E-MAX Profiles Burg GmbH
Erlenweg 2, 39288 Burg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingrid Brenneis seit 1.9.2025 | Prokura |
Johan van Putten seit 20.1.2025 | Prokura |
Dimitri Fotij seit 1.11.2023 | Geschäftsführer |
Marc Roosen seit 1.11.2023 | Geschäftsführer |
Christian Hosse seit 6.5.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Constellium Extrusions Deutschland GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Constellium Extrusions Burg GmbHBurgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Geschäfts- und RahmenbedingungenI. Allgemeine Angaben Die Constellium Extrusions Burg GmbH ("CEB") mit Sitz in Burg ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Constellium Extrusions Deutschland GmbH ("CED") mit Sitz in Crailsheim. Über diese Gesellschaft gehört die CEB zur "Soft Alloys Europe"-Sparte (SAE) des weltweit agierenden Constellium-Konzerns. Die Verwaltung der Gesellschaft erfolgt bei der Schwestergesellschaft Constellium Extrusions Landau GmbH ("CEL") in Landau. Produktionsstandorte der Soft Alloys Europe Sparte sind in Crailsheim ("CED"), Landau ("CEL") und Burg ("CEB") sowie die Schwestergesellschaften der CED in Levice (Slowakei) und in Nuits-Saint-Georges (Frankreich). CEB produziert auftragsbezogen und verkauft ihre gesamte Produktion an die CED. Diese beliefert ihre zentraleuropäischen Kunden mit Aluminium-Stangenpressprofilen. Der Umsatz wird überwiegend in den Branchen Transport, Industrie und Bau- und Automotive generiert. Insofern hängt der wirtschaftliche Erfolg der CEB unmittelbar mit dem der CED unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten zusammen. II. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen In seiner Pressemitteilung vom 14. Juni 2022 stellt das Statistische Bundesamt fest: "Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag im Mai 2022 bei +7,9 %. "Die Inflationsrate erreichte damit im dritten Monat in Folge einen neuen Höchststand im vereinigten Deutschland. Hauptursache für die hohe Inflation sind nach wie vor Preiserhöhungen bei den Energieprodukten. Aber wir beobachten auch Preisanstiege bei vielen anderen Gütern, besonders bei den Nahrungsmitteln", sagt Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis). "Eine ähnlich hohe Inflationsrate gab es zuletzt im Winter 1973/1974 im früheren Bundesgebiet, als infolge der ersten Ölkrise die Mineralölpreise stark gestiegen waren", so Thiel weiter. Im März 2022 hatte die Inflationsrate bei +7,3 % und im April 2022 bei +7,4 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Mai 2022 gegenüber April 2022 um 0,9 %." (Quelle: Statistische Bundesamt - Pressemeldung 14.Juni 2022) Der Verband der Automobilindustrie (VDA) teilt in seiner Pressmitteilung vom 18. Januar 2022 folgendes mit: "Der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) passt seine Marktprognosen für den Weltmarkt sowie die Märkte China, USA, Europa und Deutschland an. Während sich der chinesische Pkw-Markt nach den umfassenden Lockdowns im Frühjahr dieses Jahres und trotz aktueller Einschränkungen mit großer Dynamik erholt, werden die Erwartungen für die USA und Europa vor allem durch die hohe Inflation und die Zinswenden gedämpft. Diese verschlechtern die Finanzierungskonditionen für die Verbraucherinnen und Verbraucher und mindern zudem die Kaufkraft. In Europa hat der russische Angriffskrieg in der Ukraine für zusätzliche Knappheiten entlang der Wertschöpfungsketten gesorgt. Die zunächst erwartete Entspannung fällt nun weniger stark aus als bisher angenommen. So bestimmt weiterhin die schwierige Verfügbarkeit von Vorprodukten und Rohstoffen die Märkte, insbesondere der Halbleitermangel. Für Europa (EU27, EFTA & UK) senken wir unsere Prognose auf -4 Prozent beziehungsweise 11,3 Mio. Pkw (bisher ±0 Prozent). Die Entspannung der Lieferketten, die wir für die zweite Jahreshälfte erwartet hatten, wirkt sich nun weniger stark als bisher angenommen auf den Markt aus. Zudem gehen wir davon aus, dass in den kommenden Monaten negative nachfrageseitige Effekte aufgrund der sinkenden Kaufkraft zunehmen werden. Unsere Marktprognose für Deutschland senken wir von +3 Prozent auf -6 Prozent. Wir gehen somit nun von einem Marktvolumen von 2,5 Mio. Pkw aus." (Quelle: VDA - Pressemitteilungen 02. September 2022) 1. Analyse der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageI. Überblick über die Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Berichtsjahr 2021 lieferte der Standort 13.176 Tonnen verarbeitetes Aluminium an Konzernkunden ab (Vorjahr: 10.971 Tonnen). Es konnte ein Netto-Umsatz von T€ 47.393 erzielt werden (Vorjahr: T€ 35.094). Die Steigerung der Umsatzerlöse von T€ 12.299 resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Auftragslage und Rückgang der Kurzarbeit bei den Kunden der CED. Ebenso konnten die Endpreise angepasst werden, indem die Steigerung des Aluminiumpreises vollständig an den Kunden der CED weitergegeben wurde. Im Vorjahr wurde eine leichte Verbesserung der Auftragslage prognostiziert. Diese Prognose wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich übertroffen. Die Marktentwicklung für Alu-Strukturen ist weiterhin positiv. Zusätzlich ergeben sich neue Einsatzgebiete für Aluminium im Automobilbereich. Aufgrund der erfolgreichen Akquisition von Neuaufträgen wird mit einer steigenden Auslastung gerechnet. Die Branche "Markisen" konnte in 2021 auf 50% Umsatzenteil gesteigert werden, der Automobil- und Bausektor teilen sich die Umsatzanteile mit 10-15%, die restlichen Anteile ergeben den Solarbereich mit 20%. Die Brutto-Erlöse aus Aluminiumprofile lagen 2021 bei T€ 48.053 (Vorjahr: T€ 35.607) und Schrotterlöse von T€ 238 (Vorjahr: T€ 122). II. Übrige Ertragsfaktoren Zur stetigen Verbesserung der Ergebnissituation hat das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen eingeleitet. Dazu gehören unter anderem die kontinuierliche Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit, der Produktivität und der Qualität sowie die Erhöhung der Flexibilität zur verbesserten Kundenzufriedenheit. Im Berichtszeitraum betrug der Materialaufwand T€ 35.520 (Vorjahr: T€ 25.251). Der Personalaufwand erhöhte sich auf T€ 5.467 gegenüber Vorjahr (T€ 4.784) vor allem durch die Reduzierung der Teilzeitarbeit und Aufbau des Personalbestandes. Im Berichtszeitraum haben die Investitionen T€ 1.742 (Vorjahr: T€ 1.062) betragen und lagen damit unter den Abschreibungen von T€ 1.790 (Vorjahr: T€ 1.642). Für das Berichtsjahr ergab sich ein positives Jahresergebnis vor Gewinnabführung von T€ 376 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von T€ 64). Die Verbesserung des Jahresergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der Steigerung der Gesamtleistung um T€ 12.365 auf T€ 47.488 (Vorjahr: T€ 35.123). Im Vorjahr wurde mit einer leichten Verbesserung des Jahresergebnisses gerechnet. Diese Prognose konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich übertroffen werden. Die Verpflichtungen aus Investitionsvorhaben bestehen zum 31. Dezember 2021 in Höhe von T€ 464 (Vorjahr: T€ 27). Das Operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist im Konzern der wichtigste finanzielle Leistungsindikator. Er wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS) berechnet. Es bestehen keine wesentlichen Unterschiede bei der Berechnung des EBITDA nach IFRS und HGB. Der aus dem internen Reporting abgeleitete EBITDA, dass sich an den International Financial Reporting Standards (IFRS) ausrichtet, hat sich von 2020 auf 2021 für die drei CED-Gesellschaften um 128 % auf T€ 7.242 bedeutend verbessert. Hier handelt es sich um die konsolidierte Betrachtung der drei CED Werke. Im Vorjahr wurde prognostiziert, dass das EBITDA in 2021 leicht steigen wird. Die im Vorjahr aufgestellte Prognose konnte somit wesentlich übertroffen werden. Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss der Gesellschaft an die Muttergesellschaft Constellium Extrusions Deutschland GmbH (CED) abgeführt. Trotz eines positiv erwirtschafteten Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung im Jahr 2021 zeigte die Gesellschaft in der Vergangenheit wiederholt Jahresfehlbeträge auf. Die CEB hat jedoch keine externen Bankverbindlichkeiten, sondern finanziert sich weitgehend über verbundene Unternehmen. Der Konzern unterstützt und ist auf den Fortbestand der Gesellschaft bedacht. Um den Fortbestand der Gesellschaft als gesichert anzusehen, wurden folgende Maßnahmen getroffen: Die CED hat ihrer Tochtergesellschaft CEB mit Datum 11. August 2022 eine harte Patronatserklärung zur weiteren finanziellen Unterstützung gegeben. Diese gilt für den Zeitraum von zwei Jahren ab dem Datum der Bestätigung durch die Wirtschaftsprüfer zur Jahresbilanz 2021, jedoch nicht länger als bis zum 31. Dezember 2024. Die CED wiederum hat von ihrer Muttergesellschaft, der Constellium France Holdco, mit Datum vom 11. August 2022 eine harte Patronatserklärung zur weiteren finanziellen Unterstützung erhalten. Diese gilt ebenfalls für den Zeitraum von zwei Jahren ab dem Datum der Bestätigung durch die Wirtschaftsprüfer zur Jahresbilanz 2021, jedoch nicht länger als bis zum 31. Dezember 2024. III. Sondereffekte Im Berichtsjahr 2021 gab es keine Sondereffekte. IV. Finanz- und Vermögenslage Entwicklung der Vermögensstruktur:
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr um T€ 471 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme im Umlaufvermögen sowie bei den Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Das Anlagevermögen verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine geringe Abnahme. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Fokussierung auf ausgewählte Investitionen aufgrund des Konjunktureinbruchs, verursacht durch die Corona-Pandemie. Die Investitionssumme 2021 betrug T€ 1.742 (Vorjahr: T€ 1.062). Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist vor allem durch die Zunahme der Vorräte bedingt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen hingegen gegenüber dem Vorjahr ab. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen T€ 78 (Vorjahr: T€ 132). Das Vorratsvermögen erhöhte sich um T€ 753. Hierin enthalten ist der Anstieg von Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von T€ 658, der Halb- und Fertigfabrikate um T€ 95. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 453. Darin enthalten sind vor allem der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 313 und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 133. Die leichte Erhöhung der Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich bedingt durch die Erhöhung der Rückstellungen ausstehende Rechnungen aus offenen Wareneingängen und der Rückstellungen im Personalbereich. V. Zusammenfassende Würdigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war im Geschäftsjahr 2021 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Rohstoffpreiserhöhung geprägt. Es ist der Gesellschaft jedoch gelungen, das zurückliegende Berichtsjahr gemäß der gesamtwirtschaftlichen Situation noch auf einem moderaten Niveau abzuschließen und eine gute Ausgangsposition für die zukünftige Entwicklung zu erhalten und eine Verbesserung zum Vorjahresergebnis zu erlangen. Eine weitere Krise entwickelt sich zwischen der Ukraine und Russland, welche im Februar 2022 zu einem Krieg führte. Durch diese Ereignisse werden weiterhin die Rohstoff- und Energiepreise ansteigen (Energiepreise werden für ein Jahr vorverhandelt). Weitere Sanktionen werden diese Branche nicht wesentlich betreffen aufgrund von Hedging und frühzeitiger Einkaufsplanung. Hierdurch können auch Lieferengpässe frühzeitig erkannt und abgewandt werden. Ebenfalls werden Umsatzrückgänge ausgeschlossen, da die Kundschaft der CED, welche Abnehmerin unserer Produkte ist, zu meist in Deutschland ansässig sind. Somit ist auch Kurzarbeit (im Gegensatz zur Corona Pandemie) unwahrscheinlich. Die Liquidität der CEB und der Muttergesellschaft CED ist in 2021 und 2022 nicht gefährdet, da eine Zusicherung der Constellium Gruppe und Patronatserklärungen vereinbart wurden. Risiken, zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnte (Bestandsgefährdungspotentiale), bestehen aus heutiger Sicht nicht. Im Rahmen der Liquiditätssteuerung ist die Gesellschaft an den zentralen Cash-Pool der Constellium Finance SAS mit Sitz in Paris angeschlossen. VI. Mitarbeiter Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr in der CEB und den damit verbundenen Unternehmen. Aufgrund der besonderen Umstände verursacht durch die Corona-Pandemie, war dies für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine besondere Herausforderung. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr und betrug im Jahresdurchschnitt 92 (Vorjahr: 78). Der Frauenanteil hiervon 7,6% und Mitarbeiter im produzierenden Bereich lag bei 77%. Der Aufwand für Löhne, Gehälter, soziale Abgaben und für die betriebliche Altersversorgung lag bei T€ 5.467 (Vorjahr: T€ 4.785). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau von Überstunden, Bonusauszahlungen sowie der Bewertungsanpassungen bei Pensionsrückstellungen. Die Pensionszusagen sind durch Rückstellungen in Höhe von T€ 116 gedeckt. Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgt nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt. VII. Forschung und Entwicklung Die CED und ihre Tochtergesellschaften CEL und CEB werden bezüglich Forschung und Entwicklung vom Forschungszentrum C-TEC (Voreppe, Frankreich) mit seinen 234 Mitarbeitern, wo auch bestehende Patente betreut werden, unterstützt. CEB betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Alle Kosten dafür werden in den Aufwand gebucht und nicht aktiviert. VIII. Umwelt Für das Werk Burg gibt es keine offenen Umweltauflagen oder offenen Altlasten. Somit sind auch keine Eventualverpflichtungen zu erwarten. Das Werk ist seit 2005 nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. In 2006 erfolgte ein Upgrade des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 auf den Automobilstandard ISO/TS 16949. 2. Risiko - ChancenberichtRisikomanagement Die Muttergesellschaft von CEB analysiert monatlich ihre finanzielle und operative Entwicklung. Diese Daten werden in das Konzern-Reporting einbezogen. Richtlinien, die in den Aufsichtsgremien der Gesellschaften genehmigt, von diesen überwacht werden und deren Inhalt mit dem Konzern abgestimmt sind, bilden die Grundlagen für das Risikomanagement. Im Berichtsjahr waren alle Geschäftsbereiche der Gesellschaft in ein Reporting-System eingebunden, das monatlich die erzielten Ergebnisse - unter Anwendung der Konzern Richtlinien - aufzeigt. Geschäftsführung und Bereichsleitungen erläutern regelmäßig das wirtschaftliche Umfeld. Das jährliche Budget und die nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind die Ziele der Bereiche. Bei Abweichungen werden Maßnahmen eingeleitet, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Risikofelder In Industrien mit hohem Rohstoffanteil bestehen Risiken in der Bruttomarge, wenn die Verkaufspreise mit den Rohstoffkosten entweder nicht vollständig gekoppelt sind oder diese an der LME (Londoner Metallbörse) nicht vollständig gesichert werden. Die Mengenversorgung wird durch gruppeninterne Lieferzusagen, langfristige Rahmenverträge sowie in geringem Umfang durch Spot-Käufe gesichert. Die entsprechende Preisabsicherung des Metalls sowie der in US-Dollar lautenden Rechnungen wird durch Finanzderivate geleistet. Zur Absicherung der Bruttomarge setzt die CONSTELLIUM-Gruppe Terminkontrakte (Futures/Forwards) ein. Ein deutsches Standortrisiko sind weiter steigende Energiekosten. Dabei ist nicht nur die Höhe der Energiekosten ein Risiko, sondern auch die fehlende langfristige Sicht auf die Finanzierung der Energiewende in Deutschland. Die Verfügbarkeit von Gasressourcen scheint kurzfristig nicht gefährdet zu sein. Allerdings wird der russische Angriff auf die Ukraine einen erheblichen Einfluss auf die Rohstoffpreise haben. Die Sanktionen gegenüber Russland im Finanz- und Energiesektor sowie die Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen haben schon zu einem starken Anstieg der Gas- und Ölpreise beigetragen und erhöhen entsprechend das Kostenrisiko für die CEB. Es scheint jedoch klar, dass der Krieg in der Ukraine und die weltpolitische Lage einen erheblichen Einfluss auf die Gasversorgung haben könnten. Langfristig werden wir uns auf Veränderungen in der Energieversorgung einstellen müssen. Der Stromeinkauf erfolgt über Gesellschaften der Constellium-Gruppe in Form von Verträgen oder Zukäufen im Stromgroßhandel. Als stromintensives Unternehmen ist die Gesellschaft in besonderem Maße von stabilen energiepolitischen Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähigen Strompreisen abhängig. Neben Strom wird auch die Versorgung mit anderen wichtigen Rohstoffen durch teilweise langfristige Verträge, zum Teil im Konzernverbund, sichergestellt. Die Entwicklung der Gesellschaft wird außerdem von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, dem Konjunkturverlauf, den allgemeinen Handelshemmnissen, der Marktsituation und dem Verhalten der Wettbewerber innerhalb der wesentlichen Absatzmärkte sowie den energiepolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland abhängen. Der Krieg in der Ukraine, der am 24. Februar 2022 ausbrach, hat derzeit nur geringe direkte Einflüsse auf unser Geschäft. Weder Kunden der CED (Hauptabnehmer unserer Produkte) noch unsere Lieferanten haben ihren Sitz in der Ukraine oder in Russland. Das Forderungsausfallrisiko auf der Ebene der CED wird als gering bewertet. Die CED verfolgt täglich die ausstehenden Kundenforderungen und reagiert umgehend auf Zahlungsverzögerungen. Die CED besitzt seit Jahren eine Versicherung des Forderungsausfallrisikos. In bestimmten Fällen könnten Forderungsausfälle der CED auf die einzelnen Tochtergesellschaften zurückwirken. Das Liquiditätsrisiko bewertet die Geschäftsführung als gering ein. Die Zahlungsfähigkeit von CED und deren Tochtergesellschaften CEB und CEL ist für 2022 auf Grund der Konzernfinanzierung und harten Patronatserklärungen auf beiden Ebenen gesichert. Chancenfelder Chancen bestehen in der großen Nachfrage der deutschen Automobilindustrie nach Aluminiumlösungen aufgrund von Gewichtsreduzierung, CO 2-Senkung und Elektrifizierung der Fahrzeuge, welche einen wichtigen Treiber einer positiven Marktentwicklung für die CEB darstellen. Daraus ergeben sich signifikante Wachstumschancen, aber auch eine steigende Abhängigkeit vom Erfolg der Entwicklung der Automobilindustrie. Da sowohl bei Hybrid- als auch bei Elektrofahrzeugen verstärkt Aluminium eingesetzt wird, um den geforderten Leichtbau der Kraftfahrzeuge gerade im Hinblick auf das Volumen der entsprechenden Batterie zu ermöglichen, kann der Aluminium- und insbesondere der Strangpressmarkt enorm davon profitieren. Allerdings ist der Markt dieser Sparte aufgrund des Ukraine-Konflikts in einer gedämpften Stimmung. In der Baubranche allerdings ist die Nachfrage nach Strangpressprofilen weiterhin gegeben. Diese positive Situation des Marktes in der Baubranche ermöglicht der CEB erhöhte Volumen in profitablen Segmenten zu erreichen und dabei den Auslastungsgrad unserer Werke trotz der gedämpften Stimmung im Automobil-Sektor relativ stabil zu halten. Diese Chance bewerten wir für 2022 als mittelhoch. Weitere Chancen werden in der Produktivität gesehen. Es bestehen konkrete Maßnahmen, um in 2022 die Maschinenverfügbarkeit und Pressenproduktivität weiter zu erhöhen. Auch in 2022 liegt der Fokus auf Steigerung der Qualität und Liefertreue. Diese Chance bewerten wir für 2022 als hoch. Als weitere Chance wird der Aufbau der Organisation gesehen. Der Sparte SAE und damit der CED und ihren Tochtergesellschaften CEL und CEB wird von der Konzernzentrale mehr Autonomie eingeräumt. Damit entsteht die Chance, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen und eigene Prioritäten zu setzen anstelle der starren Umsetzung eines Methodenkatalogs. Die CEB erhält weiterhin die volle Unterstützung der Constellium-Gruppe bezüglich der Beratungsleistungen, Projekte usw., ist jedoch bei der Gestaltung der operativen Abläufe nicht mehr an die festgelegten Forderungen gebunden. Diese Chance bewerten wir für 2022 als hoch. Beurteilung der Gesamtrisiko- und chancensituation durch die Geschäftsführung Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation der CEB ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Risiken insgesamt leicht gestiegen. In der Summe sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Liquidität von CED und ihren Tochtergesellschaften CEL und CEB ist in 2021 nicht gefährdet, da eine Zusicherung der Constellium-Gruppe (Cashpool, Darlehen) und harte Patronatserklärungen vereinbart wurden. Risiken, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten (Bestandsgefährdungspotenziale), bestehen aus heutiger Sicht nicht. 3. PrognoseberichtDie wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2021 und 2022 war von einer globalen konjunkturellen Abkühlung aufgrund der Corona-Pandemie und der Energiewende geprägt. Hinzu kommt die Kriegsentwicklung in der Ukraine, diese führte zu weiteren Lieferengpässen und Preisanstiegen. Eine Rezession ist für Ende 2022 möglich. Die höheren Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr vor allem durch die positive Auftragslage nach der Pandemie erzielt werden. Die Gesamtleistung stieg zum Vorjahr auf T€ 47.488 (Vorjahr: T€ 35.123). Der Anstieg ergibt sich zum Großteil aus dem gestiegenen Absatzvolumen, sowie auch dem gestiegenen LME Einstandspreis, welcher an die Kunden weitergegeben wurde. Im Gegensatz zur übrigen Wirtschaft erlebte unsere Branche eine gewisse wirtschaftliche Erholung, die Ende 2020 einsetzte und sich 2021 fortsetzte. Die Produkte für den Automobilsektor und dem Bausektor haben sich in 2021 wieder erholt. Ebenfalls ging die Kurzarbeit bei den Zulieferfirmen zurück, und es konnte in eine normale Verarbeitung zurückgekehrt werden. Weitere Bereiche konnten ausgebaut werden und das Absatzvolumen im Bereich Bauindustrie und Markisenbranchen gesteigert werden. Hinzu kommt die Vollauslastung der Produktionen. Gemäß Aussage vom Verband der Automobilindustrie (VDA, Pressemeldung vom 19. Januar 2021) ist davon auszugehen, dass sich im neuen Jahr eine langsame Verbesserung der Marktlage einstellt. Die für die kommenden Monate zu erwartenden höheren Zuwachsraten dürfen vor dem Hintergrund der extrem niedrigen Absatzzahlen während der Lock-down-phase im Frühjahr 2020 nicht überbewertet werden. Es dürfte sich vor allem um einen "technischen Aufschwung" handeln. Der Fahrzeugabsatz in den jeweiligen Märkten wird sich - mit Ausnahme Chinas - nur langsam dem jeweiligen Vorkrisenniveau annähern. Für Europa wird mit einem Wachstum von 12 Prozent, für die USA um 9 Prozent und bei China mit 8 Prozent gerechnet. Der Pkw-Weltmarkt dürfte damit - nach einem Einbruch um 15 Prozent in 2020 - in diesem Jahr um 9 Prozent zulegen. Die bisherige Entwicklung im Jahr 2022 ist von einer signifikanten Ungewissheit, vor allem über die Stärke und die Dauer der Auswirkung des Corona-Virus und der Ukraine Krise geprägt. Trotz diesem, in seiner Auswirkung derzeit schwer abzuschätzenden Risiko konzentriert sich die CEL bei der Verarbeitung und Herstellung von hochwertigen Aluminiumprodukten verstärkt auf Innovationen, Verbesserungen der Qualität und Steigerungen der Produktivität sowie auf energiesparende Maßnahmen. Der Aluminiumbedarf im Automobilsektor zur Gewichtsreduzierung und CO 2-Senkung wird sich weiter steigern. Zusätzlich erweist sich der Markt der Elektromobilität als Chance für einen weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit. Die wettbewerbsfähige Aufstellung bleibt weiterhin ein wesentliches Ziel. Zu dessen Erreichung beitragen werden die geplanten Investitionen sowie die stetige Verbesserung von Prozessen und Abläufen. Das Unternehmen bleibt trotz dieser Situation fokussiert auf den Ausbau bestehender Marktpositionen und den Eintritt in neue Geschäftsfelder sowie die Stabilisierung und Verbesserung der bisherigen Ergebnisse zur wichtigen Verbesserung der zukünftigen Wettbewerbsposition. Der Umsatz, das EBITDA und das Jahresergebnis von CEL dürfte sich daher, unter der Annahme einer weiteren Erholung aus den derzeitigen Krisen, auch in 2022 weiter stark verbessern.
Burg den, 16.12.2022 Constellium Extrusions Burg GmbH Hans-Joachim Chwalisz, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 20211. Anwendung gesetzlicher VorschriftenDie Constellium Extrusion Burg GmbH mit Sitz in Burg ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Stendal unter HRB 830. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung der Bilanzrichtlinie-Umsetzgesetzt (BilRUG). Ergänzend hierzu waren die Bestimmungen des GmbH-Gesetztes zu beachten. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB beachtet worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenI. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Es sind keine Fremdkapitalzinsen in den Herstellungskosten enthalten. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2018 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den Metallbeständen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Es sind keine Fremdkapitalzinsen in den Herstellungskosten enthalten. Der Ansatz der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und flüssigen Mittel erfolgen zu Nennwerten. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Mit Inkrafttreten des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" am 17. März 2016 wurde u. a. § 253 Abs. 2 HGB geändert. Die Rechnungszinssätze der Rückstellungen für Pensionen wurden auf Basis der von der Deutschen Bundesbank gem. RückAbzinsV zum Stichtag 31. Oktober 2021 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen mit den zu diesem Stichtag verfügbaren Marktdaten unter Annahme unveränderter Marktverhältnisse auf den Bilanzstichtag extrapoliert. Dabei wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt und der durchschnittliche Zinssatz der vergangenen 10 Jahre ermittelt. Dieser Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %). Der durchschnittliche Rechnungszins der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,35 % (Vorjahr: 1,60 %). Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen wurden zu dem durchschnittlichen Rechnungszins der vergangenen 10 Jahre abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für einen Teil der Pensionspläne jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50% (Vorjahr: 2,50%) sowie für alle Pensionspläne Rentensteigerungen von jährlich 1,80% (Vorjahr: 1,50%) zugrunde gelegt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum Zeitwert. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von jährlich 0,25% (Stand: Oktober 2021) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für die Altersteilzeit wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5% (Vorjahr: 2,5%) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen geschlossen. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurden unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von jährlich 1,35% (Vorjahr: 1,60%) (Stand: Oktober 2021) bewertet. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs der EZB am Bilanzstichtag umgerechnet und bestanden nicht. 3. Erläuterungen zur BilanzI. Erläuterungen zu Bilanzposten - AKTIVA (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagevermögensposten und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 sind im Anlagespiegel dargestellt. Die entsprechenden Nutzungsdauern sind in der unten aufgeführten Tabelle ersichtlich.
(2) Vorräte
Im Vergleich zum Vorjahreswert erhöhten sich die Vorräte um T€ 753. Dies resultiert hauptsächlich aus der erhöhten Abnahme von Bolzenmaterial. Die Erhöhung bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Aluminiumpreis für die Aluminium Rohmetall- und Schrottbestände. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen gab es gegenüber dem Vorjahr einen Bestandsaufbau in Höhe von T€ 95. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verringerung bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Verlustübernahme im Vorjahr zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche gegen die Gesellschafterin Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr bei T€ 74 (Vorjahr: T€ 249). (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. II. Erläuterungen zu Bilanzposten - PASSIVA (5) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt weiterhin unverändert € 2.560.000. Mit der Constellium Extrusions Deutschland GmbH (CED) besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. (6) Rückstellungen
Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen T€ 116 bestehen zum Bilanzstichtag. Nach § 253 HGB wurde bei den Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre unter Verwendung eines Zinssatzes von 1,87% angewandt. Bei Anwendung der bisherigen Regelung von sieben Geschäftsjahren und einem Zinssatz von 1,35% ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 12). In dieser Höhe besteht auch ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Die sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für den Personalbereich bestehend aus erfolgsabhängigen Mitarbeitervergütungen T€ 90 (Vorjahr: T€ 46), Urlaubsentgelte und Überstunden T€ 63 (Vorjahr: T€ 0) sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge T€ 10 (Vorjahr: € 0). Enthalten sind außerdem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 37 (Vorjahr: T€ 9), Rückstellung für Fremdfirmen (Leasing) in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 5), Rückstellung für Reklamationen T€ 43 (Vorjahr T€ 87), Rückstellungen für Ausgleichsabgabe Schwerbehinderte in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 14) und Rückstellung für Reklamationen in Höhe von T€ 43 (Vorjahr T€ 87). (7) Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um T€ 133 im Vergleich zum Vorjahr. Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Leasing- und Mietverträge mit unterschiedlicher Laufzeit. Die aus diesen Verträgen bestehende finanzielle Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 98 (Vorjahr: T€ 113), für das Folgejahr entfallen T€ 284. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen beinhalteten im Vorjahr solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 1.387. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 0). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(8) Umsatzerlöse
Die Gesellschaft ist in der Sparte Aluminium tätig. Der Rückgang der Umsatzerlöse in 2020 war vor allem durch die Corona-Krise und dem damit verbundenen Produktionsstopp und Kurzarbeit in der Automobilbranche bedingt. Die Produktionen sind in 2021 konstant angefahren und zusätzlichen Einfluss hat auch der gestiegene durchschnittliche Aluminiumpreis bei den Verkäufen, welcher an die Kunden weitergereicht wurde. Es konnte mit Vollauslastung produziert werden. (9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich aus Auflösungen der Rückstellungen, ausserordentliche Erträge und Rückerstattungen aus Energie (Strom und Gas), sowie Werkzeugerlöse.
Die Erhöhung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Wesentlichen auf die außerordentlichen Erträge zurückzuführen. (10) Materialaufwand
Die Steigerung bei den Aufwendungen für Rohstoffe und bezogene Waren im Vergleich zu den Vorjahreswerten ist zum einen verursacht durch die pandemiebedingte stark gesunkene Nachfrage im Vorjahr und den dadurch bedingten Produktionsstopp und ebenfalls durch die gestiegenen Energie- und Materialpreise. Im April konnten Preisanstiege von ca. 40% in Verpackung und Holz und Eloxal verzeichnet werden. Andererseits ist auch der Ø LME-Preis für Aluminium gestiegen und führte somit zu einem erhöhten Material-Einkaufspreisen. (11) Personalaufwand und Mitarbeiter Der Personalaufwand im Sinne des §275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
Die Aufwendungen für Personal haben sich in Summe gegenüber Vorjahr um T€ 683 erhöht. Im Gegensatz zu 2020 gab es in 2021 keine Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen zum Kurzarbeitergeld, die im Vorjahr saldiert ausgewiesen waren. Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 4.458 (Vorjahr: T€ 3.424). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen für die Aufwendungen wie Reise- und Bewirtungskosten und Preissteigerungen bei Fracht und Verpackungsmaterial. (13) Zinsergebnis Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen wie Zinsaufwendungen aus dem Cash Pooling und Darlehen gegenüber Constellium Finance SAS, Paris (Frankreich) wird über die CED abgerechnet und verbucht. (14) Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Grundsteuern. (15) Latente Steuern Diese werden aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft bei der Constellium Extrusions Deutschland GmbH ermittelt. (16) Ergebnisabführung Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von T€ 376 an die Constellium Extrusion Deutschland GmbH (CED) übertragen. Im Vorjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von T€ 64 ausgeglichen. 5. Sonstige AngabenGeschäftsführung Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2021 und bis zum Datum des Berichtes:
Angaben zu den Geschäftsbezügen der Geschäftsführung unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitgliedes der Geschäftsführung feststellen lassen. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Eventualverbindlichkeiten oder sonstigen Haftungsverhältnissen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Leasing- und Mietverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die aus diesen Verträgen bestehenden finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 105 (Vorjahr: T€ 113), davon entfallen T€ 60 (Vorjahr: T€ 34) auf das nachfolgende Jahr. Die Verpflichtungen aus Investitionsvorhaben zum 31. Dezember 2021 betragen T€ 431 (Vorjahr T€ 27). Die Verpflichtungen aus Metallbestellungen entfallen auf verbundene Unternehmen und betragen zum 31. Dezember 2021 für 2022 T€ 3.686 (Vorjahr: T€ 2.729). Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden für Maschinen, KFZ und Büro Equipment Miet- und Leasingverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten eingegangen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos. Konzernabschluss Oberste Konzernmuttergesellschaft ist die Constellium SE, Paris (größter Konsolidierungskreis). Die Constellium Extrusions Deutschland GmbH ist das Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungskreises. Der kleinste Kreis der Gesellschaften, für die ein Konzernabschluss erstellt werden muss, ist die CED und ihre Tochterunternehmen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
6. ErgebnisverwendungIm Geschäftsjahr 2021 ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 376 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 64). Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss an die Constellium Extrusions Deutschland GmbH abgeführt. 7. NachtragsberichtEnde Februar 2022 kam es zum bewaffneten Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Der Einmarsch durch Russland in die Ukraine hält weiterhin an und führt ebenfalls zu erhöhten Preisen in den Rohstoff- und Energiebereichen. Durch verhängte Sanktionen der Regierung gegen Russland kam es ebenfalls zu Lieferengpässen bei Energie und Rohstoffen. Gerade im Bezug auf Energiepreise und Gaslieferungen steigen die Preise stark und ein Befüllen der Gasspeicher wird erschwert. Die Lieferungen aus der Ukraine werden schon ausgelagert auf Schiffs- und Bahnverkehr (z.B.: Getreidelieferungen).
Burg, den 16.12.2022 Constellium Extrusion Burg GmbH Hans-Joachim Chwalisz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Constellium Extrusions Burg GmbH, Burg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Constellium Extrusions Burg GmbH, Burg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Constellium Extrusions Burg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 16. Dezember 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marc Hummel, Wirtschaftsprüfer ppa. Tolga Kusdil, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 30. Dezember 2022 festgestellt. |
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