Zimmer BioTech GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Klein seit 18.10.2024 | Geschäftsführer |
Dario Dante Oncsak seit 28.3.2023 | Prokura |
Hans-Peter Rehn seit 28.12.2009 | Prokura |
Armin Zimmer seit 1.3.2005 | Geschäftsführer |
Michael Zimmer seit 1.3.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
8 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 8 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zimmer MedizinSysteme GmbHNeu-UlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023der Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-UlmI. Grundlagen des Unternehmens Die Geschäftstätigkeit der Zimmer MedizinSysteme GmbH umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Geräten sowie die Beratung bei der Anwendung von derartigen Geräten. Um den Vertrieb und Service in wichtigen internationalen Märkten zu verbessern, werden dort jeweils eigene Tochtergesellschaften gegründet. Des Weiteren verleast die Zimmer MedizinSysteme GmbH selbst hergestellte Geräte. Die Gesellschaft vermittelt darüber hinaus Leasingkunden auch an ihre Schwestergesellschaft Zimmer Direkt-Leasing GmbH, Neu-Ulm, welche die Leasing-Geräte von der Zimmer MedizinSysteme GmbH erwirbt und die zugehörigen Leasing-Verträge unmittelbar mit den Endkunden abschließt. Darüber hinaus fungiert die Zimmer MedizinSysteme GmbH als Muttergesellschaft der Zimmer-Gruppe mit Sitz in Neu-Ulm. Grundlage für das weitere Wachstum und die dauerhafte Ertragskraft der Zimmer MedizinSysteme GmbH stellt die fortwährende Innovationsfähigkeit dar. Erklärtes Ziel ist es daher im Bereich der Medizintechnik weiterhin eine technologisch führende Position einzunehmen. Dies wird bislang durch die Bereitstellung entsprechender Mittel für die Forschung und Entwicklung erreicht, indem eine Vielzahl an innovativen Produkten zur Serienreife entwickelt und erfolgreich am Markt platziert wurden. Die Entwicklungsaufwendungen belaufen sich im Jahr 2023 auf rund 3 % des Jahresumsatzes. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft stand im Jahr 2023 weiterhin vor großen Herausforderungen. Das Jahr 2023 war geprägt durch den andauernden Russland-Ukraine-Krieg sowie den aktuell fortdauernden kriegerischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen. Die Folgen aus den geopolitischen Konflikten sind nur schwer abschätzbar. Auch die Nachwirkungen der im Jahr 2022 ausgelaufenen Corona-Krise waren im Jahr 2023 zum Teil noch zu spüren. Neben diesen globalen Rahmenbedingungen ist auch das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland äußerst anspruchsvoll. Kritische Rahmenbedingungen des Standortes Deutschland wie die Defizite in der Infrastruktur, hohe Energiepreise, Belastungen durch die Bürokratie sowie konjunkturelle Faktoren wie die gedämpfte Exportnachfrage aus China belasten weite Teile der deutschen Industrie. Für das Jahr 2024 rechnet das ifo - Institut in München in ihrer Konjunkturprognose des Frühjahrs 2024 mit einem geringen Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,2 % des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Vergleich zum Vorjahr. Neben den oben genannten Faktoren belastet auch der Facharbeitermangel die Unternehmen. Qualifiziertes Personal fehlt nicht nur in Krankenhäusern, im Pflegebereich, im Handwerk und in der Gastronomie, sondern zunehmend auch in Industrieunternehmen. Auch freie Ausbildungsplätze können nur teilweise oder gar nicht besetzt werden. Dennoch ist der deutsche und auch der weltweite Markt im Gesundheitswesen wachstumsstark und krisensicher. Durch die zunehmend älter werdende Bevölkerung in Deutschland steigt die Nachfrage nach ärztlicher Betreuung und Behandlung. Allerdings gibt es insbesondere in ländlichen Regionen auch immer häufiger den Fall, dass alteingesessene Hausarztpraxen geschlossen werden müssen, weil kein Nachfolger*in gefunden werden kann. Durch das Bedürfnis der Menschen nach Gesundheit und Wellness steigt auch die Nachfrage nach medizinisch ästhetischen Behandlungen weiter an. Insbesondere in den asiatischen Märkten wird sich dieser Bereich weiter stark entwickeln. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a. Geschäftsverlauf Sowohl der Umsatz mit EUR 78,6 Mio. als auch die Gesamtleistung mit EUR 80,1 Mio. liegen auf Vorjahresniveau. Der Inlandsumsatz konnte dabei im Vergleich zum Vorjahr um 13,1 % auf EUR 34,2 Mio. gesteigert werden, die Umsatzerlöse im Ausland waren hingegen um 7,5 % rückläufig auf EUR 44,4 Mio. Die sonstigen Erlöse (In- und Ausland) waren mit EUR 3,6 Mio. deutlich über dem Vorjahr. Der Materialaufwand lag bei EUR 42,8 Mio. und damit die Materialeinsatzquote bei 53,4 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 49,0 %). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind um EUR 4,8 Mio. gestiegen. Darin enthalten sind Lagerbereinigungen und Verschrottungen von Altgeräten in Höhe von rund EUR 2,1 Mio. Bereinigt um diesen Effekt liegt die Materialeinsatzquote bei 50,8 % der Gesamtleistung. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen konnten im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,3 Mio. gesenkt werden. Hier konnten insbesondere Zeitarbeitende in der Produktion reduziert werden. Der Personalaufwand ist prozentual im Verhältnis zum Vorjahr um 5,6 % gestiegen. Leichte Lohnsteigerungen und die Einstellungen neuer Mitarbeitenden ist hier die Ursache. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit EUR 2,0 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres und enthalten primär Abschreibungen auf Werkzeuge und auf Leasinggeräte im Anlagevermögen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Jahr 2023 EUR 18,1 Mio. und liegen damit nur leicht über dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 17,9 Mio.). Darin enthalten sind Kosten für die energetische Sanierung der Gebäude in der Junkersstraße 4, 9 und 11 in Neu-Ulm (Ertüchtigung des Daches für die Installation einer Photovoltaikanlage und Austausch der Fenster) in Höhe von EUR 0,8 Mio., höhere Fracht- und Verpackungskosten aufgrund der gestiegenen Frachtraten sowie die Wertberichtigung der Forderungen gegen die französische Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 1,3 Mio. aufgrund der Liquidation der Tochtergesellschaft wodurch mit einem Zahlungseingang nicht mehr zu rechnen ist. Die Rechts- und Beratungskosten konnten um EUR 1,6 Mio. gesenkt werden. Hier waren im Vorjahr insbesondere Kosten für die Rechtsberatung in Zusammenhang mit dem Einstieg des Minderheitsgesellschafters Third Wave Holdings enthalten. In den Erträgen aus Beteiligungen sind Dividenden von den Tochtergesellschaften Enraf-Nonius B.V. in den Niederlanden und Zimmer MedizinSystems Corp. in den USA enthalten. Der Jahresüberschuss liegt trotz der erhöhten Material- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere aufgrund der Beteiligungserträge der Tochtergesellschaften Enraf-Nonius B.V. und Zimmer MedizinSystems Corp. mit EUR 1,3 Mio. deutlich über dem Vorjahr. b. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme liegt im Geschäftsjahr 2023 bei EUR 85,3 Mio. und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 9,4 Mio. reduziert. Die Sachanlagen wurden planmäßig um die Abschreibungen reduziert. Die Finanzanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr aufgrund der nachträglichen Kaufpreiszahlung für die Enraf-Gruppe. Die Lagerbestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen konnten um EUR 1,6 Mio. abgebaut werden. Zudem wurden erhaltene Anzahlungen gegenüber der Zimmer Direkt-Leasing in Vorgriff auf zukünftige Bestellungen in Höhe von EUR 9,0 Mio. eingebucht. Im Bereich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden Forderungen gegen die französische Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 1,3 Mio. wertberichtigt. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen im Vorjahresvergleich zurück gegangen. Die Verbindlichkeiten insgesamt haben sich um EUR 9,9 Mio. reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um EUR 10,2 Mio. erhöht. Darin enthalten ist auch ein Darlehen über EUR 1,5 Mio. für die energetische Sanierung der Gebäude in der Junkersstraße 4, 9 und 11 und für die Installation der Photovoltaikanlage inkl. Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten um EUR 1,9 Mio. reduziert werden, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 4,4 Mio. Zudem wurden Teile der Gesellschafterdarlehen, die im Jahr 2022 eingebracht wurden, welche unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, zurückbezahlt. Es stehen weiterhin ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, um auch Liquiditätsspitzen im operativen Geschäft abfangen zu können. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Das Eigenkapital ist mit EUR 37,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, die Eigenkapitalquote hat sich um 5,7 %-Punkte auf nun 44,4 % verbessert. C. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit EUR 3,2 Mio. positiv. Insbesondere hat sich hier der Abbau der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen positiv ausgewirkt. Zudem war der Cashflow der Investitionstätigkeiten mit EUR 4,4 Mio. positiv. Die Investitionen enthalten primär die Installation der Photovoltaikanlagen inklusive Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur. Demgegenüber steht ein Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit, insbesondere aus der Tilgung von Finanzkrediten, in Höhe von EUR -9,8 Mio. Insgesamt ist die Veränderung des Finanzmittelfonds im Jahr 2023 mit EUR 2,2 Mio. negativ. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Auftragsbestand stellt eine wichtige Kenngröße dar und unterliegt einem ständigen Monitoring. Zum Stichtag lag der Auftragsbestand bei EUR 14,2 Mio. Daneben ist der Umsatz als Indikator für das Wachstum des Geschäftsvolumens zu sehen. Dieser lag im Jahr 2023 auf dem Niveau des Jahres 2022, allerdings mit einer deutlichen Verschiebung im Umsatzmix: die Umsatzerlöse im Inland konnten um 13,1 % gesteigert werden, der Umsatz im Ausland war hingegen um 7,5 % rückläufig. Der Lagerbestand wird von uns unter anderem als Indikator für die Kapitalbindung im Projekt "Inventory to Cash" wöchentlich analysiert und mit dem Forecast verglichen. Zum Stichtag beträgt der Lagerbestand EUR 20,1 Mio. (Vorjahr: EUR 29,0 Mio.). Entsprechend notwendige Aktionen werden eng mit dem Vertrieb, dem Einkauf und der Produktion abgestimmt. Darüber hinaus stellt das angepasste Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (angepasstes EBITDA) ein wesentlicher Leistungsindikator für uns dar. Dieses berechnet sich aus dem Jahresüberschuss addiert um die Zinsaufwendungen, die Ertragsteuern und sonstigen Steuern sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Finanzanlagen abzüglich der Zinserträge. Das angepasste EBITDA betrug im Geschäftsjahr EUR 4,7 Mio. nach EUR 4,6 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht im Geschäftsjahr einer Rendite bezogen auf die Gesamtleistung von 5,8 %. 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Innovationskraft Ein wichtiger nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Innovationskraft. Die Zimmer MedizinSysteme GmbH investiert erhebliche Mittel in Forschung und Entwicklung neuer Produkte sowie in regelmäßige Präsentationen auf Messeveranstaltungen der Medizintechnikbranche. Dabei wird auf die Rückmeldungen der Kunden und möglicher neuer Kunden großen Wert gelegt. Regelmäßige Wettbewerbsanalysen im Hinblick auf Funktion und Preis im Vergleich zu Zimmer-Produkten werden ebenfalls durchgeführt. Durch die Fähigkeit, Firmen zu akquirieren und erfolgreich in die Struktur der Zimmer-Gruppe zu integrieren, kann die Gesellschaft durch die Synergien im Produktbereich das organische Wachstum sowohl der Muttergesellschaft als auch der Tochtergesellschaften weiter beschleunigen. Durch die massiv gestiegenen Anforderungen der neuen MDR (Medical Device Regulations) vom 26. Mai 2021 ergeben sich erhebliche Vorteile, wenn dieser Aufwand auf größere Umsätze oder mehrere Firmen verteilt werden kann. Mitarbeitende Der Entwicklung und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden räumen wir einen hohen Stellenwert ein. Durch unsere hohe Ausbildungsquote gelingt es uns in vielen Bereichen, offene Stellen über eigene Nachwuchskräfte zu besetzen. Es bestehen regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden in den jeweiligen Fachgebieten, sowohl intern als auch externe Schulungsangebote können von den Mitarbeitenden besucht werden. Der Weiterbildungsplan wird mit jedem Mitarbeitenden in den jährlich stattfindenden Jahresgesprächen festgelegt und nachgehalten. Besonderen Wert legen wir auf die Ausbildung neu eingestellter Mitarbeitenden im Vertrieb. Diese erhalten in den ersten Wochen sowohl eine intensive Schulung und Einweisung in unsere Geräte als auch ein intensives Verkaufstraining. Darüber hinaus werden die neuen Vertriebsmitarbeitenden bei den ersten Kundenbesuchen durch erfahrene Zimmer-Kollegen begleitet. Die Vertriebsmitarbeiter*innen können online ihre jeweiligen Umsätze und die Abweichungen zu der Planung tagesgenau abrufen und analysieren. In einer feierlichen Zeremonie werden die besten Verkäufer*innen des Jahres jeweils geehrt und prämiert. Nachhaltigkeit Primäres Ziel der Geschäftspolitik der Zimmer MedizinSysteme GmbH ist es, unter den Prämissen einer nachhaltigen Umwelt-, Sozial- und Governancepolitik, den Unternehmenswert zu steigern. Das Thema Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften ist auf Grund des Klimawandels derzeit und auch in Zukunft das bestimmende Thema, sowohl im privaten Umfeld als auch in der Industrie. Auch Zimmer beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema. So wurde auf zwei Gebäuden am Firmensitz in Neu-Ulm im Jahr 2023 eine große Photovoltaikanlage mit rund 1600 Modulen und einer Leistung von insgesamt 654 KWP installiert. Zudem wurden auf dem Firmengelände ein großer Batteriespeicher und Ladesäulen mit 43 Ladepunkten errichtet; der Firmen-Fuhrpark wird sukzessive auf E-Autos umgestellt. Mit der installierten Anlage erreicht die Zimmer MedizinSysteme GmbH in Neu-Ulm einen prognostizierten Autonomiegrad von größer 60 % des jährlichen Energiebedarfes. 5. Gesamtaussage Nach Ansicht der gesetzlichen Vertreter kann die wirtschaftliche Lage insgesamt als gut bezeichnet werden. Bedingt durch das aktive Lagermanagement und Monitoring liegt die Reduzierung der Bestände über den Erwartungen. Die prognostizierte Umsatzentwicklung liegt jedoch gegenläufig unter den Erwartungen. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität sieht sich die Gesellschaft für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Durch den Einstieg des Beteiligungsfonds Third Wave Holdings als Minderheitsgesellschafter im Jahr 2022 konnte das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. III. Chancen- und Risikobericht Unternehmerische Chancen Der weltweite Markt im Gesundheitswesen ist weiterhin nachhaltig und krisensicher. Er wird mittel- und langfristig auch ein Wachstumsmarkt bleiben, da sich der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung erhöht. Der weltweite Markt bietet auch laufend Chancen zur Etablierung neuer Produkte. Der Strategie der Ausweitung der Produktion wurde durch die Anmietung zusätzlicher Produktions- und Lagerflächen Rechnung getragen. Das Unternehmen stellt damit den Ausbau der bestehenden und den Aufbau neuer Geschäftsfelder sicher. Auf den Beschaffungsmärkten normalisiert sich die Lage im Geschäftsjahr 2024 weiter, Beschaffungspreise und Lieferzeiten sinken wieder. Und auch die Energiepreise gehen deutlich zurück, wenn auch bisher noch nicht auf das Niveau vor der Corona-Pandemie. Chancen aus der Internationalisierung Die Internationalisierung wird durch die Gesellschaft permanent weiter vorangetrieben. Durch die bestehenden Branchenkontakte und Nutzung von Synergien aus der Akquisition von Unternehmen können neue Märkte erschlossen werden. In bestehenden Märkten, in welchen das Marktpotenzial noch nicht ausgeschöpft ist, wird über eine verstärkte Kooperation mit Vertriebspartnern versucht, zusätzliches Umsatzpotential zu erschließen. Risikomanagement Die Zimmer MedizinSysteme GmbH ist typischen Preisänderungs-, Produkthaftungs-, und Forderungsausfallrisiken ausgesetzt. Es bestehen hohe gesetzliche Anforderungen an das Risikomanagement für den Umgang mit Produktrisiken in der Medizintechnik. Das firmeneigene Qualitäts- und Risikomanagement, welches auf den hohen Anforderungen der MDR basiert, umfasst regelmäßige Kontrollen und die Steuerung von Risikofaktoren, wobei dieses in allen Unternehmensbereichen über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Die allgemeine Risikobereitschaft des Unternehmens ist eher als konservativ anzusehen. Zu den im Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Kreditvereinbarungen mit Finanzinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagement ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Die Gesellschaft verfügt über ein monatliches Reporting. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken und negative Entwicklungen regelmäßig und zeitnah informiert wird und den betriebswirtschaftlichen Erfolg eingeleiteter Maßnahmen zeitnah kontrollieren kann. Vertriebsrisiken Die Auslandsmärkte sind am Umsatz gemessen inzwischen bedeutender als der Inlandsmarkt. Das Exportgeschäft erfolgt über die Vertriebsniederlassungen und in allen anderen Ländern ausschließlich über externe Vertriebspartner. Hierdurch besteht eine wachsende Abhängigkeit von den ausländischen Vertriebsgesellschaften sowie den externen Vertriebspartnern, die einen zunehmenden Anteil an den Umsatzerlösen ausmachen. Durch das Exportgeschäft ist aufgrund der Inflation und der Ausweitung der Mautpflichten ein weiterer Anstieg der Ausgaben für Lieferketten anzunehmen. Währungsrisiken Bedingt durch die steigende Volatilität an den Finanzmärkten steigt die Bedeutung der Währungsrisiken für die Zimmer MedizinSysteme GmbH. Die aktuelle Zins- und Währungsentwicklung und die daraus entstehenden finanziellen Risiken unterliegen laufend einem Monitoring, um gegebenenfalls Sicherungsmaßnahmen ergreifen zu können. Geopolitische Risiken Die Risiken aus steigenden Energiepreisen sowie der Rückgang der Nachfrage aufgrund der kriegerischen Konflikte beeinträchtigt Zimmer nur geringfügig. Der Umsatz mit Kunden in den involvierten Gebieten hat keinen wesentlichen Umfang. Darüber hinaus hat Zimmer keine wesentlichen Lieferanten in den betroffenen Ländern. Die Liefersituation an den Beschaffungsmärkten hat sich weiter entspannt, allerdings kommt es durch terroristische Angriffe auf den Schifffahrtsrouten immer wieder zu deutlichen Lieferverspätungen. Personalrisiken Die Zimmer MedizinSysteme GmbH hat einen kontinuierlichen Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Eine nicht ausreichende Besetzung offener Stellen oder das Fehlen einer langfristigen Bindung von qualifizierten Mitarbeitern könnte die künftige Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen. Aus diesem Grund wird versucht durch gezielte Rekrutierung qualifizierter Fach- und Führungskräfte und einer frühzeitigen Nachfolgeplanung die Personalrisiken weitgehend zu reduzieren. Hierzu wurde ein Personalempfehlungsprogramm "Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter" implementiert, welches erste Erfolge in der Rekrutierung neuer Mitarbeitenden aufweist. IT-Risiken Infolge des hohen Vernetzungsgrades innerhalb der weltweiten Wertschöpfungsketten ist die Gesellschaft in hohem Maße von der eingesetzten Informationstechnologie abhängig. Es bestehen Risiken durch unbefugten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme infolge von Störungen. Den Risiken begegnet die Zimmer MedizinSysteme GmbH durch umfangreiche Maßnahmen wie den Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen, restriktiver Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme sowie eine redundante Auslegung der IT-Infrastruktur. Zudem werden alle Mitarbeitenden permanent auf mögliche Cyberattacken hingewiesen und sensibilisiert. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Insgesamt sind die Risiken der Unternehmensgruppe beherrschbar. Hinsichtlich der vorstehend erläuterten Risiken und deren möglicher Eintrittswahrscheinlichkeiten werden nach aktuellem Wissensstand keine einzelnen oder kumulierten Risiken erwartet, welche die Unternehmensfortführung gefährden. Bei der Beurteilung der Chancen- und Risiken sieht die Geschäftsführung insbesondere den Kaufkraftverlust infolge der Inflation im Euroraum als wesentlichen Faktor, welcher die Geschäftsentwicklung in 2024 belasten könnte. IV. Prognosebericht Die Zimmer MedizinSysteme GmbH konnte in einem schwierigen und sehr herausfordernden Umfeld das Jahr 2023 zufriedenstellend abschließen. Durch die getätigten Akquisitionen und die laufenden Investitionen in die eigene Entwicklung werden zukünftig eine Vielzahl an neuen Produkten auf den Markt gebracht. Weiterhin wird die Zimmer-Gruppe stetig erweitert und mit neuen Niederlassungen und strategischen Akquisitionen in den nächsten Jahren weiter wachsen. Die Geschäftsführung sieht den weiteren Bestand und die weitere positive Entwicklung des Unternehmens aufgrund der motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitenden, den weiterhin konsequenten Anstrengungen in der Vertriebsarbeit, der weiter fortgesetzten Optimierung der betrieblichen Abläufe sowie der langfristig finanziellen Stabilität als gesichert an. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wird im laufenden Geschäftsjahr 2024 wieder mit einem Umsatzwachstum zwischen 10 % - 15 % bei entsprechendem Auftragseingang und einer Umsatzrendite zwischen 4 % und 5 % gerechnet, sofern die geopolitischen und nationalen Rahmenbedingungen dies zulassen. Der Auftragsbestand liegt derzeit bei rund EUR 14,8 Mio. Die Reduzierung der Bestände um 5 % - 10 % steht weiterhin im Fokus, zudem liegt ein wesentliches Augenmerk auf der Verbesserung der Rohmarge.
Neu-Ulm, den 17. Mai 2024 Zimmer MedizinSysteme GmbH Armin Zimmer, Geschäftsführer Michael Zimmer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-UlmI. Allgemeine Angaben Die Zimmer MedizinSysteme GmbH hat ihren Sitz in Neu-Ulm. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Registernummer HRB 6785 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der Zimmer MedizinSysteme GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Nach den Vorschriften des § 267 Abs. 3 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Das Bilanzgliederungsschema wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um die Posten "Forderungen aus Ratenverkäufen" und "Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungen" erweitert. Die Vorratsbestände an bestimmten Baugruppen und vormontierten Fertigungsmaterialien wurden aus Gründen der Klarheit vom Bilanzposten "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe" in den Bilanzposten "Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen" umgegliedert. Der Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 4.435 wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Die Forderungen aus unterwegs befindlichen Zahlungen gegen die Zimmer MedizinSystems Corp., Irvine / USA, wurden aus Gründen des einheitlichen Ausweises vom Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" in den Bilanzposten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" umgegliedert. Der Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 211 wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Die Forderungen aus ausstehenden Einlagen in die Mitarbeitergesellschaft, aus Lohn- und Gehaltsverrechnung sowie aus Steuern wurden aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit vom Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" in den Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" umgegliedert. Die Vorjahresbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.217 wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Wertangaben im Anhang wurden auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen einschließlich der Finanzanlagen wird mit den Anschaffungskosten, bzw. soweit es sich um selbst produzierte Leasinggeräte handelt, mit den Herstellungskosten bewertet. Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Softwarelizenzen werden über eine Nutzungsdauer von 3-5Jahren linear abgeschrieben. Die erworbenen Vertriebs- und Konstruktionsrechte werden über 10 Jahre linear abgeschrieben. Die Grundstücke und Gebäude werden zu Anschaffungs- und Herstellkosten bilanziert. Die Gebäude werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 15 - 23 Jahren linear abgeschrieben. Bei den zum Leasingvermögen gehörenden elektromedizinischen Geräten innerhalb der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird grundsätzlich von einer Nutzungsdauer von 8 Jahren ausgegangen, bei gebrauchten, jedoch überholten Geräten von 6 Jahren. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Dabei wird ihr sofortiger Abgang aus dem Anlagevermögen unterstellt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind zu Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB bewertet. Soweit erforderlich, wird der niedrigere beizulegende Wert am Bilanzstichtag gemäß § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Bei Geräten werden hierfür Gängigkeitsabschläge auf der Grundlage des erreichten Produktlebenszyklus der Geräte, abgestuft nach Produktionseinstellung, Verkaufsstopp und Serviceende, vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzel- und Fertigungskosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Verwaltungskosten aktiviert werden. Bei der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse wird zudem der Fertigstellungsgrad zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere beizulegende Wert nach § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Bei Geräten werden hierbei grundsätzlich in Abhängigkeit vom Alter und Beschaffenheit abgestufte Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB von dem Bilanzposten "Vorräte" offen abgesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Bildung von Einzelwertberichtigungen wurde getrennt nach Inlands- und Auslandsforderungen vorgenommen, um das Risiko der jeweiligen Forderungen angemessen zu berücksichtigen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde wegen des allgemeinen Kreditrisikos zusätzlich eine 1,0 %ige Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand vorgenommen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind marktüblich verzinst und werden deshalb nicht abgezinst. Der Ausweis der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Die aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Stichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für bestimmte Zeiträume nach dem Stichtag darstellen. Die Pensionsrückstellungen für die Verpflichtungen aus Direktzusagen im Rahmen des Zimmer Versorgungswerks - Direktzusage aus Entgeltumwandlung mit Arbeitgeberzuschuss - werden in Höhe des Wertes laut dem versicherungsmathematischen Gutachten angesetzt. Die Rückstellungsbewertung für Direktzusagen im Rahmen des Zimmer Versorgungswerks erfolgte nach der Barwertmethode. Für die Abzinsung des zu bilanzierenden Rückstellungswertes wird entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die Ermittlung erfolgte unter Beachtung der aktuellen biometrischen Rechengrundlagen - Heubeck'sche Richttafeln Stand 2018 G. Weitere Trendfaktoren sind nicht zu berücksichtigen, weil die Anwartschaften im Rahmen des Zimmer Versorgungswerks auch hinsichtlich des Arbeitgeberzuschusses sofort unverfallbar sind und die Faktoren der Wertsteigerung im Übrigen feststehen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe mit dem Erfüllungsbetrag dotiert. Sofern erforderlich, werden zu erwartende künftige Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer angenommenen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Verpflichtungen aus in Vorjahren erfolgten Zuweisungen von Tantiemebeträgen an Mitarbeitende im Rahmen einer Erfolgsbeteiligungszusage werden aufgrund ihres Charakters als Fremdkapital und wegen ihrer betragsmäßigen Bedeutung als gesonderter Bilanzposten ("Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungen") unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewandt. Bei geringfügigen Wertdifferenzen wurde auf eine Umrechnung verzichtet. Latente Steuern als zukünftige Steuerbe- und -entlastungen aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden auf Grundlage dieser Differenzen mit einem unternehmensindividuellen Ertragsteuersatz von 28,4 % ermittelt. Diese Differenzen ergeben aktive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in folgenden Bilanzposten:
Der Ansatz der aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. III. Angaben zur Bilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Anteilsbesitz
*) Hierbei handelt es sich um die Zahlen aus dem
Jahresabschluss 2022.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen
Die Forderungen aus Ratenverkäufen entfallen insgesamt auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 5.663 (Vorjahr: TEUR 7.112) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 5.911 (Vorjahr: TEUR 4.751) auf Forderungen aus gewährten Darlehen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht entfallen insgesamt auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten noch nicht abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 92). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 92). 4. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 16.805 enthalten. 5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde das versicherungsmathematische Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Der Zinsanteil an dem Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung (Aufwendungen aus der Aufzinsung) beträgt TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 100). Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ist im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln.
Der vorstehende Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Demnach dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem angeführten Unterschiedsbetrag entsprechen. Die bestehenden Rücklagen zzgl. eines Gewinn- und abzgl. eines Verlustvortrags betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 35.240. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag nach Restlaufzeiten wie folgt dar:
Anmerkungen: Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht entfallen insgesamt auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 8. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Von den Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungen entfallen TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 16) und von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 1.186 (Vorjahr: TEUR 16.016) auf Gesellschafter. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt EUR 1.014. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Rechts- und Beratungskosten aus Vorjahren in Höhe von TEUR 54. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 201 enthalten. Sie betreffen Nachzahlungen von Ertragsteuern für frühere Geschäftsjahre. Daneben enthalten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wesentliche periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen aus Vorjahren sowie dem körperschaftsteuerlichen Verlustrücktrag in den Veranlagungszeitraum 2022 in Höhe von insgesamt TEUR 453. 3. Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 1.191). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 1.167). 4. Außerplanmäßige Abschreibungen Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Leasinggeräte im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 11 vorgenommen. 5. Außergewöhnliche Aufwendungen Außergewöhnliche Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 1.298 enthalten. Sie betreffen die Einzelwertberichtigung der Forderungen gegen die Zimmer Elektromedizin France SARL, Saint Cyr au Mont d'Or / Frankreich. V. Sonstige Pflichtangaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Die Vorteile der Leasingvereinbarungen bestehen aus der Sicht als Leasinggeber in der Vermarktung und im Vertrieb. Aus der Sicht als Leasingnehmer werden die Möglichkeiten einer liquiditätsoptimierten Finanzierung genutzt. Risiken bestehen für dementsprechende Vereinbarungen im üblichen Umfang. 2. sonstige finanzielle Verpflichtungen
3. Mitarbeitende Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Mitarbeitenden setzt sich wie folgt zusammen:
4. Geschäftsführer
5. Mitglieder des Aufsichtsrates
6. Bezüge von Organmitgliedern Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr TEUR 118. 7. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden selbstschuldnerische Bürgschaften für die Zimmer Medical Österreich GmbH über TEUR 50 zur Absicherung der Betriebsmittellinie. Bei der Medset Medizintechnik GmbH bestehen Absicherungen für Kreditinstitute über TEUR 250. Bei der FREI medical GmbH bestehen Absicherungen für Kreditinstitute über TEUR 2.477. Auf der Grundlage der Bonität und der Planungsrechnungen der Tochterunternehmen halten wir das Risiko, aus den Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen zu werden, für gering. 8. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers ist im Konzernabschluss der Zimmer MedizinSysteme GmbH zum 31.12.2023 enthalten. 9. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt dem Aufsichtsrat vor, der Gesellschafterversammlung zu empfehlen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 1.322.075,59 gemeinsam mit dem Gewinnvortrag aus den Vorjahren in Höhe von EUR 16.804.682,03 zusammen EUR 18.126.757,62 auf neue Rechnung vorzutragen. 10. Konzernverhältnisse Die Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-Ulm, ist Muttergesellschaft im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB. Das Unternehmen stellt seit 2017 einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss ist nach § 325 HGB im Unternehmensregister offenzulegen.
Neu-Ulm, den 17. Mai 2024 Zimmer MedizinSysteme GmbH Armin Zimmer, Geschäftsführer Michael Zimmer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-Ulm: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zimmer MedizinSysteme GmbH, Neu-Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 17. Mai 2024 Rödl
& Partner GmbH
Steller, Wirtschaftsprüfer Egler, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24. September 2024 festgestellt. |
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