Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 253040
Eingetragen
26.11.2019
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGroßhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Transporte aller Art national bis zum Gesamtgewicht von unter 3,5 t, Transportvermittlung, Lagerhaltung, Logistik, Consulting im Bereich Verkehrslogistik, Import und Export von Handelsgütern, Lkws und Baumaschinen, Vermittlung von Nutzfahrzeugen und Fahrzeugvermietung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ioan Zerni
seit 30.10.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ioan Zerni
89447 Zöschingen
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AIK Logistik GmbH

Neufahrn b.Freising

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

A. GESCHäFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die AIK Logistik GmbH besteht seit 2019 und hat ihren Sitz in Neufahrn b. Freising- Massenhausen.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2022 nur geringfügig verändert durch das Ausscheiden der dritten Geschäftsführerin Victoria Elena Chirtes.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die AIK Logistik GmbH hauptsächlich als Logistikpartner für den Versand- und Onlinehandel tätig. Dabei wurden von der AIK Logistik GmbH verschiedene, vom Kunden betriebene Logistikstandorte in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bedient.

Die Strategie der AIK Logistik GmbH ist auf einen kontinuierlichen Ausbau der Marktanteile und die Gewinnung neuer Auftraggeber ausgerichtet.

2. Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Nachdem sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 noch von den Folgen der COVID-19-Pandemie erholt und einen Zuwachs von 6,1 % erreicht hatte, war das Jahr 2022 von einer deutlichen Verlangsamung des globalen Wachstums auf 3,4 % geprägt. Für 2023 erwartet der Internationale Währungsfonds IWF einen weiteren Rückgang des Zuwachses auf 3,0 % (Quelle: Zeit online, IWF-Prognose, Oktober 2023).

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 %. Im Jahr 2021 war die deutsche Wirtschaft noch um 2,6 % gewachsen (Quelle: destatis).

Damit verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 ein rückläufiges Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg mit 1,8 % weniger stark als im Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt). Während die BIP-Steigerung im 1. Quartal 2022 noch bei 4,2 % lag, war in den Folgequartalen ein kontinuierlicher Rückgang auf 0,2 % im 4. Quartal zu beobachten. Im ersten Quartal 2023 stagnierte der Zuwachs bei 0,1 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 169 vom 28.04.2023). Nach der Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 leicht auf 0,3 % zulegen und sich im Jahr 2024 weiter erholen (Quelle: Gemeinschaftsdiagnose 1/2023, Pressemitteilung vom 05.04.2023).

Entwicklung der Branche

Die Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) hat im vergangenen Jahr erneut ihre gesamtgesellschaftliche Bedeutung bewiesen. Trotz weltwirtschaftlicher und -politischer Unwägbarkeiten und Unsicherheiten haben die Paketdienste im Jahr 2022 sowohl private als auch gewerbliche Empfängerinnen und Empfänger in Deutschland zuverlässig mit 4,15 Milliarden Sendungen beliefert. Das außergewöhnlich starke Wachstum im KEP-Markt in den vergangenen Jahren findet damit ein Ende. Verglichen mit dem hohen Ausgangsniveau im Jahr 2021 ist der Markt 2022 rückläufig (-7,9 %), bleibt aber mit einem Plus von 14 % deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Der Rückgang zeigt, dass die Corona-Pandemie überwunden ist - und mit ihr die enorme KEP-Nachfrage, die seit 2020 für ein außergewöhnlich starkes Sendungswachstum gesorgt hatte. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist also ein Vergleich mit den Extremen der Pandemie. Der langfristige Aufwärtstrend des KEP-Marktes seit 2012 besteht trotz des derzeitigen Rückgangs mittelfristig fort.

Insbesondere die B2C-Sendungen, bei denen der Corona-Effekt besonders ausgeprägt war, weisen infolge der geringen Konsumneigung und der Kaufzurückhaltung im Online-Handel mit 10,6 % einen deutlichen Rückgang auf. Auch die Rückverlagerung von Umsätzen im Online-Handel zum stationären Handel nach Ende der Corona-Auswirkungen trägt hierzu bei. Bei den B2B-Sendungen (Versand von Unternehmen zu Unternehmen) ist der Rückgang mit lediglich 4 % weniger stark ausgeprägt. Die Rückgänge im Vergleich zu 2021 schwächen sich im Jahresverlauf 2022 ab (Quelle: KEP-Studie 2023, Bundesverband Paket und Expresslogistik e.V. (BIEK)).

Geschäftsentwicklung der AIK Logistik GmbH

Die Geschäftsentwicklung der AIK Logistik GmbH verlief insgesamt zufriedenstellend.

Die positive Umsatzentwicklung der Vergangenheit hat sich im Jahr 2022 mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % auf Mio. EUR 19,6 (2021: Mio. EUR 19,0) weiter fortgesetzt. Die Auswertungen der laufenden Finanzbuchhaltung im 3. Quartal 2023 und die gegenwärtige Auftragslage zeigen weiterhin eine stabile Umsatzentwicklung, die in etwa dem Vorjahresniveau entspricht.

Aufgrund von überproportional gestiegenen Aufwendungen hat sich das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Das Ergebnis wurde insbesondere durch folgende ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst:

- steigende Rohstoffpreise

- steigende Personalkosten

Trotz der schwierigen Wettbewerbssituation in unserer Branche können wir für das Geschäftsjahr 2022 einen soliden Überschuss in Höhe von TEUR 358 (2021: TEUR 1.117) vor Ertragsteuern als Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit vorlegen.

Auch für das Jahr 2023 wird mit einer Fortsetzung des Aufschwungs gerechnet.

B. LAGE DES UNTERNEHMENS

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um TEUR 531 auf TEUR 3.990 gesunken.

Das Sachanlagevermögen umfasst mit TEUR 1.640 einen Anteil von 41 % der Bilanzsumme. Hier sind insbesondere Transportfahrzeuge (TEUR 1.422) sowie PKW und sonstige Transportmittel (TEUR 187) zu nennen.

Ein weiterer wesentlicher Teil der Bilanzsumme entfällt mit TEUR 1.361 (34 %) auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 983. Forderungsausfälle waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Eine Wertberichtigung von ausfallbedrohten Kundenforderungen war ebenfalls nicht erforderlich.

Darüber hinaus sind liquide Mittel in Höhe von TEUR 855 bzw. 22 % der Bilanzsumme vorhanden.

Den übrigen Aktivposten kommt mit TEUR 134 (3 %) kommt nur eine untergeordnete Bedeutung zu.

2. Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich aufgrund einer Gewinnausschüttung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 357 verringert und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 475. Damit ergibt sich unverändert eine solide Eigenkapitalquote von 12 % (Vorjahr: 18 %).

Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form von Darlehen in Höhe von TEUR 1.420 (36 %). Sie betreffen ausschließlich die Finanzierung des Fuhrparks und werden planmäßig getilgt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen am Bilanzstichtag TEUR 456 (11 %).

In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.158 (29 %) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen (TEUR 725) sowie Umsatzsteuer-Vorauszahlungen (TEUR 206) enthalten, die im Folgejahr planmäßig bei Fälligkeit beglichen wurden.

3. Ertragslage

Die Geschäftsführung betrachtet die Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2022 als zufriedenstellend.

Im Berichtsjahr konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf TEUR 19.604 gesteigert werden.

Die Monatsbetrachtung des Geschäftsjahres 2022 zeigt eine deutliche Umsatzsteigerung im letzten Quartal 2022, wobei dies auch durch saisonale Effekte verursacht wird (erhöhtes Versandaufkommen im Weihnachtsgeschäft).

Sonstige betriebliche Erträge ergeben sich im Wesentlichen aus erhaltenen Versicherungsentschädigungen bzw. Schadenersatzzahlungen (TEUR 24).

Der Anstieg des Materialaufwands gegenüber dem Vorjahr um 19 % auf TEUR 655 übertrifft die Umsatzsteigerung von 3 %. Die bezogenen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Ausgaben für Personalbeschaffung.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2 % verringert und beträgt TEUR 10.630.

Die Abschreibungen sind aufgrund der getätigten Investitionen, vor allem in den Fuhrpark, um TEUR 133 auf TEUR 292 angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 7.630 haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.316 bzw. 21 % deutlich erhöht. Ursächlich ist hier vor allem der Anstieg bei den Fahrzeugkosten (TEUR +1.190).

Beim Zinsaufwand ist ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, der mit dem Anstieg der Darlehen zu begründen ist.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Entwicklung der AIK Logistik GmbH im Geschäftsjahr 2022 ist als gut einzustufen. Auch wenn die Steigerungen bei den Kosten überproportional zur Umsatzsteigerung erfolgten, konnte dennoch ein solides, positives Jahresergebnis erzielt werden.

C. RISIKOBERICHT (CHANCEN UND RISIKEN DER KüNFTIGEN ENTWICKLUNG)

Die Steuerung von Chancen und Risiken ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung der AIK Logistik GmbH. Zielgerichtet werden Wachstums- und Entwicklungschancen sowie wirtschaftliche Optimierungspotenziale im Rahmen der strategischen Planung identifiziert und ausgewertet. Bei sich ergebenden Risiken werden zeitnah Gegenmaßnahmen zu Vermeidung, Verminderung oder Übertragung auf Dritte, zum Beispiel durch den Abschluss von Versicherungsverträgen, getroffen.

Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Deutschlands haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AIK Logistik GmbH. Unvorhersehbare Entwicklungen innerhalb der globalen Wirtschaftsverflechtungen können zu Auswirkungen auf dem deutschen Absatzmarkt führen. Gesamtwirtschaftliche Risiken führen potenziell zu einer Reduzierung der Kaufkraft und können damit auch einen Rückgang der Nachfrage nach Dienstleistungen der AIK Logistik GmbH bewirken.

Ein fortbestehendes Risiko für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ergibt sich aus den politischen und militärischen Auseinandersetzungen in Ost-Europa. Das hieraus resultierende Risiko wird mittel eingeschätzt. Derzeit ist die AIK Logistik GmbH nicht von den Auseinandersetzungen in der Ukraine betroffen und hält weder Kundenbeziehungen in die Ukraine noch nach Russland. Die Erhöhung der Rohstoffpreise und ein verändertes Konsumverhalten werden Auswirkungen haben, die aber momentan noch nicht abschätzbar sind.

Strategische und branchenspezifische Chancen und Risiken

Die AIK Logistik GmbH agiert grundsätzlich in einem deutlich wachsenden E-Commerce-Umfeld. Die langjährigen Partnerschaften mit Auftraggebern und Dienstleistern sowie die konsequente Optimierung der operativen Prozesse und der Standortlandschaft sind wichtige Voraussetzungen, um auch von künftigem Marktwachstum zu profitieren. Aufgrund unserer Organisationsstruktur sehen wir uns in der Lage, notwendige unterjährige Anpassungen operativer Geschäftsführungsmaßnahmen zeitnah vorzunehmen.

Risiken bestehen unter anderem mit Blick auf die angespannte Situation der Verfügbarkeit von Arbeitskräften in der Logistik und werden als mittel eingeschätzt. Die steigende Kostenbasis, auch infolge der erschwerten Gewinnung von Arbeitskräften und steigenden Löhnen, wird durch Initiativen zur Verbesserung der Produktivität und höheren Grundauslastungen abgemildert.

Weitere Risiken für die Entwicklung der AIK Logistik GmbH resultieren aus Verzögerungen bei der Beschaffung von Transportfahrzeugen und den steigenden Fahrzeugkosten, die nur teilweise an die Auftraggeber weitergegeben werden können.

Zudem besteht eine starke Abhängigkeit der weiteren Geschäftsentwicklung der AIK Logistik GmbH von der bestehenden Zusammenarbeit mit dem größten Auftraggeber der Gesellschaft. Diesem Risiko wird durch eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden und permanenten Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit begegnet. Auch die Akquise von neuen Kunden wird angestrebt, gestaltet sich aber aufgrund der fehlenden Arbeitskräfte schwierig.

Kein erkennbares Gesamtrisiko

In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation der Gesellschaft lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass Risiken wirksam gesteuert werden sowie keine den Fortbestand der AIK Logistik GmbH gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die AIK Logistik GmbH ist derzeit nicht unmittelbar vom Krieg in der Ukraine betroffen und hält weder Kundenbeziehungen in die Ukraine noch nach Russland. Es besteht keine Vereinbarung mit einem Transportpartner und Dienstleister in den genannten Ländern. Die Erhöhung der Rohstoffpreise und auch ein verändertes Konsumverhalten werden Auswirkungen haben, die momentan noch nicht abschätzbar sind.

D. PROGNOSEBERICHT

Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Prognose vom Oktober 2023 davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,5 % schrumpfen wird. Auch die Prognose des nationalen Wirtschaftswachstums für das Jahr 2024 wurde nach unten korrigiert und beträgt nach aktuellen Schätzungen nur noch 0,9 %. Im Jahr 2022 hatte die deutsche Wirtschaft noch 1,9 % zugelegt.

Gleichzeitig erholt sich auch die Weltwirtschaft nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und der hohen Inflation. Die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft liegt für das Jahr 2023 bei 3,0 % und für 2024 bei 2,9 % (Quelle: Zeit online, IWF-Prognose 10/2023).

Im Bereich der Kurier-, Express- und Paketsendungen (KEP) erwartet der Bundesverband Paket & Expresslogistik e.V. (BIEK) von 2023 bis 2027 ein solides durchschnittliches jährliches Wachstum des Sendungsvolumens von 3,3 %. (Quelle: KEP-Studie 2023 S. 14). Für das Weihnachtsgeschäft 2023 wird im Vergleich zum Vorjahr 2022 aber noch ein leichter Rückgang zwischen 0 % und 2 % prognostiziert. Der Ausblick und damit ein Vergleich zum Vorjahr sind schwierig aufgrund der nach wie vor problematischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts, Preis- und Zinssteigerungen, Kaufkraftverluste und die geringere Konsumbereitschaft beeinflussen das Weihnachtsgeschäft 2023 im KEP-Markt und erschweren eine verlässliche Prognose (Quelle: Presseinformation BIEK vom 03.11.2023).

Erwartete Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsführung blickt zuversichtlich auf die Geschäftsentwicklung der AIK Logistik GmbH. Trotz der gegenwärtig bestehenden Risiken und verschiedenen Unwägbarkeiten am Markt wird für das laufende Geschäftsjahr im Vergleich zum Jahr 2022 eine leichte Steigerung von Umsatz und Ergebnis erwartet.

Die aktuelle Situation in der Ukraine lässt bisher keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung erkennen.

Grundsätzlich wird sich die Geschäftsausrichtung auf die Festigung und den Ausbau der Marktposition und weitere Effizienzsteigerung fokussieren.

 

Neufahrn b. Freising-Massenhausen, den 13. März 2024

Kamal Sabbagh, Geschäftsführer

Augustin-Romolus Semco, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.640.406,00 1.185.301,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.511,00 14.691,00
II. Sachanlagen 1.627.895,00 1.170.610,00
B. Umlaufvermögen 2.224.074,98 3.175.726,83
I. Vorräte 8.638,92 28.994,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.360.797,38 1.770.044,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 854.638,68 1.376.687,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 125.116,21 159.567,53
Aktiva 3.989.597,19 4.520.595,36

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 474.904,11 831.907,59
I. eingefordertes Kapital 12.500,00 12.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Gewinnvortrag 219.407,59 17.583,36
III. Jahresüberschuss 242.996,52 801.824,23
B. Rückstellungen 480.789,94 951.852,70
C. Verbindlichkeiten 3.033.903,14 2.736.835,07
Passiva 3.989.597,19 4.520.595,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 18.989.680,78 18.500.396,83
2. Personalaufwand 10.630.409,82 10.892.532,61
a) Löhne und Gehälter 8.575.028,10 9.004.283,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.055.381,72 1.888.249,25
3. Abschreibungen 292.184,39 158.868,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 292.184,39 158.868,15
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.629.603,34 6.314.093,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.591,55 213,25
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.021,96 6.521,56
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 115.208,80 315.118,56
8. Ergebnis nach Steuern 283.844,02 813.475,31
9. sonstige Steuern 40.847,50 11.651,08
10. Jahresüberschuss 242.996,52 801.824,23

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die AIK Logistik GmbH ist beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 253040 im Handelsregister eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Neufahrn b. Freising-Massenhausen.

Die Gesellschaft erfüllt für das Geschäftsjahr 2022 die Größenmerkmale für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Bilanzierung erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der rechnungslegungsbezogenen Normen des GmbH-Gesetzes.

B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften; Veränderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr sind nicht zu verzeichnen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Diese wurden nach der linearen Methode ermittelt. Die Abschreibung der einzelnen Anlagengegenstände wurde auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern geschätzt. Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden durch Einzelbewertung mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Risiken aus eingeschränkter Verwendbarkeit oder Gängigkeit werden durch Abschläge berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungszinssätze verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.442,29 4.931,29 2.180,00 12.511,00 14.691,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.442,29 4.931,29 2.180,00 12.511,00 14.691,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.335.200,68 782.372,39 392.149,69 290.004,39 1.627.895,00 1.170.610,00
97.528,38-
Summe Sachanlagen 1.335.200,68 782.372,39 392.149,69 290.004,39 1.627.895,00 1.170.610,00
97.528,38-
Summe Anlagevermögen 1.352.642,97 782.372,39 397.080,98 292.184,39 1.640.406,00 1.185.301,00
97.528,38-

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Ansprüche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 136,6 (Vorjahr: TEUR 42,9). Diese Forderungen beinhalten Forderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von TEUR 131,8 (Vorjahr: TEUR 42,9).

3. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt entsprechend dem Handelsregisterauszug EUR 25.000,00 und ist zur Hälfte einbezahlt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche (TEUR 135), Ausgleichsabgabe (TEUR 64,4) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 33).

5. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 1.931,3 (Vorjahr: TEUR 2.003,8) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und TEUR 1.102,6 (Vorjahr: TEUR 733,0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (Vorjahr: EUR 0,00).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 315,4 (Vorjahr: TEUR 778,0) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 14,2 (Vorjahr: TEUR 4,7) enthalten.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: EUR 0,00).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 1.420,2 (Vorjahr: TEUR 977,1). Dabei handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte für bewegliche Wirtschaftsgüter besichert sind.

D. ERLäUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Stichtag nicht.

2. Geschäftsführer

Die Geschäftsführung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Kamal Sabbagh und Herrn Augustin-Romolus Semco.

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB zur Angabe des Geschäftsführergehalts Gebrauch.

3. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 358 Mitarbeiter (Vorjahr: 306) beschäftigt, davon 330 gewerbliche Mitarbeiter, 10 Angestellte und 18 geringfügig Beschäftigte.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Kfz-Leasing-Verträgen sowie aus Mietverträgen für Immobilien. Zum Bilanzstichtag betrugen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen insgesamt TEUR 976,7, davon TEUR 595,0 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 242.996,52 auf neue Rechnung vorzutragen.

F. UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES DURCH DIE GESETZLICHEN VERTRETER (§§ 245, 264 HGB)

 

Neufahrn b. Freising-Massenhausen, den 13. März 2024

Kamal Sabbagh, Geschäftsführer

Augustin-Romolus Semco, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss und Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassungen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AIK Logistik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AIK Logistik GmbH, Neufahrn b. Freising-Massenhausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AIK Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

• Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 13. März 2024

LHS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Fischer, Wirtschaftsprüfer

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