Valmet Automation GmbHLiquidiert

51377 Leverkusen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 82744
Vorher
Metso Process Automation Deutschland GmbH
Eingetragen
11.11.2014
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
die Entwicklung und Herstellung von sowie der Handel mit industriellen Erzeugnissen, insbesondere Geräte und Systeme der Prozessautomatisierung, einschließlich der dazugehörigen Software, Service, Beratungs- und Ingenieurtätigkeit.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Michael Merl
seit 20.8.2018
Geschäftsführer
Theo Münch
seit 5.12.2014
Prokura
Hans Rehnen
seit 5.12.2014
Prokura
Olaf Trentmann
seit 5.12.2014
Prokura
Ari Kolehmainen
seit 5.12.2014
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Valmet Automation GmbH

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Valmet Automation GmbH mit Sitz in Leverkusen und Niederlassungen in Oberhaching, Dörpen und Magdeburg ist Bestandteil der finnischen Valmet-Gruppe, die mit über 12.600 Beschäftigten 1 weltweit ihre Kunden über einen großflächigen Verkaufs- und Kundenservice unter anderem in den Bereichen Zellstoff-, Holzwerkstoff- und Papierindustrie, verbunden mit Prozessautomatisierung und Biomasse-Energieerzeugungstechnologien, bedient. Die Valmet Automation GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Valmet Automation Oy, Helsinki/Finnland (nachfolgend "Valmet Auto Oy"), welche wiederum eine Tochtergesellschaft der finnischen Valmet Oyi, Espoo/Finnland (nachfolgend "Valmet Oyj"), ist.

Die Valmet-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Entwicklern und Anbieter von Prozesstechnologien, Automatisierung und Dienstleistungen für die Zellstoff-, Papier-, und Energiewirtschaft. Die Valmet-Gruppe besteht vornehmlich aus den Geschäftsbereichen Service, Pulp and Energy, Automation und Paper.

Das Portfolio der Valmet Automation GmbH umfasst fortschrittliche Automatisierungs-, Qualitätskontroll-, Mess- und Analysenlösungen sowie globale Expertenleistungen für Zellstoff und Papier, Stromerzeugung, Marine, Öl und Gas sowie andere Prozessindustrien. Die kundespezifische Lösung entsteht in der Zusammenführung der System-Hard- und -Software sowie des Applikationsengineering. Auf der Grundlage von Datenmodellen und Analysemethoden ebnet die Automatisierung gemeinsam mit den Kunden den Weg zum "digitalen Unternehmen", von der Produktivität, Zuverlässigkeit und Flexibilität von Maschinen und Anlagen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Das Geschäft der Valmet Automation GmbH beinhaltet die Entwicklung und Herstellung von sowie den Handel mit industriellen Erzeugnissen, insbesondere Geräten und Systemen der Prozessautomatisierung, einschließlich der dazugehörigen Software, Service, Beratungs- und Ingenieurtätigkeit. Sie greift hierzu insbesondere auf das Know-how der finnischen Muttergesellschaft zurück.

Aufträge über einer definierten Größenordnung werden von der finnischen Gesellschaft projektiert. Der Warenbezug erfolgt überwiegend über die Gruppe. Innerhalb des Geschäftsbereichs Process Automation wird in Capital- und Service-Projekte unterschieden. Während es sich bei Capital im Wesentlichen um Neuanlagen handelt, umfasst der Service-Bereich Reparaturen und Ersatzteile, Wartung sowie After-Sales-Service.

Die Vertriebsmärkte der Valmet Automation GmbH umfassen Deutschland, die Schweiz sowie Teilbereiche des niederländischen und belgischen Marktes.

Mit Wirkung zum 1. April 2015 wurde ein "Concept-Fee"-Vertrag zwischen der Valmet Automation GmbH und der Valmet Auto Oy abgeschlossen. Die Gesellschaft muss demnach eine ergebnis- und umsatzabhängige Vergütung bis zu einer definierten Grenze abführen. Ein umsatzabhängiges Mindestergebnis verbleibt bei der Gesellschaft, soweit ein positives Ergebnis erzielt wurde.

Ein weiterer wesentlicher Vertrag ist eine Kommissionsvereinbarung mit der Valmet Auto Oy, welcher Großaufträge (Capital-Bereich und seit dem Geschäftsjahr 2017 auch Service-Bereich) regelt, die aufgrund von Kapazitätsengpässen und fehlendem Know-how nicht lokal projektiert werden können.

Darüber hinaus bestehen Cash-Pool-Verträge mit der Valmet Deutschland GmbH, Darmstadt (nachfolgend "Valmet Deutschland"), sowie mit der Valmet Oyj.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nun schon im fünften Jahr eines moderaten Aufschwungs. Die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung nimmt allmählich zu, die konjunkturelle Dynamik bleibt im Vergleich zu früheren Phasen des Aufschwungs gering. Hierzu trägt bei, dass die Auftriebskräfte bislang deutlich stärker von den Konsumausgaben herrühren, die erfahrungsgemäß geringere zyklische Ausschläge aufweisen als Investitionen und Außenhandel. Dass der konsumgetriebene Aufschwung zudem die industrielle Fertigung weniger stark stimuliert, ist einer der Gründe dafür, dass die Unternehmensinvestitionen bislang nur sehr verhalten ausgeweitet wurden. 2

Die deutsche Wirtschaft ist aufgrund ihrer Exportorientierung anfällig für Störungen im internationalen Umfeld. Noch Ende 2017 schätzten die Institute das Risiko zusätzlicher protektionistischer Elemente in der Wirtschaftspolitik als gering ein, ausgeräumt waren solche Gefahren allerdings nicht. Insbesondere durch die politischen Veränderungen in den Vereinigten Staaten von Amerika sind die Auswirkungen für den Handel nicht verlässlich absehbar. Zudem könnten sich die Rahmenbedingungen für den deutschen Export durch den Ausgang der Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über die Modalitäten des Brexit verschlechtern. 3

Im Frühjahr 2018 hat sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland abgeschwächt. Die Prognosen gehen von weiteren Reduzierungen des Wachstums aus. Die für Deutschland wichtige Weltwirtschaftsentwicklung ist weiterhin positiv. Andererseits hat sich in den Vereinigten Staaten von Amerika die Geldpolitik verändert. Die weitere Zinsentwicklung in Amerika und anderen Ländern ist zurzeit nicht einschätzbar, wird sich aber auf die Entwicklung auswirken. 4

2. Branche

a) Zellstoff- und Papierindustrie

In der Papier- und Zellstoffbranche gab es kaum Veränderungen zum Vorjahr. Aufgrund des rückläufigen Marktes im Bereich der graphischen Papiere wurden Papiermaschinen zum Teil umgebaut, um Produkte im Bereich Verpackung zu produzieren.

Die Tendenz im Bereich der Verpackungsindustrie ist nach wie vor durch den stetig zunehmenden Versandhandel positiv, da eine höhere Nachfrage nach diesen Produkten besteht. Dieser gestiegenen Nachfrage wird durch ausgeweitete Produktionskapazitäten (Neu- und Umbauten) begegnet. Durch die zunehmende Konkurrenz und höhere Kosten im Bereich Energie, Logistik und Personal stehen die Verkaufspreise unter Druck. Die Hersteller versuchen, dem durch Massenproduktion und Prozessoptimierung entgegenzuwirken.

Im Bereich Tissue ist keine Marktschwäche zu erkennen. Die Situation auf dem Zellstoffmarkt ist ebenfalls gut. Die Rohstoffpreise für beispielsweise Holz und Chemikalien waren im Vergleich zum Weltmarkt sehr hoch und sind tendenziell steigend. Daneben sind die Rohölpreise seit ca. einem Jahr erheblich gestiegen.

b) Stromerzeugung

Im Energiebereich ist die Energiewende weiterhin das zentrale Thema in Anlagenbau und Industrieservice. Das politische Ziel der Energiewende gefährdet in der Höhe und in der Verteilung der Kosten insbesondere die Kraftwerksbranche. Im Rahmen der neuen Emissionsrichtlinien gemäß COP 21 sind Investitionen in moderne Anlagentechnik erforderlich bzw. bereits im Gange. Kraftwerksmodernisierungen sind nur im Rahmen von existierenden Abnahmeverträgen möglich, die eine langfristige Investition als sinnvoll erscheinen lassen. Dadurch wird der stark umkämpfte Markt weiter unter Druck geraten und eventuell ein Preiskampf um die verbleibenden Projekte stattfinden.

c) Entsorgung

Im Abwasserbereich werden sukzessive Umrüstungen auf moderne Technik notwendig. Durch immer strengere Auflagen und Verordnungen und die erhöhte Verschmutzung der Umwelt kommen neue Herausforderungen auf die Prozesse der Abwasserbehandlung zu. Im Bereich der Abfallverwertungsanlagen sind aktuelle Überkapazitäten vorhanden, deshalb sehen wir hier momentan kein Potenzial.

In nahezu allen Branchen besteht ein Bedarf an Prozessoptimierung und -steuerung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Herausforderung an die Industrie ist es immer mehr, die Prozesse zu automatisieren, um sich weiterzuentwickeln und auch die kommerzielle Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. In vielen Branchen werden die Notwendigkeiten zur Optimierung jedoch noch unterschätzt. Wir sind überzeugt, dass hier die Zukunft des Anlagenbaus in Europa liegt.

III. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine Geschäftsentwicklung und Zielerreichung

Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr bzw. unserer angepassten Planung aus dem Herbst 2017 wie folgt:

Umsatz Ist 2016
T€
Umsatz Ist 2017
T€
Umsatz Plan 2017
T€
Abweichung 2016/2017
T€
Abweichung Plan/Ist 2017
T€
Capital 7.713 4.625 5.000 -3.088 -375
Service 7.326 8.402 9.000 1.076 -598
Sonstige 784 601 400 -183 201
  15.823 13.628 14.400 -2.195 -772

Das ursprünglich geplante Umsatzvolumen in Höhe von ca. € 14,4 Mio konnte nicht vollständig erreicht werden. Insbesondere im Bereich Service konnten aufgrund der knappen Personalressourcen bestehende Aufträge erst im Folgejahr fertiggestellt werden. Im Vergleich zum Vorjahr wurde im Service eine Steigerung von 15 % erreicht. Dies resultiert aus allen Servicebereichen, wobei sich die Umsätze mit größeren Projekten hervorheben. Erwartungsgemäß konnten im Bereich Capital diverse Aufträge im Geschäftsjahr nicht fertiggestellt werden, während im Vorjahr umfangreiche Projekte noch zum Jahresende abgerechnet werden konnten. Die Umsatzrealisierung der verbleibenden offenen Aufträge wird dementsprechend erst im Folgejahr stattfinden.

Insgesamt hat sich die Gesamtleistung im Verhältnis zum Vorjahr verschlechtert. Währenddessen hat sich das Rohergebnis aufgrund stärker gesunkener Materialaufwendungen um T€ 605 verbessert.

Entgegen der Prognose von T€ 600 konnte im Geschäftsjahr 2017 nur ein positives Ergebnis von T€ 227 erzielt werden. Die Abweichung resultiert überwiegend aus nicht prognostizierten Gehaltsaufwendungen und Aufwendungen für Fremddienstleister und -personal im nicht operativen Bereich. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis um T€ 53 gestiegen.

Unser Ziel der Mitarbeiterbindung und Fortbildung konnte vollumfänglich erreicht werden. Die Fluktuation ist sehr gering, was das Service-Know-how und die Kundenbeziehungen positiv beeinflusst. Der Personalbestand konnte nicht erhöht werden und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

2. Ertragslage

Die Valmet Automation GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von € 13,6 Mio. Hiervon entfallen ca. € 11,1 Mio auf den inländischen Vertriebsmarkt. Im Bereich Capital sind die Umsätze stark gesunken. Dies resultiert überwiegend aus der fehlenden Umsatzrealisierung von Großprojekten, die aufgrund unterschiedlicher und herausfordernder Kundenspezifikationen eine Abnahme und die damit verbundene Projektschließung nicht zeitnah ermöglichten. Die Umsätze im Bereich Capital entsprachen nicht den Erwartungen. Die geplanten Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Service wurden nicht vollständig erreicht. Die in den sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesenen Kommissionsabrechnungen sind gegenüber dem Vorjahr um 23 % gesunken, überwiegend aufgrund ausstehender finaler Abrechnungen.

Das Rohergebnis beträgt € 8,2 Mio (Vorjahr € 7,6 Mio) oder 59,9 % (Vorjahr 47,8 %) vom Umsatz. Hier ist insbesondere zu beachten, dass die Marge aus Capital-Projekten aufgrund der mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Vereinbarungen weitgehend risikolos, jedoch wesentlich niedriger ist. In 2017 ist das verbesserte Ergebnis entsprechend auf die unter Eigenverantwortung durchgeführten Service-Aufträge zurückzuführen, deren Umfang erheblich gestiegen ist. Der Rückgang der Capital-Aufträge wirkt sich nur geringfügig auf das Rohergebnis aus, soweit diese in Eigenregie abgewickelt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Die Personalaufwendungen sind vor allem durch Vorjahreseffekte gestiegen. Im Vorjahr wurde die Urlaubsrückstellung erheblich abgebaut - die im Vorjahr nicht operativ verwendeten Stunden wurden im laufenden Jahr für abrechenbaren Service in Anspruch genommen.

Die Abschreibungen resultieren mit T€ 597 aus der Abschreibung auf den Firmenwert, der über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 351 gestiegen. Dies wurde vor allem durch Personal- und Fremddienstleister stark beeinflusst.

Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt um T€ 51 auf T€ 18 gesunken, was überwiegend auf die Aufzinsung der Rückstellungen im Vorjahr zurückzuführen ist.

Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 227 (Vorjahr T€ 174) erzielt werden.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 618 auf T€ 8.906 erhöht.

Auf der Aktivseite ist dies vor allem auf die höheren geleisteten Anzahlungen und auf der Passivseite auf die gestiegenen erhaltenen Anzahlungen zurückzuführen. Wie in den Vorjahren ist der Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um weitere T€ 597 gesunken.

Bei den Vorräten fallen die an die Valmet Auto Oy geleisteten Vorauszahlungen für Projekte in Höhe von T€ 3.662 (Vorjahr T€ 2.418) stark ins Gewicht. Hierbei handelt es sich überwiegend um Capital-Projekte, die unter Leitung der Muttergesellschaft abgewickelt werden und für die von der Muttergesellschaft Abschlagszahlungen angefordert werden. Diese Projekte werden von der Gesellschaft nur in den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen, soweit die der Gesellschaft entstehenden Kosten noch nicht an die Muttergesellschaft weiterbelastet wurden.

Die Passivseite ist besonders durch die gestiegenen erhaltenen Anzahlungen von Kunden in Höhe von T€ 4.484 (Vorjahr T€ 2.709) gekennzeichnet, die in der Regel zum überwiegenden Teil an die Valmet Auto Oy weitergeleitet werden, die die Dienstleistungen und Warenlieferungen für die wesentlichen Capital-Projekte erbringt.

Die Gesellschaft finanziert sich fast ausschließlich über die bei der Valmet Oyj und der Valmet Deutschland eingerichteten Cash-Pools. Das Cash-Pool-Konto mit der Valmet Deutschland weist zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr einen geringeren Verbindlichkeitssaldo von T€ 1.146 (Vorjahr T€ 2.942) aus.

Die Eigenkapitalquote ist trotz der höheren Bilanzsumme aufgrund des Jahresüberschusses auf 17,1 % (Vorjahr 15,6 %) gestiegen.

4. Finanzlage und Liquiditätslage

Die Eigenkapitalsituation hat sich durch den Jahresüberschuss verbessert. Das Eigenkapital beträgt T€ 1.521 (Vorjahr T€ 1.294).

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgte überwiegend durch die Cash-Pools des Konzernverbundes. Die Gesellschaft ist an den Cash-Pool der Schwestergesellschaft Valmet Deutschland (Cash-Pool-Führer) über eine inländische Großbank angeschlossen. Daneben werden Mittel über den Cash-Pool der Valmet Oyj (Cash-Pool-Führer) der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Über diesen Cash-Pool bei der Nordea Bank Finnland plc, Helsinki/Finnland, wird der Gesellschaft eine Linie von T€ 6.000 zugeordnet. Die Liquidität ist somit gesichert.

Die Veränderung des Cash-Flows ergibt sich wie folgt:

31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Veränderung
T€
Cash-Pool-Forderung gegen Valmet Oyj 519 772 -253
Cash-Pool-Verbindlichkeit gegenüber Valmet Deutschland -1.146 -2.942 1.796
Guthaben bei Kreditinstituten 0 10 -10
  -627 -2.160 1.533

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risiken

Die Valmet-Gruppe widmet sich Kunden in den Bereichen Zellstoff, Papier und Energie, die zurzeit aufgrund von teilweisen Überkapazitäten unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen. Die Valmet Automation GmbH ist in das Risikomanagement und die Reportstrukturen der Valmet-Gruppe einbezogen. Monatlich werden Abweichungen zu Planzahlen ermittelt und analysiert, entsprechende notwendige Maßnahmen werden umgesetzt.

Das Hauptrisiko für unsere Gesellschaft resultiert aus der Entwicklung der Branche, insbesondere der Herstellung von graphischen Papieren. Es besteht das Risiko, dass die Auslastung der Papiermaschinen aufgrund rückläufiger Nachfrage und Verkaufspreise sowie steigender Rohstoffkosten weiter sinkt. Als Konsequenz wäre die Stilllegung von Kapazitäten möglich. Hingegen verspricht der Bereich der Verpackungsindustrie und Tissue auch in der Zukunft weitere Zuwächse. Für uns besteht das Risiko einer weiter abnehmenden Auftragsvergabe insbesondere bei größeren Projekten. Dem Risiko wird von uns durch die bestehenden und angestrebten guten Kundenbeziehungen unseres Konzerns und die Abgrenzung von Mitanbietern angemessen entgegengewirkt.

Die Valmet Automation GmbH ist grundsätzlich Auftrags-, Ausfall-, Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt, denen wie folgt begegnet wird:

Die Serviceleistungen der Gesellschaft werden fast ausschließlich durch eigenes Personal erbracht. Ein Anstieg der Personalkosten sowie eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation stellen daher ein besonderes Risiko dar, zumal die Qualität unserer Mitarbeiter die Basis unserer Leistung und somit unseres Erfolgs ist. Durch Mitarbeiterbindungsprogramme wurde in der Vergangenheit und wird auch in der Zukunft versucht werden, diesem Risiko zu begegnen. Daneben besteht die Möglichkeit, auf das Know-how von Konzernunternehmen in Deutschland und Europa zurückzugreifen. Den Risiken wird unseres Erachtens entsprechend begegnet.

Die wesentlichen Risiken für Großprojekte (Capital-Bereich) liegen aufgrund der Vertragsvereinbarungen mit der Valmet Auto Oy überwiegend bei dieser. Aufgrund der Kommissionsvereinbarung erhalten wir selbst bei unbefriedigender Projektabwicklung zumindest Kostenersatz.

Die Risiken für uns liegen hier überwiegend in der Vorhaltung von Personalkapazitäten, soweit ein relevanter Rückgang der Auftragslage zu verzeichnen ist. Dem wird durch entsprechendes Personalmanagement begegnet. Die in den unfertigen Erzeugnissen aktivierten, durch die Gesellschaft erbrachten Leistungen für diese Projekte werden in der Regel monatlich an die Muttergesellschaft weiterbelastet. Die von der Muttergesellschaft im Gegenzug von uns angeforderten Anzahlungen für die Gesamtprojektkosten werden zeitgleich an die Kunden weiterbelastet. Wir halten die verbleibenden Risiken für gering, weiterhin vorhanden, aber nicht zu beziffern.

Für den laufenden Geschäftsbetrieb sind die Risiken durch entsprechende Versicherungen über den Konzern berücksichtigt.

Zur Vermeidung des Forderungsausfallrisikos ist eine entsprechende Forderungsüberwachung eingerichtet. Daneben stehen wir in engem Kontakt zu unseren Kunden, um Entscheidungen von deren Konzernen, die sich auf die Kundensituation auswirken könnten, frühzeitig zu erkennen. Da unsere Kunden mehrheitlich großen Konzernen angehören, die entsprechend diversifiziert sind, sehen wir das Risiko eines Ausfalls als gering an, können es aber nicht vollständig ausschließen.

Dem Preisänderungsrisiko auf der Kundenseite wird in der Regel im Service durch die mittelfristig angelegten Verträge begegnet, die ausreichend verlässliche Planungsdaten ermöglichen.

Im Bereich des Neugeschäftes sind wir dem Wettbewerb ausgesetzt.

Die Beschaffung der Produkte erfolgt überwiegend im Konzern, so dass hier ein prognostizierbares Preisänderungsrisiko besteht. Zudem erfolgt die Abrechnung in Euro, so dass hier keine Wechselkursrisiken entstehen.

Das Unternehmen ist in das Finanzplanungssystem des Valmet-Konzerns eingebunden. Die zu erwartende Liquiditätsentwicklung wird der Konzern-Obergesellschaft anhand einer revolvierenden Finanzplanung mitgeteilt. Die erforderliche Liquidität wird dann im Rahmen des Cash-Managements bereitgestellt. Hierzu bestehen seitens des Konzerns ein Cash-Pool sowie eine Finanzierungsvereinbarung, die die Liquidität sicherstellen.

Mit Wirkung vom 1. April 2015 wurde mit der Valmet Auto Oy eine "Concept-Fee"-Vereinbarung getroffen, nach der die Gesellschaft relevante Teile einer umsatz- und ergebnisabhängigen Vergütung bis zu einer definierten Grenze abführen muss. Ein umsatzabhängiges Mindestergebnis bleibt bei der Gesellschaft, soweit diese ein positives Ergebnis erzielt. Durch die umfangreiche Einbindung der Gesellschaft in den Valmet-Konzern und dessen Know-how, von dem wir abhängig sind, sehen wir keine besonderen Risiken.

Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass für die Gesellschaft keine relevanten Risiken bestehen, die sich mittelfristig auf den Fortbestand der Gesellschaft auswirken können.

2. Chancen

Wie schon in Vorjahren passen sich unsere Kunden dem geänderten Verbraucherverhalten an und stellen ihre Produktion zunehmend von graphischen Papieren auf Wellpappe und Tissue um. Unsere Kunden planen für 2018/19 verschiedene Um- und Neubauten, wodurch sich für Valmet neue Marktchancen ergeben. Unsere Zugehörigkeit zur Valmet-Gruppe kann uns diesbezüglich aufgrund des im Konzern vorhandenen Know-hows unterstützen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Kunden nachhaltige Lösungen zur Umstellung und Optimierung ihrer Prozesse zu evaluieren und in die Praxis umzusetzen. Zeitgleich merken wir eine erhöhte Nachfrage nach intelligenten Technologien, um die Prozesse unserer Kunden zu automatisieren.

Durch die konsequente Weiterverfolgung unserer strategischen Neuausrichtung mit der Intensivierung unserer Aktivitäten in anderen Märkten (industrieller Kraftwerksbereich und Abwasserentsorgungsindustrie) planen wir, unsere Marktposition weiter auszubauen.

Im Zuge der Energiewende sehen wir eine positive Entwicklung im industriellen Kraftwerksumfeld. Im Mittelpunkt steht dabei das energiewirtschaftliche Dreieck aus Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit. Speziell für den Turbinenmarkt rechnen wir mit einer Nachfrage auf Vorjahresniveau und sehen die Tendenz zu einer Verschiebung der Energieerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung.

An unserer Wachstumsstrategie im Servicebereich werden wir auch in den Folgejahren festhalten und die Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten weiter vorantreiben.

Neben dem Ausbau unseres technologischen Vorsprungs mit innovativen Produkten und Leistungen verfolgen wir stets eine ständige Optimierung unserer Kosten, um unsere ambitionierten Pläne zu erreichen und dem starken Verdrängungswettbewerb entgegenzutreten. Wir werden weitere wesentliche Schritte einleiten, um die Profitabilität von Geschäften mit niedriger Ergebnismarge zu verbessern.

Die guten Kontakte innerhalb des Valmet-Konzernverbundes werden weiterhin genutzt und ausgebaut. In den kommenden Jahren werden wir die bestehenden Kundenkontakte weiter intensivieren und gemeinsam einen Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Die Erschließung neuer Märkte und Industrien sowie der weitere Ausbau unseres Servicenetzwerkes werden dabei entscheidend zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass die bestehenden Chancen die Risiken überwiegen und zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft führen werden.

V. Prognosebericht

1. Allgemeine Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2017 konnten wir uns weiter am Markt etablieren. Wir halten mittelfristig eine deutliche Steigerung unseres Geschäfts für realistisch. Relevante Steigerungen im Service-Bereich werden nur erfolgen, soweit wir in der Lage sind, entsprechendes Fachpersonal zu akquirieren. Da im Service-Bereich im Vergleich zum Capital-Bereich aufgrund des Kommissionsvertrages der Gesellschaft höhere Margen zufließen, werden wir unsere Bemühungen hier konzentrieren. Soweit wir dieses Ziel erreichen können, werden wir auch in der Lage sein, Erträge zu erwirtschaften, die zu der vertraglich vereinbarten "Concept-Fee" führen.

Die Entwicklungen im Capital-Bereich unterliegen erheblichen Schwankungen im Zeitablauf, da es sich in der Regel um langfristigere Projekte handelt. Während die Umsatzrealisierung stark von den Kundenabnahmen abhängt, ist die Gesamtleistung durch die Projektführung der Valmet Auto Oy beeinflusst. Die unfertigen Aufträge für diese Projekte werden nicht bei uns (durchlaufender Posten), sondern bei der Valmet Auto Oy bilanziert. Der Fertigstellungszeitpunkt dieser Projekte beeinflusst die bei uns bilanzierten geleisteten Anzahlungen für Großprojekte gegenüber der Valmet Auto Oy, die uns regelmäßig belastet werden. Soweit zum Jahresende umfangreiche Projekte nicht beendet werden, steigen die bilanzierten Anzahlungen, aber nicht die Gesamtleistung. Die Abrechnungen mit Kunden im Folgejahr resultieren dann auch in gestiegenen Umsatzerlösen bzw. in einer höheren Gesamtleistung.

Dementsprechend wird von einer Steigerung der Umsatzerlöse in 2018 ausgegangen. Ergebnisauswirkungen werden sich nur ergeben, wenn entsprechende Kommissionserträge vergütet werden.

Die zuvor beschriebenen in die Zukunft gerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Gesellschaft liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten und deren Ergebnis. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Leistungen und Ergebnisse des Unternehmens wesentlich von denjenigen abweichen, über die in die Zukunft gerichtete Aussagen gemacht wurden.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2018 wird mit einem Umsatzzuwachs im Bereich Capital gerechnet.

Das Wachstum der Umsatzerlöse bzw. das Umsatzvolumen im Bereich Capital wird von der Abarbeitung unseres erheblichen Auftragsbestandes beeinflusst, der sich zum 31. Dezember 2017 auf € 7,9 Mio belief. Wir erwarten, dass von diesem Auftragsbestand rund € 7,5 Mio im Geschäftsjahr 2018 (€ 3,7 Mio zum Herbst 2018 bereits abgerechnet) und € 0,4 Mio in den Folgejahren als Umsatzerlöse realisiert werden.

Die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen werden wie folgt erwartet:

Plan-Umsatz 2018
T€
Ist-Umsatz 2017
T€
Verän - derung
T€
Capital 6.300 4.625 1.675
Service 8.850 8.402 448
Sonstige 450 601 -151
  15.600 13.628 1.972

Der Personalaufwand wird sich aufgrund vorgesehener Neueinstellungen und gestiegener sonstiger Personalaufwendungen leicht erhöhen.

Bezüglich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird mit einem Rückgang der Fremddienstleistungen und der Mietaufwendungen gerechnet.

Für das Jahresergebnis 2018 wird mit einem gleichbleibenden Ergebnis vor Steuern gerechnet. Die planmäßige Abschreibung auf den Firmenwert (T€ 597) schlägt sich weiterhin erheblich im Ergebnis nieder. Die prognostizierten Umsätze im Bereich Capital wirken sich aufgrund des Kommissionsvertrages dagegen nur geringfügig auf das Ergebnis aus. Es wird mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von ca. T€ 250 gerechnet.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Umsatz in Höhe von ca. € 16,5 Mio erwartet. Basis dieser Prognosen sind die bestehenden Kundenverträge, die bei Erstellung der Prognose im Markt vorhandenen Projekte, unsere hohe Servicequalität und unsere Mitarbeiter. Bezüglich des Ergebnisses vor Steuern erwarten wir einen Betrag in Höhe von ca. T€ 400. Die Gesellschaft wird weiterhin versuchen, zusätzliche Leistungen anzubieten und Kosten zu senken, um die langfristigen Prognosen bezüglich Umsatz und Ergebnis zu erreichen bzw. eine Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern) von über 9 % zu erwirtschaften.

3. Dank an die Belegschaft

Der Erfolg der Valmet Automation GmbH ist zu einem Großteil auf das Engagement und die Leistungsbereitschaft jedes einzelnen Mitarbeiters zurückzuführen. Zu dieser Leistung sei allen Beschäftigten herzlich gedankt. Unser Ziel wird es weiterhin sein, unsere Mitarbeiterfluktuation zu beschränken, um das erarbeitete Know-how im Unternehmen zu halten. Daneben liegt unser Schwerpunkt auf Mitarbeiterfortbildung, um bestmöglich für die Bedürfnisse unserer Kunden gerüstet zu sein.

 

Leverkusen, den 30. Oktober 2018

Frank Michael Merl

1 Vgl. "Valmet's Half Year Financial Review January - June 2018", Seite 12.
2 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose im Frühjahr 2017 (Pressefassung), Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
3 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose im Herbst 2017 (Pressefassung), Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
4 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose im Frühjahr 2018 (Pressefassung), Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 796,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.194.867,35 1.792.301,02
  1.194.867,35 1.793.097,82
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.764,11 120.355,80
  1.301.631,46 1.913.453,62
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 792.744,09 616.315,43
2. Waren 376.297,71 320.182,17
3. Geleistete Anzahlungen 3.662.219,31 2.417.554,78
  4.831.261,11 3.354.052,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.792.389,64 1.904.661,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 629.064,19 819.020,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 325.662,73 274.434,35
  2.747.116,56 2.998.115,83
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 477,16 10.185,10
  7.578.854,83 6.362.353,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.512,11 12.028,12
  8.905.998,40 8.287.835,05

Passiva

   
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.500.000,00 2.500.000,00
III. Verlustvortrag -1.230.642,81 -1.404.538,48
IV. Jahresüberschuss 226.800,37 173.895,67
  1.521.157,56 1.294.357,19
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 885.357,32 789.436,60
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.483.836,52 2.709.330,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 59.308,85 38.663,01
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.518.065,92 3.005.738,19
4. Sonstige Verbindlichkeiten 431.306,03 450.309,39
(davon aus Steuern € 346.440,32; Vorjahr € 382.933,81)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 46.436,92; Vorjahr € 42.719,84)    
  6.492.517,32 6.204.041,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.966,20 0,00
  8.905.998,40 8.287.835,05

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 13.628.172,25 15.822.689,69
2. Erhöhung/Verminderung (-) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 176.428,66 -1.035.601,89
3. Sonstige betriebliche Erträge 305.472,50 320.346,14
  14.110.073,41 15.107.433,94
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -5.248.900,40 -6.695.185,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -697.449,63 -853.489,71
  -5.946.350,03 -7.548.675,11
5. Rohergebnis 8.163.723,38 7.558.758,83
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.434.988,23 -4.173.433,53
b) Soziale Abgaben -644.545,15 -651.469,53
  -5.079.533,38 -4.824.903,06
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -644.192,33 -631.902,65
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.206.556,84 -1.855.150,10
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 46,49; Vorjahr € 0,00)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.200,00 6.529,58
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 812,60)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.143,32 -69.588,17
(davon an verbundene Unternehmen € 7.807,83; Vorjahr € 14.586,17)    
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 10.287,00; Vorjahr € 55.002,00)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -407,32
12. Ergebnis nach Steuern 216.497,51 183.337,11
13. Sonstige Steuern 10.302,86 -9.441,44
14. Jahresüberschuss 226.800,37 173.895,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Vorbemerkungen

Die Valmet Automation GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 82744 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der Gesellschaft wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den gesetzlichen Vorschriften; sie richtet sich nach folgenden Gesichtspunkten:

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten aktiviert. Abschreibungen werden für alle Vermögensgegenstände linear auf Grundlage von vorsichtig geschätzten individuellen Nutzungsdauern vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Es wird damit gerechnet, dass sich in diesem Zeitraum die erworbenen Kundenbeziehungen, Marktbekanntheit, Personalbindung und sonstige für den Firmenwert relevante Einzelaspekte verbraucht bzw. erneuert haben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von untergeordneter Bedeutung.

Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden wie folgt angesetzt:

Entgeltlich erworbene Rechte und Werte: 2 bis 5 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 13 Jahre

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Auf Handelswaren (Analysegeräte und Ersatzteile) werden neben Abwertungen auf niedrigere Verkaufswerte auch Abwertungen wegen geringer Lagerumschlagshäufigkeit vorgenommen. Leistungen aus dem Geschäftsbereich Capital, für die die Projektverantwortung bei der Valmet Automation Oy liegt, werden regelmäßig gegen Monatsende weiterbelastet und enthalten somit teilweise noch nicht weiterbelastete abgegrenzte Beträge. Die Weiterbelastungen führen nicht zu Umsatzerlösen, da die Endabrechnungen mit den Kunden zu Umsatzerlösen führen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Gesellschaft saldiert bei Vorliegen einer Aufrechnungslage gemäß der §§ 387 ff. BGB Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt auf Grundlage finanzmathematischer Berechnungen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die von Kunden erhaltenen Abschlagszahlungen werden passivisch als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Auf zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf Verlustvorträge werden latente Steuern ermittelt. Die Ermittlung erfolgt wie im Vorjahr auf Basis eines Steuersatzes von 30 %, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2017

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.356,14 0,00 0,00 7.356,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.987.168,36 0,00 0,00 2.987.168,36
  2.994.524,50 0,00 0,00 2.994.524,50
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.850,11 32.370,17 2.648,57 231.571,71
  201.850,11 32.370,17 2.648,57 231.571,71
  3.196.374,61 32.370,17 2.648,57 3.226.096,21
Abschreibungen
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.559,34 796,80 0,00 7.356,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.194.867,34 597.433,67 0,00 1.792.301,01
  1.201.426,68 598.230,47 0,00 1.799.657,15
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.494,31 45.961,86 2.648,57 124.807,60
  81.494,31 45.961,86 2.648,57 124.807,60
  1.282.920,99 644.192,33 2.648,57 1.924.464,75
Restbuchwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 796,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.194.867,35 1.792.301,02
  1.194.867,35 1.793.097,82
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.764,11 120.355,80
  106.764,11 120.355,80
  1.301.631,46 1.913.453,62

Vorräte

Abwertungen der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen aufgrund niedrigerer Marktwerte waren nicht notwendig. Auf Handelswaren wurden Abwertungen wegen gesunkener Verkaufspreise und langer Lagerdauer in Höhe von T€ 305 (Vorjahr T€ 424) vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen wurden, wie im Vorjahr, an die Gesellschafterin Valmet Automation Oy, Helsinki/Finnland, für Großprojekte gezahlt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Abwertungen für kundenbezogene und allgemeine Risiken in Höhe von T€ 47 (Vorjahr T€ 47).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Forderungen gegen verbundene Unternehmen    
aus dem Finanzverkehr (Cash-Pool) 519 772
aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 110 47
  629 819

Die Forderungen aus Cash-Pool-Vereinbarungen bestehen gegen die Valmet Oyj, Espoo/Finnland.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen übrige verbundene Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr resultierten im Wesentlichen aus für Schwestergesellschaften erbrachten administrativen Tätigkeiten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen:

31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Ertragsteuervorauszahlungen 295 260
Reisekostenvorschüsse 20 14
Übrige 11 0
  326 274

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Gesellschafterin ist die Valmet Automation Oy, Helsinki/Finnland. Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 25 und ist voll eingezahlt.

Die Kapitalrücklage beträgt ebenfalls unverändert T€ 2.500 und resultiert aus der Ende 2014 erfolgten Einzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Personalverpflichtungen    
Dienstjubiläen 357 318
Noch nicht genommener Urlaub 180 148
Mitarbeiterboni 155 149
Sonstige personalbezogene Rückstellungen 23 20
  715 635
Garantieleistungen 55 73
Aufwendungen für Projektnacharbeiten 6 32
Übrige 109 49
  885 789

Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellung wurde ein Rechnungszinssatz von 2,80 % p.a. (Vorjahr 3,24 % p.a.) zugrunde gelegt. Zudem wurden, unverändert zum Vorjahr, eine künftige Entgeltsteigerung von 2,5 % p.a. sowie Standardwerte für geschlechterspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt. Die Berechnung der Sterblichkeit und der Invalidität basiert weiterhin auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des Berichts- und des Vorjahres haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin    
aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 353 2
Verbindlichkeiten gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen    
aus dem Finanzverkehr (Cash-Pool) 1.146 2.942
aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 19 62
  1.165 3.004
  1.518 3.006

Die Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr (Cash-Pool) bestehen vollständig gegenüber der Schwestergesellschaft Valmet Deutschland GmbH, Darmstadt (vormals Pfungstadt).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Märkten:

2017
T€
2016
T€
Inland 11.077 12.804
Ausland 2.551 3.019
  13.628 15.823

Die Auslandsumsätze wurden im Wesentlichen mit Kunden in Belgien T€ 906 (Vorjahr T€ 266), der Schweiz T€ 554 (Vorjahr T€ 912), den Niederlanden T€ 526 (Vorjahr T€ 900) und Finnland T€ 370 (Vorjahr T€ 867) erzielt.

Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ist wie folgt:

2017
T€
2016
T€
Service (Reparaturen, Ersatzteile, Wartung, After Sales-Service) 8.401 7.326
Capital (Neuanlagen) 4.626 7.713
Sonstige 601 784
  13.628 15.823

Der Rückgang im Geschäftsbereich Capital resultiert überwiegend aus dem Anstieg der noch nichtfertiggestellten langfristigen Großprojekte, die von der Muttergesellschaft in Finnland betreut werden. Entsprechend sind die Anzahlungen von Kunden und die geleisteten Anzahlungen an die Gesellschafterin gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2017
T€
2016
T€
Geldwerter Vorteil (Kfz-Nutzung) 217 259
Übrige 88 61
  305 320

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 86 (Vorjahr T€ 33) enthalten.

Der Anstieg des Personalaufwandsist neben üblichen Gehaltsanpassungen vor allem auf den im Vorjahr forcierten Abbau von Zeitguthaben der Mitarbeiter zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2017
T€
2016
T€
Kfz-Kosten 538 505
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 431 267
Mieten und Nebenkosten 360 276
Reisekosten 332 270
EDV-Aufwendungen 195 219
Sonstige Personalaufwendungen 123 104
Übrige 228 214
  2.207 1.855

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 113 (Vorjahr T€ 0) enthalten. Diese entfallen vor allem auf Prüfungs- und Steuerberatungskosten, Mietnebenkosten und Forderungsausfälle.

Die Erträge aus sonstigen Steuern resultieren aus periodenfremden Steuerrückzahlungen für die in Vorjahren unterhaltene Betriebsstätte in Italien.

V. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

2018
T€
2019-2022
T€
Operating Leasing für Kfz 218 162
Miete für Büro und Lager 134 400
  352 562

Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Der Vorteil der Leasingverträge ("Operating Leasing") liegt in der anfänglich geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit aber keine Anzeichen gibt.

Mit Ausnahme der üblichen Eigentumsvorbehalte auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden keine weiteren Pfand- oder ähnlichen Rechte zu Gunsten Dritter.

Im Geschäftsjahr wurden, unverändert zum Vorjahr durchschnittlich 53 Angestellte beschäftigt.

Geschäftsführer der Gesellschaft war bzw. ist:

Herr Sami Juhani Riekkola, Wien/Österreich, Vice-President Central and Southern EMEA (bis 31. Juli 2018);

Herr Frank Michael Merl, Pfungstadt, Business Controller CEN (seit 1. August 2018).

Die Änderung in der Geschäftsführung wurde am 20. August 2018 im Handelsregister eingetragen. Dem im Geschäftsjahr 2017 bestellten Geschäftsführer Herrn Riekkola wurde von der Gesellschaft keine Vergütung gezahlt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Valmet Oyj, Espoo/ Finnland, einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind am Sitz der Valmet Oyj in englischer Sprache erhältlich.

Als Prüfungshonorar sind T€ 59 (Vorjahr T€ 14) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Daneben sind Aufwendungen für Steuerberatung in Höhe von T€ 44 (Vorjahr T€ 15) berücksichtigt.

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen vorgenommen worden.

Die Angaben zu Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung sind in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Neben den oben aufgeführten Veränderungen in der Geschäftsführung liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Leverkusen, den 30. Oktober 2018

Frank Michael Merl, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Valmet Automation GmbH, Leverkusen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Valmet Automation GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Valmet Automation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 30. Oktober 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 14.11.2018 festgestellt.

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