Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 10053
Eingetragen
19.8.2015
Branche
Herstellung von GesenkschmiedeteilenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Industrieerzeugnissen aller Art, insbesondere von Gesenkschmiedeteilen und deren mechanische Bearbeitung, maschinell gefertigten Komponenten, Werkzeugen und verwandten Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rudolf Hans Meidinger
seit 23.3.2026
Geschäftsführer
Christian Kater
seit 14.8.2025
Prokura
Yusuf Yoldas
seit 11.2.2025
Prokura
Stefan Bietz
seit 30.7.2024
Prokura
Frank Bornscheuer
seit 18.9.2015
Prokura
Rainer Knaup
seit 18.9.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bharat Forge LimitedIND
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bharat Forge Global Holding GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bharat Forge CDP GmbH

Ennepetal

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Bharat Forge CDP GmbH (BF CDP) produziert bzw. bearbeitet an den Standorten Ennepetal und Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen, Gesenkschmiedeteile aus Stahl für die internationale Automobil- und Bahnindustrie. Zu den Kunden gehören alle namhaften internationalen NKW- sowie PKW-Hersteller und internationale Bahnkunden.

Schwerpunkt mit ca. 59% (v. Gesamtumsatz € 140 Mio.) Umsatzanteil ist der NKW Bereich mit Achsschenkeln und Kolben, gefolgt mit ca. 30% vom PKW-Bereich mit Kurbelwellen und Fahrwerksteilen, dem Bereich Bahn mit ca. 5% und Sonstigem mit ca. 6%. Der Bereich Baumaschinen wurde aufgrund von Produktanforderungen, welche durch ein Schmieden nicht mehr erreicht werden können, in 2021 weitestgehend aufgegeben. Es ist geplant, dass Kolbengeschäft Ende 2024 auslaufen zu lassen.

Gemäß Fakturierung werden ca. 41% des Gesamtumsatzes in Deutschland und ca. 59% im Ausland erzielt, davon ca. 9% außerhalb Europas. Faktisch ist sowohl der Exportanteil als auch der Anteil der Endkunden außerhalb Europas höher, da große internationale Kunden, aufgrund der gegenwärtigen Wettbewerbsfähigkeit von BF CDP, die Produkte über ihre deutschen bzw. europäischen Werke beziehen, im Rahmen eigener Logistikketten in diesen Werken konsolidieren und dann in die Werke in Nord- und Südamerika verteilen.

Die BF CDP befindet sich im Wettbewerb mit anderen internationalen Zulieferern in Europa, den USA, Japan und China. Produkte werden dabei oft an zwei oder drei Lieferanten vergeben. Die Verkaufspreise orientieren sich an internationalen Marktpreisen. Gerade im Automobilzulieferermarkt ist eine sehr hohe Preissensibilität gegeben. Wesentliche Einflussgrößen auf die Kosten sind die Materialeinsatzkosten Stahl, die Energiepreise und die Personalkosten. Insbesondere im Bereich der Energiekosten hat die BF CDP einen Standortnachteil gegenüber internationalen Wettbewerbern. Die besondere Ausgleichregelung zur Begrenzung der EEG-Umlage energieintensiver Betriebe im internationalen Wettbewerb wurde seit 2013 in Anspruch genommen. Die Abschaffung dieser Umlage zum 1. Juli 2022 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Stromkosten der BF CDP. In 2023 war der Standortnachteil weniger gravierend als in 2022. Trotz höherer Produktionsmenge lagen die Energiekosten aufgrund gesunkener Energiepreise erheblich unter dem Vorjahreswert.

Die BF CDP hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit dem Tochterunternehmen Bharat Forge Daun GmbH (BF Daun) sowie einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Bharat Forge Global Holding GmbH (BF GH).

Die BF Daun mit Standort in Daun, Rheinland-Pfalz, wurde 2007 aus der heutigen BF GH ausgegliedert. Unternehmenszweck ist die Erstellung und Reparatur von Schmiedewerkzeugen für die BF CDP und andere Gruppenunternehmen, sowie die mechanische Bearbeitung von Schmiedeteilen für BF CDP und die Erstellung sonstiger Vorrichtungen. In 2023 wurden ca. 72% des Umsatzes mit der BF CDP und ca. 23% mit der deutschen Schwestergesellschaft Bharat Forge Aluminiumtechnik GmbH (BF AT) erzielt. Bei der BF Daun waren im Jahr 2023 durchschnittlich 101 Personen (ohne Auszubildende und Leasingkräfte) beschäftigt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Da BF CDP keine eigenen Produkte entwickelt, sondern nach Kundenzeichnungen fertigt, bezieht sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit überwiegend darauf, die Kundenvorstellungen bzw. -vorgaben in schmiedefähige Produkte umzusetzen, welche in Großserie prozesssicher, in hoher Qualität und wettbewerbsfähig hergestellt werden können.

Darüber hinaus arbeitet BF CDP kontinuierlich daran, bereits bestehende Prozesse, insbesondere Anlagen, Taktzeiten sowie Produkte, insbesondere Gewichte, zu optimieren.

Im Bereich F&E waren in 2023 im Durchschnitt 11 Mitarbeiter beschäftigt, die Entwicklungskosten betrugen € 1,8 Mio. (Vorjahr: € 2,1 Mio.).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem soliden Wachstum des BIP in der EU im Nachlauf der Corona-Krise, sank es laut Europäischer Kommission in 2023 auf 0,4% ab. Die Inflationsrate betrug 6,4% und lag damit unter dem Vorjahr, was u.a. durch den raschen Rückgang der Endkundenpreise für Energie im Laufe des Jahres bedingt war. In Deutschland ging die Wirtschaftsleistung hingegen um 0,3% zurück, bei einer Inflationsrate von 6%.

Für das Jahr 2024 prognostiziert die EU-Kommission für die EU ein Wachstum von 1% bei einer weiter sinkenden Inflationsrate von 2,7%. Für Deutschland wird lediglich ein Wachstum von 0,1% erwartet (Inflationsrate 2,4%).

Das Jahr 2025 wird mit einem Wachstum in der EU von 1,6% wieder optimistischer gesehen. Die Inflationsrate soll weiter auf 2,2% sinken. Diese Sicht trifft auch auf die deutsche Wirtschaft zu. Das Wachstum wird mit 1% erwartet, die Inflationsrate soll auf 2% sinken.

Der Automobilsektor trug in 2023 positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der EU bei. Laut ACEA legte die Anzahl der Kfz-Neuzulassungen gegenüber 2022 um 13,9% zu. In Deutschland stiegen die Neuzulassungen unterdurchschnittlich um 7,3%.

Eine ähnliche Entwicklung beobachtet ACEA auch im Nutzfahrzeugbereich. Die Neuzulassungen legten in der EU gut zu: Kleintransporter +14,6%, LKWs +16,3% und Busse +19,4%. Für Deutschland ergab sich in diesem Segment, insbesondere im LKW-Bereich ein erfreuliches Bild: Kleintransporter +12,1%, LKWs +24,4% und Busse +12,5%.

Für das Jahr 2024 erwartet der VDA einen Rückgang im deutschen Automobilmarkt um 1%, für die Märkte in Europa hingegen ein Wachstum von 4%. Bei den schweren LKW erwarten Anbieter einen Rückgang im Euro-Raum von ca. 18%.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsätze im ersten Halbjahr verliefen zufriedenstellend auf hohem Niveau. In den Sommermonaten ließen sich zwar leichte Nachfragerückgänge verzeichnen, die sich im weiteren Verlauf des zweiten Halbjahres wieder erholten. Trotz andauernder Russland-Ukraine-Krise gab es keine nennenswerten Einschränkungen in der Lieferkette. Nach wie vor machte sich der Fachkräftemangel bemerkbar, der in den direkten und fertigungsnahen indirekten Bereichen durch den Einsatz von Leasingpersonal ausgeglichen wurde.

BF CDP erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von € 236,1 Mio. Diese lagen über den Umsatzerlösen des Vorjahres in Höhe von € 208,8 Mio. Die Kundenabfrage verblieb auf hohem Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz verteilt sich auf die wesentlichen Produktgruppen (einschließlich Schrotterlöse) wie folgt:

% Gesamtumsatz 2023 Vorjahr
Lastkraftwagen 59,4% 65,2%
Personenkraftwagen 30,0% 24,1%
Maschinenbau 0,1% 0,2%
Bahn 4,7% 4,6%
sonstige 5,8% 5,9%
100,0% 100,0%

2.3 Wirtschaftliche Lage

2.3.1 Ertragslage

Bei einem Umsatz von € 236,1 Mio. (Vorjahr: € 208,8 Mio.) wurde ein Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahmen von € 4,2 Mio. (Vorjahr: € 3,2 Mio.) erzielt. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Tochtergesellschaft Bharat Forge Daun GmbH wurden € 1,9 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.) Jahresüberschuss übernommen. Der resultierende Jahresüberschuss von € 6,1 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss von € 5,2 Mio.) wurde an die Muttergesellschaft BF GH abgeführt.

Die erzielten Ergebnisse weichen aufgrund der grundsätzlich stabilen Marktlage in der Branche trotz der Russland-Ukraine-Krise nur unwesentlich von der Prognose ab. Der erwartete Umsatzzuwachs wurde nicht vollständig realisiert. Zum einem wurden weniger Produkte als erwartet abgesetzt. Zum anderen waren Preisanpassungen zu höheren Energie- sowie Stahlpreisen nicht in erwartetem Maße notwendig geworden.

Die Umsatzveränderung zum Vorjahr erklärt sich durch eine höhere Absatzmenge sowie durch Preisanpassungen vorwiegend im Aluminiumbereich.

Das Jahresergebnis in Höhe von € 4,2 Mio. vor Ergebnisabführungen (an BF GH und von BF Daun) konnte gegenüber dem entsprechenden Wert in Höhe von € 3,2 Mio. in 2022 verbessert werden.

Folgende Einflüsse waren relevant:

Der Rohertrag ist gestiegen auf € 64,6 Mio. (Vorjahr: € 58,4 Mio.). Die Quote verbleibt auf ähnlichem Niveau.

Die Aufwendungen für eigenes Personal sind von € 32,9 Mio. in 2022 auf € 33,9 Mio. gestiegen. Bei konstanter Anzahl der Mitarbeitenden, führten tarifliche Erhöhungen der Löhne und Gehälter, die Zusage der Inflationsausgleichsprämien sowie Rückstellungseffekte durch den Aufbau von Zeitkonten, Urlaubssalden und Altersteilzeit zu höheren Aufwendungen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 1,7 Mio. (von € 16,4 Mio. auf € 18,1 Mio.) ist im Wesentlichen auf gestiegene Instandhaltungskosten um € 1,1 Mio. (Vorjahr: € 5,5 Mio.), Frachtkosten um € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 0,4 Mio.) und übrige Betriebskosten zurückzuführen.

Der gesamte Abschreibungsaufwand blieb auf Vorjahresniveau und beträgt € 7,2 Mio. aufgrund vergleichsweise geringerer Investitionstätigkeit.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 1,0 Mio. verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um € 2,0 Mio. Dieses ist insbesondere auf die geringere Auflösung von Rückstellungspositionen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis (ohne Erträge aus verbundenen Unternehmen) verschlechterte sich um € 0,9 Mio. auf € -2,7 Mio. (Vorjahr: € -1,8 Mio.). Somit wurde insgesamt ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von € 6,4 Mio. (Vorjahr: € 4,9 Mio.) erzielt. Nach sonstigen Steuern von € 0,4 Mio. (Vorjahr: € 0,4 Mio.) resultierte ein Jahresüberschuss von € 6,1 Mio. (Vorjahr: € 5,2 Mio.) vor Ergebnisabführung.

Ende 2023 beschäftigte die BF CDP 425 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) (Vorjahr: 431), im Jahresdurchschnitt waren 432 eigene Mitarbeiter (ohne Auszubildende) (Vorjahr: 434) und 76 Leasingkräfte (Vorjahr: 33) beschäftigt.

Das Finanzergebnis enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien der beiden Hausbanken und für ein mittelfristiges Darlehen einer dritten Bank. Zudem sind Aufwendungen für die Abgrenzung der Zinsen auf die Kartellstrafe in Höhe von T€ 595 (Vorjahr: T€ 462) sowie aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 189 (Vorjahr: T€ 182) enthalten.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt € 116,7 Mio. und ist in € 22,6 Mio. Anlagevermögen und € 94,1 Mio. Umlaufvermögen gegliedert. Die Passivseite der Bilanz gliedert sich in € 42,2 Mio. Eigenkapital und € 74,5 Mio. Fremdkapital. Gegenüber dem Vorjahr ist die Bilanzsumme um 3,4 % oder € 4,1 Mio. gesunken.

Die Investitionstätigkeit lag mit € 4,6 Mio. ca. € 2,6 Mio. unter den Abschreibungen (€ 7,2 Mio.). Investiert wurde im Wesentlichen in Anlagen und Maschinen des Betriebs im Rahmen von Erhaltungs-, Erweiterungs- sowie Automatisierungsinvestitionen.

Das Finanzanlagevermögen besteht aus der Beteiligung an der BF Daun (€ 1,6 Mio.).

Im Umlaufvermögen werden € 32,1 Mio. Vorräte (Vorjahr: € 28,5 Mio.), € 60,9 Mio. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahr: € 66,5 Mio.) und € 0,8 Mio. liquide Mittel (Vorjahr: € 0,3 Mio.) ausgewiesen. In den Forderungen sind € 43,2 Mio. Forderungen im Konzernverbund (Vorjahr: € 44,8 Mio.) enthalten, davon € 11,0 Mio. gegen den Gesellschafter BF GH (Vorjahr: € 17,1 Mio.) und € 17,6 Mio. gegen die Tochtergesellschaft BF Daun (Vorjahr: € 17,3 Mio.).

Das Eigenkapital von € 42,2 Mio. blieb aufgrund der Ergebnisabführung an die BF GH unverändert. Neben Rückstellungen (€ 19,5 Mio., Vorjahr: € 17,3 Mio.), Lieferantenverbindlichkeiten (€ 21,2 Mio., Vorjahr: € 25,0 Mio.), Konzernverbindlichkeiten (€ 7,0 Mio., Vorjahr: € 9,4 Mio.) und sonstigen Verbindlichkeiten (€ 0,8 Mio., Vorjahr: € 0,7 Mio.) finanziert sich die Gesellschaft über Kontokorrentlinien bei 2 Hausbanken (€ 16,4 Mio., Vorjahr: € 11,2 Mio.) und über zwei mittelfristige Darlehen bei einer der Hausbanken mit Laufzeiten bis 2024 bzw. 2026.

Weitere finanzielle Anforderungen (u.a. Rückzahlung der Kartellstrafenrate 2023 und Working Capital Bedarfe) werden unter anderem durch die Forfaitierung von Forderungen seit Ende 2021 abgedeckt.

Zusätzlich stellt die Gesellschaft Liquidität für BF Daun zur Verfügung.

2.3.3 Nichtfinanzielle Erfolgsfaktoren

Auf den Führungsebenen liegt der Anteil der Frauen auf erster Ebene unterhalb der Geschäftsführung zwischen 10% und 15%. Es gibt keine Beschlüsse, diese Quote bis 2024 zu erhöhen.

Die Fluktuation der Arbeitnehmer bewegte sich weiterhin auf geringem Niveau. Sie betrug für 2023 0,7% (Vorjahr: 0,9%).

Die durchschnittliche Anzahl der meldepflichtigen Unfälle pro Monat erhöhte sich von 2,2 im Jahr 2022 auf 2,9 in 2023.

Der Krankenstand veränderte sich geringfügig und betrug inkl. Langzeitkranke 10,0% (Vorjahr: 9,3%).

2.4 Gesamtaussage

Der Jahresabschluss zeigt gegenüber dem Vorjahr mit € 6,1 Mio. Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung an BF GH) (Vorjahr: € 5,2 Mio.) eine um € 0,9 Mio. verbesserte Ertragskraft.

Grundlage des Ergebnisses ist eine verbesserte Marktsituation, die zu einer gesteigerten Kundennachfrage führte.

Die finanzielle Situation ist ein Managementschwerpunkt, da neben den erhöhten Preisen im Rohmaterialbereich auch weitere Belastungen aus dem Intercompany-Bereich resultieren. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch verschiedene Maßnahmen.

3. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2023 war ein Spitzenjahr für die Branche. Für 2024 wird davon ausgegangen, dass sich der Markt normalisiert. Als Folge wird ein Umsatzrückgang bei BF CDP um rund 10% erwartet, der im Wesentlichen auf die Entwicklung des Achsschenkel- und Kurbelwellengeschäfts zurückzuführen ist.

Darüber hinaus wird von weiterhin steigenden Material-, Energie- und Frachtkosten ausgegangen, die zum Teil kompensiert werden können.

Zur Stabilisierung des Geschäfts sind Preisverhandlungen, eine teilweise Konsolidierung der Produktion am Standort Ennepetal sowie eine Optimierung insb. der Fertigungsprozesse geplant.

Im Ergebnis wird von einem Jahresüberschuss ausgegangen, der zwischen 30% und 40% unter dem des Vorjahres liegen wird.

4. Chancen- und Risikobericht

Da BF CDP als Zulieferer der Automobilindustrie seinen kurzfristigen Absatzmarkt nicht selbständig und aktiv beeinflussen kann, ist der Absatz von der gesamtwirtschaftlichen Marktentwicklung und der Entwicklung einzelner Kunden abhängig.

Die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krise können unser Unternehmen in verschiedenen Bereichen (u.a. Preisniveaus, Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie und Markteinschränkungen durch Sanktionen) treffen. Daher findet eine kontinuierliche und engmaschige Beobachtung der (Markt-) Entwicklungen statt - auch in Abstimmung mit den übrigen Gruppenunternehmen. Dennoch können der weitere Verlauf der Russland-Ukraine-Krise und die damit verbundenen Auswirkungen auf die jeweiligen Märkte zu existentiellen Risiken führen, die aufgrund der weltweiten Unsicherheit momentan nicht ausreichend bewertbar sind.

Effekte aus dem Strukturwandel in der Automobilindustrie hin zu Elektrofahrzeugen können je nach weiterer Entwicklung sowohl Chance als auch Risiko darstellen.

Auf der Kundenseite ist die BF CDP breit aufgestellt und sowohl im PKW- als auch im NKW-Bereich tätig. Dies kann eine Chance darstellen, von neuen Entwicklungen Kenntnis zu erlangen und in der Folge an den daraus entstehenden Möglichkeiten zu partizipieren.

Im PKW-Bereich beliefert BF CDP nur wenige große Hersteller. Aufgrund der Mehrmarken-, Mehrsegment- und Plattformstrategie dieser Hersteller wird dennoch auch hier das Absatzrisiko als gering eingeschätzt. Durch den Einstieg in das Schmieden von Aluminiumfahrwerksteilen wird nicht nur das Produktspektrum erweitert, sondern auch das Marktrisiko weiter gesenkt.

Ein weiteres Kernthema bleibt die Verfügbarkeit von Arbeitskräften mit dem Risiko, bestehende Kundennachfrage nicht zeitgerecht befriedigen zu können. Dies kann in der Folge zu Pönalen führen. Der vom Management erwarteten langfristigen Personalknappheit wird mit Automatisierungen und einem Programm zur Steigerung der Attraktivität des Unternehmens begegnet. Der derzeitige Rückgang der Marktnachfrage, entschärft das mögliche Risiko.

Obwohl BF CDP aktuell über eine sichere Finanzierung verfügt, besteht die Möglichkeit, dass zusätzliche Mittel erforderlich werden, um Bedarfe abzudecken. Aus der Vergangenheit ist bekannt, dass z.B. Preiserhöhungen aus Krisen resultierend schwer der Höhe und Fristigkeit nach einschätzbar sind. Entscheidend wird hier sein, dass BF CDP in der Lage ist, zusätzliche Mittel bei Bedarf aufzunehmen.

Andererseits kann es aufgrund der konjunkturellen Lage zu einem deutlichen Anstieg der Kredit(basis)zinsen kommen. Dies würde ein Ergebnisrisiko für BF CDP darstellen. Für den Rest des Jahres wird allerdings nicht von weiter steigenden Zinsen ausgegangen.

Insbesondere in der aktuellen Situation ist das Liquiditätsmanagement von zentraler Bedeutung. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt ein permanentes Monitoring der Liquidität. Neben der Finanzierung durch langfristige Bankkredite, greift das Unternehmen auch auf kurzfristige Finanzierungsinstrumente, wie z.B. Factoring zurück. Darüber hinaus profitiert BF CDP als Teil der Kalyani-Gruppe von der Finanzkraft des Gesamtkonzerns.

Im Geschäftsjahr 2023 aufgetretene kurzfristige Liquiditätsengpässe konnten durch die enge Zusammenarbeit im Konzernverbund, Intercompany-Darlehen oder Eigenkapitalerhöhungen ausgeglichen werden. Eine strategische Umschichtung in der Finanzierungsstruktur zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 schaffte weiteren Finanzierungsspielraum, so dass die Liquiditätssituation derzeit im Vergleich zu 2023 als entspannter zu beurteilen ist.

Risiken auf dem Beschaffungsmarkt könnten in Abhängigkeit des weiteren Krisenverlaufs in der Ukraine im Rahmen eines kurzfristig wieder Hochfahrens der Stahlfertigung und entsprechender Rohstoffengpässe aufgrund fehlender Eisenerzverfügbarkeit bestehen. Die Hersteller weisen weiter darauf hin, dass es bei kurzfristigen Erhöhungen der Absatzmengen zu Engpässen bzw. Verzögerungen kommen könnte. Durch Einbindung internationaler Lieferanten und Abstimmung im Konzernverbund wird versucht, hier Zugang zu zusätzlichen Mengen zu erhalten.

Ob und in welchem Umfang sich weitere Risiken aus dem abgeschlossenen Kartellverfahren ergeben, kann aktuell nicht beurteilt werden, insbesondere auch deshalb nicht, da auf der Lieferanten- und Kundenseite ähnliche Verfahren aufgenommen bzw. abgeschlossen wurden.

BF CDP ist ein energieintensives Unternehmen. Dies bedeutet zunächst eine große Abhängigkeit von Preisentwicklungen auf dem jeweils relevanten Energiemarkt. Daher erfährt die Energiekostenentwicklung durch BF CDP eine große Aufmerksamkeit.

Für alle relevanten betrieblichen Risiken - insbesondere Sachschaden, Betriebsunterbrechung und Haftpflicht - besteht weiterhin ausreichender Versicherungsschutz.

Insgesamt wird das Gesamtrisiko im Vergleich zum Vorjahr als unverändert erachtet. Zur Mitigation der identifizierten wesentlichen Risiken wurden angemessene Vorkehrungen getroffen.

 

Ennepetal, 29. August 2024

Bharat Forge CDP GmbH

Dr. Jens Ludmann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.405,00 56.010,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.988.496,66 6.354.584,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.206.282,00 9.013.534,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.745.589,00 6.233.479,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.094.225,30 21.034.592,96 2.013.038,42 23.614.636,08
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.550.000,00 1.550.000,00
22.646.997,96 25.220.646,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.462.418,99 11.928.557,23
2. Unfertige Erzeugnisse 11.376.611,12 8.461.300,53
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.289.078,76 32.128.108,87 8.120.354,23 28.510.211,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.593.491,79 19.068.594,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.219.344,94 44.792.563,34
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
davon gegen Gesellschafter: EUR 10.957.550,02 (Vj: EUR 17.056.737,71)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.040.062,18 2.687.739,09
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00) 60.852.898,91 66.548.897,24
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 799.045,41 284.597,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 263.052,85 208.039,26
116.690.104,00 120.772.392,28

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 41.668.475,86 41.668.475,86
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
42.168.475,86 42.168.475,86
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.438.675,00 10.152.812,00
2. Sonstige Rückstellungen 9.068.373,18 19.507.048,18 7.154.867,86 17.307.679,86
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.071.096,45 25.617.612,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 21.121.096,45 (Vj: EUR 15.942.612,73)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 4.950.000,00 (Vj: EUR 9.675.000,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.784,00 638.284,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.784,00 (Vj: EUR 638.284,00)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.157.767,88 24.962.281,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 21.157.767,88 (Vj: EUR 24.962.281,85)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.019.875,21 9.359.855,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 7.019.875,21 (Vj: EUR 9.359.855,33)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 44.917,89 (Vj: EUR 8.197.402,25)
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 6.814.349,40 (Vj: EUR 720.362,92)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 758.866,42 716.906,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 758.866,42 (Vj: EUR 716.906,95)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
davon aus Steuern: EUR 256.384,11 (Vj: EUR 279.119,63)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 90,20 (Vj: EUR 0,00) 55.013.389,96 61.294.940,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.190,00 1.295,70
116.690.104,00 120.772.392,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 236.128.612,56 208.811.596,37
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.607.466,15 5.846.337,66
3. andere aktivierte Eigenleistungen 258.853,68 399.577,78
239.994.932,39 215.057.511,81
4. sonstige betriebliche Erträge 1.026.900,25 2.979.155,47
davon aus Währungsumrechnung EUR 20.098,63 (Vj.: EUR 117.384,69)
241.021.832,64 218.036.667,28
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 132.586.414,83 116.599.112,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 42.797.677,76 -175.384.092,59 40.049.413,44 -156.648.525,47
65.637.740,05 61.388.141,81
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.089.871,44 26.719.683,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.821.171,74 6.144.821,87
davon für Altersversorgung: EUR 295.933,06 (Vj.: EUR 846.278,40) -33.911.043,18 -32.864.505,65
31.726.696,87 28.523.636,16
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -7.189.228,63 -7.244.097,74
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -18.101.885,78 -16.363.504,54
davon aus Währungsumrechnung: EUR 141.770,31 (Vj.: EUR 31.460,37)
6.435.582,46 4.916.033,88
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.919.493,51 2.044.460,16
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 937.325,98 500.441,09
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 3.543,78
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.751.862,31 104.957,18 1.845.491,18 695.866,29
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) 6.540.539,64 5.611.900,17
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 188.997,00 (Vj.: EUR 182.107,39)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -109,67 0,00
14. Ergebnis nach Steuern 6.540.429,97 5.611.900,17
15. sonstige Steuern -441.242,28 -385.041,20
16. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen 6.099.187,69 5.226.858,97
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeines

Das Unternehmen ist unter der Firma "Bharat Forge CDP GmbH" im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 10053 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Ennepetal.

Die Bharat Forge CDP GmbH, Ennepetal, ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2023.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Darstellung des Jahresabschlusses hat sich nicht geändert.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a sowie 264 bis 278 HGB aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes betreffend den Jahresabschluss wurden beachtet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei Vermögensgegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum aufgrund der Art des Vermögensgegenstandes ergibt.

Die Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Bei den Abschreibungen kommt regelmäßig die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Geringwertige Anlagegüter, diese sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich € 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als € 250, aber nicht mehr als € 1.000 betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Die Abschreibungen erfolgen bei Zugängen pro rata temporis. Soweit aktivierte Eigenleistungen zu erfassen sind, werden diese zu Herstellungskosten bewertet, die auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten.

Die Nutzungsdauern werden nach Anlagegruppen wie folgt festgesetzt:

Vermögensgegenstand Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre
Gebäude 25 - 33 Jahre
Außenanlagen 8 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 10 Jahre
Werkzeuge 3 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 10 Jahre
EDV-Ausstattung 3 Jahre

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Kosten der Verwaltung sind bei der Ermittlung der Herstellungskosten nur angesetzt, soweit sie durch die Fertigung verursacht sind. Lagerungs- und Gängigkeitsrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst allgemein Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Der Wert der Pensionsverpflichtungen wird versicherungsmathematisch nach der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G auf Basis folgender Annahmen errechnet:

- Rechnungszinssatz: 1,83 % p.a.
- Gehaltstrend: 2,00 % p.a.
- BBG-Trend: 2,00 % p.a.
- Rententrend: 2,40 % p.a.
- Fluktuation: 1,00 % p.a.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften, soweit diese vorliegen. Sie sind allgemein in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen und ähnlichen langfristig fälligen Verpflichtungen wird der Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB angewendet, der sich bei einer pauschal mit 15 Jahren angenommenen Restlaufzeit ergibt. Der längerfristige Anteil der Rückstellung für Personalmaßnahmen, der bereits anhand von vereinbarten Laufzeiten vereinbart ist, wurde mit 0% abgezinst.

Die Verbindlichkeiten entsprechen ihren Erfüllungsbeträgen. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden.

4. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt (Seite 6).

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.987.882,63 28.356,54 213.433,34 29.292,72 1.832.098,55
1.987.882,63 28.356,54 213.433,34 29.292,72 1.832.098,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 16.097.935,84 213.013,78 38.315,12 100.975,00 16.373.609,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.466.542,55 299.762,30 2.757.648,09 0,00 49.008.656,76
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.801.752,94 2.535.365,76 4.311.313,18 329.491,53 38.355.297,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.013.038,42 1.540.946,13 0,00 -459.759,25 3.094.225,30
109.379.269,75 4.589.087,97 7.107.276,39 -29.292,72 106.831.788,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.550.000,00 0,00 0,00 0,00 1.550.000,00
1.550.000,00 0,00 0,00 0,00 1.550.000,00
112.917.152,38 4.617.444,51 7.320.709,73 0,00 110.213.887,16
Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.931.872,63 51.254,26 213.433,34 1.769.693,55
1.931.872,63 51.254,26 213.433,34 1.769.693,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 9.743.351,18 680.076,78 38.315,12 10.385.112,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.453.008,55 3.107.014,30 2.757.648,09 42.802.374,76
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.568.273,94 3.350.883,29 4.309.449,18 32.609.708,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
85.764.633,67 7.137.974,37 7.105.412,39 85.797.195,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
87.696.506,30 7.189.228,63 7.318.845,73 87.566.889,20
Buchwert Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.405,00 56.010,00
62.405,00 56.010,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 5.988.496,66 6.354.584,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.206.282,00 9.013.534,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.745.589,00 6.233.479,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.094.225,30 2.013.038,42
21.034.592,96 23.614.636,08
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.550.000,00 1.550.000,00
1.550.000,00 1.550.000,00
22.646.997,96 25.220.646,08

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als antizipative Posten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, Ansprüche auf Strom- und Energiesteuererstattung in Höhe von T€ 304 ausgewiesen.

Aus einem Vertrag zur Forfaitierung ausgewählter Forderungen resultieren zum 31.12.2023 sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2.216.

4.3 Pensionsrückstellungen

Der aufgrund der Anwendung des Artikel 67 Abs. 1 EG-HGB (Verteilung des aus der Bewertung nach BilMoG resultierenden Anpassungsbetrags) noch nicht passivierte Anteil der Pensionsrückstellungen in Höhe von ursprünglich T€ 1.181 beläuft sich zum 31.12.2023 noch auf insgesamt T€ 79.

Der sich nach § 253 Abs. 6 HGB ergebende Effekt beträgt zum 31.12.2023 T€ 140. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Pensionsrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag T€ 10.439.

4.4 Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden im Vorjahr mit dem zugehörigen Wert des Wertpapierdepots zur Insolvenzsicherung in Höhe von T€ 534 verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende wesentliche Positionen:

T€
Personal 4.417
Kunden 1.969
Zinsverpflichtungen 1.271
Lieferanten 889

4.5 Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben T€ 21.121 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, T€ 4.950 eine Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren.

Die längerfristigen Verbindlichkeiten resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten (Valuta 31.12.2023: T€ 9.675) und sind durch Grundschulden in Höhe von T€ 18.900 abgesichert.

Weiterhin werden laufende Kontokorrentverbindlichkeiten von T€ 16.396 gegenüber zwei Banken durch eine Vereinbarung zu Gunsten dieser Banken abgesichert, durch die alle Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als sicherungsübereignet gelten.

4.6 Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsätze teilen sich wie folgt nach Inland und Ausland auf:

2023
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Inland 96.321 83.762 12.559
Ausland 139.808 125.050 14.758
236.129 208.812 27.317

4.7 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen und von außergewöhnlicher Bedeutung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 618 Erträge, die den vorangegangenen Geschäftsjahren zuzuordnen waren (Vorjahr: T€ 2.507). Darin sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 560 (Vorjahr T€ 2.480) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 202 Aufwendungen, die den vorangegangenen Geschäftsjahren zuzuordnen waren (Vorjahr: TEUR 168).

4.8 Aufwands- und Ertragsverrechnung

Aufwendungen und Erträge in Höhe von T€ 10 sind im Finanzergebnis verrechnet worden.

5. Sonstige Angaben

5.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen bei Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 1.523, davon T€ 990 mit einer Fälligkeit innerhalb des Jahres 2024.

Haftungsverhältnisse bestanden nicht.

Die Kreditverträge sehen seitens BF CDP Covenants vor, die zum 31.12.2023 erfüllt wurden.

5.2 Beschäftigtenzahl

Im Durchschnitt waren im Unternehmen beschäftigt: 2023 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 326 330
Angestellte 106 104
Auszubildende 10 17
442 451

5.3 Mitglieder der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren bestellt:

• Dr. Jens Ludmann, Dipl. Ing. / Dipl. Wirtsch.-Ing., Technik & Vertrieb, Engelskirchen

• Sebastian Ochs, MBA, kaufmännischer Bereich, Nürnberg (bis 16.11.2023)

Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft keine Bezüge für ihre Tätigkeit erhalten.

5.4 Mitglieder des Beirats

Mitglieder des Beirats waren:

• Subodh Tandale

• Raju Kalyani

• Sameer Pagnis

5.5 Honorar Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Bharat Forge Global Holding GmbH enthalten.

5.6 Beteiligungen

Eigenkapital
T€
Anteil
%
Ergebnis 2023
T€
Bharat Forge Daun GmbH, Daun, 100% 4.643 100 1.919 *)

*) vor Gewinnabführung an die Bharat Forge CDP GmbH

5.7 Einbeziehung in Konzernabschluss

Die Bharat Forge Ltd., Mundhwa/Pune, Indien, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Im Falle der Offenlegung erfolgt diese beim "Registrar of Companies" in Maharashtra, Pune, Indien. Die Bharat Forge Global Holding GmbH, Ennepetal, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Im Falle der Offenlegung erfolgt diese im Unternehmensregister.

5.8 Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft abgeführt.

 

Ennepetal, den 29. August 2024

Bharat Forge CDP GmbH

Dr. Jens Ludmann

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bharat Forge CDP GmbH, Ennepetal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bharat Forge CDP GmbH, Ennepetal, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bharat Forge CDP GmbH, Ennepetal, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen, den 13. September 2024

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Börstinghaus, Wirtschaftsprüfer

Weischede, Wirtschaftsprüfer

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