Kurierdienste
John Spedition GmbH
Zum Lingeshof 10, 36124 Eichenzell, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Löschen seit 19.3.2025 | Geschäftsführer |
Peter Juli seit 19.3.2025 | Prokura |
Thomas Johannes Köhler seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Holger Idzikowski seit 16.8.2024 | Prokura |
Christoph Göbel seit 3.1.2024 | Prokura |
Peter Müller-Kronberg seit 3.1.2024 | Geschäftsführer |
Jürgen Fleck seit 3.1.2024 | Prokura |
Heinrich Wins seit 24.4.2023 | Prokura |
Harald Winfried Stey seit 19.8.2005 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
John Spedition GmbHEichenzellJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Beschreibung des Geschäftsmodells Die John Spedition GmbH ist als Speditions- und Logistikdienstleister weltweit aktiv. Der Fokus liegt dabei neben den standardisierten Produkten auf Individual-Lösungen zur Erfüllung der Wünsche und Anforderungen unserer Kunden. Neben den Standardtransporten werden Terminverkehre, kundenspezifische Milkrun-Konzepte sowie Stückguttransporte über Nacht zu den Empfängern in Hauptstädten und Wirtschaftszentren Europas angeboten. Dienstleistung wie Qualitätskontrollen, Kontraktlogistik und Container-Services ergänzen das umfassende Produktportfolio. Als Gesellschafter im Kooperationsverbund CargoLine können höchste Qualitätsstandards für die Kunden bei der Erbringung vielfacher Leistungen garantiert werden. Durch den vollständigen Erwerb der Anteile im Jahr 2023 gehört die Gesellschaft zur ZUFALL logistics group. 2. Ziele und Strategien John Spedition GmbH ist seit mehr als 75 Jahren ein erfolgreiches Unternehmen in Osthessen. Die Geschäftsführung verfolgt die nachfolgenden vier wesentlichen Ziele, um den wirtschaftlichen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu sichern. - Kundenorientierte Optimierung bestehender Transportlösungen, um so die Auslastung und Produktivität zu steigern - Weiterentwicklung moderner Logistik-Konzepte - Digitalisierung der Geschäftsprozesse, um sich effizient und zukunftsorientiert dem verstärkten Wettbewerb in der Logistik- und Transportbranche behaupten zu können, aber vor allem unseren Kunden in den nächsten Jahren auch weithin optimierte Logistiklösungen zu gewährleisten - Ausbildung und Qualifikation in unsere Mitarbeiter 3. Darstellung des Steuerungssystems Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen der John Spedition GmbH sind Rohertrag, Betriebsergebnis (EBIT) und die Personalaufwandsquote. Sie werden im Berichtswesen von der Gesellschaft monatlich ermittelt und der Geschäftsführung in einem umfangreichen Bericht zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise können Wachstumsträger frühzeitig identifiziert, unterjährige Entwicklungen analysiert und im Falle von erkennbaren Abweichungen zeitnah gegensteuert werden. Der Rohertrag (Bruttospeditionsgewinn) ist eine zentrale Wert- und Rechengröße in der John Spedition GmbH, die sich aus dem Umsatz abzüglich der direkten Speditionskosten (Fremdleistungen) ergibt. Sie gibt Aufschluss über die Profitabilität und Rentabilität des operativen Geschäftes der Gesellschaft. Als bedeutende Größe für die operative Steuerung und Analyse der Ertragslage wird zudem das Betriebsergebnis herangezogen, dass sich aus dem Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern ergibt. Des Weiteren ist die Personalaufwandsquote eine zentrale Steuerungsgröße. Sie gibt den Anteil des Personalaufwandes an der Betriebsleistung (Umsatzerlöse zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge) an. Sie informiert uns über die Produktivität des Mitarbeitereinsatzes. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft Gemäß dem Wirtschaftsbericht der Europäischen Zentralbank verlangsamte sich zum Jahreswechsel das Weltwirtschaftswachstum, da restriktivere geldpolitische Maßnahmen die globale Wirtschaft beeinträchtigten. Ein langsamerer Anstieg der Konsumausgaben ist unter anderem auf nachlassende Wachstumsimpulse in führenden Industrieländern zurückzuführen. Die Lage am Arbeitsmarkt zeigt sich zwar noch angespannt, aber allmählich abkühlend und hinzukommend wurden die überschüssigen Ersparnisse, die während der Corona-Pandemie gebildet wurden, größtenteils abgebaut.(1) Die Logistikbranche war im Jahr 2023 mit den Herausforderungen konfrontiert, die Resilienz und Stabilität der Lieferketten in einem unsicheren globalen Umfeld zu gewährleisten. Insbesondere die Energiekrise und deren Auswirkungen auf die Produktionskosten und - kapazitäten waren für energieintensive Industriezweige eine signifikante Belastung. Hohe Lagerbestände der Hersteller helfen, die Auswirkungen längerer Lieferzeiten auf die Produktion abzufedern. Trotzdem bleiben Risiken für den Welthandelt bestehen.(1) Die Gesamtinflation im Euroraum erhöhte sich aufgrund energiepreisbedingter Basiseffekte auf 2,9 % im Dezember 2023. Allerdings fiel der Anstieg geringer aus als erwartet.(2) Branche Die Logistik gehört neben der Automobilbranche und dem Handel weiterhin zu den umsatzstärksten Wirtschaftsbereichen in Deutschland. Im Jahr 2023 wurde branchenübergreifend ein Umsatz von etwa 327 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem Wachstum von rund 2,5 % im Vergleich zu 2022, das auch durch steigende Kosten entlang der Lieferketten angetrieben wurde.(3) Mehr als 70.000 Unternehmen sind im Bereich der logistischen Dienstleistungen tätig, wobei diese größtenteils mittelständisch geprägt sind und über 3 Millionen Menschen beschäftigen. Deutschland hat mit einem Anteil von rund 25 % einen bedeutenden Marktanteil am europäischen Logistikmarkt. Aufgrund seiner geografischen Lage im Herzen Europas behält Deutschland weiterhin eine internationale Spitzenposition in Bezug auf Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie bei.(3) Die Geschäftslage im Wirtschaftsbereich Logistik blieb auch zum Ende des Jahres 2023 weiterhin unbefriedigend und fiel im vierten Quartal 2023 fast auf das Niveau des ersten Halbjahrs 2020 zurück.(4) 2. Geschäftsverlauf Finanzielle Leistungsindikatoren Bei der operativen finanziellen Leistungsmessung stellen das EBIT, der Rohertrag sowie die Personalaufwandsquote bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dar. Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.307 auf TEUR 5.873 vermindert. Der Anteil des mittel-/ langfristigen Vermögens betrug 47,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 25,1 %) und betrifft das Anlagevermögen. Die Investitionen des Berichtsjahres betreffen mit TEUR 299 Sachanlagen und mit TEUR 15 immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Fahrzeuge sowie eine PV-Anlage. Den Investitionen stehen Abschreibungen von TEUR 267 sowie Buchwertabgänge von TEUR 62 gegenüber. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.086; Vorjahr: TEUR 2.804) und Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 862 (Vorjahr: TEUR 5.523) haben zum Ende des Geschäftsjahres zusammen einen Anteil von 50,2 % (Vorjahr: 74,5 %) der Bilanzsumme. Insbesondere die rückläufige Gesamtleistung wirkte sich mindernd auf die Forderungen zum Bilanzstichtag aus. Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme in Höhe von 63,0 % (Vorjahr: 72,6 %) sowie den Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26,1 %, Vorjahr: 19,5 %) an der Bilanzsumme geprägt. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.703 (Vorjahr: TEUR 8.116). Das Eigenkapital übersteigt das Anlagevermögen um TEUR 909 (Vorjahr: TEUR 5.306). Ausschüttungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 4.500 getätigt. Ertragslage Vor allem durch den Wegfall des Betriebs der Cargo-Line Zentral-HUB-Abwicklung am Standort Eichenzell haben sich sowohl die Umsätze (TEUR 22.129; Vorjahr: TEUR 29.058), der Rohertrag (TEUR 6.331; Vorjahr: TEUR 10.645) als auch das EBIT (TEUR 130; Vorjahr: TEUR 2.256) deutlich rückläufig entwickelt. Während sich der Speditionsaufwand absolut um TEUR 2.615 auf TEUR 15.798 verminderte, ist die Speditionsaufwandsquote überproportional zum Umsatz um 8,0 %-Punkte auf 71,4 % gestiegen. Der Personalaufwand verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 32,8 % (TEUR 1.879) auf TEUR 3.851. Die Zahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt nach Personen, ohne Geschäftsführer) betrug 86 Arbeitnehmer. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.457; Vorjahr: TEUR 2.689) lässt sich weit überwiegend auf den vergleichsweisen niedrigeren Aufwand für Reparaturen und Instandhaltungen sowie der Fahrzeugkosten zurückführen. Unter Berücksichtigung der Steuern wurde insgesamt ein Jahresergebnis von TEUR 87 erzielt, das um TEUR 1.484 unter dem des Vorjahres liegt. Finanzlage Die Finanzierung der vorgenannten Investitionen konnte wie in den Vorjahren aus eigenen Mitteln getätigt werden. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Der Brutto-Cashflow veränderte sich, im Wesentlichen durch das niedrigere Jahresergebnis geprägt, um -TEUR 1.532 auf TEUR 353. III. Prognosebericht 1. Konjunktur Die deutsche Wirtschaft zeigt derzeit Anzeichen einer Lähmung. Es herrscht eine gedrückte Stimmung und eine hohe Unsicherheit. Es wird erwartet, dass die wirtschaftliche Leistung im 1. Quartal 2024 und im Vergleich zum 4. Quartal 2023 um 0,1 % sinken wird. Eine merkliche Erholung der Gesamtwirtschaft ist wahrscheinlich erst in der zweiten Hälfte 2024 zu erwarten. Für 2024 wird ein Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von nur 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Im Jahr 2025 soll die Wirtschaftsleistung dann um 1,5 % steigen. Damit wurde die Wachstumsprognose für dieses Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 um 0,7 Prozentpunkte nach unten korrigiert und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte nach oben angepasst. Entgegen den Erwartungen befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/2024 in einer Rezession.(5) 2. Branche Für 2024 prognostiziert die Bundesvereinigung Logistik (BVL) eine Herausforderung für den deutschen Logistiksektor. Es wird ein realer Abschwung erwartet, mit einer Prognose von -3,5 % in der realen Entwicklung der Logistikbranche und einem leichten nominalen Plus von +0,8 %. Dies steht im Kontrast zu einem leichten Aufschwung der deutschen Wirtschaft insgesamt. Es wird erwartet, dass sich die Lage erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 verbessern wird. Die Abwicklungskosten einer Sammelgutsendung sind im 2. Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,23 % gestiegen. Die Kostenveränderungen ergaben sich u. a. aus höheren Personal-, Mautkosten.(6) 3. Gesellschaft Die Auftragslage sowohl im nationalen als auch internationalen Speditionsgeschäft zeigt sich verhalten. Eine begrenzte Nachfrage sowie höhere Einstandskosten, welche zuletzt weitestgehend an die Kunden weitergegeben werden konnten, werden voraussichtlich weiterhin zu einer Preisdynamik auf den Absatzmärkten und damit zu höherem Wettbewerbsdruck führen. Die Effekte aus den aktuellen Trends auf den weiteren Verlauf der Geschäftsentwicklung der John Spedition GmbH sind ungewiss. Die ersten beiden Monate des Jahres 2024 zeigen einen leichten Rückgang des Umsatzes, wobei dies mit dem Wegfall der CargoLine Zentral-HUB Umsätze zurückzuführen ist. Der Rohertrag zeigt in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 einen Rückgang von 12,7 %. Einzelne Produkte entwickeln sich sehr unterschiedlich. Trotz der Einflüsse aus den aktuellen Krisen und marktwirtschaftlichen Verwerfungen wird von einer weiterhin positiven Entwicklung des Ergebnisses ausgegangen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Das Unternehmen John Spedition GmbH ist den üblichen Risiken der Branche ausgesetzt. Es wurden und werden angemessene Vorkehrungen getroffen, um diesen Risiken zu begegnen. 1.1. Gesamtrisiko Das Risikomanagement wird direkt auf Geschäftsführungsebene durch kontinuierliche Überwachung aller relevanten Risikoparameter durchgeführt. Zu den Risiken der John Spedition GmbH gehören die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren - wie beispielsweise die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die aber regelmäßig beobachtet wird. Unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken werden frühzeitig bewertet und, falls notwendig, werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die Gesamtrisikosituation hat sich durch schwer kalkulierbare Indikatoren wie den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der Konflikte im Nahen Osten grundlegend verändert. Dennoch bleibt die John Spedition GmbH zuversichtlich, dass man auch künftig strategisch und finanziell gut aufgestellt sein wird und sich die bietenden Chancen für eine positive Unternehmensentwicklung genutzt werden können. 1.2. Einzelrisiken Konjunktur- und Branchenrisiken Für die John Spedition GmbH als Logistikdienstleister ergibt sich das Marktrisiko im Wesentlichen aus der Nachfrage- und Preisentwicklung sowie uneinheitlicher Konjunkturentwicklungen. Globale Ereignisse, wie z.B. der Krieg Russlands gegen die Ukraine oder der Nahost-Konflikt wirken sich unmittelbar auf die globale wie auch nationale Logistik-Branche aus. Zusätzlich zu Kostensteigerungen führen schwankende Transportvolumina sowie Kapazitätsengpässe zu einem erhöhten Wettbewerbs- und Margendruck im Transportgewerbe. Die Gesellschaft kann die wirtschaftliche Entwicklung des Marktumfeldes nicht aktiv beeinflussen. Durch die Beobachtung der Märkte ist die Gesellschaft dennoch in der Lage, möglichst frühzeitig auf Marktveränderungen zu reagieren. Branchenspezifischen Risiken ist die John Spedition GmbH hauptsächlich durch die Entwicklung der weltweiten Märkte und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Beschaffungsrisiken Die Entwicklung der Preise auf den Beschaffungsmärkten sowie die Energie- und Treibstoffpreise sind für die John Spedition GmbH von wesentlicher Bedeutung. Trotz eines Absatz- und Beschaffungsmonitorings kann der Anstieg des Preisniveaus negative Auswirkungen auf die zu erzielenden Deckungsbeiträge haben, wenn die Kostenerhöhungen nicht vollumfänglich und zeitnah an die Kunden weitergegeben werden können. Produktions- und Absatzrisiken Die John Spedition GmbH ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig. Dem Risiko, deshalb in eine existenzbedrohende Lage zu geraten, begegnet die Gesellschaft mit der Steigerung des Servicegrades für unsere Kunden, einem diversifizierten Portfolio an Produkten, Abnehmerbranchen, regionalen Absatzmärkten sowie der Bindung von Großkunden. Fachkräftemangel Die Altersstruktur der deutschen Bevölkerung wird zunehmend zum Problem für den Arbeitsmarkt. In der Logistik fehlen bereits jetzt viele Fachkräfte. Damit nehmen die Schwierigkeiten zu, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Die John Spedition GmbH stellt sich dieser Herausforderung gezielt, u.a. durch Bereitstellen von Ausbildungsplätzen und innerbetriebliche Fortbildung. Eine weitere Maßnahme ist, die Unterstützung der Rahmenbedingungen für wertschöpfendes Arbeiten und Potenzialentfaltung konsequent zu verbessern. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche bzw. Liquiditätsrisiken bestehen vor allem darin, dass Kundenanforderungen und Verzögerungen reguliert oder infolge einer Insolvenz plötzlich ausfallen können. Um dem Risiko von Forderungsausfällen entgegenzuwirken, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören der Abschluss von Kreditversicherungen, die Bildung von Wertberichtigungen sowie insbesondere ein effizientes Forderungsmanagement. 2. Risikomanagementsystem Die stetige Überwachung und das Management von Risiken gehören zu den essenziellen Aufgabenstellungen der Geschäftsführung der Gesellschaft. Hierzu sind abgestimmte Kontrollen und Maßnahmen eingerichtet, um die potenziellen Risiken kontinuierlich zu identifizieren und zu analysieren. Die Kontrollen und Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Betrieb wirkungsorientiert und effizient abläuft und die Sicherheit von Mitarbeitern, Vermögenswerten und Umwelt garantiert ist. 3. Risikomanagement-Methoden Das Risikomanagement der Gesellschaft bedient sich geeigneter Methoden, um sicherzustellen, dass Rechtskonformitäts-, Sicherheits- (Datenschutz, IT Security, Umweltsicherheit, usw.), betriebs- und finanzielle Risiken auf ein für die Gesellschaft tragbares Level reduziert werden. Das Risikomanagement wird direkt auf Geschäftsführungsebene durch kontinuierliche Überwachung aller relevanten Risikoparameter durchgeführt. Führungskräfte und Mitarbeiter*innen werden auf die Risiken in den genannten Bereichen systematisch sensibilisiert, die Einhaltung der jeweils eingeführten Maßnahmen wird überwacht. Das Controlling hat die Performance der Gesellschaft laufend im Blick. In monatlichen Leitungssitzungen der einzelnen Niederlassungen und Produktbereiche der Zufall logistics group erfolgt ein Plan-/Ist-Abgleich zu den einmal jährlich aufgestellten Budgets mit dem Ziel, zeitnah auf Veränderungen entsprechend reagieren zu können. Die permanente Analyse und Weiterentwicklung von Kennzahlen gehörten dabei zu den regelmäßigen Aufgaben. Daneben findet einmal im Quartal ein Termin mit den operativen Verantwortlichen zur Analyse der wirtschaftlichen Lage mit dem Fokus auf besondere Entwicklungen und strategische Themen statt. Die zunehmenden Cyber-Risiken im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung werden durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen im IT-Bereich adressiert. 4. Chancenbericht Die konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft, die von hohen Volatilitäten geprägt ist, bietet neben Risiken auch Chancen für die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Ein Schwerpunkt des täglichen Handelns der Gesellschaft wird auch in Zukunft darin liegen, sich vom Wettbewerb abzusetzen, indem Kundenanforderungen kompetent und flexibel bearbeitet werden. Die stetig steigenden Ansprüche der Kunden an Qualität, Funktionalität und Flexibilität haben zum Teil deutliche Veränderungen in den Prozessabläufen der John Spedition GmbH hervorgerufen. Die Gesellschaft stellt sich diesen Anforderungen gezielt, indem interne Prozesse stets hinterfragt und sofern erforderlich optimiert werden. Durch die Zugehörigkeit zur Zufall logistics group wird eine Umstellung auf eine ERP-Software und auf ein DMS, mit denen u. a. Rechnungen digitalisiert bearbeitet und freigegeben werden können, im Jahr 2024 angestrebt. Gesamtwirtschaftliche Chancen ergeben sich für die John Spedition GmbH durch die gute Positionierung der Gesellschaft und die geographische Lage mitten in Deutschland. Die Grundlagen für die Wahrnehmung von Chancen der John Spedition GmbH sind eine gesicherte Finanzierungsstruktur, eine nachhaltig gesteigerte Effizienz sowie ein effektives Einkaufs- und Bestandsmanagement. Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung ist aufgrund der vorhandenen Liquidität sowie der vorhandenen, ungenutzten Bankkreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Forderungen und die flüssigen Mittel. Die finanziellen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu Erfüllungsbeträgen bewerteten Verbindlichkeiten. Finanzinstrumente zu Handels- und Spekulationszwecken werden nicht eingesetzt. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle treten nur in geringem Umfang auf. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Die sich aus den Geschäftsbeziehungen mit Kunden ergebenden Ausfallrisiken werden vor allem durch laufende Überwachung, die Festlegung von Limits und Bonitätsnachfragen bei Auskunfteien begrenzt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherstellung des Erfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Politik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über Geldaus- und -eingänge vermitteln. Der Bestand an originären Finanzinstrumente wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sind nicht erkennbar. VI. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Eichenzell, 3. Mai 2024 Die Geschäftsführung (1) EZB Wirtschaftsbericht 02/2024 (2) EZB Wirtschaftsbericht 01/2024 (3) BVL - Logistikumsatz und Beschäftigung (4) Kommentar zum Logistik-Indikator 4. Quartal 2023 - Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer (5) Ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 (6) Abschlussbericht DSLV Kostenindex 2. Halbjahr 2023 HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen (§ 264 Abs. 1a HGB) Die John Spedition GmbH hat ihren Sitz in Eichenzell. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Fulda unter HRB 776 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u. a. Software) wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden innerhalb der steuerrechtlich zugelassenen Zeiträume linear und degressiv vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegegenständen erfolgt der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung, sobald dies zu höheren Jahresabschreibungen führt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Bei den Finanzanlagen wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens zu den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit notwendig, wurden Teilwertabschreibungen vorgenommen. Vorräte wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt, soweit unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht niedrigere Tageswerte am Bilanzstichtag maßgebend waren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu den Forderungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Zahlungen für Aufwendungen des nächsten Geschäftsjahres, die bereits im Berichtsjahr geleistet wurden. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage beigefügt ist. 2. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden (§ 285 Nr. 25 HGB) Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die an die Pensionsberechtigten verpfändet sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind soweit sie verpfändet wurden dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Absatz 2 Satz 2 HGB) im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich hierbei um Rückdeckungsversicherungen.
3. Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (§ 285 Nr. 24 HGB, § 253 Abs. 6 HGB) Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der sog. "Project-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): - durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben wurde - Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0 % nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit - Rentenerhöhungen von 0 % - Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach der Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach der Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 319,00. 4. Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Im Posten "Sonstige Rückstellungen" sind nachfolgende nicht unerhebliche Rückstellungen enthalten:
5. Verbindlichkeitenspiegel (§ 285 Nr. 1 und 2 HGB, § 268 Abs. 5 Satz 1 HGB) Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle:
6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
In den nachfolgenden Wirtschaftsjahren ist mit annähernd gleich hohen Aufwendungen zu rechnen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Verrechnete Aufwendungen und Erträge (§ 285 Nr. 25 HGB) Die Aufwendungen aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden (§246 Abs. 2 Satz 2 HGB) betragen Euro 6.109,00. VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Zahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB) Die Zahl der 2023 durchschnittlich im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmergruppen beträgt:
2. Angaben zu den Organmitgliedern (§ 285 Nr. 10 HGB) Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von der Kauffrau Birgit Bergemann bis zum 03.01.2024 , dem Kaufmann Ramon Walter bis zum 04.10.2023 ausgeübt. Der Kaufmann Peter Müller-Kronberg ist ab dem 03.01.2024 zum Geschäftsführer bestellt. 3. Gesamtbezüge der Organe (§ 285 Nr. 9 a HGB) Von den Schutzklauseln gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch genommen. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag (§ 285 Nr. 33 HGB) Konflikte politischer, wirtschaftlicher und sozialer Natur beeinflussen die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der John Spedition GmbH und stehen den Unternehmensinteressen grundsätzlich entgegen. Hinsichtlich einer möglichen Beeinflussung der weiteren Geschäftsentwicklung wird auf die Ausführungen im Prognosebericht sowie im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts der Gesellschaft verwiesen. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Gewinnvortrag in Höhe von € 7.860.196,80 abzüglich € 4.500.000,00 Gewinnausschüttung vom 07.07.2023 zuzüglich Jahresüberschuss in Höhe von € 86.818,44 = insgesamt € 3.447.015,24 auf neue Rechnung vorzutragen.
Eichenzell, den 3. Mai 2024 gez. Peter Müller-Kronberg, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngabe des Datums der Feststellung des Jahresabschlusses (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 HGB) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss vom 22.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die John Spedition GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der John Spedition GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der John Spedition GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 17. Mai 2024 GFP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hanna Reitz, Wirtschaftsprüfer |
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