Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 11364
Eingetragen
12.10.2009
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Schiffen, Booten und YachtenBau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und YachtbauReparatur und Instandhaltung von Kriegsschiffen
Gegenstand
Der Entwurf, die Konzeption, die Planung, die Entwicklung und der Bau von Yachten und Schiffen mit spezieller Verwendung und Arbeitsbooten sowie deren Vertrieb und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, die Erbringung von Konstruktions- und Ingenieursleistungen, insbesondere statischen Leistungen, ggf. durch Einschaltung von autorisierten Fachbüros in der maritimen Wirtschaft. Maintenance, Repair and Overhaul maritimer Fahrzeuge. An- und Verkauf von Produkten der maritimen Wirtschaft. Entwicklung von Verfahrenstechnologien mit Verbundwerkstoffen. Entwicklung und Konzeption von maritimen Antriebstechnologien. Mit Ausnahme erlaubnispflichtiger Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Schmoll
seit 1.12.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TAMSEN YACHTS GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

TAMSEN YACHTS GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TAMSEN MARITIM GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

ANHANG

Allgemeine Angaben

Die TAMSEN MARITIM GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 09.10.2009 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Rostock und ist am Amtsgericht Rostock im Handelsregister unter der Nummer HRB 11364 eingetragen.

Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB in Anspruch genommen worden.

Der Jahresabschluss der TAMSEN MARITIM GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der ergänzenden Vorschriften des GmbH - Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Herstellungskosten (Lohn- und Gemeinkosten) angesetzt und werden über eine Projektdauer von 8 bzw. 6 Jahren abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und über 3 Jahre um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde bei Erwerb im Jahr 2009 aktiviert. Die planmäßige Verteilung des aktivierten Wertes wurde auf 15 Jahre festgelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zwischen 3 und 33 Jahren linear vorgenommen.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Der Wertansatz der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen enthält neben Fertigungsmaterial und Fertigungslohn auch die anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf das für die Fertigung eingesetzte Anlagevermögen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Der in den Vorjahren gebildete Sonderposten für Investitionszuschüsse wird planmäßig aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die zeitlichen Differenzen werden hier abgebildet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 32,10 %.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zum Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.847.279,55 729.000,00 0,00 2.576.279,55
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.191,13 0,00 0,00 109.191,13
3. Geschäfts- oder Firmenwert 860.400,00 0,00 0,00 860.400,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.816.870,68 729.000,00 0,00 3.545.870,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 284.738,05 2.620,20 0,00 287.358,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.673.370,00 143.338,32 0,00 2.816.708,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.069.999,16 136.509,73 0,00 4.206.508,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 301.922,33 228.334,09 0,00 530.256,42
Summe Sachanlagen 7.330.029,54 510.802,34 0,00 7.840.831,88
Summe Anlagevermögen 10.146.900,22 1.239.802,34 0,00 11.386.702,56
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 609.954,35 272.583,20 0,00 882.537,55
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 92.072,13 7.072,00 0,00 99.144,13
3. Geschäfts- oder Firmenwert 759.874,00 57.437,00 0,00 817.311,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.461.900,48 337.092,20 0,00 1.798.992,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.302,05 13.571,20 0,00 53.873,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.656.097,00 119.143,32 0,00 1.775.240,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.680.091,16 411.926,73 0,00 3.092.017,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.376.490,21 544.641,25 0,00 4.921.131,46
Summe Anlagevermögen 5.838.390,69 881.733,45 0,00 6.720.124,14
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.693.742,00 1.237.325,20
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.047,00 17.119,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 43.089,00 100.526,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.746.878,00 1.354.970,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 233.485,00 244.436,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.041.468,00 1.017.273,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.114.491,00 1.389.908,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 530.256,42 301.922,33
Summe Sachanlagen 2.919.700,42 2.953.539,33
Summe Anlagevermögen 4.666.578,42 4.308.509,53

Entwicklungskosten

Hier werden Entwicklungskosten für verschiedene Schiffstypen ausgewiesen. Die in 2014 als selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter aktivierten Entwicklungskosten werden ab 2015 über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben. Die in 2021 und 2022 als selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter aktivierten Entwicklungskosten eines Gesamtprojektes werden ab 2021 über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben. Die in 2023 als selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter aktivierten Entwicklungskosten eines Gesamtprojektes werden ab Fertigstellung in 2024 über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben.

Abschreibungen auf den Geschäfts- / Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde bei Erwerb im Jahr 2009 aktiviert. Die planmäßige Verteilung des aktivierten Wertes wurde auf 15 Jahre festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung von mehr als 5 Jahren sind: Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Unternehmens und des Kundenstammes. Die Nutzungsdauer bemisst sich auf Grundlage der Fristigkeit der übernommenen Vertragsverhältnisse bzw. anhand des erwarteten Kundenverhaltens und der Wirkung der Marke TAMSEN MARITIM.

Angabe zu Forderungen

Sämtliche Forderungen in Höhe von 8.422,5 TEuro haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Die Auflösung des anteiligen Sonderpostens erfolgt ab Fertigstellung des entsprechend geförderten Wirtschaftsgutes über die erwartete Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (1.505,1 TEuro), für Personalaufwendungen (98,5 TEuro), für Abschluss- und Prüfungskosten (25,0 TEuro) und für Gewährleistungen (180,5 TEuro) enthalten.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben 5.709,8 TEuro eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und 0,0 TEuro eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern wurden seit 2015 auf die selbstgeschaffenen immateriellen Wirtschaftsgüter, deren Ansatz nur handelsrechtlich erfolgte, berechnet. In 2023 sind weitere passive latente Steuern gebildet worden, die auf zeitlichen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Buchwerten und Abschreibungen im Sachanlagevermögen beruhen. Die Auflösung erfolgt über die zeitliche Dauer der Abweichungen von 6 bis 8 Jahren.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 1.098.460,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre Euro
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 1.693.742,00
./. passive latente Steuern -595.282,00
Gesamtbetrag 1.098.460,00

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 586 TEuro Investitionszuschüsse für Forschungsprojekte ausgewiesen.

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich folgende Mitarbeiter beschäftigt:

Anzahl
kaufmännische Angestellte 10
gewerbliche Angestellte 99
Auszubildende 15
Gesamt 124

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Gewerberäumen in Höhe von 600 TEuro jährlich, zzgl. sonstiger Mieten in Höhe von 31 TEuro sowie für Maschinen in Höhe von 9 TEuro.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Christian Schmoll, Diplom-Ingenieur, geführt.

Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt auf der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 4.024.013,81 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Rostock, 11. April 2024

gez. Christian Schmoll

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 20.06.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.746.878,00 1.355
II. Sachanlagen 2.919.700,42 2.953
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 4.050.089,25 16.009
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.422.492,84 6.085
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.363.768,47 2.809
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 65.534,26 34
18.568.463,24 29.245

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Gewinnvortrag 3.517.324,30 6.055
III. Jahresüberschuss 4.024.013,81 294
8.541.338,11 7.349
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 190.327,19 222
C. RÜCKSTELLUNGEN 3.531.715,50 1.046
D. VERBINDLICHKEITEN 5.709.800,44 20.181
davon aus Steuern: EUR 540.563,96 (Vorjahr: TEUR 869)
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 595.282,00 447
18.568.463,24 29.245

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 16.259.486,78 9.794
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.515.131,48 5.126
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.253.458,05 1.123
davon für Altersversorgung: EUR 19.215,09 (Vorjahr: TEUR 17)
6.768.589,53 6.249
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 881.733,45 916
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.600.651,80 2.189
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.011,00 31
davon von Gesellschaftern: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 31 )
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.058,57 1
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.913.645,81 147
davon für latente Steuern: EUR 147.779,58 (Vorjahr: TEUR 3)
8. Ergebnis nach Steuern 4.055.818,62 323
9. Sonstige Steuern 31.804,81 29
10 Jahresüberschuss 4.024.013,81 294

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir bieten als mittelständisches Unternehmen an unserem Standort in Rostock alle Leistungen an, die für den Bau, die Reparatur und Werterhaltung von Spezialschiffen, Yachten und Behördenfahrzeugen notwendig sind. Durch technisches Know-how, Qualität und Termin-treue, umgesetzt durch unser qualifiziertes und gut ausgebildetes Personal streben wir eine hohe Kundenzufriedenheit an. Das Eingehen auf individuelle Kundenwünsche trägt zur Festigung unserer Marktposition bei. Neben dem Angebot an die regionalen Auftraggeber sind wir bestrebt unsere Leistungen überregional anzubieten.

Die Servicedienstleistungen für die Standorte unserer deutschen Marineschiffe im In- und Ausland werden ausgebaut.

Darüber hinaus sind wir auf dem Gebiet des Baus von glasfaser- oder carbonfaserverstärkten Kunststoffgroßbauteilen u. a. für die Windindustrie tätig.

II. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Geschäftsverlauf und Lage im Geschäftsjahr 2023

Das Jahr 2023 war für die TAMSEN MARITIM ein sehr positives Geschäftsjahr. Die Umsätze des Geschäftsjahres liegen wesentlich höher als in den Vorjahren, was mit der Ablieferung von insgesamt 5 Neubauten und einem ebenfalls sehr erfolgreichen Jahr der Reparaturabteilung zusammenhängt. Insgesamt konnte das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr wesentlich erhöht werden.

Die Grundlage des Erfolges liegt nach wie vor in der Reparaturabteilung des Unternehmens. Hierbei konnten wir bei drei Großprojekten für die Deutsche Marine sowie Reparaturleistungen für weitere Behörden- und Privatkunden ein gutes Ergebnis erzielen.

Eine gute Auslastung aller Mitarbeiter wurde durch den Einsatz unserer Fachleute in allen Bereichen der Reparaturen auf den circa 40 verschiedenen Booten und Schiffen erreicht.

Der Serienbau im Neubaubereich wird mit dem Auftrag der beiden ausgelieferten Zollboote (23 m) für die Generalzolldirektion des Bundes fortgeschrieben. Die Ablieferung des ersten Bootes erfolgte im Juli 2023, das zweite folgte im September 2023.

Im Jahr 2022 wurde der Bau von zwei Schiffen für die Deutsche Marine (WTD 71) begonnen. Diese sogenannten STS-Boote werden zur Begleitung der großen Kampfschiffe in den Übungsgebieten der Ostsee eingesetzt. Die Sicherungs-, Transport- und Schleppboote sind circa 20 m lange Spezialseeschiffe aus Stahl. Der Bau der Boote lief gemeinsam mit einer Partnerwerft planmäßig. Die Übergabe der Boote ist durch uns im August 2023 / September 2023 an die WTD 71 erfolgt.

Das zwölfte DGzRS-Rettungsboot wurde den Seenotrettern ebenfalls im Jahr 2023 übergeben.

Alle Neubauten sind erfolgreich im Einsatz.

Seit Anfang des Jahres 2022 wird ein weiteres Patrouillenboot aus Aluminium mit einer Länge von 17 m für das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF M-V) gebaut. Die bewährten Konstruktionen und Abläufe der 23 m Zollboote fließen in das Design dieses kleineren Bootes ein. Der Ausbau mit den Partnern findet wie geplant statt. Das Boot wird Anfang Mai 2024 zur Erprobung ins Wasser verlegt.

Beide Patrouillenboote, die wir mit den Kunden Zoll und Fischereiaufsicht entwickelt haben, werden inzwischen für andere deutsche Behörden in den aktuellen Ausschreibungen mit angeboten. Es stehen zurzeit circa 12 Nachbauten in Aussicht.

2. Investitionen

Wie bereits in den vergangenen Jahren legt die TAMSEN MARITIM erneut ein wichtiges Augenmerk auf die Entwicklung der eigenen Mitarbeiter.

So wurden wichtige Fachkräfte und erneut junge Kollegen für eine Ausbildung in unserem Unternehmen gewonnen. Sechs Lehrlinge erhielten nach erfolgreicher Ausbildung ihren Facharbeiterbrief.

In unserem Anlagevermögen haben wir erneut in eine Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf LED-Technik sowie im erheblichen Maße in unsere IT-Infrastruktur (Hard- und Software) und nach längerem Auswahlprozess in ein neues ERP-System (Fa. AMS) investiert. Das Team geht von einer Implementierung zur Mitte des Jahres 2024 aus.

Der Abschluss der Erweiterung der maschinellen Anlagen (u.a. die Beschaffung einer zweiten Rohrbiegemaschine) und die Umgestaltung der Arbeits- und Lagerbereiche, vor allem in der Fertigungshalle 3, wurden vollzogen.

3. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung unseres größten Geschäftsfeldes der Reparatur ist im Jahre 2023 gleichbleibend gut verlaufen. Zukunftspotential bieten die Neumotorisierung und die Modernisierung der zahlreichen deutschen Behördenboote im Hinblick auf die zukünftigen Umweltauflagen. Dabei geht es auch um neue elektrische und hybride Antriebskonzepte.

Unser achtköpfiges Team arbeitet hierbei in den nächsten Jahren sehr intensiv an der Defossilisierung der Schiffe, die wir in unserem Portfolio den Kunden anbieten. Die Konstruktionsabteilung unterstützt dieses Vorhaben regelmäßig.

Nach wie vor sind die Rahmenbedingungen zur Geschäftsfeldentwicklung des Neubaus für unser Unternehmen herausfordernd. Deutsche Behörden schreiben ihre Aufträge EU-weit aus.

Zukünftig muss sich die TAMSEN MARITIM für die behördlichen Neubauten zum einen eng an die Gesetze halten und zum anderen konkurrenzfähige Angebote auch gegenüber den Anbietern aus Niedriglohnländern erarbeiten.

Umso mehr haben wir in die Projektierungsarbeit, sowie die nötige Partnerschaft mit Kunden und Lieferanten investiert. Ein Umdenken sowie die Einsicht der Behörden zur "bedingungslosen" EU-Vergabe sind zu erkennen. Erste Ausschreibungen, bei denen nicht nur der Preis als alleiniges Kriterium gilt, sind inzwischen vorhanden und von der Angebotsmanagementsabteilung bedient worden.

Gemeinsam mit dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) und lokaler politischer Unterstützung arbeiten wir an einer Veränderung bei den öffentlichen Vergabeverfahren.

Es ist uns gelungen, eine circa 95%ige Auslastung in unseren Geschäftsfeldern zu erreichen, Arbeitsplätze zu schaffen und zu festigen und unsere Marktposition gegenüber unseren Mitbewerbern auszubauen.

III. Finanzielle Leistungsindikatoren

2023 2022
TEUR TEUR
Betriebsergebnis der Geschäftstätigkeit + 5.938 + 441
Ertragsteuern ./. 1.914 ./. 147
JAHRESÜBERSCHUSS nach Steuern + 4.024 + 294
BILANZSUMME 18.568 29.245
davon
Anlagevermögen 4.667 4.309
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 13.902 24.936
Eigenkapital 8.541 7.349
CASHFLOW - 1.445 + 540

Das Bruttovermögen (Bilanzsumme) unserer Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 18.568 und hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 10.677 vermindert. Ursächlich für die Zunahme des Anlagevermögens waren unter anderem Investitionen in Höhe von TEUR 1.240 sowie die gegenläufigen planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 882.

Das Umlaufvermögen liegt um TEUR 11.034 unter dem Vorjahresniveau, insbesondere durch die Fertigstellung von Aufträgen und die dementsprechende Minderung der unfertigen Leistungen (./. TEUR 11.959).

Ebenfalls ergab sich eine Abnahme bei den liquiden Mitteln um TEUR 1.445 und bei den sonstigen Vermögensgegenständen einschließlich aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eine Abnahme um TEUR 2.314 sowie durch Rechnungsstellung zum Bilanzstichtag eine Erhöhung der Forderungen um TEUR 4.684.

Das Nettovermögen (Eigenkapital) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.192 auf TEUR 8.541 erhöht. Die Erhöhung entspricht dem Jahresüberschuss 2023 abzüglich einer Ausschüttung. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 46,0 % gegenüber 25,1 % zum Vorjahresstichtag.

Unser langfristig gebundenes Anlagevermögen ist ausschließlich langfristig durch Eigenkapital finanziert. Unseren kurzfristig fälligen Verpflichtungen stehen ausreichend kurzfristig gebundene Vermögenswerte (insbesondere Vorräte und Forderungen) gegenüber.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich der Reparatur haben sich im Jahr 2023 hauptsächlich aus dem Volumen eines Minenjagdbootes, zweier Marineschlepper und weiterer Seenotrettungseinheiten ergeben.

Die Umsätze der Neubauabteilung haben sich durch die insgesamt 5 Neubauten intensiv erhöht, was aber der Nichtablieferungsmöglichkeit des Jahres 2022 durch die Covid-Krise geschuldet ist.

Der Personalbereich ist ausgebaut worden. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 124. Um Spitzenlasten abzufangen, wurden durchschnittlich 8 zusätzliche Mitarbeiter aus Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt.

Insgesamt schließen wir das Jahr 2023 mit einem für die TAMSEN MARITIM sehr guten Umsatz und einem dementsprechenden Ergebnis ab.

IV. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Das Unternehmen hat eine stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation.

Verbindlichkeiten werden, wie in den Vorjahren, innerhalb der Skontofristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Die Mitarbeiter-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung ebenso wie der positive Ruf des Unternehmens in der deutschen Reeder-Szene ist weiterhin erfreulich.

Durch die gewählte Managementstruktur, den Führungskreis des Unternehmens mit in die Entscheidungsprozesse einzubinden, ist eine nachhaltige Unternehmensphilosophie, die sich auf Teamwork stützt, entstanden. Mit dem Selbstverständnis der Führungsmannschaft ist es effizienter, aktuelle und zukünftige Aufgaben in den Geschäftsfeldern zu meistern.

Nach wie vor zeichnet sich unser Unternehmen durch eine hohe Flexibilität der Mitarbeiter, die sich ganz unterschiedlichen Aufgaben stellen, aus. Die Vielseitigkeit der an uns gestellten Aufgaben ist außergewöhnlich hoch.

Dies bedingt weitere Investitionen in unsere Zukunft, um der wachsenden Anzahl und Komplexität der Aufträge und der geforderten Qualität gerecht zu werden.

Die TAMSEN MARITIM wird in ihre Fachkräfte, die Hard- und Software und in die Produktionsstätte kontinuierlich weiter investieren.

Weiterhin werden wir die Vorteile eines im familiären Stil geführten Unternehmens mit langfristigen Planungen und zügigen Entscheidungen positiv nutzen.

Unser Ziel für 2024 ist es, unser Unternehmen weiter auszubauen, um wiederum mit einer höheren Anzahl an Mitarbeitern eine gute und sichere Auslastung zu erreichen und uns mit unserem Produktmix am Markt zu behaupten.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebes (im Spezial- und Behördenschiffbau, sowie bei Marine-Vorhaben) forcieren.

Mit großem Interesse verfolgten weitere Kunden den Neubau der neuen Generation von Zollbooten, um für zukünftige Beschaffungen die Vorzüge des Schiffstyps auch in ihre Vergabeunterlagen aufzunehmen. Wir sind mit einigen Landes- und Bundesbehörden zu diesen Schiffen im Gespräch. Ein erstes Angebot wurde an die Bundespolizei abgegeben.

Wie bereits berichtet, ist mit dem 17 m Fischereiaufsichtsboot ein weiterer Neubau der TAMSEN MARITIM-Patrouillenboote beauftragt worden, der die Vorteile der Konstruktion der 23 m Zollboote in sich aufnimmt.

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird sich 30 Jahre nach der Wende ebenfalls mit neuen Behördenschiffen ausstatten. Dazu sind wir mit den verschiedenen Ministerien im engen Austausch. Beide Patrouillenboot-Designs haben ebenso das Potenzial für eine internationale Vermarktung, die wir mit dem Vertriebsteam begonnen haben.

Der Produktmix Schiffsneubau, Schiffsreparatur und Fertigung von GFK-Großbauteilen wird auch zukünftig unser Unternehmen bestimmen.

Parallel zu der positiven Entwicklung im Neubau- und Reparaturbereich ist unsere Konstruktionsabteilung zusätzlich mit zukunftsorientierten F&E-Projekten betraut worden. Seit September 2021 erarbeiten wir für das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Team eine Studie - "E2MUT" - zur emissionsfreien Elektromobilität auf dem Wasser.

Das Sondervermögen für die Bundeswehr, von welchem bis zum Jahr 2028 circa 15 Mrd. EUR in maritime Mittel fließen werden, soll unter anderem in noch nicht veröffentlichte Beschaffungen/Ausschreibungen von 17 m und 23 m Patrouillenbooten investiert werden.

Dies erfolgt, um die kritische Infrastruktur (KRITIS) zu erhalten und um das immer stärker werdende Sicherheitsbewusstsein der Bevölkerung zu erfüllen.

Der zunehmende Einsatz verschiedener IT-Systeme und die Verarbeitung sensibler personenbezogener Daten in der Gesellschaft führt dazu, dass dem Aspekt der Cyber Security eine immer stärker steigende Bedeutung zukommt. Da die TAMSEN MARITIM GmbH verstärkt als Auftragnehmer der Deutschen Marine sowie verschiedener deutscher Behörden auf dem Markt auftritt, hat die Sicherstellung sensibler Daten einen erhöhten Stellenwert. Um dem Risiko von Cyber-Attacken auf unsere Systeme künftig besser entgegenzusteuern und die Datensicherheit überwachen zu können, sind entsprechende Maßnahmen und Vorkehrungen implementiert worden.

Die Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr 2024 beträgt circa EUR 2,3 Millionen vor Steuern. Der Gewinn wird hauptsächlich durch die Reparatur der Minenjagdboote für die Deutsche Marine erreicht.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem engagierten Wettbewerbsumfeld. Vor dem Hintergrund unserer Flexibilität, der finanziellen Stabilität sowie einiger Alleinstellungsmerkmale sehen wir uns für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen gut gewappnet.

Eine positive Tendenz können wir auf Basis des Erfolges und der Zahlen der letzten Jahre für unser Unternehmen nachweisen. Die Besetzung von Nischen in den verschiedenen Geschäftsfeldern, weitere Alleinstellungsmerkmale sowie ein zu erwartender wachsender Markt werden dazu führen, dass die TAMSEN MARITIM auch in der Zukunft eine stabile Auslastung und weitere Marktchancen haben wird.

 

Rostock, 11. April 2024

TAMSEN MARITIM GmbH

Christian Schmoll, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TAMSEN MARITIM GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TAMSEN MARITIM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TAMSEN MARITIM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 18. Juni 2024

Nordwest Revision GmbH
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