Dr. Weusthoff Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adrian Windmann seit 3.12.2025 | Prokura |
Alfred Karl-Heinz Röken seit 10.10.2023 | Prokura |
Maximilian Krämer seit 21.2.2014 | Geschäftsführer |
Jan Hendrik Jochen Schmidt seit 21.2.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 30.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AMCO METALL-SERVICE GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008LageberichtI. Geschäftstätigkeit und wirtschaftliches Branchenumfeld 1. Gegenstand des Unternehmens Gegenstand der Amco Metall-Service GmbH ist der Handel mit NE-Metallen und Metallhalbzeugen sowie deren An- und Bearbeitung. Das Unternehmen ist als eines der führenden konzernunab-hängigen, lagerhaltenden Handelsunternehmen zwischen international tätigen Halbzeug-Produzent und Bedarfsträgern im In-und Ausland tätig. Die Handelstätigkeit wird durch ein breites An- und Bearbeitungsangebot ergänzt, welches den Kunden die Möglichkeit zur Auslagerung vorgelagerter Wertschöpfungsstufen gibt. 2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingung und Branchenumfeld Das Jahr 2008 war gesamtwirtschaftlich dadurch geprägt, dass die globale konjunkturelle Dynamik der vergangenen Jahre sich zunächst verlangsamte, um im vierten Quartal vollständig zum Erliegen zu kommen. Ausgehend von der Krise an den Finanz- und Kapitalmärkten, wirkten sich die Turbulenzen zunehmend auf die konjunkturelle Entwicklung in der "Realwirtschaft" aus. Im Gegensatz zu vergangenen Rezessionsphasen waren hiervon jedoch nicht lediglich einzelne Regionen, sondern die gesamte Weltwirtschaft betroffen. Für Deutschland als bedeutendstem Absatzgebiet der Amco täuscht der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,3% für das Gesamtjahr 2008 hierbei über den drastischen unterjährigen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftsleistung hinweg und ist alleine einem guten ersten Quartal zu verdanken. Nach einer zunächst nur moderat rückläufigen Entwicklung des BIP im zweiten (-0,5%) und dritten Quartal (-0,5%), kam es im vierten Quartal zu einer deutlichen Beschleunigung des Abwärtstrends der Wirtschaftsleistung, welche sich in einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem bereits schwachen dritten Quartal um 2,2% niederschlug, was den stärksten Rückgang gegenüber einem Vorquartal seit der Wiedervereinigung darstellt. Neben den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche sich direkt in der Absatzentwicklung des NE-Metall-Handels niedergeschlagen haben, stellte die außerordentlich volatile Entwicklung der Roh- sowie Halbzeugpreise des Jahres 2008 die größte Herausforderung für unsere Branche dar. Während die Bezugspreise für NE-Metall-Halbzeuge in der ersten Jahreshälfte weitestgehend auf hohem Niveau verharrten, war die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte, bedingt durch einen stark sinkenden Absatz bei einem branchenweit hohen Lagerbestand, durchweg von rückläufigen Preisen gekennzeichnet, welche hinsichtlich ihrer Stärke insbesondere im Bereich der Schwermetalle als "Einbruch" beschrieben werden müssen. So verringerte sich der Bezugspreis von Standard-Aluminium-Profilen von Juli bis Dezember 2008 um 32% und der für Kupfer-Halbzeuge wichtige MK-Preis rutschte sogar um 52% ab. Im Ergebnis lagen die Bezugspreise bei allen Halbzeugen zum Ende des Geschäftsjahres deutlich untern denen zu Beginn des Jahres. II. Darstellung der Lage der Gesellschaft 1. Ertragslage Trotz der sich im Verlauf des Berichtsjahres stark eintrübenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte im Geschäftsjahr 2008 ein Umsatz von 109 Mio. € erwirtschaftet werden, womit das Rekordergebnis des Vorjahres nur leicht um 3,7 Mio. € unterschritten wurde. Der Mengenabsatz, als preisbereinigter Maßstab der Geschäftsentwicklung, konnte im Berichtsjahr sogar leicht um 2% gegenüber dem Vorjahr, auf den höchsten Stand der Firmengeschichte gesteigert werden. Diese diametrale Entwicklung kann maßgeblich auf das drastisch gesunkene Preisniveau im vierten Quartal 2008 zurückgeführt werden. Zugleich konnte trotz der ungünstigen Halbzeugpreisentwicklung die operative Handelsmarge (Bruttonutzen) sogar leicht um 0,6% gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Als Folge des drastischen Rückgangs der Bezugspreise, bedurfte es zum Bilanzstichtag jedoch aufgrund des strengen Niederstwertprinzips deutlich höherer Stichtags-Preis-Abwertungen i.H.v. 2,8 Mio. € (Vj. 0,7 Mio. €) auf das Vorratvermögen, wodurch der ausgewiesen Rohertrag i.H.v. 19,8 Mio. € (Vj. 22,3 Mio. €) den Erfolg der operativen Geschäftstätigkeit nur begrenzt widerspiegelt, welcher vor dem Hintergrund der dargestellten Marktbedingungen als zufriedenstellend bezeichnet werden kann. Kostenseitig war die Berichtsperiode insbesondere durch eine Steigerung der Personalaufwendungen um 3,9% auf 10,0 Mio. € (Vj. 9,7 Mio. €) als Folge eines zunehmenden Wettbewerbs um Fachkräfte geprägt, während sich der sonstige betriebliche Aufwand mit 7,1 Mio. € (Vj. 7,0 Mio. €) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen mit 0,6 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €) auf Vorjahresniveau bewegten. Im Ergebnis reduzierte sich das Betriebsergebnis (EBIT) von 5,0 Mio. € auf 2,1 Mio. €, woraus sich eine deutlich reduzierte EBIT-Marge von 1,9% (Vj. 4,5%) ergibt. Der Jahresüberschuss nach Steuern sank von 2,6 Mio. € auf 0,8 Mio. €. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Amco Metall-Service GmbH hat sich zum 31.12.2008 leicht um 0,8 Mio. € auf 32,0 Mio. € (Vj. 32,8 Mio. €) reduziert, wobei die langfristigen Vermögenswerte auf 10,1 Mio. € (Vj. 7,4 Mio. €) stiegen, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 21,5 Mio. € (Vj. 25,2 Mio. €) verringerten. Der starke Anstieg der langfristigen Vermögenswerte steht im Zusammenhang mit Investitionen in das Sachanlagevermögen. Investitionsschwerpunkte waren neben der teilweisen Übernahme des Sachanlagevermögens der Schwestergesellschaft Ameco Metall-Service GmbH, Tamm, insbesondere die Projekte zur Erweiterung des Verwaltungsgebäudes sowie der Kauf einer Gussbarren-Horizontal-Säge als Voraussetzung für den Markteintritt in das schnell wachsende Produktsegment "Aluminium-Guss". Der deutliche Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte kam maßgeblich durch die Reduzierung des Vorratsvermögen auf 13,3 Mio. € (Vj. 14,3 Mio. €), den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 4,0 Mio. € (Vj. 5,3 Mio. €) sowie eine investitionsbedingte Verringerung der Barmittel auf 1,9 Mio. € (Vj. 4,1 Mio. €) zustande. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund hoher Steuererstattungsansprüche auf 2,0 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €) erhöht. Die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens stieg im Berichtszeitraum aufgrund einer Gewinnaus-schüttung für das Geschäftsjahr 2007 unterproportional zum Jahresüberschuss um 0,2 Mio. € auf 10,9 Mio. € (Vj. 10,7 Mio. €). Durch die Erhöhung des Eigenkapitals, bei einer gleichzeitig moderat zurückgehenden Bilanzsumme, verbesserte sich die Eigenkapitalquote weiter auf komfortable 34,1 % (Vj. 32,8 %). Die Verbindlichkeiten der Amco Metall-Service GmbH haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. € auf 19,2 Mio. € (Vj. 17,4 Mio. €) erhöht. Hierbei sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aufgrund der langfristigen Finanzierung von Investitionen in das Sachanlagevermögen, um 2,2 Mio. € auf 10,3 Mio. € (Vj. 8,1 Mio. €) gestiegen, während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der sehr defensiven Einkaufspolitik ab Mitte des Jahres deutlich um 1,2 Mio. € auf 2,4 Mio. € (Vj. 3,6 Mio. €) reduziert haben. Im Ergebnis überkompensieren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die korrespondierenden Verbindlichkeiten zu 164%. In der Gesamtbetrachtung besitzt die Amco Metall-Service GmbH bedingt durch die hohe Ertragskraft der vergangen Jahre gepaart mit einer moderaten Ausschüttungspolitik eine solide finanzielle Basis, welche ihr auch vor dem Hintergrund verschlechterter Finanzierungs-Rahmenbedingungen einen ausreichenden Handlungsspielraum gewährt. Neben einer guten Liquiditätsausstattung, verfügt das Unternehmen über feste Finanzierungszusagen der Kreditinstitute, welche die finanzielle Flexibilität weiter erhöhen. 3. Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten (Voll-, Teilzeitarbeitskräfte und Aushilfen) im Unternehmen betrug im Durchschnitt des Berichtsjahres 231 und erhöhte sich somit nur leicht gegenüber dem Durchschnittswert des Vorjahres (229 Mitarbeiter). 4. Forschung und Entwicklung Aufgrund der Geschäftstätigkeit des Unternehmens als Händler mit ergänzendem Dienstleistungsangebot, für welche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und die hieraus resultierenden Kosten von untergeordneter Bedeutung sind, werden keine gesonderten Aufzeichnungen über die Höhe dieser Aufwendungen geführt. 5. Umwelt Zentraler Bestandteil der unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung der Amco Metall-Service GmbH ist der verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Umgang mit natürlichen Ressourcen. Hierzu sind alle Mitarbeiter des Unternehmens dazu angehalten, schonend mit Energie sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen umzugehen. Im Rahmen der Erweiterung und Renovierung des Verwaltungsgebäudes wurde der Steigerung der Energieeffizient durch zeitgemäße Isoliermaßnahmen Rechnung getragen. Ein besonderer Fokus wird zudem auf eine umweltgerechte Abfallentsorgung durch strikte Trennung sowie Rückführung von Produktionsabfällen in den Wertstoff-Kreislauf gelegt. Im Berichtsjahr wurde dies durch die Investition in eine Brikettieranlage forciert, welche es ermöglicht, metallische Späne in vollwertig einschmelzbare Schrotte zu überführen. Amco erzielt hierdurch neben einem hohen wirtschaftlichen zudem einen erheblichen ökologischen Nutzen. III. Darstellung der Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung Bei der Amco Metall-Service GmbH werden alle typischen mit der Geschäftstätigkeit verbunden Risiken dezentral von den jeweiligen Fachbereichen identifiziert, beobachtet und an die Geschäfts-leitung berichtet, welche diese isoliert wie auch zusammenwirkend hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Gesamtunternehmen fortlaufend analysiert. Wesentliche Risikofelder sind:
Als Absatzrisiko wird zum Einen die Gefahr des plötzlichen z.B. konjunkturinduzierten Rückgangs der physischen Nachfrage und zum anderen die Änderung der nachgefragten Produkte und Dienst-leistungen verstanden. Beiden Risiken wird durch permanente Marktbeobachtung und interne Diskussion entgegengewirkt. Auf unerwartete Nachfragerückgänge kann das Unternehmen aufgrund einer hohen Lagerumschlagshäufigkeit schnell reagieren und die Bevorratung an das veränderte Niveau anpassen. Diese Fähigkeit hat es dem Unternehmen im Rahmen der derzeitigen Wirtschaftskrise ermöglicht, in den ersten Monaten des Jahres 2009 das Vorratsvermögen signifikant zu reduzieren. Hinsichtlich einer veränderten Produktnachfrage, erlaubt es die hohe Flexibilität als Handelsunternehmen, dieser durch andauernde Anpassung und Erweiterung des Angebotsortiments (z.B. Formate, Legierungen) Rechnung zu tragen. Daneben hat das Unternehmen mit dem erfolgreichen Markteintritt in das dynamisch wachsende Produktsegment "Aluminium-Guss", trotz hoher Markteintrittsbarrieren in Form notwendiger Investitionen, seine marktliche Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Engpässe bei der Beschaffung der NE-Metalle sind trotz eines in der Vergangenheit zeitweise angespannten Marktes aufgrund langfristiger Lieferantenbeziehungen und einer breiten Lieferantendiversifikation von untergeordneter Bedeutung. Das branchenspezifische Preisänderungsrisiko beschreibt die zuletzt hohe Volatilität der Marktpreise für NE-Metalle, welche einerseits dazu führen kann, dass nicht spekulativ agierende, lagerhaltende Händler erhebliche Wertverluste realisieren müssen, weil ihre Einstandspreise aufgrund gesunkener Marktpreisen nicht mehr am Markt zu realisieren sind. Diesem Risiko wird bei Amco durch eine kontinuierliche nachfrageorientierte - nicht spekulative - Beschaffung entgegengewirkt, welche derartige Verluste quantitativ begrenzt. Das Risiko, stark steigende Beschaffungspreise nicht an die Kunden weitergeben zu können, ist für Amco hingegen von untergeordneter Bedeutung, weil i.d.R. keine Langfristkontrakte mit Kunden zu festen Verkaufspreisen vereinbart werden, sondern marktgerecht angeboten wird. Fremdwährungsrisiken werden vom Unternehmen weder debitorisch noch kreditorisch eingegangen. Dem Ausfallrisiko von Kundenforderungen wird zum Einen dadurch Rechnung getragen, dass die Bonitätsprüfung von Neu- und Bestandskunden sowie das Forderungsmanagement organisatorisch - weisungsunabhängig vom Verkauf - direkt der Geschäftsführung unterstellt ist um mögliche Interessenkonflikte auszuschließen. Zum Anderen hat die Amco ihr gesamtes Forderungsvolumen im Rahmen einer Warenkreditversicherung bei einem der weltweit führenden Kreditversicherer gegen Ausfall versichert, was die Werthaltigkeit der Forderungen weitgehend absichert. Informationstechnischen Risiken durch den Ausfall der IT-Infrastruktur, dem Datenmissbrauch und schädlichen Angriffen durch Viren etc. wird aufgrund der hohen Bedeutung der eingesetzten Informationstechnologie für die erfolgreiche Geschäftsaktivität eine besondere Wichtigkeit beigemessen. Die Sicherstellung der reibungslosen Funktionsfähigkeit sowie die stetige Optimierung der IT-Systeme wird hierbei durch den Einsatz moderner Hard- und Software und die Betreuung durch qualifiziertes internes Personal sowie externe Fachleute sichergestellt. In rechtlicher Hinsicht ist das Unternehmen in keine Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, welche einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten. IV. Prognosebericht Vor dem Hintergrund der weiterhin anhaltenden weltwirtschaftlichen Turbulenzen fällt eine verlässliche Prognose für das Geschäftsjahr 2009 außerordentlich schwer. Die Geschäftsführung der Amco Metall-Service GmbH rechnet jedoch nach derzeitigem Kenntnisstand für das Gesamtjahr mit einem außerordentlich starken, rezessionsbedingten Rückgang der Nachfrage in den für Amco relevanten Branchen, wozu insbesondere der Maschinen-, Werkzeug- und Formenbau sowie der Schiffbau gezählt werden können. Zudem wird die Geschäftstätigkeit davon belastet, dass der drastische Nachfrage-Rückgang einzelne Wettbewerber dazu veranlasst hat, in einen aggressiven Preiswettbewerb einzutreten, welcher branchenweit die Handelsmargen negativ beeinflusst. Als Reaktion auf den drastischen Absatzrückgang ab November 2008 wurden im Unternehmen umfangreiche Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten entwickelt, welche sich ab dem zweiten Quartal 2009 im Ergebnis niederschlagen sollten. Hierzu zählen neben einem strikten unternehmensweiten Sachkostensparprogramm auch Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten, wie die gezielte Nutzung des Instruments der Kurzarbeit. Im Hinblick auf die Vermögenslage ermöglichte es der Nachfragerückgang, das absatzinduzierte Vorratvolumen zu verringern, wodurch, gepaart mit dem allgemeinen Rückgang der Metall-Bezugspreise, ein deutlicher Rückgang des Umlaufvermögens erreicht werden konnte, welcher die bereits gute finanzielle Ausstattung des Unternehmens weiter verbesserte. Jenseits der derzeitigen Wirtschaftskrise wird die Geschäftstätigkeit der Amco Metall-Service GmbH mittel- bis langfristig als weiterhin außerordentlich erfolgversprechend eingeschätzt. Die Vorteile des Werkstoffs Aluminium (insb. Gewichtsvorteil, Zerspanungseignung) als Hauptumsatzträger der Amco, werden in einer Vielzahl von Branchen zunehmend von größerer Bedeutung sein. Ein hohes Know-how und langjährige Erfahrung in diesem Sektor, welches sich von der weltweiten Beschaffung über den Handel bis zu einem breiten Dienstleistungsangebot erstreckt, sowie langjährige partnerschaft-liche Kunden- und Lieferantenbeziehungen lassen auch künftig einen positiven Geschäftsverlauf erwarten. Im Sinne der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unternehmens, wurden zum 1.01.2009 die Geschäftsanteile der bisher schon kooperierende Schwestergesellschaft Ameco Metall-Service GmbH in Tamm (Stuttgart) vollständig übernommen, um die Geschäftstätigkeit in Süddeutschland weiter auszubauen. Darüber hinaus ist es dem Unternehmen trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage sehr erfolgreich gelungen, den Markteintritt in das dynamisch wachsende Produktsegment "Aluminium-Guss" zu vollziehen, aus welchem wir uns auch für die kommenden Geschäftsjahre weiterhin starke Wachstumsimpulse versprechen. Daneben legt Amco auch im Geschäftsjahr 2009 erneut seinen besonderen Fokus auf den sukzessiven Ausbau seiner Exportaktivitäten, um die Abhängigkeit vom deutschen Binnenmarkt weiter zu reduzieren. Eine konkrete Prognose für den Verlauf des Geschäftsjahres 2009 kann vor dem Hintergrund des anhaltend sehr schwachen Marktumfeldes kaum erfolgen und wird maßgeblich von der Entwicklung im zweiten Halbjahr abhängen. Aus heutiger Sicht muss für das Geschäftsjahr 2009 aufgrund der Entwicklung des ersten Halbjahrs, welches alleine im ersten Quartal von einem Rückgang des realen BIP i.H.v. 3,8% gegenüber dem Vorquartal gekennzeichnet war, mit einem Jahresfehlbetrag gerechnet werden. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet die Geschäftsführung vor dem Hintergrund erster positiver Konjunktur-Frühindikatoren und eines leichten Aufwärtstrends der Metallpreise jedoch die Rückkehr in die Gewinnzone. Aufgrund der guten Positionierung sowie einer soliden finanziellen Basis, sehen wir uns weiterhin gut aufgestellt und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Vorgänge von besonderer Bedeutung und bestandsgefährdende Tatsachen lagen weder im Berichtszeitraum noch bis Juli 2009 bzw. sind auch nicht ersichtlich oder bekannt.
Köln, im Juli 2009 Dr. Jochen Schmidt Joachim Vallée BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss I. Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht der Kontoform gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Dabei wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren fortgeführt. Aufgrund von Ausweisänderungen im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr bei den Posten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten wurden die Vorjahreszahlen entsprechend dem jetzigen Ausweis angepasst. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden der Vorjahre wurden grundsätzlich beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die Bilanzierung erfolgt nach dem Going-concern-Prinzip. A. Aktiva Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich gewährter Lieferanten-Skonti aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen wurden nach der linearen und degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Abschreibungen basieren auf der jeweils steuerlich anerkannten Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter wurden nach den Vorschriften des § 6 Absatz 2 bzw. analog Absatz 2a EStG abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Umlaufvermögen Vorräte sind zu Anschaffungskosten - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - bewertet. Die Forderungen wurden zum Nennwert abzüglich angemessener Einzelabwertung angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung aktivisch abgesetzt. Bei deren Berechnung wurden einzelabgewertete Forderungen sowie enthaltene Umsatzsteuer nicht erfasst. B. Passiva Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital in der festgesetzten Höhe ausgewiesen. Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um freiwillige gesamthänderisch gebundene Rücklagen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Teilwertmethode unter Anwendung der Sterbe-Richttafeln 2005 und eines Rechnungszinsfußes von 6 % p. a. passiviert. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten werden in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Teile der Grundpfandrechte haften nachrangig auch für andere Kreditverbindlichkeiten. III. Bilanzerläuterungen A. Aktiva Anlagevermögen: Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen wird gesondert dargestellt. Vorräte: Die Vorräte wurden körperlich durch eine Stichtagsinventur per 31. Dezember 2008 erfasst. Wertminderungen (gesunkene Wiederbeschaffungspreise, Fix- und Restformate, Ungängigkeit etc.) wurden durch entsprechende Wertabschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 35 abgesetzt. Bis auf die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen TEUR 1.713 (Vj. TEUR 775) und mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre TEUR 141 (Vj. TEUR 172). B. Passiva Bilanzgewinn: Durch den Jahresüberschuss (TEUR 789) ergab sich zuzüglich des Gewinnvortrags zum 1. Januar (TEUR 7.729) und abzüglich der Gewinnausschüttungen - TEUR 600 für 2007 - zum Schluss des Wirtschaftsjahres ein Bilanzgewinn von TEUR 7.918. Rückstellungen: Die Rückstellungen für Pensionen decken die erteilten Versorgungszusagen in vollem Umfang; sie berücksichtigen die aktuellen versicherungsmathematischen Sterbetafeln. Die Steuerrückstellungen beinhalten TEUR 464 Ertragsteuern für das Wirtschaftsjahr 2007. Die sonstigen Rückstellungen wurden u. a. für Gewährleistungen, Urlaubsansprüche, Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungskosten, Sondervergütung an Mitarbeiter, Tantiemen und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Haftungsverhältnisse: Zum Bilanzstichtag besteht kein Wechselobligo. Es besteht jedoch eine Patronatserklärung zu Gunsten der Tochtergesellschaft sowie eine Mithaftungserklärung, ebenfalls für die H + S Metallhandel GmbH & Co. KG. In beiden Fällen droht zur Zeit keine Inanspruchnahme. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse (Aufgliederung):
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das ordentliche Ergebnis. B. Sonstige Angaben Geschäftsführung: Dr. Jochen Schmidt, Köln, Dipl.-Wirt.-Ing. Joachim Vallée, Bremen, jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüge der Geschäftsführung: Im Geschäftsjahr 2008 betrugen die Bezüge der Geschäftsführung TEUR 709 (Vorjahr: TEUR 524). Zahl der Mitarbeiter: Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt: Vollzeitarbeitskräfte: 215 (Vorjahr: 211) Teilzeitarbeitskräfte: 10 (Vorjahr: 11) Aushilfen: 6 (Vorjahr: 7) Auszubildende wurden nicht einbezogen. Konzernzugehörigkeit: Die AMCO Metall-Service GmbH, Köln gehört zum Konzern der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG, Köln. Angaben zu Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von 20 % oder mehr besteht (§ 258 Nr. 11 HGB):
Köln, im Juli 2009 Dr. Jochen Schmidt Joachim Vallée Anlagespiegel
BerichtsprüfungBestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext"Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AMCO Metall-Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Herschbach, den 31. Juli 2009 |
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