ST Germany GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johanna Kampschulte seit 29.9.2025 | Prokura |
Frank Stumpenhusen seit 22.6.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.50% | |
Rinderunion Baden-Württemberg e.V. (RBW) | 15.88% |
Besamungsverein Neustadt a.d. Aisch e.V. | 12.76% |
Qnetics GmbH (früher Zucht- und Besamungsunion Hessen eG bzw. Landesverband Thüringer Rinderzüchter - Zucht- und Absatzgenossenschaft e.G.) | 9.11% |
| 9.02% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
14 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 14 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.42% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GGI-SPERMEX GmbHCloppenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20231. Bilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
AnhangA. Allgemeine Angaben Die GGI-SPERMEX GmbH hat ihren Sitz in Cloppenburg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Oldenburg unter der lfd. Nr. HRB 213180 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke in den Anhang aufgenommen worden. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig oder unverändert angewendet. Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Bewegliche Anlagegegenstände wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR (vermindert um Vorsteuer) sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung erfolgte eine Wertkorrektur auf den beizulegenden Wert. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Kurswert bewertet worden. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Entwicklung des Anlagevermögens
C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Es bestehen nachfolgend genannte Forderungen an / Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern:
Es handelt sich gleichzeitig um Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:
II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Betrag und Art der einzelnen Ertragsposten von außergewöhnlicher Bedeutung oder Größenordnung:
E. Sonstige Angaben I. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 247.677,25 EUR zzgl. eines Gewinnvortrages in Höhe von 215,33 EUR (insgesamt: 247.892,58 EUR), wie folgt zu verwenden:
II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den bestehenden Mietverträgen betragen die jährlichen Aufwendungen 73 TEUR. Das Volumen der bereits in Auftrag gegebenen, aber noch nicht gelieferten Bestellungen belief sich am Bilanzstichtag auf rd. 162 TEUR. III. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 21,25 Vollzeitkräfte und 8,5 Teilzeitkräfte beschäftigt. IV. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Als Geschäftsführer ist bestellt: Dipl.-Ing. agr. (UNI) Frank Stumpenhusen Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Als Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt:
Cloppenburg, 18.03.2024 GGI-SPERMEX GmbH Geschäftsführer: F. Stumpenhusen Dieser Jahresabschluss wurde am 03.09.2024 festgestellt. Lagebericht Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Unternehmen GGI-SPERMEX GmbH 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 2.2. Entwicklung der Branche 2.2.1. Milchwirtschaft 2.2.2. Rindfleischmarkt 2.3. Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte 2.4. Entwicklungen der GGI-SPERMEX 2.4.1. Allgemeine Entwicklung / Geschäftsverlauf 2.4.2. Ertragslage 2.4.3. Finanz- und Vermögenslage 2.4.4. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage 3. Personal 4. Risikomanagement 5. Chancen- und Risikobericht 5.1. Chancen 5.2. Risiken 5.3. Gesamtaussage zur Darstellung der Risiko- und Chancenlage 6. Prognosebericht 1 Unternehmen GGI-SPERMEX GmbH Die GGI-SPERMEX GmbH (GGI-SPERMEX), als kompetenter Partner in allen Fragen rund um die Rinderzucht repräsentiert zwölf führende deutsche Rinderzuchtorganisationen auf dem Weltmarkt für Rindergenetik. Sie unterstützt Tierzucht- und Besamungsorganisationen auf der ganzen Welt beim Aufbau und der Optimierung von Zuchtprogrammen, nachhaltigem Herdenmanagement sowie mit der Lieferung aller für die künstliche Besamung nötigen Materialien. Der Hauptfokus liegt insbesondere auf dem weltweiten Handel und Versand von Rindersperma und Embryonen. Die Gesellschafter der GGI-SPERMEX produzieren mit ihren Zuchtbullen Sperma auf einem weltweit sehr hohen genetischen Niveau. Die GGI-SPERMEX bezieht das Sperma von den Besamungsstationen seiner Gesellschafter, und verkauft es anschließend an seine Kunden. Der Kundenkontakt wird durch eigene GGI-SPERMEX-Außendienstmitarbeiter hergestellt und gepflegt. Die GGI-SPERMEX agiert an zwei Standorten innerhalb der Bundesrepublik. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Cloppenburg in Niedersachsen mit angeschlossenem, von der EU anerkanntem Spermadepot. Eine Zweigstelle wird in Ottobrunn in der Nähe von München, mit einem ebenfalls EU anerkannten Spermadepot in Wasserburg am Inn, betrieben. Seit dem Jahr 2011 befindet sich am Standort Cloppenburg in Kooperation mit einem amerikanischen Partner ein Sexing-Labor. Die zwei Standorte des Unternehmens bestehen seit der Verschmelzung von GGI German Genetics International GmbH und SPERMEX GmbH im Jahr 2018. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1 Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen.
1 Vgl. drv e. V. Jahresbericht Agrarwirtschaft
2023, S. 2 ff.
2.2 Entwicklung der Branche 2.2.1 Milchwirtschaft 2 Nach dem stark volatilen Marktverlauf mit sehr großen Preis- und Kostensteigerungen im Vorjahr bewegte sich das Marktgeschehen 2023 wieder einige Schritte in Richtung Normalität. Obwohl die Preise für Milch und Milchprodukte wie auch die Kosten für Energie und Betriebsmittel vor allem in der ersten Jahreshälfte teilweise deutlicher nachgaben, blieben sie auf einem im längerfristigen Vergleich höherem Niveau. Das Wachstum der weltweiten Milchproduktion hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder etwas beschleunigt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erwartet einen Anstieg um 1,3 % auf 950 Mio. t Milch (Vorjahr: +0,6 %). Größere Steigerungen werden dabei in Asien, insbesondere in Indien und China, verzeichnet. In Ozeanien und Südamerika wird eine moderate Zunahme der Erzeugung prognostiziert, wobei insbesondere in Brasilien aufgrund größerer Kuhbestände, Milchleistungen und günstigeren Kosten das Milchaufkommen wächst. Hingegen wird in Afrika aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit von Futtermitteln, schlechter Weidebedingungen sowie durch konfliktbedingte Störungen der Viehzucht mit einem Rückgang der Milchproduktion gerechnet. Der Strukturwandel in der deutschen Milchviehhaltung setzte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr etwas beschleunigt fort. Nach den Ergebnissen der Viehzählung vom November 2023 ging im Vorjahresvergleich die Zahl der Milchkuhhalter um 4,4 % auf 50.581 zurück. Die Abnahmerate, die im Vorjahr 3,5 % betrug, lag damit wieder im langjährigen Durchschnitt von 4,5 %. 2.2.2 Rindfleischmarkt 3 Gemäß der Januarprognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) stieg die Zahl der weltweit gehaltenen Rinder im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 3,87 Mio. Stk. auf 944,23 Mio. Tiere an. Für das Jahr 2024 prognostiziert das USDA eine Reduktion der weltweiten Rinderbestände um 0,03 % auf 943,91 Mio. Rinder. Diese Entwicklung stützt sich auf erwartete Rückgänge in den großen Kernmärkten wie Brasilien (-0,24 %) und den USA (-1,65 %). Die weltweit produzierte Rindfleischmenge ist im Jahr 2023 um 0,05 % auf 59,31 Mio. t minimal gestiegen. Für 2024 bleibt die prognostizierte Produktionsmenge mit 59,49 Mio. t nahezu unverändert. Als Grund sind hier die Aufwärtskorrekturen Australiens zu nennen, die die Rückgänge Argentiniens und der Europäischen Union (EU) ausgleichen. Auch für die USA wird erwartet, dass die Produktion im Vergleich zum Vorjahr weiter zurückgehen wird. Der globale Rindfleischverzehr ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,97 % auf 58,00 Mio. t gestiegen. Die Erwartungen für das Jahr 2024 zeigen eine weltweite Verzehrreduktion um 0,48 % auf 57,72 Mio. t. Größter Rindfleischproduzent und -konsument sind weiterhin die USA, gefolgt von Brasilien, China und der EU. Der europäische Rinderbestand sank im Jahr 2023 erneut auf 74,81 Mio. Tiere (-1,2 %). Für das Jahr 2024 wird ein weiterer Rückgang auf 74,55 Mio. Tiere (-0,34 %) vorhergesagt. Auch die Rindfleisch-produktion in der EU war 2023 rückläufig (-3,3 %) und belief sich auf 6,50 Mio. t. Die Produktions-prognose für Rindfleisch geht für 2024 von einem weiteren Rückgang um -1,54 % auf 6,40 Mio. t aus. Der europäische Verbrauch von Rindfleisch lag laut USDA-Angaben bei 6,30 Mio. t und reduziert sich damit um 2,60 % im Vergleich zum Vorjahr.
2 Vgl. drv e. V. Jahresbericht Agrarwirtschaft
2023, S. 21 ff.
3 Vgl. drv e. V. Jahresbericht Agrarwirtschaft
2023, S. 25 ff.
Der EU-Export von Rindfleisch und lebenden Tieren lag von Januar bis Oktober 2023 bei einem Gesamthandelsvolumen in Höhe von 790.181 t und damit um 0,9 % über dem Vorjahresniveau. Wichtige Abnehmer waren allen voran das Vereinigte Königreich mit 304.096 t (38,5 % der Gesamtmenge), die Türkei mit 76.512 t (9,7 % der Gesamtmenge) und Israel mit 39.572 t (5,0 % der Gesamtmenge). Die größte Steigerung im Berichtszeitraum verzeichnete Marokko (+107,9 %). Der deutsche Rinderbestand war im Jahr 2023 leicht rückgängig. Zum Stichtag der nationalen Viehzählung am 3. November 2023 wurden in Deutschland rund 10,8 Mio. Rinder gehalten. Das waren ca. 160.800 Tiere bzw. 1,5 % weniger als im November 2022. Die Zahl der rinderhaltenden Betriebe ist im gleichen Zeitraum um 1,6 % auf 127.256 Betriebe gesunken. 2.3 Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 1.261.989 Spermaportionen mit einem Umsatz von 8,813 Mio. Euro in weltweit 64 Länder durch die GGI-SPERMEX GmbH vermarktet. Während die Anzahl der Spermaportionen somit gegenüber dem Vorjahr geringfügig zurückging (-3,7%), konnte der Umsatz in der Spermavermarktung um 15,4% gesteigert werden. Diese gegenläufige Entwicklung von Stück- und Umsatzzahlen liegt insbesondere an der ausgeprägten Schwäche im niedrigpreisigen Volumenmarkt Türkei einerseits und auf der anderen Seite in den Zuwächsen in höherpreisigen Märkten sowie beim Absatz von gesextem Sperma begründet. In der Türkei führten zahlreiche Änderungen der Importbedingungen, die Währungsschwäche der türkischen Lira und insbesondere die passive Haltung des Geschäftspartners nach personellen Umstrukturierungen zu einem dramatischen Rückgang der Stückzahlen, die nur knapp 10% der üblichen Verkäufe erreichten. Dieser Rückgang konnte durch die Wiederbelebung des China-Geschäfts auf einem interessanteren Durchschnittspreisniveau als in der Türkei im Umsatz sehr gut kompensiert werden. Zum Umsatzanstieg trugen neben China neue Exportmärkte sowie ein leicht erhöhter Durchschnittspreis bei konventionellem Sperma und um ca. 35% höhere Verkäufe von gesextem Sperma bei. In den Hochpreismärkten Europas konnten Umsatzzuwächse vor allem in Belgien, Finnland, Norwegen, Portugal und Spanien erzielt werden. Italien hat sich nach zwei schwächeren Jahren wieder auf höherem Niveau stabilisiert, während der Absatz in Frankreich die langjährige positive Entwicklung nicht fortsetzen konnte, aber weiterhin umsatzstärkster Einzelmarkt für die GGI-SPERMEX bleibt. In Ostereuropa wurden gesteigerte Vermarktungszahlen in Estland, Litauen, Tschechien und Polen realisiert, das nach einigen Jahren negativer Entwicklung nun erheblich zulegte. In Ungarn konnte das Unternehmen an die sehr guten Zahlen aus dem Vorjahr dagegen nicht ganz anknüpfen. Im Übrigen entwickelten sich die Absatzzahlen in Aserbaidschan, Weißrussland, Peru, Venezuela und Saudi-Arabien positiv. Die gestiegenen Umsatzzahlen in den genannten Ländern sind insbesondere auf eine Verstärkung der Akquisitionstätigkeiten durch verbesserte personelle Ausstattung und teilweise neue Partner vor Ort zurückzuführen. Lediglich in England konnte der langjährig negative Trend in der Vermarktung durch GGI-SPERMEX bisher nicht umgekehrt werden. Im Geschäftsjahr 2023 verliefen die Verkäufe in Kasachstan und in Kolumbien nicht in gewünschtem Ausmaß. Beide Länder zeigen jedoch weiter ein erhebliches Absatzpotenzial von Rindersperma und stellen wichtige Zielmärkte für GGI-SPERMEX dar. Rinderembryonen lassen sich nun wieder in einigen südamerikanischen Märkten absetzen, was auf gestiegene Nachfrage bei der Rasse Fleckvieh zurückzuführen ist. Dies trägt zwar nicht nennenswert zum Umsatz, vielmehr aber zur Imageerweiterung bei, da die aus den Embryonen resultierenden reinrassigen Nachkommen eine sehr positive Werbung für die deutsche Genetik darstellen. 2.4 Entwicklungen der GGI-SPERMEX 2.4.1 Allgemeine Entwicklung / Geschäftsverlauf Nach dem Wegfall der letzten Corona-bedingten internationalen Reisebeschränkungen konnten die Außendienstmitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 erstmals seit drei Jahren die Kundenkontakte intensivieren. Dies führte zwar zu einem deutlich erhöhten Aufwand bei den Reise- und Bewirtungskosten, der jedoch durch die höheren Umsätze im Exportgeschäft mehr als kompensiert wurde. Neuakquisitionen im Ausland sowie eine intensivierte Betreuung der Bestandskunden sowie zahlreiche ausländische Besuchergruppen im Inland zur Präsentation der Vorteile der deutschen Rinderzucht führten zu einem erheblichen Anstieg des Exportumsatzes im Kerngeschäft der Vermarktung von Rindersperma. Erstmals seit vielen Jahren konnten auch die Embryonenverkäufe wieder gesteigert werden. Im Dienstleistungsbereich des Spermasexings am Standort Cloppenburg wurde ebenfalls ein deutlicher Umsatzanstieg verzeichnet. Zum einen stieg der Bedarf an gesextem Sperma im Inland und in der Exportvermarktung, zugleich führten Software-Updates des Vertragspartners Sexing Technologies zu höheren Ausbeuten und verbesserter Effizienz in der Produktion, so dass höhere Stückzahlen erzeugt werden konnten. Die rasante Steigerung der Transportkosten infolge Coronapandemie und Ukrainekrieg hat sich 2023 zwar nicht fortgesetzt, die Kosten sind allerdings auf dem insgesamt hohen Niveau verblieben. Die Situation bei der Transportlogistik hat sich verbessert. Gegenüber der Lage vor der Coronapandemie gibt es jedoch nach wie vor Destinationen im Luftfrachtverkehr, die nur über erhebliche Umwege zu erreichen sind. Die im Vorjahr aufgetretene Problematik verstärkter Transportschäden hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht fortgesetzt. Die ergriffenen Maßnahmen zur Schadensverringerung haben positive Auswirkungen gezeigt. Um den gestiegenen Kosten im Bereich Transporte und Transportversicherung Rechnung zu tragen, werden diese Kostenpositionen seit März 2023 an die Kunden zu einem Teil weitergereicht und berechnet. Die Anpassungen im Geschäftsmodell im Laufe des Jahres 2022 trugen dazu bei, Arbeitsabläufe bei der GGI-SPERMEX und seinen Gesellschaftern im vergangenen Geschäftsjahr schlanker und effizienter zu gestalten. Es wurde weiter an der Optimierung von Arbeitsprozessen gearbeitet. Die beiden großen Werbeveranstaltungen in Berlin im Juni 2023 und in Miesbach im September 2023 haben sehr positive Resonanz bei den Kunden und Gesellschaftern der GGI-SPERMEX hervorgerufen. Das Distributoren-Treffen in Berlin diente insbesondere dem intensiven Austausch zwischen Exportkunden, die ihre Wünsche an das Zuchtprodukt, Service etc. ausdrückten und den Gesellschaftern der GGI-SPERMEX, die ihrerseits Zuchtprogramme und die Selektion zur Erstellung der Zuchtprodukte darstellten. Neben Schnittmengen zeigten sich dabei auch viele neue und zusätzliche Aspekte für die Besamungsorganisationen um bei der Bullenauswahl künftig noch mehr die Interessen der GGI-SPERMEX-Exportkunden bei den züchterischen Entscheidungen zu integrieren. Die Bundes-Fleckviehschau in Miesbach wurde dazu genutzt, einem breiten internationalen Publikum mit sehr starker Beteiligung von Kunden aus dem lateinamerikanischen Raum die besonderen Qualitäten der Rasse Fleckvieh in der Doppelnutzung zu präsentieren. Anlässlich der Schau organisierte die GGI-SPERMEX eine umfangreiche Informationstour durch den süddeutschen Raum. Die GGI-SPERMEX entwickelt mit einer externen Softwarefirma ein eigenes Anpaarungsprogramm für die internationale Nutzung. Der Auftrag an die Softwarefirma wurde im Mai 2023 erteilt. Die Fertigstellung der ersten Stufe dieses Programms ist für Frühjahr 2024 vorgesehen. Langfristig soll das Anpaarungsprogramm in Kombination mit der Herdentypisierung zu steigenden Verkäufen in der Exportvermarktung führen. Zum Jahresende 2023 mussten einzelne Lieferungen in das Geschäftsjahr 2024 verschoben werden. Infolge neuer Blauzungenfälle in Deutschland wurde notwendigerweise eine Lieferung nach Weißrussland im Volumen reduziert und eine weitere Sendung zeitlich in das neue Jahr verschoben. China hat kurzfristig eine Importsperre aus Deutschland verhängt, die erst im Februar 2024 wieder aufgehoben wurde. Daher musste eine bereits gebuchte Sendung wieder vom Flughafen zurückgeholt werden. Im Irak und in Saudi-Arabien kam es zu Verzögerungen bei den jeweiligen Importgenehmigungen. Die genannten Beispiele verdeutlichen die beständigen Risiken im Exportgeschäft von Rindersperma und -embryonen, denen die GGI-SPERMEX unterworfen sind. Die unbefriedigende Entwicklung im wichtigen Absatzmarkt Türkei und die passive Haltung des dortigen Geschäftspartners hat dazu geführt, dass die Geschäftsführung alternative Möglichkeiten der Vermarktung in der Türkei evaluiert und sich nach eingehender Prüfung adäquater Geschäftspartner in der Türkei für eine Kooperation mit der Firma Dynamics Animal Health mit Sitz in Istanbul ab dem Geschäftsjahr 2024 entschieden hat. Währungskurse waren 2023 wiederum starken Schwankungen in einigen Ländern unterworfen. Dazu zählten z.B. wichtige Exportländer wie die Türkei und südamerikanische Märkte. Das Zahlungsverhalten der Kunden der GGI-SPERMEX hat sich jedoch weiterhin als sehr stabil erwiesen, was u.a. auf die starke Orientierung auf das Stammkundengeschäft des Unternehmens zurückzuführen ist. 2.4.2 Ertragslage Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
1) in Relation zur Gesamtleistung
2) prozentuale Veränderung ggü. dem
Vorjahr
Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 ist insgesamt als gut zu beurteilen. Die Gesamtleistung konnte gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. bzw. 23,5 % gesteigert werden. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen höhere Durchschnittspreise im Spermageschäft, bei leicht rückläufigem Portionen-Absatz. Eine weitere Umsatzsteigerung konnte in der Sparte Sperma-Sexing generiert werden. Hier konnte durch die deutliche Steigerung der Menge, gegenüber dem Vorjahr, eine Steigerung von 1,4 Mio. EUR erzielt werden. Die Materialaufwendungen haben sich nahezu korrespondierend zu den Umsatzerlösen entwickelt, wobei sie in Relation zur Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte angestiegen sind. Dadurch konnte der Rohertrag erfreulicherweise zwar um 345 TEUR gesteigert werden, bewegte sich aber in Relation zur Gesamtleistung ebenfalls zwei Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Eine merkliche Steigerung des Rohertrages gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 184 TEUR konnte aus der Sparte Sperma-Sexing generiert werden, da die Produktionsmenge deutlich gesteigert wurde, was neben höheren Umsatzerlösen auch zu deutlichen höheren Provisionserlösen führte. Der ordentliche Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 186 TEUR bzw. 11,7%, was insbesondere auf einen leicht höheren durchschnittlichen Personalbestand durch die Aufstockung der Vertriebsmitarbeiter, aber auch auf allgemeine Gehaltsanpassungen und höhere Rückstellungen für Personalverpflichtungen zurückzuführen ist. Die Abschreibungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 14 TEUR. Die sonstigen ordentlichen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 127 TEUR angestiegen, was insbesondere durch die erhöhte Reisetätigkeit und den Anstieg der Werbe- und Repräsentationsaufwendungen begründet ist. Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Steigerung des Rohertrages ebenfalls von 124 TEUR auf 201 TEUR angestiegen und liegt damit deutlich über der Prognose des Vorjahres. Die Abweichung ist insbesondere auf die unerwartete Mengen- und damit Provisionssteigerung der Sparte Sperma-Sexing zurückzuführen. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 248 TEUR gegenüber 148 TEUR im Vorjahr ab. 2.4.3 Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 7,6 Mio. auf 7,9 Mio. erhöht. Die langfristig im Unternehmen gebundenen Mittel betrugen am Bilanzstichtag 495 TEUR bzw. 6,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 237 TEUR bzw. 3,1 %) und waren an beiden Bilanzstichtagen vollständig durch Eigenmittel finanziert. Der Anstieg ist insbesondere durch die Investition in das Anpaarungsprogramm sowie Ersatzinvestitionen in den Fuhrpark begründet. Die Summe der Wertpapiere und liquiden Mittel belief sich am Bilanzstichtag auf rd. 4 Mio. EUR bzw. 51,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr: rd. 4,7 Mio. bzw. 61,4 %). Die liquiden Mittel reduzierten sich insbesondere durch die Investitionen in das Anlagevermögen, sowie den Anstieg der Vorräte und Forderungen. Die Gesellschaft finanziert sich neben Lieferantenkrediten insbesondere durch Eigenmittel. Das bilanzielle Eigenkapital belief sich am 31.12.2023 auf 3,6 Mio. EUR und machte 46 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR bzw. 46,1 %). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht; die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt des Jahres gewährleistet. 2.4.4 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage Unter Berücksichtigung der zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen im Tierhaltungssektor allgemein und der umfangreichen Anforderungen im Exportgeschäft einerseits und der andererseits ergriffenen Maßnahmen zur Absatzsteigerung blickt die Geschäftsführung der GGI-SPERMEX GmbH insgesamt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2023 zurück. 3 Personal Am 31.12.2023 beschäftigte die GGI-SPERMEX neben dem Geschäftsführer insgesamt 30 Mitarbeiter (Vorjahr: 27 Mitarbeiter) sowie zwei Vertragstierärzte. Zwei offene Positionen im Innendienst konnten im Jahresverlauf 2023 neu besetzt werden. Die Vertriebsaktivitäten wurden durch die Personalakquisition eines weiteren versierten Außendienstmitarbeiters verstärkt und eine neue Arbeitsstelle wurde in der Verbindung zwischen Außendienst- und Marketingabteilung geschaffen. Die in 2022 und 2023 erfolgte Aufstockung des Akquisitionspersonals hat im Jahresverlauf 2023 zu positiven Umsatzeffekten in einzelnen Märkten geführt. Das Unternehmen wird weiter gezielt nach geeigneten Verstärkungen suchen, um international die Wettbewerbssituation zu verbessern. 4 Risikomanagement Die Geschäftsführung der GGI-SPERMEX achtet kontinuierlich auf mögliche Risiken für das Unternehmen. Für das Unternehmen ergeben sich insbesondere Risiken aus Einfuhrbeschränkungen im Ausland aufgrund von Seuchen, veterinärrechtlicher Vorgaben oder Sanktionsmaßnahmen. Weiterhin bestehen Risiken im Ausfall von Forderungen. Zur Erkennung und Steuerung des Forderungsausfallrisikos hat die Geschäftsführung der GGI-SPERMEX ein System eingerichtet, das im Wesentlichen darauf aufbaut, dass regelmäßig (mindestens monatlich) eine Beurteilung der derzeit bestehenden offenen Posten vorgenommen wird. Bei Zahlungssäumnissen wird das Mahnwesen eingehalten und bei drohenden Zahlungsausfällen entsprechende Schritte, wie die Beauftragung eines Inkassounternehmens, in die Wege geleitet. Weiterhin wird eine monatliche betriebswirtschaftliche Analyse zur Beurteilung der aktuellen Situation des Unternehmens, sowie Rohertragsstatistiken und Länderumsatzzahlen herangezogen und innerhalb der Geschäftsführung bewertet. 5 Chancen- und Risikobericht 5.1 Chancen Chancen werden im Unternehmen weiterhin in der Erschließung neuer Märkte bzw. des Ausbaus von bestehenden Kundenbeziehungen sowie der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen und der weiteren Optimierung der betrieblichen Abläufe gesehen. Mit der Einstellung von neuen Mitarbeitern (siehe Abschnitt Personal), als auch der Einführung neuer digitaler Lösungen werden Maßnahmen ergriffen, um das mögliche Potenzial zu heben. Zum Ausbau der Vermarktungsaktivitäten wird ein firmeneigenes Anpaarungsprogramm entwickelt, das in Kombination mit der Herdentypisierung die Verkäufe in wichtigen Exportmärkten unterstützen wird. 5.2 Risiken Die durch die Corona-Pandemie und den Ukrainekrieg hervorgerufenen Geschäftsrisiken sind zwar in ihren Auswirkungen mittlerweile gemindert, rufen jedoch weiterhin Probleme beim internationalen Warenverkehr und den damit verbundenen gestiegenen Kosten hervor. Die höheren Kosten in der Beschaffung von Produktionsmitteln führt für die Besamungsorganisationen und für die GGI-SPERMEX zu höheren Produktionskosten. Anders als in anderen Wirtschaftssektoren können in der Tierhaltung und insbesondere in der internationalen Spermavermarktung die höheren Produktionskosten nur unzureichend weitergegeben werden. Preisdruck entsteht im niedrigpreisigen Segment durch osteuropäische Billiganbieter und bei gesextem Sperma durch produktionsbedingte Kostenvorteile nordamerikanischer Konkurrenten, die über ein Quasi-Monopol in der Technologie verfügen. Somit sind steigende Erlöse nur in Verbindung mit höheren Umsätzen und Vorteilen im Servicebereich zu erzielen. Nachhaltiges Wachstum lässt sich in der Branche in Drittlandmärkten generieren, die in die Tierhaltung investieren. In den hochpreisigen europäischen Märkten besteht dagegen bei schrumpfenden Tierbeständen ein Verteilungswettkampf, dem die GGI-SPERMEX mit hochwertigen Produkten und einem verbesserten Service für die Kunden begegnet. Währungsschwankungen bilden im Exportgeschäft beständig Risiken. Die GGI-SPERMEX fakturiert in Euro, so dass dieses Risiko von den Geschäftspartnern zu tragen ist. Erhebliche kurzfristige Schwankungen können jedoch zu verzögerten Lieferungen bzw. zu einem Rückgang im Auftragseingang führen. Die größten Risiken bestehen für das Unternehmen generell im Bereich von veterinärhygienischen Seuchen, die zu erheblichen Liefereinschränkungen in Exportländer führen können. In diesem Zusammenhang ist 2024 zu beobachten, ob sich der neue Serotyp der Blauzungenkrankheit und die Epizootische Hämorrhagie (EHD; Epizootic haemorrhagic disease) in Europa ausbreiten. 5.3 Gesamtaussage zur Darstellung der Risiko- und Chancenlage Aus derzeitiger Sicht und aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist nach Einschätzung der Geschäftsführung weder aus einzelnen Risiken noch aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken, unter Substanz- und Liquiditätsaspekten, eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft erkennbar. Die bestehenden Risiken und internationalen Rahmenbedingungen erfordern jedoch eine regelmäßige Prüfung der aktuellen Situation und schnelle Anpassungen an die Lage. 6 Prognosebericht Die Auftragslage zum Beginn des Geschäftsjahres 2024 zeigt sich stabil. Zum einen wurden Sendungen realisiert, die noch im November/Dezember 2023 verschoben werden mussten. Zum anderen ergeben sich Folgeaufträge aus Neuakquisitionen des Vorjahres. Somit entstehen neue Stammkunden in alternativen Märkten, die das Geschäft der GGI-SPERMEX weiter beleben werden. Die Vermarktungsaktivitäten werden durch zwei neue Außendienstmitarbeiter ausgebaut, die sowohl einen bestehenden Kundenstamm von einem demnächst ausscheidenden Mitarbeiter übernehmen als auch neue Märkte mit Zukunftspotenzial bearbeiten. Werbeaktivitäten werden auf verschiedenen Ebenen intensiviert und das Imageprofil für die Zukunft geschärft. Der internationale Wettbewerb wird weiter zunehmen und zu Konzentrationsprozessen in der Rinderzucht und Spermavermarktung führen. Unter diesem Aspekt erweist es sich als richtungs-weisend, dass die Unternehmen GGI und Spermex im Jahr 2018 zur GGI-SPERMEX GmbH zusammengeführt wurden, um sich den künftigen Herausforderungen zu stellen. Das firmeneigene Anpaarungsprogramm soll im Frühjahr in einer ersten Version fertiggestellt und die Kunden über die Nutzungs- und Anwendungsmöglichkeiten informiert werden. Die schon bestehende Möglichkeit der Herdentypisierung von Holsteinkühen auf deutscher Basis im Ausland wird durch die Rassen Fleckvieh und Brown Swiss ergänzt werden. Beide Maßnahmen entfalten in der gemeinsamen Anwendung den größten Effekt für die Milchviehbetriebe. Dies wird entsprechende Informationsveranstaltungen und Werbemaßnahmen erfordern, aber mittel- bis langfristig Kunden an GGI-SPERMEX binden. Während die Nutztierhaltung in den EU-Märkten gesellschaftlich unter Druck gerät, nimmt sie in anderen Teilen der Welt zu. Die bürokratischen Hürden sind dort oftmals deutlich niedriger und der Bedarf an tierischen Erzeugnissen wie Milch und Fleisch nimmt kontinuierlich zu. In der Rinderhaltung ist zu beobachten, dass die Milchviehbetriebe in einigen Regionen stark wachsen und sich zudem nicht mehr nur auf eine Rinderrasse allein konzentrieren. In Anbetracht ihres breiten Produktportfolios hat die GGI-SPERMEX hier deutliche Vorteile, die sie gegenüber Wettbewerbern nutzen muss. Insgesamt zeigt sich nach den Corona-bedingt schwierigen Vorjahren eine zunehmende Dynamik in der internationalen Spermavermarktung. Neu akquirierte und versierte Geschäftspartner sowie die Stärkung der Außendienst- und Marketingabteilung lassen für GGI-SPERMEX die notwendigen Absatzsteigerungen und eine gute Positionierung in zukünftigen Märkten erwarten. Unter Berücksichtigung der aufgeführten, diversen Einflussfaktoren geht die Geschäftsführung für das Jahr 2024 von einer positiven Entwicklung gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr aus. Die Wettbewerbsfähigkeit und -stellung soll für die künftige Geschäftsentwicklung trotz herausfordernder Rahmenbedingungen weiter verbessert werden. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Betriebsergebnis leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Cloppenburg, 18.03.2024 Frank Stumpenhusen, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GGI-Spermex GmbH, Cloppenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GGI-Spermex GmbH (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu-künftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig er-achtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den an-zuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 22.03.2024 NWPG
Treuhand GmbH
Brake, Wirtschaftsprüfer Schulte, Wirtschaftsprüfer |
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