Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 61168
Eingetragen
7.7.1992
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Körperpflegemitteln und DuftstoffenHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-Metall
Gegenstand
der Vertrieb von Verpackungsmaterial aller Art und die Durchführung sämtlicher Arbeiten im Verpackungsbereich sowie Herstellung und Abfüllung von Flüssigprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Christian Theiss
seit 4.3.2025
Geschäftsführer
Martin Didion
seit 4.3.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Crown Bidco B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Friedrich-Ebert-Str. 1, 68649 Groß-Rohrheim
85.850 €
58.98%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Otto Cosmetic GmbH

Groß-Rohrheim

Jahresabschluss zum 31. März 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim

1. Grundlagen des Unternehmens

Otto Cosmetic ist Lohnhersteller vor allem für die kosmetische Industrie und produziert Markenartikel sowie Handelsmarkenprodukte. Das Unternehmen versteht sich als Kosmetikhersteller ohne eigene Marke. Es werden sowohl reine Lohndienstleistungen als auch Leistungen für die Bereiche der Entwicklung, Beschaffung, Herstellung, Produktion sowie Logistik erbracht.

Die Produktpalette umfasst vor allem tensidische Artikel wie Waschemulsionen, flüssige Seifen, Duschgele, Haarpflegemittel und Intimhygiene.

Ziel ist es, mit einem modernen Maschinenpark flexibel auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren und durch kurze Umrüstzeiten Lagerbestände für Fertigerzeugnisse gering zu halten und trotzdem eine hohe Lieferquote zu erzielen.

Neben der Abfüllung von Flaschen mit einer Füllmenge von 50 bis 1000 ml ist das Unternehmen auch und vor allem für die Herstellung und Abfüllung von Standbeuteln, den sogenannten Nachfüllbeuteln, bekannt.

In der Gesellschafterversammlung vom 14. Februar 2022 wurde die Änderung des Geschäftsjahreszeitraums vom 1. April bis zum 31. März (i. Vj. 1. Januar bis 31. Dezember) und die damit verbundene Änderung des Gesellschaftsvertrags beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 19. Februar 2022. Durch die Umstellung auf einen abweichenden 12-Monatszeitraum als den zuvor gewählten entstand zwangsläufig das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2022. Die Vorjahresangaben sind nur eingeschränkt mit den Angaben des aktuellen Geschäftsjahrs vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 vergleichbar.

2. Forschung und Entwicklung

Es wurden im Geschäftsjahr 2022/23 wieder neue Rezepturen im tensidischen Bereich entwickelt, getestet und erfolgreich am Markt etabliert. Neben der permanenten Aktualisierung der Serienprodukte in Bezug auf Rezeptur und Ausstattung befasst sich die Gesellschaft weiterhin mit der Entwicklung von Trendprodukten.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen bei ca. TEUR 350 (i. Vj. TEUR 90). Die Mitarbeiterzahl in Forschung und Entwicklung betrug im Geschäftsjahr 2022/23 vier Personen.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 4. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,4 % zurück gegangen. Aufgrund der hohen Inflation kam es zu Kaufkraftverlusten und Konsumzurückhaltung, was zu einem spürbaren Rückgang des privaten Verbrauchs führte. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt für das Jahr 2022 bei 7,9%, zum März 2023 nahm sie erstmals wieder ab und lag bei 7,4%.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)

Im Jahr 2022 war das BIP preisbereinigt um 1,9% gestiegen. Preis- und kalenderbereinigt betrug das BIP-Wachstum 2,0%. Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2022 war geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den starken Energiepreiserhöhungen. Die deutsche Wirtschaft konnte sich jedoch trotz dieser schwierigen Bedingungen insgesamt gut behaupten. Im 1. Quartal 2023 sank das preis- und kalenderjahrbereinigte BIP um 0,3% gegenüber dem 4. Quartal 2022. Diese negative Entwicklung ist auf die weiterhin hohen Preissteigerungen zurückzuführen.

(Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden- Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023, Nr. 022 vom 17. Januar 2023, Nr. 203 vom 25. Mai 2023 sowie Nr. 020 vom 16. Januar 2024).

Darstellung des Geschäftsverlaufes und der Lage der Gesellschaft

3.1.2. Geschäftsentwicklung

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022/23 ein um Sondereffekte bereinigtes EBIT in Höhe von TEUR 3.742 (i. Vj. TEUR 1.491) erzielen. Als Sondereffekte gelten periodenfremde sonstige Erträge und Aufwendungen, die in ihrer Art und / oder Höhe unvorhersehbar sind (z. B. Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten > TEUR 100 oder Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen > TEUR 100). Die bereinigte EBIT-Marge (bereinigtes EBIT in Höhe TEUR 3.742 (i. Vj. TEUR 1.491) / Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 70.633 (i. Vj. TEUR 14.585)) beträgt 5,3 % (i. Vj. 10,2 %).

Die Sondereffekte im Geschäftsjahr 2022/23 resultieren im Wesentlichen aus dem Aufwand aus der Korrektur eines zu hoch ausgewiesenen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.752. Die Bereinigung beläuft sich auf insgesamt TEUR 1.828. Die Sondereffekte im Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus ausgebuchten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.562. Die Verbindlichkeiten wurden im Jahresabschluss 2021 zweifach passiviert und dementsprechend im Rumpfgeschäftsjahr ausgebucht.

Die Gesellschaft schaffte es im Geschäftsjahr 2022/23 ihre Lieferfähigkeit trotz aller Einschränkungen im zuverlässigen Maße jederzeit aufrechtzuerhalten.

3.1.3. Vermögens-, Finanz und Ertragslage

Die Gesellschaft verwendet verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung sind der Rohertrag (Umsatzerlöse + ./. Bestandsveränderung ./. Materialaufwand) und das EBIT. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Geschäftsverlauf der Otto Cosmetic GmbH im Geschäftsjahr 2022/23 mit Ausnahme der Rohertragsentwicklung unter dem prognostizierten Ergebnis lag. Die nicht erreichte Prognose resultiert insbesondere aus den periodenfremden Effekten.

3.1.3.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte die Otto Cosmetic GmbH Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 70.633 (i. Vj. TEUR 14.585). Das entsprach gegenüber dem Vorjahr (1. Januar bis 31. März 2022) einer Erhöhung um 384,3% bzw. TEUR 56.048. Die Umsatzsteigerung ist bedingt durch den kürzeren Berichtszeitraum im Vorjahr. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) stieg entsprechend von TEUR 15.408 im Vorjahr auf TEUR 70.370 im Geschäftsjahr 2022/23. Von den Umsatzerlösen entfallen rund 40 % auf den größten Kunden.

Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe. Der Materialaufwand stieg auf TEUR 43.166. Mit einer Erhöhung um das 4,2-fache stieg der Materialaufwand überproportional zu der der Umsatzentwicklung um das 3,8-fache Dies ist insbesondere auf höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen zurückzuführen, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben wurden.

Durch die beschriebene Entwicklung konnte die Gesellschaft einen Rohertrag (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung ./. Materialaufwand) in Höhe von TEUR 27.205 (i. Vj. TEUR 7.051) erzielen. Die Rohertragsquote (Rohertrag / Gesamtleistung) liegt aufgrund der höheren bezogenen Leistungen sowie der höheren Rohstoffpreise mit 38,7% unter dem Vorjahr (45,8%). Die im Lagebericht 2022 definierte Rohertragsprognose in Höhe von TEUR 24.300 bis TEUR 24.600 konnte aufgrund eines höheren Absatzes und damit trotz der gestiegenen Rohstoffpreise übertroffen werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 404 (i. Vj. TEUR 2.064) resultierten insbesondere aus der erfolgswirksamen Ausbuchung einer stehengebliebenen Wertberichtigung in den Vorräten aus dem Geschäftsjahr 2021 mit TEUR 171 (i. Vj. TEUR 0), verrechneten KfZ-Sachbezügen in Höhe von TEUR 160 (i. Vj. TEUR 41) sowie Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von TEUR 61 (i. Vj. TEUR 21). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den erfolgswirksam ausgebuchten Verbindlichkeiten im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.751 und Lieferantenboni in Höhe von TEUR 179.

Die Quote des Personalaufwands im Verhältnis zum Rohertrag verbesserte sich leicht von 38,0% im Vorjahr auf 37,7% im Geschäftsjahr 2022/23.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern beliefen sich in Summe auf TEUR 14.705 (i. Vj. TEUR 2.837). Dies entspricht einer Erhöhung um das 4,2-fache im Vergleich zum Vorjahr. Die Erhöhung ist neben dem verlängerten Betrachtungszeitraum insbesondere auf die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.828 aus der Korrektur eines zu hoch ausgewiesenen Bestands in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten darüber hinaus im Wesentlichen Kosten der Warenabgabe in Höhe von TEUR 5.637 (i. Vj. TEUR 1.357) und Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 1.322 (i. Vj. TEUR 369).

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 483 (i. Vj. TEUR 135) liegen aufgrund des längeren Betrachtungszeitraums über dem Vorjahresniveau.

Um die operative Leistung der Gesellschaft zu beurteilen, bewertet die Gesellschaft die Ertragskraft nach dem EBIT. Das EBIT wird definiert als Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte die Gesellschaft ein EBIT in Höhe von TEUR 2.165 (i. Vj. TEUR 3.464) erreichen. Die auf den Umsatz ermittelte EBIT-Marge verschlechterte sich auf 3,1% (i. Vj. 23,7%). Die verschlechterte EBIT-Quote resultiert insbesondere aus den Erträgen aus den erfolgswirksam ausgebuchten Verbindlichkeiten im Vorjahr und den periodenfremden Aufwendungen aus der Ausbuchung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr.

Die bereinigte EBIT-Marge (bereinigtes EBIT / Umsatzerlöse) blieb inflationsbedingt mit 5,3% ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (i. Vj. 10,2 %). Die im Lagebericht 2022 genannte positive Prognose in Höhe von TEUR 4.600 bis TEUR 4.900 für die Geschäftstätigkeit bzw. das EBIT im Geschäftsjahr 2022/23 konnte nicht erreicht werden.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -249 (i. Vj. TEUR -7) verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Factoringzinsen sowie den angefallenen Bereitstellungszinsen im Zusammenhang mit dem Sale-and-Lease-Back-Verträgen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sanken aufgrund des verminderten Jahresüberschusses von TEUR 809 im Vorjahr auf TEUR 636 im Geschäftsjahr 2022/23.

3.1.3.2. Finanzlage

Der Cashflow der Gesellschaft wird nach den allgemeinen Grundsätzen ermittelt.

Im Geschäftsjahr betrug der Cashflow aus der operativen Tätigkeit TEUR 6.153 (i. Vj. - TEUR 3.282), beeinflusst insbesondere durch den geringeren Forderungsbestand bei gestiegenen Verbindlichkeiten. Der positive operative Cashflow wurde insbesondere durch das konsequent durchgeführte Factoring sowie den Aufbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Ausnutzens von Zahlungszielen erreicht.

Die Mittelabflüsse aus der Netto-Investitionstätigkeit liegen bei TEUR 340 (i. Vj. - TEUR 77). Der Mittelabfluss resultiert insbesondere aus unterjährigen Ersatzinvestitionen.

Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR - 4.218 (i. Vj. - TEUR 12) ist der Darlehensgebung in Höhe von TEUR 3.500 an verbundene Unternehmen und Tilgung der Darlehen gegenüber über Kreditinstituten geschuldet.

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 1.595 auf TEUR 5.037.

Die Gesellschaft beurteilt die zur Verfügung stehende Liquidität und eingeräumten Kreditlinien (TEUR 267 offen zum Bilanzstichtag) als ausreichend, um die geplante Wachstumsstrategie zu finanzieren. Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens erstellt.

3.1.3.3. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum 31. März 2022 um TEUR 4.305 auf TEUR 27.906 erhöht.

Das Anlagevermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 143 auf TEUR 2.816 gesunken, insbesondere aufgrund der planmäßigen Abschreibung bei niedrigeren Investitionen.

Der Vorratsbestand lag bei TEUR 7.811 und damit über dem Vorjahr (TEUR 7.277). Durch den gestiegen Vorratsbestand sichert die Gesellschaft die jederzeitige Lieferfähigkeit an ihre Kunden. Die Vorratsintensität (Vorratsvermögen / Bilanzsumme) lag aufgrund der insgesamt gestiegenen Bilanzsumme mit 28,0% leicht unter dem Vorjahr (30,8%).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Bilanzstichtag um TEUR 2.841 auf TEUR 2.169. Die Abnahme resultiert aus der reinen Stichtagsbetrachtung sowie aus dem oben beschriebenen Sondereffekt des zu hohen Forderungsbestandes im Vorjahr sowie den in Höhe von TEUR 535 in die sonstigen Vermögensgegenständen umgegliederten Sicherheitseinbehalt eines Factoringunternehmens.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.670 (i. Vj. TEUR 3.508) beinhalten Darlehensforderungen. Die Erhöhung resultiert aus einem begebenen Darlehen an die Muttergesellschaft, Crown Bidco B.V., Vlijmen (Niederlande).

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen deutlich um TEUR 802 auf TEUR 1.675 an. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung des 10%igen Sicherheitseinbehalts des Factorings mit Markant aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die sonstigen Vermögensgegenstände.

Die liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 1.595 auf TEUR 5.037. Die Veränderung der Zahlungsmittel wird unter Punkt 3.1.3.2 erläutert.

Der Anstieg des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus vorausbezahlten Marketingaufwendungen in Höhe von TEUR 217.

Das Eigenkapital stieg aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.280 auf TEUR 16.023.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert insbesondere aus den Rückstellungen für Pönale in Höhe von TEUR 630 und Management Fee an die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 528, die im Geschäftsjahr erstmalig zu bilden waren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen gegenüber dem Bestand des Vorjahres von TEUR 5.235 wieder auf eine erwartbare Höhe von TEUR 7.364 an.

Darüber hinaus sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der planmäßigen Tilgung von Darlehen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind analog dem Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 547 (i. Vj. TEUR 923) ausgewiesen.

3.1.3.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

Der Umweltschutz ist ein zentrales Unternehmensziel. Alle anstehenden Investitionen und Veränderungen werden auf Umweltrelevanz geprüft.

Eine Maßnahme, die dieses Thema betrifft, ist die Umstellung der Firmenflotte auf Hybrid- bzw. E-Mobilität. Hier haben wir nicht nur damit begonnen die neu angeschafften Fahrzeuge auf Elektromobilität umzustellen, sondern eben auch die entsprechende Ladeinfrastruktur aufzubauen.

Aus- und Weiterbildung

Bereits seit Jahren tragen wir der gesellschaftlichen Verantwortung Rechnung und bilden in insgesamt 6 Berufsbildern aus. Es werden insgesamt 13 Auszubildende beschäftigt. Außerdem gibt es unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausbildungsplatzgarantie für Kinder von Mitarbeitern. Wir legen auf die Ausbildung von geeignetem Nachwuchs großen Wert, um auch in Zukunft kompetente Mitarbeiter zu haben.

Sowohl kaufmännische als auch gewerbliche Mitarbeiter nehmen regelmäßig an internen und externen Schulungen teil, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und auszubauen.

Arbeitssicherheit

Mittels Richtlinien zur Arbeitssicherheit wollen wir die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter schützen. Einheitliche Anforderungsprofile erleichtern die Integration. Sicheres Arbeiten fördern und überprüfen wir durch Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsregeln, Seminare, Schulungen und Audits.

4. Prognose-, Chancen und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 geht das Management von einer Geschäftsentwicklung aus, die unter der allgemein erwarteten Branchenentwicklung liegt. Gründe hierfür sind insbesondere die volatilen Bezugspreise und Materialverfügbarkeiten. Auch die reduzierten Mengen Gas aus Russland können erhebliche Einflüsse auf Materialverfügbarkeit, aber auch die eigene Energieversorgung haben. Wachstumsbeiträge erwartet das Management insbesondere aus der jederzeitigen Lieferfähigkeit, die die zuvor genannten Effekte nicht vollständig kompensieren können. Der Rohertrag wird mit TEUR 27.600 bis 27.900 ungefähr gleichbleibend auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/2023 prognostiziert.

Das geplante EBIT der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird TEUR 5.300 bis TEUR 5.600 betragen und damit über dem des Geschäftsjahres 2022/2023 liegen, insbesondere aufgrund außerordentlicher Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr 2022/2023.

4.2. Risikomanagementziele und -methoden

Die Gesellschaft versucht durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Neben Markt- und Konjunkturrisiken werden auch Betriebsrisiken (z. B. Liquidität) anhand verschiedenartiger Parameter quantifiziert. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Verkaufszielen werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Konjunkturdaten in den Zielmärkten und die Einschätzung der Vertriebskräfte herangezogen. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Risiken werden durch die gesetzlichen Vertreter in niedrig, mittel, hoch und sehr hoch klassifiziert. Die Klassifizierung erfolgt durch Quantifizierung der möglichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wobei niedrig < TEUR 100 bedeutet, mittel > TEUR 100 und < TEUR 250, hoch > TEUR 250 und < TEUR 1.000 und sehr hoch > TEUR 1.000. Die Gesellschaft ist nicht in das Risikomanagement der Muttergesellschaft eingebunden.

Zur Minimierung der finanziellen Auswirkungen von Risiken durch eine Covid-19-Infektion innerhalb des Personals und eine damit verbundene Betriebsunterbrechung, wurde das in 2020 entwickelte Hygienekonzept weiter optimiert und fortlaufend durch die Gesellschaft überprüft.

Ausstehende Forderungen werden regelmäßig überprüft und unter Berücksichtigung der Kundenbonität teilweise über Warenkreditversicherungen sowie frühzeitige Forderungsverkäufe abgesichert.

Zur Absicherung von erwarteten Zinssteigerungen am Markt hat die Gesellschaft keine Zinsswap-Vereinbarung oder ähnliche derivative Finanzinstrumente abgeschlossen.

4.3. Risikobericht

4.3.1. Logistik & Supply Chain

Die kontinuierlich steigenden Transport- und Frachtaufwendungen könnten zu einer Verminderung des EBIT führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt die Geschäftsleitung aufgrund der rückläufigen Inflation als mittel. Einige Unternehmen beteiligen zwischenzeitlich die Kunden an anfallenden Frachtkosten. Die Gesellschaft könnte mit einem ähnlichen Konzept den steigenden Kosten begegnen. Ein entsprechendes Konzept wird derzeit nicht geprüft.

4.3.2. Marktentwicklung

Das Substitutionsrisiko durch andere Marktteilnehmer kann als möglich klassifiziert werden. Die Gesellschaft konnte jedoch in der Vergangenheit zügig expandieren und aufgrund des stärkeren Umsatzwachstums Marktanteile hinzugewinnen. Ein breites Produktsortiment mit einem hohen Anteil innovativer Produkte, eine hohe Produktverfügbarkeit, eine sehr gute Produktqualität liegen der hohen Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu Grunde.

Die höhere Marktakzeptanz und damit ausgeweitete Nachfrage von Naturseifen beinhalten das Risiko eines geringeren Artikelabsatzes für die Gesellschaft. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko mit einem stetig erweiterten Produktsortiment und der eigenen Forschungs- und Entwicklungswicklungsmöglichkeit. Das Management klassifiziert Naturseifen weiterhin als Nischenprodukt und damit das Risiko der Substitution von Otto Cosmetic-Produkten als gering.

Kurzfristig geht das Unternehmen davon aus, dass sich die Konkurrenzsituation vermehrt auswirkt.

4.3.3. Rohstoffmarkt

Mit den hergestellten Produkten befindet sich die Gesellschaft im Bereich der schnelldrehenden Konsumgüter, auch Fast Moving Consumer Goods, kurz FMCG bezeichnet. Somit ist das Unternehmen von allgemeinen Konjunkturschwankungen weniger stark betroffen. Größtes Risiko stellen die Warenbeschaffungskosten dar, die seit einigen Jahren stärkeren Schwankungen unterliegen. Am Beschaffungsmarkt bestehen seit Covid-19 immer wieder partiell Engpässe, denen die Gesellschaft über ein aktives Lieferanten- und Rohstoffmanagement inklusive Mehrlieferantenstrategie entgegenwirkt. Darüber hinaus können steigende Rohmaterialpreise, wenn überhaupt, oft erst zeitverzögert weitergegeben werden. Schwankende Rohmaterialpreise werden fortlaufend mit den Kunden verhandelt und wirken sich demnach auf die Absatzpreise aus. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird nach Einschätzung die Geschäftsleitung als mittel beurteilt.

4.3.4. Kundenabhängigkeit

Sofern ein Großteil des Umsatzes von einem einzigen Kunden stammt, besteht ein erhöhtes Risiko der Abhängigkeit. Der Ausfall eines entsprechenden Kunden könnte sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko, indem sie aktiv nach neuen Kunden und Märkten sucht, um das Risiko der Abhängigkeit von einem einzigen Kunden zu verringern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird nach Einschätzung die Geschäftsleitung als niedrig beurteilt.

4.3.5. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaft schätzt Mittelabflüsse im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten als niedrig ein. Für laufende Rechtsstreitigkeiten sind Rückstellungen gebildet.

4.4. Chancenbericht

Durch die nach Einschätzung des Geschäftsführung über Jahre hinweg angestrebte Position als wahrnehmbarer Marktteilnehmer in Europa partizipiert die Gesellschaft durch ihre mögliche Sichtbarkeit sowie der sofortigen Lieferfähigkeit eines Großteils der von ihr produzierten Produkte.

Die produzierten fast moving consumer goods beinhalten die Chance, dass auch Bestandskunden mit bestehenden bzw. neuen Produkten größere Mengen als geplant benötigen. Durch Intensivierung der Internationalisierung könnten sich zukünftig neben dem höheren Artikelabsatz ebenfalls weitere Marktchancen ergeben.

4.5. Gesamtaussage

Die Gesamtbewertung für die Gesellschaft zeigt keine Bedrohung aufgrund individueller Risiken oder aggregierter Risikopositionen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Darüber hinaus wurden keine realistischen Chancen identifiziert, die dazu führen könnten, dass die Gesellschaft ihre Prognose deutlich übertrifft.

4.6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden.

Factoring wird weiter als Wachstumsfinanzierungsinstrument eingesetzt. Die gemachten Erfahrungen ermöglichen uns, Zahlungen unter Abzug von Skonto zu leisten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft neben dem Factoring überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über die eigenen liquiden Mittel.

 

Groß - Rohrheim, den 28. März 2024

gez. Markus Neumann

gez. Dirk Otto

Bilanz zum 31. März 2023

der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim

AKTIVA

01.04.2022-31.03.2023
EUR
01.01.-31.03.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.490,00 32.273,00
19.490,00 32.273,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.196,00 7.474,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 650.966,00 718.672,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.446.910,00 1.686.165,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 412.139,54 392.023,27
2.515.211,54 2.804.334,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
2. Beteiligungen 5.001,00 5.001,00
3. Sonstige Ausleihungen 276.180,66 117.300,15
281.181,66 122.302,15
2.815.883,20 2.958.909,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.288.834,09 1.069.734,85
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 -166.100,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.522.456,67 6.373.785,09
7.811.290,76 7.277.419,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.169.193,25 5.010.333,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.669.777,32 3.508.054,79
3. Forderungen gegen Gesellschafter 13.535,69 20.044,83
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.674.565,51 872.784,02
11.527.071,77 9.411.216,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.037.155,50 3.441.992,71
24.375.518,03 20.130.629,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 426.989,04 194.321,24
D. Aktive latente Steuern 132.010,00 144.910,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 155.529,24 171.718,24
27.905.929,51 23.600.488,32

PASSIVA

01.04.2022-31.03.2023
EUR
01.01.-31.03.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 145.875,00 145.875,00
II. Kapitalrücklage 348.538,85 348.538,85
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 214.624,00 214.624,00
IV. Gewinnvortrag 14.033.988,40 11.386.090,14
V. Jahresüberschuss 1.279.602,53 2.647.898,26
16.022.628,78 14.743.026,25
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 572.143,83 461.789,39
2. Sonstige Rückstellungen 3.011.996,18 1.819.559,54
3.584.140,01 2.281.348,93
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.200,13 64.711,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.363.794,91 5.234.773,92
3. Sonstige Verbindlichkeiten 598.623,60 942.776,29
7.964.618,64 6.242.261,99
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.505,11 0,00
E. Passive latente Steuern 325.036,97 333.851,15
27.905.929,51 23.600.488,32

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.04.2022 bis 31.03.2023

der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim

01.04.2022-31.03.2023
EUR
01.01.-31.03.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 70.633.489,05 14.585.110,13
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -263.026,29 823.055,85
3. Gesamtleistung 70.370.462,76 15.408.165,98
4. Sonstige betriebliche Erträge 404.469,22 2.064.097,41
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.882.923,24 8.011.126,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.282.794,88 345.736,84
43.165.718,12 8.356.863,34
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.631.213,18 2.261.781,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.624.353,41 417.806,58
10.255.566,59 2.679.588,29
7. Abschreibungen 483.019,75 135.298,32
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.701.669,60 2.834.962,79
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 162.472,52 8.184,64
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 411.586,32 15.454,30
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 636.633,24 808.530,20
12. Ergebnis nach Steuern 1.283.210,88 2.649.750,79
13. Sonstige Steuern 3.608,35 1.852,53
14. Jahresüberschuss 1.279.602,53 2.647.898,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23

der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim

1. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung der Bilanzposten im Jahresabschluss der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim (Amtsgericht Darmstadt, HRB 61168), werden die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt.

In der Gesellschafterversammlung vom 14. Februar 2022 wurde die Änderung des Geschäftsjahreszeitraums vom 1. April bis zum 31. März (i. V. 1. Januar bis 31. Dezember) und die damit verbundene Änderung des Gesellschaftsvertrags beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 19. Februar 2022. Durch die Umstellung auf einen abweichenden 12-Monatszeitraum als den zuvor gewählten entstand zwangsläufig das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2022. Die Angaben des Rumpfgeschäftsjahres sind daher nur eingeschränkt mit dem aktuellen Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 vergleichbar.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden mit Ausnahme der unten detaillierter aufgeführten Änderungen im Ausweis unverändert zum Vorjahresabschluss angewandt. Die Angaben des Vorjahres sind daher nur eingeschränkt mit dem aktuellen Geschäftsjahr vergleichbar

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 11 Jahren vorgenommen. Selbst erstellte immateriellen Vermögensgegenstände werden entsprechend des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen 3 und 20 Jahren.

Zugänge werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG sofort im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken pauschale Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden.

Grundlage für die Bewertung der fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bildet ein aus dem betrieblichen Rechnungswesen abgeleiteter Zuschlagssatz, der auf Basis der tatsächlichen Aufwendungen ermittelt wird. Die Herstellungskosten enthalten Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten in Form des Zuschlagssatzes. Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 0,5 % gebildet worden.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag 1,79 % (i. Vj. 1,81%). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. März 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 22 (Unterschiedsbetrag).

Die Bewertung der Rückstellungen für Dienstjubiläen erfolgt nach den Vorschriften des § 253 Abs.1 bis 3 HGB, dabei werden alle Dienstjubiläen in die Berechnung einbezogen. Die von der Gesellschaft zu entrichtenden gesetzlichen Sozialabgaben werden dabei berücksichtigt. Als Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden die von Dr. Klaus Heubeck (Heubeck-Richttafeln 2018 G) veröffentlichten Werte und einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Der Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB beträgt 1,50 % (i. Vj. 1,35%).

Alle weiteren Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Forderungen in Fremdwährung bestehen nicht.

2. Erläuterungen zur Bilanz

2.1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs und in der Anlage zum Anhang enthalten.

2.2. Finanzanlagevermögen

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name Beteiligungsquote Währung Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 31.12.2022
DIOMOS Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG 100 % TEUR 5 -25

Bei der Beteiligung an der DIOMOS Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG handelt es sich um eine Kommanditbeteiligung.

2.3. Vorräte

Innerhalb der Vorräte erfolgte im Geschäftsjahr eine Umgliederung in Höhe von TEUR 2.005 aus dem Bilanzposten fertige Erzeugnisse und Waren in den Bilanzposten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Der umgegliederte Bestand betrug im Geschäftsjahr TEUR 2.005 (i. Vj. TEUR 1.657).

2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.4.1. Restlaufzeiten

Ausgenommen der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

2.4.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 7.614 (i. Vj. TEUR 3.500) eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren und in Höhe von TEUR 56 (i. Vj. TEUR 8) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und resultieren vollständig aus einem begebenen Darlehen.

2.4.3 Forderungen gegen Gesellschafter

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Darlehensforderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 14 (i. V. TEUR 20).

2.4.4 Ausweisänderung Sicherheitseinbehalt Markant

Im Rahmen der Veräußerung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Markant Finanz AG erfolgt seitens der Markant Finanz AG ein Sicherheitseinbehalt von 10% der angekauften Forderungen, welcher ausbezahlt wird, wenn die verkauften Forderungen tatsächlich beglichen wurden. Der Gesamtbetrag des Sicherheitseinbehalts zum Stichtag von TEUR 535 (i. Vj. TEUR 426) wurde im Vorjahr unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Zutreffender Weise wird dieser Betrag seit diesem Geschäftsjahr in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

2.4.5. Factoring

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 8.238 im Rahmen des betriebenen Factorings veräußert. Die Gesellschaft schöpft das mögliche Factoringvolumen damit vollständig aus.

Dabei geht das Risiko des Zahlungsausfalls des Schuldners vollständig auf den Käufer über. Der Zweck des Factorings liegt im Wesentlichen darin begründet, den Zeitpunkt des Liquidationszuflusses aus den Umsatzgeschäften vorzuziehen. Wegen der Übernahme des Delkredere-Risikos durch den Factor sind Abschläge auf die Nominalwerte der Forderungen zu leisten.

Verbindlichkeiten aus Forfaitierungszahlungen werden von den jeweiligen forfaitierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aktivisch abgesetzt.

2.5. Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr 2022/2023 geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 29,83 %.

Passive latente Steuern wurden entsprechend dem Vorjahr für eine 6b-Rücklage gebildet, da hier die Entscheidung seitens der Geschäftsführung getroffen wurde, für den im Wirtschaftsjahr 2021 realisierten Veräußerungsgewinn aus der Veräußerung von Grund und Boden sowie Gebäude, eine steuerbegünstigte Rücklage nach § 6b EStG zu bilden. Die auf Ebene der Gesellschaft gebildete, steuerrechtliche Rücklage wird in der nächsten logischen Sekunde auf die Anschaffung desselben Grund und Bodens und Gebäude bei der Diomos Grundstücksverwaltungs mbH & Co. Vermietungs KG übertragen, an der die Gesellschaft zu 100% beteiligt ist. Die Bewertung der hieraus entstehenden temporären Differenz erfolgte mit dem Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 15,83%, da die Gewerbesteuer aus dieser Differenz von der Diomos Grundstücksverwaltungs mbH & Co. KG zu tragen ist.

Auf eine Verrechnung der aus den obigen Sachverhalten resultierenden latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB wird verzichtet.

Die latenten Steuern stellen sich daher wie folgt dar:

31.03.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
31.03.2023
TEUR
Aktive Steuerlatenz 145 -13 132
Passive Steuerlatenz 334 -9 325

2.6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Nach Auflösung und Auszahlung der Rückdeckungsversicherungen verpfändete die Gesellschaft zur Deckung der Pensionsrückstellungen drei Bankkonten bei der Sparkasse Rheinhessen mit Wirkung zum 11. März 2022 durch eine Verpfändungserklärung. Deshalb werden diese Guthaben bei Kreditinstituten analog zum Planvermögen mit den Pensionsverpflichtungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Buchwert. Es erfolgte keine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen

31.03.2022
TEUR
31.03.2023
TEUR
Pensionsverpflichtung 694 710
Verpfändete Bankguthaben 865 865
Aktiver Unterschiedsbetrag 172 156

2.7. Eigenkapital

2.7.1. Gewinnvortrag

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 14.034 enthalten.

2.7.2. Gewinnausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich eine Gewinnausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 i.V.m. § 285 Nr. 28 HGB aus Aktivierungen sowie aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB:

TEUR
positive Unterschiedsbeträge zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 0
Überhang aktiver latenter Steuern (abzgl. passiver latenter Steuern) 0
geändertem Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellung 22
22

Die verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des bestehenden Gewinnvortrags übersteigen den o.g. Betrag, so dass keine Ausschüttungssperre zum Bilanzstichtag besteht.

2.8. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich mit TEUR 476 (i. Vj. TEUR 552), Jubiläumsverpflichtungen mit TEUR 197(i. Vj. TEUR 210), ausstehende Eingangsrechnungen mit TEUR 569 (i. Vj. TEUR 475), Management Fee an die Muttergesellschaft, Crown Bidco B.V., Vlijmen (Niederlande), mit TEUR 528 (i. Vj. TEUR 0) und Gewährleistungen mit TEUR 131 (i. Vj. TEUR 116), interne und externe Jahresabschluss- und Steuerdeklarationskosten mit TEUR 125 (i. Vj. TEUR 85) sowie Rückstellungen für Pönale mit TEUR 630 (i. Vj. TEUR 0).

Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Garantieverpflichtungen wurde für das aktuelle Geschäftsjahr unter Berücksichtigung einer tatsächlichen Garantiequote von 0,1% ermittelt. Darüber hinaus wurden Erfahrungswerte bei der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt.

Die gestiegenen Steuerrückstellungen resultieren aus den noch nicht veranlagten Vorjahren.

2.9 Verbindlichkeiten

2.9.1. Restlaufzeiten

Verbindlichkeiten Restlaufzeit
<= 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
TEUR Vorjahr
TEUR
TEUR Vorjahr
TEUR
TEUR Vorjahr
TEUR
1. gegenüber Kreditinstituten 2 65 0 0 0 0
2. aus Lieferungen und Leistungen 7.364 5.235 0 0 0 0
3. sonstige 599 943 0 0 0 0
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 7.965 6.242 0 0 0 0

2.9.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch die Gesellschaft keine gesonderten Sicherheiten gestellt.

2.9.3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

2.9.4. Sonstige Verbindlichkeiten

Für die sonstigen Verbindlichkeiten wurden durch die Gesellschaft keine gesonderten Sicherheiten gestellt.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf solche aus Steuern TEUR 547 (i. Vj. TEUR 923) und auf solche im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 45 (i. Vj. TEUR 12).

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in einem Tätigkeitsbereich erzielt. Otto Cosmetic ist Lohnhersteller vor allem für die kosmetische Industrie und produziert Markenartikel sowie Handelsmarkenprodukte. Das Unternehmen versteht sich als Kosmetikhersteller ohne eigene Marke. Es werden sowohl reine Lohndienstleistungen als auch Leistungen für die Bereiche der Entwicklung, Beschaffung, Herstellung, Produktion sowie Logistik erbracht.

Dabei wurden 79% der Umsätze im Inland (TEUR 55.754, i. Vj. TEUR 11.072), 20% im europäischen Ausland (TEUR 14.570, i. Vj. TEUR 3.290) und 1% im Drittland (TEUR 309, i. V. TEUR 223) erzielt.

3.2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 199 (i. Vj. TEUR 2.013) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 19) und Erträge aus der Ausbuchung einer Wertberichtigung in den Vorräten aus 2021 (TEUR 171).

Es sind außerdem Erträge in Höhe von TEUR 61 enthalten, die aus Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten keine unrealisierten Kursgewinne.

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bestanden im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.951 aus ausgebuchten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.751 und Lieferantenboni in Höhe von TEUR 179.

3.3. Personalaufwand

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind solche für Altersversorgung in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Geschäftsjahr 2023 Anzahl
Angestellte 102
Gewerbliche Arbeitnehmer 135
237

3.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Aufwendungen für Gas, Strom und Wasser von TEUR 910 (i. Vj. TEUR 173) sowie die Aufwendungen für Fremdpersonal von TEUR 517 (i. Vj. TEUR 0) in dem Materialaufwand ausgewiesen, da diese Aufwendungen überwiegend für die Produktherstellung anfallen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.828 (i. Vj. TEUR 15) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um den Aufwand aus der Korrektur eines zu hoch ausgewiesenen Bestands in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.752.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 42 (i. Vj. TEUR 3). Wie im Vorjahr betreffen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung keine unrealisierten Kursverluste.

Im Vorjahr als Erlösschmälerung ausgewiesene Factoringgebühren werden seit dem Geschäftsjahr 2022/23 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (TEUR 557).

3.5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen TEUR 13 (i. Vj. TEUR 3) enthalten.

3.6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Zuführung und Auflösung aktiver und passiver latenter Steuern von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 10) enthalten und Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuern von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 334).

4. Sonstige Angaben

4.1. Außerbilanzielle Verpflichtungen

Der von uns benötigte Grundbesitz samt Gebäuden wird im Rahmen von sog. "Operating Leasing-Verträgen" von einer Leasinggesellschaft geleast. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der gesamte betrieblich genutzte Grundbesitz samt Gebäuden im Rahmen des "Sale & Lease Back"-Vertrages veräußert. Daraus wurde ein Buchgewinn von TEUR 2.009 erzielt. Die Laufzeit der Leasingverträge beträgt noch bis zu 29 Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung über die noch verbleibende Vertragslaufzeit von insgesamt TEUR 11.388. Die Belastung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr beträgt TEUR 371. Diese Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an den Grundbesitz.

Die von uns benötigten technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden im Rahmen von sog. "Operating Leasing-Verträgen" von einer Leasinggesellschaft geleast. Die Laufzeit dieser Leasingverträge beträgt noch bis zu fünf Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung über die noch verbleibende Vertragslaufzeit von insgesamt TEUR 1.801. Die Belastung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr beträgt TEUR 868. Diese Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen.

Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 51 sind zugunsten von Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft verpfändet. Darüber hinaus sind Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 865 zu Gunsten der Pensionsanwärter der Otto Cosmetic GmbH verpfändet.

Mit Vertrag vom 12. Mai 2022 hat die Gesellschaft sämtliche bestehenden und zukünftige Forderungen aus Lieferung und Leistungen, Versicherungen (außer Haftpflichtversicherungen, D&O Versicherungen und Versicherungen zugunsten von Angestellten) und Forderungen aus Intragroup-Darlehen zu Gunsten der Besicherung eines Darlehens der Muttergesellschaft abgetreten. Darüber hinaus wurden sämtliche Guthaben bei Kreditinstituten mit Ausnahme der an die Pensionsanwärter verpfändeten Konten als Sicherheit eingebracht. Es handelt sich hierbei um nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vereinbarungen. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko der Inanspruchnahme als niedrig ein, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass die Crown Bidco B.V. ihren Verpflichtungen nicht nachkommen wird.

4.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den außerbilanziellen Verpflichtungen aus Punkt 4.1. bestehen noch die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehend aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Die künftigen Zahlungen bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge haben folgende Fälligkeiten:

31.03.2023
TEUR
Fälligkeit innerhalb eines Jahres 21
Fälligkeit nach mehr als einem und bis zu fünf Jahren 4
Fälligkeit nach mehr als fünf Jahren 0
Gesamt 25

Daneben bestehen Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten für Rohstoffe, welche in Bezug auf die Abnahmemengen variabel sind und in einer Bandbreite von 5,0 Mio. bis 6,0 Mio. Euro liegen.

4.3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

Jens Otto, technischer Geschäftsführer, Gernsheim (bis 30. Juni 2023)

Dirk Martin Otto, kaufmännischer Geschäftsführer, Seeheim-Jugenheim

Markus Neumann, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, Bickenbach

Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB werden die in § 285 Nr. 9a und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane unterlassen, da anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs festgestellt werden können.

Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

Dirk Martin Otto, Geschäftsführer der Otto Cosmetic GmbH, Seeheim-Jugenheim

Jens Otto, Geschäftsführer der Otto Cosmetic GmbH, Seeheim-Jugenheim (bis 30. Juni 2023)

Bart Hullegie, Director bei Crown Bidco B.V., Vlijmen (NL)

Jürgen Sandmann, Director bei Crown Bidco B.V., Vlijmen (NL), (bis 31. Dezember 2023)

Roel Sleenhof, Director bei Crown Bidco B.V., Vlijmen (NL) (seit 1. Dezember 2023)

Im Berichtsjahr wurden keine Vergütungen für die geleisteten Tätigkeiten gewährt.

4.4. Angaben zu Konzernabschlüssen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Crown HoldCo B.V., Vlijmen (Registernummer 70823618 beim Netherlands Chamber of Commerce), Amsterdam (NL), einbezogen. Die Crown HoldCo B.V. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis nach den niederländischen Bilanzierungsstandards (Dutch-GAAP) auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlageberichtsind in den Geschäftsräumen der Crown HoldCo B.V. dauerhaft erhältlich und beim Netherlands Chamber of Commerce dauerhaft veröffentlicht. Zwischen HGB und Dutch-GAAP existieren keine wesentlichen abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden. Die Gesellschaft nimmt die Aufstellungsbefreiung nach § 291 HGB in Anspruch. Die 3 i Group PLC (Großbritannien) stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf.

4.5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betragen für das Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt TEUR 156.

4.6 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.280 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 14.034 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Groß - Rohrheim, den 28. März 2024

gez. Markus Neumann

gez. Dirk Otto

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/23

der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.4.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.03.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.000.773,31 0,00 0,00 1.000.773,31
1.000.773,31 0,00 0,00 1.000.773,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.546,97 0,00 0,00 8.546,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.159.008,78 69.259,99 0,00 2.228.268,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.214.002,63 91.737,76 0,00 4.305.740,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 392.023,27 35.142,37 15.026,10 412.139,54
6.773.581,65 196.140,12 15.026,10 6.954.695,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.705,81 0,00 5.705,81 0,00
2. Beteiligungen 100.766,66 0,00 0,00 100.766,66
3. Sonstige Ausleihungen 117.300,15 158.880,51 0,00 276.180,66
223.772,62 158.880,51 5.705,81 376.947,32
7.998.127,58 355.020,63 20.731,91 8.332.416,30
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.4.2022
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.03.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 968.500,31 12.783,00 0,00 0,00 981.283,31
968.500,31 12.783,00 0,00 0,00 981.283,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.072,97 2.278,00 0,00 0,00 3.350,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.440.336,78 136.965,99 0,00 0,00 1.577.302,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.527.837,63 330.992,76 0,00 0,00 2.858.830,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.969.247,38 470.236,75 0,00 0,00 4.439.484,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.704,81 0,00 0,00 5.704,81 0,00
2. Beteiligungen 95.765,66 0,00 0,00 0,00 95.765,66
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
101.470,47 0,00 0,00 5.704,81 95.765,66
5.039.218,16 483.019,75 0,00 5.704,81 5.516.533,10
Buchwerte
Stand am 31.03.2023
EUR
Stand am 31.03.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 19.490,00 32.273,00
19.490,00 32.273,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.196,00 7.474,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 650.966,00 718.672,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.446.910,00 1.686.165,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 412.139,54 392.023,27
2.515.211,54 2.804.334,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
2. Beteiligungen 5.001,00 5.001,00
3. Sonstige Ausleihungen 276.180,66 117.300,15
281.181,66 122.302,15
2.815.883,20 2.958.909,42

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Otto Cosmetic GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Otto Cosmetic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungdurchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 28. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Mayran, Wirtschaftsprüferin

gez. Jürgens, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Otto Cosmetic GmbH, Groß-Rohrheim, zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversamlung am 28. März 2024 festgestellt.

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