Campus ACADEMY UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Lottis seit 9.10.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.00% | |
Landkreis Ostprignitz Ruppin | 6.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PRO Klinik Service GmbHNeuruppinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PRO Klinik Service GmbH, Neuruppin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PRO Klinik Service GmbH, Neuruppin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRO Klinik Service GmbH, Neuruppin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt "Sonstige Angaben" im Anhang sowie auf die Angaben im Abschnitt "3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" im Lagebericht, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass mehr als 85 % der Leistungen gegenüber Konzerngesellschaften erbracht werden und somit die Leistungsentwicklung von der Entwicklung und Nachfrage von Seiten der übrigen Gesellschaften des Konzerns abhängig ist. Die Gesellschafterin der PKS, die Ruppiner Kliniken GmbH, befindet sich in einer angespannten Liquiditätslage und ist wiederum von der finanziellen Unterstützung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin abhängig. Die Liquidität des Klinikums ist nach der zugrundeliegenden Planung für den Prognosezeitraum nach Auffassung des gesetzlichen Vertreters sichergestellt. Sofern es zu Abweichungen hinsichtlich der Planungsannahmen mit negativen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit kommt und in diesem Falle ergänzende Finanzierungsvereinbarungen mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin nicht getroffen werden, wäre der Bestand der Muttergesellschaft, der Ruppiner Kliniken GmbH, und damit auch der PKS gefährdet. Wie in der Angabe im Anhang unter Abschnitt "Sonstige Angaben" und im Lagebericht unter Abschnitt "3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 20. Januar 2025 Rödl
& Partner GmbH
Grässle, Wirtschaftsprüfer Kießling, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeines Die PRO Klinik Service GmbH, Neuruppin (nachfolgend auch "PKS") ist nach § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbH- Gesetzes und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages erstellt. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 778 NP im Handelsregister Neuruppin eingetragen. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. In Anwendung von § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB ist in der Bilanz der Posten Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens dargestellt. Diese Gliederung erfolgt in Anlehnung an die konzerneinheitliche Bilanzierung und dient dem Zweck einen besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu gewähren. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva: Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich Skonti bewertet worden. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen im erforderlichen Umfang. Für die umsatzsteuerpflichtigen Bereiche der Gesellschaft wurde bei der Aktivierung der Vorsteuerabzug berücksichtigt. Nach § 253 Abs. 3 HGB notwendige Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die amtlichen Abschreibungstabellen planmäßig linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebotes erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 410 netto werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Umsatzsteuer unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden auf der Grundlage des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passiva: Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens stellen Finanzierungsgegenposten zu den geförderten Sachanlagen dar, die jährlich anteilig in Höhe der Abschreibungen auf gefördertes Anlagevermögen aufgelöst werden. Die Rückstellungen sind zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden in dem Umfang gebildet, wie für rechtsverbindliche Jubiläumszusagen die vertraglichen Anspruchsvoraussetzungen bis zum Abschlussstichtag erfüllt sind. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach dem Teilwertverfahren, bei dem die Zuordnung künftiger Leistungen im Verhältnis der bereits zurückgelegten zu der bis zum Eintritt des jeweiligen Jubiläums möglichen Dienstzeit erfolgt, auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,44 %), einer Fluktuationsquote von 7,80 % p.a. (Vorjahr 8,10 %) sowie einer Einkommenssteigerung von 3,85 % p.a. (Vorjahr 3,50 % p.a.). Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Zahlungen vor dem Abschlussstichtag werden im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Angaben zu den Posten des Jahresabschlusses Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Unter den Vorräten werden vor allem Vorräte an Lebensmitteln (T€ 38, Vorjahr T€ 32) ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Gesellschafter betreffen die Verrechnung von Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie Forderungen aus dem Cashpool (T€ 161, Vorjahr T€ 250). In den Sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen die eingezahlten Beträge zur Instandhaltungsrücklage der Eigentümergemeinschaft Junckerstraße 6 a/b (T€ 221, Vorjahr T€ 207) aktiviert. Zum Bilanzstichtag bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 281 (Vorjahr T€ 211) sowie Kassenbestände in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 1). Das gezeichnete Kapital beträgt € 2.400.000,00. Die Steuerrückstellungen betreffen erwartete Nachzahlungen für die Veranlagungsjahre 2021 bis 2023. Sonstige Rückstellungen wurden für folgende Sachverhalte gebildet:
Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Stichtag wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen analog zum Vorjahr die Verrechnung von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus variablen Bezügen (T€ 127, Vorjahr T€ 126) sowie gegenüber dem Finanzamt aus der Lohnsteueranmeldung des Monats Dezember (T€ 50, Vorjahr T€ 60). Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Vermietungserlöse des Folgejahres. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse enthalten in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 52) periodenfremde Erlöse. Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€ 73 (Vorjahr T€ 99) stehen im Zusammenhang mit dem Umbau bzw. dem Einbau von Gästewohnungen in das Wohnheim- Objekt. Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben periodenfremden Erträgen von T€ 8 (Vorjahr T€ 11) im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 797, Vorjahr T€ 2), Erträge aus Zuschüssen für Energiekosten ("Strom - bzw. Gaspreisbremse") in Höhe von T€ 96, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (T€ 45, Vorjahr T€ 46) sowie Erträge aus Skonti und Boni (T€ 13, Vorjahr T€ 13). Im Materialaufwand resultieren T€ 23 (Vorjahr T€ 6) aus periodenfremden bezogenen Leistungen. Die Aufgliederung der Abschreibungen ist dem Anlagennachweis zu entnehmen. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren T€ 5 (Vorjahr T€ 3) aus periodenfremden Aufwendungen. Nachtragsbericht Am 15.Juli 2024 hat Hr. Dr. Pietzner die Geschäftsführung der PKS PRO Klinik Service GmbH niedergelegt. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. Juli 2024 wurde Hr. Alexander Lottis zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Zur angespannten Liquiditätslage und Fortführungsprognose der Unternehmenstätigkeit der Ruppiner Kliniken GmbH, der Gesellschafterin der PKS, wird auf die Absätze am Ende des Anhangs verwiesen. Es haben sich keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Wesentliche Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen in einer Gesamthöhe von T€ 826, davon T€ 247 für Mieten und Nutzungsentgelte, T€ 541 für die Erfüllung von Dienstleistungsverträgen, T€ 16 aus sonstigen Liefer- und Wartungsverträgen sowie T€ 22 für Kfz-Leasingverträge. In Höhe von T€ 770 bestehen diese Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Nicht bilanzierte aktive Steuerlatenzen nach § 274 HGB bestehen im Bereich des Sachanlagevermögens aus steuerrechtlich nicht anerkannten außerplanmäßigen Abschreibungen von Grundstücken und Gebäuden auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie in einem geringfügigen Umfang aus dem Ansatz von unterschiedlichen Nutzungsdauern, im Bereich der sonstigen Rückstellung aus dem Unterschiedsbetrag zur Jubiläumsrückstellung und zur Betriebsprüfungsrückstellung. Der effektive Unternehmenssteuersatz von 28,78 % auf steuerpflichtige Vorgänge berechnet sich wie folgt:
Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB bestehen im Geschäftsjahr 2023 in den Sonstigen betrieblichen Erträgen. Aus dem Verkauf eines Wohngebäudes wurde ein Ertrag von T€ 793 erzielt. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar wird im Anhang zum Konzernabschluss angegeben. Die PRO Klinik Service GmbH beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 210 (Vorjahr 215) Arbeitnehmer, davon entfallen im Jahresdurchschnitt auf die Bereiche Küche, Reinigung, Wachschutz sowie Park- und Landschaftspflege 153 Arbeitnehmer (Vorjahr 159), auf den Bereich Technik und Instandhaltung 44 Arbeitnehmer (Vorjahr 45), auf den Bereich Medizintechnik 9 Arbeitnehmer (Vorjahr 7) sowie auf den Verwaltungsbereich 4 Arbeitnehmer (Vorjahr 4). Zum Stichtag waren in der PRO Klinik Service GmbH 205 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 218). Der Jahresüberschuss in Höhe von € 482.761,78 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäftsführer der Gesellschaft ist seit dem 15.07.2024 Herr Alexander H. Lottis, PRO Klinik Holding GmbH. Im Geschäftsjahr 2023 war Herr Dr. Gunnar Pietzner, Diplom- Kaufmann, PRO Klinik Holding GmbH der Geschäftsführer der Gesellschaft. Der Geschäftsführer erhält von der PKS keine Vergütung, seine Tätigkeit ist mit der Dienstleistungsumlage abgegolten. Mutterunternehmen i. S. d. § 285 Nr. 14 HGB ist die PRO Klinik Holding GmbH, Neuruppin. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister Neuruppin unter HR B 7969 sowie beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und bekannt gemacht. Das Mutterunternehmen, die Ruppiner Kliniken GmbH, befindet sich in einer angespannten Liquiditätslage. Um insolvenzrechtliche Konsequenzen zu vermeiden, hat die Geschäftsführung der Ruppiner Kliniken GmbH in 2024 ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ETL in Auftrag gegeben. Die Umsetzung der konkret benannten Sanierungsmaßnahmen zielt darauf ab, eine drohende Illiquidität und/oder eine etwaige drohende Überschuldung der Ruppiner Kliniken GmbH im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden. Zur weiteren Stabilisierung der Liquidität wurde im Jahr 2024 durch den Landkreis Ostprignitz-Ruppin ein Liquiditätszuschuss in Höhe von 3 Mio. EUR und ein Darlehen in Höhe von 10 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Zur Überbrückung kurzfristiger finanzieller Engpässe kann darüber hinaus ein Kontokorrentkredit aus dem Cashpoolvertrag mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Höhe von 4 Mio. EUR in Anspruch genommen werden. Unter Berücksichtigung der dargelegten Aspekte verfügt die Ruppiner Kliniken GmbH im Prognosezeitraum über eine hinreichende Liquidität. Die Zahlungsfähigkeit des Klinikums und folglich die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sind abhängig von der finanziellen Unterstützung durch den Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Der Landkreis hat sich im November 2024 zu weiteren Finanzmitteln für das Klinikum über 5 Mio. EUR bereit erklärt. Durch die finanzielle Unterstützung des Landkreises ist die Liquidität des Klinikums nach der zugrundeliegenden Planung für den Prognosezeitraum sichergestellt. Sofern es zu Abweichungen hinsichtlich der Planungsannahmen mit negativen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit kommt und in diesem Falle ergänzende Finanzierungsvereinbarungen mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin nicht getroffen werden, wäre der Bestand der Ruppiner Kliniken GmbH und somit auch der PKS gefährdet. Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus.
Neuruppin, den 20. Januar 2025 Alexander Lottis, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Geschäftsgrundlagen Die Gesellschaft gehört zu dem seit dem 1. Januar 2007 bestehenden Konzernverbund der PRO Klinik Holding GmbH. Sitz der Gesellschaft ist die Fehrbelliner Straße 38 in 16816 Neuruppin. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr bezieht sich neben der Vermietung und dem Verkauf von Gewerbe- und Wohnobjekten auf die Erbringung von Dienstleistungen. Die im Wesentlichen für die Konzerngesellschaften erbrachten Dienstleistungen umfassen neben Verpflegungs-, Reinigungs- und Wachschutzleistungen des Weiteren Park- und Landschaftspflegeleistungen sowie technische Dienstleistungen. Letztere umfassen auch die Unterhaltung der Gebäude sowie die Durchführung von Bauplanungen und die Bauprojektbegleitung. Diese Geschäfte finden in erster Linie am oben genannten Sitz der Gesellschaft statt. Im vergleichsweise geringen Maße werden auch Leistungen an anderen Orten des Landkreises Ostprignitz-Ruppin erbracht. Diese umfassen Leistungen für Dritte bzw. Leistungen für die Versorgung der anderen Standorte des Konzerns. 1.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen werden, das aufgrund des außerordentlichen Ertrags aus dem Verkauf des Mietobjektes Wulffenstraße weit über den ursprünglichen Planansatz liegt. In den technischen Bereichen, in der Park- und Landschaftspflege, in der Medizintechnik, im Wachschutz und in den Bereichen der Wirtschaftsdienste ist auf Grund der Erfordernis des Geschäftsumfeldes der Ruppiner Kliniken GmbH eine beständige Auslastung zu verzeichnen. Der Vermietungsstand der Wohnobjekte der Gesellschaft war in 2023, wie in den Geschäftsjahren zuvor, weiterhin sehr gut. Ein Leerstand, wenn überhaupt, ist nur kurzfristig bei Mieterwechsel zu verzeichnen. Bei einem Bestand von 131 Wohneinheiten (davon ein Einfamilienhaus) (im Vorjahr 152) standen zum Stichtag 31. Dezember 2023 12 Wohneinheiten leer. Diese Wohnungen werden als Werkswohnungen für neue Mitarbeiter des PRO Klinik Holding Konzerns freigehalten. Die vorhandenen Gewerbeflächen von ca. 1.900 m 2 sind fast komplett vermietet. Die bereits im Jahr 2020 begonnenen Umbaub- zw. Instandsetzungsarbeiten im Wohnheim Treskow wurden und werden mit der weiteren Erstellung von Apartments durch die PKS fortgeführt. Diese Bauleistungen werden jeweils nur mit freien Kapazitäten im Haupttätigkeitsfeld der Dienstleistungserbringung für die Ruppiner Kliniken durchgeführt und erbracht. Zum 31.12.2023 konnten daher 75 % der 3.400 m 2 Gesamtfläche an eine Konzerngesellschaft vermietet werden. Bei Fertigstellung von weiteren Apartments wird der Vermietungsgrad 2024 ab Mai 90 % im Objekt betragen. Im Geschäftsjahr 2023 haben die Projektentwicklung / -steuerung und die technische Abteilung neben den Bau- und Planungsleistungen überwiegend Dienstleistungen im Bereich der Betriebstechnik für die Unternehmungen des Konzernverbundes der PRO Klinik Holding GmbH erbracht. Das in der Betriebsvereinbarung über die Vergütungsgrundsätze in der PRO Klinik Service GmbH unternehmensinterne Entgeltmodell (für die nicht an allgemeinverbindliche Tarifverträge gebundenen Gewerke) wurde in Abstimmung mit dem Betriebsrat für das Jahr 2023 zum 01.01.2023 umgesetzt. Eine weitere Fortschreibung ist auf Grund der wirtschaftlichen Lage des Geschäftsumfeldes der Ruppiner Kliniken GmbH nicht erfolgt. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 sowie 14675 wurde in 2023 für den Bereich "Brandmeldetechnik" erfolgreich durchgeführt. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Aus dem Verkauf eines Wohnobjektes wurde ein außerordentlicher Ertrag realisiert, der dazu führt, dass das geplante Ergebnis von T€ 250 mit T€ 483 weit übertroffen wurde. Aufgrund des Jahresüberschusses und der durch die planmäßigen Kredittilgungen verbesserten Bilanzstruktur im Geschäftsjahr erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 55,2 % im Vorjahr auf 57,7 % im Geschäftsjahr 2023. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft eine Bilanzsumme von T€ 11.038 (Vorjahr T€ 10.675) aus. Branchentypisch stellt das Anlagevermögen mit T€ 8.595 (Vorjahr T€ 9.019) den größten Vermögenswert dar, bezogen auf die Bilanzsumme 77,9 % (Vorjahr 84,5 %). Die Verringerung des Anlagendeckungsgrades ist im Wesentlichen auf den Verkauf des Mietobjektes Wulffenstraße zurückzuführen. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital und langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital gedeckt. Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist auch weiterhin unter dem Einfluss der Auswirkungen des Kriegsgeschehens in der Ukraine und der damit einhergehenden allgemeinen Kostensteigerung zu betrachten. Mit T€ 12.190 (Vorjahr T€ 11.287) konnte eine deutliche Steigerung (+T€ 903) der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr erreicht werden, die Erwartungen des Wirtschaftsplanes mit einer Umsatzsteigerung von T€ 944 wurden jedoch nicht erfüllt. Sowohl die Gestellungsleistungen an die verbundenen Unternehmen konnten im Vorjahresvergleich um T€ 386 gesteigert werden, als auch die Erlöse aus Verpflegungsleistungen (+ T€ 496), wobei dies im Wesentlichen auf die Erlöse im Bereich der Patientenverpflegung zurückzuführen ist. Die Erlössteigerung um T€ 494 in diesem Bereich ist überwiegend auf Preisanpassungen auf Basis der gestiegenen Lebensmittelpreise zurückzuführen. Innerhalb der Gestellungsleistungen ist der konzerninterne Umsatz aus Reinigungsleistungen im Geschäftsjahr um T€ 188 gestiegen und auch die Reinigungsumsätze gegenüber Dritten bzw. konzerninternen Sondereinigungen nahmen mit +T€ 14 wieder eine positive Entwicklung. Die Steigerung der Sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 867 ist wesentlich durch den Verkauf des Wohnobjektes und den damit einhergehenden Ertrag aus dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 793) geprägt. Daneben wirken sich die über die Verbrauchsabrechnungen Strom, Gas und Fernwärme erstmalig ausgereichten Entlastungsbeträge zur Kompensation der gestiegenen Energiepreise (T€ 96) aus. Die Entwicklung des Materialaufwandes (+T€ 466) ist insbesondere durch den Anstieg im Bereich der Lebensmittel bewirkt (T€ 267) sowie durch gestiegene Kosten für die Energieversorgung (T€ 199). Da die Leistungen im Bereich Verpflegung im Vorjahresvergleich nicht signifikant erhöht wurden, ist hier der Kostenanstieg nahezu vollständig auf die allgemeinen Preissteigerungen im Lebensmitteleinkauf zurückzuführen. Die gestiegenen Energiekosten können durch die gewährten Zuschüsse aus den Preisbremsen nur teilweise kompensiert werden. Da die Abrechnung der Betriebskosten aus den vermieteten Objekten größtenteils erst im Folgejahr erlöswirksam werden, wirkt sich dies auch auf die Materialaufwandsquote aus, die von 23,2 % im Vorjahr auf 24,7 % ansteigt. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Jahresdurchschnitt von 215 (174,3 VK) auf 210 (173,1 VK) verringert. Gegenläufig zu den gesunkenen Mitarbeiterzahlen wirken sich Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter in den technischen Bereichen, insbesondere dem Bereich Medizintechnik sowie die in 2023 ganzjährig wirksame Mindestlohnerhöhung aus und führen zu einem Anstieg der Personalkosten um T€ 776. Damit korrespondierend erhöhte sich die Personalaufwandsquote von 61,9 % auf 63,7 %. Die Abschreibungen bewegen sich leicht unter dem Vorjahresniveau. Insbesondere gestiegene Kosten für Aus- und Weiterbildung (+T€ 46) sowie für Wartungen und Reparaturen (+T€ 47) bewirken die Entwicklung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die um T€ 110 über denen des Vorjahres liegen. Die maßgeblichen Investitionen sind zu einem erheblichen Teil fremdfinanziert. Die im Geschäftsjahr erfolgten Tilgungen, bewirken den Rückgang der Zinsbelastung um T€ 5. Für ein Darlehen bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, dessen Zinsbindungsfrist im Geschäftsjahr endete, wurde das Sonderkündigungsrecht in Anspruch genommen. Das Darlehen wurde mit € 238.774,55 im März 2023 vollständig getilgt. Der jahrelang bestehende Körperschaftsteuerliche Verlustvortrag ist mit dem Veranlagungszeitraum 2022 aufgebraucht, so dass im Geschäftsjahr 2023 wieder die volle Steuerlast zum Tragen kommt. Des Weiteren wirkt sich auf die Entwicklung des Steueraufwandes aus, dass das verkaufte Wohnobjekt in der Vergangenheit steuerlich abgewertet war. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft war im Jahr 2023 gesichert. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichten aus, um den laufenden sowie den Darlehensverpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag über einen Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 443 (Vorjahr T€ 462), davon T€ 161 (Vorjahr T€ 250) im Cashpool. Kurzfristig nicht benötigte Finanzmittel sind außerhalb des Cashpools angelegt worden. Zur Sicherstellung der zukünftigen Liquidität wird auf die Ausführungen des "Prognose-, Risiko- und Chancenberichts" verwiesen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ist geordnet. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Während durch die enge Anbindung an den Konzern sowohl Chancen als auch Risiken für die Gesellschaft bestehen, sind den Chancen im Vermietungsbereich Grenzen gesetzt. Die Gesellschaft kann Wachstumspotential aktuell nur noch durch Mieterhöhungen erreichen, da es mittelfristig keine Bestanderweiterungen in diesem Geschäftsbereich geben wird. Chancen ergeben sich des Weiteren im Zusammenhang mit dem Verkauf von Objekten. Die Gesellschaft bewegt sich innerhalb des Konzerns in einem an und für sich stabilen, aber zunehmend schwierigeren Geschäftsumfeld. Die Gesellschaften des Konzerns, vor allem im Bereich der Gesundheitsversorgung, haben langfristig einen Bedarf an Instandhaltungs-, Verpflegungs-, Reinigungs- und Parkleistungen, stehen jedoch ihrerseits unter einem zunehmenden Kostendruck. Vorgenommene Einsparungen wirken sich somit unmittelbar auf die Ertragssituation der Gesellschaft aus. Das Leistungsspektrum im Instandhaltungsbereich wird dauerhaft, aufgrund eines bau- und betreuungsintensiven Pavillonstils, benötigt. Die permanenten Instandhaltungsprojekte sowie bereits begonnene bzw. in näherer Zukunft geplante Baumaßnahmen stellen sicher, dass die Gesellschaft mit dem bestehenden Mitarbeiterpool in diesem Bereich ausgelastet sein wird. Die mittelfristige Auslastung der Bauplanung wird stark von der Investitionsfähigkeit der Konzerngesellschaften abhängen. Im Bereich der Reinigung ist mit Abschluss des Geschäftsjahres 2023 eine stabile Leistungserbringung innerhalb des Konzernverbundes zu verzeichnen. Mittelfristig ist weiterhin eine Reduzierung der personellen Ressourcen nicht vorgesehen, da hier der hohe Altersdurchschnitt der Mitarbeiter und die damit verbundenen Übertritte in das Rentenalter sowie das erhöhte Ausfallrisiko zu berücksichtigen ist. Rentenübertritte werden kontinuierlich durch Neueinstellungen ausgeglichen. Die Sicherung des derzeitigen und mittelfristigen Fachkräftebedarfs im Bereich des Bauhandwerkes und der Gebäudetechnik stellt eine Herausforderung für die Gesellschaft da. Hier gilt es durch konsequente Ausbildung, Weiter- und Fortbildung eine stabile Grundlage der Bewältigung der zukünftigen Anforderungen zu schaffen. Die gesetzliche Steigerung des Tariflohnes in der Glas- und Gebäudereinigung führte im laufenden Geschäftsjahr zu einer Steigerung der Personalkosten in diesem Bereich. Der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn wurde in der 1. Stufe zum 1. Oktober 2022 angehoben, die 2. Stufe erfolgte zum 1. Januar 2024. Weitere erneute Steigerungen der Mindestlöhne aus den für verschiedene Bereiche der PKS geltenden allgemeinverbindlichen Tarifverträgen sind zu erwarten. Dies verursacht ebenfalls eine weitere Steigerung der Lohnkosten des Unternehmens. Diese können nur durch Preissteigerung finanziert werden. Hier besteht das Risiko, diese nicht durchsetzen zu können und mögliche Kundenverluste oder Einbußen im Auftragsvolumen zu erleiden. Auch für die konzerninterne Leistungserbringung kann es auf Grund des zunehmenden Kostendruckes im Kerngeschäft (medizinische Behandlung) zu einem Auftragsrückgang kommen. Die Situation auf dem lokalen privaten Wohnungs- und Immobilienmarkt wird als konstant eingeschätzt. Jedoch besteht mittelfristig das Erfordernis den Qualitätsstandard durch Renovierungsmaßnahmen zu erhöhen, um auch perspektivisch einen guten Vermietungsstand realisieren zu können. Während die in den Vorjahren durchgeführten Sanierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Finanz- und Ertragssituation der PKS dienten, muss die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auch auf lange Sicht sichergestellt werden. Durch die kontinuierliche organisatorische und inhaltliche Planung und Steuerung der einzelnen Dienstleistungssektoren wird dies gewährleistet. Die Gesellschaft strebt trotz der sich ergebenen Risiken weiterhin eine stabile wirtschaftliche Entwicklung an. Mehr als 85 % der erbrachten Leistungen werden ausschließlich für die Gesellschaften innerhalb des Konzerns erbracht. Dementsprechend ist die Leistungsentwicklung von der Entwicklung und Nachfrage von Seiten der übrigen Gesellschaften des Konzerns abhängig. Die Gesellschafterin der PKS, die Ruppiner Kliniken GmbH, befindet sich in einer angespannten Liquiditätslage. Um insolvenzrechtliche Konsequenzen zu vermeiden, hat die Geschäftsführung der Ruppiner Kliniken GmbH in 2024 ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ETL in Auftrag gegeben. Die Umsetzung der konkret benannten Sanierungsmaßnahmen zielt darauf ab, eine drohende Illiquidität und/oder eine etwaige drohende Überschuldung der Ruppiner Kliniken GmbH im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden. Zur weiteren Stabilisierung der Liquidität wurde im Jahr 2024 durch den Landkreis Ostprignitz-Ruppin ein Liquiditätszuschuss in Höhe von 3 Mio. EUR und ein Darlehen in Höhe von 10 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Zur Überbrückung kurzfristiger finanzieller Engpässe kann darüber hinaus ein Kontokorrentkredit aus dem Cashpoolvertrag mit Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Höhe von 4 Mio. EUR in Anspruch genommen werden. Unter Berücksichtigung der dargelegten Aspekte verfügt die Ruppiner Kliniken GmbH im Prognosezeitraum über eine hinreichende Liquidität. Die Zahlungsfähigkeit des Klinikums und folglich die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sind abhängig von der finanziellen Unterstützung durch den Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Der Landkreis hat sich im November 2024 zu weiteren Finanzmitteln für das Klinikum über 5 Mio. EUR bereit erklärt. Durch die finanzielle Unterstützung des Landkreises ist die Liquidität des Klinikums nach der zugrundeliegenden Planung für den Prognosezeitraum sichergestellt. Sofern es zu Abweichungen hinsichtlich der Planungsannahmen mit negativen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit kommt und in diesem Falle ergänzende Finanzierungsvereinbarungen mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin nicht getroffen werden, wäre der Bestand der Ruppiner Kliniken GmbH und somit auch der PKS gefährdet. Das Leistungsgeschehen im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 liegt leicht unter dem geplanten Niveau, da unter anderem aufgrund bestehender Personalengpässe im Geschäftsbereich Reinigung nicht alle geplanten Leistungen erbracht werden können. Die Geschäftsführung geht zum Zeitpunkt der Berichtserstellung davon aus, dass die geplanten Umsatzerlöse auch bis zum Jahresende nicht erreicht werden, aber das ursprünglich geplante Jahresergebnis aufgrund von Kosteneinsparungen insbesondere im Personalbereich erwirtschaftet werden wird. Bei geplanten Umsatzerlösen in Höhe von T€ 12.848 wird für 2024 ein positives Ergebnis in Höhe von T€ 253 erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025 ist eine Steigerung der Umsatzerlöse auf T€ 13.143 geplant aufgrund von Preisanpassungen im Zusammenhang mit der Mindestlohnerhöhung zum 01.01.2025 und prognostizierten Kostensteigerungen in den Bereichen Materialaufwand und Sonstigem betrieblichen Aufwand, eine Steigerung des Jahresgewinns ist damit nicht verbunden, er wird in einer Höhe von T€ 246 erwartet.
Neuruppin, den 20. Januar 2025 Alexander Lottis, Geschäftsführer |
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