Siebente Weisenburger Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Kranich seit 5.5.2020 | Prokura |
Nicolai Weisenburger seit 5.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WBV Weisenburger Bau+Verwaltung GmbHKarlsruheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2021 bis zum 28.02.2022Konzernbilanz zum 28. Februar 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022A. Angaben zum Konzern und zur Konsolidierung I. Konsolidierungskreis
II. Konsolidierungsgrundsätze Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und aller einbezogenen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der IAMSAT Muntenia S.A., Bukarest (Stichtag 31. Dezember), Weisenburger Real Estate Romania SRL, Bukarest (Stichtag 31. Dezember), weisenburger ventures GmbH, Rastatt (Stichtag 31. Dezember) und der TA 7 RU Beteiligungen GmbH, Rastatt (Stichtag 31. Dezember). Für diese Ausnahmen wurden entsprechend der gesetzlichen Regelungen Zwischenabschlüsse in den Konzernabschluss einbezogen. Hierdurch ergaben sich keine besonderen Unsicherheiten. Vorgänge von besonderer Bedeutung für die VFE-Lage zwischen diesen Stichtagen sind nicht eingetreten. 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 28. Februar 2010 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalerstkonsolidierung in Höhe von TEUR 2.041 wurden als stille Reserven aufgestockt. Der Restbuchwert beträgt zum 28. Februar 2022 TEUR 0. Weitere aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 7 wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalerstkonsolidierung in Höhe von TEUR 4.334 sind im Rahmen der Gewinnrücklagen ausgewiesen. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung der IAMSAT Muntenia S. A. zum 24. Mai 2019 entstandene passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.134 resultiert im Wesentlichen aus einer Kaufpreisminderung aufgrund erwarteter zukünftiger Verluste. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2019/2020 nach § 309 Abs. 2 Nr. 1 ertragswirksam aufgelöst. 2. Weitere Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Die unfertigen Bauten und übrigen Bestände aus Konzernleistungen sind um Zwischenergebnisse bereinigt. Aus Konzernsicht doppelt erfasste Bestände unfertige Bauten aus Aufträgen innerhalb des Konzerns wurden eliminiert. Für die Bewertung von latenten Steuern wurde ein konzerneinheitlicher Steuersatz zugrunde gelegt, da mit Ausnahme der Weisenburger Batiment SARL, der Weisenburger Real Estate Romania SRL, der lamsat Muntenia S.A. sowie der Renovatec SRL alle Gesellschaften ihren Sitz in Deutschland haben. Die TA 7 RU Beteiligungen GmbH hält 51 % an der Renovatec SRL Rumänien. Aufgrund von § 296 Abs. 2 S. 1 HGB (untergeordnete Bedeutung) wurde diese Tochtergesellschaft nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten der auf fremde Währung lautende Abschlüsse von voll und quotal einbezogenen Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von in fremder Währung geführten Gesellschaften ergeben, werden - soweit diese nicht auf "Nicht beherrschende Anteile" entfallen - erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet. 3. Assoziierte Unternehmen Die Beteiligung an der Weisenburger Kita Halle GmbH, Halle, wird mit der Anteilsmethode At Equity bewertet. Die in dem Abschluss verwendeten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des Konzerns. Der im Rahmen der Einbeziehung At Equity entstandene Unterschiedsbetrag wurde unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 312 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. offen mit den Rücklagen verrechnet. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Allgemeines Der Konzernjahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB erstellt worden. Aufgrund der verschiedenen Gesellschaftsformen ist der Ausweis des Jahresergebnisses in den Einzelabschlüssen unterschiedlich. Im Konzernabschluss wird einheitlich in der Bilanz der Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung ausgewiesen. Dies hat im Wesentlichen zur Folge, dass bei der einbezogenen Personenhandelsgesellschaft die Verteilung des Jahresergebnisses des Geschäftsjahres auf die Gesellschafterkonten im Gegensatz zu den Einzelabschlüssen jeweils erst im Folgejahr vorgenommen wird. Da die Unternehmen des Konzerns in mehreren Bereichen tätig sind, enthält die Gliederung der Konzernbilanz neben den herkömmlichen Posten der Bilanz nach § 266 HGB auch Posten gemäß der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen. II. Bilanzierung und Bewertung im Einzelnen Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Sachanlagen Die Zugänge werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Diese umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Abgänge werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellkosten und den kumulierten Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Abgangs ausgebucht. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen oder degressiven Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden regelmäßig 50 bzw. 33 Jahre. Für Technische Anlagen und Maschinen werden drei bis zehn Jahre angesetzt. Für Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt sie zwischen drei und 15 Jahren. Dabei werden EDV-Geräte grundsätzlich über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden, soweit sie bis zum 31. Dezember 2007 und nach dem 28. Februar 2010 zugegangen sind, im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Bedarf vorgenommen. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist. Vorräte Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der zum Verkauf bestimmten Grundstücke erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Sofern wegen gesunkener Wiederbeschaffungskosten oder verlustfreier Bewertung ein niedriger Wertansatz geboten ist, wird dieser angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Bauten erfolgt zu Herstellungskosten. Diese umfassen die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzelkosten sowie den Teil der aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Abwertungen wegen niedrigerer Vertragspreise werden, soweit erforderlich, vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen werden in Summe von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Bei der Einzelwertberichtigung wird absehbaren Zahlungsausfällen sowie hoher Überfälligkeit der Forderungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos, von Zinsverlusten aufgrund langer Laufzeiten und des möglichen Skontoabzugs wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von zwei Prozent des um die einzelwertberichtigten Forderungen und enthaltene Umsatzsteuer reduzierten Forderungsbestandes abgesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Bilanzierung erfolgt zu Nominalbeträgen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen basieren auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Es werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Dabei wurden die handelsrechtlichen Grundsätze des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes beachtet und zum Bilanzstichtag ein Rechnungszinssatz von jährlich 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt) zugrunde gelegt. Die Berechnung erfolgte mit Hilfe der "Projected Unit Credit Method" unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Bewertungsgewinn, der sich durch die gesetzlich vorgeschriebene Änderung des Rechnungszinssatzes von 1,35 % (7-Jahresdurchschnitt) auf 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt) ergeben hat, beträgt bei allen Gesellschaften insgesamt TEUR 307 und ist ausschüttungsgesperrt. Zum Bilanzstichtag bestanden rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.150. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung der Rückstellung für pauschale Gewährleistung wird auf Basis der tatsächlich entstandenen Aufwendungen für Gewährleistungen durchgeführt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben (Aktivseite) bzw. Einnahmen (Passivseite) vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage ersichtlich. Sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 693 (i. V. TEUR 633) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Von den Rückstellungen für Pensionen entfallen TEUR 1.342 auf frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Einzel- und Pauschalgewährleistungsrisiken, Risiken aus Baustellenabschlussarbeiten, Rechtsstreitigkeiten, Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen, Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten.
Zum Abschlussstichtag bestehen zwischen den handels- und steuerbilanziellen Werten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Differenzen, welche sich in späteren Geschäftsjahren ausgleichen. Diese Differenzen führen bei den Bilanzposten Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Pensionsrückstellungen zu aktiven latenten Steuern, bei den Bilanzposten Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Grundstücke zu passiven latenten Steuern. Die sich bei der Ermittlung latenter Steuern ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden miteinander verrechnet. Der Ermittlung liegt ein Steuersatz von 31,63 % zu Grunde. Dieser ermittelt sich aus einem Körperschaftsteuersatz von 15 %, Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie einem Gewerbesteuerhebesatz von 450 %. Aktive latente Steuern erhöhten sich im Geschäftsjahr von TEUR 523 auf TEUR 1.428. Passive latente Steuern bestehen in Höhe von TEUR 3.515 (i. V. TEUR 3.553). Der passivische Überhang verminderte sich um TEUR 944. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und Regionen Durch die langfristige Fertigung im Baugewerbe schwankt die Umsatzentwicklung. Daher werden im Folgenden nicht die Umsatzerlöse, sondern die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) nach Tätigkeitsbereichen angegeben:
Die Aufteilung nach Regionen erübrigt sich, da der Konzern seine Leistungen fast ausschließlich im Inland erbringt. II. Übrige Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 944 (i. V. einen Aufwand in Höhe von TEUR 740). Auf Basis eines gewichteten Durchschnitts über die Konzerngesellschaften wird ein latenter Steuersatz von 31,63 % angesetzt. E. Sonstige Angaben Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 522209 geführt. Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr 2021/2022 Herrn Nicolai Weisenburger, Bachelor of Arts, Baden-Baden (Einzelvertretungsberechtigung). Bezüglich der Angabe der Bezüge wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Anzahl der Mitarbeiter lag im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern bei 718 (i. V. 627). Darüber hinaus waren 35 (i. V. 29) Auszubildende im Unternehmen (Durchschnitt zu den Quartalsenden) tätig. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 107.410 (i. V. TEUR 113.081) besteht aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand. Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Grundsätzen des DRS 21 erstellt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 9.336 und resultieren im Wesentlichen aus Kraftfahrzeug-Leasingverträgen gegenüber Fremden in Höhe von TEUR 7.444. Diese haben in der Regel eine Laufzeit von drei Jahren. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen sind und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos. Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr im Aufwand enthaltene Gesamthonorar beträgt TEUR 73. Diese entfallen vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Folgende Tochtergesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB von den Vorschriften des ersten, dritten und vierten Unterabschnittes des zweiten Abschnitts des Dritten Buches des HGB (Vorschriften zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses und Lagebericht) befreit:
Karlsruhe den 30. Mai 2022 Nicolai Weisenburger Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzernkapitalflussrechnung der WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH, Karlsruhe für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzern-Eigenkapitalentwicklung der WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH, Karlsruhe für das Geschäftsjahr 2021/2022
Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen TEUR 72.952 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Im Übrigen bestehen keine gesetzlichen, satzungsmäßigen oder gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperren. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022Die WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH hat das zurück liegende Geschäftsjahr mit ihren Konzerngesellschaften erfolgreich abgeschlossen. Die Geschäftszahlen sind insbesondere auch in Anbetracht des starken Wachstums erfreulich. In allen Geschäftsfeldern sind Fortschritte erzielt und Grundlagen für weiteren Erfolg gelegt worden. 1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung der Baubranche Die Weltwirtschaft ist geprägt von verschiedenen Einflussfaktoren, von denen insbesondere Lieferkettenstörungen im internationalen Umfeld, anhaltende Auswirkungen der Corona-Pandemie und seit wenigen Monaten der Krieg in der Ukraine zu nennen sind. Auswirkungen auf die Bauindustrie in Deutschland sind die eingeschränkte Verfügbarkeit von Baumaterial und teilweise erhebliche schwankende Preissteigerungen für Material. Währenddessen ist die Nachfrage im Wohnungsbau in Deutschland nach wie vor groß. Schwierig sind weiterhin der Fachkräftemangel und der langwierige Genehmigungsprozesse der öffentlichen Verwaltung. Die Verfügbarkeit von Grundstücken ist eine stetige Herausforderung. Aktuell sind Zinssteigerungen nach einer lange währenden Niedrigzinsphase mit noch unklarem Verlauf in ihrer Auswirkung nicht sicher einzuschätzen. 2. Tätigkeitsgebiete der Weisenburger Gruppe und Geschäftspolitik Die WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH ist mit ihren Tochtergesellschaften in verschiedenen Marktsegmenten im Baubereich tätig. Die Unternehmensgruppe baut auf mehr als 65 Jahren erfolgreicher Unternehmensgeschichte auf und investiert zielgerichtet in Zukunftstechnologien und Zukunftsmärkte. Die Weiterentwicklung von Weisenburger als Familienunternehmen ist ein permanenter Prozess, und wir richten das Unternehmen stetig an den identifizierten Erfordernissen für langfristigen Erfolg aus. Die Unternehmensgruppe ist in folgenden Bereichen tätig:
Unser Konzept des kosteneffizienten schlüsselfertigen Bauens für unsere Auftraggeber entwickeln wir ständig weiter. Wir nehmen für uns in Anspruch, die treibende Kraft für bezahlbares Bauen in Deutschland zu sein. In der Entwicklung und beim Einsatz innovativer Methoden nehmen wir eine Vorreiterstellung ein und arbeiten daran, dies fortzusetzen. Bauleistungen im engeren Sinne erbringt die Gruppe überwiegend mit einem eigenen Rohbau, die Ausbaugewerke durch die Zusammenarbeit mit Nachunternehmern. Konjunkturelle Einflüsse wirken sich aufgrund unseres Geschäftsmodells und unserer strategischen Ausrichtung weniger stark auf uns aus, allerdings haben wir unseren Schwerpunkt zurzeit in den Bereichen, die seit einigen Jahren eine besonders positive Entwicklung verzeichnen. Wir sehen uns in einer starken Wettbewerbsposition aufgrund langjähriger gezielter Produkt- und Prozessentwicklung. Wir sind im gesamten westdeutschen und südwestdeutschen Raum von den Großräumen Düsseldorf über Rheinland-Pfalz, Hessen und der gesamten Fläche Baden-Württembergs bis zur Schweiz im Süden tätig, seit Kurzem auch in Teilen Bayerns. Durch Verlässlichkeit und die hohe Qualität unserer Leistungen haben wir uns einen sehr guten Namen erworben und sind ein gefragter Geschäftspartner unserer Kunden. Wir orientieren uns grundsätzlich branchenübergreifend an den Best Practices. Projekte entwickeln wir stets nach eingehenden Analysen, fallweise unter Hinzuziehung auch externer Expertise. Um unserem eigenen Anspruch und dem unserer Kunden langfristig gerecht zu werden, investieren wir in erheblichem Maße in die Qualifikation unserer Mitarbeiter und neue Technologien. Einen sehr hohen Stellenwert hat für uns unsere gewachsene nachhaltige mittelständisch geprägte Unternehmenskultur, die wir ebenfalls stetig weiterentwickeln und die wir auch in Zeiten des Wachstums mit den damit verbundenen Herausforderungen leben. Unsere Geschäftspolitik definieren wir unter Berücksichtigung volkswirtschaftlicher und z. B. demografischer sowie gesellschaftlicher Entwicklungen, die wir als Chancen und Potentiale begreifen. Diese sind neben unseren Stärken Grundlage unserer zukunftsorientierten Ausrichtung. Wachstum ist für uns nur sinnvoll, wenn es der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens dient und von entsprechenden Erträgen begleitet wird. Dabei steht diese langfristige Orientierung vor kurzfristig orientierter Gewinnmaximierung. Besonderes Gewicht hat unsere Verlässlichkeit, auch im Zusammenhang mit unserem hohen Anspruch an Qualitäts- und Termintreue. Auf dem Gebiet der Digitalisierung von Geschäftsprozessen sind wir bereits seit Jahren und erfolgreich mit wachsender Intensität unterwegs. 3. Leistung und Auftragsbestand Die langjährig positive Entwicklung der Weisenburger Gruppe konnten wir im Geschäftsjahr 2021/2022 weiter fortsetzen. Grundlage dafür sind sehr gute Kunden- und Lieferantenbeziehungen und die weiterhin große und gestiegene Nachfrage nach unseren Leistungen sowie die räumliche Ausdehnung unserer Aktivitäten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 haben wir im Konzern eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 546.745 (i. V. TEUR 432.325) erzielt, was einem Wachstum um 26 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Vorjahresprognose wurde aufgrund der guten Auftragslage übertroffen. Unser Auftragsbestand lag bei Abschluss des Berichtsjahres auf einem wiederum stark angestiegenen Niveau. Unsere Kapazitäten für das nun laufende Geschäftsjahr sind nach wie vor gut ausgelastet. Auch für das darauffolgende Geschäftsjahr haben wir bereits einen ausgewogenen Auftragsbestand, der bisherige Größenordnungen übersteigt. 4. Investitionen Aufgrund unseres Tätigkeitsprofils sind wir grundsätzlich nicht sachanlagenintensiv. Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt weiterhin im Bereich Aus- und Weiterbildung und in weiter gestiegenen Aktivitäten in der Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle. Mit der weiteren Intensivierung unserer Investitionen auf diesen Gebieten legen wir die Grundlagen für die erfolgreiche Zukunftsgestaltung sowohl für die Unternehmensgruppe als auch für die Mitarbeiter und eine führende Rolle im Wettbewerb. Unsere Zielsetzung und ständige Herausforderung, die treibende Kraft für bezahlbares Bauen in Deutschland zu sein, verfolgen wir mit Nachdruck. 5. Ergebnis Im Berichtsjahr hat die WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH mit ihren Tochtergesellschaften einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 16.495 (i. V. TEUR 15.633) erzielt. Der Materialaufwand hat sich etwas überproportional zur Leistung entwickelt. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Bestand an unfertigen Erzeugnissen im Unterschied zum Vorjahr stark angestiegen ist. Der Personalaufwand ist bedingt durch den erneut gewachsenen Personalbestand auf TEUR 52.281 (i. V. TEUR 48.484) angestiegen, was teilweise wiederum darauf zurückzuführen ist, dass unterjährig im Vorjahr eingestellte Mitarbeiter im vergangenen Geschäftsjahr erstmals voll aufwandswirksam waren. 6. Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter lag im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern bei 718 (i. V. 627). Darüber hinaus waren 35 (i. V. 29) Auszubildende im Unternehmen (Durchschnitt zu den Quartalsenden) tätig. Aus- und Weiterbildung haben, wie bereits erläutert, in der Weisenburger Gruppe seit jeher eine sehr große Bedeutung. Wir rekrutieren aus dem Kreis der Auszubildenden und Praktikanten unseren Nachwuchs für die Zukunft. Permanent geben wir einer hohen zweistelligen Anzahl Studierender die Gelegenheit, bei uns freiwillige sowie Pflicht-Praktika zu absolvieren. 7. Liquidität und Finanzierung Die Eigenkapitalquote im Konzern lag am 28.02.2022 bei 39,1 % (i. V. 39,3 %). Die liquiden Mittel betrugen zum gleichen Zeitpunkt TEUR 107.410 (i. V. TEUR 113.081) und hatten damit einen Anteil von 34 % an der Bilanzsumme (i. V. 40 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum 28. Februar 2022 TEUR 61.163 (i. V. TEUR 59.062) und hatten damit einen Anteil von 19,2 % an der Bilanzsumme (i. V. 20,8 %). Es handelt sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um Finanzierungen für bebaute Grundstücke im langfristigen Bestand mit entsprechenden Darlehenslaufzeiten sowie um externe Finanzierungen im Bau und in der Planung befindlicher Projekte. Einen wesentlichen Anteil daran haben unsere eigengenutzten Immobilien. 8. Gesamtaussage und Zielerreichung Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2021/2022 war aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend und entspricht unserer Planung. 9. Vorgänge von besonderer Bedeutung Im Sinne einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung haben die Unternehmen der Gruppe den Aufbau neuer Geschäftsstellen in Nürnberg und Berlin begonnen. Weitere Geschäftsstellen sind in Planung. Damit wollen wir in den betreffenden Regionen neue überregionale Märkte erschließen und unsere Kundennähe ausbauen. 10. Chancen-, Risiko und Prognosebericht 10.1. Risikomanagement Ziele und Methoden Die WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH ist in den eingangs beschriebenen Bereichen tätig. Naturgemäß bergen unsere Aktivitäten Risiken, die je nach Art des Geschäftsvorfalls unterschiedlich ausgeprägt sind. Diese Risiken resultieren aus eigenem unternehmerischem Handeln oder aus externen Faktoren. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, haben wir ein umfassendes Risikomanagementsystem aufgebaut, das wir permanent weiterentwickeln. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe orientiert sich an dem Ziel, ihre Unabhängigkeit zu erhalten und ihre Ertragssituation kontinuierlich zu optimieren und abzusichern, die mittelfristigen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit ist sie ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik. Ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements ist die Deckung bestimmter Risiken durch Versicherungen. Für alle Unternehmen der Gruppe bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen. Die Art und Effizienz dieser Versicherungen wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Sowohl die Methoden und Systeme des Risikomanagements als auch das zeitliche Ausmaß der Kontrollen sind auf die Art der Risiken zugeschnitten und werden ihrerseits ständig überprüft. Risikomanagement bildet somit bei der WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH einen integralen Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz von Geschäften und Organisationsabläufen werden regelmäßig untersucht und aus den Ergebnissen bei Bedarf Verbesserungsprozesse eingeleitet. 10.2. Aktuelle Situation Das bestehende Risikomanagementsystem als Bestandteil unseres Managementinformationssystems optimieren wir permanent und zukunftsgerichtet. Regelmäßig stellen wir unsere Prognosesysteme auf den Prüfstand und führen ggf. erforderliche Verbesserungen durch. Unsere Instrumentarien zur Prognose von Unternehmensdaten haben wir unter Verwendung von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und durch Einbeziehung von Zukunftsentwicklungen ausgebaut, um frühzeitig und schnell bei Plan-/Istabweichungen reagieren zu können. Wir verfügen über ein zentrales Finanzierungsmanagement, das eine unterstützende Koordination für die Beteiligungsgesellschaften wahrnimmt. 10.3. Darstellung der wesentlichen Chancen und Risiken Unsicherheiten entstehen, wie bisher auch, aus der globalen politischen und wirtschaftlichen Situation und der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Marktes und unserer Kunden. Die Risiken, die aus der globalen wirtschaftlichen Lage heraus bestehen, schätzen wir als die größte Gefahr für unsere zukünftige Entwicklung ein. Störungen der Lieferketten für Baumaterial sind eine seit geraumer Zeit bestehende Herausforderung, der wir bislang gut gegensteuern konnten. Sofern sie länger andauern werden, sind ihre Folgen nicht verlässlich einzuschätzen. Momentan zeichnet sich eine temporär höhere Inflationsrate in einer Größenordnung in Europa und Deutschland ab, wie sie seit vielen Jahren nicht bestand. Auch die in den letzten Monaten, bis dato nur moderat gestiegenen Marktzinsen können die Nachfrage nach unseren Produkten mittelfristig beeinflussen. Die bereits eingangs beschriebene weltwirtschaftliche Lage wird auch in unseren Märkten Konsequenzen haben. In Teilbereichen stark angestiegene Rohstoff- und Materialpreise und Versorgungsengpässe mit einigen Produkten, die wir zur Erbringung unserer Leistungen benötigen, konnten wir bislang kompensieren. Mit Lösungen für diese Erschwernisse, die voraussichtlich über eine längere Zeit bestehen werden, haben wir uns bereits weit reichend kreativ und bislang erfolgreich beschäftigt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich die Folgen der genannten Ereignisse in unserem Geschäft, sowohl auf der Nachfrage- als auch der Einkaufsseite bemerkbar machen werden. Wir begegnen dem mit geeigneten Maßnahmen mit dem Ziel der Risikoreduzierung und sehen darin auch Chancen, die wir wahrnehmen wollen. Die Unternehmensgeschichte von Weisenburger ist gekennzeichnet von der Stärke, in Krisensituationen überdurchschnittlich erfolgreich zu sein. Diese Fähigkeit wollen wir auch in Zukunft nutzen. Wir beobachten permanent die Informationslage im Hinblick darauf, und es entspricht unserer Geschäftspolitik, grundsätzlich keine geschäftlichen Risiken einzugehen, welche die Gruppe ernsthaft gefährden können. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir zurzeit nicht, da wir von einer positiven Geschäftsentwicklung auf allen unseren Tätigkeitsfeldern ausgehen. Zu den Chancen für unsere Entwicklung verweisen wir auf die oben gemachten Angaben. Die Nachfrage nach unseren Leistungen ist zurzeit ungebrochen. Gegenteiliges zeichnet sich momentan nicht konkret ab, dennoch könnte zum Beispiel eine Veränderung der Marktzinsen zu einer signifikanten Veränderung führen. 10.4. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung Alle Aktivitäten der Unternehmen der Weisenburger Gruppe sind schon immer auf nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet. Aus den aktuell zu realisierenden Projekten ergeben sich nach gegenwärtigem Kenntnisstand keine besonderen Risiken. Aufgrund der teilweise längerfristigen Auftragsabwicklung sind diese für die Zukunft aber, wie beschrieben, nicht auszuschließen. Eventuelle Risiken werden durch ständige Analysen der jeweiligen Bauaufträge frühzeitig untersucht und identifiziert. Gegebenenfalls werden geeignete Steuerungsmaßnahmen ergriffen. Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie mit weiter steigenden Impffortschritten zeitlich begrenzt sein wird, und mittelfristig keine extremen Einschränkungen bestehen werden. Risiken sind grundsätzlich in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu sehen. Darin sehen wir für uns jedoch auch Chancen, die es mit Augenmaß zu nutzen gilt. Aufgrund des seit Jahren bestehenden großen und noch wachsenden Wohnungsbedarfs in Deutschland gehen wir auch unter diesem Aspekt von einer anhaltenden Nachfrage nach unseren Leistungen aus. Diese werden sich jedoch in ihren Ausprägungen möglicherweise von denen der Vergangenheit unterscheiden. Die Nachfrage nach Eigenheimen in den stark von der Automobilproduktion geprägten Regionen könnte in den kommenden Jahren zurückgehen, wenn die in diesem Industriezweig Beschäftigten nicht in anderen Branchen Arbeit in Verbindung mit entsprechendem Einkommen finden werden. Dieses könnte mittelfristig zu einer veränderten Situation auf der Vertriebsebene führen. Ein Risiko für die Nachfrage in unserem Tätigkeitsbereich liegt in der Zinsentwicklung. Bei einem Zinsanstieg könnte es zu einer Dämpfung der Nachfrage und insbesondere nach Wohnimmobilien kommen. Wir bemühen uns, den genannten Risiken durch unsere zunehmend breite Aufstellung und gegebenenfalls Anpassungen unserer Produkte zu begegnen. Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir davon aus, dass die Gesamtleistung der Unternehmensgruppe im Rahmen der üblichen Schwankungsbreite im Projektgeschäft leicht über der Größenordnung des abgelaufenen Geschäftsjahrs liegen wird und verweisen explizit auf die genannten Unwägbarkeiten. Diese Angabe ist jedoch aufgrund der im Baubereich typischen Bilanzierungsregeln und einem wetterbedingten Baufortschritt mit der genannten, für uns jedoch im Ergebnis nicht sehr bedeutsamen natürlichen Schwankungsbreite behaftet. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in der Ertragsorientierung der Unternehmensgruppe und jedes einzelnen Unternehmens des Konzerns. Wir gehen davon aus, dass die Ertragspotentiale trotz eines nicht einfacher werdenden Wettbewerbs für die Unternehmensgruppe insgesamt weiterhin positiv sind. Unsere Investitionen in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen werden sich in unserer Ertragslage zunächst dämpfend niederschlagen, wir sehen diese aber als essentiell zur erfolgreichen Zukunftsgestaltung. Wir rechnen daher mit einem Konzernjahresüberschuss in der Größenordnung des aktuellen Jahres. 10.5. Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale Über die o. g. Punkte hinaus sehen wir außerhalb des normalen allgemeinen Geschäftsrisikos keine besonderen Risiken. Wir verfügen über ein zentrales Finanzierungsmanagement, das eine unterstützende Koordination für die Beteiligungsgesellschaften wahrnimmt. 10.6. Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale, sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Über die o. g. Punkte hinaus sehen wir außerhalb des normalen allgemeinen Geschäftsrisikos keine besonderen Risiken.
Karlsruhe, den 30. Mai 2022 Nicolai Weisenburger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WBV Weisenburger Bau + Verwaltung GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, 3. Juni 2022 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Oliver Striebel, Wirtschaftsprüfer Carmen Witte, Wirtschaftsprüferin |
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