Hero Co-Investment GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Toni Thomas Sonn seit 25.10.2018 | Geschäftsführer |
Kay-Kiril Kostadinov seit 25.10.2018 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Play Pro Management GmbHBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2019 bis zum 30.04.2020KONZERNBILANZ ZUM 30. APRIL 2020AKTIVA
PASSIVA
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.05.2019 BIS ZUM 30.04.2020
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. MAI 2019 BIS ZUM 30. APRIL 20201. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Play Pro Management GmbH (im Folgenden "Gesellschaft" oder "Teilkonzern") wurde am 25.10.2018 mit Sitz in Berlin gegründet (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 200809). Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Finanzierung von Beteiligungen sowie die unternehmerische Führung von Unternehmen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt beteiligt ist ("Beteiligungsunternehmen"), sowie die Übernahme der persönlichen Haftung, der Geschäftsführung und Vertretung bei Gesellschaften, die Erbringung von Management-, Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen an Beteiligungsunternehmen. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 31. Oktober 2018 und der Zustimmungsbeschlüsse vom selben Tage ist die Play Pro Management GmbH mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 157825) durch Übertragung ihres Vermögens unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes auf die CaseGi Acquico GmbH mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres verschmolzen worden. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 20. November 2018 wirksam. Die CaseGi Acquico GmbH ist anschließend in die Play Pro Management GmbH umbenannt worden. Die CaseGi Acquico GmbH hatte im August 2018 sämtliche Geschäftsanteile an der Play Pro Management GmbH (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 157825) und damit die Caseking-Gruppe insgesamt erworben. Zum 30. April 2019 wurde erstmalig ein Teilkonzernabschluss durch die Gesellschaft aufgestellt, der das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Mai 2018 bis zum 30. April 2019 umfasst. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasst grundsätzlich den Zeitraum vom 1. Mai eines Jahres bis 30. April des Folgejahres. Aufgrund der Errichtung des Konzerns am 17. Mai 2018 ist das Vorjahr ein Rumpfgeschäftsjahr gewesen. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten, soweit nichts anderes vermerkt, auf Tausend Euro (TEUR). Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Bilanz wird aufgestellt vor Verwendung des Jahresergebnisses des Mutterunternehmens, die Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgestellt nach dem Gesamtkostenverfahren. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der Muttergesellschaft folgende Unternehmen, bei denen die Gesellschaft einen beherrschenden Einfluss über die Mehrheit der Stimmrechte ausübt, einbezogen:
Außerdem wurde im Geschäftsjahr ein ausländisches Gemeinschaftsunternehmen als assoziiertes Unternehmen gem. § 312 HGB at-equity bewertet. Der entstandene Firmenwert in Höhe von TEUR 64, wird linear analog zum Firmenwert der Gruppe über 10 Jahre abgeschrieben. Die Firmenwert Abschreibung beläuft sich in der Berichtsperiode auf TEUR 0,5:
Folgende Gesellschaften wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, einzeln und zusammen von untergeordneter Bedeutung sind (Gesellschaften sind nicht operativ tätig und verfügen über kein Vermögen):
* indirekte Anteile über die Caseking GmbH
Auf eine Equity-Bewertung der zwei nicht in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wird nach § 311 Abs. 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung verzichtet. 3. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss umfasst alle Tochterunternehmen, bei denen die Gesellschaft über einen beherrschenden Einfluss verfügt und auf deren Einbeziehung nicht gemäß § 296 HGB verzichtet wurde (siehe Abschnitt 2). Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag, an dem die Gesellschaft ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft übernimmt. Grundlage für den Konzernabschluss sind die zum 30. April 2020 unter Beachtung der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Abschlüsse der Konzerngesellschaften. Im Zuge der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapitalanteil verrechnet. Die sich danach eventuell ergebenden Unterschiedsbeträge werden unter Berücksichtigung aktivierter Markenrechte als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Bei der Schuldenkonsolidierung werden die abgestimmten gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften untereinander aufgerechnet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Vorratsvermögen werden neutralisiert, sofern diese einen wesentlichen Umfang haben. Bezüglich der latenten Steuern aus § 306 HGB vgl. Abschnitt 5. 4. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden in Übereinstimmung mit § 256a HGB das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewandt. Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode wie folgt umgerechnet: Aktiv- und Passivposten der Bilanz werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Eigenkapitalposten werden zu ihren jeweiligen historischen Kursen umgerechnet. Alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die bilanzielle Umrechnungsdifferenz wird im Eigenkapital als gesonderter Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Da im Vorjahr die Erstkonsolidierung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Mai 2018 bis 30. April 2019 stattfand, sind die Vorjahreswerte, insbesondere in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht vergleichbar. Änderungen durch die Konsolidierungskreiserweiterungen in 2020 hatten keine wesentliche Auswirkung auf die Vergleichbarkeit der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen, nach der betrieblichen Nutzungsdauer von 5-10 Jahren, vermindert. In dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert ist der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Firmenwert enthalten, welcher handelsbilanziell über 10 Jahre linear abgeschrieben wird, da dieser insbesondere langfristige Kundenbeziehungen umfasst. Im Rahmen der Erstkonsolidierung des Konzerns wurden die Markennamen "Caseking", "Overclockers", "Caseking Hungary", "Caseking Portugal", "Caseking Scandinavia", "Caseking Finland" sowie im April 2020 die Marke "Aerocool" inklusive ihrer Domains als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Gemäß der Lizenzpreisanalogie wurden markenspezifische Cashflows mit den Gesamtkapitalkosten (WACC) der markenhaltenden Gesellschaft über eine Laufzeit von 10 Jahren diskontiert. Die Lizenzrate der Marken wurde, gemäß der Knoppe-Formel, mit einem Drittel der planmäßigen EBIT-Marge angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über einen Zeitraum von 10 Jahren. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 sind als sofortiger Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erfolgen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die nicht wesentlich von den steuerlichen Abschreibungstabellen abweichen. Unter den Finanzanlagen ist ein Rückdeckungsanspruch einer Pensionszusage ausgewiesen. Dieser wurde mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten mit dem gleitenden Durchschnitt, abzüglich ggf. erforderlicher Bewertungsabschläge wegen gesunkener Marktpreise, Gängigkeit, Lagerdauer und technischen Zustands, bewertet (niedrigerer beizulegender Wert). Die Bewertung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit diesen Schulden saldiert. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte dabei zum beizulegenden Zeitwert, welcher den historischen Anschaffungskosten entspricht (§ 255 Abs. 4 HGB). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Rückstellungen für Pensionen werden entsprechend dem hierfür eingeholten Gutachten grundsätzlich mit den Barwerten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurden. Die Rückstellung wurde mit der Projected-Unit-Credit-Method unter Verwendung eines Rechnungszinses von 2,61% p.a. (durchschnittlicher Marktzinssatz der letzten zehn Jahre) ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2018 G" (RT 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Eine Berücksichtigung von Renten-, Lohn- und Gehaltstrends erfolgte nicht. Die Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde angewendet. Es bestehen insgesamt zwei Pensionszusagen. Für die Rückdeckung einer Pensionszusage sind die Voraussetzungen für Deckungsvermögen erfüllt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst. Sich ggf. ergebende Effekte aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf zum Bilanzstichtag bestehende Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz werden auf Ebene der Einzelgesellschaften, soweit diese keine permanenten Differenzen darstellen, latente Steuern abgegrenzt. Diese wurden mit dem zum Zeitpunkt der Umkehrung voraussichtlich gültigen Steuersatz bewertet, welcher 30 % für Deutschland, 19 % für UK bzw. 9 % für Ungarn, 21 % für Portugal, 22% für Schweden und jeweils 20% für Finnland und Taiwan beträgt. Mögliche latente Steuern auf Verlustvorträge wurden bei der Ermittlung des Überhangs berücksichtigt. Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so wird eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Latente Steuern auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht gebildet. Die bilanzierten aktiven latenten Steuern beziehen sich im Wesentlichen auf Verlustvorträge und die passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögensgegenstände, die im Rahmen von Erstkonsolidierungen entstanden sind. Die aktiven latenten Steuern umfassen Körperschaft- und Gewerbesteuer und unterstellen eine höchstwahrscheinliche Verlustverrechnung aufgrund von Gewinneliminierung durch gruppeninterne Warenbewegungen ohne Außenumsatz. 6. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz 6.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Anhaltspunkte für die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen haben sich nicht ergeben. 6.2 Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Geschäfts- und Firmenwert Die Bewertung der Marken für "Caseking", "Overclockers", "Caseking Hungary", "Caseking Portugal", "Caseking Scandinavia", "Caseking Finland" und "Aerocool" ist wie folgt:
Der zum Stichtag 30.04.2019 bewertete Geschäfts- und Firmenwert (aus Kapitalkonsolidierung) von TEUR 143.005 wurde planmäßig um TEUR 15.322 abgeschrieben. Zudem gab es per 1. April Zugänge von Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von TEUR 15.137. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- und Firmenwerte beträgt jeweils zehn Jahre. Weitere immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr erworben, darunter eine vertriebsbezogene Datenbank in Höhe von TEUR 19.674, welche über 5 Jahre abgeschrieben wird. 6.3 Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen sind der Rückdeckungsanspruch einer Pensionszusage in Höhe von TEUR 148 (Vj. TEUR 132) sowie Anteile an einem at-equity bewerteten Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 205 (Vj. TEUR 0) ausgewiesen. 6.4. Vorräte Die Vorräte in Höhe von TEUR 35.276 (Vj. TEUR 39.377) bestehen im Wesentlichen aus Waren in Höhe von TEUR 34.919 (Vj. TEUR 38.756). 6.5 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 15.957 (Vj. TEUR 3.939). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt von TEUR 2.792 (Vj. TEUR 3.240). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 6.6 Aktive Rechnungsabgrenzung In dem Posten für aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 753 (Vj. TEUR 424) sind im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen und Leasing enthalten. 6.7 Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
6.8 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Das Deckungsvermögen und die Pensionsverpflichtung haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
6.9 Eigenkapital Die Muttergesellschaft zeigt ein unverändertes gezeichnetes Kapital in Höhe von TEUR 25. Die Kapitalrücklage ist im Rahmen eines Rollover Agreements um TEUR 18.213 gestiegen. Zum Ende des Geschäftsjahres weist die Gesellschaft eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 72.375 (Vj. TEUR 54.162) aus. Der Jahresfehlbetrag aus dem Vorjahr wurde auf neue Rechnung vorgetragen. 6.10 Rückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 447 bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz von 10 Jahren und TEUR 559 bei einem durchschnittlichen Marktzins von 7 Jahren vor Verrechnung. Im Zuge des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie vom 16. März 2016 wurde der für die Abzinsung relevante durchschnittliche Marktzinssatz von sieben auf zehn Jahre für Pensionsverpflichtungen erhöht. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 112 ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt, es stehen jedoch freie Rücklage in ausreichender Höhe zur Verfügung.
Die Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:
6.11 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig besichert durch:
Die Play Pro Management GmbH, die Caseking GmbH, die OCNEWCO UK Ltd., die Caseking Scandinavia Oy , die Caseking Portugal Lda, sowie die Caseking Finland Oy sind Kreditnehmer für die bestehenden Darlehen. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten ein nachrangiges Darlehen inkl. Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 44.018 (Vj. TEUR 41.720). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen TEUR 7.343 (Vj. TEUR 2.430) Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 7.343 (Vj. TEUR 2.430) auf Steuern und TEUR 73 (Vj. TEUR 63) entfallen auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. 6.12 Passive latente Steuern Im Rahmen der Aktivierung der Markennamen sind passive latente Steuern entstanden, die sich aus dem Produkt des Steuersatzes der markenhaltenden Gesellschaft mit dem aktivierten Wert der Marke ergeben. Analog zur Nutzungsdauer der Markennamen werden die passiven latenten Steuern über 10 Jahre aufgelöst.
6.13 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen noch wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen zu folgenden Sachverhalten:
Daneben bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen im üblichen Umfang. 7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 7.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr TEUR 294.763 (Vj. TEUR 166.590). Die Umsätze betreffen im Wesentlichen Einnahmen aus dem Verkauf von Fertigwaren sowie Merchandise. Die konsolidierten Umsatzerlöse, allesamt durch den Handel mit Waren der Caseking-Produktpalette bzw. damit zusammenhängende Nebenleistungen erzielt, wurden zu ca. 97% mit Kunden in Europa (davon 24% in Deutschland) und 3% außerhalb Europas erzielt. 7.2 Periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Die periodenfremden Aufwendungen umfassen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Beträge für Dienstleistungen der Vorperiode in Höhe von TEUR 141 (Vj. TEUR 0), sowie Abschreibungen von Forderungen in Höhe von TEUR 593 (Vj, TEUR 0). Außergewöhnliche Aufwendungen sind im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.310 (Vj. TEUR 2.956) im Rahmen von Unternehmenserwerben. Die periodenfremden Erträge umfassen sonstige Erträge in Höhe von TEUR 52 (Vj. TEUR 66) der Vorperiode, sowie Erträge in Höhe von TEUR 74 (Vj. TEUR 66), die Versicherungsentschädigungen zuzuordnen sind. 7.3 Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.243 (Vj. TEUR 3) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.219 (Vj. TEUR 1.045). 7.4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge in Höhe von TEUR 314 aus der Auflösung passiver latenter Steuern. Weiterhin wurden Erträge in Höhe von TEUR 84 für aktive latente Steuern aus der Zwischenergebniseliminierung erfasst. Periodenfremde Steuern sind in Höhe von TEUR 1.607 enthalten. 8. Sonstige Angaben 8.1 Mitarbeiteranzahl Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 415 (Vj. 350) Arbeitnehmer beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB für das gesamte Geschäftsjahr 2019/2020. Hiervon waren 406 Angestellte und 9 gewerbliche Arbeitnehmer. 8.2 Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds des Konzerns stimmt mit dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten überein. Ein Betrag von TEUR 19.715 (Vj. TEUR 4.956) der Bestände an Zahlungsmitteln am Bilanzstichtag ist an die Darlehensgeber der Gruppe verpfändet. 8.3 Angaben zum Abschlussprüferhonorar
8.4 Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den zum 30. April 2020 aufzustellenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der CaseGi Holding GmbH, Berlin, als größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht einschließlich des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 8.5 Offenlegungserleichterungen Offenlegungserleichterungen nach §§ 264 Abs. 3 HGB werden für folgende Gesellschaften in Anspruch genommen:
8.4 Leitungsorgane Die Geschäftsführung wird von den bestellten Geschäftsführern wahrgenommen:
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Die Pensionsrückstellungen für Geschäftsführer betragen zum 30. April 2020 TEUR 220. Weiterhin werden Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 177 saldiert unter dem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Das korrespondierende Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 177 ist an einen Geschäftsführer verpfändet. Die Angabe der laufenden Gehälter der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. 8.6 Nachtragsbericht Die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus könnte negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, die zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer absehbar sind. Allerdings erwarten wir aus jetziger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen durch die Pandemie auf den Geschäftsverlauf der Gruppe. Zu Beginn des neuen Wirtschaftsjahres hat der Konzern die Gesellschaft PC Case Gear Pty Ltd. für einen zweistelligen Millionenbetrag erworben. Das neu hinzugekommene E-Commerce Unternehmen mit Sitz in Melbourne, Australien wird ab 1. Mai 2020 vollkonsolidiert. Die Akquisition wurde weitgehend über die Aufnahme von Fremdkapital finanziert. Nach Schluss des Geschäftsjahres kam es zu keinen weiteren Vorgängen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 8.7 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 30. September 2020 Play Pro Management GmbH Toni Thomas Sonn, Geschäftsführer Kay-Kiril Kostadinov, Geschäftsführer KonzernanlagenspiegelKonzernanlagevermögen Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 01.05.2019 bis zum 30.04.2020
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Play Pro Management GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Play Pro Management GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. April 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2019 bis zum 30. April 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Play Pro Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2019 bis zum 30. April 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 30. September 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer ppa. Johannes Häner, Wirtschaftsprüfer KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. MAI 2019 BIS ZUM 30. APRIL 2020A. Vorbemerkung Die Play Pro Management GmbH (im Folgenden "Gesellschaft" oder "Teilkonzern") wurde am 17. Mai 2018 mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages errichtet und am 19. Juni 2018 erstmals im Handelsregister eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist seit 25. Oktober 2018 in Berlin. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Finanzierung von Beteiligungen sowie die unternehmerische Führung von Unternehmen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt beteiligt ist ("Beteiligungsunternehmen"), sowie die Übernahme der persönlichen Haftung, der Geschäftsführung und Vertretung bei Gesellschaften, die Erbringung von Management-, Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen an Beteiligungsunternehmen. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 31. Oktober 2018 und der Zustimmungsbeschlüsse vom selben Tage ist die Play Pro Management GmbH mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 157825) durch Übertragung ihres Vermögens unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes auf die CaseGi Acquico GmbH mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres verschmolzen worden. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 20. November 2018 wirksam. Die CaseGi Acquico GmbH ist anschließend in die Play Pro Management GmbH umbenannt worden. Die CaseGi Acquico GmbH hatte im August 2018 sämtliche Geschäftsanteile an der Play Pro Management GmbH (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 157825) und damit auch die Caseking-Gruppe erworben. Der neue Teilkonzern umfasst daher die Caseking-Gruppe sowie das im Wege der Bargründung gegründete Mutterunternehmen. Die Geschäftstätigkeit der Caseking-Gruppe wird im Rahmen des neuen Teilkonzerns fortgeführt. B. Grundlagen des Teilkonzerns Die Caseking-Gruppe umfasst zum Bilanzstichtag neben der Muttergesellschaft, Play Pro Management GmbH, die im Teilkonzernabschluss vollkonsolidierten Gesellschaften Caseking GmbH, Berlin, Pro Gamersware GmbH, Berlin, RushB eSport GmbH, Berlin, Caseking Hungary Kft., Budapest, Ungarn, Caseking Portugal Lda, Lissabon, Portugal, Caseking Scandinavia AB, Landskrona, Schweden, Caseking Finland Oy, Helsinki, Finnland, OCNEWCO Ltd., Newcastle-under-Lyme, UK, AF Gaming UK, Newcastle-under-Lyme, UK, Aerocool Deutschland GmbH, Oldenburg, Aerocool Australia New Zealand Pty. Ltd., Melbourne, Australien und Aerocool Advanced Technologies Co., Taipeh, Taiwan. Die Caseking Scandinavia AB, Landskrona, Schweden, fungiert als Muttergesellschaft der Trigono AB, welche wiederum alle Anteile an der Trigono AS, Oslo, Norwegen hält. Die Caseking Finland Oy fungiert als Muttergesellschaft für die Jimm's PC-Store Oy, Turku, Finnland. Die OCNEWCO Ltd. fungiert als Muttergesellschaft für die OCUK Ltd., Newcastle-under-Lyme, UK.n Die CaseGiLux Holdings Sàrl, Luxemburg, dient als Muttergesellschaft für die Aerocool Acquico Taiwan, Taipeh, Taiwan und diese als Muttergesellschaft für Aerocool Advanced Technologies Co, Taipeh, Taiwan. Ferner umfasst die Caseking Gruppe Zweigniederlassungen für Vertriebszwecke in Taiwan, Frankreich und Benelux. Seit der Gründung der Caseking GmbH im Jahr 2003 hat sich die Caseking-Gruppe, ab 2012 verstärkt durch den britischen Hardwareversender der Overclockers UK-Gruppe und mit der Gründung der Caseking Hungary Kft. in 2014, zu einem der europaweit erfolgreichsten Online-Anbieter für Produkte und Customized Kundenlösungen rund um den Computer für Gamer entwickelt. Im Februar 2017 wurde Caseking Portugal gegründet, um den südeuropäischen Markt zu bedienen. Ende 2017 sowie Anfang 2018 wurden weitere neue Gesellschaften in die Gruppe aufgenommen (Trigono AB, Schweden sowie Jimms PC-Store, Finnland). Im April 2020 wurden die Aerocool Advanced Technologies Co, Aerocool Australia New Zealand Pty. Ltd. und Aerocool Deutschland GmbH in die Gruppe übernommen. Die Kontinuität, mit der sich die Gruppe unter der Leitung der beiden Geschäftsführer Toni Sonn und Kay Kostadinov stetig weiter etablieren konnte, ergibt sich aus dem praktisch gelebten Leitsatz bei Caseking: Hier ist NICHTS Standard! Die beiden Gründer setzen von Beginn an auf "außergewöhnliches Computerzubehör für den individuellen PC-Nutzer" und stellen dabei bis heute die Kundenzufriedenheit - egal ob B2C oder B2B - an allererste Stelle. Während Endkunden und Reseller aus einem nunmehr riesigen Sortiment von mehr als 13.000 Artikeln wählen können und sogar hauseigene Hochleistungs-Komplettsysteme konzipiert und gefertigt werden, blieben die besonderen Grundpfeiler des Erfolgs unverändert: erstklassiger Service, Kundennähe und exklusive Produkte. So werden die Bestellungen mittels hochmoderner, vollständig systemgestützter Logistik bearbeitet, wobei auf über 13.000 m 2 angemietete Lagerfläche zurückgegriffen werden kann. Daraus resultieren eine sehr hohe Warenverfügbarkeit und die taggleiche Erfassung, Bearbeitung und Versendung von Bestellungen. Der Teilkonzern betreibt im Wesentlichen den Großhandel mit EDV-Zubehör und den Im- und Export von EDV-Zubehör aller Art sowie die Produktion personalisierter PC-Systeme. Die Geschäftsführung steuert die Unternehmensgruppe im Wesentlichen über das Monitoring der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Rohertrag (Umsatzerlöse zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) und Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern. Darüber hinaus sind operative Kennzahlensysteme für die Bereiche Einkauf, Verkauf, Service und Lager implementiert. Die Caseking GmbH, OCUK Ltd., Caseking Hungary Kft., Pro Gamersware GmbH, Caseking Portugal Unipessoal Lda., Trigono AB, Trigono AS, Rush B eSports GmbH, Jimms PC-Store Oy, Aerocool Advanced Technologies Co, Aerocool Deutschland GmbH sowie Aerocool Australia New Zealand Pty. Ltd., entwickeln als operative Gesellschaften der Gruppe die von ihnen für die Erfüllung der individuellen Kundenwünsche angebotenen Leistungen ständig fort, wofür sie auch Dienstleistungen Dritter in Anspruch nehmen. C. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage 2019/2020 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in der EU war im Jahr 2019 gekennzeichnet durch solides und stetiges Wachstum. Laut Statistischem Bundesamt war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 1,5% höher als im Vorjahr 1. Auf Basis einer Studie der Bitkom Research GmbH ist das Marktvolumen für IT-Hardware in Deutschland von EUR 25,9 Mrd. in 2018 auf EUR 26,3 Mrd. in 2019 angestiegen, das entspricht einem Wachstum von 1,5% 2. Die Ausbreitung des Corona-Virus zum Ende des Geschäftsjahres hatte insbesondere negative Auswirkungen auf Ladengeschäfte, da der Großteil dieser im Rahmen der Lockdown-Maßnahmen in den meisten Länder Europas schließen mussten. Insgesamt sieht sich jedoch die Caseking-Gruppe aufgrund des Fokus auf den Online-Handel in einer guten Ausgangslage, und aus jetziger Sicht sind keine negativen Auswirkungen durch die Pandemie zu spüren.
1 Vgl.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-der-eu-und-der-eurozone/#:~:text=Im%20Jahr%202019%20wuchs%20das,Zone%20von%202009%20bis%202019.
2. Geschäftsverlauf Die Caseking-Gruppe konnte in 2019/20 ihre Umsatzerlöse von TEUR 166.590 auf TEUR 294.763 deutlich erhöhen. Jedoch ist die Vergleichbarkeit im Wesentlichen durch das Rumpfgeschäftsjahr in 2018/2019 nicht gegeben. Die Gruppe konnte mittels einer stetigen Fokussierung des Produktportfolios weiterhin ihre Kernmärkte besetzen und zusätzlich Marktanteile in weiteren Ländern dazugewinnen. In der Berichtsperiode erzielt der Konzern einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 13.813 (Vj. TEUR 12.976). Dieser resultiert im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Das Konzern-EBITDA (Konzernergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern) verbesserte sich im Geschäftsjahr deutlich mit TEUR 18.904 (Vj. TEUR 5.890). Im April 2020 wurde die Aerocool-Gruppe zu einem Kaufpreis im zweistelligen Millionenbereich akquiriert und somit ein weiterer Meilenstein in der geographischen Ausweitung der Gruppe erreicht. Die Caseking-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 19/20 zurück. Der Konzern hat seine für das Wirtschaftsjahr 19/20 formulierten Ziele eines sehr deutlichen Anstiegs von Umsatzerlösen, Rohertrag und Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern erreicht. Auf Gruppenebene liegen die Umsatzerlöse leicht über Plan. Der erwirtschaftete Rohertrag in Höhe von TEUR 57.614 sowie das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von TEUR 18.904 wurden analog zu der deutlichen Erhöhung der Umsatzerlöse erwartet. 3. Darstellung der Ertragslage Da im Vorjahr die Erstkonsolidierung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Mai 2018 bis 30. April 2019 stattfand, ist die Ertragslage nicht vergleichbar. Die Änderungen im Konsolidierungskreis zum 1. April 2020 hatten keine wesentlichen Auswirkungen hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Ertragslage, da nur ein Monat einbezogen wurde. Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Die Caseking-Gruppe konnte ihre Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Im Wesentlichen ist die Entwicklung darauf zurückzuführen, dass das Vorjahr ein Rumpfgeschäftsjahr war und nur acht operative Monate berücksichtigt. Zudem ist der Anstieg auf die hohe gruppenweite Verfügbarkeit neuer wie etablierter Produkte zurückzuführen, wodurch das Warenangebot der Gruppe der Marktnachfrage zu jeder Zeit gerecht werden und so der Absatz deutlich gesteigert werden konnte. Ebenso trugen der weitere Ausbau der operativen Tätigkeiten in Ungarn, die Expansion in Portugal, sowie die Akquisition in Taiwan zum Wachstum bei. Die Umsatzerlöse wurden zu ca. 97% mit Kunden in Europa (davon 24% in Deutschland) und 3% außerhalb Europas erzielt. Die Materialaufwandsquote 3 beträgt im Wirtschaftsjahr 81,4 % (Vj. 79,9 %). Analog zum Umsatzanstieg hat sich der Rohertrag von TEUR 35.881 im Vorjahr auf TEUR 57.614 im Wirtschaftsjahr erhöht. Die Personalaufwandsquote 4 beträgt 5,3 % (Vj. 5,8%). Die Anzahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 415 (Vj. 391). Die Abschreibungen entfallen im Wesentlichen auf Geschäfts- oder Firmenwerte TEUR 15.448 sowie auf aktivierte Markennamen TEUR 1.441. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 23.073 entfallen im Wesentlichen auf Ausgangsfrachten TEUR 8.382, auf Werbe- und Reisekosten TEUR 4.118, auf Raumkosten TEUR 1.586, sowie einmalige Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.310 (VJ 2.956). Im Geschäftsjahr erzielte der Teilkonzern ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.296 (Vj. TEUR -5.548) Das Finanzergebnis umfasst wie im Vorjahr im Wesentlichen Zinsen für das Gesellschafterdarlehen sowie Zinsen für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen Erträge in Höhe von TEUR 398 (Vj. TEUR 206) aus der Auflösung von passiven latenten Steuern sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.607. Der Konzernjahresfehlbetrag ist maßgeblich durch die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf aktivierte Markennamen aus Erstkonsolidierungen beeinflusst. 4. Vermögenslage des Konzerns Die Vermögenslage stellt sich im Geschäftsjahr wie folgt dar:
3 Materialaufwand zu Umsatzerlösen
Passiva
Die Bilanzsumme von TEUR 269.406 (Vj. TEUR 213.796) entfällt zu TEUR 179.886 (Vj. TEUR 158.280) auf das Anlagevermögen, dessen wesentliche Posten der Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 142.694 (53 % der Bilanzsumme) und die immateriellen Vermögensgegenstände (Marken/Domains/erworbene sonstige immaterielle Vermögensgegenstände) von TEUR 34.070 (13 % der Bilanzsumme) darstellen. Zum Ende des Geschäftsjahres ist der Posten Vorräte in Höhe von 10% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Forderungen und sonstige Aktiva sind im Wesentlichen durch die Konsolidierungskreiserweiterung auf TEUR 21.415 (Vj. TEUR 9.960) angestiegen. Die Kapitalseite ist durch die Kapitalrücklage von TEUR 72.375 sowie ein Gesellschafterdarlehen von TEUR 44.018 und Bankverbindlichkeiten von TEUR 124.380 geprägt, die mit Vertrag vom 28. August 2018 durch die Play Pro Management GmbH aufgenommen wurde und mit ergänzender Vereinbarung vom 13. November 2018 anteilig auf die Tochtergesellschaften übergangen sind. Ferner wurden Darlehen mit ergänzender Vereinbarung von Dezember 2019 in Höhe von TEUR 1.700 und TUSD 21.200 im April 2020 aufgenommen. Die Finanzverbindlichkeiten sind vollständig wie im Anhang beschrieben besichert. Analog zur Erhöhung der übrigen Verbindlichkeiten (im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung) ist der Bestand der Flüssigen Mittel zum Stichtag stark angestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr trotz der Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 18.213 aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme nahezu unverändert 17% (Vj. 19%). Die Zinsen auf das Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 2.298 erhöhten die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zum Stichtag auf TEUR 44.518. Der deutliche Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus deutlich höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag (TEUR +13.653). im Wesentlichen kommt der Anstieg durch Lieferengpässen zu Beginn der Pandemie im Februar 2020, welche in den Folgemonaten kompensiert werden mussten. 5. Finanzlage des Konzerns Die Gruppe war unter Berücksichtigung der externen Finanzierung im Berichtsjahr stets in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Im Rahmen der Bankenfinanzierung können weitere liquide Mittel in Anspruch genommen werden. Insgesamt stehen kurzfristige Betriebsmittelkredite in Höhe von insgesamt TEUR 15.000 zur Verfügung, wovon TEUR 11.459 (Vj. TEUR 10.219) zum Bilanzstichtag aufgenommen worden sind. Ferner stehen uns weitere TEUR 60.000 in Form von zugesagten Krediten für Unternehmenserwerbe zur Verfügung, wovon zum Stichtag insgesamt TEUR 1.700 und TUSD 21.200 aufgenommen wurden. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 28.819. Insbesondere die positive operative Entwicklung trug zur deutlichen Verbesserung des operativen Cashflows bei. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -18.016 überwiegend resultierend aus Auszahlungen für Unternehmenserwerbe. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit TEUR 15.738 zeigt vor allem Zinszahlungen sowie die Aufnahme der Kredite im Rahmen von Unternehmenserwerben. Zinsen für Gesellschafterdarlehen waren nicht zahlungswirksam. Der Kreditvertrag samt Änderungsvereinbarungen enthält u.a. Bestimmungen zu finanziellen Kennzahlen. Auf konsolidierter Ebene des Teilkonzerns, der Play Pro Management GmbH, Berlin, sind die Finanzkennzahlen relevant, zu deren Einhaltung die Caseking GmbH, die OCUK Ltd. und verstärkt auch Jimm's und die Pro Gamersware GmbH einen wesentlichen Beitrag leisten. Die vereinbarten Zinskonditionen sind abhängig vom Verschuldungsgrad des Teilkonzerns. Im Rahmen der Akquisitionen in Taiwan wurden neue Kredite in Höhe von TEUR 1.700 und TUSD 21.200 aufgenommen und der ursprüngliche Kreditvertrag mit Rahmenbedingungen leicht angepasst. Das vom Gesellschafter an die Tochter Play Pro Management GmbH gewährte Darlehen inkl. Zinsen in Höhe von TEUR 44.018 zum Bilanzstichtag hat eine Fälligkeit > 5 Jahre und ist vorher nur aus wichtigem Grund kündbar. Zinszahlungen an die Gesellschafter dürfen grundsätzlich nur mit Zustimmung der Banken erfolgen. II. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zum Unternehmenserfolg tragen die 201 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin, die 2 Vertreter der Dependancen in Frankreich und Benelux-Ländern, 8 Mitarbeiter in Taiwan, sowie 81 Mitarbeiter in Stoke-on-Trent, UK, 44 Mitarbeiter in Portugal, 52 Mitarbeiter in Finnland, 9 Mitarbeiter in Schweden und 20 in Budapest, Ungarn, bei. Ebenso ist die Kundenzufriedenheit ein wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator, welcher vor allem durch das angebotene Produktsortiment, die durchschnittliche Warenverfügbarkeit und den gebotenen Kundenservice definiert wird. III. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. Aufgrund der stabilen Rohertragslage, auch im Vergleich zum Vorjahr, sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt. D. Bericht über die Chancen und Risiken des Konzerns I. Chancen Die Entscheidung und konsequente Fortentwicklung zu einem Vollsortimentsanbieter für den Gamer verspricht ein erhebliches Wachstumspotenzial für die Zukunft. Die One-Stop-Shop-Philosophie der Caseking-Gruppe, bei der der Gamer den gesamten Hardwarebedarf decken kann und nicht, wie in der Vergangenheit, für erforderliche Standardkomponenten auf andere Anbieter ausweichen muss, bietet künftig weiteres Potenzial. Zusätzlich zeigen Kundenportale eine steigende Bewertung der Onlineshops der Caseking-Gruppe, was im dynamischen Gamingmarkt eine sehr gute Ausgangssituation für weiteres Wachstum über eine Erweiterung des Produktportfolios bietet. Die anhaltende Konsolidierung am Markt der Großdistributoren in Europa, bei denen der Absatz ausschließlich auf Massenware zu Niedrigstpreisen im Vordergrund steht, bietet dem Teilkonzern hervorragende Möglichkeiten, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Ferner werden in den kommenden Jahren große technische Neuheiten im Bereich PC-Hardware erwartet, von denen der Teilkonzern direkt profitieren kann. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die Bereiche Virtual Reality und eSports getrieben. Die aktuelle Pandemie kann zu Chancen in der Gaming Branche führen, da die Gesellschaft im Vergleich aktuell mehr Zeit zuhause verbringt und Geld für Hobbies allokiert wird. Grundsätzlich ermöglichen die Chancen deutlich positive Abweichungen von den in der Prognose dargestellten zukünftigen Entwicklungen der finanziellen Leistungsindikatoren. II. Risikobericht Potenzielle Finanzierungs-, Absatz- und Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Teilkonzerns beeinflussen könnten, steuern wir im Rahmen unserer operativen Geschäftstätigkeit. Insgesamt schätzen wir die Risiken jeweils als gering ein. Zudem ist im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung ein Financial Covenant vereinbart, der bei Nichteinhaltung umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen auslösen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Financial Covenant erfüllt und die Planung der Caseking-Gruppe ist darauf ausgerichtet, die diesbezüglichen Kreditvorgaben auch zukünftig nachhaltig einzuhalten. Im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung besteht grundsätzlich ein Zinsrisiko für den variablen Zinsanteil in Abhängigkeit zur Entwicklung des EURIBOR/LIBOR. Für die GBP-Tranche besteht ein Zinsswap welcher 50% der Zinszahlungen abdeckt. Aufgrund unserer langfristigen Geschäftsbeziehungen und eines weit gestreuten Kundenstamms im In- und Ausland sehen wir kein Absatzrisiko. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und mit einem hohen Maß an Qualität begegnen. Forderungsausfälle liegen wie in den Vorjahren im normalen Rahmen und stellen keine wesentliche Belastung für den Teilkonzern dar. Durch weitere Schritte hinsichtlich der Automatisierung des Mahnwesens sind die Risiken aus laufenden Forderungsausfällen stark eingeschränkt und daher deutlich limitiert. Zudem besteht eine Ausfallversicherung. Wesentliche Auswirkungen auf die Einhaltung der Prognose der finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich daher nicht. Daneben wurde das Forderungsausfallrisiko durch das im Geschäftsjahr für die Caseking GmbH eingeführte Factoring deutlich beschränkt. Im Rahmen des Factorings sind finanzielle Kennzahlen relevant, die auf Ebene der Gesellschaft einzuhalten sind. Nach der aktuellen Geschäftsentwicklung sieht die Geschäftsführung kaum Risiken im Zusammenhang mit der Einhaltung der Finanzkennzahlen. Die Beschaffung der verkauften Produkte erfolgt überwiegend in Asien. Etwaige Einkaufskostensteigerungen, u.a. bedingt durch Wechselkursveränderungen, können in der Regel mit Zeitverzug an die Kunden in Europa weitergegeben werden. Wechselkursrisiken bestehen nicht bei steigenden, konstanten oder einmalig sinkenden Wechselkursen, sondern lediglich bei stetig sinkenden Wechselkursen kann es zu Auswirkungen auf die in der Prognose dargestellten zukünftigen Entwicklungen der finanziellen Leistungsindikatoren kommen. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir stets durch Qualitätskontrollen durch. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind weiterhin mit den fortgeführten historischen Anschaffungskosten bilanziert. Die Geschäftsentwicklung im aktuellen Geschäftsjahr entspricht den Erwartungen, so dass sich die im Rahmen des Kaufs der Caseking-Gruppe sowie der weiteren Akquisitionen zugrunde liegenden Ertragserwartungen bestätigen lassen. Bei einer negativen Geschäftsentwicklung ergäben sich zusätzliche Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und damit eine Belastung des Konzernergebnisses. Die aktuelle Geschäftsentwicklung der Caseking-Gruppe lässt allerdings nicht darauf schließen. Gleiches gilt für die immateriellen Vermögensgegenstände aus der Erstkonsolidierung (insbesondere Marken). Das Management fühlt sich mittels initialisierter Maßnahmen gut auf den Brexit vorbereitet, insbesondere weil die Vorteile einer Unternehmensgruppe zur Geltung kommen können. Aus dem Brexit könnten sich geringe Auswirkungen auf die in der Prognose dargestellten zukünftigen Entwicklungen der finanziellen Leistungsindikatoren ergeben. Der ggf. eingeschränkten Warenverfügbarkeit zum Brexit-Zeitpunkt wird mit einer Erhöhung des Lagerbestands vor dem Brexit-Zeitpunkt entgegengewirkt, sodass die operative UK-Gesellschaft ohne Warenzufluss aus dem Ausland bezogene Waren mit einer Reichweite von drei Monaten auf Lager hat. Eine Vielzahl der Wettbewerber hat nicht die nötige Liquidität, um diesem Weg zu folgen. Die Gruppe ermöglicht es der UK-Gesellschaft folglich bedarfsgerechte Misch-Container zu beziehen, welches einen strategischen Vorteil zum Wettbewerb bewirkt, da dieser entweder hohe Liquidität für Sortenreine-Container aufbringen muss oder durch den Bezug bei nationalen Distributoren auf einen wesentlichen Teil der Marge verzichten muss. Das Finanzierungrisiko der UK-Gesellschaften wurde dadurch minimiert, dass ein erheblicher Teil der Finanzierung als GBP-Tranche aufgenommen wurde. Das Translationsrisiko aus GBP/EUR wird für die Zukunft als gering eingeschätzt, da ein wesentlicher Teil bereits im Kurs eingepreist ist und der UK-Anteil am Gruppengewinn durch anorganisches Wachstum in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen hat. Die digitale Transformation und das voranschreitende Wachstum des digitalen Marktes können IT-Risiken hervorbringen. Diese Risiken werden gemanaged indem unser Webshop Hoster einen Schutz vor DDOS-attacken bietet und diese für uns abwehrt. Vor Cyberattacken schützen wir uns intern mit unseren IT-Sicherheitsrichtlinie, die von allen Angestellten zu befolgen ist und Online indem wir unseren Webshop proaktiv und in regelmäßigen Abständen auf Sicherheitslücken testen und diese beheben bevor sie ausgenutzt werden können. Die Risikosituation im Hinblick auf die Finanzinstrumente ist gegenüber dem Vorjahr unverändert als gering einzuschätzen. Zu den im Unternehmen bestehenden und bilanzierten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Kredite und Guthaben bei Kreditinstituten. Die hiermit verbundenen Risiken wurden oben bereits erläutert. Die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus könnte wirtschaftliche Risiken auf die Volkswirtschaft hervorrufen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer absehbar sind. Durch die Pandemie könnte es daher zu eventuellen Lieferengpässen kommen, die wir durch unsere hohe Lagerverfügbarkeit mittelfristig kompensieren können. III. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken für den Teilkonzern sind gegenwärtig nicht erkennbar. IV. Risikomanagement Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Teilkonzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Teilkonzern eine konservative Risikopolitik. Mittels eines strengen Rechtemanagements, welches durch die Geschäftsführung gesteuert wird, kann Risiken innerhalb des Teilkonzerns durch Mitarbeiter begegnet werden. Wichtigste administrative Tätigkeiten werden weiterhin von den Geschäftsführern selbst ausgeführt oder überwacht. Systemimmanenten externen Risiken des Onlinehandels wird durch konsequentes Monitoring der Aktivitäten auf der Shop-Plattform sowie der Zahlungswege begegnet. V. Prognosebericht Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung der Gruppe sehr positiv. Die E-Commerce Branche bietet ein sehr großes Wachstumspotenzial mit ständig neuen Produktentwicklungen. Neben dem bereits vorhandenen Reseller-Bereich und Endkundenbereich wird weiterhin verstärkt an einer weiteren Durchdringung der Stammmärkte sowie der europäischen Expansion gearbeitet. Die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus könnte negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, die zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer absehbar sind. Allerdings ergaben sich bisher keine negativen Auswirkungen auf das Geschäft der Caseking-Gruppe und es werden aus jetziger Sicht auch keine wesentlichen Auswirkungen durch die Pandemie auf den Geschäftsverlauf erwartet. Ferner wird davon ausgegangen, dass der private Konsum und der daran gekoppelte Versand- und Internethandel in den kommenden Jahren expandieren wird. Ein gestärktes Verbrauchervertrauen in die Wirtschaft, leicht verbesserte Perspektiven am Arbeitsmarkt und anhaltend niedrige Zinsen dürften dem privaten Verbrauch Impulse geben. Für das Geschäftsjahr 2020/21 wird daher eine mittlere zweistellige Steigerung der Umsatzerlöse erwartet. Anteilig kommt die Steigerung der Erlöse auch durch die neu akquirierten Gesellschaften Aerocool und PC CaseGear. In Folge des Umsatzwachstums soll der Rohertrag ebenfalls deutlich steigen. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern soll ebenso wie der Rohertrag in Folge des Kostenmanagements sowie der Fokussierung auf margenstarke Produkte deutlich steigen. |
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