Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg GnR 325
Vorher
Wohnungsgenossenschaft Langenfelde eG
Eingetragen
5.2.1921
Branche
BausparkassenKreditinstitute des GenossenschaftssektorsBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
(1) Zweck der Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. (2) Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen errichten, erwerben, bewirtschaften, veräußern und betreuen. Sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören insbesondere Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen. (3) Die Genossenschaft kann Inhaberschuldverschreibungen an ihre Mitglieder ausgeben. Sie kann ihren Mitgliedern Genussrechte, die keinen unbedingten Rückzahlungsanspruch beinhalten, gewähren. (4) Die Genossenschaft kann Beteiligungen im Rahmen von § 1 Abs. 2 des Genossenschaftsgesetzes übernehmen. (5) Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist zugelassen. Vorstand und Aufsichtsrat beschließen gemäß § 28 f die Voraussetzungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandra Koth
seit 14.3.2023
Vorstandsmitglied
Sven Langholz
seit 8.3.2022
Prokura
Sönke Selk
seit 12.6.2002
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND GESCHÄFTSVERLAUF

Diesen Lagebericht erstatten wir unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20.

Bestands- und Umsatzentwicklung

Zum Ende des Berichtsjahres bewirtschaftete unsere Genossenschaft insgesamt 5.023 Wohnungen mit 320.684 m 2 Wohnfläche sowie 28 Gewerbeeinheiten und 7 Gästewohnungen. Die Änderungen zum Vorjahr betreffen den Zugang von 20 fertiggestellten Wohnungen in der Möllner Landstraße (WIE 89) sowie 19 Wohnungen in zwei Mitte Dezember 2023 bezogenen Hauseingängen der Dieselstraße in Barmbek (WIE 90). An Parkraum hielten wir 1.316 Stellplätze in Einzel- und Tiefgaragen sowie 910 Stellplätze im Freien vor. Hinzu kommen 9 gepachtete Garagenplätze und 13 gepachtete Abstellplätze im Freien.

Unsere Wohnungen werden ausschließlich an Mitglieder unserer Genossenschaft vermietet. Die Nachfrage nach günstigen, gut ausgestatteten Wohnungen ist unverändert hoch, da Hamburg nach wie vor ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort ist. Unser Geschäftsmodell ist nicht auf möglichst hohe Nutzungsgebühren und kurzfristige Gewinnmaximierung ausgerichtet, sondern auf die dauerhafte Nutzung durch zufriedene Mitglieder, die unsere genossenschaftlichen Werte teilen.

Nennenswerte Wohnungsleerstände waren nicht zu verzeichnen und sind auch nicht zu erwarten. Die Fluktuationsrate ist von 5,2% im Vorjahr auf 5,5% leicht gestiegen. Von den 276 Kündigungen zogen 53 Mieter*innen innerhalb der Genossenschaft um. Die Auswertung der Kündigungsgründe ergab keine Hinweise auf strukturelle Probleme hinsichtlich Lage, Ausstattung oder Mietpreis.

Die wesentlichen Kennzahlen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:

Plan 2023
T€
Ist 2023
T€
Ist 2022
T€
Umsatzerlöse Hausbewirtschaftung 40.360 39.912 38.987
Instandhaltungsaufwendungen 9.859 10.279 9.387
Zinsaufwendungen 2.236 2.232 1.648
Jahresüberschuss 4.442 4.423 4.772

Auf der Grundlage der Vorjahreszahlen haben wir die Aufwendungen und Erträge für das Geschäftsjahr 2023 geplant.

Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung sind gegenüber der Planung vermindert. Dies liegt an - gegenüber der Planung - verminderten Zuschüssen und verminderten Erträgen aus abgerechneten Heiz- und Betriebskosten. Die Instandhaltungsaufwendungen sind um 419 T€ höher ausgefallen. Gründe hierfür sind u. a. Preissteigerungen. Die Instandhaltungsaufwendungen betrugen durchschnittlich 31,41 €/m 2 Zusätzlich wurden 6,05 Mio. € für aktivierungspflichtige Modernisierungen aufgewendet (18,49 €/m 2 ), sodass die Fremdkosten für die Erhaltung und Modernisierung unseres Bestandes insgesamt 49,90 €/m 2 Wohnfläche (Vorjahr 44,78 €/m 2 ) betrugen.

Der Personalaufwand ist um 650 T€ niedriger ausgefallen als erwartet, da u. a. das Gutachten für die Pensionsrückstellungen zu deutlich niedrigeren Zuführungen führte.

Die Zinsaufwendungen sowie der Jahresüberschuss entsprechen nahezu der Planung.

Die Entwicklung unserer Genossenschaft beurteilen wir insgesamt positiv, da wir den Wohnungsbestand durch Instandhaltungen und Modernisierungen kontinuierlich erhalten und verbessern sowie durch Neubau erweitern. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitgliedern im Rahmen unseres sozialen Engagements und durch Kooperationen mit anderen Unternehmen attraktive Dienstleistungen über das Wohnen hinaus.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Genossenschaft ist alleinige Gesellschafterin der Hamburger Wohnpartner GmbH (HWP). Diese verwaltete im Jahr 2023 weiterhin die Außenanlagen mit der Parkpalette in Steilshoop für 5 Genossenschaften, darunter unsere Genossenschaft. Ferner verwaltet die HWP für Hamburg Leuchtfeuer Festland gGmbH eine Wohnanlage mit 27 Wohnungen und 4 Gewerbeeinheiten in der HafenCity.

2. WIRTSCHAFTLICHE LAGE DER GENOSSENSCHAFT

2.1. RAHMENBEDINGUNGEN

Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine belasten die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland nach wie vor. Deutlich gestiegene Bau- und Finanzierungskosten dämpfen die Investitionen im Wohnungsbau und führen zu einer weitgehenden Zurückhaltung potentieller Investoren bezüglich neuer Wohnungsbauprojekte. Hinsichtlich der Entwicklung der Energiekosten bestehen neben den Unsicherheiten der Transformation in eine klimagerechte Gesellschaft auch durch den Krieg zwischen Israel und der Hamas erhebliche Verunsicherungen bezüglich der weiteren Auswirkungen. Die Folgen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die Immobilienbranche können nicht verlässlich abgeschätzt werden. Zudem kommt es insbesondere in Folge des Ukraine-Kriegs zu gegenwärtig noch nicht abschätzbaren Einflüssen auf die Wohnungsmärkte infolge von möglichen Flüchtlingsbewegungen.

2.2. VERMÖGENSLAGE

Die Vermögens- und Kapitalverhältnisse der Genossenschaft sind nach wie vor geordnet. Die langfristig gebundenen Vermögenswerte sind vollständig durch Eigenkapital und langfristig verfügbares Fremdkapital gedeckt. Zusammengefasst ergibt sich folgende Vermögens- und Kapitalstruktur zum Ende des Geschäftsjahres 2023:

Vermögenslage

2023 2022 Veränderung
Aktiva T€ % T€ % T€
Anlagevermögen 276.668,8 87,3 266.391,8 92,5 +10.277,0
Umlaufvermögen 40.166,9 12,7 21.505,3 7,5 +18.661,6
Bilanzsumme 316.835,7 100,0 287.897,1 100,0 +28.938,6
Passiva
Eigenkapital 114.597,6 36,2 110.525,4 38,4 +4.072,2
Fremdkapital, langfristig
• Rückstellungen 5.462,3 1,7 5.188,5 1,8 +273,8
• Verbindlichkeiten 180.055,6 56,8 153.828,0 53,4 +26.227,6
Fremdkapital, kurzfristig (einschl. Rückstellungen) 16.720,2 5,3 18.355,2 6,4 -1.635,0
Bilanzsumme 316.835,7 100,0 287.897,1 100,0 +28.938,6

Das Anlagevermögen beträgt 87,3% der Bilanzsumme. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den aktivierten Investitionen in Neubau und Modernisierung des Bestandes in Höhe von 18,36 Mio. € abzüglich der Abschreibungen in Höhe von 8,21 Mio. €.

Die Veränderung des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der flüssigen Mittel und Bausparguthaben um 15,90 Mio. €: Die erhöhte Liquidität aus Darlehensauszahlungen wird teilweise erst in den Folgejahren benötigt und bis dahin zinsbringend angelegt. Darüber hinaus erhöhten sich die unfertigen Leistungen um 423 T€. Hinzu kommen Erhöhungen der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 2,10 Mio. €.

Bei einer um rund 10,1% gestiegenen Bilanzsumme beträgt der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital 36,2%. Die betragsmäßige Erhöhung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Jahresüberschuss (4,42 Mio. €) und dem positiven Saldo aus Zu- und Abgängen der Geschäftsguthaben (346 T€) abzüglich der gezahlten Dividende (696 T€).

Die langfristigen Rückstellungen betreffen neben den Pensionsrückstellungen die Rückstellungen für Arbeitnehmerjubiläen, für Altersteilzeitverträge und für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Darlehen zur Finanzierung des Anlagevermögens.

Im kurzfristigen Fremdkapital erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen um 1,49 Mio. € sowie die kurzfristigen Rückstellungen um 353 T€. Dem stehen Verminderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 980 T€ sowie die Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens um 2,5 Mio. € gegenüber.

2.3. FINANZLAGE

Im Rahmen des Finanzmanagements achten wir vorrangig darauf, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen. Auch im Berichtsjahr und darüber hinaus war die Genossenschaft hierzu stets in der Lage. Unsere Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro-Währung, sodass sich Währungsrisiken nicht ergeben. Swaps, Caps oder ähnliche Finanzinstrumente wurden nicht in Anspruch genommen. Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten sind im Anhang ersichtlich. Unser Unternehmen verfügte im Berichtsjahr über Kreditlinien von 12,00 Mio. €. Die Deutsche Bundesbank bescheinigt uns seit 2012 jährlich die Notenbankfähigkeit, so auch im Jahr 2023.

Als anlageintensives Unternehmen sind wir zur Finanzierung unserer Investitionen auf Fremdkapital angewiesen. Insofern hat die Zinsentwicklung maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg unseres Unternehmens. Die durchschnittliche Zinsbelastung des langfristigen Fremdkapitals betrug im Geschäftsjahr 1,30% gegenüber 1,07% im Jahr 2022.

Im Berichtsjahr wurden für die Neubau- und Modernisierungstätigkeit Darlehen in Höhe von 39,35 Mio. € aufgenommen. Deren Verwendung erfolgt teilweise erst in den Folgejahren. Die Nominalzinssätze liegen zwischen 0,53% bei KfW-Darlehen und 2,45% bei anderen Darlehen. Der kurzfristige Terminkredit in Höhe von 2,50 Mio. € wurde im Berichtsjahr zurückgezahlt. Umschuldungen fanden im Berichtsjahr nicht statt.

Die folgende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes zum Jahresende 2023 in Anlehnung an DRS 21:

Kapitalflussrechnung

I. Laufende Geschäftstätigkeit 2023
T€
2022
T€
Jahresüberschuss 4.422,6 4.771,7
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.213,8 8.142,9
Zunahme langfristiger Rückstellungen 273,9 1.022,8
Gewinn aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2,6 0,0
Cashflow nach DVFA/SG 1) 12.907,7 13.937,4
Zunahme sonstiger Aktiva -427,0 -104,9
Zunahme sonstiger Passiva 1.117,5 363,7
Abnahme kurzfristiger Rückstellungen (Vorjahr Zunahme) -58,1 31,2
Zinsaufwendungen 2.182,9 1.524,2
Zinserträge -556,4 -40,5
Ertragsteueraufwand 0,0 1,4
Ertragsteuerzahlungen -9,3 -3,8
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 15.157,3 15.708,7
II. Investitionsbereich
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 20,5 44,9
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -21.885,8 -41.644,6
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 192,3 0,0
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanl. i.R.d. kurzfrist. Finanzdisposition 4.287,4 0,0
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanl. i.R.d. kurzfrist. Finanzdisposition -5.551,2 -655,9
Erhaltene Zinsen 473,2 40,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit -22.463,6 -42.215,1
III. Finanzierungsbereich
Veränderungen der Geschäftsguthaben 346,0 183,3
Einzahlung aus Darlehensvalutierung 39.351,1 42.500,0
Planmäßige Tilgungen -10.986,1 -9.213,2
Außerplanmäßige Tilgungen / Darlehensrückzahlungen -3.887,3 -5.000,0
Einzahlungen aus Baukostenzuschüssen 0,0 186,3
Gezahlte Zinsen -2.182,9 -1.524,2
Auszahlungen für Dividenden -696,4 -681,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 21.944,4 26.450,7
IV. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 14.638,1 -55,7
Finanzmittelbestand zum 01.01. 1.428,7 1.484,4
Finanzmittelbestand am 31.12. 16.066,8 1.428,7

1) DVFA/SG Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management/Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e. V.

Aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit konnten Zinsaufwendungen und planmäßige Tilgungen gedeckt werden. Darüber hinaus konnten 1,99 Mio. € für Investitionen aus dem Cashflow bereitgestellt werden.

Die Fortschreibung der Finanzlage nach dem 31. Dezember 2023 zeigt, dass den finanziellen Verpflichtungen auch in Zukunft nachgekommen werden kann.

2.4. ERTRAGSLAGE

Der Jahresüberschuss in Höhe von 4,42 Mio. € hat sich gegenüber dem Vorjahr um 349 T€ vermindert. Er gliedert sich in folgende Bereiche:

Ergebnisbereich 2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Hausbewirtschaftung +5.559,7 +6.552,4 -992,7
Bautätigkeit/Modernisierung -967,8 -1.115,3 +147,5
Betreuung -5,5 +2,5 -8,0
Finanzen +551,8 -20,3 +572,1
Neutrales Ergebnis +36,2 +230,9 -194,7
Sonstiges -751,8 -878,5 +126,7
Jahresüberschuss +4.422,6 +4.771,7 -349,1

Das Ergebnis aus der Hausbewirtschaftung verminderte sich erneut gegenüber dem Vorjahr. Während sich die Mieteinnahmen um 384 T€ erhöhten und die Verwaltungskosten um 423 T€ sanken, stiegen die Instandhaltungskosten gegenüber dem Vorjahr um 951 T€. Auch die Kapitalkosten stiegen um 659 T€.

Das Ergebnis aus der Bau- und Modernisierungstätigkeit betrifft nicht aktivierte Kosten im Zuge der Planung bzw. Durchführung der jeweiligen Maßnahmen. Das Finanzergebnis erhöhte sich zum Vorjahr wegen erhöhter Zinseinnahmen auf kurzfristige Festgeldanlagen. Das neutrale Ergebnis wurde u. a. durch verminderte Rückstellungsauflösungen negativ beeinflusst. In der Position Sonstiges sind überwiegend unsere Aufwendungen für die Nachbarschaftsförderung unserer Mitglieder (703 T€) enthalten.

3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Unser Risikomanagementsystem erfasst das Controlling und die regelmäßige interne Berichterstattung. Es ist darauf ausgerichtet, die dauerhafte Zahlungsfähigkeit und die Stärkung des Eigenkapitals sicherzustellen. Die vernetzten Teilfunktionen (Information, Planung, Steuerung, Kontrolle/Analyse) gewährleisten die frühzeitige Erkennung von Gefährdungspotenzialen, sodass Maßnahmen zur Verringerung möglicher negativer Auswirkungen rechtzeitig ergriffen werden können. Darüber hinaus werden externe Beobachtungsbereiche wie z. B. gesamtwirtschaftliche Rahmendaten, die Entwicklung der Wohnungsteilmärkte und die demografische Entwicklung in die Beurteilung des Risikopotenzials einbezogen.

Mit dem Ukraine-Krieg und dem Nahostkonflikt verbundene Risiken führen zu einem hohen Grad von Unsicherheit, der zu negativen Abweichungen von der Unternehmensplanung und den Kennzahlen führen kann.

Die hohen Energiepreise können über die Bruttowarmmiete die Zahlungsfähigkeit einzelner Mieter, insbesondere Einpersonen- und Alleinerziehendenhaushalte in großen Wohnungen, übersteigen. Hieraus können Erlösausfälle resultieren. Mit der Strategie der energetischen Modernisierung unter Einsatz öffentlicher Förderung verfolgen wir daher konsequent das Ziel, den Betriebskostenanstieg für die Mieter dauerhaft zu dämpfen. Die Gesamtbelastung für Mieter mit sehr niedrigen Einkommen wird jedoch trotz Einsparmaßnahmen voraussichtlich weiter anwachsen.

Die Klimaschutzgesetzgebung und die damit einhergehenden Anforderungen und Verpflichtungen für den Gebäudesektor bzw. die Wohnungswirtschaft stellen ganz erhebliche Herausforderungen auch für unser Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität dar. Um diese besser beurteilen zu können, haben wir im Berichtsjahr erstmalig eine CO 2 -Bilanz auf Basis der Verbrauchswerte 2021 erstellt. Zukünftig ist geplant, dies mindestens alle zwei Jahre zu wiederholen, um die Auswirkungen unserer energetischen Modernisierungsmaßnahmen messbar zu machen. In diesem Jahr werden wir eine weitere CO 2 -Bilanz erstellen, dann auf Basis der Verbrauchswerte 2023.

Darüber hinaus erarbeiten wir eine unternehmenseigene Klimaschutzstrategie, ausgerichtet an den technisch-wirtschaftlichen und finanziellen Gegebenheiten sowie den gesetzlichen und baurechtlichen Vorgaben. Ziel ist es, im kommenden Jahr diese langfristige Strategieplanung und damit unseren geplanten Weg in einen klimaneutralen Gebäudebestand fertig zu stellen.

Bis dahin werden wir unsere Investitionen in den Bestand auf Basis früherer Planungen, sowohl in den Klimaschutz als auch in die Innenausstattung in den Objekten, fortsetzen.

Zur Bekämpfung der Inflation und Erreichung ihrer Zielrate von zwei Prozent hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Wende zu einer restriktiven Geldpolitik eingeleitet und die Leitzinsen seit Mitte 2022 mehrfach erhöht. Diese Steuerungsmaßnahmen zeigen Wirkung. So hat sich die Inflation deutlich zurück entwickelt. Die Aufnahme neuer Darlehen hat sich u. a. durch die Geldpolitik der EZB jedoch erheblich verteuert. Zur Finanzierung unserer Neubauprojekte konnten und können wir aber erfreulicherweise auf zinsgünstige öffentliche Förderdarlehen zurückgreifen und damit den Zinsaufwand reduzieren. Auch ergeben sich derzeit keine nennenswerten Prolongationsrisiken.

Unsere Wohnungsbestände sind langfristig finanziert und die Zinsbindungsfristen breit gestreut. Zur Abmilderung weiter in der Zukunft liegender Zinsänderungsrisiken haben wir darüber hinaus im März dieses Jahres weitere Bausparverträge abgeschlossen.

Nach wie vor bestehen Risiken durch gestiegene Baukosten und Unterbrechungen von Lieferketten (Lieferengpässe bei verschiedenen Baumaterialien sowie Fachkräftemangel). Glücklicherweise haben diese für die laufenden Neubaumaßnahmen bisher keine negativen Auswirkungen auf die Bauzeiten gehabt. Die Baukosten sind im Vergleich zur Ursprungsplanung jedoch deutlich gestiegen. Daher haben wir über die Planung des Neubaus WIE 92 hinaus die Planung weiterer Neubauten vorerst eingestellt.

Das umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungsprogramm wird in den kommenden Jahren weiter fortgeführt. Die Schwerpunkte liegen hierbei weiterhin auf der energetischen Modernisierung zur Förderung des Umwelt- und Ressourcenschutzes, dem Abbau von Barrieren und auf Maßnahmen zur Verbesserung der Ausstattung.

Vier Neubauvorhaben sind für die kommenden Jahre bis 2026 in der Umsetzung bzw. geplant: Das Grundstück in der Möllner Landstraße 138 (WIE 89) wurde im Mai 2023 bezogen. Es fallen voraussichtlich noch kleinere Restzahlungen (23 T€) an. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 6,90 Mio. €.

Seit Anfang 2022 befindet sich das Neubauprojekt Dieselstraße / Schlicksweg (WIE 90) mit 101 Wohnungen, 63 davon öffentlich gefördert in der Umsetzung. Zwei Hauseingänge in der Dieselstraße mit 19 Wohnungen wurden im Dezember bereits bezogen. 82 Wohnungen folgen zwischen Februar und Mai dieses Jahres. Dafür werden weitere Baukosten in Höhe von rund 4,30 Mio. € anfallen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 43,15 Mio. €.

Ein weiterer Neubau entsteht im Baakenhafen in der HafenCity (WIE 91) mit insgesamt 29 Wohnungen, einem Gewerbe sowie einem Gemeinschaftsraum für eine Baugemeinschaft mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 15,82 Mio. €. Der Baubeginn war im Mai 2022. Die Fertigstellung ist für Ende dieses Jahres geplant. Im Jahr 2024 werden rund 6,65 Mio. € an weiteren Baukosten anfallen.

Darüber hinaus planen wir einen weiteren Neubau von 59 öffentlich geförderten Wohnungen sowie einem Gemeinschaftsraum im Schlicksweg (WIE 92) auf dem Nachbargrundstück zur WIE 90. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird rund 27,50 Mio. € betragen, hiervon werden 4,50 Mio. € für Grundstückserwerb und Baukosten im Jahr 2024 anfallen. Baubeginn ist für Herbst 2024 geplant.

Die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftung unserer Wohnanlagen werden auch in den kommenden Jahren leicht ansteigen. Aufgrund der Attraktivität Hamburgs als Wohn- und Arbeitsstandort schätzen wir das Risiko von negativen Ertragsbeeinflussungen durch nachhaltige Wohnungsleerstände in unserer Genossenschaft in den kommenden Jahren weiterhin als sehr gering ein.

Unsere Instandhaltungs- und Modernisierungsplanung sieht im laufenden Jahr ein Investitionsvolumen in Höhe von 14,72 Mio. € vor. Davon entfallen rund 5,01 Mio. € auf aktivierungsfähige Modernisierungen. Damit setzen wir unsere umfangreichen Investitionen in unseren Gebäudebestand, sowohl energetisch als auch in der Innenausstattung unserer Wohnungen, auch in 2024 fort. In den Folgejahren sind ebenfalls hohe Investitionen in den Bestand geplant.

Unter Berücksichtigung des gegenwärtig unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes sind Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt mit Unsicherheiten verbunden.

Unsere langfristigen Planungen zeigen, dass die Finanz- und Ertragskraft ausreicht, unsere Ziele zu erreichen und die positive Entwicklung der Vergangenheit in der Zukunft fortzusetzen. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung von 42,1 Mio. €, Zinsaufwendungen von 2,4 Mio. € und Instandhaltungskosten von 9,6 Mio. €. Als Jahresüberschuss rechnen wir mit einem Betrag von 5,3 Mio. €. Damit wird unser Eigenkapital weiter gestärkt und die finanzielle Basis für künftige Investitionen weiter verbessert.

 

Hamburg, 10. April 2024

Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Der Vorstand

Sandra Koth

Sönke Selk

JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

IN EURO 2023 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 68.758,09 72.561,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 235.118.349,39 222.974.900,22
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00
3. Technische Anlagen und Maschinen 11.365,00 15.829,00
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.030,00 188.066,00
5. Anlagen im Bau 39.809.375,53 42.543.725,35
6. Bauvorbereitungskosten 1.252.425,64 429.251,91
276.432.545,56 266.151.772,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 153.387,56 153.387,56
2. Andere Finanzanlagen 14.072,00 14.072,00
167.459,56 167.459,56
Anlagevermögen insgesamt 276.668.763,21 266.391.793,13
B. Umlaufvermögen
I. Andere Vorräte
Unfertige Leistungen 9.896.386,07 9.473.732,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Vermietung 140.921,56 132.415,42
2. Forderungen aus Betreuungstätigkeit 628,53 749,41
3. Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 1.009,77 1.802,34
4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.479,10 21.633,11
5. Sonstige Vermögensgegenstände 6.218.679,30 4.123.224,95
6.382.718,26 4.279.825,23
III. Flüssige Mittel und Bausparguthaben
1. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.066.826,52 1.428.691,23
2. Bausparguthaben 1.557.449,90 5.293.746,76
22.624.276,42 6.722.437,99
Umlaufvermögen insgesamt 38.903.380,75 20.475.995,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.263.539,74 1.029.305,79
Bilanzsumme 316.835.683,70 287.897.094,53

PASSIVSEITE

IN EURO 2023 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
1. der mit Ablauf des Geschäftsjahres ausgeschiedenen Mitglieder 227.800,00 219.250,00
2. der verbleibenden Mitglieder 17.920.750,00 17.602.100,00
3. aus gekündigten Geschäftsanteilen 125.650,00 106.900,00
18.274.200,00 17.928.250,00
II. Ergebnisrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 11.330.000,00 10.880.000,00
• davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt 450.000,00 (480.000,00)
2. Bauerneuerungsrücklage 16.000.000,00 16.000.000,00
• davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt 0,00 (1.000.000,00)
3. Andere Ergebnisrücklagen 68.270.000,00 65.000.000,00
• davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt 3.270.000,00 (2.600.000,00)
95.600.000,00 91.880.000,00
III. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag 20.806,57 25.456,33
2. Jahresüberschuss 4.422.577,84 4.771.716,24
3. Einstellung in Ergebnisrücklagen -3.720.000,00 -4.080.000,00
723.384,41 717.172,57
Eigenkapital insgesamt 114.597.584,41 110.525.422,57
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.303.668,00 4.163.405,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.117.599,29 1.630.790,73
6.421.267,29 5.794.195,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 146.206.557,61 121.371.529,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 33.849.085,48 34.957.165,47
3. Erhaltene Anzahlungen 12.315.044,67 10.820.874,00
4. Verbindlichkeiten aus Vermietung 43.849,29 52.593,40
5. Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 362,55 281,17
6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.250.859,42 4.230.434,87
7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.847,77 26.833,80
8. Sonstige Verbindlichkeiten 30.149,59 28.757,99
• davon aus Steuern 3.993,85 (4.716,30)
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.556,54 (0,00)
195.723.756,38 171.488.469,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 93.075,62 89.006,28
Bilanzsumme 316.835.683,70 287.897.094,53

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Euro

2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse
a) aus der Hausbewirtschaftung 39.911.981,38 38.987.357,37
b) aus der Betreuungstätigkeit 21.776,08 22.086,50
c) aus anderen Lieferungen und Leistungen 11.513,44 11.330,76
39.945.270,90 39.020.774,63
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 422.653,68 681.062,27
3. Sonstige betriebliche Erträge 218.828,14 518.569,87
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 18.987.052,53 17.820.540,10
Rohergebnis 21.599.700,19 22.399.866,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.656.843,20 3.617.089,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 909.797,46 1.557.565,74
• davon für Altersversorgung 218.431,62 (843.671,95)
4.566.640,66 5.174.655,54
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.213.846,71 8.142.946,15
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.421.570,11 1.421.635,68
8. Erträge aus anderen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 482,15 475,48
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 568.180,70 60.980,72
568.662,85 61.456,20
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.232.084,79 1.647.599,11
• davon Aufzinsung von Rückstellungen 49.239,94 (123.425,18)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 1.381,00
12. Ergebnis nach Steuern 5.734.220,77 6.073.105,39
13. Sonstige Steuern 1.311.642,93 1.301.389,15
14. Jahresüberschuss 4.422.577,84 4.771.716,24
15. Gewinnvortrag 20.806,57 25.456,33
16. Einstellungen aus dem Jahresüberschuss in Ergebnisrücklagen 3.720.000,00 4.080.000,00
17. Bilanzgewinn 723.384,41 717.172,57

ANHANG zum 31. Dezember 2023

der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Unsere Genossenschaft hat ihren Sitz in Hamburg, und ist eingetragen im Genossenschaftsregister Hamburg unter der GnR-Nr.: 325.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung besonderer Bestimmungen für Genossenschaften sowie nach den Satzungsbestimmungen erstellt. Hinsichtlich der Gliederung des Jahresabschlusses wurde die Formblattverordnung beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden nur insoweit zu - um planmäßige Abschreibungen geminderte - Anschaffungskosten aktiviert, sofern sie entgeltlich erworben wurden.

Immaterielle Vermögensgegenstände, technische Anlagen und Maschinen sowie Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden linear über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Dabei wurden Fremdkapitalkosten und Bauverwaltungsleistungen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten erfolgen nach der Nutzungsdauer von 60 Jahren. Abweichend hiervon werden einige Gebäude auf Erbbaurechtsgrundstücken (WIE 70, 71, 79) über die Nutzungsdauer des Erbbaurechts abgeschrieben. Für den modernisierten Althausbestand der WIE 54 bis 63 und für die WIE 39 wird weiterhin von einer Nutzungsdauer von 30 Jahren ab Fertigstellung der Modernisierung ausgegangen. Nach umfangreichen Modernisierungen wurden vereinzelt Nutzungsdauerverlängerungen durchgeführt. Bei Einzelgaragen wird von einer Gesamtnutzungsdauer von 45 Jahren, bei Außenanlagen von 10 bis 15 Jahren ausgegangen. Während der Gesamtnutzungsdauer anfallende Zugänge werden nach Maßgabe der buchmäßigen Restnutzungsdauer abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Der Wertansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen entspricht dem Stammkapital der Hamburger Wohnpartner GmbH (153 T€).

Beim Umlaufvermögen wurden die unfertigen Leistungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt.

Das Umlaufvermögen wird grundsätzlich nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Erkennbaren Risiken bei Mietforderungen wurde im Wege der Einzelbewertung Rechnung getragen.

Die Höhe der Pensionsrückstellungen wurde auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Heubeck berechnet. Für laufende Pensionen wurden die Barwerte, für Anwartschaften die Teilwerte ermittelt. Dabei wurde zur Ermittlung des Erfüllungsbetrags eine Gehalts- und Rentensteigerung, die wir mit 2,5% angesetzt haben, sowie der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre für eine Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82% (Vorjahr 1,78%) zugrunde gelegt.

Passivierungspflichtige sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die enthaltenen Altersteilzeitrückstellungen sowie die Jubiläumsrückstellungen über ein Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre in Höhe von 1,74% (Vorjahr 1,44%) zum 31.12.2023 abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei abzuzinsenden Schulden wurde von der Bruttomethode Gebrauch gemacht, soweit der Zugang nach dem Jahr 2009 erfolgte.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1 . BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird nachfolgend dargestellt:

Entwicklung des Anlagevermögens in Euro

Posten Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 417.721,75 13.308,93 0,00 0,00 431.030,68
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 389.205.928,94 6.138.247,12 15.985,57 14.131.467,04 409.459.657,53
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 193.218,79 2.281,23 6.773,06 0,00 188.726,96
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.356.986,23 134.562,13 15.886,99 0,00 1.475.661,37
Anlagen im Bau 42.543.725,35 11.397.117,22 0,00 -14.131.467,04 39.809.375,53
Bauvorbereitungskosten 429.251,91 823.173,73 0,00 0,00 1.252.425,64
433.729.111,22 18.495.381,43 38.645,62 0,00 452.185.847,03
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 153.387,56 0,00 0,00 0,00 153.387,56
Andere Finanzanlagen 14.072,00 0,00 0,00 0,00 14.072,00
167.459,56 0,00 0,00 0,00 167.459,56
Anlagevermögen insgesamt 434.314.292,53 18.508.690,36 38.645,62 0,00 452.784.337,27
Posten Abschreibungen Buchwerte
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 01.01.2023 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 345.160,66 17.111,93 0,00 362.272,59 72.561,09 68.758,09
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 166.231.028,72 8.110.279,42 0,00 174.341.308,14 222.974.900,22 235.118.349,39
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 177.389,79 6.745,23 6.773,06 177.361,96 15.829,00 11.365,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.168.920,23 79.710,13 13.998,99 1.234.631,37 188.066,00 241.030,00
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 42.543.725,35 39.809.375,53
Bauvorbereitungskosten 0,00 0,00 0,00 0,00 429.251,91 1.252.425,64
167.577.338,74 8.196.734,78 20.772,05 175.753.301,47 266.151.772,48 276.432.545,56
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 153.387,56 153.387,56
Andere Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 14.072,00 14.072,00
0,00 0,00 0,00 0,00 167.459,56 167.459,56
Anlagevermögen insgesamt 167.922.499,40 8.213.846,71 20.772,05 176.115.574,06 266.391.793,13 276.668.763,21

Bei den Zugängen in der Position "Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten" handelt es sich neben Nachaktivierungen fertiggestellter Neubauten und Anschaffungskosten für Fahrradboxen (85 T€) um folgende Modernisierungskosten:

- Grenzacker 18-24 (WIE 44) Vorplanung 129 T€
- Försterweg 56-80 (WIE 18) 246 T€
- Hörgensweg/Rebenacker (WIE 30) 4.917 T€
- Dimpfelweg (WIE 12) 761 T€.

Der Abgang betrifft einen zurückgezahlten Erschließungsbeitrag (WIE 41) in Höhe von 16 T€.

Bei den Umbuchungen handelt es sich um den fertiggestellten Neubau WIE 89 in der Möllner Landstraße (6,87 Mio. €) sowie den ersten fertiggestellten Neubauabschnitt WIE 90 in der Dieselstraße (7,26 Mio. €).

Die Zugänge in Anlagen im Bau betreffen drei in 2022 begonnene Neubauvorhaben:

- Möllner Landstraße (WIE 89) 0,47 Mio. €
- Dieselstraße/Schlicksweg (WIE 90) 7,90 Mio. €
- Versmannstraße (WIE 91) 3,02 Mio. €.

Die Möllner Landstraße (WIE 89) mit Baukosten von insgesamt 6,87 Mio. € wurde im Frühjahr 2023 fertiggestellt und in die Position "Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten" umgebucht.

In der Dieselstraße (WIE 90) wurden 2 Hauseingänge bereits Mitte Dezember bezogen. Hierfür wurden anteilig 7,26 Mio. € in die Position "Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten" umgebucht. Die Fertigstellung der restlichen Wohnungen erfolgt im Frühjahr 2024.

Die Zugänge in den Bauvorbereitungskosten betreffen unser Neubauvorhaben WIE 92 im Schlicksweg (800 T€) sowie Planungskosten für einen Büroumbau (23 T€).

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen unfertigen Leistungen in Höhe von 9,90 Mio. € beinhalten ausschließlich noch abzurechnende Betriebs- und Heizkosten. Dem stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 12,32 Mio. € gegenüber.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr in Höhe von 280 T€ sind in den Sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. Hierbei handelt es sich um Zuschüsse der IFB.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung in Höhe von 677 T€ für den Fassadenschaden unseres Neubaus in der Shanghaiallee (WIE 86) enthalten. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Posten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Von dem Wahlrecht, aktive latente Steuern auszuweisen, machen wir keinen Gebrauch.

Ein Baukostenzuschuss in Höhe von 273 T€ für ein Blockheizkraftwerk in Sasel wurde 2018 in die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gebucht. Dieser wird über die Laufzeit des Vertrages von zehn Jahren jährlich anteilig in den Aufwand umgebucht. Zum 31.12.2023 sind noch 123 T€ enthalten. Ebenfalls in die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gebucht wurden Investitionszuschüsse 2021 bis 2023 in Höhe von 1,32 Mio. € für den Ausbau des Glasfasernetzes in diversen Wohnanlagen. Diese werden über die Laufzeit des Vertrages von 15 Jahren jährlich anteilig in den Aufwand umgebucht. Zum 31.12.2023 sind noch 1,13 Mio. € enthalten.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 52.747 €. Dieser abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

In den Sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für zum Bilanzstichtag erbrachte Bauleistungen in Höhe von 198 T€ sowie Rückstellungen für zugesagte Altersteilzeitverträge in Höhe von 1,07 Mio. € enthalten.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die zur Sicherheit gewährten Pfandrechte und ähnlichen Rechte stellen sich wie folgt dar (Vorjahreszahlen in Klammern):

Verbindlichkeitenspiegel in Euro

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag 31.12.2023 mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 146.206.557,61 10.120.510,65 136.086.046,96 93.669.271,47

(121.371.529,25) (11.486.622,39) (109.884.906,86) (73.500.163,75)
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 33.849.085,48 1.133.607,71 32.715.477,77 28.667.359,43

(34.957.165,47) (1.108.079,99) (33.849.085,48) (29.542.593,73)
Erhaltene Anzahlungen 12.315.044,67 12.315.044,67

(10.820.874,00) (10.820.874,00)
Verbindlichkeiten aus Vermietung 43.849,29 22.211,47 21.637,82

(52.593,40) (30.955,58) (21.637,82)
Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 362,55 362,55

(281,17) (281,17)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.250.859,42 3.250.859,42

(4.230.434,87) (4.230.434,87)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.847,77 27.847,77

(26.833,80) (26.833,80)
Sonstige Verbindlichkeiten 30.149,59 30.149,59

(28.757,99) (28.757,99)
Gesamtbetrag 195.723.756,38 26.900.593,83 168.823.162,55 122.336.630,90
Vorjahr (171.488.469,95) (27.732.839,79) (143.755.630,16) (103.042.757,48)
Verbindlichkeiten Gesicherte Beträge Art der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 146.206.557,61 Grundpfandrecht

(121.371.529,25)
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 33.849.085,48 Grundpfandrecht

(34.957.165,47)
Erhaltene Anzahlungen

Verbindlichkeiten aus Vermietung

Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Sonstige Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag 180.055.643,09
Vorjahr (156.328.694,72)

Bei den Restlaufzeitvermerken zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern handelt es sich um Tilgungen auf objektgebundene Finanzierungsmittel, die durch laufende Mieteinnahmen gedeckt werden.

2. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von 34 T€ enthalten.

In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind 8 T€ aus der Aufzinsung von Zuschüssen der IFB Hamburg sowie 5 T€ aus der Abzinsung von Altersteilzeitrückstellungen enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten 47 T€ aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie 2 T€ aus der Aufzinsung von Altersteilzeitrückstellungen.

D. SONSTIGE ANGABEN

Die Genossenschaft war im Berichtsjahr alleinige Gesellschafterin der Hamburger Wohnpartner GmbH mit Sitz in Hamburg. Diese verfügt per 31.12.2023 über Eigenkapital in Höhe von 165,6 T€. Der Jahresüberschuss beträgt 7,2 T€. Gegenüber der Hamburger Wohnpartner GmbH besteht eine kurzfristige Verbindlichkeit in Höhe von 27,8 T€ sowie eine kurzfristige Forderung in Höhe von 21,5 T€.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen betreffen unsere Neubauvorhaben WIE 89 bis 92. Wir rechnen mit Baukosten einschließlich Grundstückskosten in Höhe von rund 15,5 Mio. € im Jahr 2024 sowie 12,9 Mio. € im Jahr 2025.

Die Zahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer*innen betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiterinnen 23,0 6,75
Technische Mitarbeiterinnen 6,0 0,0
Hauswarte u.a. 13,25 5,25
Gesamt 42,25 12,0

Darüber hinaus beschäftigten wir eine Auszubildende im Ausbildungsberuf Immobilienkauffrau.

Die Anzahl der Mitglieder veränderte sich im Berichtsjahr wie folgt:

Mitglieder

Anfang 2023 7.533
Zugang 257
Abgang 184
Ende 2023 7.606

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 318.650,00 € auf 17.920.750,00 € erhöht. Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht ergeben.

Gewinnverwendungsvorschlag:

Gemäß Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat vom 10. April 2024 wurden 450 T€ in die Gesetzliche Rücklage sowie 3,27 Mio. € in die Anderen Ergebnisrücklagen eingestellt; damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Bilanzgewinn von 723.384,41 €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Vertreterversammlung vor, der Vorabzuweisung zu den Ergebnisrücklagen zuzustimmen und den verbleibenden Betrag wie folgt zu verwenden:

4% Dividende auf Geschäftsguthaben per 1. Januar 2023 702.420,00 €
Vortrag auf neue Rechnung 20.964,41 €
Bilanzgewinn 723.384,41 €

Damit wird die nach der Satzung höchstmögliche Gewinnausschüttung vorgeschlagen.

Mitglieder des Vorstands:

Dr. Hardy Heymann (bis Juni 2023)

Sandra Koth (ab März 2023)

Sönke Selk

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Dr. Wolfgang Rieß, Vorsitzender

Inga Schroeder, stellvertretende Vorsitzende Rüdiger Dindorf Volker Koppitz Daniela Platz Uwe Timme

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbands:

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

Hamburg - Mecklenburg-Vorpommern - Schleswig-Holstein

Tangstedter Landstraße 83 22415 Hamburg

 

Hamburg, 10. April 2024

Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

Der Vorstand

Sandra Koth

Sönke Selk

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat auch im Jahr 2023 den Vorstand in seiner Geschäftsführung begleitet.

Dabei hat sich das Gremium wieder vom Vorstand in zweckmäßigen Abständen über den alltäglichen Geschäftsverlauf, bedeutsame Geschäftsvorfälle sowie über Planungen berichten lassen und wesentliche Sachverhalte mit dem Vorstand erörtert.

Zur Wahrnehmung seiner satzungs- und gesetzmäßigen Aufgaben hat der Aufsichtsrat aufgrund schriftlicher Vorlagen und mündlicher Berichte des Vorstands zustimmungspflichtige Geschäfte diskutiert, geprüft und die erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Der Prüfungsausschuss befasste sich vor allem mit dem Jahresabschluss und der laufenden Buchhaltung sowie der Wirtschafts- und Finanzplanung. Der Bauausschuss begleitete vor allem die laufenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie die Neubauplanungen.

Im Jahr 2023 war der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit personellen Themen in gleich zwei Gremien beschäftigt.

Mit dem Vorstand galt es, die Zusammenarbeit nach der Bestellung von Sandra Koth zur Vorständin neu zu etablieren. Einige Aufgabenbereiche im Vorstand wurden neu aufgeteilt und zugeordnet. Tatsächlich gestaltete sich der Übergang allerdings sehr reibungslos und es wurden in gewohnt guter Atmosphäre alle notwendigen Themen weiterverfolgt und weiterentwickelt.

Im Aufsichtsrat zeichnet sich durch das altersbedingte Ausscheiden eines Mitgliedes im Sommer 2024 eine Neubesetzung ab. Dies ist dann das erste Mal seit über 15 Jahren, dass ein neuer Kandidat oder eine neue Kandidatin für die Mitarbeit im Aufsichtsrat gefunden werden muss. Die Vorgespräche dazu waren ebenfalls ein Schwerpunkt der Arbeit in diesem Jahr.

Weiterhin ist die Neubautätigkeit ein sich ständig wandelndes Themenfeld. Aufgrund mangelnder Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke für die Entwicklung des Wohnungsbestands der Genossenschaft und noch immer extrem hoher Baukosten müssen ständig Anpassungen und neue Ideen für die Neubau- und Neuerwerbstätigkeit vorgenommen bzw. entwickelt werden - und das alles auch in Einklang mit den u.a. anstehenden klimagerechten Anpassungen unserer Bestände.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten und von seinem Prüfungsausschuss geprüften Jahresabschluss und den Geschäftsbericht zur Kenntnis genommen, billigt den Bericht des Vorstands, den Lagebericht sowie den Jahresabschluss und stimmt dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu.

Nach abschließender Prüfung und Beratung stellt der Aufsichtsrat fest, dass der Vorstand die Geschäfte der Genossenschaft einwandfrei geführt hat, und empfiehlt der Vertreterversammlung,

den Jahresabschluss 2023 in der vorgelegten Form zu genehmigen,

dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023 zuzustimmen und

dem Vorstand und dem Aufsichtsrat für das Jahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Genossenschaft und allen Vertreterinnen und Vertretern für die geleistete Arbeit.

 

Hamburg, 11. April 2024

Für den Aufsichtsrat

Dr. Wolfgang Rieß

Niederschrift

über die 50. ordentliche Vertreterversammlung der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG am Donnerstag, den 06. Juni 2024 um 18:30 Uhr im Hotel Hafen Hamburg, Seewartenstr. 9, 20459 Hamburg

TOP 4.

Vor der Abstimmung erfolgen durch Herrn Dr. Rieß und Herrn Selk Hinweise zum diesjährig neuen Beschluss hinsichtlich der Rücklagenzuweisung. Anders als in den Vorjahren wird die Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen vollständig der Vertreterversammlung zur Abstimmung gestellt:

"Der Jahresabschluss zum 31.12.2023, aufgestellt am 10.04.2024 endet mit einer Bilanzsumme von € 316.835.683,70 und einem Jahresüberschuss von € 4.422.577,84.

Einschließlich Gewinn-/Verlustvortrag und nach Einstellung von € 3.720.000,00 in gesetzliche und andere Ergebnisrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 723.384,41. Die Vertreterversammlung beschließt die Feststellung des Jahresabschlusses unter Billigung der Vorwegzuweisung in die Ergebnisrücklagen in Höhe von € 3.720.000,00."

Die Vertreterinnen stimmen dem Beschluss zur Feststellung des Jahresabschlusses mit 48 Ja-Stimmen und einer Enthaltung zu.

TOP 5.

Folgender Ausschüttungsbeschluss steht zur Abstimmung:

"Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von € 723.384,41 wird wie folgt verteilt: 4,00 % Dividende auf die am 01.01.2023 eingezahlten Geschäftsguthaben = € 702.420,00 sowie Vortrag auf neue Rechnung €20.964,41."

Die Vertreterinnen stimmen dem Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns einstimmig zu.

Der Auszahlungstermin wird auf den 11.06.2024 festgelegt.

Top 12.

Herr Dr. Rieß stellt nochmals fest, dass keine Anträge vorliegen.

Herr Dr. Rieß schließt die 50. ordentliche Vertreterversammlung um 21:20 Uhr.

 

Koth, Vorstand

Selk, Vorstand

Dr. Rieß, Aufsichtsratsvorsitzender

Platz, Schriftführerin

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