehen ausreichende und von den Konditionen attraktive Finanzierungsmittel zur Verfügung. Die Finanzlage ist insgesamt aufgrund der zukünftig zu erwartenden Mittelzuflüsse auch unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr durchgeführten bzw. geplanten Investitionen im Sachanlagevermögen als sehr solide anzusehen. Die Liquiditätssituation ist sehr gut. Für die Gruppe existiert ein gruppenweites Liquiditätsmanagement, das für eine zinsoptimale Verteilung sorgt. 3. Ertragslage Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung der Vorperiode umfasst aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres den Zeitraum 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022. Die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 sind daher nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Bei einem Vergleich der Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem letzten vollen Geschäftsjahr 2021/2022, ergibt sich folgendes Bild:
Die Umsatzerlöse des Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 626.343 und entfallen mit TEUR 528.397 auf den Kfz-Handel, TEUR 57.752 betreffen Werkstatterlöse und Ersatzteile, TEUR 22.325 Provisionserlöse und TEUR 17.869 sonstige Umsatzerlöse. Der Rohertrag beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 115.448 bzw. die Rohertragsmarge beträgt 18,4%. Die sonstigen betrieblichen Erträge werden im Wesentlichen durch Sachbezüge und der Auflösung von Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten beeinflusst und betragen TEUR 1.481. Die Anzahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter ist nahezu unverändert geblieben; im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 876,0 Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen durchschnittlich 151,75 Mitarbeiter auf die zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze. Der Anteil der Löhne und Gehälter an der Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 52.130 bzw. 8,3% der Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 betragen TEUR 31.157 oder 5,0 % der Umsatzerlöse. Wesentlicher Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Vertriebskosten in Höhe von TEUR 15.470, die im Wesentlichen durch Händlerbeteiligungen und Werbekosten beeinflusst werden. Das Betriebsergebnis unter Berücksichtigung sonstiger Steuern in Höhe von betrug TEUR 25.737. Das Finanzergebnis wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch das gestiegene Zinsniveau negativ beeinflusst und beträgt TEUR -4.572. Die Ertragsteuern enthalten neben den laufenden Ertragssteueraufwendungen (TEUR 3.996) latente Steuern auf Bewertungsunterschiede zwischen den handels- und den steuerrechtlichen Wertansätzen und auf steuerliche Verlustvorträge (Ertrag TEUR 135). Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss für 2023 in Höhe von TEUR 14.304. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir vor allem mehr Wert auf Qualität, sowohl in der Ansprache an den Kunden als auch in der Betreuung dieser gelegt. Wir konnten auch aufgrund von Prozessoptimierungen, welche teilweise aus dem digitalen Bereich herrühren, im abgelaufen Geschäftsjahr eine verbesserte Kundenzufriedenheit verzeichnen. Wir sind stetig damit beschäftigt unsere Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Hier versuchen wir mit flexibleren Arbeitszeiten, dem Angebot von Homeoffice in den nicht produktiven Bereichen sowie Teambuilding Maßnahmen den heutigen Anforderungen Rechnung zu tragen. Zudem haben wir unser Hülpert Talents Programm, welches bereits seit zwei Jahren aktiv ist, weiter optimiert. Durch die Tatsache, dass wir die Marke HÜLPERT durch mannigfaltige Aktionen im Marktgebiet wieder präsent gemacht haben, spricht man wieder über uns. Wir werden wieder verstärkt wahrgenommen. 5. Gesamtaussage Trotz der weiterhin schwierigen Marktvoraussetzungen - bedingt durch die wirtschaftlichen Rahmenvoraussetzungen in Deutschland und dem volatilen Zinsmarkt - kann das abgelaufene Geschäftsjahr als äußerst erfolgreich bezeichnet werden. Sowohl das Gebrauchtwagen- als auch das Neuwagengeschäft haben die Erwartungen übertroffen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern kann im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzernverbund wiederum als sehr gut bezeichnet werden Aufgrund des überproportionalen Abbaus der sehr hohen Auftragsbestände im Neuwagenbereich, welche noch aus der Corona-Zeit stammen und der stabilen Lage im Gebrauchtwagensektor konnte der im Vorjahr prognostizierte Umsatz und auch das Ergebnis deutlich übertroffen werden. V. Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Chancen und Risiken 1. Prognosebericht Alle Standorte der Hülpert Gruppe haben nach wie vor einen unbefristeten Händlervertrag für Handel und Service mit den jeweiligen Herstellern abgeschlossen. Wesentliche Veränderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Prognose für das kommende Geschäftsjahr ist als sehr volatil zu erwarten. Die Diskussion um die zukünftige Mobilität sowie die zukünftig präferierte Antriebstechnologie (Verbrennungsmotor, Gas, Elektro, Hybridtechnologien) ist nach wie vor prägend für das nächste Geschäftsjahr. Ab dem Frühjahr 2024 starten wir mit unserem ersten E-Bike Store an unserem Skoda-Standort Oberste Wilms Straße durch die neu gegründete Hülpert Bike GmbH als Franchisenehmer der e-motion, Köln. Durch den Vertrieb von E-Bikes soll unser Produktportfolio als Mobilitätsanbieter sinnvoll ergänzt werden. Unser Ziel bleibt es, die Eigenkapitalquote noch weiter auszubauen und unseren Umsatz und Ertrag weiter zu stabilisieren und auszubauen. Das Gebrauchtwagengeschäft soll auf dem hohen Niveau der letzten Geschäftsjahre weiter ausgebaut, das After Sales-Geschäft weiter auf dem jetzigen Niveau stabilisiert und die Vermarktung der Leasingrückläufer weiterhin mit auskömmlichen Bruttoerträgen betrieben werden. Des Weiteren werden mehr Fahrzeuge mit Rücknahmeverpflichtungen seitens des Herstellers versehen, um das Risiko zukünftig gänzlich abzuwenden. Nach ungewöhnlichen letzten zwei Jahren im Automobilhandel hinsichtlich der sehr hohen Auftragsbestände im Neuwagen-Bereich, wir berichteten oben, ist nunmehr eine Normalisierung dessen auf Niveau vor Corona eingetreten. Auch im Gebrauchtwagensektor ist eine einkehrende Normalität zu verzeichnen. Im Personal-Bereich wurden und werden auch aufgrund der demografischen Entwicklung weiter verstärkt Investitionen vorgenommen, um die vorhandenen Mitarbeiter zu binden. Das System zur frühzeitigeren Rekrutierung von Auszubildenden wurde weiter optimiert. Hierzu werden bereits erfolgreiche interne Maßnahmen wie z.B. das Hülpert Talents-Programm, Mitarbeiter Coaching und Team-Building-Maßnahmen weiter verfolgt. Wesentliche Investitionen werden wir im neuen Geschäftsjahr in unseren beiden Porsche Standorten in Recklinghausen und Soest tätigen, um die Gebäude auf das neue Destination-Konzept von Porsche umzubauen. Die Umbauten werden aller Voraussicht nach in 2024 abgeschlossen. Die Finanzierung für diese Maßnahmen erfolgt langfristig und ist bereits gesichert. 2. Risikobericht Als Marktführer in unserem Marktgebiet sind unsere Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung eng mit der Entwicklung des Automobilsektors im Inlandsmarkt verbunden. Der Automobilmarkt im Handelssegment ist weiterhin als sehr wettbewerbsintensiv zu bezeichnen. Dies führt zwangsläufig zur Gewährung weitreichender Preisnachlässe. Daraus könnten weitergehend Risiken resultieren. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten, zu denen die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zählen, sind als gering einzuschätzen. Für die Gruppe existiert ein gruppenweites Liquiditätsmanagement, das für eine zinsoptimale Verteilung sorgt. Zudem haben wir ein internes Finanz-Benchmarking etabliert, welches wir als Steuerungsinstrument nutzen. Hier legen wir insbesondere Wert auf die Debitoren und Kreditorenlaufzeiten. Finanzwirtschaftliche Risiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung, verbunden mit ausreichenden kurzfristigen Kreditlinien der Hausbanken, ebenfalls als gering einzuschätzen. Aus steigenden Zinsen könnten sich aber Ertragsrisiken ergeben. Demgegenüber können zukünftig auf niedrigem Niveau fallende Zinsen dazu führen, dass sich die Pensionsrückstellungen, die bisher mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre diskontiert wurden, weiter erhöhen bzw. nicht entsprechend dem Abbau der Verpflichtungen reduzieren. Branchenrisiken in der zukünftigen Entwicklung werden in den zahlreichen Veränderungen des Automobilhandels gesehen. Hier werden beispielsweise neue Antriebstechnologien wie Elektro- oder Hybridantriebe immer mehr wahrgenommen. Die Hersteller merken aber aktuell, dass sich die Nachfrage nach Elektro-Modellen in Deutschland stark in Grenzen hält, auch aufgrund des Wegfalls der staatlichen Förderung. Zudem bleibt die seiner Zeit prognostizierte Ladeinfrastruktur noch hinter den Erwartungen zurück. Die ersten Elektro-Hersteller aus Asien ziehen sich bereits vom deutschen Markt zurück. Darüber hinaus ist das Geschäft mit gebrauchten Elektro-Fahrzeugen als schwierig einzuschätzen, da die Reichweiten gebrauchter Modelle noch zum Teil sehr eingeschränkt sind und den Kunden die Einschätzung des Batteriezustandes schwer fällt. 3. Chancenbericht Aufgrund der derzeitigen Ertragslage der gesamten Unternehmensgruppe wird die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des nächsten Jahres der Berichtsgesellschaft als stabil und nachhaltig gesichert eingeschätzt. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2024 ist mit einigen Unsicherheiten verbunden, gerade im Hinblick auf die bereits erwähnten wirtschaftlichen Einflüsse. Für das Geschäftsjahr 2024 wird derzeit trotz der beschriebenen Risiken ein gutes und positives Ergebnis erwartet, das sowohl im Umsatzbereich als auch im Ergebnis leicht unter dem Niveau des letzten Geschäftsjahres prognostiziert wird.
Dortmund, den 21. Juni 2024 KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
KonzernkapitalflussrechnungDie Darstellung der Finanzierungsströme der Gesellschaft erfolgt nach den Vorgaben des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21; der Cash-Flow aus laufender Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode ermittelt:
1) Der Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, täglich fällige Bankguthaben sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditistuten; dabei wurden unter Berücksichtigung der branchentypischen Besonderheiten die Verbindlichkeiten aus der Fahrzeugfinanzierung aus Gründen einer verbesserten Darstellung der Finanzlage nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen. Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang1. Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens Die Hülpert GmbH mit Sitz in Dortmund wird bei dem Handelsregister Dortmund in Abteilung B unter der Nummer 19825 geführt. 2. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Hülpert GmbH hat gemäß § 264 i.V.m. § 290 Abs. 1 HGB zum 31. Dezember 2023 einen befreienden Konzernabschluss aufgestellt und ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis i.S.d. § 313 Abs. 2 Nr. 7 HGB aufstellt. Die Gliederung der Bilanz wurde nach § 42 GmbHG um den gesonderten Ausweis der Forderungen gegen Gesellschafter erweitert. Die Gesellschafter der Muttergesellschaft haben durch Gesellschafterbeschluss vom 27. Oktober 2022 das abweichende Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September auf das Kalenderjahr umgestellt. Das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022 war ein Rumpfgeschäftsjahr. Die Zahlen der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind daher nur sehr eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. 3. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss und die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften wurden nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. In den Konzernabschluss der Hülpert GmbH wurden die folgenden verbundenen Unternehmen einbezogen, an denen diese unmittelbar bzw. mittelbar zu jeweils 100 % am Kapital beteiligt ist: 1. Hülpert VZ GmbH, Dortmund 2. Hülpert AZ GmbH, Dortmund 3. Hülpert Ausbildungsgesellschaft mbH, Dortmund 4. PZ Dortmund GmbH, Dortmund 5. Sportwagen Vertriebsgesellschaft Soest mbH, Soest 6. Sportwagenvertriebsgesellschaft Recklinghausen mbH, Dortmund 7. Hülpert SK GmbH, Dortmund 8. PZ Dortmund Immobilien GmbH, Dortmund 9. Erste Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 10. Zweite Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 11. Dritte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 12. Vierte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 13. Hülpert Liegenschafts Verwaltungs GmbH, Dortmund 14. Hülpert Shared Service GmbH, Dortmund 15. Hülpert Mobility Holding GmbH & Co. KG, Dortmund 16. Hülpert Lifestyle Holding GmbH & Co. KG, Dortmund 17. Hülpert Mobility Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 18. Hülpert Lifestyle Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund Die Beteiligungen an den Gesellschaften VAPS Autohandel-Service GmbH, Isernhagen, Techno Einkauf GmbH, Norderstedt, sowie Fleetcar + Service Community GmbH & Co. KG, Eschborn, werden mit jeweils geringer Quote gehalten und sind mangels beherrschendem oder maßgeblichem Einfluss nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen. Daneben wurde die Hülpert Bike GmbH i.Gr., Dortmund nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaft wurde im Dezember 2023 gegründet und im Januar 2024 im Handelregister eingetragen, übte in 2023 noch keinen Geschäftsbetrieb aus und ist daher für die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von ganz untergeordneter Bedeutung. 4. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der Gesellschaften Nr. 1 - 6 wurde in den Vorjahren als Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB a.F. durchgeführt. Gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. wurden die Buchwerte der Anteile an den Tochterunternehmen mit dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Kapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der jeweiligen Gesellschaft in den konsolidierten Abschluss aufgerechnet. Die Buchwertmethode wurde gem. Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB im Berichtsjahr fortgeführt. Die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2012/2013 zum Konsolidierungskreis hinzugekommenen Hülpert SK GmbH und der zum 30. September 2017 hinzugekommenen PZ Dortmund Immobilien GmbH erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HBG) zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 S. 4 i.V.m. S. 3 HGB). Die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2018/2019 hinzugekommenen Gesellschaften Erste Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund, Zweite Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund, Dritte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund, Vierte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund, Hülpert Liegenschafts Verwaltungs GmbH, Dortmund, Hülpert Shared Service GmbH, Dortmund, Hülpert Mobility Holding GmbH & Co. KG, Dortmund, Hülpert Lifestyle Holding GmbH & Co. KG, Dortmund, Hülpert Mobility Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, Hülpert Lifestyle Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HBG) zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 S. 1 HGB). Aktive oder passive Unterschiedsbeträge ergaben sich im Rahmen der Erstkonsolidierung nicht. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB a.F. entstandenen aktivischen (Sportwagen Vertriebsgesellschaft Soest mbH: TEUR 12) und passivischen (Hülpert VZ GmbH: TEUR 122, PZ Dortmund GmbH: TEUR 3) Unterschiedsbeträge wurden erfolgsneutral in die Kapitalrücklage eingestellt bzw. mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung der Hülpert SK GmbH gemäß § 301 Abs. 1 HGB entstandene passive Unterschiedsbetrag (TEUR 3) entfällt auf Gewinnthesaurierungen und wird daher unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert. In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung sind die internen Erlöse der beteiligten Gesellschaften bei den Umsatzerlösen und beim Wareneinsatz konsolidiert worden. Darüber hinaus wurden die sonstigen betrieblichen Erträge und die Zinserträge gegen die entsprechenden Aufwandsposten und Zinsaufwendungen aufgerechnet bzw., soweit Zwischengewinne zu eliminieren waren, bei den Bilanzansätzen gekürzt. Sofern im Wertansatz der Vermögensgegenstände Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen enthalten waren, erfolgte nach § 304 Abs. 1 und 2 HGB eine Eliminierung der wesentlichen Zwischengewinne. 5. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die gemäß § 300 Abs. 2 HGB in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der konsolidierten Unternehmen wurden einheitlich gemäß § 308 HGB nach den Methoden bewertet, die auf den Konzernabschluss angewandt wurden. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die über drei bis fünf Jahre (Software) vorgenommen werden, bewertet. Der entgeltlich erworbene Kundenstamm / Auftragsbestand wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern betragen bei den Bauten 30 bis 33 Jahre, bei den technischen Anlagen drei bis 15 Jahre, bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 13 Jahre und bei Vorführwagen vier bis sechs Jahre. Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet; dem Niederstwertprinzip wurde durch entsprechende Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem Umfang berücksichtigt, sodass die Vorräte verlustfrei bewertet sind. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Ausfallsrisiken wurden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Latente Steuern werden nach § 274 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Konzernunternehmen, auf den der Unterschied entfällt. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Konzernbilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht. Zusätzlich werden die verpflichtend nach § 306 HGB anzusetzenden latenten Steuern für sich aus Konsolidierungsmaßnahmen ergebende Unterschiede berücksichtigt. Im Geschäftsjahr ergab sich nach §§ 274, 306 HGB insgesamt eine aktive latente Steuer. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Grundlage von drei versicherungsmathematischen Gutachten mit dem Teilwert unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. M. Heubeck und eines Rechnungszinssatzes von 1,83 % (Vorjahr: Rechnungszinssatz 1,78 %) sowie einer Rentendynamik von 2,00 % (Anwartschaftsbarwertverfahren). Der Zinssatz für den Unterschiedsbetrag (Durchschnitt der letzten sieben Jahre) nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %). Von der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB (Verteilung des Unterschiedsbetrages auf 15 Jahre aus der geänderten Bewertung nach BilMoG) wurde Gebrauch gemacht. Die Steuerrückstellungen enthalten die von den konsolidierten Unternehmen voraussichtlich zu entrichtenden Steuernachzahlungen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet. Die Verbindlichkeiten sind entsprechend dem Imparitätsprinzip zu Nominalwerten bzw. zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 6. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ergibt sich aus folgendem Konzernanlagenspiegel:
Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene entgeltlich erworbene Kundenstamm / Auftragsbestand resultiert in voller Höhe aus den einbezogenen Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen. Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 38. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Disagien in Höhe von TEUR 51 (Vj. TEUR 58) ausgewiesen. Die latenten Steuern entfallen zu TEUR 1.112 (passive latente Steuern) sowie zu TEUR 2.122 (aktive latente Steuern) auf Unterschiede zwischen den handels- und den steuerrechtlichen Wertansätzen sowie auf Nutzungsvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen, für die nach § 274 HGB ein handelsrechtliches Aktivierungswahlrecht ausgeübt wurde. Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen; gem. §§ 274 Abs. 1 S. 3, 306 S. 6 HGB erfolgte eine Verrechnung mit aktiven latenten Steuern:
Die latenten Steuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:
Der Konzernbilanzgewinn von TEUR 9.276 beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.460. Der noch nicht amortisierte Zuführungsbetrag bei den Pensionsrückstellungen aufgrund des Übergangs auf das BilMoG (Verteilung des notwendigen Zuführungsbetrages auf 15 Jahre gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB) beträgt TEUR 77.
Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, gegenüber der Abzinsung mit durchschnittlichem Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Absatz 6 HGB beträgt TEUR 25. Die sonstigen Rückstellungen betreffen folgende Verpflichtungen:
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung finanzierter Neu- und Gebrauchtwagen, Forderungsabtretungen sowie durch Grundschulden gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB bestehen in Höhe von TEUR 835 p.a. aufgrund der Pachtverträge über Betriebsgrundstücke. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund von Leasingverträgen für verschiedene Mobilien und Betriebsvorrichtungen mit Restlaufzeiten von bis zu 5 Jahren in Höhe von TEUR 570 p.a. Es bestehen aus dem operativen Fahrzeuggeschäft Rücknahmeverpflichtungen für 6.832 Leasingfahrzeuge innerhalb der nächsten fünf Jahre im Wert von rd. TEUR 178.385. Daneben bestehen Verpflichtungen aus zukünftig zu leistenden Händlerbeteiligungen in Höhe von TEUR 3.991. 7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren und wird analog § 158 Abs. 1 AktG erweitert. Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr TEUR 626.343; die wesentlichen Umsatzarten betreffen mit TEUR 528.397 den Handel, mit TEUR 57.752 den handwerklichen Bereich, mit TEUR 22.325 Provisionserlöse und mit TEUR 17.869 sonstige Umsätze und Leistungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in Höhe von TEUR 6.996 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und in Höhe von TEUR 135 (Ertrag) latente Steuer. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 148. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 44, die Aufwendungen aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen (nach BilMoG) betreffen. 8. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände sowie täglich fällige Bankguthaben, jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören. Dabei wurden unter Berücksichtigung der branchentypischen Besonderheiten die Verbindlichkeiten aus Fahrzeugfinanzierung aus Gründen einer verbesserten Darstellung der Finanzlage nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
9. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Zum Ende des Geschäftsjahres besteht bei der Muttergesellschaft eine Ausschüttungssperre in Höhe von insgesamt TEUR 25, die auf den Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Pensionsverpflichtungen) entfallen. 10. Ergebnisverwendungsvorschlag / -beschlussDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung der Muttergesellschaft vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen bzw. in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Am 7. Mai 2024 beschließt die Gesellschafterversammlung der Muttergesellschaft, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 der Muttergesellschaft TEUR 7.437 auszuschütten. 11. Sonstige Angaben a) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 188 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. b) Mitarbeiterangaben Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 876,0 Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen auf
c) Inanspruchnahme der Befreiung nach §§ 325, 264 Abs. 3, 264b HGB Folgende Gesellschaften nehmen die Möglichkeit der Befreiung von der Offenlegungsverpflichtung nach §§ 325, 264 Abs. 3 HGB in Anspruch: 1. Hülpert VZ GmbH, Dortmund 2. Hülpert AZ GmbH, Dortmund 3. Hülpert Ausbildungsgesellschaft mbH, Dortmund 4. PZ Dortmund GmbH, Dortmund 5. Sportwagen Vertriebsgesellschaft Soest mbH, Soest 6. Sportwagenvertriebsgesellschaft Recklinghausen mbH, Dortmund 7. Hülpert SK GmbH, Dortmund 8. PZ Dortmund Immobilien GmbH, Dortmund 9. Hülpert Liegenschafts Verwaltungs GmbH, Dortmund 10. Hülpert Shared Service GmbH, Dortmund 11. Hülpert Mobility Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 12. Hülpert Lifestyle Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 13. Hülpert Bike GmbH, Dortmund Folgende Gesellschaften nehmen die Möglichkeit der Befreiung von der Offenlegungsverpflichtung nach §§ 325, 264 b HGB in Anspruch: 14. Erste Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 15. Zweite Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 16. Dritte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 17. Vierte Hülpert Liegenschafts GmbH & Co. KG, Dortmund 18. Hülpert Mobility Holding GmbH & Co. KG, Dortmund 19. Hülpert Lifestyle Holding GmbH & Co. KG, Dortmund d) Befreiender Konzernabschluss Nachfolgende Tochtergesellschaften der Muttergesellschaft sind Zwischenholdinggesellschaften, die grundsätzlich nach § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet sind, einen Konzernabschluss aufzustellen. Für diese Gesellschaften stellt die Muttergesellschaft einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 Abs. 1 und Abs. 2 HGB auf: 1. Hülpert Mobility Holding GmbH & Co. KG, Dortmund 2. Hülpert Lifestyle Holding GmbH & Co. KG, Dortmund 3. PZ Dortmund GmbH, Dortmund e) Verwaltungsrat Mitglieder des Verwaltungsrates waren im Geschäftsjahr Herr Ralf Kreutzberg, Düsseldorf (Vorsitzender), Geschäftsführer der HEADSAHEAD GmbH, Düsseldorf, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Knauf Interfer SE, Essen, Member of the Senior Executive Advisory Board der IMAP M&A Consultants AG, Mannheim, Frau Katrin Hüpler, Dortmund, Herr Uwe Kolb, Bad Homburg, Herr Andreas Marc Christian Henke, Luzern und Herr Dr. Volker Borkowski, Bonn (ab 1. Februar 2023). Die Verwaltungsratsvergütungen betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 160. e) Geschäftsführer Geschäftsführer des Mutterunternehmens waren im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023: Herr Michael Webels, kaufmännischer Geschäftsführer, Viersen, Herr Thomas Spiegelhalter, operativer Geschäftsführer, Münster (bis 27. Mai 2024). Bezüglich der Höhe der Geschäftsführervergütungen wird auf die Schutzklausel nach § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr Pensionen in Höhe von TEUR 285 gezahlt; Pensionsrückstellungenen wurden für diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.576 gebildet. Die (Soll-) Pensionsrückstellung beträgt TEUR 3.653 (Fehlbetrag: TEUR 77).
Dortmund, 21. Juni 2024 gez. Michael Webels sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.06.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hülpert GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hülpert GmbH - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hülpert GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzenlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 21. Juni 2024 NORDDEUTSCHE
AG
Britta Stang-Wegener, Wirtschaftsprüferin Frank Fruggel, Wirtschaftsprüfer |
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