Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 128254
Eingetragen
18.7.2013
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBereitstellung von Datenverarbeitungsdiensten
Gegenstand
die Erbringung von Dienstleistungen im Wege der innerstaatlichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Datenverarbeitung, insbesondere Beratung sowie Entwicklung, Wartung und Vertrieb von Software, für Sozialversicherungsträger i.S.d. § 29 SGB IV, insbesondere für Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, ihren Verbänden und Unternehmen, die einen unmittelbaren Bezug zur Sozialversicherung aufweisen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Rojahn
seit 8.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Körperschaft des öffentlichen Rechts
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Körperschaft des öffentlichen Rechts
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IT.UV Software GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.353,00 1.883.655,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 85.815,00 103.882,00
II. Sachanlagen 88.168,00 1.987.537,00
1. Mieterein- und -umbauten 205.442,00 246.686,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240.222,00 302.884,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.300,00 0,00
447.964,00 549.570,00
536.132,00 2.537.107,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 159,46
2. Forderungen gegen Gesellschafter 2.028.632,51 735.329,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 316.189,61 320.535,14
2.344.822,12 1.056.023,60
II. Guthaben bei Kreditinstituten 5.453.494,98 4.846.170,13
7.798.317,10 5.902.193,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 258.688,52 115.764,57
8.593.137,62 8.555.065,30

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 8.100.000,00 8.100.000,00
III. Verlustvortrag -678.897,29 -371.360,67
IV. Jahresfehlbetrag -321.558,79 -307.536,62
7.199.543,92 7.521.102,71
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 971.908,78 812.198,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 180.873,31 25.230,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 99.912,54 67.566,02
3. Sonstige Verbindlichkeiten 122.961,57 128.968,02
403.747,42 221.764,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten 17.937,50 0,00
8.593.137,62 8.555.065,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.004.853,75 11.473.275,04
2. Sonstige betriebliche Erträge 168.669,11 225.783,21
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -242.542,41 -191.937,26
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.543.060,66 -5.895.467,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.205.035,36 -1.137.340,37
davon für die Altersversorgung: EUR 97.497,32 (i.V. EUR 104.935,18)
-7.748.096,02 -7.032.808,01
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.048.048,54 -2.692.782,78
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.451.014,41 -2.085.478,82
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.818,00 -3.588,00
8. Sonstige Steuern -1.562,27 0,00
9. Jahresfehlbetrag -321.558,79 -307.536,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

IT.UV Software GmbH, Hamburg

A. Allgemeine Angaben

Die IT.UV Software GmbH mit Sitz in Hamburg, eingetragen unter der HRB 128254 beim Amtsgericht Hamburg, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 (1) HGB, erstellt aber auf Grund der Satzung den Jahresabschluss unter Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften und des GmbH-Gesetzes für große Kapitalgesellschaften. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten aktiviert und linear über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer des erworbenen Kundenstamms von fünfzehn Jahren planmäßig abgeschrieben.

Andere entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Es handelt sich um entgeltlich erworbene Software, die über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben wird.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich erhaltener Rabatte/Skonti, vermindert um planmäßige (und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung um außerplanmäßige) Abschreibungen angesetzt. Die Sachanlagen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Zugängen von abnutzbaren beweglichen Vermögenswerten wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden mit der Anschaffung unter den Aufwendungen ausgewiesen. Abweichend davon werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 und bis EUR 1.000,00 aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel der Anschaffungskosten abgeschrieben wird. Am Ende des Zeitraums wird fiktiv ein Abgang dieser Vermögensgegenstände unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Sobald die Gründe für den niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, wird maximal bis zu den Anschaffungskosten zugeschrieben. Einzelwertberichtigungsbedarf war zum Bilanzstichtag nicht gegeben. Eine Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird nicht gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bilanziert.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag enthalten, die Aufwendungen für das Folgejahr betreffen.

Guthaben auf drei Bankkonten in Höhe von TEUR 99 (i. Vj. drei Bankkonten: TEUR 99) waren zum Bilanzstichtag als Mietkaution abgetreten.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen werden alle ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Aufzinsung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 972 betreffen mit TEUR 862 insbesondere Personalkostenverpflichtungen (Urlaub, Jubiläumsgeld sowie Prämien).

Die Verbindlichkeiten verteilen sich nach Laufzeiten wie folgt:

<1 Jahr >1 Jahr >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 181 0 0
(Vorjahr:) (25) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 100 0 0
(Vorjahr:) (68) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 123 0 0
(Vorjahr:) (129) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 100 (i. Vj. TEUR 68) den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 96 (i. Vj. TEUR 87) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 29 (i. Vj. TEUR 44).

D. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betragen TEUR 12.005 (i. Vj. TEUR 11.473) und unterteilen sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsätze Gesellschafter 11.990 11.459
Umsätze Sonstige 15 14

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1).

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 4) angefallen. Sie werden unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

E. Sonstige Angaben

Für Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers wurden im Jahresabschluss 2023 Rückstellungen in Höhe von TEUR 42 gebildet. Sie betreffen mit TEUR 24 die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 sowie mit TEUR 18 andere Beratungsleistungen.

In der IT.UV Software GmbH waren im Jahresdurchschnitt 82 (i. Vj. 78) Beschäftigte zuzüglich der Studierenden 12 (i. Vj. 10) sowie 2 Geschäftsführer (i. Vj. 2) angestellt.

Die Beschäftigten teilen sich in folgenden Gruppen auf:

Klassifizierungsgruppe Anzahl
Entwicklung 74 (i.Vj 70)
Verwaltung 5 i.(V.j 5)
Geringfügig Beschäftigte 1 (i.Vj. 1)
Aushilfen 2 (i.Vj. 2)

Aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich für die Restlaufzeiten per 31. Dezember 2023 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.397.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

F. Geschäftsführung

1) Geschäftsführung

Patrick Adam, Geschäftsführer

Klaus Rojahn, Geschäftsführer, Gesamtbereichsleiter Steuerung-Entwicklung-IT bei der BGW

Die Gesellschaft von ihrem Recht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

2) Mitglieder des Aufsichtsrats

Herr Rudolf Reisbeck (Vorsitzender des Aufsichtsrates), ordentliches Mitglied des Vorstands der BGW (seit 19.10.2022 bis 20.10.2023)

Herr Kurt Hoeke (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), ordentliches Mitglied des Vorstands der BGW, (seit 19.10.2022 bis 20.10.2023)

Herr Jörg Schudmann, Hauptgeschäftsführer der BGW

Mit Beschluss vom 14. Dezember 2023 hat die Gesellschafterversammlung der IT.UV Software GmbH, Hamburg, bis zur Wiederherstellung der Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrates die dem Aufsichtsrat übertragenen Aufgaben an sich gezogen.

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 10.

Die hundertprozentige Gesellschafterin der IT.UV Software GmbH ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Die Gesellschaft wird nicht in einen Konzernabschluss einbezogen.

G. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben. Insbesondere sind keine Vorgänge eingetreten, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich ausgewirkt haben oder sich auswirken werden.

 

Hamburg, den 26. Januar 2024

Die Geschäftsführung

Patrick Adam

Klaus Rojahn

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 25.403.660,78 0,00 0,00 25.403.660,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 271.000,00 0,00 0,00 271.000,00
25.674.660,78 0,00 0,00 25.674.660,78
II. Sachanlagen
1. Mieterein- und -umbauten 412.428,10 0,00 0,00 412.428,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.411.684,65 44.773,54 0,00 1.456.458,19
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.300,00 0,00 2.300,00
1.824.112,75 47.073,54 0,00 1.871.186,29
27.498.773,53 47.073,54 0,00 27.545.847,07
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 23.520.005,78 1.881.302,00 0,00 25.401.307,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 167.118,00 18.067,00 0,00 185.185,00
23.687.123,78 1.899.369,00 0,00 25.586.492,78
II. Sachanlagen
1. Mieterein- und -umbauten 165.742,10 41.244,00 0,00 206.986,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.108.800,65 107.435,54 0,00 1.216.236,19
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.274.542,75 148.679,54 0,00 1.423.222,29
24.961.666,53 2.048.048,54 0,00 27.009.715,07
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.353,00 1.883.655,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 85.815,00 103.882,00
88.168,00 1.987.537,00
II. Sachanlagen
1. Mieterein- und -umbauten 205.442,00 246.686,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240.222,00 302.884,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.300,00 0,00
447.964,00 549.570,00
536.132,00 2.537.107,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

IT.UV Software GmbH, Hamburg

A. Grundlagen

Die IT.UV Software GmbH (kurz auch "JT.UV") wurde am 09.07.2013 gegründet und am 18.07.2013 unter der Nummer HRB 128254 beim Amtsgericht Hamburg ins Handelsregister eingetragen.

Gegenstand der IT.UV Software GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Datenverarbeitung, insbesondere Beratung sowie Entwicklung, Wartung und Vertrieb von Software für Sozialversicherungsträger i.S.d. § 29 SGB IV, insbesondere für Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, ihre Verbände und Unternehmen, die einen unmittelbaren Bezug zur Sozialversicherung aufweisen. Gesellschafter ist seit 01.01.2023 die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), mit Sitz in Hamburg. Zwischen der BGW und der IT.UV Software GmbH besteht seit dem 01.01.2023 eine umsatzsteuerliche Organschaft. Zuständige Aufsichtsbehörde ist das Bundesamt für Soziale Sicherung. Die BGW hat zum 31.12.2022 die Anteile der VBG in Höhe von 74,9 % erworben und ist seitdem alleinige Gesellschafterin.

1. Geschäftsmodell

a) Organisatorische Struktur

Die Geschäftsführung der IT.UV Software GmbH erfolgte ganzjährig durch Herrn Klaus Rojahn, Mitarbeiter der BGW und Herrn Patrick Adam Mitarbeiter der IT.UV Software GmbH.

Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der IT.UV Software GmbH waren bis zum 31.12.2023 durch die BGW besetzt Mit dem Ende der 12. Amtsperiode der Selbstverwaltung der BGW endete am 20.10.2023 die Mitgliedschaft des bisherigen Vorsitzenden und bisherigen stv. Vorsitzenden im Aufsichtstrat der IT.UV. Die BGW hat bisher noch keine neuen Mitglieder in den Aufsichtsrat entsendet. Bis zur Wiederherstellung der Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrates hat die Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 14.12.2023 die auf den Aufsichtsrat übertragenden Aufgaben an sich gezogen.

b) Standorte

Die Geschäftstätigkeit findet im Alten Teichweg 23a, Hamburg, statt.

c) Produkte und Dienstleistungen

Die Gesellschaft ist im Wesentlichen in vier Kompetenzbereichen tätig, und zwar Softwareentwicklung (Anwendungsentwicklung und Framework-Entwicklung), Projektmanagement, Beratung (u.a. Systemtechnik, Methodik, Strategie) und Data Science.

Die IT.UV Software GmbH entwickelt für ihre Gesellschafter verschiedene Softwareprodukte:

Wesentliches Softwareprodukt der IT.UV Software GmbH ist bg.standard, ein integriertes Anwendungssystem für Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Es besteht aus verschiedenen Teilsystemen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse in der gesetzlichen Unfallversicherung. Ergänzt wird bg.standard durch eine elektronische Aktenführung und eine elektronische Posteingangsverarbeitung, welche ebenfalls zur Produktpalette der Gesellschaft gehören und einen größtenteils automatisierten elektronischen Belegfluss in der Anwendung ermöglichen.

Für Beschäftigte im Außendienst der gesetzlichen Unfallversicherung werden zwei Managementsysteme angeboten (Management System Rehabilitation und Management System Prävention), welche für den Einsatz auf mobilen Endgeräten vorgesehen und an bg.standard angebunden sind.

Aktuell wird bg.standard durch die IT.UV Software GmbH von einer microservicebasierten Servicelandschaft abgelöst, welche die wesentlichen Kernprozesse der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung optimiert und mit einem hohem Automatisierungsgrad neu abbildet.

Darüber hinaus gehören zum Angebot der IT.UV Software GmbH verschiedene IT- Dienstleistungen:

Bezogen auf die eigenen Produkte unterstützt die IT.UV Software GmbH die Projektierung der Einführung, Implementierung und Schulung bei ihren Kunden und übernimmt im weiteren Verlauf die Wartung und Weiterentwicklung. Ferner berät die IT.UV Software GmbH ihre Kunden auch hinsichtlich technischer Fragestellungen, der Methodik und auch in strategischen Angelegenheiten zu IT-Themen. Die Implementierung von Business Analytics Lösungen sowie weitere Consulting-Leistungen gehören ebenfalls zum Dienstleistungsangebot.

d) Geschäftsprozesse

Das Qualitätsmanagementsystem der IT. UV Software GmbH ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Im August und September 2023 fand ein erfolgreiches Rezertifizierungsaudit statt. Die Zertifizierung beinhaltet die Bereiche Softwareentwicklung und -pflege, Entwicklung von Standardsoftware, Beratung und Schulung.

e) Absatzmärkte

Der Absatz erfolgte im Jahr 2023 ausschließlich innerhalb Deutschlands. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der Kundengruppe der gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Zu den Kunden der IT.UV Software GmbH gehören im geringen Umfang auch Unternehmen und Einrichtungen, die nicht in den Bereich der Sozialversicherungen gehören.

Der Anteil der Umsätze mit diesen sog. "Drittkunden" ist mit 0,12 % im Jahr 2023 in Hinblick auf die umsatzsteuerliche Organschaft weiterhin im unkritischen Bereich (i.Vj. 0,13 %).

Die IT.UV Software GmbH war im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen für ihre Gesellschafterin (BGW) sowie die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) tätig. Die Dienstleistungen wurden von der IT.UV Software GmbH an den ITUV-BgA (Betrieb gewerblicher Art) der BGW erbracht, der wiederum die Dienstleistungen an die BGW und im Wege innerstaatlicher Zusammenarbeit an die VBG erbracht hat. Die VBG hat ihrerseits Leistungen der IT.UV an die Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB) weiterverkauft. Die Abrechnung erfolgt auf Stundenbasis.

f) Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Da die von der IT.UV Software GmbH angebotene Software gesetzlich reglementierte Prozesse unterstützt, sind gesetzliche Änderungen stets kurzfristig in die jeweiligen Produkte und Prozesse zu implementieren. Dies führt zu nur bedingt planbaren Auftragsspitzen. Die Geschäftsprozesse sind auf diese Besonderheit kurzfristiger Anforderungen eingestellt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die IT.UV Software GmbH bietet eine der wenigen Branchenlösungen für Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungen der öffentlichen Hand an. Alle Anbieter der Branchenlösungen sind im Besitz der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung - also in öffentlicher Hand - und damit im Besitz ihrer jeweiligen hauptsächlichen Kunden. Aus diesem Grund herrscht auf diesem Markt nur eingeschränkter Wettbewerb.

Bezogen auf die Versicherungsverhältnisse von abhängig Beschäftigen in allen Unfallversicherungsträgern in Deutschland hat das von der IT.UV Software GmbH angebotene bg.standard einen Marktanteil (Stand 2022) von über 40 %. Bezogen auf die zu versichernden Mitgliedsunternehmen beträgt der Marktanteil (Stand 2022) über 50 %.

Die konjunkturelle Lage der deutschen Wirtschaft hat sich im Jahr 2023, im Vergleich zum Vorjahr, negativ entwickelt. Für 2023 fiel das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) It Prognose des Ifo-Instituts vom Dezember 2023 um 0,3 %-Punkte niedriger aus als im Vorjahr. Für das Jahr 2024 wird eine Steigerung des BIP um 0,9 Prozentpunkte prognostiziert.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der IT.UV Software GmbH spielt die gesamtwirtschaftliche Lage aufgrund der eng definierten Kundengruppe und der sehr spezifischen Produkte für Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand nur eine untergeordnete Rolle.

2. Geschäftsverlauf

99,9 % (i.Vj. 99,9 %) der Umsatzerlöse wurden mit der Gesellschafterin als Endabnehmer erzielt. Die Auftragslage ergibt sich im Wesentlichen aus dem Geschäft mit der Gesellschafterin und deren Kooperationspartnerinnen zur Erfüllung derer gesetzlichen Aufgaben. Insgesamt lag eine Vollauslastung vor.

3. Ertrags-, Finanz - und Vermögenslage

a) Ertragslage

Der Gesamtumsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 12.005. Er war damit um rund TEUR 532 höher als der Jahresumsatz aus 2022 in Höhe von TEUR 11.473.

Die Umsatzsteigerung konnte erzielt werden, da in 2023 eine deutlicher Personalaufbau erreicht werden konnte. Insgesamt wurde das Umsatzziel jedoch nicht erreicht, da die Stellenbesetzung teilweise später erfolgte als geplant und durch die Neuausrichtung der Anwendungsentwicklung in Richtung Neuerstellung von Microservices ein erhöhter Einarbeitungsaufwand bei dem Bestandspersonal entstand.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 169 (i.Vj. TEUR 226). Dieser Wert liegt damit niedriger als im Vorjahr.

Es ergibt sich eine Personalaufwandsquote (Personalaufwendungen / Gesamtleistung) von 64,5 % (i.Vj. 61,3 %). Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 7.748 (i.Vj. TEUR 7.033). Er hat sich insbesondere auf Grund von Gehaltsanpassungen und des Anstiegs der durchschnittlichen Beschäftigtenanzahl um TEUR 715 erhöht.

Aufwendungen aus dem Personalleasing/externe Dienstleistungen in Höhe von TEUR 243 (i.Vj. TEUR 192) wurden in den Materialaufwendungen - Aufwendungen für bezogene Leistungen - entsprechend ihrem wirtschaftlichen Gehalt dargestellt. Diese Kosten werden in gleicher Höhe an die Kunden weiterbelastet.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.048 (i.Vj. TEUR 2.693) betreffen im Wesentlichen die Abschreibungen der im Jahr 2013 erworbenen Software (TEUR 1.881). Diese Abschreibung ist zum Ende des dritten Quartals 2023 damit ausgelaufen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.451 sind um TEUR 366 höher als im Vorjahr (TEUR 2.085). Enthalten sind unter anderem, Raumkosten TEUR 567 (i.Vj. TEUR 536) und Fahrzeugkosten TEUR 259 (i.Vj. TEUR 286). Die Steigerung der Raumkosten resultiert aus gestiegenen Miet- und Energiepreisen. Der Rückgang der Fahrzeugkosten ist darauf zurückzuführen, dass weniger Firmenwagen im Einsatz sind als im Vorjahr. Im Übrigen erhöhten sich die Kosten im Jahr 2023 im Wesentlichen durch gestiegene Kosten für die Geschäftsbesorgung (TEUR +143), Fortbildungskosten (TEUR +69) sowie Kosten für die Personalgewinnung (TEUR +139).

Der Anstieg der Umsatzerlöse konnte die Erhöhung der Personalkosten, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der weiterhin Abschreibungen nicht kompensieren, sodass das Jahresergebnis weiterhin negativ blieb (TEUR -322).

Der geplante Umsatz von TEUR 12.210 wurde um TEUR 205 verfehlt, da trotz der Neueinstellungen die geplanten fakturierbaren Stunden nicht erreicht werden konnten. Das tatsächliche Jahresergebnis von TEUR -321 fiel jedoch um TEUR 16 besser aus als geplant (TEUR -337). Die tatsächlichen Aufwendungen (TEUR 12.495) fielen im Vergleich zu den geplanten Aufwendungen (TEUR 12.727) um TEUR 232 niedriger aus. Dies ist in erster Linie auf geringere Aufwendungen für Abschreibungen (TEUR -205) zurückzuführen.

b) Finanzlage

Der Finanzmittelbestand zum Jahresende belief sich auf TEUR 5.454 (i.Vj. TEUR 4.846). Dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0) stehen TEUR -47 (i.Vj. TEUR -78) aus der Investitionstätigkeit gegenüber. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 654 (i.Vj. TEUR 2.596) und resultiert im Wesentlichen aus den zahlungsneutralen Abschreibungen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Wie im Vorjahr bestehen Bankguthaben in Höhe von TEUR 99, die als Mietkaution abgetreten wurden.

c) Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 47 in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen nur Forderungen gegen die Gesellschafterin TEUR 2.029 (i.Vj. TEUR 735) diese fallen aufgrund noch offener Forderungen der November Rechnungen zum Stichtag 31.12., welche Anfang Januar beglichen wurden, höher aus als im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote der IT.UV Software GmbH verringerte sich auf 83,8 % (i.Vj. 87,9 %) aufgrund des negativen Jahresergebnisses.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentlicher Leistungsindikator ist die Auftragslage und damit verbunden die Auslastung der Kapazitäten. Dieser Indikator wird im internen Berichtswesen überwacht. Die Ausdehnung der IT-Unterstützung von Geschäftsprozessen bei der BGW zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben sichert langfristig die Auftragslage.

Es gibt eine hohe Anzahl von Beschäftigten mit langer Betriebszugehörigkeit. Im Jahr 2023 die Anzahl der Beschäftigten weiter ausgebaut werden. Die Neueinstellungen erfolgten aber teilweise später als im Plan für das Jahr 2023 kalkuliert war. Insgesamt erfolgten 7 Neuanstellungen von beratenden Entwicklern, sowie 3 Werkstudierenden. Zwei dual Studierende und drei Auszubildende startenten ihre Ausbildung im Jahr 2023. Im Laufe des Jahres gab es drei Kündigungen. Dennoch misst die Geschäftsführung dem Leistungsfaktor der hohen Loyalität der Beschäftigten weiterhin ein besonders Gewicht bei.

In der IT.UV Software GmbH waren im Jahresdurchschnitt 82 (i.Vj. 78) Beschäftigte zuzüglich der 12 (i.Vj. 10) Studierenden/Auszubildenden sowie 2 Geschäftsführer (i.Vj. 2) angestellt.

Es findet im Wesentlichen nur auftragsbezogene Entwicklungsarbeit statt.

5. Zusammenfassende Einschätzung der Entwicklung Geschäftsjahr 2023

Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit verlief nicht ganz wie erwartet. Die Besetzung freier Stellen blieb aufgrund der angespannten Lage im Arbeitsmarkt weiterhin schwierig und kostspielig. Der Wegfall eines großen Teils des Umsatzes mit der VBG bzw. in gemeinsamen Projekten der VBG und BGW wurde durch die BGW kompensiert. Die Einarbeitung der bisher überwiegend für die VBG arbeitenden Beschäftigten hat zu Beginn des Jahres zwar Aufwand gekostet ist aber nach unserer Einschätzung sehr erfolgreich verlaufen. Insgesamt ist die Neuentwicklung von Services des Programms für die Digitalisierung und Modernisierung der Anwendungslandschaft der BGW in 2023 gut angelaufen.

Der erwartete Umsatz konnte nicht ganz erreicht werden, die Kosten fielen aber geringer aus als erwartet. Es ergab sich insgesamt ein besseres Ergebnis als geplant Die Liquidität ist im Laufe des Jahres wie erwartet deutlich gesteigert worden. Die Geschäftsführung ist unter Berücksichtigung der äußeren Einwirkungen mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die IT.UV Software GmbH erhält ihren Wert durch vielfach langjährige, erfahrene, hoch qualifizierte und zum Teil sehr spezialisierte Beschäftigte. Die Gewinnung und Bindung geeigneter Beschäftigter und ihre kontinuierliche Weiterentwicklung und damit der Wissensaufbau und -transfer im Unternehmen sind weiterhin die zentralen Herausforderungen in der Unternehmenssteuerung. Der Verlust von qualifizierten Beschäftigten und damit von Kompetenz und Spezial-Knowhow, wie er auch im Jahr 2023 teilweise eingetreten ist, ist das zentrale Unternehmensrisiko.

Die weitere Optimierung des Recruitings hat in 2023 zu einem deutlich positiven Effekt geführt. Alle freien Stellen konnten nachbesetzt und weitere Expertinnen und Experten für das Unternehmen gewonnen werden.

Erhalt und Ausbau der Arbeitgeberattraktivität zur Gewinnung und Bindung von Beschäftigten ist kontinuierlich eine zentrale Aufgabe zur Sicherung und Aufbau von Knowhow. Das in den vergangenen Jahren aufgebaute Wissensmanagement mindert das Risiko von Knowhow- Verlust und wird auch im Jahr 2024 aktiv vorangetrieben. Das Wissensmanagement ist zusammen mit dem Qualitätsmanagement ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur geworden.

Ein wesentliches Element des Wissenstransfers ist die jährliche Neueinstellung von dual Studierenden und Fachinformatikauszubildenden sowie die jährliche Übernahme der jeweiligen Absolventen.

Im Bereich Softwareentwicklung ergibt sich ein Risiko durch die Abhängigkeit von den hierfür eingesetzten Technologien. Auf Veränderungen bei den Anbietern dieser Technologien muss ggf. auch kurzfristig reagiert und ein Austausch von Technologien durchgeführt werden. Auch wenn wir aufgrund des Einsatzes einer vollständig modellgetriebenen Software-Entwicklung bestmöglich auf dieses Risiko vorbereitet sind, kann es durch unvorhergesehene Marktereignisse zu Verschiebungen in unseren Software-Entwicklungsprojekten kommen. Durch kontinuierliche Marktbeobachtung und frühzeitige Reaktion kann das Risiko deutlich begrenzt werden.

Aufgrund der Besonderheiten des wirtschaftlichen Umfeldes ist stets eine Abhängigkeit von gesetzlichen Änderungen im Bereich der Gesetzlichen Unfallversicherung gegeben. Das Risiko liegt hierbei insbesondere in der Kurzfristigkeit von Änderungen der Rahmenbedingungen. Bekannte Änderungen für 2024 sind bereits eingeplant.

Die BGW als unsere Eigentümerin arbeitet gemeinsam mit der IT.UV Software GmbH daran, die aktuellen allgemeinen Risiken im Bereich IT wie z.B. demographischer Wandel, Ressourcenknappheit aufgrund von Fachkräftemangel, vollständige Digitalisierung und Mehrfachentwicklungen im Bereich der Gesetzlichen Unfallversicherung durch eine Kooperation mit der BG-Phoenics-Gemeinschaft und deren IT-Dienstleister BG- Phoenics GmbH zu minimieren. Wir gehen davon aus, dass durch diesen Verbund eine starke und zukunftsfähige Gemeinschaft entsteht.

Zu weiteren wesentlichen Risiken, die einer besonderen Beobachtung durch die Geschäftsführung bedürfen, zählen IT-Risiken. Durch Cyberangriffe können Unbefugte Zugriff auf vertrauliche Daten erhalten, diese missbrauchen oder manipulieren. Zusätzlich besteht die Gefahr durch einen solchen Angriff, dass die operative Steuerung des Unternehmens nicht mehr gewährleistet werden kann, da Systemzugriffe gestört werden.

Die nach wie vor volatile weltpolitische Lage stellt weiterhin ein schwer einzuschätzendes Risiko dar. Die mittlerweile wieder deutlich gesunkene Inflation hat die Gefahr von schwer kalkulierbaren Kostensteigerungen in der Zukunft gesenkt. Für die IT.UV bleibt insbesondere die durch die Inflation getriebenen Gehaltssteigerungen ein ernst zu nehmendes Risiko. Die Lieferengpässe im Hardwarebereich haben sich zwar in 2023 im Vergleich zu den Vorjahren (Coronakrise) leicht gebessert, längere Lieferzeiten sind jedoch in 2024 immer noch einzuplanen.

Das im Jahr 2020 eingeführte Risikomanagement der IT.UV ist weiterhin fester Bestandteil der Prozesse der IT.UV. Zusammen mit dem Qualitätsmanagement erfolgt eine regelmäßige und ausführliche Betrachtung und Bewertung der Risiken und Chancen, auf deren Basis einmal jährlich die Risikolage bewertet wird.

2. Chancenbericht

Die lange Betriebszugehörigkeit der Beschäftigten, die Identifikation mit den eigenen Produkten und Aufgaben sowie die fachliche Kompetenz sind Faktoren, die zu Stabilität und Kontinuität in der Produktion führen.

Die BGW als unsere Eigentümerin setzt auch in 2024 die Migration in Richtung einer modernen und vollständig digitalisierten Servicearchitektur auf Basis von Microservices für die Prozesse der Gesetzlichen Unfallversicherung fort und hat die IT.UV Software GmbH mit der Entwicklung entsprechender weiterer Services beauftragt.

In 2023 konnten erfolgreich weitere von der IT.UV Software GmbH entwickelte Services des Programms für die Digitalisierung und Modernisierung der Anwendungslandschaft der BGW in Produktion genommen werden.

Das selbst entwickelte Framework für vollständig modellgetriebene Software-Entwicklung mogena.uv ® bildet die Basis für die Software-Entwicklung der bereits erstellten und der geplanten neuen Microservices.

Es wird auch im Jahr 2024 kontinuierlich weiterentwickelt und technisch aktuell gehalten, um unsere Abhängigkeit von knappen Arbeitsmarktressourcen im Bereich Java-Entwicklung zu reduzieren.

Das von der BGW beauftragte Kooperationsprojekt mit der SIGUV GbR für die Erstellung eines Online-Portals für Versicherte der BGW konnte in einer ersten Ausbaustufe in 2023 erfolgreich produktiv gesetzt werden. Für 2024 ist die Entwicklung eines Online-Portals für die Mitgliedsunternehmen der BGW in Kooperation mit der SIGUV GbR geplant.

In 2024 soll die Kooperation mit dem Dienstleister BG-Phoenics GmbH der Gemeinschaft BG- Phoenics stark ausgebaut werden, um in den Bereichen Software-Entwicklung enger zusammenzuarbeiten.

Das Dienstleistungsvolumen in 2024 wird sich wie geplant weiter von der VBG auf die BGW verlagern.

Die Entwicklung von Löschkonzepten für den Datenschutz wird von den Kunden immer stärker nachgefragt. Die IT.UV hat hierzu in den letzten Jahren umfangreiches Knowhow aufgebaut, welches auch anderen Unfallversicherungsträgern zur Verfügung gestellt werden kann.

3. Prognosebericht

Die Auslastung der Kapazitäten für 2024 ist sichergestellt Es wird eine Vollauslastung der Kapazitäten bei einem Umsatz in Höhe von TEUR 11.266 sowie einen J ahresergebnis von TEUR 26 erwartet.

 

Hamburg, den 26. Januar 2024

Die Geschäftsführung

Patrick Adam

Klaus Rojahn

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IT.UV Software GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IT.UV Software GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IT.UV Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt te Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 15. März 2024

MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dodenhoff, Wirtschaftsprüfer

Singbartl, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 19. Juni 2024 festgestellt.

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