Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 9526
Eingetragen
12.7.2011
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art und Kraftfahrzeugzubehör, die Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Döhring
seit 11.4.2018
Vorstandsmitglied
Oliver Klimke
seit 28.10.2013
Prokura
Mentor Hajdaraj
seit 25.9.2013
Vorstandsmitglied
Jörn Buhk
seit 18.8.2011
Prokura
Berthold Wurm
seit 8.8.2011
Prokura
Rüdiger Collatz
seit 8.8.2011
Prokura
Harald Otto Gayk
seit 12.7.2011
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bald AG

Siegen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

a) Geschäft

Die Bald AG ist operative Gesellschaft der Unternehmensgruppe BALD, einem der führenden Mercedes-Benz Vertreter in Deutschland. Sie betreibt den Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen (Pkw, Transporter und schweren Lkw) der Marken Mercedes-Benz und Smart. Des Weiteren erbringt die Gesellschaft Werkstattleistungen und handelt mit Ersatz- und Zubehörteilen. Für den Verkauf von Neufahrzeugen der Marke Mercedes-Benz ist die Gesellschaft Handelsvertreter (Agent), der im Namen und für Rechnung der Daimler AG gegen Zahlung einer Provision Geschäfte abschließt. Bei Gebraucht- und Vorführfahrzeugen sowie im Servicebereich (Werkstatt und Ersatzteile) erfolgt eine Eigenfakturierung. Bei Smart Fahrzeugen besteht ein Smart Center Status. Für den Vertrieb und Service von Mercedes-Benz und Smart Fahrzeugen liegen entsprechende Verträge mit dem Hersteller, der Daimler AG vor.

b) Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft in Deutschland

Dank seiner Exportstärke wies Deutschland im Berichtsjahr mit 3,0% ein höheres Wachstum auf als alle anderen großen Industrieländer. Nach einem dynamischen Beginn kam es allerdings im weiteren Verlauf des Jahres zu einer deutlichen Abschwächung des Wachstums. Durch die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes und die damit verbundenen Einkommenszuwächse verlagerten sich die Wachstumsimpulse von der Auslands- zur Binnennachfrage.

Gegenüber dem europäischen Gesamtmarkt stiegen die Zulassungen im deutschen Markt um 10,8%. Die Zuwächse der Premiumhersteller Audi (+15%), BMW (+12,9%), Porsche (+21,9%) im deutschen Markt liegen deutlich oberhalb der Marktentwicklung, die Ausnahme bildet hier Mercedes mit 3,2%. Der Markt für gebrauchte Automobile wuchs.

Branchenentwicklung

Das Wachstum der weltweiten Automobilnachfrage setzte sich im Berichtsjahr fort, allerdings mit deutlich moderateren Zuwachsraten als im Vorjahr. Nach einem guten Start ins Jahr 2011 verlangsamte sich das Wachstum des globalen Pkw-Marktes zur Jahresmitte hin deutlich. Lieferengpässe infolge der Naturkatastrophe in Japan, ein hoher Ölpreis sowie steigende Inflationsraten und nicht zuletzt die sich verschärfenden Schuldenproblematik in Europa und den USA dämpften den Pkw-Absatz spürbar. Im zweiten Halbjahr erholte sich die Nachfrage schneller als erwartet, sodass die weltweiten Zulassungszahlen das Vorjahresniveau um rund 5% übertrafen und damit erneut einen Rekordwert erreichten. Die regionalen Unterschiede in der Marktentwicklung waren aber weiterhin sehr ausgeprägt.

Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw wuchs im Berichtsjahr ebenfalls nur noch moderat. Im Gegensatz zu 2010 war das Wachstum allerdings überwiegend durch die Märkte in Nordamerika, Westeuropa und Japan getrieben. Auch in Deutschland erhöhte sich die Nachfrage noch einmal um 20%, im vierten Quartal lag der Markt aber nur noch in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Der für Daimler besonders wichtige Transportermarkt Westeuropa übertraf das Vorjahresniveau um über 11%. Besonders ausgeprägt war das Marktwachstum in Deutschland, während in Südeuropa die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise spürbar waren.

Geschäftsverlauf

Die Bald AG musste erneut ein wirtschaftlich schwieriges Jahr hinnehmen und befindet sich weiterhin in der Sanierungsphase. Die Umsatzerlöse stiegen von TEUR 71.622 auf TEUR 78.200. Das Rohergebnis wurde um TEUR 5.075 auf TEUR 29.699 gesteigert. Aufgrund der vielen im Tagesgeschäft umgesetzten Maßnahmen sowie die Sanierungsbeiträge vom Hersteller, Banken und Mitarbeitern wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 210 erwirtschaftet.

Folgende Entwicklungen sind hervorzuheben:

Durch eine systematische Gebietsbearbeitung, Steigerung der Akquisearbeit bei Gewerbekunden und eine Qualifizierung der Mitarbeiter ist es gelungen, eine deutliche Steigerung im Absatz (+ 60 Einheiten) sowie eine Umsatzsteigerung (+ 9%) im Vergleich zum Vorjahr zu erzielen.

Der Umsatz in der Sparte Gebrauchtfahrzeuge ist um 11,5% gestiegen, die Wiederbelebung der Standorte Dillenburg und Betzdorf mit Gebrauchtfahrzeugen trug zu dieser Umsatzsteigerung bei. Gute Erträge wurden in den Bereichen Jahreswagen sowie Geschäften aus dem freien Zukauf erzielt.

In der Sparte NFZ (LKW und Transporter) wurde aufgrund der Rückgewinnung einzelner Großkunden der Planwert erreicht und eine Umsatzsteigerung von 22,5% erzielt.

Aufgrund des im September 2009 eingeleiteten Auf- und Ausbaus einer Vertriebsstruktur sowie durch gezielte Marktbearbeitung konnten in der Sparte Teile und Zubehör die Umsätze um 16% gesteigert werden.

In den Sparten Service PKW und Service NFZ konnte der Umsatz um 4,1% gesteigert werden, hier ist die Inbetriebnahme des Servicestandort Herborn als Treiber zu sehen.

Abschließende Gesamtbetrachtung

Das erste Quartal 2011 stand unter dem Eindruck tiefgreifender Veränderungen für die Unternehmensgruppe BALD. Im Januar 2011 wurden sämtliche Anteile an der Heinrich Bald, Fahrzeugfabrik GmbH & Co. KG von Investoren erworben. Im Zuge des Erwerbs ist die bisherige Geschäftsführung abberufen worden. Neue Geschäftsführer (nach Umwandlung Vorstände) sind Herr Hans-Hinrich Schulz und Herr Harald Gayk.

Aufgrund der schwierigen Liquiditätslage zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 wurden von der neuen Geschäftsführung umgehend erste Maßnahmen zur finanziellen Stabilisierung der Bald Automobilgesellschaft ergriffen. Hierzu gehörte in erste Linie die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft, aber auch die Aufnahme von Verhandlungen mit allen relevanten Stakeholdern über geplante Restrukturierungsmaßnahmen und mögliche Sanierungsbeiträge.

Neben der finanziellen Restrukturierung wurden Maßnahmen zur gesellschaftsrechtlichen Restrukturierung umgesetzt. Unmittelbar nach Übernahme der Unternehmensgruppe durch die Investoren wurde eine Tochtergesellschaft, in der wesentliche Betriebsgrundstücke übertragen wurden, aufgelöst. Die Gesellschaft wurde mit Beschluss vom 2. Mai 2011 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 18. Juli 2011. Des Weiteren erfolgten im Geschäftsjahr zwei Kapitalerhöhungen auf insgesamt EUR 2,5 Mio.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

In der folgenden Übersicht ist die Gewinn- und Verlustrechnung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert und den entsprechenden Posten des Vorjahres gegenübergestellt:

a) Ertragslage

2011
TEUR
% 2010
TEUR
% +/-
TEUR
Umsatzerlöse 78.200 100 71.622 100 6.578
Rohergebnis 29.175 37 23.664 33 5.511
Personalaufwand -17.270 -22 -16.593 -23 -677
Abschreibungen -1.508 -2 -1.160 -2 -348
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.941 -13 -11.081 -15 1.140
Betriebsergebnis 456 1 -5.170 -7 5.626
Finanzergebnis -565 -1 598 1 -1.163
Beteiligungsergebnis 23 0 249 0 -226
Außerordentliches Ergebnis -179 0 -21 0 -158
Neutrales Ergebnis 523 1 962 1 -439
Ergebnis vor Ertragsteuern 258 0 -3.382 -5 3.640
Ertragsteuern -48 0 -3 0 -45
Verlustübernahme 0 0 3.385 5 -3.385
Jahresergebnis 210 0 0 0 210

b) Finanzlage

Die Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage ist in der Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 dargestellt.

2011
TEUR
2010
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit:    
Jahresergebnis 210 -3.385
Abschreibungen auf Anlagevermögen 1.508 1.160
Veränderung der Rückstellungen 1.636 668
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -6.524 2.821
Sonstige liquiditätsunwirksame Veränderungen 0 -4
  -3.170 1.260
Cashflow aus Investitionstätigkeit:    
Einzahlungen aus Anlageabgängen 8.694 7.482
Auszahlungen für Anlageinvestitionen -13.278 -8.030
Einzahlungen für die Bestandsfinanzierung    
Vorführwagen 5.374 0
  790 -548
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:    
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 811 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 12.000 0
Auszahlungen für Tilgung von Anleihen und Krediten -9.721 -549
  3.090 -549
Liquiditätswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel 710 163

Ausgewählte Kennzahlen zur Finanzlage:

2011
%
2010
%
Liquidität 1. Grades 0,1 0,0
Liquidität 2. Grades 1,6 1,7
Liquidität 3. Grades 2,4 1,9

Die vorhandenen Kreditlinien wurden zum Jahresanfang weitgehend ausgeschöpft. Die Liquiditätslage war angespannt. Im Frühjahr 2011 wurde die angespannte Liquiditätslage durch Einräumung neuer Kreditlinien beseitigt.

c) Vermögens- und Kapitalstruktur

In der folgenden Übersicht ist die Bilanz nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert und den entsprechenden Posten des Vorjahres gegenübergestellt:

2011
TEUR
% 2010
TEUR
% +/-
TEUR
Vermögensstruktur          
Immaterielle Vermögensgegenstände 49 0 148 0 -99
Sachanlagen 19.818 43 3.704 9 16.114
Finanzanlagen 17 0 17 0 0
Langfristig gebundenes Vermögen 19.884 43 3.869 9 16.015
Vorräte 6.679 14 3.119 8 3.560
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -315 -1 -575 -1 260
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.304 11 5.405 14 -101
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 147 0 12.519 31 -12.372
Forderungen gegen Gesellschafter 12.709 28 15.043 37 -2.334
Sonstige Vermögensgegenstände 1.116 3 324 1 792
Wertpapiere 0 0 175 0 -175
Liquide Mittel 928 2 219 1 709
Rechnungsabgrenzungsposten 60 0 120 0 -60
Kurzfristig gebundenes Vermögen 26.628 57 36.349 91 -9.721
  46.512 100 40.218 100 6.294
2011
TEUR
% 2010
TEUR
% +/-
TEUR
Kapitalstruktur          
Gezeichnetes Kapital 2.300 5 1.490 4 810
Rücklagen 10.350 22 10.349 26 1
Bilanzgewinn 210 0 0 0 210
Eigenkapital 12.860 27 11.839 30 1.021
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.588 5 2.483 6 105
Sonstige langfristige Rückstellungen 2.245 5 284 1 1.961
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.122 26 6.530 16 5.592
Langfristiges Fremdkapital 16.955 37 9.297 23 7.658
Steuerrückstellungen 110 0 40 0 70
Sonstige Rückstellungen 1.113 3 1.613 4 -500
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.876 13 7.423 18 -1.547
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.026 17 8.956 22 -930
Sonstige Verbindlichkeiten 1.572 3 1.050 3 522
Kurzfristiges Fremdkapital 16.697 36 19.082 47 -2.385
  46.512 100 40.218 100 6.294

Durch die Neuordnung der Unternehmensstruktur der BALD-Gruppe und Umfirmierung in die Bald AG wurden im Jahr 2011 der Grund- und Boden, die Werkstatt, das Verkaufsgebäude und das Verwaltungsgebäude Leimbachstraße in Siegen bilanziell wieder übernommen.

Weitere größere Investitionen erfolgten im Geschäftsjahr 2011 durch die Erhöhung der Bestände von Vorführ- und Dienstwagen, die Anschaffung von Oldtimern und die Anschaffung der Ausrüstung/Ausstattung für die wiedereröffnete Betriebsstätte Herborn.

Auch wurden im Geschäftsjahr 2011 notwendige Investitionen für die Betriebsstätten getätigt, um die Produktivität der einzelnen Betriebe aufrecht zu halten. Hierdurch wurde der bestehende Investitionsstau leicht reduziert.

Mit der Neuordnung der Bald-Gruppe wurde im Jahr 2011 die Finanzierungsgrundlage geordnet. Die in den Jahren vor der Übernahme entstandene kurzfristige Finanzierung wurde abgelöst und mit einem Kreditinstitut eine gesamte langfristige Finanzierung abgeschlossen. Weiter wurde die Möglichkeit der Einkaufsfinanzierung von Fahrzeugen über die Mercedes-Benz Bank abgeschlossen und neue Kreditlinien eingerichtet, welche im Geschäftsjahr 2011 von Seiten der Bald AG genutzt wurden.

4. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Als wesentlichstes Risiko für die zukünftige Entwicklung sehen wir die Überwindung der Erfolgskrise. Dies kann nur gelingen, wenn die Bald AG die in ihrem Marktumfeld vorhandenen Potentiale ausschöpft und den Umsatz nachhaltig auf das Niveau erfolgreicher Vorjahre steigert. Folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragssituation wurden u.a. ergriffen bzw. sind geplant:

Aufbau des Vorführfahrzeugbestands

Aufbau des Gebrauchtwagenbestands

Intensivierung der Marketingaktivitäten (z. B. "125 Jahre Mercedes-Benz")

Intensivierung der AMG-Aktivitäten

Gezielte Marktbearbeitung durch Außendienstmitarbeiter

Optimierung der Vertriebsstruktur

Voraussetzung für die Überwindung der Erfolgskrise ist aber auch, dass es durch Realisierung von Sanierungsbeiträgen gelingt, die Gesellschaft von Altlasten der Vergangenheit zu befreien.

Ein Risiko im Servicebereich sehen wir aufgrund der rückläufigen Marktanteile der letzten Jahre durch weniger ausgelieferte Neu- und Gebrauchtfahrzeuge (u.a. Zentralisierung GW-Verkauf); dadurch fehlt kurz- und mittelfristig ein entsprechendes Potential an Fahrzeugen im Markt für die Werkstattbereiche und deren Auslastung.

Als Chance ist die Modellpolitik des Herstellers mit den geplanten und bereits umgesetzten Markteinführungen neuer Modelle zu sehen.

Als weitere Risiken für die zukünftige Entwicklung sehen wir allgemeine konjunkturelle und spezielle Branchenrisiken. Hierbei sind insbesondere zu nennen:

Eine rezessive Entwicklung der deutschen Wirtschaft aufgrund von aktuellen weltwirtschaftlichen Ereignissen

Nachhaltige Verunsicherung der Verbraucher

Intensivierung der Wettbewerbssituation

Wertentwicklung gebrauchter Pkw und Vorführwagen

Preissensibilität von Vorführwagen

Änderung der GVO

5. Leistungsindikatoren

Die Gerüchte über eine finanzielle Schieflage der Gesellschaft führten zu einem Motivationsverlust und dem Fortgang guter Mitarbeiter. Die damalige Geschäftsleitung konnte dieser Entwicklung mangels regelmäßiger, vertrauensvoller Kontakte nicht ausreichend entgegenwirken. Nach Übernahme und der damit verbundenen Neugliederung der Geschäftsleitung, Änderung von Prozessen, Einführung von Mitarbeiter-Gesprächen in den Betrieben wurde den Mitarbeitern ein Neustart signalisiert und Vertrauen aufgebaut. Dieses Vorgehen führte zu einer großen Motivation und wird ständig in den Fokus der Geschäftsleitung gestellt.

Der Schutz der Umwelt ist für uns Verpflichtung. Zur Schonung der Umwelt vermeiden wir Abfall und führen wiederverwertbare Produkte dem Wirtschaftskreislauf zu. Wir fördern den wirtschaftlich sinnvollen Einsatz von umweltschonenden Produkten und Techniken. Lieferanten und Dienstleister, die dementsprechend umweltbewusst handeln, werden von uns bevorzugt. Wir qualifizieren uns durch regelmäßige Informationen und Schulungen und reagieren auf neue Umweltschutznormen.

6. Prognosebericht

Die derzeitig unabsehbaren Entwicklungen in der Eurozone, die Spardiskussion in der Politik und der Verfall des Euro führen in der 2. Hälfte 2012 und vorausschauend auf 2013 zu einer spürbaren Kaufzurückhaltung der privaten, gewerblichen und öffentlichen Haushalte. Die Wettbewerbssituation im Premiumbereich und mit den werkseigenen Niederlassungen, die ausschließlich Volumenziele verfolgen, verschärft sich, sodass weiterhin hohe Nachlässe erwartet werden, die noch von Sonderaktionen der Hersteller zusätzlich stimuliert werden.

Die Ertragssituation bleibt deshalb im KFZ-Bereich angespannt. Bei unserer Marke wird sie sehr davon abhängen, inwieweit die laufenden Verhandlungen des Händlerverbandes mit dem Hersteller über ein neues Geschäftsmodell PKW erfolgreich verlaufen.

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2013 nur eine Stabilisierung der Nachfrage auf dem Vorjahresniveau. Impulse werden die im PKW-Bereich erscheinende neue S-Klasse und die völlig überarbeitete E-Klasse geben. Im Transporter-Bereich erweitert der neue Citan die Modellpalette. Mitte 2013 erscheint der modellgepflegte Sprinter.

Aufgrund der in unserem Marktgebiet vorhandenen sehr starken mittelständischen Struktur bieten sich noch weitere Möglichkeiten, Potentiale in allen Geschäftsbereichen zu heben. Wir sehen aber in der sehr positiven Marktstellung unserer Marke im Vertrieb und Service beste Chancen, an dem optimal positionierten Standort mit einer reduzierten Führungsmannschaft, der ständigen Verbesserung unserer eigenen Prozesse und Leistungen, deutlich transparenteren und immer mehr den Anforderungen der Spartenleiter angepassten Auswertungstools, Verbreiterung des Angebotes und Steigerung der Qualität bei gleichzeitig weiter Absenkung unserer Kostenstruktur die reale Möglichkeit, gegen die anhaltende Marktschwäche zu bestehen.

7. Bedeutsame Vorgänge im Jahr 2012

Im Sommer 2012 feiert die Bald AG unter dem Motto "Tradition trifft Moderne" sein 150-jähriges Firmenbestehen. Zeitgleich schaut die Bald AG auf eine Vertragsverbindung mit der Mercedes Benz AG auf 100 Jahre zurück. Dieses Jubiläum wurde bei einem Gala-Abend mit den Kunden und Geschäftspartnern sowie an einem Öffentlichkeitstag gebührend gefeiert. Dieses Jubiläum steht im Mittelpunkt aller Marketingmaßnahmen für das Geschäftsjahr 2012.

Die Geschäftsleitung wurde um eine weitere Person reduziert. Der Austritt des Verkaufsleiters für Gebrauchtfahrzeuge wurde nicht neu besetzt. Die Verantwortungsbereiche des Verkaufsleiters PKW-Neuwagen wurden um die Sparte Gebrauchtfahrzeuge erweitert.

8. Bestehende Zweigniederlassungen

57610 Altenkirchen, Kölner Straße 98

56479 Bad Marienberg, Jahnstraße 40

57518 Betzdorf, Kölner Straße 166

35683 Dillenburg, Am Rabenborn 1

35745 Herborn, Auf der Weih 2

57223 Kreuztal, Hammerstraße 17

51545 Waldbröl, Karl-Benz-Straße 1

9. Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Für das Geschäftsjahr 2011 wurde vom Vorstand der Bald AG, Siegen, ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Schlusserklärung des Vorstands lautet:

"Unsere Gesellschaft hat nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte mit den verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Anderweitige berichtspflichtige Maßnahmen haben nicht vorgelegen."

 

Siegen, 25. Oktober 2012

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2011

BALD AG, SIEGEN

AKTIVA

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 19.883.981,67 3.868.546,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 49.302,43 147.801,70
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.302,43 147.801,70
II. Sachanlagen 19.817.775,24 3.703.841,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.721.031,02 11.261,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 742.066,18 571.103,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.354.678,04 3.121.476,17
III. Finanzanlagen 16.904,00 16.904,00
1. Beteiligungen 14.504,00 14.504,00
2. Sonstige Ausleihungen 2.400,00 2.400,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 26.942.675,56 36.924.592,09
I. Vorräte 6.679.140,73 3.118.919,92
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.906.824,82 1.186.908,88
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 128.130,77 144.573,64
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.644.185,14 1.787.437,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.275.530,61 33.291.742,77
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.303.858,87 5.405.301,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 146.738,58 12.518.795,04
3. Forderungen gegen Gesellschafter 12.708.535,25 15.043.570,29
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.116.397,91 324.075,74
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 37.474,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
III. Wertpapiere 0,00 175.304,00
1. Sonstige Wertpapiere 0,00 175.304,00
IV. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 927.753,21 218.638,44
V. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 60.251,01 119.986,96
- davon Disagio: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 69.763,34)    
  46.826.657,23 40.793.138,96

PASSIVA

   
  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. EIGENKAPITAL 12.859.847,68 11.838.872,67
I. Gezeichnetes Kapital/Komplementärkapital 2.300.000,00 1.489.904,54
II. Kapitalrücklage 9.766.674,93 9.765.674,93
III. Gewinnrücklagen 583.293,20 583.293,20
1. Andere Gewinnrücklagen 583.293,20 583.293,20
IV. Bilanzgewinn 209.879,55 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 6.055.988,26 4.420.093,57
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.587.735,00 2.482.737,00
2. Steuerrückstellungen 110.395,00 40.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 3.357.858,26 1.897.356,57
C. VERBINDLICHKEITEN 27.910.821,29 24.534.172,72
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.997.627,73 13.953.754,06
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 314.600,99 574.623,66
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.026.035,61 8.955.597,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.572.556,96 1.050.197,19
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 22.302,14 (Vorjahr: EUR 7.424,66)    
- davon aus Steuern: EUR 187.805,20 (Vorjahr: EUR 175.766,41)    
  46.826.657,23 40.793.138,96

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

2011
EUR
2010
EUR
1. Umsatzerlöse 78.200.088,64 71.621.823,11
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 16.442,87 14.732,94
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.328.009,82 1.156.291,60
4. Materialaufwand -50.845.918,41 -48.169.484,27
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -48.247.917,31 -45.246.828,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.598.001,10 -2.922.656,02
5. Personalaufwand -17.269.844,86 -16.593.475,94
a) Löhne und Gehälter -14.416.324,86 -13.871.080,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.853.520,00 -2.722.395,45
- davon für Altersversorgung: EUR 74.208,00 (Vorjahr: EUR 1.448,20)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.508.067,85 -1.160.437,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.793.816,38 -11.068.133,16
8. Erträge aus Beteiligungen 23.056,84 248.850,78
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 501.202,30 1.327.984,45
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 451.621,46 (Vorjahr: EUR 1.320.783,00)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.066.385,65 -729.554,55
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 199.659,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.232,50)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 584.767,32 -3.351.402,31
12. Außerordentliche Erträge 2.073.361,01 600.711,96
13. Außerordentliche Aufwendungen -2.252.452,00 -621.849,48
14. Außerordentliches Ergebnis -179.090,99 -21.137,52
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -47.829,51 -3.139,69
16. Sonstige Steuern -147.967,27 -9.519,05
17. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 3.385.198,57
18. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 209.879,55 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Von der Bald AG, Siegen, sind die Vorschriften für große Gesellschaften gemäß §§ 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie des AktG zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilte planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Sachanlagen werden nach der degressiven Methode abgeschrieben. Die Umstellung von der degressiven auf die lineare Abschreibung erfolgt in dem Jahr, in dem die lineare Abschreibung zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt als die degressive Abschreibung. Bei Zugängen von abnutzbaren beweglichen Vermögenswerten wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit bei Anschaffungskosten bis EUR 100,00 in den Aufwand gebucht werden.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden und vorübergehenden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Unfertige und fertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der Verwaltungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Leistungserstellung veranlasst ist.

Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung erfolgt mit dem gleitenden Durchschnitt. Ist der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger, erfolgt aufgrund des strengen Niederstwertprinzips eine Abschreibung auf diesen Wert. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts werden der Beschaffungs- und Absatzmarkt sowie Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit in angemessenem und ausreichendem Umfang berücksichtigt.

Im Vorjahr wurde der beizulegende Wert, mit dem Gebrauchtfahrzeuge bewertet wurden, durch den DAT-Listenpreis bestimmt. Abweichend zum Vorjahr wird der beizulegende Wert der Gebrauchtfahrzeuge durch Wahl des niedrigeren Werts zwischen den Anschaffungskosten und dem Betrag, der sich durch retrograde Ermittlung vom Verkaufspreis abzüglich Vertriebskosten und Zinsen ergibt, ermittelt. Dadurch wird der richtige Wertminderungsaufwand sachgerechter dargestellt. Diese Änderung der Bewertungsmethode hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden in der Regel mit dem Nennwert bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Sobald die Gründe für den niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, wird maximal bis zu den Anschaffungskosten zugeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung (von 1,5 %) auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht versicherten Nettoforderungen gebildet.

Disagien werden unter den Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und linear über die Zinsbindungsdauer der Kredite (entsprechend der Kapitalinanspruchnahme) amortisiert. Zudem werden unter diesem Posten bereits gezahlte zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwendungen aktiviert. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit-Credit-Methode bewertet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei den erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen werden neben dem reinen Gehaltstrend auch eine erwartete Inflationsrate und ein Karrieretrend einbezogen. Den Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) und eine unternehmensindividuelle Fluktuation zugrunde.

Bis zum 31. Dezember 2009 wurden die Pensionsrückstellungen mit Teil- bzw. Barwerten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung steuerlicher Vorschriften mit einem Zinssatz von 6 % p. a. ermittelt wurden. Die aus der Bewertungsänderung zum 1. Januar 2010 durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz resultierende erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erfolgte zum 1. Januar 2010.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen werden alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen werden passivisch ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zur Bilanz) zu entnehmen.

Das Grundkapital besteht aus 2.300.000 nennwertlosen Aktien zu je EUR 1,00. Im Jahr 2011 wurde durch die Umwandlung von der Bald Automobilgesellschaft mbH, Siegen, in die Bald AG, Siegen, das bisherige Stammkapital von EUR 1.489.904,54 zusammen mit einer Kapitalerhöhung von EUR 10.095,46 in das Grundkapital von EUR 1.500.000,00 umgewandelt. Am 29. November 2011 wurde das Grundkapital erneut um EUR 800.000,00 erhöht.

Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegt ein Zinssatz von 5,14 % p. a., keine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung und ein Rententrend von 2,00 % zugrunde. Aufgrund des BilMoG wurde die 1/15-Regelung in Anspruch genommen. Die Höhe der nicht passivierten Rückstellung aufgrund dieses Wahlrechts beträgt TEUR 682.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Finanzierung der Unterdeckung in der Bald Rentenkasse e.V. (TEUR 2.200).

Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.998 5.876 11.422
  (13.953) (4.318) (1.210)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 315 315 0
  (575) (575) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.026 8.026 0
  (8.956) (8.956) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0
  (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.572 1.572 0
  (1.050) (1.050) (0)
31.12.2011 27.911 15.789 11.422
31.12.2010 (24.534) (14.899) (1.210)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

Die Umsatzerlöse betreffen in Höhe von TEUR 33.394 (Vorjahr: TEUR 30.555) Eigengeschäft, TEUR 32.705 (TEUR 30.498) Reparaturen/Werkstatt, TEUR 11.009 (Vorjahr: TEUR 8.781) Agenturgeschäft und TEUR 1.092 (Vorjahr: TEUR 1.788) Vermietungsgeschäft.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Anpassungen in Folge einer Betriebsprüfung (TEUR 151) enthalten.

Außerordentliche Erträge sind durch Sanierungsbeiträge von Stakeholdern in Höhe von TEUR 2.073 entstanden. Außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.252 sind durch die Bildung einer Rückstellung für eine Deckungslücke bei der Bald Rentenkasse e.V. entstanden. Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von - TEUR 179 wird nicht von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 200 enthalten.

4. Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen Leasingverträgen über einen Betrag in Höhe von EUR 340.084,97, davon für das folgende Geschäftsjahr EUR 305.485,59.

Die Bald AG, Siegen, hat darüber hinaus Grundstücke und Gebäude und die damit verbundenen wesentlichen Bestandteile und Zubehör bis zum Jahr 2035 gemietet. Die Verpflichtung beträgt mindestens EUR 1.164.000,00 pro Jahr.

Geschäftsführer bzw. Vorstand waren im Geschäftsjahr und sind bis heute

 

Herr Hans-Hinrich Schulz, Kaufmann, Bliedersdorf (seit dem 20. Januar 2011),

 

Herr Harald Gayk, Kaufmann, Hamburg (seit dem 11. März 2011),

 

Herr Tobias Bald, Kaufmann, Köln (bis zum 20. Januar 2011).

Aufsichtsrat:

 

Heinrich Behrmann, Verden, Steuerbevollmächtigter (Vorsitzender)

 

Manfred Badenhop, Kaufmann, Langwedel

 

Hans-Albert Kusserow, Ingenieur, Buxtehude

 

Michael Wenzien, Kaufmann, Norderstedt

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr den Geschäftsführern und dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge werden nicht genannt (§ 286 Absatz 4 HGB).

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr den Mitgliedern des Aufsichtsrats gewährten Gesamtbezüge betragen TEUR 29.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer betrug 356 (Vorjahr: 317). Hiervon entfallen auf gewerbliche Arbeitnehmer 154 (Vorjahr: 134), auf Angestellte 202 (Vorjahr: 183).

Die Gesellschaft hält direkt oder indirekt Anteile von jeweils 20 % und mehr an nachfolgend aufgeführten Unternehmen:

Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 31.12.2011
TEUR
Jahresergebnis 2011
TEUR
CarSpar GmbH, Herborn 100,00 25 -2
Lackierzentrum Siegerland GmbH, Siegen 44,00 375 -4

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 116 und schlüsselt sich auf in das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 33 und sonstige Leistungen TEUR 83.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der H.H. Schulz Grundstückgesellschaft mbH, Bliedersdorf, einbezogen, der beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offenzulegen ist.

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Siegen, 25. Oktober 2012

gez. Hans-Hinrich Schulz, Vorstand

gez. Harald Gayk, Vorstand

Weitere Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde in der Hauptversammlung vom 13. November 2012 festgestellt.

Anschaffungskosten
01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.420.825,56 12.914,95 0,00 1.433.740,51
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.261,71 12.939.352,66 0,00 12.950.614,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.663.053,96 262.999,02 0,00 6.926.052,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.305.441,14 13.001.260,99 9.356.860,26 13.949.841,87
  16.979.756,81 26.203.612,67 9.356.860,26 33.826.509,22
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 433.204,00 0,00 0,00 433.204,00
2. Sonstige Ausleihungen 2.400,00 0,00 0,00 2.400,00
  435.604,00 0,00 0,00 435.604,00
  18.836.186,37 26.216.527,62 9.356.860,26 35.695.853,73
  Abschreibungen
  01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.273.023,86 111.414,22 0,00 1.384.438,08
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 229.583,35 0,00 229.583,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.091.950,67 92.036,13 0,00 6.183.986,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.183.964,97 1.075.034,15 663.835,29 7.595.163,83
  13.275.915,64 1.396.653,63 663.835,29 14.008.733,98
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 418.700,00 0,00 0,00 418.700,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  418.700,00 0,00 0,00 418.700,00
  14.967.639,50 1.508.067,85 663.835,29 15.811.872,06
Buchwerte
31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     49.302,43 147.801,70
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken     12.721.031,02 11.261,71
2. Technische Anlagen und Maschinen     742.066,18 571.103,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung     6.354.678,04 3.121.476,17
      19.817.775,24 3.703.841,17
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen     14.504,00 14.504,00
2. Sonstige Ausleihungen     2.400,00 2.400,00
      16.904,00 16.904,00
      19.883.981,67 3.868.546,87

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bald AG, Siegen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens¬, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 1. November 2012

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Graunke, Wirtschaftsprüfer

gez. Lohmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der Bald AG

Der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011. Dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand und die Jahresabschlussprüfung erläutert.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form zeitnah und umfassend über alle relevanten Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft.

Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Neben der intensiven Arbeit des Aufsichtsrats standen neben mir auch weitere Aufsichtsratsmitglieder außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei haben wir uns über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfalle informiert.

Im Geschäftsjahr 2011 fanden zwei turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Über Ereignisse, die für die Beurteilung von Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, hat uns der Vorstand auch zwischen den Sitzungen in schriftlichen Berichten ausführlich sowie jeweils unverzüglich informiert. Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Jahresabschlussprüfung

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 und der Lagebericht der Bald AG wurden von der FIDES Treuhand

GmbH & Co. KG geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Die Feststellung des Jahresabschlusses wurde durch Beschluss vom 4. Oktober 2012 von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung überlassen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine personellen Änderungen.

Der Aufsichtsrat besteht seit dem 1. Juli 2011 aus sechs Mitgliedern, war jedoch in 2011 mit nur 4 Mitgliedern besetzt.

 

gez. Heinrich Behrmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Auszug aus dem Protokoll der Hauptversammlung der Bald AG vom 13. November 2011:

Zu Punkt 2 der Tagesordnung:

Der stellte den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Abstimmung. Es wurde einstimmig beschlossen,

Wirtschaftsjahr 2011

Den Bilanzgewinn von 209.879,55 € wie folgt zu verwenden:

Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 €
Einstellung in Gewinnvortrag 209.879,55 €
  209.879,55 €

Der Vorsitzende stellte fest, dass damit der Antrag von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig angenommen worden ist.

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