Friess GmbH
93mHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jonas Klem seit 9.12.2022 | Geschäftsführer |
Miroslav Cerny seit 3.7.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Chart Industries Luxembourg S.à r.l. | 50.00% |
| 10.00% | |
| 10.00% | |
| 10.00% | |
| 5.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 8 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Chart Germany GmbHGochKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Chart Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Chart Germany GmbH, Goch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Chart Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 31. Juli 2023 Ernst
& Young GmbH
Schlüter, Wirtschaftsprüfer Keil, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellten wir nach dem Gesamtkostenverfahren auf. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitgehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise in den Anhang aufgenommen. Registerinformation Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Chart Germany GmbH mit Sitz in Goch im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter der Nummer HRB 11208 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft, der Chart Germany GmbH, Goch, die inländischen Tochtergesellschaften:
Konsolidierungsgrundsätze Die Einbeziehung der Konzernunternehmen erfolgte gem. § 301 HGB (Erwerbsmethode) auf Basis der Wertansätze im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt für die bisher in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften war mit Ausnahme der VCT Vogel GmbH (1. September 2017) und der Chart CryoSystems GmbH (27. Dezember 2018) der 1. Januar 2013. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Bei der Erstkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft gegen die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung neubewerteten Eigenkapitalanteile aufgerechnet. Die sich aus der Konsolidierung nach der Neubewertungsmethode ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert in der Bilanz aufgeführt und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung im Geschäftsjahr beträgt TEUR 500. Zum 31. Dezember 2021 verbleibt ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 1. Negative Unterschiedsbeträge werden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Dieses resultiert daraus, dass die Buchwerte der Beteiligungen im Erstkonsolidierungszeitpunkt niedriger waren als die anteilig zu Zeitwerten bewerteten Einzelvermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen. Da die stillen Reserven im Wesentlichen auf Grund und Boden entfielen, ist der Unterschiedsbetrag unverändert zum Vorjahr. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr ergab sich ein zu eliminierender Zwischengewinn von TEUR 323. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung von Anteilen wird über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert am Bilanzstichtag beizulegen war. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden, sofern der Verkaufspreis unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegt, von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,86 % (im Vorjahr 2,30 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 86. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 2 HGB mit den aktuellen Zinsleitsätzen der deutschen Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven wurden passive latente Steuern ermittelt. Dabei wurde ein Steuersatz von rd. 29 % angewendet. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel am Ende des Anhangs dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Konsolidierungskreis
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die Forderungen gegen die Kunden der Konzerngesellschaften aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr ausgewiesen. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.656 (Vj. TEUR 6.509) resultieren zu TEUR 2.655 (Vj. TEUR 6.074) aus dem Cash Pool bei der Chart Industries Luxembourg S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg. Die verbleibenden Forderungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 435) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.831 (Vj. TEUR 5.262) betreffen wie im Vorjahr den Liefer- und Leistungsverkehr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Steuerforderungen aus Umsatz- und Ertragsteuern. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die aktiven latenten Steuern betragen TEUR 189 (Vj. TEUR 174) und resultieren ausschließlich aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz der Chart Germany GmbH. Dabei wurde ein Steuersatz von rd. 29 % (Vj. 30 %) angewendet. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 74 (Vj. TEUR 48) resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB des Aktivwerts eines bestehenden zweckgebundenen Treuhandvermögen (TEUR 185) mit den anteiligen Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter (TEUR 111). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25, die Kapitalrücklage TEUR 1.000. Die Positionen entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Steuerrückstellungen Ausgenommen die Chart CryoSystems GmbH bilden im Berichtsjahr alle Tochtergesellschaften eine steuerliche Organschaft mit der Chart Germany GmbH. Es sind insgesamt Steuerrückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von TEUR 2.820 (Vj. TEUR 3.268) gebildet worden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen pauschale Gewährleistungsaufwendungen, Zollabgaben, Rabatte an Kunden, Rückstellungen für den Personalbereich sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. in TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter enthalten TEUR 3.248 (im Vorjahr TEUR 0) Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 3.105 (Vj. TEUR 2.941) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 25.700 (Vj. TEUR 46.500) aus Darlehen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Es wurde ein Steuersatz von rd. 29 % (Vj. 30 %) angewendet. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Außerbilanzielle Geschäfte im Sinne von § 314 Nr. 2 HGB werden getätigt in Form von Operating Leasing Geschäften. Alle diese Aktivitäten dienen der Verbesserung der Liquidität entweder durch Mittelbeschaffung oder Mittelverwendung. Nach unserer Einschätzung entstehen aus diesen Verträgen keine zusätzlichen Risiken. Die Konzerngesellschaften haben geschäftsübliche Versicherungen und diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Aus diesen Verträgen ergeben sich ab dem 1. Januar 2021 die nachstehenden finanziellen Verpflichtungen:
Zum Bilanzstichtag bestehen keine vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande kommen, lagen im Abschlussjahr nicht vor. Steuerliche Überleitungsrechnung Auf eine Überleitungsrechnung gem. DRS 18.67 wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Bei allen Unternehmen handelt es sich um deutsche Kapitalgesellschaften mit jeweils nahezu gleichen Steuersätzen. Geringe Unterschiede können sich lediglich bei Gewerbesteuer-Hebesätzen der nicht am Standort Goch befindlichen Gesellschaften ergeben. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr 2020 liegt durch den Verkauf der Kryo-Sparte zum 1. Oktober 2020 ein außergewöhnlicher Ertragsposten in Höhe von TEUR 1.245 vor. Die Erträge aus dem Verkauf der Kryo-Sparte wurden erst im Geschäftsjahr 2021 zahlungswirksam. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2021 sind wie im Vorjahr keine Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. Periodenfremde Aufwendungen liegen wie im Vorjahr nicht vor. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Geschäftsjahr 2021 keine periodenfremden Aufwendungen (Vj. Ertrag in Höhe von TEUR 1). Diese ergeben sich aus Rückerstattungen/Nachzahlungen aus Betriebsprüfungen. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 12.136 (Vj. TEUR 24.954 ) beinhaltet die liquiden Mittel sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool. Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 und die Kapitalrücklage von TEUR 1.000 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Im Konzernbilanzverlust in Höhe von TEUR 506 ist ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 8.627 enthalten. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich durch den Konzernjahresüberschuss von TEUR 8.121. Übrige Veränderungen waren im Berichtszeitraum nicht zu verzeichnen. Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angaben nach § 314 Nr. 6 Buchstabe a und b HGB haben wir unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB (in analoger Anwendung) verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Prüfungs- und Beratungsgebühren (Angaben gem. § 314 Nr. 9 HGB) Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt TEUR 70 und entfällt komplett auf Abschlussprüfungsleistungen. Angaben über die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften für in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften gem. § 264 Abs. 3 HGB Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft haben für das Geschäftsjahr 2021 gemäß § 264 Abs. 3 HGB von den Erleichterungsvorschriften Gebrauch gemacht und verzichten u.a. auf die Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes gem. §§ 325 ff. HGB:
Gewinnverwendung Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 2021 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, wird nachfolgend berichtet: Seit Anfang 2020 hat sich das Coronavirus (COVID-19) weltweit ausgebreitet. Die Coronavirus-Pandemie verursacht starke negative Auswirkungen auf die globalen Volks-wirtschaften mit einer ausgeprägten Rezession. Auch in Deutschland hat die Pandemie seit Februar 2020 zu deutlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen geführt, welche im Laufe des Jahres 2022 größtenteils wieder zurückgenommen wurden. Diese Entwicklung hatte auf unser Unternehmen bisher keine wesentlichen negativen finanziellen Auswirkungen. Nicht zuletzt auch aufgrund des insgesamt hohen Auftragsbestandes, war eine entsprechende Auslastung der einzelnen Standorte durchweg gegeben. Darüber hinaus sehen wir weder Lieferengpässe noch Einschränkungen in der eigenen Produktion durch Betriebsschließungen oder ähnlichem. Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Insbesondere weil ein Ende dieses Krieges derzeit nicht absehbar ist, können die Auswirkungen dieses Krieges auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2023 zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden. Ein bestandsgefährdendes Risiko sehen wir hieraus nicht. Wir verweisen auf unsere Ausführung hierzu im Konzernlagebericht. Das Jahr 2023 ist insbesondere durch die im 1. Quartal abgeschlossene Übernahme der Howden-Gruppe, einem weltweit führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Luft- und Gasbehandlung, durch die Chart-Gruppe geprägt. Diese Übernahme hat auch bedeutsame Auswirkungen auf den Konzern. Im Rahmen dieser globalen Transaktion hat die Chart Germany GmbH die gesamten Anteile der deutschen Howden-Holding erworben, welche wiederum die Beteiligungen an den deutschen operativen Howden-Gesellschaften hält. Durch diese Transaktion wird sich die Bilanzsumme des Konzernabschlusses der Chart Germany GmbH etwa verzehnfachen, da die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaften der Howden-Gruppe zukünftig Bestandteil des Konzerns sein werden und der Kauf der deutschen Gesellschaften der Howden-Gruppe über eine Kapitalerhöhung und die Aufnahme eines Darlehens bei verbundenen Unternehmen finanziert wurden. Die Kapitalerhöhung führt zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote auf etwa 30 %. Aufgrund der Transaktion werden sich sowohl der Umsatz als auch das Konzernergebnis und das Konzern-EBITDA mehr als verdreifachen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung über die zu berichten wäre, traten nach Schluss des Geschäftsjahres nicht auf. Konzernverhältnisse Den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Chart Germany GmbH, Goch, einbezogen wird, stellt zum Jahresende eines jeden Kalenderjahres das oberste Mutterunternehmen, die Chart Industries Inc., Ball Ground, Georgia/USA, auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Chart Industries Inc., Ball Ground, Georgia/USA, erhältlich. Entwicklung des Anlagevermögens 2021
Goch, 18. Juli 2023 Chart Germany GmbH Geschäftsführung Jillian Case Harris Miroslav Cerny Daniel Hemming Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Organisation der Gesellschaft Chart Germany GmbH (im Folgenden kurz "Chart") wurde am 18. Mai 2011 gegründet, um die deutschen Gesellschaften der Chart Gruppe zu verwalten. Die Chart Industries Inc. ist ein Nasdaq-notiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Ball Ground, Georgia/USA, das global aktiv ist und dessen wesentliche Produktpalette kryogene Tanksysteme und Wärmetauscher sind. In Deutschland ist Chart in dem Bereich Distribution & Storage aktiv. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2021 Das Jahr 2021 war im Wesentlichen durch die Entwicklungen der Corona-Pandemie und die damit im Zusammenhang stehenden Lockerungen der Pandemie bedingten Einschränkungen der wirtschaftlichen Tätigkeit geprägt. Die globale Wirtschaftsleistung ist infolgedessen nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im abgeschlossenen Jahr 2021 um etwa 5,9 % gewachsen, nachdem im Vorjahr noch ein Rückgang von -4 % zu verzeichnen war. Die Erholung der Weltwirtschaft zeigte sich sowohl in den entwickelten Industriestaaten als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wobei der Anstieg der Wirtschaftsleistung der Schwellen- und Entwicklungsländer insgesamt leicht über dem Anstieg der entwickelten Industriestaaten geschätzt wird. Innerhalb der entwickelten Industriestaaten zeigen sich bei der Erholung der Wirtschaft wiederum deutliche Unterschiede in der geographischen Zusammensetzung. Die Wirtschaft innerhalb des Euroraums hat sich nach dem starken Einbruch im Vorjahr schneller als erwartet erholt, wobei sich der Erholungsprozess zum Jahresende aufgrund stark ansteigender Energiepreise und Störungen in den Lieferketten wieder etwas abschwächte. Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsjahr nach Zahlen des Statistikamts Eurostat um 5,3 % gewachsen, der Rückgang der Wirtschaftsleistung des Vorjahres (-6,1 %) konnte somit nur teilweise ausgeglichen werden. In diesem Zusammenhang konnten die größeren Wirtschaftsräume, wie Frankreich, Italien und Spanien nach sehr starken Wirtschaftseinbrüchen im Vorjahr (-7,8 % bis -11,3 %) überdurchschnittliche Zuwächse erzielen (von 5,5 % bis 7,0 %). Deutschland verzeichnete nach Einschätzung des Statistikamts Eurostat mit 2,6 % einen Zuwachs deutlich unterhalb des europäischen Durchschnitts, wobei der Rückgang des BIP im Vorjahr mit -3,7 % auch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt lag. In den osteuropäischen Ländern lag der Anstieg des BIP oftmals über dem Durchschnitt für den gesamten Euroraum, so beispielhaft Polen mit 6,9 %, Rumänien mit 5,8 % und Ungarn mit 7,2 % (Vorjahr: -2,0 % bis -4,5 %) und konnte somit das Niveau des BIP vor der Pandemie - im Gegensatz zu dem westeuropäischen Wirtschaftsraum - in Teilen sogar übertroffen. Branchenspezifische Entwicklung Die Chart Germany GmbH ist mit ihren Tochtergesellschaften in den Bereichen Industriegase/Transport und Logistik (GOFA Gocher Fahrzeugbau GmbH, Goch, im Folgenden kurz "GOFA", Flow Instruments & Engineering GmbH, Monheim am Rhein, im Folgenden kurz "Flow" und VCT Vogel GmbH, Gablingen, im Folgenden kurz "VCT Vogel") tätig. Wirtschaftliche Entwicklungen, Produktionserhöhungen und -rückgänge wirken sich unmittelbar auf das Transportgewerbe aus. Damit spiegelt sich der Auf- und Abwärtstrend auch in den Auftragsbüchern der GOFA sowie Flow und VCT Vogel wider. Das Transportgewerbe ist wie ein Indikator der Wirtschaft. Als Hersteller von Fahrzeugen und Containern für Flüssigkeiten, Granulate, druck- und kälteverflüssigte Gase sowie von Messgeräten für Flüssigkeiten sind GOFA, Flow und VCT Vogel wesentlich von der industriellen Entwicklung in Europa und insbesondere von der chemischen Industrie im weitesten Sinne abhängig. Die Fertigung ist eine reine Auftragsfertigung, die auf kundenspezifische Belange ausgelegt ist. Durch neue Produkte in den Bereichen Gase und Flüssigkeiten haben sowohl die GOFA als auch Flow einen zusätzlichen Markt erschlossen, der sich in den letzten Jahren positiv entwickelt hat. 3. Entwicklung des Konzerns in 2021 Realisierung der Vorjahresprognose In dem Bereich Industriegase/Transport und Logistik war ein leichter Umsatzanstieg zu verzeichnen. Der Teil der Kryo-Sparte, der bis zum Verkauf der Biomed dem Bereich Healthcare zugeordnet war und zunächst in der Chart Gruppe (als Teil der Flow) verblieben ist, wurde im Rahmen von globalen Unternehmensumstrukturierungen zum 1. Oktober 2020 veräußert. Aufgrund der genannten Unternehmensumstrukturierung gab es im Geschäftsjahr 2021 einen leichten Rückgang des Umsatzes auf Ebene des Konzerns, welcher insbesondere auf einem Rückgang des Umsatzes der Flow basiert. Korrespondierend zu der Entwicklung der Umsätze liegt auch ein leichter Rückgang des Konzernergebnisses und des EBITDA vor. Die Entwicklung der Umsätze, des Konzernergebnisses und des EBITDA entspricht der Planung des Vorjahres. Auftragslage Die Auftragslage von GOFA, Flow und VCT Vogel ist in 2021 weiterhin sehr gut. Der Auftragsbestand stieg insgesamt von TEUR 48.739 Ende 2020 auf TEUR 54.389 Ende 2021. Der Auftragsbestand gewährleistet eine Auslastung für mehrere Monate, und für wesentliche Fertigungskapazitäten bestehen auch längerfristige Verträge. Entwicklung der Materialkosten Die Rohmaterialien, die GOFA, Flow und VCT Vogel zur Produktion einsetzen, sind vor allem Aluminium-Produkte (Bleche, Rohre etc.), Stahlprodukte (Bleche, Rohre etc.), Ventile und Elektronikkomponenten. Ferner bezieht Flow Handelswaren von Konzernunternehmen aus den USA und teilweise China. Die meisten Rohmaterialien können von mehreren Lieferanten bezogen werden. Während die Rohmaterialpreise in 2020 noch stabil waren, steigen die Preise seit 2021 aufgrund weltweiter Lieferengpässe in vielen Bereichen deutlich an. Personalentwicklung Im Jahresdurchschnitt 2021 betrug die Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer 297 und zum Bilanzstichtag 299. Ertragslage Das Konzern-EBITDA beläuft sich auf TEUR 14.921 und ist gegenüber 2020 um TEUR 3.064 zurückgegangen. Die Umsätze und Bestandsveränderungen liegen mit insgesamt TEUR 67.044 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 73.187). Der Rückgang des Konzern-EBITDA, genauso wie der Rückgang der Umsätze und der sonstigen betrieblichen Erträge, ist insbesondere auf den Wegfall der Kryo-Sparte bzw. dem Einmaleffekt aus deren Verkauf zurückzuführen. Der deutliche Rückgang der Materialaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ist ebenfalls dem Wegfall der Kryo-Sparte aus der Flow geschuldet. Der um TEUR 1.062 gesunkene Personalaufwand korrespondiert mit dem Personalabbau im Geschäftsjahr. Die Abschreibungen, die mittlerweile nur noch in untergeordnetem Maße durch die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung (TEUR 500) bestimmt werden, haben das Jahresergebnis mit TEUR 2.045 belastet. Das Finanzergebnis (TEUR -1.034) wirkte sich ebenfalls negativ aus. Insgesamt beläuft sich das Ergebnis vor Steuern auf TEUR 11.842. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 3.663) stehen im Einklang mit dem gesunkenen Betriebsergebnis. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2021 - nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 8.121 erzielt. Investitionen In 2021 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.095 getätigt. Diese betreffen insbesondere Ersatzinvestitionen und/oder die Weiterentwicklung von Vorrichtungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit verbunden effizienteren Produktionsbedingungen. Kurzfristig gebundenes Vermögen / Finanzlage Zum Stichtag sind die Vorräte von TEUR 11.216 auf TEUR 15.924 angestiegen. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem Aufbau der Bestände der GOFA. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3 gesunken, was auf einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der GOFA und der VCT Vogel zurückzuführen ist, der durch einen Anstieg bei der Flow kompensiert wurde. Die Forderung aus dem Cash Pool von TEUR 6.074 (saldiert) aus dem Vorjahr, ist zu einer Verbindlichkeit aus dem Cash Pool von TEUR 593 (saldiert) geworden. Dies steht im Zusammenhang mit dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehen zurückzuführen. Die liquiden Mittel sind von TEUR 18.879 auf TEUR 12.730 gesunken. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind von TEUR 1.563 auf TEUR 1.156 zurückgegangen. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Auszahlung des Pensionsanspruches bei der VCT Vogel. Bei den Steuerrückstellungen liegt ein Rückgang von TEUR 3.268 auf TEUR 2.820 vor. Die Entwicklung der Steuerrückstellung ergibt sich durch einen rückläufigen Jahresüberschuss und höhere Steuervorauszahlungen als im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 4.167 auf TEUR 3.863 gesunken, da insbesondere die Personalrückstellungen geringer als im Vorjahr sind. Korrespondierend zu dem Anstieg der Vorräte aufgrund des Aufbaus der Bestände der GOFA sind auch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 5.653 auf TEUR 11.854 angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind von TEUR 1.990 auf TEUR 1.588 zurückgegangen, da Ende des Jahres weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres eingekauft wurde. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von TEUR 4.379 auf TEUR 567 gesunken, was insbesondere auf den Wegfall der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Kryo-Sparte zurückzuführen ist. Der Konzernjahresüberschuss 2021 in Höhe von TEUR 8.121 hat den nicht durch Eigenkapital gedeckten Konzernfehlbetrag des Vorjahres überkompensiert. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 519. Aufgrund der genannten Veränderungen hat sich die Bilanzsumme insgesamt von TEUR 73.427 auf TEUR 57.268 verringert. 4. Forschung und Entwicklung In den Unternehmen Flow, GOFA und VCT Vogel werden sämtliche dort produzierten Produkte ständig weiterentwickelt. Neben langjährig etablierten Anwendungen in den Bereichen Gase und Flüssigkeiten werden auch im Bereich regenerative und alternative Energien weitere Produkte, Services und Applikationen entwickelt. Keine der Firmen hat eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung werden nicht aktiviert. 5. Chancen und Risiken der Gesellschaft Spezialisierungen im Rahmen unserer breit gestreuten Produktpalette und innovative Verbesserungen sind Grundsteine für eine mittel- und langfristig gute Auslastung unseres Konzerns. Konjunkturelle Einbrüche gehen auch an der Chart Gruppe nicht spurlos vorbei. Durch die Produktvielfalt ist aber in der Regel nicht das gesamte Fertigungsprogramm betroffen. Daher beurteilen wir die langfristige Unternehmensentwicklung grundsätzlich positiv. In Zukunft könnten Niedrigpreisanbieter aus Südeuropa, dem Nahen Osten und Asien verstärkt mit Chart konkurrieren und dadurch Druck auf die Margen ausüben. Für den Bereich LPG (Flüssiggas) gibt es in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern nach wie vor Tendenzen zu einer Marktsättigung. Aus der Corona-Pandemie genauso wie aus dem Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, erwachsen weiterhin Risiken für die globale makroökonomische Entwicklung, ebenfalls mit potenziell negativen Auswirkungen auf unsere Geschäfte. Ein Risiko besteht aus weiter steigenden Einkaufspreisen (z.B. für Aluminium und Stahl) sowie Störungen der Lieferkette (z.B. Elektronikkomponenten), welche die Lieferfähigkeit beeinträchtigen können. Im Konzernverbund gibt es integrierte Risikofrüherkennungssysteme bezogen auf den Rechnungslegungsprozess wie z. B. regelmäßiges Reporting, Genehmigungsgrenzen, Investitionspläne und Liquiditätspläne. Für alle Geschäftsvorgänge gilt das 4-Augen-Prinzip. Es liegen keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vor. 6. Ausblick auf die Geschäftsjahre 2022 und 2023 Die Indikatoren für die weitere mittelfristige Entwicklung sehen wir grundsätzlich positiv. Im Geschäftsjahr 2022 bewegte sich der Konzernumsatz vor abgeschlossener Konzernabschlussprüfung leicht über dem Niveau des Vorjahres, wobei das Konzernergebnis und das Konzern-EBITDA im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig ausfielen. Der leichte Rückgang des Konzernergebnisses und des Konzern-EBITDA ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Preissteigerungen nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Das Jahr 2023 ist insbesondere durch die im 1. Quartal abgeschlossene Übernahme der Howden-Gruppe, einem weltweit führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Luft- und Gasbehandlung, durch die Chart-Gruppe geprägt. Diese Übernahme hat auch bedeutsame Auswirkungen auf den Konzern. Im Rahmen dieser globalen Transaktion hat die Chart Germany GmbH die gesamten Anteile der deutschen Howden-Holding erworben, welche wiederum die Beteiligungen an den deutschen operativen Howden-Gesellschaften hält. Durch diese Transaktion wird sich die Bilanzsumme des Konzernabschlusses der Chart Germany GmbH etwa verzehnfachen, da die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaften der Howden-Gruppe zukünftig Bestandteil des Konzerns sein werden und der Kauf der deutschen Gesellschaften der Howden-Gruppe über eine Kapitalerhöhung und die Aufnahme eines Darlehens bei verbundenen Unternehmen finanziert wurden. Die Kapitalerhöhung führt zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote auf etwa 30 %. Aufgrund der Transaktion werden sich sowohl der Umsatz als auch das Konzernergebnis und das Konzern-EBITDA mehr als verdreifachen.
Goch, 18. Juli 2023 Jillian Case Harris Miroslav Cerny Daniel Hemming |
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