Freiberger Brauhaus GmbH

Am Fürstenwald, 09599 Freiberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 23236
Eingetragen
27.12.2006
Branche
Herstellung von Apfelwein und sonstigen gegorenen Getränken aus ObstHerstellung von BierGroßhandel mit Getränken
Gegenstand
Betrieb von Brauereien und Mälzereien sowie aller damit zusammenhängenden Nebengewerbe, insbesondere Herstellung und Vertrieb von Unter- und obergärigem Bier; Herstellung von Malz für eigene und fremde Betriebe und zum Verkauf; Herstellung und Vertrieb von sonstigen Getränken aller Art und Verkauf von Nebenprodukten der Brauerei und Mälzerei

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Janssen
seit 6.1.2025
Geschäftsführer
Friederike Franke
seit 28.8.2024
Prokura
Ralf Zimmermann
seit 28.8.2024
Prokura
Holger Scheich
seit 16.1.2018
Geschäftsführer
Jens Berberich
seit 16.6.2017
Prokura
Jan Stirl
seit 27.12.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Freiberger Brauhaus GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Freiberger Brauhaus GmbH

Freiberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007

Lagebericht 2007

Wirtschaftliches Umfeld und Branchensituation

Nach einem vor allem witterungsbedingt guten Start in das Jahr 2007, wo deutlich über dem Vorjahr liegende Durchschnittstemperaturen zu Absatzsteigerungen führten (z.B. April: +4%), erfolgte dann im Mai der befürchtete WM-bedingte Absatzeinbruch zum Vorjahr. Diese "WM-Lücke" in den Monaten Mai und Juni wurde im Juli durch einen Quasi-Ausfall des Sommers dramatisch verschärft. So lag alleine im Monat Juli der Bierabsatz um 14% unter Vorjahr. Auch im September war das schlechte Wetter einer der Hauptgründe für einen Absatzrückgang von 8,6%.

Diese negative Entwicklung hat sich bis Ende November fortgesetzt. Insgesamt lag der steuerpflichtige Bierabsatz per 30.11.2007 um 3,2% unter Vorjahr. Der Deutsche Brauer Bund hat bereits gemeldet, dass auf das Gesamtjahr gesehen der Pro-Kopf Verbrauch um 3% gesunken ist und jetzt mit 112,5l ein neues Rekordtief erreicht hat.

Im Gegensatz zum Vorjahr konnten die Preiseinstiegsmarken ihren Anteil am Gesamtabsatz nicht weiter erhöhen und mussten Absätze an die Marken abgeben, die in einem Preisband zwischen 6,00 € / Kasten - 9,99 € / Kasten angeboten werden. Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass der Durchschnittspreis je 20 x 0,5l Mehrwegkasten erstmals seit 2 Jahren wieder gestiegen ist. Dieser für die Branche eigentlich positiven Entwicklung standen gleichzeitig deutliche Absatzverschiebungen zwischen den verschiedenen Vertriebsschienen gegenüber. So haben die Getränkeabholmärkte 8,2% Absatz verloren, während der LEH bis 1.499 m² Verkaufsfläche mit +5,5% sowie der Discountbereich mit +6,6% deutliche Absatzgewinne verzeichnen konnten. Seit 2003 haben Getränkeabholmärkte somit 5,4%-Punkte Marktanteil beim Bierabsatz verloren. Der Discountbereich konnte im gleichen Zeitraum 7,2%-Punkte Marktanteil hinzugewinnen. Nach Aussage der GfK müssen sich die Getränkeabholmärkte mehr auf die Wünsche der Verbraucher einstellen und eine Wandlung vom Getränkeabholmarkt zum Getränkefachmarkt mit Beratung und Service vollziehen, um im Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Bei den Gebinden hat sich die Entwicklung des vergangenen Jahres fortgesetzt. Der Glas-Mehrweganteil am Bierabsatz ist auf hohem Niveau weiter rückläufig, während der Anteil der PET Gebinde weiter steigt. Die Dose spielt mit einem Anteil von 0,8% weiterhin keine Rolle und wird auch nicht mehr die Marktanteile früherer Jahre (2002: 18,4%) erreichen. Das PET Gebinde hat seine größte Verbreitung weiterhin im Preiseinstiegsbereich, da diese Gebindeform die dominierende Verpackungsform im Discountbereich ist. Im ersten Halbjahr 2007 entfiel 51,9% des Gesamtabsatzes in dieser Vertriebsschiene auf PET Gebinde. Der Durchschnittspreis belief sich dabei auf 0,30 € / 0,5l PET Gebinde.

Von der insgesamt negativen Marktentwicklung konnte sich auch das Bundesland Sachsen als Hauptabsatzgebiet des Freiberger Brauhauses nicht abkoppeln. So war der Gesamtabsatz bei der Sorte Pils im LEH- und GAM Bereich bis September 2007 um 4,3% zurückgegangen.

Während sich der Pilsmarkt in Sachsen rückläufig entwickelt hat, lagen die Absätze für die Sorte Export bis Ende September in Sachsen auf Vorjahresniveau. Dabei wird der Exportmarkt auch weiterhin dominiert von den Preiseinstiegsbieren wie Sternburg, Oettinger sowie den Handelsmarken. Der Durchschnittspreis liegt mit 0,68 € / l immer noch signifikant unter dem Durchschnittspreis für Pilsbiere (1,01 € / l).

Aufgrund der gestiegenen Einstandspreise haben bis auf die InBev Gruppe mit ihrer Leitmarke Hasseröder alle großen Brauereien Preiserhöhungen für das Jahr 2008 angekündigt. Es ist damit zu rechnen, dass der Listenverkaufspreis pro Kasten zwischen 0,50 € und 1,00 € / Kasten steigen wird.

Strategische Ausrichtung

Das Freiberger Brauhaus wird innerhalb der Radeberger Gruppe als eigenständige Tochtergesellschaft mit einer ergebnisverantwortlichen Geschäftsführung geführt. Der Vertrieb der Freiberger Marken erfolgt durch eine eigene Vertriebsmannschaft und auch die Jahresgespräche mit dem Lebensmitteleinzelhandel werden von den entsprechenden Mitarbeitern des Freiberger Brauhauses geführt. Das strategische Ziel ist es, mit der Marke Freiberger den Marktanteil im Kernabsatzgebiet Sachsen zu steigern und langsam vom Kernabsatzgebiet kommend den Absatz in den Ferngebieten auszuweiten. Dies soll durch einen ausgewogenen Marketingmix erfolgen. Zwei wesentliche Elemente im Marketingmix sind dabei eine entsprechende mediale Unterstützung der Marke mit Funk- und Plakatwerbung, sowie der gezielte Einsatz von Sponsoring. Ein prägendes Element der Funk- und Plakatwerbung bildet dabei die Popgruppe "Die Prinzen", die als Testimonial für Freiberger tätig ist. Neben der Funk- und Plakatwerbung soll in den Ferngebieten insbesondere auch durch die Veranstaltung von "Prinzen-Parties" die Bekanntheit der Marke gesteigert werden. In 2007 waren insbesondere Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen die Schwerpunkte der diesjährigen Prinzen-Parties.

Zur Auslastung der vorhandenen Kapazitäten und damit einhergehender Generierung zusätzlicher Deckungsbeiträge sowie als Reaktion auf die wachsenden Marktanteile des Preiseinstiegssegments vertreibt das Freiberger Brauhaus die Marke "Meisterbräu". Um die vorhandenen bzw. sich durch den neuen Flaschenkeller zusätzlich ergebenden Kapazitäten am Standort Freiberg optimal zu nutzen, wurden in 2007 an fremde Dritte vergebene Lohnbrauaufträge sukzessive beendet und die Produktion und Abfüllung zurück an den Standort Freiberg geholt.

Die bereits in 2006 aufgenommene Zusammenarbeit mit der Radeberger Gruppe wurde in 2007 weiter intensiviert. Insbesondere in den Bereichen Technik, Einkauf, Logistik sowie der Rechts- und Steuerberatung werden die Ressourcen sowie die Möglichkeiten, die sich durch die Zugehörigkeit zur Radeberger Gruppe ergeben, intensiv genutzt.

Absatzentwicklung

Das Freiberger Brauhaus konnte sich im Markenbereich gegen den negativen Markttrend entwickeln. Bei der Hauptmarke Freiberger Premium Pils konnte der Vorjahresabsatz nahezu wieder erreicht werden. Bei der Dachmarke Freibergisch konnte der Vorjahresabsatz aufgrund des anhaltenden Wachstums beim Freibergisch Jubiläumsbier sogar übertroffen werden.

Bei der Preiseinstiegsmarke Meisterbräu musste dagegen ein deutlicher Absatzrückgang hingenommen werden. Dieser ist im wesentlichen auf eine zum 01.05.2007 durchgeführte Preiserhöhung zurückzuführen, die dazu geführt hat, dass die Marke im Listenverkaufspreis über die psychologisch wichtige Preisschwelle von 5,00 € / Kasten gerutscht ist und jetzt zu einem Listenverkaufspreis von 5,49 € / Kasten im Handel angeboten wird.

Die Lohnbrauleistungen für die Eichbaum Brauereien AG sind nach dem Auslaufen der Lohnfüllung von 0,5l Dosen deutlich zurückgegangen. Aktuell wird nur noch die Marke Mammut für Eichbaum gefüllt.

Das nationale Weizenbier Schöfferhofer aus der Radeberger Gruppe wurde in 2007 erfolgreich in der Gastronomie des Freiberger Brauhauses eingeführt. Da die Belieferung der Gastronomieobjekte des Freiberger Brauhauses aber fast ausschließlich über den Getränkefachgroßhandel erfolgt, sind die Handelswarenabsätze im Weizenbierbereich (Andechser) deutlich zurückgegangen.

Aufgrund der deutlichen Absatzverluste bei der Marke Meisterbräu wurde der Gesamtausstoß des Vorjahres nicht erreicht und lag insgesamt knapp unter 1 Mio. hl.

Umsatz- und Ertragslage

Da das Ergebnis des Jahres 2006 insbesondere durch die Umstellung auf die Bilanzierungsrichtlinie der Radeberger Gruppe geprägt war, ist ein Vergleich des Geschäftsjahres 2007 mit dem Geschäftsjahr 2006 nur eingeschränkt möglich.

Insgesamt hat das Freiberger Brauhaus in 2007 mit € 2,3 Mio. ein gutes Ergebnis erzielt. Diese positive Entwicklung ist dabei im Wesentlichen auf die folgenden Faktoren zurückzuführen:

- Erhöhung des Anteils der Markenbiere am Gesamtabsatz

- Selektive Preiserhöhungen im Preiseinstiegsbereich sowie bei den Spezialitäten

- Insourcing von extern vergebenen Lohnbrauaufträgen

- Reduzierung der Wärme- und Energiebedarfe sowie des Wasserverbrauches und Abwasseranfalls im Bereich der Abfüllung durch den Austausch der Waschmaschine und des Füllers

- Überarbeitung der Marketing- und Vertriebsbudgets

Mio. € 2006 2007 Ergebnis-
veränderung
Gesamtleistung 49,1 47,4 -1,7
Sonstige betriebliche Erträge 1,0 1,8 +0,8
Betriebliche Aufwendungen -46,7 -42,8 +3,9
Beteiligungsergebnis 0,0 0,0 0,0
EBITDA 3,4 6,5 +3,1
Abschreibungen -2,6 -3,3 -0,8
Operatives Betriebsergebnis (EBIT) 0,8 3,1 2,3
Zinsergebnis -0,1 0,1 +0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 0,8 3,2 2,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,3 -0,9 -0,6
Jahresüberschuss 0,4 2,3 1,9

Durch die Rückführung von Bankfinanzierungen und des positiven Cash Flows hat sich zudem das Zinsergebnis deutlich verbessert.

Das Risiko für die Gastronomie aus der Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes wurde über eine Erhöhung der Pauschalwertberichtigungen auf Ausleihungen abgebildet. Zusätzlich wurde für das Risiko möglicher Kapazitätsanpassungen durch Absatzverluste bei einem Großkunden eine Rückstellung gebildet.

Insgesamt konnte das Freiberger Brauhaus die Planvorgaben erreichen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur des Freiberger Brauhauses wurde in 2007 durch die folgenden Maßnahmen maßgeblich beeinflusst:

- Anschaffung und Aktivierung einer Waschmaschine, eines Leerflaschen-Inspektors und eines Füllers im Flaschenkeller

- Rückzahlung sämtlicher Bank- und Gruppenfinanzierungen

- Erhöhung der sonstigen Rückstellungen u.a. wegen deutlich gestiegener Rückstellungen für Vertriebskosten

- Die Freiberger Brauhaus GmbH hat von der Brau und Brunnen GmbH sämtliche Geschäftsanteile an der TIVOLI brands & drinks GmbH erworben. Die Gesellschaft wurde in Auszeit Dresden GmbH umfirmiert; sie ist für das Catering in der neuen Eishalle in Dresden zuständig und betreibt die öffentliche Gaststätte in der Eishalle mit dem Namen "Auszeit".

- Erhöhung der Finanzanlagen aufgrund eines Gesellschafterdarlehens an die Auszeit Dresden GmbH zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs

2006 2006 2007 2007
Mio. EUR % Mio. EUR %
Vermögensstruktur Sach- und immaterielle Anlagen 9,0 40,7 10,0 40,2
Finanzanlagen 1,6 7,0 1,8 7,2
Anlagevermögen 10,6 47,7 11,7 47,4
Vorräte, Forderungen, Rechnungsabgrenzungen 10,9 49,2 11,6 46,7
Flüssige Mittel 0,7 3,1 1,5 5,9
22,1 100,0 24,8 100,0
Kapitalstruktur Eigenkapital 9,8 44,4 12,1 48,9
Pensionsrückstellungen 0,3 1,5 0,4 1,5
Andere Rückstellungen, Verbindlichkeiten 12,0 54,1 12,3 49,7
22,1 100,0 24,8 100,0

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme insbesondere durch die Thesaurierung des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um € 2,7 Mio. erhöht. Durch diese Ergebnisthesaurierung hat sich die Eigenkapitalquote um 4,5%-Punkte auf 48,9% erhöht und ist damit weiterhin überdurchschnittlich hoch.

Aus dem laufenden Cash Flow konnten sämtliche Investitionen finanziert werden. Liquiditätsüberschüsse werden bei der Radeberger Gruppe verzinslich angelegt.

Technik

Der Austausch des Füllers, des Leerflaschen-Inspektors und der Waschmaschine war die größte Ersatzinvestition des Freiberger Brauhauses seit dem Neubau der Brauerei Mitte der 90er Jahre. Nach zweiwöchiger Bauzeit konnte die modernisierte Abfüllanlage im Beisein des Beirates sowie hochrangiger Politiker plangemäß in Betrieb genommen werden. Dank dieser Investitionen konnte die Abfüllkapazität am Standort Freiberg deutlich erhöht werden. Im Nachgang wurden einige Maßnahmen zur Optimierung des Wirkungsgrades der Abfüllanlage eingeleitet. Ziel ist, den Wirkungsgrad der Anlage in 2008 auf über 50% zu steigern.

Da die Dose durch die Einführung der Verpackungsverordnung im deutschen Markt keine Zukunft mehr hat, wurde die Dosenanlage in 2006 stillgelegt. Die einzelnen Aggregate wurden in 2007 verkauft. Der Bereich der ehemaligen Dosenabfüllung wurde für eine Erweiterung der Magazin- und Lagerflächen entsprechend umgebaut.

In der Beiratssitzung im September 2007 wurde vom Beirat die Anschaffung einer Biermischanlage genehmigt, mit der man zukünftig in der Lage sein wird, in Freiberg auch Biermischgetränke wie Radler oder Cola-Bier herzustellen. Die entsprechende Projektierung sowie die Bestellung erfolgten noch in 2007. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2008 geplant.

Personal

Zum 31.12.2007 waren beim Freiberger Brauhaus 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In 2007 haben aus dem Führungsbereich Herr Uwe Wolf (Leiter Gastronomie) als auch Frau Diana Wirth (PR- und Öffentlichkeitsarbeit) das Unternehmen freiwillig verlassen. Die Position von Herrn Wolf wurde intern neu besetzt, die Position von Frau Wirth wurde extern besetzt.

Herrn Holger Scheich wurde Gesamtprokura für das Freiberger Brauhaus erteilt. Im Dezember wurde zudem beschlossen, Herrn Rehagel zum 01.01.2008 zum Marketingleiter des Freiberger Brauhauses zu ernennen.

Ausblick

Das Jahr 2008 wird für die Branche ein schwieriges Jahr werden. Die großen Herausforderungen sind dabei:

- Einführung eines Rauchverbotes in der Gastronomie

- Umsetzung einer Preiserhöhung im Handel bei allgemein deutlich ansteigenden Kosten für die Lebenshaltung beim Endkunden

- Weiter ansteigende Rohstoffpreise sowie Rohstoffverknappung im Bereich der Braugerste und des Hopfens

- Zunehmende Konzentration im LEH

- Rückläufiger Pro-Kopf-Verbrauch

Auf die Risiken aus den o.g. Sachverhalten wird nachfolgend eingegangen.

Einführung Rauchverbot

Zum Schutz der Nichtraucher muss per Gesetz auch in der Gastronomie ein umfassendes Rauchverbot umgesetzt werden. Obwohl die Umsetzung dieses Rauchverbotes von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, haben erste Erfahrungen aus den Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg gezeigt, dass mit einem deutlichen Absatzrückgang des Bierabsatzes in der Gastronomie zu rechnen ist, da die Raucher entweder ihr Bier zu Hause konsumieren oder die Verweildauer in der Gastronomie und damit der Absatz und Umsatz pro Besucher sinkt, da der Raucher nur eine begrenzte Zeitdauer auf den Genuß einer Zigarette verzichten kann oder will. Insbesondere die bierlastigen Eckkneipen haben unter den neuen Bestimmungen zu leiden, während es bei der speiseorientierten Gastronomie erste Anzeichen gibt, dass diese von dem Rauchverbot profitieren kann, da mehr Gäste wieder auswärts essen gehen. Allerdings werden die dort generierten zusätzlichen Bierabsätze nicht ausreichen, die wegfallenden Mengen in den bierlastigen Eckkneipen zu kompensieren. Daher ist im Bereich der Fassbierabsätze für 2008 mit deutlichen Absatzrückgängen zu rechnen. Zusätzlich wird die Zahl der Insolvenzen und damit letztendlich auch der Wertberichtigungsbedarf bei den Brauereien auf Warenforderungen und Ausleihungen zunehmen.

Umsetzung Preiserhöhungen im LEH

Die deutlich gestiegenen Beschaffungskosten für Malz, Hopfen und Energie sowie die Tarifsteigerungen machen eine flächendeckende Preiserhöhung im Handel unausweichlich, während der Verbraucher gleichzeitig mit zusätzlichen Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln, Energie, Gesundheitskosten etc. konfrontiert ist. Da das verfügbare Haushaltseinkommen nicht im selben Maße steigen wird, wird beim Endkunden das verfügbare Budget für Getränke / Bier weiter sinken. Auf diese Entwicklung kann der Endkunde wie folgt reagieren:

- Reduzierung des Bierkonsums

- Verstärkte Nutzung von Preisaktionen

- Verstärkter Kauf von Preiseinstiegsmarken anstelle von Premiummarken

Alle drei Varianten würden sich dabei direkt negativ auf die Ertragslage der Brauereien auswirken.

Unabhängig davon, wie sich der Verbraucher entscheidet, wird der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen, da auch in 2007 keine nennenswerten Wettbewerber aus dem Markt ausgeschieden sind bzw. Kapazitäten aus dem Markt genommen worden sind. Die von fast allen Brauereien angekündigten Preiserhöhungen werden insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2008 zu weiteren Absatzeinbussen führen, da viele Marken durch die Preiserhöhung psychologisch wichtige Preisschwellen durchbrechen.

Da die Gesamtbranche in diesem Preiserhöhungszeitraum zwischen Januar und April 2008 gegen die guten Vorjahreszahlen anläuft, werden viele Brauereien wahrscheinlich erhebliche Absatzeinbrüche zum Vorjahr verzeichnen. Es besteht dann die große Gefahr, dass einige Brauereien ihre Preisdisziplin wieder aufgeben und durch eine nochmals erhöhte Aktionsfrequenz oder geduldete Preisausrutscher nach unten den Umsetzungserfolg der Preiserhöhung gefährden. Aufgrund der schlanken Kostenstruktur ist es für das Freiberger Brauhaus angesichts der erheblichen Rohstoffkostensteigerungen aber unerlässlich, dass die Preiserhöhungen erfolgreich im Markt umgesetzt werden, um mittelfristig ein positives Ergebnis zu erwirtschaften.

Rohstoffe

Steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Biokraftstoffen sowie eine generell zunehmende Nachfrage nach Nahrungsmitteln aus Ländern wie China und Indien haben in Verbindung mit schlechten Ernten in 2006 und 2007 dazu geführt, dass die Preise für Gerste und Weizen drastisch gestiegen sind. Gleichzeitig sind die Lagerbestände für Getreide auf ein historisches Tief gesunken. Vor diesem Hintergrund ist damit zu rechnen, dass auch in den Folgejahren die Preise für Getreide und damit Malz deutlich steigen werden.

Auch beim Hopfen ist aufgrund der steigenden Nachfrage nach Bier in Asien und Osteuropa mit einer weiter wachsenden Nachfrage bei gleichzeitig stagnierendem Angebot zu rechnen. Dementsprechend haben sich beim Hopfen die Preise in den letzten Jahren nahezu vervierfacht. Auch hier ist ein Ende der Entwicklung nicht abzusehen.

Darüber hinaus ist auch bei Strom, Gas, Glas und Paletten mit weiter steigenden Preisen zu rechnen.

Zunehmende Konzentration im LEH

Im letzten Jahr hat sich der Konzentrationsprozess im LEH Bereich weiter fortgesetzt. Nachdem die deutschen Wal-Mart Geschäfte von Metro übernommen worden sind, hat Ende 2007 Edeka die Plus Filialen von Tengelmann übernommen, um damit sein Discountgeschäft unter der Marke Netto zu stärken. Damit rückt Netto nach Aldi und Lidl zum drittgrößten Discounter in Deutschland auf. Anfang 2008 hat Metro bekannt gegeben, dass es seine Vertriebsschiene "extra" an die Rewe verkauft.

Diese zunehmende Konzentration im LEH wird zu weiteren Konditionsforderungen an die Getränkelieferanten führen.

Rückläufiger Pro-Kopf Verbrauch

Seit 2001 ist der Pro Kopf Verbrauch an Bier von 122,6l auf 112,5l in 2007 zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 8,2%. Derzeit ist nicht erkennbar, dass sich dieser Trend kurzfristig ändern wird. Hinzu kommt, dass die Hauptverwender von Bier in der Altersgruppe zwischen 40 und 59 Jahren liegen, aber gerade bei jüngeren Menschen bis 29 Jahren als den zukünftigen Konsumenten der Bierkonsum unterdurchschnittlich ist.

Maßnahmen

Um in diesem schwierigen Wettbewerbsumfeld zu bestehen, wurde auch in 2007 die Kostenstruktur des Freiberger Brauhauses weiter optimiert. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten der neue Füller und die neue Waschmaschine. Zudem wurden bei einigen Hilfsstoffen Systemverträge abgeschlossen, die zu geringeren Materialaufwendungen in diesen Bereichen führen.

Auf der Absatzseite wurden DB-schwache Produkte entweder aus dem Sortiment gestrichen bzw. durch Preiserhöhungen eine Verbesserung der DB Situation erreicht.

Aufgrund dieser Ausgangssituation muss auch in 2008 bei Freiberger der Fokus auf einem strikten Kostenmanagement liegen in Verbindung mit entsprechenden Vertriebsanstrengungen im Markt, um die in 2007 gefestigte Marktposition halten zu können. Aufgrund der schlanken Strukturen beim Freiberger Brauhaus sowie den in 2007 umgesetzten Optimierungsmaßnahmen bestehen aber immer geringere Spielräume, Kostensteigerungen oder ausbleibende Deckungsbeiträge durch Strukturanpassungen oder Kosteneinsparungen zu kompensieren.

 

Freiberg, den 26. Februar 2008

Dr. Michael Eßlinger

Steffen Hofmann

Christian Schütz

Bilanz zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 328.273,76 352.193,76
328.273,76 352.193,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, gleiche Rechte, Bauten 3.085.782,47 3.118.164,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.382.452,00 2.070.531,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.070.424,00 2.433.025,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.759,72 1.041.807,00
9.639.418,19 8.663.527,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.864,59 25.564,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 573.005,00 1.122,87
3. Beteiligungen 10.123,58 10.123,58
4. Sonstige Ausleihungen 1.120.483,42 1.514.656,47
1.781.476,59 1.551.467,51
11.749.168,54 10.567.188,74
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 535.250,78 766.042,15
2. Unfertige Erzeugnisse 295.466,15 306.563,62
3. Fertige Erzeugnisse, Waren 417.975,60 208.465,21
1.248.692,53 1.281.070,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.046.695,35 6.897.341,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.469.981,61 219,24
3. Sonstige Vermögensgegenstände 149.991,92 202.531,89
7.666.668,88 7.100.092,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.450.047,71 679.101,65
10.365.409,12 9.060.264,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.658.953,11 2.498.636,51
24.773.530,77 22.126.090,24

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.090.400,00 4.090.400,00
II. Gewinnrücklagen 1.341.010,99 1.341.010,99
III. Gewinnvortrag 4.389.355,91 3.983.154,40
IV. Jahresüberschuss 2.286.502,53 406.201,51
12.107.269,43 9.820.766,90
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 361.009,00 333.638,00
2. Steuerrückstellungen 91.198,90 684.569,18
3. Sonstige Rückstellungen 8.251.416,01 6.766.725,64
8.703.623,91 7.784.932,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 715.808,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.458.268,35 1.534.933,71
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 904.924,71 242.740,51
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.599.444,37 2.026.907,69
- davon aus Steuern (835.094,72) (1.295.125,70)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00) (9.346,94)
3.962.637,43 4.520.390,52
24.773.530,77 22.126.090,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2007

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 47.199.254,64 49.158.127,76
2. Bestandsveränderungen 213.973,29 -74.995,71
3. sonstige betriebliche Erträge 1.790.952,28 960.399,54
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -9.146.890,94 -9.896.550,90
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.120.287,82 -7.271.811,89
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.155.034,81 -4.283.122,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -767.486,60 -901.790,50
- davon für Altersversorgung (-27.371,00) (-159.018,00)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.019.642,46 -2.283.764,58
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -16.024.013,11 -15.620.516,15
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 71.510,71 81.672,39
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.751,04 4.094,79
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -310.903,17 -280.124,75
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -37.232,92 -159.208,83
- davon an verbundene Unternehmen (-9.027,04) (-99.506,59)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.724.950,13 9.432.408,81
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -898.000,00 -346.000,00
14. Sonstige Steuern -8.540.447,60 -8.680.207,30
15. Jahresüberschuss 2.286.502,53 406.201,51

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2007

Anschaffungs und Herstellkosten 01.01.2007 Zugänge Abgänge Zuschreibungen des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.759.937,98 193.721,85 -167.688,08
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Werte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.309.325,36 48.933,73
Technische Anlagen, Maschinen 21.716.273,75 2.700.020,90 -3.611.162,12
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.545.301,44 1.006.293,98 -260.045,28
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.041.807,00 100.759,72
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 52.300,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.122,87 574.625,00 -2.742,87
Beteiligungen 10.123,58
Sonstige Ausleihungen 2.340.745,91 428.833,15 -680.451,67
45.750.202,48 5.105.488,33 -4.722.090,02 0,00
Umbuchung kumulierte Abschreibungen Abschreibungen des Geschäfts jahrs Buchwert am 31.12.2007
EUR EUR EUR EUR
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -3.457.697,99 -191.995,85 328.273,76
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Werte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -2.272.476,62 -81.315,73 3.085.782,47
Technische Anlagen, Maschinen 1.041.807,00 -17.464.487,53 -1.408.929,90 4.382.452,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -10.221.126,14 -1.337.400,98 2.070.424,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -1.041.807,00 0,00 0,00 100.759,72
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 77.864,59
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 573.005,00
Beteiligungen 0,00 0,00 10.123,58
Sonstige Ausleihungen -968.643,97 -310.903,17 1.120.483,42
0,00. -34.384.432,25 -3.330.545,63 11.749.168,54
Buchwert am 31.12.2006
EUR
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 352.193,76
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Werte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.118.164,47
Technische Anlagen, Maschinen 2.070.531,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.433.025,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.041.807,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.122,87
Beteiligungen 10.123,58
Sonstige Ausleihungen 1.514.656,47
10.567.188,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2007

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Soweit für Pflichtangaben das Wahlrecht besteht, sie in der Bilanz oder im Anhang aufzuführen, sind diese Angaben grundsätzlich im Anhang dargestellt.

II. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Vom Stetigkeitsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird bei folgendem Sachverhalt mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abgewichen: Im Einklang mit den Bilanzierungsrichtlinien der Oetker-Gruppe wurde die Pauschalwertberichtigung auf Kundenausleihungen zur Abbildung des erhöhten Ausfallrisikos im Zusammenhang mit der bevorstehenden Einführung eines Rauchverbots in Gaststätten erhöht; der hieraus resultierende Mehraufwand beträgt TEUR 82. Im Übrigen haben sich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen richten sich grundsätzlich nach der steuerlichen Abschreibungstabelle für Brauereien. Die Belieferungsrechte werden in der Regel nach der Laufzeit der Verträge linear abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, werden die Abschreibungen auf Neuzugänge nach der degressiven Methode pro rata temporis vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Auf die Ausleihungen werden Einzelwertberichtigungen in Höhe des Ausfallrisikos, Pauschalwertberichtigungen sowie grundsätzlich Abzinsungen wegen der niedrigeren als marktüblichen Verzinsung vorgenommen.

Der Bewertung des Vorratsvermögens liegen die Einstands- oder niedrigeren Tagespreise bzw. die Herstellungskosten zugrunde. Die Herstellungskosten richten sich nach den einkommensteuerlichen Regelungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert bewertet. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Pensionsverpflichtungen im Konzern werden mit dem Teilwert unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 3% p.a. und den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet.

Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen werden für Maßnahmen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr nachgeholt werden. Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie ungewisse Verbindlichkeiten und andere erkennbare Risiken werden durch ausreichend bemessene Rückstellungen berücksichtigt. Die Jubiläumsrückstellungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinsfuß von 3% p.a. bewertet. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger Beurteilung Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der Einzelpositionen des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel, in dem auch die Abschreibungen des Berichtszeitraumes ausgewiesen werden, dargestellt.

Von den Anlagenzugängen der immateriellen Vermögensgegenstände entfällt der Hauptanteil auf an Kunden gewährte Belieferungsrechte zur Absatzsicherung.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind unsere 100%-ige Beteiligung an der GSM Gastro-Service-Mittelsachsen GmbH und eine 100%-ige Beteiligung an der Auszeit Dresden GmbH ausgewiesen.

Bei den Beteiligungen handelt es sich um die Kommanditanteile an der TEMPTATO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Freiberg KG, Berlin.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen in Höhe von TEUR 570 an die Auszeit Dresden GmbH.

2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

3) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Mietvorauszahlungen (TEUR 2.617) sowie Vorausleistungen für Werbemaßnahmen ausgewiesen.

4) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.090.400,00 wird zum Bilanzstichtag unverändert von der Radeberger Gruppe Holding GmbH, Frankfurt am Main, gehalten.

5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen erfassen als wesentliche Teilpositionen die Rücknahmeverpflichtungen aus Kasten- und Flaschenpfand sowie Ansprüche unserer Kunden aus noch abzurechnenden Rückvergütungen. Darüber hinaus beinhaltet diese Bilanzposition unter anderem Beträge für noch nicht abgerechnete Leistungen und Gebühren mit einem geringeren Verpflichtungsumfang.

6) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten als wesentliche Teilpositionen am Bilanzstichtag noch nicht fällige Steuern, insbesondere die Biersteuer sowie das Mitarbeiterentgelt für den Monat Dezember.

7) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Immobilien-Leasingvertrag verbleiben zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.115 (Vorjahr: TEUR 8.926) für Mietzahlungen einschließlich Mieterdarlehen bis zum Ablauf der Grundmietzeit.

Darüber hinaus bestanden keine weiteren über den Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hinausgehenden Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage unseres Unternehmens von Bedeutung wären.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind wie folgt aufzugliedern:

2006 2007
TEUR TEUR
Getränkeerlöse 47.087 46.173
Erlöse aus Lohnbrau 1.438 351
Sonstige Erlöse 633 675
Summe 49.158 47.199

Die sonstigen Erlöse beinhalten im Wesentlichen Verkäufe brauereitypischer Anfallerzeugnisse, Pachterlöse aus einem eigenen Anwesen sowie Handelswarenumsätze aus dem Verkauf von Gaststättenkleininventar.

2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Buchgewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 659 (Vorjahr: TEUR 26), Erträge aus Zuschreibungen von Ausleihungen des Finanzanlagevermögens von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 120), Auflösung von Einzelwertberichtigungen TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 220), Erträge aus Schadenserstattungen TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 133) und periodenfremde Erträge von TEUR 863 (Vorjahr: TEUR 281). Darin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 776 (Vorjahr: TEUR 251).

3) Abschreibungen

Die Aufgliederung der Abschreibungen auf die einzelnen Anlagepositionen und die Abschreibungen des Berichtsjahres sind im Anlagenspiegel ersichtlich. Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Belieferungsrechte und Tilgungsdarlehen in Höhe von TEUR 124 vorgenommen.

4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen als Hauptpositionen die Vertriebsaufwendungen, insbesondere die Werbeaufwendungen und die Kundenzuwendungen, die Leasingaufwendungen für die Produktionsgebäude, die Aufwendungen für den Verwaltungsbereich, sonstige Fremdleistungen sowie die Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen für den technischen Bereich.

V. Sonstige Angaben

1) Anteilsbesitz

Die folgenden Angaben zu den Beteiligungsunternehmen beziehen sich jeweils auf den letzten vorliegenden Jahresabschluss:

Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Kapitalanteil Ergebnis
TEUR % TEUR
TEMPTATO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft
mbH & Co. Objekt Freiberg KG, Berlin 488 1) 94,0 +360 1)2)
Auszeit Dresden GmbH, Freiberg 48 100,0 23
GSM Gastro-Service-Mittelsachsen GmbH, Freiberg 153 100,0 +151

1) Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2006. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist durch Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz beeinflusst. Es bestehen ausstehende, nicht eingeforderte Einlagen in Höhe von TEUR 7.920.

2) Das Ergebnis entfällt auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis 31. Dezember 2006.

2) Personalaufwand

Beschäftigte Mitarbeiter im Quartalsdurchschnitt ohne Aushilfen und Auszubildende:

2006 2007
Gewerbliche Mitarbeiter 40 50
Angestellte Arbeitnehmer 50 58

4) Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Beirates sind:

Ulrich Kallmeyer, Kaufmann, Katzenelnbogen, Vorsitzender, Vorsitzender der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe KG

Dr. Albert Christmann, Kaufmann, Gau-Algesheim, stv. Vorsitzender, Mitglied der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe KG

Dr. Niels Lorenz, Kaufmann, Berlin

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Dipl.-Ing. Dr. Michael Eßlinger, Kaufmann, Freiberg, Sprecher

Steffen Hofmann, Kaufmann, Dresden

Christian Schütz, Kaufmann, Nürnberg

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5) Konzernzugehörigkeit

Alleingesellschafterin ist die Radeberger Gruppe Holding GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum eine mittelbare hundertprozentige Tochtergesellschaft der Dr. August Oetker KG, Bielefeld, ist, die einen Konzernabschluss aufstellt. Wir werden in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Freiberg, den 26. Februar 2008

Freiberger Brauhaus GmbH

Dr. Michael Eßlinger

Steffen Hofmann

Christian Schütz

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses des Geschäftsjahrs 2007

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis 2007 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dr. Michael Eßlinger

Steffen Hofmann

Christian Schütz

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Freiberger Brauhaus GmbH, Freiberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bielefeld, den 26. Februar 2008

RSM Hemmelrath GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hagen, Wirtschaftsprüfer

Bahr, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses des Geschäftsjahrs 2007

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Jahresüberschuss 2007 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dr. Michael Eßlinger

Steffen Hofmann

Christian Schütz

Nachrichten & Medien

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