Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 3476
Vorher
Siegl Elementdeckenbau GmbH
Eingetragen
17.8.1993
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Verwaltung von eigenem Vermögen und eigenen Beteiligungen sowie die Erbringung von Management-Dienstleistungen für eigene und fremde Unternehmen. Ferner ist Gegenstand der Handel mit Kies, Sand, Baustoffen, insbesondere Baustahl und Zement, Transportbeton und Betonfertigteilen, ferner die Produktion von Transportbeton und Betonfertigteilen, auch deren Montage, sowie die Vermittlung von Transporten, insbesondere von Beton-, Schwer- und Spezialtransporten, die Vermietung von Baumaschinen und Autokrane und der Containerdienst.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Eberl
seit 30.8.2019
Prokura
Ingeborg Siegl
seit 29.10.2003
Geschäftsführer
Ludwig Siegl
seit 29.10.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ingeborg Siegl
Ergolding
200.000 €
50.00%
Ludwig Siegl
Landshut
200.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Siegl GmbH

Ergolding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Siegl GmbH betreibt das operative Geschäft der Firmengruppe und steuert als Managementgesellschaft die angeschlossenen Gesellschaften: Ludwig Siegl GmbH und Siegl Fertigteile und Beton GmbH. Wir liefern Fertigteile und Transportbeton an industrielle, private und öffentliche Auftraggeber. Unsere Wertschöpfungskette reicht von Sand und Kies bis hin zu komplexen Betonelementen. Unsere automatisierten Produktionsanlagen sind ein ausschlaggebender Wettbewerbsvorteil. Hinzu kommt unsere Vertriebsstrategie: Wir liefern und leisten alles vom kleinsten Einzelbedarf für Baumaßnahmen, bis hin zum schlüsselfertigen Objekt.

Management und inhabergeleitete Verantwortung stehen für vertrauenswürdige und solvente Geschäftsbeziehungen. Wir sind unabhängig infolge von Grundbesitz und Abbauvorkommen. Unsere Kapitalausstattung erlaubt kontinuierlich in Rationalisierung und Erweiterung zu investieren.

Kundennähe mit regionaler Kompetenz erreichen wir als Qualitätsführer durch unsere Standorte Ergolding, Wörth, Ruhstorf, Wachelkofen sowie durch unsere Beteiligung in Pöffelkofen.

Konstruktive Fertigteile mit besonders anspruchsvollen Gestaltungen und Eigenschaften werden in den Werken Wörth 2, Wörth 3, und Ruhstorf gefertigt.

Wir entwickeln stetig innovative Produktionsverfahren. Unsere Produkte werden laufend einer mehrfachen Qualitätskontrolle unterzogen. Vollautomatische Überwachungssysteme zur Qualitätssicherung sichern diese Daten. Wir entwickeln diese Kontrollen auch stetig fort, um unseren Qualitätsvorteil immer wieder weiter auszubauen, Nacharbeiten zu vermeiden und Qualitätsnachweise führen zu können. Des Weiteren werden wir extern überwacht, führen mehrere Qualitäts- und Gütesiegel und liefern entsprechend der EU-Normung.

Unsere verwendeten Zuschlagsstoffe gewinnen wir nahezu nur aus eigenen Kieswerken. Bei übermäßigen Bedarf erwerben wir zusätzlich bei verlässlichen Partnern aus der Region. Trotz des Zukaufs von Produktzusätzen besteht keine Abhängigkeit im Beschaffungsmarkt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im weiterhin krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 % (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024 des statistischen Bundesamtes).

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Nominal steigerte er sich um 3,5 % und erreichte einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro. Dabei fiel der Wohnungsbau mit 26,6 Milliarden Euro Jahresumsatz am meisten ins Gewicht, der gewerbliche Hochbau folgte mit 26,0 Milliarden Euro (Quelle: Pressemitteilung Nr. 068 vom 23.02.2024 des statistischen Bundesamtes).

Die nominal schwachen Zuwächse wurden 2023 durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Für das Gesamtjahr 2023 wurde ein realer Orderrückgang von 4,4 % gemeldet, für das laufende Jahr 2024 wird ein preisbereinigter Umsatzrückgang von 3,5% erwartet. Aufgrund dieser schlechten Entwicklung wurden nur noch 1.120 neue Arbeitsplätze geschaffen, nach 15.200 im Jahr 2022. Für 2024 wird mit einem vor allem demographisch bedingten Rückgang von 10.000 auf dann jahresdurchschnittlich 918.000 Beschäftigten gerechnet (Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Pressemitteilung 10/24 vom 23.02.2024: Prognosen bestätigt: Schwaches Baujahr 2023).

2.2 Geschäftsverlauf

Unser Geschäft verlief im Jahr 2023 überplanmäßig. Die Anlagen im Werk Wörth ermöglichen fertigungstechnisch Großteile mit sehr spezifischen Anforderungen zu produzieren. Die fertiggestellten Anlagen in Wörth waren im Geschäftsjahr 2023 sehr gut ausgelastet.

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einer sehr guten Nachfrage und Auftragslage. Der Fertigteilbereich war im besonderen Maße nachgefragt.

2.3 Lage

Das Geschäftsjahr 2023 hat unsere wirtschaftliche Lage wiederum noch besser fundiert. Wir haben uns am Markt nachhaltig positioniert und sind für unsere Auftraggeber ein verlässlicher Geschäftspartner.

2.3.1 Ertragslage

Unser Rohergebnis erreicht TEUR 16.828 - Vorjahr TEUR 15.951. Das Geschäftsjahr schließt positiv mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.342 ab - Vorjahr TEUR 2.352. Das Betriebsergebnis, als Differenz aus der Gesamtleistung und dem Betriebsaufwand, hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.429 auf TEUR 4.821 erhöht. Neutrales Ergebnis, Finanzergebnis und Steuern ergeben zusammen einen Aufwand in Höhe von TEUR 1.479, so dass ein Jahresüberschuss für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 3.342 ausgewiesen wird.

2.3.2 Finanzlage

Unsere Finanzlage ist geordnet und entwickelte sich im Jahr 2023 planmäßig. Liquiditätsengpässe waren im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gegeben und zeichnen sich für das begonnene Geschäftsjahr nicht ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um TEUR 402 auf TEUR 1.153. Guthaben bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 9.404 (Vj. TEUR 4.115).

Die Geldmittelflüsse teilen sich auf in die Bereiche: laufende Geschäftstätigkeit (TEUR +7.009), Investitionstätigkeit (TEUR -1.209) sowie Finanzierungstätigkeit (TEUR -511).

2.3.3 Vermögenslage

Unsere Bilanzsumme liegt bei TEUR 34.035 - Vorjahr TEUR 29.398. Investitionen und behutsame Geschäftsausweitung tragen diese. Das Eigenkapital mit TEUR 19.889 ist verbessert und betriebswirtschaftlich sehr vorteilhaft. Rechnet man die durch die Gesellschafter dem Unternehmen zur Verfügung gestellten Mittel noch hinzu, ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 22.142 bzw. 65,0% (Vj. 66,0%).

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Durch ein permanentes Finanzcontrolling werden die Ergebnisse überwacht. Monatliche Soll-Ist-Vergleiche mit Analyse der Abweichungen gewährleisten eine zeitnahe Reaktion auf Veränderungen des Marktes. Sämtliche Auswertungen und Analysen werden dem Gesellschafter regelmäßig und zeitnah vorgelegt.

Die Geschäftsleitung steuert das Unternehmen mit Hilfe der finanziellen Indikatoren Rohergebnis, auftragsbezogene Deckungsbeiträge, Jahresergebnis sowie Reichweite Auftragsbestand und Liquiditätsstand.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurde im vorjährigen Lagebericht eine Prognose mit leicht steigendem Umsatz gegenüber dem Jahr 2022 und einem Jahresergebnis leicht unter dem des Jahres 2022 (2,3 Mio. EUR) vorausgesagt. Die tatsächliche Umsatzentwicklung erfuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 41 % bzw. rd. 1,0 Mio. EUR gegenüber dem geplanten Jahresergebnis. Wesentlicher Erfolgsfaktor hierfür sind bestehende günstige Einkaufskonditionen, optimierte Einkaufskontrakte insbesondere im Stahlbereich und kurzfristiger Lieferbereitschaft, die es uns ermöglichten, im zunehmend verschärften Marktumfeld weiterhin Aufträge zu generieren.

3. Prognose-, Risiko-, Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

Die aktuellen Marktverhältnisse und unsere Kapazitäten erlauben die Annahme einer weiterhin günstigen Entwicklung unserer Gesellschaft.

Auch im Jahr 2024 erfolgt eine relativ gute Nachfrage nach Halbfertigteilen und konstruktiven Fertigteilen, Fassadenplatten und Massivwänden. Dies bestätigt die Richtigkeit der bisherigen Investitionsmaßnahmen (wie z.B. Beteiligungen, Grundstücke, Firmengelände, Produktionsstätten, Maschinen). Unser Auftragsbestand erreicht zum Bilanzstichtag wieder einen akzeptablen Wert. Die Geschäftsleitung ist verhaltener als in den letzten Jahren, da der Ukrainekonflikt, die politischen Entscheidungen und die damit zusammenhängenden Preissteigerungen sowie die gestiegenen Zinsen negativ auf die allgemeine Investitionsbereitschaft wirkt.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz weit unter dem Niveau des Jahres 2023 und rechnen mit einem Rückgang von 28%. Hierbei gehen wir von steigenden Preisen und geringerem Auftragsvolumen als im Jahr 2023 aus. Da die aktuell steigenden Preise aber nur zeitverzögert an unsere Kunden weitergegeben werden können, rechnen wir mit einem Rohergebnis von rd. 13,0 Mio. EUR und einem positiven Ergebnis vor Ertragsteuern für 2024 in Höhe von rd. 750 TEUR.

3.2 Risikobericht

Wir haben im Markt Kompetenz und Reputation erworben. Wir erkennen derzeit allenfalls nur konjunkturbedingte Abhängigkeiten.

Unsere Gewährleistungsfristen bestimmen sich einzelvertraglich grundsätzlich nur nach den gesetzlichen Regelungen und laufen regelmäßig 4 Jahre. Vorsorgen haben wir für solche Ansprüche zurückgestellt.

Risiken sehen wir weiterhin noch in der Personalentwicklung, insbesondere dem Fachkräftemangel. Wir begegnen diesen Risiken mit einem attraktiven Arbeitsplatz zusammen mit einem familiären Verhältnis untereinander. Zusätzliche Heimarbeitsplätze wurden geschaffen, die begeistert angenommen wurden. Wie die letzten Jahre auch, werden wir weiterhin auf eigenen Nachwuchs setzen und zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.

Kunden werden laufend und vor jeder Auftragsbestätigung hinsichtlich ihrer Bonität überprüft. Bankauskünfte, Versicherungsanfragen und eigene Recherchen dienen der anschließenden Überwachung. Komplettobjekte werden teilweise gegen Bürgschaft oder Vorauskasse verkauft. Teilweise werden unsere Kunden über Baustoffhändler bedient.

Wirtschaftliche Überwachung des eigenen Geschäftsverlaufs erfolgt über unser Controlling. Bei Auffälligkeiten wird sofort reagiert. Versicherungen decken unsere betrieblichen Risiken ab. Die Betriebshaftpflicht erfasst auch die Produkthaftung für Großaufträge mit Fremdschäden und Eigenaufwand. Unsere Produktionsstätten sind mit den üblichen Versicherungen für Feuer- und Umweltschäden sowie Hochwasserrisiken abgesichert.

Gefährdungspotenziale von grundsätzlicher Bedeutung erkennen wir nicht, ebenso wenig irgendwelche Risikokonzentrationen. Vorsorgen für einzelne konkrete Risiken aus dem Geschäft sind getroffen. Qualitätsmanagement im Produktionsbereich ist eingerichtet und wird laufend weiterentwickelt.

Bestandsgefährdungen oder entwicklungsbeeinträchtigende Sachverhalte liegen nicht vor.

Die Folgen des Krieges in der Ukraine sowie die stark gestiegenen Material-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten verursachen nach wie vor eine deutliche Verunsicherung bei unseren Kunden, die einen negativen Einfluss auf die allgemeine Bautätigkeit, besonders jedoch im Wohnungsbau hat.

Preisänderungsrisiken im Beschaffungsmarkt werden elastisch weitergegeben. Wir kontrahieren den Einkauf zeitgleich mit dem Verkauf bzw. der Auftragsannahme und können somit das Risiko von stark steigenden Rohstoffpreisen gering halten. Die Lieferfähigkeit der Vormaterialien, insbesondere Stahl und Einbauteile, ist wieder voll gegeben. Die Geschäftsleitung ist sensibilisiert und rechnet derzeit nicht mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung.

Das Risiko stark steigender Energiekosten haben wir an unserem größten Standort Wörth minimiert. Durch den Neubau und Inbetriebnahme einer Hackschnitzelheizung 2023 sind wir dort vollkommen unabhängig von Gas und Öl. Verbrannt wird dort hauptsächlich eigenes Abfall-Holz aus der Produktion.

Unsere Risikoüberwachung ist eingerichtet und wirksam. Operative und strategische Risikofelder werden laufend überwacht. Auswertung der Finanzbuchführung und des Controllings erfolgen in zeitnahen Intervallen. Wir überwachen sehr intensiv die indikativen Stromgrößen als Mengendaten oder Eurobeträge.

3.3 Chancenbericht

Die Auftragslage ist mittelprächtig und lastet unsere Kapazitäten zufriedenstellend aus. Die Metropolregion München ist zudem die bewährte Grundlage unseres Geschäfts.

Durch eine stetige Weiterentwicklung unserer Produktionsanlagen erwarten wir zudem eine Steigerung der Produktivität, die wir am Markt absetzen können.

Darüber hinaus setzt die Baubranche zunehmend auf den Einsatz von Betonfertigteilen. Durch unsere stete und nachhaltige Investitionstätigkeit konnten wir uns in diesem Bereich verstärkt positionieren und sehen darin unseren Vorteil gegenüber dem Wettbewerb.

Chancen sehen wir darüber hinaus insbesondere in der Automatisierung unserer Geschäftsprozesse. In diesem Bereich sind wir verstärkt tätig und betreiben hier Entwicklung, die uns weiter vom Wettbewerb absetzen wird.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Nutzung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Wir nehmen seit Jahren keine kurzfristigen Kredite mehr auf. Unser ganzer Bedarf ist über das Giro- und Geldmarktkonto geregelt. Die Kreditlinien bestehen zur Sicherheit aber weiterhin.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquidationsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden, anderenfalls erfolgt die Lieferung nur gegen Vorkasse.

 

Ergolding, 30. Juli 2024

Ludwig Siegl, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

SIEGL GMBH, ERGOLDING

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 20.877.090,91 21.304.569,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.565,50 38.587,50
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.565,50 38.587,50
II. Sachanlagen 20.460.175,41 20.861.632,41
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.247.876,41 14.043.614,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.942.629,00 2.685.009,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.269.670,00 2.768.869,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.364.140,00
III. Finanzanlagen 404.350,00 404.350,00
1. Beteiligungen 404.250,00 404.250,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 100,00 100,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.129.196,62 8.062.652,80
I. Vorräte 1.700.324,78 1.161.030,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.024.805,84 2.786.979,16
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.404.066,00 4.114.642,71
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.401,30 31.006,63
34.034.688,83 29.398.229,34

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 19.889.177,86 16.546.938,87
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.900.000,00 1.900.000,00
III. Bilanzgewinn 17.589.177,86 14.246.938,87
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.431.059,43 3.226.756,00
C. VERBINDLICHKEITEN 9.389.715,54 9.358.479,47
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: EUR 2.252.597,22 (Vorjahr: EUR 2.852.033,89)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 1.153.005,37 (Vorjahr: EUR 1.555.132,11)
- davon aus Steuern: EUR 61.777,36 (Vorjahr: EUR 78.719,31)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 324.736,00 266.055,00
34.034.688,83 29.398.229,34

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 16.827.547,98 15.950.599,49
2. Personalaufwand -7.142.185,62 -6.766.302,68
a) Löhne und Gehälter -5.784.707,69 -5.418.120,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.357.477,93 -1.348.182,14
3. Abschreibungen -1.758.483,85 -1.773.104,58
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.758.483,85 -1.773.104,58
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.105.426,61 -4.019.563,85
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 122.443,10 9.820,06
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -108.235,71 -107.733,55
7. Finanzergebnis 14.207,39 -97.913,49
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.437.009,32 -899.862,60
9. Ergebnis nach Steuern 3.398.649,97 2.393.852,29
10. Sonstige Steuern -56.410,98 -41.752,72
11. Jahresüberschuss 3.342.238,99 2.352.099,57

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

SIEGL GMBH, ERGOLDING

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Firmenname laut Registergericht Siegl GmbH
Firmensitz laut Registergericht Ergolding
Registergericht Amtsgericht Landshut
Register-Nr. HRB 3476

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit selbstständiger Nutzbarkeit und einem Wert bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Beteiligung ist zu Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Der Posten ist um Auftragsleistungen erweitert. Anzahlungen sind passiviert.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Latente Steuern wurden für Wertdifferenzen im Anlagevermögen gebildet, soweit in der Handelsbilanz höhere Wertansätze als in der Steuerbilanz bestehen.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß den Anforderungen des § 284 Abs. 3 HGB sind dem Anlagenspiegel am Ende dieses Anhangs zu entnehmen.

3.2 Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind u.a. Verpflichtungen für Personal (TEUR 841), Gewährleistungen (TEUR 1.437), Prozesskosten (TEUR 80), Provisionen (TEUR 6), unterlassene Instandhaltungen, die im Folgequartal nachgeholt werden (88 TEUR), Rekultivierung (TEUR 44) und Abraum- und Abfallbeseitigung (TEUR 611) enthalten.

3.3 Angabe zu den Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 404 TEUR (Vorjahr: 402 TEUR), und eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von 749 TEUR (Vorjahr: 1.152 TEUR).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 2.253 (Vorjahr: 52 TEUR), und eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 4.750 TEUR).

Die Gesamthöhe der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 8.641 TEUR (Vorjahr: 3.455 TEUR).

Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in Höhe von 327 TEUR (Vorjahr: 624 TEUR), Verbindlichkeiten in Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.153 durch Sicherungsübereignungen und Grundschulden gesichert.

3.4 Latente Steuern

Die latenten Steuern betragen am Ende des Geschäftsjahres TEUR 325 und wurden unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30% ermittelt.

3.5 Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten besteht eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 32 für die Kieswerk Pöffelkofen GmbH & Co. KG Kiesgrubenbetrieb bei der Sparkasse Landshut und TEUR 72 Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG. Nach unseren Erkenntnissen kann die zugrunde liegende Verpflichtung von der genannten Gesellschaft erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu rechnen.

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen etwaige sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 311 für ungekündigte Miet- und Pachtverträge ohne Laufzeitvereinbarung.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Personalaufwand

Von den Personalaufwendungen entfallen TEUR 43 (Vj. TEUR 36) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl Anzahl
Arbeiter 64 55
Angestellte 52 52
Leitende Angestellte 1 1
Summe 117 108

Im Geschäftsjahr waren 12 Auszubildende (Vorjahr: 11) tätig.

5.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Ludwig Siegl, Kaufmann

Ingeborg Siegl, Kauffrau

Hinsichtlich der Bezüge verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB.

5.3 Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da die Beteiligung für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 S.1 Nr. 1 HGB ist.

5.4 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.342.238,99 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Ergolding, 30. Juli 2024

gez. Ludwig Siegl, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 249.915,13 0,00 0,00 6.930,60 242.984,53
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.683.892,52 10.780,88 436.441,19 1,00 19.131.113,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.713.173,44 84.611,00 1.882.583,62 430.321,98 14.250.046,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.867.882,15 377.214,31 0,00 983.353,73 12.261.742,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.460.622,15 858.402,66 -2.319.024,81 0,00 0,00
45.725.570,26 1.331.008,85 0,00 1.413.676,71 45.642.902,40
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 404.250,00 0,00 0,00 0,00 404.250,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 100,00 0,00 0,00 0,00 100,00
404.350,00 0,00 0,00 0,00 404.350,00
46.379.835,39 1.331.008,85 0,00 1.420.607,31 46.290.236,93
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.327,63 26.021,00 0,00 6.929,60 230.419,03
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.640.278,11 242.960,07 0,00 1,00 4.883.237,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.028.164,44 561.745,79 147.825,83 430.318,98 10.307.417,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.099.013,15 876.413,31 0,00 983.353,73 9.992.072,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96.482,15 51.343,68 -147.825,83 0,00 0,00
24.863.937,85 1.732.462,85 0,00 1.413.673,71 25.182.726,99
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
25.075.265,48 1.758.483,85 0,00 1.420.603,31 25.413.146,02
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.565,50 38.587,50
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.247.876,41 14.043.614,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.942.629,00 2.685.009,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.269.670,00 2.768.869,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.364.140,00
20.460.175,41 20.861.632,41
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 404.250,00 404.250,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 100,00 100,00
404.350,00 404.350,00
20.877.090,91 21.304.569,91

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Siegl GmbH, Ergolding

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Siegl GmbH, Ergolding, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siegl GmbH, Ergolding, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Landshut, 31. Juli 2024

Köhl GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Köhl, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss und Lagebericht 2023 wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 16. September 2024 festgestellt.

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