Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 2551
Eingetragen
17.8.2005
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Kfz-Teilen und Kfz- Zubehör, Handel mit Industriebedarf sowie Großhandel mit Spezialersatzteilen für Kommunalfahrzeuge sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten, Handel, Vertrieb und Vermietung von Nutzfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frederik Dux
seit 18.3.2024
Geschäftsführer
Martin Schulz
seit 4.2.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sonoria AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sonoria AG
Switzerland
41.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paul Wiegand GmbH

Eichenzell-Kerzell

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens


Die Paul Wiegand GmbH hat als markenunabhängiger Händler bei den Ersatzteilen für Ent­sorgungsfahrzeuge und Kehrmaschinen die Marktführerschaft in Europa gefestigt. Das Verkaufsprogramm insbesondere bei den Komponenten Hydraulik als auch für Beleuchtung und Kamera-Monitor-Systeme wurde erweitert, um neben dem Markt der Kommunalfahrzeuge auch weitere Branchen wie Bauwirtschaft, Verkehr und Industrie bedienen zu können. Die Exporte, vorwiegend in EU-Länder, aber auch Drittländer, haben einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz.
Die Firma Paul Wiegand GmbH stellt sich als Komplettanbieter dem Markt. Somit hat sie gegenüber den markengebundenen Marktbegleitern einen erheblichen Vorteil. Die Säulen des Erfolgs sind die fachkundige technische Beratung, die qualitätsgleichen Ersatzteile, kurze Lieferzeiten sowie ein günstigerer Preis gegenüber den Mitbewerbern.
Mit der Zweitmarke "Hydracraft" konnte das Geschäftsfeld der Hydraulikkomponenten im Jahr 2023 signifikant ausgebaut werden. Die Paul Wiegand GmbH ist Premium Partner namhafter Hydraulikkomponentenhersteller.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und GesamtwirtschaftTrotz der aktuell krisengeprägten wirtschaftlichen Situation in der Welt und der rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland haben sich die Geschäftsbereiche der Gesellschaft gut entwickelt. Was auch im Geschäftsjahr 2023 zu - vorwiegend nachhaltigen - Investitionstätigkeiten geführt hat. Eine Verbesserung des Geschäfts in Deutschland ist vor allem im Absatzbereich von Hydraulikkomponenten sowie Kamerasystemen begründet. Aufgrund der getätigten Neuinvestitionen der letzten Jahre seitens unserer Kunden und dem meist damit verbundenen Abschluss eines Full-Service Vertrages mit den OEM ist nicht davon auszugehen, dass die Umsätze im Bereich der Ersatzteile für Entsorgungsfahrzeuge in den nächsten Jahren steigen werden.
Die Elektromobilität und elektronische Antriebs- und Steuertechnologien werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung zunehmen. Innovative Lösungen der Hersteller werden zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden. Diese Entwicklung ist zu beobachten, um sich auf künftige Veränderungen unter anderem am Ersatzteilmarkt für Kommunalfahrzeuge einstellen zu können.
In Anbetracht des Fachkräftemangels wird davon ausgegangen, dass sich die Anzahl der qualifizierten Werkstätten weiter reduziert und sich der Trend zu den OEM-eigenen Werk­stätten hinbewegt.
Die Situation im Ausland zeigt eine andere Entwicklung. Hier steigen die Umsätze im Ersatzteilmarkt für Entsorgungsfahrzeuge und Kehrmaschinen, was auf eine vermutlich niedrigere Investitionstätigkeit schließen lässt.
Der Fachkräftemangel wird die Entwicklung in den kommenden Jahren stark beeinflussen. Die Beratungsintensität nimmt stetig zu und die Beschaffung von neuem Personal stellt sich zunehmend schwieriger dar.

2. Darstellung des GeschäftsverlaufsDer Umsatz konnte im Geschäftsjahr 2023 um 18 % gesteigert werden. Die Zuwächse konnten sowohl in dem Hauptgeschäftsbereich der Ersatzteile für Kommunalfahrzeuge, als auch durch das erweiterte Produktprogramm generiert werden. Neben der jungen Sparte der Hydraulik ist der Bereich der Kamerasysteme zu erwähnen, welche die prozentual höchsten Zuwächse verzeichneten. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Umsatzanteil der Hydraulikkomponenten ca. 14 %.
Der Exportanteil ist leicht rückläufig, mit 38,8 % ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %-Punkte gesunken. Dies ist hauptsächlich in dem stärkeren Umsatz in Deutschland begründet. Der Umsatz mit Drittländern verbleibt anteilsmäßig konstant bei 5,6 %. Ein, in absoluten Zahlen, besonders starkes Wachstum kann den Ländern Deutschland, Ungarn, Spanien und Polen zugeordnet werden. Bei den Drittländern entfallen die höchsten Zuwachsraten auf die Staaten Großbritannien und Island. Außerdem konnten, wie geplant, die Umsatzanteile in Industrie, Bau- und Landwirtschaft durch die Gewinnung neuer Kunden erhöht werden.
Durch die Zuwachsraten der letzten Jahre ist für uns erkennbar, dass die hohe Verfügbarkeit der angefragten Produkte sowie der technische Support wesentliche Faktoren in unserem Geschäft darstellen. Nach wie vor versuchen wir durch gezielte und konsequente Sortimentspolitik eine hohe Warenverfügbarkeit zu gewährleisten.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der belieferten Kunden um ca. 6 % gestiegen. Der Kundenzuwachs liegt mit einem Anteil von 2/3 vorwiegend im Geschäftsbereich der Hydraulikkomponenten. Im Kerngeschäftsbereich sind ca. 250 belieferte Neukunden hinzugekommen. Die Verteilung in der Kundenstruktur bei den C- und D-Kunden, bezogen auf Anzahl und Umsatz, ist relativ konstant. Die Kundenstruktur hat sich von C- und D-Kunden hin zu A- und B-Kunden bewegt. Die Anzahl der Sendungen ist erheblich gestiegen. Die damit verbundenen Kosten für Ausgangsfrachten und Verpackungen sind unter Berücksichtigung des gestiegenen Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.
Der Anteil der Importe am gesamten Einkaufvolumen beläuft sich auf ca. 33 % und ist überwiegend aus EU-Ländern.
Analog zur allgemeinen Arbeitsmarktsituation ist es auch für die Paul Wiegand GmbH wei­terhin sehr schwierig, die geeigneten Fachkräfte zu finden. Die regionale Fluktuation ist sehr gering und überregionale Bewerber sind trotz attraktiver Angebote selten bereit, ihren Lebensmittelpunkt in den osthessischen Raum zu verlegen. Der Zeitraum zwischen geplantem Personalbedarf und Einstellung geeigneter Bewerber beträgt Monate. Das Unternehmen konnte trotz dessen im Geschäftsjahr 2023 einige offene Stellen mit qualifiziertem Personal besetzen. Die Fortbildungsmaßnahmen laufen nach der Corona-Pandemie wieder langsam an, sind jedoch bei weitem noch nicht auf dem gewünschten Niveau und im geplanten Umfang durchführbar gewesen.

3. Darstellung der LageDie Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund der zuvor angeführten Gründe verbessert. Der EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.872 gestiegen.
Neben der bereits erörterten Umsatzsteigerung konnten jedoch die Preissteigerungen einiger Lieferanten, die höheren Verpackungs- und Versandkosten sowie diverse Zuschläge nicht an die Kunden in gleicher Höhe weitergegeben werden. Der Wareneinsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 20 % erhöht. Für den Großteil unserer Produkte verfügen wir mittlerweile über einen zuverlässigen Lieferantenstamm, der in Qualität und Preiswürdigkeit unseren Anforderungen entspricht. Allerdings mussten wir im Laufe des Geschäftsjahres feststellen, dass es bei manchen Zulieferern/ Produktgruppen auch weiterhin zu Kapazitätsengpässen kommt und wir daraus begründet auf kostenintensivere Ersatzlieferanten ausweichen mussten. Da wir aufgrund der weltweiten politischen- und wirtschaftlichen Lage auf absehbare Zeit mit keiner Verbesserung dieser Situation rechnen, haben wir weiterhin in unseren Lagerbestand investiert.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 8 % gestiegen. Neben einer Gehaltsanpassung wurde allen Mitarbeitern eine Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt. Entsprechend des gestiegenen Arbeitsaufkommens wurden in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Buchhaltung personelle Verstärkungen durchgeführt. Die Nachfolgeregelung der Geschäftsführung wurde vorbereitet.
Die, um die außergewöhnlichen Aufwendungen bereinigten, sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesenkt werden. Hauptsächlich ist diese Kostensenkung auf den Messeauftritt der IFAT im Geschäftsjahr 2022 in München zurückzuführen. Die Investitionen in PV-Anlagen haben bereits zu sinkenden Stromkosten geführt. Demgegenüber stehen jedoch auch Kostensteigerungen. Erwähnenswerte Verteuerungen sind in den Bereichen der Versandkosten und Verpackungsmaterialien, Instandhaltung betrieblicher Räume, Werbekosten sowie dem Kfz-Leasing zu verzeichnen. Aufgrund der durchgeführten Investitionen in das Anlagevermögen sind die Abschreibungen gestiegen.
Durch die weiterhin positive Entwicklung unserer Tochtergesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 wiederholt ein Beteiligungsertrag in Höhe von TEUR 225 aus dem Ergebnis der Vorjahre vereinnahmt werden.

Die Finanzlage stellt sich folgendermaßen dar:
Die Eigenkapitalquote erhöht sich auf 81,4 %.
Der Finanzmittelfonds hat sich um TEUR 773 erhöht.


TEUR
Finanzmittelfonds am 1.1.2023
139
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
4.245
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-438
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-3.034
Finanzmittelfonds am 31.12.2023
    912


Die langfristigen Bankverbindlichkeiten konnten, wie geplant, zurückgeführt werden und haben sich um TEUR 256 verringert. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 641 konnten ausgeglichen werden. Das ist unter anderem in der verringerten Aufstockung der Lagerkapazität sowie dem guten Geschäftsjahr begründet.
Die Lieferantenverbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 250 gestiegen.
Die Leasingzahlungsverpflichtungen sind im Anhang dargestellt.

Die Veränderungen der Vermögenslage stellen sich folgendermaßen dar:
Die Zunahme der immateriellen Vermögensgegenstände sind hauptsächlich durch die Investitionen in einen neuen Webshop begründet. Die Zunahme der Sachanlagen sind vorwiegend nachhaltige Investitionen in Photovoltaik-Anlagen sowie Wallboxen für unsere E-Fahrzeugflotte.
Die spanische Tochtergesellschaft - Paul Wiegand Piezas de recambio, S.L. - hat den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhen können. Es wurde ein Ergebnis in Höhe von TEUR 347 erzielt.
Der Aufbau des Vorratsvermögens ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 80 % gesunken. Nichtsdestotrotz wurden TEUR 460 in den Lagerbestand investiert. Dies dient der Prävention der bestehenden Engpässe in der Beschaffung sowie der teilweise sehr langen Lieferzeiten. Aufgrund der guten Sortimentspolitik konnten wir weiterhin unseren Kunden die gewohnte Lieferfähigkeit bieten. Hauptsächlich wurde das Sortiment im Bereich der Hydraulikkomponenten erweitert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen um TEUR 175 erhöht. Das Risiko von Forderungsausfällen stufen wir weiterhin als gering ein.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 291, vorwiegend aufgrund des geplanten Aufbaus des Mieterdarlehens, erhöht.
Als finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Steuerung des Unternehmens werden im Wesentlichen das Rohergebnis und das EBIT herangezogen.
Das Rohergebnis verzeichnet einen Anstieg um TEUR 2.334 bzw. 16,7 % auf TEUR 16.295. Das EBIT konnte um TEUR 1.872 bzw. 33,9 % auf TEUR 7.392 gesteigert werden. Zu Einzelheiten hinsichtlich der Entwicklung der Kennzahlen wird auf die obigen Ausführungen zur Ertragslage verwiesen.
Angesichts der realisierten Steigerung des Rohergebnisses und des EBIT ist der Geschäftsverlauf aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt als günstig einzustufen und übertrifft unsere im Vorjahr getroffenen Erwartungen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird insgesamt als gut beurteilt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht


Die sich auflösende Lieferverzögerung und der daraus resultierende steigende Anteil an Neufahrzeugen auf dem Markt wird unser Ersatzteilgeschäft bei den Müllfahrzeugen noch die nächsten Jahre beeinflussen. Danach rechnen wir wieder mit einer Belebung des Geschäftsbereiches. Für das Jahr 2024 erwarten wir in unserem Kernsegment insgesamt eine moderate Umsatzsteigerung. Unsere Hydrauliksparte "Hydracraft" wird auch im nächsten Jahr weiter ausgebaut, jedoch erwarten wir aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation einen stagnierenden, geringfügig rückgängigen Umsatzanteil. Im Bereich der Reparaturen und Instandsetzung von Hydraulikkomponenten rechnen wir mit einem Zuwachs. Hierbei bedienen wir Kunden sowohl in der klassischen Industriesparte als auch im mobilen Sektor, wie Bau-, Forst- und Landwirtschaft.
Die Konsequenzen, die aus der krisengeprägten wirtschaftlichen Lage resultieren könnten, haben wir analysiert. Auf Grund von Werksschließungen bei unseren in- und ausländischen Lieferanten, einer stetig schwieriger werdenden Materialsituation am Weltmarkt und allgemein verlangsamten Logistikprozessen können zeitweise Verzögerungen bei der Belieferung unserer Gesellschaft mit neuer Ware nicht ausgeschlossen werden. Teilweise muss auf höherpreisige Bezugsquellen zurückgegriffen werden. Aufgrund unseres ausreichend bemessenen Lagerbestands gehen wir davon aus, unseren Kunden weiterhin die gewohnte Lieferfähigkeit bieten zu können. Wir sind daher zu dem Schluss gekommen, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine schwerwiegenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für unser Unternehmen zu erwarten sind. Aufgrund des Russland-Ukraine-Konfliktes werden wir weiterhin die Lieferungen an Russland sowie den Anrainerstaaten aussetzen.
Das Wachstum im Kommunalsektor wird primär durch den weiteren Ausbau der Auslands­märkte zustande kommen und den Exportanteil ansteigen lassen.
Die Personalkosten werden sich weiter erhöhen, da wir einerseits dem Wachstum personell gerecht werden müssen und andererseits auch weiterhin beim Service und der individuellen Kundenberatung unsere Stärken sehen und hier den entsprechenden Personalbedarf decken müssen. Darüber hinaus sind die Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel noch zu keinem Abschluss gekommen. Es gestaltet sich weiterhin schwierig neue adäquate Mitarbeiter zu finden.
Die geplanten Investitionen betreffen die Erweiterung der eingesetzten Software sowie die Neuaufstellung unseres Webshops.
Die Ziele unserer Geschäftspolitik sind darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern und durch weiteres Wachstum den Unternehmenswert sukzessive zu steigern. Die Werkzeuge des Risikomanagementsystems bestehen aus den monatlichen Plan-Ist-Vergleichen im Rahmen einer kurzfristigen Erfolgsrechnung, einer Rohertragsstatistik auf Artikelgruppen- und Artikelebene, sowie einer wöchentlichen Forderungsanalyse.
Durch die breite Streuung unserer Kundenstruktur sehen wir am Absatzmarkt keine größeren Absatz- und Forderungsausfallrisiken. Der Beschaffungsbereich ist durch die geschilderten Sachverhalte ein wesentlicher Risikofaktor geworden, welcher durch strategische Maßnahmen minimiert wird.
Insgesamt halten wir die bestehenden Risiken für beherrschbar. Die Geschäftschancen werden wir nutzen. Risiken, die einzeln oder gemeinsam bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen, sind gegenwärtig nicht ersichtlich.

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.312.716,92 3.983.165,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 245.345,45 118.554,00
II. Sachanlagen 4.052.475,94 3.849.715,73
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.747.925,09 2.828.179,09
2. technische Anlagen und Maschinen 641.847,00 215.125,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 662.703,85 652.002,99
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 154.408,65
III. Finanzanlagen 14.895,53 14.895,53
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.895,53 14.895,53
B. Umlaufvermögen 15.989.158,56 14.289.282,96
I. Vorräte 12.102.435,05 11.642.330,16
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.860,26 33.258,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.974.871,21 2.508.031,99
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 221.250,14 155.336,13
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.753.621,07 2.352.695,86
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.274.207,07 1.004.169,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 911.852,30 138.920,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 274.330,09 128.548,77
Aktiva 20.576.205,57 18.400.996,99

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.755.308,90 14.203.225,73
I. Gezeichnetes Kapital 41.000,00 41.000,00
II. Bilanzgewinn 16.714.308,90 14.162.225,73
davon Gewinnvortrag 11.412.225,73 10.216.632,54
B. Rückstellungen 1.090.252,20 918.278,10
C. Verbindlichkeiten 2.687.165,30 3.279.493,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.195.015,26 2.092.510,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 256.074,84 897.495,37
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 938.940,42 1.195.015,26
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.492.150,04 1.186.982,53
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.492.150,04 1.186.982,53
D. Rechnungsabgrenzungsposten 43.479,17  
Passiva 20.576.205,57 18.400.996,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.418.112,02 14.062.530,69
2. Personalaufwand 5.356.309,40 4.908.046,53
a) Löhne und Gehälter 4.375.057,62 4.034.128,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 981.251,78 873.918,00
davon für Altersversorgung 82.192,82 83.327,10
3. Abschreibungen 333.603,69 292.580,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 333.603,69 292.580,44
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.555.481,56 3.554.101,00
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 106,29 1.048,86
5. Erträge aus Beteiligungen 225.000,00 225.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.981,10 2.881,75
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31.423,51 59.036,96
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 3.292,40 26.482,72
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.061.072,86 1.517.857,21
9. Ergebnis nach Steuern 5.308.202,10 3.958.790,30
10. sonstige Steuern 6.118,93 13.197,11
11. Jahresüberschuss 5.302.083,17 3.945.593,19
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.412.225,73 10.216.632,54
13. Bilanzgewinn 16.714.308,90 14.162.225,73

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Firma der Gesellschaft lautet Paul Wiegand GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Fulda unter HR B 2551 eingetragen.
Sitz der Gesellschaft ist Eichenzell-Kerzell. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren) abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt, und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear (bei unbeweglichem Anlagevermögen bis zu 33 Jahren und bei beweglichem Anlagevermögen bis zu 21 Jahren) vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden mit dem Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel wurden zu Nennwerten bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen wurden in die Bewertung einbezogen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zuwendungen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden nach § 256a HGB grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:


31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
Verkaufsbezogene Rückstellungen
149.258,00
126.318,00
Personalbezogene Rückstellungen
290.919,17
316.221,83
andere Rückstellungen
  97.160,37
100.707,02

537.337,54
543.246,85


Verbindlichkeitenspiegel:


Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit über 5 Jahre
Gesamt betrag
davon gesichert

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten1)
  256.074,84
938.940,42
-
1.195.015,26
1.195.015,26
Verbindlichkeiten aus LL
1.251.329,11
-
-
1.251.329,11
-
sonstige Verbindlichkeiten
222.805,02
18.015,91
-
240.820,93
-

1.730.208,97
956.956,33
-
2.687.165,30
1.195.015,26


1) Gesichert durch Forderungsabtretung und Sicherungsübereignung.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Latente Steuern
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:


31.12.2022
Zu‑/Abgang
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
aktive latente Steuern aus sonstigen Vermögensgegenständen
96.753,15

1.017,39

97.770,54
passive latente Steuern aus Vorratsvermögen
-29.602,00

1.336,11

-28.265,89
Summe der latenten Steuern
67.151,15
2.353,60
69.504,65


Das Aktivierungswahlrecht wird, analog zum Vorjahr, nicht in Anspruch genommen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:


31.12.2023

EUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet ‑ und Leasingverträgen
2.904.536



Zweck außerbilanzielle Geschäfte
Die Sale-and-lease-back-Gestaltung dient der Beschaffung liquider Mittel zur Tilgung der Verbindlichkeiten aus der Anschaffung der Immobilie.

Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen außerbilanzieller Geschäfte
Die Zahlungsverpflichtungen aus der Sale-and-lease-back-Gestaltung der Immobilie belaufen sich auf TEUR 2.152. Im Gegenzug sind liquide Mittel in Höhe der Anschaffungskosten der Immobilie zugeflossen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Rohergebnis
Das Rohergebnis konnte um 16,7 % gesteigert werden. Es wird weiterhin an der Entscheidung festgehalten, infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine, keine Geschäftstätigkeiten mit der russischen Föderation sowie den Anrainerstaaten zu führen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem TEUR 10 Investitionszuschüsse sowie TEUR 10 periodenfremde Erträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.048,86). Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Mitarbeiter-Catering für Mittagessen eingerichtet, was mit TEUR 40 bezuschusst wurde.

Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:


2023
2022
Arbeiter
24
23
Angestellte
46
47
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt
70
70
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
64
61
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter
6
9



Vorgänge von besonderer Bedeutung
Die Paul Wiegand GmbH ist stetig bemüht sich nachhaltig zu entwickeln sowie den CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen wurde der Fuhrpark des Unternehmens um elf Elektrofahrzeuge erweitert. Darüber hinaus wurde das Betriebsgelände für die Bestandsfahrzeuge sowie für Besucher mit 32 Ladepunkten ausgestattet. Vorwiegend werden diese betrieben mit den beiden im Jahr 2023 ans Netz genommenen Photovoltaik Anlagen mit einer Gesamtleistung von 324 kWp.

Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Ottmar Rauch  ausgeübter Beruf: Geschäftsführer (bis 18.03.2024)
Martin Schulz  ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Frederik Dux  ausgeübter Beruf:  Geschäftsführer (ab 18.03.2024)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
Aufstellung des Anteilsbesitzes der Paul Wiegand GmbH zum 31.12.2023




Beteiligungsanteil




Gezeichnetes
Kapital
gem. § 16 AktG

Eiqenkapital
Ergebnis



unmittelbar
mittelbar
des letzten
des letzten





Geschäftsjahres
Geschäftsjahres

Währung
nominal
%
%
TEUR
TEUR
Verbundene Unternehmen






Ausland






Paul Wiegand Piezas






de recambio, S.L.,






Granollers/Spanien
EUR
14.896
100,0
0,00
813
348



Ergebnisverwendungsvorschlag
Ausgehend von einem Jahresüberschuss von EUR 5.302.083,17 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 11.412.225,73 ein Bilanzgewinn von EUR 16.714.308,90. Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:


31.12.2023

EUR
Vortrag auf neue Rechnung
16.714.308,90
Bilanzgewinn
16.714.308,90



Paul Wiegand GmbH

 

Eichenzell-Kerzell, 31.05.2024

(gez. Martin Schulz) (gez. Frederik Dux), Anlagenspiegel 2023


AHK






01.01.2023 EUR
Zugänge EUR
Abgänge EUR
Umbuchungen EUR
31.12.2023 EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
786.762,24
6.749,07
0,00
0,00
793.511,31

2. geleistete Anzahlungen
0,00
199.289,45
0,00
0,00
199.289,45


786.762,24
206.038,52
0,00
0,00
992.800,76

II. Sachanlagen






1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.065.222,37
0,00
0,00
0,00
3.065.222,37

2. technische Anlagen und Maschinen
224.820,23
307.021,98
0,00
151.386,99
683.229,20

3.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.000.374,43
150.094,85
-671,43
3.021,66
2.152.819,51

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
154.408,65
0,00
0,00
-154.408,65
0,00


5.444.825,68
457.116,83
-671,43
0,00
5.901.271,08

III. Finanzanlagen






1. Anteile an verbundenen Unternehmen
14.895,53
0,00
0,00
0,00
14.895,53


6.246.483,45
663.155,35
-671,43
0,00
6.908.967,37


k. AfA



Buchwerte

01.01.2023 EUR
Zugänge EUR
Abgänge EUR
31.12.2023 EUR
31.12.2023 EUR
31.12.2022 EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
668.208,24
79.247,07
0,00
747.455,31
46.056,00
118.554,00
2. geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
199.289,45
0,00

668.208,24
79.247,07
0,00
747.455,31
245.345,45
118.554,00
II. Sachanlagen






1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
237.043,28
80.254,00
0,00
317.297,28
2.747.925,09
2.828.179,09
2. technische Anlagen und Maschinen
9.695,23
31.686,97
0,00
41.382,20
641.847,00
215.125,00
3.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.348.371,44
142.415,65
-671,43
1.490.115,66
662.703,85
652.002,99
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
154.408,65

1.595.109,95
254.356,62
-671,43
1.848.795,14
4.052.475,94
3.849.715,73
III. Finanzanlagen






1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
14.895,53
14.895,53

2.263.318,19
333.603,69
-671,43
2.596.250,45
4.312.716,92
3.983.165,26

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Paul Wiegand GmbH, Eichenzell-Kerzell,
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der Paul Wiegand GmbH, Eichenzell-Kerzell, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Paul Wiegand GmbH, Eichenzell-Kerzell, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteile ich die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hüttenheim, den 31. Mai 2024

gez. Rudolf Rauh, Wirtschaftsprüfer

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