SLG Broadcast AG, Zweigniederlassung Deutschland
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jamie Richard Tracy Dunn seit 21.10.2024 | Vorstandsmitglied |
Christian Lukic seit 11.6.2024 | Prokura |
Claus Martin Gaertner seit 6.12.2023 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lawo AGRastattJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht zum 31.12.2023Konjunkturelles Umfeld Das konjunkturelle Umfeld 2023 lässt sich am besten als ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten beschreiben. Die erste Jahreshälfte war noch hauptsächlich geprägt vom starken Auftragsbestand des Vorjahres und einem weiterhin positiven Auftragseingang. In der zweiten Jahreshälfte hingegen ging der Auftragseingang allgemein deutlich zurück. Die erste Jahreshälfte war noch geprägt vom Nachholbedarf der Rundfunkanstalten und Medienproduzenten aufgrund der Corona-Jahre sowie der Lieferkettenproblematik in den Vorjahren. Letztere hat sich nach Angaben des Branchenverbandes IABM im Laufe des Jahres 2023 kontinuierlich verbessert. Diese besondere Nachfragesituation der zweiten Jahreshälfte 2022 und der ersten Jahreshälfte 2023 lief zunehmend aus und wandelte sich im Lichte der allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen der Medienbranche in ein weniger optimistisches Bild. Der "2023 State of MediaTech Report" des Branchenverbands IABM berichtet, dass das Geschäftsvertrauen der rundfunktechnischen Hersteller gegenüber dem Höchststand im Jahr 2022 unter das Niveau von 2021 gefallen ist. Der Rundfunk- und Fernsehmarkt steht derzeit aufgrund der ungünstigen makroökonomischen Lage unter finanziellem Druck, der nach Einschätzung der IABM auch im kommenden Jahr anhalten wird. Makroökonomische Faktoren wie die Inflation haben sich negativ auf die Geschäftsmodelle der Medien- und Unterhaltungsindustrie ausgewirkt und üben weiterhin finanziellen Druck auf den gesamten Sektor aus, einschließlich werbefinanzierter, öffentlich-rechtlicher und abonnementbasierter Medienanbieter. Die Inflation wirkte sich insbesondere auf die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für Unterhaltung aus. Das Abonnentenwachstum der großen Streaming-Plattformen verlangsamte sich - Disney verzeichnete sogar erstmals einen Rückgang der Abonnentenzahlen. Abonnementbasierte Medienanbieter suchen daher nach alternativen Wachstumsquellen durch werbeunterstützte Angebote wie AVOD (Advertising Video On Demand) oder FAST (Free Advertising-supported Streaming Television). Laut IABM entwickeln sich die AVOD- und FAST-Angebote jedoch langsamer als erwartet. Die makroökonomische Unsicherheit, steigende Zinsen, die durch den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten ausgelöste Unsicherheit sowie die wirtschaftliche Rezession in einigen Märkten haben die Investitionsbereitschaft insgesamt gebremst. Die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten steht in vielen europäischen Ländern unter starkem politischem Druck, so dass es unwahrscheinlich ist, dass die Auswirkungen der Inflation durch Gebührenerhöhungen ausgeglichen werden können. In den Vereinigten Staaten hatte der monatelange "Hollywood-Streik" von Medienschaffenden wie Drehbuchautoren und Schauspielern ebenfalls erhebliche finanzielle Auswirkungen auf den Sektor. Dieses Umfeld hat Kostensenkungsinitiativen bei Medienunternehmen vorangetrieben und sich negativ auf Investitionen in Rundfunktechnik ausgewirkt. Im Jahr 2023 haben Rundfunkanstalten weltweit Personal abgebaut, insbesondere in Bereichen wie Nachrichten und Sport, um auf den Druck durch den makroökonomischen Gegenwind zu reagieren. Wie schon in den Vorjahren beschleunigte sich bei den Investitionen der Übergang zu neuen Technologien und solchen Produktionsabläufen, die Kosteneinsparungen versprechen. Die fünf Top-Themen der Technologie-Roadmaps der Medienunternehmen sind laut IABM "Cloud & Virtualization", "OTT & Streaming Platforms", "IP Transport & Networking", "At-Home/Remote Production" und "Virtual Production". Lawo gilt nach wie vor insbesondere bei den Themen "IP Transport & Networking" und "At-Home/Remote Production" als einer der Vorreiter der Branche. Laut IABM könnten knapper werdende Budgets im Rundfunk- und Mediensektor künftig dazu führen, dass Rundfunk- und Medientechnik-Anbieter vermehrt Geschäftsmöglichkeiten in Marktsegmenten außerhalb des Mediensektors verfolgen. Die fortschreitende technologische Konvergenz zwischen dem klassischen Rundfunkmarkt und angrenzenden Märkten hat bereits zu einem Anstieg des Umsatzanteils aus Nicht-Medienmärkten wie Corporate AV geführt - dem wichtigsten Parallelmarkt für Anbieter von Rundfunkproduktionstechnik. In der zweiten Jahreshälfte 2023 ist dieser Anteil weiter gestiegen und hat laut IABM-Analyse erstmals den Umsatzanteil aus dem Rundfunkmarkt überholt. Zu einer ähnlichen Einschätzung der Marktsituation kommt auch der "Broadcast Media Technology Report" des Branchenanalysten Devoncroft. Demnach war der Gesamtmarkt für rundfunktechnische Produkte und Dienstleistungen im Jahr 2022 insgesamt leicht gewachsen, während die Analysten für 2023 einen Rückgang des Branchenumsatzes um etwas mehr als 4 % erwarten. Dies ist auf die schwache Entwicklung in mehreren Regionen und Marktsegmenten zurückzuführen. Die Aussichten für die Branche im Jahr 2024 bleiben laut Devoncroft gemischt. Zu dem sich eintrübenden konjunkturellen Umfeld in der zweiten Jahreshälfte kam für Lawo der Wechsel von der etablierten, aber mittlerweile technologisch überholten Video-Processing Plattform V__matrix auf die Nachfolgeplattform HOME Apps. Auch wenn die neue Technologie mit der Frauenfußball-WM in Australien und Neuseeland sowie der Rugby-WM in Frankreich bereits bei zwei hochkarätigen Sportevents zum Einsatz kam, überwog naturgemäß zunächst eine abwartende Haltung gegenüber dem neuen Lawo Lösungsangebot, das erstmals im April 2023 auf der NAB gezeigt und offiziell auf der IBC im September 2023 gelauncht wurde. Wie die aktuellen Kundenreaktionen und ersten Auftragseingänge zeigen, ist Lawo mit dem nun abgeschlossenen Technologie- und Plattformwechsel für die aktuellen Herausforderungen des Marktes sehr gut aufgestellt. Die neue serverbasierte Processing-Plattform HOME Apps und das flexible Geschäftsmodell Lawo FLEX ermöglichen es den Kunden, mit bisher unerreichter Flexibilität auf veränderte Marktbedingungen und Produktionsanforderungen zu reagieren. Diesem Potenzial entsprechend wurde die HOME Apps Plattform von Lawo auf der ISE 2024 von der Fachzeitschrift TVB Europe mit dem Best of Show Award ausgezeichnet. Während der makroökonomische Gegenwind für Rundfunk- und Medientechnologie-Unternehmen zweifellos eine Herausforderung darstellt, könnte er für Lawo nach der Etablierung seines neuen Lösungsangebots eine Chance darstellen. Das neue Angebot bietet Rundfunkanstalten und Medienproduzenten eine einzigartige Möglichkeit, fehlende Ressourcen durch mehr Effizienz und Flexibilität zu ersetzen. Auftragslage Die Auftragslage im Jahr 2023 war im 1.und 2. Quartal sehr gut. Das 3. Quartal war eher durchschnittlich, im 4. Quartal und zum Jahresende hin hat sich der Auftragseingang konstant verschlechtert. Der Auftragsbestand zum Jahresende beträgt 12,4 Mio. EUR und ist gegenüber dem Jahresende 2022 gefallen. Das Jahr 2023 endete mit Rekordergebnissen beim Umsatz. Zusammenfassend war die Gesamtentwicklung des Auftragseingangs im Jahr 2023 klar in zwei Hälften gegliedert, wobei das erste Halbjahr 40 % wie bereits beschrieben deutlich stärker war als das zweite. In der ersten Jahreshälfte investierten unsere Kunden weiterhin stark, aber in Q3 und Q4 war ein starker Rückgang zu verzeichnen, da sich die globalen Marktbedingungen abschwächten. Der Rekordauftragseingang des Jahres 2022 kann nun als Folge des Nachholbedarfs verstanden werden, der sich aus dem Mangel an Investitionen während der COVID-Jahre ergeben hatte. Es wurde klar, dass die globalen Schlüsselmärkte dieses Investitionsniveau im Jahr 2023 nicht aufrechterhalten konnten, da eine Mischung aus steigenden Kosten für Sportrechte sowie globaler Inflation und höheren Kreditkosten bedeutete, dass große CAPEX-Investitionen plötzlich genauer unter die Lupe genommen wurden. Lawos größter globaler Kunde im Jahr 2022, NEP, reduzierte seine Investitionen im Jahr 2023 erheblich, da der Eigentümer Carlyle Group ankündigte, das Unternehmen veräußern zu wollen, und umfangreiche Personal- und Managementwechsel vornahm, darunter fast alle Schlüsselpositionen auf C-Ebene. Dies war bezeichnend für die anhaltende Unsicherheit und die Konsolidierungstendenzen auf dem Markt, die wiederum zu einer starken Abschwächung der Investitionen führten. Die vier größten globalen Kunden in Bezug auf den Auftragseingang kamen alle aus den USA, wobei die beiden größten Anbieter von mobilen Trucks, NEP und Game Creek Video, weiterhin erfolgreich waren. Insgesamt blieb der nordamerikanische Markt mit einem Anteil von 45% an den Gesamtaufträgen für Media-Infrastruktur-Lösungen das größte Absatzgebiet von Lawo. Besonders erfreulich war das Geschäft mit neuen Kunden wie Apple, Monumental Sports und NASCAR. Die APAC-Region war die einzige Region, in der der Auftragseingang im Jahr 2023 zunahm. Dennoch blieb das Geschäftsklima herausfordernd, da globale Einflüsse in den drei wichtigsten nordasiatischen Märkten das Wachstumspotenzial weiterhin beeinträchtigten. Dazu gehörten die anhaltenden politischen Spannungen zwischen China und den USA, die Investitionen in ausländische Produkte einschränken, ein schwacher japanischer Yen, der die Waren von Lawo im Vergleich zur lokalen Konkurrenz verteuert, und die Innenpolitik in Südkorea, die die größte Rundfunkanstalt KBS zwingt, alle großen Infrastrukturinvestitionen zu verschieben. Einer der wichtigsten strategischen Verkäufe in der Region war der an NHK, den wichtigsten öffentlich-rechtlichen Sender Japans, der sich entschieden hat, unsere neueste .edge- und Home App-Technologie zu nutzen. Die Verkäufe in der DACH-Region konzentrierten sich weiterhin auf Audioverkäufe an die großen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und regionalen Theater. Deutschland blieb nach den USA das zweitgrößte Land für Bestellungen weltweit. Die Radioverkäufe in der Region wurden durch zwei Großprojekte angekurbelt, die sich gegen den etablierten Anbieter DHD und unseren größten globalen Konkurrenten durchsetzten. Der EMEA-Umsatz wurde durch ein Großprojekt im Stadion von Real Madrid angekurbelt. Dies war nicht nur ein Erfolg in einem neuen Marktsegment mit unseren Lösungen, sondern festigte auch unsere Partnerschaft mit Telefonica, einem der größten Systemintegrationsunternehmen, das die iberischen und lateinamerikanischen Märkte bedient. Spanien, Belgien, Frankreich, Schweden und das Vereinigte Königreich stellten die wichtigsten Auftragseingänge in Europa dar. Das Königreich Saudi-Arabien mit seinen wachsenden Investitionen in Sportveranstaltungen (Formel 1, LIV Golf, Saudi Football League und große Boxveranstaltungen) sorgte 2023 für ein starkes Umsatzwachstum in der EMEA-Region, da eine Reihe von Ü-Wagen für die Erstellung lokaler Sportinhalte gebaut wurden. Forschung und Entwicklung Im Rahmen der S25-Strategie konzentriert das Unternehmen seine F&E-Aktivitäten weiterhin auf die Entwicklung von Produkten, die den technologischen Wandel in der Branche unterstützen und den sich ändernden wirtschaftlichen Anforderungen unserer Kunden entsprechen. Dabei hat es stets das Ziel im Auge, die eigene Technologieführerschaft in der Branche weiter zu sichern und die zukunftssichere Entwicklung seines Portfolios voranzutreiben. Im laufenden Übergang von traditionellen Basisband- zu IP-Infrastrukturen deckte die Technologie alle Anwendungsbereiche ab - von neuen Systeminfrastrukturen bis hin zu Übertragungswagen - und ermöglichte auch kontinentweite Fernübertragung ("Remote Production"). Die Produktentwicklung im Jahr 2023 konzentrierte sich weiterhin darauf, unseren Kunden den Übergang zu dieser Technologie zu erleichtern und ihn mit praktischen Lösungen zu beschleunigen. Aufbauend auf der Einführung von HOME, Lawos innovativer Management-Plattform für IP-basierte Medieninfrastrukturen, stellte Lawo 2023 HOME Apps vor - einen modernen Ansatz für die Audio-Video-Bearbeitung mit Standard-IT-Servertechnologie. Damit werden die Möglichkeiten und Vorteile der HOME-Plattform für Lawos Kunden weiter ausgebaut. Darüber hinaus wurde das Audio-Produktportfolio im Jahr 2023 mit der Einführung des neuen Crystal-Audiomischpults weiter ausgebaut, das sowohl neue als auch verbesserte Audioproduktions- und Radio-Workflows ermöglicht. Was die Aussichten für 2024 betrifft, so werden derzeit weitere Video-, Audio- und Steuerungsprodukte entwickelt, deren Markteinführung für 2024 geplant ist. Lawo ist nach wie vor einer der Marktführer bei der Umstellung auf IP-basierte Systeme und gehört zu den wenigen Herstellern, die über ein umfassendes Produktportfolio, Technologie, Know-how und Serviceerfahrung verfügen, um branchenführende IP-Lösungen zu entwickeln, zu implementieren und an Kunden weltweit zu liefern. Organisation / Investitionen Im Jahr 2023 wurden strukturelle und organisatorische Änderungen zur Rationalisierung des Unternehmens weiter vorangetrieben. Dabei dienten die Unternehmensstrategie und ihre Ziele als Maßstab, an dem diese Maßnahmen konsequent ausgerichtet wurden. Die Organisationsentwicklung zielte dabei weiterhin auf agile, flexible und skalierbare Ansätze ab, um in dem immer noch hoch dynamischen Marktumfeld jederzeit auf Veränderungen effektiv reagieren zu können. Für die Weiterentwicklung hinderliche Engpässe und Abhängigkeiten wurden identifiziert und weiter konsequent angegangen. Insbesondere der laufende technologische Wandel in der Branche stellt weiterhin eine große Herausforderung an die Personal- und Organisationentwicklung dar, die 2023 entsprechend weiter ausgestaltet wurde. Berücksichtigt wurden dabei insbesondere Aspekte aus dem Markt, der Produktentwicklung, der Dienstleistungserbringung und den zukünftigen Geschäftsfeldern. Investitionen wurden in größerem Rahmen mit Schwerpunkt auf die technische und IT-Infrastruktur des Unternehmens getätigt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf technischen Geräten mit Bezug auf das eigene Produktportfolio, um so die notwendigen Arbeits-Umgebungen für Tests, Dienstleistungserbringung und Ausbildung sicherzustellen. Geschäftsentwicklung Die Betriebsleistung der Gesellschaft ist von 72,7 EUR im Vorjahr auf 76,3 Mio. EUR im Jahr 2023 gestiegen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanz der Lawo AG weist für das Geschäftsjahr 2023 eine Bilanzsumme von 31,8 Mio. EUR (gegenüber 35,3 Mio. EUR in 2022) auf. Die Vermögenslage ist stabil, die Eigenkapitalquote beträgt 51,8 % (gegenüber 35,5% in 2022). Die langfristigen Vermögenspositionen sind durch Eigenkapital gedeckt. Die Finanzlage ist stabil. Der Rohertrag hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. EUR auf 49,7 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 4,1 Mio. EUR auf 24,5 Mio. EUR vermindert. Der Nettojahresüberschuss 2023 beläuft sich auf 3.941 TEUR gegenüber einem Nettojahresüberschuss in Höhe von 2.287 TEUR im Jahr 2022. Risiken der zukünftigen Entwicklung Wie bereits erwähnt, kam es in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 zu einer erheblichen Abschwächung größerer CAPEX-Investitionen, da sich der globale Markt gegenüber dem Nachholbedarf aus der COVID-Pandemie wieder normalisierte und auf die gestiegenen Zinssätze für Kredite reagierte, mit dem Finanzinstitute die steigende Inflation bekämpften. Viele Kunden wissen nach wie vor nicht, wie sie die Vorteile der neuesten, auf Software basierenden Medientechnologielösungen optimal nutzen können, und halten IP-Technologielösungen nach wie vor für komplex und kostspielig. Da Lawos Lösungsangebote ausschließlich auf der innovativen Implementierung von IP- und Software-Technologien basieren, ist die kontinuierliche Aufklärung unserer Kunden über die kommerziellen Probleme und Vorteile unserer Lösungen von kritischer Bedeutung für unser zukünftiges Wachstum. Starke Kundenreferenzen sind bereits vorhanden, um unsere Storyline zu unterstützen und die Vorteile unserer Lösungen in der Realität zu beweisen. Da der Verkauf unseres Lawo Flex Subscription-Angebots für unsere mittel- bis langfristige Geschäftsstrategie von entscheidender Wichtigkeit ist, muss dies ein Schwerpunkt unserer Marketing- und Vertriebsaktivitäten im Jahr 2024 sein. Die ersten Reaktionen unserer weltweiten Kundenbasis auf dieses einzigartige Angebot waren äußerst positiv, auch wenn die Umstellung traditioneller CAPEX-basierter Live-Produktionskunden auf ein flexibleres und agileres kommerzielles Angebot eine Herausforderung bleibt und daher ein Risiko für unsere mittel- bis langfristige Strategie darstellt. Im Jahr 2023 wurden Investitionen in internes Vertriebs-Know-how getätigt, um diese kommerzielle Umstellung unserer Kunden zu unterstützen. Die globalen politischen Spannungen sorgen weiterhin für Unsicherheit bei den globalen Finanzaussichten. Als globales Unternehmen sind wir nicht immun gegen die Folgen der gegenwärtigen Unruhen und Kriege in Bezug auf die wirtschaftliche Leistung. Zu den wichtigsten Bereichen mit potenziellem Einfluss gehören die anhaltenden Spannungen zwischen China und den USA, die eine Lokalisierungsstrategie in China zur Unterstützung chinesischer Hersteller zur Folge haben, sowie der Krieg in Gaza, der Unruhen in der gesamten Nahostregion auslöst. Obwohl der Gesamtausblick für die US-Wirtschaft geringe Wachstumserwartungen für 2024 zeigt, sehen wir weiterhin große Chancen bei unseren Großkunden, die Vertrauen in die Fortsetzung der Investitionen geben. Eine Präsidentschaftswahl im Jahr 2024 bringt oft hohe Investitionen von Medienunternehmen mit sich, um die großen politischen Werbebudgets zu maximieren, die normalerweise damit verbunden sind. Chancen der zukünftigen Entwicklung Aus Sicht des Produktportfolios hat die Umsetzung unserer S25-Strategie Lawo einmal mehr als Vordenker im Markt positioniert, was die technische Flexibilität angeht. Lawo unterscheidet sich von vielen seiner Wettbewerber insbesondere auch darin, dass wir dies zusätzlich mit einer einzigartigen kommerziellen Flexibilität untermauern. Indem wir den Einsatz kombinierter Audio- und Video-IP-Lösungen mit unserer HOME-Plattform vereinfachen, technische Flexibilität durch einen modernen Cloud-basierten Software-Ansatz für den Einsatz auf Standard-IT-Technologie ermöglichen, und schließlich auch kommerzielle Flexibilität durch ein kombiniertes Angebot aus Kauf und Subscriptions für unsere Software-Lösungen anbieten, ist Lawo extrem gut positioniert um kurzfristig wieder organisch zu wachsen und Marktanteile von größeren etablierten Anbietern zu gewinnen. Unsere Technologie und unser Geschäftsmodell kommen im Markt sehr gut an, was durch den frühen Einsatz dieser neuen Technologie bei den größten Sportereignissen der Welt im Jahr 2023 untermauert wurde. Zudem war es wichtig, den Einsatz unserer Technologie bei den bevorstehenden globalen Sport-Ereignissen im Jahr 2024 zu sichern, so dass unsere Lösungen bei unseren globalen Kunden, die an diesen Ereignissen beteiligt sein werden, bekannt sind. Alles in allem ist dies ein gutes Vorzeichen für die nächsten Schritte in unserer strategischen und kommerziellen Entwicklung. Die Einführung unserer neuesten Lösungen bei einigen wichtigen Referenzkunden bleibt in nächster Zeit der Schwerpunkt der Vertriebs- und Marketingteams. Einige wichtige Referenzen sind bereits gesichert. In regionaler Hinsicht bleibt Nordamerika ein potenzieller Schlüsselmarkt für Wachstum. Die organisatorische Optimierung mit lokaler Führung ist nun in Kraft, um unsere Wachstumsambitionen in diesem wichtigen Markt zu unterstützen. Der deutsche Markt bietet ebenfalls gute Wachstumschancen, da der Markt wieder Interesse an der Einführung von Video- und Audio-IP-Lösungen zeigt. Mit einem erneuerten Rahmenvertrag mit der öffentlich-rechtlichen Sender-Gruppe ist dabei eine wichtige Grundlage geschaffen, um hier erfolgreich sein zu können. Da in der EMEA-Region immer noch eine enorme Menge an Basisband-Infrastruktur ersetzt werden muss, werden hier Kundenbindung und -aufklärung im Mittelpunkt stehen, um in den etablierten westeuropäischen Märkten erfolgreich zu sein und neue Möglichkeiten in Regionen wie dem Nahen Osten und Osteuropa zu erschließen. Für die APAC-Region stellt die Einführung der Lawo-Technologie bei NHK eine wichtige Referenz für die nordasiatische Region dar und wird weiteres Potenzial im japanischen Markt freisetzen. Der Fokus auf die Entwicklung von Partnern in der gesamten Region wird ein Schlüssel sein, um den Wachstumserfolg sicherzustellen. Ausblick Obwohl das Jahr 2023 aus Sicht des Auftragseingangs eine Herausforderung darstellte, schloss es mit einem Rekordumsatz für das Unternehmen ab. Veränderte Marktbedingungen in Verbindung mit der Umstellung auf eine brandneue Medieninfrastruktur-Technologieplattform trugen zu einer Verlangsamung des Auftragseingangs in der zweiten Jahreshälfte bei. Die vollständige Produktumstellung und die Idee unserer S25-Strategie wurden dem Markt im Laufe des Jahres 2023 vorgestellt, und die Resonanz unserer Hauptkunden auf diese Geschichte ist weiterhin positiv. 2024 wird ein Jahr sein, in dem wir unsere Kunden auf diese neue Lösungsplattform umstellen, weitere Funktionalitäten und Werte hinzufügen, wichtige strategische Referenzprojekte sichern und erste Subscription-Verkäufe tätigen; dies wird dann den Beginn der kommerziellen Umsetzung der S25-Strategie markieren. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des Auftragseingangs von 5% angestrebt, was eine weitere Verschiebung unseres Produktmixes hin zu mehr Softwareverkäufen beinhaltet und somit die Rentabilität unter dem Strich unterstützt. Alles in allem ist das Unternehmen gut aufgestellt, um die aktuellen Marktherausforderungen zu meistern und seine Position als einer der führenden Akteure in der Medieninfrastrukturlandschaft in den kommenden Jahren zu behaupten. Spezielle Risiken, welche den Fortbestand unserer Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind uns nicht bekannt.
Rastatt, den 10. Februar 2024 Claudia Nowak, Vorstand Philipp Lawo, Vorstand Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2023
Anhang zum 31.12.2023
A. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) i. d. F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt und nach der für große Kapitalgesellschaften gemäß §§ 266 und 275 HGB vorgeschriebenen Form gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Bei den Sachanlagen erfolgt die Aktivierung der Zugänge zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear mit steuerlich höchstzulässigen Sätzen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis 250,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter ab 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wird ein Sammelposten gebildet, der auf 5 Jahre abgeschrieben wird. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Gängigkeitsabschläge bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der Anlagen in Arbeit erfolgte zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die nach den steuerlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Aufwendungen. Gängigkeitsabschläge wurden in erforderlichem Umfang vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen wurden offen von den Vorräten gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden in erforderlichem Umfang vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den Nettoforderungsbestand. Flüssige Mittel und übrige Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden in Anlehnung an die versicherungsmathematischen Gutachten mit dem Erfüllungsbetrag auf Basis der neuen Bewertungsvorgaben des § 253 (1) Satz 2, (2) HGB bilanziert. Von der Übergangsregelung hinsichtlich der Verteilung des Unterschiedsbetrages aufgrund der Umbewertung wurde kein Gebrauch gemacht. Vorhandenes Deckungsvermögen wurde saldiert. Die Rückstellungen wurden auf Basis eines 10-jährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes bilanziert. In Höhe der Differenz zu der Rückstellung auf der bisherigen Basis eines 7-jährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes von TEUR 23 besteht eine Ausschüttungssperre. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind nach unseren Feststellungen ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig. Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Liquide Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr in Höhe von EUR 0,00 (Vj: 0,00). 3. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr in Höhe von EUR 1.841.705,02 (Vj: 1.702.159,26) enthalten. 4. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 500.000,00 EUR. Es ist eingeteilt in 100.000 Namensaktien, die auf einen Nennbetrag von je 5 EUR lauten. 5. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen erfolgte mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen. Dabei wurden folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:
Methode: Projected Unit Credit Method Durch die Umstellung vom 7-Jahres-Durchschnittsszinsatz auf den 10-Jahres-Durchschnittzinssatz ergibt sich ein Differenzbetrag in Höhe von EUR 23.452,00. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Für die Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sowie Bankguthaben an die Versorgungsberechtigten verpfändet. Diese Vermögenswerte wurden wie folgt mit dem Erfüllungsbetrag der Versorgungsverpflichtungen saldiert:
6. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen für nicht genommenen Urlaub, für Gewährleistung, für Jahresabschlusskosten, für Berufsgenossenschaft, für Mitarbeiterprämien und für auftragsbezogene Nachlaufkosten und für Beratungskosten. 7. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind folgende Sicherheiten bestellt: - Grundpfandrechte - Mitverpflichtung der Lawo Grundbesitz GmbH & Co. KG - Mitverpflichtung der Lawo Holding AG - Mitverpflichtung der Lawo Rental GmbH - Mitverpflichtung der Lawo GmbH, Wiesbaden - Sicherungsübereignung des Waren- und Materiallagers - Globalabtretung der Forderungen 8. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 207.172,57 (Vj.: 187.029,73) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 5.845,23 (Vj.: 2.089,21). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Währungsumrechnung 1. Erträge/Aufwendungen aus Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 25.554,92 (Vj: 31.413,75) enthalten und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 52.624,43 (Vj: 104.853,06) enthalten. 2. Außerordentliche Erträge/Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: 635.317,17) enthalten. E. sonstige Angaben 1. Die Geschäftsführung oblag im Berichtsjahr dem Vorstand der Lawo AG: Herrn Philipp Lawo, Rastatt Frau Claudia Nowak, Rastatt Herr Claus Gärtner, Idstein (ab November 2023) 2. Mitglieder des Aufsichtsrates der Lawo AG waren zum Bilanzstichtag: Prof. Dr. Uwe Hack, Prodekan der Fakultät Wirtschaft der Hochschule in Furtwangen, Metzingen, Vorsitzender Frau Dr. Katharina Ludwig, Rechtsanwältin, Karlsruhe Herr Jochen Schlecht, Geschäftsführer der IGH Stuttgart GmbH & Co. KG, Waldorfhäslach 3. Bezüglich der in § 285 Nr. 9 a HGB verlangten Angaben über die im Geschäftsjahr für den Vorstand gewährten Gesamtbezüge ist von der Schutzklausel des § 286 (4) HGBGebrauch gemacht worden. Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich auf EUR 0,00. 4. Im Geschäftsjahr 2023 sind durchschnittlich 198 Arbeitnehmer beschäftigt worden. 5. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistungen belief sich auf EUR 14.500,00. 6. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung folgende Gewinnverwendung vor:
1. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 14.117.195,62 wird auf neue Rechnung vorgetragen. F. Haftungsverpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen 1. Nach den bestehenden Gebäudemietverträgen sind jährliche Mieten in Höhe von EUR 736.833,00 zu zahlen. 2. Aus laufenden Leasing- und Wartungsverträgen ergeben sich derzeit monatliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 58.650,00. Die Verträge reichen bis in das Jahr 2027. 3. Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten der Lawo Grundbesitz GmbH & Co. KG. Die besicherten Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 2.021.940,00. Der Mitverpflichtungsanteil beträgt 1/3 = EUR 673.980,00.
Rastatt, 01. März 2024 Vorstand Frau Claudia Nowak Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.05.2024 festgestellt. Anlagenspiegel 2023Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk zum 31.12.2023An die Lawo AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lawo AG, Rastatt - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lawo AG, Rastatt, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baden-Baden, den 08. März 2024 JU-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Huber, Wirtschaftsprüfer Kuhlmann, Wirtschaftsprüfer Hinweis: Bei der Veröffentlichung des Jahresabschlusses wurden Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der oben genannte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und nicht auf dieses Exemplar für Offenlegungszwecke. Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz obliegenden Aufgaben wahrgenommen, sich durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung laufend über die Lage und Geschäftsentwicklung unterrichten lassen und die Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2023 eine Sitzung angesetzt und zwar am 15.05.2023 um die Geschäftsentwicklung und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft mit der Geschäftsführung zu beraten. Dabei waren grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik ebenso wie die laufende Geschäftsentwicklung Gegenstand der Sitzungen. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Gesellschaft durch den von der Gesellschafterversammlung gewählten Abschlussprüfer, der JU-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Baden-Baden, geprüft worden. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ihr Prüfungsbericht lag dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat auch seinerseits den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung geprüft. An diesen Beratungen hat auch der Abschlussprüfer teilgenommen. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer stimmt der Aufsichtsrat zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung des vorgelegten Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Gewinnverwendungsvorschlags erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat seinen Dank für ihr Engagement im ablaufenden Geschäftsjahr aus.
Rastatt, am 13.05.2024 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Hack, Vorsitzender |
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