Grenzebach Automation GmbHLiquidiert

86663 Asbach-Bäumenheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 20472
Vorher
Grenzebach Onero GmbH
Eingetragen
29.4.2003
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Engineering, Herstellung, Montage und Inbetriebnahme, Vertrieb und Handel von Handlingsystemen für Gepäck und Fracht sowie Warenverteilung und Erbringung von zugehörigen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grenzebach GmbH & Co. KG

Asbach-Bäumenheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

GRENZEBACH GMBH & CO. KG, ASBACH-BÄUMENHEIM

A. Grundlagen des Konzerns

1. Die Grenzebach-Gruppe

Die Grenzebach-Gruppe ist ein Spezialist für die Automatisierung industrieller Prozesse. Die Unternehmensgruppe entwickelt für die globalen Märkte der Glas- und Baustoffindustrie sowie der Intralogistik Automatisierungslösungen von der Planung bis zur Fertigung und Inbetriebnahme.

Im Geschäftsbereich Glas verfügt Grenzebach über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Automatisierung von Fertigungsprozessen zur Herstellung und Veredelung von Flachglas. Das Angebot deckt einen wesentlichen Teil der gesamten Wertschöpfungskette einer Flachglasanlage ab. Vom Zinnbad über den Kühlkanal bis zum Kalten Ende, von der Formgebung bis zum Transport des Endprodukts ins Lager.

Für die Baustoffindustrie entwickelt Grenzebach ressourceneffiziente thermodynamische Produktionsverfahren und erweitert diese bis hin zu schlüsselfertigen Fabriken. Zur Verarbeitung von Gips, Holz und Dämmstoffen bietet Grenzebach Lösungen von der Konzeptplanung für den Markteintritt über Bauplanungen bis hin zur Inbetriebnahme und Überwachung der Produktionsanlagen an. Verfahrenstechnische Apparate und technisch anspruchsvolle Sonderlösungen für die Prozesstechnik ergänzen das Portfolio.

Mit intelligenten Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) schließt Grenzebach Automatisierungslücken in der Produktions- und Lagerlogistik. Das Unternehmen verbindet diese FTS mit klassischer Fördertechnik und moderner Robotik.

Bei der Prozessentwicklung und der Industrialisierung des Rührreibschweißverfahrens, mit dessen Hilfe unterschiedliche Materialien ohne Schweißzusatz mediendicht verfugt werden können, bringt Grenzebach langjährige Erfahrung mit.

Darüber hinaus verfügt Grenzebach über Kernkompetenzen bei der Fertigung von Gussteilen für High-Tech-Anwendungen sowie im Bereich der Automatisierung und Vernetzung von additiven Fertigungsverfahren.

Mit der Entwicklung und dem Aufbau der eigenen IIoT-Plattform SERICY sowie eigenständiger Apps in diesem Umfeld leistet Grenzebach einen wertvollen Beitrag zur Digitalisierung im Mittelstand.

2. Beteiligungen

Während des Berichtszeitraums 2020 ist die Grenzebach Machinery Taiwan Ltd. mit Sitz in Taichung, Taiwan, eine Tochtergesellschaft der Grenzebach International GmbH mit Sitz in Asbach-Bäumenheim, Deutschland, stillgelegt und liquidiert worden.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde die Tochtergesellschaft der Grenzebach Maschinenbau GmbH, die CNUD EFCO OPERATIONS SRL, Rumänien - Iasi, erstkonsolidiert. Aus der Kapitalkonsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 3,2 Mio. EUR mit Eigenkapitalcharakter.

3. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2020 wurde in der Unternehmensgruppe zum weiteren Ausbau der Marktposition und zur Stärkung des technologischen Know-hows die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Systeme in den Geschäfts- und Produktfeldern Glas, Baustoffe, Intralogistik, Rührreibschweißen und Additive Fertigung vorangetrieben. Mit dem Fokus auf "Künstliche Intelligenz" und "Machine Learning" erfolgte darüber hinaus die Fortsetzung der Digitalisierungsoffensive.

Die Weiterentwicklung von SERICY wurde in der Berichtsperiode kontinuierlich vorangetrieben, jedoch mit einer stärkeren Konzentration auf die Bedürfnisse der bestehenden Kerngeschäftsbereiche und deren Märkte. Insbesondere im Geschäftsbereich Glas war dieser Strategiewechsel erforderlich, um den zukünftigen hohen Integrations- und Automatisierungsanforderungen im sogenannten "End-to-End"-Systemgeschäft nachkommen zu können.

Ein Hauptaugenmerk bei den Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Floatglas-Anlagen lag auf der Weiterentwicklung des neuartigen TASS-Staplers, einem 3-Achs-Schnellstapler für Glasscheiben mit Zuführlinie.

Bei den verfahrenstechnischen Anlagen stand das Thema "Recycling" im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. In Kooperation mit verschiedenen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen wurde an Konzepten und Technologien für die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm sowie für die Wiederaufbereitung von Asphalt gearbeitet.

Zu den wichtigsten Meilensteinen im Bereich der Intralogistik gehörte die erfolgreiche Erweiterung und Harmonisierung eines zentralen Flottenmanagementsystems für Fahrerlose Transportsysteme, welches die Kompatibilität mit allen Fahrzeugtypen aus dem Hause Grenzebach gewährleistet. In Kombination mit diversen neuen Inbetriebnahme- und Unterstützungs-Features lässt sich der zukünftige Implementierungsaufwand und Ressourcenbedarf bei Neuinstallationen von FTS-Lösungen deutlich reduzieren. Darüber hinaus wurde die Entwicklung eines omnidirektionalen Antriebskonzeptes vorangetrieben, das zukünftigen Fahrzeuggenerationen einen noch höheren Bewegungsradius einräumt.

Die Automatisierung sowie das sichere Materialhandling rund um die Additive Fertigung, auch als "3D-Druck" bekannt, konnte zusammen mit einem bedeutenden Partnerunternehmen vorangetrieben werden. Mit dem Entstehen von sogenannten 3D-Drucker-Farmen wird das automatisierte Befüllen und Beschicken von Druckern, das Entnehmen der fertiggestellten Druckaufträge, aber auch das Pulverrecycling zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Mit der Entwicklung einer neuartigen "einteiligen" Schweißkopfvariante (Monolyth) im Bereich des Rührreibschweißens wurde das Produktportfolio verfeinert. Diese Lösung besticht durch höhere Taktzeiten, niedrigere Rüstkosten und einer hohen Bahntreue im Vergleich zu bisherigen Lösungen. Damit kann der Produktionsausstoß bei gleichbleibend guter Schweißqualität gesteigert werden.

Die nicht auftragsbezogenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen im Geschäftsjahr 2020 in Summe 8,5 Mio. EUR (Vj. 6,5 Mio. EUR). Die Forschungs- und Entwicklungsquote, d.h. die F&E-Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, lag in der Gruppe bei 3,8 v.H. und damit leicht über dem Vorjahresniveau (2,1 v.H.). Darüber hinaus sind im Rahmen von Kundenaufträgen weitere Entwicklungsprojekte durchgeführt worden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Zuge der Covid-19-Pandemie stürzte die Weltwirtschaft im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 in eine tiefe Rezession, von der sowohl die Industrie- als auch die Schwellenländer betroffen waren. Aufgrund großflächiger "Shutdowns" und "Lockdowns" brach in den vom Corona-Virus heimgesuchten Ländern nicht nur die lokale Produktion zusammen. Vielmehr kam es aufgrund der engen Vernetzung der Weltwirtschaft zum Ausfall von wichtigen Lieferketten, so dass sich kaum eine Region der Welt dieser Krise entziehen konnte. Vor diesem Hintergrund schlug sich der Welthandel besser als erwartet. Zwar sind die Einbrüche real betrachtet massiv, sie fallen aber deutlich geringer aus als im Vergleich zur Finanzkrise. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung für das Jahr 2020 auf preisbereinigt 3,5 v.H. ein.

Auch die US-amerikanische Volkswirtschaft konnte sich den Auswirkungen der Pandemie nicht entziehen. Im Zuge des starken BIP-Rückgangs im ersten Halbjahr 2020 kam es zu einem vehementen Anstieg der Arbeitslosenquote mit einem Höchstwert von zwischenzeitlich 14,7 v.H. Zahlreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen wurden verabschiedet, um dem wirtschaftlichen Einbruch entgegenzuwirken. Mit einem BIP von -3,4 v.H. fiel der Absturz der Wirtschaft in den USA im Vergleich zu vielen anderen Industrienationen aber noch moderat aus.

Die VR China, die als erste Volkswirtschaft unter den Auswirkungen des Covid-Virus zu leiden hatte, konnte nach einem starken Abschwung der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2020 rasch auf den Wachstumspfad zurückfinden. Ausschlaggebend dafür waren ein umfangreiches Maßnahmenbündel zur Eindämmung des Virus sowie ein breit angelegtes und staatlich generiertes Investitionsprogramm. Im Vergleich zu allen westlichen Industriestaaten erreichte China immerhin noch einen Zuwachs beim BIP von 2,3 v.H.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen hatten insbesondere in den ersten Monaten des Jahres auch die Eurozone fest im Griff, mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Ökonomien der Mitgliedstaaten. Das Wirtschaftsleben kam in einzelnen Branchen zeitweise nahezu vollständig zum Erliegen. Der Rückgang des BIP fiel in den einzelnen Ländern recht heterogen aus. Entscheidend dafür waren das unterschiedlich starke Infektionsgeschehen, die Bedeutung der von der Krise besonders heftig betroffenen Wirtschaftsbereiche für die jeweilige Volkswirtschaft sowie die Einbindung der jeweiligen Volkswirtschaft in die globalen Wertschöpfungsketten. Erst mit dem Rückgang der Infektionszahlen und den schrittweisen Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen zur Mitte des Jahres 2020 setzte sich eine zeitweilige wirtschaftliche Erholung ein. Diese konnte aber nur bedingt die desaströse konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone (BIP -7,2 v.H.) abfedern.

Die deutsche Wirtschaft verbuchte nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresverlauf ein preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt von -4,9 v.H. und geriet damit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase ebenfalls in eine tiefe Rezession. Anders jedoch als während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen insbesondere die privaten Konsumausgaben im Geschäftsjahr 2020 im Vorjahresvergleich mit 6,1 v.H. so stark zurück wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten demgegenüber mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,3 v.H. stabilisierend.

Auch der Deutsche Maschinen- und Anlagenbau litt unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes fiel die Maschinenproduktion in Deutschland preisbereinigt um -12,0 v.H., während der preisbereinigte Umsatz auf ein Volumen von 204 Mrd. Euro (-12,0 v.H.) zurückging. Insgesamt wurden Maschinen und Anlagen im Wert von fast 160 Mrd. Euro (Vj. 182 Mrd. Euro) exportiert, was einen Rückgang von -12,7 v.H. bedeutet. Beim Auftragseingang mussten die Unternehmen Einbußen von 11 v.H. hinnehmen.

2. Geschäftsverlauf der Grenzebach-Gruppe

a) Umsatzentwicklung

Die Grenzebach-Gruppe konnte 2020 einen konsolidierten Umsatz von insgesamt 222,4 Mio. EUR verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein Umsatz von 310,9 Mio. EUR erwirtschaftet wurde, bedeutet dies einen Rückgang von 28,5 v.H. Die Ursache hierfür lag vor allem in den Covid-19-bedingten weltweiten Reisebeschränkungen, die es Mitarbeitern von Grenzebach nicht erlaubte, die Montage und Inbetriebnahme von Anlagen vorzunehmen. Geplante Endfakturierungen mussten dadurch verschoben werden. Die konsolidierte Betriebsleistung (Summe der ersten beiden Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) lag bei 255,5 Mio. EUR (Vj. 307,8 Mio. EUR).

Der Umsatz nach Geschäftsbereichen gliedert sich wie folgt auf:

Business Unit Umsatz 2019
(in Mio. EUR)
Umsatz 2020
(in Mio. EUR)
Anteil 2020
(in v.H.)
Glas-Technologie 157,1 86,3 38,8
Baustoff-Technologie 42,3 47,1 21,2
Intralogistik 4,7 7,2 3,2
Service 35,3 30,2 13,6
Sonstige 71,5 51,6 23,2
Summe 310,9 222,4 100,0

In der Business Unit "Sonstige" sind die Bereiche "Business Development & Innovations" und "Gussfertigung" enthalten.

b) Auftragseingang

Im abgelaufenen Berichtszeitraum erzielte die Grenzebach-Gruppe einen konsolidierten Auftragseingang über alle Geschäftsbereiche von 203,9 Mio. EUR (Vj. 268,1 Mio. EUR). Verglichen mit dem Vorjahr hat sich der Wert um 24,0 v.H. reduziert.

Der Auftragseingang nach Geschäftsbereichen gliedert sich wie folgt auf:

Business Unit AE
(in Mio. EUR)
Anteil
(in v.H.)
Glas-Technologie 90,0 44,1
Baustoff-Technologie 19,5 9,6
Intralogistik 6,7 3,3
Service 32,7 16,0
Sonstige 55,0 27,0
Summe 203,9 100,0

c) Auftragsbestand

Die Grenzebach-Gruppe weist zum 31. Dezember 2020 einen konsolidierten Auftragsbestand von 248,0 Mio. EUR (Vj. 263,0 Mio. EUR) aus.

d) Beschaffung

Die Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2020, d.h. der Anteil des Materialaufwands für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen (129,7 Mio. EUR) an der Betriebsleistung (255,5 Mio. EUR), betrug 50,8 v.H. Diese Quote hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (50,5 v.H.) nur marginal erhöht.

e) Investitionen

Das Volumen der im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögensgegenstände beträgt 10,4 Mio. EUR (Vj. 11,0 Mio. EUR).

davon im Inland: 8,8 Mio. EUR

davon im Ausland: 1,6 Mio. EUR

Zu den Investitionsschwerpunkten gehörten vor allem die Weiterentwicklung der Digitalisierungsplattform SERICY, der weitere Ausbau der IT-Infrastruktur mit dem Projekt "OneERP" sowie Ersatzbeschaffungen an den Fertigungsstandorten.

f) Personal- und Sozialbereich

Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren in der Grenzebach-Gruppe 1.437 (Vj. 1.236) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Davon entfielen auf die operativen Gesellschaften

im Inland: 837 Mitarbeiter (Vj. 825 Mitarbeiter)

im Ausland: 600 Mitarbeiter (Vj. 411 Mitarbeiter)

Die überproportionale Zunahme der Mitarbeiterzahl bei den Gesellschaften im Ausland resultierte im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der CNUD EFCO OPERATIONS SRL.

3. Lage der Grenzebach-Gruppe

a) Ertragslage

Der Rückgang der Umsatzerlöse bedingte im Geschäftsjahr 2020 auch ein Absinken der konsolidierten Gesamtleistung um 17 v.H. auf 279,1 Mio. EUR (Vj. 336,1 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im gleichen Zeitraum um 4,8 Mio. EUR auf 20,1 Mio. EUR (Vj. 24,9 Mio. EUR) ab. Das Ergebnis vor Zins und Steuern (EBIT) lag mit 9,8 Mio. EUR um 20,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 30,2 Mio. EUR. Zwar konnte die Produktivität und Margenqualität in den Kundenprojekten auch im Jahre 2020 weiterhin hochgehalten werden, die massiven Umsatzrückgänge ließen sich damit aber nur bedingt kompensieren. Auch Sonderabschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände belasteten das EBIT. Das Finanzergebnis weist einen Wert von 1,1 Mio. EUR aus und liegt damit 0,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresbetrag von 1,9 Mio. EUR. Diese Veränderung begründet sich unter anderem durch einen Rückgang bei den Zinserträgen sowie durch Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: -14,0 Mio. EUR) ergibt sich für die Grenzebach-Gruppe ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 10,1 Mio. EUR gegenüber 17,9 Mio. EUR im Vorjahr.

b) Vermögens- und Finanzlage

Das gesamte Anlagevermögen der Grenzebach-Gruppe veränderte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 mit 2,9 Mio. EUR von 191,5 Mio. EUR auf 194,4 Mio. EUR moderat, was insbesondere auf eine Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen zurückzuführen ist. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen erhöhte sich das Sachanlagevermögen dabei um 4,4 Mio. EUR. Das Finanzanlagevermögen wurde hingegen um 6,6 Mio. EUR reduziert. Sowohl der Anstieg des Sachanlagevermögens, als auch der Rückgang des Finanzanlagevermögens, ist im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der CNUD EFCO OPERATIONS SRL zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Rückgang um 1,0 Mio. EUR von 178,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 177,4 Mio. EUR. Der Bestand an Wertpapieren im Umlaufvermögen wurde im Berichtszeitraum vollständig liquidiert (28,4 Mio. EUR).

Dem stehen Verbindlichkeiten von insgesamt 72,7 Mio. EUR gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr (69,7 Mio. EUR) entspricht dies einem Anstieg von 4,3 v.H. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahresverlauf von 17,7 Mio. EUR um 2,8 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR reduziert. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Inanspruchnahmen aus Darlehen, die eine feste Zinsbindung haben. Insgesamt wurden der Grenzebach-Gruppe Kreditlinien in Höhe von 163,4 Mio. EUR eingeräumt, davon dienen 124,0 Mio. EUR als reine Avalfazilitäten. Zugenommen haben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 17,6 Mio. EUR auf 22,1 Mio. EUR.

Die Rückstellungen in Höhe von 71,9 Mio. EUR (Vj. 78,2 Mio. EUR) setzen sich vor allem aus kunden- und auftragsspezifischen Verpflichtungen (36,5 Mio. EUR; Vj. 39,5 Mio. EUR), Verpflichtungen im Personalbereich (8,0 Mio. EUR, Vj. 11,6 Mio. EUR) sowie sonstigen Risiken (23,7 Mio. EUR, Vj. 22,4 Mio. EUR) zusammen.

Die gesamten Vorräte in Höhe von 137,4 Mio. EUR sind durch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 166,2 Mio. EUR um das 1,2-fache gedeckt. Der Deckungsgrad hat sich gegenüber dem Vorjahr (1,3-fache) damit vermindert.

Das Eigenkapital per 31. Dezember 2020 beträgt 243,1 Mio. EUR (Vj. 235,2 Mio. EUR). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 62,1 v.H. (Vj. 61,4 v.H.).

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fällt mit 14,9 Mio. EUR positiver aus als im Vergleich zum Vorjahr (14,1 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt -21,8 Mio. EUR. Wesentliche Aktivitäten waren Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sowie De- und Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Durch Gesellschafterentnahmen und durch die Rückführung von Bankkrediten weist der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit einen Wert von -4,7 Mio. EUR aus. Unter Berücksichtigung der wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingten Änderungen hat sich der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2020 durch die genannten Sachverhalte insgesamt um -13,5 Mio. EUR auf 103,5 Mio. EUR vermindert. Der Gesamtwert aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und den Wertpapieren im Umlaufvermögen beträgt 105,0 Mio. EUR (Vj. 127,0 Mio. EUR).

Die Fähigkeit, allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, ist durch die Grenzebach-Gruppe weiterhin uneingeschränkt gewährleistet.

4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist für Grenzebach auch mit dem Übernehmen unternehmerischer Verantwortung verbunden. Nachhaltigkeit heißt für Grenzebach, die Qualität der Produkte und Dienstleistungen laufend zu steigern, Umwelt- und Klimaschutz zu betreiben, Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen zu verankern und sich mit sozialen Projekten aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Um die Ziele in diesen Bereichen konsequent voranzutreiben, setzt Grenzebach auf ein integriertes Managementsystem.

Als global agierender Konzern ist die Grenzebach-Gruppe auf qualifizierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeiter/-innen angewiesen. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und um bestmögliche Leistung erbringen zu können, versucht Grenzebach seinen Mitarbeitern/-innen ein dazu geeignetes Arbeitsumfeld zu offerieren, mit Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung und mit flexiblen Arbeitszeitmodellen.

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung bietet Grenzebach seinen Mitarbeitern/-innen jedes Jahr unterschiedliche Themen-Schwerpunkte an. Diese adressieren im Wesentlichen die Hauptursachen für diverse Zivilisationskrankheiten wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Stress. Sportliche Aktivitäten stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Leistungen zur Gesundheitsvorsorge. Im Berichtsjahr lag die unternehmensweite Krankenquote bei 3,5 v.H. (Vj. 3,5 v.H.).

Seit Ende des Jahres 2019 ermöglicht die Unternehmensgruppe seinen Mitarbeitern/ -innen die Nutzung von Mobile Working, um die Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben weiter zu fördern. Gerade in dem außergewöhnlichen Jahr 2020, das durch die Covid-Pandemie besondere Herausforderungen an alle Arbeitnehmer/-innen und ihre Familien stellte, wurde das Instrument "Mobile Work" auf breiter Ebene genutzt. Dadurch konnte auch das Infektionsrisiko für alle Mitarbeiter/-innen auf ein Minimum reduziert werden.

Grenzebach weiß um die Bedeutung von gut ausgebildeten Mitarbeitern/-innen und bietet daher ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Im Berichtsjahr 2020 waren in der Grenzebach-Gruppe im Durchschnitt 84 Auszubildende (Vj. 83) beschäftigt, u.a. in den Ausbildungsberufen Industriemechaniker/-in, Elektroniker/-in, Industriekaufmann/-frau sowie Fachinformatiker/-in. In Kooperation mit der Hochschule Augsburg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg offeriert Grenzebach interessierten Berufsanfängern/-innen mit Hochschulreife die Möglichkeit mehrerer dualer Studiengänge. Dadurch können schon frühzeitig hochqualifizierte Fachkräfte an das Unternehmen gebunden werden.

Grenzebach stellt die Kundenzufriedenheit in den Fokus der täglichen Arbeit. An den Standorten in Deutschland, den USA und in China ist das integrierte Managementsystem von Grenzebach gemäß den gültigen ISO-Normen für Qualitätsmanagement sowie Arbeits- und Umweltschutz eingeführt und zertifiziert. Im Jahr 2018 wurde die Transition der bestehenden Normen DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 zur Version 2015 umgesetzt. Im Jahre 2021 wird das Upgrade der OHSAS 18001 auf die DIN EN ISO 45001:2018 erfolgen. Zusätzlich implementiert Grenzebach an den deutschen Standorten ein Energiemanagementsystem gemäß den Anforderungen der DIN EN ISO 50001, welches ebenfalls noch im 1. Quartal 2021 durch den TÜV Nord zertifiziert werden soll.

5. Gesamtaussage

Die gebuchten Auftragseingänge von 203,9 Mio. EUR sind das Ergebnis einer Covid-19-bedingten rückläufigen Nachfrage, von der alle Geschäftsbereiche betroffen waren. Zum Jahresende hat sich der rechnerische Auftragsbestand fast erwartungsgemäß bei 248 Mio. EUR eingependelt.

Der Rückgang der Betriebsleistung, mit dem aufgrund des turbulenten Umfelds gerechnet werden musste, spiegelt sich in der Veränderung der konsolidierten Gesamtleistung von 279,1 Mio. EUR gegenüber 336,1 Mio. EUR im Vorjahr wider. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen ist es jedoch gelungen, das Geschäftsergebnis (EBIT) insbesondere aufgrund der guten Margenqualität in den realisierten Projekten und verschiedenen Kostensenkungsinitiativen mit 9,8 Mio. EUR positiv zu halten. Unter Berücksichtigung des schwierigen Marktumfeldes kann die Grenzebach-Gruppe insgesamt auf ein noch gutes Geschäftsjahr 2020 zurückblicken.

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risiko- und Chancenbericht

a) Grundsätze

Grenzebach ist eine global aufgestellte und international operierende Unternehmensgruppe. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch Risiken. Ziel der Geschäftsführung der Grenzebach-Gruppe ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den langfristigen Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten sowie den Unternehmenswert zu steigern.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Geschäftsführung ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden.

b) Risikomanagement

Das Treasury der Grenzebach-Gruppe stellt sicher, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft und für Investitionen zur Verfügung steht. Dazu wird im Bedarfsfall auf die von den Hausbanken gewährten Kreditlinien zurückgegriffen. Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen werden bei Bedarf mittels entsprechender Sicherungsinstrumente (z.B. Devisentermingeschäfte) minimiert. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanz- und GuV-Positionen in fremden Währungen - werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Regionen reduziert (Natural Hedging). Zur Hebung von Zusatzerträgen mit dem Ziel, das Finanzergebnis zu stärken, kommen Geld- und Kapitalmarktinstrumente in verschiedenen Währungen zum Einsatz.

Im Bereich Controlling werden die finanzwirtschaftlichen und rechtlichen Risiken identifiziert, analysiert und bewertet, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Grenzebach mittel- und langfristig gefährden können. Eine Mittelfristplanung auf Basis der antizipierten Auftragseingänge und Umsätze sowie unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung erfolgt einmal im Jahr. Daraus werden u.a. Planungen für die Entwicklung des Personalbestandes und für die zu tätigenden Investitionen abgeleitet.

Um kurz- bzw. mittelfristige Kapazitätsengpässe in der Fertigung zu vermeiden, werden die von den Vertriebseinheiten unterbreiteten Angebote hinsichtlich ihrer Auftragswahrscheinlichkeit turnusgemäß analysiert.

Das Projektmanagement überwacht alle in der Abwicklung befindlichen Projekte insbesondere auf Einhaltung der kalkulierten Budgets und der zu erfüllenden vertraglichen Leistungskriterien sowie auf Nichtüberschreitung der schriftlich vereinbarten Termine. Bei sich abzeichnenden Risiken wie z.B. Kostenüberschreitung, Verzug oder Nichterfüllung vertraglicher Zusagen werden Maßnahmen eingeleitet, um einen Risikoeintritt zu vermeiden oder die Auswirkungen des entsprechenden Risikos zu minimieren.

Kundenverträge werden vor Unterzeichnung sorgfältig geprüft, um etwaige rechtliche, finanzielle, terminliche oder technische Risiken auszuschließen. Für Risiken, die das kalkulierte Auftragsergebnis voraussichtlich negativ beeinflussen, wird schon frühzeitig eine ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. Daneben unterliegt der Versicherungsbestand im Bereich der Personen- und Sachversicherungen einer jährlichen Überprüfung, ob die vorhandenen Deckungen angesichts der getroffenen Risikoeinschätzungen ausreichend sind. Die Rechtsberatung sowie die Beratung im Bereich der gewerblichen Schutzrechte sind wichtige Instrumente, um potenzielle Risiken auf vertraglicher Ebene zu minimieren.

Beschaffungsrisiken bestehen darin, dass Rohstoffe, halbfertige Erzeugnisse und sonstige Teile nicht fristgerecht, nicht in ausreichender Menge und Qualität oder nicht zu marktgerechten Preisen beschafft werden können. Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und um auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, beobachten operativer und strategischer Einkauf intensiv die Beschaffungsmärkte, ermitteln alternative Bezugsquellen und auditieren potenzielle und bestehende Zulieferer.

Den Risiken, die sich aus Personalfluktuation und Nachwuchskräftemangel ergeben können, wirkt die Grenzebach-Gruppe mit Aus-, Fortbildungs- und Qualifizierungsangeboten, mit einer leistungsgerechten Vergütung sowie einer betrieblichen Altersversorgung und einem Maßnahmen-Katalog für das Recruiting an Schulen und Hochschulen entgegen.

Die IT-gestützte gruppenweit vereinheitlichte Abwicklung der Geschäftsprozesse führt neben allen damit verbundenen Vorteilen, auf die ein modernes Unternehmen nicht mehr verzichten kann, natürlich auch zu Risiken hinsichtlich Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Systemintegrität. Hohe IT-Sicherheitsstandards und gruppenweit geltende IT-Sicherheitsrichtlinien begrenzen das Risiko von Systemausfällen, Datenverlusten sowie von unberechtigten Datenzugriffen. Wiederkehrende Überprüfungen und Anpassungen der eingesetzten Systeme sorgen dafür, dass die IT-Landschaft innerhalb des Unternehmens auf dem aktuellen Stand der Technik ist, so dass eine sichere Abwicklung der Geschäftsprozesse gewährleistet ist.

Um sicherzustellen, dass die Erfassung und Bewertung von Einzelrisiken ab einer definierten Größenordnung, sowie der Umgang mit diesen Risiken, d.h. deren Kommunikation, Überwachung und Steuerung, gruppenweit einheitlich erfolgt, wurde eine Risikomanagement-Richtlinie erarbeitet und implementiert.

Die Risikomanagement-Richtlinie legt u.a. fest, wie Risiken inventarisiert und im Hinblick auf die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen permanent bewertet werden.

Die in den Einzelgesellschaften erfassten Risiken werden auf Gruppenebene in einem Gruppeninventar zusammengefasst und quartalsmäßig den zuständigen Gremien berichtet.

c) Strategische Risiken und Chancen

Mit dem Einsetzen der Covid-19 Pandemie sind auch die Herausforderungen für die Grenzebach-Gruppe weiter gestiegen. Der deutliche Rückgang der Wirtschaftsleistung in den Kernabsatzmärkten der Gruppe führte zu massiven Kosteneinsparungsmaßnahmen bei einem Großteil der Kunden. Dies verursachte nicht nur eine Zurückhaltung bei den Investitionen und einen Rückgang beim Auftragseingang, sondern zog darüber hinaus auch einen spürbaren Preisverfall in einzelnen Bereichen nach sich. Solange die Pandemie anhält, muss mit einer Fortsetzung dieses Trends gerechnet werden. Einige wenige Störungen in den Produktionslieferketten und in der Produktionslogistik zu Beginn der Pandemie konnten dank langjähriger Partnerschaften mit Lieferanten zügig behoben werden.

Um ein Infektionsgeschehen an den verschiedenen Grenzebach-Standorten gar nicht erst aufkommen zu lassen, wurden vom Management der Gruppe schon frühzeitig umfassende Schutzmaßnahmen initiiert und Notfallkonzepte ausgearbeitet. Die bereits in den Vorjahren getroffenen technischen Vorkehrungen für Mobile Working bewährten sich im Jahr 2020 auch in der praktischen Umsetzung. Für eine Vielzahl der Grenzebach Mitarbeiter/-innen konnte gruppenweit Heimarbeit angeboten und somit gleichzeitig ein umfassender Infektionsschutz gewährleistet werden, ohne den Geschäftsbetrieb einzuschränken.

Um die zukünftigen Potentiale und Chancen von Grenzebach besser einschätzen und bewerten zu können, wurde während der Berichtsperiode von der Gruppengeschäftsführung ein Zielbildprozess ins Leben gerufen. Die Intention war, aussichtsreiche und vielversprechende Entwicklungsfelder anhand der Megatrends Klimawandel, Initiativen zur Reduzierung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid, Digitalisierung und eine sich verändernde Globalisierung zu definieren. Themenkomplexe wie Glas- und Phosphorrecycling sowie Building Integrated Photovoltaic wurden dabei als Zukunftsfelder deklariert, die sukzessive aufgebaut und weiterentwickelt werden sollen.

Die Akquisition der CNUD-EFCO GFT Ende 2019 wird einen sehr positiven und nachhaltigen Impuls auf das Glasgeschäft und die Stellung von Grenzebach im Glasmarkt haben. Eine besondere Herausforderung stellt hierbei jedoch die Integration in die Grenzebach-Gruppe dar. Mit dem Optimierungs- und Integrationsprogramm "GROW TOGETHER" wird eine vollständige Eingliederung bis Ende 2021 angestrebt, um ab 2022 die volle Leistungsfähigkeit der Organisation zur Entfaltung bringen zu können.

Mit der Vision "Digitalisierung nach innen tragen" setzte Grenzebach im Geschäftsjahr 2020 sein Projekt "OneERP" auf Basis SAP S4/HANA fort. Das Ziel ist die Implementierung einer voll integrierten IT-Plattform zur reibungslosen und vollständigen Auftragsabwicklung, begonnen bei der Angebotserstellung über die komplette Logistikprozesskette bis hin zur Inbetriebnahme mit Echtzeitnachvollziehbarkeit von Mengen- und Werteflüssen. Der globale, produktive Einsatz ist in der zweiten Jahreshälfte 2022 vorgesehen.

d) Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche

Business Unit Glas

Der weltweite Konjunktureinbruch durch die Covid-19 Pandemie hatte auch für die globale Glasindustrie spürbare Folgen und führte nicht nur zu einem Nachfragerückgang bei Flachglasanlagen sondern bei diversen Kunden auch zu Überkapazitäten, die daraufhin zur Stilllegung von Fertigungslinien gezwungen waren. Erst mit einer Eindämmung der Pandemie sollen diese Kapazitäten wieder hochgefahren werden können.

Der globale Trend, die Energieversorgung von fossilen Brennstoffen auf grüne Technologien umzustellen, scheint ein Ausweg aus der aktuellen Krise zu sein. Die überdurchschnittlich hohe Nachfrage nach Solarglasanlagen, insbesondere aus dem asiatischen Raum, ist dafür bezeichnend. Grenzebach hat diese Situation genutzt und ist nach mehreren Jahren der Abstinenz in China wieder erfolgreich in das Geschäft mit Fertigungsanlagen für Solarglas eingestiegen. Weitere Projekte in Indien befinden sich in der Angebotsphase, sodass mit einem verstärkten Auftragseingang aus diesen Regionen gerechnet werden kann.

Ein weiteres Wachstumsfeld für Grenzebach stellt das Thema "Gebäudeintegrierte Photovoltaik" dar, bei der es sich um Bauelemente handelt, die zusätzlich zur Stromgewinnung klassische Funktionen wie Wärmedämmung, Wind- und Wetterschutz übernehmen. Hierzu wurden bereits erste Kooperationsgespräche mit einem renommierten Industriepartner geführt, die es Grenzebach ermöglichen dürften, sowohl Produktionsanlagen als auch Beschichtungstechnologien im Markt zu platzieren.

Der Dünnschicht-PV-Sektor bietet weiterhin großes Potential, wird aber fast ausschließlich von einem einzigen Hersteller dominiert, der dabei stark auf das Equipment von Grenzebach setzt. Änderungen in der Investitionsbereitschaft dieses Kunden hätten auch für die Grenzebach-Gruppe nachhaltige Implikationen. Die ersten Anzeichen hierfür sind in der derzeitigen Initiative zur Kostenreduktion zu sehen.

Im Geschäftsfeld Coating ist Grenzebach der weltweit einzige Lieferant, der den Beschichtungsprozess und das Glashandling vor und nach dem Coater aus einer Hand anbietet. Für den Kunden bedeutet dies eine Reduzierung der Schnittstellen im Produktionsprozess. Trotzdem gestaltet sich der Kampf um Marktanteile als äußerst schwierig, da der globale Wettbewerb eine aggressive Preispolitik verfolgt und die Nachfrage nach Coater-Lösungen weltweit rückläufig ist. So wurde in 2020 keine neue Coaterlinie im Bereich "Large Area Coating" an Grenzebach vergeben. Sollte es hier nicht gelingen, mittelfristig einen relevanten Marktanteil zu gewinnen, muss eine Anpassung des Produktportfolios erwogen werden.

Die Corona-Krise wirkt als Katalysator für bereits bekannte Trends, wie anhaltendes Kostenbewusstsein, die Forderung nach Produktinnovationen und einer erhöhten Krisensicherheit durch Lokalisierung. Grenzebach begegnet diesen Anforderungen mit einer Stärkung der Standorte in China, Rumänien und den USA. Gleichzeitig werden die digitalen Fähigkeiten ausgebaut, um z.B. Installationen und Inbetriebnahmen möglichst über Remote-Funktionalitäten zu unterstützen.

Begleitet wird dies durch eine kontinuierliche Optimierung der Abläufe, der Entwicklung von neuen Designs sowie digitaler Produkte, der Stärkung des Produktmanagements sowie eines verbesserten Serviceangebotes. Insgesamt konnte im Krisenjahr 2020 bei reduziertem Auftragseingang eine Erosion der Marge weitestgehend vermieden werden. Um dies weiterhin zu gewährleisten, muss mit einer Umorganisation der Business Unit Glas mit Verlagerung von Teilen des Engineerings in sogenannte "Low Cost Countries" begonnen werden. Dies, kombiniert mit einer Steigerung der Effizienz durch optimierte Produkte, sichert auch in Zeiten moderaten Wachstums eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.

Business Unit Baustoffe

Bestand im Frühjahr 2020 noch die Hoffnung, dass die Auswirkungen von Covid-19 für die Business Unit Baustoffe begrenzt sein würden, mussten aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen fast sämtliche Baustellen von Grenzebach stillgelegt werden. Zwar konnten Grenzebach-Mitarbeiter die eine oder andere Fertigungsstätte zur weiteren Montage und Inbetriebnahme gegen Jahresende wieder besuchen, bis aber alle Baustellen ihren Regelbetrieb wieder aufnehmen werden, wird noch einige Zeit vergehen.

Obwohl zum Jahresbeginn 2020 das Vertriebsportfolio mit ca. 120 Mio. EUR gut gefüllt war, konnte mit dem Fortschreiten der Pandemie und einer nachlassenden Investitionsneigung der Kunden nur ein enttäuschender Auftragseingang von ca. 20 Mio. EUR realisiert werden. Der sich für den Standort Bad Hersfeld ergebenden Kapazitätsunterauslastung musste entsprechend mit Kurzarbeit begegnet werden.

Einhergehend mit der globalen Krise hat sich auch bei den Kunden der Baustoffindustrie das ausgeprägte Kostenbewusstsein weiter verfestigt. Umso wichtiger ist es daher für Grenzebach, günstige Wertschöpfungsalternativen zu etablieren. Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit der Business Unit Baustoffe mit CNUD EFCO OPERATIONS SRL in Rumänien ist eine zusätzliche und wichtige Handlungsoption aufgebaut worden, um die Herstellungskosten, aber auch die drastisch steigenden Transportaufwendungen zukünftig besser in Schach zu halten.

Business Unit Intralogistik

Das Jahr 2020 war ein Jahr der Veränderungen und auch innerhalb des Intralogistikbereichs sehr stark von der globalen Pandemie beeinflusst. Zu Jahresbeginn wurde die Leitung des Geschäftsbereichs neu besetzt und die Einheit fortan aus der Niederlassung in den USA heraus gesteuert. Damit war ein besserer Zugang zu dem wichtigen Markt in Nordamerika gewährleistet, der neben Europa ein sehr hohes Potenzial für Intralogistik-Lösungen aufweist. Diese Regionen sind die beiden Hauptzielmärkte für die Intralogistikprodukte von Grenzebach. Um die Positionierung und Wettbewerbsfähigkeit von Grenzebach in den beiden wichtigen Segmenten automatischer Teiletransport (Automated Goods Transport - AGT) und Ware zur Person (Goods To Person - GTP) weiter zu steigern, sind zahlreiche Initiativen aus der Produkt-Roadmap gestartet worden.

Als Folge der Pandemie kam das für den Bereich Intralogistik sehr wichtige Messegeschehen praktisch völlig zum Erliegen. Grenzebach entschied sich kurzerhand für den Aufbau eines Messestands in Hamlar, um potenzielle Kunden mit dem Slogan "Logimat goes Hamlar" über digitale Kanäle direkt anzusprechen. Das Marketingkonzept zeigte Erfolg, eine hohe mediale Beachtung und die Ausstrahlung in mehreren Fernsehsendungen waren die Folge. Grundsätzlich muss aber konstatiert werden, dass die Reisebeschränkungen sowohl die Akquisearbeit, als auch die Realisierung von Projekten, erschwert haben.

Der wichtige AGT Markt ist stark von Kunden aus dem automobilen Umfeld geprägt und steht damit unter sehr starkem Kostendruck. Viele Kunden haben die Automatisierung ihrer Logistik als Chance für Einsparungen erkannt und deshalb neue Projekte gestartet. Auch wenn der Automobilsektor traditionell hart umkämpft ist, konnte Grenzebach zum Jahresende 2020 einen sehr wichtigen Referenzauftrag bei einem deutschen Premiumhersteller gewinnen.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Anzahl an Lieferanten von Intralogistik-Lösungen Jahr für Jahr zunimmt. Damit geht ein stetig steigender Kosten- und Innovationsdruck einher. Häufig handelt es sich dabei um kleinere Startups ohne soliden finanziellen Background oder internationalen Footprint. Wettbewerbsentscheidende Faktoren, die Grenzebach über die letzten Jahrzehnte aufgebaut hat und die jederzeit ausgespielt werden können.

Business Unit Service

Die Bedeutung des After Sales für den Erfolg der gesamten Unternehmensgruppe zeigt sich vor allem in Krisenzeiten. Auch wenn in den drei Kernmärkten Nordamerika, Europa und China die Zahlen für Umsatz und Auftragseingang leicht rückläufig waren, so ließ sich doch durch die Ausweitung der Deckungsbeiträge ein stabiler Ergebnisbeitrag erzielen.

Die zukünftigen Herausforderungen im Servicegeschäft liegen weiterhin in der verlässlichen Verfügbarkeit und einfachen Zugänglichkeit von Kundensupport. Die Reduzierung der Schnittstellen mithilfe neuer Digitalisierungslösungen gewährleistet schnelle Problemlösungen und bietet Grenzebach die Möglichkeit, neue digitale Serviceprodukte auf dem Markt zu platzieren.

Um im hochprofitablen Ersatz- und Verschleißteilegeschäft dem immer größer werdenden Wettbewerb durch Internet und Händlerplattformen entgegenzutreten, bedarf es neuer Lösungsansätze. Der Aufbau eines benutzerorientierten Kundenportals, gestützt durch schlanke interne Prozesse, wird die Teileidentifikation beim Kunden sowie die Angebotsbearbeitungsdauer erheblich reduzieren. Bedarfsgerechte Lagerhaltungskonzepte und der Aufbau einer Fast-Lane-Liefermöglichkeit tragen dazu bei, Lieferzeiten zu verkürzen. Die regelmäßige Beobachtung der Marktpreise und Anpassung der eigenen Pricing-Regeln ist fundamental, um preislich auf dem Markt weiterhin bestehen zu können.

Business Development & Innovations

Interessante und vielversprechende Produktfelder wie Rührreibschweißen (Friction Stir Welding - FSW) und die Automatisierung der Additiven Fertigung (Additive Manufacturing) werden auch zukünftig als eigene Profitcenter geführt und weiterentwickelt. Bei Erreichen eines entsprechenden Auftragseingangs- und Umsatzvolumens können daraus eigene Business Units entstehen.

Die ausgewiesene Expertise im Bereich des Rührreibschweißens beschert Grenzebach eine Vorreiterrolle im FSW-Markt. Diese gilt es auszuspielen. Viele Anfragen aus der Automobilindustrie mit Schwerpunkt E-Mobilität zeigen, dass Grenzebach als bevorzugter Lieferant wahrgenommen wird. Die hohen Kundenanforderungen an Termin- und Liefertreue setzen aber ausreichende Fertigungs- und Personalkapazitäten voraus. Dazu wurden in den letzten Monaten verschiedene Initiativen in Gang gesetzt.

Im Bereich der Automatisierung der Additiven Fertigung konnte Grenzebach in Kooperation mit einem Partnerunternehmen ein Peripherie-Gerät für den Metalldruck entwickeln und dieses zur Serienreife bringen. Die Markteinführung ist für 2021 geplant.

Gussfertigung

Der Einstieg von Grenzebach als Zulieferer von Gussteilen in den stark wachsenden Markt für Windenergie in China wird neue Wachstumschancen eröffnen. Hingegen erschweren die derzeit stark gestiegenen Frachtkosten für Überseetransporte eine bessere Positionierung im Europäischen Markt. An einen erfolgsversprechenden Eintritt in den US-amerikanischen Markt ist aufgrund des weiterhin anhaltenden Zollstreits zwischen den Vereinigten Staaten und der VR China aktuell nicht zu denken.

e) Zusammenfassende Bewertung

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist die Grenzebach-Gruppe überwiegend (leistungs-) wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Die Geschäftsführung der Grenzebach-Gruppe sieht gegenwärtig keine einzelnen oder aggregierten Risiken, die den Bestand der Gruppe unmittelbar gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist Grenzebach so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

2. Prognosebericht

a) Ausblick

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021 ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Der erneute Anstieg der Infektionszahlen aufgrund von Covid-19 zum Jahresende 2020, insbesondere beschleunigt durch verschiedene Virusmutationen, führte abermals zu einschneidenden Einschränkungen in Teilbereichen des Wirtschaftslebens sowie zu umfangreichen Kontaktbeschränkungen bis hin zu Ausgangssperren. Dies hat sich im ersten Quartal 2021 zunächst fortgesetzt und damit Einfluss auf die weltweite konjunkturelle Erholung gehabt.

Die erhöhte Verfügbarkeit von verschiedenen Impfstoffen im Verlauf des Jahres 2021 sowie die in vielen Industrieländern verabschiedeten massiven Konjunkturpakete geben jedoch Anlass zur Hoffnung, dass die Weltwirtschaft mittelfristig wieder zu alter Stärke findet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet daher auf Jahresfrist mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 5,5 v.H. Während für die fortgeschrittenen Industrieländer ein Anstieg des BIP von 4,3 v.H. prognostiziert wird und damit eine moderate Erholung in Aussicht steht, sollte die konjunkturelle Lage in den Schwellenländern zunächst fragil bleiben.

Prognosen für die US-amerikanische Volkswirtschaft gehen davon aus, dass mit einem Zuwachs beim BIP von 5,1 v.H. bis zum Ende des Jahres 2021 die Wirtschaftsleistung auf das Vorkrisenniveau zurückkehren wird. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung dürfte dabei vor allem ein fast 2,0 Bio. US-Dollar großes Infrastruktur- und Umweltschutzprogramm haben.

Von zentraler Bedeutung für die Weltwirtschaft bleibt nach wie vor die Entwicklung der chinesischen Ökonomie. Die frühzeitige und erfolgreiche Eindämmung des Covid-Virus war die Grundlage für ein schnelles Anspringen der heimischen Wirtschaft. Ein von der Zentralregierung in Peking aufgelegtes, gigantisches Konjunkturpaket in Verbindung mit einer staatlich generierten Investitionsnachfrage werden den Aufschwung voraussichtlich weiter beschleunigen und zu einem geschätztem BIP von 8,1 v.H. führen.

Die Wirtschaftsdynamik in der Eurozone wird mit 4,2 v.H. hingegen wesentlich moderater ausfallen. Voraussetzung hierfür ist aber die sukzessive Aufhebung der Lock-down-Maßnahmen sowie der europaweiten Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen. Exportorientierte Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien sollten davon profitieren. So geht das ifo-Institut davon aus, dass die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2021 um 4,2 v.H. wachsen wird.

In Anbetracht einer sich abzeichnenden weltweiten konjunkturellen Erholung sollte sich auch die Geschäftslage für die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer wieder positiver gestalten. Die VDMA-Volkswirte schätzen die Aussichten für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau verhalten optimistisch ein. Ihren Prognosen nach sollte ein Zuwachs in der realen Produktion von 4 v.H. realistisch sein. Gleichzeitig weisen sie aber weiterhin auf die großen Unsicherheiten hin, die trotz verstärkter Impfmaßnahmen durch die latente Gefahr weiterer Infektionswellen bestehen.

Business Unit Glas

Der Start in das Geschäftsjahr 2021 gestaltet sich für die Business Unit Glas als weitaus schwieriger als noch in den Vorjahren. Aufgrund der anhaltenden Corona Krise und den weiterhin schwelenden Handelskonflikten verzeichnet die globale Automobilindustrie sinkende Produktionszahlen, wodurch sich die Nachfrage nach neuen Glasfertigungskapazitäten eingetrübt hat. Lediglich die Marktsituation in China gibt Anlass zur Hoffnung. Die Sales Pipeline ist folglich deutlich weniger gefüllt als noch in den beiden Vorperioden. Insbesondere die Projekte, die mit einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit beziffert werden, sind derzeit unterrepräsentiert. Für die kommenden Monate muss daher zunächst mit einem schleppenden Auftragseingang gerechnet werden. Sollte es im Verlauf des nächsten Jahres zu keiner Entschärfung der Krisensituation kommen, sind die angestrebten Ziele für den Auftragseingang in Gefahr.

Durch die Integration der CNUD EFCO Operations Srl in die Grenzebach-Gruppe wird das bestehende Glasproduktportfolio um die Produktfelder "Zinnbad" und "Kühlkanal" ergänzt. Die Erwartungen für 2021 sind groß, dass sich die daraus ergebenden Synergien und Potentiale in Auftragseingängen manifestieren.

Mit der Einführung einer neuen Modulgeneration hat der wichtigste Dünnschicht-PV-Kunde von Grenzebach seine Stellung im Markt ausbauen können. Die weltweit anziehende Nachfrage nach Dünnschicht-PV-Produkten lässt vermuten, dass dieser Key-Account auch in 2021 größere Investitionsmaßnahmen umsetzen wird und dass dabei Grenzebach-Equipment zum Einsatz kommt.

Nachdem die Zahl der Neubauten von Ein- und Mehrfamilienhäusern in den USA seit Mitte des Jahres 2020 wieder rapide angestiegen ist, werden die bestehenden Produktionskapazitäten aktuell gänzlich ausgelastet. Mittelfristig kann daher mit einem Wachstum im Segment der Faserzementplattenanlagen gerechnet werden. Erste Auftragseingänge sind bereits im Januar 2021 verbucht worden.

Business Unit Baustoffe

Der Sales-Funnel der Business Unit Baustoffe ist zum Jahresbeginn 2021 mit validen Projekten gut gefüllt. Der zu erwartende Auftragseingang wird aber zwangsläufig vom Verlauf der Pandemie abhängig sein. Insbesondere bei den europäischen Projekten, deren Anteil am gesamten Funnel bei ca. 60% liegt, dürften viele Auftragszusagen frühestens ab dem 2. Quartal 2021 eintreffen.

Im US-amerikanischen Markt könnte das Geschäft mit Gips- und Gipskartonplattenanlagen eine Renaissance erleben. Vielen bestehenden Anlagen steht eine Modernisierung bevor. Die Gespräche mit den wichtigsten nordamerikanischen Kunden wurden dazu bereits im vergangenen Jahr aufgenommen. Diese sollten kurz- bis mittelfristig in Geschäftsabschlüssen münden.

Ob sich weiteres Absatzpotential für Gipskartonplattenanlagen in China heben lässt, wird stark davon abhängig sein, ob ein großer und wichtiger Key-Account in der Lage ist, sein Start-up-Unternehmen erfolgreich zu organisieren. Sollte dies gelingen, könnten weitere Auftragseingänge folgen.

Nach Bewertung der aktuellen Marktsituation und der vorliegenden Projekte geht die BU-Leitung für das gesamte Geschäftsjahr von einem Auftragseingang in Höhe von ca. 75 Mio. EUR aus.

Business Unit Intralogistik

Als direkte Auswirkung auf den zunehmenden US-amerikanischen Protektionismus und einer sich abzeichnenden De-Globalisierung unter dem Einfluss von Covid-19 kommt den regionalen Gesellschaften in der Grenzebach Gruppe zukünftig eine größere Bedeutung zu. In diesem Zuge wurden zum Jahreswechsel 2020 - 2021 die Verantwortlichkeiten im Bereich Intralogistik geografisch in Europa und Nordamerika aufgeteilt, um den lokalen Kunden- und Marktanforderungen besser gerecht werden zu können. Ein globales Produktmanagement koordiniert hierbei die Angebotspalette.

Im Rahmen der Intralogistik-Aktivitäten wird auch im Geschäftsjahr 2021 auf die weitere Digitalisierung ein besonderer Fokus gelegt. Der neu konzipierte Flottenmanager, das WES System und zahlreiche andere Lösungen aus der SERICY Produktfamilie sollen in das Intralogistik Ökosystem SERICY.IBS (Intralogistik Business System) einfließen.

Basierend auf den gewonnenen Leuchtturmprojekten in den Bereichen AGT und GTP wird die branchenspezifische Marktbearbeitung weiter intensiviert. Ein besonderer Fokus richtet sich dabei auf das Segment GTP. In diesem rasant wachsenden Markt soll mit Hilfe eines Cost-Down-Konzepts der Durchbruch erzielt werden. In Planung ist außerdem eine spezielle Marketingkampagne für die neue, mit einem omnidirektionalen Antrieb ausgestattete Fahrzeugflotte aus dem Hause Grenzebach.

Die Integration von After-Sales-Einheiten in die Business Unit Intralogistik wird den von Grenzebach geprägten "WeService"-Gedanken weiter voranbringen. Strategische Partner für einzelne Lösungsbausteine und Integratoren für Grenzebach Fahrzeuge runden die geplanten Aktivitäten ab.

Im Geschäftsjahr 2021 dürfte die Business Unit Intralogistik einen Auftragseingang von knapp über 30 Mio. EUR generieren.

Business Unit Service

Die Ende 2020 umgesetzten organisatorischen Veränderungen in der Business Unit Service werden neue Impulse setzen und den weiteren Ausbau des Servicegeschäftes nachhaltig stützen. Strategische Zukunftsthemen wie die Nutzbarmachung von Digitalisierungslösungen und -trends sowie die gezielte Weiterentwicklung des Kundenmanagements schaffen notwendige Mehrwerte für die Kunden von Grenzebach und erhöhen den Einfluss und die Sichtbarkeit von Grenzebach am Markt. Grenzebach wird vor allem in der Nutzungsphase dem Kunden als Lifecycle-Partner präsenter zur Seite stehen. Die Stärkung der regionalen Kompetenzen rückt den Kunden dabei noch zentraler in den Mittelpunkt des Handelns.

Bereiche New Business, Digital Services und Gussfertigung & FSW

Der Bereich Business Development & Innovations wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2020 in die drei Bereiche New Business, Digital Services und Gussfertigung & FSW gegliedert.

Unter dem Dach des Bereichs New Business werden zukünftig alle Aktivitäten rund um das Thema Additive Fertigung gebündelt. Das Spektrum reicht von einzelnen Komponenten bis hin zu gesamtheitlichen Automatisierungskonzepten. Im Fokus steht dabei vor allem der Aufbau einer eigenen Produktpalette. Damit einhergehend ist auch eine Neuausrichtung in der Zusammenarbeit mit langjährigen Partnerunternehmen geplant.

Im Bereich der Gussfertigung ist durch die Entscheidung eines bedeutenden Key-Accounts, seine Endmontage innerhalb von China zu verlagern, die Aufrechterhaltung einer Just-in-Time-Belieferung obsolet geworden. Entsprechende Lagerflächen werden dadurch nicht weiter benötigt, was in 2021 zu organisatorischen Veränderungen bei der Grenzebach GMS Machinery (Shanghai) Ltd. führen wird. Im Gegenzug müssen am neuen Fertigungsstandort die Aktivitäten von Grenzebach im Rahmen eines Vendor Managed Inventory Programms deutlich ausgebaut werden. Mit dem Abschluss eines neuen Liefervertrages zu Beginn des Jahres 2021 sollte nicht nur die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt werden können, sie würde auch Stabilität bei den Auftragseingängen mit sich bringen.

b) Gesamtaussage

Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten in Verbindung mit der Covid-19 Pandemie stehen der Grenzebach-Gruppe auch für das Geschäftsjahr 2021 große Herausforderungen bevor.

Grenzebach wird daher alles daransetzen, die eingeleiteten strategischen Schritte konsequent fortzusetzen.

Dazu gehören:

- Antizyklisches Investieren insbesondere in die Erweiterung des Produkte-Portfolios sowie in die interne und externe Digitalisierung

- Etablierung als "End-to-End" Lösungsanbieter sowie Ausbau der Technologie- und Marktführerschaft im Bereich der Flachglasanlagen

- Gewinnung weiterer Kunden im chinesischen und US-amerikanischen Markt für den Bereich Baustoffe

- Ausbau des Intralogistikgeschäftes durch fokussierte Marktbearbeitung

- Weiterentwicklung und Wachstum im hochprofitablen After-Sales-Geschäft durch innovative Service-Konzepte und Dienstleistungen

- Stärkung der Position im Gussgeschäft durch Verbreiterung der Kundenbasis

- Etablierung der eigens entwickelten IIoT-Plattform SERICY als Digitalisierungslösung für Grenzebach-Anlagen

- Umsetzung des gruppenweiten Digitalisierungspfades

Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung der aktuellen Risiko- und Chancenpotentiale geht das Management der Grenzebach-Gruppe davon aus, dass es zu unvorhersehbaren Verzögerungen bei den Auftragseingängen und bei der Umsatzlegung im aktuellen Auftragsbestand kommen wird. Die oben dargestellten Erwartungen für die einzelnen Business Units könnten sich aufgrund der aktuell sehr dynamischen Entwicklung deutlich verändern. Die angedachten Maßnahmen zur Minimierung möglicher negativer Ertragswirkungen sind u.a.

- Konsequente Nutzung möglicher Regelungen zur Kurzarbeit

- Restriktive Kostenpolitik

- Beantragung von staatlich subventionierten Zuschuss-, Förder- und Darlehensprogrammen

Abschließende Aussagen über die Ertragskraft 2021 können weiterhin nicht seriös gemacht werden. Die aktuelle Prognose in einem sehr turbulenten Umfeld sieht für das Geschäftsjahr 2021 eine deutliche Steigerung bei der Betriebsleistung mit einem gerade noch positiven EBIT vor.

 

Asbach-Bäumenheim, den 16. April 2021

Grenzebach GmbH & Co. KG
vertreten durch Grenzebach Verwaltungs-GmbH

Sonja Grenzebach-Proeller, Geschäftsführerin

Dr. Michael Proeller, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

GRENZEBACH GMBH & CO. KG, ASBACH-BÄUMENHEIM

AKTIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 194.409.415,49 191.472.413,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.960.493,28 5.836.699,49
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.942.233,93 3.034.233,83
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.479.359,62 870.133,59
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.458.579,45 1.640.901,93
4. Geleistete Anzahlungen 4.080.320,28 291.430,14
II. Sachanlagen 35.735.479,94 31.328.708,22
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.982.407,16 17.112.038,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.126.380,44 10.636.378,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.325.450,81 3.538.618,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.301.241,53 41.672,91
III. Finanzanlagen 147.713.442,27 154.307.006,24
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.688.030,44
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 77.455.235,59 67.986.204,74
3. Beteiligungen 2.617.637,89 2.685.250,30
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 67.637.868,79 75.502.317,89
5. Sonstige Ausleihungen 2.700,00 2.445.202,87
B. UMLAUFVERMÖGEN 177.367.980,08 178.440.556,82
I. Vorräte 0,00 0,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.961.906,96 15.715.069,07
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 118.871.722,09 85.781.734,46
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.261,51 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.542.160,40 3.684.813,55
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -137.385.050,96 -105.181.617,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 72.374.746,47 51.473.743,10
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.609.063,45 38.488.160,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.728.349,43 7.307.010,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.037.333,59 5.678.572,85
III. Wertpapiere 0,00 28.397.779,74
Sonstige Wertpapiere 0,00 28.397.779,74
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 104.993.233,61 98.569.033,98
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.353.965,15 1.186.181,57
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 16.705.939,07 11.221.041,52
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 1.491.313,96 831.466,72
391.328.613,75 383.151.660,58

PASSIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. EIGENKAPITAL 243.085.696,89 235.164.596,99
I. Kapital persönlich haftender Gesellschafter 0,00 0,00
II. Kapitalanteile Kommanditist 28.521.132,08 29.765.015,32
III. Rücklagen 215.352.310,66 206.102.316,78
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -761.902,34 322.726,72
V. Nicht beherrschende Anteile -25.843,51 -1.025.461,83
B. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 3.188.705,73 0,00
C. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 0,00 646,02
D. RÜCKSTELLUNGEN 71.946.393,09 78.247.161,16
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.259.982,18 1.372.692,94
2. Steuerrückstellungen 2.430.859,92 3.445.090,84
3. Sonstige Rückstellungen 68.255.550,99 73.429.377,38
E. VERBINDLICHKEITEN 72.689.283,68 69.711.896,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.917.195,54 17.689.920,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.814.190,68 31.423.710,79
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.118.122,69 17.583.809,24
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.361,12 5.004,86
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 89.453,61 136.071,18
6. Sonstige Verbindlichkeiten 6.739.960,04 2.873.380,34
- davon aus Steuern: EUR 5.341.249,47 (Vorjahr: EUR 1.369.219,23)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 64.877,59 (Vorjahr: EUR 52.914,37)
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 418.534,36 27.360,00
391.328.613,75 383.151.660,58

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020
EUR
2019
EUR
1. Umsatzerlöse 222.386.317,87 310.852.707,48
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 33.089.987,63 -3.095.275,55
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.542.888,08 3.479.629,59
4. Sonstige betriebliche Erträge 20.056.895,49 24.897.674,43
279.076.089,07 336.134.735,95
5. Materialaufwand -129.743.535,36 -155.337.725,31
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -102.790.495,70 -127.437.490,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -26.953.039,66 -27.900.234,95
6. Personalaufwand -92.203.607,14 -97.990.570,47
a) Löhne und Gehälter -77.082.360,84 -82.116.278,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -15.121.246,30 -15.874.292,37
- davon für Altersversorgung: EUR 1.783.738,69 (Vorjahr: EUR 2.120.747,78)
7. Abschreibungen -7.240.310,01 -4.722.561,69
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -40.110.806,36 -47.927.909,92
-269.298.258,87 -305.978.767,39
9.777.830,20 30.155.968,56
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.228.081,66 626.936,95
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.150.537,51 1.833.202,46
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 442.645,38 (Vorjahr: EUR 361.669,56)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.330.951,89 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -945.764,20 -609.858,83
13. Finanzergebnis 1.101.903,08 1.850.280,58
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 102.938,81 -13.965.239,05
- davon aus latenten Steuern: EUR 5.637.141,55 (Vorjahr: EUR 9.641.524,71)
15. Konzernjahresüberschuss 10.982.672,09 18.041.010,09
16. auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -904.195,68 -119.474,41
17. Konzernjahresergebnis 10.078.476,41 17.921.535,68
18. Gutschrift auf variable Kapitalkonten des Mutterunternehmens -828.482,53 -1.235.483,59
19. Einstellungen in Rücklagen -9.249.993,88 -16.686.052,09
20. Konzernergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

GRENZEBACH GMBH & CO. KG, ASBACH-BÄUMENHEIM

I. Allgemeines

Die Grenzebach GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Asbach-Bäumenheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (HRA 13100). Die Gesellschaft ist als kleine Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a i. V. m. § 267 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Für den Konzernabschluss finden gem. § 298 Abs. 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften Anwendung.

II. Konsolidierungskreis und Stichtag

Im Verhältnis zu den nachfolgend in der Anteilsbesitzliste aufgeführten Gesellschaften ("K" und "nK") ist die Grenzebach GmbH & Co. KG Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB. Weiter beinhaltet die Aufstellung die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB.

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Art der Einbeziehung
1 Grenzebach Maschinenbau GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K
2 Grenzebach Machinery Ltd., VRC - Jiashan 100,0 K
3 Grenzebach BSH GmbH, Deutschland - Bad Hersfeld 100,0 K
4 Grenzebach do Brasil Ltda., Brasilien - Rio de Janeiro 100,0 K
5 Grenzebach Corporation, USA - Newnan 100,0 K
6 Millennium Control Systems MCS LLC., USA - Eastlake 51,0 K
7 Grenzebach International GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K
8 Grenzebach Machinery Pvt. Ltd., Indien - Pune 100,0 K
9 OOO Grenzebach Mashtech, Russland - Moskau 100,0 K
10 Grenzebach Machinery Taiwan Ltd., Taiwan - Taichung 100,0 K
11 Grenzebach Automation GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K
12 dr. schwab Inspection Technology GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K
13 inos Automationssoftware GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K
14 inos Hellas S.A., Griechenland - Athen 100,0 K
15 inos Japan Ltd., Japan - Tokio 100,0 nK
16 SNOX Automation bvba, Belgien - Boom 100,0 K
17 Grenzebach CTT GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K
18 Grenzebach CTTF GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K
19 Grenzebach Trading (Shanghai) Ltd., VRC - Shanghai 100,0 K
20 Grenzebach Machinery (Shanghai) Ltd., VRC - Shanghai 100,0 K
21 CNUD EFCO OPERATIONS SA, Rumänien - Iasi 100,0 K
22 GFT German Floatglass Technology GmbH, Deutschland - Gelsenkirchen 100,0 K
23 Grenzebach Digital GmbH, Deutschland - Asbach-Bäumenheim 100,0 K

K: vollkonsolidiertes Tochterunternehmen

nK: keine Vollkonsolidierung; § 296 HGB

Im Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft alle direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen außer die in der obigen Tabelle mit "nK" gekennzeichneten Gesellschaften einbezogen.

Die in 2019 erworbenen Gesellschaften CNUD EFCO OPERATIONS SRL, Iasi, Rumänien und GFT German Floatglas Technology GmbH, Gelsenkirchen, Deutschland wurden abweichend zum Vorjahr nicht mehr als Beteiligung nach § 311 Abs. 2 HGB ausgewiesen, sondern ab dem 01.01.2020 vollkonsolidiert.

Die Grenzebach Machinery Taiwan Ltd., Taichung, Taiwan wurde zum 03.07.2020 liquidiert. Vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, wird auf eine gesonderte Darstellung der Effekte aus der Veränderung des Konsolidierungskreises i. S. v. § 294 Abs. 2 HGB verzichtet.

Durch die obigen Veränderungen des Konsolidierungskreises ergibt sich neben den gesondert im Anlagenspiegel dargestellten Effekten im Anlagevermögen und der in der Kapitalflussrechnung dargestellten Veränderung des Finanzmittelfonds Veränderungen in Form einer Erhöhung des Vorratsvermögens, der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 5.238, einer Zunahme des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 65 und eines Anstiegs der latenten Steuern um TEUR 81. Des Weiteren ergibt sich eine Steigerung der Rückstellung i. H. v. TEUR 377, eine Erhöhung der Verbindlichkeiten und Erhaltenen Anzahlungen, sowie der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 3.136. Aus der Kapitalkonsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von TEUR 3.189.

In Bezug auf die Ertragslage haben sich durch die Veränderungen des Konsolidierungskreises die Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 3.847 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge und die anderen aktivierten Eigenleistungen nahmen um TEUR 344 zu, die Materialaufwendungen stiegen i. H. v. TEUR 4.360. Die Personalaufwendungen weisen einen Anstieg i. H. v. TEUR 3.277 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 2.853 auf. Das Finanzergebnis verschlechterte sich durch die Erstkonsolidierung um TEUR 1 und die Steuern weisen einen zusätzlichen Ertrag von TEUR 250 auf.

Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist, mit einer Ausnahme, der 31. Dezember 2020. Die Grenzebach Machinery Pvt. Ltd., Indien, wurde mit dem Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2020 in den Konzernabschluss einbezogen.

III. Grundsätze der Konsolidierung

Allgemeines

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt, sodass die Generalklausel, ein möglichst zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, erfüllt wurde.

Die Grundsätze der Vollständigkeit und der Willkürfreiheit wurden beachtet. Die Bewertung der in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgte einheitlich nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Abweichungen von den in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgeübten Bewertungswahlrechten liegen nicht vor.

Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden erstmalig zum 1. Januar 2010 angewendet. Änderungen in den Konsolidierungsmethoden wurden grundsätzlich nicht auf Erwerbsvorgänge angewendet, die in Geschäftsjahren getätigt wurden, die vor dem 1. Januar 2010 begonnen haben (Art. 66 Abs. 3 EGHGB). Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde gem. Art 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB grundsätzlich verzichtet.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenserwerbe bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der Fassung vor dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Übersteigt der Buchwert das anteilige Eigenkapital, wurden die Unterschiedsbeträge mangels stiller Reserven als Firmenwert klassifiziert und gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. mit den Rücklagen verrechnet. Liegt das anteilige Eigenkapital über dem Beteiligungsbuchwert, wird der passive Unterschiedsbetrag, der dem Eigenkapital zuzurechnen ist, gemäß § 301 Abs. 3 Satz 3 HGB (a. F.) mit den positiven Unterschiedsbeträgen verrechnet. Passivische Unterschiedsbeträge bestanden in Höhe von TEUR 7.579. Aktivische Unterschiedsbeträge bestanden in Höhe von TEUR 44.212. Per Saldo ergibt sich damit eine Verrechnung mit übrigen Rücklagen in Höhe von TEUR 36.633.

Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die stillen Reserven und Lasten werden als Differenz zwischen den Zeit- und Buchwerten zuerst aufgedeckt. Die Beteiligung des Mutterunternehmens wird anschließend mit dem anteiligen neubewertetem Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein dabei eventuell resultierender Unterschiedsbetrag wird je nach Art (aktivisch oder passivisch) als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert oder als Unterschiedsbetrag auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Rein technisch entstehende Unterschiedsbeträge z.B. aus Anschaffungsnebenkosten oder Ergebnisvorträgen während der Konzernzugehörigkeit, werden sofort mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Soweit Aufrechnungsdifferenzen auf Währungsumrechnungen gemäß § 308a HGB beruhen, werden diese erfolgswirksam aufgelöst.

Haftungsverhältnisse sind im erforderlichen Umfang konsolidiert worden.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge wurden mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Soweit Aufrechnungsdifferenzen auf Währungsumrechnungen gemäß § 308a HGB beruhen, werden diese erfolgswirksam aufgelöst.

Behandlung von Zwischenergebnissen

Aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr ergaben sich im Geschäftsjahr 2020 keine zu eliminierenden Zwischenergebnisse.

Steuerabgrenzungen

Soweit das im Konzernabschluss ausgewiesene Jahresergebnis aufgrund der durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen von der Summe der Einzelergebnisse der einbezogenen Unternehmen abweicht, wurde der sich im Konzern ergebende Steueraufwand gemäß § 306 HGB abgegrenzt, soweit sich der zu hohe oder zu niedrige Steueraufwand in den Folgejahren voraussichtlich ausgleicht.

Nicht beherrschende Anteile

Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis der Tochterunternehmen werden unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" gemäß § 307 HGB als separater Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Erstellung der Jahresabschlüsse erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Dem Grundsatz der Vorsicht wurde dadurch entsprochen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen wurden und alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, berücksichtigt wurden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei selbst geschaffenen immaterielle Vermögensgegenstände wird das Wahlrecht zur Aktivierung gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch genommen.

Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Die Nutzungsdauer bei den immateriellen Vermögensgegenständen beträgt zwischen 3 und 7 Jahre.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden längstens über 10 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig nach der linearen und degressiven Methode. Bei Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode wird planmäßig auf die lineare Methode übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden jeweils im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen:

Gebäude von 3 Jahre bis 50 Jahre
technische Anlagen und Maschinen von 3 Jahre bis 21 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 Jahre bis 19 Jahre

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen werden Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens sowie Ausleihungen zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Rückdeckungsversicherungsansprüche, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind mit dem versicherungsmathematischen Aktivwert, der sich aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages zuzüglich der unwiderruflich zugeteilten Überschussbeteiligungen zusammensetzt, bewertet und mit den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen saldiert worden. Ein sich ergebender Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung". Nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Vorräte

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei den unfertigen Erzeugnissen erfolgt die Bewertung zu den Herstellungskosten, die angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Die je Auftrag angefallenen Fremdkapitalzinsen werden aktiviert. Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Zur verlustfreien Bewertung des Vorratsvermögens werden die Auftragserlöse den prognostizierten Selbstkosten den Kundenaufträgen gegenübergestellt. Diese enthalten neben den geschätzten Herstellungskosten nach Sondereinzelkosten des Vertriebs einen Zuschlag auf die ermittelten Herstellungskosten für noch anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten. Soweit die erwarteten Verluste projektbezogen die aktivierten unfertigen Leistungen übersteigen, werden in Höhe der übersteigenden Beträge Rückstellungen für drohende Verluste passiviert.

Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Der übersteigende Betrag wird passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch Bildung angemessener individueller, zum Teil pauschal ermittelter Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens

Der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Soweit Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung existieren, werden diese, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, in die Bewertungseinheiten einbezogen.

Eigenkapital

Bei der Erstkonsolidierung (vor dem 01.01.2010) wurden entstehende Firmenwerte ebenso wie passive Unterschiedsbeträge mit den Rücklagen verrechnet. Für die Differenzen aus der Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse von ausländischen Tochterunternehmen und für die Anteile am Kapital sowie Jahresergebnissen anderer Gesellschafter werden gesonderte Posten ausgewiesen.

Sonderposten

Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse für das Anlagevermögen. Dieser wird über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst. Mit dem Abgang dieser Vermögensgegenstände (Verkauf bzw. Verschrottung) werden die darauf entfallenden Sonderposten vollständig aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden im Inland unter Verwendung der aktualisierten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Als Zinssatz wurde der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit 2,31 % angesetzt. Folgende weitere Parameter wurden bei der Bewertung der Pensionsrückstellung berücksichtigt:

2020
Rententrend 1,1 %
Fluktuationstrend 0,0 %

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde ausschließlich für das Blockmodell gebildet. Der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Rückstellung liegt die aktualisierte Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Als Zinssatz wurde der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit 1,71 % angesetzt. Als weiterer Parameter wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von Tochterunternehmen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

V. Grundlagen für die Währungsumrechnung

Einzelposten in Inlandsabschlüssen

In Fremdwährung angekaufte Anlagengegenstände und Rohstoffe sind bei Kreditkäufen mit dem Mittelkurs am Tag des Entstehens der Verbindlichkeit, Valutaforderungen mit dem Mittelkurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung und Valutaverbindlichkeiten mit dem Mittelkurs am Tag des Entstehens der Verbindlichkeit gebucht. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgte grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs. Die Vorschriften der §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB finden auf Vermögensgegenstände und Schulden, die auf fremde Währung lauten, nur bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Anwendung.

Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung werden nach Bedarf abgesichert.

Jahresabschlüsse einbezogener ausländischer Tochtergesellschaften

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogener ausländischer Tochtergesellschaften wurden nach § 308a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet wurden. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst.

VI. Latente Steuern

Latente Steuern in Einzelabschlüssen

Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer Verlustverrechnung führen, wurden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze, die sich wie folgt zusammensetzen:

Gesellschaften %
Grenzebach Maschinenbau GmbH, Hamlar, Deutschland 26,68
Grenzebach Corporation, Newnan, USA 22,00
Grenzebach Machinery Pvt. Ltd., Pune, Indien 22,00
Grenzebach Machinery (Jiashan) Ltd., Jiashan, China, 15,00
OOO Grenzebach Mashtech, Moskau, Russland 20,00
Grenzebach CTTF GmbH, Deutschland 26,68
GNUD EFCO OPERATIONS SRL, Rumänien 16,00

Im Geschäftsjahr 2020 ergibt sich saldiert ein Überhang von aktiven latenten Steuern. Dies begründet sich im Wesentlichen auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von sonstigen Rückstellungen und Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (vor Verrechnung mit den Deckungsvermögen) sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Das Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern wurde ausgeübt.

VII. Angaben zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

1. Zusammensetzung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Die nicht auftragsbezogenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen im Geschäftsjahr 2020 8,5 Mio. EUR. Davon wurden 2,8 Mio. EUR in den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB aktiviert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, sofern nachstehend nichts anderes angegeben ist, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 351) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Ein Tochterunternehmen hat gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 13.641 (Vorjahr: TEUR 11.108). Eines der Darlehen ist durch eine Abtretung künftiger Mieterträge abgesichert und wird mit 1,0 % p. a. verzinst.

3. Latente Steuern

Veränderung latente Steuern

TEUR
Aktive latente Steuern 01.01.2020 12.431
Veränderungen Aktive latente Steuern aufgrund von Aktiven Latenzen i. S. v. § 274 HGB i. V. m. § 298 HGB 5.268
Veränderung aufgrund von Schuldenkonsolidierung 30
Veränderung aufgrund von Zwischenergebniseliminierungen 0
Aktive latente Steuern 31.12.2020 17.729
Passive latente Steuern 01.01.2020 1.210
Veränderung passive latente Steuern aufgrund von latenten Steuern i. S. v. § 274 HGB i. V. m. § 298 HGB -187
Veränderung aufgrund von Schuldenkonsolidierung 0
Passive latente Steuern 31.12.2020 1.023
Saldierter Ausweis
Aktivüberhang latente Steuern 01.01.2020 11.221
Kumulierte Veränderung latente Steuern aufgrund von Aktiven Latenzen i. S. v. § 274 HGB i. V. m. § 298 HGB 5.455
Veränderung aufgrund von Schuldenkonsolidierung 30
Veränderung aufgrund von Zwischenergebniseliminierung 0
Aktivüberhang latente Steuern 31.12.2020 16.706

4. Pensionsrückstellung

Die Pensionsrückstellung stellt sich wie folgt dar:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
(fortgeführte) Anschaffungskosten Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen 1.591 1.616
beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtung 1.591 1.616
Anwartschaftsbarwerte der Versorgungszusagen -2.829 -2.953
Rückstellungen für Pensionen -1.260 -1.373
aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 22 35

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach den vergangenen sieben Jahren beträgt TEUR 197.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
kunden- und auftragsspezifische Verpflichtungen 36.504 39.452
Personalverpflichtungen 8.036 11.560
übrige Verpflichtungen 23.715 22.417
Summe 68.255 73.429

In den sonstigen Rückstellungen ist eine Aufwandsrückstellung für die Sanierung von Dachflächen in Höhe von 577 TEUR enthalten, die Rückstellung wird nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten.

Die Rückstellung für Altersteilzeit, die entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Deckungsvermögen verrechnet wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
(fortgeführte) Anschaffungskosten Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtung 2.356 2.574
beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtung 2.356 2.574
Barwert der Altersteilzeitverpflichtung -1.054 -1.842
sonstige Rückstellung -167 -64
aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.469 796

In Ermangelung eines aktiven Marktes und anerkannter Bewertungsmodelle für verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche erfolgt die Bewertung der saldierten Rückdeckungsversicherungen zu den fortgeführten Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 4 S. 4 HGB. Damit entsprechen sich Zeitwert und fortgeführte Anschaffungskosten.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sowie die Kreditsicherheiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung:

2020 Gesamt
TEUR
davon bis zu 1 Jahr
TEUR
davon 1 bis 5 Jahre
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.917 4.724 10.193 0
(Vorjahr) (17.690) (3.749) (13.941) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.814 28.814 0 0
(Vorjahr) (31.424) (31.424) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.118 22.118 0 0
(Vorjahr) (17.584) (17.584) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10 10 0 0
(Vorjahr) (5) (5) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 90 90 0 0
(Vorjahr) (136) (136) (0) (0)
Sonstigen Verbindlichkeiten 6.740 6.740 0 0
(Vorjahr) (2.873) (2.873) (0) (0)
Summe 72.689 62.496 10.193 0
(Vorjahr) (69.712) (55.771) (13.941) (0)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 13.941 durch Grundpfandrechte besichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

VIII. Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

1. Aufteilung der Umsatzerlöse

nach geographischen Märkten: 2020
TEUR
2019
TEUR
Deutschland 29.160 41.519
38 Europäische Union 24.340 32.338
Europa (ohne Europäische Union) 4.113 3.066
Nordamerika 54.500 89.250
Süd- und Mittelamerika 1.819 1.193
Asien 73.686 132.802
Afrika 28.104 9.403
nicht produktbezogen 907 987
222.386 310.853
nach Sparten: 2020
TEUR
2019
TEUR
Glastechnik 86.262 157.084
Baustofftechnik / Holz 47.055 42.272
Service 30.228 35.286
Intralogistik 7.194 4.686
Sonstiges 51.647 71.525
222.386 310.853

2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sind folgende Fremdwährungsergebnisse enthalten:

2020
TEUR
2019
TEUR
Fremdwährungsaufwand 7.534 2.843
Fremdwährungsertrag 7.532 3.730

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.563 (Vorjahr: TEUR 15.298), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 766 (Vorjahr: TEUR 855), Gewinne aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 176).

In den Abschreibungen auf Anlagevermögen sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.840 (Vorjahr: TEUR 4.723) enthalten.

3. Finanzergebnis

Im Finanzergebnis sind die saldierten Beträge aus den Finanzaufwendungen der Pensions- und Personalrückstellungen mit den entsprechenden Erträgen und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen verrechnet:

2020
TEUR
2019
TEUR
Erträge aus zu verrechnenden Vermögensgegenständen -94 -92
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen 73 114
Finanzertrag aus Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen -21 22

Der Zinsaufwand umfasst daneben die Aufwendungen aus der Aufzinsung von anderen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 22).

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und betreffen in Höhe von TEUR 1.192 Vorjahre (Vorjahr: TEUR 369).

IX. Sonstige Angaben

1. Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten

Zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente mit Laufzeiten bis Ende Dezember 2021 eingesetzt.

Aufgrund bestehender USD-Guthaben bei Kreditinstituten und geplanter eingehender USD-Zahlungen in Höhe von insgesamt TUSD 21.100 hat das Unternehmen Risiken aus der Änderung von Wechselkursen. Diese Risiken werden zum Teil durch derivative Finanzgeschäfte (Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte) abgesichert und zu Makro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Marktbewertung sämtlicher derivativer Finanzinstrumente beläuft sich auf TEUR 1.225. Die Sicherungsbeziehung zwischen Grundgeschäft und Derivat besteht bis zum Fälligkeitstag der geplanten Transaktion. Durch die Übereinstimmung der wesentlichen Ausgestaltungsmerkmale der Transaktionen einer Bewertungseinheit gleichen sich die Zahlungsströme aus. Die Effektivität wird durch einen Critical Term Match sichergestellt.

Die Regelungen zur Bildung von Bewertungseinheiten zur kompensatorischen Bewertung (Einfrierungsmethode) der Sicherungsbeziehung werden angewandt.

2. Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2020 bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen oder anderen Personen aus Bürgschaften in Höhe von insgesamt 7,8 Mio. EUR. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird zum Stichtag seitens der gesetzlichen Vertreter als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen:

in 2021 TEUR 2022 bis 2025
TEUR
ab 2026 jährlich
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtung 2.928 3.617 31

4. Angaben zu Geschäftsführungsorganen

menheim, wird durch die Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, ausgeführt. Die Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind:

- Herr Dr. Michael Proeller, Geschäftsführer, Augsburg

- Frau Sonja Grenzebach-Proeller, Geschäftsführerin, Augsburg

Bezüglich der Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendungen Gebrauch gemacht.

5. Angaben zum Beirat

Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

- Frau Sonja Grenzebach-Proeller, Augsburg

- Herr Rudolf Grenzebach, Asbach-Bäumenheim

- Herr Dieter R. Kirchmair, Augsburg

- Herr Dr. Michael Proeller, Augsburg

- Prof. Dr. Gordon Rohmair, Memmingen

Beiratsvergütungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 108) bezahlt.

6. Angaben zu persönlich haftenden Gesellschaftern

Name und Sitz des persönlich haftenden Gesellschafters Gezeichnetes Kapital des persönlich haftenden Gesellschafters
EUR
Asbach-Bäumenheim 27.500

7. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2019 beschäftigt (ohne Auszubildende):

510 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 353)
927 Angestellte (Vorjahr: 883)

8. Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften

Das Mutterunternehmen beabsichtigt hinsichtlich der Offenlegung seines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 von der Erleichterungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch zu machen.

Folgende Tochter- und Enkelunternehmen beabsichtigen hinsichtlich der Offenlegung und Aufstellung ihres jeweiligen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen:

- Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland

- Grenzebach International GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland

- Grenzebach BSH GmbH, Bad Hersfeld, Deutschland

- Grenzebach Automation GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland

- dr. schwab Inspection Technoloy GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland

- inos Automationssoftware GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland

- Grenzebach Digital GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland

9. Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 beläuft sich auf insgesamt TEUR 251. Davon entfallen auf:

Abschlussprüfungsleistungen 103 TEUR
andere Bestätigungsleistungen 4 TEUR
Steuerberatungsleistungen 144 TEUR

10. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 828 ab. Der Gewinn wurde auf den variablen Kapitalkonten der Gesellschafter erfasst.

11. Investmentvermögen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB

Das Mutterunternehmen ist mittelbar an einem Mischfonds beteiligt. Das Anlageziel des Mischfonds liegt in der Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite des angelegten Kapitals nach Inflation, Kosten und Steuern. Der Buchwert der Anteile beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf 67,5 Mio. EUR, der Marktwert zum 31. Dezember 2020 liegt bei 81,6 Mio. EUR. Die Anteile können mit einer Vorankündigungsfrist von 70 Kalendertagen zurückgegeben werden. Im Geschäftsjahr sind aus dem Mischfonds Ausschüttungen i. H. v. 9,7 Mio. EUR vorgenommen worden.

X. Konzerneigenkapitalspiegel

Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde unter Anwendung des DRS 22 aufgestellt. Die Gliederung erfolgte analog dem "Schema des Konzerneigenkapitalspiegels für Mutterunternehmen in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft" (Anlage 2).

Die gesellschafterbezogenen variablen Kapitalkonten des Mutterunternehmens belaufen sich am Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 24.909. Entsprechend dem Gesellschaftsvertrag der Grenzebach GmbH & Co. KG stehen diese den Gesellschaftern für Entnahmen zur Verfügung. Die dem Mutterunternehmen zuzurechnenden Posten des Eigenkapitals unterliegen keinen Ausschüttungs- oder Abführungssperren.

XI. Kapitalflussrechnung

In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Restlaufzeit von maximal 3 Monaten einbezogen. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, werden, soweit vorhanden, ebenfalls in den Finanzmittelfonds einbezogen und offen abgesetzt.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
liquide Mittel 104.993 98.569
davon in den Finanzmittelfonds einbezogen 103.462 95.214
sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 28.398
davon in den Finanzmittelfonds einbezogen 0 21.700
Finanzmittelfonds 103.462 116.914

 

Asbach-Bäumenheim, den 16. April 2021

Grenzebach GmbH & Co. KG
vertreten durch Grenzebach Verwaltungs-GmbH

Sonja Grenzebach-Proeller, Geschäftsführerin

Dr. Michael Proeller, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Abgänge
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.246.050,42 2.816.359,93 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.704.586,64 400.841,79 -11.507,00 -20.483,63
Geschäfts- oder Firmenwert 4.597.806,86 0,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 291.430,14 3.788.890,14 0,00 0,00
13.839.874,06 7.006.091,86 -11.507,00 -20.483,63
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.448.265,18 43.583,70 -337.143,90 -325,03
Technische Anlagen und Maschinen 26.336.150,55 988.946,81 -549.142,75 -117.017,02
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.480.787,75 1.023.234,44 -105.009,80 -490.588,92
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.672,91 1.339.421,56 -59.310,39 -10.056,10
72.306.876,39 3.395.186,51 -1.050.606,84 -617.987,07
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.688.030,44 -306,11 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 67.986.204,74 10.500.000,00 0,00 -1.030.969,15
Beteiligungen 2.685.250,30 0,00 -67.612,41 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 75.502.317,89 0,00 0,00 -7.864.449,10
Sonstige Ausleihungen 2.445.202,87 0,00 0,00 -2.442.502,87
154.307.006,24 10.499.693,89 -67.612,41 -11.337.921,12
240.453.756,69 20.900.972,26 -1.129.726,25 -11.976.391,82
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
Veränderung Konsolidierungskreis
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 819.171,46
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
0,00 819.171,46
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.155.309,55
Technische Anlagen und Maschinen 10.486,45 731.285,64
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 241.091,13
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -10.486,45 0,00
0,00 6.127.686,32
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 -5.687.724,33
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 -5.687.724,33
0,00 1.259.133,45
Stand am 31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.062.410,35
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.892.609,26
Geschäfts- oder Firmenwert 4.597.806,86
Geleistete Anzahlungen 4.080.320,28
21.633.146,75
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.309.689,50
Technische Anlagen und Maschinen 27.400.709,68
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.149.514,60
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.301.241,53
80.161.155,31
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 77.455.235,59
Beteiligungen 2.617.637,89
Wertpapiere des Anlagevermögens 67.637.868,79
Sonstige Ausleihungen 2.700,00
147.713.442,27
249.507.744,33
Abschreibungen
Stand am 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 211.816,59 1.908.359,83 0,00 0,00 2.120.176,42
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.834.453,05 606.095,08 -9.217,59 -18.080,90 5.413.249,64
Geschäfts- oder Firmenwert 2.956.904,93 182.322,48 0,00 0,00 3.139.227,41
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.003.174,57 2.696.777,39 -9.217,59 -18.080,90 10.672.653,47
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.336.227,01 1.170.125,63 -178.961,95 -108,35 18.327.282,34
Technische Anlagen und Maschinen 15.699.772,24 2.034.976,86 -373.583,05 -86.836,81 17.274.329,24
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.942.168,92 1.338.430,13 -72.765,22 -383.770,04 8.824.063,79
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
40.978.168,17 4.543.532,62 -625.310,22 -470.715,20 44.425.675,37
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
48.981.342,74 7.240.310,01 -634.527,81 -488.796,10 55.098.328,84
Buchwerte
Stand am 31.12.2020
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.942.233,93 3.034.233,83
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.479.359,62 870.133,59
Geschäfts- oder Firmenwert 1.458.579,45 1.640.901,93
Geleistete Anzahlungen 4.080.320,28 291.430,14
10.960.493,28 5.836.699,49
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.982.407,16 17.112.038,17
Technische Anlagen und Maschinen 10.126.380,44 10.636.378,31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.325.450,81 3.538.618,83
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.301.241,53 41.672,91
35.735.479,94 31.328.708,22
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.688.030,44
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 77.455.235,59 67.986.204,74
Beteiligungen 2.617.637,89 2.685.250,30
Wertpapiere des Anlagevermögens 67.637.868,79 75.502.317,89
Sonstige Ausleihungen 2.700,00 2.445.202,87
147.713.442,27 154.307.006,24
194.409.415,49 191.472.413,95

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2020

GRENZEBACH GMBH & CO. KG, ASBACH-BÄUMENHEIM

2020
TEUR
2019
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 10.078 18.041
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.240 4.723
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -6.589 -12.288
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -31 0
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 5.255 -489
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 6.566 -2.888
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen -896 132
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) -205 -1.223
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) -103 13.965
Ertragsteuerzahlungen (+/-) -6.396 -5.826
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 14.921 14.145
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 2 2
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -7.006 -4.202
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 146 20
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.395 -6.850
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 12.235 1.041
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -10.500 -7.061
Auszahlungen (-) für Veränderungen des Konsolidierungskreises -867 0
Einzahlungen (+) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 11.791
Auszahlungen (-) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -13.558 -7.783
Einzahlungen (+) aus Deckungsvermögen/Auszahlungen (-) für den Erwerb oder die Herstellung von Deckungsvermögen 44 796
Erhaltene (+) Zinsen 1.151 1.833
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -21.749 -10.412
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen (-) aus Entnahmen der Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.162 -953
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -2.699 -3.749
Gezahlte (-) Zinsen -761 -327
Gezahlte (-) Dividenden an andere Gesellschafter -27 -578
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.650 -5.607
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Zwischensummen 1 - 3) -11.478 -1.873
Wechselkurs- und konsolidierungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.974 692
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 116.914 118.095
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 103.462 116.914
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 104.993 98.569
davon Zahlungsmitteläquivalente die Kriterien Finanzmittelfonds erfüllen 103.462 95.214
davon Zahlungsmittelfäquivalente die Kriterien Finanzmittelfonds nicht erfüllen 1.531 3.355
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 28.398
davon Zahlungsmitteläquivalente die Kriterien Finanzmittelfonds erfüllen 0 21.700
davon Zahlungsmittelfäquivalente die Kriterien Finanzmittelfonds nicht erfüllen 0 6.698
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 103.462 116.914

EIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2020

GRENZEBACH GMBH & CO. KG, ASBACH-BÄUMENHEIM

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
Kapitalanteile persönlich haftender Gesellschafter Kapitalanteile Kommanditisten
TEUR Festkapital
TEUR
Variable Kapitalkonten
TEUR
Verlustsonderkonten
TEUR
Summe Kapitalanteile Kommanditisten
TEUR
Stand am 31.12.2018 0,00 3.612 25.588 0 29.200
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0 283 0 283
Entnahmen der Gesellschafter 0,00 0 -953 0 -953
Währungsumrechnung 0,00 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0,00 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 0,00 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0,00 0 1.235 0 1.235
Stand am 31.12.2019 0,00 3.612 26.153 0 29.765
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
TEUR
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31.12.2018 186.416 158 0 218.774
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 283
Entnahmen der Gesellschafter 0 0 0 -953
Währungsumrechnung 0 212 0 212
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 -47 0 -47
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 16.686 0 0 17.922
Stand am 31.12.2019 206.102 323 0 236.190
Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
TEUR
Summe
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31.12.2018 -487 0 -71 -558 218.216
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 0 283
Entnahmen der Gesellschafter 0 0 0 0 -953
Währungsumrechnung 0 -9 0 -9 203
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
sonstige Veränderungen -578 0 0 -578 -625
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 0 0 119 119 119
Ergebnisverwendung 0 0 0 0 17.922
Stand am 31.12.2019 -1.065 -9 48 -1.025 235.165
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
Kapitalanteile persönlich haftender Gesellschafter Kapitalanteile Kommanditisten
TEUR Festkapital
TEUR
Variable Kapitalkonten
TEUR
Verlustsonderkonten
TEUR
Summe Kapitalanteile Kommanditisten
TEUR
Stand am 31.12.2019 0,00 3.612 26.153 0 29.765
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0 278 0 278
Entnahmen der Gesellschafter 0,00 0 -2351 0 -2.351
Währungsumrechnung 0,00 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0,00 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 0,00 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0,00 0 828 0 828
Stand am 31.12.2020 0,00 3.612 24.909 0 28.521
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
TEUR
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31.12.2019 206.102 323 0 236.190
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 278
Entnahmen der Gesellschafter 0 0 0 -2.351
Währungsumrechnung 0 -1.332 0 -1.332
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 248 0 248
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 9.250 0 0 10.078
Stand am 31.12.2020 215.352 -762 0 243.112
Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
TEUR
Summe
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31.12.2018 -1.065 -9 48 -1.025 235.165
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 0 278
Entnahmen der Gesellschafter 0 0 0 0 -2.351
Währungsumrechnung 0 58 0 58 -1.274
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 38 0 0 38 285
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 0 0 904 904 904
Ergebnisverwendung 0 0 0 0 10.078
Stand am 31.12.2019 -1.027 49 953 -26 243.086

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung sowie der Konzernsegmentierung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 16. April 2021

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

gez. Appel, Wirtschaftsprüfer

(An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)

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