Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 471467
Eingetragen
24.7.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Antriebselementen mit Zubehör. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf alle Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes dienlich sein können.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mei-Li Liou
seit 19.3.2026
Geschäftsführer
Ko-Huang Liao
seit 4.5.2023
Geschäftsführer
Shou-Yeu Chuo
seit 4.5.2023
Geschäftsführer
Wen-Hen Chuo
seit 4.5.2023
Geschäftsführer
Joachim Roos
seit 25.6.2020
Prokura
Werner Mäurer
seit 24.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HIWIN Technologies Corporation
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

HIWIN Technologies Corporation
TWN
5.635.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HIWIN GmbH

Offenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die HIWIN GmbH, eine Tochter der taiwanischen HIWIN Technologies Corporation, entwickelt, produziert und vertreibt seit 1993 Produkte der Antriebstechnik. Dazu gehören Profilschienenführungen, Kugelgewindetriebe, Elektrohubzylinder, Linearmotoren, Rundtische, Linearachsen und auch komplette Positioniersysteme, hergestellt aus den Standardprodukten der Gesellschaft.

Zu unseren Kunden gehört der gesamte Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau. Von der Werkzeugmaschinenindustrie über die Automatisierungsindustrie, der Medizintechnik, Mess- und Prüftechnik, Verpackungsindustrie bis zur Halbleiter- und Solarbranche.

Der Einkauf der Standardprodukte erfolgt im Wesentlichen bei Unternehmen der HIWIN Gruppe; darüber hinaus werden Zukaufteile überwiegend lokal bezogen.

Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt über den eigenen Vertrieb und über technische Händler.

Für die Gesellschaft sind in Deutschland rund 477 Mitarbeiter tätig. Die Unternehmensstruktur der Gesellschaft ist schlank und der Größe und den Markterfordernissen angemessen. Unterhalb der Geschäftsleitung besteht eine Unterteilung in prozess- und produktspezifische Organisationseinheiten.

Wesentliche Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

1.2 Forschung und Entwicklung

Wir betreiben eine kleine Konstruktionsabteilung. Für kundenspezifische Positioniersysteme werden dort Konzepte und Layouts entwickelt, deren Detaillierung dann vom Mutterhaus übernommen wird.

Für eine Produktgruppe betreibt die Gesellschaft eine kleine Entwicklungsabteilung. Diese Produktgruppe ist für den europäischen Bedarf bestimmt und wird nur von der Gesellschaft gefertigt und vertrieben.

Die allgemeinen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden von der Konzernmutter durchgeführt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Marktumfeld und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2023 nicht gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %.

Das Unternehmen gehört zur Branche der Antriebstechnik. Dieser Industriesektor hat 2023 einen um 3,9 % höheren Umsatz erzielt als im Vorjahr. Der Werkzeugmaschinenbau, als eine der Abnehmergruppen des Unternehmens, verzeichnete 2023 eine Umsatzsteigerung in Höhe von 10 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: de.statista.com, Umsatz im deutschen Maschinenbau, 18.03.2024).

2.2 Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hatte 2023 einen Umsatzrückgang um Mio. EUR 6,2 bzw. 4,7 % auf Mio. EUR 125,7 (Vj.: Mio. EUR 132), wogegen die Planung einen Umsatz von rd. Mio. EUR 135,0 vorsah. Der Umsatzrückgang liegt in sinkenden Bedarfen bei Großkunden und Händlern begründet.

Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 3,0 nach Mio. EUR 7,8 im Vorjahr erzielt werden. Die Planung aus dem Vorjahr sah einen Jahresüberschuss von Mio. EUR 6,5 vor. Die Abweichung zwischen Plan- und Ist-Jahresüberschuss resultiert im Wesentlichen aus höheren Warenabwertungen, höheren Personalkosten sowie Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellung für Gewährleistung zur Abdeckung zusätzlicher Risiken in Höhe von 2,5 Mio. EUR.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung lag unter unseren Erwartungen.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Die Materialintensität (bezogen auf die Gesamtleistung) liegt mit 55,5 % (Vj.: 57,2 %) leicht unter dem Vorjahr. Der Materialaufwand entwickelt sich aufgrund gesunkener Frachtkosten unterproportional zu den Umsatzerlösen und sinkt um Mio. EUR 7,1 auf Mio. EUR 70,0 (Vj.: Mio. EUR 77,1).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 3,5 bzw. 12,5 % auf Mio. EUR 31,7 (Vj.: Mio. EUR 28,2) angestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch den Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigungsanzahl um 67 bzw. 16,3 % auf 477 Mitarbeiter sowie durch Gehaltssteigerung und Inflationsprämie bedingt. Die Personalintensität (Gesamtleistung) hat sich aufgrund der höheren Personalkosten von 20,9 % auf 25,1 % erhöht.

Der Anstieg der Abschreibungen um Mio. EUR 0,02 bzw. 0,5 % auf Mio. EUR 3,9 resultiert aus leicht gestiegenen Investitionen in die Sachanlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um Mio. EUR 2,5 bzw. 17,4 % auf Mio. EUR 17,0 (Vj.: Mio. EUR 14,5) gestiegen. Dies ist hauptsächlich bedingt durch einen Anstieg der Werbungs- und Messekosten, Aufwände für IT-Beratung sowie einer höheren Rückstellung für Gewährleistung in Höhe von + 2,5 Mio. EUR.

Als Folge des gesunkenen Ergebnisses vor Steuern, sowie der erfolgswirksamen Auflösung von Steuerrückstellungen aus Vorjahren, hat sich der Steueraufwand auf Mio. EUR 0,8 (Vj.: Mio. EUR 3,6) vermindert. Dadurch sinkt die Steuerquote für das Jahr 2023 auf 29,5 % (Vj.: 31,0 %).

2.3.2 Finanzlage

Insgesamt war im Finanzierungsbereich der zur Verfügung stehende Finanzrahmen ausreichend. Über das Gesamtjahr stand eine gute Liquidität zur Verfügung, so dass allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen werden konnte.

Das Eigenkapital beträgt Mio. EUR 79,0 (Vj.: Mio. EUR 76,0) Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 78,5 % nach rund 69,0 % im Vorjahr. Die Erhöhung resultiert hierbei aus dem Jahresüberschuss.

Die liquiden Mittel belaufen sich am Bilanzstichtag auf Mio. EUR 2,7 nach Mio. EUR 0,7 im Vorjahr. Der Anstieg der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit Mio. EUR 100,6 um Mio. EUR 9,4 unter dem Vorjahr von Mio. EUR 110,1. Der Rückgang resultiert auf der Aktivseite aus dem Rückgang der Vorräte (Mio. EUR -12,4) und dem gegenläufigen Anstieg der Liquiden Mittel (Mio. EUR +2,0).

Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR -8,6) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Mio. EUR -3,3) gesunken, wohingegen das Eigenkapital aufgrund des positiven Ergebnisses des Geschäftsjahres (Mio. EUR +3,0) und die gestiegen ist.

Insgesamt verlief die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ungeachtet des Nachfragerückgangs erfreulich.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind der Umsatz und Jahresüberschuss. Bezüglich der Entwicklung und der Prognose dieser Leistungsindikatoren verweisen wir auf den Abschnitt 2.3 und 3 dieses Lageberichts.

2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft legt Wert auf nachhaltiges Wirtschaften. Sie ist bestrebt bei allen Technologien und Investitionen die jeweils neuesten Techniken zum Umweltschutz einzusetzen. Energieeinsparung und Vermeidung von unnötigen Primärenergieverbräuchen sind in den Leitlinien der Gesellschaft verankert.

Die Zukunftssicherung und langfristige Bindung der Arbeitnehmer an die Gesellschaft bedingt einen wohlwollenden Umgang mit den langfristigen Interessen der Mitarbeiter. Daher unterstützt die Gesellschaft die Alterssicherung aller Arbeitnehmer mit entsprechenden Zuschüssen zur privaten Altersvorsorge.

Der Nachwuchs an Mitarbeitern wird zum Großteil durch eigene Ausbildung gedeckt. Die Gesellschaft legt großen Wert auf gute Ausbildungsergebnisse und sichert sich damit den Facharbeiter-Nachwuchs.

3. Prognosebericht

Die weltweiten Konjunkturaussichten für 2024 sind nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht positiv. Im April geht der IWF in seinem Ausblick von einem weltweiten Wachstum der Industriestaaten von 1,7 % (Vj.: 1,6 %) aus. Für Deutschland wird mit einem Wachstum in Höhe von 0,2 % (Vj.: - 0,3 %) gerechnet. Die Gesellschaft geht für 2024 von einem ähnlichen Geschäftsverlauf wie 2023 aus.

Aufgrund der sehr breiten Aufstellung der Gesellschaft in allen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus bis hin zur Medizintechnik mit Produkten, die zum Großteil in Automatisierungsanwendungen verwendet werden, sieht sich die Gesellschaft sehr gut gerüstet, 2024 erfolgreich abschließen zu können. Die Produkte der Gesellschaft werden auch in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen nachgefragt.

Unsere Planung sieht einen Umsatz auf Vorjahres-Niveau vor. Für 2024 gehen wir von einem Umsatz in Höhe von 126,0 Mio. EUR und einem Jahresergebnis von rund 4,5 Mio. EUR aus.

Alle bislang getroffenen Maßnahmen haben zudem gezeigt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, auch starke Bedarfsschwankungen durch entsprechende Gegenmaßnahmen zumindest teilweise kompensieren zu können.

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1 Risikobericht

Als international agierendes mittelständisches Unternehmen sind wir mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert. Mit den Risiken, die die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen, setzt sich die Geschäftsführung regelmäßig auseinander. Unternehmerische Risiken werden dabei stets im Zusammenhang mit den damit verbundenen Chancen betrachtet. Es sind - auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie - keine wesentlichen Änderungen der Geschäftspolitik geplant.

Die im Berichtszeitraum erheblich gestiegenen Material- und Beschaffungskosten konnten zu einem großen Teil durch eigene Preisanpassungen ausgeglichen werden.

4.1.1 Umfeld- und Branchenrisiken

Die Gesellschaft ist durch das breite und sich weiter ausweitende Produktspektrum sehr gut am Markt positioniert. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten während der letzten großen Krise 2008/09 und im Pandemiejahr 2020 konnte die HIWIN GmbH positive Ergebnisse erzielen.

Der Krieg in der Ukraine sowie die kriegerischen Handlungen im Gazastreifen haben keine direkten Auswirkungen auf das Geschäftsfeld der Gesellschaft. Die von Embargos betroffenen Länder und Produkte haben keinen nennenswerten Einfluss auf der Beschaffungs- und Absatzseite. Die Gesellschaft sieht erste Investitionen in Industriezweigen, die vom Wiederaufbau der Ukraine profitieren können.

Aufgrund einer breiten Kundenbasis ist die Gesellschaft von keinem speziellen Marktzweig abhängig. Durch die Abdeckung sämtlicher Bereiche des Apparate-, Maschinen- und Anlagenbaus wird das Risiko von Nachfrageschwankungen in den speziellen Marktsegmenten stark eingeschränkt. Der größte Kunde der Gesellschaft hält unter 5 % des Umsatzes, was die sehr geringe Abhängigkeit der Gesellschaft von einzelnen Kunden und Branchen zeigt.

Die in der Presse zu verfolgenden Spannungen zwischen China und Taiwan stellen keine Gefahr für das Geschäftsfeld der Gesellschaft dar. Eine harte Auseinandersetzung ist aufgrund der Taktik Chinas nicht zu erwarten. Dazu wären die Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft Chinas und der gesamten Welt zu groß. Das chinesische Wachstumsmodell ist der Gesellschaftsvertrag zwischen der Regierung und dem Volk. Dieses Modell wird von der Regierung mit allen Mitteln verteidigt. Machtpolitisch benötigt China die verbale Auseinandersetzung. Eine heiße Auseinandersetzung ist zur Durchsetzung der weltweiten Interessen Chinas nicht erforderlich.

Nach einem ruhigen ersten Quartal, welches auf dem Vorjahres-Durchschnitt abgeschlossen werden konnte, rechnet die Gesellschaft für das zweite Quartal 2024 mit einem ähnlichen Verlauf.

4.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Marktpreisrisiken bestehen im Wesentlichen in der Werthaltigkeit unseres Vorratsvermögens, welches wir durch eine entsprechende Bewertungspraxis - insbesondere mittels Reichweitenabschlägen - angemessen berücksichtigen. Aufgrund des ruhigen Geschäftsverlaufs rechnet die Gesellschaft nicht mit einer kürzeren Umschlagshäufigkeit; aufgrund der grundsätzlich langfristigen Veräußerbarkeit der Erzeugnisse ohne größeren Nachbereitungsaufwand entstehen dadurch keine signifikanten zusätzlichen Risiken.

4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Zinsänderungs- und Währungskursrisiken sowie sonstige Preisrisiken sind von untergeordneter Bedeutung.

Durch die Einbindung in die HIWIN-Gruppe, aus der wir wesentliche Teile unseres Einkaufsvolumens beziehen, ist das Beschaffungsrisiko tendenziell von untergeordneter Bedeutung. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Gazastreifen erwarten wir auf Basis der aktuellen Entwicklungen im asiatischen Raum und insbesondere in Taiwan hier keine zusätzlichen Risiken. Zu berücksichtigende Lieferfristen und/oder -engpässe werden in unserer Einkaufspolitik angemessen berücksichtigt; bisher kam es zu keinen Störungen in unseren Lieferketten.

Die Liquiditätslage ist solide. Bei den bestehenden Bankverbindlichkeiten handelt es sich um mittelfristige und kurzfristige Darlehen. Liquide Mittel sind in ausreichendem Rahmen vorhanden. Darüber hinaus haben wir - ohne Berücksichtigung ggf. zusätzlicher Kreditaufnahmemöglichkeiten im Rahmen staatlicher Stützungsprogramme - freie Kreditlinien in Höhe von rd. Mio. EUR 16,5. Insgesamt rechnen wir daher derzeit nicht mit drohenden Liquiditätsengpässen.

4.1.4 Adressenausfallrisiken

Dem Risiko eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen begegnen wir bei größeren Auftragsvolumen durch eine entsprechende Würdigung der Bonität unserer Kunden, ein zeitnahes Mahnwesen und darüber hinaus durch eine angemessene Risikovorsorge mittels Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Aufgrund der sehr breiten Kundenstruktur sind Ausfälle einzelner Kunden nicht wesentlich; zum Bilanzstichtag beträgt der durchschnittliche, offene Forderungsbetrag unter TEUR 10 bzw. maximal rd. TEUR 150.

4.1.5 Sonstige operative Risiken

Zur Beurteilung wirtschaftlicher und/oder ggf. technischer Risiken im Bereich von Sonderanfertigungen werden Fertigungsaufträge vor Annahme einer eingehenden Analyse unterzogen. Bei sämtlichen wesentlichen Transaktionen ist die Geschäftsleitung involviert und evaluiert kontinuierlich die Entwicklung einzelner Aufträge aber auch der Gesamtsituation des Unternehmens.

Im Bereich der Informationstechnik schützt sich die HIWIN GmbH gegen unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch durch verschiedene Maßnahmen, die sich auf Mitarbeiter, Organisationsanwendungen, Systeme und Netzwerke beziehen. Für die Mitarbeiter gibt es unternehmensinterne Richtlinien für den Umgang mit Informationen generell, sowie interne Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Zu den technischen Schutzmaßnahmen gehören Standardaktivitäten wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen auf Betriebssystemebene und zum Teil auch auf Anwendungsebene. Dies dient dem Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität. Um der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit auch organisatorisch Rechnung zu tragen, wurde die Position des CISO geschaffen, die direkt an die Geschäftsleitung berichtet.

Aktuelle operative Risiken sind über eine zusätzliche Risikovorsorge für Gewährleistungsfälle ausreichend abgedeckt.

Risiken, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens über das in der Prognose dargestellte Maß wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht zu erkennen. Auf Basis der bestehenden Kontrollfunktionen werden sämtliche Anzeichen jedoch kontinuierlich verfolgt, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

4.2 Chancenbericht

Die Gesellschaft führt ein breites Produktspektrum, welches kontinuierlich ausgebaut wird. Mit den Produkten ist die Gesellschaft in allen Bereichen des Maschinen-, Anlagen- und Apparatebaus vertreten. Das bietet die Chance, Rückgänge in einzelnen Marktsegmenten gut ausgleichen und gegen den Trend wachsen zu können. Eine bedeutende Abhängigkeit von Entwicklungen einzelner Branchen ist nicht gegeben.

Eine Konsolidierung in unserem Wettbewerbsumfeld bietet uns zudem die Chance mittelfristig unseren Marktanteil noch weiter auszubauen.

4.3 Gesamtaussage

Wir sind erfolgreich seit vielen Jahren im Markt unterwegs; unsere Organisationsstrukturen sind schlank und effizient. Durch die weiter steigenden Automatisierungsanstrengungen auch im asiatischen Markt wird die Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaft zumindest mittelfristig nicht sinken. Insgesamt gehen wir davon aus, die aktuelle Nachfrageschwäche gut zu überstehen.

5. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Kreditlinien und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Wesentliche Forderungsausfälle sind aufgrund der kleingliedrigen Kundenstruktur auch weiterhin nicht zu erwarten. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen gezahlt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen Die Gesellschaft betreibt ein adäquates Debitorenmanagement. Vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden.

6. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus Vertriebsbüros in Osnabrück, Straßburg und Warschau.

 

Offenburg, den 08.07.2024

HIWIN GmbH

Chuo Wen-Hen, Geschäftsführer

Werner Mäurer, Geschäftsführer

Chuo Shou-Yeu, Geschäftsführer

Liao Ko-Huang, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 158.645,44 234
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.476.928,00 6.186
3. Geleistete Anzahlungen 144.231,87 79
5.779.805,31 6.499
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 14.778.748,89 15.098
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.172.260,09 6.433
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.898.785,04 3.112
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.464.160,68 2.214
27.313.954,70 26.857
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.149,93 39
33.132.909,94 33.395
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 274.439,20 237
2. Unfertige Erzeugnisse 1.760.215,55 1.453
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 53.610.609,32 66.313
55.645.264,07 68.003
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.006.275,30 5.203
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.973.661,84 662
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.487.217,71 1.600
8.467.154,85 7.465
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.676.556,94 725
66.788.975,86 76.193
C. Rechnungsabgrenzungsposten 693.620,79 473
100.615.506,59 110.061

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.635.000,00 5.635
II. Gewinnvortrag 70.330.735,59 62.482
III. Jahresüberschuss 3.045.484,85 7.849
79.011.220,44 75.966
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 494.263,06 2.371
2. Sonstige Rückstellungen 4.760.597,30 3.385
5.254.860,36 5.755
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.249.930,00 6.550
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 676.290,70 871
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.248.867,95 4.139
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.249.706,92 15.941
5. Sonstige Verbindlichkeiten 877.036,22 769
davon aus Steuern: EUR 339.328,30 (Vj.: TEUR 396)
16.301.831,79 28.270
D. Passive latente Steuern 47.594,00 70
100.615.506,59 110.061

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 125.726.698,33 131.970
2. Verringerung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Vj. Erhöhrung) -5.185,68 2.727
3. Andere aktivierte Eigenleistungen Gesamtleistung 483.726,34 126.205.238,99 141.134.838
4. Sonstige betriebliche Erträge 494.747,50 382
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 68.545.673,47 74.951
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.484.771,98 2.186
70.030.445,45 77.137
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 26.375.778,39 23.758
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.334.795,93 4.433
davon für Altersversorgung: EUR 156.757,39 (Vorjahr: TEUR 156) 31.710.574,32 28.191
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.944.518,70 3.924
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.023.266,82 14.504
9. Erträge aus Beteiligungen 217.201,37 106
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 217.201,37 (Vorjahr: TEUR 106)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.384,73 2
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 301.892,69 96
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 820.414,81 3.576
davon aus latenten Steuern: EUR -22.659,00 (Vorjahr: TEUR -23)
13. Ergebnis nach Steuern 3.090.459,80 7.900
14. Sonstige Steuern 44.974,95 51
15. Jahresüberschuss - 3.045.484,85 7.849

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der HIWIN GmbH mit Sitz in Offenburg, eingetragen in das Registergericht Freiburg (HRB 471467), ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der § 266 und § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt.

II. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer erfasst.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet.

Die Herstellungskosten des Anlagevermögens enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Anteile pauschalermittelter Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der Verwaltung und des sozialen Bereichs sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert.

Die Abschreibungen werden linear und pro rata temporis vorgenommen.

Übersicht über die Nutzungsdauer des Anlagevermögens:

Selbsterstelle immaterielle Vermögensgegenstände 10 Jahre
Entgeltich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 10 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das Wahlrecht, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorzunehmen, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist, wird nicht ausgeübt.

Die Vorräte sind ausgehend von den Anschaffungs- und Herstellungskosten nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren liegen der Ermittlung der Anschaffungskosten grundsätzlich die ursprünglichen Einkaufspreise zugrunde; aktuelle, niedrigere Einkaufskonditionen wurden berücksichtigt. Für bestimmte Warengruppen kommt zur Preisermittlung die Durchschnittsmethode zur Anwendung.

Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Anteile pauschalermittelter Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der Verwaltung und des sozialen Bereichs sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert.

Die Abwertungsroutine auf die Vorratsbestände wird auf Basis einer Reichweitenanalyse unter Berücksichtigung des Verbrauchs der letzten 12 Monate ermittelt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwände für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Da die langfristigen Rückstellungen von untergeordneter Bedeutung sind, wird unverändert von einer Abzinsung abgesehen.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

In Fremdwährung gehaltene, kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, sind zum Kurs im Anschaffungszeitpunkt erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Grundsätzlich werden keine nennenswerten Geschäfte in Fremdwährung abgeschlossen. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes von 30,0 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang).

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen - wie im Vorjahr - unverändert nicht.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen TEUR 434 (Vj.: TEUR 846) und Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 2.479 (Vj.: TEUR 596).

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) zu entnehmen.

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen Darlehen in Höhe von TEUR 3.250 (Vj.: TEUR 6.550) sind wie folgt besichert:

durch Briefgrundschulden auf das Grundstück in Rammersweier in Höhe von insgesamt TEUR 11.233 (Vj.: TEUR 11.233)

durch Raumsicherungsübereignungsvertrag des Warenlagers

durch eine Sicherungsübereignung des Hochregallagers.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen; sie beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, in Höhe von TEUR 8.571 (Vj.: TEUR 12.875).

5. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergeben sich passive latente Steuern aus den Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und den steuerbilanziellen Wertansätzen der im Geschäftsjahr aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 48 (Vj.: TEUR 70.)

6. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 74.265 78.048
Ausland 51.461 53.922
125.726 131.970

7. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine nennenswerten periodenfremden Erträge enthalten.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind - wie im Vorjahr - keine nennenswerten periodenfremden Erträge enthalten.

9. Währungsumrechnung

Es bestehen - wie im Vorjahr - keine nennenswerten Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

IV. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

1. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält einen Anteil von 31,8 % (EUR 2.252,31) an der HIWIN s.r.o., Brno/Tschechische Republik. Zum 31. Dezember 2023 weist HIWIN s.r.o. ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 8.979 (TCZK 219.785) und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.078 (TCZK 26.396) aus.

2. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 246 (Vj.: 215) Angestellte und 231 (Vj.: 195) Arbeiter, zusätzlich 39 (Vj.: 36) Auszubildende, beschäftigt.

3. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich aus folgenden Miet- und Leasingverpflichtungen zusammen:

Gesamt fällig in 2024 fällig nach 2024
EUR EUR EUR
Mieten 915.741,20 € 204.723,06 € 711.018,14 €
Brandmeldeanlage 2.455,20 € 2.455,20 € € -
Sonstiges 4.905,60 € 4.905,60 € € -
923.102,00 € 212.083,86 € 711.018,14 €

5. Abschlussprüferhonorar

Für das abgelaufene Geschäftsjahr sind Honorare für Abschlussprüfungsleistungen von insgesamt TEUR 87 angefallen.

6. Ausschüttungssperre

Folgende Beträge sind nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt:

Bezeichnung Wert vor passiver latenter Steuer darauf entfallende passive latente Steuer Wert nach passiver latenter Steuer
in TEUR in TEUR in TEUR
Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB 159 48 111

7. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

 

Chuo Shou-Yeu, Kauffrau, Taipeh/Taiwan

 

Liao Ko-Huang, Kaufmann, Na-Tou/Taiwan

 

Chuo Wen-Hen, Kaufmann, Offenburg, einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

 

Werner Mäurer, Kaufmann, Offenburg, einzelvertretungsberechtigt.

Zum Prokuristen ist bestellt

 

Herr Joachim Roos, Offenburg, Gesamtprokura

 

gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen

Die Geschäftsführer Wen-Hen Chuo, Shou-Yeu Chuo und Ko-Huang Liao werden direkt vom Mutterunternehmen, HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, vergütet.

Von der Angabe der für die Tätigkeit als Geschäftsführer gewährten Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

8. Unternehmensbeziehungen

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die HIWIN Technologies Corporation/Taiwan; sie hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft.

Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird in den nach IFRS-Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellten Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis der HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, einbezogen. Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei der Bewertung des Vorratsvermögens und der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft erhältlich; die Gesellschaft selbst hat keine Verpflichtung einen eigenen Konzernabschluss nach § 290 HGB aufzustellen.

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird, wird von der HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, erstellt und in Taiwan veröffentlicht. Er ist auf Anforderung von der HIWIN Technologies Corporation erhältlich.

9. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, über die zu berichten wäre.

10. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 3.045.484,85 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Offenburg, den 08.07.2024

HIWIN GmbH

Chuo Wen-Hen, Geschäftsführer

Werner Mäurer, Geschäftsführer

Chuo Shou-Yeu, Geschäftsführer

Liao Ko-Huang, Geschäftsführer

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs - und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umgliederungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 755.304,87 0,00 0,00 0,00 755.304,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.834.875,05 354.083,26 0,00 68.569,56 11.257.527,87
3. Geleistete Anzahlungen 78.769,56 134.031,87 0,00 -68.569,56 144.231,87
11.668.949,48 488.115,13 0,00 0,00 12.157.064,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 21.973.414,39 378.210,37 0,00 14.000,00 22.365.624,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.996.141,57 868.366,47 76.125,23 941.302,93 14.729.685,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.880.135,60 1.459.615,55 649.600,44 418.984,37 9.109.135,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.214.680,42 628.709,81 4.942,25 -1.374.287,30 1.464.160,68
45.064.371,98 3.334.902,20 730.667,92 0,00 47.668.606,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.149,93 0,00 0,00 0,00 39.149,93
56.772.471,39 3.823.017,33 730.667,92 0,00 59.864.820,80
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umgliederungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 521.131,15 75.528,28 0,00 0,00 596.659,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.648.947,18 1.131.652,69 0,00 0,00 5.780.599,87
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.170.078,33 1.207.180,97 0,00 0,00 6.377.259,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 6.875.448,01 711.427,86 0,00 0,00 7.586.875,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.563.394,12 1.043.462,67 49.431,14 0,00 7.557.425,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.768.187,04 982.447,20 540.284,20 0,00 5.210.350,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.207.029,17 2.737.337,73 589.715,34 0,00 20.354.651,56
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
23.377.107,50 3.944.518,70 589.715,34 0,00 26.731.910,86
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 158.645,44 234.173,72
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.476.928,00 6.185.927,87
3. Geleistete Anzahlungen 144.231,87 78.769,56
5.779.805,31 6.498.871,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 14.778.748,89 15.097.966,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.172.260,09 6.432.747,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.898.785,04 3.111.948,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.464.160,68 2.214.680,42
27.313.954,70 26.857.342,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.149,93 39.149,93
33.132.909,94 33.395.363,89

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

31.12.2023
Verbindlichkeiten
Gesamtbetrag 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.250 3.250 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 676 676 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.249 2.249 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.250 9.250 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 877 877 0 0
16.302 16.302 0 0
31.12.2022
Verbindlichkeiten
Gesamtbetrag 31.12.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.550 6.300 250 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 871 871 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.139 4.139 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.941 15.941 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 769 769 0 0
28.270 28.020 250 0

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HIWIN GmbH, Offenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HIWIN GmbH, Offenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HIWIN GmbH, Offenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 8. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Ilg, Wirtschaftsprüfer

Sina Hönschel, Wirtschaftsprüferin

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschafterversammlung der HIWIN GmbH, Offenburg, hat am 10.07.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. Ferner wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

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