Howelpa Logistik GmbHLiquidiert
33106 Paderborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anna Sommermeyer-Rickert seit 13.2.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Howelpa Logistik GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. GrundlagenDie Howelpa Logistik GmbH ist für die Schwestergesellschaft Wellemöbel GmbH als Logistikgesellschaft und Dienstleistungsunternehmen im Bereich Transport, Werksentsorgung, Lagerhaltung und Lagerhandling zuständig. Geschäftsführer der Gesellschaft sind Frau Anna Sommermeyer-Rickert und Herr Waldemar Bauer. Die Gesellschaft hält 94% der Kommanditanteile an der WIP GmbH & Co Grundbesitz Mönkeloh. Die WIP Mönkeloh ist Eigentümer der Immobilie, die von der Howelpa Logistik GmbH genutzt wird. Für das genutzte Grundstück und Gebäude besteht ein langfristiger Miet- bzw. Nutzungsüberlassungsvertrag. Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 11. Mai 2011 die Wellemöbel UK Ltd in Milton Keynes (Großbritannien) gegründet. Die Gesellschaft hat ein Eigenkapital in Höhe von GBP 10. Gegenstand der Gesellschaft ist die Lieferung und Montage von Wellemöbel-Produkten in Großbritannien im sogenannten DHD Service (Direct Home Delivery). Die englischen Möbelhäuser bieten ihren Endkunden die Möglichkeit an, die Möbel zu Hause montieren zu lassen. Zur Kundenbindung und Absatzsteigerung und zur Vereinfachung der konzerninternen Prozessabläufe ist eine eigene Gesellschaft zur Umsetzung dieser Dienstleistung der Schlüssel zur Marktanteilsausweitung auf dem englischen Markt. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaft Trotz schwieriger internationaler Rahmenbedingungen ist das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im Jahr 2014 um 1,6 % gewachsen. Die Konsumausgaben erhöhten sich zum Vorjahr preisbereinigt um 1,2 %. Der Zuwachs fiel damit kräftiger aus als im Vorjahr (+0,8 %). Dazu trugen die nach wie vor aufwärtsgerichtete Beschäftigungsentwicklung, zunehmende Tarifverdienste und ein vergleichsweise geringer Anstieg der Verbraucherpreise bei. Positiv auf das inländische Konsumverhalten wirkten sich überdies die Anhebung des Einkommensteuer-Grundfreibetrages sowie umfangreiche Leistungsauswertungen in der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Bestätigt wird dies durch den GfK Konsumklimaindex, der im Dezember 2014 auf 8,7-Punkte stieg und damit um 1,3-Punkte über dem Wert zum Vorjahreszeitpunkt lag. 2.2 Branche und Wettbewerb Die Umsätze für Speditionsleistungen im deutschen Markt wachsen seit Jahren moderat, die Prognosen sind bis 2018 positiv. Der Trend zum Outsourcing von Logistikdienstleistungen wird zunehmen, insbesondere Lagerleistungen aber auch weitere Transportleistungen sollen zukünftig ausgelagert werden. Ein durchgängiges Supply Chain Management wird dabei als sehr wichtig angesehen und stellt somit die wesentliche Herausforderung dar. Der steigende Möbelversandhandel verschärft zudem die bestehenden Herausforderungen. Die Wettbewerbsdichte in dem Nischenmarkt Neu-/Kastenmöbellogistik ist hoch, bezogen auf die Region Ostwestfalen-Lippe jedoch moderat. Der Wettbewerb ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl kleinerer, spezialisierter Unternehmen. 2.3 Gesellschaft 2.3.1 Insolvenz und Sanierung Am 26. November 2014 hat die Geschäftsführung der Howelpa Logistik GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt (§ 270a InsO). In den nachfolgenden Monaten wurde von der Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung GmbH (BBU), Düsseldorf, ein Sanierungskonzept nach IDW S 6 erarbeitet, auf dessen Grundlage am 27. April 2015 die Eröffnung des Verfahrens erfolgte; es wurde Eigenverwaltung angeordnet (§ 270 InsO). Die BBU kam in ihrem Sanierungskonzept zu folgendem Fazit: "Das Unternehmen hat die BBU im November 2014 mit der Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes, unter Einbeziehung alternativer Planszenarien (Insolvenzlösungen) als Grundlage für einen Insolvenzplan, beauftragt sowie sie aufgefordert, auf dieser Grundlage eine abschließende gutachterliche Stellungnahme zur Sanierungsfähigkeit abzugeben. Das vorliegende Konzept wurde von BBU gemeinsam mit der Geschäftsführung mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns erstellt und erfüllt zum Zeitpunkt seiner Erstellung die rechtlich zwingenden BGH-Mindestanforderungen an ein solches Konzept. Auf Basis der Analyse der aktuellen Situation und der Krisenursachen wurden gemeinsam mit der Geschäftsführung des Unternehmens unter Einbeziehung weiterer Mitarbeiter ein Leitbild und darauf aufbauend geeignete Sanierungsmaßnahmen erarbeitet. Im Weiteren wurden die Voraussetzung und erwarteten Auswirkungen in eine integrierte Planungsrechnung überführt. Die im Konzept dargestellten, für die Sanierung geplanten und in Teilen bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen, sind zusammen objektiv geeignet, Howelpa bis Ende 2017, d.h. in einem überschaubaren Zeitraum, durchgreifend zu sanieren. Die Geschäftsführung von Howelpa hat sich das Sanierungskonzept und das zugrundeliegende Leitbild zu eigen gemacht und uns ggü. erklärt, dass sie beabsichtigt und in der Lage ist, die zur Sanierung erforderlichen und im Konzept beschriebenen Maßnahmen - soweit sie hierzu nicht von der Mitwirkung Dritter abhängig ist - umzusetzen. Auf die dem Sanierungskonzept beigefügte Vollständigkeitserklärung wird verwiesen. Bei Eintritt der Prämissen der integrierten Planungsrechnung erzielt Howelpa in 2017 eine EBT-Marge von 3,6%. Bei Umsetzung der identifizierten Restrukturierungsmaßnahmen und Beherrschung der kritischen Faktoren und Annahmen ist damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gegeben. Ende 2017 beträgt die Eigenkapitalquote bei Eintritt der Prämissen der integrierten Planungsrechnung 89,8%. Kritische Faktoren und Annahmen sind dabei:
Die dem Konzept beigefügte integrierte Planung weist zudem ein positives Reinvermögen und künftige Liquiditätsüberschüsse aus. Somit ist auch die Wiedererlangung der Renditefähigkeit gegeben. Das Sanierungskonzept enthält die folgenden wesentlichen Annahmen, die von der Mitwirkung Dritter abhängen und für die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzeptes noch keine Vereinbarungen getroffen wurden:
Die vorgenannten Annahmen 1. - 3. können in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzeptes auch nicht in einer Bandbreite beurteilt werden, so dass die BBU eine positive Aussage zur Sanierungsfähigkeit in die Schlussbemerkung aufnehmen wird, sobald diese Bedingungen erfüllt sind. Die Beurteilung der Sanierungswürdigkeit obliegt den Stakeholdem." Analog zur Howelpa Logistik GmbH wurde auch mit den übrigen wesentlichen Gesellschaften der Wellemöbel-Gruppe (Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG, Wellemöbel GmbH, MF Bad Lippspringe GmbH) verfahren. Die dem Amtsgericht Paderborn vorgelegten Insolvenzpläne der vier Gesellschaften wurden am 30. Juni 2015 bestätigt. Die Aufhebung der Verfahren erfolgte jeweils am 31. August 2015. 2.3.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Bei der Auftrags- und Umsatzentwicklung ist die Gesellschaft in hohem Maße von der Schwestergesell-schaft Wellemöbel GmbH abhängig, da mit dieser in 2014 ca. 88 % der Umsätze getätigt worden sind. Der Anteil der Fremdumsätze wird jedoch in den nächsten Jahren steigen, da sich die Gesellschaft für andere Unternehmen der Möbelbranche öffnet, um zum Einen effizientere Tourenplanungen und Kapazitätsauslastungen zu erreichen und, zum Anderen, um nicht vollständig vom Erfolg der Wellemöbel GmbH abhängig zu sein. Der Umsatzrückgang der Gesellschaft in 2014 in Höhe von 0,9 % ist vor allem auf die rückläufigen Umsätze der Wellemöbel GmbH (-5,5%) zurückzuführen. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage3.1. Ertragslage Die wesentlichen Daten zur Ertragslage sind in dem folgenden Tableau zusammengestellt:
Die Gesellschaft hat das Jahr 2014 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.735 nach einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 69 im Vorjahr abgeschlossen. Die Umsatzerlöse entwickelten sich rückläufig um TEUR 115 aufgrund des Umsatzrückganges des größten Kunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 275. Das EBITDA war negativ. 3.2. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen der Gesellschaft nahm insgesamt um TEUR 103 ab. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund nicht ausgeglichener Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.486 auf. Die Rückstellungen verminderten sich um TEUR 63 aufgrund geringerer Personalrückstellung durch Urlaubs- und Stundenabbau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen leicht um TEUR 158 zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 1.074. Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Forderungen der Insolvenzgläubiger, auf die zwischenzeitlich im Rahmen des am 30. Juni 2015 bestätigten Insolvenzplanes zum überwiegenden Teil verzichtet wurde. 4. NachtragsberichtInsoweit wird auf die Ausführungen in den Abschnitten 2.3.1. Gesellschaft: Insolvenz und Sanierung sowie Abschnitt 5., Prognosebericht, verwiesen. 5. PrognoseberichtDas Verfahren der Insolvenz in Eigenverwaltung bietet der Howelpa Logistik GmbH die außerordentliche Möglichkeit, die weitere strategische Umstrukturierung schneller und deutlich konsequenter umzusetzen, um sich wieder zu einem nachhaltig profitablen Unternehmen auszurichten. Das im Rahmen der Insolvenz erarbeitete und an IDW S 6 ausgerichtete Sanierungskonzept sieht nachstehendes Leitbild für die Zukunft vor: "Zukünftig steigert die Howelpa Logistik GmbH die Wahrnehmung und den Umsatz im Markt als spezialisierter Logistikdienstleister und verringert weiter die Abhängigkeit von der Wellemöbel-Gruppe. Der Fokus liegt dabei auf Kontraktlogistik mit einem breit gefächerten Dienstleistungsspektrum und hoher Kundenorientierung. Um die Marktwahrnehmung zu steigern, wird ein eigenständiger Vertrieb aufgebaut. Dieser akquiriert Aufträge in bestehenden Liefergebieten, um Synergien aus dem Geschäft mit der Welle Gruppe zu nutzen und Leerfahrten zu vermeiden. Darüber hinaus werden die Marketingaktivitäten verstärkt und Logistiknetzwerke wie z.B. Cube3 ausgeschöpft. Zur Verbesserung der Ergebnissituation und Erlangung der Wettbewerbsfähigkeit in Form einer branchenüblichen Rendite werden Effizienzsteigerungsmaßnahmen umgesetzt bzw. begonnene stringent fortgeführt. Hierzu zählen insbesondere die Optimierung der internen und externen Prozesse sowie Personalanpassungen an das veränderte Transportaufkommen und Geschäftsmodell. Ein objektives Controlling sowie eine detaillierte Kalkulation schaffen die nötige Transparenz im Unternehmen und stellen eine auskömmliche Marge sicher. Schwachstellen werden frühzeitig erkannt, um geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten." Zur Umsetzung des Leitbildes haben das Management und die involvierten Sanierungsberater konkrete und bedeutende Optimierungspotentiale identifiziert, die in Zukunft zu einer substantiellen Verbesserung der Ertragskraft sowie Steigerung des Unternehmenswertes führen werden. Das von dem Sanierungsberater gemeinsam mit der Geschäftsführung erstellte und von dem Gläubigerausschuss genehmigte Sanierungskonzept sieht dazu eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen vor. Die umfangreichen Maßnahmen zur Umstrukturierung und Neuausrichtung des Unternehmens sollen nach dem Sanierungskonzept dazu führen, dass die Howelpa Logistik GmbH in 2015 Umsatzerlöse von EUR 10,4 Mio. erzielt. Für 2016 sind Umsatzerlöse von EUR 10,6 Mio. und ein Erreichen des Break-Even vorgesehen. In 2017 sollen Umsatzerlöse von EUR 11,1 Mio. und eine EBT-Marge von 3,6 % erzielt werden. 6. Chancen- und Risikobericht6.1. Allgemeiner Risikobericht Die wirtschaftliche Situation in Deutschland hat sich in 2014 deutlich erholt, das Konsumentenverhalten hat sich insgesamt positiv entwickelt. Die südeuropäischen Länder kämpfen nach wie vor mit hoher Verschuldung und Arbeitslosigkeit, scheinen aber die richtigen Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme ergriffen zu haben. Zudem hat die Europäische Union, den zuletzt befürchteten Grexit durch Gewährung zusätzlicher finanzieller Mittel verhindert. Ein Zerfall des EURO-Währungsraums ist nach wie vor nicht zu erwarten. Ein solcher Fall würde die deutsche Wirtschaft aufgrund ihrer Exportausrichtung empfindlich treffen und sich negativ auf das inländische Konsumentenverhalten auswirken. Für 2015 wird derzeit in Deutschland vom DIW Berlin ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % erwartet. Die aktuelle Prognose des DIW geht für 2016 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % aus. Die Konsumausgaben sind in 2015 auf einem unverändert hohen Niveau. Der GfK Konsumklimaindex lag durchweg in 2015 deutlich über dem Schlusswert des Jahres 2014 (8,7-Punkte) und betrug 9,6-Punkte im Oktober 2015. Vor dem Hintergrund stabiler Preise, niedriger Zinsen, eines robusten Arbeitsmarktes und steigender Einkommen ist für das Jahr 2015 mit einem Anstieg des privaten Konsums zu rechnen. Eine Steigerung der Konsumentenausgaben wird entsprechend auch weitere positive Einflüsse auf die Möbelbranche und damit deren Logistik haben. Im September 2015 hat der Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V. (VDM) infolgedessen seine Wachstumsprognose der deutschen Möbelindustrie für 2015 auf 3 % erhöht. Auf der anderen Seite werden steigende Lohnkosten dazu führen, dass die Möbelproduzenten in Deutschland auch in 2015 weiter unter Kostendruck stehen. Sollten aufgrund der Marktmacht der Einkaufsverbände des Möbelhandels keine Anpassungsmöglichkeiten bestehen, werden daraus möglicherweise entsprechende Umsatz- und Ergebnisrisiken für die Möbelindustrie und anhängende Logistikpartner entstehen. 6.2. Spezieller Risikobericht Die Wellemöbel-Gruppe und damit auch die Howelpa Logistik GmbH befinden sich nach der Aufhebung der Insolvenz am 31. August 2015 in der Sanierung. Das Eigenkapital der Howelpa Logistik GmbH ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2014 negativ. Im Zuge der Umsetzung des am 30. Juni 2015 bestätigten Insolvenzplans erfolgt zum Insolvenzaufhebungsstichtag eine Bereinigung der Passivseite, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation führen wird. Die künftige Entwicklung von Howelpa ist stark von der Entwicklung der Wellemöbel GmbH/MF Bad Lippspringe GmbH als größte Kunden und der Generierung von Neukunden-Umsätzen abhängig. Auf der Einkaufsseite können steigende Rohstoffpreise und höhere Energiekosten zu sinkenden Margen führen. Um derartige Veränderungen zu kompensieren, sind zusätzliche Einsparungen oder Preiserhöhungen erforderlich. Weitere Risikopotentiale oder mögliche Bestandsgefährdungen können aus einem Scheitern der Sanierung oder aus einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation infolge eines Einbruchs der Binnenkonjunktur bzw. einer weiteren Weltwirtschaftskrise resultieren. Im Rahmen der Annahme des Insolvenzplans und der damit verbundenen Aufhebung des Insolvenzverfahrens am 31. August 2013 entstanden wesentliche Erträge durch den Wegfall von Verbindlichkeiten, die zu einer erheblichen Steuerlast führen können. Laut einer unverbindlichen Auskunft seitens der Finanzverwaltung für Zwecke der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags stellt dieser Ertrag einen Sanierunsgewinn im Sinne des BMF-Schreibens vom 27. März 2003 dar, womit die Stundung oder der Erlass aus Billigkeitsgründen ermöglicht werden kann. Ein entsprechender Antrag wurde hinsichtlich der gewerbesteuerlichen Behandlung an die Kommunen gestellt, die Antwort ist jedoch noch ausstehend.
Paderborn, den 2. Dezember 2015 Howelpa Logistik GmbH Anna Sommermeyer-Rickert Waldemar Bauer Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014I. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den diese ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Software wird über fünf Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der voraussichtlich geschätzten Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt auf einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren, weil der Hauptkundenkreis verbundene Unternehmen sind, mit denen langfristige Geschäftsbeziehungen bestehen. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt bei den zum Bilanzstichtag aktivierten Fahrzeugen im Fuhrpark acht bis elf Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis fünf Jahre. Geringwertige Anlagegegenstände bis EUR 410 werden im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bilanzierung mit den niedrigeren beizulegenden Werten. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sinkende Beschaffungspreise werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips durch den Ansatz des niedrigeren beizulegenden Wertes berücksichtigt. Für Reparaturmaterial wird ein Festwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten ausgewiesen. Die Vorauszahlungen, die Aufwendungen zukünftiger Perioden darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzung ausgewiesen. Passiva Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in der Höhe der Erfüllungsbeträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig und angemessen sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen fremde Dritte. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Urlaubs- und Überstundenguthaben, Jubiläen, Berufsgenossenschaft) in Höhe von TEUR 277 (Vorjahr: TEUR 295) und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 96). Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 7.076 (Vorjahr: TEUR 6.116) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 30) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.590 (Vorjahr: TEUR 4.516) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 3), aus dem Abgängen des Anlagevermögens mit TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 27) erfasst. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursverlusten von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 0). Der verbleibende Saldo von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0) resultiert aus Aufwendungen für Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung und aus von Gläubigern angemeldeten Kosten und Zinsen für den Zeitraum von der Insolvenzeröffnung bis zum 31. Dezember 2014. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6) latenter Steuerertrag enthalten. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 1.175 (Vorjahr: TEUR 904). Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind nicht enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.175 (Vorjahr: TEUR 904) bestehen zum Bilanzstichtag aus Leasing- und Mietverträgen über Fahrzeuge und Anhänger mit einer Restlaufzeit von einem Jahr bis zu fünf Jahren, davon sind in 2015 TEUR 394 (in 2014 TEUR 306) fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen bestehen wie im Vorjahr nicht. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet über eine Bürgschaft mit für Kreditverbindlichkeiten der Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG in Höhe von ursprünglich insg. TEUR 6.500. Die Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft betragen zum Bilanzstichtag TEUR 6.189 (Vorjahr: TEUR 0). Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Bürgschaft war am Abschlusszeitpunkt als hoch erachtet, weil das kreditnehmende Unternehmen angesichts der am 8. Dezember 2014 beantragten Insolvenz akut bestandsgefährdet war. Mit der Aufhebung der Insolvenzverfahren bei der Gesellschaft am 31. August 2015 wird das Risiko der Inanspruchnahme aus der Bürgschaft als gering erachtet, weil das kreditnehmende Unternehmen nicht mehr akut bestandsgefährdet ist. Im Rahmen der Eigenverwaltung ist eine Umschuldung erfolgt. Sonstige Verpflichtungen Das Bestellobligo entspricht dem Umfang der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig auch kleinsten Kreis von Unternehmen wird durch die Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG (HRA 5218), Bad Lippspringe aufgestellt. Howelpa Logistik GmbH wird darin einbezogen und ist somit von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft:
Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird die Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. VI. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag dem Verlustvortrag zuzuweisen.
Paderborn, den 2. Dezember 2015 Howelpa Logistik GmbH Anna Sommermeyer-Rickert Waldemar Bauer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Howelpa Logistik GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt 6.2 ausgeführt, dass die Sanierung gem. Insolvenzplan notwendige Voraussetzung für den Fortbestand des Unternehmens ist. Weitere Risikopotenziale oder mögliche Bestandsgefährdungen können aus einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation infolge eines Einbruches der Binnenkonjunktur bzw. einer weiteren Weltwirtschaftskrise resultieren."
Hagen, den 10. Dezember 2015 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
Dipl.-Fw. (FH) Dominik Spielmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Dipl.-Kfm. Mark Schüttler, Wirtschaftsprüfer Datum der Feststellung: 6. Januar 2016 |
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