Beteiligungsgesellschaften
Fuhrmann GmbH
Bövingen 139, 53804 Much, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefanie Christmann seit 25.7.2024 | Prokura |
Björn Groß seit 15.5.2018 | Prokura |
Dieter Schnadt seit 17.11.2009 | Prokura |
Arndt Jochen Ulrich Fuhrmann seit 16.9.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fuhrmann GmbHMuchJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Fuhrmann GmbH mit Sitz in Much bei Köln ist Hersteller von medizinischen Einwegprodukten. Gesellschafter sind im Jahr 2023 fünf Privatpersonen. Alleiniger Geschäftsführer ist Arndt Fuhrmann. Zum Produktportfolio gehören überwiegend Produkte der klassischen Wundversorgung, Sets sowie Einmalinstrumente. HNO-Produkte und spezielle Artikel für die Krankenpflege runden das Sortiment ab. Die Produkte werden zum größten Teil in eigenen Betriebsstätten konfektioniert und sterilisiert, ein kleinerer Teil ist reine Handelsware. Das Jahr 2023 ist im Ergebnis wie geplant verlaufen. Der wichtigste Beschaffungsmarkt ist neben Deutschland und Europa vor allem Asien. Der Anteil der im Ausland beschafften Waren lag im Geschäftsjahr bei knapp 80 %. Der überwiegende Teil der Fremdwährungsgeschäfte wurde mit langfristigen Devisentermingeschäften abgesichert. Die Kundenstruktur hat sich in der Form verändert, dass durch das Umsatzwachstum der vergangenen Jahre in neuen Kundengruppen bzw. Kundengruppen, die vorher noch nicht so stark entwickelt waren, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Kundengruppen reduziert werden konnte. Die Fuhrmann GmbH als Muttergesellschaft der tschechischen Tochtergesellschaft Fuhrmann Medical s. r. o. trifft strategische Entscheidungen für beide Standorte. Ein wesentlicher Bestandteil der Bilanzsumme resultiert aus den Vorräten. Gründe hierfür liegen in den langen Vorlaufzeiten für Bestellungen aus Asien sowie den benötigten Lagerbeständen für Produktions- und Fertigwaren unserer Kunden. Daraus resultieren verhältnismäßig hohe Reichweiten, die jedoch nicht branchenunüblich sind. Wegen Ausweitung der Lagerbestände (preis- und mengenbedingt) hat sich die Liquiditätslage im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, die Liquiditätsspielräume durch weiterhin zugesagte Kreditlinien sind ausreichend. Durch Tilgungen der langfristigen Verbindlichkeiten sind die Bankverbindlichkeiten insgesamt leicht gesunken. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Fuhrmann-Hauptmarkt "Klinik Deutschland" ist hart umkämpft. Kliniken werden privatisiert oder auch geschlossen. Es erfolgt ebenfalls eine Konzentration bei den Einkaufs- gemeinschaften, kleinere Einkaufsgemeinschaften schließen sich Größeren an. Klinikgruppen investieren in die Gesamtwertschöpfung, so dass sie nicht nur Kunden, sondern auch gleichzeitig Wettbewerber werden. Deshalb wird Fuhrmann auch in den nächsten Jahren immer mit einem hohen Preisdruck konfrontiert werden. b. Geschäftsverlauf Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 liegt auf dem geplanten Ergebnis. Der Geschäftsverlauf stellt sich damit in 2023 zufriedenstellend dar. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 mit +14% ist außergewöhnlich in unserem Marktumfeld. Die Preisentwicklung war moderat, das Wachstum kommt insbesondere aus dem Instrumente-Klinikmarkt und ist somit mengenbedingt. Die Lieferfähigkeit ist durch sorgfältige Disposition und etwas überproportional gestiegenen Lagerbeständen so gut wir noch nie, so dass dadurch auch neue Kunden gewonnen werden konnten. c. Ertragslage Nach einem Jahresüberschuss von 653 TEUR im Vorjahr schließt die Fuhrmann GmbH im Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 812 TEUR ab. Die Umsatzerlöse erhöhten sich - ohne Berücksichtigung der Bestandsveränderungen - um 13,6 %. Die Ertragslage ist primär geprägt von der Wareneinsatzquote, dabei spielen das Verkaufspreisniveau, der Produktmix und die Einkauf- und Frachtkosten die wesentliche Rolle. Die Inflation hat sich auf dem Beschaffungsmarkt und auch dem Absatzmarkt stark beruhigt. Der Klinikmarkt steht weiterhin am stärksten unter Margen- und Preisdruck. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Materialaufwendungen um 18,5 %. Die Personalaufwendungen stiegen um 396 TEUR bzw. 9,8 %. Die Aufwandsseite zeigt sich von stärker steigenden Personalaufwendungen getroffen im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung über mehrere Jahre ist dem Geschäftsverlauf entsprechend. Außerdem wächst der IT-Aufwand im Rahmen der Digitalisierungsstrategie. Das Zinsergebnis beläuft sich für 2023 auf ./. 157,6 TEUR (Vorjahr ./. 93,9 TEUR). d. Finanzlage Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt über die Thesaurierung der Gewinne sowie Banken- und Gesellschafterdarlehen und Lieferantenkredite. Im Geschäftsjahr sind Darlehen zur Finanzierung von Investitionen gegenüber Kreditinstituten regulär getilgt worden. Wegen mengenbedingten Ausweitungen der Lagerbestände sind die kurzfristigen Kredite gestiegen. Mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens ist in den Vorräten gebunden. Hinsichtlich der Gründe für diese unternehmensspezifische Besonderheit wird auf die Ausführungen unter Punkt 1. dieses Lageberichts verwiesen. Zur Bedienung der Zahlungsverpflichtungen stehen der Gesellschaft in ausreichendem Umfang Kontokorrentkredite zur Verfügung. e. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme zum 31.12.2023 um 821 TEUR auf 12.039 TEUR erhöht. Der Warenbestand steigt um 1.063 TEUR, die Forderungen gegenüber Kunden fallen um 159 TEUR und Guthaben bei Kreditinstituten steigen um 32 TEUR. Das Sachanlagevermögen sinkt wegen regulärer Abschreibungen um 83 TEUR. Das Eigenkapital wächst um die Höhe des Jahresüberschusses von 812 TEUR auf 6.078 TEUR. Es sind Ausschüttungen im kleineren Umfang geplant. f. finanzielle Leistungsindikatoren Die Fuhrmann GmbH bedient sich neben zahlreichen individuellen, internen Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens auf der Ertragslage vornehmlich der Kennzahl EBIT. Diese Kennzahl wird auch von den wesentlichen Wettbewerbern veröffentlicht und dient als Gradmesser der Profitabilität in einem hart umkämpften und grundsätzlich margenschwachem Markt. Auch als Vergleichskennzahl über mehrere Jahre eignet sich die Kennzahl sehr gut, weil Veränderungen in der Finanzierung des Unternehmens ausgeklammert werden. Des Weiteren wird die Liquiditätslage eng überwacht, auch wenn die Profitabilität gegeben ist, kann insbesondere durch Erhöhungen der Lager- und Forderungsbestände diese negativ beeinträchtigt werden. Das engmaschige Mahnwesen zeigt sehr schnell, ob die überfälligen Zahlungen zunehmen. Forderungsausfälle werden durch einige Klinikinsolvenzen mehr, bewegen sich im verkraftbaren Rahmen. Die größten Klinikkunden sind weit überwiegend in öffentlicher Hand und somit nicht ausfallgefährdet. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Prognosebericht Das frühzeitige Erkennen von Risiken gilt als eine der Hauptaufgaben des Managements. Ein zeitnahes Bereitstellen von Berichten durch das interne Controlling für alle Unternehmensbereiche ermöglicht ein schnelles Eingreifen bei Fehlentwicklungen. Die Fuhrmann GmbH ist Hersteller von Medizinprodukten der Risikoklassen I, Is und IIa und wird jährlich auditiert. Insbesondere die Umsetzung neuer gesetzgeberischer Vorgaben in die Unternehmensstruktur ist Gegenstand des Audits. Das Audit 2023 testierte dem Unternehmen, dass es über ein intaktes und fehlerfrei funktionierendes Qualitätsmanagementsystem verfügt. Die Anforderungen an das Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und werden, vor allem wegen der Medical Device Regulation MDR (Medizinprodukteverordnung 2018), weiterhin steigen. Die Fuhrmann GmbH ist personell in diesem Bereich sehr gut aufgestellt und somit vorbereitet auf die neuen gesetzlichen Vorgaben. Der Importanteil der beschafften Waren bleibt auch in den nächsten Jahren konstant hoch. Die Entwicklung des USD-EUR-Kurses ist nicht vorherzusehen und wird deshalb durch Devisentermingeschäfte gesichert. Der Dollarkurs hat sich in der Vergangenheit sehr stark verändert. Weil die Einkaufssituation alle Wettbewerber trifft, ist der Markt bereits in Bewegung geraten, was gleichermaßen Chancen und Risiken mit sich bringt. Die Einkaufspreise blieben im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant. Für die Zukunft rechnen wir wegen der sonstigen Indikatoren (Baumwolle/Löhne/Markt) mit leicht steigenden (währungsbereinigten) Preisen. Mit einer durchschnittlichen Debitorenlaufzeit von ca. 3 Wochen und sehr geringen Forderungsausfällen in der jüngsten Vergangenheit sind keine besonderen Vorkehrungsmaßnahmen erforderlich, da auch in den nächsten Jahren mit einer ähnlichen Zahlungsmoral gerechnet wird. Ein Großteil der Kunden sind öffentlich-rechtliche Anstalten bzw. in kirchlicher Trägerschaft. Wegen auslaufender temporärer Preiszuschläge im Klinikmarkt und einer weiter stark steigenden Lohn-/Gehaltsrunde rechnet die Fuhrmann GmbH für 2024 mit einem Jahresüberschuss von 755 TEUR. Die Finanzierung des Unternehmens gilt als gesichert. Die Eigenkapitalbasis ist stabil. b. Risikobericht In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Operationen im Heimatmarkt Deutschland, die den maßgeblichen Teil des Geschäftes beeinflussen, kontinuierlich erhöht. Die Gründe hierfür liegen im technischen Fortschritt und der höheren Lebenserwartung der Bevölkerung. Es wird davon ausgegangen, dass der Trend sich auch in den nächsten Jahren fortsetzt. Die Fuhrmann GmbH hat bisher als etablierter Anbieter im deutschen Klinikmarkt von diesen Entwicklungen profitiert. Allerdings verstärkt sich der Trend zu minimalinvasiven Operationen, so dass sich der Verbandmittelbedarf bei diesen Verfahren im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden reduziert. In 2023 ist der Verbandmittelbedarf in deutschen Kliniken zum zehnten Mal in Folge leicht zurückgegangen. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend auch in Zukunft bestätigen wird. Viele deutsche Kliniken schreiben Verluste, dadurch wird sich weiterhin der Preisdruck auf die Lieferanten erhöhen. Ob Forderungsausfälle drohen, ist sehr schwierig zu prognostizieren, weil es sich überwiegend um öffentlich-rechtliche Häuser bzw. kirchliche Träger handelt. Auszuschließen sind Forderungsausfälle nicht. c. Chancenbericht Die Marktposition im Segment des "niedergelassenen Bereichs" (Fachhändler, Apotheken, Ärzte) hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert und wird durch ein Wachstum von 27 % belegt. Ebenfalls investiert Fuhrmann in neue Produkte und Vertriebskanäle, so dass sich hieraus neue Umsatzchancen ergeben werden. Durch die Einführung einer neuen Business Software (ERP, CRM und weitere Funktionalitäten) zum 11.12.2023 ergeben sich für die Fuhrmann GmbH in Zukunft Produktivitätsverbesserungen in der Administration, eine verbesserte Kundenbetreuung und potentiell auch Produktivitätssprünge in der Produktion und der Logistik durch verbesserte Prozesse. Das Management-Team hat in 2023 Zuwachs erhalten durch die Neueinstellung einer Gesamtvertriebsleiterin. Diese neue Position erzeugt mehr Linie und Struktur in der für Fuhrmann wichtigen Vertriebsorganisation. Außerdem erhöht sie die Unabhängigkeit vom Gesellschafter Geschäftsführer. Personell ist Fuhrmann somit sehr gut für die weiteren Entwicklungsschritte in der näheren Zukunft aufgestellt.
Much, 31. März 2024 Arndt Fuhrmann Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Fuhrmann GmbH hat ihren Sitz in Much. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter HRB 2474 eingetragen. Der Jahresabschluss der Fuhrmann GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Das gesetzliche Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB wurde angewandt. Für Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt: Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, ebenfalls um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgte die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (ohne Umsatzsteuer) werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben und im Anlagenspiegel in die Abgänge einbezogen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Unbrauchbare oder entsprechend dem Verfallsdatum abgelaufene Ware wurde in voller Höhe wertberichtigt. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden angemessen wertberichtigt. In den Vorräten enthaltenen fertigen Erzeugnissen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich ausschließlich aus der steuerrechtlich abweichenden Bewertung der Pensionsrückstellungen. Sie wurden mit einem Steuersatz von 30 % bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt mit den folgenden, der Berechnung zugrunde gelegten Annahmen:
Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurde der Durchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank für einen Zeitraum von 10 Geschäftsjahren verwendet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 310.620,00. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt Euro 1.671,00 (Vorjahr: Euro 8.028,00). Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, wurde dieser angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Die Fuhrmann GmbH weist Anteile an verbundenen Unternehmen aus. Es handelt sich hierbei um die nachfolgend genannte Kapitalgesellschaft.
*) Ergebnis vor Steuern Spolecnost s rucením omezeným (abgekürzt s.r.o.), ist die tschechische Bezeichnung für die Rechtsform der haftungsbeschränkten Gesellschaft in der Tschechischen Republik. Die Umrechnung des Eigenkapitals und des Geschäftsergebnisses erfolgte auf Grundlage der im Jahresabschluss 2022 der Gesellschaft angegebenen, auf volle Tausender gerundeten Werte zum Devisenkassakurs des Bilanzstichtags. Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
zu 1) Sicherung durch Grundpfandrechte in Höhe von EUR 2.556.459,41 (Vorjahr: EUR 2.556.459,41) zu 2) Sicherungsübereignung des Warenbestandes in Much und Overath zu 3) Globalabtretung sämtlicher gegenwärtiger und künftiger Ansprüche aus dem Geschäftsverkehr IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in nahezu voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. V. Sonstige Angaben Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Arndt Fuhrmann. In Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterlassen. Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt zum Stichtag EUR 23.202,61. Diese resultiert aus den gebildeten aktiven latenten Steuern und dem Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen:
Im Geschäftsjahr 2012 hat die Tochtergesellschaft Fuhrmann Medical s.r.o., Tschechien, ein Darlehen aufgenommen. Zur Absicherung des Darlehens hat die Fuhrmann GmbH eine Bürgschaftserklärung in Höhe von EUR 212.319,13 (CZK 5.737.500) abgegeben. Die Währungsumrechnung der Verpflichtungssumme erfolgte mit dem Devisenkassakurs zum Bilanzstichtag 2018. Ausgehend von der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der Tochtergesellschaft wird die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der abgegebenen Bürgschaftserklärung als unwahrscheinlich angesehen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine weitere Bürgschaft in Höhe von EUR 34.560,00 zugunsten der WESM-WOS Industrie-, Gewerbe und Wohnungsbaugesellschaft mbH abgegeben. Gegenstand der Bürgschaft ist der Mietvertrag für das Objekt Zur Kaule 17 in 51491 Overath. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der abgegebenen Bürgschaftserklärung kann als unwahrscheinlich angesehen werden. VI. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 812.025,31. Der Jahresüberschuss wird mit dem bestehenden Bilanzvortrag in Höhe von Euro 362.890,68 verrechnet und in Höhe von Euro 1.174.915,99 auf neue Rechnung vorgetragen.
Much, 31. März 2024 Arndt Fuhrmann Vorstehender zur Offenlegung bestimmter und nach § 327 HGB verkürzter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Fuhrmann GmbH, Much, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fuhrmann GmbH, Much Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fuhrmann GmbH, Much - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fuhrmann GmbH, Much, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Münster/Westf., 17. Juni 2024 Beratungs-
und Prüfungsgesellschaft BPG mbH
Jürgen Groteschulte, Wirtschaftsprüfer Matthias Kock, Wirtschaftsprüfer In der Gesellschafterversammlung vom 14. November 2024 wurde folgendes beschlossen:
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