Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 371591
Eingetragen
21.12.1998
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
die Planung und Projektierung, die Produktion und der Vertrieb von Maschinen und Anlagen für die Lebensmittelverarbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Günther
seit 16.10.2018
Geschäftsführer
Eric Michel Lefebvre
seit 16.10.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
154.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KRONEN GmbH

Kehl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses

Bei dem nachstehenden Jahresabschluss der KRONEN GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 handelt es sich um die in Einklang mit § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung des Jahresabschlusses. Ferner wurden für Zwecke der Offenlegung die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen, auf deren Inanspruchnahme bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise verzichtet wurde.

Die vollständige Fassung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der KRONEN GmbH wurde durch die ordentliche Gesellschafterversammlung am 15.07.2024 festgestellt.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

KRONEN GmbH

Kehl

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 408.032,85 391
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 629.664,88 658
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.263,20 778
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28
1.353.928,08 1.464
1.761.960,93 1.855
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.186.745,96 5.418
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.630.626,70 1.359
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.001,08 3
6.820.373,74 6.780
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.396,28 107
8.730.730,95 8.742

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 154.000,00 154
II. Gewinnvortrag 8.315,67 8
162.315,67 162
B. Rückstellungen 1.082.689,69 847
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.733.066,88 4.052
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.261.937,88 (Vj. TEUR 1.978)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 2.471.129,00 (Vj. TEUR 2.074)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.290.542,67 1.305
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.290.542,67 (Vj. TEUR 1.305)
3. Übrige Verbindlichkeiten 2.462.116,04 2.376
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.462.116,04 (Vj. TEUR 2.376)
7.485.725,59 7.733
8.730.730,95 8.742

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 11.740.219,02 11.164
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (6.389.121,31) (5.906)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (1.270.187,55) (1.195)
- davon für Altersversorgung: EUR 23.885,04 (Vj. TEUR 18)
(7.659.308,86) (7.101)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (441.382,23) (446)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.070.685,35) (3.184)
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 16.459,61 (Vj. TEUR 34)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.082,43 9
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (293.503,22) (221)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 79.801,60 (Vj. TEUR 109)
- davon aus Abzinsung: EUR 1.101,00 (Vj. TEUR 0)
7. Ergebnis nach Steuern 281.421,79 221
8. Sonstige Steuern (2.601,00) (2)
9. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (278.820,79) (219)
10. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

OFFENZULEGENDE FASSUNG NACH §327 NR. 2 HGB

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die KRONEN GmbH hat ihren Sitz in Kehl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Register-Nummer HRB 371591 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie macht bezüglich der Angaben im Anhang von den Befreiungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch.

Die Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für die Bilanz und des § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung wurden beachtet. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Die Wertangaben im Anhang wurden auf volle Euro gerundet.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Das Geschäftsjahr 2023 war nur noch in geringem Umfang von den negativen Einflüssen der Corona-Pandemie geprägt. Dagegen stellt der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft deutliche Spuren hinterlässt. Trotz der angespannten Weltwirtschaft erreichte der Umsatz ein Rekordniveau. Die Lieferkettenproblematik sowie die inflationsbedingten Preissteigerungen im Einkaufsbereich haben sich im Vergleich zum Vorjahr beruhigt. Die von der Geschäftsführung umgesetzten Maßnahmen haben die Liquiditätssituation weiter verbessert, sodass nach der aktuellen finanziellen und wirtschaftlichen Lage die Bilanzierung unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) erfolgt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, angesetzt.

Erworbene, im Einzelfall geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind mit den gleitenden Durchschnittswerten aus den jeweiligen Einstandspreisen einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und Gängigkeitsabwertungen bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei normaler Beschäftigung anfallenden Kosten ermittelt. Zinsen auf Fremdkapital und Verwaltungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden mit dem Nennwert oder niedrigeren Tageswerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der deutschen Bundesbank abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen liegen, kommt der höhere Tageswert zum Ansatz.

Verbindlichkeiten in fremder Währung mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die, die passiven latenten Steuern übersteigenden, aktiven latenten Steuern wurden im Hinblick auf die formale Betrachtungsweise beim körperschaftsteuerlichen Organträger, der Zillgith-Beteiligungs GmbH, in die Ermittlung der latenten Steuern einbezogen.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

II. Rückstellungen

Von den sonstigen Rückstellungen entfallen EUR 358.247 (Vj. TEUR 335) auf den Personalbereich (im Wesentlichen für Urlaubslöhne und -gehälter, Überstunden, Dienstjubiläen, Tantieme und Berufsgenossenschaftsbeiträge), EUR 161.520 (Vj. TEUR 142) auf ausstehende Provisionen, EUR 368.111 (Vj. TEUR 184) auf ausstehende Rechnungen sowie EUR 147.929 (Vj. TEUR 140) auf Gewährleistungsverpflichtungen.

III. Verbindlichkeiten

Die durch Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen gesicherten Verbindlichkeiten betragen EUR 2.157.637 (Vorjahr TEUR 2.287).

Über die genannten Sicherheiten hinaus bestehen in Bezug auf Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 523.189 (Vorjahr TEUR 690) im branchenüblichen Maße Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.964.632 (Vorjahr TEUR 1.419) haben eine Restlaufzeit von eins bis fünf Jahren.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen in Höhe von EUR 506.497 (Vorjahr TEUR 655).

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

E. SONSTIGE ANGABEN

Gegenüber der Sparkasse Hanauerland, Kehl, bestehen Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten im Rahmen einer Mitverpflichtung für Darlehen des verbundenen Unternehmens Zillgith-Beteiligungs GmbH in Höhe von EUR 800.000, die zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 74.676 (Vj. TEUR 172) valutieren. Es handelt sich somit um Haftungsverhältnisse gegenüber der Gesellschafterin Zillgith-Beteiligungs GmbH. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Bonitätseinschätzung des Schuldners nicht gerechnet.

Die außerbilanziellen Geschäfte der Gesellschaft, die zur Vermeidung eines sofortigen Liquiditätsabflusses in Form von Leasingverträgen für Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen wurden, ergeben sich wie folgt:

TEUR Vj. TEUR
Leasingverpflichtungen aus mehrjährigen Verträgen 165 130
- davon innerhalb eines Jahres fällig: TEUR 79 (Vj. TEUR 105)

Als damit im Zusammenhang stehende wesentliche Risiken sind entsprechende Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft zu nennen.

Daneben bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

TEUR Vj. TEUR
Mietverpflichtungen aus mehrjährigen Verträgen 115 448
- davon innerhalb eines Jahres fällig: TEUR 115 (Vj. TEUR 333)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 73 (Vj. TEUR 364)

Die mehrjährigen Mietverpflichtungen bestehen überwiegend gegenüber der Zillgith-Beteiligungs GmbH, Kehl.

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Rudolf Hans Zillgith, Herr Stephan Alexander Zillgith, Herr Johannes Günther und Herr Eric Lefebvre. Der Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben unter Hinweis auf Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Zwischen der KRONEN GmbH, Kehl, und der Zillgith-Beteiligungs GmbH, Kehl, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, der ab dem Geschäftsjahr 2004 wirksam ist.

Die KRONEN GmbH, Kehl, hat im Jahresdurchschnitt 128 Mitarbeiter (Vj. 125) beschäftigt, davon 91 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 88) und 37 Angestellte (Vj. 37). Zusätzlich sind sechs Auszubildende, drei im gewerblichen und drei im verwaltenden Bereich, beschäftigt.

 

Kehl, den 28.06.2024

KRONEN GmbH

Rudolf Hans Zillgith, Geschäftsführer

Stephan Alexander Zillgith, Geschäftsführer

Eric Lefebvre, Geschäftsführer

Johannes Günther, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der KRONEN GmbH

Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.096.596 136.980 0 0 1.233.576
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.364.471 69.319 0 28.000 1.461.790
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.284.753 151.797 21.014 0 2.415.536
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.000 0 0 -28.000 0
3.677.224 221.116 21.014 0 3.877.326
Gesamt 4.773.820 358.096 21.014 0 5.110.902
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Jahresabschreibung Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 705.753 119.790 0 825.543
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 705.946 126.179 0 832.125
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.506.780 195.413 10.920 1.691.273
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 O 0
2.212.726 321.592 10.920 2.523.398
Gesamt 2.918.479 441.382 10.920 3.348.941
Restbuchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 408.033 390.843
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 629.665 658.525
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.263 777.973
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 28.000
1.353.928 1.464.498
Gesamt 1.761.961 1.855.341

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

KRONEN ist ein innovatives Familienunternehmen, das weltweit Maschinen und Anlagen herstellt. Unser Fokus liegt auf der Fresh-Cut-Industrie, einem global wachsenden Sektor.

Unsere Produktpalette umfasst die gesamte Verarbeitung von Obst, Gemüse und Salat: Von der Vorbereitung über das Schneiden, Waschen, Trocknen, Schälen und Entkeimen bis hin zum Verpacken. Darüber hinaus bieten wir technische Lösungen für die Verarbeitung von Fleisch, Fisch und ihren Ersatzprodukten, Backwaren, Fertiggerichten, Tiernahrung sowie Trocken- und Tiefkühlprodukten.

Unsere Produkte sind in über 100 Ländern erhältlich.

Dank der erfolgreichen Integration unseres neuen Standorts in Achern können wir nun viele wichtige Dreh- und Frästeile selbst herstellen, was unsere Produktion mittelfristig schneller und flexibler macht.

2. Forschung und Entwicklung

Für KRONEN bleibt die Entwicklung von neuen Maschinen und Komponenten ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung und Konsolidierung des Unternehmens. Besonders neue Technologien, wie der Einsatz von Robotern und Smart Solutions, werden kontinuierlich weiterverfolgt. Das bedeutet, dass auch die Mitarbeiter regelmäßig geschult und weitergebildet werden, um die Möglichkeiten der neuen Technologien gewinnbringend für KRONEN einzusetzen.

Auch spezifische individuelle Kundenprojekte werden angefragt und führen regelmäßig zu Aufträgen, die unsere Projektabteilung und Konstruktionsabteilung herausfordern und dadurch voranbringen. In 2023 wurde das große Kundenprojekt aus England fertiggestellt. Der Kunde in England dient als Referenz für Kunden weltweit. Es gab Besuche von Kunden aus Deutschland, Europa und den USA, die im Anschluss zu Aufträgen geführt haben. KRONEN wird dadurch als Problemlöser und zuverlässiger Partner wahrgenommen, der die komplexen Herausforderungen unserer Kunden meistert und gemeinsam mit dem Kunden den größten Nutzen erzielt.

Andererseits arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung von Standardmaschinen, die auch für mittelgroße und kleine Unternehmen von Nutzen sind, um ihre Wertschöpfung zu steigern. Zudem fokussieren wir uns auf die Entwicklung von innovativen Maschinen und Lösungen für aktuelle Trends und Produkte.

Fokus - Standard Maschinen:

In diesem Jahr wurde die neue Waschmaschinengeneration erfolgreich eingeführt, diese setzt neue Standards im Hygienedesign. Bei unseren diesjährigen, erstmals seit Corona wieder durchgeführten Kunden- und Vertretertagen, hatten wir wieder einen Expertentag. Hierbei stellte Herr Hein Timmerman, Präsident der European Hygienic Engineering & Desing Group (EHEDG), die Vorteile unserer neuen HEWA Waschmaschinen gegenüber der alten Version heraus. Er belegte mit vielen Beispielen, dass der anfangs höhere Investitionsbedarf durch die geringeren Reinigungszeiten sich sehr schnell amortisieren wird.

Ebenso haben wir unsere neue Hochleistungswürfelschneidemaschine KUJ-HC unseren Kunden und Vertretungen in einem Praxisworkshop vorgeführt und diese auch selbst mit den Schneidewerkzeugen rüsten lassen, um ihnen die Berührungsängste mit der neuen leistungsfähigeren Würfelmaschine zu nehmen. Einige Vertretungen haben direkt danach Maschinen für Kunden bestellt, da schon viele treue KRONEN-Kunden auf den neuen großen Würfler von KRONEN warten. Damit schließt sich der Kreis und KRONEN kann dann neben den großen Wasch- und Trocknungsanlagen auch die zu dieser Durchsatzleistung passenden Bandschneidemaschinen und Würfelschneidemaschinen anbieten. Wir können dann komplette große Salatverarbeitungsbetriebe zusammen mit den Verpackungslinien von GKS mit KRONEN-Maschinen ausstatten. Dadurch können wir immer besser und zuverlässiger Turn-Key-Projekte anbieten und erhalten ein erweitertes Produktportfolio.

Fokus - Trendprodukte und Industrie 4.0:

Im Jahr 2023 wurden bei KRONEN neue Standards zu Industrie 4.0 weiterentwickelt. Diese Standards zielen darauf ab, die Vernetzung und Digitalisierung von Maschinen zu erleichtern. Dadurch können alle wichtigen Parameter der Maschinen vom Kunden überwacht werden. Die Maschinen können Bedienfehler erkennen und vermeiden. Auch Fernwartung ist bei diesen Maschinen möglich.

Die neuen Standards Industrie 4.0 dienen als Orientierungshilfe für die Transformation von konventionellen zu digitalen Ökosystemen. Sie behandelt die Schwerpunkte Interoperabilität, Souveränität sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Um die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen zu erreichen, ist die ökologische und digitale Transformation weltweit von strategischer Bedeutung.

Das haben wir erkannt und bieten immer mehr vernetzte Anlagen, auch mit Prozessvisualisierung und Rezepturverwaltung an. Diese werden von den Kunden auch stärker nachgefragt und durch die zunehmende Erfahrung unseres Teams in diesem Geschäftsbereich ist das Vertrauen in unsere Automatisierungslösungen gewachsen und führt zu immer komplexeren Anfragen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation ist in der Vergangenheit durch eine deutliche Ausweitung des Angebotes, insbe-sondere durch ausländische Anbieter, gekennzeichnet. Jedoch ist der Fresh-Cut Markt weltweit betrachtet ein starker Wachstumsmarkt, der maßgeblich ist für unsere positive wirtschaftliche Entwicklung. Wir begegnen der Konkurrenzsituation mit der Entwicklung innovativer Produkte, ein hohes Maß an Qualität und verstärkten Vertriebs- und Serviceaktivitäten. Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich und die weltpolitische Lage ist durch den Krieg in der Ukraine immer noch sehr angespannt.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Gesamtumsatz der KRONEN GmbH EUR 19,81 Mio., im Vergleich zum Vorjahr (EUR 19,70 Mio.) bedeutet dies einen leichten Umsatzzuwachs um 0,6 %.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 279 (Vj. TEUR 219), zum Vorjahr beläuft sich die Erhöhung auf 27,1 %. Die Exportquote liegt im Jahr 2023 bei 73,5 %. Das im Vorjahreslagebericht geäußerte Umsatzziel in Höhe von EUR 20,0 Mio. wurde nahezu erreicht. Die Umsatzziele für Deutschland sowie die Ziele in der EU wurden erfüllt und teils übertroffen, der Rückgang der Exporte außerhalb der EU in 2023 ist auf diverse Krisen in der Weltpolitik zurückzuführen.

Das Ergebnisziel des Vorjahres konnte aufgrund von Kosteneinsparungen und marktbedingten Preisanpassungen übertroffen werden. Die Einsparungen konnten insbesondere in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich Strom, Instandhaltungen und Transportleistungen erzielt werden. Die Abweichungen der Daten aus der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 zu der Jahresplanung sind weiterhin den schwierigen Planungsprämissen infolge der weltweiten Krisensituationen geschuldet. Dennoch kann das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt als "planmäßig" verzeichnet werden.

Marktentwicklung

Inland

Deutschland ist mit einem Anteil von 26,5 % (Vj. 19,5 %) am Gesamtumsatz weiterhin der größte Absatzmarkt für KRONEN.

EU-Bereich

Die EU-Mitgliedsstaaten sind mit einem Anteil von 28,0 % (Vj. 28,8 %) am Gesamtumsatz weiterhin eine wichtige Absatzregion für KRONEN.

Export außerhalb EU

Der Exportanteil in Drittländer außerhalb der EU beträgt in 2023 45,5 % (Vj. 51,7 %). Den Umsatz in diesem Segment in 2023 dominiert die KRONEN-Vertretung in dem Vereinigten Königreich.

3. Lage

Trotz der andauernden globalen Krisensituationen ist die Lage des Unternehmens gefestigt und stellt sich weiterhin stabil dar.

a) Ertragslage

Der Anteil von Handelsware am Gesamtumsatz liegt bei 23,9 % (Vj. 24,2 %). Das Verhältnis Handelsware zu Eigenproduktion lag in Deutschland bei 28,5 % zu 71,5 % und im Ausland (EU & Drittland) bei 20,9 % zu 79,1 %. Der Eigenproduktionsumsatz ist gewachsen. Dies ist insbesondere auf den Standort in Achern zurückzuführen.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 11,4 % gesunken trotz leichtem Anstieg des Umsatzes. Dieser Rückgang steht vor allem mit der niedrigeren Inflationsrate, entspannteren Lieferketten und der höheren Eigenproduktion in Verbindung. Der Rohertrag ist aufgrund des gesunkenen Materialaufwands von EUR 11,16 Mio. um 5,2 % auf EUR 11,74 Mio. gestiegen.

Im Jahresdurchschnitt sind 128 Mitarbeiter (Vj. 125) beschäftigt, davon 91 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 88) und 37 Angestellte (Vj. 37). Zusätzlich sind sechs Auszubildende, drei im gewerblichen und drei im verwaltenden Bereich, beschäftigt.

Der Personalaufwand in 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr durch das weiterhin steigende Lohn- und Gehaltsniveau der Mitarbeiter und geleistete Sonderleistungen (Inflationsausgleichsprämie) sowie Neueinstellungen um 7,9 % gestiegen. Die Betriebsleistung ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Bestandsabbaus leicht rückläufig. Der Eigenfertigungsumsatz liegt bei EUR 15,2 Mio. (Vj. EUR 14,4 Mio.), somit kann unsere Beschäftigungslage als gut bezeichnet werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 3,6 % gesunken. Kosteneinsparungen wurden insbesondere im Bereich Strom (durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen), Instandhaltungen und Transportleistungen (preisbedingt) erzielt. Das Finanzergebnis ist aufgrund steigender Zinsaufwendungen vor allem im Bereich der kurzfristigen Finanzierung deutlich gestiegen.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist trotz des hohen Preisniveaus ausreichend gefestigt, um die fälligen Verpflichtungen zu bedienen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Bedeutsame Forderungsausfälle sind nicht zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 42,8 % (Vj. 46,4 %) der Bilanzsumme aus und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % reduziert, die Investitionen in das Anlagevermögen in 2023 betrugen rund TEUR 358. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils kurz- und mittelfristig in Anspruch genommen werden. Hinzu kommt, dass unsere Kunden sowie unsere Händler aufgrund der jahrelangen und vertrauensvollen Zusammenarbeit Anzahlungen überwiegend ohne Sicherheiten gewähren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 6,0 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele und überwiegend mit Skontoabzug beglichen werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 358 getätigt. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in Höhe von TEUR 500 geplant. Ein Großteil der geplanten Investitionen resultiert aus der Erweiterung der Produktionstiefe am Standort in Achern sowie diverser Ersatzinvestitionen am Standort in Kehl.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital und Darlehen gedeckt. Die übrigen Darlehensmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Vorratsvermögens.

Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr verändert, da der Verschuldungsgrad aufgrund von Kosteneinsparungen, geringeren Investitionen ins Anlagevermögen, Bestandsabbau sowie entspannteren exogener Faktoren wie Inflation und Lieferengpässen gesunken ist. Aufgrund der eingeräumten Kontokorrentlinien und Geldmarktdarlehen in der Berichtperiode konnte das Unternehmen sicherstellen, dass die Finanzlage stabil war, um die fälligen Verpflichtungen zu bedienen.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig verändert und ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei KRONEN existieren im Rahmen eines internen Überwachungssystems organisatorische Sicherungsmaßnahmen und interne Kontrollen. Die Abteilung Finanzwesen & Controlling ist mit Planungs-, Informations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben befasst. Ein wesentliches Kontrollinstrument stellt insbesondere die quartalsweise Erstellung und Analyse einer Zwischenbilanz dar. Daneben ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung u. a. die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cash-Flow heran.

Bei den Mitarbeitern sind vier Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt TEUR 155 (Vj. TEUR 158). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Umsatzrendite erwartungsgemäß aufgrund von Kosteneinsparungen und marktbedingten Preisanpassungen gestiegen und beträgt im Geschäftsjahr 2,9 %. Der Cash-Flow beträgt TEUR 720 und ist damit TEUR 55 höher als im Vorjahr.

Das WCC-Projekt (Working Capital Circle) startete im I. Quartal des Jahres 2023, um in verschiedenen Unternehmensbereichen ständige Verbesserungen zu erreichen und Risiken zu minimieren. Erste Erfolge sind ab dem III. Quartal 2023 deutlich erkennbar, z. B. in der Liquiditätslage des Unternehmens. Diese positive Entwicklung setzt sich in 2024 fort.

5. Gesamtaussage

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 eine positive Umsatzentwicklung genommen. So haben wir im vergangenen Jahr einen Umsatzrekord von EUR 19,8 Mio. erzielt. Der Umsatzrekord in Verbindung mit Kosteneinsparungen hat die Gewinnabführung im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Auch die Reduktion der Preise bei den Rohstoffen und Vorprodukten sowie die Anpassung der Verkaufspreise haben ihren Anteil daran.

Das Unternehmen befindet sich unter Berücksichtigung der derzeit noch anhaltenden globalen Krisen in einer insgesamt zufrieden stellenden wirtschaftlichen Lage.

III. Prognosebericht

Die Umsatzerwartung für 2024 liegt bei EUR 20,0 Mio. Das Ergebnis vor Gewinnabführung wird in der Größenordnung von TEUR 584 erwartet. Im Geschäftsjahr 2024 werden weitere Neuentwicklungen auf den Markt gebracht. Wir werden durch die HEWA Waschmaschinen-Serie neue Märkte erschließen und diese werden eine gute Ergänzung für die bestehenden Kunden sein, deren Produktionskapazitäten stark gestiegen sind.

Wir konnten Mithilfe des Standorts in Achern Lieferprobleme kompensieren, auch weil wir immer mehr wichtige Teile für unsere Schneidemaschinen, wie beispielsweise Messer, dort fertigen. Wir haben den Eigenfertigungsanteil deutlich erhöht und haben dadurch mittelfristig auch finanzielle Vorteile durch die Umstellung von Fremdfertigung auf Eigenfertigung.

Das erfolgreiche Projekt Fokus 21 konzentriert sich auf die besten 21 Ländervertretungen, um eine verbesserte Erfolgsausrichtung für die Zukunft zu erreichen. Dabei spielen der Vertrieb, der Kundendienst und die Projektabwicklung eine wichtige Rolle. Alle Abteilungen arbeiten zusammen, um den 21 besten Ländervertretungen optimale Betreuung zu bieten. Besonders das Angebotsteam spielt eine zentrale Rolle bei der schnellen Bearbeitung ankommender Anfragen.

Das einmal im Jahr stattfindende externe Nachaudit trägt regelmäßig Früchte bei der Verbesserung unserer Abläufe und garantiert die Qualität im Unternehmen auf einem hohen Niveau zu halten. Ebenso tragen die internen Audits dazu bei, dass sich die Mitarbeiter mit Qualitätsthemen auseinandersetzen und sich kontinuierlich verbessern.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und sehen eine positive Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Dazu werden Preiserhöhungen und Anpassungen der Zahlungsbedingungen auf der Vertriebsseite sowie Kosteneinsparungen beitragen.

Sofern der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht eine grundsätzliche Unsicherheit für Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine beschäftigte die Weltgemeinschaft genauso wie der Überfall der Hamas-Organisation auf Israel im Oktober 2023. Als Indikator für eine neue Zersplitterung oder multipolare Ordnung können die Abstimmungen in der Generalversammlung der Vereinten Nationen gewertet werden. Insbesondere die Länder des globalen Südens, darunter viele Entwicklungsländer in Afrika, Südamerika und Asien, konnten nicht für westliche Positionen gewonnen werden. Als Gegenpol bringt sich China und zunehmend auch Indien in Stellung. Dieses politische Kalkül drückt sich auch in wirtschaftspolitischen Positionen aus. Der schon länger bestehende Zusammenschluss der BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) wurde um sechs Staaten erweitert und stellt die Vormachtstellung der USA, ihrer Währung und die des Westens allgemein zur Disposition.

Durch die weltweiten Sanktionen gegen russische Banken ist der Handel mit Russland weitgehend zum Erliegen gekommen. In den anderen Staaten rund um Russland und selbst in der Ukraine ist die Investitionsbereitschaft weiter vorhanden. Dabei ist der Einfluss von steigenden Energiekosten auf unser Geschäft zu vernachlässigen, da wir regelmäßig an der Reduzierung unseres Energiebedarfs arbeiten. Durch die Erweiterung unserer Solaranlage konnten wir den eigenen Stromeinkauf noch weiter reduzieren.

Der weltweite Warenhandel blieb mit einem geschätzten Wachstum von 0,8 % deutlich unter den Erwartungen. Gegenüber den Vorjahren markiert dies eine deutlich schwächere Entwicklung, so wuchs der Welthandel im Jahr 2021 noch um 9,6 % und 2022 um 3,0 %. Die Entwicklung ist nicht allein auf die pandemiebedingten Verzerrungen, sondern zusätzlich auf neue Handelshemmnisse zurückzuführen. Insbesondere im Hinblick auf den Güterhandel wuchsen die protektionistischen Bestrebungen auf breiter Front. Insgesamt lässt sich aber weniger die Diagnose einer Deglobalisierung, sondern vielmehr die einer Regionalisierung von Lieferketten stellen.

In unserer Umsatz- und Gewinnprognose für 2024 wurde das Ausmaß der Krisen auf die Wirtschaft, insbesondere der Ernährungsbranche, so präzise wie möglich berücksichtigt. Wir müssen die weltwirtschaftlichen Entwicklungen weiter beobachten und bereit sein, kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen. Wir sind zuversichtlich, dass wir das laufende Jahr ordentlich abschließen werden.

Die Konkurrenzsituation stellt sich stabil dar. Wir können derzeit weiter produzieren und unser Auftragsbestand gibt uns für die nächsten Monate eine gute Auslastung, wir konnten wieder einige größere Aufträge für uns gewinnen. Die Auftragslage und der Auftragsvorrat bleiben weiterhin auf einem guten Niveau.

b) Ertragsorientierte Risiken

Unsere Produkte bieten echte Qualitäts- und Wettbewerbsvorteile, deshalb gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich weiter sinken. Durch die Integration von WS-Edelstahltechnik GmbH & Co. KG haben wir neben der Reduzierung der Lieferkettenproblematik auch Kostenvorteile in der Fertigung von Dreh- und Frästeilen erzielt. Dadurch ergeben sich Vorteile für die Produktion und auch in der Entwicklungsabteilung werden durch eine bessere Vernetzung zum Fertigungsprozess kostengünstigere Konstruktionen umgesetzt. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich die Ertragssituation nach Eindämmung der Inflation weiter verbessern wird.

Auf der Vertriebsseite wird für die wichtigsten Absatzregionen jedes Jahr eine Umsatzplanung auf Produktebene erstellt. Der Abgleich der Plan- und Ist-Werte zur Risikoerkennung findet regelmäßig statt. Eine Rücksprache mit den wichtigsten Handelspartnern wird regelmäßig durchgeführt, um gravierende Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Wir setzen verstärkt auf den persönlichen Kontakt zu unseren Vertretungen auf den internationalen Fachmessen als auch die in 2023 wieder in Kehl durchgeführten Kunden- und Vertretertagen. Das ist gerade dann wichtig, wenn strittige und vertrauliche Themen wie Veränderung der Zahlungsbedingungen, der Rabattstaffel oder Nachfolgeregelungen zu klären sind.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Da das Unternehmen über Kreditlinien, Bankkredite sowie eine angemessene Finanzierungsstruktur verfügt, sind die Liquiditätsrisiken beherrschbar. Dazu trägt auch die revolvierende Liquiditätsplanung des Unternehmens bei. Die Finanzierung über Kundenanzahlungen wurde im Jahr 2023 ausgeweitet.

Trotz geringerer Inanspruchnahme der Kreditlinie sind die Finanzierungskosten höher als in den vergangenen Jahren. Diese Kostensteigerung ist durch Zinsentwicklung im Jahr 2023 begründet.

Im Jahr 2023 wurden diverse Aufträge auf Grund der weltpolitischen Krisensituationen von Kundenseite storniert, alle Aufträge befanden sich zum Zeitpunkt der Absagen in der Produktion. Entstandene Kosten wurden den Kunden in Rechnung gestellt und von den Anzahlungen einbehalten. Somit entstand kein Schaden, der selbst zu tragen wäre.

Exportaufträge werden in Euro abgerechnet. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, liegen nicht vor.

Zur Risikominimierung ist die Kreditlinienprüfung auf Vertriebsseite sowie das Mahnwesen der Debitorenbuchhaltung für jeden Kunden aktiv. In der Produktion werden Fertigungsaufträge auf Abweichungen im Materialverbrauch sowie Zeitabweichungen laufend überprüft.

d) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über einen wachsenden solventen Kundenstamm. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Darüber hinaus werden regelmäßig Maßnahmen zur Neukundenakquisition durchgeführt, wodurch der Kundenstamm weltweit wächst. Die Kundenpflege und Betreuung wird durch unser CRM-System weiter verbessert.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurz- und mittelfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kreditlinien der Hausbanken und über Lieferantenkredite sowie Kundenanzahlungen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung bei Coface Deutschland. Darüber hinaus informieren wir uns vor der Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden.

Zu allen vorstehend unter IV. 1. a) bis d) genannten Einzelrisiken sehen wir für die KRONEN keine Eintrittswahrscheinlichkeiten, die über dem geschäftsbereichsimmanenten üblichen Unternehmerrisiko liegen.

2. Chancenbericht

Wir wollen uns auch weiterhin um Lieferanten im nahen europäischen Ausland bemühen. Unsere Fertigungstiefe werden wir durch die Integration von WS-Edelstahltechnik weiter erhöhen, um uns in diesem Bereich weniger abhängig von externen Lieferanten zu machen.

Durch die regelmäßigen Gespräche mit unseren Handelspartnern im Ausland wird früh erkannt, ob und wann bei den Partnern Veränderungen notwendig sind. Wenn ein Partner seine Ausrichtung geändert hat und dadurch nicht mehr für uns tätig sein kann, suchen wir frühzeitig nach einer geeigneten Alternative. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass wir kontinuierlich unser Umsatzpotential verbessern und dadurch unseren Marktanteil erhöhen.

Das WCC-Projekt wird weitergeführt und nach weiteren Möglichkeiten gesucht, um die Risiken für KRONEN zu minimieren, um die Liquidität zu verbessern und die Kosten für Bankkredite zu reduzieren. Daraus resultierte u. a. eine Anpassung der Zahlungsbedingungen auf der Vertriebsseite im Jahre 2023. Auch über eine Änderung der Rabattstaffel wird nachgedacht.

Trotz des Endes der Corona-Pandemie im Jahr 2023 werden unsere Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten weiterhin regelmäßig im Homeoffice durchgeführt. Dabei hat sich die vermehrte Nutzung von Videokonferenzen etabliert. Dies wird von den Mitarbeitern und Handelspartnern sehr geschätzt. Wir haben dafür unsere digitale Ausstattung und Infrastruktur stark verbessert. Wir werden auch in Zukunft auf diesem Wege kommunizieren, wodurch wir auch unsere Reiseaktivitäten reduzieren können und unser Image als Technologie affine Firma weiter verbessern. Die Messeaktivitäten sind im Jahr 2023 wieder auf das Vorkrisenniveau gestiegen.

Unsere breite und internationale Kundenstruktur und eine umfassende Produktpalette tragen aber dazu bei, dass wir selbst in schwierigen weltpolitischen Zeiten unsere Chancen nutzen und uns durch schnelle agile Prozesse dieser Herausforderung stellen und uns am Markt behaupten werden. Wir haben auch wieder Online-Vorführungen und -Abnahmen durchgeführt. Hier haben wir unsere Partner über unsere Neuheiten informiert.

Wir haben in 2023 wieder die Kunden- und Vertretertage in Goldscheuer veranstaltet. Nachdem die Veranstaltung aufgrund der Pandemie im Jahr 2021 als reines Online-Event durchgeführt wurde, fand der Kundentag 2023 wieder vor Ort in Kehl am Rhein statt. Vorangegangen war dem Kundentag ein mehrtägiges Treffen der KRONEN-Vertretungen aus aller Welt. Im Rahmen dieses "Sales Meeting" wurden die internationalen Vertreter von KRONEN über neue Lösungen und Themen informiert und umfassend geschult. Bereits seit 2008 veranstaltet die KRONEN GmbH die Kunden- und Vertretertage.

Das umfassende Angebot führte diesmal rund 180 Teilnehmer aus 44 Ländern nach Kehl. Sie zeigten sich erneut sehr zufrieden mit dem Programm.

Unsere hohen Qualitätsansprüche, die jetzt durch das DIN/ISO 9001 Audit zertifiziert werden, setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in einem eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Prüflabor, durch.

Wir werden unserem Wettbewerb weiterhin unsere Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität und Kompetenz entgegensetzen.

Die Fortschritte im Bereich der Projektabwicklung tragen Früchte. So werden wir vom Markt zunehmend als Problemlöser für komplexe Anforderungen wahrgenommen und auch inzwischen von großen internationalen Gruppen, angefragt. Dabei stärkt die Einführung von neuen Technologien unsere Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit.

3. Gesamtaussage

Die Risiken der künftigen Entwicklung sind weiterhin bestimmt durch das Kriegsgeschehen in Europa und dem Nahen Osten. Schwerwiegender als die schwachen, stichtagsbezogenen Wachstumszahlen sind die im Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamt-wirtschaftlichen Entwicklung dargestellten strukturellen Probleme. Arbeitskräftemangel, stagnierende Produktivität und ein veralteter Kapitalstock wirken sich negativ auf das Potenzialwachstum aus. Zusätzlich leidet die Wettbewerbsfähigkeit. Vor dem Hintergrund unserer wirtschaftlichen Lage und unserer Innovationskraft sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft ist insgesamt gut aufgestellt. Wir gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation durch die eingeleiteten Maßnahmen sukzessive verbessern wird.

Die Auswirkungen der weltweiten Krisen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind weiterhin zu überwachen, um kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen. Dies wird beispielsweise durch regelmäßige Analyse von Monatsauswertungen und Soll-Ist-Vergleichen gewährleistet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beherrschbar.

Auch die Erweiterung und Verjüngung der Geschäftsleitung auf mehrere Schultern war ein wichtiger, in die Zukunft gerichteter Schritt, um das langfristige Bestehen der Firma KRONEN zu sichern.

Unser Absatzmarkt bleibt ein wachsender Markt, der weltweit expandiert. Dies zeigt sich auch auf internationalen Messen. Unser Produktangebot hat sich an die steigenden Kundenerwartungen angepasst, was insbesondere durch positive Reaktionen auf Neuentwicklungen deutlich wird.

Die Übernahme der WS-Edelstahltechnik GmbH & Co. KG und die DIN/ISO9001 Zertifizierung haben uns gestärkt und deshalb sehen wir große Chancen die KRONEN GmbH weiterhin positiv durch die kommenden Zeiten zu führen.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Der Standort in Achern stellt eine unselbständige Produktionsstätte dar.

 

Kehl-Goldscheuer, den 28. Juni 2024

KRONEN GmbH

Rudolf Hans Zillgith, Geschäftsführer

Stephan Alexander Zillgith, Geschäftsführer

Eric Lefebvre, Geschäftsführer

Johannes Günther, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss der KRONEN GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 handelt es sich um die in Einklang mit § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung des Jahresabschlusses. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir unter Zugrundelegung der beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaf-ten i.d.F. vom 01. Januar 2024, die auch gegenüber Dritten gelten, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers an die KRONEN GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KRONEN GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRONEN GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Kehl am Rhein, den 28. Juni 2024

Eidel Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Eidel, Wirtschaftsprüfer

Wilfried Huber, Wirtschaftsprüfer

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