CHIORINO
GmbH
Mainz
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
I. Grundlagen der Gesellschaft
1. Geschäftsmodell
Die CHIORINO GmbH, Mainz, ist ein Tochterunternehmen
der CHIORINO S.p.A., Biellla, Italien. Die CHIORINO S.p.A.
wurde im Jahr 1906 in Biella von Lorenzo Chiorino
gegründet. Heute ist CHIORINO eine international
tätige Unternehmensgruppe in der Herstellung und im
Vertrieb von Transport- und Prozessbändern, Flachriemen
und anderen technischen Lösungen. Zu den Kunden von
CHIORINO zählen weltweit tätige Erstausrüster
und Endverbraucher, die in den Branchen Lebensmittel,
Verpackung, Intralogistik, Flughafen, Papier und Druck,
Textil, Rohstoffe und weiteren tätig sind.
Die CHIORINO GmbH ist für den Vertrieb im
deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und
Schweiz) zuständig. Die Produkte werden nahezu
vollständig vom Mutterunternehmen bezogen und in
Deutschland an die individuellen Bedürfnisse der Kunden
angepasst. Das Betriebsgelände in Mainz wird von
einem CHIORINO nahestehenden Unternehmen angemietet.
2. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung in neue Produkte findet auf
Ebene des Mutterunternehmens, der CHIORINO S.p.A., statt.
Forschung und Entwicklung sowie Technologien werden von
CHIORINO als zentral gesehen, um Markttrends durch
maßgeschneiderte Lösungen zu antizipieren, die
Qualitätsleistungen unter Berücksichtigung der
Umwelt, der natürlichen Ressourcen und der in-
ternationalen Normen garantieren.
3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Unternehmensleitung verwendet in erster Linie den
Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) als Leistungsindikator,
um den wirtschaftlichen Erfolg zu messen, Entscheidungen zu
treffen und Geschäftsaktivitäten zu steuern.
Darüber hinaus stellen die Umsatzerlöse sowie der
Rohgewinn (= Umsatzerlöse ./. Materialaufwand) wichtige
Kennzahlen dar.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die CHIORINO GmbH vertreibt ihre Produkte
hauptsächlich in der DACH-Region (Deutschland,
Österreich und Schweiz). Der Maschinen -und Anlagenbau
stellt dabei als Erstausrüster eine wichtigste
Kundengruppe dar.
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in
Deutschland war im Jahr 2023 nach den Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger
als im Vorjahr. Nach der Corona-Pandemie und dem
wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die
deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren.
Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise
und die hohe Inflation fiel die wirtschaftliche Erholung im
Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es zu
einer Rezession. Dämpfend auf die Konjunktur haben sich
im Jahr 2023 insbesondere die hohen Preise ausgewirkt. Hinzu
kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch
steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland. Deutschland als größte
Volkswirtschaft bremste damit auch das Wachstum in der
Europäischen Union. Nach den Daten des EU-Statistikamts
Eurostat blieb die Wirtschaftsleistung so wohl in der
Eurozone als auch in den 27 EU-Ländern im vierten
Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal
unverändert. Für das Jahr 2023 verzeichnete
Eurostat insgesamt ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr.
Österreichs Wirtschaftsleistung schrumpfte im Jahr
2023 um 0,8 Prozent (Österreichisches Institut
für Wirtschaftsforschung) bzw. 0,7 Prozent (Institut
für Höhere Studien - Institute for Advanced
Studies). Damit entwickelte sich die Wirtschaft
Österreichs deutlich schwächer als jene der
Eurozone und sogar schlechter als jene Deutschlands.
In der Schweiz stieg im dritten Quartal 2023 das BIP um
0,3 Prozent und für das Jahr 2023 wird insgesamt ein
Wachstum von 1,3 Prozent prognostiziert. Die Schweizer
Wirtschaft wird damit im Jahr 2023 unterdurchschnittlich
gewachsen sein, ohne jedoch in eine Rezession zu geraten
(Konjunkturprognose des Staatssekretariats für
Wirtschaft, Bern, Schweiz, vom 13. Dezember 2023).
Nach einer Mitteilung des Branchenverbands VDMA vom 2.
Februar 2024 war das Jahr 2023 ein schwieriges Jahr für
den deutschen Maschinenbau. Bei den Aufträgen gab es
einen Rückgang von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und
China wird ein fehlendes Vertrauen in einen dauerhaften
globalen Konjunkturaufschwung gesehen. Der
Auftragsrückgang hatte nach den Ausführungen des
VDMA jedoch bislang überschaubare Folgen auf Umsatz und
Produktion in Deutschland, da die Unternehmen die
älteren Auftragsbestände aus den Vorjahren
abarbeiteten.
2. Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sind die Umsatzerlöse im Vergleich
zum Vorjahr um rund 6 Prozent und das Rohergebnis um 3
Prozent gestiegen. Das EBIT blieb mit 3.732 T€ auf dem
Niveau des Vorjahres. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2023
war eine verhaltene Nachfrage nach unseren Produkten zu
beobachten. Die Kunden haben ihre Lagerbestände, die im
Zuge der Corona-Pandemie und zu Beginn des Kriegs in der
Ukraine aufgestockt worden waren, im Laufe des Jahres 2023
wieder abgebaut, so dass eine Rückkehr zur
Normalität festzustellen ist. Insgesamt entsprach der
Geschäftsverlauf 2023 unseren Erwartungen.
3. Lage Ertragslage
Die Gewinn- und Verlustrechnung des
Geschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 mit Vorjahresvergleich ist nachfolgend
nach betriebswirtschaftlichen Gesichtsprunkten
zusammengefasst dargestellt:
|
2023
T€ %
|
2022 Veränderung
T€ % T€ %
|
Rohgewinn
|
8.369
|
45,4
|
8.156
|
46,7
|
213
|
2,6
|
Personalaufwand
|
3.143
|
17,0
|
3.001
|
17,2
|
142
|
4,7
|
Abschreibungen
|
85
|
0,5
|
74
|
0,4
|
11
|
14,9
|
Betriebliche Aufwendungen
abzüglich sonstige betriebliche Erträge
|
1.409
|
7,6
|
1.368
|
7,8
|
41
|
3,0
|
Summe betriebliche
Aufwendungen
|
4.637
|
25,1
|
4.443
|
25,4
|
194
|
4,4
|
Betriebsergebnis (EBIT)
|
3.732
|
20,2
|
3.713
|
21,3
|
19
|
0,5
|
Finanzergebnis
|
50
|
0,3
|
1
|
0,0
|
49
|
>100,0
|
Ergebnis vor Steuern (EBT)
|
3.782
|
20,5
|
3.714
|
21,3
|
68
|
1,8
|
Ertragsteuern
|
1.009
|
5,5
|
991
|
5,7
|
18
|
1,8
|
Jahresüberschuss
|
2.773
|
15,0
|
2.723
|
15,6
|
50
|
1,8
|
Der im Verhältnis zum Umsatzwachstum von rund 6
Prozent unterdurchschnittliche Zuwachs im Rohgewinn ist
darauf zurückzuführen, dass Preissteigerungen,
wesentlich verursacht durch höhere Energiekosten in
der Produktion, nicht vollständig an die Kunden
weiterbelastet werden konnten.
Der Anstieg der Personalaufwendungen um 142 T€
oder rund 5 Prozent steht im Zusammenhang mit den laufenden
Entgeltanpassungen. In der Folge bewegt sich das EBIT mit
3.732 T€ auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 3.713).
Das positive Finanzergebnis ist auf die im Jahr 2023
erstmals wieder gewährten Zinsen auf Bankguthaben
zurückzuführen.
Nach Abzug der Ertragsteuern (Steuerquote
unverändert bei 26,7 Prozent) ergibt sich ein
Jahresüberschuss von 2.773 T€, das damit
leicht um rund 2 Prozent über dem des Vorjahres (2.723
T€) liegt.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 433
T€ oder 6 Prozent gestiegen, was im Wesentlichen
auf den gestiegenen Bestand an flüssigen Mitteln
zurückzuführen ist. Das Vermögen entfällt
damit mit 44 Prozent auf die flüssigen Mittel.
Gegenläufig hierzu wurden die Vorräte um 322
T€ auf 2.908 T€ reduziert. Der Abbau des
Vorratsvermögens steht im Zusammenhang mit einer
Rückkehr zur Normalität und dem Verzicht auf
Sicherheitsreserven. Aufgrund von Investitionen in technische
Anlagen ist das Anlagevermögen um 142 T€ oder 39
Prozent gestiegen. Zu erwähnen ist, dass die
Betriebsgrundstücke und -bauten angemietet sind und sich
daher nicht im Anlagevermögen befinden.
Die Eigenkapitalquote ist trotz der erfolgten
Ausschüttung von 2,2 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 78
Prozent gestiegen (Vorjahr: 75 Prozent).
Das Fremdkapital umfasst in erster Linie die
Verbindlichkeiten gegenüber dem Mutterunternehmen,
der CHIORINO S.p.A., von dem nahezu sämtliche Waren
bezogen werden (1.111 T€; Vorjahr: 1.039 T€).
Der Rückgang der Rückstellungen ist auf geringere
Steuerrückstellungen in Folge höherer
Steuervorauszahlungen zurückzuführen.
Finanzlage
Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 weiterhin
positiv und die Finanzierung des laufenden Geschäfts
sowie der getätigten Investitionen in das
Anlagevermögen erfolgte weiterhin aus dem operativen
Cashflow. Die Ausschüttung in Höhe von 2.200
T€ an die Gesellschafterin konnte ebenfalls durch den
operativen Cashflow finanziert werden. Die liquiden
Mittel betrugen zum Stichtag 3.194 T€ (Vorjahr: 2.601
T€). Darlehensverbindlichkeiten bestanden im
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 nicht.
III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Risikobericht
Die nachstehenden Risiken sind in absteigender
Reihenfolge aufgeführt.
Der Erfolg unseres Unternehmens basiert auf qualitativ
hochwertigen und innovativen Produkten. Im Fall einer
Produktneuentwicklung durch einen unserer Mitbewerber besteht
das potenzielle Risiko, dass wir Kunden und Marktanteile
verlieren. Daher investiert die CHIORINO Gruppe laufend in
die Forschung und die Entwicklung ihrer Produkte.
Als Zulieferer für Erstausrüster und
Endverbraucher in der Industrie sind wir abhängig von
der allgemeinen konjunkturellen Lage in unserer
Vertriebsregion. Die Konjunktur in der DACH-Region war im
Jahr 2023 gedämpft und auch für 2024 wird nur ein
sehr moderates Wachstum prognostiziert. Dies kann sich
negativ auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken.
Die Produktion unsere Produkte basiert auf
energieintensiven Verfahren. Im Zuge des Kriegs in der
Ukraine sind die Energiepreise in Europa deutlich gestiegen.
Wenn uns nicht gelingt auf grund der Wettbewerbssituation die
gestiegenen Beschaffungskosten an die Kunden weiterzu
belasten, hat dies negative Auswirkungen auf unsere Margen
und damit das EBIT.
Unsere Geschäftsprozesse erfordern eine stabile
IT-Infrastruktur. Der Ausfall dieser Systeme stellt daher
für unser Unternehmen ein bedeutsames Risiko dar und
können erhebliche Auswirkungen auf unsere
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Innerhalb der
CHIORINO Gruppe finden daher fortwährend Maßnahmen
zur Erhöhung der IT-Sicherheit statt.
Entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens
ist eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern
sowohl in der Produktion als auch im Vertrieb. Sollte es
nicht gelingen, ausreichend qualifiziertes Personal zu halten
oder zu gewinnen, können die Kunden nicht in der
erforderlichen Qualität bedient werden, was sich negativ
auf das Wachstum des Unternehmens aus wirken würde.
Dem Risiko begegnen wir durch eine vorausschauende
Personalpolitik.
Es sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken
erkennbar.
2. Chancenbericht
Unsere langjährige Präsenz in der DACH-Region
und die gewachsenen Kundenbeziehungen sehen wir als
Grundlage für ein gesundes organisches Wachstum. Chancen
ergeben sich auch aus der hohen Qualität unserer
Produkte, der Kundenzufriedenheit sowie der Möglichkeit,
unsere Produkte an die individuellen Bedürfnisse
der Kunden anzupassen.
3. Prognosebericht
Für das Jahr 2024 wird in den Ländern
Deutschland, Österreich und Schweiz ein nur geringes
wirtschaftliches Wachstum erwartet. Vor diesem Hintergrund
planen wir auch für das Jahr 2024 gegenüber dem
Vorjahr ein nur sehr geringes Umsatzwachstum. Aufgrund
steigender Einkaufspreise, die nicht vollständig an die
Kunden weiterbelastet werden können, wird der Rohgewinn
leicht sinken. Bei darüber hinaus steigenden
betrieblichen Aufwendungen, in erster Linie im
Personalbereich, werden wir ein im Vergleich zum Vorjahr
deutlich niedrigeres EBIT für das Jahr 2024 erzielen.
Mainz, den 13. Februar 2024 Dirk Radau
Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
511.105,85 |
368.915,29 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
3.047,00 |
122,00 |
| II.
Sachanlagen |
489.327,00 |
350.061,44 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
204.887,00 |
116.404,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
284.440,00 |
230.565,00 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
3.092,44 |
| III.
Finanzanlagen |
18.731,85 |
18.731,85 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
18.731,85 |
18.731,85 |
| B.
Umlaufvermögen |
6.833.841,68 |
6.546.714,25 |
| I.
Vorräte |
2.908.144,75 |
3.229.801,78 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
732.027,33 |
715.542,03 |
| 1.
Forderungen gegen Gesellschafter |
0,00 |
7.727,56 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
48.254,16 |
27.034,64 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
683.773,17 |
680.779,83 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.193.669,60 |
2.601.370,44 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
12.536,22 |
8.596,53 |
| Aktiva |
7.357.483,75 |
6.924.226,07 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
5.735.711,13 |
5.162.528,23 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
447.500,00 |
447.500,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
2.515.028,23 |
1.991.819,17 |
| III.
Jahresüberschuss |
2.773.182,90 |
2.723.209,06 |
| B.
Rückstellungen |
361.056,65 |
520.930,75 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.260.715,97 |
1.240.767,09 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
1.111.003,64 |
1.039.469,31 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.111.003,64 |
1.039.469,31 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
3.903,22 |
6.898,61 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.903,22 |
6.898,61 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
145.809,11 |
194.399,17 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
145.809,11 |
194.399,17 |
| Passiva |
7.357.483,75 |
6.924.226,07 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
8.381.995,64 |
8.030.895,29 |
| 2.
Personalaufwand |
3.198.068,18 |
3.053.937,76 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.702.592,27 |
2.582.310,80 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
495.475,91 |
471.626,96 |
| davon
für Altersversorgung |
8.550,92 |
10.482,34 |
| 3.
Abschreibungen |
85.351,03 |
73.611,57 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
85.351,03 |
73.611,57 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.356.831,33 |
1.180.907,37 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
11,57 |
198,90 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
50.271,42 |
763,08 |
| 6.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.009.232,43 |
990.879,96 |
| 7.
Ergebnis nach Steuern |
2.782.784,09 |
2.732.321,71 |
| 8.
sonstige Steuern |
9.601,19 |
9.112,65 |
| 9.
Jahresüberschuss |
2.773.182,90 |
2.723.209,06 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
CHIORINO GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Mainz |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Mainz |
| Register-Nr.: |
HRB 8878 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar
zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch
die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu
Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und Wertpapiere wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Der Betrag der kumulierten Abschreibungsbeträge
für Sofortabschreibungen geringwertiger
Wirtschaftsgüter beläuft sich zum Ende des
Geschäftsjahres auf 35.873,36 Euro. Zu Beginn des
Wirtschaftsjahres belief er sich auf 24.977,85 Euro. Die
Sofortabschreibungen des laufenden Geschäftsjahres
belaufen sich folglich auf 11.461,06 Euro. Diese sind in der
Position 2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung unter II. Sachanlagen enthalten.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen zu Beginn des
Geschäftsjahres: 1.256.076,81 Euro
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des
Geschäftsjahres: 1.244.853,12 Euro
Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen
und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des
Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
27.550,06
|
3.835,62
|
0,00
|
0,00
|
31.385,68
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
27.550,06
|
3.835,62
|
0,00
|
0,00
|
31.385,68
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. technische Anlagen und
Maschinen
|
993.134,85
|
117.525,00
|
9.635,00
|
0,00
|
1.101.024,85
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
582.482,90
|
109.426,41
|
87.092,72
|
0,00
|
604.816,59
|
3. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
3.092,44
|
0,00
|
3.092,44
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
1.578.710,19
|
226.951,41
|
99.820,16
|
0,00
|
1.705.841,44
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
18.731,85
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
18.731,85
|
Summe Finanzanlagen
|
18.731,85
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
18.731,85
|
Summe Anlagevermögen
|
1.624.992,10
|
230.787,03
|
99.820,16
|
0,00
|
1.755.958,97
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
27.428,06
|
910,62
|
0,00
|
0,00
|
28.338,68
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
27.428,06
|
910,62
|
0,00
|
0,00
|
28.338,68
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. technische Anlagen und
Maschinen
|
876.730,85
|
29.042,00
|
9.635,00
|
0,00
|
896.137,85
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
351.917,90
|
55.398,41
|
86.939,72
|
0,00
|
320.376,59
|
3. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
1.228.648,75
|
84.440,41
|
96.574,72
|
0,00
|
1.216.514,44
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
1.256.076,81
|
85.351,03
|
96.574,72
|
0,00
|
1.244.853,12
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
3.047,00
|
122,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
3.047,00
|
122,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
204.887,00
|
116.404,00
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
284.440,00
|
230.565,00
|
3. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
3.092,44
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
489.327,00
|
350.061,44
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
18.731,85
|
18.731,85
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
18.731,85
|
18.731,85
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
511.105,85
|
368.915,29
|
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro
(Vorjahr: 0,00 Euro).
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die
nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten
enthalten.
Art der Rückstellung
|
Geschäftsjahr: 31.12.2023
in TEUR
|
Vorjahr: 31.12.2022
in TEUR
|
sonstige Rückstellungen
|
329,0
|
325,4
|
sonstige
Rückstellungen
|
23,4
|
15,1
|
Rückstellung für
Personalkosten
|
227,3
|
228,6
|
Rückstellung für
Gewährleistungen
|
28,2
|
26,7
|
Urlaubsrückstellung
|
21,6
|
28,6
|
Rückstellung für
Abschluss und Prüfung
|
28,5
|
26,4
|
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5
Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit
einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt
0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten,
die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
sind, beträgt 0,00 Euro.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
|
24,00
|
Angestellte
|
|
20,00
|
Geschäftsführer
|
|
1,00
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
44,00
|
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
37,00
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
7,00
|
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Erster
Geschäftsführer:
|
Dirk Radau
|
Weitere
Geschäftsführer:
|
keine
|
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
von mind. 20 Prozent der Anteile
Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über
nachstehende Unternehmen berichtet:
Firmenname / Sitz
|
Anteilshöhe
|
Jahresergebnis
|
Eigenkapital
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Chiorino Schweiz GmbH
|
100,00%
|
57.006,92
|
152.378,66
|
Konzernzugehörigkeit
Die CHIORINO GmbH wird in den Konzernabschluss der
Chiorino S.p.A. in Biella, Italien einbezogen, welche als
oberste Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den
größten und kleinsten Konsolidierungskreis
aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der
Muttergesellschaft in Biella, Italien erhältlich.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss beträgt
2.773.182,90 Euro.
Einschließlich des zu berücksichtigenden
Gewinnvortrags in Höhe von 2.515.028,23 Euro ergibt sich
ein Betrag von 5.288.211,13 Euro, der zu verwenden ist.
Auf neue Rechnung werden 5.288.211,13 Euro
vorgetragen.
Unterschrift der Geschäftsführung
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 14.02.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die CHIORINO GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der CHIORINO GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CHIORINO
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht
der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach die sen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung,
dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht,
und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögens schädigungen) oder Irrtümern
ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er
die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, auf der
Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu
bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder
rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen
(Systeme), die er als notwendig erachtet haben, um die
Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit
den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu
ermöglichen, und um ausreichende geeignete
Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu
können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss
und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das
Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellun gen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser je weiliges Prüfungsurteil
zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zu künftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern
zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen
die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben
aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie
zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab.
Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass
künftige Ereignisse wesentlich von den
zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit
den für die Überwachung Verantwortlichen unter
anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Wiesbaden, den 13. Februar
2024
MNT
Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Marina
Levchuk, Wirtschaftsprüfer
Christian
Wendt, Wirtschaftsprüfer
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