Beteiligungsgesellschaften
Grasdorf GmbH
Ziegeleistraße 29, 31188 Holle, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robin Brucke seit 30.7.2025 | Prokura |
Joachim G. Wolf seit 22.5.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Grasdorf-Rad GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grasdorf GmbHHolleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
In der Gesellschafterversammlung vom 24. Oktober 2023 ist die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 erfolgt. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Grasdorf GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Allgemeine Grundsätze Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts Anderes bestimmt ist. Die Bilanzierungsverbote nach § 248 Abs.1 bis 2 HGB wurden beachtet. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 Abs.1 HGB gebildet. Die Auflösung der Rückstellungen erfolgte, sofern eine Inanspruchnahme nach bestimmungsgemäßen Verbrauch nicht gegeben und mit ihr auch nicht mehr zu rechnen war. Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. Währungsumrechnungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs durchgeführt worden. II. Aktiva Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist- um planmäßige lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vermindert. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht bei Anteilen an verbundenen Unternehmen aufgrund von dauernden Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen waren. Hinsichtlich der Angaben zu der Beteiligung verweisen wir auf Abschnitt E. des Anhangs. Der beizulegende Zeitwert der Anteile an verbundenen Unternehmen (2.374 T€) liegt zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres unter dem Buchwert (2.539 T€). Eine Abwertung ist unterblieben, da es sich auf Basis der Planannahmen hinsichtlich Umsatz- und Ergebniswachstum der Tochtergesellschaft um eine voraussichtlich nicht dauernde Wertminderung handelt. Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen. Entwicklung des Anlagevermögens
Bei den Vorräten erfolgte die Aktivierung der Hilfs- und Betriebsstoffe sowie des Bestandes an Handelswaren zu Anschaffungskosten. Entsprechende Wertabschläge aus Ungängigkeit wurden vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nominalwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert aktiviert. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Beträge eingestellt, soweit sie Aufwand und Ertrag für eine spätere Periode darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren vorrausichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Passiva Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten umfasst folgende Posten: Sonderposten für Investitionszuschüsse gem. § 6 EStG:
Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Deckungsvermögen in Form von an die Zusageempfänger abgetretenen Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Das Deckungsvermögen wurde mit dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen angesetzt, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird. Der Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. Der Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens beträgt 148 T€, der Erfüllungsbetrag der Rückstellung beträgt 606 T€. Es werden Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 0 T€ (i.V. 7 T€) mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 11 T€ (i.V. 20 T€) verrechnet und der verbleibende Betrag in Höhe von 11 T€ (i.V. 12 T€) unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method (PUC)) unter Beachtung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Zinssatz beträgt 1,78 %. Weiterhin wurde bei der Berechnung eine erwartete Gehalts- bzw. Rentensteigerung von 2,0 % zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2022 insgesamt 25 T€ und ist ausschüttungsgesperrt. Aufgrund der geänderten Bewertungsvorgaben für Altersversorgungsverpflichtungen durch das BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich gegenüber dem Wertansatz zum 31. Dezember 2009 für diese Verpflichtungen nach altem Recht ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 78 T€ (Zuführungsbedarf), von dem gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nur der Mindestbetrag von einem Fünfzehntel (5 T€) zugeführt wurde. Der verbleibende Zuführungsbetrag in Höhe von 10 T€ wird bis zum 31.12.2024 jährlich in Höhe von mindestens 5 T€ zugeführt. Die Sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme zum Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und haben folgende Restlaufzeiten: Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von 9.756.016,28 EUR (Vorjahr 8.706 T€) eine Restlaufzeit bis ein Jahr und in Höhe von 1.177.973,55 EUR (Vorjahr 1.346 T€) eine Restlaufzeit über ein Jahr. Von den Verbindlichkeiten haben 220.006,20 EUR (Vorjahr 389 T€) eine Laufzeit über fünf Jahre. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (3.892 T€; Vorjahr 3.508 T€) sind in Höhe von 3.351 T€ (Vorjahr 3.296 T€) gesichert durch Grundschulden durch eine Globalzession der Forderungen, durch Sicherungsübereignung der Warenlager sowie durch eine Sicherungsübereignung der Betriebs- und Geschäftsausstattung und Maschinen. Sämtlich oben genannte Sicherheiten können aufgrund einer Konzernklausel auch für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen in Höhe von 1.074 T€ (Vorjahr 1.183 T€) herangezogen werden. Das Risiko einer Inanspruchnahme der Gesellschaft hieraus wird als gering eingeschätzt, da das verbundene Unternehmen basierend auf den vorliegenden Planungen seiner Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Darüber hinaus bestehen bei den Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.176 T€ (Vorjahr 1.050 T€) resultieren vollständig aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Beträge eingestellt, soweit sie Ertrag für eine spätere Periode darstellen. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 1 T€) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 23 T€ (Vorjahr 18 T€). Die Zinsaufwendungen enthalten 10.936,00 € (Vorjahr 12.249,00 €) aus der Abzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen. E. Angaben über den Anteilsbesitz Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet: Grasdorf-Rad GmbH, Holle
F. Sonstige Angaben Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Herr Dr. Michael Weißbach, Geschäftsführer alle Bereiche Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren, neben dem Geschäftsführer, während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 1.382 T€ und entfällt auf Miete von Geschäftsräumen sowie auf Miet- bzw. Leasingverträgen für Geschäftsausstattung, Personen- und Lastkraftwagen und Stapler. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der PEW Holding BV, Heinkenszand, Niederlande einbezogen (kleiner und größter Konsolidierungskreis). Der Abschluss ist beim niederländischen Unternehmensregister (www.kvk.nl) erhältlich. Auch auf die Gesellschaft kann der Ukraine-Konflikt Auswirkungen haben. Eine zuverlässige Quantifizierung möglicher Folgen und ihrer Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft für die Folgejahre ist derzeit aber nicht möglich.
Holle, den 14. September 2023 Grasdorf GmbH gez. Dr. Michael Weißbach, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlage des Unternehmens, Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1. Grundlagen des Unternehmens Die Grasdorf GmbH ist tätig als Reifengroßhändler für Fahrzeuge aus den Bereichen Landwirtschaft, Forst, Bauwirtschaft und Industrie. Durch die vom 100-prozentigen Tochterunternehmen Grasdorf-Rad GmbH produzierten Felgen sowie eine hohe Beratungs- und Servicekompetenz der hochqualifizierten Mitarbeiter im Unternehmen ist man in der Lage über Standardware hinaus auch technisch aufwändige Sonderlösungen zu liefern. Vor diesem Hintergrund hat sich die Grasdorf GmbH neben einem reinen Handelsunternehmen im Laufe der Jahre auch als OE-Zulieferer etabliert. Neben der gesamten Bandbreite an Reifen, Schläuchen, Rädern und Zubehör für die oben genannten Fahrzeugtypen und hochwertigen Rädern und Doppelrädern aus eigener Produktion umfasst das Angebot der Grasdorf GmbH außerdem alle erforderlichen Montage- und Logistikdienstleistungen bis hin zur Steuerung kompletter Supply-Chains mit Just-In-Sequenz-Belieferung. In Summe werden auf diese Weise mehrere zehntausend komplettmontierte Räder pro Jahr sowie zahlreiche lose Reifen und Felgen verkauft. Ein Großteil des Gesamtumsatzes entfällt direkt auf landwirtschaftliche Kunden oder nachgelagerte Bereiche, weshalb der Unternehmenserfolg sehr stark von der Konjunktur der Agrarmärkte abhängig ist. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Lage in Deutschland 1 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wurde im Jahr 2022 besonders durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine geprägt. Im Wesentlichen durch extreme Energiepreiserhöhungen, Schwierigkeiten im Bereich von Materialengpässen und gestörten Lieferketten. Zusätzlich führte der Fachkräftemangel und die andauernde, im Jahresverlauf aber abflachende, Corona Pandemie zu insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief aber dabei sehr unterschiedlich. Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark (+6,3 %) legten die Sonstigen Dienstleister zu. Die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten auch sehr stark von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Die Bereiche Verkehr und Gastgewerbe sorgten für ein kräftiges Plus (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %). Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen führten im Baugewerbe zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Im verarbeitenden Gewerbe bremsten hohe Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten die Wirtschaftsleistung, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigsten Wachstum Stütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit das Vorkrisenniveau von 2019. Wirtschaftliche Lage der Branche im Berichtsjahr Die Landtechnikindustrie verzeichnete trotz herausfordernder Bedingungen ein Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2022. Mit einem Umsatzwachstum von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurde erstmals ein Branchenumsatz von über 12 Milliarden Euro erreicht. Dieser Erfolg war auf die starke Nachfrage nach innovativer Landtechnik im In- und Ausland zurückzuführen, die eine wichtige Rolle für die weltweite Versorgungssicherheit spielt. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf der Gesellschaft Die Gesellschaft wird nach den folgenden, bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:
Der folgenden Tabelle können die Ausprägungen dieser bedeutsamsten Leistungsindikatoren für das Berichts- und Vorjahr sowie die für das Berichtsjahr geplanten Werte entnommen werden:
Auf Basis der o.g. Leistungsindikatoren kann die Unternehmensentwicklung der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr insgesamt als positiv eingestuft werden. B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2022 stieg die Bilanzsumme um 1.180 T€ bzw. 7,0 Prozent. Auf der Aktivseite resultiert der Anstieg im Wesentlichen aus einem Anstieg der Hilfs- und Betriebsstoffe (+535 T€) sowie einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+712 T€). Die Erhöhung des Forderungsbestandes erfolgte vor dem Hintergrund des im Vergleich zum Vorjahr höheren Geschäftsvolumens. Auf der Passivseite zeigt sich ein Anstieg im Wesentlichen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+621 T€) sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+385 T€). Die Erhöhung dieser Verbindlichkeiten erfolgt im Wesentlichen vor dem Hintergrund des gestiegenen Lagerbestands. Das Eigenkapital steigt aufgrund des Jahresüberschusses um 414 T€ auf 6.314 T€. Die Eigenkapitalquote bleibt im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme konstant bei 35,2 Prozent. 2. Finanzlage Die Finanzlage stellt sich anhand folgender vereinfachter Kapitalflussrechnung dar. Der Finanzmittelfonds ist definiert als vorhandene liquide Mittel (T€ 84; Vorjahr T€ 24) zzgl. der Inanspruchnahme der vorhandenen Betriebsmittel- bzw. Kontokorrentkreditlinien (T€ -2.854; Vorjahr T€ -2.365).
Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über bei Geschäftsbanken bestehende Betriebsmittel- bzw. Kontokorrentkreditlinien. Zum 31. Dezember 2022 wurde diese Kreditlinien nicht vollständig ausgenutzt. Auch die Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2023 sieht keine vollständige Ausnutzung bestehender Kreditlinien vor. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war das ganze Jahr gegeben. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Berichtsjahr insgesamt um 1.743 T€ bzw. 4,2 Prozent gesteigert werden. Die Gesellschaft profitierte davon, dass es nach den COVID-bedingten Lockdowns zu einem verstärkten Wiederaufbau der Lagerbestände gekommen ist. Zu berücksichtigen waren zudem Befürchtungen vor drohenden Lieferengpässen aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine. Die Materialeinsatzquote bleibt nahezu konstant. In der kumulierten Jahresbetrachtung führte dies insgesamt zu einem Anstieg im Rohergebnis in Höhe von 427 T€ bzw. 5,5 Prozent. Vor dem Hintergrund eines leicht gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterbestands (2022 77 Mitarbeiter; 2021 74 Mitarbeiter) steigen auch die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 252 bzw. 7,2%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bleiben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Das Finanzergebnis beträgt im Wesentlichen aufgrund der Inanspruchnahme von Fremdkapital T€ -126 (Vorjahr T€ -133). Das Geschäftsjahr 2022 schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 414. C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 1. Prognosebericht / Risikobericht Die Anzahl abgesetzter Reifen auf dem Reifenersatzmarkt im ersten Halbjahr 2023 ist gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 35,9 Prozent eingebrochen. Es zeigt sich eine nachlassende Nachfrage in Verbindung mit steigenden Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette, einer weitverbreiteten Inflation und Sorgen über die Weltwirtschaft. Das erste Quartal 2022 war geprägt gewesen durch einen verstärkten Wiederaufbau der Lagerbestände, bei der nicht zuletzt auch Befürchtungen vor etwaig drohenden Lieferengpässen aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine eine Rolle gespielt hatten. Die Lager sind deshalb offensichtlich mehr oder weniger weiterhin bedarfsgerecht gefüllt, sodass entsprechend weniger frische Ware geordert werden muss. Ausgehend von den bisherigen Zahlen zur Marktentwicklung für das Gesamtjahr wird deshalb gegenüber 2022 mit einem Rückgang des Reifenabsatzes gerechnet. Für für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben im Wesentlichen hieraus Risiken. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Insgesamt sieht die Planung für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 die folgende Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren vor:
3. Chancenbericht Die Grasdorf GmbH hat seit Mitte 2022 eine umfangreiche Software-Umstellung für das Jahr 2023 vorbereitet. Der Zweck dieser Umstellung besteht darin, das Unternehmen auf den E-Commerce vorzubereiten, die Digitalisierung zu verbessern, eine bessere Unternehmensstruktur zu schaffen und Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Es wird angestrebt, den Kontakt zu den Kunden zu verbessern und den Datenaustausch zu erleichtern. Durch ein cloudbasiertes ERP-System wird ein unabhängiger Zugang zu Programmen und Daten ermöglicht. Dies soll zu einer effizienteren Nutzung von Ressourcen führen. Im Rahmen dieser Umstellung hat auch die Tochtergesellschaft intensiv an der Entwicklung eines neuen Produktionssteuerungsprogramms gearbeitet, das speziell auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten ist. Die Abläufe von der Beschaffung über die Verarbeitung bis zum Absatz sollen automatisiert werden. Durch die Anpassung des Produktionssteuerungsprogramms erhofft sich das Unternehmen eine verbesserte Effizienz und Flexibilität bei der Planung und Steuerung der Produktion. Dies ermöglicht eine optimierte Ressourcennutzung und eine schnellere Anpassung an sich ändernde Marktanforderungen. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Grasdorf GmbH und ihrer Tochtergesellschaft bietet somit eine vielversprechende Chance, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu stärken und auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens einzugehen. Angesichts der aktuellen Marktbedingungen hat die Optimierung interner Abläufe und eine effiziente Kommunikation mit den Tochterunternehmen höchste Priorität. In Bezug auf die Markenstrategie wird das Unternehmen seine Bemühungen darauf konzentrieren, die Lagerumschlagshäufigkeit zu erhöhen. Die neu etablierte Kernmarke im Reifenhandel hat sowohl beim Umsatz als auch bei den Deckungsbeiträgen bereits Erfolge gezeigt. Das Unternehmen wird sich zudem auf strategische Partnerschaften im Bereich Reifen und Räderkomponenten konzentrieren. Die Produktion von Sonderrädern wird aufgrund ihrer Alleinstellungsmerkmale einen höheren Stellenwert einnehmen. Das Online-Geschäft wird deutlich ausgebaut und das Unternehmen wird verstärkt den nichtlandwirtschaftlichen Bereich fokussieren, um Marktrisiken zu mindern und Nischen im Bereich Ersatzteile für Räder zu besetzen. Darüber hinaus werden ausländische Märkte wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Bestehende Partnerschaften werden genutzt, um die Vertriebsaktivitäten auszubauen. Ob und in welcher Ausprägung die genannten Szenarien eintreffen werden, kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht prognostiziert werden. Unabhängig davon, welche Szenarien eintreffen, werden in jedem Fall flexibles und schnelles Handeln sowie eine klare Führung und ein enger Zusammenhalt im Unternehmen weiter an Bedeutung gewinnen. Genau diese Punkte zählen zu den großen Stärken der Grasdorf GmbH und können sich in Krisenzeiten wie dieser bezahlt machen.
Holle, den 14. September 2023 gez. Dr. Michael Weißbach, Geschäftsführer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die gemäß § 327 HGB für die Offenlegungszwecke bestimmte verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss und zum Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Grasdorf GmbH, Holle Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Grasdorf GmbH, Holle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grasdorf GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Braunschweig, den 14. September 2023 PKF
Fasselt
Villwock, Wirtschaftsprüfer Fiedler, Wirtschaftsprüfer |
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