VR-Bank eGLiquidiert

Schwerin

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin GnR 63
Vorher
VR - Bank eG
Eingetragen
25.11.1991
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen, b) die Annahme von sonstigen Einlagen, c) die Gewährung von Krediten aller Art, d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften, e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs, f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten, g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung, h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten, i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen, j) der Erwerb, die Entwicklung, Erschließung, Bebauung, Verwaltung, Vermietung, Verpachtung, Belastung und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

VR-Bank eG

Schwerin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

VR-Bank eG, Schwerin

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

a) Konjunktur in Deutschland

Wachstumsdynamik lässt nach

Die deutsche Wirtschaft setzte im Jahr 2018 ihren Aufschwung fort. Allerdings fiel der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr mit 1,4 % merklich schwächer aus als 2017 (+2,2 %). Grund hierfür waren sowohl nachfrageseitige als auch angebotsseitige Faktoren. Einerseits sahen sich die Unternehmen vermehrt angebotsseitigen Engpässen gegenübergestellt, vor allem bei Arbeitskräften und bei Vorleistungsgütern. Zudem beeinträchtigten Sonderfaktoren die Produktion, wie Streiks und eine schwere Grippewelle im Frühjahr sowie ein Pkw-Zulassungsstau (infolge von Problemen mit dem neuen Abgastestverfahren WLTP), der die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte erheblich belastete. Andererseits verlor der Welthandel im Vergleich zum Vorjahr etwas an Schwung, was sich nachfrageseitig dämpfend auswirkte.

Protektionismus im Aufwind

Ursache für die schwächere Gangart des Welthandels war insbesondere, dass die globale Konjunkturentwicklung ihren Höhepunkt überschritten hatte und dass sich das handelspolitische Klima verschlechterte. Letzteres lag in erster Linie an der Handelspolitik der US-Regierung. So belegte US-Präsident Donald Trump schrittweise den Import von verschiedenen Produkten wie Stahl und Aluminium mit neuen Zöllen. In Reaktion darauf führten die betroffenen Handelspartner, hier vor allem China, aber auch die europäischen Staaten, Gegenzölle ein. Dennoch wurde das Wirtschaftswachstum hierzulande nur wenig durch die Handelskonflikte beeinträchtigt, nicht zuletzt, weil die Binnennachfrage weiterhin robust expandierte.

Konsum bleibt wichtige Wachstumsstütze

Ähnlich wie bereits im Vorjahr trugen die Konsumausgaben spürbar zum Anstieg des BIP bei. Das Ausgabenwachstum blieb aber deutlich hinter dem Zuwachs von 2017 zurück (+1,0 % gegenüber +1,7 %). Der Privatkonsum wurde erneut ausgeweitet (+1,0 %), begünstigt durch die nach wie vor solide Arbeitsmarktentwicklung und die vielfach kräftigen Lohnzuwächse. Zusätzliche Impulse gingen von der zu Jahresbeginn vorgenommenen Verminderung der Beitragssätze zur gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung sowie den Entlastungen bei der Einkommensteuer aus. Die Konsumausgaben des Staates legten vor dem Hintergrund höherer Personalaufwendungen und Sachleistungen für Gesundheit und Pflege ebenfalls zu (+1,0 %).

Dämpfender Außenhandel

Im Zuge der weniger schwungvollen Entwicklung des Welthandels und der zunehmenden protektionistischen Tendenzen verlor der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft an Fahrt. Die Exporte stiegen 2018 weniger kräftig als im Vorjahr (+2,0 % gegenüber +4,6 %), wozu auch verzögerte Auswirkungen der vorangegangenen Aufwertung des Euro-Wechselkurses beigetragen haben dürften. Wegen des schwächeren Exportgeschäftes blieb auch das Importwachstum hinter dem Vorjahr zurück (+3,3 % gegenüber +4,8 %).

Günstige Arbeitsmarktentwicklung

Der Arbeitsmarkt präsentierte sich in einer anhaltend guten Grundverfassung. Die Erwerbstätigenzahl legte erneut spürbar zu. Sie stieg im Inland gegenüber dem Vorjahr um 569.000 auf 44,8 Mio. Menschen. Ähnlich wie in den Vorjahren wurde der Beschäftigungsaufbau in erster Linie durch eine merkliche Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung getragen. Dagegen war die Zahl der Selbständigen und der geringfügig Beschäftigten abermals rückläufig. Die Arbeitslosenzahl verminderte sich weiter. Bei der Bundesagentur für Arbeit waren 2,3 Mio. Arbeitslose registriert und damit 193.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zu 2017 um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 % zurück.

Baugewerbe weiter auf Wachstumskurs

Im Baugewerbe setzte sich das merkliche und breit angelegte Wachstum fort. Das Expansionstempo wurde sogar erhöht, trotz der zunehmenden Knappheit von Arbeitskräften, Bauland und Planungskapazitäten. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs stieg um 3,0 %, nach 2,4 % im Vorjahr. Das Investitionsvolumen legte sowohl im Wohnungsbau (+2,9 %) als auch im Nichtwohnungsbau (+1,6 %) zu. Vor dem Hintergrund der anhaltend soliden Geschäftsentwicklung nahm die Zahl der Erwerbstätigen im gesamten Baugewerbe erneut zu. Sie kletterte um 1,6 % auf rund 2,6 Mio. Personen.

Extreme Wetterlagen belasten Landwirtschaft

Die Aktivitäten in der Landwirtschaft wurden erneut durch extreme Wetterlagen beeinträchtigt. Während im Vorjahr noch Spätfröste, Starkregen und Nässe belasteten, führte 2018 die Dürre insbesondere im Norden und Osten Deutschlands zur geringsten Getreide- und Futterernte seit der Jahrhundertwende. Die Wetterkapriolen verdeutlichten einmal mehr die Herausforderungen, die sich für die Landwirtschaft aus dem globalen Klimawandel ergeben. Viele Betriebe passen ihre Anbauverfahren an und nutzen dabei auch Lösungsansätze, welche die Digitalisierung ermöglicht. Die betriebswirtschaftliche Situation der Landwirtschaft hat sich im Wirtschaftsjahr 2017/18 weiter gefestigt nach den starken Einbußen der Jahre 2014 und 2015 und der Erholung im Vorjahr. Gemäß den Angaben des Deutschen Bauernverbands nahm das Unternehmensergebnis im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe um ein Fünftel auf gut 65.000 Euro je Betrieb zu. Für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 wird allerdings wieder mit einer Verschlechterung der Ertragslage gerechnet. Den Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zufolge ist die Bruttowertschöpfung des weiter gefassten Agrarsektors, hier werden neben der Landwirtschaft auch die Forstwirtschaft und die Fischerei einbezogen, 2018 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,6 % zurückgegangen. Demgegenüber blieb die Erwerbstätigenzahl mit 616.000 Menschen im Vorjahresvergleich unverändert.

b) Finanzmärkte

Katerstimmung an den Finanzmärkten 2018

Nach einem zunächst aussichtsreichen Start in das Jahr 2018 mehrten sich im Jahresverlauf die Risiken für die Kapitalmärkte. Zunächst bot das robuste Wirtschaftswachstum insbesondere in den USA Rückendeckung für steigende Kurse an den Aktienmärkten und damit einhergehend steigende Renditen an den Anleihemärkten. Die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum, insbesondere die Fortschritte am Arbeitsmarkt und die moderat steigenden Löhne, waren gute Voraussetzungen für einen anhaltenden Aufschwung. Ergänzend stützte die sinkende Steuerbelastung im Zuge der umfangreichen US-Steuerreform speziell die US-Aktienmärkte. Geopolitische Risiken überkompensierten jedoch das positive Momentum. Ein wesentlicher Herd für Unsicherheit war die US-Handelspolitik. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte spitzte sich der Handelskonflikt mit China zu, nachdem bereits im Frühjahr Strafzölle auf Aluminium und Stahl eingeführt wurden. Dies, aber auch eine hohe Verschuldung bei den Unternehmen in China belasteten das Wachstum in der Volksrepublik. Hinzu kamen weitere Schwellenländer mit reduziertem Wirtschaftswachstum, was entsprechende Auswirkungen auf den globalen Handel hatte. Neben dem sich abkühlenden Welthandel nahmen weitere politische Risiken die Kapitalmärkte in ihren Bann. Die letzten Hoffnungen auf einen geregelten Brexit wurden von den Marktteilnehmern zum Jahresende weitestgehend begraben. Auch die innenpolitischen Streitigkeiten in den USA belasteten die Märkte ebenso wie die Ankündigung der US-Regierung, sich aus Syrien zurückzuziehen.

EZB fährt ultra-lockere Geldpolitik zurück

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresende 2018 das Ankaufprogramm für Anleihen beendet - die ultra-lockere Geldpolitik somit gedrosselt. Die Leitzinsen beließen die europäischen NotenbankerHauptrefi jedoch unverändert auf deren historisch niedrigen Niveaus. So blieb der EZB-nanzierungssatz für die Finanzinstitute des Euroraumes bei 0,0 % und der Einlagensatz mit -0,4 % im negativen Bereich.

Bundesanleiherenditen zum Jahresende deutlich gefallen

Die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen sind im Februar 2018, einhergehend mit den positiven Konjunkturerwartungen, zunächst deutlich auf rund 0,76 % gestiegen. Im Laufe des Jahres entwickelten sich die Renditen volatil und waren ein Gradmesser für die Risiken der Geopolitik. Bundesanleihen werden weiterhin als sicherer Hafen geschätzt. Bunds wurden im Zuge der Zuspitzung des Handelskonfliktes und der zunehmenden Unsicherheit über den Ablauf des Brexit vermehrt gesucht. Gleichzeitig führte die im Jahresverlauf nachlassende Konjunktur zur Unsicherheit, ob die EZB in 2019 tatsächlich - wie von ihr in Aussicht gestellt - den Zinserhöhungszyklus einleiten wird. Dies und der verringerte Sog der US-Renditen gegenüber Bundesanleihen führte zu sinkenden Bund-Renditen. Die zehnjährigen Bundesanleihen rentierten zum Jahresende mit 0,25 % auf dem Niveau von Mitte 2017. Die Renditen fünfjähriger Bundesanleihen stiegen im Jahresverlauf ebenfalls zunächst an, um dann das Niveau vom Jahresbeginn (ca. -0,20 %) mit ca. -0,27 % leicht zu unterschreiten.

DAX minus 18 Prozent

Der deutsche Leitindex startete zunächst erfreulich in das Jahr 2018. So konnte der DAX in den ersten Wochen deutlich um rund 700 Punkte auf das Jahreshoch von 13.559 Punkten klettern. Im weiteren Verlauf des Jahres bewegte sich der DAX volatil, aber beharrlich nach unten. Die Belastungsfaktoren waren wie an den Renten- und Devisenmärkten sowohl geopolitisch als auch konjunkturell geprägt. Neben Sondereffekten bei einigen Unternehmen, wie der holprigen Einführung des neuen Abgastestverfahrens WLTP und dem damit verbundenen Zulassungsstau in der Automobilindustrie, aber auch die durch hohe Risiken geprägte Übernahme von Monsanto durch Bayer, belastete den DAX insbesondere die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Unternehmen. Am Jahresende stand der DAX mit 10.559 Punkten 3.000 Punkte unter dem Jahreshoch und mit 18 % unter dem Wert, den er zu Jahresbeginn vorweisen konnte.

c) Entwicklung der Kreditgenossenschaften

Die 875 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken konnten im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung - in den letzten Jahren mit einem deutlich marktüberdurchschnittlichen Wachstum - zeigt einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die besonders starke Kundenorientierung und eine konservative Geschäftspolitik ließen die Kundenvolumina im Kredit- und Einlagengeschäft per Ende 2018 erneut deutlich wachsen. So stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften um 34 Milliarden Euro auf 697 Milliarden Euro (+5,2 %). Auch die Kundenforderungen legten um 32 Milliarden Euro auf 590 Milliarden Euro (+5,7 %) zu. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken stieg um 44 auf 935 Milliarden Euro (+4,9 %).

Kreditgeschäft weiter gestärkt - auch wieder im kurz- und mittelfristigen Bereich

Angesichts der robusten Konjunktur in Deutschland vergaben die Genossenschaftsbanken im Jahr 2018 weiterhin mehr Kredite und konnten maßgeblich zur stabilen Finanzierung der mittelständischen Wirtschaft (in Deutschland) sowie der Privatpersonen beitragen. Treiber hierfür war die nach wie vor rege Nachfrage nach langfristigen Wohnungsbaukrediten, die durch die extrem niedrigen Kreditzinsen, den moderaten Verschuldungsgrad sowie die guten Einkommenszuwächse der Haushalte und das hohe Maß an Arbeitsplatzsicherheit bedingt sein dürfte. Neben den Buchkrediten an private Haushalte weiteten die Banken überdies ihre Kreditvergabe an Unternehmen und wirtschaftlich Selbständige aus.

Der prozentuale Zuwachs im Kreditgeschäft der Kreditgenossenschaften lag bei 5,7 % (ein Plus von 32 Milliarden Euro). Insgesamt haben die Kreditgenossenschaften per Ende 2018 Kredite in Höhe von 590 Milliarden Euro herausgegeben. Damit knüpften die Kreditgenossenschaften an die Rekordmarken der letzten Vorjahre an. Wachstumstreiber waren wiederum die langfristigen Forderungen, die rund neun Zehntel aller vergebenen Kredite ausmachen. Aber auch die kurz- und mittelfristigen Forderungen legten deutlich zu. Ihr prozentuales Wachstum lag sogar über dem der langfristigen Forderungen. Insgesamt stiegen die Kredite im kurz- und mittelfristigen Laufzeitband um 8,0 % bzw. 7,1 % in beiden Fällen auf 34 Milliarden Euro. Daraus ist abzuleiten, dass das Kreditgeschäft der Volksbanken und Raiffeisenbanken - insbesondere im Firmenkundenbereich - im Fahrwasser der robusten deutschen Konjunktur auch weiterhin wachsen wird.

Die Kreditvergabe der Volksbanken und Raiffeisenbanken zeichnet sich darüber hinaus durch eine konservative Ausgestaltung aus. 88 % der vergebenen Kredite weisen eine anfängliche Zinsbindung von über fünf Jahren auf. Diese längere Zinsbindung schützt Kreditkunden besser vor Zinsänderungsrisiken und damit vor Unsicherheiten über die zukünftige Zins- und Tilgungsbelastung. Diese Langfristpräferenz - verbunden mit festen Konditionen - verschafft den Privat- und Firmenkunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken Sicherheit und Transparenz bei ihren Finanzierungen.

Hoher Zufluss bei liquiden und sicheren Einlagen

Das Einlagengeschäft der Genossenschaftsbanken zeigt ebenfalls ein erfreuliches und weiterhin stabiles Wachstum. Im konstanten Umfeld der Niedrigzinsphase fällt die Entwicklung jedoch ausgesprochen heterogen aus. Liquide Bankeinlagen, wie Sichteinlagen, machten den überwiegenden Teil der Zuflüsse bei den Einlagen aus. Sie verzeichneten eine Zunahme von 34,3 Milliarden Euro. Länger laufende und daher weniger liquide Bankeinlagen, wie Sparbriefe verzeichneten hingegen deutliche Abflüsse im knapp einstelligen Milliardenbereich. Termineinlagen und Spareinlagen nahmen erstmals wieder leicht zu. Die weitere Verkürzung der Fristigkeiten der Kundeneinlagen liegt auch darin begründet, dass Kunden in Erwartung steigender Zinsen nicht bereit sind, langfristige Zinsbindungen im Einlagenbereich einzugehen. Dieser Trend dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen.

Die Kreditgenossenschaften steigerten ihre Kundeneinlagen in summa im letzten Jahr um 34 Milliarden Euro oder 5,2 % auf 697 Milliarden Euro. Treiber dieses starken Zuwachses waren die täglich fälligen Verbindlichkeiten, die insgesamt um 33,7 Milliarden Euro (oder 7,9 %) auf 458 Milliarden Euro stiegen. Zwei Drittel der Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften sind damit kurzfristige Sichteinlagen. Der Termineinlagenbestand der Kreditgenossenschaften lag per Ende 2018 bei rund 47 Milliarden Euro und damit um 1,9 % über dem Vorjahreswert. Die Spareinlagen blieben mit einem Wachstum von 0,2 % weitgehend konstant bei 186 Milliarden Euro. Der Bestand an Sparbriefen sank deutlich um 11,7 % auf 5 Milliarden Euro.

Komfortable Liquiditäts- und robuste Refinanzierungsstruktur

Die Zunahme bei den Kundenkrediten konnte durch eine deutliche Erhöhung der Kundeneinlagen mehr als vollständig refinanziert werden. Der deutliche Einlagenüberhang über die Kundenforderungen führt zu einer komfortablen Ausstattung mit Liquidität in den Genossenschaftsbanken. Aufgrund der hohen Kundeneinlagen sind die Institute zudem weitgehend unabhängig von der mittel- und langfristigen Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt. Die Kundeneinlagen fließen im regionalen Geschäftsgebiet der Banken als Kredite zurück. Der Einlagenüberschuss über die Kundenforderungen lag bei über 100 Milliarden Euro.

875 Institute

Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber den beiden Vorjahren in einem leicht abgeschwächten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2018 bei 875 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Banken bzw. um -4,4 % im Vergleich zum Vorjahr. 2017 nahm die Zahl der Banken noch um 57 Institute ab.

Knapp 11.000 Bankstellen

Die Kunden der Kreditgenossenschaften schätzten die räumliche Nähe zu ihren Ansprechpartnern und Beratern in den knapp 11.000 personengebundenen Haupt- und Zweigstellen (Bankstellen), die den Kunden und Mitgliedern vor Ort für ihre Bankgeschäfte oder elektronischen Bankdienstleistungen flächendeckend überall in Deutschland zur Verfügung standen. Anderseits zeigen die Kunden verstärkt ein geändertes Nutzungsverhalten, indem sie die digitalen Angebote der Banken als gleichberechtigt mit stationären Vertriebsformen wahrnehmen. Insgesamt unterhielten die Volksbanken und Raiffeisenbanken Ende 2018 10.520 Bankstellen (= Zweigstellen + Hauptstellen). Das sind 588 weniger als noch vor einem Jahr. Der Rückgang an Bankstellen lag mit 5,3 % leicht unter dem des Vorjahres. Angesichts der weiterhin steigenden Bedeutung der digitalen Technologien mit ihren innovativen Ansätzen in der Kunde-Bank-Beziehung wird der Online-Vertriebsweg weiter deutlich gestärkt und ausgebaut.

2. Entwicklung der VR-Bank eG

Die Bilanzsumme der VR-Bank eG hat sich im Jahr 2018 um 19,5 Mio. EUR auf 559,3 Mio. EUR erhöht. Die außerbilanziellen Geschäfte erhöhten sich um 16,8 Mio. EUR auf 88,7 Mio. EUR.

Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 559.266 539.735 19.531 3,6
Außerbilanzielle Geschäfte *) 88.664 71.840 16.824 23,4

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Einzelheiten zur Veränderungen der Bilanzsumme gehen aus den Erläuterungen zur Entwicklung des Aktiv- und Passivgeschäftes hervor.

In den außerbilanziellen Geschäften sind neben 1,9 Mio. EUR Eventualverbindlichkeiten und 33,0 Mio. EUR unwiderruflichen Kreditzusagen Derivatgeschäfte im Gesamtumfang von 53,8 Mio. EUR zur Zinsrisikosteuerung enthalten. Die Eventualverbindlichkeiten erhöhten sich um 0,4 Mio. EUR, die unwiderruflichen Kreditzusagen erhöhten sich um 16,4 Mio. EUR. Das Derivatvolumen hat sich in der Höhe im Vergleich zum Vorjahresultimo nicht verändert, jedoch in der Zusammensetzung: Während sich das Capvolumen um 5,0 Mio. EUR reduzierte, erhöhte sich das Swapvolumen um 5,0 Mio. EUR.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 320.130 302.309 17.821 5,9
Wertpapieranlagen 125.839 119.958 5.881 4,9
Forderungen an Banken 76.977 78.122 -1.145 -1,5

Die Kundenforderungen (private und gewerbliche Darlehen sowie Dispositions- und Betriebsmittelkredite) sind im Vergleich zum Vorjahresultimo kräftig um 17,8 Mio. EUR (oder 5,9 %) auf 320,1 Mio. EUR gestiegen - das Wachstum der Vorjahre konnte, der Planung entsprechend, damit fortgesetzt werden. Die Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahresultimo um 5,9 Mio. EUR (oder 4,9 %) auf 125,8 Mio. EUR erhöht. Die Forderungen an Banken haben sich um 1,1 Mio. EUR (oder -1,5 %) auf 77,0 Mio. EUR reduziert. Während sich der Bestand an Schuldscheindarlehen um 3,5 Mio. EUR sowie das Tagesgeld (Interbankeneinlage) um 5,0 Mio. EUR reduzierten, blieben Termingelder unverändert. Der Saldo aus laufender Rechnung mit der DZ BANK AG erhöhte sich um 7,4 Mio. EUR.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bankrefinanzierungen 73.674 69.452 4.222 6,1
Spareinlagen 142.417 137.026 5.391 3,9
andere Einlagen 297.178 287.543 9.635 3,4

Die Bankrefinanzierungen haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 um 4,2 Mio. EUR erhöht. Der Anteil an Bankrefinanzierungen i.R. von Kundenkrediten (Programmkredite) beläuft sich per 31.12.2018 auf 54,7 Mio. EUR und hat sich ggü. dem Vorjahresultimo um 4,1 Mio. EUR erhöht. Die Spareinlagen unserer Kunden erhöhten sich im Vergleich zum 31.12.2017 um 5,4 Mio. EUR (oder 3,9 %) auf 142,4 Mio. EUR, die anderen Einlagen erhöhten sich um 9,6 Mio. EUR (oder 3,4 %) auf 297,2 Mio. EUR. Den größten Zuwachs im Bereich der anderen Einlagen verzeichneten abermals die Sichteinlagen. Auch im Jahr 2018 hat sich damit eingedenk der Zinssituation die durchschnittliche Anlagedauer weiter reduziert. Sie entspricht damit dem bundesweiten Trend. Neben den bilanziellen Beständen unterhalten unsere Kunden Einlagen/ Wertpapiere bei unseren leistungsfähigen Partnern im Finanzverbund.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 204 147 57 38,8
Vermittlungserträge 1.811 1.799 12 0,7
Erträge aus Zahlungsverkehr 2.784 2.830 -46 -1,6

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft haben sich im Vergleich zum Vorjahresultimo saldiert stabil entwickelt. Sie erhöhten sich um 23 TEUR auf insgesamt 4,8 Mio. EUR. Während sich die Erträge aus dem Zahlungsverkehr um 46 TEUR (oder -1,6 %) reduzierten, erhöhten sich sowohl die Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften sowie die Vermittlungserträge um insgesamt 69 TEUR (oder 3,5 %) auf 2,0 Mio. EUR.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2018 wurden erneut Anschaffungen im Bereich der SB-Technik (Geldausgabeautomat, Kontoauszugsdrucker) getätigt. Daneben erfolgten umfangreiche Investitionen in unsere Geschäftsstelle Neustadt-Glewe. Diese sind Teil eines umfassenden Modernisierungsplanes unsere Standorte betreffend. Neben der Gestaltung moderner Beratungsräume werden hierüber auch digitale Medien (freier WLAN-Zugang, Handy-Lade- sowie IPad-Stationen) integriert.

Personal- und Sozialbereich

Per 31.12.2018 lag die Mitarbeiteranzahl bei 123 (Vorjahr: 124). In 2018 wurden zwei Auszubildende neu eingestellt. Die Altersstruktur unserer Bank ist weiterhin ausgewogen und stellt sich wie folgt dar:

2017: 2018:

bis unter 30 Jahre: 22 Mitarbeiter/innen bis unter 30 Jahre: 21 Mitarbeiter/innen

30 bis unter 40 Jahre: 31 Mitarbeiter/innen 30 bis unter 40 Jahre: 27 Mitarbeiter/innen

40 bis unter 50 Jahre: 40 Mitarbeiter/innen 40 bis unter 50 Jahre: 37 Mitarbeiter/innen

50 bis unter 55 Jahre: 12 Mitarbeiter/innen 50 bis unter 55 Jahre: 18 Mitarbeiter/innen

ab 55 Jahre: 19 Mitarbeiter/innen ab 55 Jahre: 20 Mitarbeiter/innen

Im Jahr 2018 haben wir an 283 (Vorjahr: 389) Schulungstagen unsere Mitarbeiter/innen zur Sicherstellung der hohen qualitativen Anforderungen sowohl in der Kundenberatung als auch im Innenbetrieb in hausinternen Schulungen bzw. Präsenzseminaren unserer gruppeninternen Bildungsträger qualifiziert. Der Rückgang der Schulungstage im Vorjahresvergleich hängt sowohl mit einer erhöhten Nutzung digitaler Bildungsangebote (bspw. Webinare) als auch mit dem Wechsel des Bankenanwendungsverfahrens im Jahr 2018 zusammen. Die i.d.Z. angefallenen Inhouse-Schulungen sind im o.a. Wert nicht enthalten.

Die natürliche Fluktuation im Personalbereich unserer Bank wird durch die eigene Ausbildung weitgehend intern kompensiert. Neben der Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau bieten wir unseren Auszubildenden auch ein ausbildungsbegleitendes Studium an. Allen Bereichen unseres Hauses stehen entsprechend qualifizierte Mitarbeiter/innen zur Verfügung.

Gleichwohl stellen wir fest, dass die Suche nach adäquaten Fachkräften zunehmend schwierig wird und hier entsprechend hohe Anstrengungen im Personalmarketing zur Gewinnung erforderlich sind.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Nach dem Zusammenschluss der Fiducia IT AG und der GAD eG in 2015 zählt die Fiducia & GAD IT AG zu den größten IT-Dienstleistern Deutschlands. In der genossenschaftlichen FinanzGruppe hat sich das Unternehmen neben Innovations- und Zukunftsthemen die Konsolidierung der Banken-IT als wesentliche Zielstellung vorgenommen. Dazu zählt vor allem die Umstellung auf das neue gemeinsame Kernbankenverfahren "agree21". Im Rahmen von Serien ist die schrittweise Umstellung aller rund 400 GAD-Mitgliedsbanken geplant. Mit dem Termin 5. Mai 2018 wurde planmäßig die Umstellung in unserem Haus auf das Kernbankenverfahren "agree21" durchgeführt.

Weitere bedeutende Ereignisse bzw. wesentliche Vorgänge waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der VR-Bank eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Gesamtbankstrategie haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs-, Vermögensanlage-, Vorsorge- und Versicherungsfragen sicherstellt.

Durch eine Eckwertplanung von fünf Jahren und den Einsatz von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Unternehmens. Der Begrenzung und Steuerung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, ein systemintegriertes internes Kontrollsystem sowie die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund hoher und wachsender Komplexität der Märkte sowie umfassender und weiter steigender aufsichtsrechtlicher bzw. regulatorischer Anforderungen im Bankgeschäft von elementarer Bedeutung. Den Risikomanagementprozess, der die Identifizierung, Bewertung, Bearbeitung, Überwachung und Steuerung der eingegangenen Risiken umfasst, verstehen wir als zentralen Baustein unserer Geschäftspolitik.

Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten regelmäßig monatlich direkt dem Vorstand. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken (insbesondere Kurswertrisiken und Zinsänderungsrisiken), Liquiditätsrisiken, operationellen Risiken (inkl. Betriebs- und Rechtsrisiken), dem Vertriebsrisiko sowie Beteiligungsrisiken. Grundlage der Risikosteuerung unserer Bank bilden die Gesamtbankstrategie, das Risikohandbuch sowie die hieraus abgeleiteten Geschäfts- und Risikostrategien der einzelnen Geschäftsbereiche. Über die Steuerung der einzelnen Risikoarten hinaus prüft unsere Interne Revision, die unverändert mit drei Mitarbeitern besetzt ist, regelmäßig risikoorientiert die Systeme und Verfahren sowie die Geschäftsprozesse. Dieser umfassende Steuerungsansatz erlaubt sowohl eine frühzeitige Identifikation von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage unserer Bank haben können, als auch die frühzeitige Einleitung entsprechender Gegensteuerungsmaßnahmen im Sinne des Risikomanagements.

Die Risikomessung erfolgt jeweils mit den aktuellen EDV-gestützten Programmen unseres Rechenzentrums und der DZ BANK AG. Das System der integrierten Gesamtbanksteuerung wird dabei laufend weiterentwickelt. Anpassungen an neue Erkenntnisse, verbesserte Methoden und gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Anforderungen werden hierbei regelmäßig vorgenommen.

Die aktuellen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) berücksichtigen wir vollumfänglich.

Der aktuelle SREP-Bescheid sieht im Ergebnis unseres Risikoprofils zusätzliche Eigenmittelanforderungen in Höhe von 0,5 % vor. Wir berücksichtigen diese Kapitalanforderungen in unserer Risikosteuerung. Bezüglich der Eigenmittelzielkennziffer wurde kein Zuschlag festgesetzt.

Adressenausfallrisiko

Das Kreditvolumen wird aufsichtsrechtlich durch die CRR sowie die Großkreditvorschriften begrenzt. Darüber hinaus nutzen wir Instrumente, die der risikoorientierten Kreditbeurteilung auf Einzelkreditnehmerebene als Grundlage für eine effiziente Portfoliosteuerung dienen.

Der gesamte Kreditbestand wird durch entsprechende Scoring- bzw. Ratingverfahren einer fortlaufenden Bonitätsbeurteilung und -überwachung unterzogen. Zur Portfoliosteuerung werden die Kredite auf Basis der Ergebnisse der erstmaligen und fortlaufenden Bonitätsbeurteilung in eine mehrstufige Bonitätsskala mit entsprechenden Ausfallraten eingestellt. Das Ausfallrisiko ist auf die unbesicherten und nicht durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmten Kreditteile (Netto-Blankoanteile) begrenzt. Aus der Multiplikation der Blankoanteile mit den bonitätsindividuellen Ausfallraten ergeben sich die Standardrisikokosten (Risikoprämie). Diese bilden im Rahmen der risikoadjustierten Bepreisung eine entscheidende Kostenkomponente bei der Festlegung der Kondition.

In der Summe stellen die Standardrisikokosten den durchschnittlich erwarteten Verlust (expected loss) dar, der den voraussichtlichen Risikoaufwand bzw. den Wertberichtigungsbedarf der Bank auf Sicht eines Jahres prognostiziert. Der erwartete Verlust bildet hierbei eine wichtige Kennzahl für unsere Risikosteuerung.

Neben dem erwarteten Verlust (expected loss) ermitteln wir den unerwarteten Verlust (unexpected loss oder Credit Value at Risk bzw. CVaR). Dieser bezeichnet das Risiko, dass die Kreditverluste oberhalb des erwarteten Verlustes liegen. Während der erwartete Verlust durch die vereinnahmten Risikoprämien gedeckt wird, muss zur Abdeckung des unerwarteten Verlustes Eigenkapital vorgehalten werden.

Im Risikoszenario berücksichtigen wir den unerwarteten Verlust mit einem Konfidenzniveau von 99 %. Im Stressszenario simulieren wir eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeiten um 10 % auf das gesamte Kreditportfolio sowie eine Erhöhung des Blankoanteils um 10 % in den gewerblichen Kundenforderungen auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 %. Sowohl im Risiko als auch im Stressszenario sind die Risiken mit ausreichendem Risikodeckungspotenzial unterlegt. Hinsichtlich des Adressenausfallrisikos im Eigengeschäft wird neben der erwarteten GuV-Belastung ebenfalls die unerwartete GuV-Belastung im Risikotragfähigkeitskonzept berücksichtigt.

Marktpreisrisiken

Im Rahmen des Risikomanagements der Marktpreisrisiken, die sich bei uns aus den Zinsänderungs- sowie Kurswertrisiken zusammensetzen, nutzen wir ein Controlling- und Managementsystem, welches den bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen in vollem Umfang entspricht.

Die VR-Bank eG ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund der gemeinhin bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktivischen und passivischen Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird bilanziell im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches berücksichtigt.

Die Messung der Zinsänderungsrisiken erfolgt durch den Einsatz dynamischer Zinselastizitätsbilanzen als negative Veränderung des Zinsüberschusses und des (handelsrechtlichen) Bewertungsergebnisses in verschiedenen Zinsszenarien. Der Vorstand hat die maximal akzeptable Abweichung vom Prognosewert in Abhängigkeit von der Risikodeckungsmasse, die der Genossenschaft zur Verfügung steht, auf ein vertretbares Maß begrenzt.

Im Rahmen einer dynamischen Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Hierbei handelt es sich sowohl um bilanzielle Geschäfte in Form von Refinanzierungen im Interbankengeschäft als auch um außerbilanzielle Geschäfte mit Zinsbegrenzungsvereinbarungen. Ziel dieser Maßnahmen ist regelmäßig die Reduzierung des Zinsänderungsrisikos in GuV-orientierter und barwertiger Sichtweise.

Nach abgestuften Entwicklungsszenarien haben wir für die möglichen Ergebnisbeeinträchtigungen Limite definiert, bei deren Überschreitung das Erfordernis von Gegensteuerungsmaßnahmen geprüft wird.

Das Kurswertrisiko aus Anleihen und Schuldverschreibungen wird monatlich anhand des Barwertkonzeptes ermittelt, in dem der Buchwert mit dem Kurswert, der sich aufgrund der unterschiedlichen Zinsentwicklungsszenarien ergibt, verglichen wird. Im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes wird als Risiko auf die einschlägigen Budgets bzw. Limite das gesamte Kursrisiko angerechnet.

Das Kursrisiko aus Investmentanteilen wird anhand des Value at Risk - Ansatzes über entsprechende Value at Risk - Kennziffern (dynamischer bzw. gestresster dynamischer VaR ex ante) bewertet. Die Bewertung im Risikoszenario wird konsistent mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer bis zum jeweiligen Jahresende vollzogen. Im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes wird als Risiko auf die einschlägigen Budgets bzw. Limite auch in diesem Segment das gesamte Kursrisiko angerechnet. Im Stressszenario kommt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % eine gestresste dynamische VaR-Kennzahl zur Anwendung.

Operationelle Risiken (Betriebs- und Rechtsrisiken)

Das Risikomanagement der VR-Bank eG bezieht sich neben den Adressenausfall- sowie den Marktpreisrisiken auch auf die operationellen Risiken (z.B. Betriebsrisiken im DV-System, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken).

Hierbei tragen unser internes Kontrollsystem, unsere Compliance-Organisation sowie Prüfungen durch die Interne Revision dazu bei, diese Risiken zu identifizieren und bspw. durch die Anpassung von Arbeitsabläufen zu begrenzen bzw. zu vermeiden.

Innerhalb des Risikomanagementprozesses begegnen wir den Betriebs- und Rechtsrisiken auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z.B. im DV-Bereich sowie im Bereich der Rechtsberatung).

Im Eigengeschäftsbereich (bankeigenes Anlagegeschäft/ Depot A) wird bspw. durch eine klare funktionale Trennung von Handel, Abwicklung/ Kontrolle und Risikocontrolling eine Minimierung operationeller Risiken betrieben.

Im Kreditgeschäft trägt ebenfalls eine funktionale Trennung in Markt- und Marktfolgebereiche zur Minimierung derartiger Risiken bei.

Wir haben für alle notfallrelevanten Prozesse im Sinne des Notfallkonzeptes der Bank eine Notfallplanung aufgestellt und überprüfen die Angemessenheit in regelmäßigen Abständen. Darüber hinaus wurden versicherbare Gefahrenpotenziale (z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken) durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Aufgetretene Risiko-/ Schadensfälle bzw. Beinaheverluste werden jeweils auf ihre Ursache hin analysiert, um entsprechende Maßnahmen zur künftigen Vermeidung zu ergreifen.

Im Risikomanagement der operationellen Risiken berücksichtigen wir darüber hinaus auch Risiken i.R. von Outsourcingsachverhalten durch die Einrichtung eines professionellen Auslagerungsmanagements. Hierüber überwachen wir fortlaufend die Qualität der Leistungserbringung des Insourcers.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird durch die LCR (Liquidity Coverage Ratio) als aufsichtsrechtlich Vorgabe definiert.

Im Geschäftsjahr waren die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben und die Vorgaben mit großem Spielraum eingehalten.

Die Finanzplanung unseres Hauses ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Vor diesem Hintergrund achten wir bspw. auch auf ausgewogene Laufzeitenstrukturen unserer Aktiv- und Passivpositionen.

Bei unseren Geldanlagen tragen wir neben Risiko- und Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund einerseits und den Umfang an hochliquider Aktiva andererseits bestehen für uns ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwarteten Zahlungsstromschwankungen begegnen zu können.

Vertriebsrisiko

Als Vertriebsrisiko definieren wir das Risiko einer unerwarteten negativen Planabweichung im Vertriebsergebnis der Bank.

Zur Reduzierung des Vertriebsrisikos haben wir einen Regelkreislauf aus Planung, Vorsteuerung und fortlaufendem Soll-Ist-Vergleich installiert. Hierüber werden Fehlentwicklungen frühzeitig aufgedeckt, um bei Bedarf Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Beteiligungsrisiko

Die VR-Bank eG verfügt über ein dem Geschäftsmodell sowie betrieblichen Bedürfnissen entsprechendes Beteiligungsportfolio aus strategischen Beteiligungen und Funktionsbeteiligungen.

Über das Beteiligungscontrolling ist sichergestellt, dass wir fortlaufend über Informationen zur betriebswirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Beteiligungsnehmer verfügen.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 42.486 41.382 1.104 2,7
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 47.878 45.775 2.103 4,6
Harte Kernkapitalquote 12,8 % 12,2 %    
Kernkapitalquote 12,8 % 12,2 %    
Gesamtkapitalquote 15,0 % 14,7 %    

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Eine angemessene Eigenmittelausstattung, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets angemessenen Liquiditätsausstattung die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die Anforderungen zur Eigenmittelausstattung gem. CRR und KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2018 gut eingehalten.

Die Erhöhung des Eigenkapitals laut Bilanz ergibt sich vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung aus der Gewinnthesaurierung des Geschäftsjahres 2018.

Im Zuge der Erhöhung der Eigenmittel ergibt sich unter Berücksichtigung der Veränderung der risikogewichteten Positionswerte im Geschäftsjahr 2018 zum 31.12.2018 eine Gesamtkapitalquote in Höhe von 15,0 %.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der auch weiter ansteigenden Eigenmittelanforderungen bei dem erwarteten Geschäftsverlauf durch die gemäß Eigenkapitalstrategie der Bank geplanten Rücklagenzuführungen auch zukünftig auszugehen.

Im Rahmen unserer Eigenkapitalstrategie haben wir einen entsprechenden Kapitalplanungsprozess installiert, der in vollem Umfang den aufsichtsrechtlichen Anforderungen entspricht.

Kundenforderungen

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2018 mit der gebotenen Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzelwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Der umfassende Einsatz der u.a. vom Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken entwickelten Ratingsysteme sichert eine höchstmögliche Transparenz bezüglich des Risikogehaltes unserer Kundenforderungen, welche uns in die Lage versetzt, deren Entwicklung umfassend zu beobachten, zu analysieren und zu steuern.

Darüber hinaus sichern umfassende Frühwarnsysteme, welche ebenfalls die aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllen, eine frühzeitige Risikoerkennung ab und gewährleisten die rechtzeitige Ergreifung risikominimierender Maßnahmen im Rahmen unseres Risikomanagementprozesses.

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine angemessen ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzte Höchstkreditgrenze für die einzelnen Kreditnehmer bzw. Kreditnehmereinheiten sowie sämtliche Kreditgrenzen des KWG und der CRR wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditanträgen unserer Kunden entsprechen.

Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur in Verbindung mit unserer geschäftspolitischen Ausrichtung entfallen wesentliche Teile unseres Kreditvolumens auf die Branchen Landwirtschaft sowie Grundstücks- und Wohnungswesen. Wir halten die in diesem Zusammenhang eingegangenen Risiken für vertretbar.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 19.159 13.268 5.891 44,4
Liquiditätsreserve 106.680 106.691 -11 -0,0

Die Wertpapiere des Anlagevermögens erhöhten sich um 5,9 Mio. EUR (oder 44,4 %) auf 19,2 Mio. EUR, der Bestand an Wertpapieren der Liquiditätsreserve blieb nahezu konstant bei 106,7 Mio. EUR.

Weiterhin wurden im Rahmen der Bewertung Abschreibungen i.H.v. 2,2 Mio. EUR, Zuschreibungen i.H.v. 115,1 TEUR, realisierte Kursgewinne i.H.v. 232,9 TEUR sowie realisierte Kursverluste i.H.v. 103,8 TEUR verbucht. Die vorgenommenen Abschreibungen enthalten auch Bewertungsabschläge bei einzelnen Wertpapieren auf unter 100 %, bei denen wir etwaige Ausfallrisiken gegenwärtig ausschließen, mithin hieraus in den Folgejahren bis zur jeweiligen Fälligkeit entsprechende Zuschreibungen zu erwarten sind.

Zum 31.12.2018 ergeben sich aus sämtlichen im Eigengeschäft gehaltenen Anlagen (inkl. Beteiligungen und Derivatgeschäfte) nach Saldierung mit den stillen Lasten stille Reserven in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,8 Mio. EUR).

Derivatgeschäfte

Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos setzen wir Zinssicherungsgeschäfte auf Gesamtgeschäftsebene ein.

Zum Bilanzstichtag bestehen Zinsbegrenzungsvereinbarungen in Form von Caps i.H.v. 42,8 Mio. EUR sowie Swaps i.H.v. 11,0 Mio. EUR.

Zinsänderungsrisiko

Auf Basis des eingesetzten Zinsrisiko-Steuerungssystems wird bei anhaltend niedrigem Zinsniveau mit abnehmender Zinsstrukturkurvensteilheit bzw. weiter fallendem Marktzinsniveau die Bruttozinsspanne belastet.

Hierfür ursächlich sind sowohl die geringen Wiederanlagekonditionen für fällige Aktivapositionen (Kundenkredit- und Eigenanlagegeschäft) als auch das begrenzte Zinsanpassungspotenzial im Einlagenbereich.

Der Zinsrisikokoeffizient nach § 24 Abs. 1 KWG wird per 31.12.2018 im Szenario +200 BP ad hoc mit -19,73 % der anrechenbaren Eigenmittel eingehalten.

Ergänzend wird auf den Rückstellungstest im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches verwiesen (IDW RS BFA 3).

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

Verpflichtungen aus Verträgen mit der Sicherungseinrichtung / Sanierungsverträgen

Keine.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl (Liquidity Coverage Ratio - LCR) haben wir eingehalten.

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 11.459 11.925 -466 -3,9
Provisionsüberschuss 2) 4.357 4.599 -242 -5,3
Verwaltungsaufwendungen 11.630 11.689 -59 -0,5
a) Personalaufwendungen 7.540 7.649 -109 -1,4
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.090 4.040 50 1,2
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 3.978 4.346 -368 -8,5
Bewertungsergebnis 4) -1.772 228 -2.000 -877,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.206 4.574 -2.368 -51,8
Steueraufwand 764 1.355 -591 -43,6
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 913 2.689 -1.776 -66,0
Jahresüberschuss 529 530 -1 -0,2

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,09 % (Vorjahr 0,10 %).

Im Betriebsergebnis vor Bewertung wurde mit 4,0 Mio. EUR ein insgesamt befriedigendes Ergebnis erzielt. Der Zinsüberschuss hat sich hierbei im Vorjahresvergleich um 466 TEUR (oder 3,9 %) auf 11,5 Mio. EUR reduziert. Die Zinserträge aus dem Kundenkreditgeschäft reduzierten sich um 514 TEUR, die Zinserträge aus Wertpapieren und Beteiligungen reduzierten sich um 264 TEUR und die Zinserträge aus Forderungen ggü. Kreditinstituten erhöhten sich um 76 TEUR. Die Zinsaufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich um insgesamt 237 TEUR reduziert.

Der Provisionsüberschuss liegt mit 4,4 Mio. EUR insgesamt 242 TEUR unter dem Vorjahresniveau. Während die Provisionserträge in summa auf dem Vorjahresniveau lagen, erhöhten sich die Provisionsaufwendungen insbesondere aus der Zahlung von Vermittlungsprovisionen im Plattformgeschäft für Baufinanzierungen. Aus dem hierüber generierten zusätzlichen Kundenkreditgeschäft werden in den Folgejahren Konditionsbeiträge im Zinsergebnis erwirtschaftet.

Die Verwaltungsaufwendungen liegen mit 11,6 Mio. EUR insgesamt 59 TEUR (bzw. 0,5 %) unter dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwendungen haben sich um 109 TEUR reduziert, während sich die anderen Verwaltungsaufwendungen um 50 TEUR auf 4,1 Mio. EUR erhöhten. Hierin nicht enthalten ist eine Ausgleichszahlung unseres Rechenzentrums i.H.v. 231 TEUR i.R. der erfolgten Migration des Bankenanwendungsverfahrens. Diese ist buchhalterisch den Sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 368 TEUR (bzw. 8,5 %) auf 4,0 Mio. EUR reduziert.

Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die wir als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ermittelt haben, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 75,95 % auf 76,81 % verschlechtert.

Im Bewertungsergebnis sind verschiedene Sachverhalte zu unterscheiden:

Im Bewertungsergebnis Kreditgeschäft wurde saldiert ein positives Ergebnis in Höhe von 143 TEUR erzielt. Risikoentlastungen in Form von Auflösungen bestehender Einzelwertberichtigungen sowie Eingängen auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von insgesamt 293 TEUR stand eine Risikoabschirmung in Höhe von 150 TEUR gegenüber.

Im Bewertungsergebnis für das Eigengeschäft wurde saldiert ein negatives Ergebnis in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: positives Ergebnis in Höhe von 1,2 Mio. EUR) erzielt. Abschreibungen und realisierten Kursverlusten in Höhe von insgesamt 2,3 Mio. EUR standen Zuschreibungen und realisierte Kursgewinne in Höhe von 0,3 Mio. EUR gegenüber. Vom Discounted Cashflow - Verfahren zur Bewertung einzelner Positionen bei eingeschränkter Wertfindung machen wir im Jahresabschluss 2018 keinen Gebrauch.

Das Betriebsergebnis nach Bewertung liegt mit 2,0 Mio. EUR insgesamt 2,2 Mio. EUR unterhalb des Ergebnisses des Vorjahres. Hierbei ist die Hebung stiller Reserven aus Beteiligungen über 1,6 Mio. EUR als positiver Ergebnisbeitrag im Geschäftsjahr 2017 zu berücksichtigen.

Nach Berücksichtigung des Steueraufwandes sowie der Einstellung eines Betrages in Höhe von 0,9 Mio. EUR in den Fonds für allgemeine Bankrisiken verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 529 TEUR, aus dem die Rücklagendotierung in Höhe von 0,3 Mio. EUR sowie die Zahlung einer Dividende an unsere Mitglieder in Höhe von 3,0 % vorgesehen sind.

Die Prognose- bzw. Planungsrechnung aus 2017, das Geschäftsjahr 2018 betreffend, wurde mit Ausnahme des Bewertungsergebnisses weitestgehend erreicht.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

In der Planung des Geschäftsjahres 2018 sind wir unter Berücksichtigung der Zinsentwicklung, erwarteter Ertragssteigerungen im Vermittlungsgeschäft sowie der Verwaltungskostenplanung von einem Betriebsergebnis vor Bewertung auf Vorjahresniveau ausgegangen.

Während im Zinsergebnis sowie den Verwaltungskosten das Planergebnis erreicht bzw. positiv überschritten wurde, konnten die Planerträge im Vermittlungsgeschäft nicht erreicht werden. Hierbei ist explizit für das Geschäftsjahr 2018 auch die Belastung aus der Umstellung des Bankenanwendungsverfahrens zu berücksichtigen.

Saldiert wurde das absolute Planbetriebsergebnis vor Bewertung erreicht.

Im originären Bewertungsergebnis Kundenkreditgeschäft haben wir aufgrund günstiger Entwicklungen die Planwerte im positiven Sinne unterschritten; im originären Bewertungsergebnis für das Eigengeschäft ergaben sich deutlich höhere Bewertungsabschläge als geplant.

Die Ertragslage ist insgesamt zufriedenstellend.

Im Ergebnis können wir unsere Risikotragfähigkeit aus dem Jahresergebnis neben der Zuweisung in die gesetzlichen Rücklagen (300 TEUR) um weitere 0,9 Mio. EUR erhöhen, die vollständig in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340 g HGB eingestellt werden. Für die hohen und auch weiter steigenden Anforderungen an die Eigenmittelausstattung sehen wir uns auch unter Berücksichtigung unserer Geschäftsstrukturplanung in den kommenden Jahren gut gerüstet.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie die stillen Vorsorgereserven erhöhen sich auf insgesamt 27,4 Mio. EUR.

Die Vermögenslage unserer Bank ist weiterhin geordnet. Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht in vollem Umfang den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Für das laufende Jahr haben wir uns abgeleitet aus unserer strategischen Planung Ziele i.R. der operativen Jahresplanung gesetzt. Über Zielvereinbarungen sowie Budgets wird das Ertrags-, Kosten- und Risikomanagement in entsprechenden Regelkreisläufen gesteuert.

Wir erwarten mittelfristig keine wesentlichen Veränderungen des Zinsniveaus. Unter Berücksichtigung unserer Geschäftsstrukturplanung, die ein weiteres Wachstum im Kundenkreditgeschäft vorsieht, gehen wir für das Geschäftsjahr 2019 von einem Zinsergebnis i.H.v. 11,6 Mio. EUR aus. Die unseren Planungen zugrunde liegende Zinsprognose geht hierbei von einem mittelfristig konstanten Marktzinsniveau aus.

Im Vermittlungsgeschäft planen wir Steigerungen insbesondere im Darlehens- (Vermittlung von Wohnungsbaufinanzierungen an unsere Verbundpartner) sowie Versicherungsgeschäft. Den Provisionsüberschuss für das Jahr 2019 planen wir im Ergebnis mit 4,7 Mio. EUR.

Den Personalaufwand planen wir mit 7,3 Mio. EUR. Die übrigen Verwaltungsaufwendungen inklusive der planmäßigen Abschreibungen planen wir mit 5,4 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung in Höhe von 338 TEUR. Hierbei erhöhen sich insbesondere die Kosten im Bereich des Prüfungs- und Beratungsaufwandes sowie die Ausbildungs- und Schulungskosten.

Im Bewertungsergebnis planen wir grundsätzlich vorsichtig und risikoorientiert. Im Kundenkreditgeschäft gehen wir für das Geschäftsjahr 2019 von einem saldierten Bewertungsergebnis von -560 TEUR aus. Im Eigenanlagegeschäft planen wir ein Bewertungsergebnis von -540 TEUR.

Im Ergebnis ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 ein Planergebnis nach Bewertung in Höhe von 3,0 Mio. EUR.

Für die Folgejahre sehen wir weiterhin Chancen in der aktiven Marktbearbeitung im Privatkundengeschäft unter flächendeckender Anwendung der genossenschaftlichen Beratung und des Ausbaus des Plattformgeschäftes sowie der Erhöhung der Präsenz bei erweitertem Marktauftritt im Firmenkunden- und Gewerbekundengeschäft. Die Entwicklung unserer "Filialen der Zukunft" in Verbindung mit der Erweiterung der Vertriebs- und Kommunikationskanäle eröffnet uns zudem Möglichkeiten von Kapazitätsanpassungen in den mitarbeiterbedienten Servicebereichen. Diesen Chancen stehen Risiken aus einem anhaltend niedrigen Marktzinsniveau und damit rückläufigen Zinsüberschüssen in den Folgejahren gegenüber. Diese wurden bereits in den Planungsrechnungen berücksichtigt. Auch ein unerwartet hoher und zügiger Anstieg des Marktzinsniveaus stellt aufgrund einer dann rückläufigen Kreditnachfrage bei gleichzeitigen Kursrückgängen im Festzins-Eigengeschäft in Verbindung mit einer sich verändernden Einlagenstruktur (Verlängerung der Anlagehorizonte) ein Risiko dar.

Dem Risikomanagementprozess der Adressenausfall-, der Marktpreis- und sonstigen Risiken schenken wir unverändert hohe Beachtung.

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine weitere Stärkung unseres Eigenkapitals durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen sowie des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB.

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften werden von uns nach den bestehenden Planungen voraussichtlich auch in den kommenden beiden Jahren mit angemessenem Spielraum eingehalten.

Mit Blick auf eine unverändert sorgfältige Finanzplanung sowie die Einbindung unserer Bank in den genossenschaftlichen Finanzverbund gehen wir auch zukünftig von einer geordneten Finanzlage aus.

IV. Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen im Sinne des § 14 GenG.

 

Schwerin, 22. Mai 2019

VR-Bank eG

Der Vorstand

Wilhelm Plum

Marco Seidel

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2018

VR-Bank eG, Schwerin

Genossenschaftsregisternummer GnR 63 beim Amtsgericht Schwerin

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     9.151.754,56   7.816
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     3.497.238,78   4.077
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 3.497.238,78       (4.077)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 12.648.993,34 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     53.679.000,41   51.303
b) andere Forderungen     23.298.232,61 76.977.233,02 26.819
4. Forderungen an Kunden       320.130.036,19 302.309
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 148.712.483,55       (145.562)
Kommunalkredite 1.412.462,64       (2.010)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   7.146.024,66     5.200
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.022.352,89       (3.061)
bb) von anderen Emittenten   86.472.060,05 93.618.084,71   82.763
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 60.676.638,47       (58.857)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 93.618.084,71 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       32.220.868,58 31.995
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     8.383.210,50   8.383
darunter:          
an Kreditinstituten 527.852,00       (528)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     63.050,00 8.446.260,50 63
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 49.000,00       (49)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       (0)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     2.555,00   1
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 2.555,00 0
12. Sachanlagen       13.457.550,78 14.009
13. Sonstige Vermögensgegenstände       1.114.209,43 4.152
14. Rechnungsabgrenzungsposten       649.846,75 845
Summe der Aktiva       559.265.638,30 539.735

Passivseite

         
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     1.358.549,17   1.246
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     72.315.682,00 73.674.231,17 68.206
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   140.979.968,65     134.291
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   1.437.302,22 142.417.270,87   2.735
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   278.153.718,26     261.610
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   19.024.726,97 297.178.445,23 439.595.716,10 25.932
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       482.746,85 495
6. Rechnungsabgrenzungsposten       212.822,83 313
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     1.956.181,00   1.892
b) Steuerrückstellungen     75,74   614
c) andere Rückstellungen     858.312,23 2.814.568,97 1.019
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       21.771.000,00 20.858
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     7.685.057,54   7.793
b) Kapitalrücklage     512,83   1
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   10.800.000,00     10.600
cb) andere Ergebnisrücklagen   2.000.000,00 12.800.000,00   1.900
d) Bilanzgewinn     228.982,01 20.714.552,38 230
Summe der Passiva       559.265.638,30 539.735
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   1.908.025,18     1.490
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 1.908.025,18   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   32.955.570,05 32.955.570,05   16.549
darunter: Lieferverpflichtungen          
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   10.871.127,52     11.310
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   1.129.537,43 12.000.664,95   1.115
2. Zinsaufwendungen     1.548.175,10 10.452.489,85 1.786
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     799.564,59   1.052
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     207.221,16   234
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 1.006.785,75 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     5.148.177,00   5.180
6. Provisionsaufwendungen     790.932,71 4.357.244,29 581
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       840.837,08 674
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   6.179.499,98     6.341
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   1.360.358,91 7.539.858,89   1.308
darunter: für Altersversorgung 226.784,47       (211)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     4.089.757,64 11.629.616,53 4.040
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       935.415,87 1.013
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       114.070,86 148
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     1.714.797,11   1.519
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 -1.714.797,11 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     57.613,33   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 -57.613,33 1.746
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       2.205.843,27 4.574
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     756.188,02   1.340
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     7.739,23 763.927,25 16
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       913.000,00 2.689
25. Jahresüberschuss       528.916,02 530
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       65,99 0
        528.982,01 530
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        528.982,01 530
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     200.000,00   200
b) in andere Ergebnisrücklagen     100.000,00 300.000,00 100
29. Bilanzgewinn       228.982,01 230

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2018

VR-Bank eG, Schwerin

A. Allgemeine Angaben

Die VR-Bank eG mit Sitz in Schwerin ist beim Amtsgericht Schwerin unter der Genossenschaftsregisternummer GnR 63 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Zusätzliche Angaben, wenn wegen besonderer Umstände der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild nicht vermittelt:

Keine.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt bzw. die strukturierten Schuldscheindarlehen gemäß IDW RS HFA 22 einheitlich bilanziert und bewertet.

Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere sind nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari werden i. d. R. linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swap- und Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand dienen als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung des Zinsbuches.

Bei Zinsbegrenzungsvereinbarungen wird die gezahlte Prämie über die Laufzeit verteilt, sofern diese der Absicherung von Zinsänderungsrisiken dienen. Dazu wird bei Fälligkeit der einzelnen Teiloptionen der auf diese entfallende Prämienanteil erfolgswirksam ausgebucht. Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen zur Absicherung von zinstragenden Geschäften werden zeitanteilig abgegrenzt.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnung zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen und unter Beibehaltung von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden sowie beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.

Abschreibungen gemäß § 6b EStG sowie Sonderabschreibungen nach dem Steuerrecht gemäß § 7a EStG und nach dem § 4 Abs. 2 Fördergebietsgesetz (FöGbG) für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Aktive und passive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) werden verrechnet.

Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die zum Ausgabebetrag zuzüglich anteilig abgegrenzter Zinsen bis zum Bilanzstichtag passiviert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der Heubeck-Richttafeln RT 2018 G zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 3,21 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 3,68 %) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2018 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 163.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2018

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugang (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
Im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 126.867,51 2.846,75 (a) 0,00 (a) 129.714,26
    0,00 (b) 0,00 (b)  
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 23.396.957,99 11.240,95 (a) 0,00 (a) 23.408.198,94
    0,00 (b) 0,00 (b)  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.379.145,57 397.390,80 (a) 0,00 (a) 6.444.634,08
    0,00 (b) 331.902,29 (b)  
Summe a 29.902.971,07 411.478,50 (a) 0,00 (a) 29.982.547,28
    0,00 (b) 331.902,29 (b)  
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen
Geschäftsjahr (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.893,51 1.265,75 (a)
    0,00 (b)
Sachanlagen    
a) Grundstücke und Gebäude 11.394.192,16 522.652,00 (a)
    0,00 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.372.583,57 411.498,12 (a)
    0,00 (b)
Summe a 15.892.669,24 935.415,87 (a)
    0,00 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 (a) 0,00 (a)
  0,00 (b) 0,00 (b)
Sachanlagen    
a) Grundstücke und Gebäude 0,00 (a) 0,00 (a)
  0,00 (b) 0,00 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 (a) 0,00 (a)
  0,00 (b) 305.643,61 (b)
Summe a 0,00 (a) 0,00 (a)
  0,00 (b) 305.643,61 (b)
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 127.159,26 2.555,00
    (974,00)
Sachanlagen    
a) Grundstücke und Gebäude 11.916.844,16 11.491.354,78
    (12.002.765,83)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.478.438,08 1.966.196,00
    (2.006.562,00)
Summe a 16.522.441,50 13.460.105,78
    (14.010.301,83)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 13.267.200,00 5.820.240,48 19.087.440,48
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 8.446.260,50 0,00 8.446.260,50
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe b 21.713.460,50 5.820.240,48 27.533.700,98
Summe a und b 51.616.431,57   40.993.806,76

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 76.633.480 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 6.871.593 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 4.341.590 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 93.618.085 89.711.139 3.906.946 8.218.032
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 16.127.694 0 16.127.694 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens (A 5) mit einem Buchwert von EUR 8.179.299 und einem Marktwert von EUR 7.970.800.

Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem aktuellen Börsen- und Marktpreis. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogenen Wertänderungen unterblieben, da wir nicht von einer dauernden Wertminderung ausgehen. Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren sind nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten. Die festverzinslichen Wertpapiere sollen bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert.

Bei den Beteiligungen (A 7) mit einem Buchwert von EUR 18.620 und einem Marktwert von EUR 17.300.

Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem aktuellen Marktpreis. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogenen Wertänderungen unterblieben, da wir nicht von einer dauernden Wertminderung ausgehen.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

In den Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 76.674.245 77.781.749
Forderungen an Kunden (A 4) 0 0 0 235.520
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 44.637.425 42.206.402

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ BANK AG, Frankfurt am Main 0,0001 2017 10.504.000 2017 570.000
b) TeamBank AG, Nürnberg 0,07 2017 539.699 2017 0
c) R + V Versicherung AG, Wiesbaden 0,06 2017 774.177 2017 0
d) NGB AG & Co.KG, Hannover 0,36 2018 1.730.731 2018 33.603
e) VR Immobilien GmbH, Schwerin 50,00 2017 214 2017 21

Die Jahresergebnisse der unter b) und c) genannten Unternehmen resultieren aus Ergebnisabführungsverträgen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 9.805.816 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1.966.196 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" ist folgender wesentlicher Einzelbetrag enthalten:

31.12.2018
EUR
Steuererstattungsansprüche 630.565

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 13.091 (Vorjahr EUR 20.985) enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
4) Forderungen an Kunden 174.315 268.388
5) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 800.000 800.000

Die nachrangigen Forderungen des Aktivpostens 4 sind in vollem Umfang haftungsfrei gestellt.

Restlaufzeitspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 1.239 0 11.500.000 11.500.000
Forderungen an Kunden (A 4) 6.492.656 20.006.867 85.201.407 201.438.085

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 946.244 2.989.762 23.231.958 45.003.504
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 263.319 901.975 272.008 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 6.210.504 5.151.572 7.595.864 66.587

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 40.181.380 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" ist folgender wesentlicher Einzelbetrag enthalten:

31.12.2018
EUR
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 125.506

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 21.594 (Vorjahr EUR 33.010) enthalten.

Latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus Beteiligungen stehen insbesondere höhere aktive Steuerlatenzen aus der Bewertung von Sachanlagen und Rückstellungen gegenüber.

Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 30,98 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 40.181.380 37.476.729
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 0 0 10.645.729 9.606.587

Eigenkapital

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 7.478.566
b) der ausscheidenden Mitglieder 196.592
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 9.900

Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b und c) haben sich wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklage
EUR
Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2018 513 10.600.000 1.900.000
Einstellungen      
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres   200.000 100.000
Stand 31.12.2018 513 10.800.000 2.000.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 54.674.652

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte mit Zinsswaps und Caps des Nichthandelsbestands.

Die Zinsswaps und Caps dienen zu 100 % der Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken.

Die Zinsderivate wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices"). Die Adressenrisiken sind als risikogewichtete Positionsbeträge entsprechend den aufsichtsrechtlichen Eigenmittelvorschriften angegeben.

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag Restlaufzeit beizulegender Zeitwert Adressenrisiko
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe
Zinsbezogene Geschäfte            
OTC-Produkte            
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 0 11.000 11.000 -196 0
- Zinsoptionen - Käufe 5.000 37.800 0 42.800 19 0

Der unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Aktivposten 14) erfasste Buchwert der Zinsbegrenzungsvereinbarungen des Nichthandelsbestands beläuft sich auf EUR 636.756.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Barwert.

Für die Bewertung von Optionen des Nichthandelsbestands werden Optionspreismodelle (Black-Scholes) eingesetzt.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften (Aktivposten A 1 und A 3) sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 65.445 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften (Passivposten P 2) in Höhe von EUR 124.419 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -827 (Vorjahr EUR -1.451) vermindert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für "Verwaltung und Vermittlung", insbesondere für die Vermittlung von Fonds, Bausparverträgen, Versicherungen und Krediten nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,4 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten 8) ist folgender nicht unwesentlicher Einzelbetrag enthalten:

Art EUR
Fiducia GAD IT AG, Kompensation Migration 231.000

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 0 (Vorjahr EUR 661) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 73.871 (Vorjahr EUR 76.475) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 299.338 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 89.157 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 47.509.

Die früheren Mitglieder des Vorstands erhielten EUR 141.969.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2018 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.810.240.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 3.375 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 7.787.838.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 163.018.

Dem ausschüttungsgesperrten Betrag aus der Neubewertung von Altersversorgungsverpflichtungen (§ 253 Abs. 6 HGB) stehen frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 2.000.743 gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 1.054.592 und betreffen ausschließlich Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2018 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 4 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 72 40
  76 40

Außerdem wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Nachfolgende Tabelle zeigt die Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr:

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2018 14.790 52.936 7.940.400
Zugang 2018 115 823 123.450
Abgang 2018 487 1.884 282.600
Ende 2018 14.418 51.875 7.781.250
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 138.000
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 159.150
Höhe des Geschäftsanteils EUR 150
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 150

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt, aufgeschlüsselt in das Honorar für

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 158.887
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 19.530
- Steuerberatungsleistungen EUR 7.837

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Hannoversche Straße 149

30627 Hannover

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Plum, Wilhelm, Bankvorstand

Seidel, Marco, Bankvorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Homp, Bernd, - Vorsitzender - , Geschäftsführer der MECKL-Zuchtviehkontor GmbH

Seemann, Uwe, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer der Seemann Tiefbau GmbH

Arendt, Regina, Kämmerin im Amt Parchim Umland

Ahnefeld, Jens, Geschäftsführer der Gebr. Ahnefeld GmbH & Co. KG

Lange, Uwe, Geschäftsführer der Stadtfleischerei Lange OHG

Koß, Regina, Angestellte Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

Stechert, Jens, Vorstandsmitglied der Agrar-Produkte eG Spornitz

Dr. Toparkus, Volker, Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft Rom/Meckl. eG

Zander, Anne, Geschäftsführerin der ZANDER GmbH Bäckerei & Cafes

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB

In den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien der nachfolgenden großen Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr:

Name und Sitz Anzahl der Mandate
Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Schwerin 1

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 528.916,02 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 65,99 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 300.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 228.982,01) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 228.751,13
Vortrag auf neue Rechnung 230,88
  228.982,01

 

Schwerin, 22. Mai 2019

VR-Bank eG

Der Vorstand

Wilhelm Plum

Marco Seidel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR-Bank eG, Schwerin

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank eG, Schwerin (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. besonders wichtiger Prüfungssachverhalt 1: Bewertung Kundenforderungen

2. besonders wichtiger Prüfungssachverhalt 2: Migration des Bankverfahrens

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

zu 1.a)

Die Forderungen an Kunden belaufen sich saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen auf 320,1 Mio. EUR. Dies entspricht 57,2 % der Bilanzsumme.

Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur entfallen wesentliche Teile des Kreditvolumens auf die Branchen Landwirtschaft sowie Grundstücks- und Wohnungswesen.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer (Bonität) sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

zu 1.b)

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Systeme und Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In Folge haben wir uns insbesondere von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse zur Risikofrüherkennung und Risikovorsorge durch Prüfung in ausgewählten Einzelfällen überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

zu 1.c)

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung enthalten.

zu 2.a)

Zur Erfüllung ihrer Buchführungspflichten nutzt die Bank ein Bankverfahren der Rechenzentrale Fiducia & GAD IT AG. Im Berichtszeitraum wurde das bisherige Verfahren "bank21" auf das Verfahren "agree21" migriert. Aufgrund der Komplexität sowie der Bedeutung des Migrationsprozesses für die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und des daraus abgeleiteten Jahresabschlusses als Ganzem wurde die Migration im Rahmen unserer Prüfung als ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt eingestuft.

zu 2.b)

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir insbesondere die von der Bank im Migrationsprojekt vorgenommene Identifizierung und Steuerung der Migrationsrisiken auf Angemessenheit beurteilt. Wir haben anhand von Aufbau- und Funktionsprüfungen geprüft, ob die zur Vorbereitung der Echtmigration vorgenommenen Testmigrationen erfolgreich abgeschlossen und ggf. erforderliche Anpassungen vorgenommen wurden. Weiterhin haben wir in ausgewählten Fällen die Erfassung und Pflege wesentlicher rechnungslegungsbezogener bankindividueller Steuerungsdaten des Bankverfahrens sowie des Berechtigungssystems nachvollzogen. Auf Basis der fachlichen Bewertung über die Auswirkungen der geplanten Veränderungen auf die eingerichteten Kontrollverfahren haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit ausgewählter rechnungslegungsbezogener Kontrollvorgaben geprüft. Die Prüfung der ordnungsgemäßen Datenübernahme von rechnungslegungsrelevanten Daten in der Echtmigration erfolgte u. a. durch Funktionsprüfungen dahingehend, ob die entsprechenden Kontrollen vorgenommen wurden. Die Migration von Bilanz- und GuV-Konten haben wir in ausgewählten Fällen nachvollzogen. Weiterhin haben wir geprüft, ob die für eine ordnungsmäßige Überleitung erforderlichen Übernahmeprotokolle vorliegen.

zu 2.c)

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Migration des Bankenverfahrens sind im Lagebericht unter Abschnitt "Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr" enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung nach § 89 Abs. 1 WpHG

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Susanne Seitz.

 

Berlin, 22 Mai 2019

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Mario Kiesling, Wirtschaftsprüfer

Susanne Seitz, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 24.06.2019 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2018 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 528.916,02 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 65,99 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Die Auszahlung der Dividende ist am 26. Juni 2019 vorzunehmen.

 

Schwerin, 24. Juni 2019

Homp, Aufsichtsratsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrates

VR-Bank eG, Schwerin

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert 4 Ausschüsse eingerichtet.

Der Gesamtaufsichtsrat, der Prüfungsausschuss, der Kreditausschuss, der Personalausschuss und der Bauausschuss traten im Jahr 2018 zu insgesamt 27 Sitzungen zusammen. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Der vorliegende Jahresabschluss 2018 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2018 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Uwe Seemann, Herr Jens Ahnefeld und Herr Jens Stechert aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Schwerin, 22. Mai 2019

Der Aufsichtsrat

Bernd Homp, Vorsitzender

VR-Bank eG, Schwerin

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2018

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die VR-Bank eG, 19055 Schwerin hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank eG, 19055 Schwerin besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR-Bank eG, 19055 Schwerin definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018 TEUR 16.657.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 111,6.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 2.206.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 756 und betreffen laufende Steuern.

Die VR-Bank eG, 19055 Schwerin hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

14 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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