Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 232445
Eingetragen
11.8.2021
Branche
Effekten- und WarenterminhandelVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.Geld- und Wertdienste
Gegenstand
Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und -nebendienstleistungen, und zwar in Form der Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft), der Verwahrung und der Verwaltung von Finanzinstrumenten mit Ausnahme von Rechnungseinheiten und Kryptowerten für andere (Depotgeschäfte), der Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), der Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie der Eigenhandel durch das Anschaffen und Veräußern von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Auferoth
seit 11.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (10)

NameAnteil
M***** K******
8.68%
F**** H***
1.19%
A****** E****
1.09%

Ungelöste Beteiligungen (20)

NameAnteil
about:seed GmbHEigenbeteiligung
0.01%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Upvest GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Upvest Securities GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Upvest Securities GmbH, Berlin

AKTIVA

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 6.895.886,69 1.920.399,58
b) andere Forderungen 70.283,82 0,00
6.966.170,51 1.920.399,58
2. Forderungen an Kunden 103.817,84 74.796,02
3. Handelsbestand 48.770,58 16.424,36
4. Treuhandvermögen 226.173,14 7.833,71
darunter:
Treuhandkredite 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
5. Sachanlagen 522,00 1.827,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 509.519,79 118.662,40
7. Rechnungsabgrenzungsposten 28.459,93 18.499,26
Summe der Aktiva 7.883.433,79 2.158.442,33

PASSIVA

2023 2023 2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 1.586.900,39 10.350,00
1.586.900,39 10.350,00
1.586.900,39 10.350,00
2. Treuhandverbindlichkeiten 226.173,14 7.833,71
darunter:
Treuhandkredite 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.561.185,61 791.257,85
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 2.770,15 10,71
b) andere Rückstellungen 344.037,80 202.167,50
346.807,95 202.178,21
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 12.237.500,00 3.987.500,00
c) Bilanzverlust 8.100.133,30 2.865.677,44
4.162.366,70 1.146.822,56
Summe der Passiva 7.883.433,79 2.158.442,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Upvest Securities GmbH, Berlin

2023 2023 2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 119.504,53 -2.463,98
119.504,53 -2.463,98
2. Zinsaufwendungen -0,06 0,00
3. Provisionserträge 602.825,86 85.701,52
4. Provisionsaufwendungen -697.727,21 -425.594,16
5. Nettoaufwand des Handelsbestands -18.147,83 -1.290,74
6. Sonstige betriebliche Erträge 80.411,08 1.355,66
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -409.307,22 -539.299,16
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -71.538,22 -81.502,07
darunter: für Altersversorgung 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
-480.845,44 -620.801,23
b) andere Verwaltungsaufwendungen -4.839.218,78 -1.288.981,64
-5.320.064,22 -1.909.782,87
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -731,00 -1.235,32
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -500,99 -316,59
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -26,02 0,00
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -5.234.455,86 -2.253.626,48
12. Jahresfehlbetrag -5.234.455,86 -2.253.626,48
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.865.677,44 -612.050,96
14. Bilanzverlust -8.100.133,30 -2.865.677,44

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Upvest Securities GmbH, Berlin

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin wie folgt registriert:

Firmenname: Upvest Securities GmbH
Firmensitz: 10997 Berlin, Schlesische Straße 33 - 34
Register-Nummer: HRB 232445 B

Die Gesellschaft ist ein Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Abs. 1 WpIG. Die Gesellschaft verfügt über die folgenden Lizenzen:

Abschlussvermittlung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG,

Anlagevermittlung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG,

Eigenhandel im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 10c WpIG,

Finanzkommissionsgeschäft im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 1 WpIG sowie

Verwahrung und die Verwaltung von Finanzinstrumenten im Sinne des §2 Abs.3 Nr. 1 WpIG.

Es wurden die Regelungen des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes, die Vorschriften des Gesetzes zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (WpIG) sowie die Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) beachtet. Gemäß § 340 Abs. 4a HGB in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden gesetzlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Formblättern der RechKredV aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform gegliedert.

ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Rechnungslegungsvorschriften für Wertpapierinstitute.

Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden wurden mit ihrem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Handelsbestand umfasst Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet wurden. Der Risikoabschlag wird in Höhe der nicht realisierten stillen Reserven auf Portfolioebene gebildet. Der absolute Betrag des Risikoabschlags beträgt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

Das Treuhandvermögen beinhaltet den Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, aktuell ausschließlich Bankguthaben, die die Gesellschaft im eigenen Namen für fremde Rechnung als Treuhänder hält und mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem Nennbetrag ansetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Zur Ermittlung der Nutzungsdauer wurden die seitens des BMF herausgegebenen Afa-Tabellen herangezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen, gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die unter den Treuhandverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert. Die über das gezeichnete Kapital hinausgehenden Beiträge der Muttergesellschaft wurden in die Kapitalrücklage eingestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt.

MITZUGEHÖRIGKEITSVERMERKE

Einzelne Sachverhalte können in der Bilanz mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen den folgenden Posten.

In der Bilanz unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 765) ausgewiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ - AKTIVA

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Bankguthaben in Höhe von TEUR 6.896 (Vorjahr: TEUR 1.920).

Die anderen Forderungen bestehen aus der Abgrenzung von Zinsen auf den Geschäftskonten der Gesellschaft in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus Forderungen an Partner aus dem operativen Geschäft in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Forderungen an Kreditinstitute haben ausschließlich eine Laufzeit bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf insgesamt TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 75) und betreffen im Geschäftsjahr im Wesentlichen Forderungen an Partner aus dem operativen Geschäft.

Die Forderungen an Kunden haben ausschließlich eine Laufzeit bis zu drei Monaten.

Handelsbestand

Der Handelsbestand in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 16) setzt sich ausschließlich aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren zusammen. Die Positionen resultieren aus dem Bruchstückshandel für Kunden.

Treuhandvermögen

Das ausschließlich aus Bankguthaben bestehende Treuhandvermögen beläuft sich auf TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 8).

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der dem Anhang beigefügt ist.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 119) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen das Finanzamt aus abziehbarer Vorsteuer.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 18) bestehen hauptsächlich aus Vorauszahlungen für IT-Dienstleistungs- und Softwarelizenzen, die über die Laufzeit aufgelöst werden.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ - PASSIVA

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig und bestehen aus Lieferverpflichtungen für Wertpapiere gegenüber den Endkunden in Höhe von TEUR 1.587 (Vorjahr: TEUR 10).

Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 8).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 765) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 10).

Die Laufzeiten betragen wie im Vorjahr jeweils bis zu einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) und beinhalten im Wesentlichen Finanztransaktionssteuern sowie Kapitalertragsteuern aus dem operativen Geschäft.

Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

in TEUR 2023 2022
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 232 123
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten 98 68
Rückstellungen für Personalkosten 13 10
Übrigen Rückstellungen 1 1
344 202

Die Rückstellungen für die Prüfung nach § 89 Abs.1 Satz 1 und 2 WpHG sowie für die Interne Revision wurden von den übrigen Rückstellungen in die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen umgegliedert. Diese Anpassung wurde ebenfalls in der Vorjahresdarstellung im Umfang von TEUR 30 vorgenommen, sodass die übrigen Rückstellungen ausschließlich Rückstellungen für die Pflicht zur Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen ausweisen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

1. Januar 2023 Veränderungen 31. Dezember 2023
in TEUR
Stammkapital 25 0 25
Kapitalrücklage 3.988 8.250 12.238
Bilanzverlust -2.866 -5.234 -8.100
1.147 3.016 4.163

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 8.250 vorgenommen. Die Veränderung des Bilanzverlustes resultiert aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.234.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Ausgewiesene Zinserträge in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 2) betreffen im Wesentlichen die verzinste Sichteinlagen auf den Geschäftskonten der Gesellschaft.

Unter den Provisionserträgen werden die Erlöse aus Wertpapierdienstleistungen in Höhe von TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 72) ausgewiesen. Die Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 426) resultieren insbesondere aus den Verwahr-, Abwicklungs- und Zahlungsdienstleistungen in Höhe von TEUR 344 (Vorjahr: TEUR 352) sowie Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Implementationsdienstleistungen in Höhe von TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 74).

Unter dem Nettoaufwand des Handelsbestands werden im Wesentlichen die realisierten Verluste aus dem Bruchstückshandel in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 1) ausgewiesen.

Die im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 1) betreffen hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Personalaufwand setzt sich im Wesentlichen aus den Löhnen und Gehältern in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 539) sowie den hieraus resultierenden Sozialversicherungsaufwendungen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 82) zusammen.

Im Geschäftsjahr 2023 sind andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 4.839 (Vorjahr: 1.289) angefallen. Diese sind insbesondere von Fremdleistungen in Höhe von TEUR 3.951 (Vorjahr: TEUR 798) geprägt. Hiervon entfallen die wesentlichen Posten auf Kosten für Auslagerungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.773 (Vorjahr: TEUR 679). Weiterhin sind Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 147) angefallen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen entstanden für Sachanlagen in der Gesellschaft und sind im Anlagenspiegel ersichtlich, der dem Anhang beigefügt ist.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 514 (Vorjahr: TEUR 530). Diese betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsverpflichtungen aus dem Wertpapiergeschäft.

SONSTIGE ANGABEN

Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB beträgt im Jahresdurchschnitt sechs Personen (Vorjahr: fünf Person). Davon sind drei Mitarbeitende in Vollzeit und drei in Teilzeit tätig. Eine Unterteilung nach Geschlecht wird nicht mehr vorgenommen, da die Gesellschaft dies nicht mehr erhebt.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Christian Schäfer (bis zum 26. März 2023)

 

Bankkaufmann

 

Geschäftsführer - Markt

 

Dr. Khanh Dang Ngo (seit dem 1. Juli 2023)

 

Rechtsanwalt

 

Geschäftsführer - Marktfolge

 

Tobias Auferoth

 

Diplom-Kaufmann

 

Geschäftsführer - Marktfolge (bis zum 30. Juni 2023) / Markt (seit dem 1. Juli 2023)

Der hochgeschätzte und angesehene Geschäftsführer Christian Schäfer ist mit seinem unerwarteten Ableben aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Nettogesamthonorar beträgt TEUR 125 davon TEUR 33 für das Vorjahr (Vorjahr: TEUR 11) und gliedert sich wie folgt:

In TEUR Geschäftsjahr Vorjahr
Abschlussprüfungsleistungen 93 34
andere Bestätigungsleistungen 32 5
Steuerberatungsleistung 0 0
sonstige Leistungen 0 0
125 39

Konzernabschluss

Die Upvest Securities GmbH ist 100%-ige Tochtergesellschaft der Upvest GmbH, Berlin. Sie wird in den Konzernabschluss der Upvest GmbH einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Upvest GmbH ergibt sich aus § 340 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 340i HGB. Es erfolgt eine Offenlegung des Konzernabschlusses im Unternehmensregister.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Ende des Geschäftsjahres wurden bis zum 31. März 2024 weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft durch die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 2.500 beschlossen und geleistet.

UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2023

 

Berlin, 31. Mai 2024

Dr. Khanh Dang Ngo

Tobias Auferoth

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Handelsrecht

Upvest Securities GmbH

Berlin

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez 2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Geschäftsausstattung 2.727,34 0,00 766,04 1.961,30
Summe 2.727,34 0,00 766,04 1.961,30
Abschreibungen
1. Jan 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez 2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Geschäftsausstattung 900,34 731,00 192,04 1.439,30
Summe 900,34 731,00 192,04 1.439,30
Buchwert
2022 2023
EUR EUR
Sachanlagen
Geschäftsausstattung 1.827,00 522,00
Summe 1.827,00 522,00

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg wie folgt registriert:

Firmenname: Upvest Securities GmbH
Firmensitz: 10997 Berlin, Schlesische Straße 33 - 34
Register-Nummer: HRB 232445 B

GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Die Upvest Securities GmbH ist ein Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Abs. 1 WpIG. Die Gesellschaft verfügt über die folgenden Lizenzen:

 

Abschlussvermittlung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG,

 

Anlagevermittlung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG,

 

Eigenhandel im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 10c WpIG,

 

Finanzkommissionsgeschäft im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 1 WpIG sowie

 

Verwahrung und Verwaltung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 2 Abs. 3 Nr. 1 WplG.

Die Upvest Securities GmbH ist ein Marktinfrastrukturanbieter im Wertpapierdienstleistungsbereich in Europa. Die Gesellschaft agiert im B2B2C-Bereich und ermöglicht den Endkunden unregulierter Partner über verschiedene White-Label-Lösungen ("Take our license"-Modelle / TOL) die Nutzung von Wertpapierdienstleistungen. Regulierte Partner können darüber hinaus über sogenannte Zwischenverwahrerbzw. Zwischenkommissionärsmodelle ("Bring your own License"-Modelle / BYOL) auf die Infrastruktur und die Wertpapierdienstleistungen zugreifen. Die Muttergesellschaft, die Upvest GmbH, ergänzt das Angebot der Gesellschaft durch Überlassung der Nutzungsrechte an der Investment API sowie der Bereitstellung weiterer damit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft besteht darin, durch Verwendung der Investment API der Muttergesellschaft den Partnern und Endkunden Wertpapierdienstleistungen besonders effizient und durch eine hohe Skalierbarkeit der Technologie zukunftssicher und nachhaltig anbieten zu können.

Die Upvest Securities GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 7 Mitarbeitende in der Upvest Securities GmbH beschäftigt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind im Geschäftsjahr endgültig in den Hintergrund getreten. Der weiterhin bestehende Konflikt in Osteuropa durch den Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine belastet die Europäische und die Weltwirtschaft in Hinblick auf Rohstoffpreise und Lieferketten weiterhin stark. Die Sorge um Energieknappheit im Winter blieb unbegründet. Die Inflation erreichte die Höchststände des Vorjahres nicht mehr und sank kontinuierlich von 10,0 % im Januar deutlich auf 3,4 % im Dezember. 1 Die Inflation sank auch, weil die Zentralbanken in den USA und Europa Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation ergriffen. Die EZB erhöhte den Leitzins weiter von 2,5 % im Vorjahr auf 4,5 % im September 2 und hielt diesen bis zum Jahresende vorerst auf einem stabilen Niveau. Durch die Maßnahmen der Zentralbanken wurden Investitionen in zinstragende Produkte gegenüber Aktien und Kryptowährungen begünstigt. Der DAX stieg jedoch ungeachtet dessen von einem Eröffnungskurs von knapp 14.000 Punkte auf 16.750 Punkte zum Jahresende. 3 Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands spiegelte diese Entwicklung nicht wider und sank im selben Zeitraum geringfügig um 0,3 Prozent. 4 Dies geschah entgegen der Erwartung des Anfangs des Jahres veröffentlichten Wirtschaftsberichts der Bundesregierung 5 sowie des europäischen Trends. Der Kryptowährungsmarkt schien den Kryptowinter überwunden zu haben. Während der Anstieg im ersten Halbjahr durch das Ausbleiben weiterer negativer Nachrichten aus diesem Segment getragen wurde, trugen im zweiten Halbjahr sowohl die mittlerweile in den USA erteilte Erlaubnis für einen "Krypto-ETF" sowie die im Markt erwarteten Zinssenkungen im Folgejahr, in den USA früher als in Europa, zu einem signifikanten Bitcoin-Anstieg von einem Eröffnungskurs von 15.426 EUR auf einen Wert von 38.291 EUR bei. 6 Auf Europäischer Ebene hat der Gesetzesgeber die Ergänzung der MiFID II um ein Verbot des sogenannten "Payment for Orderflow" beschlossen. Weiterhin wurde die MiCAR, welche die europaweite Regulierung und Harmonisierung von Kryptowährungen zum Gegenstand hat, verabschiedet. 7 Die Folgen dieser Regulierungen werden erst in Folgejahren mit Inkrafttreten der jeweiligen Normen sichtbar werden.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des aktuellen Geschäftsjahres war weiterhin durch eine Anlaufphase geprägt. Ausgehend vom geringeren Transaktions- und Geschäftsvolumen konnte das Handelsvolumen stetig gesteigert werden. Der Anstieg ist getrieben durch die Geschäftsaufnahme mit weiteren Partnern, die Erweiterung des Produktspektrums und weiterer Produktfunktionalitäten. Die neuen Partner operierten im Geschäftsjahr im sog. BYOL-Omnibus-Modell. Im Laufe des Jahres wurden neben den ETFs auch Aktien und Aktienbruchstücke verfügbar gemacht. Das ISIN-Universum für beide Anlageklassen wurde laufend erweitert, auch in Hinblick auf Ebene der verfügbaren Jurisdiktionen. Daneben wurde die Portfoliofunktionalität in den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Der Anstieg des Geschäftsvolumens wurde durch die positive Entwicklung an den Aktienmärkten begünstigt.

Daneben hat die Gesellschaft Vorbereitungshandlungen unternommen, um künftig grenzüberschreitend in Europa die Wertpapierdienstleistungen anbieten zu können. Weitere Kunden befanden sich zum Ende des Geschäftsjahres in der Testphase, ein Kunde im sog. TOL-Modell und der erste Kunde, der im sog. BYOL-Single-Accounts-Modell agieren wird. Darüber hinaus wurden institutsbetriebliche Prozesse optimiert und verbessert, um das Unternehmen auf die Expansion vorzubereiten.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/252059/umfrage/inflationsrate-in-der-eu-nach-monaten/
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/162176/umfrage/monatliche-entwicklung-des-dax/
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24019811.html#:~:text=019%20vom%2015.,der%20Wirtschaftsleistung%200%2C1%20%25
5 https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschaftsbericht-2023-2160264
6 https://coinmarketcap.com/de/currencies/bitcoin/historical-data/
7 https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/MiCAR/MiCAR_node.html#:~:text=Die%20Verordnung%20wurde%20am%2009,Legislativvorschlag%20zur%20MiCAR%20am%2024.

Die Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung wurde unter Berücksichtigung der regulatorischen Kennziffern durch die Muttergesellschaft entsprechend des Bedarfs der Gesellschaft planmäßig weiter erhöht.

Ertragslage

Obwohl die Geschäfte erst im Vorjahr aufgenommen wurden und die Geschäftsvolumina sich kontinuierlich in Richtung einer kostendeckenden Höhe entwickeln, ist die Ertragslage im aktuellen Geschäftsjahr weiterhin durch Anlaufverluste charakterisiert. Dennoch liegt die Ertragsentwicklung insgesamt im Bereich der Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Die Provisionserträge im Geschäftsjahr stiegen auf TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 86). Diese beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Wertpapierdienstleistungen. Der Provisionsaufwand stieg auf TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 426), dieser resultiert insbesondere aus den Verwahr-, Abwicklungs- und Zahlungsdienstleistungen in Höhe von TEUR 344 (Vorjahr: TEUR 352) sowie Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Implementationsdienstleistungen in Höhe von TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 74). Die Nettoaufwendungen des Handelsbestands im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 1). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 1). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im Jahr 2023 von TEUR 1.910 um TEUR 3.410 auf TEUR 5.320 gestiegen. Diese sind im Wesentlichen auf die Auslagerung von Tätigkeiten an die Muttergesellschaft zurückzuführen.

Insgesamt wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.234 (Vorjahr: TEUR 2.254) verzeichnet.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Upvest Securities GmbH liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR 7.883 (Vorjahr: TEUR 2.158). Das Vermögen besteht im Wesentlichen in Form von Bankguthaben TEUR 6.896 (Vorjahr: TEUR 1.920) sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 119). Die Forderungen an Kunden beliefen sich auf TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 75).

Finanzlage

Die Upvest Securities GmbH ist solide unter Berücksichtigung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen mit Eigenkapital ausgestattet. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Stammkapital in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25) auf. Innerhalb des Geschäftsjahres 2023 wurden Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 8.250 vorgenommen. Die Kapitalrücklage weist zum 31. Dezember 2023 eine Höhe von TEUR 12.238 aus (Vorjahr: TEUR 3.988). Nach Berücksichtigung des Verlustvortrages aus dem Vorjahr und des Jahresfehlbetrages ergibt sich ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.162 (Vorjahr: TEUR 1.147).

Die Liquidität der Upvest Securities GmbH, unter Berücksichtigung ihrer kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten, belief sich zum Jahresende auf TEUR 4.988 (Vorjahr: TEUR 927). Die liquiden Mittel des Unternehmens wurden in erster Linie auf Bankkonten gehalten. Hierdurch konnte die Gesellschaft ihren kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zu jeder Zeit vollumfänglich nachkommen.

Nach dem Ende des Geschäftsjahres wurden bis zum 31. März 2024 weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft durch die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 2.500 beschlossen und geleistet, sodass die Gesellschaft über eine starke Position hinsichtlich der Liquiditätsreserven verfügt.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Upvest Securities GmbH verfügt über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Diese werden im Folgenden näher erläutert.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Upvest Securities GmbH steuert nach den folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

Provisionserträge

Assets under Custody (AuC) über die Investment API

Prozessiertes Handelsvolumen für Wertpapiere über die Investment API

Die Haupteinnahmequellen werden in Zukunft vorrangig aus der Rechteüberlassung sowie der Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Investment API resultieren. Diese Erlöse sind maßgeblich von den AuC sowie dem prozessierten Handelsvolumen für Wertpapiere über die Investment API abhängig und sind den Provisionserträgen zuzuordnen. Die Provisionserträge sind im Geschäftsjahr um TEUR 517 auf TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 86) angestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 sind die AuC von TEUR 200 auf TEUR 65.224 und das prozessierte Handelsvolumen von TEUR 200 auf TEUR 45.408 planmäßig stark angestiegen, was in erster Linie durch die Go-Lives und das anschließende Wachstum neuer Kunden der Investment API getrieben war.

Im Geschäftsjahr wurde die selbst entwickelte Investment API mit drei weiteren Kunden im Produktivbetrieb verwendet. Die Erlöse aus der Rechteüberlassung der Investment API und der damit zusammenhängenden Dienstleistungen sind Basis für Vergütungen sowie Indikator für die Akzeptanz der Software bei den B2B-Partnern.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bestandteil der Steuerungsphilosophie der Upvest Securities GmbH sind ebenfalls diese nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Erweiterung des Produktangebots

Gewinn neuer Mitarbeiter

Im Jahr 2023 wurde eine Vielzahl neuer Funktionalitäten der Investment API fertiggestellt und den Kunden zur Verfügung gestellt. Hierzu zählen zum Beispiel das Omnibus-Konto, Sparpläne, ein deutlich erweitertes Angebot an Exchange-Traded-Funds (ETFs) sowie auch erstmalig die Möglichkeit, Aktien über die Investment API zu handeln und - damit einhergehend - viele weitere Corporate Actions abzuwickeln. Zudem wurden Marktpreis-Daten, ein neuer Handelsplatz sowie Automatisierungen für Portfolios und Gebühren in die Investment API integriert. Diese neuen Funktionalitäten führen zu zusätzlichen Provisionserträgen bei der Gesellschaft.

Die Upvest Securities GmbH hat im Jahr 2023 insgesamt drei Mitarbeiter für sich gewinnen können.

RISIKOBERICHT

Risikomanagementsystem

In Übereinstimmung mit den Anforderungen der MaRisk, MiFID II und des WpHG hat die Upvest Securities GmbH eine Risikostrategie entwickelt, die in Einklang mit ihrer Geschäftsstrategie und den assoziierten Risiken steht. Die Geschäftsführung hat die Risikostrategie genehmigt und stellt sicher, dass diese kontinuierlich umgesetzt wird. Die Geschäftsführung führt zumindest jährlich eine Überprüfung der Risikostrategie durch und nimmt bei Bedarf entsprechende Anpassungen vor. Die Leitung des Risikomanagements berichtet regelmäßig, mindestens jedoch quartalsweise, an die Geschäftsführung über die aktuelle Risikolage der Upvest Securities GmbH und stellt bei besonderem Handlungsbedarf unverzüglich entsprechende Informationen zur Verfügung.

Das Unternehmen trifft alle Entscheidungen sorgfältig und berücksichtigt dabei sowohl die Geschäfts- als auch die Risikostrategie. Bei der Entscheidungsfindung sind alle relevanten Risiken, wie z.B. Markt- und Wettbewerbsrisiken, rechtliche und regulatorische Risiken, finanzielle Risiken sowie operative und technologische Risiken berücksichtigt. Die Bewertung der Risiken basiert auf einer fundierten Analyse und Kriterien sowie Schwellenwerten.

Die Geschäftstätigkeit der Upvest Securities GmbH ist branchenüblichen Risiken wie Markt-, operationellen, IT-Risiken sowie Wettbewerbsrisiken ausgesetzt. Entsprechend den Anforderungen der MaRisk und WpHG hat die Upvest Securities GmbH Prozesse implementiert, die eine Identifikation, Messung, Planung und Reporting sowie Management der Risiken ermöglichen. Ein wichtiger Aspekt des Geschäftsmodells der Upvest Securities GmbH besteht darin, bestimmte Risiken gezielt zu identifizieren und frühzeitig gemäß der Risikostrategie zu erfassen und angemessen darzustellen. Ziel des Risikomanagements ist es, wesentliche Risiken zu erkennen und geeignete Mitigationsmaßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist.

Im Rahmen der Risikoinventur, die regelmäßig durchgeführt wird, identifiziert die Upvest Securities GmbH gezielt diejenigen Risiken und Risikokonzentrationen, die im Hinblick auf ihre materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als wesentlich einzustufen sind. Die Risikoerfassung ermöglicht es dem Unternehmen, die Risiken und Konzentrationen zu priorisieren und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner vertragliche Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und es beinhaltet auch das Kontrahentenrisiko sowie das spezifische Länderrisiko. Das Adressenausfallrisiko war im Geschäftsjahr 2023 für die Upvest Securities GmbH unwesentlich. Angesichts der steigenden Guthaben bei Kreditinstituten und der künftig auch wachsenden Forderungen gegenüber Kunden wird diese Einstufung kontinuierlich überprüft.

Marktrisiko

Für die Gesellschaft ist aktuell die Marktpreisrisiken, einschließlich Volatilität der Wertpapierkurse, Zinsfluktuationen sowie Währungsschwankungen, für die Gesellschaft von nur marginaler Bedeutung. Im Zuge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und geplanter Expansionsstrategien kann sich die Bedeutung des Marktrisikos für das Unternehmen verändern. Die Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt konsequent im Tagesrhythmus und orientiert sich an einem festgelegten Risikolimit, welches die Exposition der Gesellschaft gegenüber Marktpreisschwankungen begrenzt.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass finanzielle Mittel eventuell nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder die Aufnahme von Liquidität lediglich zu verschlechterten Konditionen möglich sein wird.

Die Upvest Securities GmbH verfügt über eine robuste Liquiditätsstruktur, die durch proaktives Management gekennzeichnet ist. Zusätzlich profitiert das Unternehmen von einem Zugang zu umfangreicheren finanziellen Ressourcen innerhalb des Gruppenverbundes, was eine zusätzliche Liquiditätsquelle darstellt und somit zur Stärkung der Liquiditätsposition beiträgt.

Operationelles Risiko

Unter dem operationellen Risiko versteht man die Möglichkeit von Verlusten, die sich aus Mängeln oder dem Versagen von internen Prozessen, Personal, Systemen oder Technologien sowie aufgrund von externen Ereignissen ergeben können. Diese Kategorie umfasst auch Rechtsrisiken, schließt jedoch strategische Risiken und solche, die die Reputation betreffen, aus.

Die Upvest Securities GmbH stuft das operationelle Risiko als wesentlich ein. Zur Steuerung und Überwachung hat die Upvest Securities GmbH dazu gezielte Maßnahmen etabliert. Dies schließt die Einbeziehung operationeller Risiken in das Stresstestverfahren zur Ermittlung und Bewertung der Risikotragfähigkeit ein. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den IT-Risiken, die aufgrund des technologischen Kernes unseres Geschäftsmodells von wesentlicher Bedeutung sind. Die personelle Ausstattung wird schrittweise erhöht und aktuell stellen unbesetzte Stellen sowie der Ausfall von mehreren Mitarbeitern ein erhöhtes Risiko dar. Zusätzlich unterhält die Upvest Securities GmbH ein Beschwerdemanagement, dessen Prozesse detailliert im Organisationshandbuch verankert sind, um eine effektive und transparente Bearbeitung zu gewährleisten.

Sonstige Risiken

Im Bereich der strategischen Risiken wird das Potenzial negativer Konsequenzen erkannt, die sich aus Wandlungsprozessen im Fintech-Sektor ergeben können. Dies schließt Einflüsse von Marktveränderungen, makroökonomischen Bedingungen und Branchendynamiken ein. Hinsichtlich des Reputationsrisikos identifiziert das Unternehmen das Risiko finanzieller Einbußen, die durch Vorfälle verursacht werden könnten, welche das Ansehen der angebotenen Produkte und Services und damit das Kundenvertrauen beeinträchtigen. Diese und andere Risikobereiche wurden nach sorgfältiger Bewertung als nicht wesentlich klassifiziert und dementsprechend in der Risikoauswirkung als niedrig eingestuft.

Stresstests

Die Upvest Securities GmbH simuliert Stresstests, um potenzielle Schwachstellen unter extremen Bedingungen zu ermitteln und proaktive Maßnahmen zur Risikoüberwachung und -minderung festzulegen. Das Unternehmen wendet dabei eine dualistische Methodik an: Einerseits werden standardisierte Stressszenarien durchgespielt, um allgemeine Risikopotentiale zu bewerten. Andererseits werden spezifische, ereignisbezogene Stressszenarien getestet, um die Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit und die Kapitalanforderungen des Unternehmens detailliert zu analysieren. Die Stresstests sind integraler Bestandteil unseres Risikomanagementprozesses und tragen dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber unvorhergesehenen Marktveränderungen zu stärken.

Gesamtaussage zur Risikolage

Die Risikotragfähigkeit war während des gesamten Geschäftsjahres 2023 sichergestellt. Die Zahlungsfähigkeit der Upvest Securities GmbH war im Berichtszeitraum stets gegeben.

Die Verfahren und Prozesse des Risikomanagements wurden und werden kontinuierlich weiterentwickelt und auf neue Anforderungen angepasst.

Interne Revision

Im Rahmen einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation und zur Umsetzung der Anforderungen der MaRisk hat die Upvest Securities GmbH eine Interne Revision, die ihre Prüfungen unabhängig und objektiv, wie in AT 4.4.3 Tz 3 der MaRisk beschrieben, erbringt. Zusätzlich unterstützt die Interne Revision die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem mit systematischen und zielgerichteten Ansätzen die Effektivität des Risikomanagements, der Risikokontrollen und der etablierten Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet wird. Die Interne Revision ist an Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Die Entwicklung und Vermarktung der Investment API steht weiterhin im Vordergrund. Im Wesentlichen werden deutlich steigende Provisionserträge aus der Vermarktung der Investment API erwartet, die aus stark steigenden Assets under Custody und prozessiertem Handelsvolumen von bereits akquirierten bzw. neuen Kunden resultieren. Weiterhin geht die Gesellschaft von einem leichten Personalaufbau und einer weiter deutlichen Erweiterung des Produktangebots (also Funktionalität innerhalb der Investment API) aus. Die Gesellschaft erwartet weiter signifikante, insgesamt leicht sinkende Verluste, die Erträge sollen - wie geplant - spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2024 schneller als die Aufwendungen wachsen.

Generell gibt es viele Finanzdienstleister, die ihren Kunden heute noch keine (moderne) Möglichkeit bieten, in Wertpapiere (z. B. über Aktienbruchstücke) zu investieren, aber Interesse daran haben. Dar- über hinaus besteht die Möglichkeit die Wertpapier-Infrastruktur von bestehenden Anbietern in den nächsten Jahren zu modernisieren. Die weitere Bekanntgabe neuer Kundenverträge und Kunden-"Go- Lives" auf der Investment API in 2024 sowie die stabile Performance in der Abwicklung von Wertpapiergeschäften kann für die Gesellschaft zu einem positiven Reputationseffekt und damit einhergehenden höheren Interesse an der Investment API sowie schnelleren Geschäftsabschlüssen führen. Etwaige Probleme oder Verzögerungen bei Go-Lives oder der Performance im Live-Betrieb könnten hingegen zu weniger stark steigenden Erträgen führen.

UNTERZEICHNUNG DES LAGEBERICHTS 2023

 

Berlin, 31. Mai 2024

Dr. Khanh Dang Ngo

Tobias Auferoth

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Upvest Securities GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Upvest Securities GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Upvest Securities GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. Mai 2024

BDO AG
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