Mühlenstraße GmbH & Co. KG
Selbe AdresseMahl- und Schälmühlen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Eberl seit 30.8.2019 | Prokura |
Ingeborg Siegl seit 29.10.2003 | Geschäftsführer |
Ludwig Siegl seit 29.10.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Siegl GmbHErgoldingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Siegl GmbH betreibt das operative Geschäft der Firmengruppe und steuert als Managementgesellschaft die angeschlossenen Gesellschaften: Ludwig Siegl GmbH und Siegl Fertigteile und Beton GmbH. Wir liefern Fertigteile und Transportbeton an industrielle, private und öffentliche Auftraggeber. Unsere Wertschöpfungskette reicht von Sand und Kies bis hin zu komplexen Betonelementen. Unsere automatisierten Produktionsanlagen sind ein ausschlaggebender Wettbewerbsvorteil. Hinzu kommt unsere Vertriebsstrategie: Wir liefern und leisten alles vom kleinsten Einzelbedarf für Baumaßnahmen, bis hin zum schlüsselfertigen Objekt. Management und inhabergeleitete Verantwortung stehen für vertrauenswürdige und solvente Geschäftsbeziehungen. Wir sind unabhängig infolge von Grundbesitz und Abbauvorkommen. Unsere Kapitalausstattung erlaubt kontinuierlich in Rationalisierung und Erweiterung zu investieren. Kundennähe mit regionaler Kompetenz erreichen wir als Qualitätsführer durch unsere Standorte Ergolding, Wörth, Ruhstorf, Wachelkofen sowie durch unsere Beteiligung in Pöffelkofen. Konstruktive Fertigteile mit besonders anspruchsvollen Gestaltungen und Eigenschaften werden in den Werken Wörth 2, Wörth 3, und Ruhstorf gefertigt. Wir entwickeln stetig innovative Produktionsverfahren. Unsere Produkte werden laufend einer mehrfachen Qualitätskontrolle unterzogen. Vollautomatische Überwachungssysteme zur Qualitätssicherung sichern diese Daten. Wir entwickeln diese Kontrollen auch stetig fort, um unseren Qualitätsvorteil immer wieder weiter auszubauen, Nacharbeiten zu vermeiden und Qualitätsnachweise führen zu können. Des Weiteren werden wir extern überwacht, führen mehrere Qualitäts- und Gütesiegel und liefern entsprechend der EU-Normung. Unsere verwendeten Zuschlagsstoffe gewinnen wir nahezu nur aus eigenen Kieswerken. Bei übermäßigen Bedarf erwerben wir zusätzlich bei verlässlichen Partnern aus der Region. Trotz des Zukaufs von Produktzusätzen besteht keine Abhängigkeit im Beschaffungsmarkt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im weiterhin krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 % (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024 des statistischen Bundesamtes). Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Nominal steigerte er sich um 3,5 % und erreichte einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro. Dabei fiel der Wohnungsbau mit 26,6 Milliarden Euro Jahresumsatz am meisten ins Gewicht, der gewerbliche Hochbau folgte mit 26,0 Milliarden Euro (Quelle: Pressemitteilung Nr. 068 vom 23.02.2024 des statistischen Bundesamtes). Die nominal schwachen Zuwächse wurden 2023 durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Für das Gesamtjahr 2023 wurde ein realer Orderrückgang von 4,4 % gemeldet, für das laufende Jahr 2024 wird ein preisbereinigter Umsatzrückgang von 3,5% erwartet. Aufgrund dieser schlechten Entwicklung wurden nur noch 1.120 neue Arbeitsplätze geschaffen, nach 15.200 im Jahr 2022. Für 2024 wird mit einem vor allem demographisch bedingten Rückgang von 10.000 auf dann jahresdurchschnittlich 918.000 Beschäftigten gerechnet (Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Pressemitteilung 10/24 vom 23.02.2024: Prognosen bestätigt: Schwaches Baujahr 2023). 2.2 Geschäftsverlauf Unser Geschäft verlief im Jahr 2023 überplanmäßig. Die Anlagen im Werk Wörth ermöglichen fertigungstechnisch Großteile mit sehr spezifischen Anforderungen zu produzieren. Die fertiggestellten Anlagen in Wörth waren im Geschäftsjahr 2023 sehr gut ausgelastet. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einer sehr guten Nachfrage und Auftragslage. Der Fertigteilbereich war im besonderen Maße nachgefragt. 2.3 Lage Das Geschäftsjahr 2023 hat unsere wirtschaftliche Lage wiederum noch besser fundiert. Wir haben uns am Markt nachhaltig positioniert und sind für unsere Auftraggeber ein verlässlicher Geschäftspartner. 2.3.1 Ertragslage Unser Rohergebnis erreicht TEUR 16.828 - Vorjahr TEUR 15.951. Das Geschäftsjahr schließt positiv mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.342 ab - Vorjahr TEUR 2.352. Das Betriebsergebnis, als Differenz aus der Gesamtleistung und dem Betriebsaufwand, hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.429 auf TEUR 4.821 erhöht. Neutrales Ergebnis, Finanzergebnis und Steuern ergeben zusammen einen Aufwand in Höhe von TEUR 1.479, so dass ein Jahresüberschuss für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 3.342 ausgewiesen wird. 2.3.2 Finanzlage Unsere Finanzlage ist geordnet und entwickelte sich im Jahr 2023 planmäßig. Liquiditätsengpässe waren im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gegeben und zeichnen sich für das begonnene Geschäftsjahr nicht ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um TEUR 402 auf TEUR 1.153. Guthaben bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 9.404 (Vj. TEUR 4.115). Die Geldmittelflüsse teilen sich auf in die Bereiche: laufende Geschäftstätigkeit (TEUR +7.009), Investitionstätigkeit (TEUR -1.209) sowie Finanzierungstätigkeit (TEUR -511). 2.3.3 Vermögenslage Unsere Bilanzsumme liegt bei TEUR 34.035 - Vorjahr TEUR 29.398. Investitionen und behutsame Geschäftsausweitung tragen diese. Das Eigenkapital mit TEUR 19.889 ist verbessert und betriebswirtschaftlich sehr vorteilhaft. Rechnet man die durch die Gesellschafter dem Unternehmen zur Verfügung gestellten Mittel noch hinzu, ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 22.142 bzw. 65,0% (Vj. 66,0%). 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Durch ein permanentes Finanzcontrolling werden die Ergebnisse überwacht. Monatliche Soll-Ist-Vergleiche mit Analyse der Abweichungen gewährleisten eine zeitnahe Reaktion auf Veränderungen des Marktes. Sämtliche Auswertungen und Analysen werden dem Gesellschafter regelmäßig und zeitnah vorgelegt. Die Geschäftsleitung steuert das Unternehmen mit Hilfe der finanziellen Indikatoren Rohergebnis, auftragsbezogene Deckungsbeiträge, Jahresergebnis sowie Reichweite Auftragsbestand und Liquiditätsstand. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurde im vorjährigen Lagebericht eine Prognose mit leicht steigendem Umsatz gegenüber dem Jahr 2022 und einem Jahresergebnis leicht unter dem des Jahres 2022 (2,3 Mio. EUR) vorausgesagt. Die tatsächliche Umsatzentwicklung erfuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 41 % bzw. rd. 1,0 Mio. EUR gegenüber dem geplanten Jahresergebnis. Wesentlicher Erfolgsfaktor hierfür sind bestehende günstige Einkaufskonditionen, optimierte Einkaufskontrakte insbesondere im Stahlbereich und kurzfristiger Lieferbereitschaft, die es uns ermöglichten, im zunehmend verschärften Marktumfeld weiterhin Aufträge zu generieren. 3. Prognose-, Risiko-, Chancenbericht 3.1 Prognosebericht Die aktuellen Marktverhältnisse und unsere Kapazitäten erlauben die Annahme einer weiterhin günstigen Entwicklung unserer Gesellschaft. Auch im Jahr 2024 erfolgt eine relativ gute Nachfrage nach Halbfertigteilen und konstruktiven Fertigteilen, Fassadenplatten und Massivwänden. Dies bestätigt die Richtigkeit der bisherigen Investitionsmaßnahmen (wie z.B. Beteiligungen, Grundstücke, Firmengelände, Produktionsstätten, Maschinen). Unser Auftragsbestand erreicht zum Bilanzstichtag wieder einen akzeptablen Wert. Die Geschäftsleitung ist verhaltener als in den letzten Jahren, da der Ukrainekonflikt, die politischen Entscheidungen und die damit zusammenhängenden Preissteigerungen sowie die gestiegenen Zinsen negativ auf die allgemeine Investitionsbereitschaft wirkt. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz weit unter dem Niveau des Jahres 2023 und rechnen mit einem Rückgang von 28%. Hierbei gehen wir von steigenden Preisen und geringerem Auftragsvolumen als im Jahr 2023 aus. Da die aktuell steigenden Preise aber nur zeitverzögert an unsere Kunden weitergegeben werden können, rechnen wir mit einem Rohergebnis von rd. 13,0 Mio. EUR und einem positiven Ergebnis vor Ertragsteuern für 2024 in Höhe von rd. 750 TEUR. 3.2 Risikobericht Wir haben im Markt Kompetenz und Reputation erworben. Wir erkennen derzeit allenfalls nur konjunkturbedingte Abhängigkeiten. Unsere Gewährleistungsfristen bestimmen sich einzelvertraglich grundsätzlich nur nach den gesetzlichen Regelungen und laufen regelmäßig 4 Jahre. Vorsorgen haben wir für solche Ansprüche zurückgestellt. Risiken sehen wir weiterhin noch in der Personalentwicklung, insbesondere dem Fachkräftemangel. Wir begegnen diesen Risiken mit einem attraktiven Arbeitsplatz zusammen mit einem familiären Verhältnis untereinander. Zusätzliche Heimarbeitsplätze wurden geschaffen, die begeistert angenommen wurden. Wie die letzten Jahre auch, werden wir weiterhin auf eigenen Nachwuchs setzen und zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Kunden werden laufend und vor jeder Auftragsbestätigung hinsichtlich ihrer Bonität überprüft. Bankauskünfte, Versicherungsanfragen und eigene Recherchen dienen der anschließenden Überwachung. Komplettobjekte werden teilweise gegen Bürgschaft oder Vorauskasse verkauft. Teilweise werden unsere Kunden über Baustoffhändler bedient. Wirtschaftliche Überwachung des eigenen Geschäftsverlaufs erfolgt über unser Controlling. Bei Auffälligkeiten wird sofort reagiert. Versicherungen decken unsere betrieblichen Risiken ab. Die Betriebshaftpflicht erfasst auch die Produkthaftung für Großaufträge mit Fremdschäden und Eigenaufwand. Unsere Produktionsstätten sind mit den üblichen Versicherungen für Feuer- und Umweltschäden sowie Hochwasserrisiken abgesichert. Gefährdungspotenziale von grundsätzlicher Bedeutung erkennen wir nicht, ebenso wenig irgendwelche Risikokonzentrationen. Vorsorgen für einzelne konkrete Risiken aus dem Geschäft sind getroffen. Qualitätsmanagement im Produktionsbereich ist eingerichtet und wird laufend weiterentwickelt. Bestandsgefährdungen oder entwicklungsbeeinträchtigende Sachverhalte liegen nicht vor. Die Folgen des Krieges in der Ukraine sowie die stark gestiegenen Material-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten verursachen nach wie vor eine deutliche Verunsicherung bei unseren Kunden, die einen negativen Einfluss auf die allgemeine Bautätigkeit, besonders jedoch im Wohnungsbau hat. Preisänderungsrisiken im Beschaffungsmarkt werden elastisch weitergegeben. Wir kontrahieren den Einkauf zeitgleich mit dem Verkauf bzw. der Auftragsannahme und können somit das Risiko von stark steigenden Rohstoffpreisen gering halten. Die Lieferfähigkeit der Vormaterialien, insbesondere Stahl und Einbauteile, ist wieder voll gegeben. Die Geschäftsleitung ist sensibilisiert und rechnet derzeit nicht mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung. Das Risiko stark steigender Energiekosten haben wir an unserem größten Standort Wörth minimiert. Durch den Neubau und Inbetriebnahme einer Hackschnitzelheizung 2023 sind wir dort vollkommen unabhängig von Gas und Öl. Verbrannt wird dort hauptsächlich eigenes Abfall-Holz aus der Produktion. Unsere Risikoüberwachung ist eingerichtet und wirksam. Operative und strategische Risikofelder werden laufend überwacht. Auswertung der Finanzbuchführung und des Controllings erfolgen in zeitnahen Intervallen. Wir überwachen sehr intensiv die indikativen Stromgrößen als Mengendaten oder Eurobeträge. 3.3 Chancenbericht Die Auftragslage ist mittelprächtig und lastet unsere Kapazitäten zufriedenstellend aus. Die Metropolregion München ist zudem die bewährte Grundlage unseres Geschäfts. Durch eine stetige Weiterentwicklung unserer Produktionsanlagen erwarten wir zudem eine Steigerung der Produktivität, die wir am Markt absetzen können. Darüber hinaus setzt die Baubranche zunehmend auf den Einsatz von Betonfertigteilen. Durch unsere stete und nachhaltige Investitionstätigkeit konnten wir uns in diesem Bereich verstärkt positionieren und sehen darin unseren Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. Chancen sehen wir darüber hinaus insbesondere in der Automatisierung unserer Geschäftsprozesse. In diesem Bereich sind wir verstärkt tätig und betreiben hier Entwicklung, die uns weiter vom Wettbewerb absetzen wird. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Nutzung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Wir nehmen seit Jahren keine kurzfristigen Kredite mehr auf. Unser ganzer Bedarf ist über das Giro- und Geldmarktkonto geregelt. Die Kreditlinien bestehen zur Sicherheit aber weiterhin. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquidationsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden, anderenfalls erfolgt die Lieferung nur gegen Vorkasse.
Ergolding, 30. Juli 2024 Ludwig Siegl, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SIEGL GMBH, ERGOLDINGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SIEGL GMBH, ERGOLDING1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit selbstständiger Nutzbarkeit und einem Wert bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Beteiligung ist zu Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Der Posten ist um Auftragsleistungen erweitert. Anzahlungen sind passiviert. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Flüssige Mittel wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Latente Steuern wurden für Wertdifferenzen im Anlagevermögen gebildet, soweit in der Handelsbilanz höhere Wertansätze als in der Steuerbilanz bestehen. 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß den Anforderungen des § 284 Abs. 3 HGB sind dem Anlagenspiegel am Ende dieses Anhangs zu entnehmen. 3.2 Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind u.a. Verpflichtungen für Personal (TEUR 841), Gewährleistungen (TEUR 1.437), Prozesskosten (TEUR 80), Provisionen (TEUR 6), unterlassene Instandhaltungen, die im Folgequartal nachgeholt werden (88 TEUR), Rekultivierung (TEUR 44) und Abraum- und Abfallbeseitigung (TEUR 611) enthalten. 3.3 Angabe zu den Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 404 TEUR (Vorjahr: 402 TEUR), und eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von 749 TEUR (Vorjahr: 1.152 TEUR). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 2.253 (Vorjahr: 52 TEUR), und eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 4.750 TEUR). Die Gesamthöhe der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 8.641 TEUR (Vorjahr: 3.455 TEUR). Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in Höhe von 327 TEUR (Vorjahr: 624 TEUR), Verbindlichkeiten in Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.153 durch Sicherungsübereignungen und Grundschulden gesichert. 3.4 Latente Steuern Die latenten Steuern betragen am Ende des Geschäftsjahres TEUR 325 und wurden unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30% ermittelt. 3.5 Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten besteht eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 32 für die Kieswerk Pöffelkofen GmbH & Co. KG Kiesgrubenbetrieb bei der Sparkasse Landshut und TEUR 72 Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG. Nach unseren Erkenntnissen kann die zugrunde liegende Verpflichtung von der genannten Gesellschaft erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu rechnen. 3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen etwaige sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 311 für ungekündigte Miet- und Pachtverträge ohne Laufzeitvereinbarung. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Personalaufwand Von den Personalaufwendungen entfallen TEUR 43 (Vj. TEUR 36) auf Aufwendungen für Altersversorgung. 5. Sonstige Angaben 5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Im Geschäftsjahr waren 12 Auszubildende (Vorjahr: 11) tätig. 5.2 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Ludwig Siegl, Kaufmann Ingeborg Siegl, Kauffrau Hinsichtlich der Bezüge verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB. 5.3 Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da die Beteiligung für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 S.1 Nr. 1 HGB ist. 5.4 Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.342.238,99 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Ergolding, 30. Juli 2024 gez. Ludwig Siegl, Geschäftsführer
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Siegl GmbH, Ergolding Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Siegl GmbH, Ergolding, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siegl GmbH, Ergolding, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Landshut, 31. Juli 2024 Köhl
GmbH
Andreas Köhl, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss und Lagebericht 2023 wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 16. September 2024 festgestellt. |
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