Kurgesellschaft Schlema mbH
08280 Aue-Bad Schlema, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Bertsch seit 3.11.2025 | Prokura |
Kathrin Dr. Bösecke-Spapens seit 3.3.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
22 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 22 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kurgesellschaft Schlema mbHAue-Bad SchlemaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023A. Grundlagen des UnternehmensDie Kurgesellschaft Schlema mbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt) ist eines der größten Dienstleistungsunternehmen der Region, bei dem der Gast im Mittelpunkt allen Handelns steht. Die Erfüllung der Qualitätsansprüche der Gäste und damit die Gästezufriedenheit haben oberste Priorität. Die Kurgesellschaft Schlema mbH betreibt unterschiedliche Geschäftszweige, die alle wesentlichen Komponenten der Infrastruktur eines Kurortes darstellen, mit dem Ziel diese auszubauen und die Entwicklung Bad Schlemas zu einem modernen und attraktiven Kurort für Gesundheitsurlauber und Erholungssuchende weiter voranzutreiben. Die Kurgesellschaft fühlt sich der Tradition des Kur- und Bäderwesens in Bad Schlema mit dem ortsspezifischen Heilmittel Radon verpflichtet und möchte an die weltbekannte Heilbadtradition von 1918 anknüpfen und diese weiterentwickeln. B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war in einem krisengeprägten Umfeld im Jahr 2023 leicht rückläufig. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort. Ursächlich sind die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Inflationsrate betrug nach 6,9 % im Jahr 2022 noch sehr hohe 5,9 % im Jahr 2023. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 stark geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, zu denen deutliche Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen erneut deutlich steigende Preise für weitere Güter wie beispielsweise Nahrungsmittel. Ein weiteres Problem stellt der nach wie vor hohe Fachkräftemangel dar. II. Entwicklung der Branche Der Gesundheitstourismus, insbesondere in den hoch prädikatisierten Heilbädern in Deutschland, hat ein hohes Zukunftspotential durch ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und den demografischen Wandel. Allgemein lässt sich in den letzten Jahren ein deutlicher Trend hin zu mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit erkennen. Neben den klassischen Kuraufenthalten nehmen insbesondere präventive Gesundheitsaufenthalte als auch Aktiv- und Ernährungsurlauber im Selbstzahlerbereich zu. III. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war stark geprägt durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der damit einhergehenden Verteuerung der Energiekosten sowie die Bautätigkeiten aufgrund der Modernisierung des Gesundheitsbades Actinon und eine insgesamt steigende Inflation. Wie im Lagebericht 2022 prognostiziert, gab es im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zunehmende Umsatzerlöse und, wie erwartet, aufgrund der erheblichen Bautätigkeiten im Rahmen des 2. Bauabschnittes des Modernisierungsvorhabens, ein deutlich negatives Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse stiegen um 0,4 % von TEUR 6.596 im Vorjahr auf TEUR 6.620 im Geschäftsjahr 2023. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresfehlbetrag von TEUR 2.275 aus, der um TEUR 1.471 deutlich unter dem Vorjahresfehlbetrag von TEUR 804 liegt (- 83 %). Mit 126.315 Tagesbesuchern und 2.818 Kur- und Wellnessgästen im Geschäftsjahr 2023 wurden die geplanten Besucherzahlen leicht übertroffen. Bad - Sauna Von den 126.315 Tagesbesuchern (Vorjahr 138.433, oder minus 12.118 bzw. minus 9 %) waren 73.991 auch Saunabesucher (Vorjahr 72.523 oder plus 2 %). Die Eintritte für Bad und Sauna stellen nach wie vor die größte Einnahmequelle der Kurgesellschaft dar. Der Durchschnittserlös je Besucher konnte im Geschäftsjahr 2023 deutlich um 13 % gesteigert werden. Dies kann hauptsächlich mit dem höheren Anteil an Einzeleintritten an den Gesamteintritten und weniger Gruppeneintritten, welche einen günstigeren Tarif haben, erklärt werden. Das Geschäftsjahr 2023 war stark geprägt von der konsequenten Fortführung des Modernisierungs- und Erweiterungsvorhabens, welches auf lange Sicht die Besucherzahlen und Umsatzerlöse steigern soll und aufgrund der energetischen Sanierung auch einen technisch fehlerfreien und nachhaltigen Betrieb gewährleisten soll. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der 1. Bauabschnitt mit der rechtzeitigen Eröffnung der Erweiterungsbauten vor Schließung der Therapiehalle I planmäßig abgeschlossen werden. Das neue Schwimmerbecken im Außenbereich wurde bereits im Juni 2023 in Betrieb genommen, und die neue Solewelt wurde im August 2023 eröffnet. Das neue Sauna-Ruhehaus folgte dann im September 2023. Nach der Inbetriebnahme der beiden neuen Becken erfolgte planmäßig im August 2023 die Schließung der Therapiehalle I, des Warmaußenbeckens, der Umkleide im 1. Untergeschoß sowie des Badecafés. Dies markiert gleichzeitig den Beginn des 2. Bauabschnittes, in welchem vor allem der Bestand über einen Zeitraum von 14 Monaten modernisiert wird und in dem mit den größten Komfort- und Nutzungseinschränkungen und damit einhergehenden Umsatzrückgängen zu rechnen ist. In allen Bauabschnitten wird jedoch Wert daraufgelegt, dass immer ein Grundangebot aller Dienstleistungen im Actinon (Bade- und Saunalandschaft, Wellness, Therapie und Gastronomie) durchgängig verfügbar ist. Im zweiten Bauabschnitt wird parallel zur Erneuerung der Therapiehalle I auch die Erneuerung der Therapiehalle II durchgeführt. Dies war vom Bauablauf und auch von den Einschränkungen für den Kunden die optimalere Variante, da dann nicht nochmals zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine starke Lärmbelästigung und Baustellenatmosphäre entsteht und womöglich zum Wegbleiben der Kunden führt. Das Vorziehen der Therapiehalle II in den 2. Bauabschnitt bedingte wiederum das Vorziehen der Errichtung des Therapiebeckens III in der Personalgarage in den zweiten Bauabschnitt. Die Arbeiten hierzu sind bereits abgeschlossen und das Therapiebecken III ist seit Februar 2024 in Betrieb. Durch diese Maßnahme wurde sichergestellt, dass den Patienten jederzeit ein therapeutisches Angebot in einem Becken mit radonhaltigem Wasser zur Verfügung steht. Durch diese Verdichtung der Bautätigkeiten im 2. Bauabschnitt, welcher vorrausichtlich im Herbst 2024 abgeschlossen sein wird, hat man den Großteil der Modernisierungsarbeiten danach durchgeführt und die Einschränkungen für die Kunden werden zunehmend geringer. Im dritten und vierten Bauabschnitt sind dann nur noch kleinere Nutzungseinschränkungen für Besucher zu berücksichtigen. Wellness, Therapie Im Jahr 2023 konnten 2.818 Übernachtungsgäste mit Anwendungen (Therapie oder Wellness) im Actinon registriert werden. Darunter waren 111 ambulante Kuren, 349 Übernachtungsgäste mit Rezeptverordnungen oder Selbstzahler, 73 Gäste, die ein Gesundheitspaket und 2.285 Gäste, die ein Wellnesspaket gebucht hatten. Die Umsatzerlöse aus Wellnessanwendungen (Übernachtungsgäste als auch Tagesgäste aus der Region) haben sich um 16 % gegenüber dem Vorjahr verschlechtert (TEUR -39; Vorjahr: TEUR 244). Die Umsatzerlöse der Therapieabteilungen im Actinon und im Hotel blieben mit TEUR 1.169 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR -1; Vorjahr: TEUR 1.170). Die Zahl der abgegebenen Behandlungseinheiten war gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig (-9 %). Die Durchschnittserlöse je Behandlung haben hingegen deutlich zugenommen, da es eine Steigerung bei den Vergütungssätzen durch die Krankenkassen für Leistungen der Physio- und Ergotherapie gab (+10% im Vergleich zum Vorjahr). Im Therapiebereich des Kurmittelhaus werden derzeit jährlich ca. 44.000 Behandlungen durchgeführt. Aufgrund begrenzter räumlicher Kapazitäten kommt es oftmals zu längeren Wartezeiten bzw. im Ausnahmefall auch zur Ablehnung bei der Durchführung von ambulanten Behandlungen. Mit der Erweiterung der Kapazitäten im Therapiebereich im Rahmen des geplanten Modernisierungsvorhabens können die Umsatzerlöse auch in diesem Bereich noch gesteigert, die vorhandene Nachfrage bedient und weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Modernisierungsmaßnahmen im Therapiebereich sollen auch verstärkt private Gesundheitsurlauber (Selbstzahler) ansprechen und so zur Steigerung der Erlössituation beitragen. Gastronomie Die Umsatzerlöse in der Gastronomie konnten im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % gesteigert werden, wenngleich sie noch nicht ganz dem Vorkrisenniveau aus dem Geschäftsjahr 2019 entsprechen (-11 %). Die insbesondere im Kurmittelhaus geringeren Umsätze in der Gastronomie sind auf die Bautätigkeit im Rahmen des Modernisierungsprojektes zurückzuführen. Seit August 2023 ist das Badecafé geschlossen und wird bis Herbst 2024 modernisiert. Es wurde daher eine Ersatzgastronomie im Saunagarten eingerichtet, die aber nicht mehr frei von außen zugänglich, sondern nur als Saunagast nutzbar ist und daher erwartungsgemäß deutlich geringere Umsätze verzeichnet. Das Restaurant2000ACHT im Kurhotel verzeichnete einen Umsatzrückgang von 11 % im Vergleich zum Vorjahr, was im Wesentlichen aus der erwartungsgemäß geringeren Anzahl der Übernachtungsgäste resultiert. Die Umsatzerlöse der Traditionsgaststätte "Zum Füllort" lagen deutlich um 32 % über den Vorjahrswerten und auch deutlich über dem Niveau wie vor der Corona-Pandemie (+1 8% im Vergleich zu 2019). Die Personallage im Gastronomiebereich ist stets angespannt und die Anzahl der Bewerbungen ist vergleichsweise gering, daher ist in diesem Bereich eine hohe Mitarbeitermotivation und -bindung nach wie vor besonders wichtig. Beherbergung Die Umsätze aus der Beherbergung von Übernachtungsgästen haben aufgrund der Einschränkungen in der Badelandschaft des Gesundheitsbades erwartungsgemäß abgenommen (-12 %), wodurch auch die Auslastung des Hotels von 58 % im Jahr 2022 auf 53 % im Jahr 2023 gefallen ist. Leider musste auch ein leicht rückläufiger Durchschnittserlös je Übernachtung von EUR 40 im Jahr 2022 auf EUR 39 im Jahr 2023 festgestellt werden. Für das Kurhotel bleibt es weiterhin das Ziel die Modernisierung der verbliebenen noch nicht renovierten Zimmer weiter fortzusetzen. Das angestrebte Ziel bleiben hier gleichwertige Zimmerkategorien mit einem höheren Durchschnittsumsatz. Kulturhaus Aktivist Die Kurgesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 das Erbbaurecht, welches zwischen der Großen Kreisstadt Aue und der Kurgesellschaft für die Liegenschaften der Kulturhaus Aktivist bestand, wie geplant rückabgewickelt. Der wirtschaftliche Übergang des mittelbaren Besitzes an die Große Kreisstadt erfolgte mit Ablauf des 31.Dezember 2022. Die Restschuld des KfW-Kredites, welcher hauptsächlich dem Ausbau der Weindiele diente, wurde durch die Stadt übernommen und mittels einer Sonderzahlung getilgt. Die Rückabwicklung wurde zum einen notwendig um die Auflagen des Fördermittelgebers für die Errichtung der "Erlebniswelt Uranbergbau" zu erfüllen, nach welcher der alleinige Besitz bei dem Beantrager der Fördermittel, also der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema, liegen sollte. Zum anderen ermöglicht diese Rückübertragung der Kurgesellschaft, sich auf das Modernisierungsvorhaben des Gesundheitsbad Actinon zu konzentrieren, welches schließlich das Herzstück der Gesellschaft darstellt. Die Kurgesellschaft betreibt weiterhin die Gaststätte "Zum Füllort" und wird dafür mit der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema einen Pachtvertrag abschließen. IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnten etwas weniger Umsätze als ursprünglich geplant realisiert werden. Insbesondere die Umsätze mit den Eintritten in die Bade- und Saunalandschaft als auch die Beherbergungsumsätze blieben etwas hinter den Erwartungen zurück (-13 %). Die Höhe der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 bewegte sich aber ungefähr auf Vorjahresniveau (+0,4 %). Insgesamt waren die Umsatzerlöse um TEUR 24 höher als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben gegenüber dem Vorjahr um TEUR 417 abgenommen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass im Vorjahr TEUR 449 auf periodenfremde Erträge entfielen, die hauptsächlich aus einer Wertberichtigung der sonstigen Verbindlichkeiten resultierte und die im Geschäftsjahr 2023 wesentlich geringer ausfielen. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf erhaltene Zuschüsse in Höhe von TEUR 756 im Rahmen des Modernisierungsvorhabens (im Vorjahr TEUR 785). Die Materialaufwendungen sind um ca. 31 % gestiegen, was hauptsächlich auf die stark gestiegenen Einkaufspreise für die Energiemedien zurückzuführen ist. Der Rohertrag hat im Wesentlichen durch die geringeren sonstigen betrieblichen Erträge sowie die höheren Materialaufwände im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Die Personalaufwendungen haben im Jahr 2023 aufgrund der Lohnkostensteigerung durch die Gehaltsanpassung für alle Mitarbeiter ab Oktober 2022 entsprechend dem Lohnabstandsgebot des neuen Mindestlohnes deutlich um 9 % im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Die Abschreibungen nahmen um 5 % ab, und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen durch den im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren sofort abziehbaren Aufwand für Instandsetzung/Renovierung im Rahmen des Modernisierungsvorhabens um TEUR 238 zu. Das Finanzergebnis ist mit TEUR 0 ausgeglichen (Vorjahr TEUR -117). Im Vorjahr gab es größere negative Bewertungseffekte bei den Pensionsrückstellungen. Alle außerhalb des Modernisierungsvorhabens bestehenden Kredite waren zum Jahresende 2023 vollständig getilgt. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Kurgesellschaft ergaben einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.275 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 804). Die Liquidität des Unternehmens war zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt. Die Gesellschaft führte ihre laufenden Konten auf Guthabenbasis. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft schätzt die Geschäftsführung als geordnet ein. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.573 und die Eigenkapitalquote 11,9 %; diese ist aufgrund des Jahresfehlbetrages 2023 gegenüber dem Vorjahr um 44,7 % gesunken. Die nachfolgende Tabelle enthält wesentliche Kennzahlen der Gesellschaft:
C. Personal, Investitionen, Organe der Gesellschaft, Abschlussprüfer, sonstige AngabenIm Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 124 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. In Anbetracht der zunehmenden Ressourcenknappheit insbesondere in einigen fachspezifischen Bereichen (derzeit besonders in der Gastronomie) wird auch in Zukunft verstärktes Augenmerk auf die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen gelegt werden. Zudem gilt es den Anteil der Auszubildenden zu erhöhen und die Rekrutierung von Fachkräften weiter zu professionalisieren und regional weiter auszudehnen. Eine stete marktorientierte Weiterentwicklung des Unternehmens im Wettbewerb, insbesondere auch durch permanente Fortbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter in allen Betriebszweigen sichert die Wettbewerbsfähigkeit, die Dienstleistungsorientierung und Innovationskraft des Unternehmens. Das entsprechende Bewusstsein und die Bereitschaft der Mitarbeiter gilt es hier weiterhin zu fördern. Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrug TEUR 4.381 (Vorjahr TEUR 4.753). Davon wurden Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 1.664 gekürzt. Angaben nach § 99 Abs. 3 SächsGemO: Gesellschafter Drei Gebietskörperschaften:
Fünf Kapitalgesellschaften:
Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 war Frau Dr. Kathrin Bösecke-Spapens hauptamtliche Geschäftsführerin der Gesellschaft. Aufsichtsrat
Die Abschlussprüfung wird durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Leipzig, durchgeführt. D. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtChancen Durch das umfassende Modernisierungs- und Erweiterungsvorhaben für das Actinon besteht die einmalige Chance, das Gesundheitsbad nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Neben der energetischen bzw. technischen Sanierung wird ein zeitgemäßes Angebot für Besucher und Patienten in allen Bereichen des Bades geschaffen. Mit den geplanten Maßnahmen soll es gelingen, nach Abschluss des Vorhabens die Besucherzahlen signifikant zu erhöhen, die Pro-Kopf Erlöse zu steigern und durch eine erholungsorientiertere Gestaltung im Badbereich eine breitere Zielgruppe, insbesondere auch ein jüngeres "Wellnesspublikum", anzusprechen. Dieses Vorhaben ist für die künftige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Kurgesellschaft und für eine nachhaltige Entwicklung Bad Schlemas zu einem modernen und attraktiven Ort für Gesundheitsurlauber und Erholungssuchende von herausragender Bedeutung. Mit dem seltenen ortsgebundenen natürlichen Heilmittel Radon besitzt die Kurgesellschaft ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Schmerztherapie. Hier müssen weitere Bemühungen unternommen werden, Radon als Heilmittel europaweit bekannter zu machen. Seitens der Kurgesellschaft Schlema mbH werden Forschungsarbeiten und die Lobbyarbeit, insbesondere über EURADON - den Verein Europäischer Radonheilbäder, mit initiiert und unterstützt. Im ersten Bauabschnitt des Modernisierungsvorhabens wurde vor allem in Erweiterungsbauten und damit auch in neue attraktive Angebote für unsere Besucher investiert. So wurde beispielsweise im August 2023 die multimediale Solewelt mit Soleschwebebecken und Soleinhalationsraum eröffnet. Zudem wurde massiv in neue Technologien und Digitalisierung im Bereich der Gästebetreuung investiert. Mit diesen neuen Angeboten wird es gelingen neue Zielgruppen anzusprechen. Durch neue Beckenangebote (neues Schwimmerbecken im Außenbereich und neues Soleschwebebecken) sowie durch das neue Saunaruhehaus wurden zudem die Besucherkapazitäten auf lange Sicht deutlich erhöht. Nach Abschluss des 2. Bauabschnittes voraussichtlich im Herbst 2024 wird den Gästen bereits ein rundum attraktives, modernisiertes sowie erweitertes Gesundheitsbad zur Verfügung stehen. Weiteres Steigerungspotential liegt noch im Einsatz neuer digitaler Technologien im Bereich der Buchhaltung, des Personalwesen und im Einkauf. Hier besteht die Chance, durch Investitionen in neue IT innerbetriebliche Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu steigern. Risiken Die Kurgesellschaft war wie viele energieintensive Unternehmen stark durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine betroffen, vor allem in Form der massiv gestiegenen Energiekosten. Zudem sind auch die weiteren Kosten bei den Dienstleistungen, beim Wareneinkauf als auch beim Personal durch die Anhebung des Mindestlohnes gestiegen. Die enorme Erhöhung der Energiepreise als auch der weiteren Einkaufspreise im abgelaufenen Geschäftsjahr ließen sich nicht mehr über höhere Preise an die Kunden weitergeben. Zudem ist seit Beginn des 2. Bauabschnittes im August 2023, welcher für unsere Kunden erwartungsgemäß starke Nutzungseinschränkungen in der Badelandschaft mit sich gebracht hat, die Gewährung von Rabatten notwendig geworden. Die derzeitige hohe Inflation führt dazu, dass viele Kunden vorsichtiger und zurückhaltender in ihrem Ausgabeverhalten werden. Durch die drastische Erhöhung der Einkaufspreise, insbesondere bei den Energiemedien, besteht die Gefahr, dass ein wirtschaftlicher Betrieb ohne externe Zuschüsse durch Bund, Land oder die Gesellschafter nicht mehr möglich ist. Auf lange Sicht bleibt die Suche nach verschiedenen alternativen Energiequellen unausweichlich und kann der Kurgesellschaft eine langfristige Perspektive geben. Ein wesentliches nicht zu unterschätzendes Risiko stellt die Rekrutierung von Fachkräften, insbesondere in der Gastronomie, dar. Daher sind Mitarbeiterkommunikation und Mitarbeiterbindung weiterhin entscheidende Erfolgsfaktoren der Zukunft. Dem Risiko der stetig sinkenden Besucherzahlen aufgrund des Produktlebenszyklus von Bädern wird mit dem derzeitigen Modernisierungsvorhaben entgegengewirkt. Als weitere wesentliche Risiken sind die rückläufige Bevölkerungsentwicklung im Einzugsgebiet, Wettereinflüsse (Winter - Anfahrt; heiße Sommer) und die zunehmend Anfälligkeit von Geschäftsprozessen aufgrund des höheren Digitalisierungsgrades (Abhängigkeiten von Herstellern, Hackerangriffe) zu nennen. Risiken bestehen durch das Modernisierungs- und Erweiterungsvorhaben durch die vorübergehenden Nutzungseinschränkungen, die damit verbunden Umsatzrückgänge und die daraus resultierenden Liquiditätsbelastungen. Daneben ist das Investitionsvorhaben aufgrund der Preisentwicklung im Bausektor von Preissteigerungen betroffen, die zu Finanzierungsrisiken führen können. Bei den bereits durchgeführten Investitionen kam es zu Mehrkosten von derzeit kumuliert ca. 5,6 Mio. EUR. Die Kurgesellschaft hat im November 2022 dazu einen ersten Mehrkostenantrag in Höhe von 2,6 Mio. EUR bei der Landesdirektion eingereicht, welcher auch bewilligt wurde. Damit erhöhte sich der förderfähige Betrag auf ca. 19,9 Mio. EUR und die Gesamtzuwendung auf ca. 17,9 Mio. EUR (90 % der förderfähigen Kosten). Im Geschäftsjahr 2023 wurden drei Auszahlungsanträge in Höhe von kumuliert ca. 10,8 Mio. EUR gestellt und auch ausbezahlt. Der Anteil der aufzubringenden Eigenmittel erhöhte sich von ca. 3,8 Mio. EUR auf ca. 4,2 Mio. EUR und wird hauptsächlich über einen bestehenden Kreditvertrag in Höhe von 4 Mio. EUR bei der Volksbank abgedeckt. Im November 2023 wurde ein zweiter Mehrkostenantrag in Höhe von ca. 3 Mio. EUR bei der Landesdirektion gestellt, dessen Bewilligung noch aussteht. Prognose Trotz einer weiterhin gestiegenen Nachfrage nach touristischen Gütern und Dienstleistungen in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigen Erfahrungswerte, dass aufgrund des erheblichen Baugeschehens im derzeitigem zweiten Bauabschnitt die Besucherzahlen des Actinon bis zur Wiedereröffnung der Badelandschaft voraussichtlich im Herbst 2024 rückläufig sein werden. Auch die derzeitige hohe Inflation führt zu einem vorsichtigeren Ausgabeverhalten der Kunden. Vor diesem Hintergrund werden für das Geschäftsjahr 2024 rund 120.000 Tagesbesucher des Gesundheitsbades sowie 2.500 Kur- und Wellnessgäste mit Übernachtung prognostiziert. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt eine stabile Unternehmensentwicklung mit leicht sinkenden Umsatzerlösen, aber aufgrund der Einschränkungen durch die derzeitigen Bautätigkeiten sowie der starken Erhöhung der Einkaufspreise ein deutlich negatives Jahresergebnis. Es ist davon auszugehen, dass im Laufe des Geschäftsjahres 2024 aufgrund des prognostizierten Jahresfehlbetrages das Eigenkapital aufgebraucht sein wird und sich ein deutlicher "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ergeben wird. Jedoch handelt es sich dabei lediglich um eine bilanzielle Überschuldung, da stille Reserven vorhanden sind. Die Bestandgebäude sind nahezu abgeschrieben und in den Jahren 2020 bis 2023 wurden bereits ca. 7 Mio. EUR Investitionszuschüsse für die Erweiterungsinvestitionen bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten im Sachanlagevermögen abgesetzt. Zudem ist nach jetzigem Stand die Zahlungsfähigkeit für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 unter Berücksichtigung der vorhandenen Kreditlinien jederzeit gewährleistet. Wichtig für Finanzierung des Modernisierungsvorhabens ist, dass die im November 2023 beantragten Mehrkosten bewilligt und ausbezahlt werden, wovon die Gesellschaft ausgeht (siehe dazu die Ausführungen im Abschnitt "Risiken" oben). Die Gesellschaft sieht insgesamt keine Bestandsgefährdung und geht von einer positiven Fortführungsprognose aus, da ab voraussichtlich Oktober 2024 wieder mit steigenden Umsätzen aus dem Betrieb des Gesundheitsbades gerechnet wird. Ab dem Geschäftsjahr 2026 geht die Gesellschaft davon aus, wieder stabile Jahresüberschüsse zu erwirtschaften und den "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" sukzessive abzubauen. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie ist unter HRB 8453 im Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes erstellt. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, erfolgen diese Angaben im Anhang. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sie belaufen sich auf 3 Jahre bei abnutzbaren immateriellen Vermögensgegenständen, auf 15 bis 50 Jahre bei baulichen Anlagen und Gebäuden bzw. auf 5 bis 15 Jahre beim sonstigen abnutzbaren Anlagevermögen. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Erhaltene Investitionszuschüsse werden teilweise als Anschaffungs-/Herstellungskostenminderung erfasst und teilweise in den sonstigen betrieblichen Erträgen vereinnahmt, soweit keine aktivierungsfähigen Investitionen gegenüberstehen, sondern lediglich Erhaltungsaufwendungen anfallen. Im Geschäftsjahr zugegangene geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800,00 € wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang vom Anlagevermögen ausgewiesen. Geleistete Anzahlungen auf das Anlagevermögen werden zum Nennwert angesetzt Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Geleistete Anzahlungen auf das Umlaufvermögen werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. mit ihrem Barwert aktiviert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Der Nennbetrag von erworbenen eigenen Anteilen wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag oder dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen (Gewinnrücklagen) verrechnet. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gemäß § 253 Abs.1 Satz 2 HGB. Zudem wurde der Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 vom 30. April 2021 und die Ausführungen im Ergebnisbericht vom 26. April 2022 der Deutschen Aktuarvereinigung (faktorbasiertes Deckungskapitalverfahren) berücksichtigt, wobei das Passivprimat gewählt wurde. Die Bewertung beruht auf der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien). Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln (2018 G) von Dr. Klaus Heubeck, Köln, das vertragliche Pensionsalter, der durchschnittliche Marktzinssatz (10-Jahresdurchschnitt) bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren (1,82 % p.a.), ein Rententrend in Höhe von 1,50 % p.a. und die Fluktuationswahrscheinlichkeit gemäß der Heubeck-Richttafeln-GmbH. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet (fortgeführte Anschaffungskosten aus der verzinslichen Ansammlung der geleisteten Sparanteile der Versicherungsprämien zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Überschussbeteiligungen). Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Soweit mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird, wurden die sonstigen Verbindlichkeiten im Wert berichtigt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aufgrund eines Aktivüberhangs latenter Steuern besteht ein Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB. Die Gesellschaft verzichtet auf eine Bilanzierung. Aktive latente Steuern, die eine zukünftige Steuerentlastung darstellen, resultieren im Wesentlichen aus dem Bilanzposten Pensionsrückstellungen. Passive latente Steuern, die eine zukünftige Steuerbelastung darstellen, resultieren im Wesentlichen aus Beteiligungen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,125 % zugrunde. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der angeschafften immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 2023 um empfangene Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 1.664 gemindert. Die Beteiligungen betreffen nahezu vollständig abgeschriebene Kommanditanteile (18,75 %) an der Golfpark Westerzgebirge GmbH & Co. KG, Aue-Bad Schlema. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 dieser Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag von T€ 7 und ein negatives Eigenkapital von T€ 52 aus. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Mit T€ 103 (Vorjahr T€ 68) sind darin Beträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um im Folgejahr abziehbare Vorsteuer. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Versicherungsprämien und Leasing-Sonderzahlungen. 4. Eigenkapital Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine andere Zuzahlung i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Gemäß Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 mit den Gewinnrücklagen verrechnet werden. 5. Rückstellungen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie sonstige Rückstellungen. a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag beträgt die Versorgungsverpflichtung gemäß versicherungsmathematischen Gutachten T€ 439 (Vorjahr T€ 459). Die Pensionsverpflichtung wurde mit dem Deckungsvermögen von T€ 275 (Vorjahr T€ 236) gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, so dass eine verbleibende Rückstellung für Pensionen von T€ 164 (Vorjahr T€ 223) ausgewiesen wird. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 4. b) sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen (T€ 288; Vorjahr T€ 261) sind mit T€ 139 (Vorjahr T€ 96) Rückstellungen für Personalkosten aus Überstunden und mit T€ 109 (Vorjahr T€ 98) für nicht in Anspruch genommenen Urlaub sowie mit T€ 32 (Vorjahr T€ 33) Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten enthalten. 6. Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden folgende Sicherheiten gestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von T€ 82, im Wesentlichen aus der Wertberichtigung der sonstigen Verbindlichkeiten, sowie nicht rückzahlbare Zuschüsse von T€ 756. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit T€ 2 periodenfremde Aufwendungen enthalten. 3. Sonstige Steuern In den sonstigen Steuern (T€ 33) sind Grundsteuer in Höhe von T€ 32 und Kfz-Steuer von T€ 1 enthalten. V. Sonstige Angaben1. Mitarbeiteranzahl Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren 124 (Vorjahr 126) Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt, sie setzen sich nach Gruppen wie folgt zusammen:
2. Geschäftsführung Geschäftsführerin im Hauptberuf ist Frau Dr. Kathrin Bösecke-Spapens, Bad Schlema. Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde im Hinblick auf die Gesamtbezüge Gebrauch gemacht. 3. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Damen und Herren an:
Die Aufsichtsratsvergütungen betragen insgesamt T€ 1. 4. Gesellschafter Gesellschafter sind drei Gebietskörperschaften, fünf Kapitalgesellschaften und 99 natürliche Personen. Mehrheitsgesellschafter ist die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema mit 87,75 % des Stammkapitals. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2023 T€ 22. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 6. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Für Verbindlichkeiten der Golfpark Westerzgebirge GmbH + Co. KG über ursprünglich T€ 900 gegenüber Kreditinstituten ist die Kurgesellschaft Mitdarlehensnehmer. Diese Verbindlichkeiten wurden begründet, um der Golfpark Westerzgebirge GmbH + Co. KG die Kreditaufnahme zur Aufnahme und Sicherstellung ihres Geschäftsbetriebes zu ermöglichen. Vorteile aus diesem Haftungseintritt werden in der Nachnutzung großer Landschaftsgebiete der Kurgesellschaft Schlema mbH in touristischer Hinsicht sowie die Nutzung moderner Nebenanlagen im Kurort und damit unmittelbar eine Verbesserung des Umfeldes und damit eine Erhöhung der Attraktivität des Kurortes Schlema gesehen. Mit einer Inanspruchnahme der Kurgesellschaft wird derzeit nicht gerechnet, da die Gesellschaft bisher ihren Verpflichtungen vertragsgemäß nachgekommen ist. Zum 31. Dezember 2023 valutieren die Kreditverbindlichkeiten der Golfpark Westerzgebirge GmbH + Co. KG, für die die Kurgesellschaft Mitdarlehensnehmer ist, mit T€ 284. Seitens der Kurgesellschaft wurden folgende Sicherheiten bestellt:
Aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2024 in Höhe von T€ 15, für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2028 in Höhe von T€ 22. 7. Nachtragsbericht Der Krieg in der Ukraine setzt sich auch im Jahr 2024 fort. Als Folge des Krieges sind insbesondere die Energiepreise deutlich angestiegen mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kurgesellschaft. Hinsichtlich der Belastungen der Ertragslage durch die Modernisierungsmaßnahmen, die zu erwartende bilanzielle Überschuldung und die Fortführungsprognose wird auf die Ausführungen im Abschnitt D. des Lageberichts verwiesen. Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung i.S.v. § 285 Nr. 33 HGB eingetreten.
Aue-Bad Schlema, den 22. Mai 2024 Dr. Kathrin Bösecke-Spapens, Geschäftsführerin Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kurgesellschaft Schlema mbH, Aue-Bad Schlema Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kurgesellschaft Schlema mbH, Aue-Bad Schlema, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kurgesellschaft Schlema mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 22. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Werner Horn, Wirtschaftsprüfer ppa. Dirk Leja, Wirtschaftsprüfer Auszug aus dem Protokoll zur Gesellschafterversammlung am 30. August 2024der Kurgesellschaft SchlemaBeschluss: "Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.275.138,72 € wird mit den Gewinnrücklagen der Gesellschaft verrechnet." Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30.08.2024 festgestellt. |
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