Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Z Abwicklungs-AGLiquidiert
78050 Villingen-Schwenningen, DEUStammdaten
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Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZRINSKI AGWurmlingenJahresabschluss zum 31. Dezember 2012LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2012der ZRINSKI AG, WurmlingenI. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell Die Zrinski AG gliedert sich in die Geschäftsbereiche Industrie und Medizin. Hieraus werden namhafte Kunden des Maschinenbaus, der Luft- und Raumfahrt sowie der Antennen- und Medizintechnik mit eigengefertigten Produkten beliefert. Die Zrinski AG ist sowohl Zentrum unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten als auch Produktions- und Vertriebsstandort. Unsere kroatische Tochtergesellschaft, Zrinski Tehnologija d.o.o., ist auf internationalen Teilmärkten eigenständig vertreten. 2. Forschung und Entwicklung In 2012 konzentrierten wir uns auf die Fertigstellung und Zulassung unserer Entwicklungen des Knochenplatten- und Schraubenverschlusssystems, erweitert durch eine Variante steriler Produktverpackungen. So verfügen wir nun über ein komplettes und zugelassenes Portfolio für Indikationen von Hand über Oberarm bis hin zu den unteren Extremitäten. Insgesamt beliefen sich die F & E-Kosten auf ca. Euro 1,0 Mio., von denen TEuro 396 nach BilMoG abschließend aktiviert worden sind, um Entwicklungsleistungen und Vermögenslage adäquat abzubilden. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen sowie Geschäftsverlauf Die allgemeinwirtschaftlich positive Entwicklung der Vorjahre setzte sich auch in 2012 fort. So lagen unsere Auftragseingänge im I. Halbjahr auf Vorjahresniveau und führten zu guten Umsatzerlösen. Vergleichbar zu den letzten Jahren, begann die II. Jahreshälfte mit deutlich geringeren Bestelleingängen, die sich erst gegen Ende des Jahres wieder auf ein erfreuliches Niveau bewegten. Dadurch bedingt, erreichten wir unsere Umsatzziele nicht in voller Höhe. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Teilmärkte direkt durch unsere Tochtergesellschaft aus Kroatien beliefert wurden, was konsolidiert zu einem Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau führte. Umsatz- und Ertragslage konnten trotz Belastungen relativ stabil gehalten werden. In der Markteinführung unserer entwickelten Implantatesysteme sind wir entscheidende Schritte gegangen. In Partnerschaft mit einem erfahrenen Vertriebs- und Marketingexperten, gründeten wir die Flower Orthopedics Corporation (FOC) mit Sitz in Philadelphia/USA. Aus den Erkenntnissen ausführlicher Marktrecherchen resultiert ein innovativer Businessplan für steril verpackte Knochenplatten und Schraubensysteme. Die Zielkunden sind bestimmt und werden über große, leistungsfähige Distributoren bedient. Ein Exklusiwertrag mit einem Großkunden ist abgeschlossen. Zur Jahresmitte 2013 erfolgt der Verkaufsstart im Rahmen eines Softlaunch. Parallel hierzu erfolgte das FDA-Zulassungsverfahren, welches im März 2013 zu einer vollumfänglichen Genehmigung führte. Die uns bislang bei diesen Markteinführungen blockierenden Patentstreitigkeiten, sind nach nunmehr 2 ½ Jahren durch einen Vergleich endgültig beigelegt. Somit können wir jetzt frei agieren. Hohe zeitliche und finanzielle Ressourcen erforderte daneben die Dokumentation für unsere PIP-Prothese, einem zweiteiligen, bi-kondulären Fingergelenkersatz, wofür wir nun nach 3 Jahren die Zulassung erhielten. Mängelfreie Auditierungen bezüglich unserer Produktions- und QS-Systeme erfolgten zum einen durch die us-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA (Food and Drug Administration) sowie die DEKRA für ISO 13485 und ISO 9001. Systemerweiterungen nahmen wir an unserem Betriebs-, Finanz- und Controllingtool vor, mit dem Ziel, die Kapazitäts- sowie Kostenrechnungsdaten weiter zu optimieren. Wie bereits oben erwähnt, ist unsere kroatische Tochtergesellschaft, Zrinski Tehnologija d.o.o., auf den internationalen Märkten eigenständig vertreten, so dass die Vorgaben der letzten Jahre und die erheblichen Investitionen die dafür aufgewandt wurden, zum gewünschten Ergebnis führten. Weitere Anstrengungen wollen wir in die Ausbildung junger Mitarbeiter investieren und ein zeitgemäßes Ausbildungssystem für Schulabgänger installieren. Ziel dabei ist es, qualifizierte Facharbeiter für die Zukunft zu gewinnen. Die Mitartarbeiterzahl der Zrinski AG belief sich in 2012 auf 129; zusammen mit der kroatischen Tochtergesellschaft, der Zrinski Tehnologija d.o.o. auf 178. Unsere Produktqualität ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Rücksendequote unserer Kunden befindet sich mit 0,05% des Umsatzes auf einem hervorragenden Wert. Unsere regelmäßig durchgeführten Kunden-bewertungen attestieren uns einen Zufriedenheitswert von deutlich über 85 %. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr ist unsere Vermögens- und Finanzstruktur im Wesentlichen unverändert. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen liegt zum Bilanzstichtag bei etwa 48% (Vj. 51%), auf das Umlaufvermögen entfallen 52% (Vj. 49%) des Gesamtvermögens. Bedingt durch die oben beschriebene Markteinführung unserer eigenen Entwicklungen über unsere amerikanische Beteiligungsgesellschaft haben sich unsere Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um TEuro 1.308 erhöht und sind ursächlich für die Ausweitung der Bilanzsumme um 10,2 %. Größter Einzelposten der Aktivseite sind unverändert unsere Vorräte mit 4,0 Mio. EUR was 28 % (Vj 31 %) des Gesamtvermögens entspricht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte reduzierten sich um weitere TEuro 282 auf TEuro 569. Diese Entwicklung ist nicht zu letzt einem funktionsfähigen Debitorenmanagement geschuldet. Die Kapitalstruktur ist unverändert geprägt vom mittel- und langfristigen Fremdkapital (Pensionsrückstellungen, Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital und stiller Gesellschaft sowie Darlehensverbindlichkeiten), auf das etwa 62 % (Vj 69 %) des Gesamtkapitals entfällt. Hinsichtlich der Struktur und der Fristigkeiten unserer Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Ein wesentlicher Anteil der Kreditverbindlichkeiten ist mit Festzinsvereinbarungen ausgestattet, woraus keine Zinsrisiken herrühren. An einem Surrogat für das auslaufende Genussrechtskapital befinden wir uns in Abstimmungen mit unseren langjährigen Finanzpartnern. Finanzderivate bestehen nicht mehr. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt unverändert etwa 11 %; unter Berücksichtigung des Genussrechtskapitals und der stillen Beteiligung ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von etwa 33 % (Vj 34 %). Auch im Geschäftsjahr 2012 sind wir allen Verpflichtungen pünktlich und vollständig nachgekommen. Unser Finanzmanagement ist unverändert darauf ausgerichtet, das finanzielle Gleichgewicht der Gesellschaft nachhaltig zu sichern, Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten innerhalb der gesetzten Fristen zu begleichen. Unsere Liquiditätslage war im Geschäftsjahr stets ausreichend, es sind keine Engpässe zu erwarten. Durch eine deutlich verringerte Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung laut handelsrechtlicher GuV) von 22,8 % (Vj 28,3 %) ist es gelungen, den Rohertrag mit Euro 12,01 Mio. nahezu auf Vorjahreshöhe von Euro 12,38 Mio. zu halten, trotz einer um rd. 9,8 % verringerten Gesamtleistung. Bei nahezu unveränderten Personalaufwendungen und leicht ermäßigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen, beträgt das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Betriebsergebnis Euro 1,06 Mio. (Vj Euro 1,29 Mio.) Unter Berücksichtigung der Zinsen für die Fremdfinanzierungen ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEuro 487 (Vj TEuro 676). Nach Steuern von TEuro 153 (Vj 63) und Teilgewinnabführung von TEuro 110 (Vj 85) verbleibt ein Jahresüberschuss von TEuro 224 (Vj 487). Zum Ende des I. Quartals 2013 zeigt sich unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stabil und im Wesentlichen gegenüber dem Bilanzstichtag unverändert. 3. Finanzelle Leistungsindikationen Zur Unternehmenssteuerung ziehen wir vor allem die Kennzahlen Gesamtleistung, Rohertrag und das Betriebsergebnis aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung heran. Die Gesamtleistung entspricht dabei der Summe Positionen 1 bis 4 unserer handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung; der Rohertrag der Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand. Zur Entwicklung dieser Kennzahlen verweisen wir auf unsere vorhergehenden Ausführungen. III. NachtragsberichtAlle wesentlichen, berücksichtigungspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind in unserer Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage enthalten. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. PrognoseberichtFür das Jahr 2013 erwarten wir einen Auftragseingang, der durch die FOC-Vertriebsaktivitäten unserer Eigenprodukte signifikant nach oben gesteigert werden sollte. Um das Produktportfolio zu ergänzen, beabsichtigen wir 5% unseres geplanten Jahresumsatzes in F & E zu investieren. Die Implantate-Auftragsproduktion soll in 2013 nicht weiter ausgebaut werden, so dass der Medizinbereich inkl. Eigenprodukte gut 50 % zu unserem Planumsatz beiträgt. Hierfür sind sukzessive punktuelle Investitionen erforderlich. Auf Grund guter Auftragsbestände und -eingänge sehen wir zurzeit keine Risiken für das laufende Geschäftsjahr. Auf Basis unserer Planungen und hier insbesondere durch die Einführung unserer Eigenprodukte im II. Halbjahr 2013, rechnen wir mit einer Umsatz- und Ertragssteigerung. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Chancen- und RisikoberichtEs ist unser Ziel, die sich im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit bietenden Chancen zu nutzen und daraus resultierende Risiken zu minimieren. 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Sollten sich die Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise wieder verstärken und sollten sich dadurch die industrielle Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Die Nachfrage nach unseren medizintechnischen Produkten wird wesentlich durch die Entwicklung der Gesundheitssysteme bzw. der Finanzierung der Gesundheitssysteme in Europa und den USA beeinflusst. Restriktive Tendenzen können die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können sich für uns erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken ergeben. Ertragsorientierte Risiken Unsere neue - über FOC vertriebene - Produktlinie bietet unseren Kunden echte Kosten- und damit uns Wettbewerbsvorteile. Dadurch ist die Auslastung unserer Produktionskapazitäten langfristig gesichert, so dass wir davon ausgehen, unsere leistungswirtschaftlichen Risiken zunehmend zu minimieren. Aus dem Auf- und Ausbau des notwendigen Supply-Chain-Management können jedoch noch nicht absehbare Zusatzkosten resultieren. Unsere Bezugspreise und Mengen für Rohstoffe sind durch Rahmenverträge gesichert. Sofern erforderlich, sichern wir eventuelle Währungsrisiken durch entsprechende Termingeschäfte; gehen hierbei jedoch grundsätzlich keine Transaktionen ein, die über das Volumen des jeweiligen Grundgeschäfts hinausgehen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation sind Liquiditätsrisiken momentan nicht erkennbar. Engpässe sind - trotz der beabsichtigten Ausweitung unserer Geschäfte in den USA - nicht zu erwarten. Gestützt auf unsere Unternehmensplanungen und basierend auf den Kredit- und Beteiligungsverträgen mit unseren Finanzpartnern und deren Unterstützung für ein Surrogat des auslaufenden Genussrechtskapitals, sehen wir keine Entwicklungen, die die Finanzlage der Zrinski AG nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen können. 2. Chancenbericht Wie dargestellt, sind wir in der Markteinführung unserer entwickelten Implantatesysteme entscheidende Schritte gegangen und haben eine Vertriebsgesellschaft in den USA gegründet. Daraus erwachsen für uns große Chancen, Umsätze und Erträge signifikant zu steigern und unsere Marktposition deutlich zu verbessern und auszubauen. Dem Wettbewerb werden wir unverändert durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Gestützt auf unsere Unternehmensplanungen und basierend auf den Kredit- und Beteiligungsverträgen mit unseren Finanzpartnern und deren Unterstützung für ein Surrogat des auslaufenden Genussrechtskapitals, sehen wir keine konkreten Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein können oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Zrinski AG nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Dennoch können solche Risiken niemals vollständig ausgeschlossen werden. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Beteiligungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Anlage- und Risikopolitik. Üblicherweise wird in Euro fakturiert. Eine Ausnahme bildet ab 2013 die Fakturierung gegenüber unserer Beteiligungsgesellschaft FOC, die auf US-Dollar-Basis zu einem festen Verrechnungspreis erfolgt. Der Wechselkurs wird über korrespondierende Termingeschäfte gesichert. Unser Kundenstamm besteht aus namhaften und solventen Adressen. Wenn auch das Delkredererisiko gering ist, so verfügen wir doch über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Gegebenenfalls sich abzeichnende Bonitäts- oder Ausfallrisiken tragen wir durch entsprechende bilanzielle Vorsorge Rechnung. VII. Bericht über ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden keine unterhalten.
Wurmlingen, 15. Mai 2013 Zrinski AG Josef Zrinski, Vorstand Daniel Zrinski, Vorstand BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
ANHANG für das Geschäftsjahr 2012der ZRINSKI AG, WurmlingenI. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Zrinski AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten angesetzt und nach Abschluss des jeweiligen Entwicklungsvorhabens um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Nicht berücksichtigt wurden Fremdkapitalzinsen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Zugänge der Wirtschaftsjahres 2009, 2010, 2011 und 2012 wurden ausschließlich linear abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Gebäudes liegt bei 50 Jahren, die der technischen Anlagen und Maschinen liegt zwischen 15 und 20 Jahren. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 20 Jahre. Die Nutzungsdauern werden auf Grundlage der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlagen geschätzt. Der Schätzung liegen Erfahrungswerte der Zrinski AG zugrunde. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Beteiligungen zu Anschaffungskosten, Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten und Ausleihungen zum Nennwert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Gängigkeitsabschläge wurden nicht vorgenommen. Halbfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet, welche Einzelkosten und notwendige Gemeinkosten umfassen. Nicht berücksichtigt wurden Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend dem deutschen Handelsrecht i.d.F. des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) durchgeführt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften wurden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände sowie Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Sich ergebende Steuerbe- und -entlastungen wurden im Ausweis verrechnet (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB). 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr EUR 1.000.000,00. Davon entfallen EUR 395.604,84 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. 2. Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme von sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 29.990,38. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 194.405,16 (Vj. EUR 160.736,60) und resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen in Höhe von EUR 1.610.169,93 (Vj. EUR 302.017,69) und resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. 4. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Es wurden die "Richtlinien 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen war eine Zuführung der Rückstellungen erforderlich. Der erhöhte Zuführungsbetrag wurde in 2009 und 2010 jeweils mit 1/15 zugeführt; im Jahr 2011 wurde der gesamte Betrag in Höhe von EUR 41.350,00 zugeführt. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
5. Verbindlichkeitenspiegel
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 1.000.000,00 (Vorjahr: EUR 1.000.000,00). Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten: Grundschulden in Höhe von insgesamt EUR 3.038.392,40 sowie eine Globalzession für Außenstände A-Z und Raumsicherungsübereignungen für Teile des Vorratsvermögens. Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 6. Passive latente Steuern Passive Steuerlatenzen resultieren aus den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sowie unterschiedlichen Wertansätzen von Sach- und Finanzanlagen. Aktive Steuerlatenzen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen von Pensionrückstellungen sowie aus den Verlustvorträgen, welche inner- halb der nächsten fünf Jahre einer zu erwartenden Gewinnverrechnung unterliegen. Bilanziert wurde der Überhang an passiven latenten Steuern. 7. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Es besteht eine Patronatserklärung gegenüber einem Kreditinstitut, eine Tochtergesellschaft finanziell so ausgestattet zu halten, dass diese ihren Verbindlichkeiten aus dem Kreditvertrag (Stand 31.12.2012: EUR 413.165,00) nachkommen kann. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und einer Eigen-kapitalquote der Tochtergesellschaft von 65 % ist eine Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung unwahrscheinlich. Ferner bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
Die finanziellen Verpflichtungen aus Mieten bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Es sind folgende nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) getätigt worden: Leasing zum Zwecke der Liquiditätsverbesserung. 8. Marktübliche und nichtmarktübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB : Es werden alle Geschäfte, die direkt oder indirekt mit dem Hauptgesellschafter oder Mitgliedern des Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans abgeschlossen wurden, angegeben. Zu diesem Zweck wird auf die Angaben zu gewährten Krediten an Mitglieder des Vorstandes verwiesen. IV. Sonstige Pflichtangaben1. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt EUR 223.538,59. Dieser wird dem zum 31.12.2011 verbleibenden Verlustvortrag in Höhe von EUR 637.793,17 verrechnet. Somit ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 414.265,59. 2. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 1.676.815,84 und resultiert aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. 3. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit EUR 17.000,00 vergütet. 4. Gewährte Kredite an Mitglieder des Vorstands Es bestehen Darlehensforderungen gegenüber dem Vorstand in Höhe von EUR 229.971,09. Die Darlehensforderungen sind mit 5% pro Jahr verzinst und nicht besichert. 5. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile
6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
7. Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital von EUR 600.000,00 ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammaktien zum Nennwert von je EUR 1,00 = EUR 600.000,00. 8. Genussrechte Es wurde im Jahr 2006 eine Genussrechtsvereinbarung über nominal EUR 2,0 Mio. geschlossen. Die Vereinbarung läuft vom 18.07.2006 - 18.07.2013. Die Gewinnbeteiligung wird in Form eines Gewinnbeteiligungssatzes auf den Nominalbetrag berechnet (abhängig vom Jahresüberschuss); der Nominalzinssatz wird gem. § 317 Abs. 1 BGB festgelegt und beträgt für 2012 8% p.a. Die Zinsen für 2012 betragen EUR 159.811,11. 9. Finanzinstrumente (§ 285 S. 1 Nr. 19 HGB) Nach Ablauf des Zinssatz-Swap, Laufzeit 14.03.2008 bis 14.03.2012, wurden keine weiteren derivativen Finanzinstrumente mehr abgeschlossen.
Wurmlingen, 15. Mai 2013 Zrinski AG gezeichnet Josef Zrinski, Vorstand gezeichnet Daniel Zrinski, Vorstand Feststellung des Jahresabschlusses: 26. Juli 2013 Ergebnisverwendung: Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge wird der Jahresüberschuss 2012 mit den Verlustvorträgen verrechnet (es ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 414.265,59), so dass über eine Ergebnisverwendung nicht zu beschließen war. Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
Für den vorstehenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurden Erleichterungen zur Offenlegung vorgenommen. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Zrinski AG, Wurmlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften - und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages - liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Rottweil, den 23. Mai 2013 TWR
Rottweiler Treuhand GmbH & Co. KG.
Fischer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012der Firma Zrinski AG, Eisenbahnstraße 100, 78573 Wurmlingen
Tuttlingen, den 26. Juli 2013 gezeichnet Franz Schilling, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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