Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH

Bayreuther Straße 40, 95478 Kemnath, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Weiden i. d. OPf (Weiden) HRB 2618
Eingetragen
26.3.2003
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenFleischverarbeitung a. n. g.
Gegenstand
Die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren aller Art sowie der Vertrieb derartiger Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oleg Kolisnyk
seit 2.10.2025
Geschäftsführer
Max Ponnath
seit 23.9.2025
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura
Thomas Georg Breu
seit 15.5.2019
Prokura
Geschäftsführer
Simone Diana Mogos
seit 12.10.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ponnath Holding GmbH & Co.KG

Kemnath

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2021 bis 31.12.2021

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Ponnath Holding GmbH & Co. KG, Kemnath, fungiert als Holdinggesellschaft mit verwaltender Zentralfunktion und ist mit folgenden Firmen der Unternehmensgruppe direkt oder indirekt verbunden:

Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH, Kemnath

Ponnath DIE MEISTERMETZGER Vertriebs GmbH, Nürnberg

Ponnath Produktions GmbH, Kemnath

Ponnath REZNICTI MISTRI, s.r.o., Susice (Tschechien)

Veggie Gourmet GmbH, Kemnath

Rodag Food GmbH, Annaberg-Buchholz

Die Geschäftsanteile betragen jeweils 100 %. Die Veggie Gourmet GmbH, Kemnath, wird aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zielsetzung ist die Diversifizierung vom reinen Fleisch- und Wurstwarenhandel.

Mit Wirkung zum 1. Juni 2021 wurde der angemietete Produktionsstandort der Ponnath Produktions GmbH in Freiburg verkauft. Der Verkauf des Standorts wurde nicht über den Konzern abgewickelt, da das Grundstück nur angemietet war. Das Anlagevermögen der Ponnath Produktions GmbH wurde nahezu komplett verkauft bzw. verlagert. Der operative Geschäftsbetrieb wurde eingestellt.

Die Gesellschaften sind auf dem Gebiet der Herstellung von Frischwurstspezialitäten mit dem Schwerpunkt Brüh- und Kochwurst, Schinken- und Aspikspezialitäten sowie TK-Produkte, insbesondere Snacks, und Fingerfood, tätig. Ergänzt wird das Sortiment von veganen und vegetarischen Fleischersatzprodukten. Produktionsstandorte des Ponnath Holding GmbH & Co. KG Konzerns sind Kemnath, Knetzgau, Annaberg-Buchholz, Susice (Tschechien) sowie Reinsdorf und bis Juni 2021 Freiburg.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die aus dem Jahr 2020 auf besserem Niveau befindlichen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Geschäftsjahr 2021 trotz der anhaltenden Corona- Pandemie als weiterhin positiv zu beurteilen.

Das gesamtkonjunkturelle Umfeld in Deutschland befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie sowie des Krieges in der Ukraine und der Energiekrise analog der Weltwirtschaft in der Krise. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Jahr 2021 um 2,6 % gestiegen. Für 2022 wird eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 3,0% sowie im Jahr 2023 um 2,9 % prognostiziert. 1

Anfang des Jahres 2021 blieben die Rohstoffpreise im Bereich der Schweine auf dem niedrigen Niveau wie zum Ende des Jahres 2020. Ab März 2021 sind diese auf Grund des nicht mehr vorhandenen Überangebots erneut angestiegen. Dieses Niveau blieb bedingt durch die beginnenden Corona-Lockerungen bis Mitte des Jahres 2021. Im zweiten Halbjahr sind diese Preise aufgrund des Überangebots aus China wieder bis zum Ende des Jahres sukzessive gesunken.

Losgelöst von den kurzfristigen Effekten aufgrund der Corona-Pandemie stagniert der Absatzmarkt an Fleisch- und Wurstwaren in Deutschland hingegen insgesamt. Die Umverteilung vom klassischen Metzgergeschäft hin zur Selbstbedienungsware im Lebensmitteleinzelhandel und Discount strebt einem gewissen Sättigungsgrad entgegen.

Dadurch ist der Druck auf die Abgabepreise der Lebensmittelhersteller weiterhin sehr stark.

Entgegen der stagnierenden Absatzentwicklung im traditionellen Geschäftsfeld sind pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte als Fleisch der Zukunft keine Nischenprodukte mehr, sondern in der Gesellschaft angekommen.

Die Umsatzerlöse sanken um 0,4 % auf 257,3 Mio. EUR, dabei wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 15,7 Mio. EUR erzielt (Vj.: 20,9 Mio. EUR). Damit ist die im Vorjahr prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung wie erwartet eingetreten.

Zu den umsatzstärksten Produkten zählen Wiener Würstchen, Bayerischer Leberkäse, Weißwurst, Prosciutto Cotto, veganer Burger, vegane Fischstäbchen und Mozzarella Sticks.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74644/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-deutschland/ (Stand: 09.09.2022)

3. Investitionen

Im Bereich technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden 9.358 TEUR investiert (Vj.: 5.082 TEUR). Damit lagen im Berichtszeitraum die Investitionen um 4,3 Mio. EUR über den Abschreibungen. 2.354 TEUR (Vj.: 7.026 TEUR) wurden im Bereich Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten investiert.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 12,0 Mio. EUR (Vj.: 13,3 Mio. EUR) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die erhöhten Abgänge sind vor allem im Verkauf der Anlagen der Ponnath Produktions GmbH begründet.

Die Investitionen zielen auf die Erhöhung der Produktqualität, der Produktivität und der Kapazität sowie auf eine Optimierung der betriebswirtschaftlichen Abläufe ab. Das stetige Ziel der Verbesserung der Arbeitsbedingungen wurde bei den Investitionen ebenfalls konsequent verfolgt. Die erhöhten Investitionen sind unter anderem auf die Erweiterung der Kapazität bei der Rodag Food GmbH zurückzuführen.

4. Personalbereich

Im Jahresdurchschnitt wurden 973 Mitarbeiter (Vorjahr 875 Mitarbeiter) beschäftigt (Erhöhung um 98 Mitarbeiter bzw. +11,2 %). Ab Umsetzung des GSA Fleisch zum 1. April 2021 wurden vorhandenen Kapazitätsengpässe überwiegend mit befristeten Arbeitsverhältnissen und optimierten internen Prozessen ausgeglichen. Der Zuwachs der Mitarbeiter resultiert aus der Umsetzung des GSA Fleisch (Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft), gegenläufig dazu jedoch die Einstellung der Produktion in Freiburg.

Im Rahmen zunehmender Professionalisierung ist die permanente Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter ein wichtiger Erfolgsbaustein und wird konsequent betrieben. Zusätzlich wurden weitere Ausbildungsplätze und Ausbildungsberufe geschaffen um mittel-/langfristig mit eigens ausgebildetem Personal Zukunftsperspektiven aufzubauen.

5. Qualitätsmanagement/Umweltschutz

Die Produktionsbetriebe in Kemnath, Knetzgau, Annaberg-Buchholz, Reinsdorf und Susice sind nach den internationalen Lebensmittelsicherheitsstandards und Qualitätsnormen des IFS (International Food Standard) zertifiziert. Unsere Produktionsbetriebe in Kemnath und Annaberg-Buchholz sind zudem nach BRC (British Retail Consortium) zertifiziert. Zusätzlich existiert ein Ponnath-eigenes Qualitätsmanagementsystem. Dadurch wird die organisatorische Leistung des Konzerns und des Managementsystems gewährleistet und verbessert.

B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 122,2 Mio. EUR um 6,7 Mio. EUR auf 128,9 Mio. EUR erhöht.

Die Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens einschließlich des immateriellen Anlagevermögens in Höhe von 12,0 Mio. EUR liegen 4,4 Mio. EUR über den Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Sachanlagenintensität stieg von 33,8 % im Vorjahr auf 35,7 % im Berichtszeitraum.

Die Vorräte sanken, maßgeblich durch die Einstellung des operativen Betriebs in Freiburg, um 1,0 Mio. EUR (5,5%) auf 17,1 Mio. EUR. Die Entwicklung ist v. a. auf den Abbau des Bestands an unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich stichtagsbezogen um 2,3 Mio. EUR auf 23,9 Mio. EUR. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen stieg auf 10,8 im Berichtsjahr gegenüber 9,9 im Vorjahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich vor allem auf Grund von Darlehensauszahlungen von 3,5 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR erhöht.

Der Bestand an Wertpapieren des Umlaufvermögens erhöhte sich um 3,5 Mio. EUR von 5,8 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR. Der Bestand an liquiden Mitteln ist trotz Jahresüberschuss von 21,8 Mio. EUR auf 19,4 Mio. EUR gesunken, hauptsächlich bedingt in den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in Wertpapiere.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital auf Grund des Jahresüberschusses um 14,5 % und beträgt nun 99,3 Mio. EUR (Vj.: 86,8 Mio. EUR).

Die Rückstellungen haben sich v. a. aufgrund reduzierter Steuerrückstellungen von 6,5 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR reduziert.

Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich durch Darlehenstilgung um 1,7 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen um 2,1 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich durch Darlehensrückzahlung um 5,8 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR.

Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 71,0 % auf 77,1 % erhöht.

2. Finanzlage

Das Finanzmanagement der Unternehmensgruppe zielt auf die Steuerung der Liquidität sowie der Kapitalstruktur des Konzerns.

Fällige Verbindlichkeiten können jederzeit fristgerecht bedient werden. Wo vereinbart, wird unter Ausnutzung von Skonto bezahlt. Im Geschäftsjahr wurden die vorhandenen Kreditlinien nur zu einem geringen Teil genutzt.

Die Liquiditätssituation des Konzerns ist positiv. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2022 und darüber hinaus sind keine Liquiditätsengpässe erkennbar.

Zum Bilanzstichtag bestanden liquide Mittel in Höhe von 19,4 Mio. EUR (Vj.: 21,8 Mio. EUR). Im Rahmen der Kapitalflussrechnung betrug im Geschäftsjahr 2021 der Mittelzufluss aus laufender Tätigkeit 22,3 Mio. EUR (Vj.: 10,8 Mio. EUR). Der Anstieg ist vor allem auf die Zunahme der Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (Berichtsjahr +3,0 Mio. EUR; Vj.: -14,5 Mio. EUR), zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug durch Darlehenstilgung 8,5 Mio. EUR (Vj.: Mittelzufluss 0,9 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und Darlehensauszahlungen) betrug 16,3 Mio. EUR. Im Vorjahr betrug der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 11,9 Mio. EUR.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse in Höhe von 257,3 Mio. EUR sanken um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr (258,3 Mio. EUR). Die Umsatzrentabilität (gemessen anhand des Verhältnisses des Ergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsaufwand zu den Umsatzerlösen) sank von 8,1 % im Vorjahr auf 6,2 % im Geschäftsjahr. Die Eigenkapitalrentabilität (gemessen anhand des Ergebnisses nach Ertragsteuern im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital) reduzierte sich von 19,2 % auf 12,0 % im Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 1,6 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg ist hauptsächlich bedingt durch den Verkauf des Anlagevermögens bei der Ponnath Produktions GmbH.

Der Materialaufwand verringerte sich von 165,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 161,7 Mio. EUR im Berichtsjahr. Es ergibt sich im Jahresdurchschnitt eine Senkung der Materialaufwandsquote um 0,5 % auf 63,1 %.

Beim Personalaufwand gab es zum Vorjahr (33,0 Mio. EUR) eine Erhöhung um 5,4 Mio. EUR auf 38,4 Mio. EUR im Berichtsjahr. Das Verhältnis des Personalaufwandes zu den Umsatzerlösen stieg auf Grund der erhöhten Mitarbeiterzahl (GSA-Fleisch) um 2,3 % auf 15,0 % im Berichtsjahr.

Das Vorsteuerergebnis liegt v. a. bedingt durch höhere sonstige betriebliche Aufwendungen sowie erhöhter Personalaufwendungen aufgrund des GSA-Fleischs bei 15,7 Mio. EUR (Vj.: 20,9 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 12,0 Mio. EUR (Vj.: 16,7 Mio. EUR).

Der Ertragssteueraufwand reduzierte sich ergebnisbedingt von 4,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,7 Mio. EUR im Berichtsjahr.

Der Jahresergebnis beträgt 12,0 Mio. EUR (Vj.: 16,7 Mio. EUR). Der Konzern weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 24,0 Mio. EUR aus.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft stellt sich insgesamt als zufriedenstellend dar.

C. Nachtragsbericht

Die im Jahr 2022 weiter anhaltende Coronavirus Pandemie sowie der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 stellen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dar, deren Ausmaß, Dauer und negative Folgen auf die Gesamtwirtschaft derzeit nicht einschätzbar ist.

Für den Ponnath Konzern wird nach derzeitiger Einschätzung mit steigenden Nebenkosten in allen Bereichen sowie erhöhten Rohstoffkosten gerechnet. Dadurch wird sich unter anderem die Materialaufwandsquote verschlechtern und das Ergebnis merklich unter dem aus 2021 liegen.

D. Risikobericht

Derzeit sind keine Risiken ersichtlich, die den Bestand des Konzerns gefährden könnten.

Die Risiken der künftigen Entwicklung des Ponnath Holding GmbH & Co. KG Konzerns werden durch Einholung marktnaher Informationen und stetiger Beobachtung, insbesondere auch der Beschaffungsmärkte, minimiert und eingegrenzt. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Das Ziel des Risikomanagements des Konzerns ist es, die internen und externen Risiken für die Geschäftsentwicklung zeitnah zu erfassen und zu bewerten, um anschließend die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

Branchenspezifische Risiken

Ein wirtschaftliches Risiko besteht grundsätzlich im Auftreten möglicher Lebensmittelskandale und der damit verbundenen Umsatz- und Ergebnisrisiken. Durch die strikte Qualitätsorientierung im Ablauf des Produktionsprozesses und darüber hinaus durch die Zertifizierung der operativ tätigen Unternehmen des Konzerns nach internationalen Lebensmittelstandards wird diesem Risiko weitestgehend Rechnung getragen.

Die wirtschaftlichen Risiken des Konzerns liegen im Wesentlichen

in der Unsicherheit der Verbraucher, auf Grund von immer wieder auftretenden Fällen von Krankheiten und Seuchen bei der Tierhaltung und von verseuchten Futtermitteln,

in der Entwicklung der Energiepreise,

in der Entwicklung und Ausführung von Maßnahmen, die eine Verbreitung von Seuchen verhindern bzw. gänzlich unterdrücken kann,

in der Preisentwicklung der Beschaffungs- und Absatzmärkte,

in der Unsicherheit hinsichtlich Rohstoffverfügbarkeit sowie Produktionsausfall aufgrund einer Pandemie, eines Kriegs oder politischer Gesetzesänderungen und

in voreiligen und unsachgemäßen Medienberichterstattungen.

Ausfallrisiken

Die Unternehmensgruppe betreibt ein striktes Forderungsmanagement. Kurze Mahnintervalle sorgen für ein frühzeitiges Erkennen von Ausfallrisiken. Daneben werden interne Limits vergeben und begleitende Auskünfte eingeholt.

Liquiditäts- und sonstige Risiken

Der Konzern finanziert sich überwiegend aus Eigenmitteln. Erweiterungsinvestitionen eines Tochterunternehmens werden zum Teil aus langfristigen Bankdarlehen finanziert. Die Bankdarlehen sind durch Grundschulden und Raumsicherungsübereignungen gesichert. Hierzu bestehen Financial Covenants, welche aktuell und nach derzeitiger Einschätzung auch künftig stets eingehalten werden. Die Finanzplanung lässt derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennen. Auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten wurde verzichtet.

Risiken im IT-Bereich wird durch die eigene IT-Abteilung und das interne IT-Sicherheitskonzept begegnet. Zudem steht für das Produktionssystem ein externes Systemhaus mit entsprechenden IT-Kenntnissen zur Unterstützung zur Verfügung.

Risiken im Produktionsbereich sind durch Versicherungen sowie Rückstellungen ausreichend abgefedert.

E. Prognosebericht

Chancen und Risiken der mittelfristigen Entwicklung

Das gesamtkonjunkturelle Umfeld in Deutschland befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine analog der Weltwirtschaft in der Krise. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Jahr 2021 um 2,6 % gestiegen. Für 2022 wird eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 3,0 % sowie im Jahr 2023 um 2,9 % prognostiziert.

Die Branchenentwicklung reagiert im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Lage relativ konjunkturunabhängig, da Lebensmittel auch in Krisenzeiten benötigt werden. Die Wachstumsaussichten bzw. -möglichkeiten der Branche für die nächsten Jahre sind daher weiterhin als positiv anzusehen. Das Wachstum wird vornehmlich durch Erhöhung des Exportanteils sowie einer Diversifikation des Produktportfolios erwartet. Im Inlandsmarkt (Deutschland) wird eine weitere, wenn auch langsamer verlaufende Umverteilung der Marktanteile hin zum Discount erwartet.

Der Wettbewerbsdruck wird durch zunehmende Konzentration sowie die Ausweitung der Produktionskette bei den Schlachtbetrieben steigen.

Die Zielsetzung des Konzerns ist es, durch Verbesserung des Life-Cycle-Managements, durch Produktinnovation und durch verbraucherorientierte Produkte und Verpackungen, die vorhandenen Marktpotenziale weiter auszuschöpfen. Dadurch ergibt sich die Chance die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu verbessern.

Zur Steigerung der Produktqualität werden die permanenten und hohen Qualitätskontrollen intensiviert. Dazu wird die Qualitätssicherung sowohl personell aufgestockt als auch mit Investitionen in den Standorten verbessert. Dadurch wird die Herstellung von konstant qualitativ hochwertigen und frischen Waren auf höchstem Niveau sichergestellt.

Zur weiteren Optimierung der betrieblichen Abläufe und der qualitätssichernden Maßnahmen wird das vorhandene ERP-System SAP weiter ausgebaut.

F. Ausblick

Weitere Investitionen zur Kapazitätserhöhung, Energieversorgung und Qualitätsverbesserung wurden im Berichtsjahr bereits in die Wege geleitet und werden in den Folgejahren durchgeführt.

Den zu Beginn des Jahres 2022 noch niedrigen Rohstoffkosten im Bereich Schwein auf der Beschaffungsseite stehen weiterhin der verschärfte Wettbewerb in Kombination mit aggressiver Preispolitik auf der Absatzseite sowie spätestens ab Mitte Februar sprunghaft steigende Rohstoffpreise in allen Bereichen gegenüber. Zudem ist durch den vorherrschenden Arbeitnehmermangel auf dem Arbeitsmarkt mit deutlichen Mehraufwänden zu rechnen.

Aufgrund des vorherrschenden Russland-Ukraine-Kriegs ist mit steigenden Nebenkosten in allen Bereichen zu rechnen.

Gegensteuernd werden die betrieblichen Abläufe weiter optimiert und für alle Bereiche Einsparpotenziale erarbeitet. Das Jahresergebnis 2022 wird aufgrund steigender Rohstoffpreise und Nebenkosten merklich unter dem Jahresergebnis aus 2021 liegen.

Insgesamt wird für 2022 mit einer geringfügigen Umsatzsteigerung gegenüber dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres gerechnet. Weitergehende Prognosen sind schwierig zu treffen, auch wenn der Nahrungsmittelbereich deutlich geringeren konjunkturellen Schwankungen als andere Segmente der Wirtschaft unterliegt.

 

Kemnath, 14. Oktober 2022

Gez. die Geschäftsführung

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

AKTIVSEITE

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.415.986,65 1.548.963,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.619.029,49 2.544.189,23
3.035.016,14 4.093.152,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.666.918,43 22.682.804,05
2. technische Anlagen und Maschinen 9.910.684,06 9.203.669,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.512.431,87 8.543.300,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.956.398,48 882.724,98
46.046.432,84 41.312.498,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.500,00 112.500,00
2. sonstige Ausleihungen 60.000,00 0,00
172.500,00 112.500,00
49.253.948,98 45.518.151,63
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.232.349,76 12.278.287,13
2. unfertige Erzeugnisse 2.623.079,60 3.754.119,30
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.249.205,48 2.065.248,24
17.104.634,84 18.097.654,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.889.148,49 26.215.722,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.718,50 283.412,60
3. sonstige Vermögensgegenstände 9.136.037,96 3.454.709,22
33.033.904,95 29.953.844,68
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 9.283.742,55 5.822.851,06
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.384.841,44 21.779.609,96
78.807.123,78 75.653.960,37
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 55.913,49 109.842,10
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 761.397,05 906.259,40
128.878.383,30 122.188.213,50

PASSIVSEITE

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kommanditkapital 2.877.322,27 2.880.873,94
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 71.614.756,34 69.931.168,53
III. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 837.005,93 236.860,87
IV. Konzernbilanzgewinn 24.011.617,19 13.721.497,83
99.340.701,73 86.770.401,17
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 295.599,60 304.984,79
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 681.768,40 2.100.667,12
2. sonstige Rückstellungen 5.327.243,06 4.379.808,09
6.009.011,46 6.480.475,21
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.558.734,25 12.281.052,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.417.433,40 7.349.194,18
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.980,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.181.916,27 9.002.097,91
davon aus Steuern: EUR 424.237,00 (Vj.: EUR 380.887,65)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 176.304,41 (Vj.: EUR 126.629,30)
23.233.063,92 28.632.344,58
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 6,59 7,75
128.878.383,30 122.188.213,50

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 257.262.771,17 258.326.899,13
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (961.967,03) 1.136.761,45
3. sonstige betriebliche Erträge 5.541.835,48 1.575.140,24
- davon Erträge aus Kursgewinnen: EUR 304.891,29 (Vj.: EUR 127.447,68)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (153.099.715,52) (154.388.538,54)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (8.647.633,46) (10.703.979,28)
(161.747.348,98) (165.092.517,82)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (32.264.826,08) (27.473.583,01)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (6.177.050,70) (5.479.715,17)
- davon für Altersversorgung: EUR 9.126,37 (Vj.: EUR 7.359,60) (38.441.876,78) (32.953.298,18)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (7.565.684,58) (6.974.472,95)
7. sonstige betriebliche Aufwendungen (38.376.773,65) (34.554.772,30)
- davon Aufwendungen aus Kursverlusten: EUR 85.806,45 (Vj.: EUR 550.434,67)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 238.448,25 92.964,88
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 5.148,50 (Vj.: EUR 11.264,19)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (52.941,20) (512.470,70)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (191.124,33) (170.067,09)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3.705.069,24) (4.188.629,66)
- davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: EUR 185.739,46 (Vj.: EUR 111.842,79)
12. Ergebnis nach Steuern 12.000.269,11 16.685.537,00
13. sonstige Steuern (30.113,60) (29.921,91)
14. Konzernjahresüberschuss 11.970.155,51 16.655.615,09
15. Gewinnvortrag 13.721.497,83 841.727,87
16. Einstellung in die Gewinnrücklagen (1.683.587,81) (5.000.000,00)
17. Entnahme aus den Gewinnrücklagen 0,00 1.219.276,13
18. Ergebnisverwendung 3.551,67 4.878,74
19. Konzernbilanzgewinn 24.011.617,19 13.721.497,83

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

A. ALLGEMEINES

Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Ponnath Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Kemnath im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden i.d.Opf. unter HRA 1910 eingetragen.

Der Konzernabschluss der Ponnath Holding GmbH & Co. KG wird auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt.

Die Gliederung und Bewertung erfolgte nach den für große Kapitalgesellschaften sowie für bestimmte Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB.

Dem Konzernabschluss liegt die in § 297 Abs. 3 HGB vorgeschriebene Einheitstheorie zu Grunde.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember des Kalenderjahres.

B. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND STICHTAG

Die Geschäftsjahre der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stimmen überein und entsprechen dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB wird der Konzernabschluss auf den gemeinsamen Stichtag (31. Dezember) aufgestellt.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft ergibt sich aus der Zusammenfassung und Konsolidierung des Jahresabschlusses der Ponnath Holding GmbH & Co. KG (Mutterunternehmen) mit vier inländischen und einem ausländischen Tochterunternehmen.

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgte erstmalig zum 1. Januar 2005. Folgende Unternehmen sind zum Bilanzstichtag in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesamtes Kommandit-/Stammkapital davon davon
in % in EUR
Ponnath Holding GmbH & Co. KG, Kemnath 2.877.322,27 EUR 100 % 2.877.322,27 EUR
Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH, Kemnath 500.000,00 EUR 100 % 500.000,00 EUR
Ponnath REZNICTI MISTRI, s.r.o.,Susice/Tschechien 163.968,83 EUR 100 % 163.968,83 EUR
Ponnath DIE MEISTERMETZGER Vertriebs-GmbH, Nürnberg 25.000,00 EUR 100 % 25.000,00 EUR
Ponnath Produktions GmbH, Kemnath 25,000,00 EUR 100 % 25,000,00 EUR
Rodag Food GmbH, Annaberg-Buchholz 470.000,00 EUR 100 % 470.000,00 EUR

Die Veggie Gourmet GmbH, Kemnath, deren Anteile am Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00 zu 100% von Konzernunternehmen gehalten werden, wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Aus diesem Grund wird auch nach § 311 Abs. 2 HGB auf die Equity Methode verzichtet und der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten.

C. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Einbeziehung der Posten des Jahresabschlusses der ausländischen Tochtergesellschaft Ponnath REZNICTI MISTRI, s.r.o., Susice/Tschechien, erfolgt unter Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode. Danach werden die Bilanzpositionen, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Stichtagskurs umgerechnet. Das gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen werden mit den historischen Anschaffungskosten umgerechnet. Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt vereinfachend mit dem Durchschnittskurs. Die Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in den Ausgleichsposten im Eigenkapital eingestellt.

Bei der Umrechnung der Ponnath REZNICTI MISTRI, s.r.o., Susice/Tschechien, wurde ein Stichtagskurs von EUR 1,00 = CZK 24,858 zum 31.12.2021, ein Stichtagskurs von EUR 1,00 = CZK 26,2388 zum 31.12.2020, ein Durchschnittskurs 2021 von EUR 1,00 = CZK 25,640 sowie ein Durchschnittskurs 2020 von EUR 1,00 = 26,496 CZK zugrunde gelegt.

D. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung von vor dem 1. Januar 2010 erstkonsolidierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F.) zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile bzw. bei vor dem Geschäftsjahr 2005 erworbenen Anteilen zu den Verhältnissen am 1. Januar 2005 vorgenommen. Die sich bei der Erstkonsolidierung der vor dem Geschäftsjahr 2005 erworbenen Anteile ergebenden Unterschiedsbeträge wurden dem Gewinnvortrag zugewiesen. Bei Erstkonsolidierungen ab dem 1. Januar 2010 wurde die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilMoG) vorgenommen.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung von nach dem 1. Januar 2005 erworbenen Unternehmen wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Zum 6. Oktober 2015 wurde mit dem Erwerb der Rodag Food GmbH, Annaberg-Buchholz, ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 7.187 gebildet und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer orientiert sich am üblichen durchschnittlichen Produktlebenszyklus der Branche.

Schuldenkonsolidierung

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden verrechnet.

Eliminierung von Zwischenergebnissen

Konzerninterne Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden nicht eliminiert, da sie gem. § 304 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.

Konsolidierung der Erträge und Aufwendungen

Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzernunternehmen wurden eliminiert.

E. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden nach § 298 Abs. 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 264a i.V.m. § 267 Abs. 3 HGB analog Anwendung.

Der Konzernjahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB, erstellt.

Gliederung

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Bewertungsmethoden

Der Konzernjahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften §§ 252 - 256a HGB erstellt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte

werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von maximal 8 Jahren zugrunde.

Geschäfts- oder Firmenwert

wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Nutzungsdauer beträgt 8 Jahre.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet und wurden um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

technische Anlagen und Maschinen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet und wurden um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungssätze wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode festgesetzt. Für Anschaffungen der Vorjahre wurde, soweit zulässig, die degressive Methode angewandt.

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet und wurden um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungssätze wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode festgesetzt. Für Anschaffungen der Vorjahre wurde, soweit zulässig, die degressive Methode angewandt.

Geringwertige Anlagegüter wurden im Rahmen der gesetzlichen Regelung abgeschrieben.

geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten aktiviert.

Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Ausleihungen

sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für Verderb, Schwund und Gewichtsverluste wurden Abschläge vorgenommen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

unfertige Erzeugnisse

wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

fertige Erzeugnisse

sind mit Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

sind mit ihrem Nominalwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

Wertpapiere

sonstige Wertpapiere

sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Abschlussstichtag nach § 253 Abs. 4 S. 1 HGB wurden vorgenommen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

AKTIVE LATENTE STEUERN

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz und beinhalten den zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich geltenden Steuersatz.

SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wird planmäßig entsprechend der Abschreibungen der geförderten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst.

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des steuerlichen Gewinns dotiert.

sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

PASSIVE LATENTE STEUERN

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz und werden unter Berücksichtigung des zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich geltenden Steuersatzes bewertet.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zeitnah mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag (§ 256a Satz 1 HGB) umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagenspiegel

Die Entwicklung der Bilanzposten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021 Zugänge Betriebsprüfung Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.121.624,33 0,00 301.753,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.429.704,44 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
13.551.328,77 0,00 301.753,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.751.440,79 0,00 2.354.202,11
2. technische Anlagen und Maschinen 40.286.366,75 0,00 4.278.290,68
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.014.268,77 0,00 2.179.982,68
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 882.724,98 0,00 2.899.577,55
103.934.801,29 0,00 11.712.053,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.500,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 60.000,00
112.500,00 0,00 60.000,00
117.598.630,06 0,00 12.073.806,29
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Abgänge Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.830,00 -255.449,73 4.570,07 6.176.327,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 7.429.704,44
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.830,00 -255.449,73 4.570,07 13.606.032,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 585.854,13 -219.045,61 699.882,32 35.172.333,74
2. technische Anlagen und Maschinen 181.542,66 -5.513.019,39 452.958,92 39.686.139,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.087,52 -3.437.911,61 10.047,88 29.824.475,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -829.314,31 0,00 3.410,26 2.956.398,48
-3.830,00 -9.169.976,61 1.166.299,38 107.639.347,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 112.500,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 60.000,00
0,00 0,00 0,00 172.500,00
0,00 -9.425.426,43 1.170.869,45 121.417.879,46
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Stand am 01.01.2021 Zugänge Betriebsprüfung Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.572.660,58 0,00 412.130,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.885.515,21 0,00 925.159,74
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
9.458.175,79 0,00 1.337.290,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.068.636,74 0,00 1.148.284,30
2. technische Anlagen und Maschinen 31.082.697,29 0,00 3.068.707,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.470.968,61 0,00 2.011.403,01
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
62.622.302,64 0,00 6.228.394,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
72.080.478,43 0,00 7.565.684,58
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -228.959,37 0,00 4.509,75 4.760.341,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 5.810.674,95
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
-228.959,37 0,00 4.509,75 10.571.016,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -121.335,91 0,00 409.830,18 10.505.415,31
2. technische Anlagen und Maschinen -4.749.572,39 0,00 373.623,46 29.775.455,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3.179.460,07 0,00 9.131,82 21.312.043,37
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
-8.050.368,37 0,00 792.585,46 61.592.914,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
-8.279.327,74 0,00 797.095,21 72.163.930,48
Anschaffungs- und Herstellungskosten Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.415.986,65 1.548.963,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.619.029,49 2.544.189,23
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
3.035.016,14 4.093.152,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.666.918,43 22.682.804,05
2. technische Anlagen und Maschinen 9.910.684,06 9.203.669,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.512.431,87 8.543.300,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.956.398,48 882.724,98
46.046.432,84 41.312.498,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.500,00 112.500,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 60.000,00 0,00
172.500,00 112.500,00
49.253.948,98 45.518.151,63

2. Forderungen

Die Forderungen haben, mit Ausnahme der Forderungen aus Darlehen in Höhe von TEUR 5.605 (Vj.: TEUR 0), welche unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Beträge aus Lizenz-Vorauszahlungen sowie sonstige Vorauszahlungen.

4. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 761 (Vj.: TEUR 906) resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht im Bereich des Anlagevermögens und der Rückstellungen bei den Tochtergesellschaften Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH, Kemnath sowie Ponnath REZNICTI MISTRI, s.r.o., Susice/Tschechien.

Der Berechnung der aktiven latenten Steuern wird ein Steuersatz von 23,9% bei der Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH und ein Steuersatz von 19% bei der Ponnath REZNICTI MISTRI, s.r.o., zugrunde gelegt.

5. Konzernbilanzgewinn

Im Konzernbilanzgewinn in Höhe von EUR 24.011.617,19 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 13.721.497,83 und die Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 1.683.587,81 enthalten.

6. Rückstellungen

Angabe und Erläuterung der sonstigen Rückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Die sonstigen Rückstellungen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Sachverhalte:

%
Tantieme 17,8%
Gleitzeitguthaben 17,5%
Gewährleistungsverpflichtungen 16,7%
Ausstehende Rechnungen 12,5%
Jubiläumszahlungen 10,4%
Rückständiger Urlaub, offenes Urlaubsgeld 10,2%
Unterlassene Instandhaltung 5,1%
Archivierungskosten 4,7%
Rückstellung für Jahresabschlusskosten 1,9%
Jahresvergütungen 1,8%
Berufsgenossenschaftsbeitrag 1,1%
Rechtsstreitigkeiten 0,3%
100,0%

7. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 565 (Vj.: TEUR 7.268) und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe TEUR 3.461 (Vj.: TEUR 4.349) sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von TEUR 5.482 (Vj.: TEUR 6.206). Im Übrigen haben die Verbindlichkeiten insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 10.109 durch Grundschulden besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der persönlich haftenden Gesellschafterin Ponnath Verwaltungsgesellschaft mbH, Kemnath, in Höhe von TEUR 3 (Vj.: TEUR 3) enthalten.

8. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 1) resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht im Bereich des Sonderpostens mit Rücklageanteil bei der Tochtergesellschaft Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH, Kemnath.

Der Bewertung der passiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 23,9 % zu Grunde gelegt.

9. latente Steuersalden

01.01.2021 Veränderung 31.12.2021
EUR EUR
Aktive latente Steuern 906.259,40 -144.862,35 761.397,05
Passive latente Steuern 7,75 -1,16 6,59

G. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
Inländische Konzernumsätze 212.309.199,23 211.426.539,47
Ausländische Konzernumsätze 44.953.571,94 46.900.359,67
257.262.771,17 258.326.899,14

2. sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Anpassung an die Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 195), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 172 (Vj.: TEUR 10), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 415 (Vj.: TEUR 154), aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 2.407 (Vj.: TEUR 139), aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 3), Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens von TEUR 93 (Vj.: TEUR 0) sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 86 (Vj.: TEUR 28) enthalten. Weiterhin sind außergewöhnliche Erträge im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbetriebs in Freiburg in Höhe von TEUR 1.079 (Vj.: TEUR 0) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von TEUR 305 (Vj. TEUR 127) enthalten.

3. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Abschreibung von Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 1), aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 69 (Vj.: TEUR 37), aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 2), aus Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 60), aus Vergleichszahlungen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 195) sowie übrige in Höhe von TEUR 72 (Vj.: TEUR 1). Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbetriebs in Freiburg in Höhe von TEUR 1.718 (Vj.: TEUR 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von TEUR 86 (Vj.: TEUR 550).

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge von insgesamt TEUR 186 (Vj.: TEUR 111) aus der Bildung bzw. Auflösung von aktiven und passiven latenten Steuern enthalten.

H. ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Finanzmittelfonds setzt sich gemäß DRS 21 zusammen aus den kurzfristigen Forderungen gegen Kreditinstitute und Kassenbeständen abzüglich jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen kurzfristigen Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres entspricht der Finanzmittelfonds der Bilanzposition Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Zum Bilanzstichtag sind im Finanzmittelfonds kurzfristige Kreditaufnahmen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 101) enthalten. Die Kapitalflussrechnung stellt anhand von Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit die Veränderung des Finanzmittelfonds dar. Der Cashflow der Geschäftstätigkeit wird hierbei indirekt anhand von Veränderungen der Bilanzpositionen ermittelt.

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge betreffen Abschreibungen auf Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 53 (Vj.: TEUR 512), Gewinne aus der Zuschreibung von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR -92 (Vj.: TEUR -153).

I. ANGABEN ZUM EIGENKAPITALSPIEGEL

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel verwiesen. Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde entsprechend der Vorgaben des DRS 22 erstellt.

J. SONSTIGE ANGABEN

1. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2022 2023 ab 2024 Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 2.732 0 0 2.732
Verpflichtungen aus mehrjährigen Leasingverträgen 1.461 1.276 2.177 4.914
4.193 1.276 2.177 7.646

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung)

2021 2020
Inland 888 800
Ausland 85 75
Gesamt 973 875

3. Gesellschaftsorgane

3.1 Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung und Vertretung ist die persönlich haftende Gesellschafterin, die Ponnath Verwaltungsgesellschaft mbH, Kemnath, allein berechtigt und verpflichtet. Sie wurde im Geschäftsjahr durch Herrn Michael Ponnath, Kemnath, vertreten.

3.2 Name, Sitz und gezeichnetes Kapital der persönlich haftenden Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Ponnath Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Kemnath. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00.

3.3 Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Bezüglich der Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird von den Befreiungsvorschriften nach § 286 Abs. 4 HGB analog Gebrauch gemacht.

4. Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen 81
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 0
Honorar für Steuerberatungsleistungen 18
Honorar für sonstige Leistungen 0
99

5. Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 bzw. des § 264b HGB

Folgende Konzernunternehmen nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 bzw. des § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung ihrer Abschlüsse in Anspruch:

Ponnath Holding GmbH & Co. KG, Kemnath

Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH, Kemnath

Ponnath DIE MEISTERMETZGER Vertriebs-GmbH, Nürnberg

Rodag Food GmbH, Annaberg-Buchholz

K. NACHTRAGSBERICHT

Die im Jahr 2022 weiter anhaltende Coronavirus Pandemie sowie der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 stellen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dar, deren Ausmaß, Dauer und negative Folgen auf die Gesamtwirtschaft derzeit nicht einschätzbar ist. Für den Ponnath Konzern wird nach derzeitiger Einschätzung mit steigenden Nebenkosten in allen Bereichen sowie erhöhten Rohstoffkosten gerechnet. Dadurch wird sich unter anderem die Materialaufwandsquote verschlechtern und das Ergebnis merklich unter dem aus 2021 liegen.

L. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGB

Ponnath Holding GmbH & Co. KG,

Kemnath

 

Kemnath, 14. Oktober 2022

Ponnath Verwaltungsgesellschaft mbH

Michael Ponnath, Geschäftsführer

Billigung des Konzernabschlusses

Die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 erfolgte in der Gesellschafterversammlung der Ponnath Holding GmbH & Co. KG am 1. Dezember 2022.

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

EUR 2021 Vorjahr Veränderung
1. Konzernjahresüberschuss 11.970.155,51 16.655.615,09 -4.685.459,58
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.565.684,58 6.974.472,95 591.211,63
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellunger 956.720,25 772.525,82 184.194,43
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -39.367,64 170.323,23 -209.690,87
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.644.717,88 -1.160.109,59 4.804.827,47
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.016.383,98 -14.545.258,09 17.561.642,07
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständer des Anlagevermögens -2.337.707,33 -102.289,94 -2.235.417,39
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -47.323,92 77.102,21 -124.426,13
9. +/- Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutunc 639.216,68 0,00 639.216,68
10 +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 3.705.069,24 4.188.629,66 -483.560,42
11 +/- Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlichen 0,00
Bedeutung 402.144,23 0,00 402.144,23
12 - Auszahlungen im Zusammenhang mit der Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -1.717.984,00 0,00 -1.717.984,00
13 -/+ Ertragsteuerzahlungen -5.456.444,37 -2.193.360,01 -3.263.084,36
14 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 13) 22.301.265,09 10.837.651,33 11.463.613,76
15 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen de: Sachanlagevermögens 3.457.315,57 1.952.936,14 1.504.379,43
16 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.712.053,02 -12.107.197,50 395.144,48
17 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 26.490,36 24.431,11 2.059,25
18 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -301.753,27 -1.148.132,80 846.379,53
19 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -60.000,00 0,00 -60.000,00
20 + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 3.516.470,73 152.653,84 3.363.816,89
21 - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -11.392.994,58 -916.168,85 -10.476.825,73
22 + Erhaltene Zinsen 201.172,22 107.348,45 93.823,77
23 Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 15 bis 22) -16.265.351,99 -11.934.129,61 -4.331.222,38
24 + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0,00 2.600.000,00 -2.600.000,00
25 - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen unc (Finanz-)Krediten -8.321.337,91 -1.622.947,69 -6.698.390,22
26 - Gezahlte Zinsen -193.855,92 -108.095,74 -85.760,18
27 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 24 bis 26) -8.515.193,83 868.956,57 -9.384.150,40
28 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus 14, 23 und 27) -2.479.280,73 -227.521,71 -2.251.759,02
29 +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 185.492,55 -178.667,68 364.160,23
30 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 21.678.629,62 22.084.819,01 -406.189,39
31. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 28 bis 30) 19.384.841,44 21.678.629,62 -2.293.788,18

Konzerneigenkapitalspiegel Ponnath Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile der Kommanditisten sonstige Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Eigenkapital des Mutterunternehmens
Stand 31.12.2019 2.885.752,68 66.150.444,66 470.888,28 841.727,88 70.348.813,50
Belastung auf den Kapitalkonten -4.878,74 4.878,74 0,00
Entnahme aus Rücklagen -1.219.276,13 1.219.276,13 0,00
Einstellung in Rücklagen 5.000.000,00 -5.000.000,00 0,00
Währungsumrechnung -234.027,41 -234.027,41
Konzernjahresüberschuss 16.655.615,09 16.655.615,09
Stand 31.12.2020 2.880.873,94 69.931.168,53 236.860,87 13.721.497,84 86.770.401,18
Belastung auf den Kapitalkonten -3.551,67 3.551,67 0,00
Entnahme aus Rücklagen 0,00
Einstellung in Rücklagen 1.683.587,81 -1.683.587,81 0,00
Währungsumrechnung 600.145,06 600.145,06
Konzernjahresüberschuss 11.970.155,51 11.970.155,51
Stand 31.12.2021 2.877.322,27 71.614.756,34 837.005,93 24.011.617,21 99.340.701,75
Konzerneigenkapital
Stand 31.12.2019 70.348.813,50
Belastung auf den Kapitalkonten 0,00
Entnahme aus Rücklagen 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00
Währungsumrechnung -234.027,41
Konzernjahresüberschuss 16.655.615,09
Stand 31.12.2020 86.770.401,18
Belastung auf den Kapitalkonten 0,00
Entnahme aus Rücklagen 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00
Währungsumrechnung 600.145,06
Konzernjahresüberschuss 11.970.155,51
Stand 31.12.2021 99.340.701,75

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ponnath Holding GmbH & Co. KG, Kemnath

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Ponnath Holding GmbH & Co. KG, Kemnath, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ponnath Holding GmbH & Co. KG, Kemnath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter- falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 14. Oktober 2022

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Leuner, Wirtschaftsprüfer

Kastl, Wirtschaftsprüfer

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