Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 27672
Vorher
AUCTUS 120. Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
1.9.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Geändert, nun: Der Erwerb, das Halten, das Verwalten und Verwerten von Gesellschaften und Unternehmen im In- und Ausland, insbesondere von Unternehmen, die im Bereich Ingenieurwesen, Erdbau, Straßenbau, Kabelleitungstiefbau, Kanalbau, Spezialtiefbau sowie Recycling bzw. Materialwirtschaft tätig sind sowie die Erbringung von Managementleistungen an Beteiligungsunternehmen und aller sonstiger damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen (Führungs- und Funktionsholding).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Ströder
seit 15.11.2024
Prokura
Christian Letschert
seit 15.11.2024
Prokura
Dirk Dirk Sojka
seit 12.3.2021
Geschäftsführer
Ralf Sojka
seit 12.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
JLH GmbHEigenbeteiligung
0.73%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TERRAS Gruppe GmbH
Germany
47.967 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Terras Holding GmbH

Oberraden (vormals: Krunkel)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Engeltlich erworbene Software und Lizenen 66.445,48
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 42.704.507,13
42.770.952,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.366.086,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.629.040,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.403.045,99
4. Anlagen im Bau 112.285,51
24.510.457,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.592,50
2. Beteiligungen 232.155,96
310.748,46
Summe Anlagevermögen 67.592.159,02
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 817.724,66
2. unfertige Leistungen 31.206.316,68
3. Erhaltene Anzahlungen -31.206.316,68
817.724,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.177.052,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.279,17
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 51.401,24
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.572.316,18
7.827.049,18
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17.735.389,31
Summe Umlaufvermögen 26.380.163,15
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 918.204,33
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 474.807,77
95.365.334,27

PASSIVA

31.12.2022
EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 38.642,00
II. Kapitalrücklage 153.541,26
III. Konzernbilanzverlust -1.702.315,42
IV. Nicht beherrschende Anteile 1.035.324,39
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 474.807,77
Summe Eigenkapital -,--
A. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.772.010,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 91.680,00
2. Steuerrückstellungen 7.545.093,77
3. Sonstige Rückstellungen 4.211.776,34
Summe Rückstellungen 11.848.550,11
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.046.209,64
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 371.467,14
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.349.133,60
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 17.259.782,48
5. Sonstige Verbindlichkeiten 12.593.923,30
- davon aus Steuern: € 1.252.586,60
- davon im Rahmen der soz. Sicherheit: € 250.454,51
Summe Verbindlichkeiten 80.620.516,16
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 124.258,00
95.365.334,27

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
1. Umsatzerlöse 35.319.304,22
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 73.499,66
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 132.149,49
4. Sonstige betriebliche Erträge 739.254,80
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -9.521.201,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.789.758,91
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.020.187,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.823.721,59
- davon für Altersversorgung: € 583.824,14
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.717.583,47
b) auf die Geschäfts- oder Firmenwerte -1.615.572,00
c) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -61.394,13
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.329.715,97
9. Erträge aus der Auflösung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung 308.322,81
10. Erträge aus anderen Wertpapieren 1.724,83
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.072,27
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.027.247,26
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.073.639,30
14. Ergebnis nach Steuern -1.392.694,00
15. Sonstige Steuern -32.494,16
16. Aufgrund einer stillen Beteiligung abgeführte Gewinne -29.250,01
17. Konzernjahresfehlbetrag -1.454.438,17
18. Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresergebnis -171.362,44
19. Konzernverlustvortrag -76.514,81
20. Konzernbilanzverlust -1.702.315,42

KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
T€
Konzernjahresfehlbetrag -1.454
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.333
+ Zunahme der Rückstellungen 97
+ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 700
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.441
- Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -197
+ Zinsergebnis 1.014
+ Ertragsteueraufwand 1.073
- Ertragsteuerzahlungen -1.045
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.920
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 555
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.122
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögens -79
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -30.616
+ Erhaltene Zinsen 13
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -32.249
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 10
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 34.644
+ Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14.244
- Gezahlte Zinsen -1.027
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 47.871
Zahlungsmittelwirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 13.702
+ Finanzmittelfonds am Jahresanfang 4.033
Finanzmittelfonds am Jahresende 17.735
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds [T€] 31.12.2022
Liquide Mittel 17.735
Finanzmittelfonds am Jahresende 17.735

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL 2022 FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmen (MU)
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand am 01.01.2022 38.642,00 153.541,26
1. Ergebnisverwendung -,-- -,--
2. Änderung des Konsolidierungskreises -,-- -,--
3. Konzernjahresfehlbetrag -,-- -,--
Stand am 31.12.2022 38.642,00 153.541,26
Eigenkapital des Mutterunternehmen (MU)
Konzernverlustvortrag Konzernergebnis das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 01.01.2022 -76.514,81 -76.514,81 39.153,64
1. Ergebnisverwendung -,-- 76.514,81 76.514,81
2. Änderung des Konsolidierungskreises -,-- -,-- -,--
3. Konzernjahresfehlbetrag -,-- -1.625.800,61 -1.625.800,61
Stand am 31.12.2022 -76.514,81 -1.625.800,61 -1.510.132,16
Nicht beherrschende Anteile (Minderheiten)
Minderheiten vor Konzernergebnis und Währungsumrechnung Auf Minderheiten entfallendes Jahresergebnis Summe
Stand am 01.01.2022 -,-- -,-- -,--
1. Ergebnisverwendung -,-- -,-- -,--
2. Änderung des Konsolidierungskreises 863.961,95 -,-- 863.961,95
3. Konzernjahresfehlbetrag -,-- 171.362,44 171.362,44
Stand am 31.12.2022 863.961,95 171.362,44 1.035.324,39
Konzerneigenkapital
Stand am 01.01.2022 39.153,64
1. Ergebnisverwendung 76.514,81
2. Änderung des Konsolidierungskreises 863.961,95
3. Konzernjahresfehlbetrag -1.454.438,17
Stand am 31.12.2022 -474.807,77

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Allgemeine Angaben

Die Terras Holding GmbH hat ihren Sitz in Oberraden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HR B 27672 eingetragen.

Die Terras Holding GmbH, Oberraden (vormals: Krunkel), ist Mutterunternehmen eines Konzerns i. S. v. § 290 HGB. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB i. V. m. den §§ 244 ff. und §§ 265 ff. HGB aufgestellt. Die Erstkonsolidierung der am 31. Dezember 2021 bereits bestehenden Tochtergesellschaften erfolgte zum 01. Januar 2022.

Nach § 297 Abs. 1 HGB bildet der Konzernanhang zusammen mit der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel den Konzernabschluss.

Bei der Gliederung des Konzernanhangs wurde der Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit berücksichtigt.

Die Terras Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Die Terras West GmbH, die WWB Tiefbaugesellschaft mbH, die WWB Erddeponiegesellschaft mbH, Krunkel, die Energie- und Brennstoffpark Krunkel GmbH, Krunkel, die Seidler Holding GmbH, Neuss, die Seidler Tiefbau GmbH, Neuss, die Terras Süd GmbH, Weinsberg, die Riedmüller Bau GmbH, Weinsberg, AS Asphaltbau Holding GmbH, Kaufbeuren, AS Asphaltbau Schmidle GmbH, Kaufbeuren, Terras Spezialtiefbau GmbH, Netphen, Demler Spezialtiefbau GmbH & Co. KG, Netphen, Demler Baugeräte GmbH & Co. KG, Netphen und Demler Spezialtiefbau GmbH (ehemals ASL Vermögensverwaltungs GmbH), Netphen nehmen die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Der Konzern hat die Erleichterungen gem. § 313 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB genutzt.

Angaben zum Konsolidierungskreis und zu den Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss sind neben der Terras Holding GmbH (als Mutterunternehmen) mit Ausnahme der Terras Rail GmbH, Oberraden, der Blitz 22-855 GmbH, München und der Terras Services GmbH, Kassel alle Tochterunternehmen einbezogen. Weitere Beteiligungen hält die Terras Holding GmbH nicht.

Die Terras Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen halten die nachfolgenden Beteiligungen:

Baustoff-Aufbereitung Siegerland GmbH & Co. KG mit Sitz in Siegen. Der Anteil am Kapital beträgt 14,3%. Das Eigenkapital im Jahresabschluss 2021 beläuft sich auf T€ 1.353 bei einem Jahresüberschuss von T€ 249.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach der Maßgeblichkeit des Bilanzierungs- und Bewertungsrahmens des Mutterunternehmens. Ansätze und Werte in den Einzelabschlüssen, die nicht den einheitlichen zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Konzernabschlusses entsprechen, sind vor der Konsolidierung angepasst bzw. neu bewertet worden, sofern die Auswirkungen von wesentlicher Bedeutung waren.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Stichtag des Jahresabschlusses der Terras Holding GmbH, demnach zum 31. Dezember. Abweichende Bilanzstichtage bei den Tochtergesellschaften liegen nicht vor.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Anschaffungskosten für die Anteile an dem Tochterunternehmen werden mit dem entsprechenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung verrechnet.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Es liegen keine wesentlichen eliminierungspflichtigen Zwischengewinne vor.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und des Konzernanhangs beachtet worden.

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den gesetzlichen Schemata gemäß §§ 266, 275 i.V.m. § 298 HGB gegliedert, wobei für die Ergebnisrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind den Tochterunternehmen von dem Mutterunternehmen in Form von Konzern-Bilanzierungsrichtlinien vorgegeben. Danach waren die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzupassen ("Handelsbilanz II").

Soweit Ermessensentscheidungen in Bezug auf den Grund, den Umfang und den Zeitpunkt des Ansatzes von Vermögensgegenständen und Schulden zu treffen waren, wurde eine zum Vorjahr vergleichbare Ermessensentscheidung angestrebt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wird gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (going-concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt Folgendes:

AKTIVA

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Abgänge werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgebucht.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Abzug von nachträglichen Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, falls Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens zum Bilanzstichtag mit einem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen sind. Die Abschreibungen werden sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von zurechenbaren Gemeinkosten bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert in der Bilanz unter den Vorräten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt, abzüglich Wertberichtigung für individuell ermittelte Einzelrisiken sowie einer Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kreditrisikos.

Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

Der Ansatz der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten folgt den Vorschriften des § 250 Abs. 1 und 3 HGB.

PASSIVA

Die Pensionsrückstellungen betrifft eine Zuschussverpflichtung des Arbeitgebers zur betrieblichen Altersvorsoge (Unterstützungskasse) in einer der Tochtergesellschaften. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgte gemäß § 14 Absatz 1 Satz 4 BewG unter Berücksichtigung von Vervielfältigern zur Berechnung des Kapitalwerts nach der am 9. Juli 2021 veröffentlichten Allgemeinen Sterbetafel 2018/2022 des Statistischen Bundesamtes unter Berücksichtigung von Zwischenzinsen und Zinseszinsen mit 5,5%.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren und dem Grunde nach vorhandenen Risiken und Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden gegebenenfalls verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuer unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen wird nachfolgend in einem Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind historische Werte angesetzt worden.

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022 Erstkonsolidierung Zugänge zum 01.01.2022 Erstkonsolidierung Zugänge laufendes Geschäftsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen -,-- 74.942,48 -,--
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -,-- 11.621.646,73 32.698.432,40
-,-- 11.696.589,21 32.698.432,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke -,-- 3.032.321,76 329.054,77
2. Technische Anlagen und Maschinen -,-- 5.871.390,14 11.784.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -,-- 995.549,43 2.438.142,70
4. Anlagen im Bau
-,-- -,-- 4.800,00
-,-- 9.899.261,33 14.555.997,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -,-- -,-- -,--
2. Beteiligungen -,-- 27.580,00 204.575,96
-,-- 27.580,00 204.575,96
TOTAL -,-- 21.623.430,54 47.459.005,83
Anschaffungskosten
Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen -,-- -,-- 74.942,48
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -,-- -,-- 44.320.079,13
-,-- -,-- 44.395.021,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 79.900,00 -,-- 3.441.276,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.308.553,74 184.350,00 18.779.593,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 590.999,56 155.682,19 3.869.009,50
4. Anlagen im Bau
142.302,91 34.817,40 112.285,51
2.121.756,21 374.849,59 26.202.165,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.592,50 -,-- 78.592,50
2. Beteiligungen -,-- 232.155,96
78.592,50 -,-- 310.748,46
TOTAL 2.200.348,71 374.849,59 70.907.935,49
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen -,-- 8.497,00 -,-- 8.497,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -,-- 1.615.572,00 -,-- 1.615.572,00
-,-- 1.624.069,00 -,-- 1.624.069,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke -,-- 75.190,37 -,-- 75.190,37
2. Technische Anlagen und Maschinen -,-- 1.167.248,59 16.695,00 1.150.553,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -,-- 466.647,51 684,00 465.963,51
4. Anlagen im Bau
-,-- -,-- -,-- -,--
-,-- 1.709.086,47 17.379,00 1.691.707,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -,-- -,-- -,-- -,--
2. Beteiligungen -,-- -,-- -,--
-,-- -,-- -,-- -,--
TOTAL -,-- 3.333.155,47 17.379,00 3.315.776,47
Buchwert
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 66.445,48
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 42.704.507,13
42.770.952,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 3.366.086,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.629.040,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.403.045,99
4. Anlagen im Bau
112.285,51
24.510.457,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.592,50
2. Beteiligungen 232.155,96
310.748,46
TOTAL 67.592.159,02

Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Der durch die Kapitalkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert (M€ 44,3) wird planmäßig über die Dauer von 10 Jahren abgeschrieben, da keine verlässliche Schätzung der Nutzungsdauer möglich ist (§ 253 Abs. 3 S. 3, 4 HGB).

Der durch die Kapitalkonsolidierung entstandene passivische Unterschiedsbetrag (M€ 3,l) entsteht aufgrund der Begründung eines Mutter-Tochter-Verhältnisses im Wege der Sacheinlage. Die Auflösung erfolgt erfolgswirksam und korrespondierend zur Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Die Gliederung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ergibt sich aus der Konzernbilanz. Sie haben sämtlich eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen i. H. v. T€ 325 abgesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von T€ 58 gebildet.

Bei den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Kapitalanteilen handelt es sich um das Stammkapital der Muttergesellschaft. Es beträgt T€ 38.462 und ist voll eingezahlt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 1.253 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 250.

Sie werden im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Diesem sind auch die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten zu entnehmen.

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr von einem bis fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.046 5.026 18.516 22.505
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 371 371 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.349 4.349 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 17.260 0 2.142 15.118
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 12.594 10.591 0 2.003
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Gesamt 80.621 20.337 20.658 39.626
(Vorjahr Gesamt) (0) (0) (0) (0)

Für die oben dargestellten Verbindlichkeiten sind folgende Sicherheiten bestellt:

Sicherungsübereignung der Geschäftsanteile an Tochtergesellschaften,

Branchenübliche Eigentumsvorbehalte an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,

Abtretung der gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,

Sicherheitsübereignung des (bestehenden und künftigen) Warenlagers und des Anlagevermögens (mit Ausnahme des beweglichen Anlagevermögens),

Verpfändung der gegenwärtigen und zukünftigen Kontoguthaben der in Deutschland geführten Bankkonten.

Die latenten Steuer beruhen sämtlich auf Differenzen im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens und auf nachfolgenden Berechnungsgrundlagen:

Bemessungsgrundlage Steuersatz latente Steuer
Betroffenes Unternehmen (€) (+) aktiv (-) passiv
AS Asphaltbau Schmidle GmbH -453.912 27,375 % - 124.258

Die latenten Steuern wurden aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr gebildet.

Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen in vollem Umfang auf Deutschland. Im Ausland sind keine Umsatzerlöse angefallen.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt ein Betrag von T€ 74 auf periodenfremde Aufwendungen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für technische Anlagen, Geschäftsräume und Fahrzeuge in Höhe von T€ 7.904.

Das Bestellobligo liegt im betriebsüblichen Rahmen.

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich unverändert zum Vorjahr ausschließlich aus den flüssigen Mitteln zusammen.

Nahestehende Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Personen zählen natürliche Personen sowie juristische Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen oder eines seiner Tochtergesellschaften beherrschen können oder die auf das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar wesentlich einwirken können, sowie diejenigen natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen beherrschen kann oder auf die es wesentlich einwirken kann. Es wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahen stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt.

Haftungsverhältnisse

Wesentliche Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB ist der Konzern nicht eingegangen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine deutlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erfordert hätten, sind nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres nicht eingetreten.

Der Krieg in der Ukraine hat keine direkten Auswirkungen auf das Ergebnis der Gesellschaft, da keine Kundenbeziehungen zu Unternehmen in den betroffenen Regionen (Ukraine, Russland) bestehen.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 wurde ein Kaufvertrag zum Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der BBU Dr. Schubert GmbH & Co. KG, Trendelburg vollzogen.

Das Stammkapital der Muttergesellschaft wurde nach dem Bilanzstichtag mit Eintragung vom 10. Januar 2023 von € 38.462,00 auf € 44.209,00 erhöht.

Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehören an:

Ralf Sojka, Ingenieur

Dr. Dirk Sojka, Kaufmann

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 i.V. m. § 286 Abs. 4 HGB analog verzichtet.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung der TERRAS Holding GmbH schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen wird von der Terras Holding GmbH, Oberraden, erstellt.

Sonstige Angaben

Das für die Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2022 anfallende Gesamthonorar wurde mit T€ 73 im Konzernabschluss zurückgestellt. Für sonstige Beratungsleistungen des Konzernabschlussprüfers sind im Geschäftsjahr Honorare über T€ 368 angefallen.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug getrennt nach Gruppen:

Leitende Angestellte Angestellte Gewerbliche Arbeitnehmer
1 34 123

Die Durchschnittswerte wurden abweichend von § 267 Abs. 5 HGB auf Basis von Monatswerten gebildet.

 

Oberraden, den 29. Juni 2023

Ralf Sojka, Geschäftsführer

Dr. Dirk Sojka, Geschäftsführer

KONZERNLAGEBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die TERRAS Holding GmbH, als Muttergesellschaft, wurde im August 2020, als Holding Gesellschaft mit Sitz in München errichtet. Mit Datum vom 23. November 2021 wurde der Sitz der Gesellschaft von Krunkel nach Oberraden verlegt. Die TERRAS Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden nachfolgend als TERRAS Tiefbau Gruppe bezeichnet.

Die TERRAS Tiefbau Gruppe positioniert sich als national tätiger Infrastrukturanbieter, der über eine horizontale Integration entlang der Wertschöpfungskette, vom Ingenieurbüro bis zur Materialentsorgung gruppenweite Synergien schafft. Der klassische Tiefbau ist dabei das Rückgrat der Gruppe und wird durch national tätige Nischenanbieter, wie z. B. Bauunternehmen im Spezialtiefbau, Straßenbau, Gleisbau, Kanalbau oder Ressourcenanbieter wie Steinbrüche oder Erddeponien komplementiert.

Deshalb ist die TERRAS Tiefbau Gruppe dabei, ein schlagkräftiges und flexibles Mittelstandsnetzwerk über ganz Deutschland zu spannen, in dem gemeinsam die zentralen Herausforderungen angegangen, bewältigt sowie Synergieeffekte genutzt werden können.

Buy-and-Build Konzept Tiefbau:

Das Buy-and-Build Konzept im Bereich Tiefbau (Abbruch/Rückbau, Erdbau, Straßenbau, Kanalbau, etc.) verfolgt eine Konsolidierung von mittelständischen Tiefbauunternehmen in wirtschaftsstarken Regionen in Deutschland. Das Zielbild zeigt regional verteilte Hubs ("Komplettanbieter"), welche sich über weitere regionale Zukäufe von Tiefbauunternehmen (Satelliten) sowie strategische Nischenanbieter (bspw. Spezialtiefbau) ergänzen.

Aufbau regionaler Hubs ("Komplettanbieter"):

Das Buy-and-Build Konzept sieht in der vorliegenden Holdingstruktur den Aufbau eines national tätigen Tiefbauunternehmens vor. Komplettanbieter mit ausreichender Größe (> € 2 Mio. EBIT) und starkem Management bilden in den vier Regionen Deutschlands (Nord, Ost, West, und Süd) die jeweilige Ankerunternehmung.

Zukauf von Satelliten und strategischen Nischenanbietern:

Die jeweiligen Ankerunternehmen fokussieren sich neben dem organischen Wachstum (Projekterweiterungen) auf Zukäufe von weiteren, regionalen Tiefbauunternehmen und Nischenanbietern, welche eine sehr gute Positionierung im Markt haben und/oder über einzigartige Ressourcen (Steinbrüche, Erddeponien, BIMSCHG-Genehmigungen) verfügen. Somit können komplexe Projekte dem Kunden ebenfalls aus einer Hand angeboten werden.

Synergiepotenziale:

Kunden: Größere Kunden (bspw. nationale Bauherren, Supermarktketten) können mit einem nationalen Ansatz (und starken regionalen Hubs) an den jeweiligen regionalen Niederlassungen betreut werden, sodass zusätzliches Cross-Selling Potenzial besteht.

Operative Maßnahmen: Vereinheitlichung bzw. Zentralisierung der Kalkulationsabteilung, Austausch von Maschinenpark und Mitarbeitern an regionalen Schnittpunkten, effiziente "Routengestaltung" / Auftragsabwicklung.

Ressourcen Oligopol: Strategische Ressourcen (Steinbrüche, Erddeponien, BIMSCHG- Genehmigungen u. a. für Bauschuttrecycling) reduzieren Kosten der Gruppe und sind ein USP im Markt.

In 2023 konnte bereits das Unternehmen BBU Dr. Schubert GmbH & Co KG erworben werden. Hierbei handelt es sich um ein Ingenieurbüro, dass auf Bodengutachten spezialisiert ist. Mit diesem Zukauf konnten wir unsere Wertschöpfungskette horizontal erweitern und den Grundstein der TERRAS Services Sparte legen.

2. Forschung und Entwicklung

Die TERRAS-Gruppe beschäftigt derzeit keine Mitarbeiter, die dediziert an F&E-Aufgaben arbeiten. Allerdings werden häufig Projektteams gebildet, die kleinere Innovationen (Programmierung individuelles DMS, Entwicklung halb-automatisches Controlling-Dashboard) und Optimierungen (3D-Vermessung, 3D-Steuerung) testen und implementieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur 1

Nachdem die Baubranche die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie besser als die meisten anderen Branchen überstanden hatte, schien Ende 2022 wieder etwas Normalität zurückzukehren. Die Bauwirtschaft ging mit einem historischen Auftragsbestand von 64,3 Mrd. € in das neue Jahr. Die Lieferketten funktionierten schrittweise besser und die Auftragseingänge stiegen. Dabei blieben die Erwartungen der Spitzenverbände der Bauwirtschaft mit einem Plus von 1,5 % für das Jahr 2022 moderat.

Die Hoffnung auf Normalität wurde Ende Februar durch Russlands Angriff auf die Ukraine abrupt zunichtegemacht. Durch den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine setzte eine wirtschaftliche Krise ein, die auch die Bauwirtschaft unmittelbar in Mitleidenschaft zog.

Die Befürchtungen realisierten sich zum Jahresende mit einem Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von real 5,1 %. Der Anstieg der Baupreise um 16,7 % im Laufe des Jahres hatte zwar die Umsätze nominal auf 160 Mrd. steigen lassen (+10,8 %), tatsächlich gebaut wurde aber deutlich weniger als im Vorjahr. Dabei ging der Wohnungsbau real um 4,5 % zurück, der Wirtschaftsbau um 4,4 % und der öffentliche Bau um 6,2 %.

Der Anstieg der Baupreise war in erster Linie den stark gestiegenen Material- und Energiepreisen geschuldet. Aufgrund weltweiter Probleme mit Produktion und Logistik verharren die Materialkosten auch jetzt noch auf historisch hohem Niveau: Dämmvlies +45 %, Bitumen +38 %, Betonstahl +32 %, Asphaltmischgut +26 %, Zement +21 %, erdölbasierte Kunststoffe 15-30 % (2022 verglichen mit 2021). Weitere mineralische Baustoffe wie Kies und Sand "hängten sich" an diesen Trend an. Insgesamt blieb die Baustoffbeschaffung für die Unternehmen - zeitlich und finanziell - sehr aufwendig.

Parallel dazu vervierfachten sich die Zinsen für Immobilienkredite.

Die Kapazitätsauslastung der Bauunternehmen war 2022 hoch, über 80 %. Parallel dazu stieg auch die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe noch einmal auf knapp 927.000 (+1,6 %). Wenn sich aber die Rahmenbedingungen für Bauinvestitionen 2023 nicht wieder bessern, werden die Beschäftigtenzahlen 2023 erstmals seit 2009 wieder sinken, geschätzt auf 920.000.

1 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Der Umsatz im Wohnungsbau erreicht 2022 gut 61 Mrd. €, was einem nominalen Zuwachs um 10,9 % entspricht, der preisgetrieben ist. Real entspricht dies einem Rückgang um 4,5 %. Insgesamt wurden nur noch etwa 280.000 WE fertiggestellt. 2

Gerade der Wohnungsbau wird wohl deutliche Einbußen verkraften müssen. Noch sind die Auftragsbücher gut gefüllt. Aber die Genehmigungszahlen sind in den letzten Monaten kontinuierlich zurückgegangen; 2022 fielen sie um 32.500 WE gegenüber dem Vorjahr auf etwa 350.000 WE (-8 %). Eine große Rolle spielt auch die Inflation und die dadurch gestiegenen Lebenshaltungskosten, die die Nachfrage der Verbraucher zusätzlich dämpfen. Der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung tut ein Übriges. Die Auftragseingänge sind im Laufe des Jahres 2022 dramatisch eingebrochen und lagen schließlich bei real -16,5 %.

Im Wirtschaftsbau lag der Umsatz bei knapp 57 Mrd. € (nominal +11,7 %, real -4,4 %), davon im Hochbau gut 32 Mrd. € (+11,2 %) und im Tiefbau 24,7 Mrd. € (+12,5 %). 3

Dabei bleibt die Nachfrage nach Lagergebäuden zur Pufferung der Materialengpässe aufwärtsgerichtet (+26 % real, nach umbautem Raum); bei Büro-, aber auch Fabrikgebäuden sinken dagegen die Genehmigungszahlen (-20 % bzw. -4 % umbauter Raum). Die Genehmigungen für Handelsgebäude halten ein Plus von 8 %.

Zentral für Investitionsentscheidungen im Wirtschaftsbau sind die allgemeinen Konjunkturaussichten, die derzeit durch extrem hohe Unsicherheit geprägt sind und daher bremsend wirken; ebenso wie die steigenden Baukosten. Die rückläufigen Auftragseingänge lassen in den nächsten Monaten sinkende Umsätze erwarten.

Dabei ist der Wirtschaftshochbau von den sinkenden Auftragseingängen deutlich stärker betroffen als der Tiefbau: Während die Auftragseingänge im Hochbau Ende 2022 auch nominal nur noch ein knappes Plus aufwiesen, lagen sie im Tiefbau sogar real über der Nulllinie; offensichtlich treiben hier die Investitionen der Deutschen Bahn, aber auch der Breitbandausbau und der Umbau der energetischen Infrastruktur den gewerblichen Tiefbau an.

Der öffentliche Bau brach 2022 real um 6,2 % ein (nominal +9,3 %) und erreichte nur einen Umsatz von 42 Mrd. €. Dabei wurden im Tiefbau 33,7 Mrd. € (real -5,7 %) und im Hochbau 8,3 Mrd. € (real -7,9 %) umgesetzt. Ganz offensichtlich hat der Bund mit seinen Investitionen nicht die eigenen Zielvorgaben erreicht. Besonders deutlich wurde dies bei der Autobahn GmbH, die ihre Projekte 2022 nur schleppend ausschrieb. 4

2 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023
3 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023
4 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die TERRAS Tiefbau Gruppe erstellt erstmals einen Konzernabschluss (Erstkonsolidierung 1. Januar 2022 für bereits bestehende Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2021 bzw. 1. Dezember und 31. Dezember 2022 für Zugänge zum Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2022), weshalb Vergleiche zu früheren Perioden und eine Ganzjahresbetrachtung aus Konzernsicht nicht möglich sind. Für Vergleichs- und Analysezwecke wurden daher für die Ertragslage u. a. die pro-forma Zahlen des Geschäftsjahres 2022 herangezogen. Diese stellen das Geschäftsjahr 2022 so dar, als wäre die TERRAS Tiefbau Gruppe bereits zum 1. Januar 2022 vollständig entstanden. Des Weiteren wurde auch die Budgetplanung 2022 (ohne Neuaquisitionen) sowie die Bilanzwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung herangezogen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Messung der Zielerreichung der TERRAS-Gruppe sowie der Einzelgesellschaften erfolgt über finanzielle Leistungsindikatoren. Diese Kennziffern sind der Geschäftsführung sowie der erweiterten Führungsebene bekannt und werden mindestens monatlich reflektiert, bewertet und ggf. mit Maßnahmen unterlegt. Wesentliche Kennzahlen in der Erfolgsanalyse sind die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + sonstige betriebliche Erträge) sowie das EBITA (Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Abschreibungen auf Firmenwerte und die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung).

a) Ertragslage

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Umsatz von ca. € 35,3 Mio. erzielt. Die Gesamtleistung betrug ca. € 35,5 Mio. und das EBITA betrug € 2 Mio. Das Konzernergebnis von € -1,5 Mio. ist insbesondere durch die einmalig ergebnisbelastenden Transaktionskosten für den Erwerb der Demler Gruppe und der AS Asphaltbau Schmidle GmbH sowie durch nicht zahlungswirksame Firmenwertabschreibungen und Erträge aus der Auflösung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von insgesamt € 1,3 Mio. belastet. Da die Gesellschaften erst im November, bzw. im Dezember gekauft wurden, konnten keine nennenswerten Umsätze konsolidiert werden. Die Ertragslage stellt sich insgesamt besser als in der Budgetplanung dar. Das Tochterunternehmen WWB Tiefbau konnte die geplante Gesamtleistung um € 1,6 Mio. übertreffen und die Seidler Tiefbau um € 2,5 Mio.

Im Geschäftsjahr 2022 konnten im November die AS Asphaltbau Schmidle GmbH gekauft werden und im Dezember die Demler Gruppe. Folglich wurde die AS Asphaltbau GmbH zum 1. Dezember 2022 konsolidiert und die Demler Gruppe zum 31. Dezember 2022. Wären beide Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2022 konsolidiert worden, würde die pro-forma Gesamtleistung € 89,8 Mio. betragen und das EBITA € 15,4 Mio. Somit ergibt sich eine EBITA-Marge bezogen auf die Gesamtleistung von 17,2%.

Fast alle TERRAS-Gruppengesellschaften können im Jahr 2022 auf ein außergewöhnlich positives Geschäftsjahr blicken. Einzig bei der Firma Riedmüller Bau GmbH mussten Umsatzrückgänge verzeichnet werden. Dies ist getrieben durch den Auftragsrückgang bei einem Hauptkunden.

b) Finanzlage

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern ein negatives Eigenkapital aus.

Die Rückstellungen betreffen insbesondere Steuerrückstellungen von € 3,4 Mio. und sonstige Rückstellungen von € 4,2 Mio. Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Personalrückstellungen, pauschale Gewährleistungsrückstellungen und Rückstelllungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Das langfristige Fremdkapital besteht im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 42,9 Mio.

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Die kurzfristig realisierbaren Forderungen und Vermögensgegenstände liegen über den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten. Die erforderliche Liquidität war während des Geschäftsjahres 2022 jederzeit gewährleistet. Aus der weiteren Geschäftsentwicklung sind aktuell keine Liquiditätsengpässe absehbar bzw. zu erwarten.

c) Vermögenslage

Im Anlagevermögen sind Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von € 41,3 Mio. ausgewiesen. Dieser Posten umfasst im Wesentlichen die Geschäfts- oder Firmenwerte, aus der nach der Neubewertungsmethode vorgenommenen Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen. Das Net Working Capital stellt sich wie folgt dar:

+ Vorräte € 0,8 Mio.
+ Forderungen LuL € 6,2 Mio.
- Verbindlichkeiten LuL € 4,3 Mio.
= € 2,7 Mio.

Das Working Capital der Gruppe konnte weitestgehend durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen abgedeckt werden.

Insgesamt ist die Vermögenslage als gut zu bezeichnen. Das Sachanlagevermögen ist durch die langfristigen Verbindlichkeiten abgedeckt.

Die liquiden Mittel stellen die Kontokorrentsalden auf Bankkonten mit den positiven Guthaben und Kassenbeständen dar. Per Ende des Jahres betrug der Kassenbestand € 17,7 Mio. und ist damit auf einem hohen Niveau.

3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit des Handelns, dem sorgsamen Umgang mit Kapital und Werten sowie der Verantwortung für Mensch und Gesellschaft.

TERRAS verwendet bevorzugt schadstoffarme und wiederaufbereitete Baustoffe, verzichtet möglichst auf den Einsatz von Chemikalien und achtet darauf, sparsame Maschinen und Fahrzeuge einzusetzen. Die Einhaltung aller umweltrechtlichen Vorschriften ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Mit dem zur Verfügung stehenden Kapital geht das Unternehmen verantwortungsvoll um. Ziel ist die Erhaltung von Kapital und Werten. Nachhaltigkeit ist auch im Interesse der Gesellschafter wichtiger als kurzfristige Erfolge. Daher arbeitet die TERRAS stets daran, die Wirtschaftlichkeit ihrer Arbeit dauerhaft zu verbessern und unvermeidbare Risiken zu erkennen und zu beherrschen.

Arbeits- und Gesundheitsschutz stehen an erster Stelle. Mitarbeiterentwicklung sowohl fachlich als auch persönlich fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Als eines der größten Unternehmen der regionalen Baubranche leistet die TERRAS ihren Beitrag zur Ausbildung junger Menschen, dabei werden gemeinnützige Vereine und Organisationen in heimischen Regionen mit Sach- und Geldspenden unterstütz.

4. Gesamtaussage

Die allgemeine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist insgesamt als gut einzuschätzen. Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant. Das negative Konzernergebnis im Jahr 2022 resultierte im Wesentlichen aus Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit gesellschaftsrechtlichen Änderungen sowie der nicht liquiditätswirksamen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnte bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die TERRAS-Gruppe verfügt aktuell über keine Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2023

Zum Jahresbeginn 2023 stiegen die Preise für Baumaterial weiter, insbes. für Asphaltmischgut und mineralische Baustoffe; die Dynamik scheint aber etwas nachzulassen. Die Gas- und Strompreisbremse werden dämpfend auf die Inflation und die Baukostenentwicklung in 2023 wirken. Und auch der wieder anziehende Wettbewerb um Aufträge wird die Preisentwicklung bremsen.

Dennoch zeigen die Frühindikatoren in den letzten Monaten eine deutliche Abkühlung der Baukonjunktur an. Zudem ist in den nächsten Monaten mit einer hohen Inflation und hohen Baufinanzierungskosten zu rechnen. Der Mix aus steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten schlägt zunehmend auf die Nachfrage nach Bauleistungen durch.

Während die deutsche Wirtschaft 2022 noch um 1,9 % gewachsen ist, erwartet die Bundesregierung für 2023 nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,2 %.

Für das Bauhauptgewerbe rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2023 mit einem Umsatz von 157 Mrd. €, was einem nominalen Rückgang um 2 % und - bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5% - einem realen Rückgang um 7 % entspricht. 5 Insbesondere im Wohnungsbau kommt es unter den derzeitigen Bedingungen zu einer deutlichen Unterauslastung der aufgebauten Kapazitäten und damit auch wieder zu einem verstärkten Wettbewerb. Der Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte gerät ins Stocken.

Dennoch erwarten die Spitzenverbände der Bauwirtschaft für 2023 eher eine Konjunkturdelle als einen deutlichen Einbruch der Baukonjunktur.

In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus:

Für 2023 rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft im Wohnungsbau mit einem realen Rückgang um 10 %. Bei einer geschätzten Preisentwicklung um 5,5 % entspricht dies einem nominalen Rückgang um 5 %. Stützend wirkt hier die Nachfrage nach Sanierungsarbeiten. Auch die Wiedereinführung der Sonder-Afa im Mietwohnungsbau zum 1. Januar 2023 könnte die Nachfrage anregen. 6

Die Zahl der Baufertigstellungen wird bei 245.000 WE erwartet (-12,5%); dies unter Berücksichtigung der aktuell noch hohen Auftragsbestände.

Die Bauverbände erwarten im Wirtschaftsbau einen realen Umsatzrückgang um 6 % auf 56,5 Mrd. €, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem nominalen Rückgang um 1 % entspricht. Der Rückgang betrifft den Wirtschaftshochbau und -tiefbau in etwa gleichem Umfang. 7

5 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023
6 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023

Für 2023 rechnet die TERRAS mit einem realen Umsatzrückgang im öffentlichen Bau um 4,5 % auf 42,4 Mrd. €, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem nominalen Zuwachs um 1 % entspricht. Dabei halten die Umsätze im Tiefbau etwa das Vorjahresniveau. Im Hochbau steigen die Umsätze (nominal) um ca. 3,4 %. 8

So werden die Kommunen vor dem Hintergrund inflationsbedingt steigender Kosten, hoher Flüchtlingszahlen und wachsender Sozialausgaben ihre Investitionen 2023 voraussichtlich nicht wie prognostiziert ausweiten können, sondern eher auf dem Niveau von 2022 halten.

Die Investitionslinie in die Infrastruktur des Bundes soll im kommenden Jahr (nominal) gehalten werden. Wegen der gestiegenen Baukosten könnten real weniger Projekte umgesetzt werden, als es der Bundesverkehrswegeplan vorsieht. 9

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir eine Gesamtleistung (inklusive des Zukaufs BBU) von ca. € 90-95 Mio. und ein EBITA zwischen € 13-15 Mio.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein wesentliches Risiko ist die Witterung, die uns insbesondere in den Monaten Dezember bis März Umsatz- und Leistungseinbußen einbringen kann. Für diese Monate versuchen wir, uns Aufträge in wetterstabileren Lagen (z. B. tiefer gelegene Rheinschiene) zu akquirieren, was in der Vergangenheit gut gelungen ist.

Der Fachkräftemangel ist auch im Tiefbaubereich ein omnipresentes Thema - diesem begegnen wir bis dato erfolgreich auf mehreren Ebenen: attraktive Lohnnebenleistungen, moderner Maschinenpark, regelmäßige Firmenveranstaltungen aktive Social-Media-Präsenz.

Chancen

Es besteht großer Bedarf in Sachen Ausbau/Sanierung der öffentlichen Infrastruktur - allein bis 2030 plant die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Ländern über den Straßenverkehrswegeplan Investitionen in Höhe von über 133 Mrd. Euro.

7 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023
8 Statistisches Bundesamt, Prognose des ZDB für 2023 vom 27.02.2023
9 Meister Bau GmbH, Mai 2023

Nach der Kommunikation unseres Buy-and-Build Konzepts konnten wir im ersten Halbjahr 2023 in einige vielversprechende Zukaufsverhandlungen einsteigen.

Unser Ziel ist es, im Jahr 2023 weitere Unternehmen zu kaufen und damit die Gesamtleistung und das EBITA zu steigern. Eine Zielvorgabe unter Berücksichtigung möglicher Akquisitionen ist nicht möglich, da die Zielerreichung maßgeblich von der Größe der akquirierten Unternehmen abhängt.

Abschließende Einschätzung

Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Oberraden, den 29. Juni 2023

Ralf Sojka, Geschäftsführer

Dr. Dirk Sojka, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Terras Holding GmbH, Oberraden

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Terras Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebricht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebricht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehrfortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dar-gestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 30. Juni 2023

AC CHRISTES & PARTNER GmbH
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