PRT Rohrtechnik Spenge GmbH

Helliger Weg 31, 32139 Spenge, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 5268
Eingetragen
4.10.2000
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauBeteiligungsgesellschaftenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Die gewerbliche Betätigung im Baugewerbe, in der Wassertechnik und im Brunnenbau einschließlich Engineering, Beratung und Ausführung, insbesondere im Anlagen-, Tief- und Rohrbau sowie das Erbringen von mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängenden Dienstleistungen, Handelsgeschäfte aller Art und Ingenieurleistungen. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Sie darf sich ferner an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art im In- und Ausland beteiligen sowie solche Unternehmen gründen oder erwerben. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Markus Schwarz
seit 28.9.2023
Geschäftsführer
Osman Ersayar
seit 4.7.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Monika Preuß
44.74%
44.74%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PREUSS GmbH
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRT Rohrtechnik Spenge GmbH

Spenge

Verkürzter Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PRT Rohrtechnik Spenge GmbH (im Folgenden kurz "PRT Spenge") hat sich als fester und zuverlässiger Partner der Versorgungswirtschaft und der Industrie in den Bereichen Rohrleitungsbau, Industrieanlagenbau und Service in Nordrhein-Westfalen und im südlichen Niedersachsen etabliert. Neben dem Sitz der Gesellschaft in Spenge verfügt die PRT Spenge über weitere Standorte in Rheda-Wiedenbrück / Kreis Gütersloh und Hohenhameln OT Stedum / Kreis Peine.

Zum Kundenkreis der PRT Spenge zählen kommunale Versorger, Stadtwerke, Bauämter sowie diverse Industriekunden und Bauunternehmen bzw. Generalunternehmer. Die PRT Spenge verfügt über hoch qualifiziertes Personal, das auf langjährige Erfahrungen im Bau und der Unterhaltung von industriellen und erdverlegten Druckrohrleitungen für Gas, Wasser, Fernwärme, Kraftstoffe und diverse Sondermedien zurückgreifen kann. Des Weiteren verfügt die PRT Spenge u.a. über Know-How im Bau von Anlagen für Kraft- und Wasserwerke.

Der Rohrleitungsbau ist auf den Tiefbau und die Montage für den Bau von Versorgungsleitungen und kompletten Rohrnetzen ausgerichtet. Die Gesellschaft verfügt über die erforderlichen Zulassungen im Rohrleitungsbau und erfüllt die hohen fachlichen Anforderungen eines Fachbetriebes. Im Bereich Service übernimmt die PRT Spenge die Wartung und Instandsetzung und Bereitschaftsdienste an Infrastrukturnetzen in den Bereichen Gas-, Wasser-, Nah- und Fernwärme sowie von zivilen und militärischen Betankungsanlagen für Eisenbahnkesselwagen, Tankwagen und Schiffe. Darüber hinaus werden Projekte für Sondermedienleitungen in der Schwerindustrie sowie Dienstleistungen für die einzelnen Kernfelder angeboten und realisiert.

Die Stellung am Markt wird bestimmt durch Qualifikation, Qualität und Zuverlässigkeit der zu erbringenden Leistung.

Dafür verfügen wir über folgende Nachweise und Zertifikate:

 

Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 "Qualitätsmanagementsysteme"

 

Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015 "Umweltmanagementsysteme"

 

Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001:2018 "Energiemanagementsysteme"

 

Zertifizierung nach SCC P (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren - SCC-VAZ 2021), nur Büro Spenge

 

Zertifizierung nach DIN ISO 45001:2018 (Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit)

 

Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

 

Hersteller nach DIN EN ISO 3834-2

 

Hersteller nach AD2000- Merkblatt HP0 / HP 100R und DIN EN 13480-4

 

Tragende Bauteile und Bausätze für Stahltragwerke EN 1090 (EXC2)

 

Interne Fertigungskontrolle mit überwachten Druckgeräteprüfung in regelmäßigen Abständen (Modul A2) nach Richtlinie 2014/68/ EU

 

Rohrleitungsbauunternehmen nach DVGW GW 301 (G1 und W1)

 

Fernwärme-Rohrleitungsbauunternehmen nach AGFW FW 601 (FW1)

 

Gütezeichen Kanalbau (AK3)

Die PRT Spenge ist ein Unternehmen der PREUSS-Gruppe, deren Einheiten zu den führenden Gesamtanbietern auf dem Gebiet des Rohrleitungsbaus, des Industrieanlagenbaus sowie der Rohrsanierung in Deutschland zählen.

2. Ziele und Strategien

Die PRT Spenge konnte ihre Stellung am Markt weiterhin behaupten und ist bestrebt, diese weiter auszubauen. Es wird großen Wert auf eine gute Kommunikation mit den Kunden und eine hohe Verlässlichkeit bei der Ausführung der Projekte in Bezug auf Kosten-, Qualitäts- und Zeitplan gelegt. Ziel ist es, unseren Kunden ein kompetenter und zuverlässiger Partner zu sein und aufgrund qualitativ hochwertiger Leistungen Projekte optimal zu realisieren.

Um die PRT Spenge für die Zukunft bestmöglich aufzustellen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, investieren wir in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und setzen vermehrt auf Recruiting-Maßnahmen. Einen weiteren Fokus legen wir auf den Ausbau unseres Geschäftsfeldes Industrieanlagenbau.

3. Steuerungssystem

Die PRT Spenge steuert ihr Geschäft insbesondere anhand der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) sowie EBT (Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie außergewöhnlichen Effekten).

Das EBT ermittelt sich folgendermaßen:

Jahresergebnis

+/- Außergewöhnliche Aufwendungen / Erträge

+/- Steuern vom Einkommen und Ertrag

= EBT (Ergebnis vor Steuern)

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem guten Start ins Jahr 2023 hat die Weltwirtschaft im Sommer wieder an Schwung verloren. Insbesondere Europa leidet unter einer schwächelnden Industrieproduktion, während China hohe Schulden im Immobiliensektor belasten und auch in anderen Regionen die stark gestiegenen Zinsen die Wohnungsbauinvestitionen dämpfen. Insbesondere in den USA ist die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr stark gestiegen. In den meisten Regionen sind die Energiepreise wieder deutlich zurückgegangen, was auch eine Verringerung der sehr hohen Verbraucherpreisinflation nach sich zog. Aufgrund der dennoch hohen Inflationsraten ist es im Laufe des Jahres zu weiteren Zinsanhebungen der Zentralbanken gekommen. Da die hohen Zinsen die Nachfrage schwächen, ist auch in den Wintermonaten weltwirtschaftlich nur mit verhaltenem Wachstum zu rechnen. Ein zu erwartender Rückgang der Inflation sowie Steigerungen bei den Realeinkommen werden zukünftig wieder zu mehr Konsumausgaben führen.

Nach Ansicht der Experten wird die Zeit der Zinsanhebungen nun zu Ende gehen und die Zentralbanken werden dazu übergehen, die Zinsen wieder zu senken, um die Investitionstätigkeit anzukurbeln.

Deutschland befindet sich nach Aussage der Gemeinschaftsdiagnose mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute (u.a. DIW und ifo) bereits seit über einem Jahr im Abschwung, als der sprunghafte Anstieg der Energiekosten die Erholung von der Corona Pandemie beendete. Durch die zum Teil über 8% liegende Verbraucherpreisinflation kam es zu erheblichen Kaufkraftverlusten. Der Anstieg der Leitzinsen auf über 4% führte zu starken Einbrüchen bei der Bauwirtschaft. Zuletzt ist die Stimmung in den Unternehmen erneut gesunken, was auch auf politische Unsicherheiten zurückzuführen ist. Als nachlaufende Reaktion auf die hohen Inflationsraten sind die Löhne mittlerweile in vielen Bereichen gestiegen. Auch im Exportbereich konnte mittlerweile ein Teil der gestiegenen Kosten weitergegeben werden, so dass zum Ende des Jahres davon auszugehen ist, dass die Kaufkraft wieder merklich steigt. Für das Jahr 2023 gehen die Experten von einem Sinken des Bruttoinlandsproduktes um 0,6% aus. Für 2024 wird ein Anstieg um 1,3% prognostiziert. Aufgrund der bereits rückläufigen Inflationsraten im Sommer wird mit einer Inflationsrate von 6,1% für 2023 und 2,6% für 2024 gerechnet. Größter Risikofaktor für die kurzfristige Entwicklung stellt ein möglicher erneuter Anstieg der Energiepreise dar. Dadurch könnte sich der Abschwung verschärfen oder verlängern. Auch die konjunkturelle Entwicklung in sowie mögliche Handelskonflikte mit China stellen ein Risiko dar. Zudem sorgt die politische Gestaltung der Energiewende für Unsicherheit.

Die Bauinvestitionen stiegen in der ersten Jahreshälfte noch spürbar an, wobei hier der hohe Auftragsbestand in allen Bereichen sowie eine günstige Witterung stützend gewirkt haben. Im dritten Quartal sind die Bauinvestitionen über alle Sparten hinweg zurückgegangen. Vor allem die hohen Zinsen bremsen die Investitionen und führen gerade im Wohnungsbau zu stark gesunkenen Auftragseingängen seit Beginn 2022. So haben hier Stornierungen und fehlende Auftragseingänge zu einem deutlichen Absinken des Auftragsbestandes geführt. Erst im kommenden Jahr wird mit einem Anstieg an energetischen Sanierungen und damit einem leichten Rückgang des Auftragseingangseinbruches in diesem Sektor gerechnet. Weniger kritisch ist die konjunkturelle Lage in den anderen Bausektoren. Insbesondere der Tiefbau verzeichnet seit Jahresbeginn steigende Auftragseingänge. Zudem wird ab dem kommenden Jahr mit positiven Impulsen der öffentlichen Auftraggeber gerechnet. 1

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im August 2023 rund 9,9 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im August 2023 um 17,5% höher. Die nicht preisbereinigte, nominale Veränderung betrug +21,9% gegenüber dem Vorjahr. In den ersten acht Monaten 2023 sind die Auftragseingänge gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nominal um 1,9% gestiegen, während sie real um 7,6% gestiegen sind. 2 Für 2023 rechnen die Institute mit einem Rückgang der Bauinvestitionen in Höhe von 1,4% und für 2024 in Höhe von 2,1%. Für 2025 prognostizieren sie wieder einen leichten Anstieg um 0,9%.

2. Geschäftsverlauf

Wie im Vorjahr kam es in den ersten Monaten des Kalenderjahres nur geringfügig zu witterungsbedingten Einschränkungen bei der Abwicklung von Aufträgen.

Eine gute Marktposition in einem Branchenumfeld mit hohem Wettbewerbsdruck konnte analog den vergangenen Jahren erfolgreich behauptet werden. So konnten auch im Geschäftsjahr 2022/2023 in größerem Umfang Aufträge akquiriert und anspruchsvolle Projekte abgewickelt werden.

Die Leistungsindikatoren zeigen in 2022/2023 im Vorjahresvergleich die nachstehende Entwicklung:

Leistungsindikatoren 2022/2023
in T€
2021/2022
in T€
Veränderungen
in T€
Gesamtleistung 17.543 15.692 1.851
EBT * -1 604 -605

* bereinigt um Aufwendungen aus der Aufhebung des Geschäftsführervertrages - T€ 143

Die Gesellschaft hat für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 die Leistung des Vorjahres übertroffen, das EBT hingegen ist stark rückläufig.

Der Vergleich zu den im Vorjahr prognostizierten Werten ergibt folgendes Bild:

Leistungsindikatoren IST 2022/2023
in T€
Prognose 2022/2023
in T€
Gesamtleistung 17.543 14.409
EBT -1 581

Bei der Planung geht die PRT Spenge grundsätzlich sowohl in Bezug auf die Leistung als auch auf das EBT eher konservativ vor. In die Planung fließen einerseits bereits zum Planungszeitpunkt gezeichnete Projekte und Aufträge ein, die mit ihrer Leistung und ihrem Ergebnisbeitrag einen Einfluss auf das zu beplanende Geschäftsjahr haben. Andererseits werden Annahmen für Projekte und Aufträge getroffen, die sich in der Ausschreibungsphase befinden oder noch gar nicht bekannt sind. In der Realisierung können aufgrund verschiedener Ursachen (bspw. Materialbeistellung durch den Kunden; große vs. kleine Materialdimensionen; unterschiedliche Nachunternehmerintensität) starke Abweichungen in Bezug auf die Kostenstrukturen, und demzufolge auch auf die Kennzahl "Leistung", der abgewickelten Aufträge gegenüber dem Plan entstehen.

Entgegen der Annahme in der Planung hat die PRT Spenge in diesem Geschäftsjahr erneut einige Großprojekte abgewickelt und somit auch der Kennzahl "Leistung" eine positive Entwicklung gegenüber der Planung gegeben. Das Projektgeschäft, insbesondere im Bereich des industriellen Anlagenbaus, war leistungsintensiv, konnte jedoch bei den relevanten und besonders margenreichen Projekten zum Geschäftsjahresende nicht abgeschlossen und somit auch nicht abgenommen werden. Die damit einhergehende Realisierung von Gewinnen blieb folglich aus. Dieser Umstand hatte insgesamt einen wesentlichen negativen Einfluss auf das EBT des Berichtsjahres.

3. Darstellung der Lage

a. Ertragslage

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnte sich die PRT Spenge am Markt grundsätzlich gut behaupten und im Geschäftsjahr 2022/2023 eine Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) in Höhe von T€ 17.543 (Vorjahr: T€ 15.692) bei einem EBT in Höhe von T€ -1 (Vorjahr: T€ 604) erreichen. In Bezug auf die Planansätze des Geschäftsjahres 2022/2023 ist die geplante Gesamtleistung (T€ 14.409) deutlich übertroffen, aber das geplante EBT (T€ 581) nicht erreicht worden.

Im Rahmen der Abwicklung volumenreicher Projekte ist der Einsatz von Subunternehmen wie auch die Aufwendungen für RHB im aktuellen Geschäftsjahr stark gestiegen, so dass sich der Materialaufwand um T€ 2.263 auf T€ 9.808 erhöht hat. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) hat sich dementsprechend von 48 % im Vorjahr auf 56 % im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht. Bei konstanter Mitarbeiterzahl hat sich der Personalaufwand aufgrund von Gehaltsanpassungen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 127 auf T€ 5.781 erhöht. Aufgrund der sehr subunternehmerintensiven Großprojekte ist die Personaleinsatzquote von 36 % auf 33 % gesunken. Daraus ergab sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 ein bereinigtes EBT von T€ -1 (Vorjahr: T€ 604). Analog zur gestiegenen Gesamtleistung sind auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 120 auf T€ 1.890 gestiegen. Die wesentlichen Treiber der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Verwaltungsdienstleistungen, Leasingaufwendungen und Instandhaltungsaufwendungen.

b. Vermögenslage

Die Vermögenslage der PRT Spenge ist wie im Vorjahr entscheidend bestimmt durch das Umlaufvermögen, das mit T€ 5.553 am Bilanzstichtag rund 82 % der Bilanzsumme ausmacht. Die Veränderung der Bilanzsumme zum Vorjahr ist gekennzeichnet durch einen Anstieg der Vorräte, welcher durch einen Rückgang der Forderungen LuL und der Flüssigen Mittel überkompensiert wird. Der Anstieg der Vorräte fußt auf der Tatsache, dass volumenreiche und folglich länger laufende Projekte nicht im Berichtsjahr abgeschlossen werden konnten.

Die Passivseite ist im Wesentlichen durch die Eigenkapitalquote von rund 46 % sowie einem Anteil der Verbindlichkeiten in Höhe von 36 % an der um T€ 330 gesunkenen Bilanzsumme gekennzeichnet. Der Rückgang bei den sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der Steuerverbindlichkeiten.

c. Finanzlage

Die PRT Spenge hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ganz wesentlich über das Eigenkapital, erhaltene Anzahlungen, sonstige Rückstellungen sowie durch die Inanspruchnahme von Darlehen aus dem Verbundbereich finanziert.

d. Investitionen

Die Gesamtinvestitionen der PRT Spenge beliefen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf T€ 385. Im Fokus der Investitionen standen Ersatzbeschaffungen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes.

e. Liquidität

Seit dem 01.10.2020 stellt die Konzern-Muttergesellschaft den Tochtergesellschaften im Bedarfsfall Darlehen für die künftige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag hat die PRT Spenge ein Darlehen in Höhe von T€ 1.100 in Anspruch genommen.

f. Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 entwickelte sich der Geschäftsverlauf der PRT Spenge in Bezug auf die Gesamtleistung deutlich über dem Planwert, in Bezug auf das Ergebnis nur befriedigend, so dass der Geschäftsverlauf insgesamt als gerade noch zufriedenstellend bewertet wird.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die PRT Spenge verfügt zum 30. September 2023 über einen Arbeitsvorrat von T€ 4.033. Des Weiteren konnten bis zum 31. Oktober 2023 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von ca. T€ 831 akquiriert werden. Damit deckt der Arbeitsvorrat schon jetzt rund 30 % der geplanten Gesamtleistung von T€ 16.040 für das Geschäftsjahr 2023/2024.

Aufgrund der aktuellen Auftragssituation gehen wir davon aus, die Planzahlen der PRT Spenge hinsichtlich der Gesamtleistung und des positiven EBT in Höhe von T€ 712 für das Jahr 2023/2024 zu erfüllen.

Auf dieser Grundlage sehen wir auf der Basis unserer in Kapitel B.2. beschriebenen grundsätzlich konservativen Planungsweise für die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des Geschäftsjahres 2023/2024 folgende Entwicklung.

Leistungsindikatoren IST 2022/2023
in T€
Prognose 2023/2024
in T€
Gesamtleistung 17.543 16.040
EBT -1 712

Sowohl bei der Gesamtleistung als auch beim EBT ist die Akquise und Abwicklung von Großaufträgen nur in Ansätzen berücksichtigt, da solche zum Zeitpunkt der Planung nicht bekannt waren. Zum Zeitpunkt der Planung war ebenfalls nicht bekannt, dass die Gewinnrealisierung einiger Großprojekte, aufgrund nicht hinreichender Fertigstellungsgrade, nicht mehr im Berichtsjahr stattfinden kann. Folglich wird der damit verbundene Ergebnisbeitrag in das Geschäftsjahr 2023/2024 fallen und die für das Geschäftsjahr angegebenen Prognosewerte - Stand heute - deutlich übertroffen werden können.

Insgesamt bleibt es unser Ziel, Neukunden und Aufträge in allen Geschäftsbereichen zu gewinnen, weitere Geschäftsbereiche zu erschließen sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bestandskunden weiter auszubauen, um eine positive Entwicklung für die kommenden Jahre zu gewährleisten. Darüber hinaus arbeiten wir innerhalb der PREUSS-Gruppe an gruppenübergreifenden Themen und Synergieeffekten mit, um effizienter zu wirtschaften und kostensparend zu arbeiten.

2. Chancen- und Risikobericht

Durch die im PREUSS-Konzern zentral gebündelten kaufmännischen Verwaltungstätigkeiten sowie des Controllings sollen systematische Risiken bzw. Chancen frühzeitig erkannt werden und die Ergebnisse der Risiko-/Chancen-Analysen durch die PREUSS Service GmbH allen operativen Gesellschaften zugänglich gemacht werden. Es findet somit eine Risikominimierung und Chancenoptimierung innerhalb des PREUSS Konzerns statt.

a. Risiken und Risikomanagement

Insgesamt bewerten wir für unser Unternehmen Umfeldrisiken (z.B. Steuererhöhungen, steigende Energiepreise, Konjunkturrückgang, neue Wettbewerber), Branchenrisiken (z.B. Produkt- und Dienstleistungsportfolio, Qualitätsprobleme, Fachkräftenachwuchs, Investitionsverhalten der Auftraggeber), leistungswirtschaftliche Risiken (z.B. Abhängigkeit von Lieferanten, Umweltschädigung im Rahmen von Arbeitsprozessen), finanzwirtschaftliche Risiken (z.B. Forderungsausfall, Überschuldung, Liquiditätsprobleme) und sonstige Risiken (z.B. Rechtsstreitigkeiten, Änderung der branchenspezifischen Gesetzeslage). Im Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrer potenziellen Auswirkung als "gering", "mittel" bzw. "hoch" klassifiziert.

Risikokategorie Risikopotential
Umfeldrisiken mittel
Branchenrisiken mittel
Leistungswirtschaftliche Risiken gering
Finanzwirtschaftliche Risiken gering
Sonstige Risiken gering

Aufgrund der makroökonomischen Rahmenbedingungen, den politischen Herausforderungen gem. B1 und dem fortwährenden Umbruch des Energiemarktes wird das Risikopotenzial im Bereich der Umfeldrisiken als "mittel" eingestuft.

In Bezug auf die PREUSS Gruppe bedeutet dies hohe Materialpreise, Verunsicherungen auf Ebene der Auftraggeber und Endkunden sowie der andauernde, verstärkte Fachkräftemangel, führen auf den aktuell für uns relevanten Märkten zu einem herausfordernden Mix an Einflussfaktoren für die kommenden Jahre. Leistungsdefizite aus dem rückläufigen Gasgeschäft können vermutlich durch gegenwärtig alternative Energieträger ausgeglichen werden. Chancen aus zukunftsversprechenden Energieträgen, wie beispielsweise Wasserstoff, werden Investitionen und Neuorientierungen erfordern und hoffentlich zeitnah das rückläufige Gasgeschäft kompensieren. 3

Finanzwirtschaftliche Risiken aus bestehenden Aufträgen werden, wo es möglich ist, über Vorauszahlungen oder Garantien des Auftraggebers so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren werden die Zahlungseingänge projektbezogen dokumentiert, so dass mögliche Verzögerungen im Zahlungsfluss rechtzeitig bei Bauausführung erkannt werden können. Hierzu gehört auch eine permanente Liquiditätsplanung.

Die PRT Spenge ist abhängig von qualifizierten Fachkräften. Der Abgang dieser Personen könnte die Perspektiven des Unternehmens nachhaltig verschlechtern. Durch eine aktive Personalarbeit sind wir bestrebt, neue Mitarbeiter für uns zu gewinnen, Mitarbeiter weiterzuentwickeln und langfristig an das Unternehmen zu binden sowie die PRT Spenge als attraktiven Ausbildungsbetrieb in der Region zu positionieren. Die Beschaffung von qualifiziertem Fachpersonal stellt sich als immer größer werdende Herausforderung dar. Im Kontext mit der bestehenden Altersstruktur bleibt dieses Risiko weiterhin auf "mittel" gestuft. Das branchenübliche Risiko der Witterungsverhältnisse wird über den Abbau von Urlaubsbeständen und Arbeitszeitkonten sowie über die von der Bundesagentur für Arbeit eingeführte Möglichkeit der Saison- bzw. der Kurzarbeit abgefedert.

Die PRT Spenge ist im abgelaufenen Geschäftsjahr verantwortungsbewusst Risiken eingegangen. Grundlage hierfür ist das dargestellte Risikomanagementsystem zur Identifizierung, Analyse und Überwachung von Risiken, so dass die Risikotragfähigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 jederzeit gegeben war.

Ein wesentlicher Kundenkreis sind öffentliche Auftraggeber. Das von diesen erteilte Auftragsvolumen entspricht bislang unseren Erwartungen. Vor dem Hintergrund stark belasteter öffentlicher Haushalte werden wir deren Budgetplanung intensiv verfolgen. Möglicherweise werden sich Investitionspolitik und Investitionsvolumen öffentlicher Auftraggeber verändern.

b. Chancen

Die Geschäftsführung beobachtet und reagiert auf Ereignisse des Marktes, die zu einer positiven Abweichung unserer Prognose führen können. Die Gesamtchancensituation stellt sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert dar. Die einzelnen Chancenfelder, wie bspw. Großprojekte im Anlagenbau oder die marktorientierte Bedienung von Nischen, werden identifiziert. Hierzu bedient sich die PRT Spenge internen und externen Daten sowie einer kontinuierlichen Marktanalyse sowie einem intensiven Kundenkontakt.

Die Vergangenheit zeigt, dass insbesondere die Akquise und Abwicklung von Großaufträgen zu einer deutlichen Erhöhung der Leistung und, im Regelfall, auch des EBTs führen. Aufgrund des breiten Leistungsspektrums hat die PRT Spenge eine gute Ausgangsposition bei der Vergabe solcher Projekte.

Weiterhin versucht die PRT Spenge die Kompetenzen der Schwestergesellschaften marktspezifisch zu bündeln und regional anzubieten. Dieses Vorgehen bietet ein zusätzliches Leistungs- /Ertragspotenzial.

 

Spenge, 21. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Markus Schwarz

1 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, "Kaufkraft kehrt zurück - Politische Unsicherheit hoch", Herbst 2023
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 419, 25. Oktober 2023
3 https://www.ihk-muenchen.de/ihk/Klimapolitik/23-61-029_Energiewende_Barometer_2023_WEB_ES-2.pdf vom 20.11.2023

Bilanz zum 30.09.2023 (verkürzt nach § 327 HGB)

Aktiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen 1.249.628,43 1.127.561,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.260.726,38 1.277.516,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.566.919,58 2.739.517,09
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 725.523,96 1.965.883,93
5.553.169,92 5.982.917,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.701,61 24.753,64
6.805.499,96 7.135.232,51

Passiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 8.500,00 8.500,00
III. Gewinnvortrag 3.049.177,58 2.637.124,63
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -143.781,29 412.052,95
3.113.896,29 3.257.677,58
B. Rückstellungen 1.253.997,00 1.035.514,68
C. Verbindlichkeiten 2.420.167,67 2.842.040,25
D. Rechnungsabgrenzungsposten 17.439,00 0,00
6.805.499,96 7.135.232,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022 / 2023 2021 / 2022
1. Rohergebnis 7.853.018,72 8.314.400,21
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.770.912,23 4.628.450,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.010.452,64 1.026.008,29
5.781.364,87 5.654.458,44
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 251.668,37 231.577,93
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.890.371,88 1.770.161,46
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.257,99 2.072,35
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.141,49 31.905,49
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 191.751,99
8. Ergebnis nach Steuern -118.269,90 436.617,25
9. Sonstige Steuern 25.511,39 24.564,30
10. Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss -143.781,29 412.052,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023 (verkürzt nach § 327 HGB)

A. Allgemeine Angaben

Die PRT Rohrtechnik Spenge GmbH, Spenge, ist beim Registergericht Bad Oeynhausen unter der Handelsregisternummer HRB 5268 gemeldet.

Die PRT Rohrtechnik Spenge GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr ist auf den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des folgenden Jahres festgelegt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderung - im Berichtsjahr fortgeführt.

Abweichend zum Vorjahr wurden sonstige betriebliche Aufwendungen mit direktem Projektbezug unter den bezogenen Leistungen in Höhe von T€ 170 und unter den Personalaufwendungen in Höhe von T€ 4 statt wie bisher unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresbetrag (T€ 91) wurde nicht angepasst.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, vollständig im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen orientiert, abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge wurden pro rata temporis vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Abschreibungssätze betragen:
für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
für Geschäfts- oder Firmenwerte 5 Jahre
für Gebäude 10 bis 40 Jahre
für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
für andere Anlagen und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden die Vermögensgegenstände mit Werten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 voll abgeschrieben. Die Abgänge der geringwertigen Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr T€ 16 (Vorjahr T€ 12).

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten, vermindert um Abschläge zur verlustfreien Bewertung, angesetzt.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die um Abschläge zur verlustfreien Bewertung korrigiert werden. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Abschreibungen und angemessene Anteile der notwendigen Gemeinkosten.

Erhaltene Kundenanzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB grundsätzlich offen von den Vorräten abgesetzt. Sie werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, sind ebenfalls nach den handelsrechtlichen Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten das anteilige, auf die Gesellschaft entfallende Auftragsergebnis, das bei einem Fertigungsgrad von mindestens 90,0 % realisiert wird. Für zu erwartende Verluste im Auftragsergebnis werden Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,66 % p.a.) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher 1,81 % p.a. beträgt. Der Zinssatz ergibt sich bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen in Höhe von T€ 2 ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde eine Rentensteigerung von 2,0 % p.a. zugrunde gelegt. Parameter für Karrieretrends und Fluktuationen wurden nicht zugrunde gelegt, da es sich bei dem Personenkreis um ausgeschiedene Anwärter oder Leistungsempfänger handelt.

Ferner bestehen Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt; diese sind bilanziell wie wertpapiergebundene Versorgungszusagen zu behandeln. Mithin sind auch leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zu bewerten, obwohl die Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung formal keine Wertpapiere des Anlagevermögens i.S.v. § 266 Abs. 2 A.III.5. HGB sind. Die abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen sind als leistungskongruent zu bezeichnen, da die aus ihr erfolgenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch der Zeitpunkte deckungsgleich sind mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten.

Die abgeschlossenen leistungskongruenten Rückdeckungsversicherungen stellen in Höhe eines beizulegenden Zeitwertes von T€ 111 Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dar. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe von T€ 111 entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Aufgrund der Leistungskongruenz wurden entsprechend Versorgungszusagen in Höhe von T€ 111 mit dem Deckungsvermögen verrechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge in Höhe von T€ 4 aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes der Rückdeckungsversicherung ausgewiesen.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Die Restlaufzeiten verteilen sich prozentual wie folgt, bei einer Restlaufzeit kleiner als 1 Jahr 70 %, bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren 20 % und bei einer Restlaufzeit von 3 Jahren 10 %.

Es wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2,0 % berücksichtigt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

(in T€, soweit nicht anders angegeben)

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2022/2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.09.2023 30.09.2022
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 113 173
- davon gegen Gesellschafter (113) (160)
- davon aus Finanzverkehr (113) (160)
- davon aus Lieferungen und Leistungen (0) (13)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (57) (65)

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.567 haben T€ 59 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

PASSIVA

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt T€ 200. Die Anteile an der PRT Rohrtechnik Spenge GmbH werden zu 100 % von der PREUSS GmbH, Hannover, gehalten.

4. Rückstellungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 126.

5 . Verbindlichkeiten 30.09.2023 30.09.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 101 158
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (58) (58)
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als 1 Jahr (43) (100)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.144 1.195
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (1.144) (1.195)
- davon gegenüber Gesellschaftern (1.119) (1.172)
- davon aus Lieferungen und Leistungen (44) (88)
- davon aus Finanzverkehr (1.100) (1.100)

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.420 beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr in Höhe von T€ 2.264 und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr in Höhe von T€ 156.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Grundschuld (T€ 358) gesichert.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(in T€, soweit nicht anders angegeben)

1. Personalaufwand 2022/2023 2021/2022
Löhne und Gehälter 4.771 4.628
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.010 1.026
- davon für Altersversorgung (33) (40)
5.781 5.654
2. Zinsergebnis 2022/2023 2021/2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9 2
- davon aus verbundenen Unternehmen (9) (2)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57 32
- davon an verbundene Unternehmen (42) (19)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (2) (3)
-48 -30

3. Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung aus der Beendigung und damit verbundenen Freistellung eines Geschäftsführungsverhältnisses in Höhe von T€ 143 entstanden (ausgewiesen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen).

E. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch.

Für zwei Avalkreditrahmen in Höhe von T€ 9.000 haftet die Gesellschaft neben weiteren verbundenen Unternehmen gesamtschuldnerisch. Hierdurch ergeben sich zum 30. September 2023 angabepflichtige Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 2.666 (Vorjahr T€ 3.353).

Für alle o.g. Haftungsverhältnisse sehen wir eine Inanspruchnahme nicht gegeben, weil die zugrundeliegenden Verpflichtungen erfüllt werden können.

2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist an Arbeitsgemeinschaften zur Bearbeitung von Bauprojekten beteiligt. Wesentliche Risiken und Vorteile für die Finanzlage, die nicht in der Bilanz oder im Anhang enthalten sind, liegen nicht vor. Weitere angabepflichtige außerbilanzielle Geschäfte existieren nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für mehrjährige Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt T€ 539. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen T€ 280 auf das folgende Geschäftsjahr.

Übrige nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen betragen T€ 540, davon an verbundene Unternehmen T€ 540.

3. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wird verzichtet, da die Angaben in dem Konzernabschluss der PREUSS GmbH enthalten sind, in den die Gesellschaft einbezogen wurde.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag von T€ -144 soll - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafter - auf neue Rechnung vorgetragen werden.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

6. Geschäftsführung

Mit Wirkung zum 14. September 2023 hat Herr Markus Schwarz, Bauingenieur (BA), Pattensen, die Geschäftsführung für alle Bereiche übernommen.

Bis zum 31. März 2024 hat Herr Jörg Aulemeyer, Dipl.-Ingenieur, Osnabrück, Geschäftsführer für alle Bereiche, die Geschäftsführung ebenfalls inne.

Auf die Angabe der Jahresbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

7. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2022/2023 2021/2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 61 59
Angestellte 24 26
- davon Teilzeit (6) (6)
Geringfügig Beschäftigte 4 3
Mitarbeiter gesamt 89 88

8. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der PREUSS GmbH, Hannover, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis); der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Spenge, 21. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Markus Schwarz

Jörg Aulemeyer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 37.126,00 0,00 648,00 36.478,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.065.660,96 0,00 0,00 1.065.660,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.414.640,79 35.040,18 -15.213,48 29.059,00 1.405.408,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.573.406,76 349.600,19 15.213,48 74.421,23 1.863.799,20
4.053.708,51 384.640,37 0,00 103.480,23 4.334.868,65
4.090.834,51 384.640,37 0,00 104.128,23 4.371.346,65
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 37.126,00 0,00 648,00 36.478,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 724.657,53 11.748,00 0,00 736.405,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.140.567,79 70.230,18 -15.258,48 28.396,00 1.167.143,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.060.921,76 169.690,19 15.258,48 64.179,23 1.181.691,20
2.926.147,08 251.668,37 0,00 92.575,23 3.085.240,22
2.963.273,08 251.668,37 0,00 93.223,23 3.121.718,22
Buchwerte
30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 329.255,43 341.003,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 238.265,00 274.073,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 682.108,00 512.485,00
1.249.628,43 1.127.561,43
1.249.628,43 1.127.561,43

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PRT Rohrtechnik Spenge GmbH, Spenge

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PRT Rohrtechnik Spenge GmbH, Spenge, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRT Rohrtechnik Spenge GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlichder Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 21. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jens Wedekind, Wirtschaftsprüfer

Sabrina Pankse, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde am 26.01.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.