Beteiligungsgesellschaften
HIWIN GmbH
Brücklesbünd 1, 77654 Offenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mei-Li Liou seit 19.3.2026 | Geschäftsführer |
Ko-Huang Liao seit 4.5.2023 | Geschäftsführer |
Shou-Yeu Chuo seit 4.5.2023 | Geschäftsführer |
Wen-Hen Chuo seit 4.5.2023 | Geschäftsführer |
Joachim Roos seit 25.6.2020 | Prokura |
Werner Mäurer seit 24.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
HIWIN Technologies Corporation | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HIWIN GmbHOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die HIWIN GmbH, eine Tochter der taiwanischen HIWIN Technologies Corporation, entwickelt, produziert und vertreibt seit 1993 Produkte der Antriebstechnik. Dazu gehören Profilschienenführungen, Kugelgewindetriebe, Elektrohubzylinder, Linearmotoren, Rundtische, Linearachsen und auch komplette Positioniersysteme, hergestellt aus den Standardprodukten der Gesellschaft. Zu unseren Kunden gehört der gesamte Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau. Von der Werkzeugmaschinenindustrie über die Automatisierungsindustrie, der Medizintechnik, Mess- und Prüftechnik, Verpackungsindustrie bis zur Halbleiter- und Solarbranche. Der Einkauf der Standardprodukte erfolgt im Wesentlichen bei Unternehmen der HIWIN Gruppe; darüber hinaus werden Zukaufteile überwiegend lokal bezogen. Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt über den eigenen Vertrieb und über technische Händler. Für die Gesellschaft sind in Deutschland rund 477 Mitarbeiter tätig. Die Unternehmensstruktur der Gesellschaft ist schlank und der Größe und den Markterfordernissen angemessen. Unterhalb der Geschäftsleitung besteht eine Unterteilung in prozess- und produktspezifische Organisationseinheiten. Wesentliche Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. 1.2 Forschung und Entwicklung Wir betreiben eine kleine Konstruktionsabteilung. Für kundenspezifische Positioniersysteme werden dort Konzepte und Layouts entwickelt, deren Detaillierung dann vom Mutterhaus übernommen wird. Für eine Produktgruppe betreibt die Gesellschaft eine kleine Entwicklungsabteilung. Diese Produktgruppe ist für den europäischen Bedarf bestimmt und wird nur von der Gesellschaft gefertigt und vertrieben. Die allgemeinen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden von der Konzernmutter durchgeführt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Marktumfeld und Branchenentwicklung Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2023 nicht gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Das Unternehmen gehört zur Branche der Antriebstechnik. Dieser Industriesektor hat 2023 einen um 3,9 % höheren Umsatz erzielt als im Vorjahr. Der Werkzeugmaschinenbau, als eine der Abnehmergruppen des Unternehmens, verzeichnete 2023 eine Umsatzsteigerung in Höhe von 10 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: de.statista.com, Umsatz im deutschen Maschinenbau, 18.03.2024). 2.2 Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hatte 2023 einen Umsatzrückgang um Mio. EUR 6,2 bzw. 4,7 % auf Mio. EUR 125,7 (Vj.: Mio. EUR 132), wogegen die Planung einen Umsatz von rd. Mio. EUR 135,0 vorsah. Der Umsatzrückgang liegt in sinkenden Bedarfen bei Großkunden und Händlern begründet. Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 3,0 nach Mio. EUR 7,8 im Vorjahr erzielt werden. Die Planung aus dem Vorjahr sah einen Jahresüberschuss von Mio. EUR 6,5 vor. Die Abweichung zwischen Plan- und Ist-Jahresüberschuss resultiert im Wesentlichen aus höheren Warenabwertungen, höheren Personalkosten sowie Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellung für Gewährleistung zur Abdeckung zusätzlicher Risiken in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung lag unter unseren Erwartungen. 2.3 Lage der Gesellschaft 2.3.1 Ertragslage Die Materialintensität (bezogen auf die Gesamtleistung) liegt mit 55,5 % (Vj.: 57,2 %) leicht unter dem Vorjahr. Der Materialaufwand entwickelt sich aufgrund gesunkener Frachtkosten unterproportional zu den Umsatzerlösen und sinkt um Mio. EUR 7,1 auf Mio. EUR 70,0 (Vj.: Mio. EUR 77,1). Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 3,5 bzw. 12,5 % auf Mio. EUR 31,7 (Vj.: Mio. EUR 28,2) angestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch den Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigungsanzahl um 67 bzw. 16,3 % auf 477 Mitarbeiter sowie durch Gehaltssteigerung und Inflationsprämie bedingt. Die Personalintensität (Gesamtleistung) hat sich aufgrund der höheren Personalkosten von 20,9 % auf 25,1 % erhöht. Der Anstieg der Abschreibungen um Mio. EUR 0,02 bzw. 0,5 % auf Mio. EUR 3,9 resultiert aus leicht gestiegenen Investitionen in die Sachanlagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um Mio. EUR 2,5 bzw. 17,4 % auf Mio. EUR 17,0 (Vj.: Mio. EUR 14,5) gestiegen. Dies ist hauptsächlich bedingt durch einen Anstieg der Werbungs- und Messekosten, Aufwände für IT-Beratung sowie einer höheren Rückstellung für Gewährleistung in Höhe von + 2,5 Mio. EUR. Als Folge des gesunkenen Ergebnisses vor Steuern, sowie der erfolgswirksamen Auflösung von Steuerrückstellungen aus Vorjahren, hat sich der Steueraufwand auf Mio. EUR 0,8 (Vj.: Mio. EUR 3,6) vermindert. Dadurch sinkt die Steuerquote für das Jahr 2023 auf 29,5 % (Vj.: 31,0 %). 2.3.2 Finanzlage Insgesamt war im Finanzierungsbereich der zur Verfügung stehende Finanzrahmen ausreichend. Über das Gesamtjahr stand eine gute Liquidität zur Verfügung, so dass allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen werden konnte. Das Eigenkapital beträgt Mio. EUR 79,0 (Vj.: Mio. EUR 76,0) Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 78,5 % nach rund 69,0 % im Vorjahr. Die Erhöhung resultiert hierbei aus dem Jahresüberschuss. Die liquiden Mittel belaufen sich am Bilanzstichtag auf Mio. EUR 2,7 nach Mio. EUR 0,7 im Vorjahr. Der Anstieg der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt mit Mio. EUR 100,6 um Mio. EUR 9,4 unter dem Vorjahr von Mio. EUR 110,1. Der Rückgang resultiert auf der Aktivseite aus dem Rückgang der Vorräte (Mio. EUR -12,4) und dem gegenläufigen Anstieg der Liquiden Mittel (Mio. EUR +2,0). Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR -8,6) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Mio. EUR -3,3) gesunken, wohingegen das Eigenkapital aufgrund des positiven Ergebnisses des Geschäftsjahres (Mio. EUR +3,0) und die gestiegen ist. Insgesamt verlief die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ungeachtet des Nachfragerückgangs erfreulich. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind der Umsatz und Jahresüberschuss. Bezüglich der Entwicklung und der Prognose dieser Leistungsindikatoren verweisen wir auf den Abschnitt 2.3 und 3 dieses Lageberichts. 2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft legt Wert auf nachhaltiges Wirtschaften. Sie ist bestrebt bei allen Technologien und Investitionen die jeweils neuesten Techniken zum Umweltschutz einzusetzen. Energieeinsparung und Vermeidung von unnötigen Primärenergieverbräuchen sind in den Leitlinien der Gesellschaft verankert. Die Zukunftssicherung und langfristige Bindung der Arbeitnehmer an die Gesellschaft bedingt einen wohlwollenden Umgang mit den langfristigen Interessen der Mitarbeiter. Daher unterstützt die Gesellschaft die Alterssicherung aller Arbeitnehmer mit entsprechenden Zuschüssen zur privaten Altersvorsorge. Der Nachwuchs an Mitarbeitern wird zum Großteil durch eigene Ausbildung gedeckt. Die Gesellschaft legt großen Wert auf gute Ausbildungsergebnisse und sichert sich damit den Facharbeiter-Nachwuchs. 3. Prognosebericht Die weltweiten Konjunkturaussichten für 2024 sind nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht positiv. Im April geht der IWF in seinem Ausblick von einem weltweiten Wachstum der Industriestaaten von 1,7 % (Vj.: 1,6 %) aus. Für Deutschland wird mit einem Wachstum in Höhe von 0,2 % (Vj.: - 0,3 %) gerechnet. Die Gesellschaft geht für 2024 von einem ähnlichen Geschäftsverlauf wie 2023 aus. Aufgrund der sehr breiten Aufstellung der Gesellschaft in allen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus bis hin zur Medizintechnik mit Produkten, die zum Großteil in Automatisierungsanwendungen verwendet werden, sieht sich die Gesellschaft sehr gut gerüstet, 2024 erfolgreich abschließen zu können. Die Produkte der Gesellschaft werden auch in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen nachgefragt. Unsere Planung sieht einen Umsatz auf Vorjahres-Niveau vor. Für 2024 gehen wir von einem Umsatz in Höhe von 126,0 Mio. EUR und einem Jahresergebnis von rund 4,5 Mio. EUR aus. Alle bislang getroffenen Maßnahmen haben zudem gezeigt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, auch starke Bedarfsschwankungen durch entsprechende Gegenmaßnahmen zumindest teilweise kompensieren zu können. 4. Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risikobericht Als international agierendes mittelständisches Unternehmen sind wir mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert. Mit den Risiken, die die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen, setzt sich die Geschäftsführung regelmäßig auseinander. Unternehmerische Risiken werden dabei stets im Zusammenhang mit den damit verbundenen Chancen betrachtet. Es sind - auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie - keine wesentlichen Änderungen der Geschäftspolitik geplant. Die im Berichtszeitraum erheblich gestiegenen Material- und Beschaffungskosten konnten zu einem großen Teil durch eigene Preisanpassungen ausgeglichen werden. 4.1.1 Umfeld- und Branchenrisiken Die Gesellschaft ist durch das breite und sich weiter ausweitende Produktspektrum sehr gut am Markt positioniert. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten während der letzten großen Krise 2008/09 und im Pandemiejahr 2020 konnte die HIWIN GmbH positive Ergebnisse erzielen. Der Krieg in der Ukraine sowie die kriegerischen Handlungen im Gazastreifen haben keine direkten Auswirkungen auf das Geschäftsfeld der Gesellschaft. Die von Embargos betroffenen Länder und Produkte haben keinen nennenswerten Einfluss auf der Beschaffungs- und Absatzseite. Die Gesellschaft sieht erste Investitionen in Industriezweigen, die vom Wiederaufbau der Ukraine profitieren können. Aufgrund einer breiten Kundenbasis ist die Gesellschaft von keinem speziellen Marktzweig abhängig. Durch die Abdeckung sämtlicher Bereiche des Apparate-, Maschinen- und Anlagenbaus wird das Risiko von Nachfrageschwankungen in den speziellen Marktsegmenten stark eingeschränkt. Der größte Kunde der Gesellschaft hält unter 5 % des Umsatzes, was die sehr geringe Abhängigkeit der Gesellschaft von einzelnen Kunden und Branchen zeigt. Die in der Presse zu verfolgenden Spannungen zwischen China und Taiwan stellen keine Gefahr für das Geschäftsfeld der Gesellschaft dar. Eine harte Auseinandersetzung ist aufgrund der Taktik Chinas nicht zu erwarten. Dazu wären die Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft Chinas und der gesamten Welt zu groß. Das chinesische Wachstumsmodell ist der Gesellschaftsvertrag zwischen der Regierung und dem Volk. Dieses Modell wird von der Regierung mit allen Mitteln verteidigt. Machtpolitisch benötigt China die verbale Auseinandersetzung. Eine heiße Auseinandersetzung ist zur Durchsetzung der weltweiten Interessen Chinas nicht erforderlich. Nach einem ruhigen ersten Quartal, welches auf dem Vorjahres-Durchschnitt abgeschlossen werden konnte, rechnet die Gesellschaft für das zweite Quartal 2024 mit einem ähnlichen Verlauf. 4.1.2 Ertragsorientierte Risiken Marktpreisrisiken bestehen im Wesentlichen in der Werthaltigkeit unseres Vorratsvermögens, welches wir durch eine entsprechende Bewertungspraxis - insbesondere mittels Reichweitenabschlägen - angemessen berücksichtigen. Aufgrund des ruhigen Geschäftsverlaufs rechnet die Gesellschaft nicht mit einer kürzeren Umschlagshäufigkeit; aufgrund der grundsätzlich langfristigen Veräußerbarkeit der Erzeugnisse ohne größeren Nachbereitungsaufwand entstehen dadurch keine signifikanten zusätzlichen Risiken. 4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Zinsänderungs- und Währungskursrisiken sowie sonstige Preisrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Durch die Einbindung in die HIWIN-Gruppe, aus der wir wesentliche Teile unseres Einkaufsvolumens beziehen, ist das Beschaffungsrisiko tendenziell von untergeordneter Bedeutung. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Gazastreifen erwarten wir auf Basis der aktuellen Entwicklungen im asiatischen Raum und insbesondere in Taiwan hier keine zusätzlichen Risiken. Zu berücksichtigende Lieferfristen und/oder -engpässe werden in unserer Einkaufspolitik angemessen berücksichtigt; bisher kam es zu keinen Störungen in unseren Lieferketten. Die Liquiditätslage ist solide. Bei den bestehenden Bankverbindlichkeiten handelt es sich um mittelfristige und kurzfristige Darlehen. Liquide Mittel sind in ausreichendem Rahmen vorhanden. Darüber hinaus haben wir - ohne Berücksichtigung ggf. zusätzlicher Kreditaufnahmemöglichkeiten im Rahmen staatlicher Stützungsprogramme - freie Kreditlinien in Höhe von rd. Mio. EUR 16,5. Insgesamt rechnen wir daher derzeit nicht mit drohenden Liquiditätsengpässen. 4.1.4 Adressenausfallrisiken Dem Risiko eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen begegnen wir bei größeren Auftragsvolumen durch eine entsprechende Würdigung der Bonität unserer Kunden, ein zeitnahes Mahnwesen und darüber hinaus durch eine angemessene Risikovorsorge mittels Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Aufgrund der sehr breiten Kundenstruktur sind Ausfälle einzelner Kunden nicht wesentlich; zum Bilanzstichtag beträgt der durchschnittliche, offene Forderungsbetrag unter TEUR 10 bzw. maximal rd. TEUR 150. 4.1.5 Sonstige operative Risiken Zur Beurteilung wirtschaftlicher und/oder ggf. technischer Risiken im Bereich von Sonderanfertigungen werden Fertigungsaufträge vor Annahme einer eingehenden Analyse unterzogen. Bei sämtlichen wesentlichen Transaktionen ist die Geschäftsleitung involviert und evaluiert kontinuierlich die Entwicklung einzelner Aufträge aber auch der Gesamtsituation des Unternehmens. Im Bereich der Informationstechnik schützt sich die HIWIN GmbH gegen unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch durch verschiedene Maßnahmen, die sich auf Mitarbeiter, Organisationsanwendungen, Systeme und Netzwerke beziehen. Für die Mitarbeiter gibt es unternehmensinterne Richtlinien für den Umgang mit Informationen generell, sowie interne Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Zu den technischen Schutzmaßnahmen gehören Standardaktivitäten wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen auf Betriebssystemebene und zum Teil auch auf Anwendungsebene. Dies dient dem Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität. Um der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit auch organisatorisch Rechnung zu tragen, wurde die Position des CISO geschaffen, die direkt an die Geschäftsleitung berichtet. Aktuelle operative Risiken sind über eine zusätzliche Risikovorsorge für Gewährleistungsfälle ausreichend abgedeckt. Risiken, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens über das in der Prognose dargestellte Maß wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht zu erkennen. Auf Basis der bestehenden Kontrollfunktionen werden sämtliche Anzeichen jedoch kontinuierlich verfolgt, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten zu können. 4.2 Chancenbericht Die Gesellschaft führt ein breites Produktspektrum, welches kontinuierlich ausgebaut wird. Mit den Produkten ist die Gesellschaft in allen Bereichen des Maschinen-, Anlagen- und Apparatebaus vertreten. Das bietet die Chance, Rückgänge in einzelnen Marktsegmenten gut ausgleichen und gegen den Trend wachsen zu können. Eine bedeutende Abhängigkeit von Entwicklungen einzelner Branchen ist nicht gegeben. Eine Konsolidierung in unserem Wettbewerbsumfeld bietet uns zudem die Chance mittelfristig unseren Marktanteil noch weiter auszubauen. 4.3 Gesamtaussage Wir sind erfolgreich seit vielen Jahren im Markt unterwegs; unsere Organisationsstrukturen sind schlank und effizient. Durch die weiter steigenden Automatisierungsanstrengungen auch im asiatischen Markt wird die Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaft zumindest mittelfristig nicht sinken. Insgesamt gehen wir davon aus, die aktuelle Nachfrageschwäche gut zu überstehen. 5. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Kreditlinien und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Wesentliche Forderungsausfälle sind aufgrund der kleingliedrigen Kundenstruktur auch weiterhin nicht zu erwarten. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen gezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen Die Gesellschaft betreibt ein adäquates Debitorenmanagement. Vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden. 6. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus Vertriebsbüros in Osnabrück, Straßburg und Warschau.
Offenburg, den 08.07.2024 HIWIN GmbH Chuo Wen-Hen, Geschäftsführer Werner Mäurer, Geschäftsführer Chuo Shou-Yeu, Geschäftsführer Liao Ko-Huang, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN Der Jahresabschluss der HIWIN GmbH mit Sitz in Offenburg, eingetragen in das Registergericht Freiburg (HRB 471467), ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der § 266 und § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. II. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer erfasst. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten des Anlagevermögens enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Anteile pauschalermittelter Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der Verwaltung und des sozialen Bereichs sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen werden linear und pro rata temporis vorgenommen. Übersicht über die Nutzungsdauer des Anlagevermögens:
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das Wahlrecht, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorzunehmen, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist, wird nicht ausgeübt. Die Vorräte sind ausgehend von den Anschaffungs- und Herstellungskosten nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren liegen der Ermittlung der Anschaffungskosten grundsätzlich die ursprünglichen Einkaufspreise zugrunde; aktuelle, niedrigere Einkaufskonditionen wurden berücksichtigt. Für bestimmte Warengruppen kommt zur Preisermittlung die Durchschnittsmethode zur Anwendung. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Anteile pauschalermittelter Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der Verwaltung und des sozialen Bereichs sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abwertungsroutine auf die Vorratsbestände wird auf Basis einer Reichweitenanalyse unter Berücksichtigung des Verbrauchs der letzten 12 Monate ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Liquide Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwände für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Da die langfristigen Rückstellungen von untergeordneter Bedeutung sind, wird unverändert von einer Abzinsung abgesehen. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. In Fremdwährung gehaltene, kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, sind zum Kurs im Anschaffungszeitpunkt erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Grundsätzlich werden keine nennenswerten Geschäfte in Fremdwährung abgeschlossen. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes von 30,0 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang). 2. Forderungen Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen - wie im Vorjahr - unverändert nicht. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen TEUR 434 (Vj.: TEUR 846) und Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 2.479 (Vj.: TEUR 596). 4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) zu entnehmen. Die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen Darlehen in Höhe von TEUR 3.250 (Vj.: TEUR 6.550) sind wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen; sie beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, in Höhe von TEUR 8.571 (Vj.: TEUR 12.875). 5. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergeben sich passive latente Steuern aus den Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und den steuerbilanziellen Wertansätzen der im Geschäftsjahr aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 48 (Vj.: TEUR 70.) 6. Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:
7. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine nennenswerten periodenfremden Erträge enthalten. 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind - wie im Vorjahr - keine nennenswerten periodenfremden Erträge enthalten. 9. Währungsumrechnung Es bestehen - wie im Vorjahr - keine nennenswerten Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. IV. SONSTIGE PFLICHTANGABEN 1. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält einen Anteil von 31,8 % (EUR 2.252,31) an der HIWIN s.r.o., Brno/Tschechische Republik. Zum 31. Dezember 2023 weist HIWIN s.r.o. ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 8.979 (TCZK 219.785) und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.078 (TCZK 26.396) aus. 2. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 246 (Vj.: 215) Angestellte und 231 (Vj.: 195) Arbeiter, zusätzlich 39 (Vj.: 36) Auszubildende, beschäftigt. 3. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich aus folgenden Miet- und Leasingverpflichtungen zusammen:
5. Abschlussprüferhonorar Für das abgelaufene Geschäftsjahr sind Honorare für Abschlussprüfungsleistungen von insgesamt TEUR 87 angefallen. 6. Ausschüttungssperre Folgende Beträge sind nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt:
7. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind bestellt:
Zum Prokuristen ist bestellt
Die Geschäftsführer Wen-Hen Chuo, Shou-Yeu Chuo und Ko-Huang Liao werden direkt vom Mutterunternehmen, HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, vergütet. Von der Angabe der für die Tätigkeit als Geschäftsführer gewährten Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. 8. Unternehmensbeziehungen Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die HIWIN Technologies Corporation/Taiwan; sie hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird in den nach IFRS-Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellten Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis der HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, einbezogen. Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei der Bewertung des Vorratsvermögens und der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft erhältlich; die Gesellschaft selbst hat keine Verpflichtung einen eigenen Konzernabschluss nach § 290 HGB aufzustellen. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird, wird von der HIWIN Technologies Corporation/Taiwan, erstellt und in Taiwan veröffentlicht. Er ist auf Anforderung von der HIWIN Technologies Corporation erhältlich. 9. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, über die zu berichten wäre. 10. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 3.045.484,85 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Offenburg, den 08.07.2024 HIWIN GmbH Chuo Wen-Hen, Geschäftsführer Werner Mäurer, Geschäftsführer Chuo Shou-Yeu, Geschäftsführer Liao Ko-Huang, Geschäftsführer Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HIWIN GmbH, Offenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HIWIN GmbH, Offenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HIWIN GmbH, Offenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 8. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Sven Ilg, Wirtschaftsprüfer Sina Hönschel, Wirtschaftsprüferin Beschluss über die Feststellung des JahresabschlussesDie Gesellschafterversammlung der HIWIN GmbH, Offenburg, hat am 10.07.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. Ferner wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. |
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