Völker Real Estate GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yvonne Risch seit 15.3.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
N&D Participations B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Völker GmbHWittenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 28.09.2022 bis zum 27.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023Völker GmbH, WittenI. Grundlagen 1. Geschäftsmodell Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft Die Völker GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der N&D Participations B.V. Die Völker GmbH wurde im Geschäftsjahr 2017 gegründet und am 3. Juli 2017 unter HRB 16725 beim Handelsregister des Amtsgerichts Bochum eingetragen. Sie hat mit wirtschaftlicher Wirkung vom 1. August 2017 das Handelsgeschäft von der VOC Verwaltungs GmbH, Witten (vormals unter Völker GmbH firmierend) erworben mit der Maßgabe, die Firmierung Völker GmbH fortzuführen. Im Rahmen der Restrukturierung des Geschäftsbetriebes der Völker GmbH wurde ein gerichtlich überwachtes Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung genutzt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Bochum - Insolvenzgericht - vom 28. September 2022 (Az. 80 IN 367/22) wurde über das Vermögen der Völker das Insolvenzverfahren eröffnet und Eigenverwaltung angeordnet. Der Lagebericht bezieht sich damit auf das Geschäftsjahr vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023. Mit Beschluss des Amtsgerichts Bochum vom 31. Dezember 2023 wurde das Insolvenzverfahren nach der Bestätigung des Insolvenzplans vom 26. Juli 2023 zum 31. Dezember 2023 aufgehoben. Produkte und Dienstleistungen Die Völker GmbH ist im internationalen Gesundheitssektor tätig. Im Rahmen der Restrukturierung des Geschäftsbetriebes der Völker GmbH durch ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde die Herstellung von Produkten im Bereich der Gesundheitspflege im Januar 2023 eingestellt. Der zukünftige Fokus des Geschäftsbetriebes liegt darauf, als Dienstleistungsunternehmen Ersatzteile zu verkaufen sowie Wartungs- und Serviceleistungen anzubieten und nicht mehr selbst zu produzieren. Darüber hinaus werden passende Nachttische, Schränke, Kommoden, Server, Tische sowie vertikale Versorgungs- und Ablagesysteme, die sogenannten Völker Schienen, vertrieben. Zudem vertreibt das Unternehmen Handelswaren wie Matratzen, Stühle, Leuchten und verschiedene Zubehörartikel, die auf die Völker-Produktlinien abgestimmt sind. Kunden können auch Ersatzteile sowie umfassende Service-Dienstleistungen in den Bereichen Schulung, Wartung und Reparatur erhalten. Somit steht den Kunden ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsprogramm zur Verfügung. Absatzmärkte Die Völker GmbH ist im Geschäftsjahr für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb der Produkte zuständig, die an Endkunden, Distributoren und eigene Vertriebsgesellschaften im Ausland verkauft werden. Die Hauptabsatzmärkte der Völker GmbH bzw. für die von der Völker GmbH hergestellten Produkte sind neben Deutschland das europäische Ausland (vor allem Frankreich, Niederlande, Österreich und die Schweiz). Darüber hinaus werden aber auch die Märkte in Fernost , Australien und Asien / Pazifik bedient. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr war für die deutsche Wirtschaft von erheblichen Herausforderungen geprägt. Der andauernde Krieg in der Ukraine führte zu anhaltenden geopolitischen Spannungen und steigenden Energiepreisen, was die Produktionskosten und die Kaufkraft in Deutschland erheblich beeinflusste. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein leichtes Wachstum verzeichnen, was vor allem auf die robuste Nachfrage im privaten Konsum zurückzuführen ist. Die privaten Konsumausgaben näherten sich wieder dem Niveau vor der Pandemie an, besonders im Gastgewerbe, in der Freizeit- und Kulturbranche wurde eine starke Erholung beobachtet. Diese Erholung war größtenteils durch Nachholeffekte nach den Aufhebungen der COVID-19-Beschränkungen bedingt. Im Gesundheitssektor, der das Kerngeschäft der Völker GmbH betrifft, waren die Rahmenbedingungen weiterhin schwierig. Viele Krankenhäuser kämpften mit finanziellen Schwierigkeiten, da die Verschiebung planbarer Behandlungen und Operationen während der Pandemie weiterhin nachwirkte. Die wirtschaftliche Anspannung in vielen Gesundheitseinrichtungen führte zu negativen Jahresergebnissen, was die finanzielle Planung und das Investitionsverhalten in diesem Sektor beeinflusste. Demgegenüber zeigte der Pflegebereich positive Wachstumstendenzen. Die demografische Entwicklung und der Anstieg der Anzahl pflegebedürftiger Personen führten zu einer erhöhten Nachfrage nach Pflegeleistungen. Dieser Sektor konnte trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen ein solides Wachstum verzeichnen, was langfristig positive Perspektiven bietet. Die deutsche Wirtschaft insgesamt zeigte sich trotz hoher Unsicherheiten und externer Schocks als widerstandsfähig. Umfangreiche Konjunkturmaßnahmen und Entlastungspakete der Bundesregierung halfen, die negativen Auswirkungen der Energiepreiskrise zu mildern und die wirtschaftliche Stabilität zu unterstützen. Für die Völker GmbH bedeuteten diese Rahmenbedingungen die Notwendigkeit einer flexiblen und strategisch angepassten Unternehmensführung, um durch das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu navigieren und sich für die Zukunft nach der Krise zu positionieren. Die Fähigkeit, sich schnell an veränderte Marktbedingungen anzupassen und neue Chancen zu nutzen, war entscheidend für die erfolgreiche Bewältigung dieses herausfordernden Geschäftsjahres. 2. Wettbewerbssituation Deutschland bleibt weiterhin der größte Markt für Medizintechnik in Europa und zeichnet sich durch seine Rolle als größter Exporteur sowie Importeur in diesem Sektor aus. Der Markt ist besonders wettbewerbsintensiv, da viele Marktteilnehmer bestrebt sind, auf diesem anspruchsvollen Markt erfolgreich zu sein. Im speziellen Marktsegment der Klinik- und Pflegebetten zeigt sich, dass der Wettbewerb auf einige wenige große Anbieter konzentriert ist, was die Wettbewerbsdynamik in diesem Bereich prägt. Die Geschäftsführung der Völker GmbH hatte sich im Oktober 2022 dazu entschieden, sich aus dem Segment der Klinik- und Pflegebettenproduktion zurückzuziehen und die Völker Gruppe zu einem Dienstleistungsunternehmen innerhalb des Klinik- und Pflegemarktes zu restrukturieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Völker GmbH in einem hochkompetitiven Umfeld operiert, das durch technologische Innovationen und strenge regulatorische Anforderungen geprägt ist. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen und der Unsicherheiten aufgrund des Insolvenzverfahrens konnte das Unternehmen eine relevante Marktposition im Umfeld der Kliniken und Pflegeheime behaupten und sieht sich weiterhin gut aufgestellt, um auf langfristige Markttrends und -chancen zu reagieren. 3. Absatz- und Beschaffungspolitik Im Zeitraum September 2022 bis Sembtember 2023 lag ein besonderer Fokus der Völker GmbH auf der Aufrechterhaltung der Lieferbeziehungen trotz der Herausforderungen durch das Insolvenzverfahren. Das Unternehmen hat eng mit seinen mittelständischen Zulieferern aus Deutschland sowie mit international tätigen Lieferanten zusammengearbeitet, um die Versorgungsketten stabil zu halten und Unterbrechungen zu minimieren. Dieser Ansatz unterstützte nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern gewährleistete auch die globale Verfügbarkeit der Völker-Produkte. Der Vertrieb der Völker-Produkte konzentrierte sich bis zum Ende des Geschäftsjahres auf Zubehör und Dienstleistungen, mit einem Netzwerk von Distributoren in über 35 Ländern. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Webshops, insbesondere in der DACH-Region, um den Kunden einen einfachen und effizienten Zugang zu den Produkten und Dienstleistungen der Völker GmbH zu ermöglichen. Diese strategischen Anpassungen ermöglichten es der Völker GmbH auch zukünftig, ihre Lieferbeziehungen erfolgreich aufrechtzuerhalten und ihre Position auf den internationalen Märkten zu stärken. 4. Personal Im Jahresdurchschnitt waren 48 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Witten beschäftigt. Davon befand sich 1 Mitarbeiter in einer kaufmännischen Ausbildung. 5. Umweltschutz Umweltschutz und nachhaltige Produktentwicklung ist fundamentaler Teil der Völker GmbH. Die Einhaltung von Umweltschutzrichtlinien und -gesetzen des Bundes sowie der Bundesländer ist dabei wichtige Grundlage. Darüber hinaus wurde ein Umweltmanagementsystem etabliert, welches nach ISO 14001 zertifiziert ist. Für größtmögliche Transparenz wird dessen Konformität vom TÜV-Süd als unabhängige Prüfstelle überwacht. Umweltschutz ist somit in die gesamten Prozessabläufe bei Völker integriert: bereits bei der Produktentwicklung wird auf einen möglichst hohen Recyclinganteil geachtet. Zudem werden für benötigte Bauteile sowie zur Anlieferung von Produkten größtenteils Mehrwegverpackungen verwendet - sollte dies in einzelnen Fällen nicht möglich sein, werden recyclebare Materialien eingesetzt. Anfallende Abfälle werden durch zertifizierte, lokale Entsorgungsunternehmen entsorgt und der Kreislaufwirtschaft hinzugefügt. Dabei wird der Prozess der hygienischen Aufbereitung, insbesondere von Matratzen, durch einen zertifizierten externen Dienstleister durchgeführt und regelmäßig überprüft. 6. Finanzierung Im Zeitraum September 2022 bis September 2023 konnte die Völker GmbH ihren Geschäftsbetrieb ohne die Notwendigkeit zusätzlicher finanzieller Ressourcen aufrechterhalten. Trotz der Herausforderungen durch das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gelang es dem Unternehmen, die vorhandenen finanziellen Mittel effizient zu nutzen und die laufenden Kosten zu decken. Darüber hinaus halfen gezielte Kosteneinsparungsmaßnahmen und eine strikte Finanzplanung dabei, die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Durch diese Maßnahmen war es der Völker GmbH möglich, den Geschäftsbetrieb ohne externe finanzielle Unterstützung fortzuführen und eine solide Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Insgesamt zeigt sich, dass die Völker GmbH in der Lage war, ihre finanziellen Herausforderungen eigenständig zu bewältigen und den Geschäftsbetrieb stabil zu halten, was eine positive Perspektive für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens bietet. 7. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden seitens der Völker GmbH keine neuen Investitionen getätigt. Diese Phase war geprägt von einer Konzentration auf die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und der Sicherstellung der Liquidität im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Durch gezielte Kosteneinsparungsmaßnahmen und die effiziente Nutzung vorhandener finanzieller Ressourcen konnte das Unternehmen den Betrieb ohne zusätzliche Investitionen aufrechterhalten. Für die Zukunft sind jedoch wieder Investitionen geplant. Die Völker GmbH plant, nach der Stabilisierung und Festigung ihrer finanziellen Situation, in verschiedene Bereiche zu investieren, um langfristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Geplante Investitionen umfassen unter anderem die Weiterentwicklung des Produktportfolios, insbesondere im Bereich Zubehör und Dienstleistungen, sowie den weiteren Ausbau des Webshops und der digitalen Infrastruktur, um den Kundenservice und die Marktpräsenz zu verbessern. Durch diese zukünftigen Investitionen strebt die Völker GmbH an, ihre Position auf den internationalen Märkten zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu fördern. Die strategische Planung sieht vor, dass diese Investitionen gezielt und schrittweise umgesetzt werden, sobald die finanzielle Stabilität des Unternehmens vollständig gewährleistet ist. 8. Analyse des Geschäftsverlaufs Vor dem Hintergrund, dass das Vorjahr nur den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 27. September 2022 umfasste ist ein Vergleich des Geschäftsjahres mit dem Vorjahr nicht möglich. Daneben führen die folgenden Effekte bzw. Maßnahmen ebenfalls dazu, dass die beiden Jahre nicht vergleichbar sind. - Eröffnung Insolvenzverfahren - Stilllegung der Produktion neuer Betten - Auslagerung der Mitarbeiter für Ersatzteilgeschäft und Versand Im Geschäftsjahr hat die Völker GmbH eine Phase unruhiger Monate durchlebt und konnte sich in der 2. Jahreshälfte stabilisieren. Trotz der Herausforderungen durch das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung verlief der Geschäftsverlauf weitgehend nach Plan und im Rahmen des festgelegten Budgets. Die Völker GmbH musste sich im vergangenen Jahr gerade zu Beginn mit vielen internen Themen auseinandersetzen. Gescheiterte Verhandlungen mit dem Betriebsrat führten im November 2022 zur Anzeige der Masseunzulänglichkeit. Dies hatte die Freistellung von Mitarbeitern und eine erhebliche Unsicherheit im Markt zur Folge. Die Produktion wurde planmäßig im Januar 2023 geschlossen. Diese Maßnahmen führten zu einer kurzfristigen Instabilität, die durch Unsicherheit bei Kunden und Lieferanten geprägt war. Es wurden intensive Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern geführt, um die Situation zu klären und die weiteren Schritte transparent zu kommunizieren. Seit März 2023 hat sich das Unternehmen jedoch in ruhigeres Fahrwasser begeben. Die operative Umsetzung der strategischen Neuausrichtung begann Früchte zu tragen, und es konnten erste Erfolge im Vertrieb von Zubehör und Dienstleistungen verzeichnet werden. Die effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen und eine strikte Kostenkontrolle trugen dazu bei, dass die Erfüllung des Budgets und die Erreichung der gesetzten Erwartungen gewährleistet wurden. Des Weiteren wurden Maßnahmen zur Verbesserung der internen Kommunikation und zur Stärkung des Teamgeistes implementiert, um die Moral der Belegschaft zu heben und die Produktivität zu steigern. Die positiven Ergebnisse dieser Bemühungen spiegeln sich in einer stabilen Geschäftsentwicklung und einer verbesserten Marktposition wider. Insgesamt zeigt die Analyse des Geschäftsverlaufs, dass die Völker GmbH trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in der Lage war, ihre Geschäftsziele zu erreichen und eine stabile Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Die erfolgreiche Umsetzung der Umstrukturierungsmaßnahmen und die Fokussierung auf neue Geschäftsfelder geben Anlass zu einem optimistischen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Unternehmens. 9. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Gewinn- und Verlustrechnung der Völker GmbH wurde im Umsatzkostenverfahren erstellt. Die Umsatzerlöse von T€ 17.789 betreffen überwiegend den Verkäufe von Klinik-/ Pflegebetten und -möbeln T€ 9.190, jedoch sind die Servicedienstleistungen mit T€ 8,599 ein wesentlicher Umsatzträger. Die Erlöse sind hierbei zum großen Teil durch den Verkauf von Fertigungsaufträgen erzielt worden, die noch bestanden und abgearbeitet wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurden Verträge zum Teil neu verhandelt um die Deckungsbeiträge zu verbessern. Der Materialaufwand für den Absatz von Ersatzteilen und im Rahmen der Serviceleistungen betrug T€ 7.283 damit beträgt die die Materialquote am Umsatz 41 % und ist der wesentliche Bestandteil der Herstellkosten. Der Personalaufwand für den direkten Bereich machte im Geschäftsjahr insgesamt T€ 457 aus. Die sonstigen betrieblichen Ausgaben innerhalb der Herstellungskosten umfassen mit T€ 5.260 die indirekten Kosten der Produktion. Dies betrifft mit T€ 3.162 im Wesentlichen die ausgelagerten Dienstleistungen (im Wesentlichen Montage und Versand). Daneben betrifft dies insbesondere Leasingkosten, Frachten, Abschreibungen etc. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 82 entstanden im Wesentlichen durch die Umbuchung nicht abzugsfähiger Vorsteuer. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 58 sind vor allem Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 51 enthalten. Im Ergebnis wurde ein Verlust in Höhe von T€ 13 erzielt. Der aus den Vorjahren vorhandene Fehlbetrag hat sich entsprechend erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine deutliche Ergebnisverbesserung dar. Dies resultiert vor allem daraus, dass die vorhandenen Leerkosten im Rahmen des Insolvenzverfahrens deutlich reduziert werden konnten. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag T€ 17.560. Die Sachanlagen enthalten überwiegend Produktionsanlagen, Werkzeuge und Einbauten. Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen in Höhe von insgesamt T€ 14. Hierbei ist der größte Posten der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von T€ 7.613. Das Vermögen (ohne den Fehlbetrag) beträgt T€ 9.947. Nach 8.009 zum 27.09.2022. Das Anlagevermögen macht 7 % der bereinigten Bilanzsumme aus. Die Finanzanlagen enthalten Anteile an den im Geschäftsjahr 2017 gegründeten Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz sowie der im Geschäftsjahr 2018 gegründeten Tochtergesellschaft in Frankreich. Völker hält jeweils 100 % der Anteile sowie die 2022 gegründete Tochter gridserv GmbH mit Sitz in Witten. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.186 gesunken. Die Veränderung ist vor allem dadurch bedingt, dass die Produktion der Betten eingestellt wurde. Zum 27. September 2022 waren entsprechende Bestände an Betten vorhanden. Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr verringert (T€ 293; Vorjahr: T€ 385). Das vorhandene Vermögen deckt in Summe nicht die vorhandenen Schulden. Der Fehlbetrag beim Eigenkapital bzw. beträgt einschließlich des Jahresfehlbetrages -T€ 7.613 (Vorjahr: -T€ 7.599). Die Verpflichtungen haben sich entsprechend wie folgt entwickelt: Die Rückstellungen (T€ 1.391; Vorjahr T€ 1.349) enthalten überwiegend Rückstellungen für Gewährleistungen (T€ 524), personalbedingte Rückstellung (T€ 589) sowie sonstige Rückstellungen (T€ 161). Die personalbedingten Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Überstunden, Abfindungen, Bonuszahlungen, Urlaubstage und Provisionen. Die übrigen Verbindlichkeiten haben sich von T€ 14.259 auf T€ 16.168 insbesondere dadurch erhöht, dass die Verbindlichkeiten gegenüber dem Personal gestiegen sind. III. Angaben zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem Ziel des bei Völker GmbH installierten Risikomanagements ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Völker GmbH sicherzustellen und bestandsgefährdende sowie entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen frühzeitig erkennen zu können. Das Risikomanagementsystem umfasst dabei zunächst die Budgetplanung für jeweils ein Geschäftsjahr. Die Planung erfolgt im Rahmen einer fortlaufenden monatlichen Periodenrechnung und wird gegebenenfalls an die Änderungen der Geschäftstätigkeit sowie der Marktentwicklung angepasst. Im Rahmen der Erstellung von Monatsberichten werden Soll-/Ist-Abweichungen zu den Plan- und Vorjahreswerten analysiert, um so mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Völker GmbH unterhält ein den Forderungen des Medizinproduktgesetzes entsprechendes Qualitätsmanagement. Demnach werden alle Reklamationsfälle mit Völker-Produkten dokumentiert und analysiert, um zeitnah erforderliche Gegenmaßnahmen durchführen zu können. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancen der zukünftigen Entwicklung Die Völker GmbH steht vor einer bedeutenden Transformation, die das Unternehmen zu einem spezialisierten Dienstleistungsanbieter umstrukturieren wird. Diese Neuausrichtung konzentriert sich auf den Verkauf von Ersatzteilen sowie die Bereitstellung von Wartungs- und Serviceleistungen. Die jahrzehntelange Markenbekanntheit der Völker GmbH bildet dabei eine solide Basis für diese strategische Neuausrichtung. Die Umstellung auf ein Geschäftsmodell, das sich auf Serviceleistungen und den Verkauf von Ersatzteilen spezialisiert, verspricht eine Reduzierung der regulatorischen und strukturellen Anforderungen. Diese Optimierung ermöglicht es uns, auch mit einem angepassten Mitarbeiterstamm weiterhin ausgewählte Produkte und Dienstleistungen in gewohnt hoher Qualität anzubieten, insbesondere für unsere Bestandskunden. Ein wichtiger Aspekt unserer Strategie ist die Fokussierung auf Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft, die es uns erlauben wird, nachhaltig und effizient zu agieren. Mit einer soliden finanziellen Grundlage streben wir danach, unseren Kundenstamm schrittweise zu erweitern und in spezifischen Teilmärkten auszubauen. Die geplanten Maßnahmen zur Portfolioerweiterung werden nicht nur bestehende Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern, sondern diese mittelfristig auch ausbauen. Wesentliche Faktoren bei der Umsetzung des Insolvenzplans / der Sanierung Die erfolgreiche Umsetzung unserer Sanierungsstrategie hängt von mehreren entscheidenden Faktoren ab. Ein wesentlicher Schritt war der Personalabbau sowie der Umbau der Kostenstruktur, was eine effizientere Betriebsführung ermöglicht. Die Aufrechterhaltung der Struktur unserer Kunden und Lieferanten sowie die Annahme des Insolvenzplans durch die Gläubiger und dessen Bestätigung durch das Insolvenzgericht sind entscheidend für unseren zukünftigen Erfolg. Seit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung in Eigenverwaltung hat die Geschäftsführung bereits mehrere Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählen die Reduzierung des Working Capitals durch die Verringerung der Bestände sowie die Anpassung der Kundenverträge zur Weitergabe der Preiserhöhungen. Ebenso wurde das Beschaffungswesen optimiert, um den Schwankungen der Beschaffungsmärkte besser begegnen zu können und kosteneffizient einzukaufen. Der Ausbau unseres Service- und Aftermarkt-Geschäfts, einschließlich eines erweiterten Wartungsangebots und speziellen Services für Fremdprodukte, sowie intensives Verkaufstraining für unsere Techniker sind weitere Schritte zur Stärkung unserer Marktposition. Bereits umgesetzte Maßnahmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens Zur Anpassung an die neuen Herausforderungen haben wir den Mitarbeiterstamm auf eine Größe reduziert, die den Anforderungen unseres verbleibenden Dienstleistungs- und Servicesegments entspricht. Die Gründung einer speziellen Servicegesellschaft und die Implementierung eines Webshops für die weltweite Bestellung von Ersatzteilen sind Beispiele für unsere Bemühungen, die Prozesse innerhalb des Unternehmens zu modernisieren und zu digitalisieren. Zudem wurde unsere Prozesslandschaft komplett aktualisiert und eine Re-Zertifizierung bei TÜV nach ISO 13485 und 9001 in der neuen Struktur erfolgreich durchgeführt. Diese strategischen Maßnahmen sind essentiell für die zukünftige Stabilität und das Wachstum der Völker GmbH und stellen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft in einem sich schnell wandelnden Marktumfeld. 2. Risken der zukünftigen Entwicklung sowie Einschätzung zum Gesamtbild der Risikolage Die Sanierung und Umstrukturierung der Völker GmbH, wie bei jedem Unternehmen, beruhen auf spezifischen Annahmen und Erwartungen bezüglich interner Faktoren und externer Bedingungen. Diese Annahmen betreffen das Unternehmen selbst, seine Lieferanten, Kunden und das allgemeine Marktumfeld. Das inhärente Unternehmensrisiko, welches sich aus diesen Annahmen ergibt, ist auch für die Völker GmbH präsent und muss im Rahmen der Sanierungsstrategie berücksichtigt werden. Über das gewöhnliche Unternehmensrisiko hinausgehende Umstände Neben den allgemeinen Geschäftsrisiken sieht sich die Völker GmbH speziellen Risiken gegenüber, die den Erfolg der Sanierungsmaßnahmen potenziell gefährden könnten: Kündigungen wichtiger Mitarbeiter: Die Restrukturierung und Neuausrichtung eines Unternehmens kann zu Unsicherheiten und Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern führen, insbesondere wenn diese tiefgreifende Änderungen in der Unternehmensstruktur und -kultur mit sich bringt. Der Verlust von Schlüsselpersonal, die über kritisches Wissen und unersetzliche Fähigkeiten verfügen, könnte die Umsetzung der Sanierungsstrategie erheblich beeinträchtigen und den Know-how-Transfer sowie die interne Operationsfähigkeit schwächen. Erneute Lieferkettenprobleme: Die globale Wirtschaft hat in den letzten Jahren erhebliche Störungen der Lieferketten erfahren, von denen auch die Völker GmbH betroffen war. Weitere unvorhergesehene Ereignisse, die zu Lieferengpässen oder signifikanten Preiserhöhungen führen, könnten die Produktionskosten erhöhen und die Lieferfähigkeit beeinträchtigen. Dies würde nicht nur die Rentabilität, sondern auch die Fähigkeit des Unternehmens, Kundenerwartungen zu erfüllen und termingerechte Lieferungen zu garantieren, negativ beeinflussen. Wegfall von Kundenbeziehungen und Rückgang von Auftragseingängen: Politische Entscheidungen, insbesondere im Gesundheitssektor, können erheblichen Einfluss auf die Geschäftsoperationen haben. Änderungen in der Gesetzgebung oder in der Finanzierungspolitik könnten dazu führen, dass Kundenbeziehungen abbrechen oder Auftragseingänge zurückgehen. Dieses Risiko ist besonders hoch in Märkten, in denen öffentliche und regulatorische Rahmenbedingungen schnell wechseln und direkte Auswirkungen auf die Nachfrage haben. Um diese Risiken zu minimieren, implementiert die Völker GmbH gezielte Strategien. Dazu gehört die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfelds, um wichtige Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und neue Talente zu gewinnen. Zudem wird eine flexible Lieferkettenstrategie verfolgt, die auf Diversifikation und die Identifikation alternativer Lieferanten basiert, um mögliche Engpässe zu vermeiden. Schließlich arbeitet die Völker GmbH aktiv daran, die Kundenbeziehungen zu stärken und durch gezieltes Marketing und Anpassung an lokale Bedingungen neue Märkte zu erschließen. Diese Maßnahmen sollen helfen, die Risiken nicht nur zu verwalten, sondern auch als Chance für weiteres Wachstum und Innovation zu nutzen. Die Völker GmbH ist bestrebt, durch diese proaktive Risikosteuerung ihre Marktposition zu festigen und nachhaltig zu stärken. Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage überschaubar. Die Liquiditätssteuerung steht mit Eröffnung der Insolvenz besonders im Fokus der Beobachtung. Die Steuerung und Kontrolle erfolgt mithilfe entsprechender Controllinginstrumente (täglicher Liquiditätsvorschau, Working Capital Management). Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens stehen der Gesellschaft neben der Finanzierung über den Factoring Vertrag im ersten Schritt keine weiteren Finanzierungslinien zur Verfügung. Wesentliches Risiko liegt darin, dass die Planzahlen nicht eingehalten werden können. Wenn sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft eintrüben würde könnte dies zu einem bestandsgefährdenden Risiko für die Gesellschaft führen. Aktuell (mit Stand Mai 2024) sieht die Geschäftsführung jedoch keine Risiken im Hinblick auf diese Entwicklung. Das Management ist vielmehr bestrebt, diese Unsicherheiten aktiv zu managen und durch vorausschauende Planung und strategische Anpassungen die zukünftigen Risiken zu minimieren. Bzgl. der aktuellen Entwicklung wird auf den Prognosebericht verwiesen. Chancen sieht die Geschäftsführung vor allem im weiteren Ausbau des Service Geschäftes. Auf Grund der langen Historie der Marke Völker sind viele Betten inkl. der eigenen Antriebe und Steuerung im Markt vorhanden. Hierfür gibt es einen Bedarf für regelmäßige Wartung sowie Reparaturen. Hierbei werden sowohl Ersatzteile verkauft als auch die Dienstleistung inkl. Montage. Weitere Chancen sieht die Geschäftsführung vor allem im Abschluss von Wartungsverträgen mit Krankenhäusern und Pflegeheimen um eine hohe Planungssicherheit bzgl. des Auftragsbestandes zu erreichen. 3. Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023 sowie Prognosebericht 2024 Im September 2022 hat die Völker GmbH eine wichtige strategische Entscheidung getroffen und eine zusätzliche Tochtergesellschaft gegründet. Diese Neugründung ist ein zentraler Bestandteil der Restrukturierungsmaßnahmen und unterstreicht das Engagement des Unternehmens, seine Geschäftsmodelle zu diversifizieren und sich als führender Anbieter in neuen Marktsegmenten zu positionieren. Bestehende Bettenaufträge wurden nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens abgearbeitet. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde die Möbelproduktion und seine angrenzenden Abteilungen endgültig geschlossen, was einen signifikanten Wendepunkt für die Völker GmbH darstellte. Die vorhandene Produktion betrifft im Wesentlichen individuellen Motoren inkl. Steuerung. Diese Entscheidung war Teil der umfassenden Strategie, sich von traditionellen Produktionsaktivitäten zu lösen und sich vollständig auf den Bereich der Dienstleistungen zu konzentrieren. Seitdem hat sich das Unternehmen erfolgreich in einen Servicedienstleister transformiert, was eine Neuausrichtung sowohl in Bezug auf Betriebsstrukturen als auch auf Marktstrategien erforderte. Im Laufe des Jahres 2023 konnte die Völker GmbH eine leichte Steigerung der Umsätze im Ersatzteil- und Dienstleistungsbereich verzeichnen. Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf die effektive Anpassung der Unternehmensstrategie und die erfolgreiche Umsetzung der neu ausgerichteten Vertriebs- und Marketingaktivitäten zurückzuführen. Der Ausbau des Angebots an Ersatzteilen und die Erweiterung der Serviceleistungen haben zu einer stärkeren Kundenbindung und einer Erhöhung der Kundenzufriedenheit geführt. Eines der herausragendsten Ergebnisse des Jahres 2023 ist die deutliche Verbesserung der finanziellen Performance der Völker GmbH. Nach mehreren herausfordernden Jahren gelang es dem Unternehmen, wieder Gewinne zu erzielen. Diese positive Entwicklung ist das Resultat der umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen, der effizienteren Betriebsführung und der erfolgreichen Neuausrichtung des Unternehmens als Dienstleistungsanbieter. Die Optimierung der internen Prozesse und die strategische Fokussierung auf hochmargige Dienstleistungen und Ersatzteilverkäufe haben wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen. Für die Zukunft ist die Völker GmbH bestrebt, ihre Position als Servicedienstleister weiter zu festigen und auszubauen. Das Unternehmen plant, seine Marktpräsenz durch gezielte Investitionen in Technologie und durch die weitere Professionalisierung des Serviceangebots zu stärken. Zudem ist eine kontinuierliche Evaluation und Anpassung der Geschäftsstrategien vorgesehen, um auf dynamische Marktbedingungen flexibel reagieren zu können und das Wachstum nachhaltig zu sichern. Die Gesellschaft soll sich künftig ausschließlich als markenunabhängiger Dienstleister und Händler im Bereich der technischen Dienstleitungen und des Ersatzteilvertriebs für Medizinprodukte in Kliniken und Pflegeheimen spezialisieren. Angesichts der strengen regulatorischen Anforderungen, die regelmäßige Überprüfungen und Aktualisierungen von Ausrüstung und Betriebsprozessen erfordern, sieht die Geschäftsführung für das Unternehmen mit langjähriger Expertise in diesen Bereichen, gute Wachstumschancen, sich als unverzichtbarer Partner für Kliniken und Pflegeheime weiter zu etablieren. Die Entwicklungen des Jahres 2023 markieren einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der Völker GmbH und stellen eine solide Grundlage für die zukünftigen Erfolge des Unternehmens dar. Durch die konsequente Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen und die fortwährende Innovation in allen Bereichen des Unternehmens ist die Völker GmbH gut positioniert, um auch in einem wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich zu sein. Entscheidender Faktor für die Fortführung des Unternehmens ist daneben die Bestätigung des Insolvenzplans am 26. Juli 2023. Im Rahmen des Insolvenzplanes wurde geregelt, dass ein Teil der Altmasseverbindlichkeiten mit einem Betrag von insgesamt EUR 60.000,00 abgefunden werden sollten. Die Insolvenzgläubiger fielen vollständig aus und erhielten keine Zahlung auf ihre festgestellten Insolvenzforderungen. Unter Berücksichtigung des Sanierungsgewinns in Höhe von 13,75 Mio. EUR startet die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Eigenkapital in Höhe von ca. 5 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund des vorhandenen Auftragsbestandes geht die Geschäftsführung für 2024 von einem Umsatz bezogen auf das Kalenderjahr von ca. 13 Mio. EUR sowie einem positiven Ergebnis aus. Es ist hervorzuheben, dass die Planung bis Fertigstellung des Jahresabschlusses im laufenden Jahr umgesetzt werden konnte und die entsprechenden Prämissen eingehalten wurden. Aus Sicht der Geschäftsführung bestätigt dies nochmals, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.
Witten, den 13.06.2024 Völker GmbH Geschäftsführung gez. Yvonne Risch BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023Völker GmbH, WittenI. Allgemeine Angaben Die Völker GmbH hat ihren Sitz in Witten und ist eingetragen in das Handelsregister mit der Register-Nr. HRB 16725 beim Amtsgericht Bochum. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 28. September 2022 beginnt gemäß § 155 Abs. 2 InsO ein neues Geschäftsjahr. Da binnen eines Jahres die Insolvenz nicht beendet wurde, ist das Geschäftsjahr vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023 (im Folgenden Geschäftsjahr 2022/23) der Völker GmbH ein abweichendes Geschäftsjahr zum Kalenderjahr. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Mit der Annahme des Insolvenzplans der Völker GmbH verzichten die Insolvenzgläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen. Aus dem Verzicht entsteht ein Sanierungsgewinn in Höhe von 13,75 Mio. €, dessen ertragsteuerliche Freistellung die Finanzverwaltung NRW mit verbindlicher Auskunft vom 19. Oktober 2023 bestätigt hat. Der Sanierungsgewinn und das operative Ergebnis führen nach einer Verrechnung mit den aufgelaufenen Verlusten per 31. Dezember 2023 zu einer Wiederherstellung des Eigenkapitals in Höhe von 5,0 Mio. €. Wegen der zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen der wirtschaftlichen Lage der Völker GmbH wird auf die Ausführungen zu den Ereignissen nach dem Schluss des Rumpfgeschäftsjahres verwiesen. Der prognostizierte Eintritt der Planungsprämissen stellt eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Auch nach Einschätzung dieses Risikos wurde der Jahresabschluss nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Abschnitt Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Lagebericht. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Geschäftsjahre 2022 (1.1. bis 27.09.) und 22/2023 stellten für die Völker GmbH eine große Herausforderung dar, bedingt durch das Insolvenzverfahren und die fortwährenden Auswirkungen der globalen Pandemie. Diese Umstände erzwangen eine Einstellung aller weiteren Investitionen ab Juli 2022 und beeinträchtigten die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens auf Marktveränderungen erheblich. Im Geschäftsjahr 2022/23 hat die Völker GmbH bedeutende Schritte unternommen, um den Herausforderungen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung erfolgreich zu begegnen und eine solide Grundlage für die Zukunft zu schaffen. Ein zentraler Aspekt war die fortlaufende Bearbeitung des Insolvenzverfahrens und die Erstellung eines umfassenden Insolvenzplans. Dieser Plan diente als strategischer Leitfaden, um das Unternehmen zu restrukturieren und eine nachhaltige Geschäftsführung sicherzustellen. Im Rahmen der Restrukturierung wurden wichtige Vereinbarungen getroffen, darunter ein Interessenausgleich und ein Sozialplan. Diese Vereinbarungen waren notwendig, um die Auswirkungen der Umstrukturierungsmaßnahmen auf die Belegschaft zu mildern und soziale Härten abzufedern. Der Interessenausgleich und der Sozialplan bildeten die Grundlage für eine geordnete Neuorganisation der Unternehmensgruppe. Ein weiterer entscheidender Schritt war die planmäßige Einstellung der Produktion im Januar 2023. Diese Maßnahme war Teil der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, um sich auf den Vertrieb von Zubehör und Dienstleistungen zu konzentrieren und die Kostenstruktur zu optimieren. Die Entwicklung der Neuausrichtung hin zum Insolvenzplan wurde kontinuierlich vorangetrieben, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Erreichung eines positiven Ergebnisses gelegt wurde. Diese Anstrengungen führten dazu, dass das Unternehmen seit März 2023 in ruhigeres Fahrwasser gelangte und die gesetzten finanziellen Ziele erreicht wurden. Die erfolgreiche Umsetzung des Insolvenzplans und die damit verbundene Restrukturierung haben es der Völker GmbH ermöglicht, die Basis für eine stabile und nachhaltige Zukunft zu legen. Die strategischen Maßnahmen und die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/ 23 zeigen, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um langfristige Marktchancen zu nutzen und weiterhin erfolgreich zu agieren. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Grundsätzliches Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden bei Zugang mit den Anschaffungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der verschiedenen Anlagekategorien stellen sich wie folgt dar:
Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden mit Anschaffungskosten ab einem Wert von bis zu € 800 im Jahr des Zugangs vollständig aufwandswirksam erfasst. Die unter dem Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung bilanziert. Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten umfassten zurechenbare Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen sowie sonstige Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital waren nicht einzubeziehen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit dem Nennwert, ggf. unter Abzug angemessener Wertberichtigungen, angesetzt. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten waren für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert. Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den langfristigen Rückstellungen wurde auf eine Abzinsung wegen Geringfügigkeit verzichtet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Wesentliche Rückstellungen betreffen Gewährleistungen. Bei der Berechnung werden zunächst auf Grundlage aller bisher verkauften, mit Gewährleistungsrisiken behafteten Produkte die tatsächlich zu erwartende Anzahl der voraussichtlich zu leistenden Gewährleistungsarbeiten geschätzt und mit den anfallenden Kosten, im Wesentlichen Material- und Personalkosten, bewertet. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden unterjährig mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgte die unterjährige Verbuchung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Devisenmittelkurs des letzten Monats. Bilanzposten wurden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsposten existierten zum Bilanzstichtag 27. September 2023 nicht. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung, die Entwicklung und die Geschäftsjahresabschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil dieses Anhangs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen den Gesellschaften. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Es wird darauf hingewiesen, dass das Unternehmen im Berichtszeitraum stilles, echtes Factoring betrieben hat. Die dabei verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unwiderruflich an ein Factoring-Unternehmen übertragen, wobei das Kreditrisiko vollständig auf den Factorer überging. Diese verkauften Forderungen werden ausgeglichen. Soweit zum Bilanzstichtag eine Forderung gegen den Käufer der Forderung besteht, wird diese als sonstiger Vermögensgegenstand in der Bilanz abgegrenzt und ausgewiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Rückstellungen für Bonuszahlungen an Kunden T€113 sowie zur Archivierung T€26. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in vollem Umfang auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 4.050. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.797 betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit, Lohnsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Der unter den Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalten besichert. Darüber hinaus sind für die Verbindlichkeiten insgesamt keine Sicherheiten gestellt. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen wie folgt auf die einzelnen Bereiche:
Nach geographischen Märkten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Angaben nach § 285 Nr. 8 HGB Materialaufwand gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB • Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren: T€ 7.246 • Aufwendungen für bezogene Leistungen: T€ 37 Personalaufwand gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB. • Löhne und Gehälter: T€ 2.297 • Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung: T€ 373 • (davon für Altersversorgung: T€ 3) Herstellkosten Die Herstellkosten betragen T€ 13.527 und betreffen hauptsächlich Materialaufwendungen. Vertriebskosten In den Vertriebskosten summieren sich die Personalaufwendungen des Vertriebs sowie Marketingausgaben zur Stärkung und Positionierung der Marke Völker. Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten allgemeine Personalaufwendungen, sowie Miet- und Beratungskosten. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten überwiegend Löhne und Gehälter des Entwicklungsbereiches. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 51 enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 0,00. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 82 entstanden im Wesentlichen durch die Umbuchung nicht abzugsfähiger Vorsteuer. IV. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 251 HGB zum Bilanzstichtag. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Mieten für Räumlichkeiten und Einrichtungen und Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge sowie Abnahmeverpflichtungen. Darüber hinaus bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Der Vorteil aus der Anmietung von Räumlichkeiten und Einrichtungen sowie dem Abschluss von Leasingvereinbarungen besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der langfristigen Bindung an die Vertragsobjekte. Ferner besteht das Risiko, dass die unbefristeten Mietverträge ordentlich gekündigt werden. Konkrete Anzeichen für das Vorliegen derartiger Risiken sind zum Bilanzstichtag 27. September 2023 nicht ersichtlich. Die Beträge der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt durchschnittlich 27 Angestellte und 21 gewerbliche Mitarbeiter. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 und ist unverändert • Yvonne Risch, CFO, Witten. Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anteilsbesitz
* zum Stichtag 31.12.2023 Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist über ihre Gesellschafterin N&D Participations B.V. mittelbar eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Two LG B.V. und wird in den Konzernabschluss dieser Konzernmuttergesellschaft (kleinster und größter (Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist nach holländischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt und konsolidiert im Abschluss 2022 der Two LG B.V. mit dem Sitz in Maastricht (Niederlande). Registernummer 74975471 Kamer van Koophandel (Handelszimmer). Der Abschluss 2022 der Two LG B.V. ist am Sitz der Gesellschaft verfügbar. Nachtragsbericht - Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Das Amtsgericht Bochum hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am 28. September 2022 eröffnet. Während des Insolvenzverfahrens musste dem Insolvenzgericht gegenüber die Masseunzulänglichkeit angezeigt werden. Dem lag zugrunde, dass die vorhandene Insolvenzmasse nicht ausreichte, um die bereits begründeten Masseverbindlichkeiten bedienen zu können. Das Insolvenzverfahren der Völker wurde zum 31.12.2023 auf Grundlage des vorgelegten Insolvenzplanes vom 26. Juli 2023 und des korrespondierenden Bestätigungsbeschlusses des Amtsgerichts - Insolvenzgericht - vom 25. Oktober 2023 aufgehoben. Im Rahmen des Insolvenzplanes wurde geregelt, dass ein Teil der Altmasseverbindlichkeiten mit einem Betrag von insgesamt EUR 60.000,00 abgefunden werden sollten (Insolvenzplan, S. 43). Die Insolvenzgläubiger fielen vollständig aus und erhielten keine Zahlung auf ihre festgestellten Insolvenzforderungen in Gesamthöhe von EUR 8.339.206,66 (Insolvenzplan, S. 42). Aus dem Verzicht entsteht ein Sanierungsgewinn in Höhe von 13,75 Mio €, dessen ertragsteuerliche Freistellung die Finanzverwaltung NRW mit verbindlicher Auskunft vom 19. Oktober 2023 bestätigt hat. Der Sanierungsgewinn und das operative Ergebnis führen nach einer Verrechnung mit den aufgelaufenen Verlusten per 31. Dezember 2023 zu einer Wiederherstellung des Eigenkapitals in Höhe von 5,0 Mio. EUR Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Abstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor: Der Fehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Witten, den 13. Juni 2024 Völker GmbH Die Geschäftsführung Yvonne Risch Entwicklung des Anlagevermögens vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersVölker GmbH, Witten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Völker GmbH, Witten, - bestehend aus der Bilanz zum 27. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Völker GmbH, Witten für das Geschäftsjahr vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 27. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 28. September 2022 bis zum 27. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Allgemeine Grundlagen des Anhangs" und auf den Abschnitt "Prognose-, Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sie ausweislich ihres Planungsszenarios für den Prognosezeitraum von einer ausgeglichenen Liquiditätslage ausgehen. Soweit die Prämissen der Planung nicht entsprechend dem Planungsszenario eintreten und es dadurch zu einer Verfehlung der Liquiditäts- und Ertragsplanung kommt, ist die Gesellschaft auf die weitere finanzielle Unterstützung des Gesellschafters oder von anderen Dritten angewiesen. Wie im Lagebericht dargelegt, deuten diese Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Meiningen, 13. Juni 2024 Optimum
Treuhand GmbH
Thoralf Bohlig, Wirtschaftsprüfer Andreas Frank, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern der Bestätigungsvermerk zitiert wird. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
17 nahegelegene Organisationen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen