SNP Applications EMEA GmbHLiquidiert
69121 Heidelberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SNP Schneider-Neureither & Partner SE (vormals: SNP Schneider-Neureither & Partner AG)HeidelbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Geschäftsbericht 2017SNP - The Transformation CompanyUnternehmen verändern sich permanent: Zu den Auslösern zählen Fusionen, Unternehmensverkäufe oder Restrukturierungen. Außerdem erkennen viele Unternehmen die zunehmende Notwendigkeit, in die Erneuerung der bestehenden IT-Strukturen zu investieren - um Schritt zu halten mit dem technischen Wandel sowie der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung kompletter Geschäftsmodelle. Jede Veränderung hat dabei unmittelbare Auswirkungen auf die IT und im Speziellen auf die Enterprise Resource Planning (ERP) Systeme der Unternehmen. SNP konzentriert sich auf die Transformation der geschäftskritischen und hochsensiblen Daten in den ERP Systemen. Software und Services der SNP unterstützen die Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle schnell, automatisiert und risikominimiert anzupassen. Schließlich zählen Transformationsprojekte zu den größten Herausforderungen für Unternehmen und deren IT. LETTER OF THE CEOSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN, SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE,die SNP Gruppe hat ihren erfolgreichen Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt. Gleichzeitig haben wir wesentliche strategische Ziele erreicht. Sowohl beim Umsatz als auch bei der Internationalisierung und nicht zuletzt bei der Marktgeltung ist SNP in neue Dimensionen gewachsen. Wir haben im Geschäftsjahr 2017 die Umsatzmarke von 100 Mio. € deutlich übertroffen und die Zahl der Beschäftigten von 712 auf über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesteigert. Darüber hinaus wurde mit der Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) die internationale Ausrichtung von SNP gestärkt, und wir haben wichtige Weichen für die operative ebenso wie für die strategische Weiterentwicklung der Gruppe gestellt. Die Zukunftsaussichten und das Marktpotenzial sind exzellent. Für die kommenden Jahre zeichnet sich schon jetzt eine enorm verstärkte Nachfrage nach unseren Dienstleistungen und Softwarelösungen ab. In unserer gesamten Entwicklung zeigt sich eine Konstante: Wir arbeiten mit erkennbarem Erfolg daran, zum globalen Standard für softwarebasierte Datentransformationen aufzusteigen. Um unsere Zielsetzung zu realisieren, verfolgen wir nachhaltig drei strategische Ansätze:
Kern unseres Geschäftsmodells ist ein hochleistungsfähiges Softwareportfolio. Eine Schlüsselkennziffer und somit wesentlicher Erfolgsfaktor in der Softwarebranche sind Erlöse aus Softwarelizenzen. Sie ziehen langfristige, ertragsstarke Wartungserlöse nach sich, die positive Cashflows generieren. Technologische Neu- und Weiterentwicklungen erhöhen zudem den Nutzen für unsere Kunden und eröffnen uns zusätzliche Lizenzeinnahmequellen. Der Ausbau der Lizenzerlöse stellt daher für SNP einen Schwerpunkt in den kommenden Monaten und Jahren dar. Unsere CrystalBrigde bildet künftig die zentrale SNP SoftwareplattformFakt ist: Strategische Geschäftsentscheidungen sowie damit verbundener technologischer Wandel und IT-Landschaften stehen nur selten im Einklang. Im Gegenteil: Noch häufig werden bestehende IT-Architekturen als Hindernis für die Transformation von Unternehmen empfunden. Das wissen wir aus inzwischen über 7.000 erfolgreich umgesetzten Transformationsprojekten. Mit unserem jüngsten Softwareprodukt CrystalBrigde schließen wir die Lücke zwischen der Geschäfts- und der IT-Strategie unserer Kunden. Mit der Bündelung aller SNP Software unter der CrystalBridge schaffen wir eine homogene Softwareplattform mit großen Potenzialen - vor allem für unsere Kunden. Die CrystalBrigde bedeutet, und hier sind wir durchaus selbstbewusst, einen Quantensprung bei der Umsetzung von Transformationsprojekten: Die neue Software stellt eine Art "Schiffsbrücke" für die IT dar: Sie versetzt unsere Kunden in die Lage, noch vor der Umsetzung einer Unternehmenstransformation das Vorhaben zu visualisieren und mit höchster Zuverlässigkeit zu simulieren. In Zukunft wird somit ein wesentlich höherer Automatisierungsgrad als heute möglich. Mit allen Vorteilen: höhere Transparenz, mehr Sicherheit und niedrigere Kosten. Verstärkte GlobalisierungUm mit unserem Software- und Serviceportfolio globaler Standard für Datentransformation zu werden, haben wir die Internationalisierungsstrategie beschleunigt und weitere Zugänge zu ausländischen Märkten geschaffen: Nach Akquisitionen in Asien, Nordamerika und Großbritannien folgten im Jahr 2017 weitere Zukäufe in Polen und Südamerika. SNP ist heute in allen wirtschaftlich relevanten Marktregionen präsent. Die frühzeitige Positionierung liefert die Basis, um uns auf den weltweit absehbaren Boom infolge der digitalen Transformation weltweit vorzubereiten und zu den Gewinnern dieser Entwicklung zu zählen. Mit den Zukäufen ist die Zahl der Beschäftigten bei SNP stark angestiegen. Die Gewinnung neuer Fachkräfte war und ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor unserer Wachstumsstrategie. Durch einen erweiterten Kundenzugang können wir SNP Software weltweit anbieten, gleichzeitig werden wir unsere neuen Mitarbeiter schulen und weiterbilden, um Transformationsprojekte mit SNP Software in den globalen Märkten selbstständig umsetzen zu können. Digitale Megatrends kommen SNP entgegenAls Anbieter von branchenweit einzigartigen und technologisch führenden Softwarelösungen und Services begleitet und fördert SNP die Veränderungen in den Unternehmen. Zu den Treibern des digitalen Wandels zählt vor allem die Einführung der neuen SAP Business Suite S4 mit der Datenbank SAP HANA. Sie gilt als eine der größten Update-Offensiven der SAP ERP Welt. SNP hat bereits mehr als 30 SAP S/4-Projekte erfolgreich durchgeführt und auch für die interne Umstellung ein interdisziplinäres SAP S/4 Competence Team zusammengestellt: Wir wollen diesen höchst attraktiven Markt mit softwaregestützten ERP Transformationen prägen. Wichtige Eckdaten des Geschäftsjahres 2017 bestätigen unseren erfolgreichen WegUnsere Bilanz- und Ergebniszahlen im Jahr 2017 bestätigen den Wachstumstrend der vergangenen Jahre:
Manpower - für begrenzte Zeit und in Erwartung der zunehmenden Transformationsanforderungen der Unternehmen strategische Priorität zu geben. Das hat in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2017 zu einem operativen Margenverlust geführt. Die operative Ergebnis-Marge (IFRS) lag im Geschäftsjahr 2017 bei -0,4%. Dies ist maßgeblich auf außerordentliche Sonderaufwendungen und Investitionen in Wachstum zurückzuführen. Hinzu kommt, dass wir bei den Softwarelizenzumsätzen mit SNP Eigenprodukten noch nicht da sind, wo wir hinwollen. Damit sind wir nicht zufrieden und werden hier entschlossen gegensteuern. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Als international aufgestelltes Unternehmen hat SNP eine neue Stufe der Leistungs- und Lieferfähigkeit für die Kunden erreicht. Wir haben alles, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Jetzt gilt es, unser gesamtes Potenzial zu nutzen, um den strategischen Wachstumskurs der vergangenen Jahre profitabel und nachhaltig fortzusetzen. Ohne ein hochkompetentes Team ist es nicht möglich, die Vorteile von Transformationssoftware nutzbar zu machen und echten Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Daher gilt mein besonderer Dank an dieser Stelle unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Einsatz und überdurchschnittlicher Leistungsbereitschaft dazu beitragen, SNP nach vorne zu bringen. Die neuen Mitglieder der SNP Familie heiße ich herzlich willkommen und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei unseren Kunden sowie bei allen Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir werden weiter alles daransetzen, ihr Vertrauen auch in Zukunft zu verdienen. Dr. Andreas Schneider-Neureither, CEO
HERAUSFORDERUNGENDigital BusinessUnternehmen tun sich noch immer schwer, die durch digitale Technologien in Gang gesetzten Veränderungsprozesse als Chance zu begreifen. Die Folge: Dringend notwendige Schritte für eine erfolgreiche digitale Transformation werden nur oberflächlich oder gar nicht angegangen. Vor dem Hintergrund, dass industrielle Daten als wichtigste und komplexeste Form von "Big Data" nutzbar gemacht werden können, bleiben Potenziale zur Verbesserung der Wettbewerbssituation, zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und nicht zuletzt zur Steigerung des Mehrwerts für die Kunden ungenutzt. TransparencyKomplexität von IT-Landschaften und Datenvolumina nehmen kontinuierlich zu - durch heterogene IT-Systeme unterschiedlicher Anbieter, verschiedene Release-Stände, Tochtergesellschaften und ausländische Vertriebsniederlassungen mit völlig autarken ERP Systemen sowie branchen- oder betriebsspezifische Eigenentwicklungen. Ineffiziente IT-Architekturen und ein Mangel an Transparenz stehen in der Praxis als gravierende Hemmnisse einer erfolgreichen Weiterentwicklung von Unternehmen im Weg. Mergers & AcquisitionsViele zeitlich stark verzögerte oder gescheiterte Transaktionen zeigen: Der Erfolg einer Unternehmensfusion oder eines Teilverkaufs hängt von der frühzeitigen Einbindung der IT ab. Sobald die Geschäftsleitung die unternehmensstrategische Entscheidung getroffen hat, verstärkt sich der Druck auf die IT-Verantwortlichen. Um Synergieeffekte nutzbar zu machen und Risiken zu minimieren, sollte der Zustand der ERP Systeme bereits im Vorfeld einer Transaktion berücksichtigt werden. Als Rückgrat der IT und nicht zuletzt aufgrund ihrer komplexen Datenstrukturen ist dieser Bereich entscheidend bei Transformationsprojekten. Hybrid LandscapeEntscheidend für unternehmerischen Erfolg sind agile und veränderungsbereite IT-Landschaften. Die notwendige Modernisierung veralteter IT-Welten zwingt Unternehmen, in die Vereinheitlichung heterogener und komplexer IT-Infrastrukturen zu investieren. Doch gerade die IT hinkt dem Fortschritt oft mit veralteten Systemen hinterher. Die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen im Wettbewerbsumfeld reagieren zu können, ist heute eine Kernkompetenz in der weltweiten Wirtschaft. Regulatory ContraintsFakt ist: Viele, oft in die Jahre gekommene IT-Architekturen können aktuelle gesetzliche Vorschriften, wie beispielsweise die neue EU-Datenschutzgrundverordnung und gestiegene Compliance-Anforderungen, nicht umsetzen. Darüber hinaus bergen veraltete oder unvollständige Dokumentationen sowie unerkannte Schnittstellen in den IT-Systemen ein erhebliches Sicherheits- und Compliance-Risiko. Unternehmen laufen dadurch Gefahr, ungeplante Kosten stemmen zu müssen. Business AlignmentUnternehmen und ihre Entscheider müssen sich heute auf permanente Veränderung einstellen. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Anforderungen an die IT und speziell auf die ERP Systeme aus. Wenn aber Entscheider und IT-Verantwortliche weder ein gemeinsames Verständnis noch eine gemeinsame Sprache für anstehende Herausforderungen finden, ist ein Scheitern von Projekten nahezu vorprogrammiert. In nicht wenigen Unternehmen wird die IT jedoch weniger als Innovationstreiber, sondern vielmehr als Hemmschuh der Weiterentwicklung wahrgenommen. DIGITALE TRANSFORMATION, AUTOMATISIERT UND AUF HÖCHSTEM NIVEAUAnalyzeScannen, profilieren und vergleichen Sie Struktur, Daten und Verbindungen in Ihrer gesamten Softwarelandschaft. Planen Sie Transformationen visualisiert und gewinnen Sie wichtige Einblicke über den Einsatz Ihrer Unternehmenssoftware durch visuelle Profilerstellung. Nutzen Sie interaktive Planung sowie Roadmap-Erstellung und erfassen und dokumentieren Sie Anforderungen grafisch mit CrystalBridge. SecureMaskieren, verschlüsseln und anonymisieren Sie sensible Daten für Test- und Entwicklungssysteme. Synchronisieren Sie mit einer objektbasierten Aktualisierung Dokumente und Daten wesentlich schneller als mit einer vollständigen Systemkopie und machen Sie die Aktualisierung ganzer Testsysteme für die Synchronisation mit der Produktion überflüssig. ModernizeSimulieren Sie Ihre Geschäftstransformation visuell und sehen Sie die Auswirkungen in Echtzeit. CrystalBridge simuliert das Transformationsvorhaben noch vor der Umsetzung. Nutzen Sie Expertenwissen aus Tausenden von Projekten und gewinnen Sie genau die Informationen, die Ihnen helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. OperateAutomation durch Software ist die oberste Priorität. Für Transformationsprojekte ist der SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT eine starke Software, die sich deutlich von den klassischen manuellen Vorgehensweisen unterscheidet. Der interaktive Ansatz von CrystalBridge unterstützt dabei zusätzlich, deutlich stärker als bisher zu automatisieren, um typische Fehler zu Beginn eines Projekts sowie die damit verbundenen hohen Kosten zu vermeiden. TransformFühren Sie eine Unternehmenstransformation wie Merger, Splits, Harmonisierungen, Umstrukturierungen oder Reorganisierungen in Monaten statt Jahren durch. Einheitliche Best-Practice-Geschäftsprozesse, in denen Ihre Stamm- und historischen Daten gebündelt sind, schaffen Effizienz und Transparenz. Bündeln Sie verschiedene Schritte zu lediglich einem - wir nennen es One-Step-Ansatz. PredictMit CrystalBridge können Sie die Erstellung von Blueprints für Transformationsprojekte um mehr als 75% beschleunigen. Darüber hinaus können Transformationsregeln und -inhalte direkt in der CrystalBridge erstellt und zur Ausführung zukünftig mit dem SNP Transformation Backbone verbunden werden. Gekoppelt mit künstlicher SNP Intelligenz und Predictive Analytics, können Sie die Ergebnisse ihrer Transformationsprojekte profilieren, planen und vorhersagen.
CrystalBridge ist ein neues Produkt im SNP Softwareportfolio. Es bietet eine grafische und interaktive Visualisierung kompletter SAP Systeme mit dem Ziel, Transformationen zu unterstützen und zu beschleunigen. CrystalBridge versetzt den Kunden in die Lage, noch vor der Umsetzung einer Unternehmenstransformation das Vorhaben zu visualisieren und mit höchster Zuverlässigkeit zu simulieren. Die Software stellt dem Kunden intelligente Empfehlungen zur Verfügung und vermittelt ihm ein tieferes Verständnis für die Auswirkungen einer Transformation auf seine ERP Landschaft. Über eine moderne Benutzeroberfläche können damit komplette IT-Landschaften visualisiert und kontrolliert werden. Mit der CrystalBridge lassen sich komplexeste Transformationen optimal planen, simulieren und ausführen. Der Kundennutzen liegt in der kundenindividuellen, aber dennoch automatisierten und höchst transparenten Lösung von sämtlichen IT-Datentransformationen. AN DIE AKTIONÄREBERICHT DES AUFSICHTSRATS / VERWALTUNGSRATSSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,der Verwaltungsrat informiert im folgenden Bericht über die Schwerpunkte seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 und der Handelsregistereintragung vom 6. Dezember 2017 wurde die SNP Schneider-Neureither & Partner AG formwechselnd in die SNP Schneider-Neureither & Partner SE umgewandelt. Bis zur Umwandlung hat der Aufsichtsrat den Vorstand in seinen Leitungsaufgaben beraten und überwacht. Mit der Umwandlung wird die Gesellschaft durch den Verwaltungsrat ("monistisches System") geleitet, der die Grundlinien der Geschäftstätigkeit bestimmt und deren Umsetzung durch die Geschäftsführenden Direktoren überwacht. Im Folgenden werden die Leitungs-, Überwachungs- und Beratungsschwerpunkte im Plenum, die Jahres- und Konzernabschlussprüfung, die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie Veränderungen in den Organen erläutert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die SNP Gruppe entscheidende strategische Wachstumsziele erreicht: Mit Unternehmensakquisitionen in Polen und Südamerika konnte die Internationalisierungsstrategie erfolgreich vorangetrieben werden. SNP ist damit auch auf dem ost- und mitteleuropäischen sowie südamerikanischen SAP und IT-Markt aktiv. In der Folge konnte die zu Jahresanfang angestrebte Umsatzschwelle von 100 Mio. € deutlich übertroffen werden. Die Zahl der Beschäftigten durchbrach die Marke von 1.000. Darüber hinaus wurde mit der Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) die internationale Ausrichtung von SNP gestärkt und die strategische Weiterentwicklung der Gruppe vorangetrieben. Im Jahr 2017 war der Fokus auf das weitere Wachstum und die strategische Weiterentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe gerichtet, was Kosten im mittleren einstelligen Millionenbereich nach sich zog. Die ergebnisbelastenden Wachstums- und Restrukturierungsinvestitionen sind maßgeblich zurückzuführen auf die Anpassung der Gesellschaftsstrukturen in den USA und in Deutschland, die Integration der Unternehmens-zukäufe der vergangenen beiden Jahre, den Aufbau einer Ausbildungsakademie in Berlin sowie die Forcierung der internationalen Vertriebsstrategie. Im Folgenden werden zunächst die wesentlichen Tätigkeiten des Aufsichtsrats bis zur Eintragung der SNP SE in das Handelsregister am 6. Dezember 2017 und im Anschluss daran diejenigen des Verwaltungsrats bis einschließlich 31. Dezember 2017 beschrieben. Aufsichtsrat und SitzungenDer Aufsichtsrat hat bis zur Umwandlung die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat obliegenden Aufgaben wahrgenommen und war in alle Themen, die die Geschäftsentwicklung, finanzielle Lage und strategische Ausrichtung der SNP Gruppe betrafen, involviert. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig und regelmäßig überwacht und in diesem Rahmen die strategische Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Hierzu hat der Vorstand in den fünf Präsenzaufsichtsratssitzungen über die Geschäftspolitik, alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung und Unternehmensplanung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, einschließlich ihrer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über alle für den Konzern wichtigen Entscheidungen und Geschäftsvorgänge regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. Alle Mitglieder haben an den Sitzungen teilgenommen. Zusätzliche Beschlussvorlagen außerhalb der Präsenzsitzungen wurden über telefonische Aufsichtsratssitzungen und in Form von Umlaufverfahren beraten und abgestimmt. Im Februar 2017 wurde per Umlaufbeschluss der Emission eines Schuldscheindarlehens in Höhe von bis zu 40 Mio. € zugestimmt. Aufgrund der attraktiven Finanzierungskonditionen und des starken Investoreninteresses wurde das ursprüngliche Zielvolumen von 30 Mio. € auf 40 Mio. € ausgeweitet. Die Erörterung und Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres 2016 bestimmte die Aufsichtsratssitzung am 13. März 2017. In dieser Sitzung verabschiedeten Vorstand und Aufsichtsrat auch die Aktualisierung der Entsprechens-erklärung zu den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Weiterhin verabschiedete das Kontrollgremium die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2017 sowie die entsprechenden Beschlussvorschläge; darunter auch die beiden Vorschläge an die Hauptversammlung, zum einen die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft zum Abschlussprüfer zu bestellen und zum anderen die Gesellschaft in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) umzuwandeln. In der Sitzung am 31. Mai 2017 berieten Vorstand und Aufsichtsrat über die Durchführung einer Kapitalerhöhung von bis zu 10% des bestehenden Grundkapitals, die schließlich im Juli erfolgreich am Kapitalmarkt platziert wurde. Gegenstand eines Umlaufbeschlusses im Mai war die vollständige Übernahme der polnischen BCC Gruppe, der eine intensive Due-Dilligence-Prüfung vorausging. Die Zustimmung zur Akquisition der südamerikanischen Adepcon Gruppe wurde im Rahmen einer telefonischen Zusammenkunft im Juli erteilt, nachdem die Ergebnisse der Due-Dilligence-Prüfung bereits in der vorangegangenen Sitzung im Mai besprochen worden waren. Sämtliche für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat erläutert. Die Erläuterungen hat der Aufsichtsrat anhand von vorgelegten Unterlagen überprüft. In alle wesentlichen Entscheidungen wurde der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende sowie weitere Mitglieder des Aufsichtsrats waren darüber hinaus in regelmäßigem mündlichen oder schriftlichen Kontakt mit dem Vorstand. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Überwachungs- und BeratungsschwerpunkteIm letzten Geschäftsjahr der SNP Schneider-Neureither & Partner AG bis zum 6. Dezember 2017 standen im Wesentlichen die folgenden Themenkomplexe im Vordergrund:
Zu diesen Themen nahm der Aufsichtsrat Einsicht in die Finanzberichte und Schriften der Gesellschaft. VerwaltungsratMit den Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung der SNP AG vom 31. Mai 2017 sowie der Handelsregistereintragung vom 6. Dezember 2017 nahmen die bestellten Verwaltungsratsmitglieder ihre Bestellung auf der konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrats am 20. Oktober 2017, an der sie alle teilgenommen haben, an. Dr. Andreas Schneider-Neureither wurde zum Vorsitzenden und Dr. Michael Drill zum stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt. Beide nahmen ihre Wahl an. Daraufhin wurden die Geschäftsordnungen jeweils für den Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren erlassen und in Kraft gesetzt. Abschließend erfolgte die Bestellung der geschäftsführenden Direktoren und deren Vorsitzendem. Zwischen den beiden ehemaligen Vorstandsmitgliedern und den geschäftsführenden Direktoren bestand bis zum 16. März 2018 Personenidentität; seitdem ist Dr. Andreas Schneider-Neureither alleiniger geschäftsführender Direktor (CEO). Die Personalie steht im Einklang mit der Anfang 2018 in Kraft getretenen neuen Organisations- und Führungsstruktur. Zur Budget- und Unternehmensplanung für das Jahr 2018 fanden der Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren in einer ersten Präsenzsitzung im Dezember 2017 zusammen. Prüfung des Jahres- und KonzernabschlussesDer Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der von der Hauptversammlung der Gesellschaft zum Abschlussprüfer gewählten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und am 26. März 2018 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Sämtliche Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte haben allen Mitgliedern des Verwaltungsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Verwaltungsrats am 26. März 2018 vorgelegen und wurden von ihnen sorgfältig geprüft. Diese Unterlagen wurden im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer unterrichtete den Verwaltungsrat darüber, dass keine Schwächen des internen Kontrollsystems oder Risikomanagementsystems vorliegen. Der Verwaltungsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Bericht des Abschlussprüfers den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Der Verwaltungsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Bericht des Abschlussprüfers den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Verwaltungsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht. Der Verwaltungsrat hat den von den geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahresabschluss und Kon-zernabschluss der SNP Schneider-Neureither & Partner SE daher gebilligt und damit festgestellt. Er hat sich außerdem dem Ergebnisverwendungsvorschlag der geschäftsführenden Direktoren angeschlossen. Dank an die geschäftsführenden Direktoren und MitarbeiterDie hervorragende Qualifikation, Erfahrung und Motivation der Belegschaft der SNP Gruppe ist Grundlage des Wachstums des Geschäfts der letzten Jahre und - davon sind wir überzeugt - der erfolgreichen Zukunft des Unternehmens. Für das vorbildliche Engagement, auch und ganz besonders im abgelaufenen Geschäftsjahr, möchten wir uns daher in aller Form bedanken.
Heidelberg, 26. März 2018 Für den Verwaltungsrat Dr. Andreas Schneider-Neureither, Vorsitzender Für den Aufsichtsrat Dr. Michael R. Drill, Vorsitzender SNP AM KAPITALMARKTEuropas Aktienmärkte blicken erneut auf ein gutes Jahr zurück. So hat der Dax, der bis auf ein Rekordhoch von 13.525 Zählern geklettert ist, mit einem Schlussstand von rund 12.918 Punkten 12,5% gewonnen, nachdem er im Vorjahr um 6,9% zugelegt hatte. Damit hat er den Euro Stoxx 50, der rund 6% gewonnen hat, deutlich geschlagen. Nicht mithalten konnten Dax und Euro Stoxx 50 allerdings mit den amerikanischen Leitindizes. So sind der Dow und der Nasdaq Composite um rund 25% und 28% gestiegen. Dazu hat maßgeblich der globale Höhenflug der Technologiebranche beigetragen. Beflügelt wurden die Aktienmärkte weiterhin durch die enorme Liquiditätsflut der internationalen Notenbanken. Zusätzlich wurden das Vertrauen der Anleger und damit ihre Nachfrage nach Euro-Assets dadurch gestärkt, dass sich das Wachstum der Eurozone überraschend deutlich beschleunigte mit dem Ergebnis, dass die Prognosen für die Region im Verlauf des Jahres nach oben revidiert werden mussten. Andere europäische Indizes profitierten dagegen von nachgebenden Heimatwährungen. So stieg der FTSE 100 trotz der Brexit-Risiken für die britische Wirtschaft bis auf ein Rekordhoch von 7.697 Zählern, das zum Jahresschluss erreicht wurde, und lag zuletzt mit einem Jahresplus von 7,6% bei 7.688 Zählern. Der Schweizer Index SMI legte bis auf ein Allzeithoch von 9.469 zu und gewann im Gesamtjahr rund 13%. AKTIENSTAMMDATEN
KENNZAHLEN ZUR AKTIE
AKTIONÄRSSTRUKTUR
Die SNP AktieNachdem die SNP Aktie zum Jahresende 2016 die psychologisch wichtige Marktkapitalisierungsschwelle von 200 Mio. € nach oben durchbrach, setzte sich dieser positive Trend in den ersten Handelswochen des Jahres 2017 fort: Die SNP Aktie kletterte auf ihren bisherigen Höchststand von 49,20 € auf Schlusskursbasis, was Mitte Februar einer Marktkapitalisierung von rund 245 Mio. € entsprach. Der handelsstärkste Börsentag mit rund 191.000 börsenübergreifend gehandelten SNP Aktien fiel auf den 14. Juli 2017. Auslöser war die Veröffentlichung eines Analystenreports der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG. Aufgrund irreführender Einschätzungen widersprach die SNP SE in einer öffentlichen Stellungnahme dem Analystenreport. Im weiteren Jahresverlauf büßte die SNP Aktie an Wert ein und beschloss das Börsenjahr 2017 mit einem Minus von rund 22% bei 32,00 Euro pro Aktie. Das Jahrestief markierte die Aktie nach Bekanntgabe der angepassten Jahresprognose Ende Oktober bei 28,30 € auf Schlusskursbasis. Weiter deutlich zulegen konnte das börsenübergreifende Handelsvolumen und somit die Liquidität in der Aktie: Im Monatsmittel wurden börsenübergreifend 16.431 Aktien täglich gehandelt. In den Jahren 2016 und 2015 wurden vergleichsweise jeweils 10.104 Aktien bzw. 5.043 Aktien im Monatsmittel gehandelt. Im Juni wurde eine Dividende von 0,39 € pro Aktie ausgeschüttet; angepasst an die höhere Aktienzahl aus der Kapitalerhöhung 2017: 0,32 € pro Aktie. Deutlich überzeichnete KapitalerhöhungAm 5. Juli 2017 kündigte die SNP SE eine Barkapitalerhöhung an, in deren Folge das Grundkapital der Gesellschaft um 497.677 €, eingeteilt in 497.677 auf den Inhaber lautende Stückaktien, auf insgesamt 5.474.463 €, eingeteilt in 5.474.463 Aktien, erhöht wurde. Die neuen Aktien wurden im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens unter Bezugsrechtsausschluss bei ausgewählten institutionellen Investoren zu einem Preis von 37,65 € je Aktie emittiert und sind für das Geschäftsjahr 2017 beginnend am 1. Januar 2017 gewinnanteilsberechtigt. Insgesamt überstieg das Interesse von Investoren das Platzierungsvolumen deutlich, weshalb nicht alle Zeichnungswünsche bedient werden konnten. Durch die erfolgreiche Barkapitalerhöhung erzielte die Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 18,74 Mio. €. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 7. Juli 2017. Die Ausgabe der neuen Aktien fand am 10. Juli 2017 statt. PARAMETER DER BARKAPITALERHÖHUNG
Emission von Schuldscheindarlehen und vorzeitige Kündigung der SchuldverschreibungIm Februar hat sich die SNP AG mit Investoren über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen im Volumen von insgesamt 40 Mio. € geeinigt. Das Volumen verteilt sich auf fixe und variable Tranchen in Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beläuft sich zum Zeitpunkt der Begebung der Schuldscheindarlehen auf 1,41% p.a. Aufgrund des starken Investoreninteresses und der günstigen Finanzierungskonditionen wurde das ursprüngliche Zielvolumen von 30 Mio. € auf 40 Mio. € ausgeweitet. Parallel wurde mit Wirkung zum 27. März 2017 die Inhaber-Teilschuldverschreibung (ISIN: DE000A14J6N4 / WKN: A14J6N) vorzeitig gekündigt. Gemäß den Anleihebedingungen wurde die Kündigung im Bundesanzeiger und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die vollständige Rückzahlung der Anleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 10 Mio. € (Gesamtnennbetrag von bis zu 20 Mio. €) erfolgte zu einem Kurs von 103% zuzüglich der bis zum 27. März 2017 aufgelaufenen Zinsen. ENTWICKLUNG DER SNP AKTIE IM JAHR 2017
Weitere Informationen zur SNP Aktie unter http://www.snpgroup.com/Investor-Relations/Aktie/ Weitere Informationen zu den Investor Relations http://www.snpgroup.com/Investor-Relations/ CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 2017Corporate Governance Bericht mit Entsprechenserklärung und Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB für das Jahr 2017Die effektive Umsetzung der Corporate Governance Grundsätze ist ein wichtiges Element der Unternehmenspolitik der SNP Schneider-Neureither & Partner SE (kurz: SNP SE). Eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung der Unternehmensziele und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Verwaltungsrat und geschäftsführende Direktoren arbeiten zum Wohle des gesamten Unternehmens eng zusammen, um durch eine gute Corporate Governance eine effiziente, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle sicherzustellen. Im Folgenden berichten der Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren über die Corporate Governance bei der SNP SE gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Das Kapitel enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO, § 22 Abs. 6 SEAG i.V. m. § 289f und § 315d HGB. Der Verwaltungsrat einer börsennotierten deutschen SE ist gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO, § 22 Abs. 6 SEAG i. V. m. § 161 AktG verpflichtet, zumindest einmal jährlich zu erklären, ob dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Der Verwaltungsrat der SNP SE hat am 23. März 2018 die folgende Erklärung abgegeben: Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG für das Jahr 2017:Der Verwaltungsrat der SNP SE erklärt gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO, § 22 Abs. 6 SEAG i. V. m. § 161 AktG, dass die SNP Schneider-Neureither & Partner SE den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (der Kodex) (Fassung vom 5. Mai 2015 und vom 7. Februar 2017) seit Abgabe der jüngsten Entsprechenserklärung vom 13. März 2017 unter Berücksichtigung der unter Ziffer 1. dargestellten Besonderheiten des monistischen Systems der SNP SE mit den unter Ziffer 2 genannten Ausnahmen entsprochen hat und entsprechen wird und, soweit nicht, warum nicht. 1. Besonderheiten des monistischen Corporate Governance SystemsDas monistische System zeichnet sich gemäß Art. 43-45 SE-VO i.V. m. §§ 20 ff. SEAG dadurch aus, dass die Führung der SE einem einheitlichen Leitungsorgan, dem Verwaltungsrat, obliegt (vgl. Abs. 5 der Präambel des Kodex). Der Verwaltungsrat leitet die Gesellschaft, bestimmt die Grundlinien ihrer Tätigkeit und überwacht deren Umsetzung durch die geschäftsführenden Direktoren. Die geschäftsführenden Direktoren führen die Geschäfte der Gesellschaft, vertreten die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich und sind an Weisungen des Verwaltungsrats gebunden. Die SNP SE bezieht den Kodex im Grundsatz für den Aufsichtsrat auf den Verwaltungsrat der SNP SE und für den Vorstand auf ihre geschäftsführenden Direktoren. Hiervon gelten im Hinblick auf die gesetzliche Ausgestaltung des monistischen Systems die folgenden Ausnahmen:
2. Ausnahmen zu den Empfehlungen des Kodex
Heidelberg, 23. März 2018 Für den Verwaltungsrat Dr. Andreas Schneider-Neureither, Vorsitzender Umwandlung der SNP Schneider-Neureither & Partner AG in die SNP Schneider-Neureither & Partner SEGemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 und der Eintragung in das Handelsregister vom 6. Dezember 2017 ist die SNP Schneider-Neureither & Partner AG formwechselnd in die SNP Schneider-Neureither & Partner SE umgewandelt worden. Bis zur Umwandlung wurde die Gesellschaft entsprechend den Vorschriften des Aktiengesetzes durch den Vorstand geleitet. Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und beriet ihn in seinen Leitungsaufgaben. Mit der Umwandlung wird die Gesellschaft durch den Verwaltungsrat ("monistisches System") geleitet, der die Grundlinien der Geschäftstätigkeit bestimmt und deren Umsetzung durch die geschäftsführenden Direktoren überwacht. Berücksichtigung von Diversity und InternationalitätVerwaltungsrat und geschäftsführende Direktoren der SNP SE tragen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung, wonach bei der Zusammensetzung des Verwaltungsrats und der geschäftsführenden Direktoren sowie bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen unter anderem die internationale Tätigkeit des Unternehmens und Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden sollen und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorgesehen werden soll. Der Verwaltungsrat hat für sich selbst und für die geschäftsführenden Direktoren Zielgrößen von 0% festgesetzt. Dieselbe Zielgröße hat der Verwaltungsrat für den Frauenanteil in der unteren Führungsebene beschlossen. Die SNP SE begrüßt Anstrengungen seitens der Politik, für Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in der Unternehmenswelt zu sorgen. Allerdings sind die Leitungsorgane der SNP SE der Auffassung, dass eine Festsetzung von Zielgrößen jenseits von 0% in zu hohem Maße mit den Unternehmensinteressen kollidiert. Die SNP SE ist in einer Branche tätig, in der die Beschäftigung von adäquat ausgebildetem Fachpersonal einen kritischen Erfolgsfaktor darstellt. Gleichzeitig sieht sich die Branche mit einem Mangel an Kandidatinnen und Kandidaten konfrontiert, die den Anforderungen gerecht werden. Für die SNP SE handelt es sich daher um eine ebenso erfolgskritische wie besonders herausfordernde Aufgabe, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Allgemeinen und entsprechende Führungskräfte im Speziellen zu akquirieren. In Anbetracht dieser Sachlage gebietet es die unternehmerische Verantwortung, die ohnehin schwierige Aufgabe nicht noch zusätzlich dadurch zu erschweren, dass sich das Unternehmen die Erreichung von starren Frauenquoten auferlegt. Aus demselben Kalkül sind ebenso starre Männerquoten abzulehnen. Speziell gegen die Festsetzung von Frauenquoten spricht zudem, dass die SNP SE überwiegend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Ausbildungshintergründen aus den Studiengängen Elektrotechnik, Informatik, Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik, Physik und Physikalische Technik beschäftigt. Diese Studiengänge weisen traditionell hohe bis sehr hohe Männerquoten und dementsprechend geringe bis sehr geringe Frauenquoten auf. ComplianceEiner unserer Grundwerte ist Vertrauen. Vertrauen setzt Integrität, Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit voraus. Die Einhaltung aller auf die SNP SE und ihre Tochtergesellschaften anwendbaren gesetzlichen Vorschriften und internen Regeln durch Management und Mitarbeiter (Compliance) ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Unsere internen Verhaltensregeln sind im Code of Conduct festgelegt. Um die Compliance-Richtlinien effektiv zu sichern, unterteilt die SNP SE ihre Compliance-Aktivitäten auf die Teilbereiche gesetzliche Vorschriften, Finanzen, vertragliche Verpflichtungen und Einhaltung der unternehmensinternen Richtlinien. Angesichts der Internationalisierungsstrategie und der damit einhergehenden starken Ausweitung der operativen Tätigkeiten arbeitet die SNP Gruppe an einem konzernweiten Compliance-Management-System, um zukünftig an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen einleiten und umsetzen zu können. Dazu zählt auch, den Beschäftigten die Möglichkeit zu geben, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen geben zu können. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat (bis zur Umwandlung) bzw. von Verwaltungsrat und geschäftsführenden Direktoren (nach der Umwandlung)Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratGrundlegendes Prinzip einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -kontrolle war für die SNP AG die Gewährleistung einer effizienten und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Unvoreingenommenheit und Unabhängigkeit der Mitglieder. Um die Unabhängigkeit der Führungspersonen der Gesellschaft in ihren Entscheidungen von Vorgaben und Weisungen nahestehender Dritter zu fördern, wurden im Rahmen der jährlichen Berichterstattung diejenigen Mandate der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder offengelegt, die diese bei anderen Gesellschaften hauptberuflich oder als Mitglied in dortigen Aufsichtsräten oder aufgrund vergleichbarer Mandate bekleiden. Darüber hinaus nahm kein Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften wahr. Im Geschäftsjahr 2017 traten keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen waren. Aufsichtsrat und Vorstand der SNP AG haben im Geschäftsjahr 2017 die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens sowie eine Reihe von Einzelthemen beraten und die notwendigen Beschlüsse gefasst. Der VorstandDer Vorstand nahm innerhalb der SNP AG die operative Führung wahr und verantwortete gegenüber dem Aufsichtsrat die Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie deren Resultate. Als Leitungsorgan führte der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Der Vorstand trug die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung und traf die Grundsatzentscheidungen zur Geschäftspolitik und -strategie in enger Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Aus diesem Grund informierte der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragestellungen, insbesondere über die Geschäftsentwicklung, die Gewährleistung der Compliance sowie über unternehmerische Risiken. Diese Informations- und Berichtspflichten des Vorstands wurden vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung des Vorstands detailliert festgelegt. Ferner stellte der Aufsichtsrat ein angemessenes Risikomanagement- und Kontrollsystem im Unternehmen sicher.
Geschäftsführende DirektorenDer Verwaltungsrat bestellt gemäß Satzung einen oder mehrere geschäftsführende Direktoren. Mitglieder des Verwaltungsrats können zu geschäftsführenden Direktoren bestellt werden, sofern die Mehrheit des Verwaltungsrats weiterhin aus nicht geschäftsführenden Mitgliedern besteht. Geschäftsführende Direktoren können durch Beschluss des Verwaltungsrats mit einfacher Mehrheit abberufen werden. Geschäftsführende Direktoren, die Mitglieder des Verwaltungsrats sind, können nur aus wichtigem Grund oder im Fall der Beendigung ihres Anstellungsvertrags abberufen werden. Für die Vergütung der geschäftsführenden Direktoren sowie für das für sie geltende Wettbewerbsverbot gelten die entsprechenden Regelungen für den Vorstand einer Aktiengesellschaft nach §§ 87 bis 89 AktG. Die geschäftsführenden Direktoren haften für Schäden, die der SE infolge einer Verletzung ihrer gesetzlichen, satzungsmäßigen oder sonstigen Pflichten entstehen. Zwischen den beiden ehemaligen Vorstandsmitgliedern und den geschäftsführenden Direktoren bestand bis zum 16. März 2018 Personenidentität; seitdem ist Dr. Andreas Schneider-Neureither alleiniger geschäftsführender Direktor. Die Personalie steht im Einklang mit der Anfang 2018 in Kraft getretenen neuen Organisations- und Führungsstruktur. Der AufsichtsratAufgabe des Aufsichtsrats war es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu beraten und zu überwachen. Da wichtige Entscheidungen der Gesellschaft der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, war der Aufsichtsrat in die Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Für seine Arbeit hatte sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Der Aufsichtsrat der SNP AG bestand aus drei Mitgliedern. Die Aufsichtsratsmitglieder bildeten ein hochkompetentes Beratungs- und Kontrollgremium mit ausgewiesenen Experten aus der Finanz- und Softwarewirtschaft und gewährleisteten eine möglichst effektive Unternehmensaufsicht und Unterstützung des Vorstands in Fragen zur strategischen Ausrichtung. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordinierte die Arbeit des Aufsichtsrats, leitete dessen Sitzungen und nahm die Belange und Repräsentation des Gremiums nach außen wahr. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der SNP AG waren keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands. Eine Effizienzprüfung des Aufsichtsrats der SNP AG erfolgte regelmäßig; zuletzt in der Aufsichtsratssitzung im Mai 2017.
VerwaltungsratDer Verwaltungsrat setzt sich gemäß Satzung aus mindestens drei Mitgliedern zusammen, die von der Hauptversammlung ohne Bindung an Wahlvorschläge gewählt werden. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 besteht der erste Verwaltungsrat aus folgenden Mitgliedern: Dr. Andreas Schneider-Neureither, Dr. Michael Drill, Gerhardt Burkhardt und Rainer Zinow. Die Amtszeit eines jeden Verwaltungsratsmitglieds endet gemäß Satzung mit der Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das fünfte Geschäftsjahr nach Beginn der Amtszeit beschließt; längstens jedoch sechs Jahre ab dem Zeitpunkt der Bestellung. Das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, wird nicht mitgerechnet. Verwaltungsratsmitglieder können wiederbestellt werden. Als zentrales Organ im monistischen Leitungssystem leitet der Verwaltungsrat die Gesellschaften der SE, bestimmt die Grundlinien ihrer Tätigkeit und überwacht deren Umsetzung. Dem Verwaltungsrat obliegt - wie dem Vorstand einer Aktiengesellschaft - die Führung der Handelsbücher sowie die Einrichtung eines geeigneten Überwachungssystems zur frühzeitigen Risikoerkennung. Er erteilt dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag für den Jahres- und Konzernabschluss gemäß § 290 HGB. Der Verwaltungsrat findet mindestens alle drei Monate zusammen. Nach der Umwandlung hat der Verwaltungsrat einmal im Dezember 2017 getagt. Die Beschlussfassung des Verwaltungsrats erfolgt mit der Mehrheit der anwesenden oder vertretenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Verwaltungsrats den Ausschlag. Die Vergütung der Mitglieder des Verwaltungsrats soll im angemessenen Verhältnis zu deren Aufgaben und zur Lage der SE stehen; die Vergütung wird durch Beschluss der Hauptversammlung bewilligt. Sofern ein Mitglied des Verwaltungsrats zugleich geschäftsführender Direktor ist, ruht seine Vergütung als Mitglied des Verwaltungsrats. MITGLIEDER DES VERWALTUNGSRATS AB DEM 6. DEZEMBER 2017Dr. Andreas Schneider-Neureither Vorsitzender Dr. Michael R. Drill Stellv. Vorsitzender Gerhard A. Burkhardt Rainer Zinow Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat / Verwaltungsrat und Geschäftsführenden Direktoren
* Zum 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand
ausgeschieden.
Angaben zum RisikomanagementDie Geschäftstätigkeit der SNP SE ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Zu einer guten Corporate Governance gehört der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit diesen Risiken. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, setzt die SNP SE wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein; diese wurden zu einem einheitlichen Risikomanagementsystem zusammengefasst. Eine ausführliche Beschreibung des Risikomanagements ist im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts 2017 enthalten. Dort finden sich auch die gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderten Berichte zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei SNPAusführliche Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats/Verwaltungsrats sowie zur Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand finden Sie auch im Bericht des Aufsichtsrats/Verwaltungsrats dieses Geschäftsberichts. Der SNP Konzernabschluss und die Zwischenberichte werden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), der Jahresabschluss der SNP SE wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Die Hauptversammlung hat am 31. Mai 2017 die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer für die SNP SE und den SNP Konzern für das Geschäftsjahr 2017 gewählt. VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht erläutert Struktur und Höhe der Vergütung von Vorstand / geschäftsführenden Direktoren sowie Aufsichtsrat / Verwaltungsrat. Er berücksichtigt die gesetzlichen Vorgaben sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Vergütungsbericht ist Bestandteil des geprüften Lageberichts. Vorstand / geschäftsführende DirektorenDie Vergütung für die Vorstandsmitglieder, die vom Aufsichtsrat festgelegt wurde, und die Vergütung der geschäftsführenden Direktoren, die vom Verwaltungsrat festgesetzt wird, setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum, Nebenleistungen und Pensionszusagen; während die erfolgsbezogenen Komponenten auf der Geschäftsentwicklung des Unternehmens beruhen. Im Zuge der Umwandlung der SNP AG in die SNP SE wurden Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung unverändert auf die geschäftsführenden Direktoren übertragen. Das Fixum wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Versicherungsprämien sowie der privaten Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil stehen diese Nebenleistungen allen Vorstandsmitgliedern / geschäftsführenden Direktoren in gleicher Weise zu. Die variable Vergütung bemisst sich am wirtschaftlichen Ergebnis der Gesellschaft, und zwar auf der Basis des erreichten operativen Ergebnisses (EBIT), des erreichten Umsatzes sowie der Aktienkursentwicklung in Abhängigkeit von getätigten Akquisitionen. Der Bonus hat ein sogenanntes Cap, ist also gedeckelt. Ergibt sich aus der Zielerreichung eine Bonusberechnung unterhalb einer bestimmten Untergrenze, führt dies zu einem vollständigen Verlust des variablen Bonus für das Geschäftsjahr. Im Hinblick auf eine angestrebte Nachhaltigkeit der Ergebnisse wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 eine Langfristvergütungskomponente vereinbart; diese orientiert sich an der Marktkapitalisierung der Gesellschaft. Deren Gewichtung und Zielerreichungsgrade sind einheitlich definiert; die zeitliche Zielvorgabe lautete auf den 31. Dezember 2019. Als weitere Nebenleistung erhalten die Mitglieder des Vorstands / Verwaltungsrats ihre Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet. Am 12. März 2018 stellte der Verwaltungsrat die Vergütung des Vorstands / der geschäftsführenden Direktoren für das Geschäftsjahr 2017 fest. Vergütung des Vorstands / der geschäftsführenden Direktoren im Geschäftsjahr 2017Die den Vorstandsmitgliedern bzw. den geschäftsführenden Direktoren im Geschäftsjahr 2017 gewährte Gesamtvergütung beläuft sich auf insgesamt 1.445.892,20 € (i. Vj. 1.039.859,67 €). Einzelheiten der Vergütung des Vorstands bzw. der geschäftsführenden Direktoren im Geschäftsjahr 2017 sowie im Vorjahr ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen: Tabelle 1: Vergütung des Vorstands / der geschäftsführenden Direktoren 2017 (Zuwendungsbetrachtung)
Tabelle 2: Vergütung des Vorstands * / der geschäftsführenden Direktoren 2017 (Zuflussbetrachtung)
Zusätzlich zu den allgemeinen Versicherungsleistungen und Pensionskassenzusagen hat die Gesellschaft zugunsten der Mitglieder des Vorstands / der geschäftsführenden Direktoren eine Directors and Officers (D&O)-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Die jährliche Versicherungsprämie in Höhe von 7.021,00 € (5.900,00 € zuzüglich 19% Versicherungssteuer) umfasst auch die D&O-Versicherung der Verwaltungsratsmitglieder und leitenden Angestellten. Die D&O-Versicherung der SNP Transformations, Inc. gewährt ebenfalls anteilig Schutz für den CEO der SNP SE, der in Personalunion Chairman of the Board der SNP Transformations, Inc. ist sowie für den CFO der SNP SE, der in Personalunion VP Finance der SNP Transformations, Inc. ist. Der Gesamtbetrag der genannten D&O-Versicherung beläuft sich auf eine jährliche Versicherungsprämie von 2.589,43 €. Eine auf den Tätigkeitszeitraum anteilige Versicherungsprämie pro Person ist in der Tabelle in den Versicherungsleistungen enthalten. Der Ausweis der Vergütung des Vorstands / der geschäftsführenden Direktoren in individualisierter Form erfolgt für das Geschäftsjahr 2017 erneut auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Wesentliches Merkmal dieser Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen (Tabelle 1) und des tatsächlich erfolgten Zuflusses (Tabelle 2). Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100% Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben. Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder / geschäftsführende Direktoren oder zugunsten dieser Personen eingegangene HaftungsverhältnisseZum 31. Dezember 2017 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse gegenüber Vorständen. Des Weiteren ging die SNP SE auch keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr ein. Rückstellungen für Pensionszusagen gegenüber Vorstandsmitgliedern / geschäftsführenden DirektorenFür die Pensionszusagen gegenüber Dr. Andreas Schneider-Neureither und Frau Petra Neureither (CFO bis 19. Mai 2011) hat die SNP AG Pensionsrückstellungen gemäß IFRS in Höhe von 225 T€ (i.Vj. 256 T€) gebildet. Für die Pensionsverpflichtungen wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenDie SNP SE hat mehrere Mietverträge über Büroräume und Stellplätze für Pkw zwischen dem Verwaltungsratsvorsitzenden (gleichzeitig geschäftsführender Direktor) sowie nahestehenden Unternehmen abgeschlossen. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt zu Konditionen wie mit fremden Dritten. Im Geschäftsjahr 2017 fielen dafür Aufwendungen von 411 T€ (i. Vj. 412 T€) an, zum 31. Dezember 2017 bestanden keine offenen Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte der Verkauf von Vermögenswerten an den Verwaltungsratsvorsitzenden (gleichzeitig geschäftsführender Direktor) in Höhe von 19 T€ (i. Vj. 0 €) und an sonstige nahestehende Personen in Höhe von 5 T€ (i. Vj. 0 €) zu Konditionen wie mit fremden Dritten. Mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden erfolgte im Geschäftsjahr 2017 die Übernahme von Verbindlichkeiten durch die SNP SE für dessen Rechnung in Höhe von 35 T€ (i. Vj. 0 €), zum Stichtag waren diese Verbindlichkeiten offen, sämtliche Transaktionen sind fremdvergleichsfähig. Alle Beträge im Zusammenhang mit diesen Transaktionen waren für SNP SE unwesentlich. Grundzüge des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat / VerwaltungsratDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats / Verwaltungsrats orientiert sich an der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der jeweiligen Mitglieder. Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder erstmals für das Geschäftsjahr 2017 nicht mehr in der Satzung festgesetzt, sondern wurde von der Hauptversammlung bewilligt. Danach erhielt jedes Aufsichtsratsmitglied bis zum 6. Dezember 2017 eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 15.000 €. Der Vorsitzende erhielt eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 25.000 €, sein Stellvertreter eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 €. Mit der Umwandlung in die SE erhält jedes Verwaltungsratsmitglied eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 €. Der Vorsitzende erhält eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 30.000 €, sein Stellvertreter eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 25.000 €. Zudem erhielt jedes Aufsichtsratsmitglied bzw. erhält jedes Verwaltungsratsmitglied - neben dem Ersatz nachgewiesener erforderlicher Auslagen - für jede Sitzung des Gremiums 1.000 €. Im Zuge der Umwandlung der SNP AG in die SNP SE wurde die Struktur des Sitzungsgeldes unverändert auf den Verwaltungsrat übertragen. Sofern ein Mitglied des Verwaltungsrats zugleich geschäftsführender Direktor ist, ruht gemäß Satzung seine Vergütung als Mitglied des Verwaltungsrats. Dies umfasst sowohl die feste jährliche Vergütung als auch das Sitzungsgeld. Die Gesellschaft bezieht die Mitglieder des Aufsichtsrats / Verwaltungsrats hinsichtlich ihrer Aufgabenwahrnehmung in die Deckung einer von ihr abgeschlossenen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung mit einer Leistungsobergrenze von 6.000.000 € in jedem einzelnen Versicherungsfall und für alle Versicherungsfälle einer Versicherungsperiode zusammen ein; ein Selbstbehalt ist nicht vereinbart. Vergütung des Aufsichtsrats / Verwaltungsrats im Geschäftsjahr 2017Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats / Verwaltungsrats im Geschäftsjahr 2017 gewährte Gesamtvergütung beläuft sich auf insgesamt 86.195,63 € (i. Vj. 64.055,35 €). Es bestanden keine Darlehensforderungen gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats. Die nachfolgende Tabelle stellt die individuellen Bezüge der Mitglieder des Verwaltungsrats dar. Die Gesellschaft hat zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats / Verwaltungsrats eine Directors and Officers (D&O)-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Die jährliche Versicherungsprämie in Höhe von 7.021,00 € (5.900,00 € zuzüglich 19% Versicherungssteuer) umfasst auch die D&O-Versicherung der Vorstandsmitglieder und leitenden Angestellten. Eine auf den Tätigkeitszeitraum anteilige Versicherungsprämie pro Person ist in der Tabelle dargestellt. GESCHÄFTSJAHR 2017
GESCHÄFTSJAHR 2016
Konzernlagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017GESCHÄFTSMODELL UND ORGANISATIONSNP - The Transformation CompanyDie SNP Gruppe ist eine softwarebezogene Unternehmensberatungsgesellschaft, die sich auf die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Datenverarbeitung spezialisiert hat, wobei eigene Softwareentwicklungen insbesondere auf dem Gebiet des digitalen Transformationsmanagements eingesetzt werden. SNP versetzt Unternehmen in die Lage, mit einer veränderungsfreudigen IT den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten und Chancen im Markt zu nutzen. Lösungen und Software von SNP ermöglichen Zusammenführungen von bisher getrennten IT-Landschaften, unterstützen M&A-Projekte und Carve-outs und fördern die Erschließung neuer Märkte jenseits des Heimatmarktes. Mit SNP Transformation Backbone (r) with SAP LT bietet SNP die weltweit erste Standardsoftware, die Änderungen in IT-Systemen automatisiert analysiert und umsetzt. Für die Kunden bieten sich dadurch klare Qualitätsvorteile, gleichzeitig können Zeitaufwand und Kosten bei Transformationsprojekten signifikant reduziert werden. Kunden sind global agierende Konzerne aus der Industrie, dem Finanzsektor und dem Dienstleistungsumfeld. Die SNP SE wurde 1994 gegründet, ist seit dem Jahr 2000 börsennotiert und seit August 2014 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN DE0007203705) gelistet. Die Herausforderung für moderne Unternehmen: Agilität in der ITEntscheidend für unternehmerischen Erfolg sind zunehmend agile und veränderungsbereite IT-Landschaften. Die notwendige Modernisierung veralteter IT-Welten zwingt Unternehmen, in die Vereinheitlichung heterogener und komplexer IT-Infrastrukturen zu investieren. Veränderung ist eine permanente Managementaufgabe, und Veränderungsfähigkeit ist eine Kernkompetenz erfolgreicher Unternehmen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, eine zur Wertsteigerung beitragende IT-Landschaft zu schaffen und nachhaltig zu sichern. Im Kern unserer Arbeit steht ein industrieübergreifender Softwarestandard, der permanente Veränderung zuverlässig begleitet und fördert. IT-Transformationen und deren Auswirkung auf ERP SystemeAus wirtschaftlicher Sicht gehören Transformationsprojekte zu den kritischsten, komplexesten und teuersten Projekten, die sich auf die Organisation von Unternehmen und deren Geschäftsprozesse auswirken. "Business Landscape Transformation" beschreibt hierbei die Veränderung und Anpassung von Enterprise-Resource-Planning-Systemen ("ERP Systemen") und stellt die Hauptaktivität der SNP Gruppe dar. Ein Enterprise-Resource-Planning-System beschreibt die Verwaltung von Unternehmensressourcen und Geschäftsprozessen in Unternehmen. Zu den bedeutendsten Anbietern solcher ERP Systeme zählen SAP, Oracle und Microsoft. ERP Systeme sind komplexe Programme und oft stark an den jeweiligen Verwender angepasst; sie verknüpfen essenzielle und sensible Teile eines Unternehmens miteinander, wie beispielsweise Einkauf, Logistik, Buchhaltung und Personalverwaltung. Die Hauptaufgabe bei ERP Transformationen besteht darin, Daten mitsamt ihrer Historie vollständig und korrekt in einer neuen IT-Systemumgebung abzubilden, darin zu integrieren oder daraus herauszulösen. Häufig handelt es sich dabei um geschäftskritische Vorgänge oder hochsensible Daten, etwa aus dem Bereich der Finanzbuchhaltung oder aus Personalsystemen. Entsprechend könnte ein Verlust dieser Daten gravierende Folgen für das gesamte Unternehmen haben. Die SNP Gruppe hat mit ihrem integrierten Angebot aus Softwareprodukten und softwarebezogenen Beratungsdienstleistungen geeignete Lösungen geschaffen, die Unternehmen bei der Bewältigung ihrer IT-Transformationen optimal unterstützen. Auslöser von IT-TransformationenZu den unternehmensgetriebenen Transformationen (Business Transformations) zählen Unternehmensfusionen, Übernahmen, Ausgliederungen, Ausgründungen sowie Unternehmensverkäufe. Zu den technisch getriebenen Transformationen (IT Transformations) zählen Konsolidierungen, Zusammenführungen, Datenharmonisierungen sowie Upgrades. Viele ERP Landschaften haben im Laufe der Zeit an Komplexität zugenommen, sodass Ergänzungen oder Veränderungen von bestehenden ERP Systemen nicht mehr ausreichen, sondern die ERP Landschaften komplett umgestaltet werden müssen. Der standardisierte Softwareansatz von SNP: schnell, flexibel sowie kosten- und zeiteffizientIm Laufe eines Transformationsprojekts müssen große Datenmengen analysiert und verarbeitet werden. Die Dauer einer Transformation kann hierbei einen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens haben. Kritische Faktoren sind die reibungslose Integration von Alt-Daten in das neue Layout und eine Minimalisierung von Ausfallzeiten des Systems während der Transformation. Bei der traditionellen Herangehensweise bei Datenübertragungen spielen manuelle Prozesse eine wesentliche Rolle, was zu einem hohen Personalaufwand führt. Wir verwenden eine andere Herangehensweise, die sich auf den Einsatz von Software stützt und uns erlaubt, wesentliche Schritte des Transformationsprozesses zu automatisieren und die Alt-Daten eines Unternehmens beizubehalten. Das Produkt- und Serviceangebot der SNP Gruppe hilft Unternehmen, ihre IT-Landschaft an Veränderungen anzupassen - schnell, flexibel sowie kosten- und zeiteffizient. DAS SNP PORTFOLIODas von der SNP Gruppe angebotene Portfolio lässt sich in das Unternehmenssegment "Software" und das Unternehmenssegment "Professional Services" unterteilen, wobei das letztere Segment sich weiter in SNP Business Landscape Transformation ("SNP BLT") und SNP Business Landscape Management ("SNP BLM") unterteilen lässt. Es gibt allerdings keine strikte Trennung zwischen "Software" und "Services". In einigen Fällen verkaufen wir unsere Software und erbringen möglicherweise darüber hinaus Dienstleistungen für unsere Kunden. In vielen anderen Fällen lizenzieren wir unsere Software an den Kunden im Rahmen eines konkreten von uns durchgeführten Projektes. Geschäftsbereich Professional ServicesDie Beratungs- und Schulungsdienstleistungen von SNP haben das Ziel, Veränderungsprozesse in Unternehmen professioneller zu planen und umzusetzen. Die im Rahmen dieser Beratungsdienstleistungen gesammelten Erfahrungen dienen SNP als Innovationstreiber für die Entwicklung neuer Transformationswerkzeuge und die Verfeinerung bereits bestehender Tools und Prozesse. Der SNP BeratungsansatzSNP bietet eine umfassende IT-Beratung an. Dabei spielt die Management- und Projektmanagementberatung eine essenzielle Rolle im Dienstleistungsportfolio: Im Wesentlichen unterteilt sich diese Beratung auf die beiden Bereiche Business Landscape Transformation (BLT) und Business Landscape Management (BLM): SNP Business Landscape Transformation (BLT)SNP Business Landscape Transformation (BLT) umfasst alle Aspekte und Beratungsdienstleistungen, die im Rahmen von Transformationsprojekten grundsätzlich benötigt oder durch den Kunden zusätzlich angefordert werden. Die Projekte werden unter Verwendung eines Tool-basierten Ansatzes durchgeführt, der auf standardisierten Aufgaben beruht. Mit diesem Ansatz können ERP Systeme unter Verwendung von maßgeschneiderter Software geändert und migriert werden. Dadurch verringert sich die Fehlerquote, während sich die Qualität der Transformation verbessert. Als essenzielle Bausteine zählen dazu die Strategieberatung, die sich daran anschließende Prozessberatung und Implementierung sowie die Datentransformation. StrategieberatungAufgrund der hohen Bedeutung der Informationstechnologie für moderne wertschöpfende Prozesse ist die IT-Strategie zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Durch den Einsatz geeigneter IT-Systeme und Applikationen soll die strategische Ausrichtung eines Unternehmens effektiv unterstützt werden. Unsere IT-Strategie-Beratung ist eng verbunden mit Prozessberatung, Technologieberatung und dem Change-Management. Aus der Geschäftsstrategie und den Anforderungen der Business-Prozesse leiten wir die Anforderungen an die IT-Systeme und an die Organisation ab. Auf Basis der erstellten IT-Strategie unterstützt SNP seine Kunden bei der Umsetzung der IT-Strategie im Rahmen der Einführung der vorgeschlagenen IT-Anwendungen und der zugehörigen IT-Infrastruktur. Prozessberatung und ImplementierungZu Beginn der Prozessberatung steht eine detaillierte Systemanalyse (Business Landscape Analysis). Sie bildet die Basis für erfolgreiche Transformationsprozesse. Geschäftsprozesse werden anschließend überdacht und neu entworfen - mit dem Ziel einer verbesserten Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Das Ergebnis ist eine für den Kunden klar definierte Transformation Roadmap, um die definierten Transformationsziele hinsichtlich Zeit- und Budgetvorgaben zu erreichen. Anhand dieser Differenzen lässt sich die Komplexität eines Transformationsprojekts einschätzen und die Aufwände daraus ableiten. DatentransformationDen Prozess einer Business Landscape Transformation setzt SNP mit einem standardisierten, softwaregeführten Ansatz um. Mit dem SNP Softwareansatz lassen sich Transformationsprojekte schnell und sicher umsetzen - unabhängig von Komplexität, Projektumfang und Typisierung. SNP gliedert Transformationsprojekte in vier Typen: Merge, Split, Upgrade und Harmonisierung. Damit ein Projekt erfolgreich ist, müssen sich die vier Standardtransformationsszenarien auf Geschäfts- und auf Technologieprozesse auswirken. Jede IT-Transformation kann über eine Kombination dieser vier Standardtransformationsszenarien realisiert werden. Daneben unterscheidet SNP die Transformationsprojekte in Business- und IT-Transformationen. Zu den Business Transformationen zählen folgende Szenarien: Fusionen und Zukäufe, Ausgründungen und Verkäufe (Carve-outs) sowie Umstrukturierungen. Zu den IT-Transformationen gehören Konsolidierungen, Harmonisierungen sowie neue Technologien wie S/4HANA und Cloud. Business Landscape Management (BLM)SNP bietet im Bereich Business Landscape Management (SNP BLM) ein ganzheitliches IT-Prozess-Beratungskonzept für IT Infrastructure Library (ITIL)-kompatible IT-Prozesse in SAP und Non-SAP Systemlandschaften an. SNP BLM nutzt dafür die Plattform und Funktionen des SAP Solution Manager mit standardisierter Beratung, Best Practices und fertigen Erweiterungen und umfasst alle Aktivitäten von der gründlichen Analyse der IT-Landschaft und der IT-Prozesse bis hin zur Konzeption und Implementierung von maßgeschneiderten Lösungen für Service- und Supportteams mit dem SAP Solution Manager. Der SAP Solution Manager begleitet die Implementierung, Überwachung und Weiterentwicklung der kompletten Systemlandschaft von Unternehmen, kurz Application Lifecycle Management (ALM). SNP BLM umfasst dabei alle Funktionen und Module des Application Lifecycle Management im SAP Solution Manager. In über 750 erfolgreich durchgeführten Projekten haben die Spezialisten von SNP eine Vielzahl von Best Practices, Methoden und Erweiterungen zur Optimierung des SAP Solution Manager entwickelt. Die Software und Services von SNP decken alle Bereiche des Application Lifecycle Managements ab - von SAP Standardszenarien über komplexes, kundenspezifisches Release Management bis hin zur umfassenden Unterstützung von S/4HANA Einführungen. Der Funktionsumfang und die Möglichkeiten des SAP Solution Manager stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen. Als zentrales System kann der SAP Solution Manager individuell an die spezifischen Prozesse und Organisationen der Unternehmen angepasst werden. Gerade für die aktuellen S/4HANA Projekte stellt der SAP Solution Manager die entscheidende Plattform zur Verfügung mitsamt den notwendigen Methodologien und standardisierten IT-Prozessen. SNP bietet hier nicht nur die Konzeption und Implementierung an, sondern unterstützt die Organisationen auch bei ihren typischen Aufgabenstellungen im Projekt. Seit dem Jahr 2015 fokussiert sich SNP BLM zusätzlich auf die SAP Architektur und Technologieberatung auf IT-Entscheider-Ebene. Zu den strategischen Beratungsschwerpunkten zählen die aktuellen Themen wie Cloud Architekturen und Migrationen auf die HANA DB und S/4HANA. Mit diesem Portfolio kann SNP die Kunden sowohl in komplexen Transformationsprojekten als auch bei Standardmigrationen unterstützen. Seit 2015 hat sich die Mitarbeiterzahl der SNP BLM mehr als verdreifacht. Zudem wurden auch die internationalen Aktivitäten auf die USA und UK ausgeweitet. SNP AcademyDas umfangreiche Schulungsangebot von SNP richtet sich an Kunden und Partner, die mit SNP Produkten arbeiten möchten. SNP bietet für die Bereiche SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT, SNP Business Landscape Transformation, SNP Business Landscape Management, SNP Dragoman sowie rund um das Thema SAP Solution Manager eine breite Palette an Schulungen an. Diese Schulungen können sowohl in der hauseigenen SNP Academy in Heidelberg als auch weltweit beim Kunden durchgeführt werden. Geschäftsbereich SoftwareSNP Transformation Backbone(r) with SAP LT: Die integrierte Softwarelösung für die Anpassung an veränderte Geschäfts- und IT-StrukturenFür sichere, wirtschaftliche und schnelle Transformationen hat die SNP Gruppe das Wissen und die Erfahrung aus über 7.000 Transformationsprojekten in einer innovativen Softwaretechnologie gebündelt: Der SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT ist die weltweit erste Standardsoftware, die ERP Transformationen ganzheitlich und automatisiert unterstützt. Durch eine laufende Verbesserung der Plattform und die enge Zusammenarbeit mit Technologie- und OEM-Partnern entwickelte sich SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT zum internationalen Softwarestandard für Transformationsprozesse. Die Software zeichnet sich durch ihren Praxisbezug aus und unterstützt die Agilität der Unternehmen durch offene Standards und eine vollintegrierte Projektmethodik. Der SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT:
Der SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT unterstützt aktiv sämtliche Schritte eines Transformationsprojektes - von der laufenden Analyse der Unternehmensdaten und -prozesse bis hin zur sorgfältigen Planung und schnellen Implementierung. Dabei ist der SNP Transformation Backbone (r) with SAP LT mehr als nur eine Suite von Softwaretools. Vielmehr handelt es sich um einen Prozess, eine Reihe von Schritten, um die Ergebnisse im gesetzten Zeit- und Budgetrahmen verlässlich planbar zu machen. SNP System Scan: Transformationsbedarf ermittelnDer SNP System Scan dient dazu, grundlegende statistische und strukturelle Informationen im jeweiligen SAP ERP System zu ermitteln. Der System Scan dient hierbei als Basis für die Erstellung einer Auswertung, um einen Gesamtüberblick über das System des Kunden zu erhalten. Im Fokus steht hierbei die Nutzung des Systems, wie zum Beispiel der Umfang der Organisationsstruktur, wie intensiv mit dem System gearbeitet wird oder welche Module in dem System genutzt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, mehrere Scans unterschiedlicher Systeme oder Mandanten zu vergleichen. Besonders in der Vorbereitung von Transformationsprojekten können Kunden den System Scan nutzen, um Aussagen über die Komplexität des Projekts zu treffen. SNP System Landscape Analysis: Migrationsstrategie planenSNP System Landscape Analysis dient zur Ermittlung der aktuellen Situation der SAP Systemlandschaft. Die Analyse kann genutzt werden, um Differenzen in den Systemen darzustellen und auszuwerten. Anhand dieser Differenzen lassen sich die Komplexität eines Transformationsprojekts einschätzen und die Aufwände daraus ableiten. Diese Analysen sollten jedem Transformationsprojekt vorangestellt werden. SNP Project Cockpit: Transformation durchführenÜber das SNP Project Cockpit erhält der Nutzer eine konsolidierte Sicht des vollständigen Transformationsprozesses. Zusätzlich sind umfassende Test-, Risikomanagement- und Compliance-Funktionen integriert. Die Anwender navigieren intuitiv und gezielt durch die einzelnen Projektphasen und setzen dabei die geeigneten Transformationswerkzeuge ein. Nach der Festlegung des Projektgesamtrahmens kann der Nutzer die vorab angefüllten Transformationsregeln mit dem Transformation Cockpit anpassen, simulieren, ausführen und validieren. SNP Automated TestingZu Gewährung einer stabilen Systemlandschaft ist es erforderlich, Änderungen und deren Auswirkungen auf die gesamte Systemlandschaft systematisch testen zu können. Mit SNP Automated Testing for SAP hat SNP eine Standardsoftware entwickelt, die Regressionstests von Anwendungsdaten und Customizing automatisiert. Mögliche Fehler werden bereits in einer frühen Projektphase erkannt. Damit steigt mit dem Einsatz von SNP Automated Testing die Projektqualität und gleichzeitig wird der manuelle Testaufwand signifikant reduziert. Insbesondere Entwickler und Berater profitieren von der Automatisierung, da sie Inkonsistenzen in Daten (Stamm- und Bewegungsdaten) und den zugehörigen Customizing-Einstellungen vorzeitig aufdeckt. Weitere Tests durch Fachanwender werden effektiver und in kürzerer Zeit möglich. Die automatisierten und transaktionsorientierten Tests laufen komplett auf der Anwendungsebene, also vollkommen unabhängig von der SAP Benutzeroberfläche ab. SNP Data Provisioning and MaskingFür einen optimalen Betrieb der SAP Systeme, unter anderem bei Transformationsprozessen, sind sinnvolle, realitätsnahe Testdaten für Entwicklungs-, Test- oder Schulungssysteme nötig. Diese Daten helfen, die Softwareentwicklung zu beschleunigen, Qualitätssicherungsprozesse zu automatisieren und neue Business-Funktionen erfolgreich einzuführen. Die Standardsoftware SNP Data Provisioning and Masking stellt realistische und sichere Testdaten bereit. Die Technologie zur Migration und sicheren Maskierung von produktiven ERP Daten für Tests und Trainings sowie für die Qualitätssicherung ermöglicht das Kopieren und Anonymisieren von Testdaten aus den Produktivsystemen. SNP Data Provisioning and Masking hilft Unternehmen, Entwicklungs- und Veränderungsprozesse entscheidend zu verkürzen, ermöglicht kostengünstigere Test- und Trainingsszenarien und schützt gleichzeitig sensible Kunden- und Produktdaten vor internem und externem Missbrauch - flexibel, schnell und mit geringem Aufwand. SNP Data Provisioning and Masking ist ein Bestandteil der Lösung SNP Transformation Backbone (r) with SAP LT. SNP VerificationSNP Verification dient dazu, nach einem Transformationsprojekt die erfolgreiche Datentransformation zwischen zwei Mandanten sicherzustellen. Mittels verschiedener Prüfmethoden werden die Daten ausgewählter Tabellen- und Anwendungsebenen miteinander verglichen. Die Prüfergebnisse werden automatisch dokumentiert, archiviert und sind damit für Revisionszwecke geeignet. SAP Solution Manager - FunktionserweiterungenDer SAP Solution Manager begleitet die Implementierung, Überwachung und Weiterentwicklung der kompletten ERP Systemlandschaft von Unternehmen, genannt "Application Lifecycle Management". Das Lösungsangebot SNP Business Landscape Management (BLM) umfasst alle Funktionen und Module des Application Lifecycle Management im SAP Solution Manager. Auf Basis von Best Practices und rund 750 erfolgreich durchgeführten Projekten haben die Spezialisten von SNP BLM nützliche Add-ons für den SAP Solution Manager entwickelt. Hierbei handelt es sich um funktionale Erweiterungen, um IT-Prozessabläufe zu optimieren, den Umgang mit dem SAP Solution Manager zu vereinfachen und die Anwendung benutzerfreundlicher zu gestalten. Die standardisierten SNP Add-ons für den SAP Solution Manager lassen sich in SAP Umgebungen problemlos integrieren und sind sofort einsatzbereit. SNP DragomanInternational agierende Unternehmen müssen ihre SAP Anwendungen in der jeweiligen Landessprache bereitstellen - eine große Herausforderung, vor allem wenn die SAP Standards um Eigenentwicklungen ergänzt wurden. Bei internationalen Projekten muss daher eine Vielzahl an Texten in andere Sprachen übertragen werden: Manuelle Übersetzungen sind hier zeitaufwendig, fehleranfällig und kostspielig. SNP Dragoman automatisiert und vereinfacht den gesamten Übersetzungsprozess, minimiert Fehlerquellen und reduziert so die Kosten erheblich. SNP Interface ScannerIm Juli 2016 hat die SNP SE ihr Leistungsspektrum bei standardisierter Transformationssoftware weiter ausgebaut. Mit dem SNP Interface Scanner steht den Kunden eine neue Software zur Verfügung, mit der Schnittstellen zwischen SAP Systemen bzw. den umliegenden IT-Landschaften analysiert werden können. Der SNP Interface Scanner stellt eine Datenbasis und Infrastruktur zur Verfügung, mit der die beteiligten Systeme mit ihren Verbindungen visuell dargestellt werden. Zudem versetzt die neue Lösung Unternehmen in die Lage, ihre in Verwendung befindlichen Schnittstellen kontinuierlich zu dokumentieren, beispielsweise für einen SAP Audit. Für die Anwender bieten sich dadurch Vorteile bei der Verwaltung der SAP Systeme. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie der voranschreitenden Vernetzung von physischen und virtuellen Gegenständen (Internet of Things) nimmt die Zahl der IT-Schnittstellen kontinuierlich zu. Daher ist eine vollständige Schnittstellendokumentation entscheidende Voraussetzung für deren Überwachung sowie für die Planung und Umsetzung von Änderungen in Systemlandschaften, beispielsweise im Rahmen von technischen oder betriebswirtschaftlichen Transformationsprojekten. CrystalBridgeAuf der "Transformation World" wurde erstmals die Software CrystalBridge vorgestellt. CrystalBridge ist ein neues Produkt im SNP Softwareportfolio. Es bietet eine grafische und interaktive Visualisierung kompletter SAP Systeme mit dem Ziel, Transformationen zu unterstützen und zu beschleunigen. CrystalBridge versetzt den Kunden in die Lage, noch vor der Umsetzung einer Unternehmenstransformation das Vorhaben zu visualisieren und mit höchster Zuverlässigkeit zu simulieren. Die Software stellt dem Kunden intelligente Empfehlungen zur Verfügung und vermittelt ihm ein tieferes Verständnis für die Auswirkungen einer Transformation auf seine ERP Landschaft. CrystalBridge wird Kunden entweder als Software as a Service (SaaS) oder bei großen Installationen als On-Premise-Modell angeboten. Mit CrystalBridge kann SNP die Erstellung von Blueprints für Transformationsprojekte um mehr als 75% beschleunigen. Darüber hinaus können Transformationsregeln und -inhalte direkt in der CrystalBridge erstellt und zur Ausführung zukünftig mit dem SNP Transformation Backbone verbunden werden. Mit diesem schnellen Blueprinting und Prototyping, gekoppelt mit SNPs künstlicher Intelligenz und Predictive Analytics, können Kunden die Ergebnisse ihrer unternehmenskritischen Transformationsprojekte profilieren, planen und vorhersagen (siehe hierzu auch Prognosebericht / Strategische Chancen). Investitionen in Forschung und EntwicklungNeue Produktideen, -ergänzungen und -lösungen werden im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsstrategie aktiv verfolgt. Durch die Vernetzung des Bereichs Forschung & Entwicklung (F&E) mit dem Vertrieb ist das Unternehmen in der Lage, Veränderungen am Markt zeitnah zu erkennen und marktgetriebene und somit auch marktrelevante Produktneuerungen zu entwickeln. So konnte unter anderem im vergangenen Geschäftsjahr das jüngste SNP Softwareprodukt, die CrystalBridge, vorgestellt werden. Hierfür wurden im Geschäftsjahr 2017 Entwicklungskosten in Höhe von 144 T€ aktiviert. Die Forschungs- und Entwicklungskosten erreichten im Geschäftsjahr 2017 eine Höhe von 14,0 Mio. € (i. Vj. 11,0 Mio. €); der entsprechende Anteil an den Umsatzerlösen belief sich auf 11,4% (i.Vj. 13,7%). Ende 2017 arbeiteten 91 SNP Mitarbeiter in der Entwicklung (2016: 43). Dies entspricht einem Anteil von 7% an der Gesamtzahl der Mitarbeiter im Konzern (2016: 6%). EXECUTIVE MANAGEMENT BOARD
ORGANISATIONSSTRUKTURDie SNP Gruppe hat die Aufbauorganisation und Führungsstruktur mit Ablauf des Geschäftsjahres 2017 vor dem Hintergrund des weiteren globalen Wachstums neu aufgestellt. Funktionsträger in den einzelnen Landesgesellschaften wurden überwiegend neu geschaffenen globalen Verantwortlichen zugeordnet. Mit neu geschaffenen globalen Rollen und Verantwortlichkeiten und horizontal ausgerichteten Shared Services soll sichergestellt werden, dass weltweit einheitliche Prozesse implementiert werden und damit auch die SNP für weiteres Wachstum gut aufgestellt ist. GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGEGesellschaftsrechtliche Umstrukturierung: SNP Transformations Deutschland GmbHZum 1. Januar 2017 wurden die RSP Reinhard Salaske & Partner Unternehmensberatung GmbH (RSP GmbH) und die Hartung Consult GmbH unter dem Dach der SNP Consulting GmbH zusammengeführt; das zusammengeführte Unternehmen trägt den neuen Namen SNP Transformations Deutschland GmbH. Gemäß der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung wurde der deutsche Geschäftsbetrieb der Hartung Consult GmbH per Asset Deal zum 1. Januar 2017 auf die SNP Transformations Deutschland GmbH übertragen. Zum 1. Januar 2016 hatte die SNP SE 51% der Geschäftsanteile der Hartung Consult GmbH erworben. Die verbleibenden Anteile an der Hartung Consult wurden zum 1. Januar 2018 übernommen. Wirtschaftlich sind die Anteile zum 31. Dezember 2016 der SNP SE zuzuordnen. Darüber hinaus wurde im April 2017 die RSP GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2017 auf die SNP Transformations Deutschland GmbH verschmolzen. Zum 1. Januar 2015 hatte die SNP SE 74,9% der Geschäftsanteile an der RSP GmbH erworben. Die restlichen Anteile (25,1%) hat die SNP SE zum 31. Dezember 2016 erworben. Damit hat SNP die Integration der im Jahr 2015 erworbenen RSP GmbH sowie der im Jahr 2016 erworbenen Hartung Consult GmbH erfolgreich abgeschlossen. Die vollständige organisatorische Zusammenführung sichert einen ganzheitlichen Beratungsansatz des Unternehmens bei digitalen Transformationsprojekten, vor allem hinsichtlich der anstehenden S/4HANA Projekte. Gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung: SNP Transformations, Inc.Zum 1. Januar 2017 wurde die SNP Labs, Inc. auf die SNP America, Inc. verschmolzen. In einem zweiten Schritt wurde die SNP America, Inc. in SNP Transformations, Inc. umbenannt. Die SNP Labs wurde im August 2015 als 100%ige Tochtergesellschaft der SNP SE gegründet. Zu den bisherigen Tätigkeiten der SNP Labs zählten die prozessorientierte Steuerung und technologische Abwicklung von Transformationsprojekten als Dienstleistung für Dritte in den USA sowie der Aufbau eines Delivery Centers für Transformationsprojekte in den USA einschließlich Rekrutierung und Ausbildung der dazu notwendigen Mitarbeiter. Diese Tätigkeiten gehen im Zuge der Verschmelzung auf die SNP Transformations, Inc. über. Die SNP Transformations, Inc. (frühere SNP America, Inc.) ist ebenfalls eine 100%ige Tochtergesellschaft der SNP SE und verantwortlich für den Vertrieb des SNP Software- und Dienstleistungsportfolios in den USA. Ziel der gesellschaftsrechtlichen Verschmelzung ist es, beide Gesellschaften sowohl in der Vertriebs- und Projektanbahnungsphase als auch in der Abwicklung der Projekte noch besser aufeinander abzustimmen. Erfolgreiche Emission von SchuldscheindarlehenSNP hat sich im Februar 2017 mit Investoren über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen im Volumen von insgesamt 40 Mio. € geeinigt. Das Volumen verteilt sich auf fixe und variable Tranchen in Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beläuft sich zum Zeitpunkt der Begebung der Schuldscheindarlehen auf 1,41% p.a. Aufgrund des starken Investoreninteresses und der günstigen Finanzierungskonditionen wurde das ursprüngliche Zielvolumen von 30 Mio. € auf 40 Mio. € ausgeweitet. Vorzeitige Kündigung der SchuldverschreibungZum 27. März 2017 wurde die Inhaber-Teilschuldverschreibung (ISIN: DE000A14J6N4 / WKN: A14J6N) vorzeitig gekündigt. Gemäß den Anleihebedingungen wurde die Kündigung im Bundesanzeiger und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die vollständige Rückzahlung der Anleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 10 Mio. € (Gesamtnennbetrag von bis zu 20 Mio. €) erfolgte zu einem Kurs von 103% zuzüglich der bis zum 27. März 2017 aufgelaufenen Zinsen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2016 wurde die Anleihe mit dem Rückzahlungskurs von 103% zzgl. der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen in Höhe von 0,4 Mio. € in den kurzfristigen Verbindlichkeiten bilanziert. Akquisition der polnischen BCC GruppeZum 1. Mai 2017 wurden 100% der Geschäftsanteile an der polnischen BCC Gruppe mit Sitz in Suchy Las erworben. BCC zählt zu den größten SAP Partnern in Mittel- und Osteuropa und ist auf die Bereiche SAP Dienstleistungen, Softwareentwicklung und Cloud Provisioning spezialisiert. Die international ausgerichtete Unternehmensgruppe beschäftigt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter weit mehr als 200 SAP und IT-Berater. Mit dem Zukauf verstärkt SNP seine Präsenz auf dem polnischen und osteuropäischen SAP und IT-Markt. Weitere Synergiepotenziale bieten sich vor allem in der Softwareentwicklung mit dem Schwerpunkt Softwareapplikationen im SAP Umfeld. Das in Posen ansässige Unternehmen verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Markt und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 20 Mio. € sowie eine EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich. Mehrheitsbeteiligung an der Innoplexia GmbHIm Mai 2017 hat die SNP SE ihre Unternehmensbeteiligung an der Innoplexia GmbH von 20% auf 80% der Geschäftsanteile ausgebaut. Das Heidelberger Software- und IT-Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung von Software und IT-Lösungen für Wettbewerbs- und Marktanalysen. Ein wesentliches Ziel der Partnerschaft ist es, die SNP Transformationssoftware weiterzuentwickeln und auf Basis künstlicher Intelligenz und Software-Algorithmen automatisierte Handlungsempfehlungen in Transformationsprojekten zu generieren. Daneben wird Innoplexia verstärkt die etablierten Vertriebsstrukturen der SNP Gruppe sichern und sich den notwendigen Zugang zu weiteren internationalen Märkten erschließen. Die Innoplexia GmbH wurde im Jahr 2010 gegründet, beschäftigt zum 31. Dezember 2017 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von rund 1 Mio. €. Die restlichen 20% der Anteile an der Innoplexia verbleiben beim Gründer und Geschäftsführer; für diese Anteile wurde zudem eine einseitige Kaufoption vereinbart. Ordentliche Hauptversammlung 2017Die ordentliche Hauptversammlung, die am 31. Mai 2017 erneut in Leimen stattfand, stimmte allen Punkten der Tagesordnung mit großer Mehrheit zu. So folgten die Aktionäre unter anderem dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur gesellschaftsrechtlichen Umwandlung in eine Aktiengesellschaft nach EU-Recht (Societas Europaea/SE). Mit der Umwandlung soll die Internationalisierung der SNP Gruppe weiter vorangetrieben werden. Zudem trägt die Umwandlung in die europäische Rechtsform der zunehmenden Bedeutung des internationalen Geschäfts und der gestiegenen internationalen Ausrichtung der SNP Gruppe Rechnung. Weiterhin folgten die Aktionäre dem Vorschlag der Gremien zur Gewinnverwendung und beschlossen die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,39 € je Aktie (i. Vj. 0,34 €). Dies entspricht einer Dividendenerhöhung von rund 50% im Vergleich zum Vorjahr sowie einer Ausschüttungsquote von rund 46%. Die Gesamtausschüttung belief sich damit auf 1,932 Mio. € (i. Vj. 1,264 Mio. €). Erhöhte Anteilsbeteiligung an der SNP Transformations SEA Pte. Ltd.Im Juni 2017 hat SNP den Anteil an der SNP Transformations SEA Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur auf 81% der Geschäftsanteile an der Gesellschaft erhöht. Mit der Erhöhung der Beteiligung von 51 % auf 81 % sichert sich die SNP Gruppe das Potenzial zum weiteren Ausbau ihrer Positionen in den südostasiatischen Märkten. Im Januar 2016 hatte die SNP (Schweiz) AG im Rahmen eines Share-Deals 51% der Geschäftsanteile an der Astrums Consulting (S) Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur einschließlich der in Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaft Astrums Consulting Sdn. Bhd. mit Sitz in Malaysia erworben. Im März 2017 wurden diese Gesellschaften umbenannt in SNP Transformations SEA Pte. Ltd. sowie in SNP Transformations Malaysia Sdn. Bhd. Beide in Südostasien aktiven Unternehmen fokussieren sich auf die Beratung und die Serviceleistungen im Produkt- und Dienstleistungsumfeld verschiedener ERP Systeme. Ziel der intensivierten Partnerschaft ist es, in diesen wachstumsstarken Märkten der stark steigenden Nachfrage nach Leistungen von SNP zu entsprechen und den margenstärkeren Vertrieb von Software in diesen Märkten auszubauen. SNP erhält Auftrag von einem der weltweit größten AutomobilzuliefererIm Juni 2017 erhielt die SNP SE den Zuschlag für ein umfangreiches Transformationsprojekt eines der führenden Unternehmen in der Automobilzuliefererbranche. Der Kunde konsolidiert im Rahmen seiner strikten Ausrichtung auf sein neues Geschäftsmodell rund um intelligente Mobilitätslösungen seine komplette SAP ERP Landschaft. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr die Standardsoftware SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT und Analysekomponenten lizenziert und hat nun umfangreiche Serviceleistungen beauftragt. KapitalerhöhungAm 5. Juli 2017 kündigte SNP eine Barkapitalerhöhung an, in deren Folge das Grundkapital der Gesellschaft um 497.677,00 €, eingeteilt in 497.677 auf den Inhaber lautende Stückaktien, auf insgesamt 5.474.463,00 €, eingeteilt in 5.474.463 Aktien, erhöht wurde. Die neuen Aktien wurden im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens unter Bezugsrechtsausschluss bei ausgewählten institutionellen Investoren zu einem Preis von 37,65 € je Aktie emittiert und sind für das Geschäftsjahr 2017 beginnend am 1. Januar 2017 gewinnanteilsberechtigt. Insgesamt überstieg das Interesse von Investoren das Platzierungsvolumen deutlich, weshalb nicht alle Zeichnungswünsche bedient werden konnten. Durch die erfolgreiche Barkapitalerhöhung erzielte die Gesellschaft einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 18,74 Mio. €. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 7. Juli 2017. Die Ausgabe der neuen Aktien fand am 10. Juli 2017 statt. Akquisition der Adepcon GruppeSNP hat mit Wirkung zum 1. August 2017 60% der Geschäftsanteile an der südamerikanischen Adepcon Gruppe übernommen. Die restlichen 40% der Geschäftsanteile werden in den kommenden drei Jahren erworben. Die Adepcon Gruppe besteht aus drei Landesgesellschaften, im Einzelnen der ADP Consultores S.R.L., Buenos Aires, Argentinien, der ADP Consultores Limitada mit Sitz in Santiago de Chile, Chile, sowie deren kolumbianischer Tochtergesellschaft ADP Consultores S.A.S. mit Sitz in Bogota. Strategische Partnerschaft zwischen NTT DATA Global Solutions und SNPIm September 2017 wurde eine strategische Allianz mit dem japanischen Unternehmen NTT DATA Global Solutions geschlossen. NTT DATA ist ein führender Anbieter von Business- und IT-Lösungen und globaler Innovationspartner seiner Kunden. Der japanische Konzern mit Hauptsitz in Tokio ist in über 40 Ländern weltweit vertreten. Ziel der Partnerschaft ist, gemeinsam softwarezentrierte und hochautomatisierte Transformationsdienstleistungen für Unternehmen und Organisationen im asiatisch-pazifischen Raum anzubieten. "Transformation World": Mit weit über 400 Teilnehmern neuer BesucherrekordIm Oktober 2017 fand die diesjährige "Transformation World" statt, der größte Expertenkongress für digitale Software Transformation im deutschsprachigen Raum. Mit deutlich über 400 Teilnehmern aus ganz Europa, den USA und Asien war der zweitägige Kongress auch in diesem Jahr restlos ausgebucht und hat sich als Top-Community im Bereich Business- & IT-Transformation weit über Deutschland hinaus etabliert. Die von Jahr zu Jahr steigenden Teilnehmerzahlen sind ein klarer Beleg für die hohe Aktualität der Kongressthemen. Der Kongress wurde inzwischen zum vierten Mal von SNP ausgerichtet. Produktneueinführung: CrystalBridgeAuf der "Transformation World" wurde erstmals die Software CrystalBridge vorgestellt. Über eine moderne Benutzeroberfläche können damit komplette IT-Landschaften visualisiert und kontrolliert werden. Mit der CrystalBridge lassen sich komplexeste Transformationen optimal planen, simulieren und ausführen (siehe hierzu auch Geschäftsmodell und Organisation / Geschäftsbereich Software). Akquisition der ERST GmbHSNP hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2017 100% an der ERST European Retail Systems Technology GmbH mit Sitz in Hamburg erworben. ERST ist ein Software- und Technologieunternehmen, das sich auf Basis einer eigenen Middleware-Plattform auf den sicheren Transfer von geschäftskritischen Daten in komplexen und heterogen IT-Landschaften spezialisiert hat. Der Ansatz von "Managed Data Transfer Services" - und damit der termingerechte, formatunabhängige und lokationsübergreifende Datentransfer und dessen Management (24/7/365) - ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Digitalisierung in eCommerce und Handel. Rechtsformwechsel in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea/SE)Im Dezember 2017 erfolgte ein Rechtsformwechsel der SNP Schneider-Neureither & Partner AG in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea/SE). Die neue Rechtsform korrespondiert mit der zunehmend internationalen Ausrichtung der SNP Gruppe und bietet effiziente Strukturen, um den erfolgreichen Wachstumskurs des Unternehmens fortzuführen. Die Eintragung des Rechtsformwechsels in das Handelsregister erfolgte am 6. Dezember 2017. Über die Umwandlung hatte die Hauptversammlung am 31. Mai 2017 nach Vorlage eines entsprechenden Beschlussvorschlags durch Vorstand und Aufsichtsrat entschieden. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat der Weltwirtschaft für das Jahr 2018 ein stärkeres Wachstum vorhergesagt als zunächst angenommen. Vor dem Hintergrund der im Dezember verabschiedeten US-Steuerreform sowie der stärkeren Erholung in Europa und Asien hat der IWF seine Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum weiter nach oben revidiert. Zu den bedeutendsten Abwärtsrisiken für den Aufschwung zählt der IWF protektionistische Tendenzen sowie eine potenzielle Korrektur an den Finanzmärkten. In 2018 ebenso wie in 2019 wird nach Schätzungen des Währungsfonds die Weltwirtschaft um jeweils 3,9% wachsen. Für 2017 geht der IWF von einer globalen Wachstumsrate von 3,7% aus. Besondere Bedeutung misst die internationale Finanzierungsorganisation der Steuerreform in den USA bei. Diese werde als Folge des deutlich niedrigeren Satzes für die Körperschaftsteuer und erweiterter Abschreibungsmöglichkeiten vor allem Investitionen beflügeln. Zwar wird die weltgrößte Volkswirtschaft als direkte Folge der Reform dieses und kommendes Jahr deutlich stärker wachsen als bisher angenommen. Da einige der Steuererleichterungen aber befristet sind und zudem ein weiterer Anstieg des Außenhandelsdefizits erwartet wird, rechnen die IWF-Ökonomen ab 2022 in den USA wieder mit schwächerem Wachstum. Positiv heben die Experten auch die Entwicklung in Europa hervor. Stärkere Binnennachfrage sowie die robuste Exportwirtschaft bedeuteten, dass sowohl in 2018 als auch in 2019 die Wirtschaft in der Eurozone um 0,3 Prozentpunkte stärker wachsen wird als bisher angenommen. Für Deutschland wird 2018 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,3% und 2019 um 2,0% prognostiziert. Günstiger als bisher schätzt der IWF auch die Aussichten für Asien und insbesondere Japan ein, hebt allerdings die hohe Abhängigkeit der Region von globaler Handelsliberalisierung und Auslandsinvestitionen hervor. Stärkeres Wachstum wird zudem in den asiatischen und europäischen Schwellenländern ebenso wie den Entwicklungsländern erwartet. Der Währungsfonds hält einen Fortbestand des globalen Aufschwungs für das wahrscheinlichste Szenario. Dennoch werden geopolitische Krisenherde, das Risiko verschärfter Finanzierungsbedingungen und eine Korrektur an den Aktienmärkten als Gefahren eingeschätzt. Ein bedeutendes Risiko könne insbesondere von protektionistischen Strömungen ausgehen. Sollten die Nachverhandlungen zum nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta sowie die Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU neue Handelsschranken zur Folge haben, dann würde dies negativ auf Investitionen, Produktivität und somit das globale Wachstum durchschlagen. Branchenbezogene RahmenbedingungenDer globale Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) ist einer der bedeutendsten und wachstumsstärksten Märkte im internationalen Branchenvergleich: Gemäß Gartner werden in 2017 die Gesamtausgaben in der Branche um 3,3% auf rund 3,5 Billionen US-$ zulegen. Im Jahr 2018 prognostizieren die Experten einen weiteren Anstieg der weltweiten IT-Ausgaben um 4% auf 3,7 Billionen US-$. Die höchsten Wachstumsraten werden dabei den beiden Teilbereichen IT-Services sowie Enterprise-Software zugeschrieben. Danach werden die IT-Services im Jahr 2017 um 4% auf 931 Mrd. US-$ bzw. in 2018 auf 980 Mrd. US-$ zulegen; für den Teilbereich Enterprise-Software liegen die Werte bei 354 Mrd. US-$ (2017, +8,5%) bzw. 387 Mrd. US-$ (2018, +9,4%). Weiterhin prognostiziert Gartner für den europäischen ITK-Markt einen Anstieg der IT-Ausgaben im Jahr 2018 auf über 1 Billion US-$ (2018, +4,9%). Für den Teilbereich Enterprise-Software sollen die Ausgaben in 2018 um 10,5% auf 106 Mrd. US-$ zulegen, im Teilbereich IT-Services soll es im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 6,4% auf 286 Mrd. US-$ geben. Zu einer ähnlichen Aussage gelangen die Analysten des Digitalverbandes Bitkom: Danach sollen die Umsätze mit Produkten und Diensten der Informationstechnik und Telekommunikation in den EU-Staaten im Jahr 2017 voraussichtlich um 1,8% auf 683 Mrd. € zugelegt haben. Im Jahr davor war das Plus mit 1,3% noch etwas geringer ausgefallen. Dabei bestätigt sich der Trend der vergangenen Jahre, dass sich das IT-Geschäft deutlich besser entwickelt als der Telekommunikationsmarkt. Die Umsätze mit IT-Hardware, IT-Dienstleistungen und Software steigen der Prognose zufolge um 3,0% auf 389 Mrd. €. Der Telekommunikationsmarkt wächst dagegen deutlich schwächer um 0,3% auf 294 Mrd. €. Die größten Wachstumstreiber des ITK-Markts sind die Segmente Software und IT-Dienstleistungen mit einem Plus von 5,4 beziehungsweise 2,7%. Die weltweiten Umsätze mit den derzeit technologisch verfügbaren Cloud Segmenten hat das Analysehaus IDC untersucht: Danach stiegen die gesamten weltweiten Cloud Ausgaben im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 29% auf 63,3 Mrd. US-$. Mit 44,4 Mrd. € bleibt Software as a Service (SaaS) das bedeutendste Cloud Segment. Allerdings wachsen die Bereiche Infrastructure as a Service (IaaS) sowie Platform as a Service (PaaS) deutlich stärker: PaaS legte um rund 50% auf 8,6 Mrd. US-$ zu; IaaS wuchs um 38% auf 11,2 Mrd. US-$. Bitkom-Branche = JobmotorGemäß dem Digitalverband Bitkom sind im Jahr 2017 voraussichtlich 21.000 zusätzliche Jobs in der ITK-Branche in Deutschland entstanden. Demnach waren in Deutschland Ende 2017 in der Branche 1.051.000 Menschen beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 2% im Vergleich zum Jahresende 2016. Wachstumstreiber sind die Software-Häuser und IT-Dienstleister, die sich dabei am dynamischsten entwickeln. SteuerungsgrößenDamit die SNP SE den Wert des Unternehmens nachhaltig steigern kann, konzentrieren sich die Anstrengungen darauf, weiter profitabel zu wachsen und die Finanzkraft der SNP Gruppe kontinuierlich zu stärken. Ein internes Steuerungssystem stellt sicher, dass diese strategischen Ziele erreicht werden. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Umsätze sowie das operative Ergebnis (IFRS) in den beiden Unternehmenssegmenten Professional Services und Software.
Darüber hinaus werden neben diesen bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren noch die Kennzahlen Auftragsbestand und Auslastung laufend überwacht, ohne hierzu jedoch angesichts des hohen anorganischen Wachstums einen unternehmensweit einheitlichen quantifizierten Zielwert festzulegen. Der Auftragsbestand ist ein wesentlicher Treiber für die Umsatzentwicklung. Verhandlungen mit den Kunden können sich über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu erheblichen Schwankungen im Auftragsbestand führen. Aus dem Auftragsbestand wird zu einem wesentlichen Teil der Planumsatz für das Folgejahr bei planmäßigem Projektverlauf abgeleitet. Die Auslastung, die Menge an produktiven Arbeitsstunden, die direkt im Rahmen der IT-Beratung erbracht und abgerechnet werden kann, ist ein wichtiger Gradmesser für die Effizienz unseres Beratungsgeschäfts. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2018 werden aufgrund der signifikanten Akquisitionen und der damit zusammenhängenden Abschreibungseffekte als weitere bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren EBIT (Non-IFRS) und EBITDA (IFRS und Non-IFRS), auf Konzernebene eingeführt, die künftig auch im internen Berichtswesen geplant und gesteuert werden. Um die Vergleichbarkeit des Unternehmens am Kapitalmarkt zu verbessern, weist die SNP SE im Folgenden auf Konzernebene bereits für das Geschäftsjahr 2017 Non-IFRS-Kennziffern aus. Diese bereinigten Kennzahlen werden nicht auf der Basis von IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelt und sind daher Non-IFRS-Kennzahlen. Folgende Aufwendungen werden bei unseren Angaben zu operativen Aufwendungen (Non-IFRS) nicht berücksichtigt:
Im Geschäftsjahr 2017 fielen dafür Abschreibungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. € (i. Vj. 0,5 Mio. €) an. Angaben zum EBIT, der EBIT-Marge, dem EBITDA und der EBITDA-Marge, die als EBIT (Non-IFRS), EBIT-Marge (Non-IFRS), EBITDA (Non-IFRS) und EBITDA-Marge (Non-IFRS) ausgewiesen werden, unterscheiden sich von entsprechenden IFRS-Kennzahlen durch eine Bereinigung der oben genannten operativen Aufwendungen (Non-IFRS). Zusätzlich werden die so ermittelten Kennziffern um Währungskursverluste und -gewinne bereinigt. Die funktionale Währung des Konzerns und die Darstellungswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Aus der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns außerhalb der Eurozone folgt, dass mit den operativen Geschäften und Finanztransaktionen Wechselkursschwankungen verbunden sind. In 2017 entstanden saldiert Währungskursverluste in Höhe von -2,2 Mio. € (i. Vj. Währungskursgewinn in Höhe von 0,5 Mio. €). GESAMTAUSSAGE ZUR ZIELERREICHUNG DURCH DEN VORSTAND / DIE GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTORENIm Geschäftsjahr 2017 hat die SNP Gruppe entscheidende strategische Wachstumsziele erreicht: Über zwei Unternehmensakquisitionen konnte die Internationalisierungsstrategie erfolgreich vorangetrieben werden. Die Zahl der Beschäftigten durchbrach die bedeutende Marke von 1.000. Darüber hinaus wurde mit der Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) die internationale Ausrichtung von SNP gestärkt und die strategische Weiterentwicklung der Gruppe vorangetrieben. Die finanziellen Ziele wurden im Gesamtjahr 2017 nur teilweise erreicht: Das zu Jahresanfang kommunizierte Umsatzziel (96 Mio. € bis 100 Mio. €) konnte deutlich übertroffen werden. Unterjährig wurde die Umsatzprognose zweimal nach oben angepasst: Im Mai mit Bekanntgabe der Akquisition der polnischen BCC Gruppe auf rund 110 Mio. € und im Oktober aufgrund einer guten Auftrags- und Projektlage auf rund 120 Mio. €. Zum Jahresende erzielte die SNP Gruppe einen Konzernumsatz in Höhe von 122,3 Mio. € (i. Vj. 80,7 Mio. €). Davon entfallen auf das Segment Professional Services Umsätze von 98,3 Mio. € (i. Vj. 66,6 Mio. €) und auf das Segment Software ein Umsatz von 24,0 Mio. € (i. Vj. 14,0 Mio. €). Akquisitionsbereinigt verbleibt im Geschäftsjahr 2017 ein Konzernumsatz von 87,4 Mio. € (davon Professional Services: 72,5 Mio. €; davon Software: 14,8 Mio. €). Ergebnisseitig war die Situation im Jahr 2017 zum einen maßgeblich geprägt von einmaligen Sonderaufwendungen, Währungskursverlusten und Wachstumskosten und zum anderen von geringer als erwarteten Softwarelizenzumsätzen im SNP Kernbereich. Daraufhin wurde ebenfalls im Oktober die ursprüngliche Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 (EBIT-Marge von 7% bis 12%) in ein weitgehend ausgeglichenes operatives Konzernergebnis gewandelt. Zum Jahresende wurde ein nicht zufriedenstellendes negatives operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -0,5 Mio. € (IFRS) und ein EBIT von 4,7 Mio. € (Non-IFRS, währungsbereinigt) erwirtschaftet. Die ursprüngliche Planung für das Geschäftsjahr 2017 ging für das EBIT auf IFRS- und Non-IFRS-Basis von einer Bandbreite zwischen rund 7 bis 12 Mio. € aus. Segmentseitig entfiel auf das Segment Professional Services ein EBIT (IFRS) in Höhe von 0,3 Mio. € (i.Vj. 4,9 Mio. €) und auf das Segment Software ein EBIT (IFRS) in Höhe von 4,9 Mio. € (i.Vj. 5,9 Mio. €). Bestimmte Tätigkeiten wie Finanz-, Rechnungs- und Personalwesen sowie interne IT-Dienstleistungen sind Aktivitäten, die auf Konzernebene gesteuert und überwacht werden. Diese wurden nicht in den Segmentergebnissen berücksichtigt. UMSÄTZE NACH REGIONEN
ERTRAGSLAGENach einem wachstumsstarken Geschäftsjahr 2016 ist die SNP Gruppe erneut mit einem Umsatzwachstum in das neue Geschäftsjahr 2017 gestartet. Nachdem bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres der Konzernumsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 16,8% auf 21,6 Mio. € gesteigert werden konnte, ist es im zweiten Quartal 2017 gelungen, den Umsatz gegenüber dem zweiten Quartal 2016 um 36,0% auf 26,4 Mio. € zu erhöhen. Im dritten Quartal 2017 konnte der Umsatz um 68,2% auf 33,0 Mio. € ausgebaut werden; und im Schlussquartal wurde der höchste Quartalsumsatz der bisherigen Unternehmensgeschichte erwirtschaftet (41,3 Mio. €; i. Vj. 23,1 Mio. €). Das entspricht einer Steigerung von 78,5% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017 weist die Gesellschaft einen Konzernumsatz in Höhe von 122,3 Mio. € aus, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 51,6% entspricht. Ausschlaggebend waren neben akquisitionsbedingten Umsatzzuwächsen die unverändert sehr gute Auftragslage sowie die gute Auslastung bei deutlich gestiegenem Auftragsbestand. Organische und anorganische UmsatzverteilungEinen wesentlichen Einfluss auf das Umsatzwachstum hatten die erstmaligen Konsolidierungen der Harlex Consulting (Erstkonsolidierung zum 1. Oktober 2016), der Innoplexia GmbH (Erstkonsolidierung zum 1. Mai 2017), der BCC Gruppe (Erstkonsolidierung zum 1. Mai 2017), der Adepcon Gruppe (Erstkonsolidierung zum 1. August 2017) sowie der ERST GmbH (Erstkonsolidierung zum 1. Oktober 2017) in den Jahresabschluss 2017. Auf die akquirierten Gesellschaften entfielen in Summe 35,0 Mio. € des gesamten Umsatzanstiegs in Höhe von 41,7 Mio. €. Um diesen Akquisitionseffekt bereinigt, lag das organische Umsatzwachstum entsprechend bei 6,7 Mio. € bzw. rund 8%.
Umsatzverteilung nach RegionenIn der DACH Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz) erwirtschaftete die SNP Gruppe 64,0 Mio. € an Umsatzerlösen (i. Vj. 59,0 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von rund 52% (i. Vj. 73%). Der rückläufige Umsatzanteil ist auf die weitere erfolgreiche Internationalisierungsstrategie der SNP Gruppe zurückzuführen. Die weiteren europäischen Länder (Polen, UK, Spanien) steuerten 23,6 Mio. € bei (i. Vj. 1,4 Mio. €); dies entspricht einem Anteil von rund 19% (i. Vj. rund 2%) am Gesamtumsatz. In den USA sind im Berichtszeitraum die Umsatzerlöse weiter gestiegen: Auf dem US-amerikanischen Markt wurden in 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 15,9 Mio. € erzielt; gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 2,8 Mio. € bzw. rund 21%. Maßgeblich dafür verantwortlich ist in erster Linie die planmäßige Abarbeitung des Großauftrages in der US-amerikanischen Chemiebranche. Gemessen am Gesamtumsatz steuerte die Region Nordamerika in 2017 einen rund 13%igen Umsatzanteil bei (i.Vj. rund 16%). Über die Region Südamerika konnte ein Umsatzbeitrag von 12,0 Mio. € generiert werden. Das entspricht einem Umsatzanteil von rund 10% gemessen am Gesamtumsatz. Die Region Asien steuerte einen Umsatzbeitrag von rund 6,9 Mio. € bei (i. Vj. 7,1 Mio. €). Umsatzverteilung nach SegmentenSegmentseitig steuerte der Bereich Professional Services, der insbesondere die Beratungsleistungen beinhaltet, im Geschäftsjahr 2017 98,3 Mio. € (i.Vj. 66,6 Mio. €) zu den Umsatzerlösen bei. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 80,4% und bedeutet einen Anstieg um 47,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Akquisitionsbereinigt verbleibt ein organisches Umsatzwachstum von 5,9 Mio. € oder rund 9%. Im Vorjahr lag das akquisitionsbereinigte organische Umsatzwachstum bei 14,4 Mio. € oder rund 26%. Auf den Bereich Software (inklusive Wartung) entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von 24,0 Mio. € (i. Vj. 14,0 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 10,0 Mio. € bzw. rund 71%. Damit beliefen sich die Softwareumsätze im vierten Quartal 2017 auf 10,1 Mio. €; gegenüber dem Schlussquartal des Vorjahres entspricht dies einem Anstieg von 123,9% (i. Vj. 4,5 Mio. €). Aus Jahressicht sind die starken Zuwächse im Wesentlichen geprägt durch die anorganisch erzielten Softwareumsätze in Höhe von 9,2 Mio. €. Davon entfielen 7,3 Mio. € auf anorganische Softwarelizenzerlöse; die über die akquirierten Gesellschaften erzielten Wartungserlöse beliefen sich auf 1,9 Mio. €. Der Umsatz mit SNP Eigenprodukten belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 15,5 Mio. € (i. Vj. 14,0 Mio. €). Akquisitionsbereinigt verbleibt damit ein Umsatzanstieg im Gesamtbereich Software in Höhe von 0,8 Mio. € oder rund 6%. Innerhalb des Gesamtumsatzes mit SNP Eigenprodukten liegen die Lizenzerlöse mit 12,5 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 12,0 Mio. €). Die Wartungserlöse liegen mit 3,0 Mio. € um 0,9 Mio. € oder 43% über dem Niveau des Vorjahres. Größter Umsatzträger im Bereich "Eigenprodukte" blieb im Geschäftsjahr der SNP Transformation Backbone (r) with SAP LT. Das Produkt trug inkl. Wartung 10,4 Mio. € (i.Vj. 9,5 Mio. €) zum Segmentumsatz bei. Dies entspricht einem Anteil am gesamten Softwareumsatz von rund 43% (i. Vj. 68%). Gemessen am Softwareumsatz mit Eigenprodukten beläuft sich der Anteil auf rund 67%. Über die Standardsoftware SNP Data Provisioning and Masking wurden im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 2,7 Mio. € generiert (i.Vj. 2,8 Mio. €). Der prozentuale Anteil am gesamten Softwareumsatz beträgt 11%. Gemessen am Softwareumsatz mit Eigenprodukten beläuft sich der Anteil auf 17%. Den Dragoman als drittstärkstes Eigenprodukt hat der SNP Interface Scanner abgelöst. Die Software analysiert Schnittstellen zwischen SAP Systemen und sorgt für eine transparente Visualisierung der SAP Landschaften. Das Produkt trug im Berichtszeitraum 1,1 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) zum Segmentumsatz bei, das entspricht rund 5% (i. Vj. 0%) am gesamten Softwareumsatz. Gemessen am Softwareumsatz mit Eigenprodukten beläuft sich der Anteil auf 7%. ErgebnisentwicklungDie SNP SE erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 ein EBITDA (IFRS) in Höhe von 3,3 Mio. € (i.Vj. 8,5 Mio. €) sowie ein EBITDA (Non-IFRS; währungsbereinigt) in Höhe von 6,9 Mio. € (i. Vj. 8,1 Mio. €). Dies entspricht einem Rückgang des EBITDA gegenüber dem Vorjahr von 61,6% (IFRS) bzw. 15,1% (Non-IFRS, währungsbereinigt). Die EBITDA-Marge (IFRS) beträgt entsprechend 2,7% (i.Vj. 10,6%), die EBITDA-Marge (Non-IFRS, währungsbereinigt) 5,7% (i.Vj. 10,1%). Im selben Zeitraum belief sich das EBIT (IFRS) auf -0,5 Mio. € (i. Vj. 6,9 Mio. €) und das EBIT (Non-IFRS, währungsbereinigt) auf 4,7 Mio. € (i.Vj. 6,9 Mio. €). Damit wurde ein um 7,4 Mio. € bzw. 107,7% schwächeres operatives Ergebnis (IFRS) sowie ein um 2,2 Mio. € bzw. 31,8% schwächeres operatives Ergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) als im Vorjahr erzielt. Die EBIT-Marge (IFRS) liegt bei -0,4% und ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls rückläufig (i. Vj. 8,5%). Die EBIT-Marge (Non-IFRS, währungsbereinigt) liegt bei 3,8% (i.Vj. 8,5%). Segmentseitig entfällt auf das Segment Professional Services ein EBIT (IFRS) in Höhe von 0,3 Mio. € (i. Vj. 4,9 Mio. €) und auf das Segment Software ein EBIT (IFRS) in Höhe von 4,9 Mio. € (i.Vj. 5,9 Mio. €). Bestimmte Tätigkeiten wie Finanz-, Rechnungs- und Personalwesen sowie interne IT-Dienstleistungen sind Aktivitäten, die auf Konzernebene gesteuert und überwacht werden. Diese werden nicht in den Segmentergebnissen berücksichtigt. Der operative Margenverlust (IFRS) im Geschäftsjahr 2017 ist maßgeblich zurückzuführen auf außerordentliche Sonderaufwendungen und Wachstumskosten sowie unter den Erwartungen liegende Softwarelizenzumsätze mit SNP Eigenprodukten. Bereits mit Beginn des vierten Quartals 2016 wurde im Jahr 2017 der Fokus auf die strategische Weiterentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe sowie die nachhaltige Wachstumssicherung gerichtet. Zu diesen wachstumssichernden Maßnahmen zählten unter anderem:
Die Wachstumskosten und Restrukturierungsinvestitionen führten zudem zu erhöhten Personalkosten sowie einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen: So erhöhte sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2017 um 24,3 Mio. € auf 71,5 Mio. €. Davon sind 14,1 Mio. € auf die erstmalig konsolidierten Gesellschaften zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (IFRS) nahmen um 12,1 Mio. € auf 29,9 Mio. € zu, davon sind etwa 4,6 Mio. € akquisitionsbedingter Natur. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Non-IFRS, währungsbereinigt) stiegen um 8,2 Mio. € auf 25,7 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum um 0,7 Mio. € auf 1,9 Mio. € gestiegen. Da den sonstigen finanziellen Aufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. € im Berichtszeitraum nur geringe sonstige finanzielle Erträge gegenüberstanden, fiel das Finanzergebnis mit -1,4 Mio. € negativ aus (i.Vj. -1,1 Mio. €), resultierend in einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von -1,9 Mio. € (i. Vj. 5,7 Mio. €). Bei einem Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,8 Mio. € (i. Vj. 1,5 Mio. €) ergab sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -2,7 Mio. € nach 4,2 Mio. €. im Vorjahr. Dies entspricht einer Nettomarge von -2,2% (i.Vj. 5,2%). Das Ergebnis pro Aktie beläuft sich demnach verwässert und unverwässert auf -0,47 € (i. Vj. 0,95 €). Auftragsbestand und AuftragseingangDer Auftragseingang lag zum 31. Dezember 2017 mit 130,7 Mio. € um rund 37% über dem Vergleichswert des Vorjahres von 95,5 Mio. €. Rund zwei Drittel des Auftragseingangs sind auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) zurückzuführen. Rund 10% des Auftragseingangs entfallen auf die Adepcon Gruppe; weitere 8% steuert SNP UK bei. Dem Unternehmensbereich Applications sind weltweit etwa 5% des Auftragseingangs zuzuschreiben. Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2017 bei 61,3 Mio. €; gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 39,3 Mio. € entspricht dies einer Steigerung von rund 56%. Dieser deutliche Anstieg ist im Wesentlichen auf den starken Anstieg des Auftragseingangs zurückzuführen und bestätigt die Nachhaltigkeit des SNP Geschäftsmodells. VermögenslageDie Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016 vor allem bedingt durch die Mehrheitsübernahmen verschiedener Unternehmen (siehe hierzu Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage) sowie durch die Emission zusätzlichen Eigen- und Fremdkapitals deutlich um 65,3 Mio. € auf 153,8 Mio. € erhöht. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 20,2 Mio. € auf 78,6 Mio. €. Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen um 17,0 Mio. € und die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte um 1,4 Mio. €. Beide Veränderungen waren überwiegend akquisitionsbedingt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unfertige Leistungen inklusive POC (Percentage of Completion) in Höhe von 9,1 Mio. € enthalten. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 2,0 Mio. € auf 33,9 Mio. € angestiegen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum von 30,1 Mio. € (31. Dezember 2016) auf 75,2 Mio. € zum 31. Dezember 2017 an. Verantwortlich für den Anstieg war im Wesentlichen die Erhöhung der Geschäfts- und Firmenwerte infolge der Akquisitionen der Adepcon Gruppe, der BCC Gruppe, der ERST GmbH sowie der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Innoplexia GmbH. Die Geschäfts- und Firmenwerte stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 34,5 Mio. € auf 56,1 Mio. €. Daneben erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte (+8,3 Mio. €) und Sachanlagen (+2,0 Mio. €) akquisitionsbedingt sowie aufgrund der Vorwegnahme weiterer Ersatz- und Neuinvestitionen. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern um 0,8 Mio. € auf 1,8 Mio. € ist überwiegend auf aktive latente Steuern auf höhere Verlustvorträge zurückzuführen. Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Schulden von 32,6 Mio. € zum 31. Dezember 2016 auf 40,5 Mio. € zum 31. Dezember 2017. Der Anstieg ist überwiegend auf die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sowie der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten sind weitgehend akquisitionsbedingt um 8,8 Mio. € auf 11,8 Mio. € angestiegen. Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen akquisitionsbedingt durch höhere mitarbeiterbezogene Verbindlichkeiten um 6,1 Mio. € auf 16,4 Mio. € angestiegen. Demgegenüber steht eine Reduzierung der finanziellen Verbindlichkeiten um 6,9 Mio. € auf 11,2 Mio. €. Dabei sind innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten gegenläufige Effekte zu verzeichnen. Während sich die Verbindlichkeiten aus der Anleihe infolge der vorzeitigen Kündigung und Rückzahlung im März 2017 um 10,7 Mio. € und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,1 Mio. € reduzierten, sind die Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit getätigten Akquisitionen (in Summe 9,8 Mio. € gegenüber 5,3 Mio. € im Vorjahr) um 4,5 Mio. € angestiegen. Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 45,8 Mio. € und beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 53,2 Mio. € (zum 31. Dezember 2016: 7,3 Mio. €). Der Anstieg ist überwiegend zurückzuführen auf eine Erhöhung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 43,9 Mio. € auf 49,5 Mio. €. Davon entfallen 39,6 Mio. € auf die Emission von Schuldscheindarlehen über nominal 40,0 Mio. € sowie 9,1 Mio. € auf langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben (+4,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr). Die passiven latenten Steuern erhöhten sich im Wesentlichen infolge der Aktivierung immaterieller Vermögenswete im Zuge der Erstkonsolidierung in 2017 akquirierter Unternehmen um 1,5 Mio. €. Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich zum 31. Dezember 2017 auf 60,1 Mio. € (zum 31. Dezember 2016: 48,6 Mio. €). Durch die Ausgabe von 497.677 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Juli 2017 erhöhte sich das gezeichnete Kapital auf 5,5 Mio. €. Entsprechend erhöhte sich die Kapitalrücklage von 36,3 Mio. € auf 54,3 Mio. €. Die Gewinnrücklagen verminderten sich durch den Konzernfehlbetrag, die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2016 und einen Effekt aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen der SNP Transformations SEA Pte. Ltd. um 4,7 Mio. € auf 2,2 Mio. €. Die sonstigen Rücklagen verminderten sich durch eine Verminderung des Ausgleichpostens für Währungsumrechnung um 1,4 Mio. € auf -1,7 Mio. €. Die nicht beherrschenden Anteile verminderten sich überwiegend durch die Erhöhung der Anteile an der SNP Transformations SEA Pte. Ltd. Aus der Erhöhung des Eigenkapitals bei gleichzeitiger Erhöhung der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 auf 153,8 Mio. € (31. Dezember 2016: 88,5 Mio. €) folgt eine Verringerung der Eigenkapitalquote von 54,9% auf 39,1%. FINANZLAGEManagement der Finanz-, Liquiditäts- und KapitalstrukturDie SNP SE verfügt über ein zentrales Finanzmanagement für die globale Liquiditätssteuerung. Im Rahmen dieses Finanzmanagements werden gleichzeitig auch Zins- und Währungsveränderungen und deren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysiert sowie etwaige Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements ist es, eine Konzernmindestliquidität sicherzustellen, um jederzeit die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die liquiden Mittel werden konzernweit überwacht. Mit dem vorhandenen hohen Bestand an liquiden Mitteln sichert SNP die Flexibilität und Unabhängigkeit. Über weitere geschäftsübliche Kreditlinien kann SNP im Bedarfsfall zusätzliche Liquiditätspotenziale nutzen. In den vergangenen Jahren wurden die Zahlungsmittel primär für die operativen Geschäftsaktivitäten, den aus dem Wachstum resultierenden Investitionsbedarf, den Erwerb von Unternehmen und die Zahlung von Dividenden eingesetzt. SNP geht davon aus, dass der Liquiditätsbestand in Verbindung mit Finanzreserven in Form verschiedener ungenutzter Kreditlinien zur Deckung des operativen Finanzierungsbedarfs im Jahr 2018 ausreicht und - zusammen mit den erwarteten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit - Schuldentilgungen und unsere geplanten kurz- und mittelfristigen Investitionen abdeckt. Beim Management der Kapitalstruktur ist das vorrangige Ziel die Erhaltung eines starken Finanzprofils. In diesem Zusammenhang liegt der Schwerpunkt auf dem Eigenkapital, um das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und Kunden zu stärken und eine positive Geschäftsentwicklung sicherzustellen. SNP konzentriert sich auf eine Kapitalstruktur, die es ermöglicht, den künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch ist ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleistet. SNP hat sich im Februar 2017 mit Investoren über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen im Volumen von insgesamt 40 Mio. € geeinigt. Das Volumen verteilt sich auf fixe und variabel verzinsliche Tranchen in Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Von den Schuldscheindarlehen sind 5 Mio. € nach 3 Jahren, 26 Mio. € nach 5 Jahren und 9 Mio. € nach 7 Jahren zurückzuzahlen. Die durchschnittliche Verzinsung beläuft sich zum Zeitpunkt der Begebung der Schuldscheindarlehen auf 1,41% p. a. Die Schuldscheindarlehen enthalten geschäftsübliche Financial Covenants, die im Geschäftsjahr 2017 eingehalten wurden. Darüber hinaus geht die Gesellschaft davon aus, die vereinbarten Financial Covenants auch zukünftig einzuhalten. Entwicklung des Cashflows und der LiquiditätslageDer negative operative Cashflow in Höhe von -7,5 Mio. € (i.Vj. +0,6 Mio. €) im Geschäftsjahr 2017 ist im Wesentlichen zurückzuführen auf das negative Periodenergebnis, den wachstumsbedingten Aufbau von Forderungen sowie sonstigen kurzfristigen und langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 9,0 Mio. €. Dem stehen positive Effekte aus Abschreibungen (3,8 Mio. €) und eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden sowie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 0,8 Mio. € gegenüber. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -34,0 Mio. € (i. Vj. -9,4 Mio. €) begründet sich neben Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2,8 Mio. € und für immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 2,7 Mio. € vor allem durch den Zahlungsmittelabfluss im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligungen an der Adepcon Gruppe, an der BCC Gruppe, an der ERST GmbH, dem Erwerb von weiteren 60% der Anteile an der Innoplexia GmbH sowie der Erhöhung der Beteiligung an der SNP Transformations SEA Pte. Ltd. (insgesamt: 28,8 Mio. €). Dem stehen Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von 0,2 Mio. € gegenüber. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 44,0 Mio. € (i. Vj. Mittelzufluss: 26,8 Mio. €) resultiert zum einen aus der Aufnahme von Schuldscheindarlehen (39,9 Mio. €) und zum anderen aus der Emission einer Kapitalerhöhung (18,3 Mio. €). Dem stehen die Rückführung der Anleihe sowie die Tilgung von Darlehen in Höhe von 12,2 Mio. € und Dividendenzahlungen in Höhe von 1,9 Mio. € gegenüber. Die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Barmittel und Bankguthaben belaufen sich auf -0,6 Mio. € (i.Vj: +0,1 Mio. €). Der Gesamtcashflow summierte sich im Berichtszeitraum auf 2,0 Mio. € (i. Vj. 18,1 Mio. €). Unter Berücksichtigung der dargestellten Veränderungen erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln zum 31. Dezember 2017 auf 33,9 Mio. €. Zum 31. Dezember 2016 lag der Bestand an liquiden Mitteln bei 31,9 Mio. €. Insgesamt ist die SNP SE finanziell weiterhin sehr solide aufgestellt. MITARBEITER NACH REGIONEN
Nachhaltigkeit bei SNP und nicht finanzielle ErklärungDie Nachhaltigkeitsaktivitäten werden, sowie die nicht finanzielle Erklärung gemäß den §§ 315b und c des Handelsgesetzbuches, im "Corporate Social Responsibility Report" beschrieben, den Sie auf unserer Internetseite finden. https://www.snpgroup.com/en/investor-relations/ financial-publications/financial-reports/2018/ MITARBEITER ZUM JAHRESENDE
NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENFür die SNP SE sind die nachfolgenden nicht finanziellen Leistungsindikatoren von großer Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und die Lage der Gesellschaft. Diese Leistungsindikatoren werden nur zum Teil laufend in quantitativer Form über KPIs durch das Management erfasst. MitarbeiterAus- und WeiterbildungEin wesentlicher Erfolgsfaktor für SNP ist die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Da der Wettbewerb um qualifizierte IT-Fachkräfte insbesondere im ERP Umfeld ungebrochen ist, engagiert sich SNP stark bei der Ausbildung und Förderung eigener Nachwuchskräfte. Aus diesen Gründen investiert die SNP sehr stark in die Aus- und Weiterbildung. Die SNP unterhält dazu eigene Trainingszentren in Heidelberg, Magdeburg, Berlin und Dallas. In Deutschland fanden im Jahr 2017 fünf Ausbildungslehrgänge statt. Zudem ermöglicht das Unternehmen allen Mitarbeitern die Teilnahme an umfassenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Zu den Programmbestandteilen gehören sowohl interne als auch externe Schulungsmaßnahmen, bei denen sowohl Fachwissen vermittelt als auch Soft Skills geschult werden. Daneben fördert SNP verschiedene sportliche und gesundheitsfördernde Aktivitäten. Weiterer PersonalanstiegDie Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 712 auf 1.341. Der deutliche Anstieg der Mitarbeiterzahl ist im Wesentlichen auf die Mehrheitsübernahmen der polnischen BCC Gruppe sowie der südamerikanischen Adepcon Gruppe zurückzuführen. Zudem wurden im Berichtszeitraum weitere Neueinstellungen getätigt, um sowohl die sehr gute operative Auftragslage zu bewältigen als auch gezielt Ressourcen zur weiteren Unternehmensentwicklung auf- und auszubauen. Demzufolge erhöhte sich der nominale Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 51,4% auf 71,5 Mio. € (i. Vj. 47,2 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) reduzierte sich leicht von 58,5% im Vorjahr auf 58,4%. Unter den Beschäftigten waren 2 geschäftsführende Direktoren (i. Vj. 3 Vorstände), 23 Geschäftsführer (i. Vj. 17) sowie 92 Auszubildende, Studenten, Schüler und Praktikanten (i. Vj. 60). Mitarbeiter in Altersteilzeit wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht beschäftigt (i. Vj. 0). Durchschnittlich waren im Berichtszeitraum ohne den vorgenannten Personenkreis 1.022 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 605 Mitarbeiter). Zunehmende InternationalisierungIm Zuge der Internationalisierungsstrategie stieg der Anteil der nicht in Deutschland beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich an: Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte die SNP Gruppe 316 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ausländische Tochtergesellschaften; dies entsprach einem prozentualen Anteil an der Gesamtmitarbeiterzahl von rund 44%. Zum 31. Dezember 2017 erhöhte sich die Zahl der über ausländische Tochtergesellschaften beschäftigten Mitarbeiter auf 837; damit erhöhte sich der prozentuale Anteil um weitere 18 Prozentpunkte auf rund 62% an der Gesamtmitarbeiterzahl. In Deutschland legte die Zahl der Beschäftigten von 396 zum 31. Dezember 2016 auf 504 zum 31. Dezember 2017 zu. Der Anteil an der Gesamtmitarbeiterzahl sank allerdings von rund 56% auf rund 38%. Auf Österreich entfallen 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (i. Vj. 45); in der Schweiz sind 7 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 5). In Summe entfallen damit 560 Beschäftigte auf die DACH-Region (i. Vj. 446). In Polen beschäftigte die SNP Gruppe zum Jahresende 292 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (i. Vj. 0); dies entspricht einem Anteil von rund 22% an der Gesamtmitarbeiterzahl. Auf den südostasiatischen Wirtschaftsraum (Malaysia, Singapur, China) entfallen weitere 128 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (i. Vj. 138); dies entspricht einem prozentualen Rückgang von 9 Prozentpunkten auf 10% an der Gesamtmitarbeiterzahl. In den USA stieg die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr von 34 auf 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. In Südamerika sind 239 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die SNP Gruppe aktiv (i. Vj. 0); deren prozentualer Anteil bemisst sich auf 18%. Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter sind im "Corporate Social Responsibility Report" beschrieben, den Sie auf unserer Internetseite finden. https://www.snpgroup.com/en/investor-relations/ financial-publications/financial-reports/2018/ InnovationenSNP hilft Organisationen mit seinen Produkten dabei, schnell auf technische und wirtschaftliche Veränderungen reagieren zu können. Um dies sicherzustellen, muss die Gesellschaft sich selbst immer weiterentwickeln und neue Technologien bereitstellen. Innovationen sind deshalb ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns und leisten einen entscheidenden Beitrag zum zukünftigen Wachstum des Unternehmens. Mit der Markteinführung des Kernproduktes SNP Transformation Backbone(r) als erste weltweit verfügbare Standardsoftware für IT-Transformationen hat das Unternehmen seine Innovationskraft unter Beweis gestellt. Um dem zunehmenden technischen und wirtschaftlichen Wandel in den Unternehmenslandschaften gerecht zu werden, arbeitet die Gesellschaft stetig daran, ihren Kunden noch zeit- und kosteneffizientere Lösungen für ihre Transformationsprojekte zu bieten. So wird beständig in die Erweiterung der Software investiert, um zusätzliche Funktionalitäten in der Anwendung abzudecken und weitere Märkte zu adressieren. Neue Produktideen, -ergänzungen und -lösungen werden somit im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsstrategie aktiv verfolgt. Durch die Vernetzung des Bereichs Forschung & Entwicklung (F&E) mit dem Vertrieb war das Unternehmen bislang in der Lage, Veränderungen am Markt zeitnah zu erkennen und marktgetriebene und somit auch marktrelevante Produktneuerungen zu entwickeln. Der Anteil an Forschungs- und Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 11,4% (i. Vj. 13,7%). Partnerschaft mit SAPIn der Zusammenarbeit mit SAP wurde der SNP Transformation Backbone(r) mit Teilen der SAP Landscape Transformation Software (SAP LT) ergänzt. Mit dieser Erweiterung deckt SNP auch die hochstandardisierten End-to-End-Szenarien in seinem Software- und Service-Portfolio ab. SNP ist mit der SAP Kooperation sehr nah an den neuesten Entwicklungen im Bereich Transformation Software. Dies wird die Marktposition von SNP als Innovationsführer für Business- und IT-Transformationen entscheidend stärken. Sowohl der SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT als auch der SNP Interface Scanner erhielten die SAP Zertifizierung "SAP Certified Powered by SAP NetWeaver". Lösungen, die SAP NetWeaver nutzen, können schneller und einfacher in SAP Lösungsumgebungen integriert werden. Kunden profitieren von einer verbesserten Interoperabilität mit SAP Anwendungen und dem großen Ökosystem von Lösungen, die auf SAP NetWeaver laufen. Künstliche IntelligenzSNP hat damit begonnen, Möglichkeiten des Einsatzes von künstlicher Intelligenz im Bereich der Datentransformationsprojekte zu untersuchen. Ziel ist es, mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Transformationsprojekten einen deutlich höheren Automatisierungsgrad zu erreichen. Hierzu wurde im Jahr 2017 ein Forschungsprojekt mit der Universität Mannheim ins Leben gerufen. Innovationspartnerschaft mit der Innoplexia GmbHÜber die Mehrheitsbeteiligung an der Innoplexia GmbH aus Heidelberg hat sich SNP den Zugang zur einem innovativen Datenanalyseansatz gesichert, der als Grundlage für Marktforschung, Wettbewerbsbeobachtung und gezieltes Online-Marketing dient. Innoplexia betreibt unter anderem ein Datenerhebungssystem, das mithilfe intelligenter Analytik aus Internet-Plattformen (Google, Vergleichsportale, Shops etc.) marktspezifische Informationen erhebt. Damit können tagesaktuell Markt- und Wettbewerbsinformationen in Form kundenspezifischer Reports erstellt werden. Über den Einsatz künstlicher Intelligenz kann die Transparenz im digitalen Markt entscheidend erhöht werden: Die Aktivitäten im Internet werden gezielt beobachtet, analysiert und die für die Kunden relevanten Informationen so aufbereitet, dass intelligente Entscheidungen getroffen werden können. Es ist geplant, die Analyseergebnisse auch in der CrystalBridge bereitzustellen. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABENIm Folgenden sind die nach Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO, § 22 Abs. 6 SEAG i.V. m. § 289, § 315a Abs. 1 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2017 dargestellt. Tatbestände der § 289a Abs. 1, § 315a Abs. 1 HGB, die bei der SNP Schneider-Neureither & Partner SE nicht erfüllt sind, werden nicht erwähnt. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (§ 289a Abs. 1 S. 1 Nr. 1, § 315a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 HGB)Zum 31. Dezember 2017 beträgt das Grundkapital der SNP Schneider-Neureither & Partner SE 5.474.463,00 € und ist eingeteilt in 5.474.463 auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Zum 31. Dezember 2017 hält die Gesellschaft einen Bestand an eigenen Aktien in Höhe von 21.882 Stück. Direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10% am Kapital (§ 289a Abs. 1 S. 1 Nr. 3, § 315a Abs. 1 S. 1 Nr. 3 HGB)
Herrn Dr. Schneider-Neureither, Deutschland, sind gemäß § 33 WpHG 0,80% der Gesamtstimmrechte direkt zuzurechnen; 17,41% der Gesamtstimmrechte sind gemäß § 34 WpHG indirekt zuzurechnen. Die indirekt zurechenbaren Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dr. Schneider-Neureither kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der SNP Schneider-Neureither & Partner SE 3% oder mehr beträgt, in entsprechender Reihenfolge gehalten: Schneider-Neureither GmbH, SN Verwaltungs GmbH & Co. KG, SN Holding GmbH und SN Assets GmbH. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der geschäftsführenden Direktoren und über die Änderung der Satzung (§ 289a Abs. 1 S. 1 Nr. 6, § 315a Abs. 1 S. 1 Nr. 6 HGB)Hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von geschäftsführenden Direktoren wird auf die anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften des § 40 SEAG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt § 12 Abs. 1 der Satzung der SNP SE, dass der Verwaltungsrat einen oder mehrere geschäftsführende Direktoren bestellt. Geschäftsführende Direktoren können durch Beschluss des Verwaltungsrats mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen abberufen werden. Geschäftsführende Direktoren, die Mitglieder des Verwaltungsrats sind, können gemäß § 12 Abs. 5 der Satzung der SNP SE nur aus wichtigem Grund im Sinne von § 84 Abs. 3 AktG oder im Fall der Beendigung des Anstellungsvertrags abberufen werden. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 8 Abs. 3 der Satzung der SNP SE). Befugnisse des Verwaltungsrats, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (§ 289a Abs. 1 S. 1 Nr. 7, § 315a Abs. 1 S. 1 Nr. 7 HGB)Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. Mai 2020 um bis zu insgesamt 630.304 € gegen Bar- oder Sacheinlagen durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das genehmigte Kapital 2015 hatte eine ursprüngliche Höhe von bis zu 1.869.030,00 € und wurde im Geschäftsjahr 2016 teilweise ausgenutzt. Der Verwaltungsrat ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in vier Fällen auszuschließen: erstens, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; zweitens, wenn die neuen Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen, gegen Sacheinlage ausgegeben werden; drittens nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis den Börsenpreis der bereits notierten Aktie zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung nicht wesentlich unterschreitet; und viertens, soweit erforderlich, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien zu gewähren. Der Verwaltungsrat ist ferner ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31. Mai 2022 um bis zu insgesamt 497.680 € gegen Bar- oder Sacheinlagen durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Das genehmigte Kapital 2017 hatte eine ursprüngliche Höhe von bis zu 995.357,00 € und wurde im Geschäftsjahr 2017 teilweise ausgenutzt. Der Verwaltungsrat ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in vier Fällen auszuschließen: Erstens, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; zweitens, wenn die neuen Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen, gegen Sacheinlage ausgegeben werden; drittens nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis den Börsenpreis der bereits notierten Aktie zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung nicht wesentlich unterschreitet; und viertens, soweit erforderlich, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien zu gewähren. Das Grundkapital ist um bis zu 1.869.030,00 €, eingeteilt in bis zu 1.869.030 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Verwaltungsrats durch Hauptversammlungsbeschluss vom 21. Mai 2015 bis zum 20. Mai 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht jeweils ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien der Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Die Gesellschaft wurde von der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 für die kommenden fünf Jahre ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung ausstehenden Grundkapitals zu erwerben.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen (§ 289a Abs. 1 S. 1 Nr. 8, § 315a Abs. 1 S. 1 Nr. 8 HGB)Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der SNP SE mit ihren Kreditgebern beinhalten die üblichen Bedingungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control); diese haben für den Fall eines Kontrollwechsels das Recht zur Kündigung und vorzeitigen Fälligstellung der Rückzahlung. RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHTRisikomanagement und RisikoberichtDie SNP Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risiken bezeichnen die Möglichkeit des Auftretens von Ereignissen mit ungünstiger Auswirkung auf die wirtschaftliche Lage von SNP. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, setzt SNP wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein. Diese wurden zu einem einheitlichen Risikomanagementsystem zusammengefasst, das nachfolgend dargestellt wird. Das Risikomanagementsystem der SNP besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: der Risikomanagement-Richtlinie, einer standardisierten Methode zur Risikoerhebung und -behandlung und aus den verantwortlichen Stellen innerhalb der Organisation, die mit der Umsetzung des Risikomanagements betraut sind. Alle Risiken werden systematisch identifiziert, bewertet und kontrolliert. Hierzu wurden Regeln zur Bewertung und Aggregation der Risiken festgelegt. In der Regel stehen den Risiken angemessene Chancen gegenüber. Die Chancen werden jedoch im Risikomanagementsystem nicht erfasst. Es gab im Berichtszeitraum keine wesentlichen Veränderungen des Risikomanagementsystems im Vergleich zum Vorjahr. Die Risikomanagement-Richtlinie sieht dabei einen Risikomanagement-Prozess vor, der sich im folgenden Risikomanagement-Kreislauf darstellen lässt (siehe Grafik). Die primäre Identifikation von Risiken wird von den Risikoverantwortlichen je Bereich in den Landesgesellschaften durchgeführt. Hier wird auch eine begleitende Erstbewertung der Risiken durchgeführt. Es findet ein Review und eine Analyse der Einzelrisiken an einer zentralen Stelle statt, um mögliche Tendenzen und Wechselwirkungen feststellen zu können. In der Risikoanalyse wird auch die angemessene Repräsentation von Compliance-Aspekten geprüft. Die Einzelanalyse der Risiken dient im Wesentlichen deren Quantifizierung. Dabei sind die beiden Aspekte der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Geschäftstätigkeiten der SNP von Bedeutung. Für beides wird eine dreistufige Skala angelegt (gering/mittel/ hoch). Aus den beiden Kenngrößen wird für jedes Risiko das Schadenspotenzial ermittelt, wodurch es als "Geringes Risiko", "Mittleres Risiko" oder "Hohes Risiko" klassiert werden kann. In den nachfolgenden Tabellen wird die Klassifizierung von Risiken getrennt nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit dargestellt.
Eine Gesamtanalyse der Risikolage wird in der Risikoaggregation zusammengestellt. Darin werden sämtliche Risiken aufgenommen und ihren entsprechenden Risikobereichen zugeordnet. Aus der aggregierten Übersicht wird das Risikoreporting abgeleitet, in dem eine Betrachtung der Lage zu jedem der einzelnen Bereiche vorgenommen wird. Im Berichtszeitraum wurden für das Jahr 2017 elf Bereiche gewählt, die im Risikobericht näher erläutert werden. Für jeden Bereich - oder auch für einzelne Risiken - werden Maßnahmen ergriffen, welche in angemessener Relation zum potenziell eintretenden Schaden stehen sollen. Für die Umsetzung der Maßnahmen sind die Risikoverantwortlichen zuständig. Über die Steuerungsmaßnahmen wird die Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen, Verminderungsstrategien und des internen Kontrollsystems der SNP überwacht und sichergestellt. Risikomanagementsysteme (Bericht und Erläuterungen gemäß § 315 Absatz 2 Nr. 5 und § 289 Abs. 5 HGB)SNP strebt ein nachhaltiges Wachstum und eine stetige Steigerung des Unternehmenswertes an. Diese Strategie spiegelt sich in der Risikopolitik wider. Die Grundlage des Risikomanagements umfasst die Überwachung und Bewertung der finanziellen, konjunkturellen und marktbedingten Risiken. Ein entscheidender Bestandteil der Planung und Ausführung der Geschäftsstrategie ist ein IT-gestütztes Risikomanagement, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Methoden auf allen Ebenen des Konzerns Anwendung finden. Der Risikokonsolidierungskreis deckt im Wesentlichen den Konsolidierungskreis des Konzerns; die in den Jahren 2016 und 2017 akquirierten Gesellschaften werden sukzessive in das Risikomanagementsystem integriert. Die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ist eine wichtige Voraussetzung für die Möglichkeit der zeitnahen Reaktion auf sich ändernde Rahmenbedingungen, die direkt oder indirekt einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SNP SE haben können. Wesentliche Projekte werden fortlaufend bezüglich ihrer Durchführbarkeit und Rentabilität überprüft. Es findet eine jährliche Planung aller risikomanagementbezogenen Aktivitäten statt. Die Berichts- und Dokumentationszeiträume orientieren sich dabei an den jeweiligen Terminen zum Quartalsabschluss. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist bei SNP ein "Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken" gemäß § 91 Abs. 2 AktG installiert. Das Risikofrüherkennungssystem gewährleistet, dass der SNP Konzern sich jeweils zeitnah an Veränderungen seines Umfelds anpassen kann. Risikomanagementsystem im Hinblick auf wesentliche und bestandsgefährdende RisikenDas Risikomanagementsystem im Hinblick auf wesentliche und bestandsgefährdende Risiken ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem der SNP Gruppe integriert und ein wichtiger Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in allen relevanten rechtlichen Einheiten, Geschäftsfeldern und Zentralfunktionen. Es zielt darauf ab, wesentliche und bestandsgefährdende Risiken systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Der Verwaltungsrat gibt Leitlinien für das Risikomanagement vor; diese Leitlinien dienen als Grundlage für die Risikosteuerung durch den Risikomanagementbeauftragten. Der Risikomanagementbeauftragte stellt sicher, dass die Fachabteilungen initiativ und zeitnah Risiken identifizieren, diese sowohl quantitativ als auch qualitativ bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -kompensation entwickeln. Anhand einer systematischen Risikoinventur werden die Risiken von den jeweiligen Verantwortlichen mindestens einmal im Geschäftsjahr überarbeitet und neu eingeschätzt. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht. Jedes Risiko wird dazu einer Risikogruppe zugeordnet. Bei der Meldung und Neueinschätzung der Risiken müssen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Vorgaben einer Richtlinie angegeben werden. Aufgabe der Verantwortlichen ist es, in Abhängigkeit von der Beurteilung der Risiken Maßnahmen zu entwickeln und gegebenenfalls einzuleiten, die dazu geeignet sind, Risiken zu vermeiden, zu reduzieren oder sich gegen diese abzusichern. Im Rahmen unterjähriger Prozesse werden die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen überwacht. Geschäftsführende Direktoren und Verwaltungsrat werden regelmäßig über die wesentlichen identifizierten Risiken informiert. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die RechnungslegungDas interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Aufgrund seiner inhärenten Grenzen kann das interne Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung unter Umständen nicht alle potenziell irreführenden Aussagen verhindern oder aufdecken. Von der Konzernrechnungslegung wird regelmäßig geprüft, ob konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben fortlaufend aktualisiert und eingehalten werden; konzerninterne Transaktionen vollständig erfasst und sachgerecht eliminiert werden; bilanzierungsrelevante und offenlegungspflichtige Sachverhalte aus getroffenen Vereinbarungen erkannt und entsprechend abgebildet werden; Prozesse existieren, die die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung gewährleisten; Prozesse zur Funktionstrennung und zum Vier-Augen-Prinzip im Rahmen der Abschlusserstellung bestehen und Autorisierungs- und Zugriffsregelungen bei relevanten IT-Rechnungslegungssystemen vorhanden sind. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess kann jedoch keine absolute Sicherheit dafür bieten, dass wesentliche Falschaussagen in der Rechnungslegung vermieden werden. SNP ist der Überzeugung, dass die Effektivität des rechnungslegungsrelevanten Kontrollsystems des Konzerns zum 31. Dezember 2017 gewährleistet war. Überwachung des internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsDie Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Verwaltungsrat. Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagementsystem integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkennen zu können; zudem berichtet er dem Verwaltungsrat über eventuell festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. RisikoberichtIm Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere sind keine wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe aufgetreten. Adäquate Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -kompensation wurden getroffen. Ökonomische und politische RisikenDie Unsicherheit in der globalen Wirtschaft und den Finanzmärkten, gesellschaftliche und politische Instabilität, beispielsweise verursacht durch innerstaatliche Konflikte, Terroranschläge, Bürgerunruhen, Krieg oder internationale Konflikte, könnten unsere Geschäftstätigkeit beeinträchtigen oder sich negativ auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Cashflows auswirken. Die Kunden von SNP sind überwiegend Großunternehmen und weltweit operierende Konzerne. Die konjunkturellen Zyklen haben Einfluss auf das Geschäfts- und Investitionsverhalten dieser Konzerne, deshalb kann der geschäftliche Erfolg von der weltweiten Konjunktur- und Wirtschaftsentwicklung beeinflusst werden. Kostensenkungsmaßnahmen und Investitionsstopps für IT-Projekte auf Kundenseite können zu Projektverschiebungen und/oder -stornierungen führen. SNP versucht dieses Marktrisiko durch regionale Diversifizierung zu mindern. Der Diversifizierungseffekt greift bei einer weltweiten Krise allerdings nur beschränkt. Die Unternehmensführung versucht deshalb, diesen Risiken ferner durch Marktbeobachtung zu begegnen, um gegebenenfalls durch zeitnahe Anpassung der Unternehmens- und Kostenstruktur auf gravierende Veränderungen reagieren zu können. Darüber hinaus unterliegt SNP im Jahresverlauf den für die IT-Branche typischen Zyklen. Dazu gehört ein in der Regel signifikant nachfragestarkes viertes Quartal. Weil die Kapazitäten im Unternehmen, insbesondere im Bereich Professional Services, zu großen Teilen ganzjährig auf die erwarteten Nachfragespitzen ausgerichtet werden, besteht hier ein erhöhtes Risiko, wenn es zu kurzfristigen Änderungen im Investitionsverhalten kommt. SNP versucht diese Risiken durch den Einsatz freier Mitarbeiter zu vermindern. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Einsatz von Fremddienstleistern sowie der Materialaufwand um insgesamt 116,3% auf 16,2 Mio. € erhöht werden. Ebenso versucht SNP die Risiken und ihre negativen Auswirkungen durch einen laufenden Ausbau des Anteils von Wartungserlösen und wiederkehrenden Erlösen und damit besser planbaren Umsätzen zu mindern. Die Wartungserlöse haben sich so in 2017 um 2,8 Mio. € oder rd. 138,1% auf 4,9 Mio. € erhöht. Ebenso wenig kann im Bereich Software ausgeschlossen werden, dass fest eingeplante Softwareverkäufe kurzfristig nicht realisiert werden können bzw. Kaufentscheidungen der Kunden verschoben werden müssen und dies Einfluss auf die Zielerreichung der Gesellschaft hat. SNP versucht dieses Risiko durch eine stärkere Diversifizierung der Softwareprodukte und stärkere Vermarktung aller Softwareprodukte zu vermindern. Der Umsatz mit SNP Eigenprodukten belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 15,5 Mio. € (i. Vj. 14,0 Mio. €). SNP stuft die ökonomischen und politischen Risiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als mittleres Risiko ein. Risiken der technologischen EntwicklungSNP bietet mit dem Portfolio an Produkten und Dienstleistungen spezifische Lösungsansätze für die Transformation von ERP Landschaften und konzentriert sich damit auf eine Marktnische. Es besteht die Möglichkeit, dass ein anderer Anbieter bessere oder kostengünstigere Lösungsansätze anbietet und SNP dadurch Marktanteile verliert oder ganz vom Markt verdrängt wird. SNP begegnet diesem Risiko durch die Entwicklung neuer Produkte sowie die laufende Weiterentwicklung und Verbesserung der bestehenden Produkte. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten gemessen am Umsatz lag in 2017 bei 11,4% (i. Vj. 13,7%). Aufgrund der Komplexität der SNP Produkte und Prozesse konnte bislang ein Innovationsvorsprung erreicht und die generelle Möglichkeit der Nachahmung eingeschränkt werden. Die Ertragslage von SNP hängt ganz wesentlich davon ab, dass es gelingt, die eigenen Produkte erfolgreich an Änderungen der Märkte anzupassen und einen schnellen Return on Investment (ROI) bei der Herstellung qualitativ hochwertiger neuer Produkte und Serviceleistungen zu erzielen. Umsätze und Erträge können negativ beeinflusst werden, wenn sich Technologien als nicht funktionsfähig erweisen, nicht die erwartete Marktakzeptanz finden oder nicht rechtzeitig am Markt eingeführt werden. Durch die Vernetzung des Vertriebs und des Bereichs Professional Services mit dem Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) war das Unternehmen bislang in der Lage, Veränderungen am Markt zeitnah zu erkennen und marktgetriebene und somit auch marktrelevante Produktneuerungen zu entwickeln. SNP stuft die technologischen Risiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als geringes Risiko ein. Operative RisikenDie Umsetzung von Projekten im ERP Transformationsmarkt ist häufig mit einem beträchtlichen Einsatz von Ressourcen seitens der Kunden verbunden und unterliegt einer Vielzahl von Risiken, die oftmals außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen. Hierzu zählen unter anderem Ressourcenmangel, Systemverfügbarkeit und Reorganisation in bestehenden Projekten. Um Projektrisiken zu minimieren, wählt die SNP Gruppe mit ihren Kunden den Ansatz des modularen Aufbaus und gliedert Projekte in abgeschlossene Teilprojekte. Verbleibende Risiken durch übliche Haftungsszenarien werden durch den Abschluss von Versicherungen gemindert. SNP stuft die operativen Risiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als mittleres Risiko ein. Risiken aus der Abhängigkeit von der SAP SEDer Erfolg der SNP Produkte und Beratungsleistungen ist derzeit noch in hohem Maße an die Akzeptanz und Marktdurchdringung der betriebswirtschaftlichen ERP Standardsoftware der SAP SE gebunden. Es besteht das Risiko, dass die Lösungen der SAP SE durch Wettbewerbsprodukte verdrängt werden. Die Gefahr eines kurzfristigen Wegbrechens der Marktgrundlage wird jedoch als gering eingeschätzt. Aufgrund des hohen Zeit- und Kostenaufwands, der mit einer Neuinstallation betriebswirtschaftlicher Standardsoftware verbunden ist, geht die Unternehmensführung davon aus, bei Veränderungen im Markt ausreichend Zeit für eine Neuausrichtung des eigenen Angebots zur Verfügung zu haben. Die SNP Gruppe entwickelt ihr Produktportfolio stetig fort und richtet es immer mehr auf Lösungen für den gesamten ERP Markt aus. So erschließt sich das Unternehmen weiteres Umsatzpotenzial und verringert gleichzeitig Abhängigkeiten von der SAP SE. SNP stuft die Risiken aus der Abhängigkeit mit der SAP SE für die Segmente Professional Services und Software mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als geringes Risiko ein. WachstumsrisikenDie SNP SE ist weiterhin auf organisches und anorganisches Wachstum ausgerichtet. Akquisitionen von Unternehmen können zu einem erheblichen Anstieg des SNP Unternehmenswertes führen. Es besteht jedoch das Risiko, dass ein akquiriertes Unternehmen nicht erfolgreich in die SNP Gruppe integriert werden kann. Außerdem könnten sich erworbene Unternehmen bzw. Geschäftsbereiche nach der Integration nicht gemäß den gesetzten Erwartungen entwickeln. Insofern könnten Abschreibungen auf solche Vermögenswerte das Ergebnis belasten. Ebenso besteht das Risiko, dass bestimmte Märkte oder Branchen anders als angenommen nur ein begrenztes Wachstumspotenzial bieten. SNP sichert sich zur Verminderung dieses Risikos in der Regel durch die Vereinbarung variabler Kaufpreisbestandteile bzw. Kaufpreiseinbehalte ab, die an zukünftige Kennzahlen gekoppelt sind. Zudem erwirbt SNP aus Gründen der Liquiditätsschonung und Risikosicherung zumeist im ersten Schritt nicht die kompletten Anteile an den Unternehmen. SNP stuft die Wachstumsrisiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als mittleres Risiko ein. PersonalrisikenDie SNP Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten sind für den Erfolg des Unternehmens von grundlegender Bedeutung. Der Verlust wichtiger Mitarbeiter in strategischen Positionen ist daher ein bedeutender Risikofaktor. Des Weiteren ist der Wettbewerb um qualifizierte IT-Fachkräfte ungebrochen und könnte zu Engpässen führen. Um dieses Risiko zu mindern, ist SNP bestrebt, ein motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten, das es den bestehenden Mitarbeitern ermöglicht, sich zu entwickeln und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Dazu gehört das Angebot individueller Weiterbildungsmaßnahmen und attraktiver Bonusprogramme. Darüber hinaus versucht das Unternehmen stetig, geeignete Mitarbeiter zu identifizieren, einzustellen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Mit Hochschulmarketing-Programmen und regelmäßiger Erfassung der Mitarbeiterzufriedenheit wurden weitere Maßnahmen ergriffen. Darüber hinaus ist SNP verstärkt dazu übergegangen, Nachwuchskräfte im Rahmen von gezielt zugeschnittenen Ausbildungsprogrammen auszubilden. Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte SNP 92 Studenten und Trainees (i.Vj. 60). Insgesamt ist die Absicherung gegen Personalrisiken jedoch nur begrenzt möglich. SNP stuft die Personalrisiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als mittleres Risiko ein. VersicherungsrisikenSNP hat mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken mit entsprechenden Versicherungen abgesichert. Es könnten jedoch weitere Haftungsverpflichtungen oder Schäden entstehen, die zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt sind oder für die ein Versicherungsschutz wirtschaftlich in einem unangemessenen Verhältnis stünde. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird laufend unter Berücksichtigung von jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten geprüft und bei Bedarf angepasst. SNP stuft die Versicherungsrisiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als geringes Risiko ein. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken betreffen im Wesentlichen Sachverhalte des Gesellschaftsrechts, des Gewerbe- und Markenrechts, des Vertragsrechts, des Produkthaftungsrechts, des Kapitalmarktrechts sowie Fälle von Änderungen relevanter bestehender Gesetze und deren Interpretationen. Die Verletzung einer bestehenden Vorschrift kann dabei durch Unkenntnis oder Fahrlässigkeit erfolgen. Zur Minimierung der meisten dieser Risiken involviert SNP externe Dienstleister und Experten. Im Jahr 2017 ist SNP darüber hinaus dazu übergegangen, eine interne Rechtsabteilung mit eigenen Rechtsexperten aufzubauen. Rechtliche Auseinandersetzungen könnten selbst bei einer positiv beurteilten Rechtsposition von SNP zu hohen Kosten und Imageschäden führen. Wesentliche rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter bestanden zum 31. Dezember 2017 nicht. SNP stuft die rechtlichen Risiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als mittleres Risiko ein. VertriebsrisikenDas Softwareprodukt SNP Transformation Backbone(r) with SAP LT sowie die weiteren SNP Softwareprodukte werden in der Vermarktung neben dem SNP Eigenvertrieb über Partner wie zum Beispiel Systemintegratoren und Berater vertrieben. Der Erfolg der Vermarktung durch Eigenvertrieb oder über diese Partner ist insbesondere durch spezifische Marktbedingungen wie die Verfügbarkeit konkurrierender Wettbewerbsprodukte, die generelle Nachfrage nach Standardsoftwareprodukten für Transformationsprojekte und den weiteren Produkten sowie die eigene Produktpositionierung im Markt bestimmt. Der Vertrieb über Dritte beinhaltet zudem generell das Risiko, dass die betreffenden Produkte nicht mit dem von SNP erwarteten Engagement verkauft werden. Es besteht auch das Risiko, dass Distributoren Partnerschaften gegen den Wunsch von SNP beenden. Dies könnte zu mittelfristigen Substitutionsproblemen und zu einem deutlich erhöhten Vertriebsaufwand führen. SNP versucht dieses Risiko durch die Stärkung des Eigenvertriebs und durch die sorgfältige Auswahl der Partner sowie das Angebot attraktiver Vertriebskonditionen zu reduzieren. Zum 31. Dezember 2017 ist die Anzahl der Vertriebsmitarbeiter auf 94 angestiegen (31. Dezember 2016: 62). Die Anzahl der Partnerunternehmen lag unverändert zum Vorjahr bei 54. SNP stuft die Vertriebsrisiken für die Segmente Professional Services und Software mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als mittleres Risiko ein. Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Kunden und BranchenIm Geschäftsjahr 2017 wurden wie bereits im Vorjahr mit keinem Kunden Umsätze erzielt, die 10% der gesamten Umsatzerlöse übersteigen. Die Abhängigkeit von einzelnen Kunden schätzt das Management für die Segmente Professional Services und Software als relativ gering ein. Durch eine stetig wachsende, sehr loyale Kundenbasis mit vielen namhaften Großunternehmen hat sich die SNP SE vor allem im Maschinenbau sowie in der Chemie- und Elektroindustrie fest etabliert. Auf Basis des Auftragseingangs machten diese Branchen zusammen im Geschäftsjahr 2017 einen Anteil von 36% aus. Gemessen am Auftragseingang folgten die Automobilindustrie (5%), die Öl- und Gasindustrie sowie die Versorgungsbranche mit jeweils 4%. Aufgrund der Branchenvielfalt besteht für die SNP SE keine Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Wir stufen das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Branchen in den Segmenten Professional Services und Software mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Finanzwirtschaftliche Risiken
Ein Kreditrisiko entsteht, wenn ein Kunde oder die Gegenpartei eines Finanzinstruments nicht den vertraglichen Verpflichtungen nachkommt. SNP arbeitet stetig an der Verbesserung des Forderungsmanagements und beobachtet intensiv die Bonität seiner Großkunden. Um das Ausfallrisiko zu verringern, werden für einzelne Projekte, abhängig von der jeweiligen Bedeutung, Anzahlungen angefordert und Meilensteine fakturiert. Kreditrisiken bestehen dann in der Regel nur über die Restforderung. SNP stuft das Kreditrisiko für die Segmente Professional Services und Software mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein.
SNP verfügt über hohe liquide Mittel, welche ausschließlich als Festgeld, Tagesgeld oder in ähnlich konservativen Produkten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr angelegt werden. Das den Geldanlagen unterliegende Zinsänderungsrisiko ist somit zu vernachlässigen. Bei einer niedrigen Verzinsung oder einer Negativverzinsung der genannten Anlageformen ist SNP bei gleichzeitig höher liegender Preisinflation (Teuerungsrate) dem Risiko des Kaufkraftverlusts der gehaltenen Finanzmittel ausgesetzt. Das Risiko des Ausfalls von Geschäftspartnern, bei denen SNP Einlagen tätigt oder mit denen derivative Finanzkontrakte abgeschlossen werden, wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen der betreffenden Institute minimiert. Verträge über Derivate wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht abgeschlossen. SNP finanziert sich über Eigen- und Fremdmittel. Die Eigenmittelquote zum 31. Dezember 2017 beläuft sich auf 39%, der Anteil verzinslicher Fremdmittel zur Bilanzsumme auf 26%. Vor dem Hintergrund eines hohen Bestandes an liquiden Mitteln (33,9 Mio. € zum 31. Dezember 2017) und einer soliden Finanzierungsstruktur stuft das Management für die Segmente Professional Services und Software das Liquiditätsrisiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein.
Die funktionale Währung des Konzerns und die Darstellungswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Aus der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns außerhalb der Eurozone folgt, dass mit den operativen Geschäften und Finanztransaktionen in Fremdwährungen Wechselkursschwankungen verbunden sind. Die operativen Geschäfte und Finanztransaktionen sind in unsere Konzernberichtswährung, den Euro, umzurechnen. Wechselkursrisiken, die durch Aufträge und Kreditvergaben an Tochtergesellschaften außerhalb des Euroraums entstehen, beziehen sich dabei im Wesentlichen auf die absolute Höhe der in Euro berichteten Kennzahlen. Durch den Eintritt von Währungsrisiken können erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage und die Cashflows auftreten. Hierzu prüft SNP den bedarfsgerechten Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Abwendung potenzieller Fremdwährungsrisiken. SNP stuft das Währungsrisiko für die Segmente Professional Services und Software mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als mittleres Risiko ein. Gesamtaussage zum RisikoberichtInsgesamt sind die Risiken begrenzt und kalkulierbar. Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach Einschätzung der geschäftsführenden Direktoren gegenwärtig und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, deren Eintreten den Bestand des Konzerns oder eines wesentlichen Konzernunternehmens voraussichtlich gefährden würde. Aufgrund der aktuellen Geschäftsgrundlage und der soliden Finanzierungsstruktur sieht die Unternehmensführung auch in der Gesamtsumme der einzelnen Risiken den Fortbestand der SNP Gruppe nicht gefährdet. Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind während des Geschäftsjahres 2017 nicht eingetreten. Strategische ChancenDie SNP SE hält unverändert an ihrer Ausrichtung fest, zum globalen Standard für softwarebasierte Datentransformation zu werden. Zur Erreichung dieses Ziels stehen für SNP drei strategische Zielrichtungen im Fokus:
Der technologische Kern unseres Geschäftsmodells ist unser Softwareportfolio. Durch technologische Neu- und Weiterentwicklungen erhöhen wir zum einen den Nutzen für den Kunden, zum anderen eröffnen wir uns zusätzliche Lizenzeinnahmequellen. Die SNP SE konzentriert sich auf die Steigerung der Softwarelizenzerlöse, die in der Softwarebranche einen wesentlichen Erfolgsfaktor und eine Schlüsselkennziffer darstellen. Sie ziehen langfristige, ertragsstarke Wartungserlöse nach sich, die somit positive Cashflows generieren. Neben diesen Wachstumsfeldern steht weiterhin die Effizienzsteigerung in sämtlichen Unternehmensbereichen im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang wurde die Software CrystalBridge entwickelt und im vergangenen Jahr auf dem SNP Kongress "Transformation World" vorgestellt. Zukünftig werden sämtliche SNP Softwarelösungen unter der CrystalBridge zusammengeführt werden. Dadurch wird eine homogene Softwareplattform geschaffen, die sowohl sämtliche geschäftlichen Anforderungen als auch die Anforderungen der IT unserer Kunden erfüllt. Dieser Ansatz hat zum Ziel, bei unseren Kunden die Lücke zwischen deren Geschäfts- und IT-Strategie zu schließen. Die aus einzelnen Modulen bestehende Softwareplattform CrystalBridge wird eine Vielzahl von IT- und Business-Transformationsszenarien abdecken. Der Kundennutzen liegt in der kundenindividuellen, aber dennoch automatisierten und höchst transparenten Lösung von sämtlichen IT-Datentransformationen (siehe hierzu auch Geschäftsmodell und Organisation / Geschäftsbereich Software). Zusätzliches Absatzpotenzial verspricht der SNP Interface Scanner. Die Software dient der Schnittstellenanalyse zwischen SAP Systemen und den umliegenden IT-Landschaften (siehe hierzu auch Geschäftsmodell und Organisation / Geschäftsbereich Software). Um mit unserem Software- und Serviceportfolio globaler Standard für sämtliche Datentransformationen zu werden, haben wir uns durch eine beschleunigte anorganische Internationalisierungsstrategie den Zugang zu ausländischen Märkten geöffnet. Nach Akquisitionen in Asien, Nordamerika und Großbritannien folgten im Jahr 2017 die Übernahmen der polnischen BCC Gruppe sowie der südamerikanischen Adepcon Gruppe. Damit ist SNP nunmehr in nahezu allen wirtschaftlich relevanten Marktregionen präsent. Die Positionierung in den wirtschaftlich relevanten Marktregionen und die bedarfsgerechte Adressierung der Anforderung der Kunden bei IT-Transformationsprojekten sind gute Voraussetzungen für eine positive Unternehmensentwicklung. Die Zukäufe ließen die Zahl der Beschäftigten auf über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der SNP Gruppe ansteigen. Um die steigende Nachfrage nach SNP Produkten und Services bedienen zu können, ist die Gewinnung neuer Fachkräfte ein maßgeblicher Erfolgsfaktor unserer Wachstumsstrategie. Durch einen erweiterten Kundenzugang können wir sowohl SNP Software weltweit platzieren als auch unsere neuen Mitarbeiter mit den erforderlichen Transformationskompetenzen ausstatten, um Transformationsprojekte in den neuen Märkten umsetzen zu können. Vor dem Hintergrund des Umbaus der IT-Architekturen in den Unternehmen und neuer Business-Suiten verschiedenster Hersteller mit weltweiter Bedeutung ist davon auszugehen, dass die Ressourcen von Transformationsexperten knapper werden. Mit dem Ausbau unserer weltweiten Teams - und des damit einhergehenden erhöhten Absatzpotenzials unseres Portfolios - sichern wir die Leistungs- und Lieferfähigkeit der SNP Gruppe für die Kunden frühzeitig und nachhaltig ab. Weiterer Ausbau der Marktposition in den USADie SNP Gruppe ist mit inzwischen drei Standorten in den USA sehr gut positioniert, um den amerikanischen Markt für Transformationsdienstleistungen weiter zu erschließen. Durch die Ausbildung von Nachwuchskräften über Traineeprogramme in den USA werden die US-amerikanischen Projekte zunehmend in den USA umgesetzt. Um diesen Prozess weiter zu verbessern, wurden im Januar 2017 die SNP Labs, Inc. auf die SNP America, Inc. verschmolzen. Die Beauftragung durch den US-amerikanischen Computer- und IT-Konzern Hewlett-Packard und ein weiterer Großauftrag aus der US-amerikanischen Chemieindustrie im Jahr 2016 belegen die gestiegene Reputation am Markt. Mit der erfolgreichen Umsetzung des Großprojektes bei Hewlett-Packard und der planmäßigen Abarbeitung des Großprojektes in der US-amerikanischen Chemiebranche konnte die hohe Leistungsfähigkeit der SNP Software unter Beweis gestellt und der Bekanntheitsgrad auf dem US-amerikanischen IT-Markt massiv verbessert werden. Neben diesen Leuchtturmprojekten wurden schon ca. 80 Transformationsprojekte bei anderen namhaften amerikanischen Konzernen durchgeführt. Auf Basis verschiedener erfolgreich umgesetzter Großprojekte verifizieren wir die Vertriebs- und Softwarestrategie hinsichtlich der Ansprech- und Verhandlungspartner bei den Zielkunden. Während IT-Transformationen wie beispielsweise Upgrades auf S/4HANA in der Regel auf der IT-Ebene des Kunden verkauft werden, kann eine erweiterte Zielkundenansprache auf der Risiko- und Compliance-Ebene einen enormen Mehrwert für unsere Kunden und für SNP bringen. Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung und die weltweit gestiegene Gefahr von Cyber- und Hacker-Attacken zwingen Unternehmen zunehmend in geeignete Software und Beratungsdienstleistungen zu investieren. Die gestiegenen Anforderungen auf Risiko- und Compliance-Ebene lassen nachhaltige Effekte für unsere Vertriebs- und Softwarestrategie erwarten. Weiterer Ausbau der Marktposition in Südostasien / ChinaZu Beginn des Jahres 2016 gelang der SNP Gruppe der Schritt nach Asien über Mehrheitsbeteiligungen an zwei Unternehmen mit mehr als zwei Jahrzehnten Projekterfahrung in Malaysia, Singapur und China. Im Fokus steht nunmehr die weitere Erschließung des asiatischen und speziell des chinesischen IT- und SAP Marktes. Gezielte Maßnahmen für eine erhöhte Vertriebseffizienz in Form einer stärkeren Konzentration auf den Verkauf von SNP Softwareprodukten sowie die Fokussierung auf das ertragreiche Transformationsgeschäft haben sich bewährt und lassen nachhaltige Effekte erwarten. Zusätzliches Absatzpotenzial für SNP Software und Dienstleistungen auf dem chinesischen Markt verspricht neben dem seit Jahresmitte 2017 in Kraft getretenen "Chinese Cyber Security Law" auch die intensivierte chinesische Vertriebsstrategie der SAP SE zur Neukundengewinnung im Bereich SAP Cloud Services. Technische Transformationsprojekte: S/4HANA und CloudDie Innovationsführerschaft im Bereich der Transformationssoftware und die stetige Erweiterung des Lösungsportfolios bergen für SNP große Wachstumschancen. Seit die SAP SE die Einführung der neuen SAP Business Suite 4 mit der neuen Datenbank SAP HANA angekündigt hat, ist das Update, das als eines der größten in der SAP ERP Welt gilt, eines der zentralen Themen der SNP Softwareentwicklung und Beratung. Das eigens hierfür gegründete SAP S/4HANA Team beschäftigt sich intensiv mit der Entwicklung von Lösungen und Services, die Kunden helfen, das komplexe Transformationsprojekt schnell und risikominimiert durchzuführen. SNP hat bereits mehr als 30 SAP S/4-Projekte erfolgreich durchgeführt und auch für die interne Umstellung ein interdisziplinäres SAP S/4 Competence Team zusammengestellt. Unverändertes Ziel von SNP ist es, im Markt für Unternehmenstransformationen entsprechende Migrationslösungen und -strategien zu entwickeln und diesen Markt entscheidend mitzugestalten. Ein weiterer aktuell wichtigster IT-Trend ist das Cloud Computing. Cloud Computing bietet SAP Kunden die Möglichkeit, die Betriebskosten stark zu reduzieren, während Agilität und Performance gleichzeitig gesteigert werden können. Die Verlagerung der Systemlandschaften in eine Cloud Umgebung erfordert aber oftmals längere Ausfallzeiten der betroffenen SAP Anwendungssysteme, was Kunden in der Regel nicht akzeptieren können. Genau hier setzt SNP mit der Transformation Backbone Software an. SNP bietet eine Lösung an, die es Kunden erlaubt, die Verlagerung ihrer Systemlandschaft beispielsweise in die Cloud mit einer sehr geringen Ausfallzeit zu realisieren, wodurch der Geschäftsbetrieb schnellstmöglich wiederaufgenommen werden kann. Dieser Lösungsansatz wurde bereits bei zahlreichen internationalen Kunden wie zum Beispiel Kellogg's erfolgreich eingesetzt. Diversifizierte Integrationsstrategie der akquirierten UnternehmenIm Jahr 2017 erfolgten die beiden bisher größten Unternehmensakquisitionen der Unternehmensgeschichte: Mit der polnischen BCC Gruppe konnte der polnische und osteuropäische IT- und SAP Markt erschlossen werden. Der erstmals von einem internen Postmerger-Integration-Team begleitete Integrationsprozess in die SNP Gruppe verläuft planmäßig. Der Integrationsplan sieht unter anderem vor, den polnischen Standort zu einem Nearshoring Center für Consultingdienstleistungen in personalintensiveren IT-Projekten zu nutzen. Die BCC Gruppe wurde bereits im Jahr 2017 in SNP Poland umbenannt. Zudem wurde die gesamte SNP Gruppe im Zuge der Akquisition in Polen zum Microsoft Gold Partner. Mit der Microsoft Gold Partnerschaft wird SNP global in die Lage versetzt, SAP Landschaften in der Microsoft Azure Cloud zu migrieren, installieren und administrieren. Damit ist die SNP Gruppe bestens aufgestellt, um das zukünftige SAP Geschäft in der Cloud mit Microsoft sowie Amazon Webservices umzusetzen. Als größter und erfahrenster SAP Partner in Polen verfügt SNP Poland über ein umfassendes Angebot von mehr als 40 einzigartigen eigens entwickelten Lösungen zur Erweiterung des SAP Standards, die mit dem SAP System komplementär sind. Mit der Adepcon Gruppe folgte im Jahr 2017 die zweite bedeutende Unternehmensakquisition. Adepcon verfügt über eine rund 20-jährige Unternehmenshistorie und agiert als SAP Value Added Reseller auf dem südamerikanischen Markt. Die in Argentinien, Chile und Kolumbien ansässige und profitabel arbeitende Unternehmensgruppe hat sich auf Projekte mit sehr großen Datenvolumina fokussiert und bietet ihren Kunden hier entscheidenden technologischen und beratenden Mehrwert. Die Hauptkunden kommen überwiegend aus dem lateinamerikanischen und europäischen Raum, darunter vor allem Versicherungen, privat organisierte Sozialkassen, Handels- und Pharmaunternehmen sowie Medien-, Produktions- und Versorgungsunternehmen. Wachstum durch gezielte AkquisitionenWeitere Chancen ergeben sich für SNP durch zusätzliche Akquisitionen zur Ergänzung der strategischen Produkt- und Lösungsangebote, zur Erschließung neuer Absatzmärkte, zur Gewinnung von technischem Know-how sowie zur Erweiterung der Kapazitäten. SNP hat in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich Unternehmen übernommen, die heute zu einer Verbesserung der Marktdurchdringung beitragen. Die gezielte Marktsondierung nach möglichen Zielunternehmen - schwerpunktmäßig für den Bereich Software - ist eine unternehmensstrategische Zielstellung. Verbesserung der Reputation der Marke SNPÜber sein hochinnovatives Softwareportfolio verfügt SNP über ein klares Alleinstellungsmerkmal im Markt für IT- und Business-Transformationen. SNP ist in der Lage, Transformationen sowohl auf globaler als auch auf regionaler Ebene über unterschiedliche ERP Systeme hinweg zu steuern und zu begleiten. Mit Zunahme der Projekte und wachsenden Projektvolumina steigen sowohl die Reputation der Marke SNP als auch das Vertrauen der Kunden in die Software und Beratungsdienstleistungen von SNP. Weiterentwicklung des SNP SoftwareportfoliosBasis und Wachstumsmotor der SNP SE ist das unternehmenseigene Softwareportfolio. Unsere hochinnovative und einzigartige Produktpalette bietet unseren Kunden bereits heute einen entscheidenden Beitrag zur Wertsteigerung. Damit versetzen wir unsere Kunden in die Lage, den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten und Chancen im Markt zu nutzen. Strategisches Ziel ist es, SNP zum Industriestandard für softwarebasierte IT-Transformation weiterzuentwickeln, um permanente Veränderung in Unternehmen zuverlässig zu begleiten und zu fördern. Auch im Jahr 2018 steht die technologische Weiterentwicklung der SNP Softwareprodukte im Fokus. PROGNOSEBERICHTAufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Wachstumsinvestitionen und der gesteigerten Reputation im Markt geht das Management sowohl für den Bereich Professional Services als auch für den Bereich Software von einem Umsatzanstieg aus. Dabei sollen insbesondere der zunehmende Anteil der Softwarelizenzerlöse am Gesamtumsatz und die damit verbundenen Skaleneffekte mittel- bis langfristig für steigende operative Margen sorgen. Die Entwicklung der SNP Gruppe ist weitestgehend unabhängig von der Entwicklung der Gesamtwirtschaft, da SNP durch die Positionierung als spezialisierter Anbieter für standardisierte ERP Transformationen von einem möglichen konjunkturellen Abschwung grundsätzlich weniger betroffen ist. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass Unternehmen Anpassungen ihrer IT-Landschaften auch in konjunkturell schwächeren Phasen vornehmen müssen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. Wie in den Vorjahren ist davon auszugehen, dass sich auch im aktuellen Geschäftsjahr die Umsätze nicht gleichmäßig über die Quartale verteilen werden und mit einem deutlich stärkeren zweiten Halbjahr zu rechnen ist. Insgesamt erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2018 einen Konzernumsatz zwischen 150 Mio. € und 155 Mio. € und plant eine operative Ergebnis-Marge (EBIT-Marge) im mittleren einstelligen Prozentbereich. Von dem Planumsatz entfallen gemäß Konzernplanung rund 23% auf das Segment Software sowie rund 76% auf das Segment Professional Service. Während die EBIT-Marge unberücksichtigt von nicht-segmentbezogenen Aufwendungen im Segment Professional Service im mittleren einstelligen Prozentbereich gesehen wird, erwartet das Management für das Segment Software eine EBIT-Marge im unteren bis mittleren zweistelligen Prozentbereich. Die derzeitige Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2018 sieht außer akquisitionsbedingten Aufwendungen (Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen in den Vorjahren erworbene identifizierte immaterielle Vermögenswerte) in Höhe von 1,6 Mio. € keine wesentlichen operativen Aufwendungen gemäß Non-IFRS-Kennzahlen vor. Die erwarteten EBIT-Margen gemäß IFRS und Non-IFRS unterscheiden sich damit um rund 1%. An dem übergeordneten mittelfristigen Ziel der strukturellen Profitabilitätssteigerung hält die SNP Gruppe unverändert fest. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Heidelberg, 26. März 2018 Geschäftsführer Direktor Dr. Andreas Schneider-Neureither KONZERNABSCHLUSSKonzernbilanz zum 31. DEZEMBER 2017AKTIVA
Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017
Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017
Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017
Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2016 BIS 31. DEZEMBER 2017
Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017
Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
Der nachfolgende Anhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Anhang ZUM KONZERNABSCHLUSS1. WIRTSCHAFTLICHE GRUNDLAGENDie SNP Schneider-Neureither & Partner SE ist im Wege einer Umwandlung aus der Schneider-Neureither & Partner AG hervorgegangen. Die Umwandlung in eine SE wurde im Handelsregister am 6. Dezember 2017 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg/Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 729172 eingetragen. Die Aktien der SNP Schneider-Neureither & Partner SE werden am Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapierkennnummer ISIN DE007203705 gehandelt. Die SNP Schneider-Neureither & Partner SE ist eine softwarebezogene Unternehmensberatungsgesellschaft, die sich auf die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Datenverarbeitung spezialisiert hat, wobei eigene Softwareentwicklungen insbesondere auf dem Gebiet des digitalen Transformationsmanagements eingesetzt werden. SNP versetzt Unternehmen in die Lage, mit einer veränderungsfreudigen IT den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten und Chancen im Markt zu nutzen. SNP unterstützt Organisationen dabei, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und neue Technologien zu nutzen. Software und Services der SNP vereinfachen es, betriebswirtschaftliche oder technische Änderungen in den Geschäftsanwendungen umzusetzen. Lösungen und Software von SNP ermöglichen Zusammenführungen von bisher getrennten IT-Landschaften, unterstützen M&A-Projekte und Carve-outs und fördern die Erschließung neuer Märkte jenseits des Heimatmarktes. Mit SNP Transformation Backbone bietet SNP die weltweit erste Standardsoftware, die Änderungen in IT-Systemen automatisiert analysiert und umsetzt. Für die Kunden bieten sich dadurch klare Qualitätsvorteile, gleichzeitig können Zeitaufwand und Kosten bei Transformationsprojekten signifikant reduziert werden. Der Konzernabschluss der SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Heidelberg, für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2017 wurde am 26. März 2018 durch Beschluss des Verwaltungsrats zur Veröffentlichung freigegeben. 2. ALLGEMEINE ANGABENDer Konzernabschluss der SNP Schneider-Neureither & Partner SE und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Re-porting Standards (IFRS) wie sie in der EU anzuwenden sind, gemäß § 315a Abs. 1 HGB, aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB) neu erlassenen IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC bzw. FRS IC) und des Standing Interpretations Committee (SIC), wie sie von der EU übernommen wurden. Zugleich erfüllt der Konzernabschluss die handelsrechtlichen Anforderungen nach § 315a Abs. 1 HGB. Der Konzernabschluss wurde in Euro (€), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in den Erläuterungen zum Konzernabschluss in Tausend € (T€) angegeben. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die SNP Schneider-Neureither & Partner SE macht von dem Wahlrecht einer separaten Darstellung von Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung Gebrauch. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, die mit ihren Marktwerten bewertet werden. 3. ANWENDUNG NEUER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENDie folgenden in Kraft getretenen Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden von der Europäischen Union (EU) übernommen und bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 berücksichtigt:
Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich durch die Anwendung der neuen oder geänderten Standards sowie Interpretationen nur im Rahmen der Angaben zur Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7. 4. NEUE, NOCH NICHT IN KRAFT GETRETENE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENDie (für den Konzern relevanten) Standards und Interpretationen, die herausgegeben wurden, aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses noch nicht in Kraft getreten sind, sind nachstehend aufgeführt. Der Konzern beabsichtigt, diese Standards, sofern zutreffend, im Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden. IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden)Am 28. Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 herausgegeben. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung gilt für uns ab dem 1. Januar 2018. IFRS 15 ersetzt IAS 11, Fertigungsaufträge, und IAS 18, Umsatzerlöse, sowie die dazugehörigen Interpretationen. Im Zuge der Vorbereitungen auf die Anwendung von IFRS 15 haben wir in 2017 neue, auf IFRS 15 basierende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Umsatzrealisierung entwickelt und die relevanten Geschäftsprozesse an diese neuen Bilanzierungsrichtlinien angepasst. Diese Bemühungen waren Teil eines Projekts, das wir unternehmensweit durchgeführt haben. Darüber hinaus haben wir ein globales Einführungs- und Schulungskonzept für alle relevanten Stakeholdergruppen innerhalb der SNP entwickelt und interne Kontrollen für die Anwendung der neuen Bilanzierungsrichtlinien und Prozesse eingeführt. IFRS 15 sieht zwei mögliche Übergangsmethoden zur Umsetzung der neuen Regelungen vor: (1) retrospektive Anwendung auf jede gemäß IAS 8 (Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler) dargestellte vergangene Berichtsperiode oder (2) retrospektive Anwendung mit einer Erfassung des kumulierten Effekts der erstmaligen Anwendung als Anpassung des Eröffnungsbestandes der Gewinnrücklagen ("Cumulative Catch-up"-Methode). Bei erstmaliger Anwendung von IFRS 15 können außerdem bestimmte Ausnahmeregelungen angewendet werden. Wir wenden den neuen Standard retrospektiv mit Wirkung zum 1. Januar 2018 auf Grundlage der "Cumulative Catch-up"-Methode an. Ferner machen wir von der Ausnahmeregelung Gebrauch, den neuen Standard nur auf Verträge anzuwenden, die zum 1. Januar 2018 noch nicht erfüllt waren. Diese Ausnahmeregelung wirkt sich sowohl auf den kumulierten Effekt der erstmaligen Anwendung des Standards in den Gewinnrücklagen als auch auf unsere zukünftigen Umsatzerlöse und Aufwendungen aus. Nähere Informationen hierzu enthalten die nachfolgenden Ausführungen. Es gibt einige Unterschiede zwischen unseren zukünftigen auf IFRS 15 basierenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und unseren entsprechenden früheren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in Textziffer 10 beschrieben sind. Die wichtigsten Unterschiede sind wie folgt: Die Umsatzrealisierung von Lizenzerlösen im Rahmen von Mehrkomponentenverträgen (sog. Projektlizenzen) erfolgte bis zum 31. Dezember 2017 zeitpunktbezogen mit Vertragsabschluss und Auslieferung der Software. Mit Anwendung des IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018 werden diese Umsätze entsprechend dem Projektfortschritt über die Projektlaufzeit realisiert. Für unsere Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 erwarten wir aus den beschriebenen Änderungen der Umsatzrealisierungsmethoden eine Reduzierung des Eigenkapitals vor Berücksichtigung latenter Steuern sowie der Vertragsvermögenswerte von 4,1 Mio. €. Entsprechend dem zeitlichen Fertigungsstellungsgrad dieser Projekte erwarten wir ab dem 1. Januar 2018 eine Erhöhung der Umsatzerlöse und des EBIT in gleicher Höhe. Bisher werden die Forderungen aus Kundenverträgen im Zusammenhang mit der POC-Bilanzierung unter den Forderungen aus Lieferung und Leistungen ausgewiesen. Zukünftig erfolgt ein gesonderter Ausweis. Übersteigen die Kundenzahlungen die bisher erbrachten Leistungen, so erfolgte der Ausweis als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen. Zukünftig weisen wir einen Kundenvertrag entweder als Vertragsverbindlichkeit oder als Vertragsvermögenswert aus, sobald eine der Vertragsparteien mit der Vertragserfüllung begonnen hat. Rechtsansprüche auf eine Gegenleistung von Kunden werden nur dann als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, wenn der Rechtsanspruch unbedingt ist. Für unsere Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 erwarten wir eine Reduzierung der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,1 Mio. € bzw. eine Erhöhung der Position Vertragsverpflichtungen um 1,0 Mio. €. IFRS 9 (Finanzinstrumente)Am 24. Juli 2014 hat der IASB die vierte und letzte Fassung von IFRS 9 herausgegeben. Wir werden IFRS 9 ab dem 1. Januar 2018 anwenden. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. SNP wird die Ausnahmeregelungen von einer vollständigen retrospektiven Anwendung in Anspruch nehmen und erfasst somit den Effekt der erstmaligen Anwendung als Anpassung des Eröffnungsbestands der Gewinnrücklagen. Wir haben unsere finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten überprüft und rechnen mit den folgenden Auswirkungen: Klassifizierung finanzieller VermögenswerteDie Mehrzahl unserer Schuldtitel sowie sämtliche Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Forderungen werden die Kriterien für eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfüllen. Wir erwarten daher aus den Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage. Finanzielle VerbindlichkeitenWir haben bislang keine finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert und beabsichtigen dies nach derzeitigem Stand auch zukünftig nicht zu tun. Außerdem wurde keine unserer finanziellen Verbindlichkeiten in der Vergangenheit modifiziert. Somit erwarten wir für unsere finanziellen Verbindlichkeiten keine wesentlichen Auswirkungen, da die einzigen wesentlichen Änderungen, die sich aus IFRS 9 für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten ergeben werden, die folgenden sind: Änderungen im beizulegenden Zeitwert für als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierte Verbindlichkeiten, die auf Änderungen des Ausfallrisikos dieser Verbindlichkeit zurückzuführen sind, sind erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis auszuweisen, und modifizierte finanzielle Verbindlichkeiten werden anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes und nicht mit dem aus der Modifizierung resultierenden Effektivzinssatz bilanziert. WertminderungenWir werden das vereinfachte Wertminderungsmodell von IFRS 9 anwenden, wodurch wir die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste aus allen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten erfassen werden. Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beurteilen wir anhand der Kundenbonität und anhand von vergangenen Zahlungserfahrungen mit den betreffenden Kunden. Außenstände werden laufend lokal überwacht. Für Bankguthaben, Schuldtitel sowie Darlehen und andere finanzielle Forderungen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert sind, wenden wir nach unseren neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden die allgemeinen Wertminderungsregelungen von IFRS 9 an. Wir legen finanzielle Mittel ausschließlich bei renommierten Finanzinstituten an, um die Ausfallrisiken zu minimieren. Darlehen und andere finanzielle Forderungen werden auf Grundlage von kreditnehmerspezifischen Informationen überwacht. Bei der Umstellung auf ein Modell, dass auf erwartete Kreditverluste abstellt, rechnen wir nicht mit wesentlichen Änderungen an unseren Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere finanzielle Vermögenswerte im Vergleich zu den Beträgen, die wir bei einer Beibehaltung der früheren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfassen würden. Bilanzierung von SicherungsbeziehungenWir werden die neuen Anforderungen an die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen prospektiv anwenden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestehen keine derartigen Sicherheitsbeziehungen. IFRS 16 (Leasingverhältnisse)Am 13. Januar 2016 hat der IASB IFRS 16 herausgegeben. Wir werden IFRS 16 ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens (1. Januar 2019) unter Anwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes anwenden. Wesentliche Auswirkungen aus der Anwendung des neuen Standards werden sich vor allem auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen bei SNP als Leasingnehmer und Immobilienmietverträgen ergeben, da grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in der Bilanz eines Unternehmens (in Form von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten) erfasst sein müssen. Wir beabsichtigen, von im Standard vorgesehenen Ausnahmeregelungen Gebrauch zu machen (wie beispielsweise in Bezug auf kurzfristige Leasingverhältnisse, Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte und hinsichtlich der Separierung von Komponenten eines Vertrags, die kein Leasing darstellen). Als Effekte aus der Anwendung von IFRS 16 erwarten wir eine Erhöhung der Bilanzsumme, da Nutzungsrechte bzw. Leasingverbindlichkeiten angesetzt werden müssen, die zuvor nicht in der Bilanz angesetzt waren, sowie eine Erhöhung des Betriebsergebnisses, da Kosten, die in der Vergangenheit als Mietaufwendungen ausgewiesen wurden, nunmehr als Zinsaufwendungen zu klassifizieren sind. Da die Effekte aus der Anwendung von IFRS 16 von den Leasingverträgen abhängen werden, die im Zeitpunkt der Erstanwendung bestehen, sind die Auswirkungen von IFRS 16 auf unseren Konzernabschluss derzeit noch nicht verlässlich abschätzbar. Wir erwarten jedoch wesentliche Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vor dem Hintergrund der bestehende Immobilienmietverträge. 5. KORREKTUR DER DARSTELLUNG DES VORJAHRESSNP hat im Vorjahr Ausweisänderungen vorgenommen, die zu keinen Auswirkungen auf das Eigenkapital führten. Diese sind im Folgenden und bei den wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen dargestellt. Bis einschließlich 2016 hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen grundsätzlich als kurzfristig eingestuft und kategorisiert. Dieser Ausweis führte dazu, dass die kurzfristigen Vermögenswerte und kurzfristige Schulden zu hoch angesetzt waren. Darüber hinaus wurden mietfreie Zeiten von kurzfristigen passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten umgegliedert. Zum Weiterverkauf gehaltene Lizenzen wurden von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in Vorräte umgegliedert. Schließlich wurden langfristige Teile der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von kurzfristigen Vermögenswerten in langfristige Vermögenswerte umgegliedert.
6. KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konsolidierungskreis umfasst neben der SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Dossenheimer Landstraße 100, 69121 Heidelberg, Deutschland, als Obergesellschaft die folgenden Tochtergesellschaften, bei denen der SNP Schneider-Neureither & Partner SE unmittelbar und mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.
1 Im Januar 2017 wurde die SNP Labs, Inc. auf
die SNP America, Inc. verschmolzen. Weiterhin wurde die SNP
America, Inc. in SNP Transformations, Inc. umbenannt. Im
November 2017 wurde die im Februar 2017 gegründete SNP
Applications Americas, Inc. in die SNP Transformations,
Inc. verschmolzen. Die konzerninternen Transaktionen haben
keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns.
Für folgende im Konzernabschluss enthaltene Unternehmen wird von der Befreiungsvorschrift von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
7. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDer Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Rechnungslegungsmethoden erstellten Jahresabschlüssen der SNP Schneider-Neureither & Partner SE und der einbezogenen Tochterunternehmen. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Zum Zeitpunkt des Erwerbs erfolgt eine Verrechnung der übertragenen Gegenleistung einschließlich der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen mit dem Saldo aus erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und übernommenen Schulden. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Ein nach nochmaliger Überprüfung verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird als Gewinn erfasst. Das Geschäftsjahr der SNP Schneider-Neureither & Partner SE und ihrer Tochtergesellschaften endet jeweils am 31. Dezember. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert. Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter sind die Teile des Periodenergebnisses und des Reinvermögens, die auf Anteile entfallen, die weder unmittelbar noch mittelbar der SNP SE zugeordnet werden. Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital der Eigentümer der SNP SE ausgewiesen. Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Assoziierte UnternehmenDie Anteile des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternhemen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar am Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und soweit erforderlich in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert. Der Anteil des Konzerns am Gewinn eines assoziierten Unternehmens wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt. Hierbei handelt es sich um den den Anteilseignern des assoziierten Unternehmens zurechenbaren Gewinn und somit um den Gewinn nach Steuern und Anteilen ohne beherrschenden Einfluss an den Tochterunternehmen des assoziierten Unternehmens. Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens werden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Soweit erforderlich, werden die Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen. Nach Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern, ob es erforderlich ist, einen zusätzlichen Wertminderungsaufwand für seine Anteile an einem assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an einem assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnte. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am assoziierten Unternehmen und dem Buchwert des "Anteils am Ergebnis assoziierter Unternehmen" als Wertminderungsaufwand im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfolgswirksam erfasst. 8. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens und Darstellungswährung, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst.
Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden dieser Tochterunternehmen in die Darstellungswährung der SNP Schneider-Neureither & Partner SE zum Stichtagskurs umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zum gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitaleffekte" erfasst. Nachfolgende Tabelle zeigt die Gesellschaften, die eine andere funktionale Währung als den Euro haben. Zusätzlich werden die verwendeten Kurse im Verhältnis zum Euro angegeben: 9. VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGENDie Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des geschäftsführenden Direktors, die sich auf die ausgewiesene Höhe des Vermögens, der Verbindlichkeiten, der Erträge und Aufwendungen im Konzernabschluss und den Ausweis der Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden notwendig sein könnte, werden nachstehend erläutert. UmsatzrealisierungDie Bewertung von kundenindividuellen Projekten basiert auf der Methode der Teilgewinnrealisierung (Percentage of Completion Method). Im Rahmen dieser Methode müssen u. a. die voraussichtlichen Gesamtkosten und hieraus abgeleitet der Fertigstellungsgrad sowie die voraussichtlichen Umsatzerlöse abgeschätzt werden. Die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen, die mit der Bestimmung des Fertigstellungsgrades einhergehen, haben Einfluss auf die Höhe sowie die zeitliche Verteilung der realisierten Umsätze und damit sind sie mit Unsicherheiten verbunden. Sofern keine hinreichenden Informationen verfügbar sind, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Kosten realisiert. Bei der Bilanzierung unserer Mehrkomponentenverträge müssen wir folgende Faktoren bestimmen:
Die Bestimmung, ob unterschiedliche Verträge mit demselben Kunden als ein Gesamtvertrag zu bilanzieren sind, ist mit erheblichen Ermessensausübungen verbunden, da wir beurteilen müssen, ob die Verträge gemeinsam ausgehandelt wurden oder auf andere Weise miteinander verknüpft sind. Die zeitliche Verteilung sowie die Höhe der realisierten Umsätze können unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob zwei Verträge separat oder als Gesamtvertrag bilanziert werden. Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und LeistungenSNP berücksichtigt Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Erfassen von Erlösschmälerungen sowie von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen. Die Beurteilung der Einbringlichkeit einer Forderung ist mit Ermessensausübungen verbunden und erfordert Annahmen über Forderungsausfälle, die sich erheblich ändern können. Ermessensausübungen sind erforderlich, wenn wir die verfügbaren Informationen über die finanzielle Situation eines bestimmten Kunden beurteilen, um festzustellen, ob ein Forderungsausfall wahrscheinlich ist, die Höhe eines solchen Forderungsausfalls verlässlich geschätzt werden kann und somit eine Wertberichtigung für den betreffenden Kunden notwendig ist. Auch die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung für die restlichen Forderungen auf Basis der Vergangenheit ist mit Ermessensausübungen verbunden, da die Vergangenheit möglicherweise nicht repräsentativ für die künftige Entwicklung ist. Änderungen unserer Schätzungen in Bezug auf die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen könnten wesentliche Auswirkungen auf unsere ausgewiesenen Vermögenswerte und Aufwendungen haben. Überdies könnte unser Konzernergebnis nachteilig beeinflusst werden, wenn die tatsächlichen Forderungsausfälle wesentlich höher sind als von uns angenommen. Bilanzierung von ErtragsteuernAufgrund unserer international ausgerichteten Geschäftstätigkeit unterliegen wir den sich ändernden Steuergesetzen der jeweiligen Rechtsordnungen. Unsere gewöhnliche Geschäftstätigkeit umfasst zudem Transaktionen, bei denen die letztendlichen steuerlichen Folgen aufgrund unterschiedlicher Auslegungen von Steuergesetzen ungewiss sind. Darüber hinaus sind die von uns gezahlten Ertragsteuern grundsätzlich Gegenstand von laufenden Betriebsprüfungen in- und ausländischer Steuerbehörden. Daher sind Ermessensausübungen für die Bestimmung unserer weltweiten Ertragsteuerrückstellungen erforderlich. Wir schätzen die Entwicklung der ungewissen Steuerfestsetzungen auf der Basis der derzeitigen Steuergesetze und unserer Auslegungen derselben. Änderungen dieser Annahmen, die diesen Schätzungen zugrunde liegen, und Ergebnisse, die von diesen Annahmen abweichen, könnten erhebliche Anpassungen des Buchwertes unserer Ertragsteuerrückstellungen zur Folge haben. Die Beurteilung, ob ein latenter Steueranspruch wertgemindert ist, erfordert Ermessensausübungen des Managements, da wir zukünftiges zu versteuerndes Einkommen schätzen müssen, um zu bestimmen, ob die Nutzung des latenten Steueranspruchs wahrscheinlich ist. Bei der Beurteilung unserer Fähigkeit, unsere latenten Steueransprüche zu nutzen, berücksichtigen wir sämtliche verfügbaren Informationen, einschließlich des in der Vergangenheit erzielten zu versteuernden Einkommens und des prognostizierten zu versteuernden Einkommens in den Perioden, in denen sich die latenten Steueransprüche voraussichtlich realisieren. Unsere Beurteilung des zukünftigen zu versteuernden Einkommens basiert auf Annahmen über die zukünftigen Marktbedingungen und die zukünftigen Gewinne der SNP. Änderungen dieser Annahmen sowie Ergebnisse, die von diesen Annahmen abweichen, könnten erhebliche Anpassungen des Buchwertes unserer latenten Steueransprüche zur Folge haben. Bilanzierung von UnternehmenszusammenschlüssenIm Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen sind Ermessensausübungen bei der Beurteilung erforderlich, ob ein immaterieller Vermögenswert identifizierbar ist und separat vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt werden sollte. Darüber hinaus ist die Schätzung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren erworbenen Aktiva und übernommenen Passiva zum Erwerbszeitpunkt mit erheblichen Ermessensausübungen des Managements verbunden. Die erforderlichen Bewertungen basieren auf den zum Erwerbszeitpunkt verfügbaren Informationen sowie auf den nach Ansicht des Managements angemessenen Erwartungen und Annahmen. Diese Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen können unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage u. a. aus folgenden Gründen wesentlich beeinflussen:
Folgebilanzierung vom Geschäfts- oder Firmenwert und von sonstigen immateriellen VermögenswertenErmessensausübungen sind erforderlich:
Sowohl der Abschreibungszeitraum als auch die Abschreibungsmethode haben Auswirkungen auf die in den einzelnen Perioden erfassten Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen. Die Beurteilung von Wertminderungen unserer Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte ist in hohem Maße abhängig von Annahmen des Managements über zukünftige Cashflows und wirtschaftliche Risiken, die mit erheblichen Ermessensausübungen und Annahmen hinsichtlich künftiger Entwicklungen verbunden sind. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, z. B. durch:
Änderungen der Annahmen, die unseren Beurteilungen von Wertminderungen unserer Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte zugrunde liegen, könnten erhebliche Anpassungen des Buchwertes unserer erfassten Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte sowie der Höhe der erfolgswirksam erfassten Wertminderungsaufwendungen zur Folge haben. 10. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEZur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit der Dokumentation werden in der Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie liquiden Mittel enthalten kurzfristige, hochliquide Anlagen, die innerhalb von einem Monat oder weniger zu flüssigen Mitteln umgewandelt werden können und dabei kein Wertrisiko beinhalten. Finanzielle Vermögenswerte werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswertes eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte enthalten die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in naher Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Im Konzern wurden keine Finanzinstrumente im Rahmen der Fair-Value-Option in diese Kategorie designiert. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten sind grundsätzlich ergebniswirksam zu erfassen. Andere Regelungen können sich im Rahmen von Cashflow Hedges ergeben. Der Konzern hat im Berichtsjahr und im Vorjahr keinerlei Geschäfte in Derivaten vorgenommen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteZur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder nicht die Voraussetzungen für eine Zurechnung zu einer der drei vorstehend genannten Kategorien erfüllen oder als zur Veräußerung verfügbar designiert sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Vermögenswerte, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werdenZu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Der Buchwert des Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst. Es wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen individuell untersuchten finanziellen Vermögenswert kein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt, ordnet er den Vermögenswert einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zu und untersucht sie zusammen auf Wertminderung. Vermögenswerte, die individuell auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung erfasst wird, werden nicht in die pauschale Wertminderungsbeurteilung auf Portfoliobasis einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Die Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst. Sonstige finanzielle VermögenswerteZu den finanziellen Vermögenswerten gehören Kredite und Forderungen, erworbene Eigenkapital- und Schuldinstrumente sowie derivative Finanzinstrumente (Derivate) mit positivem beizulegendem Zeitwert. Finanzielle Vermögenswerte werden nur dann als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, wenn sie zu Handelszwecken gehalten werden, da wir keine finanziellen Vermögenswerte als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designieren. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden als Kredite und Forderungen klassifiziert, wenn wir sie nicht als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte designieren. Erworbene Eigenkapital- und Schuldinstrumente sowie Derivate liegen weder zum 31. Dezember 2017 noch zum 31. Dezember.2016 vor. Wertminderungsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte werden im Finanzergebnis netto erfasst. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen und angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Diese Erlösschmälerungen und Wertberichtigungen werden auf Basis einer Analyse der wesentlichen ausstehenden Rechnungen verbucht. Wir betrachten die Zahlungsfähigkeit aller Kunden unter Berücksichtigung der bisherigen Zahlungshistorie und verbuchen eine Wertberichtigung für einzelne Kundensalden, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass wir die vertraglich vereinbarte Forderung nicht erhalten werden. Wir buchen Forderungen gegen Wertberichtigungen aus, wenn sämtliche Möglichkeiten zum Eintreiben der Forderungen erschöpft und diese als uneinbringlich zu betrachten sind. Aufwendungen aus der Erfassung von Wertberichtigungen sowie Wertberichtigungen für einzelne Kunden werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, netto, in unserer Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auch nicht fakturierte Leistungen aus Beratungsprojekten auf Festpreisbasis sowie auf Zeit- und Materialbasis enthalten. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit Ausfälle seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen müssen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren. Im Vorjahr waren sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Zuge der Umstellung der Bilanzstruktur wurden langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Vorjahr in Höhe von 1.012 T€ von den kurzfristigen Vermögenswerten in die langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Die Umgliederung hat keine Ergebnisauswirkungen. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw.- Herstellungskosten und Nettoveräußerungenwert bewertet. Im Vorjahr wurden Vorräte in Höhe von 372 T€ noch unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Diese wurden im Geschäftsjahr in die Vorräte umgegliedert. Der Grund für die Umgliederung ist eine sachgerechtere Darstellung der Vermögenslage. Sonstige nicht finanzielle VermögenswerteDie sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen wir zu fortgeführten Anschaffungskosten an. Im Vorjahr waren die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Zuge der Umstellung der Bilanzstruktur wurden langfristige aktive Rechnungsabgrenzungsposten aus dem Vorjahr in Höhe von 42 T€ von den kurzfristigen Vermögenswerten in die langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Geschäfts- und FirmenwertGeschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- und Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- und Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass sie wertgemindert sein könnten. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet werden, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 56.126 T€ (i. Vj. 21.563 T€) wurde zum Zweck des Werthaltigkeitstests dem Segment Professional Services zugeordnet. Das Segment Professional Services stellt die kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit im Konzern dar, für die der Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der internen Steuerung überwacht wird. Der Werthaltigkeitstest basiert auf dem Nutzungswert, der durch Abzinsung der im Rahmen der Weiterführung der jeweiligen Einheiten entstehenden geplanten Cashflows ermittelt wird. Die Cashflow-Planung erfolgt auf Basis der aktuellen operativen Ergebnisse sowie einer Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren. Cashflows der nachfolgenden Jahre werden mit einer konstanten Wachstumsrate von 1,00% (i. Vj. 0,50%) fortgeschrieben. Diese Cashflow-Prognosen werden mittels eines Abzinsungssatzes von 10,5% (i. Vj. 8,4%) vor Steuern auf den Nutzungswert abgezinst. Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr ergab sich ein Wertminderungsbedarf. Bei folgenden, der Berechnung des Nutzungswerts der Einheit "Professional Services" zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:
Die EBIT-Margen werden auf der Grundlage erwarteter durchschnittlicher Werte unter Verwertung von Erkenntnissen der letzten drei vorangegangenen Geschäftsjahre berechnet. Weiterhin werden bei der Berechnung Working-Capital-Effekte berücksichtigt. Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken dar, darunter des Zinseffekts und der spezifischen Risiken der Vermögenswerte. Die Berechnung des Abzinsungssatzes berücksichtigt die spezifischen Umstände des Konzerns und seines Geschäftssegments, für das der Impairment-Test durchgeführt wird, und basiert auf seinen gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC). Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz (WAAC) wurde auf der Grundlage des Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitet. Hierbei wurden Daten eines Finanzdienstleisters verwertet, u. a. zur Ableitung des Beta-Faktors im Rahmen einer Peer-Group-Analyse (Vergleichsunternehmen derselben Branche) zur Berücksichtigung des segmentspezifischen Risikos. Weitere Parameter bilden die Marktrisikoprämie sowie der Basiszinssatzes. Die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten berücksichtigen sowohl das Fremd- als auch das Eigenkapital. Den Wachstumsraten liegen branchenbezogene Erwartungswerte zugrunde. Wir sind der Ansicht, dass keine realistische Änderung der wesentlichen Annahmen dazu führt, dass der Buchwert unseres Segments Professional Services seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Im Berichtsjahr 2017 ergaben sich in Bezug auf die Position Geschäfts- und Firmenwert negative Währungsumrechnungseffekte gemäß IAS 21 in Höhe von -1.331 T€ (i. Vj. 146 T€). Immaterielle VermögenswerteEinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Aufwand erfasst, soweit sie nicht als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten eines qualifizierten Vermögenswerts zu aktivieren sind. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von zwei bis zehn Jahren zugrunde. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Forschungs- und EntwicklungskostenGemäß IAS 38 sind Forschungskosten als Aufwand zu erfassen, während Entwicklungskosten bei Vorliegen von weiteren Kriterien zu aktivieren sind. Ist es bei einem internen Projekt nicht eindeutig möglich, die Forschungsphase von der Entwicklungsphase abzugrenzen, sind die mit diesem Projekt verbundenen Ausgaben insgesamt als Forschungskosten zu behandeln. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2017 Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 13.984 T€ (i. Vj. 11.038 T€) als Aufwand erfasst, da eine eindeutige Abgrenzung zwischen Forschungs- und Entwicklungsphase nicht möglich war. Dies entspricht einem Anteil von 11,4% der Umsatzerlöse (i. Vj. 13,7%). In einem Sonderfall wurden extern vergebene Entwicklungsleistungen in Höhe von 144 T€ (i.Vj.: 44 T€) sowie Eigenleistungen in Höhe von 161 T€ (i.Vj.: 0 T€), die für den Abschluss des Projekts notwendig waren, aktiviert. SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Fremdkapitalkosten werden als Aufwand erfasst, soweit sie nicht als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten eines qualifizierten Vermögenswerts zu aktivieren sind. Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen, Fahrzeuge und PCs und wird linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von ein bis 20 Jahren abgeschrieben. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert gemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der Konzern hat im Berichtsjahr keine Wertminderungen vorgenommen. VerbindlichkeitenFinanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten werden als finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten, und solche, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder als sonstige Verbindlichkeiten klassifiziert. Zur Gruppe der finanziellen Verbindlichkeiten gehören Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Leasingverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben. Im Vorjahr waren sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Im Zuge der Umstellung der Bilanzstruktur wurden langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten aus dem Vorjahr in Höhe von 149 T€ von den kurzfristigen Verbindlichkeiten in die langfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten enthalten die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten und finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in naher Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne und Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Im Konzern wurden keine Finanzinstrumente im Rahmen der Fair-Value-Option in diese Kategorie designiert. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten sind grundsätzlich ergebniswirksam zu erfassen. Andere Regelungen können sich im Rahmen von Cashflow Hedges ergeben. Der Konzern hat im Berichtsjahr und im Vorjahr keinerlei Geschäfte in Derivaten vorgenommen. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden erstmalig mit ihrem beizulegenden Zeitwert angepasst um Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode. Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und SchuldenDer beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Ein Finanzinstrument gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn notierte Preise an einer Börse, von einem Händler, Broker, einer Branchengruppe, einem Preisberechnungs-Service oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten darstellen. Der beizulegende Zeitwert wird durch einen zwischen einem vertragswilligen Käufer und einem vertragswilligen Verkäufer in einer Transaktion zu marktüblichen Bedingungen vereinbarten Preis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinstrumente weist den höchsten Grad an Verlässlichkeit (Stufe 1) auf. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die an keinem aktiven Markt gehandelt werden (z. B. Over-the-Counter-Derivate), wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Bei der Anwendung dieser Bewertungsmethoden wird der Einsatz von am Markt beobachtbaren Inputfaktoren maximiert, gleichzeitig wird auf die Verwendung unternehmensspezifischer Schätzungen weitestgehend verzichtet. Wenn alle wesentlichen Inputfaktoren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments am Markt beobachtbar sind, erfüllt die Bewertung dieses Finanzinstruments hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit die Kriterien der Stufe 2. Handelt es sich bei einem oder mehreren wesentlichen Inputfaktoren nicht um beobachtbare Marktdaten, gehört das Finanzinstrument der niedrigsten Verlässlichkeitsstufe hinsichtlich der Folgebewertung an (Stufe 3). Zu den angewandten Bewertungstechniken zur Bestimmung von Zeitwerten von Finanzinstrumenten gehören:
Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen, kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen entspricht wegen der kurzfristigen Fälligkeiten dieser Instrumente in etwa ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Buchwert der langfristigen Verbindlichkeiten entspricht unter Zugrundelegung des Marktpreises für ähnliche Finanzierungen in etwa ihrem beizulegenden Zeitwert. Rückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Bei den in der Bilanz erfassten Beträge sind die durch versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Bestandsveränderungen und Abweichungen zwischen den getroffenen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung enthalten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral verrechnet. IAS 19 (2011) wurde erstmalig 2013 angewendet. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen in Höhe des laufenden Dienstzeitaufwandes wird unter den Personalkosten ausgewiesen, während der darin enthaltene Zinsanteil im Finanzergebnis ausgewiesen wird. Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (Defined Contribution Plans) werden die Beiträge unmittelbar als Aufwand verrechnet. Da über die Beitragszahlungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen bestehen, ergibt sich insoweit kein Rückstellungsbedarf. Sonstige RückstellungenEine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach Abzug einer etwaigen höchst wahrscheinlichen Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Passive RechnungsabgrenzungspostenPassive Rechnungsabgrenzungsposten werden je nach Abgrenzungsgrund als Erlöse aus Lizenzerlöse oder Wartungserlösen erfasst, sobald die grundlegenden Kriterien der Umsatzrealisierung erfüllt sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Leistungen erbracht wurden. Im Vorjahr waren die passiven Rechnungsabgrenzungsposten unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Zuge der Umstellung der Bilanzstruktur wurden langfristige passive Rechnungsabgrenzungsposten aus dem Vorjahr in Höhe von 69 T€ von den kurzfristigen Schulden in die langfristigen Schulden umgegliedert. Eigene AnteileErwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird nicht erfolgswirksam erfasst. Bei einem Verkauf der eigenen Anteile in Höhe des Weiterveräußerungserlöses wird zunächst in Höhe der früheren Anschaffungskosten gegen den Abzugsposten im Eigenkapital gebucht. Ein über diese Anschaffungskosten hinausgehender Erlös ist in die Kapitalrücklage einzustellen. Die SNP Schneider-Neureither & Partner SE hat bis zum 21. Februar 2013 insgesamt 7.294 Stück eigene Aktien zurückgekauft. Nach Zuteilung der Berichtigungsaktien (Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von der Hauptversammlung am 16. Mai 2013 beschlossen) beträgt der aktuell gehaltene Aktienbestand 21.882 Aktien. Die Anschaffungskosten in Höhe von 414.650,19 € sind nach IAS 32.33 als Negativposten im Eigenkapital ausgewiesen. In den Geschäftsjahren 2014 bis 2017 ergaben sich keine Änderungen. SteuernTatsächliche Steuererstattungsansprüche und SteuerschuldenDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind. Die Berechnung der laufenden Ertragsteuern werden die jeweiligen länderspezifischen steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften zu Grunde gelegt. Sonstige Steuern, wie Verkehrsteuern oder Steuern auf Vermögen und Kapital, werden als operative Aufwendungen gesondert ausgewiesen. Latente SteuernLatente Steuern werden gemäß IAS 12 "Ertragsteuern" auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge haben wir nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils in absehbarer Zeit führen. Als absehbare Zeit werden grundsätzlich die nächsten fünf Geschäftsjahre betrachtet. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und -schulden werden in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wertberichtigungen auf den Buchwert der aktiven latenten Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus den latenten Steuern nicht wahrscheinlich ist und dem Konzern aufgrund fehlender Verrechnungsmöglichkeiten kein Nutzen zufließen wird. Der Ansatz von latenten Steueransprüchen erfolgt auf der Basis der Planungsrechnung der jeweiligen Gesellschaften. Diese Planungsrechnungen werden jährlich überarbeitet und bedürfen einer Vielzahl von Einschätzungen. Diese Einschätzungen können sich aufgrund von Veränderungen des Markt -und Wettbewerbsumfelds, der Kundenstruktur und der allgemeinen Wirtschaftslage ändern. Aufgrund der regelmäßigen Neubeurteilung kann der Ansatz der latenten Steueranprüche erheblichen Schwankungen unterliegen. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden im Eigenkapital und nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn ein einklagbarer Anspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden sich auf Ertragssteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. LeasingDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen werden direkt als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen wird über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet. SNP hat sowohl Leasingverträge abgeschlossen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum an den gemieteten Gegenständen beim Leasinggeber verbleibt (operatives Leasing), als auch solche, bei denen SNP als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist (Finanzierungsleasing). UmsatzrealisierungKlassen von UmsatzerlösenUnsere Umsätze stammen aus Gebühren, die wir unseren Kunden berechnen aus
Die Softwarelizenzerlöse ergeben sich aus den Lizenzgebühren, die wir aus dem Verkauf oder der Lizenzierung von Software an Kunden zur Nutzung auf deren eigener Hardware erzielen. Softwaresupporterlöse bzw. Wartungserlöse verkörpern den Umsatz, den wir durch standardisierte Supportleistungen, das heißt nicht spezifizierte künftige Softwareupdates, -upgrades und -erweiterungen sowie durch technische Produktsupportleistungen für On-Premise-Software generieren. Beratungserlöse beziehen sich im Wesentlichen auf die Installation der Softwareprodukte, die Durchführung von Transformationsprojekten, Projekte im Zusammenhang mit dem SAP Solution Manager sowie klassische IT-Beratung. Auslagen für Reisen, die unseren Kunden in Rechnung gestellt werden und von diesen getragen werden, sind in den Beratungserlösen enthalten. Die unterschiedlichen Produkte und Dienstleistungen, deren Lieferung bzw. Leistung im Rahmen unserer Kundenverträge zugesagt wird, erfassen wir als separate Bilanzierungseinheiten (einzeln abgrenzbare Teilleistungen). Produkte und Dienstleistungen, die nicht als einzeln abgrenzbare Teilleistungen eingestuft werden können, werden in einer Bilanzierungseinheit zusammengefasst (kombinierte Teilleistungen). Der Teil des Transaktionspreises, der einer einzeln abgrenzbaren Teilleistung zugeordnet wurde, wird gemäß den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die betreffende Teilleistung gesondert in den Umsatzerlösen erfasst. Das Gesamtentgelt für einen Kundenvertrag teilen wir auf die einzeln abgrenzbaren Teilleistungen auf der Grundlage ihrer jeweiligen beizulegenden Zeitwerte auf. Diese Aufteilung richtet sich nach dem Verhältnis der individuellen beizulegenden Zeitwerte der separaten Teilleistungen. Diese Zeitwerte entsprechen den Preisen, zu denen die Lieferungen und Leistungen regelmäßig auch einzeln von uns angeboten werden. Wenn unternehmensspezifische Standardpreise und Veräußerungspreise von Dritten aufgrund fehlender Einzeltransaktionen oder fehlender einheitlicher Preisgestaltung nicht festgestellt werden können, greifen wir zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes einer einzeln abgrenzbaren Teilleistung auf ihren geschätzten Einzelveräußerungspreis zurück. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn ein Vertrag vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Die Umsätze werden in Übereinstimmung mit IAS 18 "Erträge" nach erbrachter Leistung realisiert. Erlöse aus Festpreisprojekten werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades als Umsatzerlös erfasst. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Arbeitsstunden als Prozentsatz der für das jeweilige Projekt insgesamt geschätzten Arbeitsstunden. Ist das Ergebnis eines Dienstleistungsgeschäftes nicht verlässlich schätzbar, sind Erlöse nur in dem Ausmaß zu erfassen, in dem die angefallenen Aufwendungen erstattungsfähig sind. Die Softwareumsätze werden sofort bei Vertragsabschluss und nach erfolgter Lieferung realisiert, sofern keine wesentlichen Modifikationen oder sonstigen Anpassungen der Software im Rahmen des Verkaufs notwendig sind. Die Software wird standardmäßig entweder unbefristet lizenziert oder im Rahmen von Transformationsprojekten wird unseren Kunden ein zeitlich begrenztes Recht zur Nutzung eingeräumt. Umsatzerlöse aus solchen zeitlich begrenzt nutzbaren Lizenzen erfassen wir ebenfalls nach erfolgter Lieferung der Software. Vereinbarungen über die Wartung werden in der Regel separat abgeschlossen. Bei Vorauszahlung von Wartungsentgelten für mehrere Jahre erfolgt eine zeitanteilige Umsatzabgrenzung. Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode, Dividenden/Gewinnansprüche werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. Die regionale Aufgliederung der Umsatzerlöse ergibt sich aus der Segmentberichterstattung. AufwandserfassungBetriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. FinanzergebnisUnter dem Finanzertrag werden neben Zinserträgen aus gewährten Darlehen sowie Ansprüchen aus Finanzierungsleasing auch sonstige Erträge ausgewiesen, die direkt mit der Finanzierung oder der Anlage in finanziellen Vermögenswerten zusammenhängen. Unter dem Finanzaufwand werden neben dem Zinsaufwand aus Darlehen und aus Finanzierungsleasingverbindlichkeiten auch sonstige Aufwendungen ausgewiesen, die direkt mit der Finanzierung oder der Anlage in finanziellen Vermögenswerten zusammenhängen, soweit nicht eine Erfassung im Eigenkapital vorgeschrieben ist. Zinsaufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. 11. AKQUISITIONEN / UNTERNEHMENSERWERBEAkquisitionen/ Unternehmenserwerbe 2017 Akquisition der BCC GruppeZum 1. Mai 2017 hat die SNP SE 100% der Geschäftsanteile an der polnischen BCC Gruppe mit Sitz in Posen erworben. BCC zählt zu den größten SAP Partnern in Mittel- und Osteuropa und ist auf die Bereiche SAP Dienstleistungen, Softwareentwicklung und Cloud Provisioning spezialisiert. Aus Konzernrechnungslegungssicht sind 100% der Geschäftsanteile der SNP SE zum 1. Mai 2017 zuzuordnen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Einbeziehung in den Konzernabschluss 2017. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 ("Unternehmenszusammenschlüsse") nach der Erwerbsmethode. Der Geschäfts- und Firmenwert aus den Akquisitionen wird dem Segment "Professional Services" zugeordnet. Übertragene GegenleistungNachfolgend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
Der erste Kaufpreisanteil wurde im Mai 2017 aus den liquiden Mitteln bezahlt. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene KostenBei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 297 T€ für Rechts- und Beratungsgebühren und Steuern angefallen. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene SchuldenDie beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
Die BCC hat seit dem Erwerbszeitpunkt 16.368 T€ zu den Umsatzerlösen des Konzerns und 1.908 T€ zum Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse aus fortzuführender Geschäftstätigkeit auf 23.404 T€ und das Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern auf 1.131 T€ belaufen. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Von der übertragenen Gegenleistung in Höhe von 23.555 T€ wurde der erste Kaufpreisanteil in Höhe von 17.762 T€ im 1. Halbjahr 2017 bezahlt und stellt somit den Zahlungsmittelabfluss dar. Weitere 5.793 T€ werden in den folgenden drei Jahren beglichen und wurden als langfristige sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es wurden keine Eigenkapitalinstrumente für den Erwerb der Anteile ausgegeben. Aus der Transaktion resultierte ein Zufluss an finanziellen Mitteln in Höhe von 98 T€, sodass sich aus Konzernsicht per saldo ein Zahlungsmittelabfluss von 17.664 T€ ergibt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18.890 T€ umfasst den Wert erwarteter Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Mehrheitsbeteiligung an der Innoplexia GmbHMit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2017 hat die SNP SE ihre Unternehmensbeteiligung an der Innoplexia GmbH von 20% auf 80% der Geschäftsanteile ausgebaut. Ein wesentliches Ziel der Aufstockung der Beteiligung ist es, die SNP Transformationssoftware weiterzuentwickeln und auf Basis künstlicher Intelligenz und Software-Algorithmen automatisierte Handlungsempfehlungen in Transformationsprojekten zu generieren. Daneben wird Innoplexia verstärkt die etablierten Vertriebsstrukturen der SNP Gruppe sichern und sich den notwendigen Zugang zu weiteren internationalen Märkten erschließen. Aus Konzernperspektive sind 80% der Geschäftsanteile der SNP SE zum 1. Mai 2017 zuzuordnen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Einbeziehung des Geschäftsbetriebes in den Konzernabschluss 2017 im Wege der Vollkonsolidierung (bis zur Erhöhung der Geschäftsanteile erfolgte der Ausweis unter At-Equity-Beteiligungen und das Ergebnis wurde unter der Position "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" erfasst). Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 ("Unternehmenszusammenschlüsse") nach der Erwerbsmethode. Der Geschäfts- und Firmenwert aus den Akquisitionen wird dem Segment "Professional Services" zugeordnet. Übertragene GegenleistungNachfolgend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
Für den Erwerb der 20% wurde der Kaufpreis von 400 T€ im April 2016 und für den Erwerb der 60% im Mai 2017 wurde der Kaufpreis von 2.000 T€ aus den liquiden Mitteln bezahlt. Der beizulegende Zeitwert der vor dem Erwerbszeitpunkt gehaltenen Anteile beläuft sich auf 667 T€. Der Gewinn in Höhe von 267 T€ ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Von der gesamten übertragenen Gegenleistung stellt der Betrag von 2.400 T€ den fixen Kaufpreisanteil dar, von dem 400 T€ im 1. Halbjahr 2016 und 2.000 T€ der im 1. Halbjahr 2017 vollständig bezahlt wurde und somit dem Zahlungsmittelabfluss in beiden Jahren entspricht. Es wurden keine Eigenkapitalinstrumente für den Erwerb der Anteile ausgegeben. Aus der Transaktion resultierte ein Zufluss an finanziellen Mitteln in Höhe von 40 T€, sodass sich aus Konzernsicht per saldo ein Zahlungsmittelabfluss von 2.360 T€ ergibt. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene KostenBei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 11 T€ für Rechts- und Beratungsgebühren angefallen. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene SchuldenDie beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
Die Innoplexia hat seit dem Erwerbszeitpunkt 862 T€ zu den Umsatzerlösen des Konzerns und -326 T€ zum Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse des Konzerns aus fortzuführender Geschäftstätigkeit auf 1.098 T€ und das negative Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern auf -476 T€ belaufen. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.215 T€ umfasst den Wert erwarteter Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Erwerb weiterer Anteile an der SNP Transformations SEA Pte. Ltd.Der Konzern erwarb am 8. Juni 2017 weitere 30% der stimmberechtigten Anteile an der SNP Transformations SEA Pte. Ltd., wodurch sich der Anteil der SNP SE an der Gesellschaft auf 81% erhöhte. Es wurde eine Gegenleistung in Höhe von 1.031 T€ an den Inhaber von nicht beherrschenden Anteilen gezahlt. Der Buchwert des Reinvermögens der nicht beherrschenden Anteile betrug 661 T€. Der Erwerb ist als Transaktion zwischen Gesellschaftern darzustellen; es findet eine Verschiebung zwischen dem Mehrheitsgesellschafter SNP SE und den nicht beherrschenden Anteilen statt. Die nicht beherrschenden Anteile waren in Höhe von 661 T€ auszubuchen; die verbleibende Differenz in Höhe von 370 T€ mindert die Gewinnrücklagen. Akquisition der Adepcon GruppeDie SNP hat mit Wirkung zum 1. August 2017 60% der Geschäftsanteile an der südamerikanischen Adepcon Gruppe übernommen. Die restlichen 40% der Geschäftsanteile werden in den kommenden Jahren erworben. Die Adepcon-Gruppe besteht aus drei Landesgesellschaften, im Einzelnen die ADP Consultores S.R.L., Buenos Aires, Argentinien, die ADP Consultores Limitada mit Sitz in Santiago de Chile, Chile, sowie deren kolumbianische Tochtergesellschaft ADP Consultores S.A.S. mit Sitz in Bogotä. Aus Konzernperspektive sind 100% der Geschäftsanteile der SNP SE zum 1. August 2017 zuzuordnen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Einbeziehung in den Konzernabschluss 2017. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 ("Unternehmenszusammenschlüsse") nach der Erwerbsmethode. Der Geschäfts- und Firmenwert aus den Akquisitionen wird dem Segment "Professional Services" zugeordnet. Übertragene GegenleistungNachfolgend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
Der erste Kaufpreisanteil wurde im August 2017 aus den liquiden Mitteln bezahlt. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene KostenBei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 606 T€ für Vermittlungsprovisionen und Rechts- und Beratungsgebühren angefallen. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene SchuldenDie beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
Die Adepcon Gruppe hat seit dem Erwerbszeitpunkt 11.972 T€ zu den Umsatzerlösen des Konzerns und 1.135 T€ zum Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse aus fortzuführender Geschäftstätigkeit auf 21.755 T€ und das Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern auf 645 T€ belaufen. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Von der übertragenen Gegenleistung in Höhe von 15.913 T€ wurde der erste Kaufpreisanteil in Höhe von 7.733 T€ in Q3 2017 bezahlt und stellt somit den Zahlungsmittelabfluss dar. Weitere 4.900 T€ werden in den folgenden drei Jahren beglichen und wurden als kurzfristige und langfristige sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die bedingte Gegenleistung bestimmt sich nach vertraglich vereinbarten Kennzahlen der Jahre 2018 bis 2020. Sie ist nach vier Jahren fällig und in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die bedingte Gegenleistung kann je nach Erreichen der vereinbarten Kennzahlen zwischen 0 und 4 Mio. USD liegen. Es wurden keine Eigenkapitalinstrumente für den Erwerb der Anteile ausgegeben. Aus der Transaktion resultierte ein Zufluss an finanziellen Mitteln in Höhe von 1.071 T€, sodass sich aus Konzernsicht per saldo ein Zahlungsmittelabfluss von 6.662 T€ ergibt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 13.923 T€ umfasst den Wert erwarteter Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Akquisition der ERST European Retail Systems Technology GmbHDie SNP hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 100% der Geschäftsanteile an der ERST European Retail Systems Technology GmbH (ERST GmbH) aus Hamburg übernommen. Die ERST GmbH ist ein Software- und Technologieunternehmen, das sich auf Basis einer eigenen Middleware-Plattform auf den sicheren Transfer von geschäftskritischen Daten in komplexen und heterogen IT-Landschaften spezialisiert hat. Die ERST GmbH beschäftigt 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 ("Unternehmenszusammenschlüsse") nach der Erwerbsmethode. Der Geschäfts- und Firmenwert aus den Akquisitionen wird dem Segment "Professional Services" zugeordnet. Übertragene GegenleistungNachfolgend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
Der erste Kaufpreisanteil wurde im November 2017 aus den liquiden Mitteln bezahlt. Aufgrund unserer Einschätzung gehen wir von einer Zahlung der kompletten bedingten Gegenleistung aus. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene KostenBei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss keine wesentlichen Kosten angefallen. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene SchuldenDie beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
Die ERST GmbH hat seit dem Erwerbszeitpunkt 566 T€ zu den Umsatzerlösen des Konzerns und 224 T€ zum Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse aus fortzuführender Geschäftstätigkeit auf 2.274 T€ und das Konzernergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit nach Steuern auf 501 T€ belaufen. Diese Werte sind linear hochgerechnet auf Basis des Rumpfgeschäftsjahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 und des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2017. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Von der übertragenen Gegenleistung in Höhe von 2.294 T€ wurde der erste Kaufpreisanteil in Höhe von 2.220 T€ in Q4 2017 bezahlt und stellt somit den Zahlungsmittelabfluss dar. Weitere 74 T€ werden 2019 beglichen und wurden als langfristige finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen. Aus der Transaktion resultierte ein Zufluss an finanziellen Mitteln in Höhe von 754 T€, sodass sich aus Konzernsicht per Saldo ein Zahlungsmittelabfluss von 1.466 T€ ergibt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 865 T€ umfasst den Wert erwarteter Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Erfolgreiche Emission von SchuldscheindarlehenDie SNP Schneider-Neureither & Partner SE hat sich im Februar 2017 mit Kreditinvestoren über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen im Volumen von insgesamt 40,0 Mio. € geeinigt. Das Volumen verteilt sich auf fixe und variabel verzinsliche Tranchen in Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beläuft sich zum Zeitpunkt der Begebung der Schuldscheindarlehen auf 1,41% p. a. Die Schuldscheindarlehen wurden in der Bilanz abzüglich der Vermittlungsprovision und zuzüglich abgegrenzter Zinsen mit einem Wert von 39,6 Mio. € angesetzt. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Bilanzwert 39,9 Mio. €. Vorzeitige Kündigung der UnternehmensanleiheMit Wirkung zum 27. März 2017 wurde die Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A14J6N4 / WKN: A14J6N) vorzeitig gekündigt. Gemäß den Anleihebedingungen wurde die Kündigung im Bundesanzeiger und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die vollständige Rückzahlung der Anleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 10 Mio. € (Gesamtnennbetrag von bis zu 20 Mio. €) erfolgte zu einem Kurs von 103% zuzüglich der bis zum 27. März 2017 aufgelaufenen Zinsen. 12. ERGEBNIS JE AKTIE
13. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 aufgestellt. Basierend auf der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten untergliedert nach Geschäftsbereichen dargestellt.
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
2017 wurde die Berechnung der Segmentaufwendungen an die interne Berichterstattung angepasst. Die Vorjahreswerte im Segmentergebnis wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst, was dazu führte, dass sich das Ergebnis des Segments Software um 2.837 T€ verbesserte, das Ergebnis des Segments Professional Services verschlechterte sich um 1.065 T€ und die nicht segmentbezogenen Aufwendungen erhöhten sich um 1.115 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen Steuern über 658 T€ wurden komplett den beiden Segmenten zugeordnet. Zusätzlich wurde auf die Darstellung des Segmentvermögens verzichtet, da dies in der internen Berichterstattung auch nicht relevant ist. Berichterstattung nach Regionen
Die Darstellung der Berichterstattung nach Regionen wurde in 2017 von einer Landesdarstellung zu einer Regionendarstellung geändert. Die Segmentierung in operative Teilbereiche erfolgt entsprechend der internen Organisations- und Berichtsstruktur nach Geschäftsbereichen. Das Segment Software beinhaltet im Wesentlichen die Entwicklung und Vermarktung der selbst entwickelten Softwarelösung für ERP Transformationen SNP Transformation Backbone und der Erweiterung zum SNP Transformation Backbone with SAP LT, des Softwareprodukts Crystal Bridge, des SNP Interface Scanner, der Übersetzungssoftware SNP Dragoman sowie der Software SNP Data Provisioning and Masking, einer Softwarelösung zur Migration und sicheren Maskierung von produktiven ERP Daten für Tests, Trainings und für die Qualitätssicherung. Der Bereich Professional Services umfasst die Beratung bei Veränderungen im Unternehmensbereich. Dabei spielt die Management- und Projektmanagementberatung eine essenzielle Rolle im Dienstleistungsportfolio: Im Wesentlichen unterteilt sich diese Beratung auf die beiden Bereiche Business Landscape Transformation (BLT) und Business Landscape Management (BLM). Die Segmentdaten werden aus den Daten des Controllings ermittelt und basieren auf IFRS-Werten. Zur internen Steuerung des Unternehmens wird die Kennzahl EBIT (Earnings before interest and taxes) verwendet. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung eliminiert. Bestimmte Tätigkeiten wie Finanz-, Rechnungs- und Personalwesen sowie interne IT-Dienstleistungen werden ausschließlich auf Konzernebene gesteuert und überwacht. Diese werden in der Überleitung als sonstige Kosten ausgewiesen. 14. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEDie liquiden Mittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten sowie den Kassenbestand. 15. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Ausleihungen und sonstige finanzielle Forderungen bestehen aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte sowie anderen Forderungen. Zum 31. Dezember 2017 gab es keine sonstigen finanziellen Forderungen, die überfällig, aber nicht wertgemindert waren. Zum Berichtszeitpunkt liegen uns keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Forderungen vor, die nicht überfällig und nicht wertgemindert sind. 16. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Weitere Informationen zur Fälligkeitsanalyse finden Sie unter Textziffer 32. Die zum Bilanzstichtag nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten, aber noch nicht schlussabgerechneten Festpreisprojekte sind wie folgt ausgewiesen:
17. VORRÄTEBei den Vorräten handelt es sich um Softwarelizenzen, die mit Weiterveräußerungsabsicht erworben wurden. 18. SONSTIGE NICHT FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen geleistete Vorauszahlungen im Rahmen von Miet-, Support- und Lizenzverträgen. 19. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2017 und für das Vorjahr dargestellt. Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. 20. SACHANLAGENDie Entwicklung der einzelnen Posten der Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2017 und für das Vorjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt. Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. 21. NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGENIm Geschäftsjahr 2012 wurde eine Beteiligung in Höhe von 24% des Stammkapitals an der Composite Design Transformation GmbH aus Walldorf erworben. Gegenstand des Unternehmens ist die IT Beratung. Im Geschäftsjahr 2012 wurde der Beteiligungsansatz auf 1,00 € abgeschrieben. Auf Basis der aktuellen Informationen ergeben sich keine Änderungen in Bezug auf die Beurteilung der Werthaltigkeit der Beteiligung. Mit dem Erwerb der Hartung Consult GmbH im Januar 2016 hat die SNP SE 40,02% der Anteile an der Polygon Solutions GmbH aus Lünen erworben. Gegenstand des Unternehmens ist die IT-Beratung. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Beteiligungsansatz auf 1,00 € abgeschrieben, da das Management von keinen nachhaltig positiven Ergebnisbeiträgen in der Zukunft ausgeht und kein entsprechender Veräußerungspreis erzielt werden kann. Auf Basis der aktuellen Informationen ergeben sich keine Änderungen in Bezug auf die Beurteilung der Werthaltigkeit der Beteiligung. Darüber hinausgehende Risiken sind mit den Beteiligungen nicht verbunden. Die Beteiligungen sind aus Sicht des Konzerns als insgesamt unwesentlich einzustufen. 22. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN, FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE NICHT FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN22A. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITENDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen vorwiegend Abgrenzungsposten für mietfreie Zeiten. 22B. FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Im März 2015 hat die SNP Schneider-Neureither & Partner SE am Kapitalmarkt eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 10,0 Mio. € platziert. Die Teilschuldverschreibungen wurden ausschließlich im Rahmen einer Privatplatzierung qualifizierten Anlegern im In- und Ausland angeboten. Die Unternehmensanleihe war mit einem Zinssatz in Höhe von 6,25% p. a. und einer Laufzeit bis März 2020 (endfällig) ausgestattet. Die Anleihe war im Freiverkehr (Open Market) an der Frankfurter Wertpapierbörse unter der ISIN DE000A14J6N4 bzw. unter der Wertpapierkennnummer A14J6N handelbar. Im Februar 2017 wurde die Teilschuldverschreibung mit Wirkung zum 27. März 2017 vorzeitig gekündigt. Die vollständige Rückzahlung der Anleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von 10,0 Mio. € erfolgt zu einem Kurs von 103 % zuzüglich der bis zum 27. März 2017 aufgelaufen Zinsen. Die SNP Schneider-Neureither & Partner SE hat sich im Februar mit Investoren über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen im Volumen von insgesamt 40,0 Mio. € geeinigt. Das Volumen verteilt sich auf fixe und variabel verzinsliche Tranchen in Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beläuft sich zum Zeitpunkt der Begebung der Schuldscheindarlehen auf 1,41% p. a. Die Schuldscheindarlehen wurden in der Bilanz abzüglich der Vermittlungsprovision und zuzüglich abgegrenzter Zinsen mit einem Wert von 39,6 Mio. € angesetzt. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Bilanzwert 39,9 Mio. €. Die Kaufpreisverpflichtungen bestehen hauptsächlich aus zukünftigen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen von Unternehmenserwerben aus den Jahren 2016 und 2017. SNP hat Finanzierungsleasingverträge für Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasing sind durch das Eigentum des Leasinggebers an den Leasinggegenständen besichert. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen sind als Leasingverpflichtung in obiger Tabelle angegeben. Sicherheiten für finanzielle Verbindlichkeiten werden nicht gestellt. Stattdessen werden branchenübliche Covenants vereinbart, an welche Kündigungsmöglichkeiten geknüpft sind. Die den Covenants zugrunde liegenden Finanzkennzahlen konnten in 2017 allesamt erfüllt werden. 22C. SONSTIGE NICHT FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die mitarbeiterbezogenen Verbindlichkeiten betreffen überwiegend Urlaubs- und Bonusverpflichtungen sowie Verpflichtungen für mitarbeiterbezogene soziale Abgaben. 23. RÜCKSTELLUNGEN
24. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE UND STEUERSCHULDENDie Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern. ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt zum Bilanzstichtag und im Vorjahr unverändert 30% und errechnet sich wie folgt:
Für die Ermittlung der steuerlichen Auswirkungen betreffend die Tochtergesellschaft SNP Transformations Inc., Jersey City, NJ, USA, wurde infolge des "Tax Cub and Jobs Act", der zum 1. Januar 2018 wirksam wird, der Steuersatz von 35,0% im Vorjahr auf 25,75% im Berichtsjahr reduziert. Die direkt im Eigenkapital unter den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals erfassten latenten Steuern sind aus der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich und stellen sich wie folgt dar:
SteuerüberleitungsrechnungDie folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand:
Aktive und passive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind in der unten stehenden Tabelle dargestellt:
Die Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2017 betrifft die Muttergesellschaft (1.099 T€) sowie die deutsche Tochtergesellschaft Innoplexia GmbH (164 T€) und die ausländischen Einheiten SNP Transformations Inc., Jersey City, NJ, USA, (372 T€), Hartung Informational System Co., Ltd. Shanghai, China, (160 T€) und die SNP Transformations SEA Pte. Ltd. Singapur (76 T€). Die Verlustvorträge in Deutschland, China und Singapur sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In den USA können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre vorgetragen werden. Im Geschäftsjahr 2017 haben sich die steuerlichen Verlustvorträge erhöht. Die Planung geht von einem positiven steuerlichen Ergebnis in den Folgejahren aus. Es wird deshalb erwartet, dass die steuerlichen Verlustvorträge in den nächsten Jahren wieder abgebaut werden. Hinsichtlich der Nutzung der bilanzierten Steuervorteile aus Verlustvorträgen wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den positiven Auftragserwartungen zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den Einzelgesellschaften gerechnet. Die Tochtergesellschaften in den USA und Singapur weisen eine steuerliche Verlusthistorie auf. Bedingt durch die signifikant positive Umsatzprognose für die USA sowie Kosteneinsparungsmaßnahmen, die neue zentrale Leitungs- und Führungsstruktur für den Gesamtkonzern und den Austausch des lokalen verantwortlichen Managements und vertriebliche Maßnahmen wird in Höhe der angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen in absehbarer Zeit von entsprechend zu versteuernden Ergebnissen ausgegangen. Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines Planungshorizonts von fünf Jahren wahrscheinlich ist, dass zukünftig verrechenbares steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im Berichtsjahr enstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.747 T€ (i. Vj. 2.110 T€) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
25. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENDie Pensionsrückstellungen betreffen Abfertigungsrückstellungen der SNP Austria GmbH, die für Mitarbeiter aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in Österreich zu bilden sind, sowie Zusagen an einen der Vorstände und den im Jahre 2011 ausgeschiedenen Finanzvorstand der Muttergesellschaft. Zusätzlich wurden durch den Erwerb der RSP GmbH auch deren Pensionsrückstellungen übernommen. Diese Rückstellungen wurden in 2017 erst auf die SNP Transformations Deutschland GmbH und später teilweise auf die SNP SE übertragen. Laufende Pensionszahlungen fallen zurzeit nur bei der SNP Transformations Deutschland GmbH an. Im Geschäftsjahr 2006 wurde eine Rückdeckungsversicherung zur Deckung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen an die beiden Bezugsberechtigten der SNP SE abgeschlossen. Die Rückdeckungsversicherung wurde zugunsten der Bezugsberechtigten verpfändet. Auch bei der von der RSP GmbH auf die SNP SE übertragenen Rückstellung gibt es eine Rückdeckungsversicherung, die zugunsten der Bezugsberechtigten verpfändet ist. Aus den leistungsorientierten Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses waren folgende Beträge im Konzernabschluss enthalten:
Die Kosten für leistungsorientierte Pläne setzen sich wie folgt zusammen:
* Der Ausweis in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
erfolgt unter "Sonstige finanzielle Aufwendungen"
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der DBO detalliert dargestellt:
Die detaillierte Überleitung der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
* In Abhängigkeit der Dienstjahre.
Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. SensitivitätsanalyseEine Veränderung der oben genannten Grundannahmen bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätte die DBO zum 31. Dezember 2017, wie nachfolgend dargelegt, erhöhend bzw. mindernd beeinflusst:
Am 31. Dezember 2017 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen bei ca. 17 Jahren (Vorjahr: 18 Jahre). Die für 2018 sowie die darauffolgenden neun Jahre erwarteten Arbeitgeberbeiträge zu den Planvermögen betragen jährlich 17 T€. Die in den nächsten Jahren erwarteten Leistungszahlungen betreffen die Mitarbeiter der SNP Austria GmbH aus Abfertigungsrückstellungen und der SNP Transformation Deutschland GmbH aus Rentenzahlungen. Die tatsächlichen Auszahlungen sind vom Eintreten weiterer Voraussetzungen abhängig. Im Durchschnitt wird für die nächsten zehn Jahre eine jährliche Zahlung von 873 T€ erwartet. 26. EVENTUALVERBINDLICHKEITENNeben den in der Bilanz aufgeführten Rückstellungen bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. €. Diese Eventualverbindlichkeiten umfassen höhere als die als finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesenen Kaufpreisraten im Zusammenhang mit der Akquisition der polnischen BCC Gruppe (jetzt: SNP Poland), sollte SNP nicht zu den vertraglich festgelegten frühesten Zahlungsterminen zahlen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsverzögerung wird als sehr gering eingeschätzt. 27. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDie passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen Vorauszahlungen von Kunden für Wartungsverträge. 28. GEZEICHNETES KAPITALDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2017 5.474.463,00 € (i. Vj. 4.976.786,00 €) und besteht aus 5.474.463 (i. Vj. 4.976.786) auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form nennwertloser Stückaktien der SNP Schneider-Neureither & Partner SE mit einem rechnerischen Nennbetrag von jeweils 1,00 €. Im Juli 2017 wurde das gezeichnete Kapital im Rahmen einer Barkapitalerhöhung von 4.976.786,00 €, eingeteilt in 4.976.786 auf den Inhaber lautende Stückaktien, unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 497.677,00 € bzw. 497.677 Aktien auf insgesamt 5.474.463,00 €, eingeteilt in 5.474.463 Aktien, erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem Preis von 37,65 € je Aktie emittiert und sind für das Geschäftsjahr 2017 beginnend am 1. Januar 2017 gewinnanteilsberechtigt. 29. GENEHMIGTES KAPITALDer Verwaltungsrat ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. Mai 2020 um bis zu insgesamt 630.304 € gegen Bar- oder Sacheinlagen durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das genehmigte Kapital 2015 hatte eine ursprüngliche Höhe von bis zu 1.869.030 € und wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr teilweise ausgenutzt. In der Folge stieg das Grundkapital um 1.238.726 € bzw. 1.238.726 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie auf insgesamt 4.976.786 €, eingeteilt in 4.976.786 Aktien. Der Verwaltungsrat ist ferner ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31. Mai 2022 um bis zu insgesamt 497.680 € gegen Bar- oder Sacheinlagen durch ein oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Das genehmigte Kapital 2017 hatte eine ursprüngliche Höhe von bis zu 995.357 € und wurde im Geschäftsjahr 2017 teilweise ausgenutzt. In der Folge stieg das Grundkapital um 497.677 € bzw. 497.677 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie auf insgesamt 5.474.463 €, eingeteilt in 5.474.463 Aktien. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in vier Fällen auszuschließen: Erstens, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; zweitens, wenn die neuen Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen, gegen Sacheinlage ausgegeben werden; drittens nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis den Börsenpreis der bereits notierten Aktie zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung nicht wesentlich unterschreitet; und viertens, soweit erforderlich, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien zu gewähren. Bedingtes KapitalDas Grundkapital ist um bis zu 1.869.030,00 €, eingeteilt in bis zu Stück 1.869.030 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Verwaltungsrates durch Hauptversammlungsbeschluss vom 21. Mai 2015 bis zum 20. Mai 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht jeweils ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien der Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde kein Gebrauch davon gemacht. Eigene AnteileDie Gesellschaft wurde von der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Im August 2011 hatte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm von zunächst bis zu 4.000 Aktien beschlossen, dies entspricht ca. 0,35% des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft. Im Rahmen dieses Rückkaufprogramms wurden im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 3.472 Aktien zu einem Preis von 210.398 € und im Januar 2012 insgesamt 528 Aktien zu einem Preis von 35.894 € erworben. Im Februar 2012 hat der Vorstand beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm fortzusetzen und bis zu 4.000 weitere Stückaktien der Gesellschaft über die Börse zu erwerben, das entspricht weiteren ca. 0,35% des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2012 wurden davon insgesamt weitere 2.551 Aktien zum Preis von 133.133,22 € erworben. Im Geschäftsjahr 2013 wurden weitere 743 Aktien zum Preis von 35.224,97 € zugekauft. Das Aktienrückkaufprogramm endete im Februar 2013 mit 7.294 erworbenen Anteilen. Die Anschaffungskosten für die in der Summe 7.294 Anteile in Höhe von 414.650,19 € sind nach IAS 32.33 als Negativposten im Eigenkapital ausgewiesen. Nach Zuteilung der Berichtigungsaktien (Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von der Hauptversammlung am 16. Mai 2013 beschlossen) beträgt der aktuell gehaltene Aktienbestand 21.882 Aktien. Die Gesellschaft wurde von der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 für die kommenden fünf Jahre ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung ausstehenden Grundkapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum 31. Dezember 2017 kein Gebrauch gemacht. Erworbene eigene Anteile wurden zu anschaffungskosten erfasst und vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Wertpapierkennnummer für die Aktien lautet 720 370, ISIN: DE0007203705. 30. GEWINNRÜCKLAGEN UND KAPITALRÜCKLAGENZur Veränderung der Gewinnrücklagen verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel. Die Kapitalrücklage hat sich auf 54.260.325,48 € (i. Vj. 36.331.446,56 €) erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der Ausgabe von 497.677 neuen auf den Inhaber lautendn Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie. Das gezeichnete Kapital wurde damit pro ausgegebene Aktie um 1,00 € erhöht, der übersteigende Betrag in Höhe von 18.239.862,05 € erhöhte die Kapitalrücklage. Diese Erhöhung der Kapitalrücklage würde gekürzt um die Kosten der Kapitalerhöhung in Höhe von 444.262,13 € vermindert um passive latenten Steuern mit 133.279 €. Insgesamt sind in den Kapitalrücklagen Kosten der Kapitalerhöhungen von 1.658.456,96 € vermindert um passive latene Steuern von 497.537,09 € verrechnet worden. GewinnverwendungsvorschlagDer Verwaltungsrat prüfte den Jahres- und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht der SNP SE und des Konzerns sowie den Vorschlag der Geschäftsführenden Direktoren zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Verwaltungsrat hat sich in Gegenwart der Abschlussprüfer intensiv mit den wesentlichen Prüfungssachverhalten, mit dem Abschluss und dem Gewinnverwendungsvorschlag befasst. Daraufhin hat der Verwaltungsrat den Jahresabschluss 2017 und den Konzernabschluss 2017 festgestellt und gebilligt. Mit Blick auf die am 30. Mai 2018 stattfindende Hauptversammlung fasste der Verwaltungsrat einen Beschluss zur Gewinnverwendung. Demnach soll angesichts eines Konzernverlustes in Höhe von -2,5 Mio. € keine Dividende ausgeschüttet werden. Der Bilanzgewinn in Höhe von 0,6 Mio. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Auf diese Weise will die SNP SE die Kapitalbasis der Gesellschaft stärken. 31. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILEDer Posten betrifft 19% Fremdanteile an den Tochtergesellschaften SNP Transformations SEA) Pte. Ltd. und SNP Transformations Sdn Bhd, die im Geschäftsjahr 2016 erstmals konsolidiert wurden. Im Jahr 2017 wurden die Anteile von 51 % auf 81 % aufgestockt. Weiterhin bestehen 20% Fremdanteile an der SNP Applications Singapore Private Limited, die 2016 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Außerdem bestehen 20% Fremdanteile an der Innoplexia GmbH. Hier hat man im Geschäftsjahr 2017 die Anteile von 20% auf 80% erhöht. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf alle Gesellschaften, bei denen Minderheiten bestehen. Bei den Angaben handelt es sich um Informationen vor Eliminierung, die zwischen den anderen Unternehmen des Konzerns vorgenommen werden.
32. FINANZINSTRUMENTEZielsetzungen und Methoden des FinanzrisikomanagementsIm Geschäftsjahr 2017 hat SNP in großem Umfang in anorganisches Wachstum investiert. Aus einem negativen Periodenergebnis, sowie vor allem einem wachtumsbedingten Aufbau des Forderungsbestands resultierte zudem ein negativer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Die Finanzierung des Wachstums sowie der hohen Investitionen in 2017 erfolgte über die Kapitalerhöhung in Höhe von 18.293 T€ sowie die Aufnahme von Schuldscheindarlehen über 40.000 T€. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verbindlichkeiten, die zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit beitragen, in Form von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Dem stehen verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, gegenüber. Das Management überwacht und steuert fortlaufend die Finanzierung und die Kapitalstruktur im Konzern. Hierzu dienen u. a. auch die Kenngrößen "Verschuldungsgrad" und "Eigenkapitalquote". Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vornehmen. Zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien oder Verfahren zur Überwachung der Finanzierung und zur Steuerung der Kapitalstruktur vorgenommen. In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurde kein Handel mit Derivaten betrieben. Die sich aus Finanzinstrumenten ergebenden möglichen Risiken umfassen zinsbedingte Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Der Konzern überwacht laufend diese Risiken und setzt Einzelrisiken ins Verhältnis zum gesamten Risikoexposure, um Risikokonzentrationen festzustellen. Die Unternehmensleitung beschließt bei Bedarf Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden. KreditrisikoDer Konzern schließt Geschäfte mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Es wird keine Kreditierung ohne vorherige Prüfung und Genehmigung nach der aktuellen, durch den Vorstand festgelegten Befugnisregelung vorgenommen. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen. Bei Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. In der nachfolgenden Tabelle ist das Kredit- und Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:
Die Dauer der Überfälligkeit der nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entweder bezahlt oder es handelte sich im Wesentlichen um bonitätsmäßig erstrangige Kunden. LiquiditätsrisikoDer Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses im Rahmen der laufenden Cashflow-Planung und -Überwachung. Das wichtigste Ziel lautet, eine Mindestliquidität sicherzustellen, um jederzeit Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Ein hoher Bestand an flüssigen Mitteln und marktgängigen Wertpapieren bildet daher eine strategische Reserve, die dazu beiträgt, SNP flexibel, solvent und unabhängig zu halten. Neben dem effektiven Management des Kapitaleinsatzes und der liquiden Mittel hat SNP das Liquiditätsrisiko, das aus der normalen Geschäftstätigkeit und der Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen erwächst, durch eine angemessene Einrichtung von Kreditlinien bei verschiedenen Kreditinstituten verringert, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können.
Die Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns weisen nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf:
Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Beizulegender ZeitwertDie nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente: Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden:
Die Finanzverbindlichkeiten betreffen Bankdarlehen und Schuldscheindarlehen, die variabel verzinst werden. Darüber hinaus zu erwähnen sind:
MarktpreisrisikoZinsrisikomanagementDer Konzern finanziert sich einerseits aus dem operativen Cashflow. Zur Finanzierung des organischen und anorganischen Wachstums hat SNP darüber hinaus verzinsliches Fremdkapital in Form von einem Bankdarlehen und Schuldscheindarlehen aufgenommen. Das Bankdarlehen wird mit einem festen Basiszinsatz sowie einem variablen sich am Euribor orientierenden Zinssatz verzinst. Die Verzinsung der verschiedenen Tranchen des Schuldscheindarlehens verteilt sich auf fixe und variable Zinsen, wobei sich die variablen Zinsen auch am Euribor orientieren. Änderungen der Marktzinssätze können infolgedessen zu einem höheren Zinsaufwand führen. Liegt der 6-Monats-Euribor im positiven Bereich, so erhöht eine Erhöhung des 6-Monats-Euribor um 50 Basispunkte den Zinsaufwand um 0,1 Mio. €, p. a. Die Entwicklung der Marktzinssätze und die Notwendigkeit adäquater Absicherungsmaßnahmen wird seitens des Managements fortlaufend überprüft. WährungsrisikoDie Konzernunternehmen wickeln ihre operativen Geschäfte in der jeweiligen funktionalen Währung ab, so dass das entsprechende Fremdwährungsrisiko als gering einzustufen ist. Währungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus konzerninternen Leistungsbeziehungen. WährungsrisikomanagementDie funktionale Währung des Konzerns und die Darstellungswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Aus der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns außerhalb der Eurozone folgt, dass mit den operativen Geschäften und Finanztransaktionen Wechselkursschwankungen verbunden sind. Wechselkursrisiken, die durch Aufträge und Kreditvergaben an Tochtergesellschaften außerhalb des Euroraums entstehen, beziehen sich dabei im Wesentlichen auf die absolute Höhe der in Euro berichteten Kennzahlen. Die Entwicklung der Währungskurse und die Notwendigkeit adäquater Absicherungsmaßnahmen wird seitens des Managements fortlaufend überprüft. Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen diesesr Netto-Vermögenswerte spiegeln sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Kozerns wider. Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses für den Fall dar, dass die jeweilige funktionale Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung um 10% auf- bzw. abgewertet würde:
AktienkursrisikoWir sind einem Aktienkursrisiko bezüglich unserer anteilsbasierten Vergütungen ausgesetzt. Anteilsbasierte Vergütungen bestehen jedoch bei SNP nur in wenigen Einzelfällen. SNP sichert sich aufgrund des damit verbundenen geringeren Risikos nicht gegen Zahlungsstromrisiken aus diesen Programmen ab. IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse in Frage. Zum 31. Dezember 2017 sowie zum 31. Dezember 2016 hatte der Konzern keine mit Aktienkursrisiken verbundene Finanzinstrumente im Bestand. Aufgrund der unwesentlichen Höhe des Aktienkursrisikos wurde auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet. 33. KAPITALMANAGEMENT
Der Konzern verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Aktionäre, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller weiteren Abschlussadressaten zu wahren. Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den gehaltenen Vermögenswerten. Der Konzern steht für die Strategie einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich zum 31. Dezember 2017 auf 39,1% (i. Vj. 54,9%). 34. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG MIT BARAUSGLEICHLong Term Incentive Plan (LTI-Plan) 2017 - 2019SNP hat 2017 einen LTI-Plan 2017 - 2019 für die geschäftsführenden Direktoren aufgelegt. Der Plan ist an die Marktkapitalisierung der SNP SE im Jahre 2019 gekoppelt. Der Auszahlungsanspruch ermittelt sich danach wie folgt: Übersteigt die Marktkapitalisierung auf Basis des höchsten 60-Handelstagedurchschnitt (Xetra) in 2019 die Untergrenze von 250 Mio. €, so berechnet sich die Auszahlung aus der Subtraktion eines Basiswertes in Höhe von 200 Mio. € von der so ermittelten Marktkapitalisierung. Das Ergebnis wird mit einem Prozentsatz von 0,3% (CEO) bzw. 0,2% (COO) multipliziert. Übersteigt die Marktkapitalisierung den Wert von 400 Mio. € erfolgt eine Anhebung des angewendeten Prozentsatzes auf 0,45% (CEO) bzw. 0,3% (COO). Die Marktkapitalisierung ist bei einem Betrag von 500 Mio. € gedeckelt. Im Falle einer Kapitalerhöhung werden Basiswert und Untergrenze prozentual entsprechend der prozentualen Kapitalerhöhung nach oben angepasst. Beizulegende Zeitwerte und Annahmen am Jahresende 2017:
Die Volatilität wurde errechnet auf Grundlage des 60-Tage Moving Averages für die Renditen der SNP Aktie des Jahres 2017. In Summe wurden 2017 für den LTI-Plan 2017-2019 anteilig 28 T€ im Personalaufwand erfasst. 35. FESTPREISPROJEKTE - POC-PROJEKTE (PERCENTAGE OF COMPLETION)Umsatzerlöse, die sich auf zum 31. Dezember 2017 noch nicht abgeschlossene Festpreisprojekte beziehen, betragen 14.924 T€ (i. Vj. 5.381 T€) und entsprechen den angefallenen Kosten zuzüglich des anteilig realisierbaren Gewinns. Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen für das Geschäftsjahr 2017 betragen insgesamt 122,3 Mio. € (i. Vj. 80,7 Mio. €). 36. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
37. MATERIALAUFWANDEs handelt sich um Kosten für den Einkauf externer Berater zur Durchführung von Projekten (Aufwendungen für bezogene Leistungen) und um den Einkauf von Fremdlizenzen zum Weiterverkauf. 38. PERSONALAUFWANDIm Personalaufwand sind Aufwendungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme in Höhe von 295 T€ (i. Vj. 293 T€) erfasst (ohne Versicherungsbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung). Die Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen betrugen 4.090 T€ (i. Vj. 2.984 T€). Im Personalaufwand sind Zahlungen für Abfindungen in Höhe von 153 T€ (i. Vj. 91 T€) enthalten. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer hat sich im Konzern wie folgt entwickelt:
39. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: Die Finanzschulden haben sich wie folgt entwickelt:
40. FINANZERGEBNISIm Finanzergebnis sind hauptsächlich Zinsaufwendungen und -erträge sowie Auszahlungen an ehemalige Anteilseigner enthalten. 41. KAPITALFLUSSRECHNUNGIm Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Posten enthalten: gezahlte Zinsen in Höhe von 855 T€ (i. Vj. 1.107 T€), erhaltene Zinsen in Höhe von 57 T€ (i. Vj. 149 T€), gezahlte Ertragsteuern in Höhe von 1.366 T€ (i. Vj. 412 T€) und erhaltene Ertragsteuern in Höhe von 56 T€ (i. Vj. 0 T€). Im Cashflow aus Investitionstätigkeit sind Auszahlungen für Unternehmenserwerbe in Höhe von 28.783 T€ (i.Vj. 5.522 T€) enthalten. Wir verweisen hierzu auf die Angaben zu den Unternehmenserwerben unter 11. Akquisitionen / Unternehmenserwerbe. In den zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen sind Veränderungen der latenten Steuern in Höhe von -514 T€ (i.Vj. 691 T€) und übrige Positionen in Höhe von 40 T€ (i.Vj. -175 T€) enthalten. Die Finanzschulden haben sich wie folgt entwickelt:
Die Aufnahme der Schuldscheindarlehen beinhaltet den tatsächlichen Zufluss in Höhe von 40.000 T€ abzüglich der für den Vertragsabschluss fälligen Gebühr in Höhe von 394 T€. In den sonstigen Zahlungen handelt es sich insbesondere um Zinszahlungen und Gebühren. Bei den zahlungsunwirksamen Abgrenzungen handelt es sich insbesondere um abgegrenzte Zinsaufwendungen. SONSTIGE ANGABEN42. MITGLIEDER DES VORSTANDS BZW. GESCHÄFTSFÜHRENDE DIREKTOREN / MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS BZW. VERWALTUNGSRATSGemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 und der Eintragung in das Handelsregister vom 6. Dezember 2017 ist die SNP Schneider-Neureither & Partner AG formwechselnd in die SNP Schneider-Neureither & Partner SE umgewandelt worden. Bis zur Umwandlung wurde die Gesellschaft entsprechend den Vorschriften des Aktiengesetzes durch den Vorstand geleitet. Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und beriet ihn in seinen Leitungsaufgaben. Mit der Umwandlung wird die Gesellschaft durch den Verwaltungsrat geleitet, der die Grundlinien der Geschäftstätigkeit bestimmt und deren Umsetzung durch die geschäftsführenden Direktoren überwacht. Der Aufsichtsrat bestand bis zum 6. Dezember 2017 aus den folgenden Mitgliedern: Dr. Michael Drill (Vorsitzender), Gerhardt Burckhardt (Stellv. Vorsitzender) und Rainer Zinow. Der Verwaltungsrat setzt sich gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Dr. Andreas Schneider-Neureither, Dr. Michael Drill, Gerhardt Burckhardt und Rainer Zinow. Der Vorstand setzte sich bis zum 6. Dezember 2017 aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Dr. Andreas Schneider-Neureither (Vorsitzender) und Henry Göttler. Zwischen den beiden ehemaligen Vorstandsmitgliedern und den Geschäftsführenden Direktoren bestand bis zum 16. März 2018 Personenidentität; seitdem ist Dr. Andreas Schneider-Neureither alleiniger geschäftsführender Direktor. 43. TRANSAKTIONEN UND BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENNach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" müssen Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Vorschüsse oder Kredite an Geschäftsführende Direktoren oder zugunsten dieser Personen eingegangene HaftungsverhältnisseZum 31. Dezember 2017 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse gegenüber geschäftsführenden Direktoren. Des Weiteren ging die SNP SE auch keine Haftungsverhältnisse zugunsten von geschäftsführenden Direktoren im Berichtsjahr ein. Rückstellungen für Pensionszusagen gegenüber geschäftsführende DirektorenFür die Pensionszusagen gegenüber Herrn Dr. Andreas Schneider-Neureither und Frau Petra Neureither (CFO bis 19. Mai 2011) hat die SNP SE Pensionsrückstellungen gemäß IFRS in Höhe von 225 T€ (i. Vj. 256 T€) gebildet. Für die Pensionsverpflichtungen wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Sonstige TransaktionenDie SNP SE hat mehrere Mietverträge über Büroräume und Stellplätze für Pkw zwischen dem Verwaltungsratsvorsitzenden (gleichzeitig geschäftsführender Direktor) sowie nahestehenden Unternehmen abgeschlossen. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt zu Konditionen wie mit fremden Dritten. Im Geschäftsjahr 2017 fielen dafür Aufwendungen von 411 T€ (i. Vj. 412 T€) an, zum 31. Dezember 2017 bestanden keine offenen Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte der Verkauf von Vermögenswerten an den Verwaltungsratsvorsitzenden (gleichzeitig geschäftsführender Direktor) in Höhe von 19 T€ (i. Vj. 0 €) und an sonstige nahestehende Personen in Höhe von 5 T€ (i. Vj. 0 €) zu Konditionen wie mit fremden Dritten. Mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden erfolgte im Geschäftsjahr 2017 die Übernahme von Verbindlichkeiten durch die SNP SE für dessen Rechnung in Höhe von 35 T€ (i. Vj. 0 €), zum Stichtag waren diese Verbindlichkeiten offen, sämtliche Transaktionen sind fremdvergleichsfähig. Alle Beträge im Zusammenhang mit diesen Transaktionen waren für SNP SE unwesentlich. Ausführliche Informationen über die Vergütung unserer geschäftsführenden Direktoren und Verwaltungsratsmitglieder finden Sie im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts. 44. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDie Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten im Wesentlichen die Mietverträge über die Büroräume sowie Leasingvereinbarungen, immaterielle Vermögensgegenstände und Pkws. In den kommenden Geschäftsjahren sind folgende Zahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen vertraglich verpflichtend:
45. RISIKEN AUS RECHTSSTREITIGKEITENZum 31. Dezember 2017 ist im Wesentlichen eine Rechtsstreitigkeit mit der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen anhängig. SNP ist Beklagte in einem Rechtsstreit mit zwei ehemaligen Mitarbeitern, deren Beschäftigungsverhältnis bereits nach kurzer Zeit beendet worden ist. Die Klageforderung ist derzeit nicht bestimmt und wird von den Klägern auf bis zu einem oberen sechsstelligen Euro-Betrag geschätzt. Die Beklagte hält die Klage für unbegründet und verteidigt sich entschieden gegen diese. Der erste Verhandlungstermin ist auf Ende 2018 angesetzt. 46. GEZAHLTE UND VORGESCHLAGENE DIVIDENDENWährend des Geschäftsjahres 2017 wurde eine Dividende für 2016 in Höhe von 1.932.412,56 € beschlossen und ausgeschüttet (i. Vj. 1.263.500,52 €). Die Dividende betrug 0,39 € je Aktie. Im Vorjahr betrug die Dividende 0,34 € (angepasst um die höhere Aktienzahl nach der Kapitalerhöhung 2016: 0,26 € je Aktie). Mit Blick auf die am 30. Mai 2018 stattfindende Hauptversammlung fasste der Verwaltungsrat einen Beschluss zur Gewinnverwendung. Demnach soll angesichts eines Konzernverlustes in Höhe von -2,7 Mio. € keine Dividende ausgeschüttet werden. Der Bilanzgewinn in Höhe von 0,6 Mio. € soll auf eigene Rechnung vorgetragen werden. Auf diese Weise will die SNP SE die Kapitalbasis der Gesellschaft stärken. 47. PRÜFUNGS- UND BERATUNGSGEBÜHRENIm Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen des Konzernprüfers für die Abschlussprüfung 55 T€ (i. Vj. 62 T€), für Steuerberatung 0 T€ (i. Vj. 98 T€) sowie für andere Beratungsleistungen 10 T€ (i. Vj. 47 T€). 48. NACHTRAGSBERICHTIm Januar 2018 hat SNP eine Reorganisation und Re-strukturierung der nordamerikanischen Tochtergesellschaft SNP Transformations, Inc. beschlossen. Im Zuge der Reorganisation werden im 1. Halbjahr 2018 bis zu 25 Vollzeitstellen abgebaut. SNP rechnet mit Einspareffekten in unterer einstelliger Millionenhöhe. Die Maßnahmen betreffen sowohl die operativen als auch die administrativen Bereiche, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz in allen Bereichen dauerhaft verbessert werden soll. Darüber hinaus werden Zentralfunktionen zusammengelegt, die bisher an verschiedenen Standorten angesiedelt waren. 49. CORPORATE GOVERNANCEVorstand und Aufsichtsrat haben die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Diese ist auf der Internetseite des Unternehmens unter www.snpgroup.com/de/investor-relations/corporate-governance zugänglich gemacht.
Heidelberg, 26. März 2018 Der geschäftsführende Direktor Dr. Andreas Schneider-Neureither Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Heidelberg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der SNP Schneider-Neureither & Partner SE und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SNP Schneider-Neureither & Partner SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. IDENTIFIKATION UND BEWERTUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE IM RAHMEN DER UNTERNEHMENSERWERBEZu den allgemeinen Angaben zum Erwerb der BCC Gruppe, der Innoplexia GmbH sowie der Adepcon-Gruppe und der ERST Retail Systems Technology GmbH verweisen wir auf die Konzernanhangangaben unter "6. Konsolidierungskreis". Angaben zu den angesetzten immateriellen Vermögenswerten finden sich in "11. Akquisitionen / Unternehmenserwerbe". Risiko für den AbschlussZum 1. Mai 2017 erwarb die SNP Schneider-Neureither & Partner SE alle Anteile an der polnischen BCC Gruppe sowie weitere 60% an der Innoplexia GmbH. Die Adepcon Gruppe wurde zum 1. August 2017 erworben. Der Erwerb der ERST European Retail Systems Technology GmbH fand zum 1. Oktober 2017 statt. Insgesamt betrugen die Kaufpreise EUR 44,4 Mio. Im Rahmen der Unternehmenserwerbe wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 7,5 Mio. identifiziert und angesetzt. Zur Bestimmung und Bewertung der erworbenen identifizierten immateriellen Vermögenswerte hat die SNP Schneider-Neureither & Partner SE einen externen Sachverständigen eingesetzt. Identifikation und Bewertung der erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind komplex und beruhen auf ermessensbehafteten Annahmen, die die Höhe der nach kapitalwertorientierten Verfahren ermittelten beizulegenden Zeitwerte und damit die Höhe des verbleibenden Geschäfts- und Firmenwertes wesentlich beeinflussen. Die wesentlichen Annahmen betreffen die künftige Umsatzentwicklung der erworbenen Unternehmen sowie die Annahmen für die Bestimmung der Diskontierungszinssätze. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die erworbenen immateriellen Vermögenswerte unzutreffend identifiziert bzw. fehlerhaft bewertet sind. Unsere Vorgehensweise bei der PrüfungUnter Einbezug unserer eigenen Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem das Vorgehen bei der Identifikation immaterieller Vermögenswerte und die angewandten Bewertungsmethoden beurteilt. Außerdem haben wir die Angemessenheit der wesentlichen Bewertungsannahmen und die Ableitung der Diskontierungszinssätze, insbesondere die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, untersucht. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Kompetenz, Fähigkeiten und Objektivität des von der SNP Schneider-Neureither & Partner SE beauftragten unabhängigen Sachverständigen gewürdigt. Die der Bilanzierung der identifizierten immateriellen Vermögenswerte zugrunde liegende Ermittlung der diskontierten Zahlungsüberschüsse haben wir methodisch und rechnerisch nachvollzogen. Unsere SchlussfolgerungenDas Vorgehen zur Identifikation der erworbenen immateriellen Vermögenswerte ist sachgerecht. Die im Rahmen der Unternehmenserwerbe der BCC Gruppe, der Innoplexia GmbH sowie der Adepcon-Gruppe und der ERST Retail Systems Technology GmbH verwendeten Bewertungsmethoden zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und die der Bewertung der erworbenen immateriellen Vermögenswerte zugrunde gelegten wesentlichen Annahmen und Parameter sind angemessen. WERTHALTIGKEIT DER GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTEZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen sowie den durchgeführten Wertminderungstests verweisen wir auf die Konzernanhangangaben unter "9. Verwendung von Schätzungen" sowie "10. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Risiko für den AbschlussDie Geschäfts- und Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2017 EUR 56,1 Mio. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 36,5%. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Professional Services auf Werthaltigkeit überprüft. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe von ermessensbehafteten Faktoren. Die bedeutsamsten Annahmen betreffen die erwarteten künftigen Umsatzerlöse, die geplante Ergebnismarge sowie den verwendeten Diskontierungszinssatz. Als Ergebnis des durchgeführten Wertminderungstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die Geschäfts- und Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Professional Services nicht werthaltig sind. Unsere Vorgehensweise bei der PrüfungAuf Grundlage der Erläuterungen der Planungsverantwortlichen haben wir den Planungsprozess und die wesentlichen verwendeten Annahmen gewürdigt. Anhand der verfügbaren Informationen haben wir beurteilt, ob die in den Planungen enthaltenen wesentlichen Planwerte und die zugrundeliegenden Annahmen angemessen sind. Zusätzlich haben wir uns auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter gestützt. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Professional Services haben wir die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit der vorliegenden Planung abgeglichen. Ferner haben wir uns durch einen retrospektiven Vergleich der Planwerte (z.B. Umsatzerlöse) aus vergangenen Jahren mit den tatsächlich eingetretenen Ist-Werten von der Planungssicherheit überzeugt. Die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Annahmen und Parameter, insbesondere Marktrisikoprämie und Betafaktor, haben wir gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Des Weiteren haben wir eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung der wesentlichen Annahmen der Bewertung einschätzen zu können. Die Berechnungsmethode des Werthaltigkeitstests haben wir beurteilt und die Ermittlung der diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse rechnerisch nachvollzogen. Unsere SchlussfolgerungenDie dem Werthaltigkeitstest der Geschäfts- und Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Professional Services zugrunde liegende Bewertungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die dem Werthaltigkeitstest zugrunde liegenden bedeutsamsten Annahmen sind angemessen. REALISIERUNG DER UMSATZERLÖSE AUS PROFESSIONAL SERVICESZu den Angaben zur Realisierung der genannten Umsatzerlöse verweisen wir auf die Ausführungen unter "9. Verwendung von Schätzungen" sowie "35. Festpreisprojekte - POC (Percentage of Completion) -Projekte". Risiko für den AbschlussDie Gesellschaft weist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus Professional Services von EUR 98,3 Mio. aus. Der Anteil der Erlöse aus Professional Services an den gesamten Umsätzen des Konzerns beträgt 80,4%. Die zutreffende Erfassung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss ist für die wirtschaftliche Lage des Konzerns von besonderer Bedeutung. Die Realisierung der Beratungserlöse ist abhängig von komplexen vertraglichen Vereinbarungen, sodass sich unterschiedliche Realisierungszeitpunkte ergeben. Die Gesellschaft erbringt zum einen Beratungsleistungen, die anhand der von den Mitarbeitern erfassten Stunden nach Leistungserbringung (Aufwandsprojekte) abgerechnet und realisiert werden. Daneben werden langfristige Projektaufträge auf Basis von Werkverträgen durchgeführt, deren Umsatzrealisierung auf Basis des Fertigstellungsgrades nach Leistungsfortschritt (Percentage of Completion-Methode) erfolgt. Für langfristige Projektaufträge wird der Fertigstellungsgrad und damit der Umfang der Umsatzrealisation durch Gegenüberstellung von geleisteten und insgesamt erwarteten Stunden des Projekts ermittelt. Die insgesamt erwarteten Stunden für die Fertigstellung des Projekts erfordern dabei Ermessensentscheidungen, die mit Schätzunsicherheit verbunden sind und sich wesentlich auf die Höhe der Umsatzerlöse auswirken können. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die ausgewiesenen Umsatzerlöse aus dem Beratungsgeschäft nicht realisiert worden sind. Unsere Vorgehensweise bei der PrüfungAuf Basis unseres Prozessverständnisses und der Beurteilung von Aufbau und Implementierung der eingerichteten internen Kontrollen über die zutreffende Erfassung der auftragsbezogenen Personal- und sonstigen Aufwendungen auf den internen Auftragskonten haben wir deren Wirksamkeit überprüft. Mit diesen Kontrollen ist sichergestellt, dass nur projektbezogene Stunden und Aufwendungen auf den jeweiligen Auftragskonten erfasst und abgerechnet werden. Für eine repräsentativ ausgewählte Stichprobe haben wir die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen dahingehend untersucht, ob es sich bei den Projekten um Aufwandsprojekte handelt, die mit Leistungserbringung realisiert werden. Für über eine Kombination aus mathematisch-statistisch und bewusst ausgewählten Aufträgen haben wir die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen dahingehend gewürdigt, ob es sich bei den Projekten um solche handelt, deren Umsatzrealisierung auf Basis des Fertigstellungsgrades nach Leistungsfortschritt (Percentage of Completion-Methode) erfolgt. Im Anschluss haben wir für die Stichproben der noch nicht abgeschlossenen Projektaufträge den der Umsatzrealisierung zugrunde liegenden Fertigstellungsgrad gewürdigt, indem wir die insgesamt erfassten Ist-Stunden, die insgesamt erwarteten Stunden und die erwarteten Umsätze in der Berechnung des Mandanten beurteilt und nachvollzogen haben. Für einen Teil der über eine Kombination aus mathematisch-statistisch und bewusst ausgewählten abgeschlossenen langfristigen Projektaufträgen haben wir durch Einsichtnahme in die Abnahmeprotokolle die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse beurteilt. Unsere SchlussfolgerungenDas Vorgehen zur Differenzierung und Umsatzerfassung der Professional Services ist sachgerecht. Die Einschätzungen des Fertigstellungsgrades sind angemessen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen■ wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ■ anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrates für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie geschäftsführenden Direktoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die geschäftsführenden Direktoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der SNP Schneider-Neureither & Partner SE tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Müller.
Stuttgart, den 26. März 2018 Rödl
& Partner GmbH
Peter Künkele, Wirtschaftsprüfer Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer EINZELABSCHLUSSBilanz (HGB) ZUM 31. DEZEMBER 2017AKTIVA
GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG (HGB) VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017
DISCLAIMERSAP und andere in diesem Dokument erwähnte Produkte und Dienstleistungen von SAP sowie die dazugehörigen Logos sind Marken oder eingetragene Marken der SAP SE in Deutschland und anderen Ländern. Zusätzliche Informationen zur Marke und Vermerke finden Sie auf der Seite http://www.sap.com/corporate-de/about/legal/copyright/index.html. Alle anderen Namen von Produkten und Dienstleistungen sind Marken der jeweiligen Firmen. FINANZKALENDER
Alle Termine sind vorläufige Angaben. Den aktuellen Finanzkalender finden Sie auch unter: www.snpgroup.com/Investor-Relations/Finanzkalender. KONTAKTHaben Sie Fragen oder wünschen Sie weitere Informationen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung: SNP Schneider-Neureither & Partner SE Dossenheimer Landstraße 100 69121 Heidelberg Tel.: +49 6221 6425-0 Fax: +49 6221 6425-20 E-Mail: info@snpgroup.com Internet: www.snpgroup.com Kontakt Investor Relations Marcel Wiskow Tel.: +49 6221 6425-637 E-Mail: investor.relations@snpgroup.com Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. |
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