NUMERIK JENA GmbH
Im Semmicht 4, 07751 Jena, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Lang seit 19.1.2015 | Geschäftsführer |
Christian Günther seit 19.1.2015 | Prokura |
Ralf Zgodzaj seit 30.1.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 15.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NUMERIK JENA GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht Jena, HR B 207324 A. ALLGEMEINE ANGABEN 1. Grundlagen der Erstellung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbH) aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 entsprechend der Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 und Abs. 4 Satz 1 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es werden Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. In den Herstellungskosten sind keine Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen enthalten. Bei beweglichen Wirtschaftsgütern wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Aktivierung erfolgt im Zeitpunkt des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums und die Abschreibungen erfolgen planmäßig und nutzungsbedingt. Die Nutzungsdauern pro Anlageklasse gliedern sich wie folgt:
Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu TEUR 1 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Soweit der nach den dargelegten Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Fall einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zum einfachen gewogenen Durchschnittswert gemäß § 240 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 256 Satz 2 HGB bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Darüber hinaus werden Wertberechtigungen auf Basis des inhärenten Verschrottungsrisikos im aktuellen Vorratsbestand durch Abschläge in angemessenem und ausreichendem Umfang zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. In den Herstellungskosten sind keine Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen enthalten. Wertberichtigungen werden auf Basis des inhärenten Verschrottungsrisikos im aktuellen Vorratsbestand durch Abschläge in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Im Vorjahr wurde die Verwertbarkeit allein durch Gängigkeits-Reichweitenabschläge ermittelt. Durch die Umstellung des Verfahrens zur Anpassung an die Konzernbilanzierung entstand ein positiver Effekt auf die Vermögens- und Ertragslage. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist dadurch nicht beeinträchtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Sofern notwendig, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen voraus gezahlte, dem folgenden Geschäftsjahr zuzurechnende, Aufwendungen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Der Ansatz und Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages und zum Abschlussstichtag vorliegender Beschlüsse. Die Bilanz wurde mit Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beruht auf §§ 23 und 24 ThürLHO sowie auf § 2 InvZulG. Die Auflösung erfolgt analog zur Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen aus erwarteten Garantie- und Gewährleistungsfällen werden anhand von Erfahrungswerten der Jahre abgeleitet, für die solche Verpflichtungen bestehen. Dabei wird ein pauschaler Prozentsatz verwendet. Für die Berechnung der Altersteilzeitverpflichtungen wird ein Abzinsungssatz von 1,00 % (Vj. 0,58 %) verwendet. Es werden die Heubeck Richttafeln 2018 G und ein Gehaltstrend von 3,00 % unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens herangezogen. Die Rückstellungen für den Erfüllungsrückstand aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 245) werden mit dem Vermögensgegenstand aus der Insolvenzbesicherung in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr TEUR 245) verrechnet. Dieser dient ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen (sog. Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Nr. 2 HGB) und ist dem Zugriff fremder Dritter entzogen. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht. Diesbezüglich wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 0 im Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" mit Erträgen aus der Abzinsung der Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von TEUR 3 verrechnet. Die Jubiläumsrückstellung ist nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 1,75 % p.a. und eines Anwartschaftstrends von 3,00 % p. a. bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Grundlagen der Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zum jeweiligen Bilanzstichtag angesetzt. Bei positiver Kursentwicklung erfolgt die Umrechnung nur dann, wenn eine Restlaufzeit des entsprechenden Postens von unter einem Jahr gegeben ist. Zum 31.12.2023 sind keine wesentlichen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung bilanziert. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist auf der folgenden Seite dargestellt. Die Beteiligung betrifft eine Beteiligung in Höhe von 15% an der CIS Systeme GmbH, Erfurt, mit einem Eigenkapital in Höhe von TEUR 104 und einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 0 (Angaben lt. Jahresabschluss 31.12.2021). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.682 (Vj. TEUR 1.567) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.682 (Vj. TEUR 1.567). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nach Aufrechnung in Höhe von TEUR 653 (Vj. TEUR 160) gegen Gesellschafter. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 546 (Vj. TEUR 454) sowie der Ergebnisabführung TEUR 799 (Vj. TEUR 6.762) sind mit bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 750 (Vj. TEUR 960), Forderungen aus Cashpooling in Höhe von TEUR 1.196 (Vj. TEUR 6.415) sowie sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 52 (Vj. TEUR 1) saldiert worden, da die Voraussetzungen gegeben waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 203 (Vj. TEUR 448) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die ausgewiesenen Verbindlichkeiten nicht weiter besichert. C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG • Sonstige betriebliche Erträge Aufgrund der Neueinschätzung der notwendigen Abwertung des Vorratsvermögens ergab sich ein positiver Bewertungseffekt in Höhe von TEUR 175. Dieser wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Durch diesen Ausweis kommt es einmalig zu dem Effekt, dass die bilanzielle Bestandsveränderung nicht mit dem GuV-Ausweis der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen korrespondiert. • Sonstige betriebliche Aufwendungen Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 1.000,00 werden in Höhe von TEUR 104 (Vj. TEUR 78) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von TEUR 32 (Vj. TEUR 32) enthalten. D. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:
2. Geschäftsführung Zusammensetzung der Geschäftsführung:
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. 3. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 3 leitende Angestellte (Vj. 3) und 249 Angestellte (Vj. 248), davon 10 Auszubildende (Vj. 11). 4. Name und Sitz des Mutterunternehmens Mit der DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut, (Organträger) besteht eine körperschaftssteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft. Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut, welche in den Konzernabschluss der DIADUR SE, Traunreut, einbezogen wird. Alleiniger Gesellschafter der DIADUR SE, Traunreut, ist die DR. JOHANNES HEIDENHAIN-STIFTUNG GmbH, Traunreut. Der Konzernabschluss der DIADUR SE, Traunreut, der befreiende Wirkung für die NUMERIK JENA GmbH, Jena, gemäß § 291 Abs. 2 HGB hat, wird im Unternehmensregister offen gelegt. Muttergesellschaft im Sinne des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes ist die DIADUR SE. 5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten und geeignet sind, die Beurteilung des Jahresabschlusses erheblich zu beeinflussen, haben nicht stattgefunden.
Jena, den 28. März 2024 Karsten Lang Ralf Zgodzaj Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. - 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Registergericht: Amtsgericht Jena Handelsregisternummer: HRB 207324 1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1.1. NUMERIK JENA GmbH Die NUMERIK JENA GmbH (im Folgenden NUMERIK JENA bzw. Gesellschaft) entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Messsysteme zur Weg-, Positions- und Winkelerfassung. Das Unternehmen liefert seine Produkte an Hersteller von automatisierten Anlagen und Maschinen, insbesondere für die Halbleiter- und Elektronikfertigung. 1.2. Aktivitäten zu Forschung und Entwicklung Die Einsatzgebiete der von NUMERIK JENA entwickelten Produkten sind vielfältig und reichen von einfachen Anwendungen zur Positionsrückmeldung an Linear- und Drehachsen bis hin zu hochpräzisen Anlagen zur Herstellung von Halbleiterchips. Dazu werden im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem platzsparende und zuverlässige Produkte entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anpassung vorhandener Produkte auf kundenspezifischen Anforderungen. Derzeit sind 28 Mitarbeiter mit der Produktentwicklung betraut. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Ende 2023 befindet sich die Weltwirtschaft in schwierigem Fahrwasser und die Risiken für die globale Konjunktur bleiben weiterhin hoch. Dennoch entwickelte sich die Weltwirtschaft mit Blick auf die vielen Krisen, wie den Folgen der Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der hohen Inflation robuster als erwartet. Ein dominierender negativer Einflussfaktor der letzten Jahre scheint überwunden zu sein: So haben sich die Probleme in den globalen Lieferketten deutlich verringert und an Brisanz verloren. Stattdessen sind es laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nun aufkommende Abschottungstendenzen und eine geoökonomische Fragmentierung, die einem stärkeren Wachstum des Welthandels entgegenwirken. Der IWF[1] ging zuletzt in seiner Prognose vom Januar 2024 davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2023 lediglich ein Wachstum von 3,1 % erreichen wird im Vergleich zu 3,5 % im Vorjahr. Rückblickend sei die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft aber mit Blick auf die diversen Krisen bemerkenswert, so der IWF. Das Wachstum habe sich zwar verlangsamt, sei aber nicht zum Stillstand gekommen. Die Abschwächung sei jedoch in den Industrienationen stärker ausgeprägt als in ärmeren Ländern. Für die Industrieländer wird ein geringeres Wachstum von 1,6 % für das Jahr 2023 angenommen. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigte sich dabei besonders anfällig; Der IWF geht von einem Wachstum von 0,5 % aus. Damit liegt der gesamte Euro-Raum immer noch deutlich über der Erwartung für Deutschland mit einem Rückgang von -0,3 % im Jahr 2023. Aufgrund des hohen Anteils der Industrieleistung am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) wirken sich Störungen in Form von gestiegenen Energiekosten, Inflation und eine damit einhergehende strenge Geldpolitik mit stark gestiegenen Zinsen stärker auf die Wirtschaftsleistung aus als in anderen Ländern. Die USA weisen laut Prognose bei robustem Konsum und Investitionen ein Wachstum von 2,5 % für das Jahr 2023 aus. Die Wachstumsprognose des IWF für China beträgt 5,2 % für das Jahr 2023, wobei die niedrige Basis aus dem Jahr 2022 mit einem Wachstum von 3,0 % zu berücksichtigen ist. Strukturelle Probleme am Immobilienmarkt, eine hohe öffentliche Verschuldung und der anhaltende Handelskonflikt mit den USA stellen erhebliche Wachstumsrisiken für die dortige Wirtschaft dar. Zusammenfassend waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch für das Geschäftsjahr 2023 herausfordernd. Die Weltwirtschaft hat sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. 2.2. Branchenentwicklung NUMERIK JENA ist schwerpunktmäßig als Lieferant von Messgeräten für die Elektronikindustrie tätig und daher abhängig von deren Entwicklung. Der Gesamtmarkt für Produktionsmittel der Halbleiter- und Elektronikindustrie ist seit Anfang 2023 in einem zyklischen Abschwung. Laut SEMI[2] sind die Investitionsausgaben für Halbleiterausrüstung um 6 % auf Mrd. USD 101 zurückgegangen. Die Prognose des ZVEI für die elektrische Antriebstechnik geht hingegen von einem Wachstum der Märkte von 10 % in 2023 aus. Die Lieferkettenproblematik der Vorjahre hat sich weitgehend aufgelöst und trägt zur Erholung in stark von Rückständen betroffenen Branchen bei. 2.3. Ertragslage NUMERIK JENA verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 eine rückläufige Entwicklung. Umsatz und EBIT, die wesentlichen Steuerungskennziffern der Gesellschaft, sanken im Geschäftsjahr 2023. Die Vorjahresprognose wurde nicht erreicht. 2.3.1. Rohergebnis Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Rohergebnis des Vorjahres in Höhe von Mio. EUR 30,8 um Mio. EUR 5,3 unterschritten, was einem Rückgang von -17,3 % entspricht und im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsatzerlöse zurückzuführen ist. 2.3.2. EBIT Das EBIT sank von Mio. EUR 6,7 in 2022 auf Mio. EUR 0,7 in 2023, was einer EBIT-Marge (in Bezug auf die Gesamtleistung) von 2,1 % entspricht. Ursächlich für diese Entwicklung waren der Umsatzrückgang und der damit einhergehende Rückgang des Rohertrages. Der Betriebsaufwand, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg um Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 24,8, was vor allem auf die inflationsbedingten Kostensteigerungen, sowie gestiegene Investitionen zurückzuführen ist. 2.4. Vermögens- und Finanzlage Im Vergleich zum Jahresende 2022 ist die Bilanzsumme um 0,4 Mio. EUR auf 44,1 Mio. EUR gestiegen. Die Vermögensstruktur zum Stichtag stellt sich wie folgt dar (Fremdkapital inklusive Sonderposten):
Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen 1,7 Mio. EUR. Aufgrund der hohen Investitionen in den Vorjahren übersteigen die Abschreibungen derzeit die Investitionen. Das Working Capital - als Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - bewegte sich mit Mio. EUR 14,3 über Vorjahresniveau (Mio. EUR 14,1). Das mittel- und kurzfristige Fremdkapital (inklusive Sonderposten) betrug zum Stichtag Mio. EUR 8,7 (Vj. Mio. EUR 8,3). Das Eigenkapital blieb auch aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft unverändert, die EK-Quote sank leicht von 81,0 % auf 80,3 %. NUMERIK JENA hat mit der DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH einen bestehenden Ergebnisabführungsvertrag, welcher die Gesellschaft verpflichtet alle erzielten Gewinne abzuführen, aber die Muttergesellschaft auch zum Ausgleich eventueller Verluste verpflichtet. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling System der DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH eingebunden und die Finanzierung ist dadurch sichergestellt. Die Finanzierung der Ergebnisabführung des Vorjahres erfolgte über das Cash-Pooling. 2.5. Mitarbeiter Um den absehbaren demografischen Wandel erfolgreich bewältigen zu können, investiert NUMERIK JENA gezielt in qualifizierten Mitarbeiternachwuchs. Zum Stichtag wurden 10 Auszubildende in verschiedenen Ausbildungsrichtungen beschäftigt. Im abgelaufenen Lehrjahr wurden 2 neue Auszubildende eingestellt. 2.6. Gesamtaussage Nach der außerordentlich hohen Nachfrage im Geschäftsjahr 2022, die vorgezogene Kundenbestellungen enthielt, verzeichnete NUMERIK JENA insgesamt einen stark rückläufigen Auftragseingang und Umsatz. Die Prognose eines moderaten Umsatzrückgangs konnte somit nicht gehalten werden. Die Nutzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen ermöglichte NUMERIK JENA, die Fertigungskapazitäten an die veränderte Beschäftigungssituation anzupassen. Allerdings reichten die Ergebniseffekte der Maßnahmen nicht aus, um das bereits prognostizierte stark sinkende Betriebsergebnis (EBIT) zu vermeiden. Nach einem Rekordjahr 2022 blickt die Geschäftsführung trotz volatilem Marktumfeld mit stark rückläufigem Umsatz und EBIT auf ein noch zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurück. 3. PROGNOSEBERICHT 3.1. Gesamtwirtschaftliche Situation Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben verhalten. Der IWF[3] geht in seiner jüngsten Prognose davon aus, dass das globale Wachstum erneut 3,1 % in 2024 nach 3,1 % in 2023 erreicht. Dies wird vor allem auf die nachlassenden Nachholeffekte nach der Pandemie, den Krieg in der Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Hinter den Gesamtzahlen, die allesamt vor dem jüngsten Nahost-Konflikt veröffentlicht wurden, verbergen sich wachsende Unterschiede zwischen den Regionen. Das schwächere Wachstum geht dabei weiterhin insbesondere auf die Industriestaaten zurück. Nach 1,6 % Wachstum in 2023 wird für das Jahr 2024 lediglich eine Wachstumsrate von 1,5 % erwartet. Das Wachstum im Euro-Raum wird den Prognosen zufolge von 0,5 % im Jahr 2023 auf 0,9 % im Jahr 2024 ansteigen, wobei sich die wichtigsten Volkswirtschaften des Euro-Raum erneut unterschiedlich entwickeln. So prognostiziert der IWF für die deutsche Wirtschaft nach einem Rückgang im Vorjahr ein Wachstum von 0,5 %. Die Wirtschaft in den USA soll im Jahr 2024 um 2,1 % wachsen, nach 2,5 % in 2023. Die chinesische Wirtschaft soll im Jahr 2024 um 4,6 % wachsen, nach prognostizierten 5,2 % in 2023. Als einen wesentlichen Grund für die rückläufige Entwicklung nennt der IWF die Krise im Immobiliensektor in China, die auch für die Weltwirtschaft ein Risiko bedeutet. Nach der Prognose des IWF geht die globale Inflation von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 zurück. Sie liegt damit aber immer noch deutlich über dem Niveau der Jahre 2017 - 2019 von 3,5 %. 3.2. Unternehmensentwicklung Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf der Annahme eines moderaten Wachstums der weltweiten Wirtschaftsleistung. Es wird dabei unterstellt, dass der Krieg in der Ukraine sowie der Konflikt im Nahen Osten nicht weiter eskalieren werden. Auch geht man davon aus, dass sich die von den USA unilateral verhängten Restriktionen gegenüber der chinesischen Chip-Industrie und weitere Exportbeschränkungen nicht weiter verschärfen. SEMI[4] geht in seiner letzten Prognose für den Halbleitermarkt vom Dezember 2023 davon aus, dass das Wachstum für Investitionen in Halbleiterausrüstung im Jahr 2024 wieder einsetzt und die Umsätze im Jahr 2025 einen neuen Höchststand von 124 Mrd. US-Dollar erreichen werden, der sowohl vom Front-End- als auch vom Back-End-Segment getragen wird. Die Prognose des ZVEI[5] für die elektrische Antriebstechnik geht von einem moderaten Wachstum von 3,0 % für den Weltmarkt aus. Im Geschäft mit China wird eine deutliche Abkühlung erwartet. NUMERIK JENA geht dementsprechend davon aus, dass die Auftragseingänge erst im zweiten und dritten Quartal 2024 wieder ansteigen werden. Einerseits sind erst dann die Lagerbestände bei den Kunden abgebaut, andererseits kann man erwarten, dass die Halbleiter- und Elektronikindustrie nach fast zwei Jahren andauernder Flaute im Bereich des Backends der Chipverarbeitung wieder Fahrt aufnehmen sollte. Zudem fördern in vielen Bereichen die Umstellung auf Elektroantriebe, die neuen Anwendungen der künstlichen Intelligenz oder auch die zunehmende weltweite Automatisierung, um dem Arbeitskräftemangel zu begegnen, den Bedarf an Elektronikkomponenten. Der zunehmende Einsatz von kollaborativen Robotern in der Produktionstechnik, die mit höheren Genauigkeiten arbeiten, wird auch den Bedarf an genaueren Positioniersystemen erhöhen. Vor dem Hintergrund dieser Einschätzung rechnet die NUMERIK JENA für 2024 mit einem Umsatz in Höhe von 29,5 Mio. EUR und einem stark rückläufigen Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von -1,7 Mio. EUR. 4. CHANCEN UND RISIKOBERICHT NUMERIK JENA verfügt über ein funktionales Risikomanagementsystem, bestehend aus Instrumenten zur Risikoerfassung und Steuerung. Zentraler Bestandteil sind dabei die Unternehmensplanung sowie das interne Berichtswesen. Beide versetzen das Management in die Lage, potenzielle Risiken bedeutender Geschäftsentscheidungen abzuschätzen und sich ergebende Chancen zu erkennen. 4.1. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Gesellschaft ist mit ihren Tätigkeitsfeldern verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Risiko- und Chancenpotenziale. In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wird die Gesellschaft auch zukünftig potenzielle Chancen prüfen. Die Evaluierung weiterer Chancenpotenziale erfolgt kontinuierlich in allen Bereichen und ist elementarer Teil des Geschäftsmodells. Oberste Priorität hat die Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Es wird kontinuierlich daran gearbeitet, neue Produkte und Anwendungen zu finden sowie bestehende Produkte weiterzuentwickeln. Weitere Potenziale bestehen in den weltweiten Wachstumsmärkten, in denen NUMERIK JENA vertreten ist. Vielen, insbesondere finanzwirtschaftlichen, Risiken stehen bei einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüber. 4.2. Branchenbezogene Chancen und Risiken NUMERIK JENA ist in seinen Geschäftsfeldern einer hohen Zyklizität und Innovationsgeschwindigkeit mit Technologiesprüngen ausgesetzt. Sofern die Gesellschaft die dadurch gestellten Anforderungen nicht erfüllen kann, wird es zum Verlust von Marktanteilen bzw. Umsatzerlösen kommen. Dies würde auch das EBIT negativ beeinflussen. NUMERIK JENA tritt diesen Risiken durch eine sehr hohe Innovationskraft im Bereich der Produktentwicklung entgegen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich durch technische Lösungen und die Schaffung von technologischen Alleinstellungsmerkmalen auch große Marktchancen mit guten Renditeerwartungen ergeben. 4.3. Chancen und Risiken im Einzelnen 4.3.1. Beschaffung und Einkauf Die Gesellschaft unterliegt bestimmten Beschaffungsmarktrisiken, die darin bestehen, dass die zur Herstellung der Produkte benötigten Rohstoffe und Vorprodukte nicht oder nicht in ausreichendem Maße in der erforderlichen Qualität bzw. Quantität zur Verfügung stehen. Lieferanten werden daher regelmäßig überwacht, entwickelt und bewertet. Soweit erforderlich und möglich, werden Lieferalternativen evaluiert. Für äußerst kritische Zulieferteile wird zum Zwecke der langfristigen Versorgungssicherheit ein entsprechender Sicherheitsbestand vorgehalten. Bei bestimmten Zulieferteilen können sich wettbewerbs- oder mengenkritische Bezugsproblematiken ergeben. Solchen Risiken wirkt NUMERIK JENA punktuell entgegen. Durch das effektive Management der Lieferantenrisiken kann NUMERIK JENA seinen Kunden eine hohe Liefersicherheit zusagen und damit Wettbewerbsvorteile erreichen. 4.3.2. Finanzen Oberste finanzwirtschaftliche Zielsetzung des Unternehmens ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit. Erreicht wird dieses Ziel durch hohe Liquiditätsreserven der Muttergesellschaft, auf die im Rahmen der geltenden Cash-Pool-Vereinbarung zurückgegriffen werden kann. Ziel dieser Vereinbarung ist der Ausgleich der Liquidität bzw. Optimierung des kurzfristigen Finanzbedarfes und des Zinsergebnisses im HEIDENHAIN-Konzern. Für etwaige langfristige Anlagebedarfe würden entsprechende Intercompany-Darlehen bereitgestellt werden. Dem Risiko möglicher Forderungsausfälle beugt die Gesellschaft durch ein stringentes Debitoren-Management und den Abschluss entsprechender Kreditversicherungen vor. 4.3.3. Produktions- und Schadensrisiken Das Risiko von möglichen produktbezogenen Sach- und Haftungsschäden ist, soweit möglich und ökonomisch sinnvoll, durch Versicherungen in ausreichendem Maße abgedeckt. 4.3.4. IT Sicherheits-Risiken Bei NUMERIK JENA kommt der Informationstechnologie (IT) eine hohe Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme in Folge von Angriffen, Störungen oder Katastrophen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einem grundlegenden IT-Sicherheitsmanagement und dem Einsatz von verschiedenen IT-Sicherheitstechnologien. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu werden im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel eingesetzt. 4.3.5 Personalrisiken Die NUMERIK JENA hat einen Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern. Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass durch nicht ausreichende Nachwuchsgenerierung hier ein Fachkräftemangel entsteht. Die Gesellschaft nutzt hier die Standortvorteile in Jena, welches traditionell einen hohen Ausbildungsgrad der benötigten Richtungen bereithält. Durch attraktive Arbeitsbedingungen und marktgerechte Vergütung versucht die Gesellschaft, die Chancen des Standortes zu nutzen. 4.4. Gesamteinschätzung Für NUMERIK JENA sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder sein könnten. Trotz der schwierigen makroökonomischen Rahmenparameter deuten die marktspezifischen Indikatoren auf eine moderat rückläufige Umsatzentwicklung in 2024 hin. Die derzeitige Marktstellung mit innovativen Produkten, globaler Präsenz und hervorragender Liquiditäts- und Eigenkapitalbasis versetzen NUMERIK JENA in die Lage, trotz widriger Rahmenbedingungen zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Die langfristigen globalen Trends im Bereich Elektronik und Automatisierung sehen wir als bestätigend für das Bestreben der Gesellschaft nach nachhaltigem Wachstum. Für den langfristigen Erfolg wird entscheidend sein, die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten auf die richtigen Technologien, Produkte und Prozesse zu fokussieren.
Jena, den 28. März 2024 Geschäftsführung [1] "WORLD ECONOMIC OUTLOOK - IWF Weltwirtschaft im Januar" [2] Bericht "DIGITIMES"(Webseite) sowie GF Präsentation "SEMI: Global Recovery...." [3] WORLD ECONOMIC OUTLOOK - IWF Weltwirtschaft im Januar" [4] GF Präsentation "SEMI: Global Recovery...." [5] ZVEI - Weltmarkt Elektro- und Digitalindustrie Hinweis zur Abweichung zwischen testierten und veröffentlichten JahresabschlussIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NUMERIK JENA GmbH, Jena PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der NUMERIK JENA GmbH, Jena - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NUMERIK JENA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, 19. April 2024 BDO
AG
Frank Thomas Buchwald, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Hunold, Wirtschaftsprüfer Feststellung des testierten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 einschließlich Beschluss über die ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss der NUMERIK JENA GmbH zum 31.12.2023 wird mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 44.103.571,19 festgestellt. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 798.619,36 wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe an die DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH abgeführt.
Traunreut, 24.07.2024 |
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