thermovolt AGLiquidiert
18147 Rostock, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Dahl seit 15.7.2013 | Vorstandsmitglied |
Gunnar Jens Günase seit 15.12.2011 | Vorstandsmitglied |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
thermovolt AGRostock(vormals: Roggentin)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtI. Wirtschaftsbericht 1. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2010 Das Unternehmen war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 in den Geschäftsfeldern Photovoltaik und Wärmeversorgung tätig. Das Geschäftsfeld Photovoltaik gliedert sich in folgende Bereiche:
Bei Dach- und Freifeldanlagen gilt, dass wir bei Generalunternehmer-Verträgen ab einer Leistung von 50 KW und bei Montageaufträgen in der Regel ab einer Leistung von 1 MW arbeiten. Für Freifeldanlagen gilt bei Aufträgen als Generalunternehmer sowie bei Montageaufträgen eine Leistung von jeweils 500 KW als Auftrags-Untergrenze. Für die Betriebsführung der Anlagen verfügen wir über ein computergestütztes, wechselrichter-unabhängiges Datenauswertungssystem. Die Anlagen werden online überwacht. Wir stellen einen 48-stündigen Reparaturmodus sicher. Unser Angebot gilt für Deutschland, Frankreich, Italien und England, bei den Auslandsmärkten jeweils mit geringfügigen Modifikationen. Unsere Kunden sind:
Darüber hinaus werden in geringem Umfang Eigenanlagen bzw. Anlagen für Nahestehende gebaut. Der Schwerpunkt der Tätigkeit in 2010 lag wie im Vorjahr in der Errichtung von Großanlagen. Der Durchschnitt der erstellten Anlagen lag bei 0,8 MW, wobei sich das Geschäft insbesondere wegen des Großauftrages Megasol ins Ausland (hier vornehmlich Italien) verlagerte. Diese nordwestlich von Rom gelegene Großanlage wird in der Endausbaustufe 40 MW erreichen und in drei Schritten realisiert werden. Der erste Bauabschnitt trug mit etwa 25 % zur Gesamtleistung bei. Das Deutschlandgeschäft war geprägt durch die insgesamt dreimalige Absenkung, z. B. bei Gebäudeanlagen ab 100 KW von 35,23 Cent (bis 30.06.2010 auf dann 30,65 Cent und ab 01.10.2010 auf 29,59 Cent mit einer nochmaligen Absenkung ab 01.01.2011 auf 26,93 Cent - zum Vergleich: Für diese Anlagen betrug die Einspeisevergütung bis Ende 2009 39,58 Cent). Damit einher gingen die jeweils zu den Stichtagen fertig zu stellenden Anlagen mit allen damit zusammenhängenden Problemen der rechtzeitigen Fertigstellung. Wir erlebten erstmalig auch deutliche Lieferengpässe insbesondere bei Wechselrichtern und sonstigen Komponenten. Wir haben alle Anlagen so rechtzeitig fertig stellen können, dass die prognostizierte Einspeisevergütung für den Endkunden auch erreicht wurde. Bei 50 hergestellten Anlagen hat diese Leistung, die verbunden war mit einem Anstieg der Gesamtleistung um 68,4 % oder Mio€ 19,5 auf Mio€ 48,1, die maximale Leistungsfähigkeit des Unternehmens erreichen lassen. Bei Vollauslastung unserer Kapazitäten konnten wir den geplanten Rohertrag von 14,5 % nicht voll durchholen (14,1 %). Auch im Vergleich zum Vorjahr sank die Rohertragsquote leicht um 1,5-%-Punkte. Bei einem um 69,2 % gestiegenen Personalaufwand blieb die Quote mit 4,8 % auf Vorjahresniveau. Die übrigen Kostenpositionen entwickelten sich korrespondierend zur Umsatzentwicklung und stiegen insgesamt um 39 %. Das Betriebsergebnis lag damit um T€ 569 bzw. 41,4 % über dem Vorjahr. 2. Lage des Unternehmens Die Vermögenslage ist als gut zu bezeichnen. Wie im Vorjahr werden wir den Bilanzgewinn von T€ 1.187,5 thesaurieren. Zusammen mit den unterjährig durchgeführten Kapitalerhöhungen um T€ 1.260 wird die Eigenkapitalquote aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sich leicht von 18,5 % auf 18,7 % reduzieren. Der Anstieg der Bilanzsumme um rd. Mio€ 8,2 auf Mio€ 18,4 ergab sich aufgrund des zum Jahresende vorhandenen Auftragsbooms. Die Betriebsleistung des Unternehmens allein im Dezember 2010 lag bei rd. Mio€ 9, was einen entsprechenden Anstieg der Bilanzsumme zum Jahresende zur Folge hatte. Ziel ist es, eine Eigenkapitalquote von 40,0 % zu erreichen. Alle wesentlichen Relationen haben sich gegenüber dem Vorjahr verbessert bzw. sind nahezu gleich geblieben. Der abermalige Anstieg des Anlagevermögens um T€ 1.254 - im Wesentlichen zurückzuführen auf die Anschaffung eines betrieblich genutzten Gebäudes - auf nunmehr T€ 2.838 wird kompensiert durch die auf T€ 4.965 angestiegenen Eigenmittel und langfristigen Fremdmittel. Der Anstieg von T€ 2.072 führt zu einer Anlagendeckung von üppigen 174,9 % mit entsprechend positiven Auswirkungen auf das Working Capital des Unternehmens. Der Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um rd. Mio€ 5 auf Mio€ 10,7 einhergehend mit dem Anstieg von Kundenforderungen in Höhe von Mio€ 3,6 um Mio€ 2,5 auf Mio€ 6,1 ist eng verknüpft mit der exorbitanten Betriebsleistung im Dezember 2010 und hat mittlerweile wieder Normalmaße erreicht. Die Finanzlage ist gut. Die Zahlungsfähigkeit war im Jahre 2010 stets gegeben. Die guten Bonitätseinstufungen bei unseren Bank- und Versicherungspartnern (Kautionsversicherungen) haben uns in die Lage versetzt, das Volumen insbesondere bei den Kautionsversicherungen auf verschiedene Versicherungspartner auszubauen. Die strukturelle Liquidität war gut, die aktuelle Liquidität zufrieden stellend. Wir haben Anfang 2011 unsere EDV-Verarbeitung auf das Programm "Bau für Windows" umgestellt. II. Bericht über die zukünftige Entwicklung 1. Voraussichtliche Entwicklung Wir sind mit der Erwartung in das Jahr 2011 gestartet, dass zu rd. einem Drittel realisierte Projekt Megasol in zwei weiteren Abschnitten von rd. 13 MW weiter zu bauen. Ein entsprechender Vorvertrag wurde dazu abgeschlossen. Die italienische Regierung hat am 03.03.2011 das so genannte "Nuovo conto energia" zunächst ausgesetzt und zwar für alle Anlagen, die nicht bis zum 01.06.2011 am Netz sind. Das hat dazu geführt, dass alle angearbeiteten Projekte durch die Finanzierungsgeber gestoppt wurden, weil zu dem Zeitpunkt nicht feststand, wie es nach dem 01.06.2011 weitergehen soll. Mit Dekret des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung vom 05.05.2011 wurden die Einspeisevergütungen für Großanlagen jeweils in Monatsschritten um jeweils 1,3 Cent von 0,264 €/kWh bis Ende September auf 0,231 €/kWh erhöht. Danach sinkt der Tarif um rd. 2 Cent pro Monat. Wir erwarten nunmehr, dass es mit Megasol II und III kurzfristig weitergeht, um noch in die relativ moderate Abstaffelung der Tarife bis Ende September 2011 zu kommen. Der Auftragswert beträgt hier rd. Mio€ 27. Seit dem letzten Trimester 2010 bearbeiten wir mit dem Ziel, hier letztendlich zu Abschlüssen zu gelangen, den englischen Markt. Aktuell konnten wir mit Lightsource Ltd. Vorverträge und Verträge zu vier Projekten abschließen. Dieses ist aufgrund der recht kurzen Zeitdauer eines Ressourceneinsatzes eine erfreuliche Entwicklung. Die Verträge haben einen Gegenwert von rd. Mio. Pfund 13. Wir konnten darüber hinaus mit dem Bosch-Konzern einen reinen Montageauftrag mit einem Gegenwert von Mio€ 7,5 hereinnehmen. Auch in England flammt die gleiche Diskussion wie in Italien wieder auf, nämlich zügige Absenkung der Einspeisevergütung, die das relativ junge Photovoltaikgeschäft in England wieder weitgehend einschränken wird. Voraussichtlich wird die Einspeisevergütung zum 01.08.2011 bereits gesenkt und zukünftig auf kleinere Dachanlagen beschränkt. Der Markt in Frankreich hat sich nach der Deckelung der Gesamtinstallation von 0,5 GW (zum Vergleich: In Deutschland wurden in 2010 rd. 9 GW installiert) seitwärts entwickelt. Das Auftragsvolumen dort beläuft sich auf rd. 5 MW oder Mio€ 9,9, verteilt auf eine deutsche und eine französische Adresse mit deutschem Hintergrund. Die weitere Entwicklung in diesem Markt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwer zu beurteilen. In Deutschland wird die Einspeisevergütung zum 30.06.2011 abermals gesenkt, was bereits zu einem weiteren Preisverfall auf dem Modul- und Installationsmarkt geführt hat. Wurden in 2008 noch rd. € 4.000,00 für eine Installation eine Leistung von 1 KWp bezahlt, liegt dieser Preis mittlerweile insbesondere aufgrund des weiteren Verfalls der Modulpreise bei unter € 2.000,00 pro kWp installierter Leistung. Wir erwarten kurzfristig für Dünnschichtmodule einen Preis von unter € 1.000,00 pro kWp. Zum Vergleich: Für gleichwertige Modultypen haben wir bis in das Jahr 2009 hinein € 2.400,00 pro kWp bezahlt! Der Fokus im Deutschlandgeschäft liegt bei der Abarbeitung von Aufträgen mit unserer Stammkundschaft. Wir schenken darüber hinaus dem Betriebsführungs- und Wartungsgeschäft auf der Grundlage einer von uns entwickelten Überwachungssoftware erhöhte Aufmerksamkeit. Das Projekt Megasol mit einem Wartungsgeschäft von rd. T€ 800 p.a. nur für den ersten Bauabschnitt zeigt die langfristige Perspektive, die sich unserem Unternehmen hier eröffnet. 2. Risikobericht Der Sprung in der Gesamtleistung von rd. Mio€ 28,6 auf Mio€ 48,2 war hinsichtlich der Durchfinanzierung mit entsprechenden Avalen schwierig. Insbesondere weil es sich bei dem Projekt Megasol um Großprojekt handelte und entsprechende Avale über mehrere Kautionsversicherer abgewickelt werden mussten. Die dafür notwendigen Kreditlinien konnten jedoch rechtzeitig eingeworben werden. Darüber hinaus standen uns aufgrund der guten Bonität ausreichend Lieferantenkreditlinien zur Verfügung. Hier war es hilfreich, dass die Kautionsversicherer auch gleichzeitig als Forderungsversicherer fungieren und wir dort komplett offen gelegt waren. Die verspäteten Zahlungen aus der Fertigstellung Megasol konnten im Einklang mit den eingesetzten Subunternehmern durch Streckung der Ziele geregelt werden. Trotz erheblichen Fertigstellungsdruck zu den jeweiligen Absenkungsterminen in Deutschland, nämlich dem 30.06. und 31.12.2010, haben wir alle Anlagen unter Sicherung der geplanten Einspeisevergütung entsprechend fertig stellen können. Bei einer größeren Anlage haben wir einvernehmlich mit dem Kunden aufgrund der schlechten Witterungslage den Fertigstellungstermin auf 2011 verschoben. Das Geschäft in England hat es mit sich gebracht, dass wir in nennenswerten Größenordnungen Aufträge in Pfund Sterling abschließen mussten, wobei das wesentliche Einkaufsvolumen im Euroraum lag. Wir haben wesentliche Teile dieses Risikos mit Währungsoptionen gesichert. So noch verbleibende Risiken sind durch Rückstellungen und Versicherungen ausreichend eingedeckt. Zur Sicherstellung der Projektfinanzierung werden flankierend zu den bereitgestellten Lieferantenkrediten im Rahmen der Projektrealisierung angemessene Abschlagzahlungen in Abhängigkeit des Baufortschrittes vereinbart. Dies sichert die Liquidität des Unternehmens. Die Steuerung erfolgt durch einen kurzfristig gehaltenen Liquiditätsplan. III. Prognosebericht Die prognostizierte Gesamtleistung für 2011 liegt bei Mio€ 55. Trotz der allenthalben zu beobachtenden Einschränkungen und Deckelungen von Einspeisevergütungen auf unseren Auslandsmärkten ist davon auszugehen, dass die üppige Auftragslage von zurzeit Mio€ 40,3 die anvisierte Gesamtleistung realistisch erscheinen lässt. Wir rechnen mit einer Rohertragsquote von rd. 14 % und wir rechnen mit einem Jahresüberschuss von rd. Mio€ 2,7. Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2012 geben wir aufgrund der ständig wechselnden Rahmenbedingungen insbesondere bei den Einspeisevergütungen nicht ab. Zurzeit ist die engere Anbindung und ggf. auch Verlagerung von personellen Ressourcen insbesondere im Montagebereich auf einen mit uns eng zusammenarbeitenden Subunternehmer geplant. Wie bereits angedeutet, werden wir das Geschäft im Bereich Betriebsführung und Wartung konsequent und auch personell ausbauen. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende Unser Vertriebsvorstand, Herr Faried Muscati, verlies das Unternehmen zum 31.05.2011.
Roggentin, den 20. Juni 2011 Prof. Dr. sc. techn. Dr.-Ing. Johannes Hoffmann, Vorstand Dipl.-Kfm. Rudolf Rinck, Vorstand Dipl.-Betriebswirt Reiner Bethkenhagen, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der thermovolt AG, Roggentin, für das Geschäftsjahr 2010 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und des Aktien-Gesetzes aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind in der Regel im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses freiwillig die Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Im Anhang wird von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wird unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (going concern) aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des BilMoG aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandeten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 7 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Zum 1. Januar 2010 wurde die sunvolt Verwaltungs GmbH, Rostock, auf die Gesellschaft verschmolzen. Die sich hierdurch ergebenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind insgesamt zu vernachlässigen. Die wesentlichen Auswirkungen sind unter V. Sonstige Angaben erläutert. II. Angaben von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen - angesetzt. Die Abschreibungen wurden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 Euro (im Vorjahr bis 150,00 Euro) wird weiterhin die Bewertungsvereinfachung entsprechend § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen. Diese werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Die in den Vorjahren 2008 und 2009 erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften in § 6 Abs. 2 a EStG in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahre linear abgeschrieben. Für Werkzeuge wurde ein Festwert angesetzt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge sowie anteilige Fremdkapitalzinsen bewertet. Wertabschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung werden bei Bedarf vorgenommen. Die Forderungen wurden zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Nettoforderung berücksichtigt. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt. Rückstellungen sind in ihrer Höhe mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem Devisenkurs umgerechnet; die Umrechnung zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs. Soweit beim Übergang auf die durch das BilMoG geänderten Rechungslegungsvorschriften Wahlrechte bestehen, bisherige Wertansätze von Aktivposten bzw. Passivposten beizubehalten, haben wir von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Der Anlagenspiegel ist nachfolgend als Anlage zum Anhang beigefügt. Die erforderliche Aufstellung zur Entwicklung der Anschaffungskosten und der Abschreibungen sind dort zu entnehmen. 2. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 2.120 TEUR und ist eingeteilt in 2.120.000 Aktien im Nennbetrag von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Namen des Inhabers. Die Hauptversammlung vom 23. Juli 2010 hat beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von 860 TEUR um 960 TEUR auf 1.820 TEUR durch Umwandlung von Gewinnrücklagen in Grundkapital zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgte durch Ausgabe von 960.000 Stück neuen Namensaktien zu je 1,00 Euro. Sie nehmen erstmals am Gewinn des Geschäftsjahres 2010 teil. Ferner hat die Hauptversammlung vom 25. August 2010 beschlossen, im Rahmen der Verschmelzung mit der sunvolt Verwaltungs GmbH, Rostock, das Grundkapital von 1.820 TEUR um 300 TEUR auf 2.120 TEUR zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgte durch Ausgabe von 300.000 Stück neuen Namensaktien zu je 1,00 Euro. Sie nehmen erstmals am Gewinn des Geschäftsjahres 2010 teil. Der Vorstand der Gesellschaft ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. September 2011 einmalig oder mehrfach um nominal bis zu 25 TEUR durch Ausgabe von bis zu 25.000 neue Aktien im Nennbetrag von 1,00 Euro zu erhöhen. 3. Gewinnrücklage Auf Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 wurde der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 962 TEUR den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Im Rahmen der teilweisen Ergebnisverwendung wurden aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 62 TEUR der gesetzlichen Rücklage zugeführt. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Juli 2010 wurden für die Grundkapitalerhöhung 960 TEUR den Gewinnrücklagen entnommen. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieleistungen von 347 TEUR (im Vorjahr: 235 TEUR), Personalverpflichtungen für nicht in Anspruch genommenen Urlaub, aus Überstunden und Tantiemen von 293 TEUR (im Vorjahr: 54 TEUR), Berufsgenossenschaft 17 TEUR (im Vorjahr: 11 TEUR) für Jahresabschluss- und Prüfungskosten kosten von 39 TEUR (im Vorjahr: 30 TEUR), für Archivierungskosten von 18 TEUR (im Vorjahr: 19 TEUR), Prozesskosten von 25 TEUR (im Vorjahr: 25 TEUR) sowie für Nachlauf- und Baustellenkosten von 305 TEUR (im Vorjahr: 532 TEUR). 5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 478 TEUR ausgewiesen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Briefgrundschuld 680 TEUR sowie durch die Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge 547 TEUR gesichert. 6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert. 7. Sonstige Verbindlichkeiten Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 342 TEUR ausgewiesen. Von dem ausgewiesenen Betrag sind 264 TEUR durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Maschinen und Photovoltaikanlagen gesichert. 8. Haftungsverhältnisse Zugunsten der thermovolt Verwaltungsgesellschaft mbH & Solaranlagen Rostock KG wurde eine Patronatserklärung abgeben. Die Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der thermovolt Verwaltungsgesellschaft mbH & Solaranlagen Rostock KG als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen, liegen nicht vor. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingaufwendungen und betragen jährlich ca. 191 TEUR. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 105 TEUR enthalten und betreffen Auflösung von Rückstellungen (85 TEUR) und Erträge von Anlagenverkäufen (20 TEUR). 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2 TEUR enthalten. 3. Außerordentliche Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen den Verlust aus der Verschmelzung mit der sunvolt Verwaltungs GmbH. 4. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer Angabe der durchschnittlichen Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen:
2. Gesetzliche Vertreter Zum Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2010 bestellt: Herr Dipl. Kfm. Rudolf Rinck (Kaufmann) Herr Prof. Dr. sc. techn. Dr.-Ing. Johannes Hoffmann (em) Herr Dipl.-Betriebswirt Reiner Bethkenhagen (Ingenieur) Herr Dipl.-Ing. agr. Faried Muscati (FH) Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2010 220 TEUR. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt zusammen: Herr René Eckhard (Rechtsanwalt) Vorsitzender Herr Hans-Hermann Ley (Steuerberater) Frau Anke Dahl (Lehrerin) Es bestehen Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates in Höhe von 65 TEUR. Die Vorschüsse und Darlehen wurden jährlich mit 1,5 % bis 5,0 % verzinst. 3. Beteiligungen Die Gesellschaft ist zu 100 % an der thermovolt Verwaltungsgesellschaft mbH, Roggentin beteiligt. Das Stammkapital beträgt 25 TEUR. Zum 31. Dezember 2009 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von 26 TEUR aus. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 betrug 0,6 TEUR. Ferner ist die Gesellschaft zu 100 % an der Linear.Solar Projekt GmbH, Roggentin, beteiligt. Das Stammkapital beträgt 25 TEUR. Zum 31. Dezember 2009 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von 26 TEUR aus. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009 betrug 0,4 TEUR. 4. Verschmelzung Die wesentliche Vermögensgegenstände, die im Zusammenhang mit der Verschmelzung mit der sunvolt Verwaltungs GmbH übernommen wurden, waren Vertragsrechte in Höhe von 360 TEUR und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 65 TEUR sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 28 TEUR. Zu den Schulden zählten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 65 TEUR, sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 67 TEUR sowie passive latente Steuern in Höhe von 63 TEUR. Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Roggentin, 20. Juni 2011 Prof. Dr. sc. techn. Dr.-Ing. Johannes Hoffmann, Vorstand Dipl. Kfm. Rudolf Rinck, Vorstand Dipl.-Betriebswirt Reiner Bethkenhagen, Vorstand Anlagespiegel
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010der thermovolt AGSehr geehrter Herr Dahl, im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Auch in Einzelgesprächen von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand wurden die aktuellen Fragen zur Lage der Gesellschaft erörtert. Im Geschäftsjahr 2010 fanden Aufsichtsratssitzungen am 28. Mai 2010 und am 10. November 2010 statt. An diesen Sitzungen haben stets alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist unter Einbeziehung der Buchführung von der mercurius GmbH geprüft worden. Er wurde auf Grund der Größe der Gesellschaft der Jahresabschluss- und der Lagebericht gemäß HGB entsprechend der gesetzlichen Notwendigkeit geprüft. Das Prüfergebnis lautet: Es wird ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit folgendem Inhalt erteilt: Verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes ist der Vorstand. Der Wirtschaftsprüfer hat die Prüfung unter der Anwendung des risikoorientierten Prüfungsansatzes vorgenommen. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Jahresabschluss- und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Es wurde festgestellt, dass eine positive Geschäftsentwicklung zu verzeichnen ist. Auf Grund der guten wirtschaftlichen Lage war die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 deutlich positiver. Es konnte eine Umsatzsteigerung von 87 % verzeichnet werden. Der Rohertrag stieg um 52 %. Entsprechend der Umsatzsteigerung stiegen auch die Kosten um 56,2 %. Ferner wurde festgestellt, dass das interne Kontroll- und Risikofrüherkennungssystem nur in Teilbereichen angemessen ist und nicht in vollem Umfang den gesetzlichen und geschäftlichen Erfordernissen entspricht. Insofern wurden Maßnahmen, wie verbesserte Mitarbeiterschulung und Strukturergänzungen sowie Maßnahmen im EDV-Bereich vorgeschlagen. Der Vorstand wurde angewiesen, entsprechende Maßnahmen zu veranlassen. Für das Geschäftsjahr 2010 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die thermovolt AG entsprechend den vorgelegten Unterlagen in der Sitzung vom 22. Juni 2011 in Abwesenheit des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss 2010 gebilligt, der somit gem. § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, nämlich von dem Bilanzgewinn in Höhe von gesamt 1.187.495,57 EUR wie folgt zu verwenden: 1. Bilanzgewinn 1.187.495,57 EUR 2. Einstellung in die Gewinnrücklage 1.187.495,57 EUR Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern Prof. Dr. Dr. Johannes Hoffmann und Herrn Rudolf Rinck sowie Herrn Faried Muscati für ihren Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2010 Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt insbesondere auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Rostock, 22. Juni 2011 sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.06.2011 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der thermovolt AG, Roggentin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Lübeck, den 21. Juni 2011 mercurius
gmbh
Hafke, Wirtschaftsprüfer |
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