Stammdaten

Register
Amtsgericht Königstein HRB 9243
Eingetragen
7.12.2015
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit PhotovoltaikmodulenGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Export, Import, Vertrieb und Großhandel von elektronischen Komponenten und Bauteilen sowie von Produkten im medizinischen Bereich, die frei verkäuflich sind, insbesondere von Antikörper-Schnelltester, Stromversorgung (Elektromobil-Ladegeräte, Power-Module für Elektromobil-Ladegeräte, Adapter), IoT-Produkt (Smart Tag, GPS-Tracker, Luftqualitätsmessgeräte, Tags für Asset Tracking), Beleuchtung (LED-Beleuchtungstechnik), Beschilderung, digitale Beschilderung, drahtlose Ohrhörer, Fitness-Kopfhörer und jegliche Tätigkeit, die den vorgenannten Zwecken förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Soo-Young Yoon
seit 9.4.2024
Prokura
Jeong Hoon Lee
seit 9.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SOLUM Co. LtdKOR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SOLUM Co. Ltd
South Korea
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SoluM Europe GmbH

Schwalbach am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 631,00 989,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.366,00 2.215,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.483,00 33.253,00
65.480,00 36.457,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 36.208.211,68 162.265.248,67
36.208.211,68 162.265.248,67
II. Forderungen und sonstige Vermögegensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.427.464,43 18.126.739,81
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.597.198,24 272.679,09
24.024.662,67 18.399.418,90
III. Guthaben bei Kreditinstituten 10.511.872,22 9.085.210,31
70.744.746,57 189.749.877,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 210.121,23 28.559,48
71.020.347,80 189.814.894,36

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnvortrag 7.579.875,91 2.892.638,61
III. Jahresüberschuss 6.637.686,30 4.243.128,44
14.517.562,21 7.435.767,05
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.452.381,86 1.002.114,72
2. Sonstige Rückstellungen 226.373,52 335.624,40
2.678.755,38 1.337.739,12
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.600.000,00 3.600.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.749.075,58 105.709.111,49
3. Sonstige Verbindlichkeiten 450.678,72 71.024.543,40
(davon aus Steuern € 158.286,05; Vorjahr € 81.120,82)
53.799.754,30 180.333.654,89
D. Passive latente Steuern 24.275,91 707.733,30
71.020.347,80 189.814.894,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 488.829.771,94 166.831.575,92
2. Sonstige betriebliche Erträge 13.272.743,27 4.005.756,24
502.102.515,21 170.837.332,16
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -474.775.358,68 -153.710.278,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -922.562,67 -566.582,62
-475.697.921,35 -154.276.860,78
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.600.389,30 -4.928.171,80
b) Soziale Abgaben -816.757,28 -706.249,48
-6.417.146,58 -5.634.421,28
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -19.075,47 -57.056,84
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -380.129,42 0,00
-399.204,89 -57.056,84
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.268.245,05 -4.916.400,57
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -163.878,90 -42.321,80
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.513.786,14 -1.663.590,45
9. Ergebnis nach Steuern 6.642.332,30 4.246.680,44
10. Sonstige Steuern -4.646,00 -3.552,00
11. Jahresüberschuss 6.637.686,30 4.243.128,44

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV Software 42.880,92 0,00 0,00 42.880,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.559,37 0,00 0,00 5.559,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.123,55 48.098,47 0,00 329.222,02
286.682,92 48.098,47 0,00 334.781,39
329.563,84 48.098,47 0,00 377.662,31
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV Software 41.891,92 358,00 0,00 42.249,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.344,37 849,00 0,00 4.193,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 247.870,55 17.868,47 0,00 265.739,02
251.214,92 18.717,47 0,00 269.932,39
293.106,84 19.075,47 0,00 312.182,31
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV Software 631,00 989,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.366,00 2.215,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.483,00 33.253,00
64.849,00 35.468,00
65.480,00 36.457,00

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben

Die SoluM Europe GmbH (nachfolgend SoluM) hat ihren Sitz in Schwalbach und ihre Geschäftsanschrift in Eschborn. Sie ist beim Handelsregister Königstein unter der Nummer HRB 9243 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern (drei bis dreizehn Jahre) unter Anwendung der linearen Methode vorgenommen.

Die Handelswaren sind zu durchschnittlichen gewogenen Beschaffungspreisen (zuzüglich Nebenkosten) angesetzt. Abschläge wegen niedrigerer Marktpreise werden bei Bedarf vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bewertet. Erkennbare Risiken werden, soweit erforderlich, durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Gesellschaft saldiert bei Vorliegen einer Aufrechnungslage gemäß der §§ 387 ff. BGB Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Künftige Preis- und Kostenschwankungen wurden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Gesellschaft hat, wie im Vorjahr, die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr, die auf ausländische Währung lauten, mit den zum Bilanzstichtag gültigen Fremdwährungskursen (Stichtagskurse) umgerechnet.

Da in den Folgejahren die Steuerbilanz entsprechend eines höheren Gewinns ausweisen wird, wurden passive latente Steuern gebildet. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 27,375 %.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der Anlagengüter ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Handelswaren 16.707 80.647
Unterwegs befindliche Waren 19.501 81.618
36.208 162.265

Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sie betreffen die folgenden Sachverhalte:

2023 2022
T€ T€
Umsatzsteuererstattungsansprüche 2.420 90
Debitorische Kreditoren 60 67
Ertragsteuerüberzahlungen 102 102
Übrige 15 129
2.597 388

Das Stammkapital in Höhe von T€ 300 wird, unverändert zum Vorjahr, von der SOLUM Co., Ltd., Yongin-si/Korea, gehalten.

Die Rückstellungen beinhalten die folgenden wesentlichen Posten:

2023 2022
T€ T€
Steuerrückstellungen
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 1.300 179
Gewerbeertragsteuer 1.152 823
2.452 1.002
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Personalrückstellungen 37 23
Prüfungs-, Rechts-, Abschluss- und Beratungskosten 42 36
Boni 84 140
Rechts- und Beratungskosten 0 53
Übrige 63 84
226 336

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen sämtlich weniger als ein Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber folgenden Unternehmen und resultieren aus Lieferungen und Leistungen:

2023 2022
T€ T€
Gesellschafterin 49.324 108.143
sonstige verbundene Unternehmen 0
49.324 108.143

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Lohnsteuerverbindlichkeiten 95 81
Kreditorische Debitoren 282 70.935
Übrige 74 9
451 71.025

Umsatzerlöse aufgeteilt in geographische Märkte und Tätigkeitsbereiche ergeben sich wie folgt:

2023 2022
T€ T€
Inland 5.928 46.642
Ausland 482.902 120.190
488.830 166.832
2023 2022
T€ T€
Electronic Shelf Labels 488.830 166.832
488.830 166.832

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von T€ 12.265 enthalten. Dem stehen Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von T€ 5.900 gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Werbe und Repräsentationskosten 415 1.036
Fremdarbeiten 834 206
Ausgangsfrachten 1.169 612
Fremdwährungsaufwendungen 5.900 1.658
Reise- und KFZ-Kosten 718 442
Prüfungs-, Steuer-, Rechts-, und Beratungskosten 294 172
Miete und Raumkosten 222 237
Forderungsverluste und Zuführung zur Abwertung 214 0
Übrige 502 553
10.268 4.916

Der Saldo der Fremdwährungserträge (Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen) und Fremdwährungsaufwendungen beläuft sich im Geschäftsjahr auf Aufwendungen in Höhe von T€ 6.365 (Vorjahr Erträge T€ 2.409). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Geschäftsjahr ausschließlich Ertragsteuern auf das Ergebnis der deutschen Betriebsstätte.

Die Zuführung zu den passiven latenten Steuern basiert auf der abweichenden Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in Steuer- und Handelsbilanz.

IV.Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge für Büroräume mit T€ 188 und Kraftfahrzeuge mit T€ 190.

Gesamthonorar Prüfungsleistungen

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug T€ 36 für Prüfungsleistungen und T€ 9 für sonstige Beratungsleistungen.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (Vertrieb und Verwaltung) ergibt sich wie folgt:

2023 2022
Inland 52 41
Ausland 0 0
52 41

Der Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr

Herr Seungkwan Paik, CEO/Kelkheim (bis 26.12.2023)

Herr Jeong Hoon Lee, CEO/Liederbach am Taunus (ab 27.12.2023)

Die Angabe über die Gesamtbezüge unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

Alleinige Gesellschafterin der SoluM ist die SOLUM Co., Ltd., Yongin-si/Korea. Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss der SOLUM Co., Ltd., Yongin-si/Korea enthalten.

Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB zwischen den verbundenen Unternehmen wurden nicht getätigt. Wesentliche Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB mit nahestehenden Personen wurden nicht getätigt.

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, die im Jahresabschluss nicht berücksichtigt worden sind.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Eschborn, den 15. März 2024

Jeong Hoon Lee, Geschäftsführer

LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2023

SoluM Europe GmbH

Vertrieb von Elektronikteilen

Eschborn

Inhaltsverzeichnis

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Prognosebericht

D. Risikobericht

E. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

F. Forschung und Entwicklung

G. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

H. Unterschrift der Geschäftsleitung

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die SoluM Europe GmbH (im Folgenden kurz: "SoluM" oder "Gesellschaft") wurde am 07.12.2015 gegründet, hat ihren Sitz in Schwalbach und ihre inländische Geschäftsanschrift in Eschborn.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Die Gesellschaft ist dem SOLUM-Konzern zugehörig. Sie wurde 2015 von der Alleingesellschafterin SOLUM Co. Ltd., (im Folgenden kurz: SOLUM) mit Sitz in Yongin-si/Südkorea als Vertriebsgesellschaft für Europa gegründet. Der SOLUM-Konzern wurde 2015 aus Teilen des Samsung Electro-Mechanics Konzerns gegründet, der weiterhin einer der Hauptgesellschafterinnen ist.

Die Geschäftstätigkeit der SoluM Europe GmbH umfasst derzeit ausschließlich Tätigkeiten im Zusammenhang mit Electronic Shelf Labels (kurz ESL), darunter:

Vertrieb

Installation

After-Sales-Support

Koordination von Re- und Upcycling

Unsere Kundenstruktur besteht derzeit nahezu ausschließlich aus dem Groß- und Einzelhandel, darunter im Wesentlichen der Lebensmittelhandel und Großmärkte. Unsere flexiblen ESL-Produkte unterstützen als freigestaltbare elektronische Anzeigetafeln die Digitalisierung in den Bereichen der Logistik, Industrie und Verwaltung. Je nach ESL-Typ werden Preis- und Produktinformationen dynamisch und zentral gesteuert gegenüber Endkunden angezeigt. Hierdurch ergeben sich erhebliche Einsparpotentiale und Vorteile für unsere Geschäftskunden. Elektronische Preisschilder und Anzeigetafeln sind minutiös veränderlich und müssen nicht händisch und kostenintensiv ausgetauscht werden. Preisänderungen gegenüber Endkunden können nahezu in Echtzeit angezeigt werden.

Im Berichtsjahr hat eine vom Hersteller durchgeführte Produktanpassung eine neue Nutzbarkeit unserer Electronic-Label-Produkte über den Shelf-Bereich (digitale Preisauszeichnung am Point-of-Sale bzw. Regal) hinaus ermöglicht. Im neu geschaffenen Geschäftsbereich Signage (digitale Beschilderung) können unsere dafür vergrößerten elektronischen Anzeigetafeln als flexible Innenraumwegweiser wahlweise zur Raumorientierung oder als Raumbelegungsanzeige verwendet werden. Hiermit dürften wir über unsere Bestandskunden hinaus vollkommen neue Kundenkreise erreichen.

Unverändert zum Vorjahr arbeiteten wir im Berichtsjahr weiter an unserem Ziel, das Produktprogramm in naher Zukunft auszuweiten, um hiermit neue Kundschaft zu erreichen. Der Vertrieb soll nach wie vor mit Produktlösungen für den Bereich Health (Messgeräte zur Bestimmung der Gehirnaktivitäten), SmartLighting (Bewegungsmelder für intelligente, bedarfsgerechte nächtliche Straßenbeleuchtung des öffentlichen Raums), Internet of Things (kurz IoT, darunter fernsteuerbare Elemente) und Automotive (Charger) ausgebaut werden. Hierzu wurden im Berichtsjahr neue Vertriebsmitarbeiter eingestellt.

Wesentlicher Standort ist die Zentrale in Eschborn, über welche wir unsere Kunden europaweit betreuen.

Als Vertriebsgesellschaft unterhalten wir keine eigene Produktion.

Die Produktionsstandorte unserer Muttergesellschaft SOLUM umfassen:

mit einem Anteil von 95% Fernostasien (Vietnam)

Andere (5%)

Die Muttergesellschaft SOLUM produziert neben ESL für den Weltmarkt auch spezielle Produkte für den amerikanischen Markt, daunter Tuner, Netzgeräte und TV-Boards, letztere mit Produktionsstätte in Mexiko.

Seit 2021 ist die Muttergesellschaft SOLUM in Korea börsennotiert.

Vertriebsstruktur:

Externe Berater unterstützen unseren europaweiten Vertrieb in Frankreich, Schweiz und Großbritannien.

Die Strategie der SoluM Europe GmbH bezieht sich auf:

Ausbau der Marktanteile

Separierung von Geschäftsbereichen

leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter

Durch konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine Struktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung über den bisherigen ESL-Markt hinaus ermöglicht.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Gesamtwirtschaftliche stellte sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine Abwärtsbewegung ein, sodass die deutsche Wirtschaft letztlich geringfügig schrumpfte. Die in Europa anhaltende Krisensituation bewirkte eine gegenüber dem Vorjahr um 5,9 % gestiegene Inflationsrate.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach bestätigten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Preis-, saison- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum -0,1 %.

Quellen:

* https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html, abgerufen im Februar 2024;
* https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html, abgerufen im Februar 2024;
* https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html, abgerufen im Februar 2024.

Entwicklung der Branche

Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % zurück. Seit dem coronabedingten Rekordzuwachs von 5,4 % im Jahr 2020 sanken die realen Umsätze in den folgenden drei Jahren kontinuierlich (2021: -1,6 %; 2022: -4,6 %). Im Gegensatz hierzu stieg der nominale Umsatz 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 und damit im zweiten Jahr in Folge deutlich (2022: +5,5 %).

Die Ursache für den realen Rückgang bei gleichzeitig nominalem Umsatzanstieg sind die stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise (+12,4 % im Jahresdurchschnitt 2023 zum Vorjahr). Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus für Nahrungsmittel werden insbesondere im langfristigen Vergleich deutlich: So war der reale Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln im Jahr 2023 um 5,0 % niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, wohingegen der nominale Umsatz um 21,4 % höher war.

Quelle:

* https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html, abgerufen im Februar 2024;

Der Einzel- und Großhandel mit Lebensmitteln wird in Europa von einer überschaubaren Anzahl an Handelsketten beherrscht. Die Marktanteile verändern sich jahresübergreifend nur geringfügig. Der anhaltende Preisdruck auf dem Absatzmarkt verstärkt den Druck, Einkaufsgemeinschaften zu bilden und Kosteneinsparungsmaßnahmen beim Personal über die Einführung moderner Technik zu koordinieren.

Unseren Kunden haben im Berichtsjahr unbeschadet der oben dargestellten schwierigen Rahmenbedingungen sämtliche geplanten Neu- und Erweiterungsinvestitionen in die von uns vertriebenen Produkte durchgeführt.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Geschäftsentwicklung der SoluM Europe GmbH war insgesamt sehr zufriedenstellend.

Umsatz und Ergebnis konnten deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dies gilt sowohl für das Betriebs- als auch für das Finanzergebnis.

Der gesamtwirtschaftliche Abwärtstrend zeigte sich deshalb entgegen jeder Erwartung nicht bei unserem Unternehmen. Einerseits geht dies auf langfristig geschlossene Lieferverträge und andererseits auf die Art der von uns vertriebenen Produkte zurück, die der Kostensenkung, Rationalisierung und Qualitätssicherung dienen. Unsere Kunden treffen ihre strategischen Investitionsentscheidungen für unsere Produkte unter angemessener Berücksichtigung gerade dieser überzeugenden Aspekte.

Unser Erfolg ergibt sich aus der Fortsetzung von Rationalisierungsmaßnahmen unserer Kunden in dem von uns bedienten Bereich der Preisauszeichnungstechnik, gehen aber auch darüber hinaus. Vorort-Marketing, Logistik- und Bestellwesen sind ebenso betroffen. Selbstbedienungskassen und kassenloses Bezahlen über moderne Technik in den Filialen sind sichtbare Zeichen des übergreifenden Trends, Personalkosten in allen Bereichen mit oder ohne Kundenkontakt einzusparen. Verknüpfte, zentral gesteuerte Systeme wie solche unserer ESL-Produkte leisten hierzu eine unabdingbare Voraussetzung. Alle marktdominierenden Anbieter führen derzeit Investitionen aus oder planen diese.

Das Ergebnis wurde durch folgende ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst:

steigende Rohstoffpreise

Konkurrenz

Der Umsatzanstieg ist zurückzuführen auf:

höhere Absatzmengen

steigende Verkaufspreise

Umsetzung von zahlreichen Kundenprojekten

Trotz der schwierigen Wettbewerbssituation in unserer Branche können wir einen Überschuss in Höhe von 9.156.118.44 EUR vor Steuern als Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit vorlegen.

Für 2024 erwarten wir dagegen bezogen auf Umsatz und Gewinn ein gegenüber 2023 niedrigeres Ergebnis. Dies liegt daran, dass im Berichtsjahr ein größeres Kundenprojekt für einen weltweit operierenden Lebensmittelkonzern umgesetzt wurde.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SoluM Europe GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv entwickelt.

1. Ertragslage

Da die Gesellschaft ausschließlich Produkte des SOLUM-Konzerns vertreibt stellen Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern (Earnings Before Tax, kurz EBT) die wesentlichen Kennzahlen für das Unternehmen dar.

Die Ergebnisstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR Wert Wert
Kennzahlen zur Erfolgslage
Jahresüberschuss 6.637.686,30 4.243.128,44
Umsatzerlöse 488.829.771,94 166.831.575,92
Umsatzrendite in % (Umsatzrendite I in %) 1,36 2,54
EBT (Earnings Before Taxes)
Jahresüberschuss 6.637.686,30 4.243.128,44
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.513.786,14 1.663.590,45
EBT (Earnings Before Taxes) 9.151.472,44 5.906.718,89

Der Umsatz mit 488.829.771,94 EUR entwickelte sich deutlich positiv. Der Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr betrug 193 %. Die Entwicklung von Umsatz und Absatzmengen war durch einen ausschließlichen Anstieg von ESL (Anteil 100%) gekennzeichnet.

Das Rohergebnis beträgt 26.404.593,86 EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 59,44 % verbessert (Vorjahr: 16.560.471,38 EUR).

Damit konnte das Ergebnis des Vorjahres übertroffen werden.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten deutlich gestiegen.

Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr 6.417.146,58 EUR (Vorjahr: 5.634.421,28 EUR). Dies entspricht im Jahresvergleich einem Anstieg um 13,89 %.

Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen.

Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Produkten im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise war durch einen moderaten Anstieg gekennzeichnet.

Die moderat anziehenden Rohstoffkosten konnten anders als noch im Vorjahr in vollem Umfang über die Verkaufspreise an unsere Kunden weitergegeben werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr operativ bedingt gestiegen (Berichtsjahr: 10.268.245,05 EUR; Vorjahr: 4.916.400,57 EUR). Hauptkostentreiber sind umsatzbedingt stark gestiegene Ausgangsfrachten (+91,12 % bzw. 1.169.418,57 EUR; Vorjahr: 611.882,44 EUR), Kosten der Warenabgabe (+59,80 % bzw. 1.263.757,84 EUR; Vorjahr: 790.851,90 EUR), verschiedene betriebliche Kosten (+158,53 % bzw. 1.406.254,13 EUR; Vorjahr: 543.938,68 EUR) sowie Rechtsberatungskosten (+302,34 % bzw. 158.016,91 EUR; Vorjahr: 39.274,29 EUR).

Wir fakturieren unsere Leistungen in den Währungen EUR und US-Dollar. Wir beziehen unsere Waren dementsprechend in den Währungen EUR und US-Dollar. Durch im Geschäftsjahr eingetretene Veränderungen der Währungsparitäten ergeben sich folgende, nicht unerhebliche Währungskursgewinne und -verluste:

- Währungskursgewinne i.H.v. 12.170.692,16 EUR (Vorjahr: 3.428.049,20 EUR);

- Währungskursverluste i.H.v. 5.899.928,06 EUR (Vorjahr: 1.658.239,04 EUR).

Zusammengefasst hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr kräftig verbessert.

2. Finanzlage

Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Unternehmens gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 (DRS 2) entspricht.

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die drei Bereiche Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Kapitalflussrechnung vom 1.1.2023 bis 31.12.2023

SoluM Europe GmbH Vertrieb von Elektronikteilen, Eschborn

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
Periodenergebnis 6.637.686,30 4.243.128,44
+ Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 19.075,47 57.056,84
- Abnahme der Rückstellungen 109.250,88 145.524,40-
+ Abnahme der Vorräte 126.057.036,99 141.104.182,13-
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73.953.349,21 77.010.530,10-
- Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.606.914,49 416.113,28-
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.953.192,98 66.342.828,95-
+ Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 78.759,91 1.102.159,58
- Ertragsteuerertrag 895.585,01 350.581,22
+ Ertragsteueraufwand 3.409.371,15 2.014.171,67
Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.513.786,14- 1.663.590,45-
Korrektur um nicht zahlungswirksame Vorgänge 766.809,75 679.173,13
+/- Ertragsteuerzahlungen 1.746.976,39- 984.417,32-
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 936.660,86 8.892.332,59
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0,00 1.075,42
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 48.098,47 21.341,42
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 48.098,47- 22.416,84-
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführung oder Auszahlungen an Unternehmenseigner (JVZ) 444.108,86 0,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 444.108,86 0,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) 1.332.671,25 8.869.915,75
+ Wechselkurs-, konsolidierungskreis und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 93.990,66 319.398,48-
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.085.210,31 534.693,04
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.511.872,22 9.085.210,31

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr verändert haben.

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Die Finanz- und Liquiditätsstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

Kennzahlen zur Finanzlage:

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR Wert Wert
Kennzahlen zur Liquidität
Cashflow
Jahresüberschuss 6.637.686,30 4.243.128,44
+ Abschreibungen 399.204,89 57.056,84
Cashflow 7.036.891,19 4.300.185,28
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.427.464,43 18.126.739,81
Umsatzerlöse 488.829.771,94 166.831.575,92
Laufzeit der Forderungen aus LuL in Tagen 16 39
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.749.075,58 105.709.111,49
Materialaufwand 475.697.921,35 154.276.860,78
Laufzeit der Verbindlichkeiten aus LuL in Tagen 38 247

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme von SoluM Europe GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 71.020.347,80 EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (189.814.894,36 EUR) um 62,58 % verringert.

Das Gesamtvermögen im Berichtsjahr (71.020.347,80 EUR) hat sich gegenüber dem Vorjahr (189.814.894,36 EUR) um 118.794.546,56 EUR bzw. 62,58 % verringert.

Das Gesamtvermögen wird gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgewiesen. Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr 300.000,00 EUR.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 0,09 % gekennzeichnet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich infolge der Umsatzsteigerung.

Die Forderungen wurden bis zu 90 % des Nennbetrages mittels einer Kreditausfallversicherung abgesichert (R+V Versicherung; Vorjahr: EULER Hermes).

Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können, da die Finanzierung hauptsächlich mithilfe von Lieferantenkrediten des SOLUM-Konzerns erfolgt.

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 20,44 % gekennzeichnet.

Das Eigenkapital 2023 hat sich um 7.081.795,16 EUR auf 14.517.562,21 EUR erhöht.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

Kennzahlen zur Vermögenslage:

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR Wert Wert
Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapital 14.517.562,21 7.435.767,05
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Eigenkapitalquote in % 20 4
Rückstellungen 2.678.755,38 1.337.739,12
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Rückstellungsquote in % 4 1
Verbindlichkeiten 53.799.754,30 180.333.654,89
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Verbindlichkeitenquote in % 76 95
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.749.075,58 105.709.111,49
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Verbindlichkeitenquote LuL in % 70 56
Vorräte 36.208.211,68 162.265.248,67
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Vorräteintensität in % 51 85
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24.024.662,67 18.399.418,90
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Forderungsquote in % 34 10
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.427.464,43 18.126.739,81
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Forderungsquote LuL in % 30 10
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks + sonstige Wertpapiere 10.511.872,22 9.085.210,31
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
Quote der flüssigen Mittel in % 15 5
Bilanzsumme 71.020.347,80 189.814.894,36
- Eigenkapital 14.517.562,21 7.435.767,05
- Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.511.872,22 9.085.210,31
Nettoverschuldung 45.990.913,37 173.293.917,00
Eigenkapital 14.517.562,21 7.435.767,05
Anlagevermögen 65.480,00 36.457,00
Anlagendeckung in % 22.171 20.396

Das seit 2020 bestehende Hausbankdarlehen in Höhe von 3,6 Mio. EUR wird zu Zinskonditionen von um die 5,17 % p.a. Zinssatz laufend verlängert. Die Zinsen sind quartalsweise fällig und werden laufend gezahlt.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Für das laufende Geschäftsjahr sind fallende Umsatzerlöse zu erwarten.

Mit der sinkenden Umsatzentwicklung wird auch eine Verringerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbunden sein.

Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr ein gegenüber dem Vorjahr vermindertes Ergebnis vor Steuern.

In Europa sehen wir Risiken für einen nachhaltigen Abschwung.

Unsere Investitionstätigkeit wird sich auf den Vertrieb neuer Produkte konzentrieren.

Die Investitionsmaßnahmen werden gruppenintern finanziert.

Mit 53 Mitarbeitern per 31.12.2023 waren in unserem Unternehmen 35 % mehr Mitarbeiter als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt beschäftigt.

Bis Ende dieses Jahres erwarten wir einen weiteren Anstieg von ca. sieben Mitarbeitern auf dann 60 Mitarbeiter. Der Anstieg erfolgt im Bereich Sales und Accounting.

Die Mitarbeiter arbeiten in folgenden Bereichen:

Sales 16 (Vorjahr: 11)

IT 9 (Vorjahr: 10)

Project Manager 10 (Vorjahr 5)

Sales Coordination 7 (Vorjahr: 4)

RMA 3 (Vorjahr: 2)

Marketing 3 (Vorjahr: 3)

Accounting 4 (Vorjahr: 3)

HR 1 (Vorjahr: 1)

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen Entwicklung erscheint sehr schwierig.

Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende Entwicklungen und Risiken erschweren jede Prognose.

Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose als realistisch:

Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf Erwartungen für das Jahr 2024.

Grundlage der Planung sind unsere Auftragsbestände und sachgemäße Schätzungen.

Umsatz und Ergebnis werden unter den Werten von 2023 erwartet.

Die Geschäftsleitung geht von einer Absenkung des Vorjahresumsatzes auf 366 Mio. EUR aus.

Das Ergebnis vor Steuern wird um die 15 % unter dem Vorjahresniveau erwartet.

Viele Risiken, die im Teil "Risikobericht" beschrieben sind, bieten dem Unternehmen auch Chancen.

Nachfolgende Risiken bieten hervorragende Chancen:

Umfeld, Branchen- und Wettbewerbsrisiken (Konzentration auf wenige Großkunden; Abhängigkeit von Umsetzungszeitpunkt und -bereitschaft der Kunden, in neue Technik für Rationalisierungsmaßnahmen zu investieren, um die Filialen mit ESL zu modernisieren; Konkurrenz aus Fernost)

Produktrisiken (Abhängigkeit von derzeit nur einem Produkt [ESL] und vom SOLUM-Konzern)

Finanzrisiken (Abhängigkeit vom SOLUM-Konzern)

Investitionsrisiken (Abhängigkeit vom SOLUM-Konzern)

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

belebender Konjunktur

der Erschließung neuer Absatzmärkte durch Testprojekte in Kundenfilialen, um die Vorteile der Investition in ESL durch Präsentation unserer Technik vor Ort erlebbar zu machen. Zurzeit sind Testprojekte im Einzel- und Großhandel sowie bei Kunden aus den Bereichen Automotive und Logistik im Rollout.

einer stabilen finanziellen Situation durch den SOLUM-Konzernrückhalt

neuen innovativen Produkten als exklusiver europaweiter Vertriebspartner des SOLUM-Konzerns

hoher Produktqualität durch konzerneigene Forschung und Entwicklung

Bei der Gesellschaft besteht eine Großkundenfixierung. Auf vier Großkunden entfallen mehr als die Hälfte aller Umsatzerlöse. Die Gesellschaft begegnet diesen Absatzrisiken durch intensive Kundennähe, Mehrwertleistungen (After-Sales-Support) und Marketingaktivitäten u.a. auf Social-Media-Kanälen und mithilfe von Messeauftritten, um neue Kundenkreise anderer Branchen zu erreichen. Daneben sind umfangreiche Neubestellungen vom Erfolg der beim Kunden installierten Pilotprojekte abhängig.

Relevanten Preisrisiken des Absatzmarktes wird durch Anpassung der Einkaufspreise im SOLUM-Konzernverbund unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen zu Verrechnungspreisen international verflochtener Unternehmen (Art. 9 OECD-MA) begegnet.

Der Lagerbestand ist wegen der praktischen Unverderblichkeit der Ware mit keinen besonderen über das übliche Maß hinausgehenden allgemeinen Vorratsrisiken verbunden. Die Ware ist gegen den plötzlichen Untergang durch externe Faktoren (z.B. Brand, Diebstahl) ausreichend versichert. Unterwegs befindliche Ware betrifft oftmals Bestellungen unserer Kunden ohne Lagerrisiken und wird mit einer ausreichend gedeckten Transportversicherung gegen Havarie oder Abhandenkommen abgesichert.

Auf vertragliche Verpflichtungen beruhende langfristige Risiken bestehen wegen der Kurz- bzw. Mittelfristigkeit der Vertragsbeziehungen mit Lieferanten und Dienstleistern nicht.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden.

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Geschäftsleitung ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem.

Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt:

Die Elemente des Risikomanagementsystems sind

die Risikosteuerung,

das Risikocontrolling und

das Risikoreporting.

Zu einem internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher Richtlinien

den Einsatz zuverlässiger Software

Die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

laufende Prüfungen durch interne Revision von Geschäftsvorfällen von wesentlicher Bedeutung

Abweichungsanalysen mithilfe monatlicher und vierteljährlicher Plan-Ist-Kennzahlen (Forecasts); dabei werden Auftragseingänge, Projektstatus und Umsatz auf Zielerreichung mit den Bereichsverantwortlichen besprochen und bei Feststellung von Abweichungen (Soll-Ist-Abweichung) Korrektivmaßnahmen ergriffen

Arbeitsanweisungen

Regelungen zur Vertretungsvollmacht

Maßnahmen zur Funktionstrennung, die auch die Überwachung der Zielerreichung betreffen

Die Frühwarnsysteme wurden zu einem Risikomanagement zusammengefasst. Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann.

Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch Remoteadministration und IT-Backup-Maßnahmen vor Ort und im Konzernverbund reduziert.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, wie Liquiditätsrisiken, Preisänderungsrisiken, Bonitätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Konzernanhang beschrieben.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen (EUR oder US-Dollar). Zwar finden Kauf und Verkauf in einer einheitlichen Währung statt. Aufgrund der unterschiedlichen Fristigkeiten der Kundenforderungen und Lieferantenverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren für das Unternehmen dennoch Wechselkursrisiken.

Die Absicherung der Währungspositionen erfolgt bislang nicht mit derivativen Finanzinstrumenten, ist aber Gegenstand aktueller Erwägungen der Geschäftsleitung.

Zur Währungssicherung sollen künftig gegebenenfalls ausschließlich Termin- und Optionsgeschäfte mit Banken, die eine hohe Bonität aufweisen, abgeschlossen werden.

Weitere wesentliche Risiken

Lieferkettenrisiken

Die aktuelle Situation im Suezkanal belastet uns über gestiegene Bezugsnebenkosten, da unsere Produkte aus Vietnam (Fernostasien) über dem Seeweg nach Europa transportiert werden müssen. Die weitere Entwicklung ist schwer vorherzusagen.

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Gesellschaft wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen.

Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer Reduzierung der Nachfrage (Investitionsbereitschaft) unserer Kunden führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Das Absatzrisiko ist im Bereich ESL aufgrund der Abhängigkeit von der Investitionsbereitschaft weniger in Frage kommender Großkunden als systematisch einzustufen.

Mögliche Risiken für die Weltwirtschaft sehen wir bei einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln.

Abhängigkeit von aktuell nur einem Umsatzträger (ESL) und Lieferanten (SOLUM-Konzern)

Aufgrund der gegebenen Skalierungsopportunität bisherige Konzentration auf die Lebensmittelbranche

Den Produkt- und Absatzrisiken begegnet die Geschäftsleitung mit Tendenzen, den Vertrieb durch Produktinnovationen auf andere Bereiche auszudehnen (z.B. Erweiterung von ESL mit Sicherheitsmerkmalen für den Einzelhandel der Textilbranche).

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet.

Abhängigkeit vom SOLUM-Konzern

steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele

Personalrisiken

Die SoluM Europe GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Im normalen Umfang sind Mitarbeiterfluktuationen aufgrund des marktbeherrschenden Fachkräftemangels nicht auszuschließen.

Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Die Geschäftsleitung begegnet diesen Personalrisiken durch Zweitbesetzung wesentlicher Stellen, sodass der Know-How-Verlust in kritischen Bereichen bei Mitarbeiterabwanderung als beherrschbar einzustufen ist.

Alle Stellen mit stattgehabten personellen Veränderungen konnten von der Personalabteilung bislang wiederbesetzt und unter Wahrung der Wachstumsziele der Gesellschaft sogar ausgebaut werden.

Umweltrisiken

Die Entwicklung des Unternehmens wird nicht durch den Einfluss externer Umweltfaktoren gefährdet.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar.

Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale

Entwicklung der Zahlungsfähigkeit abhängig vom SOLUM-Konzernrückhalt

Verschärfung der Wettbewerbssituation

Wechselkursrisiken

Geschäfte mit Finanzderivaten

Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale

Rücknahme von Bestands- oder Ertragsgarantien im SOLUM-Konzernverbund

E. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das Kontroll- und Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse.

Das Kontroll- und Risikomanagement basiert auf der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems:

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen und Controlling sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet.

Die im Bereich der Rechnungslegung eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.

Ein adäquates Richtlinienwesen ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.

Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt.

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regelmäßig durch die interne Revision überprüft.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher.

Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden.

Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

F. Forschung und Entwicklung

Als Vertriebsgesellschaft wird keine eigene Forschung und Entwicklung betrieben. Diese Aufgabe wird über den SOLUM-Kozern mithilfe einer Schwestergesellschaft in Indien erfüllt.

G. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Pro Beschäftigten fielen Personalkosten in Höhe von 121.078,24 EUR an.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr leisteten wir Zahlungen für soziale Abgaben inklusive Altersvorsorge in Höhe von 816.757,28 EUR.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 13,89 % gestiegen.

Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in beträchtlichem Umfang Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter durchgeführt.

Das Thema Arbeitssicherheit hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert.

Der Anteil der Schwerbehinderten an unserer Belegschaft erfüllt die Auflagen nach dem Schwerbehindertengesetz oder wird durch Abführung der Schwerbehindertenabgabe ausgeglichen.

Gegenstand nachfolgender Ausführungen sind alle wesentlichen Auswirkungen unserer Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt.

Die Umstellung auf unser neues ESL-NEWTON-Produkt mit einer langlebigeren Batterielaufzeit von 10 Jahren hat das Auflegen eines Refurbishmentprogramms erfordert.

Im Rahmen dieses Programms können Kunden ESL früherer Generationen oder defekte ESL an einen Partner innerhalb Europas schicken, der beschädigte Teile austauscht und reparierte ESL in den stationären Handel zurückführt. Wird bei der Überprüfung im Werk festgestellt, dass ESL auszutauschen sind oder nicht repariert werden können findet ein sachgerechtes Re- bzw. Upcycling statt (Entsorgung bzw. Wiederverwendung). Durch das Refurbishmentprogramm vor Ort in Europa trägt unser Unternehmen mit kurzen Lieferwegen ökologischen Nachhaltigkeitsprinzipien und einem einheitlichen Wirtschaftskreislauf Rechnung.

Die für das Unternehmen geltenden Rechtsvorschriften zum Umweltschutz wurden eingehalten.

H. Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Eschborn, den 15. März.2024

Jeonghoon Lee, Geschäftsführer

27. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 15. März 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SoluM Europe GmbH, Eschborn (ehemals Schwalbach)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SoluM Europe GmbH, Eschbornbestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SoluM Europe GmbH, Eschborn für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Eschborn, 15. März 2024

FIDELIS Accounting GmbH
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Byong-Koo Kim, Wirtschaftsprüfer

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