Okuma Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gisbert Krause seit 9.1.2026 | Liquidator |
Reinhard Piepenbrink seit 6.2.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
okuma-used.com GmbHAufgelöst | 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hommel GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft ist unter der Firma Hommel GmbH im Handelsregister B unter der Nummer HRB 29035 eingetragen und hat ihren Sitz in Köln. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Wir haben zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise Vermerke und Erläuterungen zu den einzelnen Posten, soweit dem nicht ausdrücklich gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, im Anhang dargestellt und auf den Ausweis von Leerposten verzichtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSVORSCHRIFTEN (1) Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Der Abschluss der Hommel GmbH wird grundsätzlich nach folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 Jahre, Gebäude 12,5-33 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 4-15 Jahre, Andere Anlagen 3-25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs komplett abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Gleichartige Zubehörteile werden zu Gruppen zusammengefasst und mit dem Durchschnittswert angesetzt. Vertriebsrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die mit ihren Anschaffungskosten angesetzt sind, werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen für Pensionen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird konzerneinheitlich der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre in Höhe von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Künftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %), künftige Rentensteigerungen mit 2,20 % (Vorjahr: 2,20 %) und Fluktuationsraten altersabhängig mit 0 % bis 8 % (Vorjahr: 0 % bis 8 %) angenommen. Das Vermögen aus einer Rückdeckungsversicherung mit einem beizulegenden Zeitwert gemäß § 255 Abs. 4 S. 4 HGB von TEUR 92 wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen in gleicher Höhe verrechnet. Zugehörige Aufwendungen und Erträge von jeweils TEUR 9 wurden miteinander verrechnet. Die Anschaffungskosten für die Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 132. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern sind gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB anzusetzen. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden grundsätzlich verrechnet angesetzt. (2) Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Abs. 2 HGB bewertet. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage). Die Anlagenzugänge bestehen im Wesentlichen aus Ersatzbeschaffungen. Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird ein Kapitalanteil von 90,5 % an der precisa CNC-Werkzeugmaschinen GmbH, Wien, ausgewiesen. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 513, das Ergebnis TEUR -247. Vorräte Bei den Waren handelt es sich um Neumaschinen, Zubehör, Ersatzteile und Werkzeuge sowie Gebrauchtmaschinen. Bei der Bewertung des unter dem Vorratsvermögen ausgewiesenen Warenbestandes werden für Maschinen, Zubehör und Ersatzteile entsprechende Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen aus Umsatzsteuer belaufen sich auf TEUR 386. Pensionsrückstellungen Durch die Neufassung des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB in 2016 erfolgt eine Abzinsung der langfristigen Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 anstatt 7 Jahren ergibt. Der aktuelle Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Bei der Anwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre in Höhe von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) zum 31. Dezember 2023 ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschieds- und damit ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 22. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.323 gliedern sich in Rückstellungen im Zusammenhang mit Personal (rd. 46 %) sowie Maschinengeschäft und übrige (u.a. Devisentermingeschäfte; rd. 54 %). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht vorhanden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und unbesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten:
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden wie folgt fällig:
Latente Steuern Zum Bilanzstichtag wurden aktive und passive latente Steuern auf temporäre Differenzen - im Wesentlichen auf Grund unterschiedlicher Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen sowie Drohverlustrückstellungen - gebildet. Auf einen Ansatz aktiver latenter Steuern auf einen verbleibenden Aktivüberhang wurde wie im Vorjahr gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Derivative Finanzinstrumente Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft Wechselkursschwankungen durch den Bezug von Waren im Ausland ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken bei einzelnen Warenbezügen durch den Abschluss von Termingeschäften zu begrenzen. Diese betreffen US-Dollar und japanische Yen. Vereinbarungen werden ausschließlich mit Kreditinstituten geschlossen und im Rahmen des Risikomanagementsystems überwacht. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Geschäfte:
Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ergibt sich aus der Summe der Verbindlichkeiten aus Einkaufskontrakten in Fremdwährung zum Stichtag. Der Marktwert dagegen errechnet sich aus der Bewertung dieser Kontrakte zu den Preisen des Bewertungsstichtages und gibt an, wie sich die Glattstellung der Derivatekontrakte auf das Ergebnis auswirken würde. Für die negativen Marktwerte wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 418 (Vorjahr: TEUR 498) gebildet. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Geschäfte sind im Folgejahr fällig. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse
5. SONSTIGE ANGABEN 5.1 Nachtragsbericht Mit Kaufverträgen aus Mitte Dezember 2023 wurden die restlichen 9,5 % der Anteile an der precisa CNC-Werkzeugmaschinen GmbH, Wien, durch die Hommel GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2024 erworben und die 100 % der Anteile mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2024 veräußert. Der Vollzug hat im Jahr 2024 stattgefunden. Aus dem Verkauf der 100 % der Anteile entsteht erwartungsgemäß ein Buchgewinn in einer Größenordnung von TEUR 875. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers inklusive Auslagen betrug in 2023 rd. TEUR 34 für Abschlussprüfungsleistungen. 5.2 Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen werden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Wesentliche Transaktionen zu marktunüblichen Bedingungen, über die gemäß § 285 Nr. 21 HGB zu berichten wäre, haben nicht stattgefunden. 5.3 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Hommel GmbH war im Berichtszeitraum Herr Gisbert Krause, Herten. 5.4 Angabe der gewährten Gesamtbezüge für (ehemalige) Mitglieder der Geschäftsführung Auf die Angaben zu den Gesamtbezügen des Geschäftsführers gemäß § 285 Abs. 9a HGB wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind TEUR 955 zurückgestellt. 5.5 Beschäftigtenzahl Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 96 (Vorjahr: 100). Davon entfallen alle auf Angestellte (keine gewerblichen Arbeitnehmer). Die Beschäftigtenzahlen für 2023 und 2022 umfassen die Arbeitnehmer der Hommel GmbH ohne Geschäftsführer, Auszubildende und sich im Erziehungsurlaub befindliche Arbeitnehmer.
Köln, den 15. März 2024 Hommel GmbH, Köln Gisbert Krause, Geschäftsführer 4. Angaben des Unterzeichners und des Datums der Feststellung
Köln, 15.03.2024 Gisbert Krause
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hommel GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hommel GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hommel GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des La-geberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Überein-stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresab-schlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be-schrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise aus-reichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jah-resabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 15. März 2024 BEITEN
Consulting & Assurance GmbH
Alexander Thees, Wirtschaftsprüfer ppa. Moritz Bocks, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss (Auszug) Die Wollschläger Verwaltungsgesellschaft mbH beschließt sodann Folgendes:
Meerbusch, 12.07.2024 gez. Wollschläger Verwaltungsgesellschaft mbH Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023INHALT: 1. GRUNDLAGE DER GESELLSCHAFT 1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen 1.2 Strategie 1.3 Unternehmenssteuerung 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung 2.3 Geschäftsergebnis 2.4 Beschaffung 2.5 Investitionen 2.6 Finanzierungsmaßnahmen 2.7 Personal- und Sozialbereich 3. FINANZLAGE 3.1 Kapitalstruktur 3.2 Rückstellungen 3.3 Verbindlichkeiten 3.4 Liquidität 3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren 4. NACHTRAGSBERICHT 5. RISIKO- UND CHANCENBERICHT 6. PROGNOSEBERICHT 1. GRUNDLAGE DER GESELLSCHAFT 1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen Organisation Die Hommel GmbH mit Sitz in Köln ist eine Vertriebs- und Servicegesellschaft für CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen. Zum Bilanzstichtag hält die Hommel GmbH Anteile an der Tochtergesellschaft precisa CNC-Werkzeugmaschinen GmbH, Wien (siehe dazu auch Nachtragsbericht im Anhang). Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterentwicklung sowie ein gesundes und nachhaltiges Wachstum sind erklärtes Unternehmensziel und Anspruch zugleich. Produkte und Absatzmärkte Die Hommel GmbH gehört in Deutschland und Österreich zu den führenden Anbietern von hochwertigen CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen, Automationslösungen, Servicedienstleistungen und Sonderlösungen im Bereich der Metallbearbeitung Mit einem ausgewählten Produktportfolio führender Hersteller und maßgeschneiderten Kundenlösungen beliefert die Hommel GmbH Kunden aus den führenden Hightech-Branchen in Deutschland und Österreich. Dazu zählen unter anderem der allgemeine Maschinenbau, die optische Industrie, Medizintechnik, Energietechnik, Windkraft, Automobilindustrie, Luftfahrt sowie deren Zulieferindustrien. Das Serviceangebot Mit einem umfangreichen Serviceangebot unterstützt die Hommel GmbH ihre Kunden bei allen Servicefragen rund um die Werkzeugmaschine. Der Hommel Service bietet ein breites Leistungsspektrum im Bereich technischer Service und sichert die Produktunterstützung über den gesamten Produktlebenszyklus. Zu den Service-Dienstleistungen zählen: Inbetriebnahmen, Wartung, Instandhaltung, Bereitstellung von Ersatzteilen, die Maschinenreparatur sowie die Planung und Durchführung von Maschinenumsetzungen oder ganzen Betriebsumzügen. Der Bereich Industrieservice bietet Instandhaltung, Reparatur und Umbau an portfoliofremden Maschinen an. Um eine optimale Bedienung der Maschinen sicherzustellen und Maschinenstillstände zu vermeiden, bietet die Hommel GmbH ihren Kunden ein umfangreiches Schulungsangebot zur Programmierung, Wartung- und Instandhaltung der Maschinen an. Ergänzend werden in den eigenen Werkstätten Maschinen gemäß Kundenwunsch konfiguriert und automatisiert. Industrie 4.0 bleibt dabei ein wichtiges Thema. Ebenfalls werden die in den eigenen Werkstätten überholten und modernisierten Gebrauchtmaschinen zum Kauf und zur Miete angeboten. Somit bietet die Hommel GmbH der Industrie und dem Handwerk ein innovatives, bedarfsgerechtes Leistungsangebot. 1.2 Strategie Die Hommel GmbH verfolgt in Deutschland und Österreich die Strategie, durch exklusive Vertriebspartnerschaften mit führenden Werkzeugmaschinenherstellern ein technologisch höchst anspruchsvolles, leistungsfähiges und modernes Produktportfolio nebst Service anzubieten. Mit hochmotivierten, langfristig im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern, einer starken Eigenkapitalbasis und einer guten Marktdurchdringung wird ein gesundes Wachstum bei auskömmlichen Erträgen angestrebt. 1.3 Unternehmenssteuerung Durch die Zentralisierung aller verbundenen Dienste in der Hommel GmbH ist gewährleistet, dass einheitliche und effiziente Organisationsprozesse etabliert sind. Zentrale Dienste:
Das Hommel-Managementteam, zusammengesetzt aus dem Geschäftsführer und den Prokuristen der Hommel GmbH, steuert die wesentlichen Prozesse im Unternehmen und trifft Entscheidungen im Sinne der Hommel GmbH. Ein wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der Planungsprozess, dabei werden durch den Managementkreis Zielgrößen für die Hommel GmbH festgelegt und die vorhandenen Ressourcen gezielt genutzt. Die Einhaltung der Geschäftsplanung wird monatlich durch das Controlling überwacht. Als Kriterien dienen in diesem Controlling Prozess zur Unternehmenssteuerung unter anderem der Umsatz und die Ergebnisgrößen operatives Ergebnis, Ergebnis vor Steuern sowie verschiedene Servicekennzahlen. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im Berichtszeitraum haben der Krieg in der Ukraine, die hohen Rohstoff-, Material- und Energiekosten, die hohe Inflation sowie steigenden Zinsen, die Gesamtwirtschaft und den europaweiten Markt für Werkzeugmaschinen negativ geprägt. Diese Effekte belasteten deutlich die Nachfrage nach Investitionsgütern. Die Weltwirtschaft und Industrie durchlaufen eine Schwächephase, die sich bis in das kommende Jahr 2024 hineinziehen wird. Die nachlassende Güternachfrage, sowie ein aktuell enttäuschendes China, belasten zusätzlich die Investitionsbereitschaft, was sich auch in einem deutlich zu spürenden Investitionsrückgang abzeichnete. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie: Im Jahr 2023 erhielt die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie Aufträge im Wert von rund 14 Milliarden Euro. Damit sind die Aufträge innerhalb der Branche verglichen mit dem Vorjahr um rund zehn Prozent zurückgegangen. Im vierten Quartal 2023 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent. Dabei fielen die Bestellungen aus dem Inland um 20 Prozent, die Auslandsorders nahmen um 15 Prozent ab In 2023 ging die Nachfrage insgesamt nominal um 11 Prozent zurück. Das Inland verlor 14 Prozent, das Ausland 9 Prozent. Real betrug der Nachfragerückgang für das Gesamtjahr 16 Prozent. In Deutschland und in Europa insgesamt bremsen hohe Zinsen und hohe Kosten die Investitionen. Lager, die von vielen Unternehmen zu Zeiten ausgeprägter Lieferengpässe aufgebaut wurden, schmelzen jetzt wieder ab, so dass Neubestellungen nicht erforderlich werden. Die Kapazitätsauslastung ist im Oktober 2023 wieder gefallen - und zwar von 90,5 Prozent im Juli auf 88,5 Prozent. Der Auftragseingang der Hommel GmbH im Bereich Werkzeugmaschinen verbesserte sich im ersten Quartal 2023 auf ein gutes Niveau. Nach einer spürbaren Flaute im zweiten Quartal 2023, zog der Auftragseingang im dritten Quartal 2023 wieder an, um im vierten Quartal wieder etwas abzuflauen. Investoren zeigten im ganzen Jahr ein gemischtes bis geringes Interesse für Neuinvestitionen. Die über das ganze Jahr spürbare, geringere Investitionsbereitschaft, sorgte für einen Auftragseingang in 2023, der deutlich unter den Erwartungen lag. Mit Ablauf des Jahres 2023 konnten wir dennoch feststellen, dass die Hommel GmbH, trotz aller aktuellen Krisen und den damit einhergehenden Herausforderungen, ihre Marktstellung und ihre Wettbewerbsposition weiter halten konnte. Auch zukünftig wird sich die Hommel GmbH durch innovative Produkte, einem breiten Serviceangebot und mit Lösungen für die Digitalisierung und den Sektor Industrie 4.0 strategisch so positionieren, dass Hommel für alle relevanten Industrien der richtige Ansprechpartner ist und bleibt. 2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von TEUR 27.257 erzielt. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Der Auftragseingang für Maschinen und Zubehör verteilte sich wie folgt: 1. Quartal 29,0 %, 2. Quartal 17,5 %, 3. Quartal 27,0 %, 4. Quartal 26,5 % des Gesamtjahreswertes. Die Ersatzteile und Serviceaktivitäten sind von diesen Schwankungen ungebrochen und verteilen sich über das Jahr gleichmäßig in Auftragseingang und Umsatz. Die für 2023 geplanten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 33,6 Mio. wurden trotz Steigerung des Umsatzes auf EUR 27,3 Mio. um ca. 19% verfehlt. Der Auftragsbestand beträgt per 31.12.2023 TEUR 4.376 und liegt damit unter dem Vorjahresniveau. 2.3 Geschäftsergebnis Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 27.257 betrugen Materialaufwand und bezogene Leistungen 55,4 % (TEUR 15.104), der Personalaufwand 27,7 % (TEUR 7.544), die Abschreibungen 2,1 % (TEUR 574) und die saldierten sonstigen Aufwendungen und Erträge 13,7 % (TEUR 3.725). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in erster Linie Erträge aus Kursunterschieden (TEUR 1.596), die allerdings die Verluste aus Kursunterschiede in Höhe von TEUR 1.921, in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, nicht ausgleichen konnten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt TEUR 310, das EBT beträgt TEUR 228. Nach Zinsen (TEUR 82), sonstigen Steuern (TEUR 66) und Ertragsteuern (TEUR 15) ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 148. Somit wurde das geplante Ergebnis für 2023 in Höhe von TEUR 898 (EBT) analog zum fehlenden Umsatz ebenfalls nicht erreicht. 2.4 Beschaffung Der Bezug der Waren erfolgt in erste Linie aus Japan und Taiwan. Im Jahr 2023 waren weiterhin nur moderate, dem Markt angepasste Preisänderungen zu verzeichnen. Die Warenbezüge aus dem Ausland in Fremdwährungen wurden im Wesentlichen durch Kurssicherungen abgesichert. Die negative Entwicklung des Yen im Verhältnis zum Euro hat grundsätzlich einen positiven Effekt im Beschaffungsbereich. Negativ wirkt sich der im Verhältnis zum Euro schwächere Yen jedoch auf die Fremdwährungsbankbestände aus. 2.5 Investitionen In 2023 erfolgten keine nennenswerten Investitionen, da die benötigten Ausgaben für Ersatzbeschaffung und Modernisierung in den Bereichen Software, Technische Anlagen, Maschinen, Fuhrpark, Betriebs- und Geschäftsausstattungen in 2022 durchgeführt wurden. Die Abschreibungen im Anlagevermögen betrugen TEUR 574, davon für Grundstücke und Bauten TEUR 206. Für das Geschäftsjahr 2024 sind außer den notwendigen Ersatzbeschaffungen weiterhin keine wesentlichen Investitionen geplant. 2.6 Finanzierungsmaßnahmen Da das Fuhrparkmanagement extern durchgeführt wird, werden permanent neue Fahrzeuge geleast. Im Jahr 2023 waren 47 Fahrzeuge, davon 9 Neuzugänge, unter Vertrag. Weitere Finanzierungsmaßnahmen sind auf Grund der soliden Banksituation nicht von Nöten. 2.7 Personal- und Sozialbereich Zum 31. Dezember 2023 betrug die Zahl der Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und sich im Erziehungsurlaub befindliche Arbeitnehmer) 96 Mitarbeiter gegenüber 100 Mitarbeitern zum Vorjahresstichtag. 3. FINANZLAGE 3.1 Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur ist mit einer Eigenkapitalquote von 65,7% (Vorjahr 60,4 %) sehr gut. Zum Bilanzstichtag weist die Hommel GmbH eine Bilanzsumme von TEUR 26.347 aus. Die Investitionen können aus den laufend zur Verfügung stehenden Finanzmitteln getätigt werden. 3.2 Rückstellungen Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.009 gliedern sich in Pensions- und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 2.686) und sonstige Rückstellungen (TEUR 1.322), unterteilt nach Personalbereich (rd. 46 %) sowie Maschinengeschäft und Übrige (rd. 54 %). Die Laufzeiten der Pensionsrückstellungen (TEUR 2.686), der Jubiläumsverpflichtungen und ähnlichen Rückstellungen (TEUR 140) sowie der Aufbewahrungsrückstellung (TEUR 80) sind länger als ein Jahr, alle anderen Rückstellungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. 3.3 Verbindlichkeiten Entsprechend der Handelsaktivitäten der Gesellschaft stellten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einen bedeutenden Fremdfinanzierungsposten dar. Der Marktsituation angepasst beträgt der Betrag TEUR 4.355. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Zahlungszielen bis zu 180 Tagen innerhalb eines Jahres fällig. Auslandsverbindlichkeiten in Fremdwährungen sind zum Großteil kursgesichert. 3.4 Liquidität Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist sehr gut und es sind keine Engpässe zu erwarten. Zum bestehenden Guthaben in Höhe von TEUR 12.328 verfügt die Gesellschaft über nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien von TEUR 3.000. 3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalrendite beträgt 0,9 % (Vorjahr: 11,1 %), die Gesamtkapitalrendite ((Ergebnis + Zinsaufwand)/Gesamtkapital) beträgt 1,2 % (Vorjahr: 7,4 %), die Umsatzrendite 0,5 % (Vorjahr: 8,7 %). Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist positiv. Der Cash Flow in Summe ist negativ (-TEUR 2.221), begründet durch eine Auszahlung an den Eigentümer in Höhe von EUR 2,5 Mio.. Das Working Capital beträgt TEUR 15.293 und berechnet sich wie folgt:
Ziel des Finanzmanagements ist es, stets für eine ausreichende Liquidität zu sorgen. Dies ist im Geschäftsjahr 2023 wieder ohne Einschränkungen gelungen. Das EBIT beträgt TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 2.580), das EBITDA zeigt TEUR 884 (Vorjahr: TEUR 3.100) auf. Das um außerordentliche Erträge und Aufwendungen bereinigte EBIT des Vorjahres betrug TEUR -665, das EBT TEUR -856. In 2023 sind keine wesentlichen außerordentlichen Erträge oder Aufwendungen angefallen. 4. NACHTRAGSBERICHT Für den Nachtragsbericht wird auf den Anhang verwiesen. 5. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Zur zielgerichteten Umsetzung der Unternehmensstrategien und der damit verbundenen Ertragschancen ist es für die Hommel GmbH von größter Wichtigkeit, potenzielle Risiken zu identifizieren sowie angemessen und rechtzeitig darauf zu reagieren. Hommel definiert Risiken als mögliche, künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Planabweichung führen oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. In der Hommel GmbH sind die Verantwortlichkeiten zur Identifizierung und Steuerung wesentlicher Risiken auf verschiedene Ebenen und Organisationseinheiten aufgeteilt. Mögliche Risiken werden vom Management durch verschiedene Controllerfunktionen in der Hommel GmbH überwacht. Das Risikomanagementsystem unterliegt einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und wird so laufend verbessert und weiterentwickelt. Mit angemessenen Tools werden kontinuierlich Vorausschauen erstellt, die die möglichen Risiken zeitnah und umfassend, wie im Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) gefordert, darstellen:
Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch das von der Gesellschaft eingerichtete und konsequent arbeitende Debitorenmanagement entgegengewirkt. Risiken im IT-Bereich begegnet Hommel mit laufenden Investitionen in modernste Technologie, sowohl im Soft- als auch im Hardwarebereich. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit sind ist die Gesellschaft Wechselkursschwankungen durch den Bezug von Waren im Ausland ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken bei einzelnen Warenbezügen durch den Abschluss von Termingeschäften zu begrenzen. Diese betreffen US-Dollar und japanische Yen. Vereinbarungen werden ausschließlich mit Kreditinstituten geschlossen und im Rahmen des Risikomanagementsystems überwacht. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Geschäfte:
Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ergibt sich aus der Summe der Verbindlichkeiten aus Einkaufskontrakten in Fremdwährung zum Stichtag. Der Marktwert dagegen errechnet sich aus der Bewertung dieser Kontrakte zu den Preisen des Bewertungsstichtages und gibt an, wie sich die Glattstellung der Derivatekontrakte auf das Ergebnis auswirken würde. Für die negativen Marktwerte wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 418 (Vorjahr: TEUR 498) gebildet. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Geschäfte sind im Wesentlichen im Folgejahr fällig. Ein grundsätzliches Risiko ist in der Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften zu sehen, die langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten sollen. Dabei könnte es gegebenenfalls zu zahlenmäßigen Personalengpässen kommen. Wesentliche Potenziale liegen vor allem im Bereich der digital vernetzten Produktion und den Lösungen für Industrie 4.0 sowie in der durchgängigen Automatisierung des gesamten Auftragsdurchlaufs und der Behebung von Prozessstörungen. Ein großes Zukunftsthema der Branche ist weiterhin die Elektromobilität. Wie jedoch die Auswirkungen auf die Werkzeugmaschinenindustrie aussehen werden, lässt sich weiterhin schwer einschätzen, da dies maßgeblich von der Entwicklung des Anteils von Elektrofahrzeugen sowie der Veränderung des Zerspanungsvolumens abhängt. Aus diesen Entwicklungen können sich sowohl Risiken als auch Chancen ergeben, die zukünftig genau analysiert werden müssen. Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben. 6. PROGNOSEBERICHT Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erwartet 2024 einen Rückgang in der Produktion von knapp 3 % auf nominal 14,8 Mrd. Euro. Das bisherige Rekordvolumen 2018/2019 von 17,0 Mrd. Euro wird auch nach fünf Jahren nominal nicht ausgeglichen werden können. Neben der Konjunkturentwicklung bereitet die 'Regulierungswut' der deutschen Regierung und der EU-Administration der Industrie große Sorgen. Es gelte nun Gesetze zu verabschieden, die Dinge vereinfachten und auch praktisch umsetzbar seien - statt vor allem rein ideologische Ziele zu verfolgen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für die Investitionsgüter- und die Werkzeugmaschinenindustrie ist im Februar auf 85,5 Punkte gestiegen, nach 85,2 Punkten im Januar. Dies war auf etwas weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage blieben aber unverändert. Hier gleichen sich positive und negative Antworten gegenwärtig nahezu aus. Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Der VDW beobachtet aktuell eine gespaltene Entwicklung: Wachstumssektoren wie Elektromobilität, Windkraft, Medizintechnik, Aerospace und Rüstung stützen vor allem das Projektgeschäft, während das Standardmaschinengeschäft schwächer läuft. Kleine und mittelständische Kunden, wie Job Shops, sind unsicher und halten sich bei den Investitionen zurück. Auch Maschinenkäufe seien aufgrund gestiegener Zinsen zudem schwieriger zu finanzieren. So rechnet der VDW erst für 2025 mit einer verbesserten Nachfragesituation und damit, dass dann auch die Produktion auf den Wachstumspfad zurückkehren wird. Auch die Weltwirtschaft verhilft nicht zu mehr Schwung. Die Wachstumsraten für Bruttoinlandsprodukt und Investitionen gehen im Vergleich zum Vorjahr weiter zurück. Hohe Zinsen, große geopolitische Unsicherheiten und Verwerfungen, kräftiger Lagerabbau und hohe Energiepreise in der Eurozone drücken auf die Nachfrage. Auf Grund umfangreicher Marktrecherchen und den uns vorliegenden Prognosen des VDW und anderen führenden Wirtschaftsverbänden sowie einer genauesten Analyse unserer Projekte, Potentiale und Marktchancen, haben wir für das Jahr 2024 folgende, vorsichtige Planung, aufgestellt. Planung für 2024:
Die tatsächlichen Verläufe der aktuellen Krisen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös abschätzbar. Die Absicherung der Lieferketten, regelmäßige Kostenkalkulationen, eine detaillierte Liquiditätsplanung dienen weiterhin als wichtigste Werkzeuge zur Risikominimierung. Die Hommel GmbH erwartet für 2024 ein weiteres herausforderndes Jahr, wird aber alle Chancen und Möglichkeiten nutzen, um die Planzahlen 2024 zu erreichen.
Köln, den 15. März 2024 Hommel GmbH, Köln Gisbert Krause, Geschäftsführer |
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