Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 20407
Vorher
DESLA Touristik Plauen GmbH
Eingetragen
4.2.2003
Branche
Vermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die PersonenbeförderungErbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Vermittlung und Veranstaltung von touristischen Dienstleistungen inklusive Planung und Organisation, insbesondere von Gesundheitsreisen und genehmigungspflichtigen Tätigkeiten nach dem Personenbeförderungsgesetz

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Selim Özcan
seit 18.2.2025
Prokura
Zuzana Tatikova
seit 21.8.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

08525 Plauen
23.500 €
94.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Selta Med GmbH

Plauen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Geschäftsmodell

Unternehmensgegenstand der Selta Med GmbH ist die Veranstaltung und der Vertrieb von Kurreisen im europäischen Ausland sowie in Deutschland. Das Unternehmen ist zu 100 % im Besitz der Unternehmensgründerin Zuzana Tatikova.

Organisation

Die Selta Med GmbH agiert als eigenständiges Unternehmen von ihrem Sitz in Plauen aus.

Als Reiseveranstalter produziert und vermarktet das Unternehmen vorrangig Pauschalreisen in klassische Kurorte im osteuropäischen Ausland sowie im Inland, mit Vertriebsschwerpunkt innerhalb Deutschlands. Weitere Geschäftsfelder sind Wellnessaufenthalte als Individualreise.

Der Verkauf aller touristischen Leistungen erfolgt zu fast 100 % über fremde Reisebüros und in Einzelfällen über das Internet direkt an Endkunden.

Eine klassische Kurreise beinhaltet eine Unterbringung in einem Kurort, welcher mindestens über 2 natürliche Heilmittel verfügt. Dabei bieten die Unterbringung sowie der Kurort sämtliche für einen erfolgreichen Kuraufenthalt notwendigen Einrichtungen wie Verpflegung, Unterhaltung, Sportaktivitäten, medizinische Kurabteilungen und ärztliche Betreuung an. Der gesamte Kurort besitzt eine gesundheitsfördernde Infrastruktur in Form von Kurparks, kulturellen Veranstaltungen und öffentlich zugänglichen natürlichen Heilmitteln.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Gesundheitstourismus zeigt weiterhin ein starkes Wachstumspotenzial und profitiert von mehreren günstigen Rahmenbedingungen. Die alternde Bevölkerung und die Zunahme von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Burnout-Syndromen fördern die Nachfrage nach präventiven sowie rehabilitativen Gesundheitsreisen. Zudem führen der steigende Fokus auf Work-Life-Balance und das wachsende Bewusstsein für die eigene Gesundheit dazu, dass immer mehr Menschen gezielt Reisen buchen, die der Regeneration und Vitalisierung dienen.

Gleichzeitig bieten politische Entwicklungen, wie die Unterstützung durch Gesundheitsförderungsprogramme und die Integration von Präventionsmaßnahmen in den regulären Tourismus, zusätzliche Impulse für die Branche. Die staatliche Förderung von Kur- und Reha-Leistungen sowie die zunehmende Anerkennung von gesundheitsfördernden Maßnahmen durch Krankenkassen eröffnen weitere Marktchancen. Auch der Ausbau von Gesundheitsinfrastrukturen in touristisch attraktiven Regionen trägt zur Stärkung des Sektors bei.

Nicht zuletzt spielt die Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Reisende legen zunehmend Wert auf umweltschonende Angebote und ressourcenschonende Konzepte, was sich in der Nachfrage nach nachhaltigen Gesundheitsreisen widerspiegelt. Diese Entwicklung bietet der Branche die Möglichkeit, sich durch umweltbewusste und klimafreundliche Angebote weiter zu profilieren.

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt 32 (Vorjahr 30).

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Anzahl aller Kundenbuchungen stieg im Jahr 2023 um ca. 16,9 % im Vergleich zum Jahr 2022.

Im Jahr 2023 verzeichnete die polnische und deutsche Ostsee erneut einen Gästezuwachs um ca. 12,2 % - die kleineren polnischen Küstenorte und die Seebäder auf den deutschen Ostseeinseln haben sich weiterhin als aufstrebende Reiseziele etabliert.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Kurort Bad Flinsberg im polnischen Isergebirge erneut einen Buchungszuwachs von 15,8 % verzeichnen. Dies ist auf die kurzen Anreisewege und die stetig vergrößernde Hotellerie zurückzuführen.

Auch das tschechische Bäderdreieck mit den Hauptkurorten Franzensbad, Marienbad und Karlsbad knüpfte an das hohe Buchungsniveau des Vorjahres an und verzeichnete einen Buchungszuwachs von ca. 15,7 %.

Kurreisen in die Thermalbäder Ungarns und der Slowakei verzeichneten einen leichten Rückgang der Gästezahlen um ca. 3,5 %. Dies ist auf die langen Anreisewege und die weiter reduzierten Flugverbindungen zurückzuführen.

Die slowenischen Kurorte wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht mehr mit organisierter Anreise per Reisebus oder Fluganreise angeboten. Die individuelle Anreise wurde von den Gästen nicht angenommen.

Weiterhin stiegen die Buchungszahlen der im Inland liegenden Kurorte im Vergleich 2022 zu 2023 wiederholt an. Im innerdeutschen Raum konnte ein Gästezuwachs, von insgesamt 25 % erreicht werden.

Um die Kombination aus Kuraufenthalten mit einem Badeaufenthalt weiter auszubauen, wurden im Jahr 2023 die Kurreisen an die bulgarische Schwarzmeerküste mit Fluganreise erneut angeboten und erweitert. Dieses noch relativ neue Produkt wurde von den Kunden gut angenommen und konnte eine Steigerung der Kundenbuchungen in Höhe von ca. 12 % erreichen.

Das Portfolio der Selta Med GmbH wird weiterhin nach und nach den individuellen Bedürfnissen der Gäste angepasst und dahingehend immer weiter erweitert.

Die Selta Med GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzwachstum von ca. 11% gegenüber 2022 erzielt und liegt damit weiterhin über der aktuellen Marktentwicklung. Das Unternehmen hat damit seinen Marktanteil und auch seine Position innerhalb des Reisebürovertriebs halten können.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum Abschlussstichtag der Gesellschaft ist im Vergleich mit dem Vorjahr um 6,63% auf 10.067,7 TEUR gestiegen. Diese Zunahmen resultiert auf der Aktivseite insbesondere aus gestiegenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 1.109,1 TEUR sowie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um 133,2 TEUR.

Im Bereich der EDV-Software und sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Investitionen in Höhe von 66,7 TEUR getätigt. Es handelt sich um Ersatzinvestitionen.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag um 12,3% auf 5.774,7 TEUR aufgrund des erzielten Jahresüberschusses. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 57,4% (Vorjahr: 54,5%).

Der Anfangsbestand der sonstigen Rückstellungen erhöhte sichaufgrund der erforderlichen Zuführungen auf 210,2 TEUR. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 1.296,2 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 18,26% höher ausgefallen. Erhaltene Anzahlungen haben sich zum Vorjahr ebenso um 30,27% auf 1.381,5 TEUR erhöht.

Zum Ende des Geschäftsjahres betrug der Finanzmittelbestand 7.848 TEUR. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um liquide Mittel. Die nachstehende verkürzte Kapitalflussrechnung verdeutlicht, dass der Barmittelbestand aufgebaut werden konnte.

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.955 TEUR
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 749 TEUR
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -943 TEUR
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit - 413 TEUR
Finanzmittelfond am Ende der Periode 7.848 TEUR

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 854,7 TEUR setzte sich im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 632,4 TEUR, den Abschreibungen (64,5 TEUR), Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (7,3 TEUR), gezahlter Zinsen (16,5 TEUR, erhaltener Zinsen (115, TEUR), der Zunahme der Rückstellungen (128,2 TEUR), den Abnahmen der Vorräte (9,5 TEUR), der Zunahmen der sonstigen Vermögensgegenstände (137,9 TEUR), der Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (29,0 TEUR), sowie der Zunahme der erhaltenen Anzahlungen (321,0 TEUR), der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (200,1 TEUR) und der Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten (258,9 TEUR) zusammen.

Die Investitionstätigkeit setzte sich aus Anlageverkäufen (8,4 TEUR), Mittelabflüssen für Investitionen im Bereich EDV-Software und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (66,7 TEUR) zusammen, Zahlungseingängen aus Zinsen (115,8 TEUR) sowie angelegten Festgeldern (1,0 Mio. EUR) zusammen.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betraf die Neuaufnahme eines Kredites für die Anschaffung eines Fahrzeugs (11,9 TEUR), die planmäßige Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (408,4 TEUR) sowie die Zahlung von Zinsen (16,5 TEUR).

b) Ertragslage

Im Wirtschaftsjahr 2023 beläuft sich das Rohergebnis der Selta Med GmbH auf 4,98 Mio. EUR und lag damit über dem Vorjahr (4,08 Mio. EUR).

Durch Gehaltsanpassungen erhöhte sich der Personalaufwand um 195,3 TEUR auf 1.276,2 TEUR. Die Abschreibungen in Höhe von 64,6 TEUR vermindern sich gegenüber dem Vorjahr (81,3 TEUR) um 16,7 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.806,6 TEUR liegen um 567,5 TEUR über dem Vorjahreswert (2.239,1 TEUR). Aufgrund des gestiegenen Umsatzes aus den verkauften Reisen stiegen die Aufwendungen vor allem im Bereich Werbekosten sowie Verkaufsprovisionen. Im Jahr 2023 wurden erstmals Beiträge in Höhe von 183,6 TEUR in den Deutschen Reisesicherungsfond eingezahlt.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt 923,1 TEUR und liegt um 270,5 TEUR über dem Vorjahr (652,6 TEUR). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 290,7 TEUR verbleibt ein Gewinn in Höhe von EUR 632,4 TEUR (Vorjahr 481,8 TEUR).

c) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Finanz- und Ertragslage stellt sich anhand der folgenden Kennzahlen wie folgt dar:

2023 Vorjahr
Verschuldungsgrad (Fremdkapital/Eigenkapital) 74,34% 83,60%
Liquidität 2. Grades
(liqu. Mittel+kurzfr. Forderungen/kurzfr. Verbindlichkeiten) 299,53% 313,26%
Gesamtrentabilität (Betriebsergebnis/Gesamtkapital) 8,22% 7,16%
Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis/Umsatzerlöse) 4,52% 4,09%
Materialintensität (Materialaufwand/Gesamtleistung) 73,02% 77,07%
Personalaufwand pro Mitarbeiter (Personalaufwand/MA Zahl) 40 TEUR 32 TEUR

d) Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs

Trotz eines großen Wettbewerbs in konnte die Selta Med GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr die negativen Auswirkungen der "Corona-Pandemie" überwinden und ihren Wachstumskurs fortsetzen. Die Umsatzrentabilität von ca. 5% liegt über den Durchschnitt der Reiseveranstalter in Deutschland. Durch die generierten Liquiditätsüberschüsse konnten alle finanziellen Verpflichtungen bedient werden, die Liquiditätsausstattung verbesserte sich.

III. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

a) Liquiditätsrisiken

Die Selta Med GmbH ist verpflichtet, sich beim Deutschen Reisesicherungsfond (DRSF) abzusichern. Diese Absicherung, die etwa 1 % des Nettoumsatzes beträgt, schützt Reisende im Falle einer Insolvenz des Anbieters. Der DRSF fordert zudem eine Sicherheitsleistung von 5-9 % des Nettoumsatzes, um einen umfassenden Schutz der Kunden zu gewährleisten. Die Festlegung der Höhe der Sicherheitsleistung und der prozentualen Höhe erfolgt jährlich erneut am Ende des Touristikjahres und richtet sich nach dem aktuellen Jahresabschluss. Die gegenüber dem DSRV vorzuhaltende Liquidität von zurzeit ca. 600 TEUR steht der Gesellschaft für das operative Geschäft nicht zur Verfügung.

Bei steigenden Umsätzen wird die finanzielle Belastung durch die steigende Absicherung gegenüber dem DRSF noch weiter zunehmen.

b) Fremdwährungsrisiken

Sämtliche Geschäftsvorfälle werden in Euro fakturiert, sodass sich hier keine Risiken ergeben.

c) Markteintritt

Durch das Wachstum der Wellness-Tourismusbranche werden vermehrt Wettbewerber in den Markt eindringen, um diesen lukrativen Bereich zu erschließen.

d) Weitere Risiken

Für das Jahr 2023 sind neben den bestehenden Risiken insbesondere folgende Entwicklungen zu berücksichtigen:

Ukrainekonflikt

Der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine stellt ein erhebliches Risiko dar, insbesondere da fast 50 % unseres Gesamtumsatzes an der polnischen Ostsee erwirtschaftet werden - einer Region, die geografisch in unmittelbarer Nähe zur Ukraine liegt. Die geopolitische Instabilität in der Region birgt potenzielle Gefahren für die allgemeine Sicherheit und das Reiseverhalten unserer Gäste. Dies könnte kurzfristig zu Buchungsrückgängen führen oder Kunden veranlassen, ihre Reisen zu stornieren. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich durch die anhaltende Eskalation kurzfristige Änderungen bei Einreisebestimmungen ergeben oder logistische Herausforderungen auftreten, die unsere Reiseabläufe erheblich beeinträchtigen könnten. Angesichts der starken Abhängigkeit von diesem Reiseziel erfordert dieses Risiko eine besonders sorgfältige Beobachtung und Risikomanagementmaßnahmen.

Schwankende Preise für Taxi- und Transferleistungen

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus den stark schwankenden Preisen für Taxi- und Transferleistungen. Da 80 % unserer Kunden mit Reisebussen befördert werden und den Transfer von zu Hause zum Bus größtenteils mit Taxis durchführen, hat dies direkte Auswirkungen auf unsere Kostenstruktur. Während die Treibstoffpreise derzeit stabil sind, verändern sich die Lohnkosten für das Fahrpersonal regelmäßig. Hinzu kommt der zunehmende Fachkräftemangel im Bereich der Personenbeförderung, der zu weiteren Engpässen und steigenden Kosten führen kann.

Wirtschaftliche Unsicherheiten und Inflation

Die allgemeine wirtschaftliche Lage bleibt unsicher, insbesondere durch die weiterhin hohe Inflation. Dies betrifft sowohl die Kaufkraft unserer Kunden als auch die Betriebskosten. Höhere Lebenshaltungskosten könnten dazu führen, dass Kunden ihre Ausgaben für Reisen reduzieren oder verschieben, was sich negativ auf die Nachfrage auswirken könnte.

Steigende Energiekosten

Steigende Energiekosten stellen ebenfalls ein Risiko dar. Diese wirken sich nicht nur auf unsere Betriebsstätten und Dienstleistungen aus, sondern auch auf die allgemeine Kostenstruktur in der Tourismusbranche. Dies könnte zu Preissteigerungen führen, die potenziell von den Kunden nicht vollständig getragen werden können.

Diese Faktoren müssen in unserer Risikobewertung weiterhin beobachtet und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um den Geschäftsbetrieb bestmöglich abzusichern.

IV. Chancen

Die Selta Med GmbH sieht sich weiterhin in einer starken Position, das Wachstumspotenzial im Bereich Gesundheitsreisen zu nutzen. Die zunehmende Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung in der Bevölkerung, verbunden mit dem steigenden Interesse an Wellnessangeboten, bietet uns eine hervorragende Gelegenheit, unsere Marktstellung weiter auszubauen. Als einer der führenden Reiseveranstalter für Kur- und Wellnessreisen in Mitteldeutschland sind wir gut aufgestellt, um die wachsende Nachfrage in diesem Sektor zu bedienen.

Wachstum durch Gesundheitsreisen und steigendes Bewusstsein für Prävention

Das gestiegene Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Erholungs- und Präventionsangeboten. Diese Entwicklung bietet uns die Chance, unser Angebot weiter auszubauen und neue Kundensegmente zu erschließen, insbesondere durch maßgeschneiderte Kur- und Wellnesspakete.

Anhaltende Loyalität der Bestandskunden

Die Gesellschaft sieht gute Chancen, dass diese Kundenbindung langfristig bestehen bleibt. Durch gezielte Marketingmaßnahmen und innovative Angebotspakete könnte die Selta Med GmbH die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden weiter stärken und sie langfristig anbinden.

Flexibilität und Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil

Investitionen in IT-Lösungen sowie die Neugestaltung der vertraglichen Beziehungen zu Leistungsträgern bieten dem Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten.. Diese Modernisierungen ermöglichen dem Unternehmen, flexibel und effizient auf die sich verändernden Marktanforderungen zu reagieren. Digitalisierung und Automatisierung interner Prozesse erhöhen die Effizienz und verbessern das Kundenerlebnis, was in einem zunehmend digitalen Umfeld klare Wettbewerbsvorteile verschafft.

Gute finanzielle Ausgangslage und stabile Marktposition

Die finanzielle Stabilität der Selta Med GmbH ist ein wesentlicher Faktor für künftiges Wachstum. Dank unserer soliden wirtschaftlichen Basis könnte dir Gesellschaft gezielt in neue Märkte expandieren und bestehendes Angebot ausbauen. Dies ermöglicht, Marktanteile zu gewinnen und unsere Marktposition weiter zu festigen.

Expansionschancen im tschechischen Bäderdreieck

Das zweitbeliebteste Zielgebiet, das tschechische Bäderdreieck mit den Kurorten Franzensbad, Marienbad und Karlsbad, bietet großes Wachstumspotenzial. Die Gesellschaft plant, das Angebot in diesem Gebiet durch den Ausbau von Hotelkapazitäten, die Erweiterung der Kurprogramme sowie die Optimierung der Anreisevarianten weiter zu verbessern. Zusätzlich bietet die Selta Med GmbH exklusive VIP-Transferoptionen an, um den Komfort und die Servicequalität der Gäste weiter zu steigern. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Attraktivität der Region für die Kunden weiter zu erhöhen und die Marktpräsenz dort auszubauen.

Mit diesen Chancen ist das Unternehmen gut gerüstet, um die zukünftigen Marktanforderungen erfolgreich zu meistern und die Position als führender Anbieter im Bereich Kur- und Wellnessreisen weiter zu stärken.

V. Prognosebericht

Gemäß der Pressemitteilung des Deutschen Reiseverbandes (DRV) rechnet die deutsche Reisewirtschaft für den Gesamtmarkt der Urlaubs.- und Privatreisen mit Reiseausgaben von insgesamt 80 Milliarden EUR. Die aktuelle Prognose umfasst sowohl Pauschalreisen von Reiseveranstaltern als auch individuell und selbstorganisiert zusammengestellten Urlaub ab mindestens einer kommerziellen Übernachtung, die vor Urlaubsanritt gebucht werden. Der erwartete neue Spitzenwert für das Touristikjahr 2023/2024, das von November 2023 bis Ende Oktober 2024 reicht, entspricht einem Umsatzvolumen von 6% im Vergleich zum Vorjahr.

Für die Wintersaison 2024/25, die im November 2024 beginnt und Ende April 2025 endet, erwartet der DRV in seiner Prognose für den Gesamtreisemarkt einen Umsatzanstieg von 4% auf 26 Milliarden EUR. Bei der Anzahl der Reisenden geht die Marktprognose von einem einprozentigen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreswinter aus.

Marktentwicklung und Umsatzerwartungen

Für 2024 erwartet das Unternehmen eine stabile bis leicht steigende Nachfrage nach Gesundheits- und Kurreisen mit einer Umsatzsteigerung von 1 % bis 2 %. Die polnische Ostsee bleibt das stärkste Zielgebiet, während das tschechische Bäderdreieck weiteres Wachstumspotenzial bietet.

Entwicklung der Beschäftigung

Der Mitarbeiterbestand wird stabil gehalten, mit möglichen Ergänzungen in der Kundenbetreuung und IT. Prozessoptimierungen durch Digitalisierung sollen die Effizienz weiter steigern.

Investitionen

Für 2024 plant die Gesellschaft die Erweiterung unserer Webseite, um Buchungen der Wellnessangebote online zu ermöglichen. Zudem wird die eigene Fahrzeugflotte erneuert, insbesondere Kleinbusse für Kundentransporte, um den Komfort und die Flexibilität zu verbessern. Die Investitionen werden mit ca. 200 TEUR eingeplant.

Erwartetes Jahresergebnis

Die Selta Med GmbH erwartet ein leicht positives operatives Ergebnis, trotz Risiken wie schwankenden Transferkosten und geopolitischen Unsicherheiten.

 

Plauen, 14. März 2025

Zuzana Tatikova, Geschäftsführerin

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 104.992,00 104.302,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.571,00 14.820,00
II. Sachanlagen 83.421,00 89.482,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.421,00 89.482,00
B. Umlaufvermögen 9.827.131,73 9.334.678,85
I. Vorräte 66.877,19 76.399,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.911.982,19 802.835,98
1. Forderungen gegen Gesellschafter 7.312,07 7.099,10
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.904.670,12 795.736,88
III. Wertpapiere 324,95
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.847.947,40 8.455.443,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.605,47 2.417,83
Summe Aktiva 10.067.729,20 9.441.398,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.774.769,58 5.142.333,88
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 9.293,50 9.293,50
III. Gewinnvortrag 5.108.040,38 4.626.290,06
IV. Jahresüberschuss 632.435,70 481.750,32
B. Rückstellungen 210.150,00 82.000,00
C. Verbindlichkeiten 4.082.809,62 4.217.064,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.350.540,40 1.747.013,98
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.732.269,22 2.470.050,82
Summe Passiva 10.067.729,20 9.441.398,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.975.166,13 4.077.452,09
2. Personalaufwand 1.276.210,00 1.080.888,54
a) Löhne und Gehälter 1.057.351,16 841.421,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 218.858,84 239.467,51
davon für Altersversorgung 14.904,00 15.528,93
3. Abschreibungen 64.553,11 81.287,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 64.553,11 81.287,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.806.573,24 2.239.045,81
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 115.798,39 1.949,24
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.480,52 22.818,58
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 290.727,95 170.792,90
8. Ergebnis nach Steuern 636.419,70 484.568,32
9. sonstige Steuern 3.984,00 2.818,00
10. Jahresüberschuss 632.435,70 481.750,32

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Selta Med GmbH, Plauen

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Selta Med GmbH, Plauen und ist beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 20407 eingetragen.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB und nter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Gemäß § 265 Abs. 1 S. 1 HGB war wegen besonderer Umstände folgende Abweichung hinsichtlich der Gliederung der aufeinanderfolgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen erforderlich:

Bislang unter den liquiden Mitteln ausgewiese Festgelder werden ab ab dem Berichtsjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Gesellschaft biete ihren Kunden Reiseversicherungen an, die sie selbst bei Versicherungsdienstleistern einkauft. Die Erträge aus dem verkauf der Reiseversicherungen an den Endkunden wurden bisher innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen, die Aufwendungen aus dem Einkauf der Leistungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Im geschäftsjahr wurden die Erträge in die Umsatzerlöse und die Aufwendungen in den Materialaufwand umgegliedert.

Ausgehend von § 265 Abs. 2 HGB wurden die Vorjahreswerte der vorgenommenen Umgliederungen ebenfalls angepasst.

1.2 Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre), bewertet.

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr planmäßig abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt.

Die Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter liegt zwischen 3 und 13 Jahren.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Geleistete Anzahlungen

sind zu den Nennwerten ausgewiesen. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten und Zahlungsbeträgen angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zum jeweiligen Börsenstichtagswert bzw. zu historischen Anschaffungskosten gemäß Niederstwertprinzip bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

EIGENKAPITAL

ist zum Nennbetrag angesetzt.

RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen,

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Anschaffungskosten - / Herstellungskosten
Vortrag zum 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnliche Rechte und Werte, entgelt. Erworben 0,00 6.300,00 0,00 6.300,00
EDV-Software 83.473,87 9.840,00 0,00 93.313,87
Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 16.870,00 0,00 0,00 16.870,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 100.343,87 16.140,00 0,00 116.483,87
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Pkw 202.169,17 41.890,00 -25.000,00 219.059,17
Sonstige Transportmittel 11.800,00 0,00 0,00 11.800,00
Geschäftsausstattung 196.870,59 4.914,25 -37.081,44 164.703,40
Büroeinrichtung 14.805,92 0,00 -2.951,85 11.854,07
Einbauten in fremde Grundstücke 8.372,94 0,00 0,00 8.372,94
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1.990,18 3.733,86 -5.724,04 0,00
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.627,11 0,00 -734,45 11.892,66
Summe Sachanlagen 448.635,91 50.538,11 -71.491,78 427.682,24
GESAMT 548.979,78 66.678,11 -71.491,78 544.166,11
Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge BP
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnliche Rechte und Werte, entgelt. Erworben 0,00 0,00 0,00 0,00
EDV-Software 68.656,87 9.389,00 0,00 78.045,87
Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 16.867,00 0,00 0,00 16.867,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 85.523,87 9.389,00 0,00 94.912,87
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Pkw 145.703,17 37.597,00 -23.966,00 159.334,17
Sonstige Transportmittel 9.831,00 1.125,00 0,00 10.956,00
Geschäftsausstattung 176.024,59 8.526,25 -37.058,44 147.492,40
Büroeinrichtung 9.409,92 886,00 -2.574,85 7.721,07
Einbauten in fremde Grundstücke 7.660,94 476,00 0,00 8.136,94
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1.990,18 3.733,86 -5.724,04 0,00
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.534,11 2.820,00 -733,45 10.620,66
Summe Sachanlagen 359.153,91 55.164,11 -70.056,78 344.261,24
GESAMT 444.677,78 64.553,11 -70.056,78 439.174,11
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Vortrag zum 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnliche Rechte und Werte, entgelt. Erworben 6.300,00 0,00
EDV-Software 15.268,00 14.817,00
Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 3,00 3,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 21.571,00 14.820,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Pkw 59.725,00 56.466,00
Sonstige Transportmittel 844,00 1.969,00
Geschäftsausstattung 17.211,00 20.846,00
Büroeinrichtung 4.133,00 5.396,00
Einbauten in fremde Grundstücke 236,00 712,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.272,00 4.093,00
Summe Sachanlagen 83.421,00 89.482,00
GESAMT 104.992,00 104.302,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.1 Forderungen an Gesellschafter-Geschäftsführer

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen an Gesellschafter-Geschäftsführer in Höhe von EUR 7.312,07 (Vorjahr: EUR 7.099,00) ausgewiesen.

Zinsatz Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Gesellschafterverrechnungskonto 3,00% 7.099,10 212,97 7.312,07

2. Restlaufzeiten

Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 34.044,52 (Vorjahr: EUR 52.259,48) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

3. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages.

Vorschlag Gewinnverwendung:

Der Gewinn des Jahres 2023 in Höhe von EUR 632.435,70 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 1. Januar 2023 in Höhe von EUR 5.108.040,38 auf das neue Jahr vorgetragen.

4. Rückstellungen

Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Rückstellungen für die Schlussrechnung der Corona Überbrückungshilfe in Höhe von 113 TEUR gebildet.

5. Verbindlichkeiten

5.1 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.350,5 402,5 816,8 131,2
erhaltene Anzahlungen 1.381,5 1.381,5 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.296,2 1.296,2 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 54,5 54,5 0,0 0,0
Summe 4.082,7 3.134,7 816,8 131,2

Sicherheiten:

Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig bzw. Auto Europa Bank, Braunschweig Sicherungsübereignung Fahrzeugbrief

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Vorjahr TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.747,0 405,5 1.122,7 218,8
erhaltene Anzahlungen 1.060,5 1.060,5 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.096,1 1.096,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 313,4 313,4 0,0 0,0
Summe 4.217,0 3.134,7 1.122,7 218,8

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Miet- und Pachtverträge für unbewegliches Anlagevermögen

EUR/Jahr
Miete Büro- und Geschäftsräume sowie Lager 64.144,26
Garagen-/Stellplatzmiete 9.600,00
73.744,26

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Höhe der Verpflichtung
EUR
Verpfändung von Bankguthaben an die Sparkasse Vogtland aufgrund eines hingegebenen Avals der Sparkasse Vogtland gegen den Deutschen Reisesicherungsfonds 603.647,00

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 32.

3. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr:

Frau Zuzana Tatikova, Kauffrau

Es wird vom Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

sonstige Berichtsbestandteile

UNTERSCHRIFT Gemäß § 245 HGB

Selta Med GmbH, Plauen

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

 

Plauen, 14. März 2025

gez. Zuzana Tatikova, Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

TERPITZ BAST RONNEBERGER

An die Selta Med GmbH, Plauen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Selta Med GmbH, Plauen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Selta Med GmbH, Plauen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31, Dezember 2023 geprüft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreterin für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzliche Vertreterin ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die gesetzliche Vertreterin dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von der gesetzlichen Vertreterin angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der gesetzlichen Vertreterin dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der gesetzlichen Vertreterin angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von der gesetzlichen Vertreterin dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der gesetzlichen Vertreterin zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

• Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 14. März 2025

TERPITZ BAST RONNERBERGER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft

gez. Terpitz, Wirtschaftsprüfer

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