Volksbank eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal GnR 66
Eingetragen
11.12.1991
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBausparkassen
Gegenstand
a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) die Vermittlung von Immobilien und Leasingverträgen; j) die Erstellung, Veräußerung, Vermietung, Verpachtung oder Verwaltung von Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jana Meta Ahlfeld
seit 4.5.2022
Vorstandsmitglied
Holger Genge
seit 4.5.2022
Prokura
Dirk Mikutta
seit 4.5.2022
Prokura
Andrea Lenz
seit 6.8.2010
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank eG

Gardelegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank eG, Gardelegen

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Die Bank unterhält Beteiligungen, die ihrem Geschäftszweck dienen. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR Institutssicherungssystem (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands im Jahr 2023 wurde durch die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie beeinträchtigt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es im Vorjahr noch merklich zugenommen hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich gegenüber dem Vorjahr (6,9 %), blieb aber mit 5,9 % weiterhin hoch.

Die in Folge des Ukrainekriegs bereits Ende des Jahres 2022 eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich verschiedene dämpfende Faktoren. Die weiterhin hohe Inflation, Materialengpässe und weiterhin bestehende Coronaschutzmaßnahmen belasteten seit Jahresanfang die Konjunktur, im Jahresverlauf verschärften die kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation. Überlagert wurde dies vom andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel im Land und den hohen Unsicherheiten in Folge des Ende 2023 eskalierten Nahostkonflikts und dem wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November.

Nach einem kräftigen Zuwachs um 3,9 % im Vorjahr gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 um 0,7 % zurück. Hauptgrund dafür war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte dämpfte. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich ebenfalls deutlich um 1,5 %. Grund hierfür war der Wegfall der pandemiebedingten Sonderausgaben.

Bei der Investitionskonjunktur ergab sich ein gespaltenes Bild. Die Investitionen in Ausrüstung wie Fahrzeuge und Maschinen legten erneut zu (+3,0 %, Vorjahr: +4,0 %), andererseits gaben die Bauinvestitionen abermals um 2,7 % nach (Vorjahr: 1,8 %). Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang belastete die nur langsam nachlassende Baupreisedynamik die Investitionen.

Der Außenhandel konnte 2023 nicht an die Zuwächse des Vorjahres anknüpfen. Nachdem sie im Vorjahr deutlich gestiegen waren, sanken die Importe im Berichtsjahr um 3,4 %, die Exporte um 2,2 %. Grund hierfür sind die geschwächte weltwirtschaftliche Gangart und hohe inländische Energiekosten, die Exportunternehmen belasten.

Die staatlichen Einnahmen expandierten in 2023 mehr als die Ausgaben. Das Einnahmenwachstum ergab sich vor allem durch steigende Sozialbeiträge und höhere Erlöse aufgrund erhöhter städtischer Gebühren und Eintrittsgeldern für öffentlichen Einrichtungen. Die Ausgaben wuchsen aufgrund von Anpassungen bei Renten und Pensionen, höheren Zinsaufwendungen und umfangreichen Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise. Das Finanzierungsdefizit lag in Relation zum Bruttoinlandsprodukt bei 2,1 % (Vorjahr: 2,5 %).

Der Arbeitsmarkt blieb in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl von 2,4 Mio. Menschen auf 2,6 Mio. Menschen, die Arbeitslosenquote blieb mit 5,7 % jedoch auf einem niedrigen Niveau. Der Beschäftigungsaufbau hielt an, die Zahl der Erwerbstätigen stieg gegenüber dem Vorjahr um 300.000 Menschen auf 45,9 Mio.

Die Inflationsrate ging gegenüber dem Vorjahr von 6,9 % auf 5,9 % zurück, die Monatswerte zeigten einen noch klareren, rückläufigen Trend. Verantwortlich für den Rückgang war hauptsächlich der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Bei Nahrungsmitteln hielt der hohe Preisauftrieb jedoch nahezu ungebremst an.

Der Inflationsschock des Jahres 2022 dominierte an den Finanzmärkten auch noch in 2023. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Der Leitzins der Europäischen Zentral Bank erreichte das höchste Niveau seit der Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten in der Weltwirtschaft aufgrund der ansteigenden Finanzierungskosten. Trotz dieser Belastungen entwickelten sich die Finanzmärkte eher positiv. Die rückläufigen Inflationsraten interpretierten die Märkte als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024.

An den Aktienmärkten setzte sich die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg bis zum März 2023 um 12,3 %, diese Entwicklung wurde jedoch durch die Krise einiger US-Regionalbanken, insbesondere die Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank, erschüttert. Die Krise führte zu einem Schock an den Finanzmärkten und Unsicherheit bei den Anlegern. Es kam zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere großen Einlagen oberhalb der Einlagerungssicherungsgrenzen. Diese Krise kulminierte in der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS, nachdem erstere durch diese Vorgänge in Schieflage geraten war. Die Märkte beruhigten sich nach diesem Vorgang.

Diese Erholung flachte zum Sommer ab, setzte sich jedoch trotz wiederkehrender Volatilität fort. Bis Ende Juli notierte der DAX 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Zu einem weiteren Einbruch kam nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, der mit einer Militäroffensive Israels beantwortet wurde. Da der Konflikt bis Jahresende auf das Gebiet des Gazastreifens begrenzt blieb, setzte aber bereits im November wieder eine vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein. Zum Jahresende schloss der DAX mit 16.751,64 Punkten auf Jahressicht mit 20,3 % im Plus ab.

Die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken und sonstigen Genossenschaftsbanken konnten auch in 2023 in allen Bereichen wachsen. Trotz der schwierigen Situation steigerten die Genossenschaftsbanken ihre Kreditvergaben um 2,6 % auf insgesamt 777 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen sanken leicht um -0,2 %. Die aggregierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken verblieb auf dem Niveau des Vorjahres mit 1.175 Milliarden Euro.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftswachstum, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen dar.

Als Leistungsindikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wurden Wachstumsziele von +3,0 % im Kreditbereich ohne Kontokorrent festgelegt.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR, die sich ermittelt als Verhältnis der als hartes Kernkapital anrechenbaren Eigenmittel und der risikogewichteten Aktiva.

Für die Kennzahl "BE vor Bewertung/dBS" hat die Bank ein strategisches Ziel i.H.v. 1,00 % festgelegt. Strategisch wird eine CIR von 67,3 % angestrebt. Die Zielgröße der harten Kernkapitalquote beträgt 18,21 %.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis (BE) vor Bewertung (unter betriebswirtschaftlicher Betrachtung) verbesserte sich von TEUR 1.257 auf TEUR 1.911. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS betrug 1,29 % und stieg somit gegenüber dem Vorjahr (0,86 %). Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 65,3 % (Vorjahr: 73,8 %). Das erreichte Kreditwachstum lag bei +6,8 % und somit höher als im Vorjahr (+2,8 %). Strategisch wird das Kreditwachstum ohne die Sparten Kontokorrent und Schuldscheindarlehen betrachtet, weshalb sich hier Abweichungen zum totalen Wachstum der Kundenforderungen ergeben (+6,5 %). Die harte Kernkapitalquote belief sich auf 16,36 %; ein Zuwachs von 0,97 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Die Entwicklung aller bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Das BE vor Bewertung/dBS lag über dem erwarteten Wert von 0,85 %. Die Prognose für die CIR lag bei 73,94 % und wurde übertroffen. Die erwartete Wachstumsrate im Kreditgeschäft in Höhe von 3,0 % wurde ebenso übertroffen. Die harte Kernkapitalquote wurde mit 16,22 % geplant und somit auch übertroffen.

Berichtsjahr
TEUR
2022
TEUR
2021
TEUR
2020
TEUR
2019
TEUR
Bilanzsumme 148.785 149.156 143.663 138.791 129.198
Außerbilanzielle Geschäfte *) 3.866 6.858 6.039 3.298 5.244

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen).

Die Bilanzsumme bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Ursächlich für den leichten Rückgang war eine Verminderung der Kundeneinlagen und der Wertpapieranlagen, denen Zuwächse bei den Forderungen gegen Kunden entgegen stehen.

Die außerbilanziellen Geschäfte bewegen sich unter Vorjahresniveau, da es zu einer vermehrten Inanspruchnahme der unwiderruflichen Kreditzusagen kam.

Aktivgeschäft

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 88.727 83.291 5.436 6,5
Wertpapieranlagen 32.489 35.512 -3.023 -8,5
Forderungen an Kreditinstitute 22.398 25.522 -3.123 -12,2

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft um TEUR 5.436 oder +6,5 % ausgebaut werden.

Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen.

Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands. Größte Branche ist die Land- und Forstwirtschaft.

27,4 % der von uns ausgereichten Kredite bewegen sich in den Größenklassen zwischen TEUR 50 und TEUR 150.

Bei den Wertpapieranlagen kam es aufgrund von Fälligkeiten zu einem Rückgang, da die fälligen Gelder nur zum Teil neu investiert wurden. Auch die Forderungen an Kreditinstitute sind gesunken. Ursächlich ist hier das ausgeweitete Kreditgeschäft mit den Kunden.

Passivgeschäft

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.380 12.797 -1.417 -11,1
Spareinlagen 32.763 39.700 -6.936 -17,5
andere Einlagen 86.435 80.473 5.963 7,4

Die Struktur des Passivgeschäfts hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund neuer Angebote für Kapitalanlagen im eigenen Haus und der Genossenschaftlichen Finanzgruppe (GFG) verändert. Dies führte zur Umschichtung von Spareinlagen in die anderen Einlagen und zur Vermittlung in den Verbund. Darüber hinaus waren die Einlagen insgesamt leicht rückläufig.

Dienstleistungsgeschäft

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 96 37 59 157,1
Vermittlungserträge 474 672 -198 -29,4
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.142 1.040 102 9,8

Die Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften konnten im Jahr 2023 stark gesteigert werden. Die Vermittlungserträge für Darlehens- und Versicherungslösungen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr im Geschäftsjahr sind gestiegen.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 3.807 2.807 1.001 35,6
Provisionsüberschuss 2) 1.674 1.729 -56 -3,2
Verwaltungsaufwendungen 3.535 3.234 301 9,3
a) Personalaufwendungen 2.318 2.120 198 9,4
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.217 1.115 102 9,2
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 1.922 1.234 688 55,8
Bewertungsergebnis 4) -171 -417 246 -59,0
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.751 817 934 114,4
Steueraufwand 542 253 288 114,0
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000 380 620 163,2
Jahresüberschuss 210 184 26 14,1

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Unser Ergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

Das Zinsergebnis konnte wesentlich gesteigert werden. Die Zinserträge aus Forderungen an Kunden stiegen leicht, die Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstitute sind stark gestiegen.

Das Provisionsergebnis insgesamt sank gegenüber dem Vorjahr leicht. Schwerpunkt sind die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung. Die Erträge in diesem Bereich konnten weiter gesteigert werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Vermittlungsgeschäft, das gegenüber dem Vorjahr rückläufig war. Aufgrund der veränderten Marktsituation waren Rückgänge im Bereich der Kredit-, Immobilien- und Versicherungsvermittlung, zu verzeichnen.

Der Verwaltungsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % gestiegen. Der Personalaufwand stieg durch Neueinstellungen und eine Reduzierung des langfristigen Krankenstands, sowie erhöhte Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen, die sich aus einmaligen Sondereffekten infolge der stark gestiegenen Inflationsrate ergaben. Bei den Verwaltungsaufwendungen entstand der Zuwachs durch erhöhte Instandhaltungsaufwendungen und Aufwand für die IT-Infrastruktur des Kreditinstituts.

Aufgrund des unterschiedlichen Ausweises außerordentlicher Erträge und Aufwendungen weicht das Betriebsergebnis vor Bewertung als Saldo aus den GuV-Positionen 1-12 vom als finanzieller Leistungsindikator definierten BE vor Bewertung ab.

Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Wertberichtigungen im Bereich der Forderungen an Kunden standen erhöhten Zuschreibungen bei den bankeigenen Wertpapieren gegenüber. Zusätzlich kam es zu einer teilweisen Auflösung der nach IDW RS BFA 7 gebildeten Pauschalwertberichtigungen.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Fremdkapital der Bank besteht im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beschränken sich auf zweckgebundene Mittel in Höhe von 11.380 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden belaufen sich auf 119.199 TEUR. Der überwiegende Anteil davon sind Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist in Höhe von 32.763 TEUR und sonstige, täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 86.435 TEUR.

Das bilanzielle Eigenkapital in Höhe von 15.628 TEUR besteht ausschließlich aus Mitteln mit unbeschränkter Laufzeit.

Investitionen

Im Jahr 2023 haben wir Investitionen in einem Gesamtvolumen von 28 TEUR getätigt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um die Anschaffung neuer EDV wie Computer und hier insbesondere Laptops, um das mobile Arbeiten zu ermöglichen.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht weitgehend Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 193 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 307 %. Der Überlebenshorizont lag zu jedem Zeitpunkt oberhalb des Betrachtungszeitraums von 5 Jahren.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

Die Mindestreserveverpflichtungen wurden erfüllt.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme stieg im Vorjahresvergleich von 9,5 % auf 10,5 %, was an der Steigerung des bilanziellen Eigenkapitals bei nahezu unveränderter Bilanzsumme liegt. Das bilanzielle Eigenkapital hat sich von 14.098 TEUR auf 15.628 TEUR erhöht.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,14 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 15.638 14.098 1.539 10,9
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 15.372 14.477 895 6,2
Harte Kernkapitalquote 16,4 % 15,4 %
Kernkapitalquote 16,4 % 15,4 %
Gesamtkapitalquote 17,5 % 16,5 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 30.518 33.100 -2.582 -7,8
Liquiditätsreserve 1.971 2.412 -441 -18,3

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 79,5 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 20,5 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden überwiegend dem Anlagevermögen zugeordnet und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Im Aktivposten 5 sind zu 65,8 % festverzinsliche und zu 34,2 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) von Emittenten sehr guter und guter Bonität enthalten. Davon entfallen 1.971 TEUR auf öffentliche Emittenten, 18.442 TEUR auf Kreditinstitute und 7.168 TEUR auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden überwiegend von inländischen und europäischen Emittenten aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Darüber hinaus wurde ein Wertpapier mit Nachrangklausel dem Anlagevermögen zugeordnet. Im Bestand befindliche Credit Linked Notes wurden der Liquiditätsreserve zugeordnet.

Der Aktivposten 6 beinhaltet Anteile an Immobilienfonds in Höhe von 4.765 TEUR sowie Anteile an anderen Investmentfonds in Höhe von 1.902 TEUR, welche dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio dienten zur Finanzierung der Kundenforderungen oder wurden neu in Wertpapiere und Termineinlagen bei anderen Kreditinstituten angelegt.

Bei den Anlagen wurde auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von 19.810 TEUR wie Anlagevermögen bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von 908 TEUR vermieden.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr und zur ursprünglichen Planung als gut. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Sowohl beim Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung erfüllt.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr deutlich übererfüllt. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind angemessene Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Vor dem Hintergrund eines deutlich gestiegenen Betriebsergebnisses hat sich die Ertragslage der Bank stabil entwickelt.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control und dem Tool VR Planung ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils, unserer Risikopräferenz entsprechend.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und die sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Hierbei wird der Barwert der Geschäfte zum aktuellen Stichtag herangezogen. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 6 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Gemäß MaRisk werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Zusätzlich ergeben sich zum Abschlussstichtag für unser Institut weitere wesentliche Risiken, die im Rahmen der Risikotragfähigkeitsermittlung angemessen berücksichtigt werden. Hierzu zählen das Immobilienrisiko (resultierend aus Fondsbeständen im Rahmen der Eigenanlage - Berücksichtigung der Risiken erfolgt im Rahmen der Bewertung der Marktpreisrisiken aus Fonds), das Strategische- und Geschäftsrisiko sowie das Pensionsrisiko. Die zuletzt genannten Risiken werden bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials in Form eines Risikopuffers als Abzugsposten berücksichtigt.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Adressenausfallrisiko stellt das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder anderen schuldrechtlichen Instrumenten dar. Es beinhaltet das Kreditrisiko, das Emittentenrisiko und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos).

Für das Kreditgeschäft haben wir unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit sowie der Einschätzung der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken eine Strategie zur Ausrichtung des Kreditgeschäftes festgelegt.

Die Ermittlung der strukturellen Kreditrisiken (Adressausfallrisiken) basiert auf Einstufungen aller Kreditnehmer nach bankinternen Beurteilungskriterien in Risikogruppen. Das aggregierte Ergebnis wird nach Volumen und Blankoanteilen ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Die Einstufungen werden regelmäßig überprüft. Unsere EDV-Auswertungen geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikogruppen. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäftes bestehen Limite u. a. in Bezug auf die Blankokreditquote, Risikodeckungsquote und Engagementhöhe.

Den Adressenausfallrisiken in unseren Wertpapieranlagen begegnen wir dadurch, dass wir grundsätzlich keine Papiere außerhalb eines Investment Grade Rating erwerben. Primäres Risiko im Eigengeschäft ist ein Kursverlust infolge von Spreadausweitungen oder Ratingverschlechterungen. Der Ausfall eines Emittenten ist selten, kann aber auch im Investment Grade nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Das Adressrisikolimit lag zum 31. Dezember 2023 bei 4,7 Mio. EUR, die Auslastung des Limits betrug 79,3 %.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse), in deren Folge sich Abweichungen vom geplanten Ergebnis ergeben.

Die Bank ist insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Zinsänderungsrisiken messen wir mit Hilfe dynamisierter Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Entwicklungsszenarien haben wir für die möglichen Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, deren Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst.

Zur Überwachung der Auswirkungen der allgemeinen Zins- und Kursrisiken setzen wir ein Controlling- und Managementsystem ein, das den von der Bankenaufsicht vorgegebenen Mindestanforderungen an das Risikomanagement entspricht. Zur Quantifizierung der Kursänderungsrisiken bewerten wir unsere Wertpapierbestände vierteljährlich unter Zugrundelegung tagesaktueller Zinssätze und Kurse. Darüber hinaus analysieren wir die potenziellen Bewertungsveränderungen, die sich anhand von standardisierten Zins- und Kursänderungen ergeben würden.

Das Immobilienrisiko ergibt sich aus unseren Immobilienfonds und wird über das Marktpreisrisiko Fonds abgebildet. Auch die Immobilienfonds werden vierteljährlich anhand der tagesaktuellen Kurse bewertet. Die Risikoermittlung erfolgt anhand der gelieferten Risikokennzahlen der Fondsgesellschaft.

Das Marktpreisrisikolimit lag zum 31. Dezember 2023 bei 4,2 Mio. EUR, die Auslastung des Limits betrug 75,3 %. Durch die im Geschäftsjahr erfolgte Umstellung auf die barwertnahe Risikosteuerung sind die Werte mit dem Vorjahr nicht vergleichbar.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird durch die LCR begrenzt und gesteuert. Daneben ist die Finanzplanung unseres Hauses streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Bei unseren Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen wir entsprechend neben Ertrags- und Bonitäts- auch Liquiditätsaspekten Rechnung. Die Institute haben gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ihre Liquiditätssteuerung angemessen zu steuern. Als Unterstützungshilfe zur Erfüllung der aufsichtlichen Anforderungen aus den MaRisk an das Liquiditätsrisiko gemäß BTR 3.1 wurde den Instituten im Rahmen der VR-Control Software ein Modul zur Liquiditätssteuerung zur Verfügung gestellt (LIQUI im Modul ZINSMANAGEMENT). Das Liquiditätsrisiko wird differenziert in das Zahlungsunfähigkeitsrisiko und das Refinanzierungsrisiko. Für die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit durch ausreichend bemessene, nachhaltige Liquiditätspuffer und einem Zugang zu Refinanzierungsquellen muss das Liquiditätsrisiko angemessen gesteuert werden. Im Rahmen der Liquiditätstragfähigkeit werden hierfür verschiedene Liquiditätsablaufbilanzen gegenübergestellt. Der Zeitraum, für welchen die Zahlungsfähigkeit des Instituts unter Stressbedingungen sichergestellt ist, wird als Überlebenshorizont bezeichnet.

Durch die Einbindung in die genossenschaftliche Finanzgruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können.

Unseren laufenden Zahlungsverpflichtungen konnten wir nachkommen.

Das Liquiditätsrisikolimit lag zum 31. Dezember 2023 bei 250 TEUR, die Auslastung des Limits betrug 50,2 %.

Operationelles Risiko

Neben den Adressausfall- und Marktpreisrisiken hat sich die Bank auch auf operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsstreitigkeiten, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich einzugrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z.B. im EDV-Bereich oder im Bereich der Rechtsberatung). Für den Ausfall technischer Einrichtungen und unvorhergesehene Personalausfälle besteht eine Notfallplanung. Versicherbare Gefahrenpotenziale z. B. Diebstahl und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Das Limit der operationellen Risiken lag zum 31. Dezember 2023 bei 700 TEUR, die Auslastung des Limits betrug 95,7 %. Durch die im Geschäftsjahr erfolgte Umstellung auf die barwertnahe Risikosteuerung sind die Werte mit dem Vorjahr nicht vergleichbar.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in den von uns simulierten Standard- und Stressszenarien gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand und unseren aktuellen Erwartungen, ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

D. Prognosebericht

Wir erwarten für die kommenden Jahre weiter eine stabile Ertragslage in einem schwierigen Umfeld. Nach im Jahr 2023 stark gestiegenen Zinsen rechnen wir für die Zukunft mit einer leicht fallenden Zinsentwicklung mit einer rückläufigen Zinsspanne. Bei der Nachfrage nach Krediten rechnen wir aufgrund der gestiegenen Zinsen als weiterem Kostensteigerungsfaktor für Kunden neben bereits hohen Energie- und Lebensmittelpreisen mit einem unverändert niedrigeren Niveau. Chancen für unsere Entwicklung sehen wir in der weiterhin vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern.

Die wirtschaftliche Lage bleibt weiterhin stark angespannt. Für 2024 ist mit einem Rückgang der durch die Corona-Pandemie und den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hohen Inflation zu rechnen. Trotzdem stehen die Kreditnehmer weiterhin unter Druck, da sie neben der hohen Preissteigerungen zusätzlich durch weitere Probleme wie den hohen Fachkräftemangel beeinträchtigt werden. Größere, über das übliche Maß hinausgehende Ausfälle im Kreditgeschäft, zeichnen sich nach unserem derzeitigen Kenntnisstand jedoch nicht ab. Bei unseren Wertpapieranlagen bestehen weiterhin aufgrund des veränderten Zinsniveaus Abschreibungen bzw. vermiedene Abschreibungen. Nachdem diese jedoch bereits im Jahr 2023 zurückgegangen sind, erwarten wir in 2024 eine Fortsetzung dieser positiven Entwicklung. Außerdem gehen wir weiterhin bei allen im Bestand befindlichen Papieren von einer Rückzahlung zum Nennwert bei Fälligkeit aus.

Für unser Geschäftsgebiet gehen wir weiterhin von einer insgesamt stabilen Entwicklung aus. Jedoch bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung und ein weiterhin nicht absehbares Ende des Krieges oder seine Folgen auswirken werden.

Auch im Jahr 2024 gehen wir von einem leichten Wachstum unseres Kreditgeschäfts aus.

Im Einlagengeschäft wollen wir das derzeitige Niveau halten und gegebenenfalls weitere Einlagen in den Verbund vermitteln.

Das Niveau im Vermittlungsgeschäft wird in 2024 zugunsten des Eigengeschäfts rückläufig sein.

Wir gehen auch künftig von einer hinsichtlich der Liquidität geordneten Finanzlage aus.

Für die Ertragslage erwarten wir auch zukünftig einen mindestens zufriedenstellenden Geschäftsverlauf.

Für das Jahr 2024 plant die Bank ein "BE vor Bewertung/dBS" in Höhe von 1,00 %. Für den Leistungsindikator CIR prognostiziert die Bank für das Jahr 2024 eine CIR in Höhe von rund 72,5 %. Die Bank rechnet mit einer Wachstumsrate im Kreditgeschäft von +3,0 %. Die harte Kernkapitalquote ist geplant mit mindestens 17,81 %.

 

Gardelegen, 26. März 2024

Volksbank eG

Der Vorstand:

Jana Ahlfeld

Andrea Lenz

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank eG, Gardelegen

Genossenschaftsregisternummer 66 beim Amtsgericht Stendal

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.769.803,59 1.244
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 194.595,00 290
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 194.595,00 (290)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 1.964.398,59 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 16.164.546,32 19.223
b) andere Forderungen 6.233.587,60 22.398.133,92 6.299
4. Forderungen an Kunden 88.726.826,92 83.291
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 16.864.654,64 (12.307)
Kommunalkredite 597.243,03 (864)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
bb) von anderen Emittenten 25.821.361,87 25.821.361,87 28.931
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 12.017.869,85 (12.200)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 25.821.361,87 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6.667.827,81 6.581
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 2.527.731,32 2.483
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 113.232,00 2.640.963,32 113
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 105.000,00 (105)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 21.594,45 54
darunter: Treuhandkredite 21.594,45 (54)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0
12. Sachanlagen 457.970,99 525
13. Sonstige Vermögensgegenstände 85.619,73 122
Summe der Aktiva 148.784.697,60 149.156

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 11.379.848,51 11.379.848,51 12.797
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 32.435.932,22 39.168
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 327.248,69 32.763.180,91 532
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 76.607.545,53 79.468
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 9.827.882,26 86.435.427,79 119.198.608,70 1.005
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 21.594,45 54
darunter: Treuhandkredite 21.594,45 (54)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 148.814,56 98
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 1.628.754,00 1.484
b) Steuerrückstellungen 236.500,00 0
c) andere Rückstellungen 533.001,26 2.398.255,26 452
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.100.000,00 6.100
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.579.074,73 1.214
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 5.138.229,75 5.063
cb) andere Ergebnisrücklagen 1.610.357,02 6.748.586,77 1.537
d) Bilanzgewinn 209.914,62 8.537.576,12 184
Summe der Passiva 148.784.697,60 149.156
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 113.738,92 191
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 113.738,92 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 3.751.900,37 3.751.900,37 6.667
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.119.319,64 2.292
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 493.891,69 3.613.211,33 396
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (13)
2. Zinsaufwendungen 129.552,90 3.483.658,43 102
darunter: erhaltene negative Zinsen 0,00 (21)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 276.995,48 178
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 46.760,10 43
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 323.755,58 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 1.785.102,19 1.817
6. Provisionsaufwendungen 111.568,88 1.673.533,31 88
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 121.649,18 87
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.739.217,31 1.681
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 578.739,19 2.317.956,50 438
darunter: für Altersversorgung 270.856,26 (145)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.216.798,71 3.534.755,21 1.115
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 101.798,63 117
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 43.695,20 38
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 269.330,21 120
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -269.330,21 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 297
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 98.478,52 98.478,52 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.751.495,77 817
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 538.134,95 250
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 3.446,20 541.581,15 3
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000.000,00 380
25. Jahresüberschuss 209.914,62 184
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
209.914,62 184
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
209.914,62 184
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 209.914,62 184

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank eG, Gardelegen

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist.

Im Hinblick auf widerrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip).

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die wir nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet haben, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte angesetzt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen linear. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern und deren Hinterbliebenen wurden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 6,12 %) zugrunde gelegt. Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfs aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die Anwartschaften der Aktiven und die laufenden Leistungen einmalig um einmalig 4,00 % erhöht.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,80 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023 festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,83 % abgezinst.

Den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Diese Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,46 %) abgezinst.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Eventualverbindlichkeiten

Unter den Eventualverbindlichkeiten wurden Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Andere Verbindlichkeiten aus unwiderruflichen Kreditzusagen wurden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde in folgenden Fällen abgewichen:

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umstellung von dem periodischen auf das barwertige Kreditportfoliomodell im Kundenkreditgeschäft. Die in dem Expected-Loss-Modell einbezogenen Verlustquoten basieren ab dem Stichtag 31. Dezember 2023 auf einem modellierten barwertigen Verlust aus dem LGD-Modell. Die Verlustquoten im periodischen Kreditportfoliomodell bis zum 30. September 2023 berücksichtigten hingegen das nominelle Blankovolumen. Insbesondere durch diese Methodenanpassung ergab sich auch eine entsprechende Auflösung bei der Pauschalwertberichtigung nach IDW RS BFA 7.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.532 0 (a) 0 (a) 39.532
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 2.767.467 0 (a) 0 (a) 2.767.467
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.454.003 35.118 (a) 0 (a) 1.472.224
0 (b) 16.897 (b)
Summe a 4.261.002 35.118 (a) 0 (a) 4.279.223
0 (b) 16.897 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.532 0 (a) 0 (a) 0 (a) 39.532 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 2.457.116 46.517 (a) 0 (a) 0 (a) 2.503.633 263.834
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.239.702 55.282 (a) 0 (a) 0 (a) 1.278.087 194.137
0 (b) 0 (b) 16.897 (b)
Summe a 3.736.350 101.799 (a) 0 (a) 0 (a) 3.821.252 457.971
0 (b) 0 (b) 16.897 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 32.935.036 -2.615.022 30.320.014
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.596.411 44.552 2.640.963
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
Summe b 35.531.447 -2.570.470 32.960.977
Summe a und b 39.792.449 33.418.948

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 21.778.375 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 1.664.110 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 4.667.890 fällig.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 6 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 25.821.362 23.063.595 2.757.767 18.424.922
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 6.221.527 0 6.221.527 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 18.424.922, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 17.517.405.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) NGB AG & Co. KG, Hannover 0,14 2023 1.749.858 2023 37.901

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 263.834 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 194.137 enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
4 Forderungen an Kunden 0 3.556
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.268.385 1.255.136

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 4.500.545 1.000.000 0 0
Forderungen an Kunden (A 4) 2.637.841 6.644.404 26.007.729 51.670.773

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 178.648 420.119 3.809.634 6.971.447
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 132.573 194.676 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 7.470.566 2.185.519 171.644 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 11.379.849 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus der Bewertung der Fondsanteile in Aktiva 6 stehen höhere aktive Steuerlatenzen aus der Bildung von Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB sowie aus der Bewertung von Wertpapieren (Aktiva 5) und Rückstellungen (Passiva 7) gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 30,00 % zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 1.533.931
b) der ausscheidenden Mitglieder 45.144

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 5.063.230 1.537.346
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 75.000 73.011
Stand 31.12.2023 5.138.230 1.610.357

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 11.379.849

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermögensverwaltung und -beratung, Immobilienvermittlung, Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungen und Krediten nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,3 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 35.762 (Vorjahr EUR 32.720) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 21.206 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 3.067 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder des Vorstandes bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 42.574.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen EUR 6.599.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 673.048.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 5.375 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 86.644.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 23.684, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aufgrund der Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 412.690.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 2 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 15 11
Gewerbliche Mitarbeiter 0 1
17 12

Außerdem wurden durchschnittlich 3 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 3.351 9.161 0
Zugang 2023 124 2.754 0
Abgang 2023 95 346 0
Ende 2023 3.380 11.569 0
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 362.035
Höhe des Geschäftsanteils EUR 150

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Karl-Wiechert-Allee 76 a

30625 Hannover

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Ahlfeld, Jana, Bankleiterin - Vorstand Markt

Lenz, Andrea, Bankleiterin - Vorstand Marktfolge

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Gamm, Hans-Joachim, - Vorsitzender - , selbstständiger Raumausstatter

Jahn, Heike, - stellvertretende Vorsitzende - , Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur

Kampe, Stefan, selbstständiger Einzelhandelskaufmann

Mahlow, Christian, Vorstand Landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft eG

Matthies, Friedhelm, selbstständiger Großhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen

Otto, Jörg, Geschäftsführer BOK Holz & Montage GmbH

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 209.914,62 wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 50.634,58
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 80.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 79.280,04
209.914,62

 

Gardelegen, 26. März 2024

Volksbank eG

Der Vorstand

Jana Ahlfeld

Andrea Lenz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank eG, Gardelegen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Gardelegen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 88,7 Mio. EUR. Dies entspricht 59,6 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 3,8 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind.

In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Simon Ohlmeier.

 

Berlin, 26. März 2024

Genoverband e.V.

Bettina Hubrich, Wirtschaftsprüferin

Simon Ohlmeier, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 25.04.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 209.914,62 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Volksbank eG, Gardelegen

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Zur Beurteilung der Geschäfts- und Risikolage der Bank haben die Aufsichtsratsmitglieder vierteljährlich den ausführlichen Risikobericht erhalten, der jeweils in den Sitzungen durch den Vorstand detailliert erläutert wurde. Rechtzeitig zu und in diesen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über den Geschäftsverlauf, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Unternehmensstrategie sowie über wesentliche Maßnahmen schriftlich und mündlich detailliert unterrichtet. Die Berichte an den Aufsichtsrat wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich einerseits zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern untereinander und andererseits mit dem Vorstand diskutiert, insbesondere wurde die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Über die Tätigkeiten der Geldwäschebeauftragten, der Compliance-Beauftragten und über die Berichterstattung der internen Revision wurde umfassend und zeitnah informiert. Ferner wurde der Aufsichtsrat ausführlich über neue Rechtsvorschriften und regulatorische Vorschriften unterrichtet. Die aufsichtsrechtlich geforderte Sachkunde für Aufsichtsratsmitglieder wurde durch Weiterbildungsmaßnahmen sichergestellt.

Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war konstruktiv und ergebnisorientiert. Auf Grundlage umfassender Information war es dem Aufsichtsrat möglich, den Vorstand bei allen wichtigen Entscheidungen zu beraten und zu unterstützen. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Herr Mahlow und Herr Otto aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Gardelegen, 26. März 2024

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender

Gamm

Volksbank eG, Gardelegen

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus nicht festverzinslichen Wertpapieren, Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge.

Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 5.603.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 28,3.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.751.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 538 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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