Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandra Koth seit 14.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Sven Langholz seit 8.3.2022 | Prokura |
Sönke Selk seit 12.6.2002 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 1.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND GESCHÄFTSVERLAUFDiesen Lagebericht erstatten wir unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20. Bestands- und UmsatzentwicklungZum Ende des Berichtsjahres bewirtschaftete unsere Genossenschaft insgesamt 5.023 Wohnungen mit 320.684 m 2 Wohnfläche sowie 28 Gewerbeeinheiten und 7 Gästewohnungen. Die Änderungen zum Vorjahr betreffen den Zugang von 20 fertiggestellten Wohnungen in der Möllner Landstraße (WIE 89) sowie 19 Wohnungen in zwei Mitte Dezember 2023 bezogenen Hauseingängen der Dieselstraße in Barmbek (WIE 90). An Parkraum hielten wir 1.316 Stellplätze in Einzel- und Tiefgaragen sowie 910 Stellplätze im Freien vor. Hinzu kommen 9 gepachtete Garagenplätze und 13 gepachtete Abstellplätze im Freien. Unsere Wohnungen werden ausschließlich an Mitglieder unserer Genossenschaft vermietet. Die Nachfrage nach günstigen, gut ausgestatteten Wohnungen ist unverändert hoch, da Hamburg nach wie vor ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort ist. Unser Geschäftsmodell ist nicht auf möglichst hohe Nutzungsgebühren und kurzfristige Gewinnmaximierung ausgerichtet, sondern auf die dauerhafte Nutzung durch zufriedene Mitglieder, die unsere genossenschaftlichen Werte teilen. Nennenswerte Wohnungsleerstände waren nicht zu verzeichnen und sind auch nicht zu erwarten. Die Fluktuationsrate ist von 5,2% im Vorjahr auf 5,5% leicht gestiegen. Von den 276 Kündigungen zogen 53 Mieter*innen innerhalb der Genossenschaft um. Die Auswertung der Kündigungsgründe ergab keine Hinweise auf strukturelle Probleme hinsichtlich Lage, Ausstattung oder Mietpreis. Die wesentlichen Kennzahlen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:
Auf der Grundlage der Vorjahreszahlen haben wir die Aufwendungen und Erträge für das Geschäftsjahr 2023 geplant. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung sind gegenüber der Planung vermindert. Dies liegt an - gegenüber der Planung - verminderten Zuschüssen und verminderten Erträgen aus abgerechneten Heiz- und Betriebskosten. Die Instandhaltungsaufwendungen sind um 419 T€ höher ausgefallen. Gründe hierfür sind u. a. Preissteigerungen. Die Instandhaltungsaufwendungen betrugen durchschnittlich 31,41 €/m 2 Zusätzlich wurden 6,05 Mio. € für aktivierungspflichtige Modernisierungen aufgewendet (18,49 €/m 2 ), sodass die Fremdkosten für die Erhaltung und Modernisierung unseres Bestandes insgesamt 49,90 €/m 2 Wohnfläche (Vorjahr 44,78 €/m 2 ) betrugen. Der Personalaufwand ist um 650 T€ niedriger ausgefallen als erwartet, da u. a. das Gutachten für die Pensionsrückstellungen zu deutlich niedrigeren Zuführungen führte. Die Zinsaufwendungen sowie der Jahresüberschuss entsprechen nahezu der Planung. Die Entwicklung unserer Genossenschaft beurteilen wir insgesamt positiv, da wir den Wohnungsbestand durch Instandhaltungen und Modernisierungen kontinuierlich erhalten und verbessern sowie durch Neubau erweitern. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitgliedern im Rahmen unseres sozialen Engagements und durch Kooperationen mit anderen Unternehmen attraktive Dienstleistungen über das Wohnen hinaus. Anteile an verbundenen UnternehmenDie Genossenschaft ist alleinige Gesellschafterin der Hamburger Wohnpartner GmbH (HWP). Diese verwaltete im Jahr 2023 weiterhin die Außenanlagen mit der Parkpalette in Steilshoop für 5 Genossenschaften, darunter unsere Genossenschaft. Ferner verwaltet die HWP für Hamburg Leuchtfeuer Festland gGmbH eine Wohnanlage mit 27 Wohnungen und 4 Gewerbeeinheiten in der HafenCity. 2. WIRTSCHAFTLICHE LAGE DER GENOSSENSCHAFT2.1. RAHMENBEDINGUNGENDie wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine belasten die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland nach wie vor. Deutlich gestiegene Bau- und Finanzierungskosten dämpfen die Investitionen im Wohnungsbau und führen zu einer weitgehenden Zurückhaltung potentieller Investoren bezüglich neuer Wohnungsbauprojekte. Hinsichtlich der Entwicklung der Energiekosten bestehen neben den Unsicherheiten der Transformation in eine klimagerechte Gesellschaft auch durch den Krieg zwischen Israel und der Hamas erhebliche Verunsicherungen bezüglich der weiteren Auswirkungen. Die Folgen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die Immobilienbranche können nicht verlässlich abgeschätzt werden. Zudem kommt es insbesondere in Folge des Ukraine-Kriegs zu gegenwärtig noch nicht abschätzbaren Einflüssen auf die Wohnungsmärkte infolge von möglichen Flüchtlingsbewegungen. 2.2. VERMÖGENSLAGEDie Vermögens- und Kapitalverhältnisse der Genossenschaft sind nach wie vor geordnet. Die langfristig gebundenen Vermögenswerte sind vollständig durch Eigenkapital und langfristig verfügbares Fremdkapital gedeckt. Zusammengefasst ergibt sich folgende Vermögens- und Kapitalstruktur zum Ende des Geschäftsjahres 2023: Vermögenslage
Das Anlagevermögen beträgt 87,3% der Bilanzsumme. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den aktivierten Investitionen in Neubau und Modernisierung des Bestandes in Höhe von 18,36 Mio. € abzüglich der Abschreibungen in Höhe von 8,21 Mio. €. Die Veränderung des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der flüssigen Mittel und Bausparguthaben um 15,90 Mio. €: Die erhöhte Liquidität aus Darlehensauszahlungen wird teilweise erst in den Folgejahren benötigt und bis dahin zinsbringend angelegt. Darüber hinaus erhöhten sich die unfertigen Leistungen um 423 T€. Hinzu kommen Erhöhungen der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 2,10 Mio. €. Bei einer um rund 10,1% gestiegenen Bilanzsumme beträgt der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital 36,2%. Die betragsmäßige Erhöhung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Jahresüberschuss (4,42 Mio. €) und dem positiven Saldo aus Zu- und Abgängen der Geschäftsguthaben (346 T€) abzüglich der gezahlten Dividende (696 T€). Die langfristigen Rückstellungen betreffen neben den Pensionsrückstellungen die Rückstellungen für Arbeitnehmerjubiläen, für Altersteilzeitverträge und für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Darlehen zur Finanzierung des Anlagevermögens. Im kurzfristigen Fremdkapital erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen um 1,49 Mio. € sowie die kurzfristigen Rückstellungen um 353 T€. Dem stehen Verminderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 980 T€ sowie die Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens um 2,5 Mio. € gegenüber. 2.3. FINANZLAGEIm Rahmen des Finanzmanagements achten wir vorrangig darauf, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen. Auch im Berichtsjahr und darüber hinaus war die Genossenschaft hierzu stets in der Lage. Unsere Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro-Währung, sodass sich Währungsrisiken nicht ergeben. Swaps, Caps oder ähnliche Finanzinstrumente wurden nicht in Anspruch genommen. Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten sind im Anhang ersichtlich. Unser Unternehmen verfügte im Berichtsjahr über Kreditlinien von 12,00 Mio. €. Die Deutsche Bundesbank bescheinigt uns seit 2012 jährlich die Notenbankfähigkeit, so auch im Jahr 2023. Als anlageintensives Unternehmen sind wir zur Finanzierung unserer Investitionen auf Fremdkapital angewiesen. Insofern hat die Zinsentwicklung maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg unseres Unternehmens. Die durchschnittliche Zinsbelastung des langfristigen Fremdkapitals betrug im Geschäftsjahr 1,30% gegenüber 1,07% im Jahr 2022. Im Berichtsjahr wurden für die Neubau- und Modernisierungstätigkeit Darlehen in Höhe von 39,35 Mio. € aufgenommen. Deren Verwendung erfolgt teilweise erst in den Folgejahren. Die Nominalzinssätze liegen zwischen 0,53% bei KfW-Darlehen und 2,45% bei anderen Darlehen. Der kurzfristige Terminkredit in Höhe von 2,50 Mio. € wurde im Berichtsjahr zurückgezahlt. Umschuldungen fanden im Berichtsjahr nicht statt. Die folgende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes zum Jahresende 2023 in Anlehnung an DRS 21: Kapitalflussrechnung
Aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit konnten Zinsaufwendungen und planmäßige Tilgungen gedeckt werden. Darüber hinaus konnten 1,99 Mio. € für Investitionen aus dem Cashflow bereitgestellt werden. Die Fortschreibung der Finanzlage nach dem 31. Dezember 2023 zeigt, dass den finanziellen Verpflichtungen auch in Zukunft nachgekommen werden kann. 2.4. ERTRAGSLAGEDer Jahresüberschuss in Höhe von 4,42 Mio. € hat sich gegenüber dem Vorjahr um 349 T€ vermindert. Er gliedert sich in folgende Bereiche:
Das Ergebnis aus der Hausbewirtschaftung verminderte sich erneut gegenüber dem Vorjahr. Während sich die Mieteinnahmen um 384 T€ erhöhten und die Verwaltungskosten um 423 T€ sanken, stiegen die Instandhaltungskosten gegenüber dem Vorjahr um 951 T€. Auch die Kapitalkosten stiegen um 659 T€. Das Ergebnis aus der Bau- und Modernisierungstätigkeit betrifft nicht aktivierte Kosten im Zuge der Planung bzw. Durchführung der jeweiligen Maßnahmen. Das Finanzergebnis erhöhte sich zum Vorjahr wegen erhöhter Zinseinnahmen auf kurzfristige Festgeldanlagen. Das neutrale Ergebnis wurde u. a. durch verminderte Rückstellungsauflösungen negativ beeinflusst. In der Position Sonstiges sind überwiegend unsere Aufwendungen für die Nachbarschaftsförderung unserer Mitglieder (703 T€) enthalten. 3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTUnser Risikomanagementsystem erfasst das Controlling und die regelmäßige interne Berichterstattung. Es ist darauf ausgerichtet, die dauerhafte Zahlungsfähigkeit und die Stärkung des Eigenkapitals sicherzustellen. Die vernetzten Teilfunktionen (Information, Planung, Steuerung, Kontrolle/Analyse) gewährleisten die frühzeitige Erkennung von Gefährdungspotenzialen, sodass Maßnahmen zur Verringerung möglicher negativer Auswirkungen rechtzeitig ergriffen werden können. Darüber hinaus werden externe Beobachtungsbereiche wie z. B. gesamtwirtschaftliche Rahmendaten, die Entwicklung der Wohnungsteilmärkte und die demografische Entwicklung in die Beurteilung des Risikopotenzials einbezogen. Mit dem Ukraine-Krieg und dem Nahostkonflikt verbundene Risiken führen zu einem hohen Grad von Unsicherheit, der zu negativen Abweichungen von der Unternehmensplanung und den Kennzahlen führen kann. Die hohen Energiepreise können über die Bruttowarmmiete die Zahlungsfähigkeit einzelner Mieter, insbesondere Einpersonen- und Alleinerziehendenhaushalte in großen Wohnungen, übersteigen. Hieraus können Erlösausfälle resultieren. Mit der Strategie der energetischen Modernisierung unter Einsatz öffentlicher Förderung verfolgen wir daher konsequent das Ziel, den Betriebskostenanstieg für die Mieter dauerhaft zu dämpfen. Die Gesamtbelastung für Mieter mit sehr niedrigen Einkommen wird jedoch trotz Einsparmaßnahmen voraussichtlich weiter anwachsen. Die Klimaschutzgesetzgebung und die damit einhergehenden Anforderungen und Verpflichtungen für den Gebäudesektor bzw. die Wohnungswirtschaft stellen ganz erhebliche Herausforderungen auch für unser Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität dar. Um diese besser beurteilen zu können, haben wir im Berichtsjahr erstmalig eine CO 2 -Bilanz auf Basis der Verbrauchswerte 2021 erstellt. Zukünftig ist geplant, dies mindestens alle zwei Jahre zu wiederholen, um die Auswirkungen unserer energetischen Modernisierungsmaßnahmen messbar zu machen. In diesem Jahr werden wir eine weitere CO 2 -Bilanz erstellen, dann auf Basis der Verbrauchswerte 2023. Darüber hinaus erarbeiten wir eine unternehmenseigene Klimaschutzstrategie, ausgerichtet an den technisch-wirtschaftlichen und finanziellen Gegebenheiten sowie den gesetzlichen und baurechtlichen Vorgaben. Ziel ist es, im kommenden Jahr diese langfristige Strategieplanung und damit unseren geplanten Weg in einen klimaneutralen Gebäudebestand fertig zu stellen. Bis dahin werden wir unsere Investitionen in den Bestand auf Basis früherer Planungen, sowohl in den Klimaschutz als auch in die Innenausstattung in den Objekten, fortsetzen. Zur Bekämpfung der Inflation und Erreichung ihrer Zielrate von zwei Prozent hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Wende zu einer restriktiven Geldpolitik eingeleitet und die Leitzinsen seit Mitte 2022 mehrfach erhöht. Diese Steuerungsmaßnahmen zeigen Wirkung. So hat sich die Inflation deutlich zurück entwickelt. Die Aufnahme neuer Darlehen hat sich u. a. durch die Geldpolitik der EZB jedoch erheblich verteuert. Zur Finanzierung unserer Neubauprojekte konnten und können wir aber erfreulicherweise auf zinsgünstige öffentliche Förderdarlehen zurückgreifen und damit den Zinsaufwand reduzieren. Auch ergeben sich derzeit keine nennenswerten Prolongationsrisiken. Unsere Wohnungsbestände sind langfristig finanziert und die Zinsbindungsfristen breit gestreut. Zur Abmilderung weiter in der Zukunft liegender Zinsänderungsrisiken haben wir darüber hinaus im März dieses Jahres weitere Bausparverträge abgeschlossen. Nach wie vor bestehen Risiken durch gestiegene Baukosten und Unterbrechungen von Lieferketten (Lieferengpässe bei verschiedenen Baumaterialien sowie Fachkräftemangel). Glücklicherweise haben diese für die laufenden Neubaumaßnahmen bisher keine negativen Auswirkungen auf die Bauzeiten gehabt. Die Baukosten sind im Vergleich zur Ursprungsplanung jedoch deutlich gestiegen. Daher haben wir über die Planung des Neubaus WIE 92 hinaus die Planung weiterer Neubauten vorerst eingestellt. Das umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungsprogramm wird in den kommenden Jahren weiter fortgeführt. Die Schwerpunkte liegen hierbei weiterhin auf der energetischen Modernisierung zur Förderung des Umwelt- und Ressourcenschutzes, dem Abbau von Barrieren und auf Maßnahmen zur Verbesserung der Ausstattung. Vier Neubauvorhaben sind für die kommenden Jahre bis 2026 in der Umsetzung bzw. geplant: Das Grundstück in der Möllner Landstraße 138 (WIE 89) wurde im Mai 2023 bezogen. Es fallen voraussichtlich noch kleinere Restzahlungen (23 T€) an. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 6,90 Mio. €. Seit Anfang 2022 befindet sich das Neubauprojekt Dieselstraße / Schlicksweg (WIE 90) mit 101 Wohnungen, 63 davon öffentlich gefördert in der Umsetzung. Zwei Hauseingänge in der Dieselstraße mit 19 Wohnungen wurden im Dezember bereits bezogen. 82 Wohnungen folgen zwischen Februar und Mai dieses Jahres. Dafür werden weitere Baukosten in Höhe von rund 4,30 Mio. € anfallen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 43,15 Mio. €. Ein weiterer Neubau entsteht im Baakenhafen in der HafenCity (WIE 91) mit insgesamt 29 Wohnungen, einem Gewerbe sowie einem Gemeinschaftsraum für eine Baugemeinschaft mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 15,82 Mio. €. Der Baubeginn war im Mai 2022. Die Fertigstellung ist für Ende dieses Jahres geplant. Im Jahr 2024 werden rund 6,65 Mio. € an weiteren Baukosten anfallen. Darüber hinaus planen wir einen weiteren Neubau von 59 öffentlich geförderten Wohnungen sowie einem Gemeinschaftsraum im Schlicksweg (WIE 92) auf dem Nachbargrundstück zur WIE 90. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird rund 27,50 Mio. € betragen, hiervon werden 4,50 Mio. € für Grundstückserwerb und Baukosten im Jahr 2024 anfallen. Baubeginn ist für Herbst 2024 geplant. Die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftung unserer Wohnanlagen werden auch in den kommenden Jahren leicht ansteigen. Aufgrund der Attraktivität Hamburgs als Wohn- und Arbeitsstandort schätzen wir das Risiko von negativen Ertragsbeeinflussungen durch nachhaltige Wohnungsleerstände in unserer Genossenschaft in den kommenden Jahren weiterhin als sehr gering ein. Unsere Instandhaltungs- und Modernisierungsplanung sieht im laufenden Jahr ein Investitionsvolumen in Höhe von 14,72 Mio. € vor. Davon entfallen rund 5,01 Mio. € auf aktivierungsfähige Modernisierungen. Damit setzen wir unsere umfangreichen Investitionen in unseren Gebäudebestand, sowohl energetisch als auch in der Innenausstattung unserer Wohnungen, auch in 2024 fort. In den Folgejahren sind ebenfalls hohe Investitionen in den Bestand geplant. Unter Berücksichtigung des gegenwärtig unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes sind Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt mit Unsicherheiten verbunden. Unsere langfristigen Planungen zeigen, dass die Finanz- und Ertragskraft ausreicht, unsere Ziele zu erreichen und die positive Entwicklung der Vergangenheit in der Zukunft fortzusetzen. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung von 42,1 Mio. €, Zinsaufwendungen von 2,4 Mio. € und Instandhaltungskosten von 9,6 Mio. €. Als Jahresüberschuss rechnen wir mit einem Betrag von 5,3 Mio. €. Damit wird unser Eigenkapital weiter gestärkt und die finanzielle Basis für künftige Investitionen weiter verbessert.
Hamburg, 10. April 2024 Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG Der Vorstand Sandra Koth Sönke Selk JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Euro
ANHANG zum 31. Dezember 2023der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eGA. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSSUnsere Genossenschaft hat ihren Sitz in Hamburg, und ist eingetragen im Genossenschaftsregister Hamburg unter der GnR-Nr.: 325. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung besonderer Bestimmungen für Genossenschaften sowie nach den Satzungsbestimmungen erstellt. Hinsichtlich der Gliederung des Jahresabschlusses wurde die Formblattverordnung beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1 . BILANZ
Entwicklung des Anlagevermögens in Euro
Der Abgang betrifft einen zurückgezahlten Erschließungsbeitrag (WIE 41) in Höhe von 16 T€. Bei den Umbuchungen handelt es sich um den fertiggestellten Neubau WIE 89 in der Möllner Landstraße (6,87 Mio. €) sowie den ersten fertiggestellten Neubauabschnitt WIE 90 in der Dieselstraße (7,26 Mio. €).
Die Möllner Landstraße (WIE 89) mit Baukosten von insgesamt 6,87 Mio. € wurde im Frühjahr 2023 fertiggestellt und in die Position "Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten" umgebucht. In der Dieselstraße (WIE 90) wurden 2 Hauseingänge bereits Mitte Dezember bezogen. Hierfür wurden anteilig 7,26 Mio. € in die Position "Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten" umgebucht. Die Fertigstellung der restlichen Wohnungen erfolgt im Frühjahr 2024.
Verbindlichkeitenspiegel in Euro
Bei den Restlaufzeitvermerken zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern handelt es sich um Tilgungen auf objektgebundene Finanzierungsmittel, die durch laufende Mieteinnahmen gedeckt werden. 2. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
D. SONSTIGE ANGABEN
Darüber hinaus beschäftigten wir eine Auszubildende im Ausbildungsberuf Immobilienkauffrau.
Mitglieder
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 318.650,00 € auf 17.920.750,00 € erhöht. Eine Nachschusspflicht besteht nicht.
Damit wird die nach der Satzung höchstmögliche Gewinnausschüttung vorgeschlagen.
Hamburg, 10. April 2024 Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG Der Vorstand Sandra Koth Sönke Selk BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat auch im Jahr 2023 den Vorstand in seiner Geschäftsführung begleitet. Dabei hat sich das Gremium wieder vom Vorstand in zweckmäßigen Abständen über den alltäglichen Geschäftsverlauf, bedeutsame Geschäftsvorfälle sowie über Planungen berichten lassen und wesentliche Sachverhalte mit dem Vorstand erörtert. Zur Wahrnehmung seiner satzungs- und gesetzmäßigen Aufgaben hat der Aufsichtsrat aufgrund schriftlicher Vorlagen und mündlicher Berichte des Vorstands zustimmungspflichtige Geschäfte diskutiert, geprüft und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Prüfungsausschuss befasste sich vor allem mit dem Jahresabschluss und der laufenden Buchhaltung sowie der Wirtschafts- und Finanzplanung. Der Bauausschuss begleitete vor allem die laufenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie die Neubauplanungen. Im Jahr 2023 war der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit personellen Themen in gleich zwei Gremien beschäftigt. Mit dem Vorstand galt es, die Zusammenarbeit nach der Bestellung von Sandra Koth zur Vorständin neu zu etablieren. Einige Aufgabenbereiche im Vorstand wurden neu aufgeteilt und zugeordnet. Tatsächlich gestaltete sich der Übergang allerdings sehr reibungslos und es wurden in gewohnt guter Atmosphäre alle notwendigen Themen weiterverfolgt und weiterentwickelt. Im Aufsichtsrat zeichnet sich durch das altersbedingte Ausscheiden eines Mitgliedes im Sommer 2024 eine Neubesetzung ab. Dies ist dann das erste Mal seit über 15 Jahren, dass ein neuer Kandidat oder eine neue Kandidatin für die Mitarbeit im Aufsichtsrat gefunden werden muss. Die Vorgespräche dazu waren ebenfalls ein Schwerpunkt der Arbeit in diesem Jahr. Weiterhin ist die Neubautätigkeit ein sich ständig wandelndes Themenfeld. Aufgrund mangelnder Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke für die Entwicklung des Wohnungsbestands der Genossenschaft und noch immer extrem hoher Baukosten müssen ständig Anpassungen und neue Ideen für die Neubau- und Neuerwerbstätigkeit vorgenommen bzw. entwickelt werden - und das alles auch in Einklang mit den u.a. anstehenden klimagerechten Anpassungen unserer Bestände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten und von seinem Prüfungsausschuss geprüften Jahresabschluss und den Geschäftsbericht zur Kenntnis genommen, billigt den Bericht des Vorstands, den Lagebericht sowie den Jahresabschluss und stimmt dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu. Nach abschließender Prüfung und Beratung stellt der Aufsichtsrat fest, dass der Vorstand die Geschäfte der Genossenschaft einwandfrei geführt hat, und empfiehlt der Vertreterversammlung,
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Genossenschaft und allen Vertreterinnen und Vertretern für die geleistete Arbeit.
Hamburg, 11. April 2024 Für den Aufsichtsrat Dr. Wolfgang Rieß Niederschriftüber die 50. ordentliche Vertreterversammlung der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG am Donnerstag, den 06. Juni 2024 um 18:30 Uhr im Hotel Hafen Hamburg, Seewartenstr. 9, 20459 HamburgTOP 4.Vor der Abstimmung erfolgen durch Herrn Dr. Rieß und Herrn Selk Hinweise zum diesjährig neuen Beschluss hinsichtlich der Rücklagenzuweisung. Anders als in den Vorjahren wird die Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen vollständig der Vertreterversammlung zur Abstimmung gestellt: "Der Jahresabschluss zum 31.12.2023, aufgestellt am 10.04.2024 endet mit einer Bilanzsumme von € 316.835.683,70 und einem Jahresüberschuss von € 4.422.577,84. Einschließlich Gewinn-/Verlustvortrag und nach Einstellung von € 3.720.000,00 in gesetzliche und andere Ergebnisrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 723.384,41. Die Vertreterversammlung beschließt die Feststellung des Jahresabschlusses unter Billigung der Vorwegzuweisung in die Ergebnisrücklagen in Höhe von € 3.720.000,00." Die Vertreterinnen stimmen dem Beschluss zur Feststellung des Jahresabschlusses mit 48 Ja-Stimmen und einer Enthaltung zu. TOP 5.Folgender Ausschüttungsbeschluss steht zur Abstimmung: "Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von € 723.384,41 wird wie folgt verteilt: 4,00 % Dividende auf die am 01.01.2023 eingezahlten Geschäftsguthaben = € 702.420,00 sowie Vortrag auf neue Rechnung €20.964,41." Die Vertreterinnen stimmen dem Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns einstimmig zu. Der Auszahlungstermin wird auf den 11.06.2024 festgelegt. Top 12.Herr Dr. Rieß stellt nochmals fest, dass keine Anträge vorliegen. Herr Dr. Rieß schließt die 50. ordentliche Vertreterversammlung um 21:20 Uhr.
Koth, Vorstand Selk, Vorstand Dr. Rieß, Aufsichtsratsvorsitzender Platz, Schriftführerin |
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