Acandis
GmbH
Pforzheim
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
I. Grundlage des Unternehmens
A. Geschäftsmodell des Unternehmens
Die Acandis GmbH ist spezialisiert auf die
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Produkten zur
Behandlung neurovaskulärer Erkrankungen. Unsere
Produkte werden weltweit von interventionell tätigen
Neuroradiologen genutzt und dienen der
Schlaganfall-Prävention und
-Therapie.
Zu den Produkten des Unternehmens zählen Stent
Retriever, Stents und Katheter zur Behandlung des akuten
Schlaganfalls und Gefäßstenosen, wie auch Stents
und Flow Diverter zur Behandlung von neurovaskulären
Aneurysmen. Für die Implantate werden Rohre und
Drähte aus Nitinol verarbeitet, einer
Formgedächtnislegierung mit einer hohen
Flexibilität.
B. Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des
Unternehmens wurden auch 2023 kontinuierlich fortgesetzt,
bilden sie doch die Basis für den langfristigen Erfolg
des Unternehmens. Der Fokus lag zum einen auf dem weiteren
Aufbau eigener Fertigungstechnologien, um die Entwicklungs-
und Zulassungszeiten ("time-to-market") zu verkürzen
und die Flexibilität der Produktion zu erhöhen.
Dazu zählte der weitere Ausbau von Laser-, Flecht-,
Oberflächen- und Mikro-Assembly-Technologien zur
Herstellung von Implantaten, sowie der Ausbau der
Technologie zur antithrombogenen Beschichtung von
Implantaten.
Zum anderen lag der Fokus im Bereich Forschung und
Entwicklung auf der Zulassung der bestehenden
Produktfamilien nach der neuen Europäischen Verordnung
für Medizinprodukte (EU) 2017/745 (MDR), welche die
bisher geltende Medizinprodukterichtlinie
MDD (93/42/EEC) ersetzt. In 2023 konnte somit
für 5 Produkte die Zulassung nach MDR (Umstellung von
MDD auf MDR) sowie die Zulassung für ein neues Produkt
erzielt werden.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
werden durch ein hochqualifiziertes Team aus
Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern vorangetrieben
und sind so maßgeblich für die Innovationskraft
des Unternehmens.
Im Bereich der Entwicklung sind zum Stichtag
31. Dezember 2023 55 Mitarbeiter (Vorjahr: 52)
beschäftigt. Im Jahr 2023 haben wir einen mittleren
siebenstelligen Betrag in die Forschung und Entwicklung
investiert. Für die Entwicklungsprojekte werden nur in
begrenztem Umfang Leistungen von Dritten in Anspruch
genommen. Es findet keine Aktivierung der
Entwicklungsaufwendungen statt.
II. Geschäftsverlauf
A. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche
Interventionelle Neuroradiologie Global: Der
weltweite Markt der interventionellen Neuroradiologie
betrug in 2023 etwa 3,6 Mrd. US-Dollar mit einem
erwarteten Wachstum von 8,7 % jährlich bis 20281.
Die Medtech-Branche in Deutschland: Die Branche ist
mit über 250.000 Beschäftigen und einem
Gesamtumsatz von jährlich über
38,4 Milliarden Euro in Deutschland ein wichtiger
Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Der Bundesverband der
medizintechnischen Industrie (BVMed) führte im Herbst
2023 unter seinen Mitgliedsunternehmen eine Umfrage durch.
66 % der befragten MedTech-Unternehmen rechneten
für das Jahr 2023 mit einem besseren Umsatzergebnis in
Deutschland als im Vorjahr. Das ist ein leicht besseres
Ergebnis als im Vorjahr (61 %) und deutlich besser als
im ersten Corona-Krisenjahr (24 %) - reicht aber noch
nicht an die Werte vor der Corona-Pandemie heran (2019:
70 %, 2018: 78 %). Von einem Umsatzrückgang
gingen dabei immer noch 19 % der befragten Unternehmen
aus. Bei 12 % sind die Umsatzrückgänge sogar
im zweistelligen Bereich. Das zeigt, dass sich einzelne
Produktbereiche der MedTech-Branche sehr unterschiedlich
entwickeln. Aus den gewichteten Umsatzangaben der
BVMed-Unternehmen ergibt sich im deutschen Markt ein
durchschnittlicher Umsatzanstieg von
4,8 %gegenüber dem vorhergehenden Krisenjahr. Die
Branche zeigt sich damit insgesamt leicht erholt. Die
wichtigsten Gründe für die angespannte
Geschäftssituation sind, wie im Vorjahr, die
gestiegenen Logistik-, Rohstoff und Energiepreise. Zwei
Drittel der Unternehmen geben den zunehmenden
bürokratischen Aufwand, 61 % die
MDR-Implementierung als wichtigste Hürden an. Weitere
Faktoren sind der zunehmende Fachkräftemangel, gefolgt
vom Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften und
Klinikketten, unsichereren Lieferketten und einer nicht
ausreichenden Vergütung von Sachkosten im DRG-System.
Die Hemmnisse durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung
(MDR)bleiben ein vor allem für KMU beherrschendes
Thema. So sieht ein Großteil der befragten
BVMed-Unternehmen die steigenden Kosten und gebundenen
Ressourcen durch die MDR als großes Hindernis
für die künftige Entwicklung der
Medizintechnologie-Branche an. Weitere Faktoren sind der
Innovationsstopp durch die MDR sowie der verzögerte
Markteintritt neuer Produkte durch die stark gestiegenen
regulatorischen Anforderungen. Fast die Hälfte der
Unternehmen hat mit Ressourcendefiziten bei den benannten
Stellen zu kämpfen.
Innovationsklima-Index auf dem absoluten Tiefpunkt:
Auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut)
bewerteten die Unternehmen das Innovationsklima für
Medizintechnik in Deutschland im Durchschnitt nur noch mit
3,5. Das ist seit Erhebung des Indexes 2012 der
absolute Tiefstwert und zeigt die Dramatik der
Herausforderungen für die KMU-geprägte
MedTech-Branche in Deutschland auf. Als innovativste
Forschungsbereiche schätzen die Unternehmen die
Diagnostik (33 %), Kardiologie (31 %), Neurologie
(29 %), Onkologie (27 %) und Chirurgie
(19 %) ein.
Als Acandis sehen auch wir, dass die
Rahmenbedingungen der Branche in Deutschland sich
gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert haben. Im
Gegenteil:
- Die Einführung der Medical Device
Regulation (MDR) im Mai 2021 in Europa verringert weiter
die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und
europäischen, meist mittelständisch
geprägten Unternehmen gegenüber ihren
US-amerikanischen oder chinesischen Wettbewerbern. Die
Zulassungszeiten für Medizinprodukte in Europa haben
sich gegenüber der bisherigen Gesetzgebung (MDD)
verdreifacht bis vervierfacht, weil ausreichende
Kapazitäten der benannten Stellen immer noch nicht
verfügbar sind und sich die bürokratischen
Aufwände vervielfacht haben. Entwicklungsstarke
Unternehmen müssen zusätzlich einen signifikanten
Teil ihrer Einnahmen aufwenden, um die Anforderungen der
MDR zu erfüllen und die Zulassung neuer Produkte ist
nur noch über zeit- und kostenintensive klinische
Studien möglich.
- Die deutlichen Kostensteigerungen können
aufgrund des Preisdrucks im Heimatmarkt Deutschland nur
bedingt weitergegeben werden. Dies führt dazu, dass
die Patientenversorgung, wie auch die Deckungsbeiträge
und die Gewinnentwicklung des Unternehmens leiden.
- Die hohen Zulassungshürden (Kosten,
Zulassungszeiten) in den großen Märkten USA, und
Japan führen dazu, dass kleine und mittlere
europäische Unternehmen diese Märkte nur zaghaft,
wenn überhaupt, in Angriff nehmen können. Der
zunehmend protektionistisch geprägte Markt in
China ist für ausländische MedTech Firmen
unattraktiv geworden.
- Der ausgeprägte Fachkräftemangel in
Deutschland behindert die Entwicklung schnell wachsender
Unternehmen in der Medizintechnik-Branche signifikant. Dies
hemmt innovative Unternehmen in ihrem Wachstum immens.
- Der nach wie vor hohe Standard der Ausbildung
in den Natur- und Ingenieurswissenschaften bietet den
medizintechnischen Unternehmen nach wie vor gute
Möglichkeiten in Forschung und Entwicklung zu
investieren.
Die Geschäftsleitung sieht Acandis mit seinen
zahlreichen Innovationen auf der Produktseite als
hervorragend aufgestellt an. Die Vermarktung der Produkte
wird aber zunehmend in den USA erfolgen, um die Kosten der
Technologie- und Produktentwicklung zu amortisieren. Mit
den durch die MDR deutlich steigenden Entwicklungs- und
Zulassungskosten hat der europäische Markt deutlich an
Attraktivität verloren.
B. Entwicklung der Gesellschaft
Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2023 wegen der MDR wenig neue Produkte
am Markt etablieren, war allerdings in der Lage neue
Vertriebsgebiete zu erschließen sowie den Marktanteil
der bestehenden Produkte auszubauen.
III. Darstellung der Lage der Gesellschaft
A. Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr (TEUR 38.587) um TEUR 10.261 auf
TEUR 48.848. Auf der Aktivseite resultiert der Anstieg
im Wesentlichen aus der Erhöhung des
Anlagevermögens um TEUR 3.892, der Erhöhung
der Vorräte (TEUR 4.108), der Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.263)
sowie der flüssigen Mittel (TEUR 990). Auf der
Passivseite resultiert der Anstieg der Bilanzsumme
einerseits durch ein höheres Eigenkapital
(+ TEUR 2.409), höheren Rückstellungen
(+ TEUR 1.794) und höheren Verbindlichkeiten
(TEUR 6.396) und andererseits durch geringere passive
Rechnungsabgrenzungsposten (./. TEUR 373).
Der Anstieg im Anlagevermögen resultiert
überwiegend durch Investitionsausgaben für ein am
Bilanzstichtag in Bau befindliches Betriebsgebäude am
Standort Pforzheim.
Aufgrund des Umsatzwachstums haben sich die
Vorräte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.108
auf TEUR 14.272 erhöht.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(einschließlich Leistungsforderungen gegen
Verbundunternehmen) ergibt sich eine Erhöhung
gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.873) um
TEUR 1.821 auf TEUR 8.694. Dies resultiert aus
der Erschließung neuer Märkte sowie der weiteren
Erhöhung der Verkaufszahlen im abgelaufenen
Geschäftsjahr.
Die Erhöhung der liquiden Mittel resultiert
überwiegend aus den positiven Cash-Flows aus laufender
Geschäftstätigkeit (+ TEUR 1.509) und
aus Finanzierungstätigkeit (+ TEUR 4.613)
abzüglich den negativen Cash-Flows aus
Investitionstätigkeit (./. TEUR 4.964).
Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert aus
dem Jahresüberschuss in Höhe von insgesamt
TEUR 2.409. Die Eigenkapitalquote (inklusive
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) ist
aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme gegenüber dem
Vorjahr (37,2 %) auf 34,3 % gesunken.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
haben sich im Geschäftsjahr insbesondere durch
Neuaufnahmen von TEUR 7.709 und Darlehenstilgungen von
TEUR 1.728 um TEUR 5.835 auf TEUR 20.017
(Vorjahr: TEUR 14.182) erhöht.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(einschließlich Leistungsverbindlichkeiten
gegenüber Verbundunternehmen) erhöhten sich
aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens
gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.820) um
TEUR 504 auf TEUR 3.324.
B. Investitionstätigkeit
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen von
TEUR 5.253 getätigt. Hierbei handelt es sich
insbesondere um Ausgaben für einen weiteren
Erweiterungsbau sowie für Maschinen, Büro- und
Geschäftsausstattung (insgesamt TEUR 5.035).
Für die Gründung weiterer Vertriebsgesellschaften
sowie der Kapitalausstattung von bestehenden
Vertriebsgesellschaften wurden TEUR 164 Ausgaben
getätigt.
Die planmäßigen Abschreibungen
erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um
TEUR 111 auf insgesamt TEUR 1.007 (Vorjahr:
TEUR 896).
C. Finanzlage
Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet,
Verbindlichkeiten im Rahmen der Zahlungsfristen und unter
Beachtung von Skontofristen zu begleichen und Forderungen
im Rahmen der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Die kurzfristigen Forderungen, sonstigen
Vermögengegenstände und Bankguthaben
übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über
die Gesellschafter und über Banken.
Durch den positiven Cash-Flow
(= Jahresüberschuss + Abschreibungen)
in Höhe von TEUR 3.478 (Vorjahr:
TEUR 2.041), einer Zunahme des Working Capital
(= Veränderung der kurzfristigen Aktiva
abzüglich Veränderung der kurzfristigen Passiva)
in Höhe von TEUR 3.658 (Vorjahr: TEUR 6.759)
sowie einem positiven Saldo aus Ertragsteueraufwand
abzüglich Ertragsteuerzahlung (TEUR 286; Vorjahr
negativ TEUR 1.468) ergab sich insbesondere ein
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
mit TEUR 1.509. (Vorjahr: Mittelabfluss
TEUR 5.598). Der Mittelabfluss aus der
Investitionstätigkeit betrug TEUR 4.964 (Vorjahr:
TEUR 8.408). Aus der Finanzierungstätigkeit ergab
sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss von
TEUR 4.613 (Vorjahr: TEUR 10.371). Hierdurch hat
sich der Finanzmittelbestand (= Saldo aus kurzfristen
Kontokorrentguthaben abzüglich kurzfristiger
Kontokorrentverbindlichkeiten) gegenüber dem Vorjahr
um TEUR 1.157 erhöht.
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war die
Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre finanziellen
Verpflichtungen zu erfüllen.
D. Ertragslage
Der Rohertrag2 ist im Geschäftsjahr 2023 um
TEUR 6.329 auf TEUR 19.707 bzw. um 47,3 %
zum Vorjahr (TEUR 13.378) gestiegen.
Die Steigerung der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen um rd. 24,7 % auf TEUR 14.259
(Vorjahr: TEUR 11.438) resultiert aus höheren
Vertriebskosten sowie gestiegenen Werbe- und Reisekosten.
Daneben haben wir eine Forderung gegenüber einem
Zwischenhändler im Zahlungsverzug aus
vorsichtsgesichtspunkten vollständig wertberichtigt.
Damit konnte die Gesellschaft ein Ergebnis3 von
TEUR 3.702 (Vorjahr: TEUR 1.384) für das
Geschäftsjahr 2023 erzielen.
Mit diesem Ergebnis haben wir unsere Planung deutlich
übertroffen. Dies ist durch zeitlich verschobene
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
begründet.
Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung
im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 zufrieden.
Zum 31. Dezember 2023 betrug die Zahl der
Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) 253 (Vorjahr:
237).
E. Finanzielle Leistungsindikatoren
Als finanzielle Leistungsindikatoren wählen wir
aus den Kennzahlen die Gesamtleistung pro Mitarbeiter, die
Umsatzrentabilität und den Cash Flow.
Die Mitarbeiterzahl wurde entsprechend
§ 267 Abs. 5 HGB berechnet. Die
Umsatzrentabilität berechnen wir mit dem
Jahresergebnis zzgl. Finanzergebnis und der Steuern vom
Einkommen und Ertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung.
Der Cash Flow wird nach der indirekten Methode aus dem
Jahresergebnis unter Berücksichtigung von
Abschreibungen, längerfristigen Rückstellungen
und sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen bzw.
Erträgen ermittelt.
Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter ist um
TEUR 40 auf TEUR 202 im Geschäftsjahr
gestiegen. Die Umsatzrentabilität hat sich
insbesondere durch eine gesunkene Personalaufwandsquote
(lfd. Jahr: 33,3 %; Vorjahr: 37,3 %) und
prozentual geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen
von 2,6 % im Vorjahr auf 10,3 % im laufenden Jahr
erhöht. Der Cash-Flow hat sich dadurch von
TEUR 2.041 auf TEUR 3.478 erhöht.
IV. Chancen und Risikobericht
Acandis ist als international agierendes Unternehmen
in der Gesundheitsbranche tätig. Daraus ergeben sich
zahlreiche Chancen, aber auch geschäftsspezifische
Risiken. Das Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es
deshalb, potenzielle Chancen zu nutzen und die Risiken zu
minimieren und hierdurch den Wert des Unternehmens
systematisch und nachhaltig zu steigern.
Das Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft ist
geprägt von einer konservativen Risikopolitik. Das
Ziel ist die Absicherung gegen jegliche Art von
finanziellen Risiken. Eine laufende Liquiditätsplanung
wird zur Absicherung des Liquiditätsrisikos
eingesetzt.
Unser Unternehmenswachstum und die notwendigen
klinischen Studien in den USA erfordern einen hohen
Finanzbedarf. Die positive Entwicklung der
Liquiditätslage und die daraus folgende
Schuldentilgung stehen daher im Mittelpunkt unserer
Planungsaktivitäten. Größere
Währungsrisiken aus dem Euro-Dollar-Wechselkurs, die
die Gesellschaft in der VFE-Lage belasten könnten,
sehen wir in 2024 nicht. Um Währungsschwankungen zu
begegnen, setzt die Gesellschaft
Devisentermingeschäfte ein. Dem Kursverfall der
Türkischen Lira können wir keine
Finanzinstrumente entgegensetzen. Mit einer klaren
Strategie unserer Tochter in der Türkei und den
bereits eingeleiteten Maßnahmen sind wir
zuversichtlich, die Risiken aus der operativen
Geschäftstätigkeit weiter zu reduzieren.
Unsere Produktionsrisiken sehen wir insgesamt als
moderat an. Die Herstellungsprozesse wurden in den
vergangenen Jahren weiterentwickelt, stabilisiert sowie die
Strukturen in der Produktion gefestigt. Die
Produktionskapazitäten wurden erhöht. Auf
zusätzliche Bedarfe vom Markt kann das Unternehmen
dank dem Aufbau einer inhouse Produktion innerhalb gewisser
Grenzen gut reagieren.
Die Risiken in der Beschaffung von Roh- und
Hilfsmaterialien haben sich gegenüber dem Vorjahr
etwas verringert. Wir sehen diese als insgesamt mittelhoch
an. Die Beschaffungsrisiken betreffen sowohl die
Verschiebung von Lieferterminen als auch
Preiserhöhungen. Preiserhöhungen für
Rohmaterialien und Komponenten sind bereits in Kraft bzw.
wurden von den Zulieferern angekündigt. Das
Unternehmen versucht seine Lieferketten durch langfristige
Liefervereinbarungen und die Gewinnung von
Alternativlieferanten abzusichern. Die Bevorratung mit
besonders kritischen Rohmaterialien wurde weiter
verstärkt.
Unsere Bestandsrisiken sehen wir als moderat an.
Bestandsrisiken ergeben sich in erster Linie aus dem "Shelf
Life" (der maximal möglichen Inverkehrsdauer
sterilisierter Produkte) von maximal 3 Jahren und
Änderungen an den Produkten innerhalb des
Lebenszyklus, was dazu führen kann, dass Produkte
nicht mehr verkauft werden können. Beschichtete
Implantate besitzen derzeit noch ein geringeres "Shelf
Life", was die Bestandsrisiken dieser neuen Generation von
Medizinprodukten erhöht. Das Unternehmen versucht die
Bestandsrisiken zu reduzieren, indem (i) das "Shelf Life"
beschichteter Implantate erhöht wird, (ii) Produkte
immer mehr "on demand" für unsere Distributoren
produziert werden und (iii) die eigenen Konsignationslager
in den Kliniken ständig überprüft werden.
Unsere Investitionsrisiken in Bezug auf die
Ausweitung der Produktion, die Entwicklung von neuen
Herstellprozessen und die Produktentwicklung sehen wir als
moderat an. Ebenso die Risiken für eine stärkere
Markterschließung in den Ländern Asiens und
Amerikas (ohne China, ohne USA). In einer erfolgreichen
Markterschließung der USA über klinische Studien
sehen wir die größten Chancen allerdings auch
moderate bis mittelhohe Risiken. Die Risiken für den
Marktzutritt in China sind mit sehr hoch zu bewerten. Das
Unternehmen konzentriert sich daher bei
Zulassungsaktivitäten außerhalb des CE-Raumes
auf die USA und Japan.
Die Personalrisiken sehen wir als hoch an. Ein
Großteil des Fachpersonals, welches das Unternehmen
zum weiteren Wachstum benötigt, ist auf dem deutschen
Arbeitsmarkt nicht oder nicht ausreichend vorhanden. Die
Situation hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht
verbessert. Zu den nicht besetzten Stellen gehören
insbesondere Positionen im Bereich von Regulatory Affairs,
Clinical Affairs, Qualitätsmanagement, Engineering und
Marketing.
Dazu kommt der allgemeine Fachkräftemangel. Um
weiterhin personelle Ressourcen aufbauen zu können,
hat das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen
eingeleitet um seine Attraktivität als Arbeitgeber zu
steigern. Ein weiterer Aspekt, die notwendigen
Fachkräfte für das Wachstum zu gewinnen wird
darin bestehen, über seine Auslandstöchter mehr
Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen zu
binden.
Die Wettbewerbsrisiken sehen wir als moderat an. Die
Acandis GmbH ist das einzige Europäische Unternehmen
in seiner Branche und sieht sich etwa 6 Unternehmen
gegenüber, die etwa ähnlich aufgestellt sind. Der
größte Teil dieser Unternehmen sind große
US-amerikanische Unternehmen mit dem Vorteil, dass diese
den großen US-amerikanischen Binnenmarkt bedienen.
Das Unternehmen wird daher sukzessive Produkte in die USA
bringen, um den größten Nachteil gegenüber
seinen Wettbewerbern zu reduzieren. Die Acandis GmbH ist
derzeit Beklagte in einem Patentverletzungsverfahren. Es
ist nicht ausgeschlossen, dass zur Beilegung des Verfahrens
ein Vergleich abgeschlossen wird, für den bereits eine
Rückstellung gebildet wurde. Sollte der Prozess
für uns verloren gehen, rechnen wir mit einer
Schadensersatzzahlung im oberen sechsstelligen Bereich. Die
Rückstellung beläuft sich auf ca. 50 % des
möglichen Schadensersatzes, welche Quotelung in
Vergleichsfällen durchaus üblich ist.
Die Risiken aus dem Einmarsch der russischen
Streitkräfte in die Ukraine am
24. Februar 2022 stufen wir als gering ein. Das
Unternehmen hat nur geringe Absatzmärkte in Russland
und in der Ukraine. Auf der Beschaffungsseite können
wir zumeist auf eine breite Palette von
Liefermöglichkeiten zurückgreifen.
A. Regulatorische Risiken
Regulatorische Risiken ergeben sich vor allem durch
neue bzw. strengere Anforderungen der Medical Device
Regulation (MDR), die seit Mai 2021 verbindlich angewendet
werden muss. Allgemein sehen die Unternehmen der
Medizintechnik Branche, wie auch wir, die MDR als
größtes Hindernis für die weitere
Entwicklung der Branche und die Zulassung neuer Produkte in
Europa. Weil die Zulassung von neuen Medizinprodukten
zukünftig die Referenz auf bestehende Produkte
ausschließt, bzw. deren (Test-) Ergebnisse nicht mehr
uneingeschränkt verwendet werden können, werden
für die Acandis Produkte (Klasse III) umfangreiche
klinische Studien zur Erlangung des CE-Zeichens notwendig.
Auf diese Anforderungen sind weder die Medizintechnikfirmen
ausreichend eingestellt (zu wenig Personal, hohe Kosten,
unklare Regularien, deutlich längere Zulassungszeiten)
noch sind die benötigten Kapazitäten bei den
durchführenden Kliniken, bei den Behörden und den
benannten Stellen vorhanden. Besonders kritisch sind die
mangelnden Kapazitäten der benannten Stellen und die
daraus resultierenden langen Prüf- und
Zulassungszeiten. Extreme Aufwände für den Erhalt
bestehender Zertifikate werden dazu führen, dass die
Unternehmen sich sukzessive von Teilen Ihres
Produktportfolios trennen werden. Die Erhöhung der
Übergangsfristen berührt uns im Wesentlichen
nicht. Mittelfristig muss die bisherige regulatorische
Strategie - Fokus auf den Europäischen Markt - einer
zunehmenden Orientierung in Richtung USA weichen.
B. Chancenbericht
Wir gehen davon aus, dass durch die aktuelle
demographische Entwicklung und den medizinischen
Fortschritt die Nachfrage nach hochwertigen Implantaten,
die die Acandis GmbH herstellt, weiter ansteigen wird. Das
Unternehmen ist in einem Markt tätig, der weltweit
wachsen wird und weiterhin noch Innovationen honoriert.
Chancen ergeben sich daher für uns insbesondere durch
die Ergebnisse unserer F&E Tätigkeiten.
Auf Basis der eigenen Fertigungs- und
Beschichtungs-Technologien können wir auch
zukünftig mit sehr kurzen Entwicklungszeiten neue
Produkte generieren. Durch die Einführung der MDR
dürften sich die Markteintrittsbarrieren für neue
Marktbegleiter im neurovaskulärem Bereich in Europa
deutlich erhöhen.
V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen
solventen, größtenteils langjährig
partnerschaftlich verbundenen wachsenden Kundenstamm.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die
Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten,
grundsätzlich innerhalb der Zahlungs- bzw.
Skontofristen.
Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden
entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur
Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen
über ein angemessenes Forderungsmanagement.
VI. Prognose
Die weitere Entwicklung der Gesellschaft basiert auf
zwei Säulen. Zum einen werden wir weitere Märkte
- insbesondere die USA - über klinische Studien und
internationale Zulassungen für den Vertrieb
erschließen und in bestehenden Märkten zunehmend
eigene Vertriebsnetze aufbauen. Zum anderen werden wir die
bestehenden Produktfamilien durch neue Produkte zur
Lösung noch offener Fragestellungen der
neurovaskulären Therapie ergänzen. Obwohl auch in
der interventionellen Neuroradiologie der Preisdruck
zunehmend eine Rolle spielt, sind wir überzeugt, dass
durch den andauernden Bedarf an Innovationen und dem
begrenzten Gesamtmarkt der Medizintechnik auch in Zukunft
noch angemessene Margen erzielt werden können. Wir
rechnen in diesem Jahr mit einer deutlichen Steigerung der
Kosten unter anderem aufgrund der Vorbereitung und
Durchführung von klinischen Studien und
internationalen Zulassungen, einer deutlichen Steigerung
der Personalkosten und dem weiteren Aufbau von
Produktionskapazitäten. Maßgebend wird dabei
sein, dass wir genügend hochqualifizierte Fach- und
Führungskräfte rekrutieren können.
Trotz Steigerung der Kosten erwarten wir für das
Geschäftsjahr 2024 eine moderate Erhöhung der
Umsatzrentabilität und der Gesamtleistung pro
Mitarbeiter. Beim Cash Flow erwarten wir - trotz
höherer Abschreibungen - eine deutliche Verbesserung
gegenüber dem Vorjahr.
Als Acandis sehen wir uns mit der interventionellen
Neuroradiologie als einem sehr innovativen Bereich
innerhalb der Medizintechnik in Deutschland auch weiterhin
sehr gut positioniert.
VII. Schlussbemerkung
Die Gesellschaft blickt auf eine sehr positive
Entwicklung seit der Gründung zurück. Diese
Entwicklung basiert auf einer soliden Partnerschaft mit
Kunden und Lieferanten, dem Einsatz hochqualifizierter
Mitarbeiter und einem Streben nach Qualität und
Innovation.
Dieses Erfolgskonzept hat auch in Zukunft Bestand.
Wir bedanken uns bei unseren Geschäftspartnern
für das entgegengebrachte Vertrauen. Unseren
Mitarbeitern dürfen wir unseren herzlichen Dank
für den vorbildlichen Einsatz aussprechen.
Pforzheim, 10. September
2024
gez.
Dr. Andreas Schüßler,
Geschäftsführer
gez.
Kirsi Schüßler,
Geschäftsführerin
1 (Quelle:
https://www.marketsandmarkets.com/Market-Reports/neurointer
ventional-neurostimulation-devices-market-847.html?gclid=CjwKCAjwqauVBhBGEiwAXOepk
UaT9y2en39GpfS5 sdIAwMBPbR
xMeMn_j6ossJPO6ACvY2eDa8i9xoC73EQAvD_BwE)
2 definiert als Umsatzerlöse +/./.
Bestandsveränderungen ./. Materialaufwand ./.
Personalaufwand
3 definiert als Jahresüberschuss + Steuern vom
Einkommen und Ertrag + aufgrund einer Gewinngemeinschaft,
eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
22.907.936,91 |
19.015.825,59 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
71.169,00 |
57.710,00 |
| II.
Sachanlagen |
22.091.456,74 |
18.314.351,76 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
6.529.400,91 |
6.755.051,91 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
1.287.302,00 |
1.303.279,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
2.282.147,00 |
1.821.455,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
11.992.606,83 |
8.434.565,85 |
| III.
Finanzanlagen |
745.311,17 |
643.763,83 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
558.763,83 |
468.763,83 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
186.547,34 |
175.000,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
25.404.151,85 |
19.043.120,69 |
| I.
Vorräte |
14.272.388,33 |
10.164.280,00 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
0,00 |
79.520,00 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
9.988.708,69 |
8.725.590,54 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.917.596,67 |
1.794.529,55 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
178.920,00 |
140.860,43 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
8.071.112,02 |
6.931.060,99 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.143.054,83 |
153.250,15 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
536.276,14 |
527.921,75 |
| Aktiva |
48.848.364,90 |
38.586.868,03 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
11.477.630,17 |
9.068.352,24 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
3.000.000,00 |
3.000.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
1.023.741,07 |
1.023.741,07 |
| III.
Gewinnrücklagen |
5.668.824,58 |
3.883.760,06 |
| IV.
Bilanzgewinn |
1.785.064,52 |
1.160.851,11 |
| davon
Gewinnvortrag |
1.160.851,11 |
1.413.342,68 |
| B.
Rückstellungen |
3.159.882,60 |
1.366.192,06 |
| C.
Verbindlichkeiten |
34.045.225,13 |
27.649.466,83 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
20.016.703,60 |
14.182.075,35 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
7.145.064,60 |
2.687.771,35 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
12.871.639,00 |
11.494.304,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
68.272,74 |
114.885,14 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
68.272,74 |
114.885,14 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
13.960.248,79 |
13.352.506,34 |
| davon
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern |
5.259.243,54 |
5.277.599,46 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
6.460.248,79 |
5.852.506,34 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
7.500.000,00 |
7.500.000,00 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
0,00 |
372.512,90 |
| E.
Passive latente Steuern |
165.627,00 |
130.344,00 |
| Passiva |
48.848.364,90 |
38.586.868,03 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
36.462.712,38 |
27.710.079,93 |
| 2.
Personalaufwand |
16.108.870,87 |
13.201.502,54 |
| a)
Löhne und Gehälter |
13.170.756,50 |
10.780.229,46 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
2.938.114,37 |
2.421.273,08 |
| davon
für Altersversorgung |
250.563,55 |
191.064,25 |
| 3.
Abschreibungen |
1.006.535,54 |
895.839,86 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.006.535,54 |
895.839,86 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
14.259.039,50 |
11.437.872,88 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
91.500,33 |
65.302,82 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
10.975,31 |
7.919,45 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
10.975,31 |
7.919,45 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.700,00 |
1.900,00 |
| davon
Erträge aus Abzinsung |
1.700,00 |
1.900,00 |
| 7.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
62.000,00 |
237.000,00 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen auf
Finanzanlagen |
62.000,00 |
237.000,00 |
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.311.449,30 |
538.617,57 |
| 9.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.205.221,56 |
416.089,26 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
35.283,00 |
35.613,00 |
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
2.522.270,92 |
992.977,27 |
| 11.
sonstige Steuern |
25.492,95 |
24.813,95 |
| 12.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
87.500,04 |
59.803,77 |
| 13.
Jahresüberschuss |
2.409.277,93 |
908.359,55 |
| 14.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
1.160.851,11 |
1.413.342,68 |
| 15.
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
1.785.064,52 |
1.160.851,12 |
| a)
in satzungsmäßige Rücklagen |
1.785.064,52 |
1.160.851,12 |
| 16.
Bilanzgewinn |
1.785.064,52 |
1.160.851,11 |
Anhang
A.
Allgemeine Angaben
Die Acandis GmbH hat ihren Sitz in Pforzheim und ist
im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB
727935 eingetragen.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden
hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die
Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und
die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Die
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber
dem Vorjahr beibehalten.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen
Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs.
2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den
Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff HGB
aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde
das Gesamtkostenverfahren gewählt.
B.
Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
I. Anlagevermögen
Die
entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten vermindert und um planmäßige
kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen
werden linear über die betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer vorgenommen.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden
über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
vorgenommen. Seit 2010 werden Zugänge
ausschließlich nach der linearen Methode (in
Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von
EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben;
ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem
niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Soweit voraussichtlich dauernde Wertminderungen bei
Vermögensgegenständen des Anlagevermögens
bestehen, werden außerplanmäßige
Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB
vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem
niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag
anzusetzen.
Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten
nicht enthalten.
II. Umlaufvermögen
Die Bewertung der
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu
Anschaffungskosten einschließlich
Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei
für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in
angemessenem Umfang vorgenommen wurden.
Die
unfertigen und
fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten
unter Berücksichtigung des handelsrechtlichen
Mindestumfangs und unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 Satz 1 und
2 HGB bewertet.
Alle erkennbaren Risiken im
Vorratsvermögen, die sich aus
überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter
Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten
ergeben, sind durch angemessene Abwertungen
berücksichtigt.
Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten
nicht enthalten.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden mit dem
Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert
bewertet, wobei Risiken im Forderungsbestand angemessen
berücksichtigt werden. Zur Abdeckung des allgemeinen
Kreditrisikos und des nachlaufenden Skontoaufwands ist eine
Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem
Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.
III. Rückstellungen
Die
sonstigen Rückstellungen erfassen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und
sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden
berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise
für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem
ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre,
der von der Deutschen Bundesbank zu den jeweiligen
Bilanzstichtagen ermittelt wurde, abgezinst.
IV. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
V. Fremdwährungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in
Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
werden gemäß § 256a HGB zum
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei
einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die
Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des
Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum
Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum
Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des
Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des
Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
C.
Erläuterungen der Bilanz-Posten
I. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im beiliegenden Anlagespiegel
dargestellt.
Die Gesellschaft besitzt Anteile / Beteiligungen an
folgenden Unternehmen:
| Name |
Sitz |
Anteile in % |
Währung |
Eigenkapital am
31.12.2023 |
Jahresergebnis
2023 |
| Adceris GmbH & Co.
KG |
Pforzheim |
100,00 |
Euro |
105.225,58 |
-92.849,78 |
| Acandis International
GmbH |
Pforzheim |
100,00 |
Euro |
339.468,31 |
-11.998,74 |
| ACANDIS SAGLIK
HIZMETLERI ANONIM SIRKETI1) |
Ankara,Türkei |
100,00 |
Lira |
-10.064.938,44 |
-3.479.194,84 |
| ACANDIS HEALTHCARE
CONSULTORIA LTDA1) |
Sao Paulo,Brasilien |
100,00 |
Real |
-94.067,25 |
-14.146,63 |
| Acandis Swiss
GmbH1) |
Altdorf UR,Schweiz |
100,00 |
Franken |
16.935,90 |
-1.537,40 |
| Acandis Austria
GmbH1) |
Wien,Österreich |
100,00 |
Euro |
39.627,40 |
12.786,96 |
| ACANDIS INC., USA1) |
Cambridge,USA |
100,00 |
US- Dollar |
131.391,52 |
-10.943,39 |
| ACANDIS UK
LIMITED1) |
London,UK |
100,00 |
Pfund Sterling |
-67.333,00 |
-67.433,00 |
| ACANDIS INDIA PRIVATE
LIMITED1) |
Mumbai,India |
100,00 |
Indische Rupie |
400,002) |
-600,002) |
| Acandis France
SAS1) |
Neuilly sur Seine,
Frankreich |
100,00 |
Euro |
-57.412,00 |
-82.412,00 |
| Acandis Poland sp. z
o.o.1) |
Poznań, Polen |
100,00 |
Zloty |
-21.964,64 |
-121.964,64 |
1) = gehalten von der Acandis International GmbH
2) = Ende des
Geschäftsjahrs am 31.03.2023
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten
einen Betrag in Höhe von TEUR 179 mit einer
Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr:
TEUR 141).
III. Rückstellungen
Die
sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen
aus dem Personalbereich, Bonusvereinbarungen mit Kunden,
Provisionsvereinbarungen, ausstehende Rechnungen für
klinische Studien und Rückstellungen für
Abschluss- und Prüfungskosten. Zudem wurde eine
Rückstellung für einen derzeit anhängigen
Patentverletzungsprozess gebildet, bei dem die Acandis GmbH
Beklagte ist.
IV. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel
|
Stand 31. Dez.
2023 |
davon mit
einer Restlaufzeit
|
Stand 31. Dez.
2022 |
davon mit einer
Rest-laufzeit bis 1 Jahr |
|
|
bis 1 Jahr |
1 - 5 Jahre |
länger als 5
Jahre |
|
|
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
20.017
|
7.145
|
9.778
|
3.094
|
14.182
|
2.688
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
3.255
|
3.255
|
0
|
0
|
2.705
|
2.705
|
Verbindlichkeiten
gegenüber ver bundenen Unternehmen
|
68
|
68
|
0
|
0
|
115
|
115
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
10.705
|
3.205
|
7.500
|
0
|
10.647
|
3.147
|
(davon gegenüber
Gesellschaftern)
|
(5.259)
|
(2.759)
|
(2.500)
|
(0)
|
(5.278)
|
(2.778)
|
|
34.045
|
13.673
|
17.278
|
3.094
|
27.649
|
8.655
|
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind vollständig durch Sicherungsübereignung von
Anlagevermögen, Abtretung von Außenständen
(Globalzession) und Grundschulden gesichert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte
gesichert.
V. Latente Steuern
|
Stand zu Beginn des
Geschäftsjahres |
Veränderung |
Stand zum Ende des
Geschäftsjahres |
|
EUR |
EUR |
EUR |
Passive latente Steuern
|
130.344
|
35.283
|
165.627
|
D.
Sonstige Angaben
I. Geschäfte außerhalb der Bilanz
Die Gesellschaft hat zur Schonung der Liquidität
und zur Optimierung der Bilanzkennzahlen
Leasingverträge abgeschlossen. Im Einzelnen:
|
|
Restlaufzeit
|
Gesamtbelastung
|
Belastung
|
|
|
von - bis
|
bis zum Ende der
Laufzeit
|
in 2024
|
|
|
Monate
|
TEUR
|
TEUR
|
Maschinenleasingverträge
|
|
20 bis 81
|
2.418
|
482
|
Leasingverträge
Fuhrpark
|
|
2 bis 35
|
294
|
146
|
|
|
|
2.712
|
628
|
II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus Miet- und Lizenzverträgen bestehen
finanzielle Verpflichtungen bis zum Ende der jeweiligen
festen Vertragslaufzeit bzw. bis zum
nächstmöglichen Kündigungstermin in
Höhe von insgesamt TEUR 291. Hiervon entfallen
TEUR 66 auf das Geschäftsjahr 2024.
Für begonnene Investitionsvorhaben bestehen
finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.983.
III. Derivative Finanzinstrumente
Zum Abschlussstichtag bestehen offene
Devisentermingeschäfte in Höhe von nominal
TUSD 4.530. Der beizulegende Zeitwert zum
Abschlussstichtag wurde mit der Barwertmethode ermittelt.
Devisentermingeschäfte in Höhe von nominal
TUSD 2.850 weisen einen positiven Marktwert in
Höhe von insgesamt TEUR 35 aus.
Devisentermingeschäfte in Höhe von nominal
TUSD 1.680 weisen einen negativen Marktwert in
Höhe von insgesamt TEUR 22 aus. Hierfür
wurde eine Rückstellung gebildet.
IV. Honorar für Leistungen des
Abschlussprüfers
Die Angabe der Honorare für den
Abschlussprüfer unterbleibt gem. § 288 Abs.
2 HGB.
V. Organe
Geschäftsführer waren im
Geschäftsjahr:
Frau Kirsi Schüßler, President & CEO,
Pfinztal Herr Dr. Andreas Schüßler,
Chairman & CEO, Pfinztal
Die Gesellschaft macht von der Erleichterung des
§ 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.
VI. Beschäftigte
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr durchschnittlich 240,0 Mitarbeiter. Die
Mitarbeiter teilen sich in folgende Gruppen auf:
Technische Angestellte
|
|
|
192,0
|
Kaufmännische
Angestellte
|
|
|
43,0
|
Lohnempfänger/Arbeiter
|
|
|
5,0
|
VII. Nachtragsbericht
Nach dem Geschäftsjahresende sind keine
Vorgänge eingetreten, die von besonderer Bedeutung
für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum
31. Dezember 2023 sind.
VIII. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsleitung schlägt vor den nach
teilweiser Einstellung in die Gewinnrücklage laut
Gesellschaftsvertrag verbleibenden Bilanzgewinn auf neue
Rechnung vorzutragen.
Pforzheim, 10. September
2024
gez.
Dr. Andreas Schüßler,
Geschäftsführer
gez.
Kirsi Schüßler,
Geschäftsführerin
Entwicklung des
Anlagevermögens
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten |
Zugänge
/Umbuchungen
|
Abgänge
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
469.643,45
|
54.475,50
|
0,00
|
|
469.643,45
|
54.475,50
|
0,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
8.435.650,60
|
4.522,09
|
0,00
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
2.486.625,71
|
64.870,29
198.776,31 |
1.786,50
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.751.309,20
|
635.590,36
297.735,99 |
46.062,62
|
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
8.434.565,85
|
4.329.713,28
(496.512,30) |
275.160,00
|
|
23.108.151,36
|
5.034.696,02
|
323.009,12
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
1.129.394,81
|
152.000,00
|
0,00
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
175.000,00
|
11.547,34
|
0,00
|
|
1.304.394,81
|
163.547,34
|
0,00
|
|
24.882.189,62
|
5.252.718,86
|
323.009,12
|
|
Kumulierte
Abschreibungen
|
|
Abschreibung des
laufenden Jahres
|
|
31.12.2023
|
Stand am 31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
452.949,95
|
71.169,00
|
41.016,50
|
|
452.949,95
|
71.169,00
|
41.016,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
1.910.771,78
|
6.529.400,91
|
230.173,09
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
1.461.183,81
|
1.287.302,00
|
278.274,60
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.356.425,93
|
2.282.147,00
|
457.071,35
|
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
11.992.606,83
|
0,00
|
|
5.728.381,52
|
22.091.456,74
|
965.519,04
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
722.630,98
|
558.763,83
|
62.000,00
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
0,00
|
186.547,34
|
0,00
|
|
722.630,98
|
745.311,17
|
62.000,00
|
|
6.903.962,45
|
22.907.936,91
|
1.068.535,54
|
Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht
enthalten.
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 16.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich
um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke
verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen
Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende
Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
An die
Acandis GmbH, Pforzheim
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der
Acandis GmbH, Pforzheim - bestehend aus der Bilanz
zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der
Acandis GmbH, Pforzheim für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 und · vermittelt
der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen
Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt.
Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der
Geschäftsführung als Aufsichtsorgan für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Die Geschäftsführung als Aufsichtsorgan ist
verantwortlich für die Überwachung des
Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung
des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, plane und führe
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinne ich ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich
zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
meines Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteile ich die Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führe ich Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehe ich dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteile die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Ich erörtere mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die ich während meiner
Prüfung feststelle.
Stuttgart, den 10. September
2024
gez.
Axel Mayer
- Wirtschaftsprüfer -
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