PD Logistikzentrum I GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Schmidt seit 10.1.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TL Transport Logistik GmbHWormsJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023TL Transport Logistik GmbHI. Wirtschaftsbericht I.1. Situation der Gesamtwirtschaft und der Branche Geprägt u.a. durch den geopolitischen Konflikt in der Ukraine, wie auch durch Rekordwerte in Bezug auf die Inflationsraten, stellte uns das Vorjahr vor besondere Herausforderungen. Auch wirkten u.a. vorgenannte Themen belastend auf die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Gesamtleistung im Berichtsjahr. Das Wachstum des weltweit realen Bruttoinlandsprodukts sank im Vorjahresvergleich erneut ab und belief sich nach ersten Einschätzungen auf lediglich +3,1 % (im Vorjahr +3,5 %).1 Einen weiteren Rückgang des Weltwirtschaftswachstums verhinderten insbesondere die staatlichen Interventionen zur Stützung der nationalen Volkswirtschaften. Dämpfend wirkten dabei die Leitzinsanhebungen, die von vielen nationalen Zentralbanken zur Bekämpfung der hohen Inflationsraten durchgeführt wurden. Die weltweite Inflation konnte somit im Berichtsjahr nach ersten Prognosen auf 6,9 % gegenüber dem Vorjahr (8,7 %) etwas reduziert werden, was der wirtschaftlichen Stabilisierung zuträglich war.2 Innerdeutsch dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die konjunkturelle Entwicklung. Die Verbraucherpreise lagen im Berichtsjahr nach ersten Einschätzungen um +5,9 % über denen des Vorjahres.3 Weiterhin sorgten vor allem steigende Zinsen für ungünstige Finanzierungsbedingungen und eine insgesamt nachlassende Nachfrage sowohl aus dem In- wie auch Ausland. Unter diesen Gegebenheiten verringerte sich das nationale Bruttoinlandprodukt erstmals seit den letzten beiden Jahren preis- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,1 %.4 Die diesbezüglichen Auswirkungen auf die Logistikbranche, fallen gleichfalls ungünstig aus. Der Logistik-Indikator der deutschen Logistikwirtschaft, welcher im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) von Seiten des ifo Institutes ermittelt wird, zeigte im vierten Quartal 2023 zwar eine insgesamt leichte Verbesserung des Geschäftsklimas, jedoch gehen die Befragten überwiegend von ungünstigen Geschäftsbedingungen aus. Rückläufige Nachfragen sowie weitverbreitet sinkende Auftragsbestände belasten die nationale Logistikbranche. Hinzu kommen wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die insbesondere in Deutschland höher sind als anderswo. Im ersten Quartal 2024 bestätigte sich diese Einschätzung. Die Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen trübten sich weiter ein. Handel und Industrie korrigierten ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage erkennbar nach unten und zeigten sich somit weitverbreitet unzufrieden. Sachlogisch trifft diese Entwicklung den Logistikbereich mit etwas Verzögerung. Entlastend wirken die Aussichten auf eine zumindest allmählich gesamtwirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres 2024. Auch die geldpolitische Entwicklung, insbesondere das stabilisierte bzw. leicht gesunkene Preisniveau sowie die gegenüber dem Berichtsjahr 2023 gesunkenen Kreditzinsen versprechen eine Entspannung des wirtschaftlichen Handelns, wenn auch die weiteren Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben. Experten rechnen mit spürbaren Entspannungen ohnehin erst in der zweiten Jahreshälfte 2024.5 I.2. Geschäftsmodell, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Geschäftsmodell Unsere Gesellschaft ist im Bereich von Transport- und Logistikdienstleistungen tätig. Mit unserer Flotte werden im Wesentlichen Leistungen für andere Gesellschaften der TST-Gruppe erbracht. b) Geschäftsverlauf und Ertragslage Wie auch bereits im Vorjahr spielen für uns im Wesentlichen drei Hauptfaktoren eine entscheidende Rolle. Zunächst einmal der weiterhin vorherrschende Mangel an qualifiziertem Personal. Das Problem der Akquise und des Haltens von verlässlichen Berufskraftfahren prägt die gesamte Transportbranche und stellt einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar. Hinzu kommt weiterhin das Thema der Treibstoffkosten, die unverändert auf hohem Niveau verharren und ein deutliches Absinken derer auch perspektivisch nicht zu erwarten ist. Aus diesem Grund halten wir die Fahrzeugflotte stets auf dem aktuellen Stand der Technik, um die Transporte verbrauchs- wie auch schadstoffarm durchzuführen. Leerfahrten wurden durch eine intelligente Fahrzeugdisposition wann immer möglich vermieden. Alternativantrieben, wie bspw. Elektroantrieb, stehen wir offen gegenüber und werden hier in 2024 deutschlandweit in die Testphase einsteigen. Hieraus positive Effekte, u.a. bezogen auf unsere Aufwandsstruktur, zu erreichen ist das Ziel, um so auch dem unserer Ansicht nach dritten Hauptfaktor, der sehr großen Preissensibilität der Transportkundschaft, sachgerecht zu entgegen. Die TL Transport Logistik GmbH befindet sich in einer äußerst stabilen Lage mit langfristigen Kontrakten und mit einer weitestgehenden vertraglich vereinbarten Absicherung der Kosten. Die gute Auftragslage anderer Unternehmen der TST-Gruppe bescherte uns mengenmäßig gegenüber dem Vorjahr gestiegene Transportaufträge. Preisanpassungen konnten auch im Berichtsjahr durchgeführt werden, insbesondere aufgrund vertraglicher Vereinbarungen, die eine Verknüpfung der Transportpreise mit der Entwicklung der Preise für Treibstoffe zum Inhalt haben. In der Gesamtbetrachtung gelang es damit die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,7 % zu steigern. Nahezu gleichlautend entwickelte sich der Rohertrag. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich dieser um 0,3 Mio. Euro (2,1 %) auf 14,9 Mio. Euro. Die Personalaufwendungen lagen mit 5,6 Mio. Euro aufgrund der leicht rückläufigen Mitarbeiterzahl rund 1,0 % unter denen des Vorjahres. Nennenswerte Veränderungen ergaben sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die mit 8,3 Mio. Euro um 0,5 Mio. Euro (6,1 %) unterhalb des Vorjahresniveaus notierten. Begründet liegt dieser deutliche Rückgang vor allem in den gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Fahrzeugaufwendungen. Lagen die Fahrzeugaufwendungen im Vorjahr noch bei 7,8 Mio. Euro, so konnten diese im Berichtsjahr auf 7,2 Mio. Euro gesenkt werden. Insbesondere die Entspannung auf den Treibstoffmärkten, wenn auch im Berichtsjahr das Preisniveau weiterhin als hoch anzusehen ist, trugen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich in Folge dessen deutlich um 0,9 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern ergibt sich somit ein Jahresüberschuss in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vj. 12 TEuro). c) Vermögenslage Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 0,6 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro u.a. bedingt durch die Übernahme eines Leasing-LKW und den in Bau befindlichen E-Ladesäulen, die für unsere Testphase mit E-LKW von Bedeutung sind. Im Bereich des Umlaufvermögens ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine größeren strukturellen Änderungen. Die größte Vermögensposition stellen auch weiterhin die Forderungen gegen andere Unternehmen der TST-Gruppe dar, für die der Großteil unserer Leistungen erbracht werden. Die diesbezüglichen Forderungen (5,9 Mio. Euro; Vj. 4,9 Mio. Euro) stammen sowohl aus Transportaufträgen wie auch aus Forderungen im Rahmen des Gruppenverbund-Finanzierungsverfahrens. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro gesunken; dies vor allem bedingt durch die Einzahlung von in Vorjahren als Forderung bilanzierten Steuerrückerstattungsansprüchen (0,3 Mio. Euro), wie auch aus der Reduktion von Forderungen gegen debitorische Kreditoren, die im Zusammenhang mit einem im letzten Jahr bilanzierten Sale-and-Lease-back-Geschäftes standen und im Berichtjahr zur Einzahlung kamen (0,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote liegt, bei einem nominellen Eigenkapital in Höhe von 6,3 Mio. Euro (Vj. 5,6 Mio. Euro), mit rund 86 % über dem Branchendurchschnitt und zeigt deutlich die Solidität unseres wirtschaftlichen Handelns. Es ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine nennenswerten Änderungen in der Verbindlichkeitsstruktur. Der Anstieg der Rückstellungen steht in unmittelbaren Zusammenhang mit der gegenüber dem Vorjahr deutlich besseren Ergebnissituation und betrifft im Wesentlichen die Steuerrückstellungen des Berichtsjahres. Das kurzfristige Fremdkapital beziffert sich zum Berichtsjahresende auf 1,0 Mio. Euro (Vj. 0,9 Mio. Euro). d) Finanzlage und Finanzierung Zum Berichtsjahresende beläuft sich der Finanzmittelfonds in Form des Bankbestands auf 0,1 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 0,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (0,3 Mio. Euro). Zu berücksichtigen ist hierbei, dass im Berichtsjahr mit anderen TST-Gruppengesellschaften ein kreditinstitutsbezogener Cash-Pooling-Vertrag eingegangen wurde, im Zuge dessen freie Liquidität an die Cash-Pool-Trägerin TST GmbH abgeführt wurde. Aus dem Cash-Pooling-Vertrag bestehen zum 31. Dezember 2023 Forderungen in Höhe von 4,1 Mio. Euro. Der operative Zahlungsmittelzufluss (Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und Abschreibungen) belief sich auf 0,7 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. Euro). Weitere Liquiditätszuflüsse ergaben sich aus Steuerrückzahlungen. Gegenläufig wirkten sich Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro) aus. Zudem wurden freie liquide Mittel im Rahmen des Cash-Pooling abgeführt. Der Cashflow belief sich in Folge auf insgesamt -0,2 Mio. Euro. Im Rahmen eines Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahrens (Cash-Pooling) stellen sich die Unternehmen der TST-Gruppe untereinander bei Bedarf Liquidität zur Verfügung. Hierdurch wird die Unabhängigkeit gegenüber außenstehenden Kreditgebern verringert und gleichzeitig die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit auf geänderte Rahmenbedingungen verbessert. Zum Berichtsjahresende wurden keinerlei Mittel aus dem Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahren in Anspruch genommen. Die Finanzierung der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gesichert. I.3. Beurteilung des Geschäftsjahresverlaufs durch die Geschäftsführung Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen innerhalb derer sich unsere Gesellschaft bewegte, blieben auch im Berichtsjahr 2023 herausfordernd. Der Ukraine-Krieg warf weiterhin seine Schatten voraus. Die Teuerungsraten blieben, wenn auch leicht entspannt, auf historisch hohem Niveau. Glücklicherweise konnten wir bei den Treibstoffpreisen gegenüber dem Vorjahr eine Entspannung verzeichnen. Die Preise für Dieselkraftstoff sanken im Vorjahresvergleich, bewegten sich aber immer noch auf hohem Stand und werden vermutlich auch weiterhin dort verharren. Unter Einbezug dieser nicht bzw. nur sehr schwer prognostizierbaren Herausforderungen schätzen wir die Geschäftsentwicklung insgesamt, auch unter Berücksichtigung der strategischen Entwicklung der Gesellschaft, als sehr zufriedenstellend ein. Die konstante Umsatzentwicklung konnte wie geplant erreicht werden. Entgegen kam uns die Entwicklung auf den Treibstoffmärkten. Geprägt von den Preishöchstständen des Jahres 2022 haben wir unsere Planungen der Fahrzeugaufwendungen für das Berichtsjahr 2023 nach oben korrigiert. Erfreulicherweise haben sich die Treibstoffpreise im Berichtsjahr weiter entspannt, auch wenn Sie auf hohem Niveau verharrten. Das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern (0,4 Mio. Euro) konnte damit mit 0,8 Mio. Euro deutlich übertroffen werden. I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung stellen die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dar. II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung II.1. Risikobericht (Risiken und Risikomanagement) Es sind keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt. Ungeachtet dessen unterliegt die Gesellschaft den folgenden allgemeinen Branchenrisiken: • Für Haftungsrisiken bei Schadensfällen sind in ausreichendem Maße Versicherungen abgeschlossen.• Forderungsausfälle sind aufgrund der Kundenstruktur eher theoretischer Natur. Die Gesellschaft erbringt nahezu ausschließlich Leistungen gegenüber anderen Unternehmen der TST-Gruppe; deren Kunden verfügen im Wesentlichen über höchste Bonitätsbewertungen. • Kundenverluste: Die Zusammenarbeit zwischen der TST-Gruppe und der TL Transport Logistik GmbH ist strategisch zu sehen und wegen der vergleichbaren Gesellschafterstruktur ist nicht davon auszugehen, dass diese Kundenbeziehung gefährdet ist. • Arbeitsmarktsituation: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen einen zentralen Faktor für den Unternehmenserfolg der Gesellschaft dar. Diese zu halten und zu fördern sehen wir als eines unserer wichtigsten Unternehmensziele an. Für Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen, aber auch für Kräfte aus den administrativen Berufen werden daher regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Den finanziellen Aufwand hieraus übernehmen wir als Arbeitgeber. Fachkräfte an sich binden und neue Kräfte, vor allem für den Beruf des Berufskraftfahrers zu begeistern, hat oberste Priorität. Im derzeitigen Arbeitsmarktumfeld mit einer Arbeitslosenquote von nur 5,7 %6 ist dies eine große Herausforderung, der wir uns allerdings gut gerüstet gegenübersehen. Eine eigens in der TST-Gruppe ins Leben gerufene Recruiting-Abteilung verfolgt ganzjährig die Zielsetzung Mitarbeiterpotenziale zu identifizieren und durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen zu heben. Zudem wird von dort die Außenpräsenz zur Akquise neuer Mitarbeiter für die TST-Unternehmensgruppe gesteuert. Die TST-Gruppe forciert darüber hinaus vor allem die Berufsausbildung junger Menschen, die so direkt für eine Beschäftigung in unserer Gruppe begeistert werden können. Zudem ermöglicht uns die Berufsausbildung, Mitarbeiter nach unseren Qualitätsstandards individuell zu entwickeln. • Widerstandsfähigkeit der genutzten Informationsinfrastruktur: Dem Thema Datensicherheit sowie der Effizienz und Verlässlichkeit genutzter Informationsverarbeitungssysteme kommt in unserer heutig digitalisierten Welt ein hoher Stellenwert zu. Dessen sind wir uns mehr denn je bewusst, was sich auch in entsprechender Investitionstätigkeit im Gruppenverbund widerspiegelt. Der reibungslose Speditionsbetrieb kann nur mit einer gut funktionierenden IT-Infrastruktur bewerkstelligt werden. Um diese auch zukünftig sicherstellen zu können, treiben wir die Entwicklung hier kontinuierlich weiter, um auf dem aktuellsten Stand zu sein. • Nationale / internationale gesundheitliche Krisenzustände: Die letzten Jahre, vor allem geprägt durch Einschränkungen der Corona-Pandemie, haben gezeigt, dass die weltweit vernetzten Wirtschaftsbeziehungen sehr sensibel auf solche Entwicklungen reagieren. Diesem Thema schenken wir auch weiterhin größte Aufmerksamkeit und das ungeachtet dessen, dass die größten Gefahren der Pandemie überwunden zu sein scheinen. Die Schulung strikter Hygienemaßnahmen und Kontrolle deren tatsächlicher Umsetzung, werden weiterhin forciert. • Humanitäre / wirtschaftliche Krisen: Der geopolitische Konflikt in der Ukraine wie auch die aktuelle Krisensituation in Nahost verdeutlicht die so fern geglaubten Folgen, die militärische Auseinandersetzungen mit sich bringen. Flüchtlingsströme und deren effiziente zielgerichtete Koordination bestimmen das politische und reale Leben in Deutschland. Weiterhin sehen wir uns seit gut einem Jahr mit Rohstoffknappheiten und ungekannten Preissteigerungen konfrontiert, denen wir uns in unserem unternehmerischen Handeln stellen müssen. Unser Geschäftsmodell wird u.a. deshalb kontinuierlich evaluiert und situationsbezogen an die sich neu einstellenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen angepasst. II.2. Prognosebericht / Chancen Für das Geschäftsjahr 2024 sind wir positiv gestimmt und gehen, insbesondere bei stabiler IT-Infrastruktur, von einem leichten Umsatzwachstum aus. Wir erwarten einen weiterhin stabilen Transportmarkt und eine weiterhin hohe Auslastung des Fuhrparks. Als systemrelevantes Unternehmen blicken wir zuversichtlich in die Zukunft, zumal die gesellschaftliche Entwicklung aufgrund eines sich zusehends verändernden Konsumverhaltens, weg vom stationären hin zum onlinebasierten Handel, eine immer stärkere Nachfrage nach Speditionsleistungen erfordert. Die Gesellschaft wird erneut für die gruppeninternen Transportleistungen von großer Bedeutung sein. Der Russland-Ukraine-Konflikt birgt hinsichtlich der Energiepreisentwicklung weiterhin viele Unwägbarkeiten. Der aufwandsseitig größte Unsicherheitsfaktor ist und bleibt auch weiterhin die Preisentwicklung am Treibstoffmarkt, die wir zwar zeitgemäß eingeschätzt haben, deren Prognose aber wesentlicher Unsicherheit unterliegt. Um unabhängiger vom Treibstoffmarkt zu werden, planen wir Teile des Fuhrparks auf E-Antriebe umzustellen. Bereits schon im ersten Quartal 2023 haben wir damit begonnen, tiefergehende Analysen der Kostenstrukturen vorzunehmen und diese weiter zu straffen, was auch im Berichtsjahr 2024 weiter forciert wird. Die Nutzung von Synergien innerhalb der TST-Gruppe und die Abschaffung etwaig noch vorhandener Doppelstrukturen stehen hierbei im Mittelpunkt. Trotz der eingeleiteten Kostenoptimierungsmaßnahmen rechnen wir bei leicht höherem Umsatz mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern das unter dem des Berichtjahres liegen wird. Das allgemein weiterhin hohe Preisniveau wird sich unserer Einschätzung nach auch weiterhin im Jahr 2024 halten, wobei insbesondere die Treibstoffpreise hoch bleiben bzw. sich weiter erhöhen werden. Die Kriegsschauplätze Ukraine und mittlerer / naher Osten zeigten bereits ihre negativen Auswirkungen auf die internationalen Rohölmärkte, stiegen die Treibstoffpreise in den ersten Monaten des Jahres 2024 doch wieder an.7 Weiterhin werden wir uns auch in den kommenden Jahren an einem Projekt zur Erforschung alternativer Energieträger weiter beteiligen. Hierbei geht es um die Erprobung von elektrisch betriebenen LKWs. Von diesem Projekt erhoffen wir uns fundierte Erkenntnisse, die uns in Zukunft die Wahl der für uns passenden Antriebstechnik / Energieträger erleichtern. Insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und unseren Mitarbeitern gegenüber sehen wir uns in dieser gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeit besonders verpflichtet. Unser unternehmerischer Erfolg sichert das Einkommen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Wohlstand deren Familien. Mit Blick auf die bereits abgelaufenen Monate des Jahres 2024 sehen wir uns in unserer Prognoseeinschätzung bestätigt. II.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, der insbesondere andere TST-Gesellschaften umfasst. Forderungsausfälle sind die Ausnahme, da unsere Kunden überwiegend eine sehr gute Bonität besitzen. Potenzielle Neukunden werden im Vorfeld auf Bonität geprüft. Ein aktives Forderungsmanagement zur Reduzierung von Ausfällen ist geübte Praxis. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes bedeutsame Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Worms, den 27. Juni 2024 gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer 1 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ [12.04.2024, 15:25h]. 2 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [12.04.2024, 15:35h]. 3 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html [12.04.2024, 15:50h]. 4 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile [12.04.2024, 16:14h]. 5 Vgl. BVL: * BVL_Logistikindikator_2023_Q4_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io); * BVL_ifo_Logistikindikator_2024_Q1_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io) [17.04.2024, 10:38]. 6 Vgl. Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023 [17.04.2024, 14:07h] 7 Vgl.: ADAC: https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/deutschland/kraftstoffpreisentwicklung/ [19.04.2024, 12:56h] BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die TL Transport Logistik GmbH, Worms, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mainz unter HRB 12405 eingetragen. II Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und das GmbHG in der jeweils gültigen Fassung beachtet. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht § 266 HGB für die Bilanz und § 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren). Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie zugehörige Zinserträge und Zinsaufwendungen separat ausgewiesen. Als nahestehende Unternehmen wurden hierbei operativ tätige Unternehmen definiert, an denen die Gesellschafter der TST GmbH, Worms, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt sind ("TST-Gruppe") und die nicht die Voraussetzungen eines verbundenen Unternehmens erfüllen. III Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Für Vorräte, ausgenommen Dieselkraftstoff, wurde gem. § 240 Abs. 3 HGB ein Festwert gebildet. Der Dieselkraftstoff wurde mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten des Jahres 2023 bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bewertet. Der Ansatz des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die wirtschaftlich dem folgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken ist, soweit sie bis zur Erstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, durch Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. IV Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind auf der folgenden Seite dargestellt:
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, allesamt innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von TEuro 5.905 (Vj. TEuro 4.930) enthalten Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEuro 1.178 (Vj. TEuro 977). Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen beinhalten Darlehensansprüche (TEuro 5.289; Vj. TEuro 2.331) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 616; Vj. TEuro 2.599). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Urlaubs- und Überstundenansprüche. Zudem bestehen Rückstellung für Prämien, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jahresabschlusskosten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten waren im Vorjahr ebenso allesamt innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. V Sonstige Angaben Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Die TL Transport Logistik GmbH und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für eingeräumte Kreditlinien (inkl. Avalbürgschaften) und Darlehen über TEuro 10.000, welche zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEuro 1.615 durch andere Unternehmen der TST-Gruppe in Anspruch genommen wurden. Aufgrund der finanziellen Situationen der in dem vorgenannten Kreditvertrag unter gesamtschuldnerischer Mithaftung einbezogenen Unternehmen, ist mit einer diesbezüglichen Inanspruchnahme der Gesellschaft derzeit nicht zu rechnen. Die TL Transport Logistik GmbH nimmt als Cash-Pool-Teilnehmer zudem am Cash-Pool der TST-Gruppe teil. Die Gesellschaft und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für Kreditverbindlichkeiten aus dem Cash-Pool. Zum 31. Dezember 2023 weisen die Cash-Pool-Konten der Cash-Pool-Trägerin TST GmbH Guthaben aus. Aufgrund der finanziellen Situationen der am Cash-Pool teilenhmenden Gruppengesellschaften, ist mit einer diesbezüglichen Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausstehende Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Lkw-Leasing, Reparatur- und Wartungsverträge) in Höhe von TEuro 2.158. Personalbestand Der durchschnittliche Personalbestand entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Frank Schmidt (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung). GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Worms, den 27. Juni 2024 gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt. Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss wurde auf neue Rechnung vorgetragen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TL Transport Logistik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TL Transport Logistik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TL Transport Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der beigefügte Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetztlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Landau, 27. Juni 2024 PALATAX
GmbH
gez. Arnold, Wirtschaftsprüfer gez. Konrath, Wirtschaftsprüfer |
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