Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 713607
Vorher
AB 14/11 Vermögensverwaltungs GmbHRSN Sihn GmbH
Eingetragen
10.11.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Konstruktion, Produktion und der Vertrieb von fluidischen und mechanischen Verbindungselementen sowie Zeichnungs- und Sonderteilen, und die Beteiligung an anderen Unternehmen im In- und Ausland, einschließlich deren Finanzierung.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Thomas Branz
seit 13.1.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
K2 Industrie-beteiligung GmbH
Austria
40.26%
Englert Holding GmbH
Germany
40.26%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIHN GmbH

Mühlacker

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software   90.976,00   119.270,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 973.740,00   734.044,00  
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.211.381,00   1.333.568,00  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.967,00   468.041,00  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 527.693,84 3.128.781,84 442.188,00 2.977.841,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 84.046,08   84.046,08  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 671.710,47   471.710,47  
3. Beteiligungen 4.700,00   4.700,00  
4. Ausleihungen an Beteiligungen 1.658.656,43 2.419.112,98 877.806,25 1.438.262,80
    5.638.870,82   4.535.373,80
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.273.843,22   2.087.955,85  
2. Unfertige Erzeugnisse 1.845.222,27   1.534.056,56  
3. Fertige Erzeugnisse 3.443.948,74 7.563.014,23 2.484.922,26 6.106.934,67
-II. Forderungen und sonstige Vermögens        
gegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.237.395,57   2.903.228,62  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 95.609,42   41.281,01  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 563.215,48 3.896.220,47 270.292,71 3.214.802,34
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   22.885,30   21.694,52
    11.482.120,00   9.343.431,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten   23.844,91   29.732,56
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00   1.081.526,59
    17.144.835,73   14.990.064,48

Passiva

       
  31.12.2016 31.12.2015
    EUR   EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   115.000,00   115.000,00
II. Kapitalrücklage   6.985.000,00   2.785.000,00
III. Verlustvortrag   -3.981.526,59   -1.233.346,99
IV. Jahresüberschuss (i. Vj. -fehlbetrag)   14.446,68   -2.748.179,60
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00   1.081.526,59
    3.132.920,09   0,00
B. Rückstellungen        
Sonstige Rückstellungen   1.775.230,52   1.510.282,38
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   6.651.834,26   5.457.569,71
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   3.428.754,87   2.437.671,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   880.381,34   1.947.565,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten   1.275.714,65   3.636.974,68
    12.236.685,12   13.479.782,10
    17.144.835,73   14.990.064,48

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016 2015
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   38.907.704,47   45.579239,33
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.270.192,19   36.539,12
3. Sonstige betriebliche Erträge   4.151.035,85   512.440,13
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.979.611,32   14.223.822,44  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.416.435,40 16.396.046,72 4.497.308,74 18.721.131,18
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 16.461.487,33   17.577.713,55  
b) Soziale Abgaben 3.217264,66 19.678.751,99 3.462.732,75 21.040.446,30
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   700.535,95   723274,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   7.337.055,97   7.980.138,83
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   45.379,83   10.461,21
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   182.925,51   402.666,83
10. Ergebnis vor Steuern   78.996,20   -2.728.977,71
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   58.884,52   246,01
12. Ergebnis nach Steuern   20.111,68   -2.729.223,72
13. Sonstige Steuern   5.665,00   18.955,88
14. Jahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag)   14.446,68   -2.748.179,60

Anhang

1.1 Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim in Abteilung B unter der Firmennummer HRB 713607 eingetragen. Der Jahresabschluss der SIHN GmbH entspricht den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften. Ergänzend hierzu wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet und angewendet.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Auf Grund der Anforderung nach § 267 Abs. 4 Satz 1 HGB wendet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 noch die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB an. Die Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden berücksichtigt. Materielle Änderungen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz ergaben sich im Vorjahresvergleich durch die Anwendung des BilRUG nicht.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den Bestimmungen des Handelsrechts. Im Einzelnen bedeutet dies:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung entsprechend ihrer Nutzungsdauer, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Bei den planmäßigen Abschreibungen wird überwiegend von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:

Gebäude 33 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 3 - 8 Jahre
Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter sind in diversen Sammelposten zusammengefasst. Diese Sammelposten werden im Jahr der Bildung und in den darauffolgenden 4 Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.

In den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen sowie Beteiligungen enthalten. Diese werden nach Anschaffungskosten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Um dem Wertansatz nach § 253 Abs. 1 HGB gerecht zu werden, wurde für die noch nicht verbrauchten Waren aus der Firmenübernahme ein Wertberichtigungsposten für Kaufpreisabschläge gebildet. Für Ladenhüter wurde ein Reichweitenabschlag vorgenommen. Dieser berechnet sich wie folgt:

Reichweite < 12 Monate 0%
Reichweite > 12 Monate 25%
Reichweite > 24 Monate 50%
Reichweite > 36 Monate 75%
Unverkäufliche Vorräte 100%

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Material und Fertigungslöhne, Sonder-einzelkosten der Fertigung und den Werteverzehr des Anlagevermögens, sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Reichweitenabschläge wurden entsprechend den Abschlägen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen vorgenommen. Außerdem wurde dem Grundsatz einer verlustfreien Bewertung entsprechend Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Für erkennbare Risiken wurden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet, für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus beigefügtem Anlagespiegel.

(2) Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird erworbene Software sowie die Inbetriebnahme des Onlineshops ausgewiesen.

(3) Im Geschäftsjahr wurden Maschinen in Höhe von 984 TEUR erworben, die im Anschluss im Rahmen von Sale-and-lease-back Geschäften wieder verkauft wurden. Somit ergeben sich Abgänge im Bereich des Sachanlagevermögens in Höhe von 974 TEUR.

(4) Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten ausschließlich Forderungen mit einer Laufzeit unter einem Jahr.

(5) Im Geschäftsjahr wurde die Kapitalrücklage um 4.200 TEUR auf 6.985 TEUR durch Einzahlung der Gesellschafter erhöht.

(6) Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen folgende Positionen:

Resturlaub und Gleitzeitguthaben 608 TEUR
Berufsgenossenschaftsbeiträge 225 TEUR
Abfindungszahlungen 165 TEUR
Jubiläumsverpflichtungen 145 TEUR
Rückstellung für Qualitätsrisiken 141 TEUR
Weihnachtsgeld 132 TEUR
Rückstellung für Restbestände (Material) 100 TEUR
Rückstellung für Rechnungsobligo 41 TEUR

(7) Es bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 6.652 TEUR (i.Vj. 5.458 TEUR).

Diese sind wie folgt besichert:

Sicherungsübereignung Vorräte Sparkasse Pforzheim-Calw
Globalzession Forderungen A-Z Sparkasse Pforzheim-Calw

(8) Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten ausschließlich Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(9) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber zwei Gesellschaftern und gegenüber dem Tochterunternehmen SIHN Bulgarien. Die Gesellschafterdarlehen werden mit 1 Prozent verzinst und die Laufzeit beträgt zwischen 2 und 5 Jahren. Auf Grund des Forderungsverzichts mit Besserungsschein in Höhe von 3.600 TEUR beträgt die restliche Verpflichtung 758 TEUR (i. Vj. 1.948 TEUR), hiervon entfallen auf Verpflichtungen bis zu einem Jahr 164 TEUR.

(10) Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.276 TEUR entfallen im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Steuern 171 TEUR und auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 773 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von 676 TEUR.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von 600 TEUR über einem Jahr enthalten. Davon sind 0 TEUR mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

(12) Die Umsatzerlöse wurden überwiegend mit Standard- und Normteilen, sowie Baugruppen für die Automobilindustrie erreicht und verteilen sich wie folgt:

TEUR Prozent Vorjahr
Inland 23.413 60,18 28.094
EG 9.806 25,20 10.156
Drittland 5.689 14,62 7.329
  38.908 100,00 45.579

(13) Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus:

Forderungsverzicht Gesellschafter mit Besserungsschein 3.600 TEUR
Erlösen aus Verkauf Sachanlagevermögen 395 TEUR
Sachbezug PKW 35 TEUR
Auflösung von WB auf Forderungen 27 TEUR
Versicherungsentschädigungen 9 TEUR

Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von 57 TEUR (i. Vj. 132 TEUR) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von 3.600 TEUR und resultieren aus dem Gesellschafterdarlehensverzicht.

(14) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen beinhalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

(15) Der Sammelposten für sonstige betriebliche Aufwendungen enthält im Wesentlichen folgende Positionen:

Mietaufwendungen für Gebäude und Maschinen 1.998 TEUR
Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung 1.890 TEUR
Garantie 211 TEUR
Aufwendungen für Leiharbeiter 432 TEUR
Aufwendungen für Versicherungen 205 TEUR
Versandkosten 338 TEUR

Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 15 TEUR enthalten.

Die außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres sind nun in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten (702 TEUR).

(16) Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen an Gesellschafter in Höhe von 42 TEUR und Zinserträge an verbundene Unternehmen in Höhe von 15 TEUR (i. Vj. 34 TEUR).

Haftungsverhältnisse

Zum 31.12.2016 bestehen keine Verpflichtungen aus Bürgschaften oder Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften ergeben sich aus insgesamt 27 Leasingverträgen für diverse Produktionsmaschinen und Fahrzeuge, sowie drei Gebäudemietverträgen und einem Grundstücksmietvertrag. Die Laufzeit der Verträge liegt zwischen 2 und 30 Jahren, die Gesamtverpflichtung beträgt 15.034 TEUR, hiervon entfallen auf Verpflichtungen bis zu einem Jahr 2.480 TEUR.

Leasing-/Mietverpflichtungen < 1 Jahr 1 - 5 Jahr > 5 Jahr
Miete Gebäude 1.121 T€ 374 T€ 747 T€ T€
Miete Sonstiges 625 T€ 108 T€ 419 T€ 99 T€
Leasing Maschine 2.077 T€ 583 T€ 1.431 T€ 64 T€
Leasing PKW 78 T€ 40 T€ 38 T€ T€
Leasing Gebäude 7.138 T€ 620 T€ 1.929 T€ 4.589 T€
  11.040 T€ 1.724 T€ 4.565 T€ 4.751 T€
Ansparrate Gebäude - reiner Liquiditätsabfluss 3.994 T€ 756 T€ 3.125 T€ 113 T€
  15.034 T€ 2.480 T€ 7.690 T€ 4.864 T€

Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt wurden 404 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Gesamtmitarbeiterzahl setzt sich zusammen aus: 227 direkten Mitarbeitern (in der Produktion an Maschine arbeitend) und 161 indirekten Mitarbeitern. Zudem sind 16 Auszubildende beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte die Geschäftsführung der SIHN GmbH durch den Gesamtgeschäftsführer:

Herr Dr. Andreas Baum, Dr. Ing. Maschinenbau, Wutöschingen

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Beirates betragen 67 TEUR.

Der Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB gliedert sich per 31.12.2016 folgendermaßen:

Unternehmen Anteil Eigenkapital Ergebnis 31.12.16
in T€ in T€
SINN Bulgaria EOOD, Sofia (Bulgarien) 100% 66,4 -103
Fascis Grundstückverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 94% 4,7 -9

Für den Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr folgende Honorare im Aufwand erfasst:

Abschlussprüfungsleistungen 29 TEUR
Steuerberatungsleistungen 18 TEUR

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Konstant Industriebeteiligung GmbH, Innsbruck/Österreich, die zum 31. Dezember 2016 keinen Konzernabschluss aufstellt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 14 TEUR und den Verlustvortrag in Höhe von 3.982 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. Hieraus ergibt sich ein Verlustvortrag von 3.967 TEUR zum 01. Januar 2017.

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergaben sich nicht.

 

Mühlacker, den 27.06.2017

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Software 254.402,60 61.419,55 19.495,00 77.977,82 257.339,33
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 775.740,06 352.934,85 0,00 4.950,00 1.123.724,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.803.829,60 661.222,96 109.031,49 571.831,41 3.002.252,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.023.994,87 270.102,15 0,00 179.851,01 1.114246,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 442.188,00 472.915,73 -128.526,49 258.883,40 527.693,84
  5.045.752,53 1.757.175,69 -19.495,00 1.015.515,82 5.767.917,40
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 84.046,08 0,00 0,00 0,00 84.046,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 471.710,47 200.000,00 0,00 0,00 671.710,47
3. Beteiligungen 4.700,00 0,00 0,00 0,00 4.700,00
4. Ausleihungen an Beteiligungen 877.806,25 812.095,65 0,00 31.245,47 1.658.656,43
  1.438.262,80 1.012.095,65 0,00 31.245,47 2.419.112,98
  6.738.417,93 2.830.690,89 0,00 1.124.739,11 8.444.369,71
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 135.132,60 40.165,55 8.934,82 166.363,33
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 41.696,06 108.642,66 353,81 149.984,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.470261,60 388.183,12 67.573,08 1.790.871,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 555.953,87 163.544,62 21.219,48 698.279,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.067.911,53 660.370,40 89.146,37 2.639.135,56
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.203.044,13 700.535,95 98.081,19 2.805.498,89
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 90.976,00 119.270,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 973.740,00 734.044,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.211.381,00 1.333.568,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.967,00 468.041,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 527.693,84 442.188,00
  3.128.781,84 2.977.841,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 84.046,08 84.046,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 671.710,47 471.710,47
3. Beteiligungen 4.700,00 4.700,00
4. Ausleihungen an Beteiligungen 1.658.656,43 877.806,25
  2.419.112,98 1.438.262,80
  5.638.870,82 4.535.373,80

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

SIHN GmbH produziert und vertreibt mechanische und fluidische Verbindungskomponenten und -bau-gruppen, die überwiegend in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie zum Einsatz kommen. Ein geringerer Anteil der Produkte wird in die Hydraulik- oder andere Industrien verkauft.

Mit einer direkten Exportquote von etwa 38% bedient das Unternehmen neben deutschen auch internationale Kunden, insbesondere in Europa, aber auch Amerika und Asien. Darüber hinaus erhöht sich die Exportquote indirekt dadurch, dass die Kunden der SIHN globale Märkte beliefern. Zu den Kunden zählen zahlreiche Automobilzulieferer (Tier 1 und Tier 2) und auch Hersteller (OEMs). Der eigene Anspruch, höchste Kundenzufriedenheit bei Produkt- und Lieferqualität sowie Lösungskompetenz zu erreichen, prägen entscheidend das Handeln und die Weiterentwicklung des Unternehmens.

Um den Anforderungen seiner Kunden Rechnung zu tragen, ist SIHN nach ISO/TS 16949 und ISO 9001 zertifiziert. Neben der Qualität ist SIHN die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter sehr wichtig. Das Unternehmen ist nach ISO 14001 und im Energiemanagement nach ISO 50001 zertifiziert.

Ani Hauptsitz des Unternehmens in Mühlacker befinden sich im Werk Waldäcker die Hauptverwaltung, die zerspanende Produktion von Drehteilen sowie der Versand. Im Werk Lugwald sind die Montage der Baugruppen und Leitungen angesiedelt. Zusätzlich wird in Bulgarien, in der Nähe von Plovdiv, ein weiterer Standort aufgebaut. Insgesamt werden im In- und Ausland etwa 450 Mitarbeiter beschäftigt.

Um auch zukünftig auf genügend qualifizierte Fachkräfte im Unternehmen zurückgreifen zu können, wird großen Wert auf Aus- und Weiterbildung gelegt. In diesem Zusammenhang sind auch die rund 20 Auszubildenden und Studierenden in technischen und kaufmännischen Berufen zu erwähnen.

Als langjähriger Hersteller für motornahe Verbindungssysteme genießt das Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile durch zahlreiche enge Kundenbeziehungen, tiefes Produkt-Know-how und durch die eigene Produkt- und Verfahrensentwicklung.

Auf Basis regelmäßiger Kundenbefragungen, Lieferantenaudits und kontinuierlicher Verbesserungsmaßnahmen ist SIHN bestrebt, seine Leistungsfähigkeit als Automobilzulieferer stetig zu verbessern.

Wirtschaftsbericht

Das Automobiljahr 1 2016 war turbulent und stellte insbesondere die deutsche Automobilindustrie vor große Herausforderungen. In USA und China wurden neue Höchststände erreicht, Westeuropa wuchs kräftig und erreichte das beste Niveau seit 2007. Die drei großen Märkte China, USA und Westeuropa haben das Automobiljahr im Jahr 2016 maßgeblich geprägt. Allein in diesen Regionen ist der Pkw-Absatz um insgesamt 4,5 Mio. Neufahrzeuge gestiegen.

1 Quellen: Pressemitteilungen des Verbands der Automobilindustrie (GDA), siehe https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen.html

Automobile

In Westeuropa stiegen die Neuzulassungen 2016 um 6 Prozent auf 14,0 Mio. Pkw. Die Top-5-Märkte waren durchweg im Plus: Italien wuchs um 16 Prozent, Spanien um 11 Prozent, Frankreich und Deutschland jeweils um 5 Prozent, Großbritannien um 2 Prozent. Abgesehen von den Niederlanden und der Schweiz verzeichneten alle 18 westeuropäischen Länder ein automobiles Wachstum.

Der chinesische Pkw-Markt legte ebenfalls zu. Das Verkaufsvolumen stieg um 11 Prozent auf 2,6 Mio. Neufahrzeuge. Noch nie zuvor wurden in einem Monat mehr Neufahrzeuge verkauft. Das Rekordvolumen ist auch darauf zurückzuführen, dass der seit Oktober 2015 reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Fahrzeuge mit kleinem Hubraum zum Jahreswechsel wieder angehoben wurde und es damit einen Vorzieheffekt gab. Im Gesamtjahr 2016 nahm der Pkw-Absatz in China um fast 18 Prozent auf 23,7 Mio. Einheiten zu.

Light Vehicles (Pkw und Light Trucks)

Der US-Markt hat 2016 mit rund 17,5 Mio. Light Vehicles ein neues Rekordniveau erreicht. Bemerkenswert sind die Strukturveränderungen: Während der Pkw-Anteil seit Jahren zurückgeht, wächst das Light-Truck-Segment stetig; 2016 überschritt es die 60-Prozent-Marke. Noch im Jahr 2012 war das Verhältnis Pkw zu Light Truck 50:50. Der Spritpreis ist mit ca. 2,20 Dollar pro Gallone weiterhin niedrig, der höhere Verbrauch spielt beim US-Kunden kaum eine Rolle.

Der europäische Markt für Light Vehicles erreichte einen neuen Rekordwert von 17,5 Mio. Fahrzeugen (+0,4 Prozent). Dabei wurden mit fast 10,6 Mio. Einheiten gut 7 Prozent mehr verkauft als im Vorjahr.

Der deutsche Nutzfahrzeugmarkt hat sich im abgelaufenen Jahr stark entwickelt. Die Neuzulassungen stiegen um 7 Prozent auf 357.300 Einheiten. Damit hat der Markt ein neues Rekordniveau erreicht. Vor allem das volumenstarke Transportersegment lief sehr gut: Der Absatz von leichten Nutzfahrzeugen bis 6 Tonnen stieg 2016 um 8 Prozent auf 264.500 Einheiten. Damit erreichte der Transporter-markt ebenfalls einen neuen Rekordwert.

LKW

Der Weltmarkt für schwere Nutzfahrzeuge hat 2016 wieder zugelegt. Weltweit wurden 2,9 Mio. Lastkraftwagen verkauft. Das ist ein Plus von 6 Prozent gegenüber 2015. Zugpferde waren vor allem China und Westeuropa mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten. Besonders erfreulich ist die robuste Entwicklung im für die deutschen Hersteller besonders wichtigen Markt Westeuropa.

Der deutsche Markt für schwere Lkw über 6 Tonnen verzeichnete ein ordentliches Wachstum und erreichte den höchsten Stand seit dem Boomjahr 2008. Es wurden 86.100 schwere Lkw neu zugelassen, ein Plus von gut 3 Prozent. Die dynamische Nutzfahrzeugkonjunktur spiegelt die derzeit gute gesamtwirtschaftliche Lage wider.

Neben leichten und schweren Lkw sind auch Busse weiter stark gefragt. Ihr Absatz stieg 2016 um 9 Prozent auf 6.700 Fahrzeuge. Das ist der höchste Stand seit mehr als 20 Jahren. Die Liberalisierung des deutschen Fernbusmarktes hat dem Bus als umweltfreundlichem Verkehrsträger auf der Langstrecke zu einem Aufschwung verholfen. Dies zeigen die Zulassungszahlen, die seit 2013 einen Niveausprung verzeichnen.

Rund ein Drittel aller neuen schweren Nutzfahrzeuge weltweit werden in China verkauft. Der Markt kratzte 2016 an der 1-Million-Marke: Die Verkäufe stiegen um 28 Prozent auf 962.000 Einheiten. Allerdings spielten auch Vorzieheffekte eine erhebliche Rolle. In China wird derzeit die neue Abgasnorm China National Standard V eingeführt. Sie entspricht im Wesentlichen dem europäischen EURO-V-Standard.

Der westeuropäische Markt für schwere Nutzfahrzeuge über 6 Tonnen legte im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent auf 287.300 Fahrzeuge zu. Das ist das höchste Niveau seit 2008. Vor allem in den südeuropäischen Märkten setzte sich die Erholung fort. Am kräftigsten legte der Absatz in Italien zu (+51 Prozent). Die Neuzulassungen in Frankreich (+13 Prozent) sowie Spanien (+10 Prozent) stiegen ebenfalls zweistellig. Ungeachtet des Brexit-Votums stiegen die Zulassungen auch in Großbritannien, um 6 Prozent auf 46.800 Einheiten.

Wie erwartet, musste der US-Truckmarkt nach sechs Jahren Wachstum 2016 einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen. Die Verkäufe büßten 11 Prozent ihres Vorjahresvolumens ein - es wurden 400.400 Einheiten abgesetzt.

E-Mobilität

Eine Erfolgsgeschichte der deutschen Hersteller ist die Elektromobilität in den Vereinigten Staaten. Der Absatz konnte auf diesem - nach China - zweitgrößten E-Markt um fast ein Viertel gesteigert werden. Jeder fünfte Elektro-Neuwagen, der derzeit in den USA verkauft wird, zählt zu einer deutschen Marke. Und vier von zehn E-Modellen (BEV, PHEV), die in den USA angeboten werden, sind deutsche Konzernmarken.

Deutsche Hersteller und Zulieferer haben ihr Engagement stark ausgebaut. Im Zeitraum 2009 bis 2016 vervierfachten die deutschen Hersteller ihre US-Produktion von 214.000 auf 850.000 Einheiten, während die gesamte US-Light-Vehicle-Produktion sich verdoppelte (von 5,6 Mio. auf 11,9 Mio. LV). Die deutschen Zulieferer haben in den vergangenen 20 Jahren die Zahl ihrer Standorte in den USA auf über 430 verdreifacht.

Der US-Markt ist ein "Benziner-Markt". Der Diesel hatte hier stets seinen Platz im Segment schwerer Lkw (Heavy Duty Commerical Vehicle). Daran wird sich nichts ändern. Bei den Light Vehicles (Light Trucks und Pkw) hingegen nimmt er eine Nischenfunktion ein. Dort ging der Dieselanteil 2016 (Jan-Okt.) auf 2,5 Prozent zurück (2015: 2,9 Prozent) zurück. Im Pkw-Segment lag der Dieselanteil 2015 knapp über der 1-Prozent-Marke, in 2016 bei 0,1 Prozent.

Ganz anders hingegen in Europa, wo rund jede zweite Pkw-Neuzulassung einen Dieselantrieb aufweist. Die Unterschiede zum nordamerikanischen Markt liegen vor allem in den Regulierungen. Die EU hat die weltweit schärfsten CO 2-Grenzwerte, diese sind nur mit dem Diesel zu erreichen. In den USA hingegen sind die NOx-Grenzwerte sehr streng, daher bietet sich hier der Plug-in-Hybrid als Lösung an. Das heißt: Für die deutsche Automobilindustrie bleibt der Diesel weiterhin wichtig, insbesondere für den europäischen Premiummarkt.

Ausblick

Es ist davon auszugehen, dass sich die neue US-Regierung das Ziel setzt, die US-Industrie zu stärken. Zu dieser Industrie gehören auch viele Produktionsstandorte deutscher Hersteller und Zulieferer hier in den Vereinigten Staaten, mit einem hohen Exportanteil.

Aus US-Perspektive bringt ein transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP Vorteile: Die bisherigen Hürden, die durch unterschiedliche Normen und Standards viel Geld kosten und mit erheblicher Bürokratie verbunden sind, könnten abgeräumt werden. Und wenn dann noch der 10-Prozent-EU-Importzoll für Pkw gestrichen wird, die aus den USA kommen, ist TTIP auf beiden Seiten des Atlantiks ein Erfolgsgarant.

In der weltweit angelegten E-Mobilitätsoffensive soll bis zum Jahr 2020 das Angebot von E-Autos (PHEV, BEV) auf rund 100 Modelle verdreifacht werden. Hier bleibt die Senkung der CO 2-Emissionen auf der Agenda, wofür die Elektromobilität wie aber auch die weitere Optimierung effizienter Verbrenner erforderlich ist.

Der Pkw-Weltmarkt wird 2017 um 2 Prozent auf rund 84 Mio. Einheiten zulegen. Für Westeuropa wird mit 14 Mio. Pkw eine stabile Entwicklung (2016: 14,0 Mio.) erwartet. Für LKW und Light Vehicles wird ein moderates Wachstum erwartet.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2016 wurde durch die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen erheblich belastet. Fertigungskapazitäten standen während zahlreicher Verlagerungen nicht zur Verfügung oder mussten für Vorlaufproduktionen genutzt werden. Darüber hinaus fanden weitere Bereinigungen im Portfolio statt, d.h. nicht kostendeckende Produkte wurden ausgesteuert. Der Geschäftsverlauf wurde darüber hinaus durch Rückstände belastet, die sich u.a. durch unzureichende Kapazitäten im Bereich CNC-Fertigung gebildet hatten. In der Summe führte dies zu einem Umsatzrückgang um 14,6 Prozent auf 38.908 TEUR. Die Umsatzerlöse lagen folglich unter dem Planwert. Der in Niefern zuletzt noch ansässige Teil der Drehteilefertigung wurde bis Januar 2016 komplett an den Hauptstandort in Mühlacker umgezogen. Der Versand- und Lagerbereich ist im März und April 2016 von Niefern nach Mühlacker in den neuen Anbau umgezogen.

Der Rohertrag erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 23.782 TEUR (Vorjahr 26.895 TEUR). Die Berechnung erfolgt unter der Berücksichtigung der Umsatzerlöse und Veränderung der Bestände abzüglich der Materialaufwendungen.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 79 TEUR (Vorjahr -2.729 TEUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich um 58,6 TEUR auf 58,9 TEUR und resultieren aus den Nachzahlungen aus der Betriebsprüfung.

Die Personalaufwendungen konnten nicht entsprechend dem Umsatzrückgang angepasst werden. Der Mehraufwand liegt dabei zum einen in dem direkten Aufwand für die Umzüge. Zum anderen in dem daraus mittelbar verbundenen Aufwand, beispielsweise für zusätzliche Bemusterungen, Optimierungen der Arbeitsplätze, Sonderfahrten und Mehraufwand für die insgesamt beeinträchtigte Produktion.

In Summe ergab sich für die SIHN GmbH im Geschäftsjahr 2016 ein Jahresüberschuss von 14 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag von 2.748 TEUR), welcher aufgrund des Darlehensverzichts der Gesellschafter über dem Planwert liegt.

Umsatz- und Ertragslage

Mit 38.908 TEUR lagen die Umsatzerlöse 14,6 Prozent unter dem Vorjahr (2015: 45.579 TEUR). Der Umsatz gliederte sich in 53,2 Prozent Drehteile und 46,8 Prozent Baugruppen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 3.639 TEUR gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Forderungsverzicht mit Besserungsschein der Gesellschafter in Höhe von 3.600 TEUR.

Die Materialquote betrug 40,8 Prozent bezogen auf die Gesamtleistung und liegt somit 0,2 Prozent unter dem Vorjahr von 41,0 Prozent.

Der Personalaufwand stieg auf 49,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (46,1 Prozent) bedingt durch eine geringere Gesamtleistung von 40.178 TEUR (Vorjahr: 45.616 TEUR). Absolut konnten die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2016 um 1.362 TEUR (-6,5 Prozent) auf 19.679 TEUR (Vorjahr: 21.040 TEUR) gesenkt werden. Um den Personalabbau zu begleiten wurde eine Transfergesellschaft gegründet, in die bis Ende 2016 etwa 10 Mitarbeiter wechselten. Am Ende des Jahres 2016 waren noch 404 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 17,5 Prozent der Gesamtleistung um 58,7 TEUR auf 18,3 Prozent angestiegen. Die außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres sind nun in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten (702 TEUR).

Insgesamt wurde ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 14 TEUR erzielt.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der SIHN GmbH, ausgedrückt als Bilanzsumme, beträgt zum Abschluss des Geschäftsjahres 17.145 TEUR und somit 2.155 TEUR mehr als im Vorjahr. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Finanzanlagen um 981 T€, bedingt durch den Aufbau der SIHN Bulgaria EOOD mit Sitz in Plovdiv und die Anspar-Rate bei der Fascis GmbH, sowie den Anstieg bei den Vorräten und einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferung und Leistungen gegenüber Dritten zurückzuführen. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 32,9 Prozent (Vorjahr: 30,3 Prozent).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich zum Stichtag 31.12.2016 auf 3.333 TEUR (Vorjahr 2.945 TEUR). Die Forderungsumschlagsdauer beläuft sich auf 30,8 Tage (Vorjahr: 23,3 Tage).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich zum Bilanzstichtag um 76 TEUR auf 4.309 TEUR.

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber der Vorperiode durch höhere Rückstellungen für Urlaub, Gleitzeit, Abfindungen und ähnlichen Verpflichtungen um 265 TEUR auf 1.775 TEUR.

Das Eigenkapital stieg durch die Zuzahlung der Gesellschafter in die Kapitalrücklage in Höhe von 4.200 TEUR um 4.214 TEUR auf 3.133 TEUR (Vorjahr: nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 1.082 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 5.458 TEUR (Vorjahreswert) auf 6.652 TEUR durch Ausnutzung des Kontokorrentkredits.

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 17.145 TEUR (Vorjahr 14.990 TEUR). Das Anlagevermögen in Höhe von 5.639 TEUR umfasst im Wesentlichen Technische Anlagen und Maschinen sowie die Finanzanlagen.

Das Produktionsgebäude im Lugwald ist angemietet. Die technischen Anlagen und Maschinen verringerten sich von 1.334 TEUR auf 1.211 TEUR. Die Verringerung der technischen Anlagen ist im Wesentlichen auf die Nutzung von Sale-and-lease-back-Verträgen zurückzuführen. Hieraus ergeben sich in den kommenden Jahren Leasingzahlungsverpflichtungen in Höhe von 938 TEUR.

Das Umlaufvermögen setzt sich im Wesentlichen aus Vorratsbeständen in Höhe von 7.563 TEUR und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.237 TEUR zusammen.

Die Verbindlichkeiten des Unternehmens haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1.243 TEUR verringert. Das Gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage wurden von den Gesellschaftern um 4.200 TEUR auf 7.100 TEUR erhöht. Unter Einbeziehung des Jahresüberschusses in Höhe von 14 TEUR, der wirtschaftlich nachrangig ausgestalteten Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1.084 TEUR sowie der bisher thesaurierten Gesellschafterdarlehenszinsen in Höhe von 448 TEUR beträgt die Eigenkapitalquote 27,2 Prozent (Vorjahr: 28,8 Prozent).

Eine Ausschüttung an die Gesellschafter hat nicht stattgefunden und ist nicht beabsichtigt.

Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund der in 2016 durchgeführten Maßnahmen zur Restrukturierung des Unternehmens als zufriedenstellend dar. Mit dem Abschluss der Restrukturierung im Dezember wird für 2017 ein positiver Verlauf erwartet.

Prognose-, Risiko- und Chancenberichtserstattung

Marktentwicklung

Durch die starke Ausrichtung auf die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie hängt die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich von der Entwicklung des Marktes ab. Die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie ist geprägt von langfristig steigenden Bedarfen und kurzfristig schwankenden Abrufzahlen. Das Produktionssystem der SIHN GmbH verfügt über Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Kostenstrukturen (u.a. Arbeitszeitmodelle, Qualifizierungsmaßnahmen). Kunden-Ausfallrisiken sind im Rahmen einer Warenkreditversicherung abgesichert.

Der Ausblick für das Unternehmen ist vor dem Hintergrund der positiven Marktlage und dem Abschluss der Restrukturierung Ende 2016 als gut anzusehen. Während das Unternehmen bei einigen Kunden in der Vergangenheit unter einer insolvenzbedingten Reserviertheit bei der Erteilung von Neuaufträgen litt, konnten die Kundenbeziehungen in 2016 deutlich verbessert werden.

Der Trend zu verbrauchsärmeren und/oder Elektro-Antrieben initiiert zahlreiche neue Projekte im Markt, an denen SIHN mit partizipiert. Beispielsweise durch die Fertigung von Regelstangen für Turbolader oder Leitungen für Kühlsysteme in Elektrofahrzeugen. Von großem Vorteil ist, dass die bei SIHN installierten Anlagen sehr flexibel zur Herstellung unterschiedlichster Teile auch für ganz andere Produkte und Märkte eingesetzt werden können.

Für 2017 wurde mit einem Umsatz von 45 Mio. € geplant. Zur Mitte des Jahres wurde der zum Halbjahr geplante Umsatz sogar leicht überschritten. Mit einer bereits erfolgten Neuausrichtung der Vertriebsstruktur und -strategie liegt die Erweiterung des Umsatzes im Fokus. Die Planung für das Geschäftsjahr zeigt ein Ergebnis von rd. 600 TEUR, die voraussichtlich erreicht werden wird. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Wiedererlangung des Vertrauens bei den Kunden auf der Basis der im Rahmen der Restrukturierung durchgeführten Maßnahmen zeigen Wirkung. Die breite Kundenstruktur

bietet sehr gute Chancen für Umsatzsteigerungen, die sich in der positiven Umsatzplanung für 2018 mit 51 Mio. € konkretisiert.

Garantie- und Gewährleistungsaufwand (u.a. Rückrufaktion): Das Unternehmen unterhält eine signifikante Qualitätsorganisation mit über 30 Mitarbeitern. Seine Prozesse werden jährlich nach ISO/TS 16949, ISO 9001, ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über den in der Automobilindustrie üblichen Versicherungsschutz zu Produkthaftpflicht und Rückrufaktionen. Somit besteht nur ein geringes Risiko aus Rückrufaktionen.

Liquiditätsanforderungen aus Working Capital / Investitionen / Neubau: Die Liquiditätssituation ist detailliert geplant und wird monatlich im Rahmen des Management Reporting zusammen mit operativen Kennzahlen berichtet. Neben gesunden Geschäftsbeziehungen zu finanzierenden Hausbanken stehen die Gesellschafter dem Unternehmen zur Seite.

Marktrisiken: Langfristige Abhängigkeiten zu einzelnen OEM's bestehen nicht. Auf Grund der breiten Kundenstruktur und gefestigten Kundenbeziehungen sowohl im Markt der PKW wie auch der NFZ sind die Marktrisiken auf die Entwicklung der Weltkonjunktur insgesamt begrenzt.

Personalrisiken: Die im Unternehmen zu besetzenden Stellen können mit den üblichen Fristen wieder bzw. neu besetzt werden. Darüber hinaus bietet der Standort in Bulgarien Potentiale sowohl im Bereich der ungelernten wie aber auch qualifizierter Mitarbeiter.

Wechselkursrisiken: Es bestehen keine Wechselkursrisiken, weil die getätigten Geschäfte in EUR abgewickelt werden. Auch bei der Tochtergesellschaft in Bulgarien sind keine Wechselkursrisiken erkennbar, weil die Geschäfte ebenfalls in EUR verrechnet werden. Darüber hinaus ist der Wechselkurs der Bulgarischen Währung zum EUR fixiert.

 

Mühlacker, den 20. Juli 2017

Dr. Andreas Baum

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIHN GmbH, Mühlacker, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SIHN GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 4. August 2017

KPMG AG
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