INCHEM Services GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Tangermann seit 9.2.2023 | Geschäftsführer |
Christoph Dr. Henke seit 23.4.2019 | Prokura |
Ralf Alexander Dommermuth seit 3.8.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Exeltis Pharmaceuticals Holding S. L. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Exeltis Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeines Die Exeltis Germany GmbH mit Sitz in Ismaning ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 185324 registriert. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB). II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, bewertet. Den Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Abschreibungen bei Lizenzen werden ab dem Zeitpunkt der Vermarktung der Produkte vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein Saldo aus aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 27 (i. Vj. TEUR 52), der gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern sind mit dem unternehmensspezifischen Ertragsteuersatz von 27,35 % (i. Vj. 27,35 %) bewertet und resultieren aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen. Der ausschüttungsgesperrte Betrag betrifft die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 27. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der Bewertung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Infolge der Anpassung des § 253 HGB werden die Pensionsrückstellungen seit dem 31. Dezember 2016 anhand des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre ermittelt. Die Bewertung der leistungskongruent rückgedeckten Versorgungszusagen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem Zeitwert von Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen, saldiert. Die Aufwendungen für die Altersversorgung betrugen in 2023 TEUR 8 (i. Vj. TEUR 6).
Die Erträge aus der Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 8 (i. Vj. TEUR 6). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten sowie erkennbare Risiken. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt grundsätzlich unter Beachtung des Realisations- und Imparitätsprinzips. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs zum 31.12.2023 bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind (wie im Vorjahr) innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 3.409 (i. Vj. TEUR 44) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 15.915 (i. Vj. TEUR 5.410) Forderungen aus Cashpooling und Zinsforderungen. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind (wie im Vorjahr) innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Umsatzerlöse - Aufgliederung nach Regionen
Umsatzerlöse - Zusammensetzung nach Produkten
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 32) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen betrug nach § 285 Nr. 17 HGB im Geschäftsjahr 2023 TEUR 76. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen Erträge von verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Mitarbeiter
ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von EUR 12.304.104,55 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt: Jan Tangermann, München, Kaufmann (seit 30.11.2022) Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung sind zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 230 gebildet. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Konzern Die Exeltis Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Exeltis Pharmaceuticals Holding S.L., Madrid/Spanien (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen), und in den Konzernabschluss der Insud Pharma, S.L, Madrid/Spanien, sowie in den Konzernabschluss der Grupo Insud GmbH, Wien/Österreich (Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen), einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind im Handelsregister am Sitz der Gesellschaften erhältlich. Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Ismaning, den 20. November 2024 Exeltis Germany GmbH Jan Tangermann Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Zweck der Exeltis Germany GmbH, Ismaning, im Folgenden auch kurz "Exeltis" oder "Gesellschaft" genannt, ist die Ausübung aller Tätigkeiten eines pharmazeutischen Unternehmens, einschließlich Import, Herstellung und Qualitätskontrolle von pharmazeutischen Produkten sowie Nahrungsergänzungsmitteln, des Weiteren die Förderung von klinischen Studien, Arzneimittelüberwachung, Unterstützung medizinischer Fachkräfte sowie Patienten- und Öffentlichkeitswerbung für die Verwendung der Produkte der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der Exeltis Pharmaceuticals Holding S.L., Madrid/ Spanien, und wird in den Konzernabschluss der Insud Pharma, S.L, Madrid/Spanien, sowie in den Konzernabschluss der Grupo Insud GmbH, Wien/Österreich, einbezogen. 1.2. Ziele und Strategien Die Gesellschaft ist in Deutschland und Belgien tätig und bewirbt ihre Produkte im Wesentlichen bei der Facharztgruppe der Gynäkologen in 46 Gebieten durch geprüfte Pharmareferenten. Schwerpunkt bilden hierbei orale Kontrazeptiva sowie ein vaginaler Ring zur Kontrazeption. Zur weiteren Diversifizierung und Verstärkung der Marktposition von Exeltis innerhalb des Marktes für Frauengesundheit werden darüber hinaus Medikamente zur Hormonersatztherapie, zur symptomatischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft sowie OTC-Produkte und Nahrungsergänzungsmittel angeboten. In den kommenden Jahren werden die Bewerbungsaktivitäten auf weitere Innovationen in diesem Bereich ausgedehnt und um ein entsprechendes Portfolio erweitert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Anstieg des weltweiten globalen realen Bruttoinlandsprodukts beträgt nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 rund 3,1%. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Somit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Anzahl der Erwerbstätigen stieg im Vergleich zum Vorjahr 0,7%. 2 Branchenentwicklung Die Ausgaben für Arzneimittel im GKV-Markt betrugen in Deutschland im Berichtsjahr 2023 EUR 37,1 Mrd. (nach Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, ApU). Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Wachstum um EUR 2,3 Mrd. (6,6 %). Das Segment über die in der GKV abgerechneten Generika stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Im Jahr 2023 betrug der Versorgungsanteil der Generikaunternehmen an der gesamten Arzneimittelversorgung in Deutschland 80,0 % (im Vorjahr 79,0 %), gleichzeitig machen die Generika nur 17,8 % der über die GKV abgerechneten Arzneimittelausgaben aus. 3 Der Generikamarkt wird maßgeblich durch die zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Arzneimittelherstellern abgeschlossenen Rabattverträgen für einzelne Wirkstoffe geprägt. Darüber hinaus existieren sogenannte "open-house" Verträge, bei denen pharmazeutische Hersteller die Möglichkeit haben, zu einem festen, von der Kasse angebotenen Rabattsatz, Produkte unter Vertrag zu nehmen. Dies ermöglicht es mehreren Unternehmen, sich an dieser Vertragsform zu beteiligen, während es bei Tenderverträgen nur einen oder maximal bis zu drei Zuschläge gibt. Eine ehemals befürchtete grundlegende Marktkonsolidierung hin zu wenigen, großen Anbietern mit Tenderverträgen blieb bisher jedoch aus. Der gesamte Generikamarkt hatte im Jahr 2023 im GKV-Bereich ein Volumen nach ApU von EUR 6,6 Mrd. (i. Vj. 6,0 Mrd.). 4 Im Jahr 2023 gewährten die Generikaunternehmen den Krankenkassen EUR 5,8 Mrd. Preisnachlässe (Rabatte) 5. Seit dem Geschäftsjahr 2014 beteiligt sich Exeltis an Rabattausschreibungen und open house Verträgen.
1 Weltweites Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2029
| Statista
Demgegenüber ist der Markt für Selbstmedikation (OTC-Markt) von den genannten Regulierungsinstrumenten nicht betroffen. Da OTC-Produkte i.d.R. nicht erstattungsfähig sind, besteht eine größere Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung sowie der Kaufkraftentwicklung der Konsumenten. Der Umsatz im Markt OTC Pharma, d.h. abverkaufte nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, betrug im Jahr 2023 etwa EUR 4,479 Mrd. (Herstellerabgabepreis) mit einem Wachstum vs. 2022 von 3,9 % - vor allem getrieben durch Preiserhöhungen. 6 Exeltis ist mit Nahrungsergänzungsmitteln und Produkten zur vaginalen Gesundheit mit einem geringen Marktanteil vertreten. 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurde erneut ein deutliches Wachstum erzielt. Maßgeblich hierfür waren ausgeweitete Marktanteile, insbesondere der sehr erfolgreiche Verkauf von Slinda sowie von Xonvea. Verschreibungspflichtige Innovative Produkte Mit dem Launch von Xonvea im Mai 2022 hat Exeltis ein Medikament zur symptomatischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft in Deutschland auf den Markt gebracht. Seit dem Launch von Slinda im Mai 2021, womit Exeltis das erste östrogenfreie Drospirenon- Monopräparat in Deutschland auf den Markt gebracht hat und welches konzernintern erforscht und entwickelt wurde, wächst der Umsatz der innovativen Produkte signifikant. Bereits Anfang 2020 wurde mit Deflagyn, einem Vaginalgel zur Förderung der Remission bei unklarem Zervixabstrich, ein weiteres innovatives Produkt vermarktet. Insgesamt beträgt der Umsatz mit innovativen Produkten TEUR 23.646 (i. Vj. TEUR 14.980). Verschreibungspflichtige (generische) Produkte In dieser Kategorie zusammengefasst werden die generischen Kontrazeptiva, die Exeltis unter den Marken Velafee, Asumate 20, Asumate 30, Omsan20, Omsan30, Desirett, Velmari Langzyklus, Navela, Endovelle und Ginoring vermarktet, die beiden Progesteronprodukte Famenita 100 und Famenita 200 sowie Velbienne, die im Bereich der Hormonersatztherapie Anwendung finden. Auch im Geschäftsjahr 2023 konnten für diverse verschreibungspflichtige Medikamente Ausschreibungen gewonnen werden, was zu einem Teil des Umsatzwachstums beigetragen hat. Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit verschreibungspflichtigen generischen Produkten ein Bruttoumsatz vor Erlösminderungen von TEUR 48.771 (i. Vj. TEUR 50.421) erzielt. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf den gesunkenen Absatz von Asumate zurückzuführen. Beim Ginoring konnte ein Marktanteil von rund 52% erreicht werden. Famenita erreichte einen Marktanteil von rund 56%.
6 Quelle: APO Monitor, Insight Health.
OTC-Produkte Unter OTC-Produkten werden die apothekenpflichtigen, aber rezeptfrei erhältlichen Produkte der Marken Gelifend und Fenizolan, die Nahrungsergänzungsmittel Velnatal, Clavella, Folandrol und Cistibell zusammengefasst. Der Markt zur Behandlung der bakteriellen Vaginose (Gelifend) bzw. von Scheidenpilzen (Fenizolan) ist jeweils gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Herstellern. Es herrscht eine tendenziell höhere Austauschbarkeit, da die Produkte, im Gegensatz zu länger andauernden Behandlungen, wie beispielsweise im Rahmen der Hormonersatztherapie, nur punktuell verwendet werden. Die Produkte Velnatal, Clavella und Folandrol sind Nahrungsergänzungsmittel für schwangere Frauen bzw. Frauen und Männer mit Kinderwunsch. Cistibell ist ein Präparat zur Unterstützung der Blasengesundheit. Die OTC- Produkte dienen der Abrundung des Exeltis-Portfolios. Da es sich um frei verkäufliche Produkte handelt, die darüber hinaus zum Teil nicht apothekenpflichtig sind, findet ein Großteil der Bewerbung der Konkurrenzprodukte in den Apotheken bzw. dem DTC-Bereich (Direct to Consumer) statt. Exeltis fokussiert im Berichtsjahr die Bewerbung auf den Facharzt. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 mit OTC-Produkten ein Bruttoumsatz vor Erlösminderungen in Höhe von TEUR 2.341 erzielt (Verringerung um 6,9% gegenüber dem Vorjahr). Umsatzerlöse Die Bruttoumsatzerlöse erhöhten sich insgesamt um TEUR 8.006 oder 11,1 % auf TEUR 79.951. Die Vorjahresprognose wurde somit übertroffen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Maßgeblich, aufgrund der um TEUR 8.006 gestiegenen Brutto-Umsatzerlöse, konnte im Berichtsjahr das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 9.264 auf einen Gewinn in Höhe von TEUR 16.962 gesteigert werden. Insgesamt war der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 sehr zufriedenstellend und übertraf die Erwartungen. 2.3 Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Betriebsleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.915 bzw. 25,5% auf TEUR 63.600. Ursache hierfür sind insbesondere die gestiegenen Umsatzerlöse innovativer Produkte. Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund gestiegener Umsatzerlöse um TEUR 2.883 bzw. 13,5 % auf TEUR 24.163. Die Materialaufwandsquote verringerte sich produktmixbezogen von 42,3 % im Vorjahr auf 38,2 %.Die für die Steuerung der Gesellschaft wesentliche Nettoumsatzmarge (Rohertrag im Verhältnis zu den Nettoumsatzerlösen) über alle Produkte ist gegenüber dem Vorjahr von 56,9% auf 61,2 % gestiegen. Der Anteil der Rabatte und Erlösschmälerungen an den Bruttoumsatzerlösen verringerte sich von 31,3 % im Vorjahr auf 22,2 %.
Der Personalaufwand erhöhte sich nur leicht aufgrund des Anstiegs der Mitarbeiterzahl um TEUR 115 bzw. 1,2 % auf TEUR 9.416. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.733 bzw. 13,8 % betrifft im Wesentlichen Werbekosten sowie konzerninterne Dienstleistungen. Der Anstieg des Zinsergebnisses von TEUR 332 im Vorjahr auf TEUR 1.402 im Berichtsjahr verhält sich korrespondierend zur Entwicklung der Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cashpooling. Infolge des positiven Ergebnisses vor Ertragsteuern ergab sich ein Ertragssteueraufwand in Höhe von TEUR 4.660 (i. Vj.: TEUR 2.251). Die Jahresergebnisse der letzten fünf Geschäftsjahre entwickelten sich wie folgt:
2.4 Vermögenslage Das Gesamtvermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag um TEUR 18.950 oder 47,9 % auf TEUR 58.503. Der Anstieg resultiert überwiegend aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich verbundener Unternehmen).
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich um TEUR 96 oder 19,9 % auf TEUR 581. Investitionen in Höhe von TEUR 309 (überwiegend Produktlizenzen und IT-Ausstattung) stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 164 gegenüber. Der Anteil des Anlagevermögens inklusive Ausleihungen an verbundene Unternehmen am Gesamtvermögen verringerte sich von 54,0 % im Vorjahr auf 36,7 %. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich verbundener Unternehmen) haben sich im Berichtsjahr von TEUR 11.598 und TEUR 14.077 auf TEUR 25.675 erhöht. Dabei enthält die Position Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cashpooling und Zinsen in Höhe von TEUR 15.915 (i. Vj.: TEUR 5.410). Der Anstieg von insgesamt TEUR 14.077 im Vergleich zum Vorjahr ist mit TEUR 10.505 auf die erhöhten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cashpooling und Zinsen zurückzuführen - mit TEUR 3.572 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens. Das Eigenkapital erhöht sich entsprechend dem Jahresüberschuss um TEUR 12.304 oder 68,2 % auf TEUR 30.337. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 45,6 % im Vorjahr auf 51,9 %. Der Anstieg der Rückstellungen um TEUR 3.658 betrifft aufgrund des deutlich erhöhten Jahresüberschusses insbesondere höhere Steuerrückstellungen (+TEUR 3.726). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhen sich um TEUR 2.638 aufgrund höherer Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 316 aufgrund der gestiegenen Geschäftsaktivitäten und die Sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 42. 2.5 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus ihren liquiden Mitteln und dem operativen Cashflow sowie der Teilnahme am konzernweiten Cashpooling ab Q4 2022. Darüber hinaus besteht ein Kreditvertrag mit der Chemo Holding S.L. mit einem Gesamtvolumen von bis zu EUR 50,0 Mio. und einer Laufzeit bis 1. Januar 2025, der im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen wurde. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2023 blieben im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des konzernweiten Cashpoolings unverändert (TEUR 1). Die Cashpooling-Forderung beläuft sich auf TEUR 13.937 (i. Vj. TEUR 4.834) und wird als Forderung gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Ihr Anteil am Gesamtkapital beträgt 23,8 % (i. Vj. 12,2 %). Die zusammengefasste Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft in voller Höhe den Mittelabfluss des Geschäftsjahres im Zusammenhang mit dem Cashpooling der verbundenen Unternehmen. Im Vorjahr wurde die Veränderung des Cashpools im Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt. Aufgrund der soliden Finanzierungsstruktur der Exeltis Germany GmbH und der Anbindung an das konzernweite Cashpooling sieht die Geschäftsführung keinerlei Schwierigkeiten, die aktuellen Geschäfte sowie auch ein zukünftig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagement Die Exeltis Germany GmbH ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Gesellschaft verfügt über ein System zur Risikoidentifizierung, -steuerung und -überwachung. Durch das bestehende Planungs-, Berichts- und Controllingsystem werden Abweichungen von der geplanten Entwicklung frühzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen ergriffen. Die Geschäftsführung ist durch eine laufende Berichterstattung in den Prozess eingebunden. Darüber hinaus ist die Gesellschaft als Tochterunternehmen der Insud Pharma GmbH in das Risikomanagement der gesamten Gruppe eingebunden. 2. Chancen Die Exeltis Germany GmbH bedient mit dem heutigen Produktportfolio alle wesentlichen Indikationsgebiete, sowohl verschreibungspflichtiger als auch rezeptfrei erhältlicher Präparate, im gynäkologischen Markt. Die zu erwartende Altersstrukturentwicklung der Bevölkerung in Deutschland lässt insbesondere im Bereich Hormonersatztherapie eine steigende Zahl der Anwenderinnen erwarten. Mit den im nächsten Jahr geplanten Produkteinführungen sowie punktuellen Maßnahmen bei bestehenden Produkten ist das Management der Exeltis Germany GmbH der Überzeugung, die gute Wettbewerbsposition der Gesellschaft auch weiterhin dauerhaft und nachhaltig steigern zu können. 3. Risiken Produkt- und Vertriebsrisiken Generell sind die Risiken und Chancen der Geschäftsentwicklung von der strategischen Positionierung der einzelnen Marken und dem Erfolg bei der Einführung von Produktneuheiten abhängig. Darüber hinaus besteht eine allgemeine Abhängigkeit von gesetzgeberischen Initiativen, insbesondere auch bezüglich des Systems öffentlicher Krankenkassen, sowie dem arzneimittelspezifischen regulatorischen Umfeld. Risiken werden grundsätzlich im Rahmen des Budget- und des rollierenden Planungsprozesses erfasst und beurteilt. Dabei erfolgt eine detaillierte Betrachtung und Bewertung aller potenziell bestandsgefährdenden Risiken auf Basis eines einjährigen Prognosezeitraums. Innerhalb des Marktes für Frauengesundheit wird eine Risikostreuung durch eine breitere Produktpalette erzielt. Diese hat derzeit einen Schwerpunkt auf orale Kontrazeptiva und wird ergänzt durch OTC-Produkte. Daneben ist die Exeltis Germany GmbH das zweite Unternehmen in Deutschland, das das Marktsegment verschreibungspflichtiger natürlicher Hormonersatzprodukte entwickelt. Insgesamt werden Produkt- und Vertriebsrisiken als gering eingeschätzt. Finanzielle Risiken Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 6.350. Es handelt sich im Wesentlichen um inländische Forderungen und Forderungen innerhalb des europäischen Auslands, aus denen keine Fremdwährungsrisiken resultieren. Es erfolgt keine Sicherung des Ausfallrisikos, da es sich bei den Kunden um wenige Großkunden mit hervorragender Bonität handelt. Das Risiko von Forderungsausfällen wird daher als gering eingestuft. Etwaige künftige Liquiditätsschwankungen können über den verfügbaren Rahmenkredit des Gesellschafterdarlehens ausgeglichen werden. Grundsätzlich geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die Gesellschaft selbst finanzieren kann. Unabhängig davon wird die Liquidität der Gesellschaft täglich überwacht und Plan-Ist-Abweichungen werden periodisch analysiert. Insgesamt werden finanzielle Risiken als sehr gering eingeschätzt. Steuerrisiken Im Geschäftsjahr 2017 wurde die ertragsteuerliche Außenprüfung für die Geschäftsjahre 2010 bis 2012 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die ertragsteuerliche Außenprüfung für die Geschäftsjahre 2013 bis 2017 beendet. Im Geschäftsjahr 2024 begann die ertragssteuerliche Außenprüfung für die Geschäftsjahre 2018 bis 2021. Die steuerlichen Verlustvorträge sind inzwischen aufgebraucht. Derzeit sind keine ertragsteuerlichen Risiken, die zu einer Belastung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage führen könnten, erkennbar. Insgesamt werden Steuerrisiken als gering eingeschätzt. Gesamteinschätzung der Risikolage Über die genannten Risiken hinaus sind keine solchen erkennbar, die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben könnten. Für Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung derzeit keine Tatsachen, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können. Internationale Krisen und Inflation Durch die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie durch die gestiegenen Energiepreise wird zum einen die Inflation erheblich verstärkt, zum anderen das Risiko für Lieferengpässe erhöht. Dies hat auch Auswirkungen auf die Exeltis Germany GmbH, welche mit Preissteigerungen konfrontiert wird und die Entwicklung beobachtet. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, um Auswirkungen der wirtschaftlichen Folgen der Krise in Bezug auf Lieferung und Kosten zu überwachen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich nachhaltige Auswirkungen für die Exeltis Germany GmbH ergeben. Wir schätzen das Risiko als gering ein. 4. Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die konjunkturellen Rahmenbedingungen werden für das Jahr 2024 negativ erwartet. So geht beispielsweise das Kieler Institut für Weltwirtschaft von einer Reduzierung des Bruttoinlandsprodukts 2024 von -0,1% für Deutschland aus. 7 Der Verband der Chemischen Industrie rechnet aufgrund der derzeitigen Entwicklungen an den Gas- und Strommärkten insgesamt für die Branche mit einem leichten Anstieg der Produktion um 3,5%. 8 Geschäftsentwicklung der Exeltis Germany GmbH Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Exeltis Germany GmbH mit einer weiterhin guten Geschäftslage und -entwicklung. Es wird eine Steigerung des Nettoumsatzes und der Nettoumsatzmarge, vor allem im Bereich Kontrazeptiva, um mehr als 25% erwartet. Weiterhin wird neben dem Absatz aus Rabattverträgen mit der Einführung neuer Produkte eine Steigerung des Umsatzes erwartet. Aufgrund moderater Kostensteigerungen wird ein Anstieg des Vorsteuerergebnisses in gleicher Größenordnung erwartet. Bis zum Erstellungszeitpunkt des Lageberichts ergaben sich keine Hinweise auf eine negative Abkehr von den Planungsprämissen. Der Prognosecharakter aller zukunftsbezogenen Aussagen zieht jedoch die Möglichkeit nach sich, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
7 Kieler Konjunkturberichte Detusche Wirtschaft
Herbst 2024
Ismaning, den 20. November 2024 Exeltis Germany GmbH Jan Tangermann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Exeltis Germany GmbH, Ismaning Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Exeltis Germany GmbH, Ismaning, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Exeltis Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 6. Dezember 2024 KPMG
AG
Christian Duschl, Wirtschaftsprüfer Horst Overbeck, Wirtschaftsprüfer |
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