BaF Brothers and Friends GmbH

Dornierstraße 20, 48477 Hörstel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 5809
Eingetragen
20.12.2001
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit BekleidungHerstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Damenoberbekleidung und einschlägiger artverwandter Artikel sowie der Textilgroßhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simone Conrad
seit 29.9.2023
Prokura
Sascha Conrad
seit 21.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Sascha ConradSC Distribution Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BaF Brothers and Friends GmbH

Hörstel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023

BaF Brothers and Friends GmbH, Hörstel

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist als Eigenmarkenlieferant für die DOB in den Produktgruppen Hosen, Blazer, Röcke, Kleider und Westen, wie auch für die Haka (Herrenanzüge und Knabenanzüge) in den Produktgruppen Hose, Sakko und Weste tätig.

Ein wesentlicher Baustein des Geschäftsmodells sind hausinterne Kollektionen, die durch den eigenen Designerbereich erstellt werden und durch den Vertrieb unseren Kunden vorgestellt werden, um daraus Produktionsaufträge zu generieren. Darüber hinaus erstellen wir auch auftragsbezogene Sortimente und Programme auf Anfrage unserer Partner.

Zu unseren langjährigen Kunden zählen im Wesentlichen Einzelhandelskonzerne und große Filialisten der Bekleidungsbranche in der DACH-Region. Diese erteilen uns nach der Sichtung der Kollektion verbindliche Aufträge.

Der Einkauf der Oberstoffe und Zutaten erfolgt bei langjährigen Lieferanten in Asien, zu einem großen Teil in China oder auch in Vietnam.

Ein überwiegender Teil der Aufträge werden in unserem Tochterunternehmen, Grand Garment Export Co. Ltd, in Ho Chi Minh City/Vietnam und in dem Enkelunternehmen in Mytho/Vietnam produziert, wie auch in Vertragsbetrieben im Umfeld von Ho Chi Minh City. Die Abwicklung, Überwachung und die Qualitätssicherung der Aufträge übernimmt unsere Tochtergesellschaft.

Im Juni 2023 erwarb die SC Distribution Holding GmbH 100% der Anteile vom bisherigen Eigentümer Kühn Besitz- und Beteiligungs-GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.10.2022.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut DIW-Konjunkturprognose für das Jahr 2023 sollte die deutsche Wirtschaft 2023, nach der Rezession im Winter 2022, leicht um 0,2% schrumpfen.

So war das Jahr geprägt von der Unsicherheit über Lohn- und Preisentwicklung und dem anhaltenden Risiko einer Inflation.

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat in erster Linie in den Schwellenländern stattgefunden, wobei sich der Euroraum im Jahresverlauf mit einem Wachstum von 0,2% nur leicht bewegte.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis, 15.01.2024) um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1% zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7% höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019, allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1% gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1%).

Das gilt insbesondere für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, für die im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr (-4,5%). Für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte, deren Preise 2023 weiterhin hoch waren, sanken die preisbereinigten Ausgaben sogar noch stärker (-6,2%). Zudem kauften die privaten Haushalte auch weniger kurzlebige Güter wie Bekleidung und Schuhe (-0,8%).

(Quelle Statistisches Bundesamt, 15.01.2024, Wiesbaden)

Branchenentwicklung

Auch der deutsche Textil- und Bekleidungseinzelhandel hatte während der Corona-Pandemie mit dem Ausbleiben der Kundschaft und damit einhergehenden Umsatzeinbußen zu kämpfen. Während die Umsätze im Einzelhandel mit Textilien und Bekleidung im Jahr 2019 noch ein Rekordhoch von rund 67,2 Mrd. € verzeichneten, fielen sie im ersten Corona-Jahr um rund 8%. Mittlerweile hat sich der Einzelhandel wieder erholt und kann auf sukzessive Umsatzanstiege blicken. Auch die Kauflust der Deutschen Verbraucher kommt erneut zurück. Nach einem starken Einbruch im Jahr 2020 wuchsen die Modeausgaben der privaten Haushalteauf rund 77,7 Mrd. € an.

Rund 26% der Entscheidungsträger von Modeunternehmen weltweit erwarten für das Jahr 2024 eine bessere Geschäftsentwicklung als im Vorjahr. Fast 40% sind hingegen der Meinung, dass sich die Bedingungen in der Modeindustrie im Jahr 2024 als schlechter erweisen. Für das Jahr 2022 lagen die Erwartungen für eine schlechtere Entwicklung noch bei 9%.

(Quelle: McKinsey, 29.11.2023 Press Release)

Eigene wirtschaftliche Entwicklung

Nach der Bewältigung der Corona Krise und den damit verbundenen Herausforderungen hat die weiterhin angespannte Situation bei den Frachten bis ins 2. Quartal 2023 zu Verzögerungen bei der Rohware aus China geführt. Somit hatten wir erneut mit Lieferterminverzögerungen zu kämpfen und mit erhöhten Kosten.

In Folge sind bei der Anlieferung in Deutschland deutlich höhere Aufbereitungskosten angefallen von gut 25% z.VJ, um die Ware in gewohnter Qualität an unsere Kunden zu liefern.

Dahingegen ist die Auftragslage und die daran gekoppelte Umsatzentwicklung deutlich positiv, denn die zurückhaltende Konsumstimmung in vielen Bereichen, insbesondere im Textilen Einzelhandel betrifft nicht alle Segmente und Preislagen. So stiegen die Umsätze insbesondere im Bereich der Eigenmarken bei unseren Kunden, was zur Erhöhung der Einkaufsbudgets in diesem Bereich führte.

So konnten wir unter allen widrigen Einflussfaktoren den Umsatz von 20.083 Mio.€ (Vj.) auf 22.962 Mio.€ steigern, was mit knapp 15% eine überdurchschnittliche Entwicklung zum Markt darstellt.

Die eingeleitete Diversifizierung in ein breiteres Produktsortiment und die Modernisierung unserer Kollektionen haben somit bereits in diesem Geschäftsjahr positiv gegriffen und lassen auch einen optimistischen Ausblick in das neue Geschäftsjahr zu, wo wir im ersten Quartal bereits über der Auftragslage des Vorjahres lagen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vorjahresvergleich von T€ 20.263 auf T€ 18.113 reduziert.

Aufgrund der Auslandsfertigung spielt das Sachanlagevermögen der Gesellschaft nur eine sehr untergeordnete Bedeutung. Das Finanzanlagevermögen hat sich durch den Zukauf der restlichen 8% an dem Tochterunternehmen, Grand Garment Export Co. Ltd, in Ho Chi Minh City/Vietnam, erhöht.

Das Umlaufvermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital zu 148% (Vj. 162%) ab.

Das Eigenkapital des Berichtsjahres ist ausschüttungsbedingt per Saldo um 1.691 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Einen weiteren Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft vermitteln die nachfolgend aufgeführten Kennzahlen:

Umlaufintensität: 87,7% (Vj. 89,3%)

Lagerumschlag: 3,47 (Vj. 3,65)

Eigenkapitalquote: 38,6% (Vj. 42,8%)

Intensität kurz- und mittelfristiges Fremdkapital: 61,4% (Vj. 57,2%)

Investitionen

Die Investitionen betrafen im Wesentlichen den Erwerb der Anteile an dem Tochterunternehmen, Grand Garment Export Co. Ltd, in Ho Chi Minh City/Vietnam sowie Anschaffungen in den Fuhrpark.

Finanzlage

Die Finanzierung des Umsatzes erfolgt im Wesentlichen über Lieferantenvaluten, durch die eingeräumten Kreditlinien bei den Hausbanken und aus eigenen Mitteln.

Die Liquidität war unter Berücksichtigung der zuvor genannten Mittel und durch unsere Liquiditätsplanung jederzeit sichergestellt.

Ertragslage

Ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist weiterhin der Umsatz, welcher auch zur internen Steuerung herangezogen wird. Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich um 14% gestiegen.

Eine weitere bedeutenden Steuerungsgröße stellt die Materialeinsatzquote dar. Diese ist im Vorjahresvergleich um 0,6% gesunken und liegt bei 83%.

Im Ergebnis konnten wir im laufenden Geschäftsjahr bei einem Umsatz nach Erlösschmälerungen i.H.v. 22.963 Mio.€ (Vj. 20.083 Mio.€) einen Rohertrag i.H.v. 3.797 Mio.€ erzielen, der damit 130 T€ unter dem Vorjahresrohertrag lag.

Nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen verbleibt ein Betriebsergebnis i.H.v. 455 T€ (Vj. 1.658). Zu erwähnen sind die im Vorjahr erhaltenen staatlichen Überbrückungshilfen i.H.v. 1.020 T€, welche im Betriebsergebnis 2021/2022 enthalten waren und die Vergleichbarkeit einschränken.

Einen weiteren Überblick über die Ertragslage der Gesellschaft vermitteln die nachfolgenden Kennzahlen:

Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibungen): 361 T€ (Vj. 1.279 T€)
bereinigtes EBIT: 448 T€ (Vj. 1.648 T€)
Umsatzrentabilität: 1,95% (Vj. 8,21%)
Gesamtkapitalrentabilität: 1,48% (Vj. 5,74%)

Gesamtaussage zur Entwicklung

Das Betriebsergebnis des Berichtsjahres liegt im Vergleich knapp unter dem um die Überbrückungshilfen bereinigten Vorjahres-Betriebsergebnisses. Aufgrund von Lieferterminverschiebungen konnte die Gesamtleistung des Vorjahrs nicht erreicht werden. Diese geringere Gesamtleistung konnte nur zum Teil durch eine verbesserte Wareneinsatzquote kompensiert werden.

Durch die Erweiterung der Produktpalette um Haka und die konsequente Umsetzung des Full-Services-Konzepts mit den Produktionsbetrieben der Tochtergesellschaft in Vietnam strebt die Gesellschaft eine positive Entwicklung in den Folgejahren an.

Mitarbeiter

Die Gesamtbelegschaft ist im Geschäftsjahr 2022/23 mit 34 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Geschäftsführung ist zum Ende des Geschäftsjahres von 2 Personen auf 1 Person reduziert worden.

Chancenbericht

Die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft untermauert den eingeschlagenen Weg sich als Vollsortiment-Anbieter im Bereich der Eigenmarken zu etablieren. Je breiter wir bei unseren bestehenden Partnern, aber auch bei zukünftigen Kunden aufgestellt sind, umso höher ist unsere Bedeutung und umso größer ist der Nutzen für den Kunden.

Dass die Gesellschaft vom Sourcing der Oberstoffe und Zutaten, über die Designleistung bis hin zur Produktion alle Stufen der Entwicklung von Produkten abbildet, ist nicht nur die DNA des Unternehmens, sondern stützt auch die Bedeutung im Markt.

Hinzu sichern die eigenen Produktionsbetriebe in Vietnam unsere Produktionskapazitäten auf neuestem Standard mit den von unseren Kunden geforderten Social-Compliance Zertifikaten ab.

Dieses gesamte Paket ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Mitbewerbern, die entweder auf keine eigenen Produktionsstätten zurückgreifen können, oder ihren Kunden nicht den hohen Servicegrad bieten.

Auch der Standort Vietnam gewinnt immer mehr an Bedeutung, da sich viele Kunden aus China aufgrund des Handelsstreits mit den USA zurückziehen und Länder wie Bangladesch durch politische Unruhen immer unsicherer werden.

Wir sind davon überzeugt, dass wir ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bei unseren Produkten anbieten, was insbesondere in der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und beim Konsumverhalten mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Risikobericht

Bestandsrisiken

Die Geschäftspolitik, zu fast 100% rein auftragsbezogen zu produzieren, hat weiterhin Bestand. Somit ist ein Lager- bzw. Bestandsrisiko aufgrund von Risikodisposition auf ein Minimum reduziert.

Finanzrisiken

Aufgrund unserer Beschaffungsmärkte (China, Taiwan, Korea, Vietnam) und unseres Produktionsstandorts Vietnam besteht ein hoher US-Dollar-Bedarf in unserem Unternehmen. Das damit einhergehende Kursrisiko versuchen wir einerseits durch einen eingebauten Kurspuffer in der Kalkulation zu reduzieren, anderseits sichern wir einen großen Teil des Dollarbedarfs mit Devisentermingeschäften ab.

Die benötigte Liquidität wird durch das Unternehmenscontrolling geplant und kontrolliert.

Produktionsrisiken

Die wesentlichen Risiken beschränken sich auf die Einhaltung der Liefertermine und der Verarbeitungsqualität durch die ausländischen Produktionsbetriebe, insbesondere der externen Partnerbetriebe. Daher ist die permanente Kontrolle vor Ort in Vietnam unerlässlich. Hier agiert ein eigenes Techniker- und Qualitätsteam unserer Tochtergesellschaft, um diese Faktoren zu sichern.

Ein weiteres Risko stellt die Verfügbarkeit von Containern zu angemessenen Frachten dar. Dies gilt sowohl für die Beschaffung der Rohstoffe als auch für die Verschiffung der produzierten Ware nach Europa und der damit verbundenen fristgerechten Lieferung an unserer Kunden.

Ein Risiko der Produktionsunterbrechung, wie wir es während der Corona-Pandemie erfahren haben sowie durch mögliche politische Unruhen, sehen wir derzeit als gering an.

Gesamtbeurteilung

Der Geschäftsführung sind aktuell keine Risiken bekannt, die für sich oder in ihrem Zusammenwirken den Bestand der Gesellschaft gefährden oder aber deren Entwicklung nachhaltig wesentlich beeinträchtigen können.

Prognosebericht

Die aktuelle geschäftliche Entwicklung ist als überdurchschnittlich zur Gesamtentwicklung der Bekleidungsbranche zu bewerten, was die Schritte der Diversifizierung in den Produktgruppen und den Start mit der Haka bestätigt.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir daher mit einem weiteren Umsatzwachstum von ca. 10% im Vergleich zum Berichtsjahr. Das heißt wir gehen von einem Umsatz von ca. 25,4 Mio. € aus und einem daraus resultierenden deutlich verbesserten Jahresüberschuss. Die geplanten Kennziffern zur Unternehmensteuerung stellen sich wie folgt dar:

Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibungen): 1.015 T€ (23/24) 1.111 T€ (24/25)
bereinigtes EBIT: 1.632 T€ (23/24) 1.764 T€ (24/25)
Umsatzrentabilität: 6,44% (23/24) 6,94% (24/25)
Gesamtkapitalrentabilität: 5,18% (23/24) 5,77% (24/25)

Lediglich die Beeinflussung der Seerouten, durch die Umleitung aufgrund der feindlichen Vorfälle im Roten Meer sind ein teilweise schwer zu kalkulierender zeitlicher Faktor.

Hinzu kommt eine Verknappung der Container-Verfügbarkeit, da China und Amerika große Kapazitäten blockieren, was zu steigenden Container-Preisen führt.

 

Hörstel, den 23.08.2024

gez. Sascha Conrad

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.213.292,38 2.167.952,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.708,00 15.478,00
II. Sachanlagen 216.324,00 193.810,00
III. Finanzanlagen 1.986.260,38 1.958.664,02
B. Umlaufvermögen 15.892.321,91 18.082.979,28
I. Vorräte 6.137.546,09 7.116.088,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.711.560,97 10.941.774,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 43.214,85 25.115,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.926,61 12.286,11
Aktiva 18.112.540,90 20.263.217,41

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.986.029,45 8.676.711,45
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 6.426.711,45 7.257.454,55
III. Jahresüberschuss 309.318,00 1.169.256,90
B. Rückstellungen 792.076,00 910.600,00
C. Verbindlichkeiten 10.317.775,45 10.675.905,96
D. Passive latente Steuern 16.660,00
Passiva 18.112.540,90 20.263.217,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.154.356,28 5.793.722,62
2. Personalaufwand 2.061.687,31 1.971.428,47
a) Löhne und Gehälter 1.805.433,84 1.739.389,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 256.253,47 232.039,36
davon für Altersversorgung 3.938,47 4.092,39
3. Abschreibungen 52.272,89 110.176,47
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 52.272,89 110.176,47
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.584.903,19 2.054.608,82
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.551,56 45.312,90
davon aus verbundenen Unternehmen 81.082,44 45.040,42
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 127.412,31 51.567,10
davon an verbundene Unternehmen 10.549,63
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 98.341,79 472.561,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 16.660,00
8. Ergebnis nach Steuern 316.290,35 1.178.693,66
9. sonstige Steuern 6.972,35 9.436,76
10. Jahresüberschuss 309.318,00 1.169.256,90

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023

BaF Brothers and Friends GmbH, Hörstel

Rechnungslegungsgrundsätze

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird unter der Firma BaF Brothers and Friends GmbH mit Sitz in Hörstel beim Amtsgericht Steinfurt unter der Registernummer HRB 5809 geführt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzes und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Aufgrund der Größenklasseneinteilung gilt die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Aus Vereinfachungsgründen werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 EUR sofort als Betriebsausgabe verbucht. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 250,00 EUR aber nicht 800,00 EUR übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen.

In den Vorräten enthaltene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird für das allgemeine Kreditrisiko sowie noch zu gewährende Preisnachlässe eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Konkretisierte Risiken werden ggf. durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die passiven latenten Steuern nach § 274 HGB ergeben sich aufgrund unterschiedlicher handels- und steuerrechtlicher Ansätze.

In der Bilanz ausgewiesene auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023 ist im Anlagengitter dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind solche gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 347.037,47 (Vorjahr: EUR 0,00) und solgen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUr 1.813.719,7 (Vorjahr: EUR 805.096,72) enthalten.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind mit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 948.874,90) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und mit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 77.172,43) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Stand Restlaufzeit
30.09.2023
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
10.318 9.927 391 0
(10.676) (10.255) (421) (0)

* in Klammern befindliche Werte betreffen Vorjahreszahlen

Die Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.187 (Vorjahr: TEUR 3.619) sind durch eine Globalzession der Forderungen sowie durch Sicherungsübereignung des Warenlagers in Hörstel besichert.

Es wurden passive latente Steuern i. H. v. TEUR 17 gebildet.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Mithaft für ein Darlehen der Gesellschafterin (30.09.2023: TEUR 5.335). Wir schätzen das Risiko der Inanspruchnahme als gering ein.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 670).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 700).

Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist zu 100 % am Stammkapital der Grand Garment Export Company Ltd., Ho Chi Minh City/Vietnam beteiligt. Das Tochterunternehmen weist in seinem Abschluss für das Geschäftsjahr 2022 ein Eigenkapital von TEUR 278 und einen Jahresüberschuss von TEUR 131 aus.

Dieses Tochterunternehmen ist wiederum zu 100 % am Stammkapital der My Tho Garment Import Export Company Ltd., My Tho City, Tien Giang Province/Vietnam beteiligt. Das Enkelunternehmen weist in seinem Abschluss für das Geschäftsjahr 2022 ein Eigenkapital von TEUR -26 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR -12 aus.

Die Unternehmen bilanzieren in Vietnamesischen Dong (VND). Die Umrechnung in Euro erfolgte mit dem Kurs zu 30.09.2023.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 2.663. davon laufen zwei Mietverträge von insgesamt TEUR 2.644 bis zum 30.06.2033.

Anzahl der Mitarbeiter

Im abgelaufenen Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023 wurden durchschnittlich 34 Arbeitnehmer (davon Teilzeitkräfte und Aushilfen: 18,5) beschäftigt.

Organe der Gesellschaft Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023 waren die Herren Michael Kühn, Rheine, und Guido Kühn, Rheine, bis zu 13.07.2023 Geschäftsführer der Gesellschaft. Die Gesellschaft wurde durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich vertreten.

Seit dem 13.07.2023 ist Herr Sascha Conrad, Emsdetten Geschäftsführer der Gesellschaft.

Von der Befreiungsvorschrift betreffend der Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung soll das Ergebnis des Geschäftsjahres in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Hörstel, den 23.08.2024

gez. S. Conrad

Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.10.2022
Zugänge
Abgänge
30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 158.229,06 0,00 0,00 158.229,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.123,36 0,00 0,00 109.123,36
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 554.270,57 70.018,89 16.361,87 607.927,59
663.393,93 70.018,89 16.361,87 717.050,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.251,50 27.596,36 0,00 257.847,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.728.412,52 0,00 0,00 1.728.412,52
1.958.664,02 27.596,36 0,00 1.986.260,38
2.780.287,01 97.615,25 16.361,87 2.861.540,39
Abschreibungen
01.10.2022
Zugänge
Abgänge
30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 142.751,06 4.770,00 0,00 147.521,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.057,36 3.641,00 0,00 73.698,36
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.526,57 43.861,89 16.359,87 427.028,59
469.583,93 47.502,89 16.359,87 500.726,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
612.334,99 52.272,89 16.359,87 648.248,01
Buchwerte
30.09.2023
30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 10.708,00 15.478,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.425,00 39.066,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 180.899,00 154.744,00
216.324,00 193.810,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 257.847,86 230.251,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.728.412,52 1.728.412,52
1.986.260,38 1.958.664,02
2.213.292,38 2.128.886,02

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht zum 30.09.2023 der BaF Brothers and Friends GmbH, Hörstel, der nach § 327 HGB verkürzt wiedergegeben wurde, haben wirden folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die BaF Brothers and Friends GmbH, Hörstel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BaF Brothers and Friends GmbH, Hörstel, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BaF Brothers and Friends GmbH, Hörstel, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 23. August 2024

RWI Rheinisch-Westfälische Industrie Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Schulte, Wirtschaftsprüfer

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